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PRESSEINFORMATION
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03. November 2014 || Seite 1 | 3
Fraunhofer IME intensiviert seine translationalen
Forschungsarbeiten in der Indikation Multiple Sklerose
mit 4 vom BMBF geförderten Projekten
Hamburg, Frankfurt am Main
Das Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME
hat mit seinen Standorten in Hamburg (ScreeningPort, IME-SP) und Frankfurt
(Translationale Medizin und Pharmakologie, IME-TMP) vier neue translationale
Forschungsprojekte zur Wirkstoffentwicklung für die Multiple Sklerose (MS)
begonnen, bei denen neue Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung mittels
des technologischen Repertoires des IME in innovative Therapieansätze überführt werden sollen. Bei der Multiplen Sklerose (MS) spielen sowohl entzündliche, als auch neurodegenerative Prozesse im Zentralnervensystem eine Rolle
und beide stehen im Fokus der nun mit vier Millionen Euro geförderten
Projekte.
Katalysiert wird die Zusammenarbeit unterschiedlicher akademischer Partner mit den
Fraunhofer IME Einrichtungen und Biotechfirmen durch das Kompetenzkonsortium
NEU², das über die letzten fünf Jahre die für Wirkstoff-Findung erforderlichen spezifischen Kompetenzen entlang der Wertschöpfungskette vereint hat. NEU² wird als
Gewinner des Biopharma-Wettbewerbes seit 2009 vom BMBF gefördert und hat
darüber hinaus die Evaluierung und Begleitung weiterer Fördervorhaben übertragen
bekommen. Mit dem erfolgreichen NEU² Kooperationsmodell wurde ein Beispiel
geschaffen, wie die Pharmaforschung in Deutschland den globalen Erfordernissen in
der Zukunft angepasst werden kann. Die vier jetzt gestarteten Projekte sind sowohl
über die im Rahmen von NEU² ausgebildeten Projektpartnerschaften als auch über die
Indikation Multiple Sklerose kooperativ eng verbunden.
Mit den Wissenschaftlern um Prof. Dr. Dr. Sven Meuth / Dr. Stefan Bittner der Klinik für
Allgemeine Neurologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster werden am
Fraunhofer IME ScreeningPort Substanzen gesucht, die den Kalium-Ionenkanal TREK1
pharmakologisch beeinflussen. TREK1 wird eine wichtige duale Rolle bei der Einwanderung von Immunzellen ins Zentralnervensystem wie auch für den Schutz von Gehirnzellen vor Schädigung zugeschrieben.
Die Behandlung der MS erfordert Wirkstoffe, die Nervenzellen vor entzündlichen
Angriffen schützen oder widerstandsfähiger machen können. Am Institut für Neuroimmunologie und Multiple Sklerose (INIMS) (Direktor Prof. Dr. Manuel Friese) des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) werden deshalb in Kollaboration mit der
Evotec AG und dem Fraunhofer IME ScreeningPort funktionelle Inhibitoren des Ionenkanals TRPM4 entwickelt. Für dieses Molekül konnte in Vorarbeiten gezeigt werden,
Ansprechpartnerin
Dr. Mira Grättinger | Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME, Abteilung ScreeningPort |
Telefon +49 40 303764-270 | VolksparkLabs, Schnackenburgallee 114 | 22525 Hamburg | www.ime.fraunhofer.de |
Mira.Graettinger @ime.fraunhofer.de |
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dass ein Ausschalten des Gens im Mausmodell oder dessen pharmakologische Inhibition zu einem verminderten Absterben von Neuronen führen kann.
Die NEU2 Biomarker Plattform unter der Leitung von Dr. Ole Pless in Kollaboration mit
dem INIMS am UKE (Prof. Dr. Manuel Friese) und der Metabolomic Discoveries GmbH
(Dr. Nicolas Schauer, CEO) sucht in einem gemeinsamen Vorhaben in Stoffwechselprodukten und regulatorischen RNA Molekülen gezielt nach Biomarker-Kandidaten. Bisher
wurden für die Multiple Sklerose - weder für schubförmig remittierende noch für die
primär progrediente Verlaufsformen - noch keine Biomarker gefunden, die die Behandlung und die Entwicklung neuer und effizienter Wirkstoffe erleichtern könnten. Die
NEU² Biomarker Plattform des IME ScreeningPort ist mit eigenen Laboren in das UKE
eingebettet, um die Entwicklung von spezifischen Biomarkern ganz im Sinne eines
translationalen Forschungsansatzes aus der Klinik voranzutreiben.
Die Fraunhofer-Projektgruppe Translationale Medizin und Pharmakologie TMP in
Frankfurt (Leitung: Prof. Dr. Dr. Gerd Geisslinger) entwickelt in Kooperation mit dem
Hertie-Institut für klinische Hirnforschung, der Eberhard Karls Universität Tübingen, und
der Goethe-Universität Frankfurt am Main den Wirkstoffkandidaten TMP-001. In
vorklinischen Untersuchungen zeigte TMP-001 sehr vielversprechende Effekte auf den
Krankheitsverlauf. Im Rahmen des BMBF-geförderten Projekts werden in einem klassischen drug repurposing Ansatz in Phase I und II-Studien die Wirksamkeit und Verträglichkeit bei MS-Patienten untersucht, um TMP-001 als neuartiges orales Therapeutikum
zur Modifikation der Krankheitsaktivität und des Krankheitsverlaufs der Multiplen
Sklerose zu entwickeln.
Bio Europe 2014, Frankfurt Messe, 3.-5. November 2014
Ein direkter Kontakt mit Dr. Philip Gribbon, Fraunhofer IME-SP und Prof. Dr. Michael
Parnham, Fraunhofer IME-TMP ist auf der diesjährigen Bio Europe möglich (Stand 51).
Vortrag von Prof. Dr. Dr. Geisslinger, Fraunhofer IME-TMP und Goethe-Universität
Academic Innovators, 4. November 16:00 Uhr (Raum Transparenz 2)
NEU²-Konsortium
Das NEU²-Konsortium, zu dem unter anderem das Universitätsklinikum HamburgEppendorf, die Merck KGaA, die Biotest AG, die Evotec AG, sowie der Fraunhofer IME
ScreeningPort zählen, gehört zu den drei Gewinnern des bundesweiten BioPharmaWettbewerbs des BMBF. Das siegreiche Konsortium strebt an, neue Medikamente und
diagnostische Konzepte zur Behandlung von Multipler Sklerose und anderen neurodegenerativen Erkrankungen zu entwickeln. Projektträger ist die VDI/VDE Innovation +
Technik GmbH, Berlin.
Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME
Das Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME, geleitet
von Prof. Dr. Rainer Fischer, betreibt angewandte Lebenswissenschaften vom Molekül
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03. November 2014 || Seite 2 | 3
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bis zum Ökosystem. Die interdisziplinäre Organisation und Labore mit modernster
Ausstattung einschließlich GMP-Anlagen und komplexen Umweltsimulationsanlagen
ermöglichen ein breites Forschungs- und Dienstleistungsangebot in den beiden
Institutsbereichen Molekularbiologie und Angewandte Oekologie.
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Durch die strategische Orientierung entlang der FuE-Wertschöpfungskette folgt das
Fraunhofer IME seinem Auftrag, die Markteinführung innovativer Produkte zu
beschleunigen, neue Querschnittstechnologien zu entwickeln und mit seinen Partnern
aus Industrie, Mittelstand und Akademia den Wirtschaftsstandort Deutschland nachhaltig zu unterstützen.
Das Fraunhofer IME hat über 600 Mitarbeiter an den Standorten Schmallenberg,
Aachen, Münster, Gießen, Frankfurt/Main und Hamburg sowie in den USA und Chile.
Es ist eng verknüpft mit dem Institut für Molekulare Biotechnologie der RWTH Aachen
University, dem Institut für Biotechnologie der Pflanzen der WWU Münster, dem Institut
für Angewandte Entomologie der Universität Gießen, dem Institut für Klinische Pharmakologie der Goethe-Universität Frankfurt am Main und dem Universitätsklinikum
Hamburg Eppendorf.
Die Fraunhofer-Gesellschaft ist die führende Organisation für angewandte Forschung in Europa. Unter ihrem Dach arbeiten 67 Institute und
Forschungseinrichtungen an Standorten in ganz Deutschland. Mehr als 23 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erzielen das jährliche Forschungsvolumen von 2 Milliarden Euro. Davon fallen rund 1,7 Milliarden Euro auf den Leistungsbereich Vertragsforschung. Über 70 Prozent dieses
Leistungsbereichs erwirtschaftet die Fraunhofer-Gesellschaft mit Aufträgen aus der Industrie und mit öffentlich finanzierten Forschungsprojekten.
Internationale Kooperationen mit exzellenten Forschungspartnern und innovativen Unternehmen weltweit sorgen für einen direkten Zugang zu
den wichtigsten gegenwärtigen und zukünftigen Wissenschafts- und Wirtschaftsräumen.
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