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Carl Hermann Günner, Offenburg

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SWR2 - Manuskriptdienst
SWR2 Stolpersteine
Carl Hermann Günner, Offenburg
Autorin:
Ulrike Liszkowski
Redaktion:
Elske Brault
Sprecher:
Freddy Kunzelmann, Ulrike Liszkowski
O-Ton-Geber:
William Schaefer
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Bitte beachten Sie:
Das Manuskript ist ausschließlich zum persönlichen, privaten Gebrauch bestimmt.
Jede weitere Vervielfältigung und Verbreitung bedarf der ausdrücklichen
Genehmigung des Urhebers bzw. des SWR.
Sie können die SWR2 Stolpersteine im Internet als Podcast anhören:
http://www1.swr.de/podcast/xml/swr2/stolpersteine.xml
Die SWR2 Stolpersteine können Sie auch unterwegs/mobil abrufen und sich vor Ort
informieren. Die Stolperstein-App finden Sie unter
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SWR2 Stolperstein
Carl Hermann Günner
Offenburg, Hauptstraße 87
Hier wohnte und arbeitete: Carl Hermann Günner, Jahrgang 1881
Verhaftet KZ Natzweiler
Ermordet am 9. Februar 1945 in Dachau
Text:
Carl Hermann Günner wuchs in Offenburg als uneheliches Kind einer Köchin auf.
Seinen Vater lernte er nie kennen. Er arbeitete sich empor, geriet aber mehrfach mit
dem Gesetz in Konflikt, auch wegen seiner Homosexualität.
O-Ton: (William Schaefer)
Er hatte fünf Verurteilungen, drei davon wegen Homosexualität. Der hatte keine
Chance, entlassen zu werden. Und die haben ihn gleich am anderen Tag nach
Natzweiler in das Konzentrationslager überführt.
Text:
William Schaefer hat die Biografie Günners recherchiert anhand von historischen
Dokumenten und Gerichtsunterlagen. Günner war zweimal verheiratet. Er betrieb ein
Schreibwarengeschäft mit Buchbinderei und Druckerei. In den 30er Jahren konnte er
es erweitern und ein neues Wohn- und Geschäftshaus in der Offenburger
Hauptstraße beziehen – vermutlich dank der Mitgift seiner zweiten Frau.
O-Ton: (William Schaefer)
Ich denke, sie war vermögend. Es kann sein, dass er eine reiche Frau geheiratet hat
und deswegen das Haus bauen und das Geschäft betreiben konnte. Denn sie war
die Inhaberin, nicht er. Und seine Frau hat immer wieder versucht, ihn aus dem
Gefängnis oder Zuchthaus oder KZ zu bekommen, weil sie das alleine nicht
betreiben konnte. Aber da war nichts zu machen.
Text:
Wegen Verstoßes gegen den so genannten Schwulen-Paragrafen 175, aber auch,
weil er im Radio Feindsender gehört hatte, verbrachte Günner mehrere Jahre im
Zuchthaus. Er hatte seine Strafen im Februar ‘44 abgebüßt, wurde aber als
Homosexueller weggesperrt: Ins Konzentrationslager Natzweiler südlich von
Straßburg.
O-Ton: (William Schaefer)
In den meisten Lagern wurden sie zu den härtesten Arbeiten herangezogen.
Natzweiler war auch Steinbruch. Und dann isoliert von den anderen Häftlingen. Die
haben die Homosexuellen gehütet, dass ja nichts passiert.
Text:
Als die alliierten Truppen näher rückten, wird das KZ Natzweiler aufgelöst. Carl
Herrmann Günner landet in Dachau – und stirbt dort drei Monate vor Kriegsende.
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