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Schaumainkai 1 7
60594 Frankfurt am Main
www.museumangewandtekunst.de
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Presseinformation
Frankfurt am Main, 20.10.2014
Das pralle Leben II
Ukiyoe aus den Sammlungen Johann Georg Geyger und Otto Riese
8. November 2014 – 25. Januar 2015
Pressevorbesichtigung: Mittwoch, 5. November 2014, 13 Uhr
Ausstellungseröffnung: Freitag, 7. November 2014 um 19 Uhr
Erhabene Landschaften entlang der großen Handelsstraßen Japans, eine junge Kurtisane mit
lasziver Ausstrahlung oder ein Schauspieler des Kabuki-Theaters in dramatischer Pose: Die
Holzschnitte des ukiyoe zeigen ein faszinierendes Bild des Lebens im Japan des 17. bis 19.
Jahrhunderts. Mit den seltenen, weil frühen ukiyoe-Drucken der Sammlung Johann Georg
Geyger und den für das Museum gesicherten Meisterwerken der Sammlung Otto Riese
besitzt das Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main heute eine der hochwertigsten
Sammlungen dieser großen japanischen Kunst in Europa.
Vom 8. November 2014 bis 25. Januar 2015 präsentiert das Museum die wertvollen Drucke in
der Ausstellung Das pralle Leben II. Ukiyoe aus den Sammlungen Johann Georg Geyger und
Otto Riese. Die insgesamt mehr als 240 Werke liefern von den Anfängen Mitte des 17.
Jahrhunderts bis in die Zeit um 1850 ein faszinierendes Bild des Lebens in einem zu
jener Zeit nahezu vollständig abgeschotteten Land. Die bei Reisen und Vergnügungsfahrten
erlebten spektakulären Landschaften, die Helden des Kabuki-Theaters oder auch erotische
Abenteuer – all dies wird zum Gegenstand jener meisterhaften Drucke, die zur Zeit ihrer
Entstehung zuweilen nicht mehr kosteten als eine Nudelsuppe und sich in breiten Schichten
des bürgerlich geprägten Japan der Edo-Zeit (1603-1868) großer Beliebtheit erfreuten. Die
aktuelle Präsentation spannt einen Reigen entlang der jahreszeitlichen Rhythmen und
verbindet so den Herbst, den Winter und das Frühjahr mit den besonderen Ritualen und
Gepflogenheiten der Menschen.
Die Ausstellung Das pralle Leben II zeigt insgesamt rund 90 Holzschnitte. Sie setzt den
Erfolg der ersten Ausstellung fort, die das Museum Angewandte Kunst von A pril bis Oktober
2013 zeigte und ergänzt den Einblick in den wertvollen Museumsbestand an ukiyoe -Drucken.
Darüber hinaus bietet der Ausstellungskatalog Helden der Bühne und Schönheiten der
Nacht. Meisterwerke des japanischen Holzschnitts aus den Sammlungen Otto Riese und
Johann Georg Geyger einen vertiefenden Eindruck. Weiteres Forschungsmaterial haben wir
auf der Website www.ukipedia.de für die Öffentlic hkeit zugänglich gemacht.
Die Holzschnitte des ukiyoe (wörtlich „Bilder der fließenden Welt“) wurden im Auftrag
umtriebiger Verleger von Zeichnern entworfen und arbeitsteilig von unterschiedlichen
Spezialisten, in Serie produziert, oft mit vielen einzelnen Druckstöcken für jede der
unterschiedlichen Farben. Die Höhe der Auflage reichte von wenigen Dutzend bis zu rund
zwanzigtausend Exemplaren und hing vollkommen von der Nachfrage am Markt ab.
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Presseinformation
Frankfurt am Main, 20.10.2014
Bei großen Auflagen wurden die abgenutzten Druckstöcke nach Bedarf ausgebessert oder
erneuert.
Das ukiyoe gehört zu den einflussreichsten Beiträgen Japans zur Weltkunst. Bereits bald
nach der Öffnung des Landes in der Mitte des 19. Jahrhunderts gelangten die ersten
Holzschnitte nach Europa. Künstler wie Claude Monet, Édouard Manet, Vincent van Gogh
und viele andere ließen sich von ihnen anregen. Und schon bald entstanden beeindruckende
Sammlungen – in Europa übrigens früher als in Japan selbst, wo man diese Kunst lange Zeit
als minderwertig betrachtete.
Der Maler und Städelprofessor Johann Georg Geyger (1921 -2004) konzentrierte sich in seiner
Sammlertätigkeit ganz auf die Frühphase des ukiyoe. Seine Sammlung umfasst rund 60
exquisite Blätter und zählt für dieses Spezialgebiet zu den bedeutendsten weltweit. Wie
auch Geyger begeisterte sich der gebürtige Frankfurter Otto Riese (1894 -1977) von Jugend an
für das ukiyoe. Der promovierte Jurist und Spezialist für internationales Recht wählte die
Blätter seiner breit angelegten Sammlung nur nach allerhöchsten künstler ischen
Qualitätsmerkmalen aus und schuf so eine Kollektion, wie es sie in dieser Form auf dem
Kunstmarkt heute wohl nirgends mehr gibt. Die Sammlung Riese umfasst 180 Blätter, die auf
höchstem Niveau alle wichtigen Genres des ukiyoe vorstellen: die klassis chen Meister des
Kurtisanen- und Schauspielerporträts, Utamaro und Sharaku, ebenso wie Hokusais und
Hiroshiges Landschaften und Genrebildern. Aber auch die Anfangsphase dieser Kunst, die
fast ausschließlich die Welt des Theaters und der nächtlichen Vergnüg ungen zum Thema
hatte, ist mit qualitätvollen Werken vertreten. Damit ergänzen sich die beiden Sammlungen
auf ideale Weise und bieten gemeinsam einen repräsentativen Überblick über bedeutsam e
Kapitel dieser großen Kunst Japans.
Die Sammlung Otto Riese konnte in einer gemeinsamen Anstrengung des
Kunstgewerbevereins in Frankfurt am Main e.V. und des Museums Angewandte Kunst im
Sommer 2012 für das Museum gesichert werden.
Die Sammlung Johann Georg Geyger wurde dank zahlreicher Förderer bereits 2002
erworben. Diesen für das Museum außerordentlich bedeutenden Ankauf haben
insbesondere ermöglicht: Kulturstiftung der Länder, Berlin, Hessische Kulturstiftung,
Wiesbaden, Privatbank B. Metzler seel. Sohn & Co. KGaA, Stadt Frankfurt am Main,
Kunstgewerbeverein in Frankfurt am Main e.V., Rudolf-August Oetker-Stiftung, Kuraray Co.,
Ltd., Tokyo, Stiftung Polytechnische Gesellschaft, Frankfurt am Main, Georg und Franziska
Speyersche Hochschulstiftung, Marga Coing-Stiftung, Frankfurter Sparkasse und Trudel
Klefisch, Köln.
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Frankfurt am Main, 20.10.2014
Das pralle Leben II
Ukiyoe aus den Sammlungen Johann Georg Geyger und Otto Riese
8. November 2014 – 25. Januar 2015
Direktor
Matthias Wagner K
Kuratoren
Dr. Stephan Graf v. d. Schulenburg und Dr. Bernd Jesse
Ausstellungsleitung
David Beikirch
Förderer
Kulturstiftung der Länder, Berlin, Hessische Kulturstiftung, Wiesbaden, Privatbank B. Metzler seel. Sohn & Co.
KGaA, Stadt Frankfurt am Main, Kunstgewerbeverein in Frankfurt am Main e.V., Rudolf-August Oetker-Stiftung,
Kuraray Co., Ltd., Tokyo, Stiftung Polytechnische Gesellschaft, Frankfurt am Main, Georg und Franziska
Speyersche Hochschulstiftung, Marga Coing-Stiftung, Frankfurter Sparkasse und Trudel Klefisch.
Ort
Museum Angewandte Kunst
Schaumainkai 17
60594 Frankfurt am Main
Information
T +49 69 212 34037
F +49 69 212 30703
www.museumangewandtekunst.de
Öffnungszeiten
Di, Do-So 10-18 Uhr, Mi 10-20 Uhr
Eintritt
9 Euro, 4,50 Euro ermäßigt
Pressekontakt
Grit Weber und Julia Quedzuweit
T +49 69 212 32828/73243
F +49 69 212 30703
presse.angewandte-kunst@stadt-frankfurt.de
Pressedownloads
www.museumangewandtekunst.de
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Kunst und Fotos
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