close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

d-inside

Einbetten
d-inside
Fach- und Brancheninformationen des
Schweizerischen Drogistenverbands
Dezember 2014 | Januar 2015
Frauen in der Drogerie: An die Spitze!
d-inside 12/14 . 1/15
1
Anzeigen41789_180
x 125_CH-D_SDVd-inside_Ziege.ai
1
16.09.14
14:15
Neu
Jetzt neu in der Schweiz!
Holle Bio-Folgemilch auf Ziegenmilchbasis 2.
Durch langjähriges Engagement für die Zulassung
von Säuglingsmilch auf Ziegenmilchbasis, bietet Holle
in der Schweiz als erster Säuglingsmilchhersteller
eine Bio-Folgemilch auf Ziegenmilchbasis an. Die
optimale Alternative zu kuhmilchbasierter Folgemilch.
Lie b e, heit
n
e
g
r
o
b
Ge
le
l
o
H
d
un
Weitere Informationen zu Holle und dem gesamten Sortiment finden Sie unter: www.holle.ch
ESD ÉCOLE SUPÉRIEURE DE DROGUERIE
H Ö H E R E FA C H S C H U L E F Ü R D R O G I S T I N N E N U N D D R O G I S T E N
n
eit für de
möglichk ar 2015
e
ld
e
m
n
Letzte A
8. Febru
Zyklus: 2
nächsten
ESD-Ausbildungszyklus 2015 –17 Eine Zukunft mit Perspektiven
Prüfungsfächer
Aufnahmeprüfung
Arzneimittelkunde, Biologie, Chemie, Heilpflanzenkunde,
Betriebs- und Verkaufskunde inkl. kaufmännisches Rechnen.
Sie erhalten eine CD-ROM mit Übungsaufgaben zur
Prüfungsvorbereitung.
Kandidatinnen und Kandidaten mit Berufmaturitätszeugnis
oder gymnasialem Maturitätszeugnis sind von der Aufnahmeprüfung dispensiert.
Mittwoch, 25. März 2015
Beginn des nächsten Ausbildungszyklus
Montag, 17. August 2015
Einschreibefrist
Die Einschreibefrist für sämtliche Kandidatinnen und
Kandidaten ist der 28. Februar 2015.
Besprechungstag
Wir beantworten Ihre Fragen zum Prüfungsstoff am
Donnerstag, 12. März 2015.
2
d-inside 12/14 . 1/15
Weitere Information/Anmeldung: École supérieure de droguerie,
Tél. 032 717 46 00, cpln-esd@rpn.ch, www.esd.ch
Inhalt & Editorial
In Kürze
4
Aktuelles aus der Branche
Fokus
12
Die Drogerie in Frauenhände!
Branche
6
Generalversammlung 2014: News, Meinungen, Eindrücke
10
SDV-validierte Weiterbildungen – Mehrwert für Drogerie
und Industrie
23
Die neue Drogerie-App ist da
24
Primavera: Zu Besuch beim Naturkosmetik-Hersteller
28
Neuer Medizinalpflanzengarten macht Wissen zum Erlebnis
Interview
20
Thomas Klotz: Leiter Consumer Healthcare Schweiz
der Boehringer Ingelheim GmbH
Wissen
16
Bewährte Wirkstoffe gegen Erkältungssymptome
Rubriken
27
Arbeit und Recht:
Schwangerschaft und Mutterschaftsurlaub, Teil 3
30
Stellenmarkt
31
Branchentermine
Weitere spannende Informationen finden Ihre Kundinnen und Kunden auf:
Impressum d-inside
Offizielles Organ des Schweizerischen Drogistenverbands, Postfach 3516,
2500 Biel 3, info@drogistenverband.ch, www.drogerie.ch
www.vitagate.ch
d-inside ist
das Medium der
«Angestellte Drogisten Suisse»
Geschäftsführung: Martin Bangerter; Kommunikationsleitung: Heinrich
Gasser (hrg); Redaktion: Lukas Fuhrer (ful); An­zei­gen­verkauf: Monika
Marti (mma), inserate@drogistenverband.ch; Fachliche Beratung: Julia Burgener (Wissenschaftliche Fachstelle), Andrea Ullius (Drogist HF); Layout:
Odette Montandon; Druck: W. Gassmann AG, Biel
Titelbild: fotolia.com
Geschäftsstelle und Rechtsberatung: Regula Steinemann, Gerbergasse 26, Postfach 644, 4001 Basel, Tel. 061 261 45 45
Mitgliederwesen und Kasse: Reto Karich www.drogisten.org; info@drogisten.org
Abonnemente: Antonella Schilirò, Telefon 032 328 50 30, a.schiliro@drogistenverband.ch; ISSN 1662-338X; Fr. 75.–/Jahr, 2. Abonnement Fr. 56.–,
zuzüglich 2,5 % MWSt. Auflage: 5569 Ex. (notariell beglaubigt)
Wir sind Gönner des SDV und der ESD
Unsere Branche hat eine Vielzahl interessanter Jobs zu bieten – und zwar nicht einzig hinter dem Ladentisch. Drogistinnen und
Drogisten arbeiten als Product Manager
oder CEOs bei Pharma- und Kosmetikunternehmen, bei Grossisten, als Berater. Sie
führen keine Drogerie, sind aber doch aufs
Engste mit den Geschicken der Drogerien
verbandelt. Und deshalb können sie künftig
auch mitreden: Als «Personenmitglieder»
haben sie eine Stimme an kommenden Generalversammlungen. Mich freut dieser Entscheid, den die SDV-Mitglieder an der Generalversammlung Mitte November gefällt
haben (ab Seite 6). Das eröffnet aktiven und
interessierten Drogistinnen und Drogisten
die Möglichkeit, sich für den Verband und
die Branche einzusetzen – und vergrössert
den Pool an Personal, das für interne Aufgaben, aber auch für Nachfolgeregelungen zur
Verfügung steht. Lesen Sie zu diesem Aspekt den Hauptartikel ab Seite 12.
Die Generalversammlung hat weitere Beschlüsse gefasst, die die Strukturen des
SDV den heutigen wirtschaftlichen Gegebenheiten anpassen. So können sich beispielsweise künftig die Gruppierungen besser einbringen. Ausserdem haben die
SDV-Mitglieder Sparmassnahmen beim
Drogistenstern zugestimmt: Wegen der
schwierigen Ertragslage auf den Inseratemärkten führt momentan kein Weg an einer
Reduktion der Ausgaben vorbei.
Der Zentralvorstand macht sich nun an die
Umsetzung der Beschlüsse und erstellt unter deren Berücksichtigung das Budget
2015. Bereits im Januar kann die Delegiertenversammlung darüber befinden.
Martin Bangerter, Zentralpräsident SDV
d-inside 12/14 . 1/15
3
In Kürze
Grosser Malwettbewerb im Drogistenstern
Eine Eisprinzessin, ein Traumschloss, ein böser Schneedämon:
In der Dezember-/ Januarausgabe des Drogistensterns erwartet
die Leser ein aufregendes Wintermärchen. Und schöne Preise.
Noia und das
Traumschloss
Der SDV verlost Farbschachteln und Schreib­zu­
behör unter den Kindern, die eine Zeichnung
zur Geschichte der Eisprinzessin einsenden. Sollten die Kunden Sie auf den Malwettbewerb ansprechen: Im aktuellen Drogistenstern finden Sie die Geschichte und die Teilnahmebedingungen auf Seite 15. Einsendeschluss für die Zeichnungen ist der 31. Januar. Machen Sie die Kundschaft bis dahin doch auf den Malwettbewerb aufmerksam! red
Pflaster mit lichtempfindlicher
Membran
Schichtarbeit bringt Darmbakterien
aus dem Takt
Forscher der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt EMPA haben
ein Pflaster entwickelt, das Wirkstoffe kontinuierlich über eine Membran abgibt, wenn
es mit UV-Licht bestrahlt wird. Ohne Bestrahlung hält die Membran die Wirkstoffe
im Depot zurück. Dreh- und Angelpunkt des
neuen Pflasters sind darin enthaltene Spiropyrane, die ihre Eigenschaften nach Bestrahlung ändern und die Membran so
durchlässiger für Wirkstoffe machen. pte
Auch Darmbakterien leben nach einer inneren Uhr. Gerät sie infolge von Schichtarbeit
oder von Jetlags aus dem Takt, kann das
womöglich Übergewicht und Stoffwechselerkrankungen zur Folge haben. Israelische
Wissenschaftler gingen dem Einfluss der
Darmflora auf die Entstehung von Asthma,
Allergien, Übergewicht oder Diabetes nach
und fanden heraus, dass die Häufigkeit
verschiedener Arten von Bakterien im Tagesverlauf zu- und abnimmt. Auch spezifische Funktionen der Darmflora veränderten sich bei Mäusen rhythmisch. In der
Dunkelphase dominierten bei den nachtaktiven Nagern etwa Stoffwechselwege,
die mit dem Energiehaushalt, der Nahrungsverwertung oder dem Wachstum in
Verbindung stehen; in der hellen Phase
stand unter anderem die Entgiftung im Vordergrund. Stoffwechselprobleme aufgrund
von Schichtarbeit oder häufigen Flugreisen
liessen sich möglicherweise mit gezielten
probiotischen oder antimikrobiellen Therapien behandeln, schreiben die Forscher.
pte
Zöliakie: Neue Arzneistoffe
in Erprobung
Bis Anfang 2020 sollen zwei neue Arzneistoffe gegen Glutenunverträglichkeit auf den
Markt kommen, dies berichtet der Informationsdienstleister Global Data. Gleich zwei Firmen arbeiten an einem Zöliakie-Medikament, die US-Zulassungsbehörde FDA hat
ihnen ein beschleunigtes Zulassungsverfahren gewährt. Schätzungsweise ein Prozent
der europäischen Bevölkerung leidet unter
der Autoimmunerkrankung Zöliakie, das
sind rund 3,5 Millionen Menschen. pte
4
d-inside 12/14 . 1/15
Für den Abnehmerfolg ist weniger die Art
der Diät entscheidend als das Durchhaltevermögen, berichtet das Apothekenmagazin «Baby und Familie». Es beruft sich dabei auf Wissenschaftler, die 48 Studien mit
mehr als 7000 stark übergewichtigen Teilnehmern analysiert haben. Nach sechs
Monaten hatten die Anhänger einer fett­
reduzierten Diät im Schnitt 8,7 Kilo abgenommen, die einer kohlenhydratreduzierten 7,9 Kilo. Ein Jahr nach der Diät gab es
gar keine Unterschiede mehr. pte
«Vegan und Bio»
an der Biofach 2015
zVg
Noia et le
château
merveilleux
Abnehmen mit Durchhaltevermögen
Biofach heisst die Weltleitmesse für BioLebensmittel, die vom 11. bis 14. Februar
2015 in Nürnberg (D) stattfindet. In diesem
Jahr widmet die Messe den veganen Produkten eine eigene Erlebniswelt. «Vegan
und Bio – ein perfektes Paar oder eine
spannungsgeladene Beziehung?», fragen
die Veranstalter. Lesen Sie zum Thema das
Interview mit dem Vorstandsvorsitzenden
des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft Dr. Felix Prinz zu Löwenstein.
Interview lesen!
Was sagt die Bio-Branche
zum Trend hin zu einer veganen Ernährungsweise?
Neue Drogeriemitglieder
Um die Aufnahme in die Sektion
und in den SDV bewerben sich:
Sektion: BS/BL
Drogerie Hildebrand GmbH
Julia Hildebrand
Burgfelderstrasse 9 4055 Basel
Sektion: SZ
Drogerie Meer GmbH
Sarah Meer
Bahnhofstrasse 2
8854 Siebnen
Einsprachen sind innert 14 Tagen an den
Zentralvorstand des SDV, Postfach 3516,
2500 Biel 3, zu richten.
In Kürze
Pflanzliches Antidepressivum
Johanniskraut
im Hirn die Konzentration von Neurotransmittern in den Synapsen erhöht, indem er
ihre Wiederaufnahme in die Neuronen
hemmt. Synthetische Antidepressiva wirken auf die gleiche Weise. pte
Arzneimittelumsatz durchbricht
Billionen-Grenze
fotolia.com
An der Universität Würzburg wurde das
Echte Johanniskraut zur Arzneipflanze des
Jahres 2015 gewählt. Das Echte Johanniskraut (Hypericum perforatum) wird vielfältig eingesetzt, die grösste Bedeutung hat
es aber in der Behandlung von leichten bis
mittelschweren Depressionen. Dabei ist es
bis heute umstritten, welche Inhaltsstoffe
für die Wirksamkeit entscheidend sind. Infrage kommen das Naphthodianthron Hypericin und das Phloroglucinderivat Hyperforin. Eindeutig nachgewiesen ist, dass der
Extrakt – auf welchem Weg auch immer –
Die weltweiten Pharmamärkte werden in
diesem Jahr voraussichtlich erstmals die
Grenze von einer Billion US-Dollar durchbrechen. Nach einer Analyse des Branchendienstes IMS Health führen die Rekordumsätze der Pharmakonzerne dazu,
dass die Kostenträger des Gesundheitswesens die Bezahlbarkeit von Arzneimitteln
noch kritischer unter die Lupe nehmen werden. Das heisst, dass evidenzbasierte Entscheidungen für Behandlungen eine noch
grössere Rolle spielen werden, aber auch
Technologien zur Verknüpfung verschiedener Informationen. Apps und mobile Sensoren könnten helfen, Krankheiten besser
und schneller zu diagnostizieren und zu
behandeln, folgert IMS Health. pte
Gesundheitssysteme mit
Reichensteuer finanzieren
Die Hilfsorganisation Oxfam fordert in ihrem neuesten Bericht zur Reichtumsverteilung weltweit faire Steuersysteme. Oxfam
schlägt zudem eine Superreichen-Steuer
vor, mit der in den ärmsten Ländern der
Welt unter anderem funktionierende Gesundheitssysteme aufgebaut werden
könnten. Der Bericht zeigt, dass die
85 reichsten Milliardäre gleich viel Geld besitzen wie die ärmere Hälfte der gesamten
Weltbevölkerung – mehr als 3,6 Milliarden
Menschen. pte
Votre d-inside
actuel!
Retrouvez la version intégrale
en français de d-inside en format pdf sur:
d-inside
Informations professionnelles
et spécialisées
de l’Association suisse
des droguistes
décembre 2014 . janvier
Les femmes en drogue
2015
rie: à la pointe
d-inside12/14.1/15
33
http://d-inside.drogo­server.ch/inside_f.pdf
Exklusiv für Facheinkäufer
Sommertrends und News: Für Ihren Durchblick.
Gegen 420 Aussteller präsentieren an der ORNARIS Zürich innovatives Design, erfrischende Trends für den
Sommer und blühende Neuheiten.
OR_ZH15_180x125_d-inside_d_RZ.indd 1
26.09.14 08:30
d-inside 12/14 . 1/15
5
GV
Branche
Generalversammlung
spart auf der Ausgabenseite
Um Kosten zu sparen, hat die Generalversammlung 2014 des Schweizerischen
Drogistenverbandes beschlossen, den Drogistenstern vorerst nur noch sechsmal jährlich
erscheinen zu lassen. Zudem stimmten die Mitglieder Anpassungen der Statuten zu,
die die Branche breiter abstützen.
«Sie als Drogistinnen und Drogisten gehören einer starken
Branche an. Als Konsument kenne ich die Drogerie als ein
Geschäft, wo ich willkommen bin, wo ich Fachkompetenz,
Beratung und umfassende Kundenbetreuung erfahre.» Die
Grussworte von Gastredner Hans-Ulrich Bigler, Direktor
des Schweizerischen Gewerbeverbandes, machten den optimistischen Auftakt zur Generalversammlung des Schweizerischen Drogistenverbandes am 14. November in Bern.
Nicht weniger positiv, wenn auch manchmal kontrovers
­verliefen die Diskussionen der folgenden Stunden. Die Versammlung hatte sich mit der angespannten Ertragslage des
Verbandes auseinanderzusetzen: Auf dem schwachen Anzeigenmarkt lassen sich nicht die erhofften Einkünfte erwirtschaften, und die sinkende Mitgliederzahl sorgt für weniger Verbandsbeiträge. Im Geschäftsjahr 2013 hat dies zu
einem Minus von rund 670 000 Franken geführt. Da der Zentralvorstand zwar mit einer leichten, aber vorerst nicht mit
einer drastischen Erholung der Anzeigenmärkte rechnet,
zeigte er der Generalversammlung auf, wo auf der Ausgabenseite Sparpotenzial besteht – zwei von drei vorgeschlagenen Sparmassnahmen hiessen die Mitglieder gut.
CHF
5 500 000
5 000 000
4 500 000
4 000 000
3 500 000
3 000 000
2 500 000
2 000 000
1 500 000
1 000 000
500 000
0
-500 000
-1 000 000
6
Mit SDV-Medien wieder näher an Gewinnzone
Die Drogistinnen und Drogisten ermächtigen den Zentralvorstand, bis auf Weiteres nur noch sechs statt zehn Ausgaben
des Drogistensterns pro Jahr zu produzieren. «Allein durch
diese Massnahme kommen wir bei den Medien wieder näher an die Gewinnzone», meinte Raphael Wyss, Vizepräsident des SDV und im Zentralvorstand verantwortlich für
Kommunikation, Medien und Verkauf. Im Geschäftsjahr
2013 hatte der SDV mit seinem Mediengeschäft ein Defizit
von 300 000 Franken erwirtschaftet. Als weitere Massnahme zur Gesundung der Finanzen beschlossen die Mitglieder,
bis auf Weiteres auf die individualisierten Umhefter des Drogistensterns zu verzichten. Eine dritte Vorlage fand hingegen keine Mehrheit: Die Generalversammlung lehnte es
deutlich ab, den Drogistenstern künftig im Ausland drucken
zu lassen. «Hier wäre weiteres Potenzial dringelegen, um die
Ausgaben zu entlasten», so Raphael Wyss, «aber die Drogisten haben ganz klar entschieden, dass sie weiterhin in der
Schweiz drucken wollen, wo sie ihr Business betreiben.»
Für Zentralpräsident Martin Bangerter haben die beschlossenen Massnahmen zwei besondere Stärken: «Wir ver-
Dienstleistungsertrag
Dienstleistungsaufwand
Personalaufwand
2008
2009
d-inside 12/14 . 1/15
2010
2011
2012
2013
2014
Deckungsbeitrag
Branche
GV
Corinne Futterlieb
Mit 207 Stimmen war die Drogeriebranche an der Generalversammlung 2014 vertreten. Die Mitglieder ermächtigten den Zentralvorstand,
bei der Produktion des Drogistensterns Einsparungen vorzunehmen.
schlechtern dadurch die Kommunikation der Branche nicht
massgeblich, und zudem sind die Vorkehrungen umkehrbar, sollte sich die Ertragslage verbessern.»
Weniger Kantonsbeiträge für ESD
Das Ziel des Zentralvorstands, das Mediengeschäft des SDV
wieder rentabel zu betreiben, soll mit den genannten Massnahmen erreicht werden. Das zweite Ziel lautet, wie in früheren Jahren wieder Deckungsbeiträge zu erwirtschaften, mit
denen der Verband andere Leistungen finanzieren kann (siehe Grafik Seite 6). Seit Langem setzt der SDV beispielsweise
einen Teil der Medienerträge zur Finanzierung der ESD ein.
Ebendieser Posten macht den Verantwortlichen derzeit
Bauchschmerzen. An der Generalversammlung informierte
Jürg Rolli, im Zentralvorstand zuständig für Ressourcen
und Services, darüber, dass die Kantone ihre Beiträge an die
Höhere Fachschulbildungen kürzen könnten, und zwar erheblich: Wird heute jeder und jede Studierende an der ESD in
Neuchâtel mit 13 000 Franken Steuergeldern unterstützt,
könnten es bereits 2015 nur noch 8000 Franken sein (siehe
Kasten). Bei rund 70 Studierenden pro Ausbildungszyklus
würde das die Kasse des Schweizerischen Drogistenverbands jährlich mit weiteren 350 000 Franken belasten. «Das Defizit
der ESD werden wir mit den beschlossenen kostensenkenden
Massnahmen nicht decken können», meint Bangerter. Der
Zentralvorstand erarbeite derzeit Lösungen zum Umgang mit
der bevorstehenden Finanzierungslücke. «Gespräche mit dem
Kanton Neuenburg und mit dem Bund laufen», so Bangerter.
Jürg Rolli wies an der Generalversammlung darauf hin, dass
der Verband trotz schwieriger Ertragslage noch immer ein
gesundes Fundament hat: Der SDV verfügt derzeit über
rund drei Millionen Franken Eigenmittel.
Mehr Mitglieder, mehr Mitbestimmung
Die Drogeriebranche hat in den vergangenen zehn Jahren
grosse Strukturveränderungen durchgemacht. Um die Verbandsstrukturen besser an die wirtschaftlichen Gegebenheiten anzupassen, unterbreitete der Zentralvorstand der
Generalversammlung verschiedene Statutenänderungen.
Mit 94 Prozent der Stimmen hiessen die Mitglieder das Paket der Anpassungen gut.
Mitglieder: Diplomierte Drogistinnen und Drogisten können mit der neuen Personenmitgliedschaft SDV-Mitglied
mit einem Stimmrecht werden. Zudem soll künftig nicht
mehr die gültige Drogeriebewilligung massgebend sein,
um Firmenmitglied zu werden, sondern die Bewilligung
zum Detailhandel mit Arzneimitteln nach Heilmittelgesetz
Artikel 30. Das klärt vor allem den Status jener DrogerieApotheken und Apotheken, die bereits heute Aktivmitglieder sind. Und schliesslich erhalten Firmenmitglieder, bisher Drogeriemitglieder genannt, zwei Stimmrechte. Das
soll einerseits die Stimmen dieser Mitglieder stärken, andererseits den Eigentümern auch ein Stimmrecht geben. ›
Neue Regelung zu Finanzierung höhere Fachschulen
Ab dem Studienjahr 2015/2016 regelt die «Interkantonale Vereinbarung
über Beiträge an die Bildungsgänge der höheren Fachschulen (HFSV)» die
Finanzierung der höheren Fachschulen. Für gleiche Studiengänge werden
erstmals gesamtschweizerisch gleiche Beiträge gelten. Nach heutigem
Stand beträgt der Kantonsbeitrag pro ESD-Student und Jahr neu 8000 Franken, bisher waren es 13 000 Franken.
d-inside 12/14 . 1/15
7
GV
Branche
Sie können nun nämlich die Hälfte aller Stimmen ihrer Drogerien für sich beanspruchen. Bisher waren Eigentümer
nur stimmberechtigt, wenn sie auch Inhaber der Betriebsbewilligung waren. Das andere Stimmrecht bleibt wie bisher bei den Betriebsbewilligungs-Inhabern.
Mitbestimmung: Neu kann die Generalversammlung Entscheidungen auch auf dem Zirkularweg fällen, per Post
oder elektronisch. Die Verbandsmitglieder können also rascher und mit deutlich geringerem Aufwand Entscheidungen erwirken, ohne gleich eine Generalversammlung einberufen zu müssen. Den Mitgliedern steht somit quasi ein
Initiativrecht zu. Einen Antrag einbringen können die Delegiertenversammlung, ein Zusammenschluss von vier Sektionen oder vier Gruppierungen sowie ein Fünftel aller Firmenmitglieder.
Verbandsorgane: Gruppierungen von Drogerien und Apotheken werden stärker in die Verbandsstrukturen eingebunden. Gruppierungen, die den Anforderungen der Statuten entsprechen, erhalten in verschiedenen Bereichen
gleiche Möglichkeiten wie die Sektionen. Insbesondere
wird die ehemalige «Präsidentenkonferenz» für die Vertreter der Gruppierungen geöffnet und neu als «Branchenkonferenz» konzipiert.
Zentralpräsident Martin Bangerter freut sich, dass die Generalversammlung die Aktualisierung der Statuten gutgeheissen hat. «Indem die Gruppierungen die Möglichkeit erhalten, sich im Rahmen der Verbandsstrukturen besser
einzubringen, sowie mit der Personenmitgliedschaft, mit
der wir hoffentlich viele zusätzliche Drogistinnen und Drogisten als Mitglieder gewinnen, schaffen wir uns eine breitere Basis und stärken die ganze Branche.» Die neuen Statuten sollen per 1. Juli 2015 in Kraft treten.
Drogerien sind nicht mehr im Äther
In einem Abstimmungskrimi entschied die Generalversammlung 2014, das Imageprojekt Radio SDV nicht weiterzuführen. Der Zentralvorstand hatte den Mitgliedern vorgeschlagen, die SDV-Gesundheitssendungen für weitere drei
Jahreszyklen zu genehmigen, da sie das Image der Drogerie als erste Anlaufstelle für Gesundheit, Schönheit und
Wohlbefinden zu einem guten Preis nach aussen tragen.
Nach einer knappen ersten Abstimmung und einem Wiedererwägungsantrag aus der Versammlung lehnten die
Drogistinnen und Drogisten die Weiterführung des Projekts
ab, mit 106 gültigen Nein- zu 93 gültigen Ja-Stimmen.
Der Zentralvorstand nahm das Ergebnis zur Kenntnis. «Ich
bin überzeugt, dass Radio SDV das Image der Drogerien ­
in den vergangenen drei Jahren gefördert hat», sagte
Raphael Wyss. Projektbegleitende Untersuchungen hätten
messbare Erfolge gezeigt: «Wir wissen, dass jede fünfte
Drogistin, jeder fünfte Drogist von Kunden auf die Radiosendungen angesprochen worden ist. Für eine unadressierte Werbesendung sind 20 Prozent Rücklauf ein sensationeller Wert.» Martin Bangerter würdigte vor den
SDV-Mitgliedern die gute Arbeit, die Projektleiter André
Schnider mit Radio SDV geleistet hat.
Die Stärken bleiben
Der Drogistenstern zählt mit 950 000 Lesern pro Ausgabe
nach wie vor zu den Toptiteln der Gesundheitspresse. Das
Magazin verhilft der Branche zu einer öffentlichen Wahrnehmung, die deutlich überproportional zu ihrer Grösse
ist. Zum Vergleich: Das Kundenmagazin der Migros wird 3,2
Millionen mal gelesen, also gut dreimal so oft wie der Drogistenstern. Gemessen am Umsatz ist der Migros-Konzern
aber 30-mal grösser als die Drogeriebranche.
Eine ebenso beachtliche Aufmerksamkeit zieht vitagate.ch
auf sich, das Onlineportal der Drogerien. Im Oktober besuchten rund 175 000 User die Seite. Im Januar waren es
erst 92 000, der Trend zeigt also steil nach oben. Die Hälfte
aller Internetnutzer sucht heute im Netz nach Gesundheitsinfos, deshalb glaubt Raphael Wyss auch, dass sich die Onlinestrategie des SDV je länger, je mehr auszahlt: «Ich hoffe, dass wir 2015 gute Werbeverträge auf vitagate.ch
abschliessen können. Die Werbekunden werden erkennen,
was wir ihnen hier für ein wertvolles Umfeld bieten.»
Lukas Fuhrer
Zusatzinhalte entdecken!
Impressionen von der Generalversammlung finden Sie auf Facebook.
Corinne Futterlieb
Die SDV-Mitglieder stimmten an der Generalversammlung 2014 erstmals elektronisch ab.
8
d-inside 12/14 . 1/15
Kurs-Ausschreibung
«Nachfolgeregelung und Unternehmenskauf
in der Drogerie-Branche»
Datum, Ort und Kosten
Programm
Datum:
15. Januar 2015
Dauer:
9.00 Uhr – 17.00 Uhr
Ort:
ESD, Rue de l’Evole 41, 2000 Neuchâtel (Aula)
Sprache:
(Hoch-)deutsch oder französisch (je nach
Muttersprache); Unterlagen in D und F
Kosten:
Für die Mitglieder des SDV ist die Kursteilnahme kostenlos, Nichtmitgliedern werden CHF 350.00 (exkl. MwSt) in Rechnung gestellt.
Das Mittagessen ist offeriert vom SDV.
Begrüssungskaffee (Caféteria)
Seminar und Workshops
1. Teil: Themenreferate
› Einstieg in die Thematik: Branchenstruktur, Branchenspiegel, Zukunftspotenzial
› Der Generationenwechsel im KMU 2. Teil: Workshops
Anmeldung:Bis am Sonntag, 4. Januar, per Mail an: kurse_cours@drogistenverband.ch oder online unter http://kurse.drogistenverband.ch
› Vorstellung Workshops / Gruppeneinteilung
› Workshop 1: Von der Verkaufsabsicht zur Realisierung
› Workshop 2: Zielgruppe
Standortbeurteilung als Schlüssel zum Erfolg
› Workshop 3: Potenzielle Verkäufer oder Käufer von Drogeriestandorten,
die innerhalb der nächsten 10 Jahre einen solchen Schritt
planen, und die ESD-Studenten/-innen des zweiten Ausbildungsjahres.
Kaufpreis, Unternehmensbewertung und Finanzierung
› Workshop 4:
Planbilanz und Planerfolgsrechnung
3. Teil: Erfahrungsaustausch mit Unternehmern/-innen,
die Drogerien übergeben/übernommen haben
› Kurze Vorstellung Leistungsanbieter
› Podiumsdiskussion mit Gästen: Erfolgreiche Beispiele
Leitung: Peter Hadorn
› Fragen aus den Workshops, Zusammenfassung des Tages
Zielsetzung des Seminars
Verkäufer von Drogerien rechtzeitig auf die Herausforderungen dieses wichtigen Schritts in ihrer Unternehmerlaufbahn vorbereiten, damit sie diesen erfolgreich realisieren
können.
Potenzielle Käufer von Drogerien in Kontakt bringen mit
verkaufswilligen Drogerieunternehmern/-innen.
Voice
Zweifache
Wirkung
ab 8.30 Uhr
9.00 Uhr – 17.00 Uhr
✔ Lindert
Heiserkeit
NEU
✔Kräftigt
die Stimme
Voice
Boehringer Ingelheim (Schweiz) GmbH
d-inside 12/14 . 1/15
9
Branche
Weiterbildung stärkt die
Beratungskompetenz
Weiterbildungskurse mit einer SDV-Validierung leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur
Beratungsqualität. Das haben sowohl die Firmen als auch die Drogistinnen und Drogisten
als Kursteilnehmer erkannt. Über 250 Kurse sind derzeit durch den SDV validiert.
Im November 2012 hat die Delegiertenversammlung des
Schweizerischen Drogistenverbandes das «Reglement
Fort- und Weiterbildung SDV» genehmigt. Damit hat der
SDV ein Instrument in der Hand, das ihm ermöglicht, im Bereich der Fort- und Weiterbildung Qualitätsstandards zu
setzen. Dies hilft wiederum, gegenüber den Behörden
nachzuweisen, dass die Drogistinnen und Drogisten in der
Schweiz in der Heilmittelabgabe kompetent sind. Auch die
Industriepartner des SDV sind überzeugt, dass die Pflicht­
ausbildung nach Reglement unverzichtbar ist. «Wir finden
die Idee der Pflichtausbildung sinnvoll, denn sie macht den
Drogistinnen und Drogisten bewusst, wie wichtig eine regelmässige Weiterbildung für ein stetig hohes Beratungsniveau ist», sagt Armin Landtwing, Geschäftsleitungsmitglied der Firma Heidak AG. Nicolai Zanetti, Marketingleiter
der ebi-pharm AG, schliesst sich an: «Drogistinnen und
Drogisten zeichnen sich durch ihre Fähigkeit aus, ganz­
heitlich beraten zu können. Dank der Validierung der Ausbildungsangebote wissen sie, dass ein Kurs qualitativ
hochstehend ist. Dazu bekommen sie noch Weiterbildungs­
punkte als Wertschätzung.»
Schwerpunkt Abgabe- und Herstellungskompetenz
Ein reiches Angebot an Kursen und Schulungen hat die Drogeriebranche schon immer ausgezeichnet. Mit dem «Reglement Fort- und Weiterbildung SDV» haben Interessierte
nun seit zwei Jahren die Möglichkeit, ihre Kursangebote
durch den SDV validieren zu lassen, wovon die Partnerfirmen seither regen Gebrauch machen. «Grundsätzlich kann
jeder Kurse beim SDV anmelden, egal ob Hersteller, Gruppierung, Drogistin oder Drogist. Entscheidend ist, dass die
Qualitätsvorgaben stimmen», sagt Claudia Meier, Verantwortliche für Weiterbildungsfragen beim SDV. Damit ein
Kurs durch den SDV validiert wird, sind transparente Kriterien zu erfüllen. «Einerseits müssen die Bildungsangebote
drogerierelevant sein. Dann gibt es Vorgaben in Bezug auf
Länge und Inhalt des Kurses. Der Schwerpunkt liegt bei Angeboten, die im Zusammenhang mit der Abgabe- und Herstellungskompetenz von Heilmitteln stehen. Sofern gewis-
10
d-inside 12/14 . 1/15
se Rahmenbedingungen erfüllt sind, können aber auch
Kurse aus den Bereichen Schönheit oder Betriebswirtschaft validiert werden», erläutert Claudia Meier.
Validierte Kurse werden bevorzugt
Die Möglichkeit, Ausbildungsangebote durch den SDV
validieren zu lassen, stösst bei den Industriepartnern auf
reges Interesse. Mehrere Firmen haben dem SDV ihr ganzes Kursprogramm vorgelegt und in die Pflichtausbildung
integriert. So können zum Beispiel bei sämtlichen Kursen
der Firmen Heidak AG, Phytomed AG oder ebi-pharm AG
Punkte für die Pflichtausbildung gesammelt werden. Ak­
tuell umfasst das Kursangebot des SDV über 250 validierte Veranstaltungen. Nicolai Zanetti erklärt, warum sich die
ebi-pharm AG für hochstehende und praxisrelevante, validierte Seminare einsetzt: «Der Nutzen für die Drogistinnen
und Drogisten ist gross, denn so können sie ihr Fachwissen
stets auf dem aktuellen Stand halten. Die kompetente Beratung ist schliesslich entscheidend für den Erfolg einer
komplementären Therapie. Die Drogistinnen und Drogisten
schätzen dies und wählen eher Kurse, die validiert sind.»
Armin Landtwing, Leiter Marketing und Verkauf der Heidak
AG, ergänzt: «Seit wir alle unsere Kurse validiert und unser
Ausbildungsangebot erweitert haben, verbuchen wir eine
massiv gesteigerte Nachfrage nach unseren Bildungsan­
geboten. Zudem fällt uns auf, dass das Bildungsniveau und
damit die Beratungskompetenz in den letzten Jahren erfreulich gestiegen sind.»
Partnerschaftliche Lösung
Dass der SDV die Validierung der Kursangebote ernst
nimmt, zeigt auch das umfangreiche Antragsformular, das
für jeden Kurs ausgefüllt werden muss. Wenn auch nicht
immer zur Freude der Kursanbieter: «Der neue Melde­bogen
für die Validierung ist für uns ein enormer administrativer
Aufwand. Mit über 60 Seminartagen im Bereich der Komplementärmedizin müssen wir für jeden Kurs rund sieben
Seiten ausfüllen», sagt Nicolai Zanetti. Diese Einwände
nimmt Claudia Meier beim SDV ernst: «Es ist uns bewusst,
Branche
Westschweiz hat noch Potenzial
panthermedia.com
Zahlreiche Firmen lassen ihre Ausbildungsangebote
beim SDV validieren. Drogistinnen und Drogisten profitieren
so von einer Pflichtausbildung auf höchstem Niveau.
dass im Vergleich zu früher mehr Aufwand für die Validierung entsteht. Dies ist aber notwendig, da sonst nicht korrekt beurteilt werden kann, welche Inhalte welche Priorität
haben und was für Kurse überhaupt angeboten werden.
Der Aufwand fällt allerdings vor allem bei einer Erstvalidierung an, die jährliche Nachvalidierung ist deutlich weniger
aufwendig.»
Neben dem administrativen Aufwand sind die Kosten ein
Thema. Einerseits muss der SDV den Aufwand für die Validierung finanzieren, anderseits darf die finanzielle Belastung für den Kursanbieter nicht zu hoch sein. Nicolai Zanetti gibt deshalb auch zu bedenken: «Speziell für Firmen mit
einem grossen Schulungsangebot sind die Kosten und der
administrative Aufwand für die diversen Validierungen von
SDV, pharmaSuisse oder anderen unterdessen enorm. Es
ist kaum mehr möglich, die Seminare kostendeckend und
gleichzeitig zu einem für die Drogerien attraktiven Preis anzubieten.» Seit der Inkraftsetzung des neuen Reglements
wurde insbesondere auch auf Anfrage von Gruppierungen
ein Mitgliedertarif für die Validierung eingeführt. Diese
Möglichkeit steht auch anderen Partnern offen, sofern sie
Privatmitglied des SDV sind. «Zum Glück konnten wir mit
dem SDV aufgrund unseres umfangreichen Seminarprogramms so eine moderate und partnerschaftliche Lösung
finden», sagt Zanetti.
Auch wenn das Interesse an der Validierung von Ausbildungsangeboten gross ist: Es gibt auch Industriepartner,
die ihre Kurse nicht beim SDV anmelden wollen. Dies betrifft vor allem kleinere Firmen mit sehr spezialisierten
Kursangeboten. Claudia Meier hat einerseits Verständnis,
dass eine Firma einen Kurs, der vielleicht fünf oder sechs
Teilnehmer hat, aus Kostengründen nicht validieren möchte. «Andererseits ist es für eine Firma eine Chance, den potenziellen Teilnehmern ihrer Kurse eine Zusatzleistung zu
bieten, die den Aufwand rechtfertigt. Auch Kosmetikfirmen
sind nicht immer an einer Validierung ihrer Tages- oder
Mehrtageskurse interessiert, da der Besuch der Kurse für
Depositäre zum Teil Pflicht ist.»
Während in der Deutschschweiz das Angebot an Kursen
gross ist, darbt die Westschweiz in dieser Beziehung noch
etwas. Für viele Firmen lohnt es sich nicht, eine französische Version ihrer Kursunterlagen zu erstellen, da sich zu
wenig Teilnehmer anmelden. Weiter gibt es auch Firmen,
die nur in der Westschweiz tätig oder zu wenig Drogerie-­
affin sind. Zu guter Letzt interessieren die Westschweizer
Drogistinnen und Drogisten zum Teil andere Themen als ihre Deutschschweizer Kolleginnen und Kollegen. Auch hier
versucht der SDV das Bestmögliche aus der Situation zu
machen: «Wir sind in Kontakt mit der Sektion Romandie
und bekommen auch immer wieder Inputs, welche Kurse
für die Drogerien in der Westschweiz interessant wären.
Wir versuchen auch die Lieferanten zu motivieren, ihre Kurse auf Französisch anzubieten», sagt Claudia Meier, Verantwortliche Aus-, Fort- und Weiterbildung beim SDV.
Punkte sammeln ist kein Problem
Die Vorgabe ist klar. Eine Drogerie soll pro Drogistin HF
jährlich neun Weiterbildungspunkte sammeln, je Drogist
EFZ oder Pharmaassistentin EFZ deren sechs. Das Sammeln von Punkten ist eine Teamleistung. Selbstverständlich ist es wichtig, dass alle Teammitglieder stets über eine
aktuelle Beratungskompetenz verfügen. Ob eine Drogerie
die Anforderungen des Reglements erfüllt oder nicht, wird
an den Punkten gemessen, die das Team als Gesamtes gesammelt hat. Betrachtet man das Angebot an validierten
Kursen (siehe Zusatzinhalte), dann dürfte es für ein Drogerieteam kein Problem sein, die Sollpunktzahl zu erreichen.
Auch die Gruppierungen und Ketten bieten validierte Veranstaltungen an, die jeweils von den meisten Mitgliedern
besucht werden.
Andrea Ullius
Zusatzinhalte entdecken!
Firmen von A wie agfam bis W wie Weleda AG bieten SDV-validierte Kurse an.
d-inside 12/14 . 1/15
11
Fokus
Die Drogerie ist weiblich –
der Chef nicht
Sie stehen hinter der Kasse, sie beraten, sie repräsentieren die Drogerie:
Frauen sind in der Drogeriebranche deutlich in der Überzahl, die meisten Geschäfte
sind jedoch immer noch in Männerhand. Warum?
In den kommenden Jahren wechseln schweizweit rund
100 Drogerien den Besitzer. Es handelt sich um gut positionierte Drogerien, die eine Käuferin oder ein Käufer mit
grosser Wahrscheinlichkeit rentabel weiterbetreiben kann.
Das zeigt die neuste Branchenstandortanalyse des SDV.
Rein rechnerisch sollten von diesen Drogerien etwa 90 in
Frauenhand übergehen – derzeit sind nämlich 92 Prozent
aller ESD-Abgänger Frauen. Damit würde sich die Zahl der
Geschäftsführerinnen mehr als verdoppeln: Heute steht in
66 aller SDV-Drogerien eine Frau an der Spitze des Teams.
In der durch und durch weiblich geprägten Drogeriewelt
besetzen die Frauen damit lediglich 15 Prozent der Geschäftsführerstellen.
Zahlen zum Frauenanteil der gesamten Branche existieren
nicht, aber die Lehrabschlüsse machen deutlich, dass mit
einem Anteil von ebenfalls 92 Prozent fast ausschliesslich
Frauen neu in den Drogistenberuf einsteigen. Dieses Bild
zeigt sich unverändert schon seit zehn Jahren. Warum widerspiegelt es sich aber nicht in den Führungspositionen?
Trauen sich die jungen Frauen weniger zu als ihre männlichen Kollegen? Traut es ihnen die Gesellschaft weniger zu?
Oder gibt es in der Branche Strukturen, die den Frauen im
Weg stehen? Den Antworten auf diese Fragen ging am
21. Oktober der Thinktank DrogerieForum nach.
Frauenpower in KMU
Die öffentliche Diskussion zum Thema «Frauen in Führungspositionen» fokussiert meist auf Grosskonzerne und
deren Verwaltungsräte. Politikerinnen und Politiker beklagen den geringen Frauenanteil und fordern beispielsweise
Quotenregelungen, um der Diskriminierung entgegenzutreten. Der Schweizerische Gewerbeverband (SGV) hingegen wollte wissen, wie die Stellung der Frau in den kleinen
12
d-inside 12/14 . 1/15
und mittleren Betrieben (KMU) ist. Schliesslich sind in der
Schweiz 8 von 10 Arbeitstätigen in KMU beschäftigt. Die
Studie, die der SGV an der Universität St. Gallen erstellen
liess (siehe Zusatzinhalte), ergab Folgendes: Fast in jedem
zweiten Einzelunternehmen der Schweiz sitzt eine Frau auf
dem Chefsessel.
Die Untersuchung bescheinigt den Frauen hohe Innovationskraft, jede zehnte erwerbstätige Frau ist selbstständige Unternehmerin. Christine Davatz, Vizedirektorin des
SGV und Präsidentin der KMU Frauen Schweiz, wünscht
sich, dass die Ergebnisse der Studie in die öffentliche
Diskussion einfliessen: «Die KMU-Wirtschaft trägt überdurchschnittlich zur Integration der Frauen ins Erwerbsleben bei. Um die Frauen als Unternehmerinnen zu fördern,
braucht es keine Quoten, sondern gute Rahmenbedingungen, damit sie effizient arbeiten können.» Bürokratische
Hürden vermeiden, den administrativen Aufwand gering
halten – das sind Christine Davatz’ Wünsche an die Politik.
Und die Frauen brauchen mehr Chancen für eine höhere
Berufsbildung. Weil Frauen nach wie vor einen Grossteil
der Familienarbeit übernehmen, verfügt nur jede achte
weibliche Führungsperson über eine Ausbildung auf Tertiärstufe. Der SGV, die Dachorganisation der Schweizer KMU,
hat deshalb eine neue Berufsprüfung «Unternehmensführung KMU» geschaffen, um Frauen einen Bildungsabschluss zu ermöglichen, der ihrer Verantwortung als Unternehmerinnen angemessen ist.
Berufsbild wird anders wahrgenommen
Drogistinnen und Drogisten durchlaufen mit der Höheren
Fachschule ESD in Neuenburg allesamt eine fundierte Ausbildung, die sie auf die Aufgaben als Führungskräfte vorbereitet. Schon immer waren auch einzelne Frauen unter ›
Fokus
Eine eigene Drogerie, oder doch lieber
Familie? Die Branche hat längst bewiesen,
dass es für junge Drogistinnen nicht nur
Entweder-oder gibt.
fotolia.com
d-inside 12/14 . 1/15
13
Fokus
den Absolventen, wie ein Blick in die Statistik der 1906 eröffneten Schule zeigt. Bis in die 1990er-Jahre waren sie zahlenmässig deutlich unterlegen, bis 1994 erstmals mehr
Frauen als Männer die Schule verliessen. Elisabeth RothenStauffer, Berufs-, Studien- und Laufbahnberaterin der Stadt
Zürich, vermutet, dass der Beruf eine Umgewichtung erfahren hat: «In der Berufswahl spielen Vorbilder eine wichtige
Rolle. Junge Frauen interessieren sich eher für Gesundheit
und Beratung, junge Männer eher für Technik und Naturwissenschaften. Die dominierenden Themen des Berufs,
Gesundheit, Schönheit, Verkauf und Beraten, sprechen viele junge Frauen an. Die jungen Männer können nicht sehen,
dass der Drogistenberuf auch einen grossen technischen,
naturwissenschaftlichen und wirtschaftlichen Anteil hat.»
Dass sich der Drogistenberuf zu einer weiblichen Domäne
entwickelt, sieht Elisabeth Rothen-Stauffer, die 1984 selber
die ESD abgeschlossen hat, auch in den Vorbildern begründet: «Waren die Chefs jahrzehntelang fast ausschliesslich
männlich, üben heute die Drogistinnen die Vorbildfunktion
für die jungen Berufseinsteigerinnen aus.»
Geschäft und Familie – geht das?
Auf dem Podium am Herbst-DrogerieForum diskutiert Moderator Martin von Känel mit den drei Drogerieinhaberinnen Susanne Siegrist, Pascale Brönnimann und Patricia
Moser. Die Frauen sind sich einig: Zu wenige ESD-Abgängerinnen trauen sich, ein Geschäft zu übernehmen. Zwei gros­
se Hürden werden in den Diskussionen augenscheinlich:
› Die Angst davor, nach dem Entscheid für ein eigenes Geschäft ein Leben lang an dieses gebunden zu sein.
› Die Vorstellung, dass es beinahe unmöglich ist, die Karriere und das Gründen einer Familie unter einen Hut zu
bringen.
In beiden Punkten geben die Drogerieinhaberinnen Entwarnung. «Ich hatte zuerst auch gedacht, so ein Geschäft
sei doch ein Klotz am Bein. Irgendwann habe ich aber realisiert, dass ich das auch nur für zehn Jahre machen kann»,
sagt Susanne Siegrist, Inhaberin der Dropa Drogerie Siegrist in Oensingen. «Die Entscheidung zur eigenen Drogerie
war definitiv ein Prozess.» Als Mutter von siebenjährigen
Zwillingen sieht Susanne Siegrist heute auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gelassen: «Ich konnte für das
«Die Firmen müssen sich
darauf ein­stellen, dass
junge Männer sich vermehrt
im Haushalt engagieren und
kleinere Pensen arbeiten
werden.»
Bettina Plattner-Gerber,
Hoteldirektorin und Unternehmerin
14
d-inside 12/14 . 1/15
erste Jahr mit den Kindern eine Drogistin HF anstellen und
mich aus dem Geschäft rausnehmen; heute arbeite ich
40 Prozent in meiner Drogerie. Wir sollten junge Frauen zu
ihren Visionen ermutigen. Das Leben besteht nicht aus Kinderhaben.»
Pascale Brönnimann, seit 2013 Inhaberin der Swidro Drogerie Nidau, sieht in der Familienplanung auch kein unüberwindbares Hindernis. «Es gab zwar eine Zeit an der
ESD, da wollte ich kein eigenes Geschäft übernehmen, ich
wollte eine Familie gründen. Und doch wusste ich, dass
Drogistin der Beruf fürs Leben ist.» An einem Nachfolge­
seminar machte ihr Berufskollegin Susanne Siegrist Mut,
dass Geschäft und Familie vereinbar sind. «Danach bot sich
mir die Gelegenheit, die Drogerie im eigenen Städtchen zu
übernehmen, und ich zögerte nicht.»
SDV hilft Netzwerke bilden
Der Knackpunkt liegt für die jungen Drogistinnen HF darin,
dass sie für die Zeit vor und nach der Geburt von Kindern
eine Stellevertretung anstellen müssen, die auch über den
Abschluss der Höheren Fachschule verfügt. Das ist einerseits ein finanzieller Aufwand, der sich erst mal rechnen
muss. Zweitens ist es nicht einfach, Drogistinnen oder Drogisten HF für solche Jobs zu finden, wie die Voten am DrogerieForum zeigen. Der Schweizerische Drogistenverband
kann hier eine vermittelnde Funktion wahrnehmen, meint
Zentralpräsident Martin Bangerter: «Mit Informationsanlässen wie beispielsweise diesem DrogerieForum oder mit
den Nachwuchsförderungsseminaren führen wir immer
auch Leute zusammen und helfen dem Nachwuchs, Netzwerke zu bilden.»
Einen interessanten Ansatz präsentiert am DrogerieForum
Bettina Plattner-Gerber, Hoteldirektorin und Co-Autorin
des Buchs «Wenn Paare Unternehmen führen – ein Handbuch». Die Mutter zweier Kinder, die mit ihrem Partner seit
25 Jahren ein Führungsduo bildet, empfiehlt der Drogeriebranche sogenannte Mentoring-Programme. In solchen
könnten erfahrene Drogerieinhaberinnen oder Geschäftsführerinnen ihr Wissen und ihre Erfahrung an die jungen
Kolleginnen weitergeben und sie so bei der persönlichen
und beruflichen Entwicklung unterstützen. Martin Bangerter nimmt die Idee auf: «Zum Teil haben ja die Gruppierun-
«Frauenquoten braucht
es nicht; Frausein ist kein
Qualifikationsgrund,
genauso wenig wie das
Mannsein.»
Christine Davatz,
Vizedirektorin des Schweizerischen Gewerbeverbandes
Fokus
gen diese Aufgaben übernommen, von der Beratung bis zur
Finanzierung. Wenn wir aber Leute haben, die bereit sind,
die Zeit für ein Mentoring aufzuwenden, dann werden wir
diese sicher unterstützen.»
Unterstützung erwünscht – auch von den Männern
«Junge Frauen sollen den Mut zu einem eigenen Unternehmen haben und den Schritt wagen», meint Drogerieinhaberin Patricia Moser. «Und die Unternehmerinnen und Unternehmer der Branche sollen die Frauen motivieren.»
Wie wichtig Menschen sind, die einen unterstützen und als
Vorbild dienen, kommt immer wieder zur Sprache in der Podiumsdiskussion am DrogerieForum. Besonders die Zustimmung der Eltern und der Lebenspartner hilft beim Entscheid für die Übernahme eines eigenen Geschäfts. Die
Vorbilder, die 66 Frauen, die heute eine SDV-Drogerie führen, sollte die Branche mehr hervorheben, um dem Nachwuchs zu zeigen, dass eine eigene Drogerie und eine Familie sich nicht ausschliessen, so der Tenor auf dem Podium.
«Schliesslich müssen die Frauen aber einfach den Elan entwickeln», meint Geschäftsführerin Susanne Siegrist. «In
vielen Köpfen ist immer noch fest verankert, dass es nur
Entweder-oder gibt.»
Auch im kollektiven Bewusstsein der Gesellschaft halten
sich Traditionen hartnäckig, konstatiert Bettina PlattnerGerber: «Die kulturelle Definition erwartet nach wie vor von
den Frauen, dass sie für die Familie die Arbeitszeit reduzieren oder ganz auf die Erwerbsarbeit verzichten.» Die bekannten Folgen: Laufbahnunterbrüche und Einbussen bei
der Weiterbildung, die die Frauen auf dem Arbeitsmarkt benachteiligen. Ein Umdenken findet zwar statt, Männer beteiligen sich zunehmend an der Familienarbeit, und Unternehmen ermöglichen ihnen auch eher Teilzeitpensen. Das
beobachtet die Vizedirektorin des Schweizerischen Gewerbeverbandes Christine Davatz. Aber diese Entwicklungen
gehen langsam voran. Manchmal stehen sich die Frauen
aber sogar selber im Weg, meint die Referentin Elisabeth
Rothen-Stauffer: «Die Familie ist natürlich auch ein Bereich, in dem sich die Frau profilieren kann, in dem sie
Macht hat. Hier braucht es ihre Bereitschaft, die Verantwortung und die Aufgaben in Familie und Haushalt mit dem
Partner auch zu teilen.»
«Branche kann die Nachfolge regeln»
Vor rund 15 Jahren hat sich der Schweizerische Drogistenverband damit auseinandergesetzt, dass der Branche langsam die Männer abhandenkommen. Der Verband ging damals vom Szenario aus, dass beim steigenden Frauenanteil
vermehrt Drogerien keine Nachfolger mehr finden würden
– und liquidiert werden müssten. Dieser Fall ist bei Weitem
nicht eingetroffen. SDV-Zentralpräsident Martin Bangerter
freut sich heute, «dass die Frauen unternehmerische Verantwortung wahrnehmen und Betriebe übernehmen».
Letztlich sieht Bangerter die Hauptsache darin, dass die
Branche die Nachfolge regeln kann: «Ob mit Frauen oder
Männern, uns ist beides recht.»
Lukas Fuhrer
DrogerieForum künftig in Frauenhand
Lukas Fuhrer
Ab 2015 steht das DrogerieForum unter der Leitung einer Frau: Elisabeth
Huber, Leiterin Politik und Branche des SDV, übernimmt die Organisation
der Branchen-Thinktank-Treffen von Peter Hadorn. Am DrogerieForum vom
21. Oktober verdankte Martin Bangerter, Zentralpräsident des SDV und CoPräsident des DrogerieForums, Peter Hadorns langjähriges Engagement
mit einem Präsent. Der selbstständige Berater und Branchenkenner leitete die Tagungen seit 2001. Peter Hadorn steht dem SDV weiter als Berater
zur Verfügung und unterstützt Elisabeth Huber bei der Durchführung der
beiden DrogerieForen 2015.
Die Themen der kommenden Tagungen
Dienstag, 19. Mai: Schlüsselfaktor MitarbeiterInnen
Montag, 26. Oktober:(Selbst-)Motivation von DrogerieunternehmerInnen
«Frauen können Drogerien
führen, sie müssten dazu ermutigt werden. In Netzwerken
für Führungsfrauen können
sie von den Erfahrungen der
anderen profitieren.»
Elisabeth Rothen-Stauffer,
Berufs-, Studien- und Laufbahnberaterin
Zusatzinhalte entdecken!
Frauen spielen eine starke Rolle in Schweizer KMU. Zahlen, Fakten und Fallbeispiele
in einer Studie der Universität St. Gallen.
d-inside 12/14 . 1/15
15
Wissen
Mit bewährten Wirkstoffen
in die Erkältungszeit
Bei Erkältungskrankheiten kann eine grosse Palette an Arzneistoffen zur
Linderung der Symptome oder zur Bekämpfung der Erreger eingesetzt werden.
Wie die Stoffe wirken und was sie ausmacht in einer Übersicht.
Es ist kalt, nass und windig. Im Zug wird gehustet, die Arbeitskollegin niest im Sekundentakt. Lästige Keime werden
in feinen Tröpfchen durch die Gegend geschleudert – Erkältungssymptome sind vorprogrammiert. Rund 150 verschieden Virusarten sind für katarrhalische Erkrankungen im
Mund- und Rachenraum zuständig. Dazu gehören Rhinoviren, Adenoviren, das respiratorische Syncytial-Virus, Parainfluenza-Viren und die Influenza-Viren.
Daneben spielen auch die etwas weniger zahlreichen bakteriellen Erreger eine Rolle. Obwohl gefährliche bakterielle
Sekundärinfektionen wie die Pneumonie weniger häufig
sind, lohnt es sich, sie bei der Beratung im Hinterkopf zu haben. Ob die lästige Wintererkältung durch Viren oder Bakterien verursacht wird: Die Symptome sind die gleichen.
Grösste Ansteckungsgefahr über Hände
Eine Affektion im Mund-Rachen-Raum zeigt folgende Symptome: Die Stelle ist gerötet und geschwollen, fühlt sich
warm an und schmerzt oftmals – typisch für eine Entzündung, ein Zeichen der Immunabwehr. Ob Schnupfen im Vordergrund steht, wie zum Beispiel bei einer Rhinitis oder
Sinusitis, oder Halsweh wie bei einer Pharyngitis: Erkältungssymptome können vielfältige Ursache haben. Auch Erkrankungen wie Stomatitis, Gingivitis, Angina oder Tonsillitis können Gründe darstellen. Therapeutisch werden diese
Affektionen darum ähnlich behandelt (siehe Kasten).
Bei den Übertragungsarten von respiratorischen Viren
steht an erster Stelle der direkte Kontakt über Hände. Die
grösste Ansteckungsgefahr geht also nicht von feuchten
Aerosolen in der Luft aus, sondern von Tröpfchen an Händen, Türfallen oder Haltegriffen im Bus. Studien des Bundesamtes für Gesundheit haben 2009 im Zusammenhang
mit der Schweinegrippepandemie gezeigt, dass Husten
und Niesen in die Ellenbeuge sowie systematisches Waschen und Desinfizieren der Hände eine wirksame und kostengünstige Prävention darstellen. Konnten diese Verhaltensregeln eine Erkältung dennoch nicht abwenden,
können unterschiedliche Arzneistoffe zur Linderung der
16
d-inside 12/14 . 1/15
Symptome oder zur Bekämpfung der Erreger eingesetzt
werden. Für die Behandlung von Erkältungserkrankungen
sind Arzneistoffe folgender Gruppen im Einsatz (siehe auch
Übersichttabelle, Seite 18).
Anästhetische Wirkstoffe
Lokalanästhetika lindern kurz- oder mittelfristig störende
Schmerzen, indem sie die Reizweiterleitung zum Gehirn
unterbinden. Die Wirkstoffe binden sich an die Natrium­
kanäle auf der Zellmembran und verschliessen damit die
Kanäle. Als Folge können die Na+-Ionen nicht mehr ins
Zellinnere gelangen, und die elektrische Reizleitung wird
zumindest teilweise unterbrochen.
› Lidocain
› Polidocanol 600
› Oxybuprocain
› Cinchocain und Tetracain
› Ambroxol
Antientzündliche Wirkstoffe
Antientzündliche Wirkstoffe verhindern oder reduzieren
entzündliche Reaktionen und reduzieren so die typischen
Symptome wie Schwellungen, Rötungen, Schmerzen und
die Wärme in den betroffenen Arealen. Diese Entzündungserscheinungen entstehen auf unterschiedliche Weise, deshalb werden auch Substanzen mit unterschiedlichen Wirkmechanismen eingesetzt. Zum Beispiel nichtsteroidale
Schmerzmittel wie Benzydamin, die die Prostaglandinsynthese reduzieren, oder auch Enzyme wie Lysozym, das die
Zuckerketten des Peptidoglycangerüstes in der Zellwand
von grampositiven Bakterien spaltet.
› Benzydamin
› Lysozym HCl
Aluminiumhaltige Wirkstoffe
Wegen ihrer antibakteriellen, antiviralen und antimykotischen Eigenschaften sind Aluminiumverbindungen bereits
seit Langem bei infektiösen und entzündlichen Erkrankun-
Wissen
gen in Mund, Hals und Rachen im Einsatz. Sie entfalten ihre bakteriostatische und bakterizide Wirkung über einen
komplexen Wirkmechanismus. So werden unter anderem
die Transportenzyme in der Zellwand der Bakterien durch
die Aluminiumionen gehemmt. Bei Aluminiumchlorat weiss
man zudem, dass es Bakterien koagulieren lässt. So werden sie in schleimigen Ausfällungen von Aluminiumphosphat gefällt, neutralisiert und weggespült.
› Aluminiumacetat (essigsaure Tonerde)
Ammoniumhaltige Wirkstoffe
Quartäre Ammoniumverbindungen (Quats) wirken hauptsächlich auf grampositive Keime, indem sie deren spezielle Zellwand zerstören. Die Wirkstoffe setzen die Oberflächenspannung der Erreger herab, wodurch eine Benetzung
möglich wird. Gramnegative Bakterien reagieren weniger
sensibel. Je nach Wirkstoffkonzentration kann eine bakteriostatische bis bakterizide Wirkung festgestellt werden. In
manchen Fällen können sogar Virusproteine durch Quats
denaturiert werden. Einen antimykotischen Effekt kennt
man von Cetylpyridin- und Benzalkoniumchlorid. Quats
werden mehr oder weniger stark durch Eiter, Serum und
Proteinverbindungen inaktiviert.
› Benzethoniumchlorid
› Benzoxoniumchlorid
› Cetrimid
› Cetylpyridiniumchlorid
› Dequaliniumchlorid
Andere Wirkstoffe
Gegen Erkältungssymptome sind noch weitere Wirkstoffe
im Einsatz, die keiner Wirkstoffgruppe zuzuordnen sind,
sondern strukturell unterschiedlich aufgebaut sind. Folgende Substanzen sind in der Tabelle näher erläutert.
› Chlorhexidin
› Chlorbutanol
› Hexetidin
› Povidonum iodinatum (PVP-Iod)
› 2,4-Dichlorobenzylalkohol
Antibiotika gegen Sekundärinfektionen
Nicht selten werden entzündliche Erkrankungen in Mund,
Hals und Rachen mit Antibiotika therapiert – oftmals sogar
ohne Abstrich. Falsch? Nicht zwingend. Denn in der Regel
wird dabei nicht der virale Infekt behandelt, sondern vorsorglich eine bakterielle Sekundärinfektion unterbunden.
Dabei spielt die Beratung in der Drogerie bei Erkältungssymptomen eine entscheidende Rolle. Antibiotika und
damit die Triage zum Arzt sind zum Beispiel bei einer fiebrigen Angina wichtig, damit die Keime nicht ins Blut übergehen und schwere Folgeerkrankungen wie zum Beispiel
Herzklappenentzündungen, rheumatisches Fieber oder
Nierenentzündungen verursachen können.
Die Erreger der häufigsten Superinfektionen sind Streptokokken, Staphylokokken, Pneumokokken, Haemophilus
influenzae und Fusobakterien. Viele dieser Keime sind fakultativ pathogen und zeigen ihre Pathogenität erst, wenn
das diffizile Gleichgewicht aus dem Lot ist und sich dadurch
einzelne Erreger ausbreiten können.
Dr. sc. nat. Julia Burgener,
Leiterin Wissenschaftliche Fachstelle SDV
Weitere Symptome, die eine Überweisung an den Arzt zwingend erfordern
Alarmzeichen
Problematik
Schlechter Allgemeinzustand, Alter über 65, mulitmorbider Patient, schwangere Frau
Erhöhte Komplikationsgefahr, erhöhtes Risiko bakterieller Infektionen
Immunsupprimierter Patient, orale Kortikosteroide
Erhöhte Komplikationsgefahr, erhöhtes Risiko bakterieller oder
opportunistischer Infektionen
Patient hat seit 72 Stunden Halsweh, Fieber oder Ohrenschmerzen
Sorgfältige Abklärung nötig oder Nachkontrolle
Fieber steigt, Schmerzen nehmen zu, Allgemeinzustand verschlechtert sich
Sorgfältige Abklärung nötig
Bewusstseinstrübung, Atemnot, Thoraxschmerz, Schüttelfrost,
Temperatur > 38 °C, Pulsfrequenz > 100
Möglich: Pneumonie
Husten mehr als 2 bis 3 Wochen, evtl. Gewichtsverlust, Nachtschweiss
Möglich: Keuchhusten
Patient hat in letzten 2 bis 3 Monaten schon einmal Antibiotika eingenommen
Sorgfältige Nachkontrolle/ Abklärung (evtl. falsche Diagnose)
Patient kann nicht mehr schlucken, Mund öffnen (Kiefersperre)
Peritonsillarabszess, Parapharyngealabszess
Kind unter zwei Jahren mit Ohrenschmerzen
Muss zwingend mit Antibiotika behandelt werden
Akute Tonsillitis/Pharyngitis bei Kindern von 5 bis 15 Jahren
Muss zwingend mit Antibiotika behandelt werden
Tabelle: Schweizerisches Medizinforum 2011;11(48)
d-inside 12/14 . 1/15
17
Wissen
Übersicht über die Wirkstoffe gegen Erkältungssymptome
Wirkstoffgruppe
Anästhetische
Wirkstoffe
Antientzündliche
Wirkstoffe
Stoff
Metabolisierung in der Leber durch Spaltung
der Säureamidgruppe à Wirkung auch auf Nervenzellen ausserhalb des gewünschten Wirkungsbereichs möglich
POLIDOCANOL 600
(Macrogoli 600 aetherum
laurilicum)
Macrogollaurylether
Auch im Einsatz als Hilfsstoff (nichtionogener Emulgator)
OXYBUPROCAIN
Lokalanästhetikum lokalanästhetisch
vom Estertyp
bakteriostatisch
CINCHOCAIN
Lokalanästhetikum lokalanästhetisch
vom Amidtyp
TETRACAIN
Lokalanästhetikum lokalanästhetisch
vom Estertyp
Tetracain zeigt im Vergleich zu Cinchocain verzögerte Penetration, dafür höhere Haftfähigkeit
AMBROXOL
Metabolit von
Bromhexin
(Alkaloid)
Stimulation von körpereigenem Lungensurfactant
BENZYDAMIN
lokalanästhetisch
lokalanästhetisch, antiphlogistisch, antioxidativ,
mucolytisch
lokalanästhetisch, antiAntientzündliche Wirkung nicht vorwiegend phlogistisch, antibakteriell, auf Hemmung der Prostaglandinsynthese antimykotisch
zurückzuführen
Basisches Polypeptid
antibakteriell, antiviral, antiphlogistisch
Körpereigenes Abwehrenzym
adstringierend,
kühlend
Verminderung der Exsudation durch oberflächliche Proteinkoagulation
Quartäre
Ammonium­
verbindung
antibakteriell, antiviral, antimykotisch
In Kombination mit anderen Stoffen (z. B. Antibiotika) wird die Benzethoniumchlorid-Wirkung
verstärkt und sorgt dabei für eine bessere Löslichkeit auf der Schleimhaut
BENZOXONIUMCHLORID
Quartäre
Ammonium­
verbindung
antibakteriell, antiviral, antimykotisch
Viruzide Wirkung auf Viren mit äusserer Hülle
(Influenza-, Parainfluenza- und Herpes-hominisViren). Wird praktisch nicht resorbiert.
CETRIMID
Quartäre
Ammonium­
verbindung
antibakteriell
Antibakterieller und desinfizierender Effekt bis in die Tiefe des Gewebes
CETYLPYRIDINIUMCHLORID
Quartäre
Ammonium­
verbindung
antibakteriell
DEQUALINIUMCHLORID
Quartäre
Ammonium­
verbindung
antimikrobiell gegen Bakterien, Pilze und Protozoen
CHLORHEXIDIN
Starke zweiwertige
Base
Gilt als eines der besten
Antiseptika: niedrig konzentriert bakteriostatisch,
hoch konzentriert bakterizid, viruzid, fungizid
ALUMINIUMACETAT
CHLORBUTANOL
18
Besonderes
Lokalanästhetikum lokalanästhetisch
vom Amidtyp
Ammoniumhaltige BENZETHONIUMCHLORID
Wirkstoffe
Andere Wirkstoffe
Wirkung
LIDOCAIN
LYSOZYM
Aluminiumhaltige
Wirkstoffe
Struktur
Entspricht im Wirkungsspektrum den quartären Ammoniumverbindungen,
ist aber im Gegensatz zu diesen nur schwach oberflächenaktiv
lokalanästhetisch, antibak- Oftmals als Konservierungsmittel in Injektionsteriell, antimykotisch
präparaten und Augentropfen zu finden
HEXETIDIN
Pyrimidin-Derivat
leicht lokalanästhetisch,
antibakteriell, antimykotisch
POVIDONUM IODINATUM
(PVP-Iod)
Synthetisches Polymer
antibakteriell, antimykoBei entsprechender Einwirkungszeit hat tisch, wirkt gegen Hefen
PVP-Iod auch sporozide Eigenschaften
und Pilze, antiviral (z. B.
Poliovirus und Vakzinevirus
2,4-DICHLOROBEN­
ZYLALKOHOL
Benzylalkohol
lokalanästhetisch, antibak- In Anwesenheit von quartären Ammoniumverteriell, antimykotisch
bindungen verstärkt sich die bakteriostatische
Aktivität (überadditiver Synergismus)
d-inside 12/14 . 1/15
Fokus
Solmucol® Erkältungshusten
Befreit die Atemwege von Schleim …
… und lässt Sie wieder frei durchatmen.
www.erkaeltungshusten.ch
- Frei von Farbstoffen, Alkohol, Laktose und Gluten.
- Frei von kariogenen Zuckern, für Diabetiker geeignet.
- Breite Gamme für eine optimale Therapiewahl:
- Sirup
- Granulat
- Lutschtabletten
- Brausetabletten
Dies ist ein Arzneimittel. Lassen Sie sich von einer Fachperson beraten und lesen Sie die Packungsbeilage.
IBSA Institut Biochimique SA, Headquarters and Marketing Operations, Via del Piano 29, CH-6915 Pambio-Noranco, www.ibsa.ch
Bewegt
d-inside
12/14Menschen.
. 1/15 19
Interview
«Ich muss wissen, was unsere
Partner brauchen und
was der Konsument wünscht»
Ein Zelt, eine Kiste, ein paar Medikamente: So kann in der Mongolei eine Apotheke
aussehen. Thomas Klotz hat viel gesehen auf seinen beruflichen Reisen. In der Schweiz
lernt der Leiter Consumer Healthcare der Boehringer Ingelheim GmbH gerade den
Unterschied zwischen Apotheke und Drogerie kennen.
Thomas Klotz, Sie stammen aus dem Tirol und leben seit
Mitte Jahr in Basel. Haben Sie schon eine Schweizer Eigenschaft entdeckt, die Sie besonders mögen?
Thomas Klotz: Was mir sehr gefällt: dass grosser Wert auf
Qualität gelegt wird. Das fängt im Supermarkt an, wenn ich
da vor dem Kühlregal stehe, ist das ein Paradies. Ich mag
Milchprodukte, und all der Käse, die Milch, die Joghurts in
der Qualität, das ist wirklich spitze.
Und was mögen Sie bisher gar nicht an der Schweiz?
Die Autobahnen. Das Tempolimit macht mir zu schaffen,
auf die Strafzettel warte ich schon. Zudem ist sehr viel Verkehr unterwegs, die Strassen sind recht voll. Dafür ist der
öffentliche Verkehr sensationell ausgebaut. Ich bin eigentlich passionierter Autofahrer, aber in der Schweiz ist es gemütlicher, Zug zu fahren.
Waren Sie auch schon unterwegs, um Drogeriepartner zu
besuchen?
Ja, klar. Ich lernte in den letzten Wochen die Schweizer Handelsstrukturen kennen, mit den Drogerien und Apotheken,
dass kannte ich so nicht. Ich war für Boehringer Ingelheim
die letzten Jahre primär in Osteuropa tätig, und so etwas
wie Drogerien gibt es da nicht. Die finde ich aber spannend;
speziell im Selbstmedikationsbereich, wo wir tätig sind,
kann der Drogist eine umfassende Palette anbieten. Der
Patient, der seine Selbstverantwortung wahrnimmt, ist in
der Schweizer Drogerie sicher sehr gut aufgehoben.
Viele Apotheken setzen ja auch vermehrt auf Selbstmedikation. Wie unterscheiden sich aus Ihrer Sicht Drogerien
und Apotheken in diesem Geschäftsbereich?
Zuerst habe ich aber keinen Unterschied erkannt, muss ich
20
d-inside 12/14 . 1/15
ehrlich gestehen. Unser Sales-Leiter, mit dem ich unterwegs war, ist Drogist, und der hat mich dann aufgeklärt. Jedenfalls war das sehr lehrreich, denn um gutes Marketing
zu machen, muss ich schon wissen, was unsere Partner
brauchen und was der Konsument wünscht. Und das sieht
man natürlich am besten am Point of Sale. Einen Unterschied zwischen Drogerie und Apotheke habe ich übrigens
doch sofort bemerkt: Es riecht besser in der Drogerie,
durch all die natürlichen Kräuter.
Die Boehringer Ingelheim GmbH gehört zu den weltgrössten Pharmakonzernen. Wie wichtig ist die OTC-Sparte für
das Unternehmen?
Hier am Standort Basel macht das OTC-Geschäft etwa
20 Prozent des Umsatzes aus, das sind um die 14 Millionen
Franken im Jahr. Das OTC-Geschäft ist und wird immer wichtiger für Boehringer Ingelheim, in der Schweiz und weltweit.
Die rezeptpflichtigen Medikamente bescheren dem Konzern global gerade schwierige Zeiten. Warum?
Weil bei vielen Hauptprodukten die Patente ablaufen, während neue innovative Produkte gerade erst anlaufen. Hier
ist es natürlich von enormem Vorteil für Boehringer Ingelheim, als Unternehmen im Familienbesitz wesentlich langfristiger denken zu können. Auf die Medikamente, deren
Patent abläuft, stürzen sich in der Regel Generikahersteller, die darauf spezialisiert sind, sie möglichst billig zu produzieren. Innovativ getriebene Unternehmen wie Boehringer Ingelheim haben hingegen das Geschäftsmodell, dass
sie neue Produkte auf den Markt bringen wollen. Das ergibt natürlich eine ganz andere Kostenstruktur, wir investieren Unmengen in die Forschung, die Pipeline ist sehr gut
gefüllt. ›
Interview
Thomas Klotz ist seit dem
1. Juli 2014 Leiter Consumer Healthcare beim Pharmakonzern Boehringer Ingelheim GmbH in der
Schweiz. Von Basel aus ist
er mit einem Team von 12
Mitarbeitenden für den
Schweizer Markt verantwortlich. Davor betreute
der gebürtige Tiroler für
Boehringer Ingelheim den
Bereich Selbstmedikation
in 26 mit­tel- und osteuropäischen Ländern. Bei aller
Verschiedenheit verbinde
die OTC-Märkte von Israel
bis in die Mongolei eines,
sagt der Betriebswirt und
Wirtschaftspädagoge: Sie
sind sehr empfänglich für
europäische Qualitätsprodukte. Nach reiseintensiven Jahren lebt Thomas
Klotz nun in Basel.
Flavia Trachsel
d-inside 12/14 . 1/15
21
Interview
Flavia Trachsel
Boehringer Ingelheim setzt im Marketing auch auf auffällige
Plüschtiere in den Verkaufspunkten. Thomas Klotz mit dem
«Schleimmonster», das auch in der Fernsehwerbung vorkommt.
In der Selbstmedikation gibt es keine Patente – dann können Sie in der Consumer-Healthcare-Sparte aufatmen?
Bei den verschreibungsfreien Produkten haben wir Marken,
die sind 50 Jahre alt und unglaublich stark. Das Schöne ist
hier: Je besser man mit einer Marke arbeitet, desto steiler
zeigt die Kurve nach oben. Das Marketing-Bonmot «Eine
Marke stirbt nicht, ausser der Brand Manager bringt sie
um» trifft auf die verschreibungsfreien Medikamente zu.
Innovation ist offizielles Motto von Boehringer Ingelheim.
Was bedeutet das Wort für Sie persönlich?
Neuartige Produkte zu kreieren, die einen Kundennutzen
haben, den es bisher noch nicht gab. Das kann eine neue
galenische Form sein, zum Beispiel haben wir einzigartig in
der Schweiz ein Hustenmittel als Kapsel, die nehmen Sie
einmal täglich ein und müssen nicht mehr fünfmal am Tag
Hustensaft trinken. Das bezeichne ich als Innovation, wenn
Sie nicht mehr die schwere Hustensaftflasche herumschleppen müssen. Oder unser gerade eingeführtes Lysopain
voice gegen Heiserkeit entspricht einem starken Kundenbedürfnis, speziell für Leute, die viel sprechen müssen.
Und wie kommt das Produkt in den Drogerien an?
Der Verkauf lief bisher unglaublich erfolgreich. Wir haben
kleine Thekendisplays an die Drogerien und Apotheken
verkauft, das Produkt hat einen schönen Preis – und es
schmeckt gut. Meine Produktmanagerin sagt immer, ich
soll nicht die ganzen Muster aufessen. Die Resonanz von
den Verkaufsstellen war unglaublich positiv; Drogistinnen
und Apothekenangestellte haben uns bestätigt, dass das
Produkt einem Kundenbedürfnis entspricht. Beispielsweise gibt es Medikamente, die als Nebenwirkung zu einem
trockenen Mund führen, oder ältere Leute haben oft einen
trockenen Hals, weil sie zu wenig trinken. Im Sommer können Klimaanlagen Heiserkeit verursachen.
22
d-inside 12/14 . 1/15
Was haben Sie sich denn für Ziele gesteckt mit der OTCSparte hier in der Schweiz?
Klar über dem Markt wachsen. Das war auch in den vergangenen acht Jahren auf den Märkten in Mittel- und Osteuropa mein Ziel; da hatten wir in gewissen Ländern ein zweistelliges Wachstum über dem Markt. Mein längerfristiges
Ziel in der Schweiz ist, mit den OTC in die Top Ten der Branche zu kommen. Dafür braucht es neue Produkte, innovative Produkte. Das möchte ich mit meinem Team erreichen.
Die Gesellschaft wird immer älter, der Selbstmedikation
wird deshalb generell wachsende Bedeutung vorausgesagt. Ist das Alter ein Markt, mit dem man in der Branche
fest rechnet, für den Sie bereits Produkte entwickeln?
Viele unserer Produkte sind bereits auf die «Golden Agers»
abgestimmt, also auf Beschwerden, die mit zunehmendem
Alter auftreten wie beispielsweise Konstipation oder Venenbeschwerden. Viele OTC-Produkte sind eigentlich für eine lange Lebensspanne geeignet, andere können schon
auch gezielt die Lebensqualität von älteren Menschen verbessern. Im verschreibungspflichtigen Bereich wird natürlich mehr in diese Richtung gearbeitet. Wir haben heute
Krankheiten wie beispielsweise Alzheimer, die sind noch
vor wenigen Jahrzehnten kaum aufgetreten, weil die Leute
vorher gestorben sind. In diese Bereiche muss die Forschung ganz stark reingehen, dasselbe bei Krebs.
Wenn Sie Ihrem Konzern eine Erfindung wünschen könnten, ein Gesundheitsprodukt: Was wäre es?
Ich hätte gerne ein rascher wirkendes Produkt gegen Rückenschmerzen, etwas Innovatives mit möglichst wenig
Nebenwirkungen. Ich habe selber häufig Rückenschmerzen, und mit den klassischen Mitteln kriege ich oft Magenschmerzen. Da wünsche ich mir etwas Verträgliches, das
gut und schnell wirkt. Wir haben einige Ideen in diese Richtung, so etwas würde ich mir fest wünschen für die Schweiz.
Interview: Lukas Fuhrer
Die Boehringer Ingelheim GmbH
Der Unternehmensverband Boehringer Ingelheim GmbH
zählt zu den 20 weltweit führenden Pharmakonzernen. Das
Unternehmen mit Hauptsitz in Ingelheim (D) ist in 50 Ländern tätig. In Basel, einem der ältesten Standorte, hat
Boehringer Ingelheim gerade neue Räumlichkeiten bezogen. Rund 100 Mitarbeiter betreuen von hier aus den
Schweizer Markt für rezeptpflichtige und OTC-Medikamente. Rund ein Fünftel der globalen Umsätze investierte das
Unternehmen in die Forschung und Entwicklung.
Branche
Neue App weist den Weg
in die Drogerie
Mit der neuen Drogerie-App finden Kunden spielend in Ihr Geschäft: Sie weist den Weg
in die nächstgelegene Drogerie und erlaubt gar die Suche nach bestimmten Dienstleistungen
und Produkten. Testen Sie die App ab sofort auf Ihrem iPhone.
Profildaten
können Sie für Ihre Drogerie
jederzeit anpassen
Drogerie-App und vitagate.ch
mit den aktuellen Produkten
und Dienstleistungen Ihrer Drogerie
Stammdaten
werden vom SDV gepflegt
Fotolia.com
An einem sonnigen Winterferientag die
Sonnencreme vergessen? Oder unterwegs
zu einem wichtigen Meeting den Lippenstift der bevorzugten Marke nicht eingepackt? In beiden Fällen sorgt die neue Drogerie-App für rasche Hilfe: Auf Wunsch
zeigt sie Ihren Kunden die nächstgelegene
Drogerie an oder aber die nächste Drogerie, die eine bestimmte Marke führt. Ein
praktischer Service, besonders, um neue
Kundschaft für Ihr Geschäft zu gewinnen.
Auf http://directory.vitagate.ch/drogeriepro­
file ändern Sie beispielsweise Ihre Öffnungszeiten oder geben eine Marke ein, die
Sie neu im Sortiment führen. So helfen Sie
mit, dass die Drogerie-App der Kundschaft
immer die aktuellsten Angaben der Mitgliederdrogerien anzeigt. Auf die Angaben zu
Ihren Produkten und Dienstleistungen greift
neben der Drogerie-App auch vitagate.ch
zu, die Onlineplattform der Drogerien.
Apple iOS und somit auf allen iPhone-Geräten. Haben Sie selber kein iPhone, bitten
Sie eine Kollegin oder einen Kollegen, sie
herunterzuladen, und erkunden Sie sie
gemeinsam.
Machen Sie zudem beim Drogerie-AppWettbewerb mit und gewinnen Sie mit etwas Glück eine von zehn iTunes- oder
Google-Play-Karten im Wert von je 50 Franken.
Lukas Fuhrer
App herunterladen – und los gehts
Zeigen Sie Ihre Stärken
Die Stammdaten Ihrer Drogerie sind beim
SDV erfasst und werden vom Verband gepflegt. Ihre Profildaten hingegen können
Sie jederzeit selber aktualisieren.
Probieren Sie die Möglichkeiten der neuen
App aus, damit Sie mit ihr vertraut sind;
Seit Mitte November kann sie im Apple App
Store heruntergeladen werden. Die Drogerie-App läuft auf dem Betriebssystem
Zusatzinhalte entdecken!
Nehmen Sie am Wettbewerb teil und laden Sie die Drogerie-App auf
Ihr iPhone.
d-inside 12/14 . 1/15
23
Branche
«Die Begeisterung für ein Produkt
wirkt dann auch im Geschäft»
Hochwertige Naturkosmetik ist ein interessantes Geschäftsfeld für Drogerien. Im September
lud der Schweizer Vertrieb von Primavera-Kosmetik die Drogeriepartner ein, die Philosophie der
Produkte kennenzulernen. Ein Besuch in der Produktionsstätte im Allgäu.
Andrea Ullius
Mit ätherischen Ölen hat bei der Primavera Life GmbH alles angefangen. Drogistinnen und Drogisten können deren Wirkung mit der eigenen Nase erfahren.
Naturkosmetik ist hoch im Kurs, nicht nur
in den Drogerien. Auch Kosmetikstudios
und Warenhäuser haben das Bedürfnis
nach natürlicher Pflege längst entdeckt.
Für die Drogerie stellen insbesondere
hochwertige Produkte eine Chance dar, die
ausschliesslich über den Fachkanal vertrieben werden. Eine dieser Marken ist Primavera, in der Schweiz vertrieben durch die
Firma ebi-vital AG, die ihren Kundinnen und
Kunden im September einen Einblick in die
Herstellung der Qualitätsnaturkosmetik
am Firmensitz im Allgäu gewährte.
Biologisch, wirksam, verträglich
Volker Rausch, Export Manager der Firma
Primavera Life GmbH, ist selbstsicher: «Primavera macht vermutlich die beste Naturkosmetik, die es auf dem Markt gibt.» Für
die mutige Aussage liefert er auch gleich
die Begründung: «Wir haben die konsequenteste Strategie, was Qualität und Auswahl der Rohstoffe betrifft. Wir verzichten
auf sämtliche Formen von Tierversuchen,
24
d-inside 12/14 . 1/15
und auch in Bezug auf Nachhaltigkeit gehen wir keine Kompromisse ein.» 90 Prozent der verarbeiteten Pflanzenstoffe der
Primavera-Produkte stammen aus kontrolliert biologischem Anbau, das ist ein Spitzenwert in der Branche. Auch in Bezug auf
die Vertriebskanäle ist der Hersteller konsequent: «Wir könnten problemlos auch
nach China liefern, tun dies aber nicht, da
dort neue Kosmetikprodukte immer zuerst
an Tieren getestet werden. Das wollen wir
nicht», sagt Volker Rausch.
Während in der herkömmlichen Kosmetikherstellung bis zu 30 000 Inhaltsstoffe verwendet werden können, auch solche, die
an Tieren getestet wurden, stehen für die
Primavera-Produkte lediglich 300 Rohstoffe zur Verfügung. Die Rezepturen sind also
ausgeklügelt und weitsichtig erarbeitet,
möglichst die ganze Pflanze mit all ihren Inhaltsstoffen soll verwendet werden können. Somit ist auch klar, weshalb es in der
Primavera-Linie keine Shampoos, Babyund Sonnenprodukte gibt. Diese können
mit der Philosophie in Bezug auf die Rohstoffe schlicht nicht hergestellt werden.
Hochwertige Naturkosmetik vereint hohe
Wirksamkeit mit guter Verträglichkeit. Wie
das möglich ist, erläutert Marianne Mätzig, Training Manager Beauty der Primavera Life GmbH. «Nur die vollständige Pflan-
Die Gastgeber: Schulungsleiterin Marianne
Mätzig und Export Manager Volker Rauch.
Branche
ze mit all ihren Wirk- und Vitalstoffen kann
ganzheitlich wirken. Die Pflanzenöle und
-essenzen potenzieren sich in ihrer Wirkung und entfalten ihre gemeinsame Kraft.
Somit werden Haut und Seele gepflegt.»
Die hautstraffende und feuchtigkeitsanreichernde Wirkung, aber auch die Verträglichkeit der Produkte können mit dermatologischen und klinischen Tests und
Wirksamkeitsnachweisen belegt werden.
«Gute Betreuung der Standorte
ist essenziell»
Die Primavera Life GmbH wurde 1986 von
Ute Leube in Sulzberg gegründet. Anfänglich umfasste das Sortiment ausschliesslich Öle für die Aromatherapie. 1992 wurden die ersten Kosmetikprodukte lanciert.
Seit 2010 befindet sich der Firmensitz in
Oy-Mittelberg im Allgäu, hier sind Verwaltung, Produktion sowie Entwicklungs- und
Qualitätslabors untergebracht. Die Primavera Life GmbH erwirtschaftet mit ihren
Produkten 25 Millionen Euro pro Jahr und
beschäftigt 180 Mitarbeitende. Gut 70 Prozent des Umsatzes stammen aus dem
Heimmarkt Deutschland, der Rest aus über
40 Exportländern, darunter die Schweiz
und Österreich.
Seit zwei Jahren ist die Primavera-Naturkosmetik auch in der Schweiz erhältlich.
Vertriebspartner ist die ebi-vital AG, die im
Fachhandel bereits über 70 Standorte für
die Naturkosmetiklinie gewinnen konnte.
«Wir sind mit der Entwicklung sehr zufrieden», sagt Tony Schläppi, bei der ebi-vital
AG verantwortlich für die Primavera-Produkte. «Wir möchten bewusst ein kontrolliertes Wachstum an Depositären, da uns
die Ausbildung und Verinnerlichung der
Philosophie sehr wichtig ist. Eine umfassende Betreuung der Standorte ist für uns
essenziell», führt Schläppi weiter aus.
Aus diesem Grund hat die ebi-vital AG im
September über 30 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter von Partnerdrogerien ins Allgäu eingeladen. «Etwas über ein Produkt
oder eine Philosophie erzählen ist das eine. Es dann aber auch erleben und mit eigenen Augen sehen, ist das andere», argumentiert Tony Schläppi. «Wir möchten,
dass unsere Kunden Naturkosmetik mit allen Sinnen spüren. Die Be­geisterung wirkt
Der Hauptsitz der Primavera Life GmbH beherbergt Produktion, Verwaltung und Labors.
Das Gebäude ist CO2-neutral errichtet worden.
Naturkosmetik mit allen Sinnen spüren – den Drogeriemitarbeiterinnen und -mitarbeitern hat der
Besuch im Allgäu Spass gemacht.
dann auch im Geschäft. Wir unterstützen
unsere Depositäre umfassend mit Marketing, Ausbildung und eben auch mit solchen Erlebnissen.»
Vitaldrink aus dem Kräutergarten
der Primavera-Reise konnten sich ihren
schmackhaften Drink mit Brennnessel,
Gänsefingerkraut, Minze, Zitrone, Apfel
und etlichen weiteren Zutaten selber zusammenstellen.
Andrea Ullius
Neben einer intensiven Schulung und der
Besichtigung der Produktionsstätten und
Laboranlagen konnten die Teilnehmer einem spektakulären Rundgang durch den
Kräuter­garten des Burghotels Bären in Eisenberg-Zell beiwohnen. Der Besitzer
Schorsch Kössel kultiviert dort über 250
Heilkräuter, kocht mit diesen und setzt sie
auch zu Heilzwecken ein. Die Teilnehmer
d-inside 12/14 . 1/15
25
Partner
Spagyros AG
Weleda AG
Die neuen therapeutischen Pflegeprodukte
Ribes N® Crème douche und Pflegecrème
orientieren sich am Vorbild des erfolgreichen
Gemmo-Mazerates aus der Schwarzen Johannisbeere (Ribes nigrum). Menschen mit trockener, gereizter oder zu Allergien neigender Haut
werden damit angesprochen. Die Bio-Pflanzenknospen für die Herstellung der beruhigenden
Essenz stammen von der eigenen Manufaktur
im Schweizer Jura.
www.spagyros.ch
Echinadoron® Lutschtabletten lindern durch ihre antiseptischen und abwehrsteigernden Substanzen Hals- und Rachenentzündungen. Zudem stimulieren sie das Immunsystem gegen
Erkältungskrankheiten. Kann auch bei Anfälligkeit für Erkältungen sowie bei Vorliegen von
grippalen Infekten unterstützend angewendet
werden. Echinadoron® Lutschtabletten sind für
Kinder ab vier Jahren geeignet. www.weleda.ch
NEU – ab 2015
Weshalb empfehlen?
• 2fach Wirkung: Sanft abschwellend
und entzündungslindernd
• Für die ganze Familie (Kindern
ab 2 Jahren)
• Eignet sich auch zur Langzeit­
anwendung
• Ohne Gewöhnungseffekt
• Ohne Konservierungs­
mittel
Die sanfte und natürliche Doppelwirkung
bei Schnupfen.
IC
NATÜRL
1. Entzündungslinderung
2. Sanfte Abschwellung
Ectoin, ein natürliches Zellschutzmolekül,
stabilisiert die Struktur und Funktion
der Zellmembranen der Nasenschleimhaut
und verringert die Freisetzung von
Entzündungsmediatoren
Die hypertonische Meersalzlösung weist eine
Salzkonzentration von 2.1 %. Durch die erhöhte
Salzkonzentration der Meersalzlösung im
Vergleich zum Gewebe
der Nasenschleimhaut, wird diesem überschüssig
eingelagerte Flüssigkeit entzogen, was zu einer
natürlichen Abschwellung der entzündeten
Nasenschleimhaut führt (osmotischer Effekt).
Ins_Triofan_Naturel_dInside_180x125_df.indd 1
26
100%HES
d-inside 12/14 . 1/15
ECTOIN
Nasenspray
06.11.14 12:13
Partner
Arbeiten vor und nach der Geburt
Schwangerschaft und Mutterschaftsurlaub beschäftigen sowohl Angestellte als auch Arbeitgeber,
wenn sie eintreten. Mehrere Beiträge zum Thema sollen Klarheit schaffen – für beide Seiten.
Die Arbeit kann für werdende und stillende Mütter beschwerlich sein. Fühlt sich eine werdende
Mutter unwohl, darf sie zu Hause bleiben oder
den Arbeitsplatz verlassen. Ein Arztzeugnis ist
dafür grundsätzlich nicht erforderlich. Zum
Zwecke der Lohnfortzahlung ist es jedoch empfehlenswert, eines vorzulegen. Eine ärztlich bescheinigte Arbeitsunfähigkeit wird wie eine
krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit behandelt, mit der Folge, dass die Dauer der Lohnfortzahlung sich nach der Anzahl Dienstjahre richtet.
Einzelheiten sind im Arbeitsvertrag, Reglement
oder Gesamtarbeitsvertrag geregelt, subsidiär
kommen die von der Praxis entwickelten Lohnfortzahlungsskalen zur Anwendung.
beitgeber die Ferien um je einen Zwölftel kürzen.
Für gefährliche und beschwerliche Arbeiten, die
die Gesundheit der werdenden Mutter oder ihres
Kindes beeinträchtigen, besteht ein Arbeitsverbot. Details enthält die Mutterschutzverordnung
(Art. 5 ff ). Es dürfen beispielsweise bis zum Ende
des sechsten Monats nach der Geburt nicht regelmässig Lasten von mehr als fünf Kilogramm
gehoben werden. Ist ein Gesundheitsrisiko zu
bejahen oder arbeitet die Arbeitnehmerin üblicherweise nachts, besteht Anspruch auf gleichwertige Ersatzarbeit – sofern dies nicht realisierbar ist, erhält die Angestellte 80 Prozent des
bisherigen Lohns.
Arbeits- und Ruhezeiten
Mutterschaftsurlaub vor der Geburt
Vor der Geburt ist kein Sonderurlaub vorgesehen. Gesamt- oder Einzelarbeitsverträge können
eine längere Mutterschaftsregelung vorsehen
und es ermöglichen, dass ein Teil der Beurlaubung bereits vor der Geburt eingezogen werden
kann. Ansonsten hängt es vom individuellen
Wohlbefinden ab, wann eine schwangere Frau
mit der Arbeit aufhört. Eine Kürzung des Mutterschaftsurlaubs wegen Arbeitsunfähigkeit und
Abwesenheit vor der Geburt ist nicht zulässig.
Hingegen dürfen die Ferien vom Arbeitgeber gekürzt werden, wenn eine Angestellte länger als
zwei Monate an der Arbeitsleistung verhindert
ist. Ab dem dritten vollen Monat Abwesenheit
und für jeden weiteren vollen Monat kann der Ar-
Bezahlte Stillzeit seit Juni 2014
Eine neue Regelung stellt Mütter für das Stillen
oder Abpumpen von Milch von der Arbeit frei. Bei
einer täglichen Arbeitszeit von ≤ 4 Std. für 0,5 Std.,
> 4 Std. für 1 Std., > 7 Std. für 1,5 Std.
Die Werte gelten pro zu versorgendes Kind. Die
Still- oder Abpumpzeit wird während 52 Wochen
als bezahlte Arbeitszeit angerechnet.
Ab Beginn der Schwangerschaft darf die maximale tägliche Arbeitszeit neun Stunden nicht übersteigen. Ist die Arbeit hauptsächlich stehend zu
verrichten, wie dies in den Drogerien meist der
Fall ist, so hat die Angestellte ab dem vierten
Schwangerschaftsmonat eine tägliche Ruhezeit
von zwölf Stunden zugut und alle zwei Stunden
eine zusätzliche Pause von zehn Minuten. Ab
dem sechsten Schwangerschaftsmonat werden
bei hauptsächlich stehender Tätigkeit nur noch
maximal vier Stunden als zumutbar erachtet. Für
die übrige Arbeitszeit muss der Arbeitgeber eine
sitzende Tätigkeit ermöglichen oder die Angestellte für diese Zeit von der Arbeit freistellen und
den Lohn zu 80 Prozent weiterhin ausrichten. Für
Schwangere ab dem achten Monat gilt für die
Zeit zwischen 20 Uhr und 6 Uhr ein Arbeitsverbot.
Ein absolutes Beschäftigungsverbot gilt während
den acht Wochen nach der Geburt: Auch nicht mit
Einwilligung der frischgebackenen Mutter darf
eine Beschäftigung erfolgen. Nach dieser Periode ist eine frühere Erwerbsaufnahme möglich, jedoch nur im Einverständnis mit der jungen Mutter, weil in diesem Fall der Anspruch auf die
Mutterschaftsentschädigung entfällt.
Regula Steinemann, Recht­s­
anwältin und Ge­schäfts­führerin «Angestellte Drogisten Suisse».
Dies ist eine Seite der «Angestellte
Drogisten Suisse». Die Meinung der
Autorin muss sich nicht unbedingt
mit jener der Redaktion decken.
Regula Steinemann
www.drogisten.org
d-inside 12/14 . 1/15
27
Wissen
Heilpflanzen erzählen
eine Geschichte
Auf dem Campus der Zürcher Hochschule für
Angewandte Wissenschaften in Wädenswil entsteht
ein Medizinalpflanzengarten nach einem
neuartigen Konzept. Auch für Drogistinnen und
Drogisten hat der Garten einiges zu bieten.
Die Nutzung von Pflanzen zu Heilzwecken ist eng mit der
menschlichen Kulturgeschichte verwoben. So gibt es heute neben den Drogisten zahlreiche weitere Berufe, bei denen die Heilpflanzenkunde wichtiger Bestandteil ist. Das
Pflanzenwissen ist bestens dokumentiert und illustriert.
Dass aber Anschauungsunterricht am lebendigen Objekt
den Lernerfolg noch nachhaltiger macht, hat die Schweizerische Berufsorganisation für Traditionelle Chinesische Medizin auf die Idee gebracht, auf dem Gelände der Zürcher
Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) in
Wädenswil einen Medizinalpflanzengarten anzulegen. Berufsverbände und Ausbildungsorganisationen sollen diesen für Schulungs-, Schau- und Kommunikationszwecke
nutzen können.
Ein Garten zum Anfassen
Was auf rund 1000 Quadratmetern entstehen soll, geht
über einen klassischen Heilpflanzengarten hinaus. Der angestrebte Medizinalpflanzen-Lern- und Forschungsgarten
soll auf zeitgemässe Art das Wissen um Arzneipflanzen vermitteln. In den vergangenen 30 Jahren sind auf dem Campus Grüental der ZHAW verschiedene Gärten mit über
4000 Pflanzenarten entstanden. Im Laufe dieser Zeit hat
sich ein erweitertes Verständnis der Wissensvermittlung in
Schaugärten entwickelt. Neuartige Erlebniskonzepte, sogenannte Narrative Environments (siehe Kasten), sollen
die klassischen Lehr- und Lernmethoden ergänzen. «Heilpflanzengärten gibt es viele», sagt Regula Treichler, wissenschaftliche Mitarbeiterin Nachhaltigkeitskommunikation an der ZHAW und Kuratorin der Gärten, «aber das
Problem dieser traditionellen Gärten ist, dass die Pflanzen
meist lexikonartig aufgereiht sind. Das Lernen der Pflanzen
geschieht also monoton und eher auf der Basis des Auswendiglernens. Man kann das Gelernte schlecht behalten.»
Die ZHAW sucht deshalb nach anderen Wegen der Vermitt-
28
d-inside 12/14 . 1/15
lung. «Die ursprünglichste Form der Wissensweitergabe
waren schon immer Geschichten», sagt Regula Treichler.
Die Methode der Narrative Environments knüpft daran an.
Auszubildende und andere Besucher sollen sich Wissen
auf einprägsame und spielerische Art aneignen können.
«Auf jeden Fall müssen die Sinne angesprochen werden»,
meint die Kuratorin. Für die Umsetzung könne die ZHAW
auf ihre eigenen Fachleute aus Erwachsenenbildung, Umweltwissenschaften und Phytopharmazie zurückgreifen.
Regula Treichler erhofft sich aber auch Inspiration aus der
Zusammenarbeit mit den Berufsverbänden, unter anderem
mit dem SDV.
Drogerien profitieren vom Heilpflanzengarten
Für die Drogistinnen und Drogisten bietet der Garten interessante Nutzungsmöglichkeiten. So ist die Zürcher Sektion des Schweizerischen Drogistenverbandes mit der Projektleiterin im Gespräch. «Wir wollen uns auf jeden Fall in
einem gewissen finanziellen Rahmen beteiligen, möchten
uns aber auch mit Ideen und Vorschlägen zur Umsetzung
Narrative Environments
Unter Narrative Environments versteht man gestaltete Umgebungen, die
dem Menschen zu einem ganzheitlichen Verständnis eines Ausstellungsthemas verhelfen. Mit dieser Methode soll das Erleben, Lernen und Verstehen auf erzählerische, spielerische und aktive Weise stattfinden. Das Erzählen einer Geschichte (Narrative) bildet den Mittelpunkt, der mit einer
entsprechend gestalteten Umgebung (Environment) kombiniert wird. Der
Medizinalpflanzengarten an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften soll also die Landschaft mit all ihren Elementen einbeziehen
und so eine neue Sicht auf die Natur im Zusammenspiel mit der Kultur ermöglichen.
Wissen
zVg
einbringen», sagt Julius Jezerniczky, Präsident der SDVSektion Zürich. Er sieht in dem Medizinalpflanzengarten
neben dem Nutzen für die Ausbildung auch eine Chance,
sich als Berufsstand zu präsentieren. Für die Drogistinnen
und Drogisten könnte er zudem einen schönen Rahmen
bieten für Veranstaltungen und Kundenevents. Und dass
mit der ZHAW eine Hochschule den Garten realisiert, sei
ein weiterer Vorteil, «denn das hat eben eine höhere Gewichtung in der öffentlichen Wahrnehmung, als wenn dies
eine private Gärtnerei tun würde».
Für Jezerniczky, Inhaber der Drogerie Süess in Wädenswil,
ist vor allem der Aspekt der Erlebbarkeit wichtig, so wie ihn
die ZHAW in ihrem Projektkonzept anstrebt. So wäre zum
Beispiel denkbar, den Besuchern die Verarbeitung der Heilpflanzen näherzubringen, damit sie neben den Tees auch
die vielen weiteren Verwendungsmöglichkeiten der Medizinalpflanzen kennenlernen und so eine Verbindung zur
Drogerie herstellen können. Ideen sind einige da. «Sobald
das Projekt konkreter wird, handeln wir aus, in welchem
Rahmen sich der Drogistenverband finanziell beteiligt und
sich bei der Gestaltung einbringt», sagt Jezerniczky. Einer
Finanzierungsbeteiligung im grösseren Rahmen müsste
die Generalversammlung zustimmen.
In den schon bestehenden Schaugärten der ZHAW in Wädenswil holte sich Corina Biedermann, Lernende im vierten
Lehrjahr in Jezerniczkys Drogerie, Inspiration für ihr Herbarium. «Hier habe ich dann auch die spezielleren Pflanzen
gefunden, die in der Umgebung oder in Hausgärten viel seltener wachsen», sagt sie.
Zusatzinhalte entdecken!
Die Gärten der ZHAW sind frei zugänglich.
Über 4000 Pflanzenarten laden zum «forschenden Lernen» ein.
Heilpflanzen wie der Sonnenhut
stehen schon heute im «Hexen­
garten» der ZHAW. Auf der Bank
sitzend können Besucher den
Informationen aus der solarbe­
triebenen Audiosäule lauschen.
Finanzierung noch nicht gesichert
Laut Projektplanung sollen die Vorbereitungsarbeiten für
den Garten im Frühjahr 2015 beginnen. Bis dahin muss ein
Grossteil der Finanzierung gesichert sein. Die Anschubfinanzierung von 40 000 Franken für die Erarbeitung des
Konzepts wird von der ZHAW geleistet. Die restlichen
210 000 Franken für den Bau des Gartens und die Kommunikation sollen über Dritte zusammenkommen. Seit Anfang
September sind Projektleiterin Regula Treichler und ihr
Team auf Sponsorensuche bei Berufs- und Fachverbänden,
Unternehmen, Stiftungen und beim öffentlichen Ausbildungswesen. Eine definitive Zusage zur Kostenbeteiligung
liegt von der Schweizerische Berufsorganisation für Traditionelle Chinesische Medizin vor, die das Projekt angestos­
sen hat. Regula Treichler ist zuversichtlich, dass die Finanzierung zustande kommt. «Die Branche ist gross, da
müsste das möglich sein», meint die Kuratorin.
Rosanna Carbone
ZHAW in Wädenswil
Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in
Wädenswil bietet praxisorientierte Bachelor- und Masterstudiengänge, Weiterbildung auf Hochschulstufe, anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung sowie Dienstleistungen für Dritte. Über 500 Mitarbeitende dozieren,
forschen, entwickeln und erbringen Dienstleistungen in
den Bereichen Biotechnologie, Chemie, Facility Management, Lebensmittel, Umwelt und natürliche Ressourcen sowie angewandte Simulationen. Im Biotechnologie-Lehrgang sind auch Drogistinnen und Drogisten anzutreffen.
d-inside 12/14 . 1/15
29
Fokus
Stellenangebot
Stellen
Der Insertionsschluss für die nächste
Ausgabe ist am 12. Dezember 2014
Daten elektronisch an:
inserate@drogistenverband.ch
Sie suchen einen Job oder haben
eine Stelle neu zu besetzen?
In unserem Online-Stellenmarkt werden Sie fündig.
Tagesaktuelle Inserate: www.drogistenverband.ch
Verkauf, Beratung, Beziehungspflege, – Ihr Daily Business
®
Mit dem Vertrieb der exquisiten
DERMASEL
Luxus-Wellnesslinie sowie eines
hochwertigen pharmazeutischen Produktportfolios nimmt die Pharma Medica AG im
Schweizer OTC Markt eine starke Stellung ein. Im Zuge des Weiterentwicklungspotenzials
suchen wir im Exklusivauftrag eine/n ambitionierte/n Teamkollegen/in als
Verkaufspersönlichkeit Derma-Kosmetik & Pharma
Stellengesuche
Motivierter Drogist HF (m/32 Jahre)
für die Region Espace Mittelland & Kanton Waadt
Ihre Hauptaufgabe: Ziel Ihrer Aktivitäten ist es, Ihre Kunden (Apotheken, Drogerien,
Ärzte)
zum Kauf Ihrer Produkte zu motivieren und zu gewinnen. Mit Ihrer
kontaktorientierten sowie überzeugenden Art generieren Sie rasch gute Aufträge und bauen
Ihr Beziehungsnetz konsequent weiter aus.
Weitere Informationen zu dieser attraktiven Stelle unter: www.personalpoda.ch.
sucht neue Herausforderung auf Anfang 2015.
Mehrsprachig mit Berufserfahrung (auch in Apotheke)
Gerne erwarte ich Ihre Kontaktaufnahme unter
Telefon 0792281229 oder christophmo@gmx.ch
Suche eine Stelle als
Drogist mit Arbeitspensum von 80 %
im Raum Zürich Oberland und Stadt Zürich.
Auf dem Laufenden mit d-mail.
Der elektronische Newsletter d-mail bietet wöchentliche News aus der Branche und dem Schweizerischen Drogistenverband.
Abo bestellen: info@drogistenverband.ch, Tel. 032 328 50 30
Danilo Meier, Drogist EFZ
E-Mail: danilo.meier@hispeed.ch
Motivierte, kundenorientierte Wiedereinsteigerin sucht
Anstellung 40 – 60 %
im Raum Bern.
Zur Auffrischung meines Wissens habe ich erfolgreich
den Wiedereinsteigerkurs des SDV Up to date! absolviert.
Kontakt: 031 731 07 58
oder erika.zwahlen12@bluewin.ch
30
d-inside 12/14 . 1/15
Dank d-bulletin frühzeitig wissen,
was Ihre Kundinnen und Kunden
im nächsten Drogistenstern lesen.
Sie erhalten den aktuellen Drogistenstern im PDF-Format mit
einer Inserenten­liste, Bestellformularen, Fachinfor­mationen Ihrer Lieferanten und einem Wissenstest für Sie und Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Abo bestellen: inserate@drogistenverband.ch
Branche
Drogerien / Diverses
Branchentermine 2015
Zu verkaufen in Lostorf
_ lebendige Drogerie zwischen Olten und Aarau
_ grosses Einzugsgebiet mit guter Kaufkraft
_ intaktes Dorf mit vielen Einkaufsmöglichkeiten (Migros, Denner, Bäckerei, Metzgerei, Bank, Post etc.)
_ gute Kundenbindung (elektronische Kundenkartei, Kundenkarte, Aktivitäten)
_ stark im Bereich Medikamente (auch Liste C), Naturheilmittel, Kosmetik (Lauder, Clinique, Eucerin, Louis Widmer)
_ gepflegte Einrichtung und modernes Warenbewirtschaftungssystem (Waris)
Als Drogistin oder Drogist HF mit Ideen und Freude an einer treuen Kundschaft haben Sie die Chance, zu fairen Konditionen eine gut gehende Drogerie zu übernehmen. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!
SCHWEIZERISCHER DROGISTENVERBAND (SDV)
28.1.–1.2.
6. Drogisten-Wintersporttage 4
«DrogoBrain- & Snow-Days» im Waldhotel National in Arosa
14.1.
elegiertenversammlung an der ESD in D
Neuchâtel
15.4. Frühlings-Präsidentenkonferenz
9.9.
Herbst-Präsidentenkonferenz
8.–10.11.
SchulungsForum an der ESD in Neuchâtel
20.11.
Delegiertenversammlung
HÖHERE FACHSCHULE FÜR DROGISTINNEN
UND DROGISTEN (ESD)
Drogerie im Centro Hauptstrasse 18 4654 Lostorf
Susanne Werder susanne.werder@schoen-gesund.ch 079 620 25 88
12.3.
esprechungstag Aufnahmeprüfung B
zum ESD-Prüfungsstoff
25.3.
Aufnahmeprüfung für den Zyklus 2015–2017
2.7.
Clôture im Schloss Neuchâtel
17.8.
Schulbeginn Schuljahr 2015–2016
TAGUNGEN, EVENTS UND MESSEN
Vorbeugen lohnt sich: Tragen
Sie auf der Piste Helm, Brille,
Handschuhe und Rückenschutz
und wärmen Sie sich vor dem
Losfahren gut auf. So verhindern Sie schlimme und
teure Unfälle. Ganz einfach,
oder?
18.–20.1.
Ornaris, Fachmesse für Einkäufer, Messe Zürich, www.ornaris.ch
29.1.
ationale Gesundheitsförderungs-Konferenz, N
Luzern, www.gesundheitsfoerderung.ch
11.–14.2. ivaness, Internationale Fachmesse für V
Naturkosmetik, und Biofach, Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel, Nürnberg (D), www.vivaness.de, www.biofach.ch
18.–19.3.
Trendtage Gesundheit Luzern TGL, Gesundheitskongress mit grosser Health-Expo, Luzern, www.trendtage-gesundheit.ch
27.2.–1.3. 4
. Baby & Kids Messe, Messe Zürich, www.myfairevents.ch
28.2. & 1.3. Beauty Forum Swiss, Messe Zürich, www.beauty-forum.ch
Für alle, die nicht auf den Kopf
gefallen sind.
Branchen Versicherung Schweiz
Sihlquai 255, Postfach, 8031 Zürich
Telefon 044 267 61 61
www.branchenversicherung.ch
Branchen Versicherung
Assurance des métiers
Assicurazione dei mestieri
E i n f a c h
s i c h e r .
26.–29.3.
ednat, Messe für Naturheilmittel, Expo M
Beaulieu Lausanne, www.mednatexpo.ch
14.–15.4. Corporate Health Convention, 5. Europäische
Fachmesse für betriebliche Gesundheits­
förderung und Demografie, Messe Zürich, www.corporate-health-convention.ch
5.–7.5. itafoods Europe, Weltmesse für V
medizinisch wirksame Lebensmittel, Palexpo Genf, www.vitafoods.eu.com
5.–6.9. uinMedica 2015, 2. Europäischer Q
Kongress für Naturheilkunde, Alternativ- und
Komplementärmedizin, Winterthur, www.quinmedica.ch
30.9.–3.10. E
xpopharm, grösste pharmazeutische Fachmesse Europas, Messe Düsseldorf (D),
www.expopharm.de
d-inside 12/14 . 1/15
31
BERATUNGS-TIPP
Das COMPEED® Patch lässt sich
ganz einfach mit Make-Up
überschminken.
Bis zu 12 Stunden
ununterbrochene
Wirkung.
[1]
Cremes mit 5% Aciclovir
erfordern in der Regel alle
4 h eine neue Anwendung
Anwendung.
Das COMPEED® Herpesbläschen-Patch
wirkt in jedem Stadium des Herpesausbruchs.
Virale Phase: Das Patch fungiert als Virenschutzschild und
reduziert das Ansteckungsrisiko aus der Wunde heraus.
Wundheilungsphase: Das Patch verdeckt das Herpesbläschen, reduziert Krustenbildung und beschleunigt den
natürlichen Wundheilungsprozess der Haut.
www.compeed.ch
[1] Klinische Studie an 174 Personen, 2013
Nichts kann dich stoppen.
Autor
Document
Kategorie
Uncategorized
Seitenansichten
8
Dateigröße
3 303 KB
Tags
1/--Seiten
melden