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Seite 4
Mittwoch, 21. Januar 2015
heide kurier
Schörken bestätigt
Wahlen bei Frauen-Union Heidekreis
Integration braucht mehr Mittel
SPD-Neujahrsempfang: Flüchtlingsfrage ist zentrales Thema
BOMLITZ (mwi). Attacken gegen
die politische Konkurrenz gab es
nicht, als Heidekreis-SPD und SPDKreistagsfraktion für vergangenen
Sonntag zu ihrem traditionellen
Neujahrsempfang nach Bomlitz geladen hatten. Statt dessen standen
regionale Themen, aber auch eine
Leistungsbilanz der großen Koalition in Berlin im Mittelpunkt der Reden. Aber vor allem auch die aktuelle Flüchtlingssituation im Heidekreis und die Terroranschläge von
Paris mit ihren Folgen gehörten zu
den Schwerpunkten.
Vorstandswahl bei der Kreis-Frauen-Union: (v. li.) Stellvertreterin Sabine
Jung, CDU-Kreisvorsitzender Gerd Engel, Vorsitzende Heidi Schörken
(vorne), Stellvertreterin Anne Rediske und Schriftführerin Erika Bierwag.
SOLTAU. Mit einem Spitzenergebnis wurde Heidi Schörken als
Kreisvorsitzende der Frauen-Union
im Heide-Kreis bestätigt. Mit einem
Stimmenanteil von 100 Prozent wurde die Soltauerin erneut zur Vorsitzenden gewählt. Unterstützung findet Schörken durch die ebenfalls einstimmig gewählten Stellvertreterinnen Sabine Jung (Bad Fallingbostel),
Annelie Bertram (Walsrode) und Anne Rediske (Schneverdingen). Erika
Bierwag (Soltau) rundet den geschäftsführenden Vorstand der Frauen-Union als Schriftführerin ab.
Krystyna de Boer (Munster), Marietta Hemmerle (Bispingen), Melanie
Röhrs(Bad Fallingbostel), Marion
Spannhuth (Munster) und Magret
Wilheine aus Munster gewählt. Im
Bezirk engagieren sich nun Marietta
Hemmerle, Sabine Jung und Krystyna de Boer. Auf Landesebene wird
die Frauen-Union durch die Delegierten Heidi Schörken, Sabine Jung
und Magret Wilheine vertreten.
Auf letztere kam Lars Klingbeil, hiesiger Bundestagsabgeordneter und
Vorsitzender der Heidekreis-SPD,
gleich in seiner Begrüßung zu sprechen. Er könne noch immer nicht
wirklich begreifen, was da Schreckliches in Paris geschehen sei: „Aber
stolz gemacht hat mich die Reaktion
in Frankreich, Deutschland und anderen europäischen Staaten.“ Dort
seien die Menschen in großer Zahl
auf die Straße gegangen. Auch gegen Pegida habe es mehr Kundgebungen gegeben, um gegen Fremdenfeindlichkeit zu demonstrieren.
Im Heidekreis allerdings seien derzeit die Flüchtlinge die zentrale Herausforderung. Und um die zu meistern, sei Geld erforderlich: Berlin habe zwar bereits ein großes finanzielles Paket verabschiedet, „aber es
muß noch mehr kommen.“ Es gehe
nicht nur um Wohnen und das Erlernen der deutschen Sprache, sondern
um Integration insgesamt: „Es ist eiGeleitet wurde die gesamte Wahl ne Einwanderungspolitik nötig, mit
vom CDU-Kreisvorsitzenden Gerd der wir auch Akzeptanz in der BeEngel, der zusätzlich vom Bundes- völkerung schaffen“, so Klingbeil.
parteitag 2014 und von der VorAls Beisitzerinnen wurden Uta standsarbeit auf Kreisebene berichAuch Gastrednerin Edelgard BulPaschke-Albeshausen (Walsrode), tete.
mahn, Bundestagsvizepräsidentin
und ehemalige Bundesbildungsministerin, griff die Pariser Attentate auf:
Mit den Opfern seien auch Kernelemente der Demokratie angegriffen
worden. Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Freiheit seien universelle Rechte, die jedem zustünden. Deshalb seien diese Terrorakte durch
nichts zu rechtfertigen.: „Ich bin froh,
daß die Menschen in Frankreich,
Deutschland und anderen Ländern
gezeigt haben: Wir gehören zusammen. Die Terroristen wollten uns
spalten - sie haben das Gegenteil erreicht.“ Andererseits gebe es allerdings auch keine Rechtfertigung,
Flüchtlinge unter Generalverdacht zu
stellen und zu diffamieren: „Entscheidend ist nicht, woher jemand
kommt, sondern, was er tut und wohin er geht. Ausländerfeindlichkeit
und Ausgrenzung haben bei uns keinen Platz“, so Bulmahn.
durch den Bund, denn die Kommu- der die Gemeinsamkeit der Kreisnen können das nicht leisten.“
tagsfraktionen auch für das neue Jahr
beschwor, kam ebenfalls auf das TheNeben diesen Themen ging Bulma Flüchtlinge zurück: Auch in diemahn auch auf die Arbeit der großen
ser Frage möge der Landkreis eine
Koalition im vergangenen Jahr ein.
aktivere Rolle als bisher spielen, auch
Hier nannte sie die Einführung des
um die Kommunen zu unterstützen.
Mindestlohnes, Verbesserung der
Pflegeleistungen oder die abschlagsBevor sich die Gäste des Neujahrsfreie Rente mit 63 nach 45 Arbeits- empfangs ihren persönlichen Gejahren, die Erhöhung der Bildungs- spächen widmen konnten, zeichneausgaben und die Frauenquote für te Ralf Petersen als stellvertretender
Führungspositionen als Erfolge.
Betriebsratsvorsitzender noch ein
Wieder zurück in die hiesige Region führte Maximilian Schmidt. Der
SPD-Landtagsabgeordnete für Celle-Land, der auch von sozialdemokratischer Seite den Heidekreis mitbetreut, nahm das Thema Konversion in den Blick. Es sei für beide Landkreise wichtig, nach dem Abzug der
britischen Soldaten Konversionsmöglichkeiten zu gestalten: „Dabei
sollte es nicht darum gehen, was wir
Die Sozialdemokratin würdigte jeverlieren, sondern darum, was wir
ne, die sich für Flüchtlinge einsetzen.
hart erarbeiten können.“
Wie schon Klingbeil mahnte sie jedoch weitergehende Maßnahmen an:
In Sachen Konversion sieht SPD„Wir müssen noch mehr tun. Wir Kreistagsfraktionsvorsitzender Dieter
müssen dafür sorgen, daß der Bund Möhrmann weiteren Handlungsbenicht nur die Aufnahme, sondern darf. Dieses Thema erfordere einen
auch die Integration der Flüchtlinge großen Einsatz des Kreises „Hier
als seine Aufgabe sieht und finanzi- wünsche ich mir, daß sich der Landell stärker unterstützt. Wir brauchen kreis Heidekreis stärker einbringt. Ich
eine langfristige Kostenübernahme glaube aber, daß wir inzwischen auf
für Unterbringung und Integration einem guten Weg sind.“ Möhrmann,
düsteres Bild der Ausbildungsplatzsituation beim Industriepark Walsrode. Die Zahl dieser Plätze solle nicht
nur erheblich reduziert werden. Auch
nach Abschluß der Ausbildung erwarte die Betroffenen bei Übernahme erst einmal eine Probezeit, und
dann werde das Arbeitsverhältnis zumeist auf vier Jahre befristet. Das, so
Petersen, sei für junge Leute schwierig und demotivierend: „Das geht gar
nicht in dieser strukturschwachen
Region.“
Wie in jedem Jahr, so sammelten
die Sozialdemokraten auch bei diesem Empfang wieder für den guten
Zweck. Empfänger dieses Spendensegens sind diesmal die beiden Vereine „Mentor - die Leselernhelfer“ in
Soltau und Walsrode, die den Gäste
ihr ehrenamtliches Engagement vorstellten.
Frühjahrsprogramm steht
Kostenfreie Angebote im Jugendzentrum Schneverdingen
SCHNEVERDINGEN. Das Frühjahrsprogramm des Schneverdinger Jugendzentrums steht: Der
FZB-Jugendbereich beginnt das
Jahr mit zahlreichen interessanten
und wie gewohnt kostenfreien Angeboten für junge Leute ab 13 Jahren.
dreht sich alles um die asiatische Uhr am Workshopangebot KabellöKüche, aus der leckere Gerichte ge- ten teilnehmen.
kocht werden, und der 1. April steht
Bürgermeisterin Meike Moog-Stefunter dem Motto Ostern.
fens besucht den Jugendbereich am
Am Dienstag, dem 27. Januar, gibt 29. Januar und am 26. Februar soes um 16 Uhr wieder ein Kickertur- wie am 25. März und am 29. April jenier, bei dem tolle Preise vergeben weils um 18 Uhr zur Jugendsprechwerden. Zudem ist am Dienstag, dem stunde.
24. März, um 16 Uhr ein BillardturHausaufgabenunterstützung steht
nier geplant. Vom 16. bis zum 20.
März wird der große Saal durch die an jedem Mittwoch von 15 bis 16.30
zehn selbstgebauten Minigolfbahnen Uhr auf dem Plan. Weitere Termine,
Bewerbungsschreiben
oder Projektzur Minigolfanlage umgewandelt.
unterstützung gibt es nach Bedarf.
Auch das beliebte „FIFA-Turnier“
Im FZB-Jugendbereich werden
steht wieder auf dem Programm.
Diesmal kommt die neue Playstati- noch immer häufig Gesellschaftson 4 und das Spiel „FIFA 15“ zum spiele gespielt. Aus diesem Grund ist
immer
donnerstags ab 17 Uhr SpieEinsatz: Spielerinnen und Spieler
messen sich am Dienstag, dem 28. lenachmittag. Spielideen und -vorApril, ab 16 Uhr miteinander. Dabei schläge sind willkommen.
Die Öffnungszeiten (montags,
dienstags, donnerstags und freitags
von 14.30 bis 19 Uhr, mittwochs bis
20 Uhr, sowie Extrazeiten für Veranstaltungen und Gruppen) bleiben unverändert. In dieser Zeit stehen Billard, Kicker, Internet, PS 4, Wii, Tischtennis, Basketball, Tonstudio und
vieles mehr für die Jugendlichen zur
Verfügung. Auch das Mitgestaltungstreffen wird weiterhin jeweils am
zweiten Dienstag im Monat ab 18 Uhr
und die offene Werkstatt an jedem
kommt auf zwei Großbildleinwänden
Donnerstag um 18 Uhr (und nach Bebesonders großer Spielspaß auf.
darf) angeboten. Der Fahrradcheck
Auch hier werden die Gewinner mit
läuft nach Absprache.
Preisen belohnt. Natürlich kann das
Der beliebte Kochkurs ohne An- Spiel auch während der Öffnungsmeldung, jeden Mittwoch um 15 Uhr, zeiten gespielt und für das Turnier
wird fortgeführt, und auch in diesem trainiert werden. Für alle Turniere
Quartal gibt es wieder einige Speci- wird um Anmeldung gebeten. Ganz
als: So werden am 4. Februar spani- ohne Anmeldung können Interessche Gerichte zubereitet, am 4. März sierte dagegen am 14. April ab 16
In Kooperation mit dem TV-Jahn
wird Jugendlichen ab 16 Jahren jeweils am zweiten Freitag im Monat
von 20 bis 22 Uhr kostenloses Training im Fitness-Studio des TV Jahn
angeboten. Die nächsten Termine
sind der 13. Februar, der 13. März
und der 10. April. Um Anmeldung im
FZB-Jugendbereich wird gebeten.
Neujahrsempfang: (v.l.) Kreisvorsitzender und MdB Lars Klingbeil, Bundestagsvizepräsidentin Edelgard Bulmahn, Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt, SPD-Kreistagsfraktionschef Dieter Möhrmann, SPDLandtagsabgeordneter Maximilian Schmidt und stellvertretender Betriebsratsvorsitzender Ralf Petersen.
Holocaust-Gedenken am Dienstag
HERMANNSBURG. Am kommenden Dienstag, dem 27. Januar, steht
zum 20. Mal in Hermannsburg eine
Veranstaltung zum Holocaust-Gedenktag auf dem Programm. Beginn
ist um 19.30 Uhr im Ludwig-HarmsHaus, Harmsstraße 2. Als 1995 der
damalige Bundespräsident Roman
Herzog den 27. Januar eines jeden
Jahres zum Gedenktag an die vor allem jüdischen Opfer des Nationalsozialismus erklärte, wählte er damit
bewußt den Tag der Befreiung des
KZ Auschwitz durch die Rote Armee.
Auch die Region des Nordkreises
Celle ist in diesen Erinnerungsauftrag
eingebunden. Vor der Befreiung in
Auschwitz sind Häftlinge noch von
dort nach Bergen-Belsen gekommen, wo ein Teil von ihnen gerade
noch überlebte, andere - wie die Geschwister Margot und Anne Frank an Krankheit oder Hunger starben.
So wollen die Gedenkstätten nicht
nur Erinnerungsräume und Friedhöfe, sondern auch Mahnorte dafür
sein, daß solche Verbrechen nie wieder geschehen. Daher wird Dr.Thomas Rahe, der die Einrichtung als Historiker leitet, über das Thema spre-
chen: „Die Gedenkstätte Bergen-Belsen; Entwicklung, Aufgaben, Perspektiven“. Dazu sind alle Interessierten aus Hermannsburg und Umgebung um 19.30 Uhr ins LHH eingeladen. Der ursprünglich für diesen
Abend vorgesehene Referent Dietmar Nietan (MdB) wurde von Bundespräsident Gauck eingeladen, ihn
an diesem Tag in Auschwitz zu begleiten. Veranstalter ist der SPDOrtsverein Südheide in Kooperation
mit der überparteilichen Vereinigung
„Gegen Vergessen - Für Demokratie“ in Berlin.
Vortragsreihe in Soltau
Interessierte ab 14 Jahren haben
am Dienstag, dem 17. März, um 17
Uhr Gelegenheit, ihre eigene Kistentrommel zu bauen. Für den Cajonbau werden professionelle Anleitung,
Maschinen und Materialien zur Verfügung gestellt. Eine Anmeldung für
SOLTAU. Mit der Vortragsreihe
den Kurs ist erwünscht, es können „Unternehmens-Erfolg 2015“ unterauch andere Termine vereinbart wer- stützen die Koordinierungsstelle
den.
„Frau & Wirtschaft Heidekreis“ und
das Unternehmerinnen-Netzwerk (UWenn bestimmte ProgrammangeNetz) Heidekreis Frauen und Männer,
bote besondere Zustimmung finden,
die sich im Heidekreis selbständig
können sie auch wiederholt werden.
machen wollen oder bereits ein UnDas Angebot des Jugendzentrums
ternehmen gegründet haben.
orientiert sich an den Interessen und
Bedürfnissen der jugendlichen BeDas notwendige Know-How für eisucher. Ideen, Anregungen und Kri- nen erfolgreichen Start in die Selbsttik sind willkommen.
ändigkeit sowie die erfolgreiche Entwicklung bereits gegründeter UnterKonzerttermine, weitere Veranstalnehmen wird dabei durch aufeinantungen und nähere Informationen
deraufbauende Vorträge vermittelt.
gibt es unter www.fzb-jugendbeInsgesamt acht Abende sind von Enreich.de, auf Facebook, unter der Tede Januar bis Mitte März geplant.
Das aktuelle Programm ist fertig: Das Team des Schneverdinger Ju- lefonnummer (05193) 800997 oder
gendzentrums, Benjamin Zimmer (li.), Farina Unruh und Heinz Ehlermann, direkt im FZB-Jugendbereich, Auf
Alle Veranstaltungen laufen diensfreut sich auf viele Besucher.
dem Eck 2.
tags von 18 bis 20 Uhr im Land-
Nötiges Know-How für Existenzgründerinnen
kreisgebäude in Soltau, Harburger
Straße 2, Konferenzraum 305 im dritten Stock. Die Auftaktveranstaltung
„Know-How zur Existenzgründung“
am 27. Januar bestreitet Jochen
Lauenstein von den Wirtschaftssenioren Hannover. In der Woche darauf,
am 3. Februar, heißt es „Von der Geschäftsidee zum Businessplan, am
10. Februar steht „Marketing für Existenzgründer“ auf dem Programm.
„Selbstständig in Teilzeit“ lautet das
Thema am 17. Februar, „steuerliche
Grundlagen“ werden am 24. Februar behandelt. Am 3. März geht es weiter mit „Akquise - die ‚Königsdisziplin‘ für Unternehmen“, am 10. März
steht der „Erfolgsfaktor Unternehmer/in - Persönlichkeit und Wissen
als Wegweiser“ im Mittelpunkt. Zum
Abschluß der Reihe informiert die
NBank am Dienstag, dem 17. März,
über aktuelle Fördermöglichkeiten.
Die Veranstaltungsreihe hatte bereits im vergangenen Jahr guten Zulauf und zeigt den Informationsbedarf in diese Richtung. So haben Verena Jagla und Lena Heß, neue Leiterinnen der Koordinierungsstelle, die
Idee erneut aufgegriffen und eine
Vortragsreihe organisiert. Weitergehende Informationen erhalten Interessierte unter der Rufnummer
(05191) 970612 und auf den beiden
Seiten www.u-netz-heidekreis.de sowie www.koostelle-heidekreis.de.
Anmeldung zu den Vorträgen sind
ab sofort per E-Mail möglich an
koostelle@heidekreis.de.
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