close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Ein gutes Omen: John Harris Nr. 13 sperrt auf

Einbetten
inside your business. today.
15. JG. NO. 1907
¤ 4,–
freitag/samstag/sonntag, 16.– 18. jänner 2015
TREVISION
visual solutions visual solutions
a Trevision Holding Company
Die aktuellen ÖWA-Zahlen lassen die
Onlineportal-Betreiber jubeln Seite 8
Wie geht’s Zielpunkt?
2016 soll der „Patient“ in Pfeiffers HandelsGruppe schwarze Zahlen schreiben Seite 14
urban mining
© Weinfranz
ÖWA mit Wachstumsschub
© Pfeiffer Handelsgruppe
© Sabine Hoffmann
www.trevision.at
Mit der Rohstoffpreisexplosion wurde auch
die Suche in Abrissgebäuden rentabel Seite 20
John Harris Zwölf gibt es schon; Mitte Februar eröffnet der neueste Fitnessclub in den Wiener Sofiensälen
www.plakativ-werbetechnik.at
Ein gutes Omen: John
Harris Nr. 13 sperrt auf
www.bellutti.at
inhalt
prime news & market watch
> Gute Aussichten für das
digitale Marketing 2015 4/5
> Gastkommentar zum Thema
„Satire & Blasphemie“ 6
9
© Fotodienst/Christian Mikes
marketing & media
> Neue Studie: „Heimische
Medien und der Islam“ > Rocket Media baut
„Brücken zum Verstehen“ 10
© John Harris Fitness/Robert Frankl
retail
© Syreta
Gesundheitstraining Das Fitness-Business sollte – nach Pharma – die Branche
der nächsten 20 Jahre sein, prophezeit Ex-Pharma-Topmanager Ernst Minar. Seine
John Harris-Clubs brillieren auch international regelmäßig als Testsieger. Seite 2
> Das Motto: „Einkauf erleben,
online wie offline“ 15
> Einzelhandel: Shopping­
zonen als Haifischbecken 16
In eigener Sache Personalie: Bernhard Gily
business weekend
> ÖRAK-Präsident Wolff
will geringere Gebühren 32
> Studie: Pharmaumsätze
steigen wieder kräftig 38
P.b.b.
02Z030468 T
„medianet“ Verlag AG, Brehmstraße 10/4, 1110 Wien
Retouren an Postfach 100, 1350 Wien
© Philipp Hutter
© APA/ÖRAK/Julia Hammerle
Neuer Verlagsleiter für medianet
Gily ist seit 1. Jänner für Strategie und
Marktpositionierung verantwortlich.
Wien. Mit 1. Jänner 2015 hat Bern­
hard Gily (32) die Verlagsleitung
der „medianet“ Verlag AG über­
nommen. Damit verantwortet der
Diplom-Betriebswirt die strate­
gische Ausrichtung und Marktpositionierung des Verlags.
Gily, der seit dem Jahr 2007 bei
der „medianet“ Verlag AG tätig ist,
war zuletzt als Business Develop­
ment Manager unter anderem für
die Bereiche Verkaufsressourcen,
Aboservice und Onlineproduktion
sowie die administrative und or­
ganisatorische Koordination zu­
ständig. Gily berichtet in dieser
Funktion direkt an den Vorstand. Die Red.
C OV E R
Freitag, 16. Jänner 2015
© John Harris Fitness/Chris Singer
© John Harris Fitness (2)
2 – medianet
ERNST MINAR & EX- U S - PR Ä SI DE N T C L I N TON
In den John Harris-Fitnessstudios trainieren Studenten neben
dem Who-is-Who aus Wirtschaft, Politik und Kultur. Alle Clubs
verfügen über Sauna, Dampfbad, Pool und Jacuzzi, im Bereich
Group Fitness gibt‘s Pilates, Sixpack-Training, Cycling …
Ganzheitlicher Ansatz Hochwertiges Gesundheitstraining mit modernsten Geräten als Geschäftsidee
„Investionen in den
Körper sind krisenfest“
Unternehmer Ernst Minar nutzt den Fitness-Trend für die Expansion der John Harris-Kette.
Paul Christian Jezek
Wien. Ernst Minar hat keinerlei
Bedenken bezüglich der Zahl 13.
Bis Ende des Vorjahres führte der
Wiener Unternehmer genau ein
Dutzend Fitnessclubs, ab Mitte
Februar kommt in den Wiener Sofiensälen (1030, Marxergasse 17)
ein weiterer hinzu. Der Vorverkauf
läuft seit Anfang Jänner, und zwar
fast schon „zu gut“. Für die ersten
300 Anmeldungen gilt das Eröffnungsangebot von 79 statt 89 € pro
Monat, und während des medianet-Interviews überlegt Minar laut,
welche kaufmännische Strategie in
diesem Fall anzuwenden ist: Maximierung der Fixanmeldungen mit
der möglichen Gefahr vor Augen,
dass der Club in den Sofiensälen in
den ersten Tagen und Wochen völlig überfüllt ist?
Minar kann als Prototyp der
glücklichen Kombination aus
Fitness-Fachmann und Ökonom
betrachtet werden. Er kommt aus
einer Ärztefamilie und war „im ersten Leben“ nach dem Studium und
einigen Consulting-Jahren bei EY
(damals noch Ernst & Young) renommierter Manager in der internationalen Pharmabranche.
„Es muss aber das eindeutige
Ziel für die Gesellschaft sein, die
Pharmabranche so wenig wie möglich zu brauchen“, hat Minar erkannt. „Es ist erwiesen, dass der
Mensch umso gesünder bleibt, je
mehr er sich bewegt – regelmäßiges Krafttraining ist ein wahrer
Jungbrunnen und hilft, Alterungsprozesse zu verlangsamen.“ Krafttraining ist laut Minar sogar „das
beste Anti-Aging-Mittel, das es
gibt: Zahlreiche Studien bestätigen,
dass durch regelmäßige Bewegung
und Krafttraining das Risiko von
Bluthochdruck, Diabetes II, Herz/
Kreislaufbeschwerden, Brust- und
Darmkrebs sowie Demenz gesenkt
werden kann“.
Schon während der neunziger
Jahre beobachtete Minar den 1983
vom legendären Werber Armin
Fehle gegründeten Fitnessclub in
der Wiener Nibelungengasse, dem
ein Student aus Alabama _ John
Harris – den Namen gab. Harris übernahm den Club 1994, zur
Jahrtausendwende wurden Location und Namensrechte von Ernst
Minar gekauft. Seitdem hat er diverse neue Fitnessclubs hierzulande eröffnet (siehe unten links).
Top-Branche für 20 Jahre
Besonderes Augenmerk legte er
dabei auf den Aufbau der Medical
Centers der Clubs. „Die dort tätigen
Sportmediziner, Angiologen und
Kardiologen tragen wesentlich zur
erfolgreichen Neuaufnahme von
Mitgliedern bei“, bestätigt Minar.
Die Kombination aus Fitness und
Medizin sieht er als historische
Chance: „Es handelt sich schlicht
Im Überblick Die Fakten zu Wellness, Gymnastik, Jacuzzi, Sixpack & Co.
John Harris & die Branche
Wien. In Österreich gibt es bereits rund eine halbe Million Mitglieder von Fitnessclubs mit jährlichen Steigerungsraten von rund fünf Prozent.
Mit der Neueröffnung in den Sofiensälen in der Marxergasse (1030) gibt es zwölf John Harris
Fitnessclubs, davon nun acht in Wien (u.a. im DC Tower, im Uniqa Tower und im ehemaligen
Margaretenbad), zwei in Linz und je einen in Steyr und Graz, dazu einen „Fit21“-Club in der
Wiener Taborstraße, „um auch dieses Segment zu beobachten“, wie Ernst Minar sagt.
Weitere Expansion und sogar der Export seines Konzepts sind immer ein Thema, es kommt
aber auf den Standort an: „Wichtiger als Quantität ist mir Qualität.“ So wurden in den letzten
beiden Jahren in den Club Am Schillerplatz rund fünf Mio. € investiert. Jenseits der Grenzen
stehen aktuell z.B. Bratislava und Budapest zur Diskussion.
um die Branche der nächsten zwei
Jahrzehnte.“ Das Geheimnis seines
Erfolgs sieht Minar darin, „dass
ich die besten Clubs in New York,
London und Paris gesehen und beobachtet habe, welche Konzepte
erfolgreich sind“. Man brauche
schlicht die besten Geräte, freundliche und bestens ausgebildete
Mitarbeiter und ein Angebot, das
„Wir wollen uns ständig verbessern, haben
die modernsten Geräte
und bestens ausgebildete Fitnesstrainer.“
ERNST MINAR
die Konsumenten haben wollen.
„Aufgrund der starken Nachfrage
haben wir über die letzten Jahre
in unseren angeschlossenen Ärztezentren die Ernährungsberatung
stark ausgebaut – es ist wissenschaftlich erwiesen, dass richtige
Ernährung wesentlich zur Gesundheit beiträgt.“
Als weiteres Beispiel schneller
Reaktion auf Konsumentenwünsche nennt Minar die Flexibilität,
innerhalb kürzester Zeit nach einer
entsprechenden Kundenbefragung
nun noch mehr Yoga-, Pilates- und
Antara-Stunden zu offerieren.
„Wir verfolgen in allen Clubs einen ganzheitlichen Ansatz, wobei
stets das Ziel der Kunden im Mit-
telpunkt steht. Egal mit welchen
Vorstellungen bzw. Gegebenheiten
das Training begonnen wird –
Muskelaufbau, Gewichtsreduktion,
Rückenschmerzen, Traumfigur,
etc. – gut ausgebildete Privattrainer gehen auf die jeweiligen Bedürfnisse ein und entwickeln daraufhin ein Trainingsprogramm.“
Ein Ende des Fitness-Booms ist
für Ernst Minar nicht absehbar.
„Ganz im Gegenteil – viele entdecken erst jetzt die Vorzüge eines
guten Fitnesscenters.“ „Jetzt“
bedeutet dabei „nach der Wirtschaftskrise“ – „durch sie wurde
der Trend in Richtung hochwertige Fitnessangebote noch weiter
verstärkt“, hat Minar bemerkt. „Die
Menschen erkennen, dass man mit
Sparbüchern nur mehr verliert; mit
einer Investition in den Körper und
in die Gesundheit kann man dagegen nur gewinnen.“
Für seinen Top-Vorzeigeclub in
der Nibelungengasse (bzw. „Am
Schillerplatz“) steht aktuell ebenso wie in den Sofiensälen sogar
ein Aufnahmestopp im Raum.
Trainiert wird auf 7.000 m2 u.a. in
der Bel Etage des Stadtpalais mit
Ausblick auf die Karlskirche auf
modernsten Kraft- und Ausdauergeräten mit TV, Internet, Facebook- und iPod-Anschluss, weshalb Minar vom „weltweit ersten
7-Sterne-Fitnessclub“ spricht. Und
der Erfolg gibt ihm recht, denn
internationale wie heimische Prominenz gibt sich hier „die Hantel in die Hand“. „Justin Bieber,
Tom Cruise oder Olivia NewtonJohn waren bei ihren Wien-Besuchen vom Club Am Schillerplatz ebenso begeistert wie Bill
Clinton“, schildert Minar.
Pr i m e N e ws
Freitag, 16. Jänner 2015
medianet – 3
„Cost of Inaction“ Studie zu den wirtschaftlichen Folgeschäden des Klimawandels in Österreich – in zwölf Schlüsselsektoren
Die Kosten des Klimawandels
Wien. „Der Klimawandel wird zunehmend im Geldbörsel spürbar“,
warnte Ingmar Höbarth, Chef des
staatlichen Klima- und Energiefonds, bei der Präsentation einer
Studie („COIN – Cost of Inaction:
Assessing the Costs of Climate
Change for Austria“) zu den wirtschaftlichen Folgeschäden des
Klimawandels in Österreich. Es
müsse bis zum Jahr 2050 mit bis
zu 8,8 Mrd. € an jährlichen Kosten
gerechnet werden – wenn die Lage
nicht noch schlechter wird: „Das
ist kein Horrorszenario, sondern
eine sehr vorsichtige Prognose.“
Aktuell liege die Schadenssumme
bei einer Mrd. € im Jahr. Kommen
extreme Wetterereignisse hinzu
– wie etwa ein Jahrhunderthochwasser –, können die geschätzten
Kosten bis Ende des Jahrhunderts
sogar um weitere 41 Mrd. € allein
im Gebäudesektor ansteigen.
Für Touristiker hat Höbarth eine
alarmierende Botschaft: Bis 2050
werde es wegen des Klimawandels
jährlich eine Mio. Nächtigungen
weniger geben. „Wintertourismus
wird in vielen Lagen Österreichs
kürzer oder gar nicht mehr in der
bekannten Form stattfinden können“, warnte auch sein Kollege
Karl Steiniger am Donnerstag vor
Journalisten.
Der Klima- und Energiefonds
entwickelte bereits Handlungsanleitungen zur Entwicklung von
individuellen Klimawandelanpassungsstrategie für Regionen und
Gemeinden – „zukünftig werden
auch konkrete Maßnahmen zur
Anpassung auf regionaler Ebene
durch uns unterstützt“, kündigte
Höbarth an.
„Alternativen für die Gäste“
Von den Auswirkungen des Klimawandels sind viele Bereiche
betroffen – vorrangig Energiewirtschaft, Forst- und Landwirtschaft,
Tourismus, aber auch Verkehrsin-
frastruktur und Immobilien. Die
Wintertourismusbetriebe seien
jedenfalls, so Steininger, „gut beraten, sich schon heute Alternativen
für Gäste zu überlegen“.
Für die Grünen sind die präsentierten Zahlen zu den Klimaschädenkosten „in höchstem Maße alarmierend“. „Das Klimamaßnahmenprogramm des Umweltministers
ist mit 31.12.2014 ausgelaufen.
Neue Maßnahmen sind bislang
weder vorgestellt, noch finanziert,
noch beschlossen. So haben wir
zwar ein Klimaschutzgesetz, aber
keine Umsetzungsmaßnahmen“,
kritisierte Umweltsprecher Christian Brunner. (APA/red)
© Klima- und Energiefonds/APA-Fotoservice/Preiss
Geschätzte jährliche Kosten bis 2050: mindestens 8,8 Mrd. Euro pro Jahr.
Karl Steininger, Studienautor (Karl-Franzens-Universität), Umweltminister Andrä
­Rupprechter und Ingmar Höbarth, Geschäftsführer Klima- und Energiefonds (v.l.n.r.).
ÖSTERREICH
www.top-service-oesterreich.at
t
t
i
n
h
c
s
h
c
r
u
D
!
t
h
c
i
n
t
h
c
i
den
re
Umweltbudget sinkt
„Die Begrenzung der Erderwärmung auf maximal zwei Grad
Celsius ist eine Aufgabe, die internationaler und nationaler Anstrengungen bedarf“, bekräftigte
Umwelt- und Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter. Zuletzt
war das Umweltbudget rückläufig: Lag es 2013 noch bei 658 Mio.
€, sank es im Vorjahr auf 639 Mio.
€. Rupprechter verwies auf Initiativen wie etwa die Förderschienen des Klima-und Energiefonds,
den Sanierungsscheck, die Klimaschutzinitiative klima:aktiv oder
das Aktionsprogramm „Hochwassersicheres Österreich“.
n
u
K
n
e
r
Ih
s
e
e
i
.
S
h
c
n
i
e
e
g
r
i
r
e
e
t
Z
s
Ö
e
c
i
v
r
e
S
p
o
T
mit
digiDruck Michael Gitzi
:
n
o
v
e
i
S
n
rk s
Profitiere
Benchma
Chefwechsel
tierung
nd
n
u
ie
g
r
n
o
u
n
g
e
a
d
nbefr
g für Kun
n
u
n
h
š Kunde
ic
e
tlichkeit
z
n
s
e
u
f
f
A
Ö
f
r
u
a
e
e
nung in d
n
š Chanc
e
k
r
e
n
A
bring t
š Siegel
Wien. Wechsel in der Geschäftsleitung von digiDruck: Mit 1. Jänner
2015 trat Verkaufsleiterin Marion
Slavik die Nachfolge von Michael
Gitzi an, der das Druck- und Crossmediaunternehmen 2003 gegründet
und zu einer der bekanntesten Digitaldruckereien in Österreich entwickelt hatte. Unter seiner Ägide
wurden die Bereiche Crossmedia
und Directmarketing ausgebaut
und in moderne Technologien investiert. Er wird dem Unternehmen
noch als Konsulent zur Seite stehen.
ÖS
en
d
l
e
m
n
8 45
Jetzt a
4
5
2
52
Tel: 022
Eine Initiative von
emotion banking
®
ANALYTIK. BerATuNg. INNovATIves MArKeTINg.
© digiDruck
Inside Your Business. Today.
digiDruck-Chef Gitzi hat mit Anfang Jänner die Geschäftsleitung zurückgelegt.
F E ATU R E
Freitag, 16. Jänner 2015
Gute
© Panthermedia.net/Cseh Ioan
4 – medianet
F E ATU R E
Freitag, 16. Jänner 2015
medianet – 5
Aussichten
Digitales Marketing 2015 Wenn sieben Experten aus dem
­Digitalen Marketing eine Prognose abgeben, wohin die Reise in
ihrer Branche heuer gehen wird, dann fallen Stichworte wie Auto­
matisierung in der Online-Video-Branche, Service und Kunden­
dialog beim Online-Shopping oder Social Influencer Relations.
Alexandra Binder
D
as Bewegtbild wird der Treiber im Digitalen Marketing
bleiben.“ So viel ist sicher.
Zumindestens für clipkit-CEO Michaela Kammerbauer, eine von
sieben Experten, die auf Initiative
von Mashup Communications kurz
vor Jahresbeginn prognostizierten,
was uns im Digitalen Marketing
2015 so alles erwartet. Und: Kammerbauer sollte es wissen, schließlich ist Online Video-Distribution
ihr täglich Brot. Beobachtet hat sie
in jüngster Zeit allem voran einen
Trend: „Sowohl Inhalte als auch
Werbebudgets verschieben sich
mehr und mehr von TV in Richtung
Online.“
Eine immer größere Rolle spiele
dabei nicht ohne Grund die Automatisierung. „Die Online-Contentsyndication mit vollautomatischer,
kontextsensitiver Ausspielung
bringt Video- und WebseitenInhalte schneller und einfacher zusammen und schafft so noch mehr
Reichweite.“
Auf Advertiser-Seite? Da erwartet Kammerbauer eine deutliche
Zunahme der Verlagerung vom
Direktvertrieb auf den automatisierten Werbeeinkauf: „Studien prognostizieren, dass im Jahr
2018 schon 80 Prozent der OnlineVideos und -Werbekampagnen via
Programmatic Buying gesteuert
werden.“
Kampagnen werden globaler
Auch für Bernd Korz, CEO der
alugha GmbH, ist das Bewegtbild
die Zukunft der Kommunikation.
„Nicht umsonst sagt man schon
seit Langem ‚Ein Bild sagt mehr als
Tausend Worte‘ und ein Video hat
mindestens 25 Bilder in sich – jede
Sekunde.“
Eine Botschaft und eine Emotion könne kaum besser als in einem
Video transportiert werden. Zudem
man näher zusammen sei, als je zuvor: „Gerade in Sachen Videos haben Plattformen wie YouTube dafür gesorgt, dass wir weltweit mit
unserer Botschaft (jeglicher Art)
gefunden, gehört und angeschaut
werden können.“ Was aber tun, um
auch verstanden zu werden? Korz
erwartet einen Run auf multilingu-
ale Videos: „Sie sind das perfekte
Werkzeug, um sehr viele Menschen
zu erreichen. Kommende Generationen werden – dank eines immer
schneller werden Netzes – immer
mehr auf diese Art der Kommunikation setzen.“
Kundensupport in Echtzeit
Kein Weg vorbei führt 2015 auch
am personalisierten Kundenservice
beim Online-Shopping, wenn es
nach den Experten geht. Die Zahlen sprechen dafür, sagt Andreas
Hertwig, Sales Live Person-Director Deutschland: „71% der Onlinekunden erwarten heutzutage Hilfe
vom Verkäufer innerhalb von fünf
Minuten nach ihrer Anfrage, 31%
erwarten sogar sofort Support,
und diese Zahlen werden steigen.
Eine immer größere Rolle spielt
deshalb auch das Stichwort Live
Engagement, der Kundensupport
in Echtzeit.“
In Online-Shops werden wir 2015
zudem auf mehr multimediale Angebote treffen, sagt Hertwig. Und
das habe auch einen Hintergrund:
„Webseitenbetreiber können Onlineshopping durch interaktive
Medien eine persönliche Note verleihen, genau wie im stationären
Laden. Mithilfe von multimedialen
Angeboten wie Produkt-Demonstrationen in Echtzeit, Videos, File
Sharing, Live- oder Video-Chat
kann man einen Webseitenbesucher davon überzeugen, selbst
stark beratungsintensive Produkte
wie Hautcremes oder Produkte aus
dem Telekommunikationsbereich
online zu kaufen.“
Company Building Programs
Was das Innovationspotenzial
betrifft, so werden die Unternehmen 2015 dafür sorgen, dass es
vermehrt im eigenen Haus bleibt
und ihre Organsationskultur
schlanker und flexibler wird. Davon ist Florian Peter, CEO Mandalah Europe, überzeugt. Der logische Schluss, den er daraus zieht:
„Im Jahr 2015 wird die Bedeutung
sogenannter Company Building
Programs weiterhin deutlich zunehmen.“
Anders als in den vergangenen
zwei Jahren, in denen von Unter-
nehmen initiierte Inkubatoren als
Kooperationsplattform zwischen
ihnen selbst und Start-ups fungierten, legen sie heuer einen Fokus
darauf, zusammen mit Entrepreneuren, eigenen internen Experten
und Intrapreneuren Innovationsthemen zu bearbeiten, als eigene
Start-ups von intern aufzubauen
und zur Marktreife zu bringen,
sagt er. Und das führte dann eben
zum erwähnten Mehrwert für Unternehmen: Einer flexiblen, schlanken Organisationskultur und dem
Innovationspotenzial, das in der
Firma bleibt.
Abgesehen davon werde die immer kaufkräftiger werdende Generation Y ihren maßgeblichen Einfluss auf die Markenwelten 2015
zunehmend verstärken. Damit einher gehe ein gewisser Druck dieser
Gruppe, der dazu führen werde,
dass Unternehmen vermehrt in die
Entwicklung von Produkten und
Dienstleistungen investieren, die
nachhaltig das Gesamtwohl von
Menschen und Umwelt fördern.
„Marken, die langfristig ihren Markenkern authentisch mit diesem
Zweck verknüpfen, werden sich in
der Positionierung klar absetzen
und den Wettbewerb anführen.“
Multi Channeling Automation
2015 wird auch das Jahr des
automatisierten Multi-ChannelMarketings. In den USA bereits
gang und gäbe, wird es heuer auch
im deutschsprachigen Bereich den
Durchbruch schaffen.
So jedenfalls schätzt RemintrexGeschäftsführer Florian Werner
die Lage ein und präzisiert: „Besonders der Offline-Bereich wird hierbei zurückschlagen. Mit steigender
Nachfrage sind Klickpreise auf
Ad-Netzwerken wie Google lang
keine Schnäppchen mehr. Anstatt
50 Cent und mehr für einen Klick
auf Google zu investieren, rücken
andere, personalisierte Formen
der Kundenkommunikation in den
Fokus. Ich sehe hier z.B. den Bereich Web-to-Print aufkommen.“
Die Evolution hin zur gezielten
und personalisierten Ansprache,
die sich im Stammkundenbereich
bereits vollzogen habe, werde sich
auch in der Neukundenkommunikation wiederholen: „Im Kampf um
Mash Up/saskiauppenkamp.com
Miriam Rupp
CEO Mashup Communications
www.mashup-communications.de
Das Thema
Social Media
Influencer Relations wird 2015
an Bedeutung
gewinnen. Denn:
Selbst wenn
es sich um gesponserte Beiträge handelt,
können Blogger
und YouTuber
nur mit einem
überzeugenden
Aufhänger für
die Kampagne
gewonnen werden. Die Beiträge wirken
nur, wenn sie
authentisch erzählt werden.“
Neukunden genügt es nicht mehr,
lediglich möglichst viele Marketing-Kanäle mit einer One-fits-all
Werbebotschaft zu bedienen. Im
Zentrum der Marketingansprache
wird zunehmend das individuelle
Verhalten des Nutzers in den jeweiligen Phasen seines Kaufentscheidungsprozesses stehen.“
Das gelte im Übrigen sowohl für
Online- als auch für Offline-Kanäle
– idealweise sogar kombiniert, so
Werner.
Online-Kundenfeedback
Ein eher schwieriges Jahr könnte
sich für Dienstleister anbahnen.
Denn sie kommen laut Proven
Expert-CEO Remo Fyda an einem
Instrument nicht vorbei, das im
eCommerce und für Reiseanbieter schon lange zum nicht immer
ganz beliebten Standard gehört:
Online-Kundenfeedback und -Bewertungen.
„Ob Facebook, Google+, Foursquare oder andere Plattformen
– überall können Kunden bewerten
und ihre Meinung öffentlich äußern, gefragt oder ungefragt. Wer
wettbewerbsfähig bleiben will,
muss seine Online-Reputation im
Blick behalten.“
Von besonderer Bedeutung sei
dabei das Thema Aggregation:
„Ohne zig Bewertungsportale zu
checken, wollen Verbraucher bequem auf einen Blick sehen, wie
zufrieden andere Kunden mit
einem Dienstleister oder Unternehmen sind. Für die bedeutet das,
Kundenfeedback aktiv einzuholen,
zu monitoren und an einem Ort
zu aggregieren, um diesem neuen
Verbraucherverhalten gerecht zu
werden.“
Die Grenzen verschwimmen
Einen letzten Trend schließlich bringt auch die Initiatorin
des Ausblicks, Miriam Rupp, CEO
bei Mashup Communications, ins
Spiel: Storytelling, sagt sie, wird
das Bindeglied zwischen Owned,
Earned und Paid Media.“
Rupp erwartet, dass 2015 die
Grenzen zwischen MarketingKampagnen, Public Relations,
Social Media und Content Marketing noch mehr verschwinden
werden. „Im Zentrum werden emotionale Unternehmensgeschichten
stehen. Storytelling als Bindeglied
sorgt dafür, dass jeder Kanal eine
andere Seite des gleichen Buchs
ist, in dem der Nutzer gern weiterblättert.“
Das für sie aktuell deutlichste
Beispiel, das ihrer Meinung nach
heuer sogar noch weiter an Bedeutung gewinnen wird: „Social Media
Influencer Relations.“
Denn: „Selbst wenn es sich um
gesponserte Beiträge handelt, können Blogger und YouTuber nur mit
einem überzeugenden Aufhänger
für die Kampagne gewonnen werden.“ Und das sollten sie – aus
einem einfachen Grund: „Die Beiträge wirken nur, wenn sie authentisch erzählt werden.“
th e opi n i on
6 – medianet
Sinnsuche Am Mittwoch im Handelsblatt: „Sie klebt und klebt und klebt
– die Schweizer Währung schafft es
kaum mehr, sich von der Kurs-Grenze
von 1,20 Franken je Euro zu lösen. Nun
ist eine Debatte über den Sinn dieser
Koppelung an den Euro entbrannt.“
Tags darauf war die Sinnsuche beendet: Die Schweizerische Nationalbank
hatte überraschend den Euro-Mindestkurs aufgehoben. Jetzt steht die
Schweizer Wirtschaft unter Schock
– und den österreichischen Frankenkreditnehmern der Schweiß auf der
Stirn. Als „völlig unverständlich“ bezeichnete Raiffeisen-Chefanalyst
Peter Brezinschek die Initiative; die
SNB habe ihre Glaubwürdigkeit damit
stark ramponiert. Als neuerlich ramponiert gelten jedenfalls auch die Finanztitel von RBI und Erste Bank – deren
ungarische Kunden hatten in den Zeiten
vor der Krise gern zum Frankenkredit
­gegriffen.
Warum der abrupte Kurswechsel?
Der Moment sei richtig gewesen, argumentiert SNB-Chef Thomas Jordan am
Donnerstagnachmittag, ohne ins De-
m a ke r S n e t w o r k
medianet
Leitartikel
Die Schweiz auf
Überraschungskurs
„Wenn em Hund ufe Schwanz stohsch, denn bellt er“: Die
Koppelung von Franken und Euro wurde oft kritisiert; jetzt
ist Schluss damit – und die Debatte geht erst recht los.
sabine bretschneider
tail zu gehen. Mit „lieber ein Ende mit
Schrecken als ein Schrecken ohne Ende“, übersetzte dies UBS-Chefökonom
Daniel Kalt. Europa habe die Hausaufgaben aus der Schuldenkrise nicht
gemacht, insofern hätte die SNB „ihre
Bilanz viel weiter aufblähen müssen“,
als ursprünglich gedacht.
Der prominente eidgenössische Ökonom Ernst Baltensperger hatte schon
am vergangenen Wochenende in der
NZZ am Sonntag der SNB empfohlen,
„die Euro-Fixierung zu lockern“. „SNBChef Jordan war Ihr Assistent. Hört er
noch auf Ihre Ratschläge?“, war er von
der NZZ gefragt worden. „Wir tauschen
Freitag, 16. Jänner 2015
unsere Meinungen immer wieder aus“,
antwortete Baltensperger. Aber er hört
natürlich auch viele andere Ratschläge und bildet sich sein eigenes Urteil.“
Nun ja.
Good News
Ein Gutes hat die Hauruckaktion der
SNB: Hatte eine am Donnerstag publizierte Studie zu den wirtschaftlichen
Folgen des Klimawandels in Österreich
der Wintertourismusbranche noch ans
Herz gelegt, andere Betätigungsfelder
für sich (und die Gäste) zu entdecken,
dürfen die Hoteliers jetzt aufatmen. Zumindest jene in „Vorarlberg und Tirol
werden sich wahrscheinlich ins Fäustchen lachen“, sagt Brezinschek. Dumm
nur, dass auch viele Hoteliers Kredite
in Schweizer Franken laufen haben.
mail to
s.bretschneider
@medianet.at
Gastkommentar Die Grenzen der Medienfreiheit in Österreich
zitat des ta ge s
Kurt Tucholsky, deutscher Journalist
und Schriftsteller
Übertreibt die
­Satire? Die ­Satire
muß über­treiben
und ist ihrem
­tiefsten Wesen
nach ungerecht.
IMPRESSUM
Thema Blasphemie:
Darf Satire alles?
Medieninhaber:
„medianet“ Verlag AG
1110 Wien, Brehmstraße 10/4. OG
http://www.medianet.at
Gründungsherausgeber: Chris Radda
Herausgeber: Germanos Athanasiadis,
Mag. Oliver Jonke
Vorstand: Markus Bauer
Verlagsleiter: Bernhard Gily
Chefredakteurin und Leiterin des Redaktionsteams: Sabine Bretschneider, Stv.: Dinko Fejzuli
Prinzipien und Paragraphen Wer gelegentlich das deutsche Satiremagazin Titanic oder gar
Charlie Hebdo liest, wird sich irgendwann die Frage stellen: Wie weit dürfen Journalisten – und insbesondere Satiriker – gehen? Ganz so wie bei Tucholsky („Satire darf alles“) ist es nicht. Aber fast.
Gehen wir es ganz fundamental an: Das „liberale Prinzip“ ist ein Grundprinzip der österreichischen Verfassung.
Es besagt: Was nicht explizit durch Gesetz verboten ist,
„Der Anwendung des
ist erlaubt. Dementsprechend darf auch jeder alles zeichnen und publizieren, was nicht ausdrücklich verboten
‚Blasphemieparaist. Die Europäische Menschenrechtskonvention, die in
Österreich Gesetzesrang hat, bekräftigt dies noch einmal:
graphen‘ sind durch
Sie garantiert die Freiheit, sich künstlerisch zu betätigen
genauso wie die Meinungs- und Pressefreiheit.
Kontakt:
Tel.: +43-1/919 20-0
office@medianet.at | Fax: +43-1/298 20 2231
Fotoredaktion: fotored@medianet.at
Abo, Zustellungs- und
Adress­änderungswünsche:
abo@medianet.at
oder
tel. 01/919 20-2100
die Meinungsfreiheit
und insbesondere
Der „relaxte“ Gläubige als Maßstab
Die Ausnahme sind gesetzliche Beschränkungen, etwa
zur Verletzung der Ehre und zur Aufstachelung gegen bestimmte Gruppen. Unter Letzteres fällt auch der oft diskuenge Grenzen gesetzt;
tierte „Blasphemieparagraph“ (§ 188 StGB). Dieser soll die
„religiöse Ruhe“ im Land dadurch schützen, dass er eine
wie eng, ist freilich
(niedrige) Freiheitsstrafe für die Herabwürdigung oder
Verspottung von Religionen vorsieht. Das klingt schon
nicht definiert (…).“
nach einem recht starken Eingriff in die Meinungs- und
Kunstfreiheit. Doch die Anwendung des Tatbestands ist
Markus Moser
schon dadurch eingeschränkt, dass dieses Verhalten „geFiebinger Polak leon
Rechtsanwälte
eignet sein muss, „berechtigtes Ärgernis zu erregen“. Das
heißt: Extreme religiöse Ansichten sind nicht geschützt, es
kommt auf die Empfindung eines gewissermaßen „relaxten“ Durchschnittschristen, -juden oder -moslems an. Der Schutz
der Gefühle besonders empfindlicher Personen ist nicht die
Aufgabe des Strafrechts.
durch die Kunstfreiheit
„Justitia soll
blind sein,
aber klar
und deutlich
sprechen. Nur
wer verstanden wird, genießt das Vertrauen der
­Bürger.“
© Foto Werk Statt M. Hofstaetter
Ru p ert Wolff, Pr ä s i d e n t
de s Öst. Rechtsa n wa lts ka mmertag es ( ÖRAK ), s . 3 2
„Die Frage,
wie man
es als Frau
schaffen
kann, ist obsolet. Wir agieren in der
Wirtschaft wie Männer
mit so manchem menschlichen Vorteil, aber ebenso
manchem Nachteil.“
Lu dmilla Starz in ge r ,
­G eschäf t sführe r i n
­S ta rz ing er , s. 6 8
Dem Journalisten hilft common sense
Auch darüber hinaus sind der Anwendung des „Blasphemieparagraphen“ durch die Meinungsfreiheit und
insbesondere durch die Kunstfreiheit enge Grenzen gesetzt; wie eng, ist freilich nicht definiert, der Schutz der
Kunst geht aber noch weiter als jener der freien Meinung.
Daraus erklärt sich, dass satirische, also kunstvoll-humoristische religionskritische Äußerungen, weitergehend geschützt sind als ernsthafte (oder gar hassgetriebene) Darstellungen. Um von der Kunstfreiheit geschützt zu sein, muss
zumindest ein „aufrichtiges künstlerisches Streben“
aufseiten des Künstlers vorliegen.
Dem Journalisten hilft common sense bei
der Orientierung, was geht und was nicht.
Wer sich nicht sicher ist, dem sei die Lektüre der Titanic als Gradmesser für das rechtlich gerade noch zulässige Maß an
Gehässigkeit empfohlen.
© Fiebinger Polak Leon Rechtsanwälte
© APA/ÖRAK/Julia Hammerle
heute im
business weekend
medianet prime news
(primenews@medianet.at)
Chefredakteurin: Sabine Bretschneider
(sb – DW 2173)
Chef vom Dienst: Rudolf Grüner (rg – DW 2176)
medianet marketing & media
(medien@medianet.at)
Chefredakteur: Dinko Fejzuli (fej – DW 2175/
Medien)
Redaktion: Jürgen Hofer (hof – DW 2171)
medianet retail
(retail@medianet.at)
Stv. Chefredakteur: Christian Novacek
(nov – DW 2161)
Redaktion: Jutta Maucher (jm),
Daniela Prugger (dp – DW 2228)
medianet specials
(specials@medianet.at)
Redaktionelle Leitung: Britta Biron (bb – DW 2226)
medianet financenet & real:estate
(financenet@medianet.at)
Chefredakteurin: Linda Kappel (lk)
medianet advisory
(advisory@medianet.at)
Chefredakteur: Paul Christian Jezek (pj)
medianet technology & industrial technology
(technology@medianet.at)
Chefredakteur: Peter Mosser (pm)
Leitender Redakteur: Chris Haderer (hc)
medianet destination
(destination@medianet.at)
Chefredakteur: Peter Mosser (pm)
medianet automotive business
(automotive@medianet.at)
Chefredakteur: Peter Mosser (pm)
medianet health economy
(healtheconomy@medianet.at)
Chefredakteur: Martin Rümmele (rm)
medianet careernetwork
(careernet@medianet.at)
Chefredakteur: Paul Christian Jezek (pj)
Lektorat: ­
Christoph Strolz Grafik/­Produktion:
Raimund Appl, Peter Farkas Litho­grafie: Beate
­
­Schmid, Berat Qelaj Anzeigen­produktion: Aleksandar Milenkovic Druck: Media­print Zeitungs­druckerei
Ges.m.b.H. & Co. KG, Wien Vertrieb: Post.at &
„>redmail Logistik & Zustell­service GMBH, ServiceHotline: 795 00-60, service­
center-wien@redmail.at“
Erscheinungsweise: 2x pro Woche (Di & Fr) Erscheinungsort: Wien Einzel­preis: 3,– € (Di); 4,– ¤ (Fr)
Abo: 279,– € (Di & Fr); 179,– € (Fr) (Jahr) (inkl. ­Porto
& 10% MwSt.) Auslands-Abo: 429,– € (Di & Fr);
229,– € (Fr) (Jahr). Bezugsabmeldung nur zum Ende
des vereinbarten Belieferungs­zeitraums bei 6-wöchi­
ger Kündigungsfrist; es gelten unsere All­gemeinen
Geschäftsbedingungen; Ge­
richts­
stand ist Wien.
Gastbeiträge müssen sich nicht mit der Meinung der
Redaktion decken.
Offenlegung gem. § 25 MedienG:
http://www.medianet.at/footermenu/
mediadaten-impressum/
Markus Moser ist Rechtsanwalt bei Fiebinger
Polak Leon Rechtsanwälte; www.fplp.at
Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder.
Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.
Medienbeobachtung
Infos: www.clip.at • +43(0)1 503 25 35
medianet
inside your business. today.
freitag, 16. jänner 2015 – 7
© Media Affairs
mediales Bild
Wenig erfreulich ist das Bild des Islam
in österreichischen Medien Seite 9
© APA/EPA/Arno Balzarini
marketing & media
TV-Rechte
Award
Medienpartner Sky betritt beim Snow Polo
World Cup die Welt des Skisports Seite 10
Autorevue feiert die besten Autos
des Landes
Seite 12
© Gerald Mayer-Rohrmoser
2014: Wachstumsschub
von knapp 20 Prozent
© Fotodienst/Christian Mikes
short
© ORF/Roman Zach-Kiesling
© Screenshots: willhaben.at; gmx.at; derstandard.at; krone.at; vol.at; diepresse.com; heute.at; oe24.at; orf.at; sportnet.at
Michael Grabner, CEO der Rocket
Media, erläutert den Boom von
TV- und Bewegtbildkommunikation im heiß umkämpften
chinesischen Markt. Dabei setzen viele internationale Werbekunden vermehrt auf den
Trend des Storytellings im TV,
statt klassische TV-Kampagnen zu buchen – auch, um mit
eigenen Produktionen, die die
Marke beinhalten und transportieren, horrende Kosten für
Schaltungen zu sparen. Rocket
Media übernimmt dabei die
Produktion und den Vertrieb.
Seite 10
Hans Peter Trost, Sportchef des
ORF, erläutert das Monsterprogramm des öffentlichrechtlichen Senders zur Snowboard- und Freestyle-Weltmeisterschaft am Kreischberg.
Dabei bietet man 68 Stunden
live und will wie kürzlich am
Kulm spektakuläre Bilder liefern. „Das Sportjahr erlaubt
kein Zurücklehnen – und das
ist gut so. Denn wer rastet,
rostet. Diese Binsenweisheit
gilt für Sportler genau so wie
für uns“, erläutert der Verantwortliche seine Ambitionen für
die Übertragungen. Seite 11
Zugriffe im Jahresschnitt Von 2013 auf 2014 weist der Bruttowert über alle
Online-Portale hinweg ein Wachstum von 18,1% bei den Visits auf, die Unique
Clients stiegen im Zeitraum um 17,3%. Diese aktuellen ÖWA-Zahlen lassen
­verständlicherweise auch die Betreiber jubeln – ein Überblick. Seite 8
Der neue medianet
Sonderthemenplan
2015 ist
jetzt abrufbar!
Rückkehr Strategie- und Kommunikationsberatung
Ex-Graylings gründen „klar“
(www.
medianet.at)
PKP BBDO entwickelt neue
­Wienerberger-Kampagne
„So baut Österreich“.
© klar/Peter Rigaud
© PKP BBDO/Wienerberger
medianet tv heute
Gründer der neuen Beratungsfirma klar:
Birgit Brandner, Bernhard Hudik, Birgit
Kacerovsky und Sepp Tschernutter.
Wien. Neues Betätigungsfeld: Sepp
Tschernutter und Bernhard Hudik,
im Juli des Vorjahres als Geschäftsführer der PR-Agentur Grayling
Austria ausgestiegen waren, gründen nun ein neues Unternehmen.
Gemeinsam mit ihren ehemaligen
Kolleginnen Birgit Brandner und
Birgit Kacerovsky haben sie die
„klar. Strategie- und Kommunikationsberatung“ gegründet.
Dabei konzentriere man sich auf
die Lösung anspruchsvoller Kommunikationsaufgaben für Unternehmen, Organisationen und Personen, gaben die Verantwortlichen
in einer Aussendung bekannt.
www.klar.net
Das größte Außenwerbenetz Österreichs:
Plakat, Citylight,
Posterlight, Bigboard
Quelle: EPAMEDIA, 27.441 OSA Medien Q1/2014
TEL: +43/1/534 07-0
www.epamedia.at
c ov e r
Freitag, 16. Jänner 2015
© AHVV Verlag/Helmut Graf; Sabine Hoffmann; Foto Wilke/Mediaprint
8 – medianet
Freuen sich über Zuwächse bei den Zugriffen auf ihre Online-Portale: Eva Dichand, Heute-Herausgeberin, Alexis Johann, styria digital one-Geschäftsführer, und Gerhard Riedler, Geschäftsführer Krone Multimedia.
Steigerungsraten ÖWA präsentiert Jahresschnitt-Zahlen für 2014 – diese zeigen enormes Wachstum im Vergleich zu 2013
Zugriffe schossen im Vorjahr
zum Teil richtig durch die Decke
Die mit dem größten prozentuellen Wachstum: Heute.at legt bei Unique Clients um 68,4% zu, sportnet.at um ganze 406,4%.
Jürgen Hofer
Wien. Grund zum Jubeln garantiert einer Vielzahl der heimischen
Online-Portale der Blick auf die
Zugriffszahlen für das Jahr 2014,
welche die Österreichische Webanalyse ÖWA mit Jahresbeginn
veröffentlichte. Denn: Im Vergleich
zum Jahr 2013 stiegen 2014 sowohl die Besucher als auch deren
Zugriffe an.
Im Detail verbuchten die Visits
über alle erfassten Online-Angebote hinweg ein Plus von 18,1
Prozent (Bruttowerte), die Unique
Clients stiegen von 2013 auf 2014
um 17,3 Prozent. Diese Daten veröffentlichte die ÖWA, der Verein
zur Erhebung objektiver Daten im
Onlinemarkt, Mitte dieser Woche.
Weg Richtung Spitze?
Naturgemäß großen Jubel rufen
die Zuwächse bei den Branchenteilnehmern hervor, so wie beispielsweise bei Heute.at, das bei
den Dachangeboten mit 68,4% Steigerung den größten prozentuellen
Zuwachs in puncto Unique Clients
verbuchen konnte (siehe Tabelle).
So zählt die ÖWA im Jahresschnitt
2014 knapp 3,4 Mio. unique Besucher am Heute.at-Dachangebot.
„Unser Sensationserfolg zeigt, dass
wir mit unserem Angebot auf dem
richtigen Weg sind und mit einem
Mix aus Information, Unterhaltung und Service sowohl bei den
Jungen, als auch bei den mobilen
Lesern punkten“, erläutert Heute.
at-Chefredakteurin Maria Jelenko den Vorstoß des Portals, mit
dem sich die Herausgeberin Eva
Dichand noch nicht zufrieden geben möchte: „Heute ist, gemessen
am Wachstum, die erfolgreichste
Digitalplattform Österreichs im
Jahr 2014. Wir freuen uns sehr
über diese Bestätigung von offizieller Seite. Damit sind wir unserem
Ziel, ganz an die Spitze vorzudringen, ein großes Stück nähergekommen.“ Mit diesen Werten rangiert das Heute.at-Dachangebot,
bezogen auf Unique Clients, auf
Platz 6 aller heimischen Dachangebote. An der Spitze liegt erneut
unangefochten das ORF.at-Network mit über 7,8 Mio. Unique
Clients, gefolgt vom styria digital
one-Dachangebot (5.995.373 UC),
dem Herold.at-Network (4.232.924
UC), dem derstandard.at-Network
(3.977.765 UC) und dem oe24Netzwerk (3.913.045). Bei den
Visits führt ebenso das ORF.at
Network (59.482.552), gefolgt von
GMX Österreich (41.267.131), dem
Microsoft Advertising-Netzwerk
(22.903.375), dem styria digital
one-Dachangebot (21.335.699)
und dem derstandard.at-Network
(19.565.358).
König unter Vermarktern
Jubel war auch vonseiten der
sd one, Styria-Vermarkter, zu hören, die in der Zählung der Vermarktungsgemeinschaften das
größte prozentuelle Wachstum
bei den Unique Clients verbuchte:
Mit einem Plus von 43,1% in 2014
im Vergleich zum Vorjahr setzte
man sich vor die Panoramabilder
von feratel und das Purpur MediaPremiumnetz (siehe Tabelle). sd
one-Geschäftsführer Alexis Johann
sieht die Bestätigung für den eingeschlagenen Weg: „Wir sind mit unseren Nachrichten dort, wo unsere
User sind – und das ist zunehmend
mobil. Die Kleine Zeitung hat etwa
eine neue App entwickelt; sportnet.
at hat einen WhatsApp-Broadcast
eingerichtet, sodass die User die
neuesten Sportnachrichten direkt
auf ihr Handy bekommen.“
Bei den Visits hingegen liegt eindeutig adworx mit über 65 Mio.
Zugriffen an der Spitze, gefolgt von
der styria digital one und der Vermarktungsgemeinschaft austria.
com/Plus.
Gewaltige Sprünge
Beitragen konnten zum StyriaErfolg neben den großen Flaggschiffen wie Willhaben.at (plus
33,9% bei den Unique Clients) oder
dem Tageszeitungsportal diepresse.com (plus 16,0% bei den Unique
Clients) auch vergleichsweise
„kleine“ Portale wie die Sportkollegen bei sportnet.at; hier stiegen
die Unique Clients um 406,4%, die
Visits um 428,1% – absoluter Spitzenwert bei den Einzelangeboten
(siehe Tabelle).
Erfolge verbuchte auch Österreichs größte Tageszeitung: Die
Krone vermeldet im digitalen Geschäft das erfolgreichste Jahr der
Geschichte, „der enorme Zuwachs
in der Mobilnutzung und die exponentielle Steigerung der Videozugriffe bestärken uns in der Entscheidung, unser mobiles Angebot
zu optimieren und den BewegtbildContent insbesondere im Sportsegment kontinuierlich auszubauen“,
so Gerhard Riedler, Geschäfts-
führer der Krone Multimedia. Seit
Jahresbeginn vervierfachte man
laut Eigenangaben die Zugriffe auf
„Krone“-Videocontent, die Unique
Clients im Gesamten stiegen von
1,9 Mio. auf knapp 2,5 Mio.
Wie Nachrichten mit sehr
starkem Regionalbezug digital
vermittelt werden können, zeigt
der Weg des Russmedia-Portals
VOL.at: Bei den Visits liegt man
mit knapp 7,2 Mio. (plus 14,9%) im
Jahresschnitt der Einzelangebote
auf Platz 6 aller österreichischen
Portale, auch bei den Unique
Clients (plus 24,5%) liegt man mit
über einer Million in den Top 15
Österreichs. „Starker Regionalbezug und eine ausgewogene Mischung aus Nachrichten, Service
und Entertainment sorgen für
ungewöhnlich starkes Wachstum“, freut sich Gerold Riedmann,
Geschäftsführer von Russmedia
Digital. Sämtliche Daten unter
www.oewa.at
T op 5 Wach st umssieger ­D ach angeb ote
Heute.at – Dachangebot
Regionalmedien Austria Digital
wetter.tv Netzwerk
Tips.at Online Netzwerk
Moserholding Tirol Netzwerk
Unique Clients
Entwicklung
2014
zu 2013
3.396.102+68,4%
1.717.653+57,9%
659.646+55,3%
133.489+48,8%
991.347+47,9%
T op 5 Wach st umssieger ­e inzel angeb ote
sportnet.at
wiener-online.at
autorevue.at
babyforum.at
profil.at
Unique Clients
Entwicklung
2014
zu 2013
530.532+406,4%
31.018+187,5%
287.434+178,9%
92.322+124,5%
355.781+102,4%
Top 5 Wachstumssieger Vermarktungsgemeinschaf ten
Unique Clients
Entwicklung
2014
zu 2013
styria digital one
10.269.751+43,1%
feratel Panoramakameras
1.497.779+26,0%
Purpur Media Premiumnetz
3.399.923+18,4%
Alpenord – Vermarktungsgemeinschaft SN & OÖN 1.603.923+18,0%
adworx
9.170.771+11,5%
Quelle: ÖWA; Jahresschnitt 2014. Portale mit den prozentuell größten Zuwächsen bei den Unique Clients im Vergleich zu 2013.
Freitag, 16. Jänner 2015
fa c t s & ba c k gr ou n d s
medianet – 9
Experten Auch zwei Jahre nach Studienpräsentation sei das Bild über die Muslime, auch aufgrund der aktuellen Anschläge, nicht besser geworden
Heimische Medien und der Islam
Wien. Die Berichterstattung über
den Islam in österreichischen
Printmedien sei überwiegend negativ. Islamismus, Islamkritik und
Islamfeindlichkeit sind dominante
Themen, wie damals 2012 aus der
Studie „Der Islam in den Medien“
hervorging. Die Studie von Peter
Hajek in Kooperation mit Media
Affairs und im Auftrag des Österreichischen Integrationsfonds
wurde 2012 veröffentlicht. Untersucht wurden die Kronen Zeitung,
Österreich, Kurier, Presse und
Standard im Zeitraum von 1. September bis 30. November 2011.
Und: Die akutelle Berichterstattung, insbesondere nach den Angriffen auf Charlie Hebdo in Frankreich, sei nicht positiver, sagt
Studienautor Hajek gegenüber
der Medien-Servicestelle (MSNÖ).
Unterlagen und konkrete Daten
würden zwar fehlen, aber die Berichterstattung habe sich „sicher
nicht verbessert“. Der Politikwis-
New York Times Anteile
Slim kauft ein
senschafter Thomas Schmidinger
sieht ebenso nach wie vor eine
vorwiegend negative Berichterstattung über den Islam in österreichischen Medien. Insbesondere
sei diese in Bild-, Cover- und Überschriftengestaltung ersichtlich.
Oft würden Medien und Akteure
– bewusst oder unbewusst – die
Unterschiede zwischen Islam und
Islamismus verwischen und so einer undifferenzierten Diskussion
Vorschub leisten, so die Studie.
Aber genau die Unterscheidung
zwischen Islam, politischem Islam,
Salafismus und Dschihadismus sei
sehr wichtig, streicht Schmidinger
hervor.
Der Islam sei schlicht eine Religion; beim politischen Islam
handle es sich um eine Ideologisierung einer Religion bzw. um einen
Sammelbegriff für unterschiedliche Ideologien, die sich dieser
Religion bedienen. Der politische
Islam ist dort gegeben, wo die Religion für die Begründung einer
politischen Ordnung verwendet
wird, die sich auf die Scharia beruft, erklärt Schmidinger.
Mehrere Studien und Umfragen
zeigen, dass die Stimmung der
Österreicher gegenüber dem Islam
kritisch und ablehnend ist. Obwohl
viele Menschen in Österreich nicht
viel über den Islam wissen, fühlen
sie sich bedroht. Studienergebnisse, wonach eine Mehrheit der
österreichischen Türken den Islam
über das österreichische Recht
stellt, betrachtet der Politikwissenschafter mit Skepsis. Er sieht ein
Problem vor allem darin, wie und
welche Fragen gestellt werden.
„Der Islam in den Medien –
Berichterstattung über den
Islam, seine Vertreter und Muslime
in ausgewählten österreichischen
Printmedien”, 2012; durchgeführt
von Peter Hajek, Alexandra Siegl,
Walter Schwaiger im Auftrag des
Österreichischen Integrationsfonds.
© Österreichischer Integrationsfond/Media Affairs
Eine Studie über das Bild des Islam in österreichischen Medien zeichnet ein wenig positives Bild.
Vor zwei Jahren erstellt, bestätigen die
Autoren abermals ihre Ergebnisse.
Wäre HEROLD MDOnline ein Auto,
würde es so aussehen.
NY. Der mexikanische Multimilliardär Carlos Slim steigt zum größten
Aktionär der New York Times auf:
Slim verdoppelte seinen Anteil an
dem Medienkonzern auf 16,8%, womit dieser nun rund 341 Mio. USD
(289,60 Mio. €) wert ist.
Auch andere Milliardäre haben
scon länger Mediengeschäft für
sich entdeckt. So kaufte der Amazon-Gründer Jeff Bezos im Jahr
2013 die Washington Post, während der US-Starinvestor Warren
Buffett in mehrere Zeitungen investiert hat.
Slim hatte die Optionen im Jahr
2009 erhalten. Auf dem Höhepunkt
der Finanzkrise hatte er der New
York Times 250 Mio. USD geliehen.
Der New York Times sind durch die
Ausübung der Optionen durch Slim
101,1 Mio. USD zugeflossen. (APA)
Türkei Charlie Hebdo
Internet-Sperre
Ankara/Paris. Ein Gericht in der
Türkei hat die Sperrung von Internetseiten angeordnet, die das
Titelbild der neuen Ausgabe der
französischen Satire-Zeitschrift
Charlie Hebdo zeigen.
„Es wurde entschieden, den Zugang zu relevanten Sektionen von
Internetseiten, die heute die Titelseite von Charlie Hebdo zeigen, zu
blockieren“, erklärte das Gericht
am Mittwoch laut der amtlichen
Nachrichtenagentur Anadolu.
Die Zeitung selbst verkauft sich
nach den Anschlägen in Rekordauflagen.
Die erste Ausgabe seit dem Attentat wird in einer Auflage von
drei Millionen Exemplaren gedruckt; normalerweise hat die Zeitung eine Auflage von 60.000 Exemplaren. Vorgesehen sind auch
digitale Ausgaben auf Englisch,
Spanisch und Arabisch.
Zudem soll es gedruckte Versionen auf Italienisch und Türkisch
geben. In Deutschland ist das
Blatt ab Samstag im Verkauf; es
seien unter 10.000 Exemplare zugesagt, sagte eine Sprecherin der
Vertriebsgesellschaft Saarbach
– „viel zu wenig“. (APA)
Extreme Leistung – und das zum kleinen Preis: MDOnline (Marketingdaten Online) ist mit Abstand Österreichs stärkste
Firmendatenbank und liefert wochenaktuell bis zu 465.000 Personen- und 350.000 Unternehmensdaten. Damit kann man
seinen Außendienst effizient steuern, B2B-Zielgruppen einfach und präzise übers Web selektieren und ganz bequem mit
Direct Mails beschicken. Ein Mausklick und schon kümmert sich der HEROLD um Layout, Druck und Versand. Auf Wunsch
mit Geomarketing-Funktion und deutschen Daten. Mehr Infos: http://marketingdaten.herold.at, Tel. 02236/401-38161
m e di e n
10 – medianet
Freitag, 16. Jänner 2015
Service Rocket Media bietet Produktion, Übersetzung & Distribution Dokus & Reportagen an, die dann von TV-Sendern kostenfrei ausgestrahlt werden
Rocket: Brücken zum Verstehen
TV-Kommunikation in China boomt – der österr. Broadcaster Rocket Media bietet Ausstrahlung von TV-Dokus auf Milliardenmarkt.
Wien/Peking. Der Eintritt in den chinesischen Markt ist für viele Unternehmen eine echte Herausforderung. Die unterschiedliche Kultur,
die Vielfalt der Sprachen und die
grundsätzlich kritische Einstellung
gegenüber westlichem Know-how
sind oft unüberwindliche Hürden.
Gerade für Konsumprodukte stellt
sich die Frage, wie diese kostenschonend, effizient und ohne
Streuverlust in den gewünschten
Zielgruppen bekannt gemacht werden können.
bietet Rocket Media die Produktion, Übersetzung und Distribution
von informativen und unterhaltsamen Dokumentationen und Reportagen an, die dann von den TVSendern kostenfrei ausgestrahlt
werden. „Das hat den Vorteil, dass
man sich die hohen Kosten für
klassische Werbeeinschaltungen
spart“, erläutert Grabner. Insbesondere Modelabels, Pharmaindustrie und Brands aus der Food
& Beverage-Segment haben diese
Schiene entdeckt.
„Der Informationsund Nachrichtenkanal
Fernsehen wird immer
stärker nachgefragt.
Das ist aber auch kein
Wunder …“
michael grabner …
Denn auch die Werbeprofis sind
in China mit hohen Kosten und
einem schier unübersichtlichen
Netz von TV-, Print- und OnlineMedien konfrontiert, dazu vielfach
staatlich kontrolliert.
Der österreichische TV-Broadcaster Rocket Media Communications hat mit dem chinesischen
Fernsehmarkt bereits gute Erfahrungen gemacht. „Der Informations- und Nachrichtenkanal
Fernsehen wird immer stärker
nachgefragt“, so Rocket-CEO Michael Grabner. „Das ist aber auch
kein Wunder, denn der chinesische
Markt gilt – gerade in Zeiten der
Krise – für viele internationale
Konzerne als vielversprechender
neuer Absatzkanal.“
Anders als viele klassische Advertising Networks für TV-Spots
Klassische TV-Spots im chinesischen Fernsehen bzw. klassische
TV-Kampagnen sind für viele Unternehmen nicht finanzierbar,
insbesondere dann, wenn sie über
eine längere Zeit laufen und Effekte erzielen sollen. Hier setzt das
Rocket-„Infotainment“-Konzept
an. „Unterhaltsame, ungeschminkte Geschichten aus dem täglichen
Leben zu erzählen, das interessiert
natürlich auch die Konsumenten
in China“, sagt Grabner. „Auch die
großen TV-Sender in China sind
begierig nach gutem Content, der
sie nichts kostet.“
Rocket Media sieht sich als Brückenbauer zwischen den Kontinenten. In China, Hongkong und
Taiwan arbeitet der TV-Profi mit
LIC-BCBC zusammen. Dieses Network ist seit den 1990er-Jahren
größter Importeur internationaler
TV-Programme in China und deckt
mit seinen Services rund 65% aller
TV-Dokumentationen im chinesischen Fernsehen ab. Das beinhaltet Ausstrahlungsrechte, Übersetzungen, Schnitt, Untertitel, Vertonung und Vervielfältigung. Rund
200 Mitarbeiter sorgen in einem
eigenen TV-Studio, vier Tonstudios und 20 Editing Suites mit voll
digitalisiertem Equipment für
beste Fernseh-Qualität.
LIC-BCBC produziert mit SAGA
seit etwa zehn Jahren einen täglichen 50-minütigen TV-Timeslot,
© Fotodienst/Christian Mikes
True Storys statt TV-Spots
„… gerade in Zeiten
der Krise – für viele
internationale Konzerne
als vielversprechender
neuer Absatzkanal.“
… ceo rocket media
ded Timeslot“, der dem Thema
„Natur & Umwelt“ gewidmet ist.
Die Programme werden laufend
in Serienbüchern, Tageszeitungen
und Magazinen beworben, sagt
Grabner, aber auch auf Inlandsflügen, in Zügen, U-Bahnen und Bussen ausgestrahlt, darüber hinaus
im Internet, im Interactive-TV und
in Digital-TV-Networks abrufbar
gemacht. Ein eigener SAGA Club
kümmert sich um die wachsende
SAGA Community.
Werbewert: bis zu 30 Mio. $
der von weit über 100 Fernsehsendern zur Primetime in China
ausgestrahlt wird und regelmäßig
Top-Bewertungen erfährt. Die vier
zentralen Themenbereiche sind
Human Interest, Science, History
und Warfare (Kriegsgeschehen).
Hinzu kommt ein unabhängiger
täglicher, 30-minütiger „sub-bran-
13. Auflage Sky als Medienpartner des Schnee-Events
Dokus im TV-Timeslot von
SAGA werden von insgesamt 70
TV-Sendern in China ausgestrahlt,
in vielen Regionen des Landes sogar mit doppelter oder mehrfacher
Coverage. Rund 4,3 Mio. Sekunden
Werbung pro Jahr werden darin lt.
Grabner transportiert. „Das sind
1.200 Werbestunden. Der Markt-
wert eines 5-Sekunden-Spots wird
aktuell mit 8 Mio. US-Dollar beziffert, ein 30-Sekünder kommt bereits auf knapp 30 Mio. US-Dollar.
In etwa diesen Werbewert kann
man auch bei erfolgreicher (kostenfreier) Ausstrahlung einer TVDokumentation über das gesamte
Network erwarten, rechnet Grabner vor“, so der CEO weiter..
„Unternehmen und Organisationen, die mit einer TV-Dokumentation, einem Feature oder einer Reportage auf den chinesischen Markt
gehen möchten, erhalten mit Rocket
Media und seinen Partnern in China Full Service-Betreuung, von der
Beratung und Konzeption über die
Ausarbeitung und Produktion der
TV-Story bis zur Übersetzung, Vertonung und Ausstrahlung im „Reich
der Mitte“. Selbstverständlich gibt
es im Anschluss eine lückenlose Dokumentation, wann, wo und wie oft
der TV-Beitrag ausgestrahlt wurde, sagt Grabner, samt Errechnung
des Werbewerts. Der Auftraggeber
trägt ausschließlich die Kosten der
TV-Produktion und Distributionsdienstleistung, die Ausstrahlung
selbst ist für ihn kostenfrei. Die
kostenfreie Bereitstellung der TVFormate ist die Grundlage für ein
Maximum an Reichweite und Sendestunden“, so Grabner. (red/bb)
www.rocketmedia.at
facts
Rocket media communications ist ein
hochspezialisierter Produzent und Vertriebspartner für TV-Content mit Sitz in Klagenfurt
Österreich und ausgezeichneten internationalen Referenzen. Die Agentur produziert
maßgeschneiderte TV-Formate für Wirtschaftsstandorte, Tourismusdestinationen und
gesellschaftspolitische Anliegen und stellt sicher, dass diese an bis zu 6.500 Fernsehstationen in aller Welt verteilt werden – mit hohen
Reichweiten und Hunderten Sendestunden
bei vergleichsweise niedrigen Kosten. Rocket
Media erzählt die Storys seiner Kunden dabei
frei von Werbung, immer dem Gebot entsprechend, informativ und unterhaltsam zu sein.
Weiterbildung Der Kampagnen-Slogan bringt den Kern der Ausbildung auf den Punk
Snow Polo World Cup Werbe Akademie: Kampagne neu
In Kitzbühel trifft sich am Wochenende
wieder die Weltelite des Snow Polos.
Wien. Die Werbe Akademie zählt
zu der führenden österreichischen
Aus- und Weiterbildung für Beratung, Text und Grafikdesign; der
Praxisbezug an der Werbe Akademie ist mehr als ein Schlagwort.
Unter der Anleitung von renommierten Praktikern aus der Branche wird an realen Fallstudien
gearbeitet. Des Weiteren wird ein
englischsprachiges Bachelor-Programm in Lizenz der Staffordshire
Filmteam. Sky Sport News HD wird
am Wochenende vom Snow Polo
World Cup aus Kitzbühel berichten.
Auch jenseits des Spielfelds ist Sky
aktiv: Im Rahmen einer stillen Charity-Auktion bei der Polo Player’s
Night am Samstagabend versteigert das Unternehmen ein VIP
UEFA Champions League-Paket.
UEFA sponsert Hauptpreis
Der von der UEFA gestiftete Preis
beinhaltet nicht nur zwei Eintrittskarten für das Champions-LeagueFinale 2015 in Berlin, sondern auch
ein Meet-&-Greet mit Ex-FußballNationalspieler Karl-Heinz Riedle
sowie eine Stadionführung. Die Erlöse der Auktion kommen der SkyStiftung zugute, die davon Sportprojekte für Kinder und Jugendliche fördert.
„Sky steht für Exklusivität und
die Lust, Neues auszuprobieren.
Insofern passt eine Veranstaltung
wie der Snow Polo World Cup in
Kitzbühel nicht nur in sportlicher
Hinsicht perfekt zu Sky“, so Wolfram Winter, President Communication Sky Deutschland. (bb)
University angeboten. Die Studiengänge Bachelor of Arts in Advertising and Brand Management
und Bachelor of Arts in Graphic
Design fokussieren individuelle
Projektarbeit und die Erarbeitung
persönlicher Portfolios. „Die Werbe
Akademie bietet jungen Menschen
mit Interesse an Kommunikation,
Grafikdesign und Text eine praxisbezogene Ausbildung und damit
auch das beste Sprungbrett in die
© Werbe Akademie
© APA/EPA/Arno Balzarini
Kitzbühel. Es ist das größte Poloturnier im Schnee weltweit und das
gesellschaftliche Highlight im Vorfeld des berühmten Hahnenkammrennens. Noch bis 18. Jänner findet zum 13. Mal der Valartis Bank
Snow Polo World Cup in Kitzbühel
statt. Sechs internationale Teams
treten dabei in drei Spielen pro Tag
gegeneinander an.
Die Veranstalter rechnen mit bis
zu 12.000 Gästen aus 35 verschiedenen Nationen. Zum ersten Mal
begleitet Sky Deutschland die traditionsreiche Veranstaltung als
Medienpartner mit einem eigenen
Werbe Akademie-Kampagne 2015: „Mit einem Fuß in der Werbung“.
Werbebranche“, Barbara Posch,
Direktorin Werbe Akademie.
Der Slogan der diesjährigen Werbe Akademie-Kampagne bringt
den Kern der Ausbildung auf den
Punkt: Studierende der Werbe
Akademie stehen dank ihrer Ausbildung bereits mit einem Fuß in
der Werbung. Die Ausbildungen im
Bereich Marktkommunikation und
Grafikdesign zeichnen sich durch
einen besonders hohen Praxisbezug und Dozenten aus der Branche
aus; diese Kombination ist eine
ausgezeichnete Basis für einen gelungenen Berufseinstieg.
Die Jahreskampange 2015 kreierten Studierende der Werbe Akademie im Zuge des Agenturlabors,
eine Lehrveranstaltung aller Studierenden. In Teams aus Strategen, Textern und Grafikern wurde
unter der Anleitung von Dozenten
an diversen Kampagnen gearbeitet. Die Agentur Macht setzte sich
„Mit einem Fuß in der Werbung“
schließlich gegen die Konkurrenz
durch. „Uns geht es bei der Kampagne vor allem um eine klare Positionierung der Werbe Akademie“, so
die Agentur. (bb)
medien
Freitag, 16. Jänner 2015
medianet – 11
Live-Sporterlebnis Über 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Redaktion & Technik sorgen fürs TV-Erlebnis in ORF eins & ORF Sport +
ORF mit 68 Live-Stunden von
der Snowboard- & Freestyle-WM
Der ORF ist beim winterlichen Groß-Sportereignis Host-Broadcaster und verspricht wie schon kürzlich am Kulm spektakuläre Bilder.
Kreischberg/Wien. Kaum waren die
Vierschanzentournee und das Skifliegen am Kulm absolviert, ruft
schon der nächste internationale
Winter-Wettbewerb.
Entsprechend meinte schon
Hans Peter Trost, ORF-Sportchef,
bei der Präsentation des ORFSport-Jahres vergangenes Wochenende: „Das Sportjahr erlaubt kein
Zurücklehnen – und das ist gut so.
Denn wer rastet, rostet, diese Binsenweisheit gilt für Spitzensportlerinnen und -sportler genau so wie
für uns.“
Und damit hat er nicht ganz Unrecht, denn: Wer an die jüngsten
Erfolge der heimischen Snowboarder und Freestyler zurückdenkt,
der kann sich leicht ausrechnen,
wie wichtig die erstmals als „Doppel-WM“ ausgetragene Weltmeisterschaft am Kreischberg (die Parallelrennen der alpinen Snowboarder finden im Lachtal statt) für den
heimischen Sport ist.
Neu: Super-Slomo-Kamera
Bis zu 15 internationale Kameras begleiten die Sportlerinnen
und Sportler, darunter eine Seilbahnkamera, eine Super-SlomoKamera pro Bewerb, bis zu vier
Funkkameras, zwei Krankameras
und eine Kamera, die ihr Objektiv
vom Gegenhang aus auf die Strecke
richtet.
Die ORF-Technik produziert dabei in High Definition und DolbyMehrkanalton und setzt bei allen
Produktionen neben hochqualitativer HD-Übertragungstechnik
zahlreiche innovative Spezialkameras ein.
Auf dem WM-Programm stehen
die Freestyle-Bewerbe (jeweils Damen und Herren): Single Moguls,
Dual Moguls, Halfpipe, Aerials,
Ski Slopestyle und Skicross. Beim
Snowboard geht es in folgenden
Disziplinen bei Damen und Herren
um Medaillen: Parallelriesenslalom (PGS), Parallelslalom (PSL),
Halfpipe, Slopestyle und Snowboardcross; den Big Air tragen nur
die Herren aus.
In zwölf spektakulären Disziplinen fahren vom 15. bis 25. Jänner rund 1.000 Athletinnen und Athleten aus 60 Nationen um insgesamt 24 Medaillenentscheidungen.
Das ORF-Team am Kreischberg
bilden Hans Hengst (Sendungsverantwortlicher), die Regisseure
Sepp Friedl (international) und
Harald Ruzicka (national), die
Kommentatoren Erwin Hujecek
(FR Aerials/SNB Parallel/FR Moguls), Boris Kastner-Jirka (SBX/
SX/FR+SNB Slopestyle) und Daniel
Warmuth (SNB + FR Halfpipe, SNB
Big Air) mit den Kokommentatoren
Christian Rijavec (Aerials), HansJörg Unterrainer (SBX), Margarita
Mabler-Escande (Moguls), Rob Mathera (SS & BA Snb & HP Snb), Sigi
Grabner (Snb Parallel) und Markus
Wittner (SX).
Alle ORF-TV-Übertragungen zur
WM werden als Live-Stream auf
der ORF-TVthek und auf sport.
ORF.at angeboten. Der ORF.at
stellt außerdem Themencontainer
mit Berichten rund um das Geschehen bereit. Auf insider.ORF.at gibts
darüber hinaus Highlights der
Bewerbe via on demand.
Landesstudios voll dabei
Auch der ORF Teletext präsentiert im Rahmen seiner aktuellen
Sportberichterstattung ab Seite
200 aktuelle News, Berichte, Tabellen, WM-Kalender und Live-Ticker
übernehmen am Kreischberg das
Kommando, um über die heuer
größte Wintersportveranstaltung
in der Steiermark für Radio und
Fernsehen zu berichten.
Radio Steiermark ist mittendrin
und bringt die aktuellsten Ergebnisse, Interviews, Musik, Hintergrundgeschichten – mit Wissenswertem über die Bewerbe, die
Sportlerinnen und Sportler, die
Fans und die Region. An vier Nachmittagen bringt Radio Steiermark
mehrstündige Extrasendungen
live von der WM – aus dem eigenen
Radio-Steiermark-WM-Studio im
Kreischberg-Zielgelände.
„Das Sportjahr erlaubt
„… diese Binsenweisheit
kein Zurücklehnen – und
gilt für Spitzensport-
das ist gut so. Denn
lerinnen und -sportler
wer rastet, rostet, …“
genau so wie für uns.“
hans peter trost …
Präsentatoren und Interviewer
sind Alina Zellhofer und Boris
Kastner-Jirka, als Reporter sind
Thomas Weber und Daniel Warmuth unterwegs.
Live-Stream ORF Teletext
Etliche Sender aus Deutschland,
Schweiz, Frankreich, Schweden
und sogar aus Japan berichten
live vom Kreischberg, zahlreiche
weitere TV- und Radiostationen
weltweit übernehmen das internationale Signal.
© ORF/Roman Zach-Kiesling
Aber, und vor allem auch für
den ORF, der als Host-Broadcaster
mit mehr als 100 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern aus Redaktion
und Technik rund 68 Stunden live
in ORF eins und ORF Sport + aus
der Steiermark berichten wird.
Live-Streams via ORF-TVthek, eine umfassende Berichterstattung
in ORF Steiermark und spektakuläre Sideevent-Aktionen von Hitradio Ö3 sorgen für ein zusätzliches WM-Flair.
In zwölf spektakulären Disziplinen fahren vom 15. bis 25. Jänner
rund 1.000 Athletinnen und Athleten aus 60 Nationen um insgesamt 24 Medaillenentscheidungen.
Der ORF produziert und zeigt alle
Qualifikationen (OSP) und Finale
(ORF eins) live und via TVthek als
Live-Stream. Eine tägliche Zusammenfassung der Highlights steht
zudem im Spätabend von ORF eins
auf dem Programm.
Los gings gestern, Donnerstag,
in ORF eins um 19:15 Uhr mit den
Freestyle Ski Aerials der Damen
und Herren.
© Steiermark Tourismus/ikarus.cc
ORF als Host-Broadcaster
… orf sportchef
Da mit der FIS Freestyle Ski &
Snowboard-WM Kreischberg und
dem Nightrace in Schladming in
den nächsten Wochen gleich zwei
Großereignisse ins Haus stehen,
heißt es auch Großeinsatz für die
Sportreporter des ORF Steiermark.
Das steirische Landesstudio widmet sich mit einem besonderen
Programmangebot den sportlichen
Topevents und wird umfassend informieren, topaktuell berichten und
für attraktive Unterhaltung sorgen.
Die ORF-Steiermark-Reporter
Hannes Kargl und Thomas Weber
Und auch die Regionalsendung
„Steiermark heute“ bringt noch
bis zum 25. Jänner Berichterstattung rund um die Doppel-WM. Das
ORF-Steiermark-Team gestaltet
dazu zahlreiche Beiträge und LiveBerichte rund um die FIS Freestyle
Ski & Snowboard-WM, aktuelle Infos bietet auch steiermark.ORF.at.
Aber auch national wird das
Ereignis im Radio zu hören sein:
Hitradio Ö3 sorgt nicht nur dafür,
dass alle Hörerinnen und Hörer
über die sportlichen Ergebnisse
informiert sind, sondern sorgt da-
rüber hinaus bei zahlreichen Sideevents für Stimmung.
Ein Beispiel: Am Sonntag, dem
18. Jänner, findet im Rahmen der
FIS Freestyle Ski & SnowboardWM am Kreischberg ein weiterer
WM-Bewerb statt: der erste Ö3Luftmatratzen-Snowcross. Hitradio Ö3 hat die beste „Idee für‘n
Schnee“ gesucht, mit der man am
Kreischberg eine Weltmeisterschaft veranstalten kann. Die Ö3Hörer Alex und Lukas haben mit
dem Luftmatratzen-Snowcross die
coolste Idee für den Funsportbewerb am Kreischberg eingesendet.
Nun werden 16 Teilnehmer/innen
gesucht, die auf Luftmatratzen in
der Halfpipe gegeneinander antreten; Anmeldungen sind online auf
oe3.ORF.at möglich. Der Ö3-Luftmatratzen-Snowcross wird zu Mittag zwischen der Qualifikation und
dem Finalbewerb durchgeführt.
Ö3-Moderator Thomas Filzer moderiert den Bewerb.
Zwei Ö3-WM-Partys
Und passend zum Event wird‘s
an den beiden WM-Wochenenden
richtig laut: Am 16. und 17. Jänner sowie am 23. und 24. Jänner
finden jeweils ab 19 Uhr die „Ö3WM-Partys“ in der WM-Halle Murau statt, u.a. mit dabei sind 3 Feet
Smaller, Tagträumer, MashUP Germany und Virginia Ernst mit Ö3Moderator Thomas Filzer. Ö3-DJ
Tobi Rudig wird beim Finalbewerb
vom Snowboard-Parallelslalom im
Lachtal für Stimmung sorgen – am
Donnerstag, dem 22. Jänner, ab
13.00 Uhr. (cw)
Alle Infos rund um das winterliche
Groß-Sportereignis und zahlreiche
weitere Informationen rund um
die FIS Freestyle Ski & SnowboardWM gibts auf:
www.kreischberg2015.at
Bi z-ta l k C LA S SI C
12 – medianet
Freitag, 16. Jänner 2015
Return on Communication
© Kraftkinz
gala-Abend im kursalon wien
ROC Neujahrs-Cocktail: Georg Kraft-Kinz, Birgit Kraft-Kinz, Josef Scheidl.
Optimismus und Zuversicht fürs neue Jahr
1
3
4
1. Peter Lammerhuber (GroupM Österreich), Elisabeth Schaljo (Nissan), Helmut Hanusch (VGN News);
2. Gerhard Berger, Niki Lauda (ehem. F1-Fahrer); 3. Rudi Roubinek (Schauspieler), Christian Rainer (profil);
4. Peter Drobil (Bank Austria), Thomas Kralinger (Kurier), Gerald Ganzger (Rechtsanwalt).
Der beliebte Auto Award wurde wieder neu vergeben
Voll abgefahren
Kokette
Erscheinung des
Abends:
Christian
Rainer.
Verleihung Am 13. Jänner wurden in Wien Österreichs beliebteste Autos mit dem „Autorevue Award 2014“ ausgezeichnet. Die Jury bestand
aus mehr als 7.500 Lesern des Automagazins. Als Gewinner konnten
sich unter anderen Mini, Alfa Romeo 4C und BMW i8 durchsetzen.
Auch war der 50. Geburtstag der Autorevue ein Grund zum Feiern. Größen des österreichischen Motorsports wie Niki Lauda,
Gerhard Berger oder Karl Wendlinger ließen es sich nicht nehmen, mitzufeiern. Horst Pirker, Vorsitzender der Geschäftsführung der Verlagsgruppe News, hielt fest: „Wir reden bei der Autorevue nicht nur über ein Magazin, sondern über Kult. Denn es ist
Kult, wie die Autorevue mit dem Kultobjekt Auto umgeht.“ Niki
Lauda plädierte für eine gute Zukunft der Formel 1: „Man muss
wieder Rennautos bauen, vor denen die Fahrer Respekt haben und
sich schrecken, wenn sie damit starten.“ Zurück in die achtziger
Jahre blickte Gerhard Berger: „Mein Leben damals war ein Mix
aus beinhartem Sport und sehr viel purem Leben – ich möchte das
nicht missen.“
(red)
medianet Branchenkalender
Jänner
22.
Presseführung Ausstellungen „techne – was Kunst und
Technologie verbindet“; „35 Jahre ORF Teletext“
10:30 Uhr, Ars Electronica Center (Linz)
Verleihung „17. Radiopreis der Erwachsenenbildung“
18:30 Uhr, ORF RadioKulturhaus (Wien)
22.
Event #5 der Marketing Natives: Show me the money
19 Uhr, T-Center (Wien)
17.
Seminar FH Wien „From Writing it Down to Fixing it Up“
10 Uhr, FH Wien
Anmeldung erforderlich
22.
19.
Workshop Vienna Digital Academy „Social Media
­Technology Training“
9 Uhr, The Hub Vienna
Anmeldung erforderlich
Podiumsdiskussion Evangelische Akademie Wien,
­Vereinigung für Medienkultur „Machen Medien Kirche?“
19 Uhr, Albert-Schweitzer Haus (Wien)
22.
Verleihung „17. Radiopreis der Erwachsenenbildung“
18:30 Uhr, ORF-RadioKulturhaus (Wien)
27.
PK Focus Institut „Werbebilanz 2014 – Werbeprognose
2015“
10 Uhr, Café Griensteidl, Michaelerplatz 2 (Wien)
28.
Vortrag Wiener Volkshochschulen „Protecting media
­pluralism at EU level – an assessment from a human
rights perspective“
19 Uhr, VHS Floridsdorf (Wien)
29.
Pressegespräch „15. Verleihung der Amadeus Austrian
Music Awards“
10 Uhr, Volkstheater (Wien)
16.
19.
Podiumsdiskussion Friedrich Funder-Institut (FFI) „Lässt
sich der Journalismus von der PR instrumentalisieren?“
18:30 Uhr, Management Club (Wien)
19.
Woche des Zeitungslesens: Podiumsdiskussion
„Wie kann man junge Menschen für Zeitungen und
­Kafeehäuser begeistern?“
19 Uhr, Café Markusplatz, Tuchlauben 16 (Wien)
22.
Auftakt Veranstaltungsreihe FH Wien „Journalismus
zum Frühstück“
8:30 Uhr, FH Wien
22.
Falknereiss, Himmelhoch und Vienna Digital laden zum
Kickstart 2015 mit Keynote „Brain beats Budget“
18 Uhr, Seminarhotel Rainers (Wien)
Schicken Sie uns Ihren Branchen-Event an: kalender@
medianet.at – die Veröffentlichung ist kostenlos.
Stillsand und Stagnation aufbrechen
„Zu viel Stillstand und Stagnation herrschen in Österreich immer
noch vor“, so Gastgeberin Birgit Kraft-Kinz (Obfrau der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation Wien) im Schlusswort der
Diskussionsrunde. „Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten muss
man sich Mut bewahren und den Schritt ins Risiko gehen. So löst
man den Stillstand und bringt Bewegung in die Wirtschaft für ein
erfolgreiches 2015!“ Die zahlreichen Gäste, darunter Georg KraftKinz (Generaldirektor-Stellvertreter, Raiffeisenbank NÖ-Wien AG),
Josef Scheidl (Vorstand, Leykam Lets Print AG), George Nimeh
(Chief ­Digital Officer, Kurier Digital), Michael Göls (Country Manager, ­Havas Media), Bernhard
Dworak (Geschäftsführung,
Kutzen­dörfer und Dworak
GmbH), Chris-toph Stieg (Unternehmer, perfact training),
Peter Ulm (Vorstandsvorsitzender, Real Estate Investors
Die Fachgruppe Werbung
GmbH) und andere, diskutierund Marktkommunikation der
ten ausgelassen über Themen,
Wirtschaftskammer Wien lädt
die sie bewegen, beschäftigen
und die kommendes Jahr in
am 21.1. 2015 zur Enquete
Österreichs Wirtschaft eine
zum Thema „Öffentliche Aus­
wichtige Rolle spielen werden.
schreibungen“ um 14 Uhr.
(bb)
Inside Your Business. Today.
tipp des tages
Karriere
Gerhard Kürner
Strobl)Kriegner Group
Wien 1814 (David King)
Von Kaisern, Königen und dem
Kongress, der Europa neu erfand:
Napoleon hat abgedankt, das von
ihm dominierte Europa muss sich
neu aufstellen, doch wie? In Wien
versammelt sich der bis dahin
größte Kongress der Geschichte
und verhandelt über die Zukunft
des Kontinents. Königreiche und
Fürstentümer werden vergrößert,
verkleinert oder abgeschafft, die
Landkarte Europas neu gezeichnet.
Piper, ISBN: 978-3-492-05675-5
Umstieg Zeitgleich mit dem Umbau
der Agenturstrukturen steigt bei
der Strobl)Kriegner Group mit
dem langjährigen voestalpineKommunikationsschef Gerhard
Kürner ein neuer Gesellschafter
ein. Kürner wird
seine Kompetenz
vor allem in den
Bereichen Strategie, Content
Marketing und
dem digitalen
Business Development einbringen.
© ms. foto.group
2
Wertsteigerung Um das neue Jahr traditionell zu beginnen, lud Birgit
Kraft-Kinz zum alljährlichen ROC (Return on Communication) Neujahr Cocktail. Mit den Ehrengästen Josef Scheidl (Vorstand, Leykam
Lets Print AG) und Georg Kraft-Kinz (Generaldirektor-Stellvertreter,
Raiffeisenbank NÖ-Wien AG) wurde Resümee über das vergangene
Jahr gezogen und ein Ausblick in das neue Jahr gegeben. Insgesamt
waren mehr als 30 Meinungsträger aus Österreichs Wirtschafts- und
Kommunikationsbranche anwesend. Optimismus und Zuversicht
waren die Vorsätze, die sich im Laufe der Gespräche für die TopManager Österreichs herauskristallisierten.
© Piper Verlag
© Gerald Mayer-Rohrmoser (5)
Jahresauftakt
inside your business. today. Seite 16
süsser liebling
Lila Lieblinge-Tafeledition,
Leibniz Black’n White sowie
Männerschokolade aus der
Stieglbrauerei.
Seite 17
Egger räumt AB
ZURÜCK an board
Sechs Jahre in Folge wurden Egger-Produkte von der DLG ausgezeichnet Seite 16
Marcus Schlich wird Head of
Marketing & Branding bei Metro © Metro
ASC-Zertifkat für Nachhaltigkeit
und Transparenz © Egger
© Eisvogel
Öko-Logo für Eisvogel
Freitag, 16. Jänner 2015 – 13
© Mondelez
retail
medianet
Seite 18
Warum Pfeiffer das Kind
schon schaukeln wird
© Syreta
short
Einzelhandel „Wachstumskaiser
sind die Retail Parks“, erklärt
Hannes Lindner (Bild) von
Standort + Markt. Ansonsten
lautet die Einzelhandelsbilanz
für 2014: Die Leerstandsquote nimmt zu, Shoppingzonen
werden auch immer mehr zum
Treffpunkt, und das Gastronomie-Angebot in Shoppingzonen
wächst.
Seite 16
© Michael Hügel/Pfeiffer/picturedesk.com
© Rainer Mirau
digital retail Online ist ein harter
Konkurrent für den stationären Handel. Die Syreta-GFs
Christian Immitzer (li.) und
Alexander Palnik (re. im Bild)
möchten die Lücken zwischen
Herstellern, E-Commerce und
dem stationären Handel nun
mit E-Business-Lösungen – die
sich sämtlicher Kanäle bedienen – schließen.
Seite 15
Costcutting-Reha Im Geschäftsjahr 2014 stand Zielpunkt bei 11,7 Mio. € Verlust
und lag damit im vorgesehenen Sanierungsplan. Für 2016 soll der derzeitige
Patient in Georg Pfeiffers Handelsgruppe schwarze Zahlen schreiben. Seite 14
© Keystone/Ti-Press/Carlo Reguzzi
Rakuten macht Sie 2015 zum
10€
Gutschein*
Export Im Außenhandel mit
Österreichs wichtigstem Handelspartner Deutschland ist
Käse der Exportschlager. 2014
wurden 57.561 Tonnen im
Wert von 289 Mio. € exportiert.
Damit haben die österreichischen Käsereien ein Plus von
14% zustandegebracht. Fleischzubereitungen liegen auf Platz
zwei der Ausfuhren. (APA)
Melden Sie sich auf www.rakuten.at zum Newsletter
an und gewinnen Sie mit etwas Glück
Superpunkte im Wert von €10.000!
Das Einkaufszentrum mit über 3.500 Shops im Internet
*Gilt nur für Neuanmeldungen zum Rakuten Newsletter. Der Wert des Gutscheins beträgt 10,- Euro. Der Mindestbestellwert pro Gutschein beträgt € 99,-.
Gültig bis 28.02.15. Nicht mit anderen Rabatten oder einer Superpunkteeinlösung kombiniert werden. Eine Barauszahlung ist ebenfalls nicht möglich.
ti te l stor y
Freitag, 16. Jänner 2015
© Pfeiffer Handelsgruppe
14 – medianet retail
Spit zen-t rio
Sanieren & Investieren
Erich Schönleitner, Georg Pfeiffer
und Markus Böhm steuern mit der
Pfeiffer Handelsgruppe einen soliden
Kurs, bei dem der Gastrobereich die
Erlösbresche für den zu sanierenden
Zielpunkt darstellt – der ja auch mal
wieder expandieren sollte.
Pfeiffer-Gruppe C+C als Ertrags- und Finanzierungsquelle, Unimarkt als Testlabor für Digital Retailing
Drei Pfeiffer-Musketiere
kämpfen mit feiner Klinge
Bei Zielpunkt greift Sanierung: 30 Mio. Euro Verlust im Jahr 2012 reduzierten sich auf 11,7 Mio. Euro im GJ 2014.
Hanspeter Madlberger
Linz/Traun. „Die Trauner traun sich
was!“, war die einhellige Meinung
der Branche, als das Familienunternehmen Pfeiffer den dahinkränkelnden Soft-Discounter Zielpunkt
mit einem Umsatzvolumen von
knapp 500 Mio. € per 1. März 2014
zu 100% übernahm. „Wie geht es
euch mit Zielpunkt?“, wird Georg
Pfeiffer, Aufsichtsratsvorsitzender
der eigenen Firma, seither von Lieferanten und Geschäftsfreunden
ständig gefragt. Optimismus zu
verströmen, ist daher ein Dauerjob des jungen Großhändlers und
seines eCommerce-ambitionierten
Führungsduos Erich Schönleitner
& Markus Böhm.
Zielpunkt im Umsatzwettlauf
Einigermaßen plausible Befunde
über die Genesungsfortschritte des
Patienten Zielpunkt lieferten die
drei Pfeiffer-Musketiere vergangenen Mittwoch im Linzer Gourmetrestaurant Essig, wo sie sich
den Medien stellten, als erste ihrer
Zunft 2014er-Umsatzzahlen präsentierten und überhaupt für den
Handel Benchmarks der Transparenz im Umgang mit der Öffentlichkeit setzten. Stichwort „Essig“:
Aufregend Saures muss die Neuerwerbung Zielpunkt weiterhin im
Preiswettbewerb und Umsatzwettlauf auf dem heißen Wiener Ein-
zelhandelspflaster schlucken. Und
Balsam(ico) auf diese Unbill ist die
anhaltend gute Performance der
Gastro-Großhandelssparte mit den
Abholmärkten und dem Zustellservice. 150 Haubenlokale scheinen
auf der Menükarte der C+C PfeifferKunden auf. Wenn Unimarkt mit
seinen eCommerce-Aktivititäten
neuerdings auf 4.0 Marketing setzt,
so betreten die Kollegen von der
C+C-Fraktion schon seit 2008 mit
ihrem Cook 2.0 Exquisit-Programm
Neuland im Kulinarik-Marketing.
Pfeiffers Gastro-Großhandel
liefert die kommerzielle Power
für die Zielpunkt-Sanierung. Mit
dem Gewinn-Transfer vom C+C
in den Einzelhandelssektor steht
und fällt der Erfolg des Abenteuers Zielpunkt. C+C Pfeiffer legte
2014 beim Umsatz um 8,4% zu, mit
eingerechnet ist der Zugang von
16,6 Umsatzmillionen infolge der
Akquisition der steirischen Getränkegroßhandlung Schlacher. Im
Geschäftsjahr 2013/2014, das am
28. Februar 2014 endete, erwirtschaftete Pfeiffer C+C ein EGT von
9,1 Mio. €, dem in derselben Periode ein Zielpunkt-Verlust von 11,8
Mio. € gegenüberstand.
14 Filialen geschlossen
Die Zielpunkt-Umsätze lagen im
Kalenderjahr 2014 laut GfK konstant um 11 bis 12% unter dem
Niveau von 2013. Zurückzuführen
ist dieser Rückgang auf die Schließung von 14 Filialen im Herbst
2013, die wesentlich 2014 umsatzwirksam wurde. Flächenbereinigt kam das zum Supermarkt
umpositionierte Ladenformat mit
seinen 247 Filialen laut Schönleitner auf ein Umsatzplus von 2,03%
und wuchs laut Nielsen überproportional zum Branchenschnitt.
Die Übernahme der 223 Feinkostabteilungen von Schirnhofer, die
im November vergangenen Jahres
vorzeitig abgeschlossen wurde,
hat somit per Saldo zu keinen Umsatzeinbußen geführt; vielmehr erhöhten sich die Verkäufe in diesem
Sortiment um 0,7%.
Sanierung auf Kostenseite
Der entscheidende Fortschritt
der Zielpunkt-Sanierung fand nicht
auf der Umsatz-, sondern auf der
Kostenseite statt. Im Jahr 2012
fuhr Zielpunkt noch einen Verlust
von rund 30 Mio. € ein; 14 Monate
später, im Geschäftsjahr, das per
28.2.2014 endete, reduzierte sich
der Jahresfehlbetrag auf 11,7 Mio.
€. Damit liegt man mit der Sanierung im Plan. 2016 will Zielpunkt
erstmals schwarze Zahlen schreiben. Der Ausstieg aus der defizitären Schirnhofer-Allianz ist eine
wesentliche Costcutting-Maßnahme, die greift.
Zielpunkt braucht weiterhin Geld
– nicht nur zur Verlustabdeckung,
sondern ebenso für Investitionen.
Auch in dieser Hinsicht bewährt
sich C+C Pfeiffer als Cashcow. Der
jährliche Cashflow des Gesamtunternehmens, überdurchschnittlich
vom Gastro-Großhandel gespeist,
liegt bei rund 20 Mio. €; davon
fließt rund die Hälfte in Zielpunkt.
2015 werden insgesamt 22 Mio. €
investiert, davon entfällt die Hälfte
auf die Modernisierung der Wiener Zielpunkt-Filialen.
Entsprechend langsam geht der
Gesamtrelaunch über die Bühne.
2014 wurden zwei Wiener Standorte
auf das neue Ladenmodell umgerüstet, zwei weitere Umbauten folgen
heuer, dazu ein dritter in Niederösterreich (Münchendorf). Die Hoffnung, das Zielpunkt-Wachstum
durch die Akquisition von Franchisenehmern zu beschleunigen,
hält sich in Grenzen. 2016 soll der
erste Franchisepartner starten, mit
über 20 Interessenten wird verhandelt. Bessere Wachstumschancen
tun sich weiterhin im Gastro-Großhandel auf, wo der Strukturbereinigungsprozess der Branche voll im
Gange ist und Pfeiffer immer wieder Übernahmeangebote erhält.
Die Liste der Projekte für 2015 ist
lang; sie reicht vom Multi ChannelPrototyp bei Unimarkt, als Testlabor für Digital Retailing, über
den forcierten Ausbau der Abholstationen für den Online-Verkauf
und die Weiterentwicklung der
Ethno-Sortimente bei Zielpunkt bis
zur Trinkwerk-Offensive im Getränke-Zustellgroßhandel. Die drei
Pfeiffer-Musketiere drehen an vielen Rädchen und sie kämpfen mit
feiner Klinge. Sie vernetzen sich mit
der Wissenschaft (Technologiepark
Hagenberg), innovativen Logistikern wie der Post AG, mit Business Angels wie Werner Wutscher
und Cross Channel-Praktikern wie
dem Thalia-Chef Josef Pretzl, der
kürzlich in den Aufsichtsrat der
Unimärkte berufen wurde.
PfEiffer Umsat zb il anz 2 0 1 3 / 2 0 1 4
Umsatz Umsatz DifferenzDifferenz
Vertriebsschiene
2014
2013
in Mio.
in %
Ketten-Großhandel
106,10 107,80
–1,70 –1,57
C+C Pfeiffer inkl. Akquisition Schlachter 465,40 429,40 +36,00 +8,38
davon Schlachter
16,60
–
+16,60
–
Unimarkt
273,60 261,00 +12,60 +4,83
Zielpunkt
493,40–+493,40–
Pfeiffer-Gruppe gesamt
1.338,50 798,20 +540,30+67,70
Gruppe exkl. Zielpunkt u. Schlachter
828,40 798,20 +30,30 +3,79
Quelle: Pfeiffer, Umsatzangaben in Mio. €
Di gi ta l r e ta i l
Freitag, 16. Jänner 2015
medianet retail – 15
Lückenschluss 53% informieren sich vor dem Kauf online über das Produkt, während 18% zuerst ins Geschäft gehen und dann online bestellen
Einkauf erleben, online wie offline
Wels. Dass der Online-Handel für
den Stationären einen immer ernsteren Konkurrenten darstellt, ist
längst klar. 2014 gaben die Österreicher, laut GfK, im Schnitt 387
€ für Weihnachtsgeschenke aus.
Die Mehrheit kauft ihre Geschenke
zwar lieber persönlich im Geschäft;
doch der Vorweihnachtstrubel ist
nicht für jedermann etwas, und
so erwartet die KMU Forschung
für 2014 einen höheren Anteil des
Online-Handels am gesamten Einkaufsvolumen. Waren es 2013 9%
(rd. 5,9 Mrd. €), rechnen die Experten für 2014 mit einem Anstieg auf
insgesamt 11% bzw. 7 Mrd. €.
,,Der Kunde will heute ein optimales Einkaufserlebnis, online
ebenso wie offline. Das veränderte
Einkaufsverhalten ist für viele
klassische Handelsunternehmen
eine große Herausforderung“, weiß
Alexander Palnik, Geschäftsführer
von Syreta E-Business Solutions.
Das Welser Unternehmen hat sich
Amazon Top Geschenke
Kassenschlager
© Amazon
München. Der Online-Händler Amazon hat auch heuer wieder eine
Liste mit den beliebtesten Weihnachtsgeschenken 2014 veröffentlicht. Die Angaben beziehen sich
auf den Zeitraum 1. November bis
22. Dezember 2014 und auf als
Geschenk bestellte Artikel.
In der Kategorie „Elektronik“
standen vergangene Weihnacht
der Kindle Paperwhite und Amazon Fire TV an der Spitze. Das AC/
DC Album Rock or Bust war das
meistgekaufte Album, während
Grand Theft Auto V und FIFA 15
die Video-Spiel-Charts anführten.
Zu den Büchern, die sich am Häufigsten unter den Weihnachtsbäumen bzw. in den eReader fanden,
gehören u.a. „Gregs Tagebuch 9 –
Böse Falle!“ von Jeff Kinney, „Der
Junge muss an die frische Luft:
Meine Kindheit und ich“ von Hape Kerkeling und „Passagier 23“,
ein Psychothriller von Sebastian
Fitzek. Die beliebesten DVDs waren „Die Eiskönigin“, „Monsieur
Claude und seine Töchter“, „Drachenzähmen leicht gemacht 2“
und „Der Hobbit: Smaugs Einöde“.
Kunden, die auf amazon.de bestellten, ließen ihre Geschenke in
insgesamt 75 verschiedene Länder
liefern. Weltweit stellte der OnlineHändler zu Weihnachten in 185
Länder zu. Damit hatte amazon.de
2014 das bisher beste Weihachtsgeschäft und verzeichnete in der
letzten Woche vor Weihnachten
20% mehr Bestellungen gegenüber
dem Vorjahr. Die Kategorie Beauty wuchs um 80% und damit am
stärksten. (red)
amazon.de-Kunden ließen ihre
Geschenke in 75 Länder ausliefern.
darauf spezialisiert, Websites,
E-Commerce-Lösungen und Individualsoftwaren zu konzipieren.
53% der Österreicher informieren sich zuerst online über ein Produkt, bevor sie es anschließend im
Geschäft kaufen. Umgekehrt sind
es 18%, die zuerst in den Laden
gehen und anschließend online bestellen. ,,Sogenannte Omni-Channel-Lösungen holen die Kunden
da ab, wo sie gerade sind – egal ob
im Geschäft, vor dem Laptop oder
mit dem Smartphone unterwegs.
Den Vertrieb über Ladengeschäft,
Online-Shop und mobile Anwendungen optimal zu nutzen wird
immer wichtiger, um die Lücke
zwischen Hersteller, stationärem
Handel und Online-Handel zu
schließen“, erklärt GF Christian
Immitzer. Um diese Lücken zu
schließen entwickelt Syreta individuell angepasste E-BusinessLösungen, die sämtliche Kanäle
abdecken. ,,Derzeit arbeiten wir an
der Umsetzung eines innovativen
Omni-Channel-Konzepts, das gerade für Hersteller, die über den
Fachhandel vertrieben werden, interessant ist“, kündigen die beiden
Syreta-Geschäftsführer an, deren
Retail Management-Software Lifecycle Tool neue Maßstäbe in der
Organisation von Marketing-Kampagen setzen soll. (nn)
© Syreta
2014 gaben die Österreicher durchschnittlich 387 Euro für Geschenke aus.
Die Syreta-GF Christian Immitzer und Alexander Palnik möchten mit E-BusinessLösungen die Lücke zwischen Hersteller, Online- und stationärem Handel schließen.
r e ta i l & pr odu c e r s
16 – medianet retail
Freitag, 16. Jänner 2015
Einzelhandel Weniger Einzelhandel, zunehmende Leerstandsquoten, mehr Treffpunkt, umfassendes Gastronomie-Angebot
short
Shoppingzonen werden
zum Haifischbecken
© dpa/dpa-Zentralbild/Z1018 R. Hirschberger
Schlechtes Weihnachtsgeschäft für Richemont
Im vergangenen Jahr eröffneten vor allem internationale Handelsketten in Österreichs Shoppingzonen.
Wien. eCommerce, Überalterung
und Expansionshunger – so steckt
die Beratungsgesellschaft Standort
+ Markt die aktuellen Parameter
der Handelsbranche ab. Antworten auf Fragen danach, was sich
in der räumlichen Handelslandschaft und beim Kaufverhalten der
Österreicher konkret tut, bietet das
Unternehmen mittlerweile jährlich
in einem detaillierten Einzelhandelsbericht. Für das Jahr 2014
analysierten die Experten die Handelszonen der 18 größten Städte
Österreichs.
Insgesamt rund 8.800 Shops gibt
es in den begutachteten Handelszonen, die Geschäftsfläche beträgt
fast 1,5 Mio. m2. „Wenn man sich
nun die innerstädtischen Einzelhandelsensembles hinsichtlich
ihrer Geschäftsflächenkapazitäten
ansieht, dann führt dieses Ranking
– und das ist keine Überraschung –
die Wiener Mariahilfer Straße an“,
erklärt Roman Schwarzenecker
von Standort + Markt. Trotzdem
hat sich die Geschäftsfläche der inneren Mariahilfer Straße aufgrund
der Umkonzeptionierung von La
Stafa verringert.
Bellevue. Der Schweizer Uhrenund Schmuckkonzern Richemont hatte das schwächste
Weihnachtsgeschäft seit Jahren. Trotz gut laufender Geschäfte in Europa, Amerika und
im Nahen Osten wurden die Gewinnzahlen durch Rückgänge
in Asien, vor allem in Hongkong
und Macao aufgezehrt, teilte
der Konzern mit. Angeblich
hielten die Protestbewegungen
das Feiertagsgeschäft auf. (APA)
Einzelhändler Ahold
erzielt große Gewinne
Amsterdam. Der niederländische
Konzern Ahold verzeichnet in
den USA ein Umsatzplus von
knapp 8% und übertraf damit
die eigenen Erwartungen. Der
Nettoumsatz des vierten Quartals liegt damit bei 8,06 Mrd. €.
Auch in den Niederlanden stieg
der Umsatz um 4,5%. Zum guten
Geschäft trugen u.a. die Eröffnungen neuer Filialen bei. Am
Heimmarkt ist Ahold Branchenführer, 60% des Erlöses erzielt
der Einzelhändler mit Supermärkten in den USA. (APA)
Leerstandsquote nimmt zu
Doch die Untersuchung zeigt
auch, dass der Leerstand in den
insgesamt 22 begutachteten City-Shoppingzonen mit 4,3% nur
geringfügig höher liegt, als in Österreichs Shopping Centern (3,6%).
„Ruft man sich aber die letztjährige
Auswertung ins Gedächtnis, so ist
eine Verschlechterung der Leerstandsquote um einen Prozentpunkt
feststellbar“, so Schwarzenecker.
Die geringste Leerstandsquote
weist derzeit die Meidlinger Hauptstraße in Wien auf. Außerdem be-
Starker Umsatzrückgang
im US-Einzelhandel
Washington. Für US-Einzelhändler lief das Weihnachtsgeschäft
schlechter als üblich – der Umsatz fiel wider der Prognosen
um 0,9% zum Vormonat. Fast
alle Branchen meldeten am
Jahresende ein Minus. Trotz
gesunkener Benzinpreise, so
BayernLB-Ökonomin Christiane von Berg, macht der Handel
wenig Profit. Der Einzelhandel
macht ca. 30% des privaten
Konsums in den USA aus. (APA)
Hannes Lindner ist geschäftsführender Gesellschafter von Standort + Markt bilanziert: „Retail Parks sind Wachstums-Kaiser.“
Laden-Mietpreise. Durchschnittlich liegt dieser nämlich bei 60 €/
m2 in den A-Lagen, in den B-Lagen
hingegen bei lediglich 21 €.
obachtbar ist ein zunehmender
Konzentrationsprozess im Handel
in den Cities. Dagegen verlieren
die Nebenlagen und Seitenstraßen
weiter an Bedeutung. Betrachtet
man die landesweiten Shop-Neueröffnungen des vergangenen Jahres,
so handelt es sich überwiegend um
Geschäfte und Marken internationaler Handelsketten: COS (H&M),
Bershka (Inditex), Hard Rock Cafe,
Vapiano und so weiter.
Es kann also durchaus behauptet werden, dass eine gewisse
Verdrängung kleiner Boutiquen
und Fachgeschäfte aus den sogenannten A-Lagen der Shoppingzonen stattfindet. Erklären lässt
sich dieses in vielen europäischen
Städten beobachtbare Phänomen
unter anderem mit der Höhe der
Retail Parks wachsen
In den 15 größten Städten Österreichs wiederum fand (innerhalb
des Beobachtungszeitraums und
auf die analysierten Shoppingzonen bezogen) sogar ein Flächenwachstum statt – plus 3,2%. „Der
sogenannte Wachstums-Kaiser
war primär die Agglomerationsklasse Retail Parks (+8,5%). Auf
dem zweiten Platz folgen die Fachmarktagglomerationen (+6,7%)“,
führt Hannes Lindner von Standort
+ Markt aus. Auffallend ist, dass
sich in diesen Agglomerationen
immer stärker Kurzfristbedarfsanbieter – also Supermärkte, Verbrauchermärkte, Drogeriemärkte
und Lebensmitteldiskont – etablieren, „eine raumordnungstechnisch
fragwürdige Entwicklung, bieten
doch diese unkoordiniert gewachsenen Agglomerationen weder aus
Konsumentensicht, noch aus der
Perspektive des Einzelhandels zeitgemäßen Komfort“, so Lindner.
Gesamt geschäf t sfl ächen
RangLocation
1.
Wien, Mariahilfer Straße
2.
Graz
3.
Wien, City
4.
Linz
5.
Innsbruck
Quelle: Standort + Markt, 2015
Fisch ASC-Zertifikat für Nachhaltigkeit und Transparenz
DLG-Medaillen Sechs Jahre hintereinander ausgezeichnet
Molln. Der öberösterreichische
Fischzuchtbetrieb Eisvogel mit
Standorten in Österreich und Italien erhielt im Dezember 2014 eine
Zertifizierung nach den Richtlinien des „Aquaculture Stewardship Council“ (ASC). Das Siegel
garantiere „dem Kunden einen
transparent nachhaltigen und verantwortungsvollen Umgang mit
der Natur, der Fischerei und den
Beschäftigten“, betont CEO Hubert
Bernegger. Dabei würden unter
Unterradlberg. Für die Privatbrauerei Egger hat der kürzlich von der
DLG (Deutsche LandwirtschaftsGesellschaft) durchgeführte Biertest ein erfreuliches Ergebnis gebracht: Sieben Produkte wurden
„vergoldet“, darunter das Egger
Märzen und das neue alkoholfreie
Egger Zisch. Die Auszeichnungen
der Deutschen LandwirtschaftsGesellschaft DLG zählen zu den
bedeutendsten Qualitätsprämierungen der Lebensmittelbranche.
Öko-Logo für Eisvogel-Zuchtfische Egger räumt sieben Mal Gold ab
© Eisvogel
Ex-Chef von dayli, Rudolf Haberleitner, weist Betrugsvorwürfe zurück.
ASC-Zertifikate garantieren u.a. einen
nachhaltigen Umgang mit der Natur.
anderem Aspekte wie die Wasserreinheit, die Fischgesundheit, die
Erhaltung der Artenvielfalt und
der Wildpopulation sowie die Futternanforderungen in den Fischzuchten geprüft.
Zertifizierte Aquakultur
Die Fischproduktion Eisvogel gehört mithin zu den führenden Unternehmen der Branche in Europa
und produziert jährlich rund 2.200
t Produkte – darunter Frischfische,
Tiefkühlfische, geräucherte Fische
und Meeresfrüchte. Unter dem
ASC-Siegel sei die Qualität und
Nachhaltigkeit der Produktionskette nun „messbar“, so Bernegger,
und zwar vom Eimaterial bis zum
fertigen Speisefisch.
Die Firma zählt sich außerdem
zu den weltweit ersten Anbietern
von ASC-zertifizierten Saiblingen
und Bachforellen. Die EisvogelFischzucht ist im italienischen
Friaul beheimatet, die Veredelung
der Frischfische findet dagegen
in der Produktionsstätte Österreich/Moll statt. Der Betrieb feiert
50-jähriges Bestehen beschäftigt
derzeit 92 Mitarbeiter. (red)
„Dass gleich sieben unserer Produkte mit Gold und damit mit der
bestmöglichen Bewertung ausgezeichnet wurden, freut uns natürlich sehr und ist der Beleg für
unsere kompromisslose Qualität“,
zeigt sich Bernhard Prosser, GF
für Marketing und Verkauf, stolz.
„Dass unsere Biere bereits im
sechsten Jahr hintereinander vergoldet wurden, beweist, dass Egger
kontinuierlich zu den besten heimischen Brauereien gehört.“ (red)
© Privatbrauerei Egger
© APA/Herbert Neubauer
dayli unter Verdacht der
Wirtschaftskriminalität
Pucking. Die im Juli 2013 in Insolvenz geratene Handelskette
dayli steht unter Verdacht
auf betrügerische Krida, fahrlässige Beeinträchtigung von
Gläubigerinteressen und Betrug, teilt Thomas Haslwanter,
Sprecher der Wirtschafts-und
Korruptionsstaatsanwaltschaft
(WKStA), in einem Bericht mit.
Ermittelt werde gegen den ExChef und Eigentümer Rudolf
Haberleitner, der jedoch die
Vorwürfe zurückweist. Die
Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Linz hätten einen Schaden von 5 Mio. € ergeben. (APA)
© Rainer Mirau
daniela prugger
Luxusmarke Richemont verzeichnet
Absatzrückgang um 12% in Asien.
Egger-Chef Bernhard Prosser freut sich über den DLG-Medaillenregen für sein Bier:
sieben mal Gold als Beweis, dass Egger zu den besten Brauereien gehört.
pr odu c t n e ws
Freitag, 16. Jänner 2015
medianet retail – 17
Die Süße der Schokolade in der
Tafel, als Keks und im Bier
Product News Lila Lieblinge-Tafeledition, Leibniz Black’n White sowie Männerschokolade aus der Stieglbrauerei.
© Mondelez (3); Bahlsen; Stieglbrauerei
Die Bio-Bierspezialität
„Männerschokolade“
– veredelt mit einer
Kakaomischung aus
dem Hause Zotter –
eröffnet 2015 den
Reigen der StieglHausbiere, die
Bierliebhaber das
ganze Jahr über
erfreuen. Die
Kombination aus
Stout-Bier mit
Kakao offenbart
sich schon beim
Einschenken mit
einer üppigen,
cremigen
Schaumkrone
und versüßt den
Biergenuss.
Limited Edition
Lila Lieblinge-Tafeledition
100 g-Tafeln
Mondelez
LEH
www.milka.at
Jedes Jahr erfindet sich der Leibniz Choco
Keks neu und ist exklusiv unter dem Namen
„Leibniz Choco des Jahres“ als Limited Edition
erhältlich. Für das Jahr 2015 zeigt sich der
wohl bekannteste Keks erstmals als knuspriger
Kakaokeks mit weißer Schokolade in SchwarzWeiß – ein echter „Trendsetter“, sozusagen.
Kategorie
Produkt
Packung
Vertrieb
Distribution
Info
Limited Edition
Leibniz Choco des Jahres
Black’n White
125 g
Bahlsen
LEH
www.bahlsen.at
(c) Karelly | www.lupispuma.com
Kategorie
Produkt
Packung
Vertrieb
Distribution
Info
Milka bringt zur „Lila
Lieblinge Promotion“ im
„Lila Lieblinge“-Design
drei Sorten als limitierte
Auflagen heraus: Milka
à la Vanillepudding,
Milka Karamell und
Milka Milchcrème mit
Haselnusskrokant. Beim
Kauf von mindestens fünf
Milka-Produkten gibt es
im süß sortierten LEH
einen Milka PlüschkuhSchlüsselanhänger
gratis dazu.
Kategorie
Limited Edition
ProduktMännerschokolade
Packung
0,75 l-Einwegflasche
Vertrieb
Stieglbrauerei
Distribution Gastronomie,
Stiegl-Braushop
Info
www.stiegl.at
DLG Grieskirchner prämiert
Gold fürs Pils
© Brauerei Grieskirchen
Grieskirchen. Die DLG (Deutsche
Landwirtschafts-Gesellschaft)
zeichnete erneut das Grieskirchner Pils mit einer Goldmedaille
aus. Das Hauptprodukt der Regionalbrauerei konnte
die Expertenjury
bei der DLG-Prämierung 2015 von
seiner Reinheit und
der hohen Qualität
des Geschmacks
überzeugen. Die
DLG-Prämierung
basiert auf internationalen
wissenschaftlichen Qualitätsstandards und
erstellt für
jedes teilnehmende Bier
ein Expertengutachten.
(red)
Christoph Strasser, Weltrekordhalter und Sieger des RAAM (Race Across America) 2011, 2013, 2014
D
Weltrekord mit Wiesbauer
ank Christoph Strasser, dem 3-fachen
RAAM (Race Across America) Sieger
und Weltrekordhalter aus Leoben. Christoph
verfolgt seine Ziele mit hoher Professionalität
sowie einer unglaublichen Hingabe und das
gefällt uns bei Wiesbauer.
Wenn´s um die Wurst geht
Wir könnten nahezu jede Wurst vollautomatisch produzieren. Allerdings wäre es dann
keine Wiesbauer mehr. Denn eine Maschinenwurst erreicht nie den Geschmack und die
Qualität echter Handarbeit. Ob Wurst oder
Schinken, nur Menschen, die mit Leidenschaft
und Hingabe am Werk sind, schaffen gleichbleibend hohe Qualität und das schmeckt man.
Wie aus Wasser Geschmack wird
Maschinen kennen nur Befehle, kein Engagement, keine Phantasie. Menschen schon.
Für unseren ohnehin schon ausgezeichneten
Wurzelspeck etwa, haben wir ein eigenes Trocken- und Ruheprogramm entwickelt.
So verliert der Speck sanft an Feuchtigkeit
und das Aroma wird noch feiner. Für unsere
Kunden bedeutet das: weniger Wasser, mehr
Fleisch, mehr Geschmack.
Wir sagen dazu: typisch Wiesbauer.
Ein Pils mit
Medaille: Grieskirchner wird von
der DLG mit Gold
ausgezeichnet.
Anz Radmarathon_216x288.indd 1
13.01.15 11:30
sh op ta l k
18 – medianet retail
Freitag, 16. Jänner 2015
Neue Lehrlingsaktion
Philips neujahrscocktail 2015
© Philips Austria/APA-Fotoservice/Schedl.
© Spar
1
Bewerbungen werden ab sofort entgegengenommen; auf die Jugendlichen
warten viele Prämien und eventuell ein kostenloser B-Führerschein.
Engagierten Lehrlingen winken viele tolle Prämien
2
3
4
1. Reinhard Hilgert, Bundesminister Andrä Rupprechter und Robert Körbler; 2. Norbert Kolowrat und Rudolf Koch;
3. Bernd Wachter freut sich über den Spenden-Scheck; 4. Frank Hensel und Wolfgang Anzengruber.
Philips Austria lud zum Feiern und Networken
Großes Leuchten
Robert Körbler
begrüßte seine
Gäste mit einer
Ansprache.
Cocktail-Feier Am 13. Jänner lud der Philips Konzern zum alljährlichen Neujahrscocktail ins Euro Plaza. Generaldirektor Robert Körbler begrüßte,
gemeinsam mit den beiden Geschäftsführern Reinhard Hilgert und Rudolf
Koch, rund 400 gut gelaunte Gäste aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und
Gesundheitswesen. Unter ihnen Wolfgang Anzengruber (Verbund), Frank
Hensel (Rewe) und Bundesminister Andrä Rupprechter, der in seiner
Neujahrsansprache einen Ausblick für das bevorstehende Weltklimaabkommen in Paris gab. „Innovative Lösungen für Gesundheit und
Wohlbefinden sowie Energieeffizienz und Connected Lighting werden die Leitthemen für Philips im neuen Jahr sein“, kündigte Körbler
an und übergab einen Scheck in Höhe von 10.000 € an Bernd Wachter von der Caritas. Die Spende soll dem Philips Schülerfonds der
Caritas zugutekommen. Die Initiative unterstützt seit elf Jahren armutsgefährdete österreichische Familien. Für Unterhaltung sorgten
die Schlagzeugprofis von Drum Stars, die das Publikum mit Trommelrhythmen und großartigen Lichteffekten begeistern konnten. (nn)
2010
© Metro/Prinz Wolfgang Photography
Lehrlingsoffensive Spar nimmt auch 2015 wieder österreichweit 900
neue Lehrlinge auf. Die Jugendlichen beginnen mit der Ausbildung
im August oder September. Der Ansturm auf die offenen Lehrplätze
hätte, laut Spar-Lehrlingsverantwortlichem Stephan Handstanger,
bereits begonnen. „Wir freuen uns auf freundliche und kommunikative Jugendliche, die gern mit Menschen zusammenarbeiten und
uns zeigen wollen, was sie können“, so Handstanger. Die beliebten
Ausbildungsplätze werden in 17 verschiedenen Lehrberufen angeboten. Die Bandbreite reicht vom klassischen Einzelhandel und
der Feinkost bis zur Bürolehre. Neben der Lehrlingsentschädigung
gibt es Prämien für gute Praxis-Leistungen und Berufsschulzeugnisse. Lehrlinge, die in beiden
Bereichen erfolgreich sind,
kriegen darüber hinaus den
B-Führerschein bezahlt. Wie
es den Jugendlichen bei Spar
ergeht, kann im Lehrlingsblog
nachgelesen werden; seit SepDie 66. Spielwarenmesse findet
tember bloggen nämlich vier
heuer vom 28.1. bis 2.2. in
Lehrlinge aus Wien, Salzburg
Nürnberg statt. Alle Neuheiten
und der Steiermark über ihren
der Spielwarenwelt werden auf
Alltag beim Lebensmittel170.000 m2 vorgestellt.
händler. Nähere Informationen gibt‘s unter www.spar.at/
www.spielwarenmesse.de
lehre.
(red)
Inside
Produkt des tages
Kopf des Tages
Marcus Schlich
(41) ist seit 1.
Jänner neuer
Head of Marketing & Branding bei Metro
Cash & Carry
Österreich. Der
Einzelhandelskaufmann begann seine Karriere bei Karstadt und wechselte
danach zum internationalen
Handelshaus Watson nach
Hong Kong. Von 2007 bis 2009
arbeitete er als strategischer
Einkäufer für Heimtextilien
und Arbeitsbekleidung erstmals bei Metro und war danach
beim Real SB Warenhaus tätig.
Seit 2013 mischt Schlich wieder
bei Metro mit. ,,Mein Fokus
in dieser Position wird darauf
liegen, die Kommunikation mit
unseren Kunden zu verstärken
und zu beschleunigen“, kündigt
der gebürtige Essner an.
Spar nimmt heuer
900 Lehrlinge auf
sines
s
d
die finstere brille
Ich zähle täglich
meine Nüsschen
Christian Novacek
V
© Heidi’s Best
Entspannung Wer seinem Vierbeiner etwas Gutes tun möchte, ist mit
der neuen und bisher einzigartigen Kräuterdecke für Hund und Katze
gut bedient. Das Innenkissen ist mit einer speziellen Kräutermischung
für Katzen bzw. Hunde gefüllt. Baldrianwurzel, Lavendel, Hirse sollen
bei der Entspannung helfen und beruhigend auf die Haustiere wirken.
Himalaya-Salz hilft bei Gelenksbeschwerden, während Dinkel und Zirbenholz die Durchblutung fördern, den Herz-Kreislauf stärken und bei
Schlafstörungen und Wetterfühligkeit helfen sollen. Die Kräuterdecken
sind nach Öko-Tex 100 zertifiziert und je nach Größe bereits ab 39,90 €
erhältlich. www.heidisbest.at
erstärkt habe ich den Eindruck, es geht nur darum, also um
den Preis natürlich. Bei Rewe ist das schön nachvollziehbar,
weil Kundenkartenbesitzer die Preiskeule nicht nur per Flugblatt, sondern auch per Mailings verpasst kriegen. Von Billa erhält
man dieser Tage (extra) Rabatte bis zu 15 Prozent, bei Merkur gibt‘s
das Nämliche für vier Einkäufe im Monat. Daraus folgert schön langsam ein Lagerungsproblem. Weil wenn‘s so günstig ist, kauft der gemeine Gierschlund mehr, und ich fühl mich schon wie ein Eichhörnchen im Nüsschenlager. Selbst daran hab ich schon gedacht: Wie
wärs mit ein paar haltbaren Lebensmitteln mehr in der Wohnung
und stattdessen ein bissl Elektronikschrott weniger? Das Lebensmittelhamstern lässt sich heutzutage sowieso super rechtfertigen,
es gibt in den USA eigene Serien drüber, die heißen dann halt nicht
„der Lebensmittelhamster“, sondern „Survival irgendwas“. Leider,
wenn der Preis seine Furchen ins Sortiment schlägt, bleibt halt eins
zusehends über: die Qualität. Das wird keiner zugeben, dass hier ein
Problem dräuen könnte. Aber für mich grobsinnlich wahrnehmbar
ist etwa, dass bei Billa im Wurstregal die Marke Ja! Natürlich aktuell
deutlich reduziert scheint – oje.
c.novacek@medianet.at
Di e z a h l m it d e m a ha -e f f e kt zum Weitererzählen
Brillant 2010 wurde eine Pizza für 10.000 Bitcoin verkauft; das entsprach damals
einem Wert von etwa 30 €. Beim heutigen Wechselkurs sind es 1,7 Mio. €.
medianet
INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.
freitag, 16. jänner 2015 – 19
© Pantermedia
Pioneer Investments
Das Fondshaus lanciert ein Produkt mit
halbjährlicher Ausschüttung Seite 21
© Panthermedia
financenet
weltweit weniger pleiten
Der Kreditversicherer Prisma ist für heuer
zuversichtlich, Österreich schert aus Seite 23
fonds
retailanleger
sind zurück
© Erste Asset Management/Stephan Huger
Rohstoffe: Die Mine
liegt mitten in der Stadt
ATX
7.1.–14.1.2015
ATX (Schluss 14.1.) 2.122,08 -2,19%
Wochentop Wochenflop FACC
SBO 11,62%
-11,10%
Top 5 ATX Prime
FACC11,62%
Warimpex10,53%
Do&Co7,75%
AT&S7,29%
Telekom Austria
7,16%
Flop 5 ATX Prime
Schoeller-Bleckmann-11,10%
Raiffeisen Bank International -8,88%
voestalpine-8,27%
OMV -3,36%
Kapsch TrafficCom
-3,08%
DAX
© Gesellschaft für Ökologie und Abfallwirtschaft; Panthermedia.net/Silvia Koerner
7.1.–14.1.2015
DAX (Schluss 14.1.) 9.817,08 3,10%
Wochentop Wochenflop Fresenius 8,48%
RWE -8,34%
Top 5 DAX
Fresenius8,48%
Continental6,88%
Daimler6,21%
Dt. Telekom
5,81%
Bayer5,79%
Urban Mining Mit der Explosion der Rohstoffpreise wurde auch ihre Suche in
Abrissgebäuden und Altdeponien rentabel. Momentan leidet die Branche zwar
unter einem Preisrückgang, meint Entsorger Gerhard Schauerhuber, doch der
langfristige Trend zeigt nach oben – eine „Goldmine“ auch für Anleger. Seite 20
Flop 5 DAX
RWE-8,34%
ThyssenKrupp-6,19%
E.ON-5,16%
Lanxess-2,88%
Commerzbank-1,35%
Aufgabe der Franken-Stützung Experten sprechen von Schock, Glaubwürdigkeit der Notenbank stehe auf dem Spiel
inhalt
Helle Aufregung nach unerwartetem Schritt
Capital:Markets
> Joma hält 87% an C.A.T.oil 20
> Valneva erhöht Kapital 20
Fonds:Park
>S
choellerbank-Experte warnt
vor High-Yield-Fonds 21
23
23
Insurance:Watch
>O
ÖV entwickelt neue
Basisrisikovorsorge 24
> 2014 war mildes Jahr für
Versicherungen weltweit 24
© APA/EPA/Peter Klaunzer
Banking
>U
S-Banken: Dividendenträume sind gefährdet >O
berbank plant weitere
sieben Filialen Für die Schweizer Exportindustrie dürfte
der SNB-Schritt ein herber Schlag sein.
Zürich. Die Aufhebung des FrankenMindestkurses durch die Schweizer Nationalbank (SNB) ist für den
Chefökonomen der Schweizer Bank
UBS eine große Überraschung. „Ich
stehe unter Schock; das ist starke
Medizin“, sagte Daniel Kalt in einer
ersten Reaktion. Ein Schock ist der
Schritt auch für heimische Fremdwährungskreditnehmer. Noch
drastischer die Worte von Nick
Hayek, Chef des Uhrenherstellers
Swatch: „Ich befürchte einen ,Tsunami‘ für die ganze Schweiz; mir
fehlen die Worte“
Die Aufgabe des Euro-Mindestkurses durch die Schweizer Noten-
banker hat einen Kurssturz an der
Züricher Aktienbörse ausgelöst. Der
Leitindex SMI brach am Donnerstag um bis zu 14% ein – der größte
Verlust seiner Geschichte. Die dort
gelisteten Unternehmen büßten
zusammen etwa 140 Mrd. Franken
(rund 117 Mrd. Euro) an Marktkapitalisierung ein; das entspricht in etwa der Schweizer Wirtschaftsleistung eines Quartals.
Da die SNB den vor mehr als
drei Jahren eingeführten EuroMindestkurs (1,2 Franken je Euro)
nicht mehr durch Stützungskäufe
verteidigen will, brach der Kurs der
Gemeinschaftswährung um bis zu
28% ein – so stark wie noch nie. Dabei markierte er mit 0,8639 Franken ein Rekordtief. In seinem Sog
geriet der Euro auch zum Dollar
ins Rutschen und fiel auf ein NeunJahres-Tief von 1,1665 Dollar.
SNB-Chef Thomas Jordan verteidigt den Schritt und verneint, dass
die SNB faktisch zu dem Schritt gezwungen war; er sei zuversichtlich,
dass die Zinspolitik den FrankenAuftrieb bremsen könne.
Raiffeisen-Chefanalyst Peter Brezinschek rechnet damit, dass sich
in zwei bis drei Wochen ein neues
Kurs-Gleichgewicht bei 1,10 bis
1,13 Franken einpendeln werde. (ag)
f i n a n c e : c ov e r
20 – financenet
Freitag, 16. Jänner 2015
Urban Mining Jahrhundertelang wurden auch wertvolle Materialien, einst Baustoffe, einfach unbeachtet gelassen
kolumne
Schatzsuche in der Stadt
Euro, Öl und Glück
im Neuen Jahr
Steigende Rohstoffpreise brachten einen Trend: Urban Mining sieht die Stadt als Rohstoffquelle.
schaft, Energie und Transport und
rund 249.000 Mitarbeitern (ISIN:
FR0000124141) sowie Séché Environnement (ISIN: FR0000039109)
sehr aktiv.
In Deutschland lohnt sich
ein Blick auf Interseroh (ISIN:
DE0006209901) und Alba (ehemals
Interseroh; auf die Sekundärrohstoffe Stahl- und Metallschrott
spezialisiert; ISIN: DE0006209901).
In den USA ist der Kurs der Rock
Tenn Co. (ISIN: US7727392075)
heuer bereits stark gestiegen; man
traut dem Unternehmen, das unter anderem auch im RecyclingBereich aktiv ist, aber durchaus
weitere Kursgewinne zu.
Die Aktie des Unternehmens
lief im Vorjahr eher „mau”, hat aber
Fantasie: Erst vor wenigen Tagen
wurde ein Entsorgungs-Auftrag
des Pharmariesen Boehringer am
Standort im deutschen Biberach
übernommen.
Reinhard Krémer
Wien. Über Jahrzehnte wurden
Bodenschätze in die Städte verfrachtet und beispielsweise in
Hochhäuser, Handys und Autos
verbaut. Diese „Stillen Reserven“
will man seit einigen Jahren in den
Wirtschaftskreislauf zurückholen.
Die Größenordnungen sind beträchtlich, denn schon die beim
Bau verwendeten Metalle machen
eine beträchtliche Menge aus: In
einer 100 Quadratmeter-Wohnung
stecken bis zu 7,5 Tonnen davon,
vor allem Stahl in den tragenden
Konstruktionen. Bei Aluminium
oder Kunststoffen kommt – rein
statistisch gesehen – auf jeden Bewohner der Bundeshauptstadt je
eine Tonne.
reinhard krémer
N
a geh“, könnte der geschätzte Leser sagen,
„mit Plattitüden kommt
er uns jetzt daher!“ Na ja,
meint Ihr geneigter Schreiber, so einfach ist es nicht.
Weil nämlich: Dass der Euro
stark gesunken ist, ist wie
ein warmer Sommerregen
im Winter, das war hier und
auch anderswo schon zu lesen. Auch die österreichische
Exportwirtschaft, die zuletzt
einen ordentlichen Dämpfer
abbekommen hat, wird davon
profitieren.
Die Preisrichtung ist klar
Im Oktober sind nämlich
die heimischen Ausfuhren
um satte 4,4 Prozent im Jahresabstand zurückgegangen.
Einen Einbruch gab es – no na
net – im Russland-Geschäft.
Dort gingen sie von Jänner bis
Oktober um 77 Mio. Euro oder
an die acht Prozent zurück.
Kumuliert ab Jahresbeginn,
ergibt sich für Österreichs
Exporte also gerade noch ein
kaum sichtbares Wachstum
von 0,6 Prozent. Für Deutschland liegen bereits neuere Zahlen vor; dort sind die Exporte
im November um 2,1 Prozent
im Vergleich zum Vormonat
zurückgegangen – weit stärker
als von Analysten erwartet.
Jedes Prozent also, das der
Euro zum US-Dollar bröckelt,
ist ein weiterer kräftiger Schub
für die Wirtschaft.
Ölpreis geht unterirdisch
Nicht im Urban-Mining-Bereich, aber als Entsorger tätig ist
die deutsche MVV Energie (ISIN:
DE000A0H52F5). Der Versorger gewinnt aus Abfall Energie; die Dividendenrendite der Aktie wird heuer bei mehr als 3,5 Prozent liegen,
wie Experten berechneten.
Entsorger Gerhard Schauerhuber: Matte Konjunktur drückt auch auf Stadt-Mineure.
auf der Nachfrageseite in Verbindung gebracht, der eng mit der
fortschreitenden Globalisierung
der Weltwirtschaft in Zusammenhang steht.
urban mining
Damit rückt also alles, was an
kostbaren Rohstoffe auch in den
Wänden abrissreifer Gebäude, auf
längst vergessenen Mülldeponien
und ausgedienten elektronischen
Geräten liegt, in den Fokus „urbaner Mineure”, die heuer mit
der neuen Recyclingbaustoffver-
ordnung hieruzulande erstmals
gesetzliche Rahmenbedingungen
erhalten.
Anleger können in Österreich nur indirekt über Aktien von
Bauunternehmen, die in diesem
Segment engagiert sind, profitieren: mit Aktien der Porr AG (ISIN:
AT0000609607) oder der Strabag
(ISIN: AT000000STR1). Bei beiden
ist der Prozentsatz an der Konzernleistung aber nicht sehr hoch.
Mehr Auswahl gibt’s im Ausland: In Frankreich sind Veolia
mit den Geschäftsschwerpunkten
Wasser/Abwasser, Abfallwirt-
Neutral Goldman Sachs
Agrana Zahlen wenig süß
C.A.T. oil Joma hat 87%
Valneva 45 Mio. Euro
Ternitz. Analysten von Goldman
Sachs haben in einer aktuellen
Branchenstudie ihr Kursziel für
die Aktien des heimischen Ölfeldausrüsters Schoeller­Bleckmann
Oilfield Equipment (SBO) von 72
auf 46,4 Euro gekappt. Das Anlagevotum für den Weltmarktführer
bei Hochpräzisionsteilen für die
Oilfield Service-Industrie wird unverändert mit „Neutral“ angegeben.
Nach unten revidiert wurden auch
die Gewinnerwartungen. (APA/red)
Wien. Der börsenotierte Zucker-­,
Stärke-­und Fruchtkonzern Agrana hat wie schon im ersten Halbjahr auch im 3. Geschäftsquartal
2014/15 Einbußen bei Umsatz und
Gewinn erlitten. Die Erlöse sanken von 693,7 auf 629,2 Mio. Euro
und der Konzern-­Periodengewinn
schrumpfte auf 21,1 (33,4). In den
ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres gingen die
Umsätze im Vergleich zum letzten
Berichtszeitraum um 15,3 Prozent
von 2,259 auf 1,914 Mrd. Euro zurück, und das Periodenergebnis
sank auf 82,0 (102,6) Mio. Euro.
Das EBIT lag im 3. Quartal (September bis November) bei 37,4
(48,4) Mio. Euro und in den ersten
neun Monaten mit 124,4 (152,6)
Mio. Euro um 18,5% tiefer. In den
Segmenten Zucker und Frucht war
das EBIT durch geringere Erlöse
belastet, im Segment Stärke konnte
es erhöht werden.
Vor allem der fortgesetzte Zuckerpreisverfall sowie Einmalkosten für Restrukturierungen am
österreichischen Fruchtzubereitungs-Standort Kröllendorf belasteten die Profitabilität der Gruppe,
meldet die Agrana. (APA/red)
Wien. Der neue Großaktionär
Joma kontrolliert nach Ende des
Übernahmeangebots für Aktien
des in Frankfurt börsenotierten
österreichischen Ölunternehmens
C.A.T. oil 87,07% der Gesellschaft.
Die Joma Industrial Source Corp
steht im Alleineigentum des französischen Ölmanagers Maurice
Dijols und hatte am 11. Dezember
2014 ein Pflichtangebot für Aktien der C.A.T oil mit Frist bis zum
8. Jänner 2015 gelegt. (APA/red)
Wien. Die neue börsenotierte Biotechfirma Valneva, aus dem Zusammenschluss der Wiener Intercell mit der französischen Vivalis
entstanden, plant eine Kapitalerhöhung im Ausmaß von 45 Mio.
Euro. Dabei soll es für jeweils 34
bestehende Stammaktien 11 neue
Stammaktien zum Bezugspreis
von 2,47 Euro pro Stück geben, wie
Valneva mitteilte.
Die Zeichnungsfrist begann gestern (15.1.) und läuft bis 28. Jänner. Für ein Volumen von rund
20 Mio. Euro liegen laut Valneva
schon Zeichnungszusagen von
einem von Athyrium Capital Management LLC verwalteten Fonds,
von Bpifrance, von Capital Ventures International und von Groupe Grimaud la Corbière vor.
Finanziert werden soll mit dem
auf 42 Mio. Euro geschätzten Erlös
aus der Bezugsrechtsemission der
Kauf von Lizenzen für den Impfstoff Dukoral sowie einer Produktionsanlage im schwedischen Solna.
Basierend auf dem Schlusskurs
der Valneva-Aktien von Montag
dieser Woche, beträgt der theoretische Wert der Bezugsrechte je
0,38 Euro. (APA/red)
SBO-Kursziel
© SBO
„Ein Glück, nicht wahr?“,
könnten Sie jetzt meinen. „Ja
aber...“ hält Ihr Schreiber entgegen. „Was, aber??“, meinen Sie
vielleicht schon leicht entnervt.
Aber was ist mit dem Ölpreis?
Der wird ja in US-Dollar pro
Faß abgerechnet. Und wenn
der Euro zum Dollar nach
Süden zieht, explodieren bei
uns die Öl-Kosten. Und das ist
ganz schlecht für alle. Ja, und
da haben wir jetzt also doppeltes Glück, denn die in der
OPEC noch immer führenden
Saudis haben beschlossen, den
Ölpreis einfach im freien Fall
zu lassen. Riads Ölminister
Ali al-Naimi hat schon beim
letzten OPEC-Treffen in Wien
eine Drosselung der Förderung
verhindert – und hinterher von
einer „weisen Entscheidung“
gesprochen.
Auch das „Sentiment” der
„Experten“ hat sich gedreht:
War lange von einem endgültigen Aus der Ölreserven die
Rede (was Ihr Schreiber schon
immer für blanken Unsinn
hielt; erfunden, um die Preise
weiter anzutreiben), zeigt sich
jetzt, dass noch genug für alle
da ist und noch immer neue
Felder entdeckt werden. Steigender Dollar UND sinkende
Ölpreise – das ist jetzt wirklich
Glück im Neuen Jahr!
Geld mit Müllverbrennung
Die Analysten von Goldman Sachs
haben das Kursziel von SBO gekappt.
Als Anleger profitieren
Zucker belastet
Großaktionär
© Panthermedia.net/Scott McGill
Exporte in die Knie
© Gesellschaft für Ökologie und Abfallwirtschaft
Kein Wunder also, dass „Urban
Mining“ (englisch für „Bergbau im
städtischen Bereich“; siehe Kasten)
eine dicht besiedelte Stadt als riesige „Rohstoffmine“ sieht.
Und diese Schätze können bei
den ständig steigenden Rohstoffpreisen nicht mehr einfach unbeachtet liegen gelassen werden.
So hat sich der reale, inflationsbereinigte Preis für Kupfer seit 1960
vervierfacht.
Der Thomson Reuters/Jefferies
CRB-Index als „Benchmark“ für die
Entwicklung der Rohstoffpreise
hat sich im Bereich „Metalle“ seit
1947 mehr als verzehnfacht. Zwar
hat die Krise der letzten Jahre die
Preise gedämpft, wie auch Entsorger Gerhard Schauerhuber beklagt: „Die aktuellen Preisrückgänge bei Rohstoffen und die matte
Konjunktur drücken die Branche
ordentlich.“ Doch die langfristige
Richtung ist klar: aufwärts.
Die Preisentwicklung auf den
Rohstoffmärkten geht nämlich
nicht auf eine Verknappung der
einzelnen Rohstoffe zurück, sondern wird von Experten mit einem
fundamentalen Strukturwandel
C.A.T. oil steht jetzt im Mehrheitseigentum der französischen Joma Group.
Graben in der Stadt „Urban Mining“, so
die Definition, umfasst die Identifizierung anthropogener Lagerstätten, die Quantifizierung
der darin enthaltenen Sekundärrohstoffe,
Wirtschaftlichkeitsberechnungen vor dem
Hintergrund der zur Verfügung stehenden
technischen Rückgewinnungsvarianten und
den derzeitig erzielbaren und zukünftig prognostizierten Erlösen, die wirtschaftliche
Aufbereitung und Wiedergewinnung der
identifizierten Wertstoffe sowie die integrale
Bewirtschaftung anthropogener Lagerstätten.
Im Juni 2014 fand der 5. Urban Mining Kongress im deutschen Essen statt; der 6. Kongress ist in Vorbereitung.
Kapitalerhöhung
f on d s: pa r k
Freitag, 16. Jänner 2015
financenet – 21
Neuer Fonds „Pioneer Funds Austria – Global Balanced Target Income” von Pioneer Investments Austria will halbjährlich ausschütten
Ab sofort wird’s amerikanisch
Globale Streuung in Aktien, aber auch Anleihen und Anleihenfonds – der Erhalt des eingesetzten Kapitals wird angestrebt.
Auch High-Yields dabei
Das Management des Fonds
setzt dabei auf einen Mix aus
Staatsanleihen mit guter Bonität
und High Yield-Anleihen mit höherem Risiko, aber auch höheren
Ertragschancen. Investment Grade bei Staats- und Unternehmens-
Avco KMU-Finanzierungen
Forderungen
anleihen, also eine Bonitätsstufe
von mindestens BBB- oder besser
bzw. vergleichbares Rating zum
Zeitpunkt der Veranlagung, ist dabei Vorausetzung. Mindestens 40%
des Fondsvolumens werden in diesem Bereich veranlagt.
Bis zu 20% des Fondsvolumens
können in globale Aktienfonds
oder etwa auch in gemischte
Fonds, Strategy-Fonds oder Rohstofffonds investiert werden. Der
Schwerpunkt liegt auf Aktien, die
eine hohe Dividendenausschüttungen erwarten lassen.
Primäres Ziel des Fondsmanagements sind regelmäßige Ausschüttungen – zweimal jährlich. Darüber
hinaus wird der Erhalt des eingesetzten Kapitals angestrebt. Das
kommt dem wachsenden Bedarf
nach einem zusätzlichen Einkommen – zum Beispiel in der Pension – entgegen. Bis zu 100% können
in andere Investmentfonds (Subfonds) investiert werden.
Zeichnungsfrist läuft noch
Die Zeichnungsfrist läuft noch
bis 27.1.2015; am 28.1.2015 startet der Fonds mit einem ersten
Rechenwert von 100 €. Der Fonds
hat keine Laufzeit. Empfohlen wird
von Pioneer eine Behaltedauer von
mindestens sechs Jahren. (rk)
© Pantermedia.net/Erwin Wodicka
Wien. Die US-Amerikaner lieben
Wertpapiere, die mindestens zwei
Mal im Jahr ausschütten – wenn
möglich, wird gern auch öfter genommen. Das gilt für viele Wertpapiere wie Aktien mit Dividendenausschüttungen, Anleihen mit
Koupons, aber auch für Investmentfonds. Dem Bedürfnis nach
regelmäßigen Einkünften trägt
jetzt Pioneer auch in Österreich mit
einem neuen Fonds Rechnung: Der
„Pioneer Funds Austria – Global
Balanced Target Income” veranlagt
schwerpunktmäßig in weltweiten
Anleihen.
Was an der Wallstreet schon seit Generationen gehandelt wird – nämlich Wertpapiere
mit mehrfacher jährlicher Ausschüttung –, kommt nun auch nach Österreich.
Ein Kredit, volle Flexibilität:
easy kredit passt sich an Ihr Leben an –
mit Ratenpausen sowie schnellerer Rückzahlung.
Wien. In einem gemeinsamen Positionspapier fordern Avco (Austrian
Private Equity and Venture Capital
Organisation), der Fachverband
Finanzdienstleister der Wirtschaftskammer Österreich, aia
(Austrian Angel Investors Association), Austrian Startups und der
Senat der Wirtschaft Verbesserungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen für alternative KMUFinanzierungen.
In KMU investieren
Ein zentraler Punkt dabei ist
der Entfall der Mindestinvestitionssumme für private Investoren
in alternative Investmentfonds.
Aktuell ist dies nämlich für private
Anleger erst ab 100.000 € möglich.
Die Grenzen gemäß § 48 Abs 8a Z
7 und Abs 8c Z 11 AIFMG sollten
bei Einhaltung der anderen Anlegerschutzbestimmungen entfallen.
Diese hohe Mindestinvestitionssumme hindere derzeit den Großteil der Bevölkerung an attraktiven
Investitionsmöglichkeiten. Dieser
Bevölkerungsteil werde nicht nur
von den sich daraus ergebenden
Chancen abgeschnitten, sondern
habe damit auch weniger Möglichkeiten, ihr Risiko zu streuen. „Um
mehr Personen die Möglichkeit zu
bieten, in aufstrebende Start-ups
und KMUs mittels Fonds zu investieren”, muss diese Grenze fallen,
fordert die Avco.
Wichtig sei auch die Wiederbelebung der Mittelstandsfinanzierungsgesellschaften. Sie sollen unter flexibleren Bedingungen wieder
eingeführt werden.
Zur Stärkung der Risikokapitalfinanzierung soll ein modernes
und attraktives Nachfolgemodell
zum steuerlichen Instrument der
Mittelstandsfinanzierungsgesellschaft (MiFiG), das aus beihilferechtlichen Gründen ausgelaufen
ist, geschaffen werden.
Die steuerlichen Vorteile der
MiFiG alt sollen auch für die neue
Mittelstandsfinanzierungsgesellschaft gelten (Steuerfreiheit der
Veräußerungsgewinne, Befreiung
von Gebühren, KESt-Freiheit für
private Anleger bis zueinem Beteiligungsnennwert von 30.000 €),
fordern die Experten.
(rk)
• ab 3,7 % Zinsen variabel p.a.*
• kein Bearbeitungsentgelt
• Kreditsumme von € 4.000,– bis € 50.000,–
• flexible Laufzeit bis zu 10 Jahre
• mit Ratenpausen: flexibel bis zu 4 Raten aussetzen
• schnellere Rückzahlung jederzeit kostenlos möglich
• sofortige Online-Rückmeldung zu Ihrem Kreditwunsch rund um die Uhr
Gleich online bestellen unter www.easykredit.at oder
telefonisch informieren unter 05 70 05 - 527.
Beispiel gemäß Verbraucherkreditgesetz (§ 5 VKrG): Gesamtkreditbetrag EUR 10.000,00, Laufzeit 10 Jahre, Nominalzinssatz 3,7 % p.a., kein Bearbeitungsentgelt, Kontoführungsentgelt EUR 4,53 p.M., Entgelte gesamt EUR 543,60, monatliche Kreditrate EUR 104,52, effektiver Jahreszinssatz gemäß
VKrG 4,8 %, Gesamtkosten gemäß VKrG EUR 2.542,08, zu zahlender Gesamtbetrag gemäß VKrG EUR 12.542,08.
* bonitätsabhängig. Zinssatz Stand per 10. 09. 2014, Änderungen vorbehalten.
easy_kredit_216x288_ztg.indd 1
02.12.14 12:14
f on d s: pa r k
22 – financenet
Freitag, 16. Jänner 2015
Marktanteil gesteigert Marktführer Erste-Sparinvest beendet 2014 mit zweistelligem Zuwachs beim Fondsvolumen und Marktanteil von 19,5%
Fondsvolumen in Österreich
kratzt an alten Höchstständen
Trotz bekannter Risiken und Unwägbarkeiten (Ölpreis) scheint „offensive globale Strategie für 2015 vielversprechend“.
Wien. Der österreichische Fondsmarkt ist im Jahr 2014 deutlich
gewachsen. Die Volumina der bei
den österreichischen Kapitalanlagegesellschaften (KAG) veranlagten
Gelder sind um 8,6% auf 157,8 Mrd.
Euro gestiegen (Rekord: 167,3 Mrd.
in 2006), zeigen die von der OeKB
jüngst veröffentlichten Zahlen.
Marktführer Erste-Sparinvest, zur
Erste Bank- und Sparkassengruppe gehörig, legte noch fester zu:
um 14,6% auf 30,8 Mrd. Euro; der
Marktanteil stieg damit von 18,5%
(Ultimo 2013) auf 19,5%.
Retail-Anleger wieder da
„Die Retail-Investoren sind nachhaltig zurückgekehrt“, sagte Erste
Sparinvest-Geschäftsführer Heinz
Bednar bei der Präsentation der
Zahlen. In den zentral- und osteuropäischen Staaten (CEE) gab
zwar sowohl nach oben oder unten,
im jeweiligen Fall, meint Veranlagungs-Chef Gerold Permoser.
Unter den großen Industrieländern seien die USA am besten aus
der Finanzkrise gekommen. „Eine
pragmatische Wirtschaftspolitik
und flexible Strukturen machen
die US-Wirtschaft anpassungsfähiger als die Wirtschaften anderer Staaten“, so Permoser.
„Erwarten kein Grexit“
Die Eurozone habe Fortschritte auf dem Weg aus der Krise gemacht, noch bleibe aber viel zu
tun. Ein Wiederaufflammen der
Krise sei möglich. „Die Lage Griechenlands sehe ich weniger dramatisch, als in der aktuellen politischen Diskussion dargestellt.
Die implizierte Wahrscheinlichkeit
eines Zahlungsausfalls von Griechenland ist mit rund 15 Prozent
nach wie vor da, aber gering. Ein
Austro-Fonds Mittlere Jahresperformance bei 6,7 Prozent laut VÖIG
© Erste Asset Management/Stephan Huger
es ebenfalls klare Volumenszuwächse: In Tschechien stieg das
Fonds- und Portfoliomanagementvolumen um 14,5% auf 7,1 Mrd. €,
in Ungarn um 17% auf 3,4 Mrd., in
Rumänien gab es sogar ein Plus
von 38,5% auf 1,8 Mrd., und in der
Slowakei von ca. 33% auf 1,2 Mrd.
„2014 war ein alles andere als
einfaches Jahr. Mischfonds haben
unsere Erwartungen aber übererfüllt. Besonders erfolgreich waren wir mit unserer Veranlagungsschiene ,You Invest‘, mit der wir
rund 600 Mio. Euro bei Kleinanlegern abgesetzt haben“, so Bednar.
Trotz der bekannten geopolitischen Krisenherde sieht die
Erste-Sparinvest für das Anlagejahr 2015 eine offensive Strategie
als erfolgversprechend. Der rasante Verfall des Ölpreises wirke
wie eine „globale Steuersenkung“
und unterstütze das Wirtschaftswachstum. Dennoch drohe hier
die Gefahr des Überschießens und
linda kappel
Bednar: „Haben volumsmäßig Ende 2014 unser ,All-time-high‘ erreicht“.
Positiv-Rendite überwiegt
Wien. Die heimischen Investmentfonds haben im Jahr 2014 mit großer Mehrheit eine positive Performance erzielt, geht aus der Statistik der VÖIG (Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften) hervor: Von 1.574 Fonds mit einer Historie von zumindest einem Jahr verbuchten 1.389
Fonds eine positive Einjahresperformance.
Die durchschnittliche Performance aller Fonds lag 2014 im arithmetischen Mittel bei 6,70% (2013:
4,83%). Die beste Einjahresperformance von 52,74% erzielte im abgelaufenen Jahr der „Espa Stock
Biotec“ der Erste-Fondstochter Sparinvest. Auf den weiteren Spitzenplätzen folgen der „Espa Stock
Istanbul“ (39,19%) und der „Raiffeisen-Technologie Aktien“ (38,01%). Auf den vorderen Rängen finden sich mehrere Fonds mit Schwerpunkt Gesundheitssektor.
Am meisten eingebüßt haben 2014 durch die Bank – wenig überraschend – Fonds mit Fokus auf
Russland. Die schwächste Jahresperformance weist demnach laut VÖIG der Fonds „RaiffeisenRussland-Aktien“ aus (-36,82%), dicht auf den Fersen der „Espa Stock Russia“ (-36,16%) und der
„PIA – Russia Stock“ (-34,59%).
Auf Dreijahressicht konnten die heimischen Fonds im Mittel 6,94% p.a. zulegen; auch in diesem
Zeitraum finden sich viele Healthcare-Fonds auf den Spitzenplätzen.
(APA)
,Grexit‘ wäre kontraproduktiv; es
wurde schon so viel erreicht und
es liegt nicht im Interesse der handelnden Akteure. Wir setzen auf eine Einigung“, stellt sich Permoser
klar gegen Aussagen wie zuletzt
jene von Ifo-Chef Hans-Werner
Sinn.
2014 haben die Schwellenländer
insgesamt enttäuscht. Dies liege
zum Teil an deren immer größer
werdenden Heterogenität. Diese
Tendenz setzt sich auch 2015 fort:
„Chancen sehen wir vor allem in
asiatischen Ländern wie China und
Korea. Russland ist zwar billig,
aber vielleicht ist es dafür noch zu
früh“, so Permoser. Bleibt der Öl-
preis tief, erscheint eine Rezession
unausweichlich.
Die Risiken allgemein an den
Kapitalmärkten sind größer als in
den Vorjahren. Neben dem Thema
Öl und Russland gebe es ja noch
„die üblichen Verdächtigen” (Rezession in China). Entscheidend für
die Performance werde das richtige
Timing für den Ein- und Ausstieg
in Märkte und Sektoren sein. Die
Devise für heuer laute deshalb
„kontrollierte Offensive“: breit
streuen, global anlegen. Es werden
jedenfalls mehr Aktivitäten bei den
Veranlagungen notwendig sein. Die
Erholungsphase von Aktien dürfte
sich fortsetzen.
Threadneedle Frühjahr
Schoellerbank Experte: Finger weg von Hochzins-Bonds
Fed Gross zu Zinsschritt
Pimco Fonds-Exodus
London/Boston. Im Rahmen eines
strategischen Rebrandings mit der
US-Schwestergesellschaft Columbia Management bekommt Threadneedle Investments ab Frühjahr
einen neuen Namen. Threadneedle
Investments heißt dann Columbia
Threadneedle Investments, so das
Fondshaus. Die neue Marke soll
dazu beitragen, dass beide Unternehmen in den etablierten Märkten
ein größeres Gewicht erhalten und
die Gruppe ihre Präsenz auch im
Asien-Pazifik-Raum, in Lateinamerika und in Nahost ausbauen kann.
Wien. „Investieren ist ein Marathon und kein Sprint“, schreibt die
Schoellerbank im Kapitalmarktausblick für das 1. Quartal 2015. Die
Bank warnt vor High-Yield- und
Emerging-Market-Anleihen. „Wir
sind nicht bereit, in diesem Bereich
das Kapital unter Risiko zu setzen,
um kurzfristig die Performance etwas aufzubessern“, so Robert Karas, Leiter des Asset Managements.
„Von der risikolosen Rendite
zum renditefreien Risiko“, benennt
New York/Washington. Ex-PimcoStarmanager Bill Gross hält es für
möglich, dass die US-Notenbank
Fed die Leitzinsen in diesem Jahr
nicht erhöht. Angesichts des Kursanstiegs des US-Dollar und fallender Erdölpreise sei es schwer
vorstellbar, dass die Zentralbank
die Zinsen vor Ende 2015 anhebe,
„wenn überhaupt“, so Gross. In fast
allen entwickelten Ländern würden die Zinsen weiterhin nahe Null
bleiben, so der 70-Jährige. (red)
München. Ein neuer Manager soll
die Flucht der Anleger aus dem
„Unconstrained Bond Fund“ der
Allianz-Fondstochter Pimco stoppen: Marc Seidner werde ab sofort
die Investitionsentscheidungen
des Anleihenfonds verantworten,
so das Fondshaus. Seidner war
im November nach einem kurzen
Zwischenspiel beim Vermögensverwalter GMO zu Pimco zurückgekehrt.
Er werde von Mohsen Fahmi und
Daniel Ivascyn unterstützt, die den
Fonds seit dem überraschenden
Wechsel von Pimco-Starmanager Bill Gross zum Konkurrenten
Janus Capital im September gemanagt haben (Gross erklärte übrigens jüngst in einem Interview mit
der Nachrichtenagentur Bloomberg, hinausgeworfen worden zu
sein). Ivascyn ist seit dem Abgang
von Gross Investmentchef der Allianz-Fondstochter und damit auch
Chef von Seidner.
Anleger hatten im vergangenen
Jahr 16 Mrd. USD (13,56 Mrd. €)
aus dem Pimco Unconstrained
Bond Fund abgezogen. Der Anleihenfonds verwaltete Ende 2014
noch 11,47 Mrd. USD.
(ag/lk)
„Anlegen ist Marathon, kein Sprint“ Doch erst 2016? Neu besetzt
Sowohl Columbia als auch
Threadneedle gehören dem US-Finanzdienstleistungsunternehmen
Ameriprise Financial. Mit einem
verwalteten Vermögen von umgerechnet rund 300 Mrd. Euro zählt
Columbia zu den größten Fondsgesellschaften in den USA.
Zusammen verwalten Threadneedle und Columbia mehr als
400 Mrd. Euro und nehmen damit
unter den weltweit größten Vermögensverwaltungsgesellschaften
den 30. Platz ein.
(lk)
© Roland Hutter
Rund 400 Mrd. € Assets
Geiger, Credit Suisse: „Von der risiko­
losen Rendite zum renditefreien Risiko“.
Ralph Geiger von der Credit Suisse (CS) den Umstand, dass „Anleger Zeiten akzeptieren müssen, in
denen Sicherheit überhaupt keine
Zinsen zahlt“ (Karas). Gemeint ist
die Situation im Bereich der Staatsanleihen, deutsche Zehnjährige
rentieren derzeit unter 0,6%, österreichische unter 0,75%.
Inflation-linked Bonds halten
Empfohlen werden vom Schoellerbank-Experten für solche konventionellen Anleihen wesentlich
kürzere Laufzeiten – auch wenn
die Renditen „mager bis gar nicht
vorhanden sind“. Nicht zuletzt aus
diesem Grund hält Karas weiterhin
an inflationsgeschützten Anleihen
fest, wobei er ein starkes Ansteigen
der Inflation in 2015 nicht sieht.
„Marktteilnehmer werden im
Spannungsfeld wenig attraktiver
Anlagealternativen zwischen Angst
vor Kursrückgängen und Hoffnung
auf Renditen hin- und hergerissen
sein“, so Karas weiter. Die interessanteste Anlageklasse in diesem
Umfeld seien Aktien, aber nur in
entsprechender Qualität und zu
einem fairen Preis. (ag/lk)
© Pimco
Umbenennung
Entgegen den Erwartungen anderer erwartet Gross keinen Zinsschritt in 2015.
banking
Freitag, 16. Jänner 2015
financenet – 23
Prognose 2015 Die Experten des Kreditversicherers Prisma erwarten für Österreich zahlenmäßig 3% mehr Fälle
short
Mehr Pleiten, aber kleinere
RBI treibt IPO-Pläne
für Polbank voran
Warschau/Wien. Die börsenotierte Raiffeisen Bank International (RBI) erwägt Insidern
zufolge neben einem Verkauf
ihrer polnischen Tochter Polbank auch einen Börsengang
des Instituts noch heuer. Der
Börsengang könne dabei größer ausfallen als ursprünglich
geplant „Das angebotene Paket
würde 30 bis 40 Prozent umfassen, statt 15 bis 20“, zitiert
Reuters Insider.
(ag)
Global soll sich der Rückgang an Insolvenzen fortsetzen, „schlimm“ bleiben die Italiener und Spanier.
Wien. Der Kreditversicherer Prisma
erwartet für 2015 global einen weiteren Rückgang der Firmenpleiten
um 3%. Jedoch wird es nicht mehr
so rasant abwärtsgehen wie 2014,
als überraschend 12% weniger Unternehmen Insolvenz angemeldet
hatten. Insgesamt ist das Niveau
aber noch um 12% höher als vor
der Krise 2008/2009. Für Österreich rechnet Prisma heuer mit
mehr, aber kleineren Pleiten.
Österreich gehört laut der am
Mittwoch veröffentlichten Prognose, wie auch Deutschland, zu jenen
Ländern, wo grundsätzlich wenig
Firmen bankrottgehen, aber die Insolvenzzahlen 2015 wieder steigen
werden. Nach zwei Jahren Rückgang sollen die Pleiten hierzulande
heuer um 3% zunehmen. 2014 hatten 5.423 Unternehmen Insolvenz
angemeldet, um 0,7% weniger als
im Jahr davor. Allerdings dürften
die Pleitefälle „deutlich kleiner als
in der Vergangenheit“ bleiben.
„Musterschüler“ Deutschland leidet laut Prisma zunehmend unter
den globalen Krisen sowie dem
verlangsamten Wachstum Chinas
und auch an der schwächelnden
Konjunktur im Euroraum; 2015
dürften die Insolvenzen daher um
2% zunehmen (nach -6% in 2014).
Ukraine-Krise wirkt sich aus
Regionalbanken in der
Schweiz gründen Efiag
Basel. Regionalbanken in der
Schweiz gründen zur eigenen
Refinanzierung eine Emissionszentrale – so können auch kleine
Banken für die Finanzierung
ihrer Unternehmens- und Hypothekarkredite Geld über Anleihen am Kapitalmarkt aufnehmen. Die neue Institution nennt
sich Emissions- und Finanz AG.
Laut Medien sei die Efiag nur
für Geldhäuser mit einer Bilanzsumme bis etwa 4,16 Mrd. €.
© Panthermedia.net/Ronfromyork
In Russland werde der Konflikt
mit der Ukraine deutliche Spuren
in der Pleitestatistik hinterlassen:
Prognostiziert ist eine Zunahme
von 10% (Vj: +7%). Nirgends außer
in Marokko und Kolumbien sollen
heuer mehr Firmen in die Pleite
schlittern. Die russischen Unternehmen zahlen ihre Rechnungen
aber immerhin im Schnitt nach 55
Tagen. In China wird die Zahlungsmoral schlechter (nach 90 Tagen),
schlecht bleibt sie auch in Italien
und Spanien – dort wird traditionell erst nach 100 Tagen bezahlt.
Prisma-Experten: Russland werde heuer nur von Marokko und Kolumbien getoppt.
Bankaktien Großbank JP Morgan macht den Auftakt der Berichtssaison für das Schlussquartal 2014 in den USA
Santander: Dividende
gekürzt, mehr Kapital
Dividendenhoffnungen könnten platzen
Dennoch, so Analysten, könnten
Dividendenerwartungen enttäuscht werden, denn seit der Finanzkrise müssen die US-Großbanken ihre Pläne dafür und auch
für Aktienrückkäufe von der Fed
absegnen lassen. Kritisch ist z.B.
der Verfall des Ölpreises, der Energiekonzerne in Bedrängnis bringt
und daher wieder für mehr faule
Kredite sorgen könnte.
(ag)
Oberbank VfGH-Beschwerde gegen Bankenabgabe
Dt. Bank Ziele verfehlt
Coutts Reges Interesse
Linz/Wien. Die börsenotierte Oberbank hat Verfassungsbeschwerde
gegen die Bankenabgabe eingelegt.
Das gab Generaldirektor Franz
Gasselsberger am Rande einer
Pressekonferenz zum vorläufigen
Jahresabschluss bekannt. Die
Bankenabgabe für Regionalbanken
wurde fast verdoppelt, kritisierte
Gasselsberger. Für sein Institut
bedeute dies statt 8 nunmehr 15
Mio. €. Weil die Abgabe obendrein
„möglicherweise“ EU-rechtswidrig ist, sei zugleich ein Gutachten
bei einem renommierten ausländischen Sachverständigen in Auftrag gegeben worden.
Frankfurt. Die renditeschwache und
von Skandalen erschütterte Deutsche Bank will im Frühjahr das
Geheimnis um ihre künftige strategische Ausrichtung lüften. Das
kündigten die beiden Vorstandschefs Anshu Jain und Jürgen
Fitschen vor wenigen Tagen an.
Die Öffentlichkeit würde im zweiten Quartal auf einem Investorentag mehr erfahren.
Zürich/Hongkong. Drei Schweizer
Häuser zeigen Interesse am internationalen Geschäft der Privatbank Coutts: Credit Suisse, Julius
Bär und Safra Sarasin seien in der
zweiten Bieterrunde, zitiert Reuters Insider. Auch Investec (Südafrika) und ein Konsortium aus
SocGen und DBS (Singapur) hätten
eine vertiefte Prüfung eingeleitet.
RBS hatte die Tochter Mitte August zum Verkauf gestellt, als Preis
wird eine Mrd. USD erwartet. (ag)
Beständiges Ergebnisplus als Ziel
Budgetiert sind weiters sieben
Filialgründungen – drei in Wien,
je eine in Darmstadt („um dort den
Markt zu testen“), Jena und Erfurt
sowie Ungarn.
Mit aus Compliance-Gründen
nicht näher erläuterten „Kapitalmaßnahmen“ im Ausmaß von etwa
100 Mio. € will man im Frühjahr
die Kapitalbasis stärken. Angestrebt ist 2015 eine Gesamtkapitalquote von rund 16% und eine
Kernkapitalquote von über 12%.
Zum Jahresüberschuss 2014
seiner Bank wollte Gasselsberger noch nichts sagen – mit dem
Hinweis, dass man noch im „Aufhellungszeitraum“ sei nur so viel:
„erfreulich“. 2014 sei für die Oberbank ein „Ausnahmejahr“ gewesen. Deswegen wäre er „mehr als
zufrieden“, wenn 2015 ein ähnlich
gutes Jahr werde. Die Oberbank
peilt 2,3 Mrd. € neu vergebene
Finanzierungen (zuletzt: +5%) an.
© APA/Herbert Neubauer
Sieben Filialen in Gründung
Oberbank-CEO Gasselsberger: „2014
war für uns ein Ausnahmejahr.“
Neue graue Wolken
Neues in Bälde
Zweite Runde
Verkauf der Postbank?
Offiziell spricht Deutschlands
größtes Geldhaus davon, dass
die im Sommer 2012 ausgerufene
„Strategie 2015+“ im Laufe dieses
Jahres quasi natürlicherweise „zu
ihrem Abschluss“ kommt. Wichtige
Ziele wie eine Eigenkapitalrendite
nach Steuern von rund 12% gelten
inzwischen allerdings wegen der
zahlreichen Sonderbelastungen
aus Rechtsstreitigkeiten als kaum
mehr erreichbar (zuletzt: weniger
als 3%). Auch die Kostenquote ist
weiter zu hoch. Medien zufolge
werde intern auch ein Verkauf der
Postbank durchgespielt. Damit
würde das Privatkundengeschäft
erheblich zusammengestrichen.
Santander. Bei der spanischen
Großbank Santander setzt die
neue Verwaltungsratschefin
Ana Botin ihren Kurswechsel
mit einer Kapitalerhöhung und
der Kürzung der Dividende fort.
Das Kapital wird durch Ausgabe neuer Aktien um ca. 7,5 Mrd.
€ gestärkt. 2015 soll die Dividende um zwei Drittel auf 20 ct
je Aktie gekürzt werden.
derzeit gut: Die Wirtschaft nimmt
Fahrt auf, es gibt weniger Kreditausfälle, die Fed wird bald den
Niedrigzinsen Ade sagen, was
Schwung in den Anleihenhandel
bringt. Die Banken sind zudem
üppig mit Kapital ausgestattet.
© APA/EPA/Anthony Devlin/PA
Auch die Queen hat Geld bei der im 18.
Jahrhundert gegründeten Bank liegen.
Für BoE ist spätere
Zinswende denkbar
© APA/EPA/Andy Rain
© APA/EPA/Matthew Cavanaugh
Die Federal Reserve schaut genau hin, welche Bank wie viel gedenkt auszuschütten.
New York. Nun wird Schlag auf
Schlag eine große US-Bank nach
der anderen Zahlen für 2014 legen.
Anleger an den weltweiten Börsen hoffen auf satte Milliardengewinne – und hohe Dividenden.
Goldman Sachs oder JP Morgan
geben zudem einen Vorgeschmack,
wie es bei den Rivalen in Europa
gelaufen sein könnte. Es startete
jedoch wenig verheißungsvoll mit
JP Morgan, die im 4. Quartal um
6,6% weniger Reingewinn (4,93
Mrd. Dollar, 4,2 Mrd. €) auswies
– die Gründe: hohe Sonderlasten
für Rechtsstreitigkeiten und höhere
Rückstellungen für faule Kredite.
Die Einnahmen gingen um knapp
3% auf 22,51 Mrd. USD zurück.
Dennoch sind die Rahmenbedingungen für die US-Geldhäuser
Beobachtern zufolge könnte die BoE
die Zinsen im 2. Halbjahr anheben.
London. Angesichts immer
niedrigerer Inflation zeigt die
britische Notenbank BoE keine
Eile mit der Zinswende, sie sind
derzeit auf historisch tiefem
Niveau (0,5%). Die Inflationsrate ist im Dezember auf 0,5%
gefallen – der niedrigste Wert
seit 14 Jahren. Damit verfehlt
die Bank of England (BoE) ihr
Ziel einer Jahresteuerung von
zwei Prozent deutlich. (ag)
Weitere MilliardenStrafen für Banken
London. Auf europäische Banken kommen wegen zahlloser
Rechtsstreitigkeiten in den
nächsten zwei Jahren nach
Schätzungen von Morgan Stanley Kosten von 52 Mrd. USD
(44, Mrd. €) zu. Die größten
Summen entfielen dabei wohl
auf die Royal Bank of Scotland
(RBS) und Barclays, so die Analysten. In den meisten Fällen
gehe es demnach um den Devisenhandel und den Verkauf
von Immobilienpapieren in den
USA. Die „Europäer“ haben bereits 104 Mrd. USD gezahlt.
i n su r a n c e : Watc h
24 – financenet
short
© Nürnberger Versicherung
Garanta24-Produkte
bald unter Nürnberger
Freitag, 16. Jänner 2015
Neue Basisrisikovorsorge geplant Umfrage mit Linzer market-Institut zeigt Schwachstellen der Oberösterreicher
Oberösterreichische: die
Vorsorge-Brennpunkte
Vor allem Menschen zwischen 18 und 40 setzen sich intensiv mit Zukunftsvorsorge auseinander.
Heidelberg. Barbara Vettel,
Chief Operating Officer im Vorstand der Heidelberger Leben
Gruppe, scheidet wegen unterschiedlicher Auffassungen zur
strategischen Ausrichtung auf
eigenen Wunsch aus: Vettel hat
in den letzten Monaten wesentlich zum Aufbau einer starken
Konsolidierungsplattform für
Lebensversicherungsgesellschaften und -portfolios beigetragen, heißt es. Ihr Nachfolger
wird Markus Deimel, Vorstand
der konzernzugehörigen Skandia-Gesellschaften.
(red)
© Zurich/Karl Michalski
Zurich Versicherung
ab sofort auf Twitter
Nürnberger-Chef Gerhard Matschnig: Twitter für Meinungsbildner.
Wien. Mit einem eigenen Profil
startet die Zurich Versicherungs-AG in Österreich auf dem
Microblogging-Dienst Twitter;
man will damit noch intensiver
mit Vertretern der Medienlandschaft in Kontakt treten. Neben
Facebook, YouTube, Xing oder
Kununu setze man damit einen
weiteren Fokus der Onlinepräsenz, so Gerhard Matschnig,
Vorstandsvorsitzender bei
Zurich: Man sei Innovationstreiber hinsichtlich Online-Services. Derzeit kommt Twitter in
Österreich auf knapp 126.000
Accounts.
(red)
Ein junges Thema
Rund 97% der Befragten in dieser Altersgruppe gaben an, sich
häufig oder zumindest hin und
wieder mit der persönlichen Zukunft zu beschäftigen. Vor allem
auch für mehr als die Hälfte der
befragten Singles oder Menschen
in Partnerschaften mit gemeinsamem Haushalt sind die vorausliegenden Lebensumstände häufig
ein Thema, sagt Studienautorin
Birgit Starmayr von market.
Die größte Sorge gilt der eigenen Gesundheit: 78% sehen es als
sehr erstrebenswert und wichtig
an, gefolgt von der Versorgung der
Kinder und dem finanziell abgesichert sein. Knapp 70% der jungen
Menschen in Oberösterreich geben
an, „regelmäßig“ – immerhin mehr
als ein Fünftel – oder zumindest
„ab und zu“ starke finanzielle Belastungen im Alltag zu verspüren.
Dazu kommen für 56% zumindest
gelegentliche Sorgen über eine
Kürzung der staatlichen Pension
oder durch Unfall oder Krankheit
nicht mehr in der Lage zu sein, den
bisherigen Beruf weiter auszuüben
(46%). Persönliche Pensionsvorsorge und mögliche Kürzungen in den
staatlichen Systemen – auch im
„Die junge Generation
hat wenig finanziellen
Spielraum für kapitalbildende Vorsorgeinstrumente.“
josef stockinger, oöv
OÖV-Vorstände Othmar Nagel und Josef Stockinger: neues Versicherungsprodukt.
Gesundheitsbereich – werden erst
ab dem 35. Lebensjahr vermehrt
ein Thema. Die staatliche Säule
werde nach wie vor als unbedingt
tragend im eigenen Vorsorgekonstrukt gesehen.
einem mittelmäßigen Dreier bewerten. Es wird vor allem auf regelmäßiges Sparen gesetzt: Im Fall der
Fälle wollen 75% mit ausreichend
Liquidität ausgestattet zu sein und
so über die Runden kommen; immerhin 64% vertrauen auf bereits
abgeschlossenen Versicherungsschirm, der Risiken wie Unfall oder
Ableben abfedern soll.
Obwohl das Wissen um das Risiko durchaus spürbar ist, werde
die Gefahr der Berufsunfähigkeit
zu wenig berücksichtigt: 81% der
Befragten, die bereits ein Vorsorgeprodukt abgeschlossen haben,
verfügen über eine private Unfallversicherung, 67% haben eine Erlebens-, 60% eine Ablebensversiche-
man ein Risikovorsorgeprodukt
für die „Rush Hour des Lebens“.
Ziel ist, gegen eine günstige monatliche Prämie die wesentlichsten
Lebensrisiken junger Menschen
– schwerer Unfall mit dauerhaften
Folgen, vorzeitiges Ableben und
damit Versorgung der eigenen
Familie sowie dauerhafte Berufsunfähigkeit infolge von Krankheit
oder Unfall – abzusichern. Das
neue Produkt soll im Frühjahr 2015
auf den Markt kommen.
Im Jahr 2014 hat die OÖV ein
Plus bei den Prämieneinnahmen
in der Lebenssparte von 27,2%
auf 143 Mio. € hingelegt und die
Sachsparte wuchs um 3% auf
280 Mio. €.
(gst)
110 Mrd. Dollar Schaden Insgesamt ein mildes Jahr
Österreich Neun Monate
Neuseeland Tier-Schäden
München. Erdbeben, Flut, Stürme
und andere Naturkatastrophen
haben 2014 Schäden von 110
Mrd. USD (92 Mrd. €) angerichtet, so der weltgrößte Rückversicherer Munich Re in einer Studie. Die versicherten Schäden
lagen bei 31 Mrd. USD. Die Summen liegen deutlich unter den
Werten von 2013 und sind nur
halb so hoch wie im Schnitt der
letzten zehn Jahre. Insgesamt
zählte das Unternehmen 980 Naturkatastrophen mit relevanten
Schäden. Die höchsten Schäden
verursachte mit 7 Mrd. USD (5,9
Mrd. €) Zyklon Hudhud in Indien.
Die Versicherungsbranche kam
ein Wintersturm in Japan am teuersten zu stehen: Er kostete die
Assekuranz 3,1 Mrd. USD.
Wien. Österreichs Versicherer haben in den ersten drei Quartalen
2014 mehr Prämien eingenommen
und weisen beim Ergebnis der
gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
(EGT) ein Plus auf. Das Prämienvolumen stieg um 2,25% auf 13,1
Mrd. Euro, das EGT nahm um 8,9%
bzw. 102 Mio. auf 1,24 Mrd. Euro
zu, so die Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA.
Dabei gab es in der Schadenund Unfallversicherung einen Anstieg der Prämieneinnahmen um
1,41% auf 6,75 Mrd. Euro, in der
Lebensversicherung um 3,17% auf
4,94 Mrd. Euro und in der Krankenversicherung um 3,16% auf 1,41
Mrd. Euro.
Wellington. Verblüffende Probleme
mit Tieren zeigt die Statistik des
neuseeländischen Unfallversicherers. So zeigte ein Versicherter eine
Verletzung nach Faustschlag gegen einen Aal als Versicherungsschaden an; ein Seehund biss einen
Strandgänger ins Gesäß, ein BabyHai einen Fischer in den Zeh, sogar
eine Maus ist schuldig. Insgesamt
zahlte die Versicherung 13 Mio. Euro wegen Tierverletzungen – meist
freilich Hundebisse.
(APA/dpa)
Wenig für Notfälle
Für existenzielle Notfälle wie Berufsunfähigkeit (BU) infolge Krankheit oder Unfall, Jobverlust oder
etwa der Absicherung der Familie
im Fall eines vorzeitigen Ablebens
sehen sich die Befragten nicht gut
gewappnet. Nur etwa ein Drittel
wäre nach eigenen Angaben einigermaßen abgesichert und würde
dies auf einer Schulnotenskala mit
Naturkatastrophen: weniger teuer
In Deutschland haben die Sachversicherer 2014 für Schäden aus
Naturgewalten rund 2 Mrd. € gezahlt, so der Gesamtverband der
Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Am teuersten war
der Sturm „Ela” im Juli 2014 mit
400 Mio. €. Insgesamt kamen die
Gesellschaften aber deutlich günstiger davon als 2013. Damals hatten Hagelstürme und Hochwasser
die Schadenssumme auf 5,7 Mrd. €
anwachsen lassen.
(ag/gst)
Tierisch teuer
Branche verdient besser
Bessere Warnsysteme
Unterdessen kamen im Jahr
2014 weltweit 7.700 Menschen infolge von Naturkatastrophen zu
Tode – so wenige wie zuletzt 1984.
2013 waren es 21.000. Vielerorts
funktionierten Frühwarnsysteme
jetzt besser, so der Munich-ReVorstand Torsten Jeworrek.
Prämienplus
Naturkatastrophen: Schäden sind heuer
laut Münchener Rück deutlich niedriger.
Das versicherungstechnische
Ergebnis stieg um 9,1% auf 464,2
Mio. Euro, das Finanzergebnis
um 0,4% auf 2,51 Mrd. Euro. Die
Summe aller Assets erhöhte sich
geringfügig um 0,41% auf 107,34
Mrd. Euro.
Die Kernaktienquote legte gegenüber dem Vorquartal von 3,50 auf
3,55% leicht zu.
(red/APA)
© Panthermedia.net/Jiri Foltyn
Heidelberger Leben:
Deimel folgt Vettel
rung. Für Berufsunfähigkeit haben
nur 37% Vorkehrungen getroffen.
Insgesamt hat mit 24% nur knapp
ein Viertel aller Befragten einen
Puffer für den Fall längerfristiger
Erwerbsunfähigkeit.
Die Oberösterreichische entwickelt nun eine neue Basisrisikovorsorge: „Die junge Generation hat
wenig finanziellen Spielraum für
kapitalbildende Vorsorgeinstrumente“, so Generaldirektor Josef
Stockinger. Nicht zuletzt aufgrund
der Umfrageergebnisse entwickle
© Oberösterreichische Versicherung
Wien. Die seit 2012 unter der
Produktmarke Garanta24
(G24) online angebotenen Ausschnittsdeckungsprodukte werden ab 2015 auf die Dachmarke
Nürnberger umgestellt. „Wir
haben die Produkte ausführlich
getestet und kontinuierlich
weiterentwickelt. Unter der
Marke Nürnberger erwarten
wir uns einen noch besseren
Marktauftritt, denn diese Marke steht in Österreich seit über
30 Jahren für innovative Versicherungslösungen“, so Nürnberger-Vorstandsvorsitzender
Kurt Molterer.
Nürnberger Versicherungsprodukte mit Ausschnittsdeckung liefern eine ganz
bestimmte Lösung für ein
gezieltes Problem, heißt es:
Wintersportschutz, Bergschutz,
Tierbetreuung, Golfschutz u.a.
Die Zeitdauer der Deckung ist
abhängig vom Versicherungsbedarf, abgeschlossen wird
online. Risikoträger bleibt die
Garanta Österreich Versicherungs-AG.
(red)
Linz. Das Bewusstsein für die eigenen Vorsorgelücken ist der erste
Schritt, diese zu schließen, sagt OÖ
Versicherung-Chef Josef Stockinger: Gemeinsam mit dem Linzer
Marktforschungsinstitut market
hat die OÖV eine Umfrage unter
unter 400 Oberösterreicherinnen
und Oberösterreichern zwischen
18 und 40 Jahren durchgeführt.
Ergebnis: Insbesondere junge Menschen zwischen ihrem 18. und 29.
Lebensjahr setzen sich besonders
intensiv mit der Zukunft und ihren
Herausforderungen auseinander.
© dpa/Tobias Hase
Nürnberger-Chef Kurt Molterer:
„Besserer Markenauftritt“.
Neuseeland: Maus biss Tierfreund,
der ging zur Versicherung.
medianet
INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.
Freitag, 16. Jänner 2015 – 25
investoren diversifizieren
low-budget-hotel VON UBM
Bei Büroimmobilien bleibt London
das teuerste Pflaster
Seite 29
UBM will Munich City West
bis 2042 pachten © UBM
© Panthermedia.net
real:estate
Seite 30
rekord
Top-jahr für
ehl investment
© EHL Immobilien
Immo-Markt wird Mieterund Käuferfreundlich
Top
Büros
Wohnungen
Anlageimmobilien
www.ehl.at
Wir leben
Immobilien.
IMMO-AGS
7.1.–14.1.2015
204,72 -0,85%
Wochentop Warimpex10,53%
Wochenflop conwert -3,02%
Warimpex10,53%
s Immo
2,37%
CA Immobilien Anlagen
1,97%
Atrium European Real Estate -0,29%
Buwog -0,83%
Immofinanz-2,74%
conwert
-3,02%
IMMO-FONDS
1-Monats-Performance (per 14.1.)
Monatstop DBXT CSI300 R.E.15,14%
Monatsflop Lacuna US REIT -2,11%
Top 5 Immofonds
DBXT CSI300 R.E.1C15,14%
FF - Glob. Prop. Fund A Acc 13,12%
ING (L) Invest Gl. R E I EUR 12,59%
iShares Stoxx N. Am. 600 R E 12,48%
Lyxor UCITS ETF FTSE/EPRA12,27%
Flop 5 Immofonds
Lacuna US REIT
-2,11%
WIP Global R E Sec. A USD -0,68%
DWS Immoflex Vermögensm. -0,15%
ABD Gl. A Pro. Sh. S2 USD 0,09%
B&I Asian Real Est. Sec. Fd. B 1,77%
7.1.–14.1.2015
© Simon Rainsborough; Mediendienst.com/Foto Wilke; RE/MAX/APA-Fotoservice/Rastegar; Panthermedia.net/Tupungato
IATX (Schluss 14.1.)
2015 Während Re/Max-Geschäftsführer Bernhard Reikersdorfer (re.) ein Minus
bei den Preisen über den Gesamtmarkt von über zwei Prozent erwartet, ist für
EHL-Fachfrau Sandra Bauernfeind in erster Linie der Hype vorbei. s Real-Chef
Michael Pisecky sieht in den Bundesländern sehr differenzierte Märkte. Seite 26
6B47 Gesellschafter-Team um Wolfgang Reithofer, Wolfgang Kristinus, Graf Max von Moy, Marcus Kapsch erweitert
347,71 -0,66%
inhalt
Immo:Markets
> willhaben.at sieht 7 große
Trends für Immobilien 26
> EY: D-Hype geht weiter 26
Immo:Capital
> Schlagabtausch zwischen
conwert und Petrus 27
People&Dates
> CBRE übernimmt
Asset Services für DEKA 29
> s Versicherung baut das
Vertriebs-Team um 30
Projekte in Deutschland, Polen in Pipeline
Wien. Die 6B47 Real Estate AG
wächst weiter. Ab sofort sind
Wolfgang Reithofer, Graf Max von
Moy, Marcus Kapsch und Wolfgang Kristinus mit je 10% Investitionskapital beteiligt. Das vor
fünf Jahren gegründete Immobilienentwicklungs-Unternehmen hat
23 Immo-Projekte in Deutschland
und Österreich in Umsetzung. Mit
dem neuen Kapital aus der Platzierung einer Unternehmensanleihe an der Frankfurter Börse (ISIN:
DE000A1ZKC57), deren Anleihevolumen erst vor Wochen wegen
der hohen Nachfrage von fünf auf
zehn Mio. € erweitert wurde, geht
6B47 weitere Immobilienprojekte in
Österreich und Deutschland an. Neben der Umgestaltung des Philips
Hauses in Wien sind mit Palais an
den Höfen, East Village und Louis
am Park drei Projekte in Frankfurt
vor Fertigstellung und Verkauf.
Polen-Einstieg geplant
Weitere Großprojekte sind in
der Pipeline, wie Vorstandsvorsitzender Peter Ulm betont: „Für uns
interessant bleibt weiter der Großraum Wien, die deutschen Städte wie Frankfurt, Ingolstadt oder
Stuttgart bzw. seit Neuestem auch
der Markt in Polen, wo wir Krakau,
Warschau und Breslau im Fokus
haben. Ich bin mit der derzeitigen
Entwicklung des Unternehmens
äußerst zufrieden, weise aber darauf hin, dass nicht Wachstum im
Vordergrund steht, sondern eine
langfristige vernünftige Rendite
für unsere Kunden.“
Der 6B47 Real Estate Club habe
sich als exklusive Zusammenarbeit
mit immobilienaffinen Privatanlegern, die gemeinsam mit 6B47 Projekte entwickeln, etabliert. Für 2015
plane man, rund 40 bis 50 Mio. € an
Eigenkapital mit dem Club in neue
Projekte zu investieren. (lk)
© 6B47
CERX (Schluss 14.1.)
Das East Village in Frankfurt steht vor
der Fertigstellung und dem Verkauf.
i m m o: c ov e r
26 – financenetreal:estate
short
© Panthermedia.net/Igor Saltykov
Kepler I: Kursziel für
Immofinanz gesenkt
Freitag, 16. Jänner 2015
Prognosen Re/Max sieht Preisrutsch von 2,3% über den Gesamtmarkt und Preisverfall im gewerblichen Bereich
Immo-Jahr 2015 bessert
sich für Käufer und Mieter
ÖVI: Markt wird sich 2015 auf gesundem Niveau einpendeln; weniger Rendite für Käufer erwartet.
Wien. Die Kepler-Analysten
haben das Kursziel für Immofinanz von 3,00 auf 2,75 Euro
gesenkt, aber das Anlagevotum
„Buy“ beibehalten. Die Kürzung
des Kursziels ist – wenig überraschend – den Entwicklungen
in Russland zu verdanken.
Die Dividendenschätzungen
belaufen sich auf jeweils 0,10
Euro für die Geschäftsjahre
2014, 2015 und 2016. (APA)
Kepler II: Buwog ist
weiterhin ein Kauf
Wien. Die Wertpapierexperten
von Kepler Cheuvreux haben
aufgrund von stärkeren Margen
bei den Verkäufen das Kursziel der Buwog von 17,50 auf
18,50 Euro erhöht. Das Votum
lautet weiterhin „Buy“. Es gebe
weiteres Aufwärtspotenzial, da
sich der österreichische Immobilienmarkt stark entwickle.
Beim Gewinn je Aktie (FFO)
erwarten die Kepler-Analysten
0,90 Euro für 2014 sowie 0,96
bzw. 1,01 Euro für die beiden
Folgejahre. Ihre Dividendenschätzung je Titel beläuft
sich auf jeweils 0,69 Euro für
2014 sowie für 2015 bzw.
2016.
(APA)
Über alle Kategorien dürfte das
Preisniveau 2015 bundesweit um
mehr als zwei Prozent nach unten
rauschen statt im gleichen Ausmaß nach oben zu gehen, „wie es
eigentlich gesund wäre“, meinen
die Re/Max-Geschäftsführer Bernhard Reikersdorfer und Managing
Director Anton Nenning. Für das
oberste Preissegment wird im
Schnitt mit 3,8% Preisrückgang
gerechnet, im mittleren mit einer
stabile Nachfrage aber mit 1,8%
tieferen Preisen; nur im untersten
Segment dürften die Preise leicht
(um 0,3%) anziehen. Alle Immo-Kategorien zusammen würden sich
in Wien 2015 voraussichtlich um
2,7% verbilligen. Bei Zinshäusern,
der klassischen Anlage-Immobilien
in Ballungsräumen, ortet Nenning
eine „konstante Lustlosigkeit“.
Gewerbesegment bricht ein
Nenning: „Wir hören immer wieder: Kreditfinanzierungen sind restriktiver geworden.”
Angeboten sei die Vermarktung
schwieriger. Für eine im 15. Bezirk
für 3.700 Euro pro m2 erworbene
Eigentumswohnung ließen sich bei
9 Euro/m2 Miete nur 3% Rendite
brutto (vor Einkommensteuer und
vor Instandhaltung) erzielen; meist
seien es 2 bis 4%, so Wollein.
Ost-Käufer werden weniger
Wohnungen für 150.000 bis
300.000 Euro ließen sich „gut“ verkaufen, „über 350.000 Euro wird
die Luft aber dünn“. In Wiens Innenstadt im 1. Bezirk seien die
„Käufer aus dem Osten“ in den letzten Monaten – wegen der UkraineKrise, mutmaßt Wollein – ausgeblieben.
Das Angebot steigt, dies sieht
auch Re/Max so. In zentralen Lagen und im untersten Preissegment könnten die Mieten am freien Markt dagegen wegen starker
Nachfrage anziehen, teils auch
die Kaufpreise. Einen Preisverfall
werde man bei Geschäftslokalen,
Büros, Firmenobjekten sehen. Die
Prognose stützt sich auf Einschätzungen aller 500 Re/Max-Makler
vom November.
© Immofinanz
Immofinanz vermietet
in Ungarn an UPC
Wien. 2014 brachte einen Rekord:
Das Immobilieninvestmentvolumen in Österreich erreichte laut
Georg Fichtinger, Head of Capital Markets, CBRE Österreich, 2,8
Mrd. Euro – was zuletzt vor der Finanzkrise (ab 2007) gesehen wurde
und ein Plus gegenüber 2013 von
mehr als 1 Mrd (bzw. 60%) bedeutet. Rund drei Viertel des in Österreich investierten Volumens entfielen auf Wien. Insgesamt waren
Retailimmobilien am beliebtesten.
In Europa blieb nur der CEE-Raum
– wegen der Russland Krise – mit
einem Plus von rund 25% gegenüber 2013 hinter den Erwartungen.
Bei Eigentumswohnungen ist
der Preis-Hype nach jahrelangem
Anstieg vorbei, glaubt der Österreichische Verband der Immobilienwirtschaft (ÖVI). Schon 2014 habe sich der Preisanstieg im Wohnsegment in Österreich verflacht,
analysiert ÖVI-Maklersprecherin
Sandra Bauernfeind: „Mit einem
Rückgang rechnen wir aber keinesfalls.“ Der Markt werde sich wieder auf einem gesunden Preisniveau einpendeln. Bundesweit habe
sich der Preisanstieg im Vorjahr in
Österreich auf 2,5% abgeschwächt,
in Wien auf 2,2% (Basis: OeNB-Dataen für das 3. Quartal 2014 zum
3. Quartal 2013).
In Wien seien von 2010 bis 2014
die Preise für gebrauchte Eigentumswohnungen um fast 60% geklettert, für neu errichtete um 25%,
berichtet ÖVI-Vorstand Andreas
Wollein. Die von 2008 bis 2013
verzeichnete, „bis dahin unbekannt
hohe Preissteigerung“ nehme heute wieder ab. Die hier erzielbaren
Mieten hätten mit den Kaufpreisen
freilich nicht Schritt gehalten. Die
Käufer müssten sich mit weniger
Rendite zufriedengeben und würden Objekte viel eingehender prüfen als früher. Speziell bei teuren
© Weinfranz
Bei 2,75 Euro Kursziel scheint das
„Russland-Pech” eingepreist.
„Bei Wohnungen zeigt sich ein
klares Stadt-Land-Gefälle, doch
dürfte auch in den Ballungsräumen mit der starken und stetigen
Preisaufwärtsentwicklung Schluss
sein“, so Nenning. Lediglich für
zentrale Lagen wird ein Anziehen
der Preise für Eigentum um 2,5%
bzw. der Mieten um 3,1% prognostiziert, während sich am Stadtrand
Eigentum um 0,9% verbilligen und
die freie Wohnungsmiete nur um
0,4% verteuern dürfte. Wohnen in
Landgemeinden wird immer erschwinglicher: Das Burgenland gilt
als Geheimtipp.
Massive Preiseinbrüche im Ausmaß von 5,4 bis 7,1% zeichneten
sich nach Meinung der Makler bei
Gewerbe-Immobilien ab. Die Prognose für Geschäftslokale: –5,7%
Miete, für Büroflächen: –5,2%
Preisrutsch, für Firmengebäude
und Betriebsgrundstücke: –4,7%
Verbilligung. (lk/ag)
markt-trends
UPC bezieht das Immofinanz-Bürogebäude Haller Gardens im Juli.
Budapest. Der MultimediaAnbieter UPC wird sich auf
6.000 m2 im Bürogebäude „Haller Gardens“ der Immofinanz
einmieten. Der Vertrag wurde
für einen Zeitraum von zehn
Jahren fixiert. Zudem konnte
Immofinanz für zwei weitere
Bürogebäude mehrjährige Mietverträge im Umfang von rund
7.800 m2 verlängern; dies betrifft das Ojbket Globe 13 und
den Atrium Park. (lk)
Deutschland-ImmoHype geht weiter
Frankfurt. Die Preise für Immobilien in Deutschland werden
weiter steigen, wie eine Umfrage der Wirtschaftsberatung
Ernst & Young (EY) ergeben
hat. 62% der befragten Investoren erwarten für 2015
höhere Kaufpreise für Wohngebäude in Top-Lagen (2014:
58%). Deutsche Objekte würden
zudem auch beliebter: 45% der
Anleger bezeichneten Deutschland als sehr attraktiven Standort (Vj: ca. 33%). (ag)
Bundesländer Experten sind für Salzburg am negativsten gestimmt
Grüne Mark am positivsten
Salzburg/Graz. Die Bundesländer-Märkte präsentieren sich für 2015 teils sehr differenziert, so die
s Real-Experten. Auf Stadt und Land Salzburg komme eine weitere preisliche Entspannung der
Immobilien-Situation zu, anders gesagt: Die Immobilienpreise haben dort laut Re/Max die negativsten Aussichten aller neun Bundesländer. Der Angebotserweiterung von 5,7% stehe daher der
Preisrückgang um –5,7% entgegen. Auch im Land zwischen Arlberg und Bodensee erwarten die Re/
Max-Experten einen starken Nachfrage-Knick. Für die s Real haben sich die Preise in Vorarlberg auf
hohem Niveau stabilisiert, nur in ausgesprochenen Top-Lagen sind noch Steigerungen zu erwarten.
In der Steiermark profitiert vor allem Graz und seine Umgebung von einer enormen Zuwanderung,
sagen die s Real-Experten, während die Nachfrage nach Einfamilienhäusern im ländlichen Bereich
rückgängig ist. In Graz sei das Angebot mittlerweile wieder ausreichend. Re/Max erwartet für die
Grüne Mark für 2015 ausgeglichene Preise – das ist die positivste Sicht für die neun Bundesländer.
Die Re/Max Immobilien-Experten erwarten sich für das Burgenland einen generellen Anstieg der
Immobilien-Nachfrage um 2,8%, einen Anstieg des Angebots um 3,5 und Preiseinbußen von 2,8%.
Eigentumswohnungen am Stadtrand sollten sich preislich nicht verhindern. Ähnlich in Niederösterreich, so die s Real, nur die „Greater Vienna Area“ profitiert von einer guten Nachfrage sowohl nach
Miet- als auch Kaufimmobilien.
Für das südlichste Bundesland, Kärnten, sieht Re/Max eine erhebliche Stimmungsverschlechterung: Die Nachfrage steigt zwar um 2,6%, aber das Angebot noch mehr, nämlich um 3,9%. Laut s
Real ist zwar die Tätigkeit der privaten Bauträger rückläufig, viele Wohnungen stehen jedoch noch
leer. Leichte Preistendenz nach oben werde es nur in den städtischen Bereichen geben.
In Oberösterreich konzentrierte sich der Markt auch 2014 auf den Großraum Linz-Wels, wo die
Preise stabil bis leicht steigend waren. In den ländlichen Gebieten hingegen war die Nachfrage laut
s Real rückläufig und wird es wohl bleiben. Re/Max schätzt den oberösterreichischen Markt 2015
durchwachsen ein, aber trotzdem positiver als 2014. Die Preise für Baugrundstücke sollten nach einer Verschnaufpause wieder steigen (+1,6%).
In Tirol sind die Stadt Innsbruck und ihre Randbezirke nur noch für einen geringen Teil der Bevölkerung leistbar, so die s Real. Die Nachfrage nach gebrauchten Häusern und Wohnungen wäre
zwar vorhanden, aber es fehlt das Angebot, es könnte zu einer moderaten Preissteigerung von 2 bis
3% kommen, gesamthaft sieht Re/Max eine Preiskorrektur.
(lk)
Willhaben.at Das Immobilien-Portal hat
sieben Trends für 2015 identifiziert:
1. Haus im Grünen Weiterhin der Wohntraum (für 50,3% der Befragten), gefolgt vom
Objekt am Wasser (17,4%), Bauernhof (5,6),
Dachgeschosswohnung (5,3), Loft (3,6).
2. Angebot steigt leicht Die Preise werden
stagnieren, günstigere Immobilien in mäßigen Lagen haben Aufwertungspotenzial.
3. Multifunktionalität Konsumenten suchen
verstärkt nach All-In-One-Objekten, die Wohnen, Arbeiten, Wellness, Entspannung und
Unterhaltung gleichermaßen ermöglichen.
Das erfordert passende Grundrisse.
4. Ein- bis Zwei-Personen-Haushalte Ein
Trend, der anhält. Auch Ältere, insbesondere
Frauen, leben immer häufiger allein.
5. Kaufen statt Mieten Dank tiefer Kreditzinsen erwägen immer mehr Personen die
Anschaffung des Eigenheims statt zu mieten.
6. Green Buildings Developer setzen verstärkt auf ressourcenschonende und emissionsarme Architektur; das verbessert die Betriebskostenstruktur und steigert den Wert der
Objekte über den gesamten Lebenszyklus.
7. Internet of Things Dank Digitalisierung
werden in den nächsten zwölf Monaten weltweit bis zu 50 Mrd. Geräte mit dem Internet
verbunden sein. Dies beeinflusst den Büromarkt. Die Nachfrage nach stationären Handelsflächen wird sinken.
i m m o: c a pi ta l
Freitag, 16. Jänner 2015
financenetreal:estate – 27
Harsche Kritik via Medieninserate Der UK-Fonds Petrus Advisers scheint eine neue Form des medialen„Anpatzens“ institutionalisieren zu wollen
Petrus gegen conwert im Ring
Wien. „Oops, they did it again“
– das Management des Investmentfonds Petrus Advisers mit Sitz in
London hat wie schon zuvor beim
Flughafen Wien, an dem der Fonds
beteiligt ist, per Zeitungsinserate
seine Meinung kundgetan. Dieses
Mal hat der Immobilienkonzern
conwert sein Fett abbekommen.
In einem offenen Brief kritisierte Fondsmanager Klaus Umek
conwert-CEO Clemens Schneider
dafür, dass die conwert-Aktie seit
über drei Jahren 45% unter der
Performance des europäischen Immobilien-Aktienindex liege und die
Leerstände der conwert-Immobilien zu hoch seien. Petrus Advisers
hat mit Stand November 2014 rund
6,7% der conwert-Aktien gehalten.
Umek fordert medial sieben
konkrete Maßnahmen, andernfalls wolle man wissen, „wie unser
Geld möglichst unbeschadet ausgezahlt wird oder wie Sie die Aufgaben in fähigere Hände überge-
immobilien radikal abgewertet
und dann zum Buchwert verkauft“
habe. Aus Sicht von Petrus Advisers ist das Portfolio unterbewertet (die österreichischen Objekte
um bis zu 150 Mio. €, die deutschen um bis zu 145 Mio.). Der Nettoinventarwert (NAV) sei daher um
bis zu 4 € „falsch wiedergegeben“.
Gegenüber Reuters habe ein weiterer conwert-Aktionär ebenfalls
seine Frustration kundgetan, so
die Agentur.
ben werden“. Unter Schneider, der
2014 von der Westbahn zu conwert wechselte, habe sich die Finanzmarktkommunikation erneut
verschlechtert. Eine strategische
Neuausrichtung sei nie präsentiert
worden. Schneider weist die Vorwürfe als unwahr zurück und droht
mit rechtlichen Schritten, zumal
„Petrus Advisers von Mitte 2010
bis April 2012 größter und einflussreichster Aktionär war“.
Den österreichischen Investmentbanker Umek stören weiters
„die offensichtlich aufgeblähten
Kostenstrukturen“ sowie Immobilien-Verkäufe in 2014, bei denen der
Vorstand „erstklassige CEE-Wohn-
IVA-Chef kommentiert
Wilhelm Rasinger, Chef des Interessenverband der Anleger (IVA)
kann die Kritik teils nachvollziehen – auch wenn die Form des
Konflikts, über Zeitungsinserate,
wohl ungewöhnlich sei. Der Fonds
thematisiere in der Tat einige lang
bekannte Probleme. Die Kritik
werde sich mittelfristig positiv
auswirken, ist Rasinger überzeugt.
Das Hauptargument sei richtig,
dass sich die boomenden Immobilienmärkte im conwert-Aktienkurs
nicht niedergeschlagen hätten.
Es könnten Kontrakte aber auch
nicht überhastet aufgelöst werden.
Unrecht habe Petrus Advisers mit
den Vorwürfen zu den Immo-Werten, nimmt Rasinger conwert teilweise in Schutz.
(ag/lk)
© APA/Hans Klaus Techt
conwert-CEO Schneider lässt rechtliche Schritte gegen den britischen Investmentfonds überprüfen.
IVA-Chef Rasinger teilt einige der
­Kritikpunkte, aber längst nicht alle.
Wien – der Duft der Stadt.
Spritzig, belebend, spontan. Inspiriert von der Vielfalt.
UBM PIAG-Verschmelzung
5er-Vorstand
Wien. Die PIAG- und UBM-Aktionäre haben bei Sondertreffen am
14. und 15. Jänner beschlossen,
den Vorstand der börsenotierten
UBM Realitätenentwicklung AG
von drei auf fünf Personen aufzustocken, weil die Geschäftstätigkeit
durch die geplante Verschmelzung
der UBM mit der PIAG Immobilien
AG ausgeweitet wird. Neben Vorstandschef Karl Bier, Heribert Smole (CFO) und Martin Löcker gehören
künftig auch Michael Wurzinger
und Claus Stadler dem Vorstand
an. Im Zuge der Schaffung der PIAG, der Abspaltung der Porr-Immobilien-Sparte und ihrer Eintragung ins Firmenbuch sind 2014 die
UBM-Aktien der Porr auf die PIAG
übertragen worden. Porr hält keine UBM-Aktien mehr, PIAG ist zu
79,36% an der UBM beteiligt. (lk)
Wiener Weinpreis
Film Festival
Silvesterpfad
Wiener Eistraum
Porr Über 30% Streubesitz
Im Prime-Markt
© Porr/APA-Fotoservice/Hinterramskogler
Wien. Die Porr AG wechselte am 22.
Dezember 2014 vom standard in
den prime market, das PremiumSegment der Wiener Börse. Damit
verpflichtet sich der Konzern zur
Einhaltung erhöhter Transparenz-,
Qualitäts- und Publizitätskriterien.
Die Specialist-Funktion übernimmt
die Erste Group, die Raiffeisen
Centrobank AG und Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG fungieren
als Market Maker. Die Marktkapitalisierung beträgt per 19. Dezember 2014 rund 650 Mio. €. (ag)
www.wien-event.at
stadt wien marketing gmbh im Auftrag der Stadt Wien
Porr-CEO Karl-Heinz Strauss holte 2014
rund 119 Mio. Euro frisches Kapital.
SWM_IMAGE2010_MEDIANET_JP_216x288.indd 1
17.03.2010 16:20:14 Uhr
I m m o: M a r k e ts/ I m m o: S e r v i c e
28 – financenetreal:estate
Bank Austria Immobilien Holding Das offene Bieterverfahren soll bis Herbst 2015 abgeschlossen werden
short
Verkauf in zwei Phasen
Edikte mobil abrufen
und versenden
Wien. Die Ediktsdatei des Bundesministeriums für Justiz mit
den gerichtlichen Bekanntmachungen zu Zwangsversteigerungen ist nun zusätzlich
zum Internet auch via iOS-App
abrufbar, berichtet die Österreichische Immobilien Zeitung.
Die App stelle die Daten auch
grafisch in einer Österreichkarte dar. Die Detail-Darstellung
zeige den Originaleintrag, auch
das Langgutachten sei abrufbar. Die Edikte können als SMS
oder Mail verschickt werden.
Wien. Nach der Evaluation des gesamten, nicht zum Kerngeschäft
gehörenden Beteiligungsportfolios
hat sich die UniCredit Bank Austria
dazu entschlossen, mit der Verwertung des Immobilienportfolios
der Immobilien Holding GmbH-/
Gruppe in einem strukturierten
Verkaufsprozess zu beginnen. Das
offene Bieterverfahren richtet sich
an in- und ausländische Investoren
und soll bis Herbst 2015 abgeschlossen werden.
ger Austria Immobilien GmbH,
der Ekazent Immobilienmanagement GmbH, der Hausverwaltung
Dr.W.W.Donath Immobilienverwaltung GmbH oder dem Makler BA Real Immobilientreuhand;
ebenfalls dazu gehört Wien Mitte,
wofür der gesonderte Verkaufsprozess bereits 2014 gestartet wurde.
Der Verkaufsprozess ist zweiphasig strukturiert: Phase eins
betrifft den Verkauf des Hauptbestandsportfolios, Phase zwei den
Verkauf der Bauträgergesellschaft
BAI Bauträger Austria Immobilien
sowie der Dienstleistungsgesellschaften. Phase eins umfasst die
Pakete generalvermieteter bzw.
geförderter Wohnbau, Wohnobjekte in erstklassigen Lagen,
Zinshausportfolio, einzelne Wohnungen, Geschäftslokale und Stellplätze sowie Bau- und Mietrechte
der Ekazent Realitäten GmbH.
Zusätzlich werden Objekte zum
Einzelverkauf angeboten. (lk)
An ca. 80 Objekten beteiligt
Die Holding hält österreichweit
Beteiligungen an rund 80 Immobilienobjekten, u.a. am Donauturm,
der Garage am Hof, dem Schlosshotel Lebenberg in Kitzbühel und
der Wien Mitte Immobilien GmbH.
Sie hält darüber hinaus diverse
Beteiligungen u.a. im Projektentwicklungs- und Dienstleistungsbereich wie an der BAI Bauträ-
Wien. Die Immobilienplattform
willhaben.at hat eine Vermarktungskooperation mit dem internationalen Immobiliennetzwerk ListGlobally geschlossen.
Österreichische Makler und
Immobilien-Inserenten können
so ihre Objekte in elf weiteren
Ländern vermarkten und ihre Reichweite vervielfachen,
heißt es in der ÖIZ. Die Zahl der
Länder soll laufend erweitert
werden (derzeit: Deutschland,
Schweiz, Frankreich, Belgien,
Luxemburg, Niederlande, UK,
Irland, Spanien, Portugal und
Kroatien). Die Texte würden
automatisch in die jeweiligen
Sprachen übersetzt. (red)
CBRE übernimmt Asset Services für DEKA
© oln.at
Das Gebäude, im Besitz von DEKA/Westinvest, ist mit ÖGNI-Gold vorzertifiziert.
Mit dem Gate 2 verwaltet CBRE
nun bereits die achte Immobilie für
DEKA/Westinvest, sagt Wolfgang
Zeiner, der als Associate Director
Asset Services bei CBRE als Key
Account Manager für DEKA auch
für das Gate 2 verantwortlich ist.
Die CBRE Group, die an der Börse New York notiert, ist führend
bei Gewerbeimmobilien (Basis:
Umsatz 2013). Das in Los Angeles
ansässige Unternehmen mit mehr
als 44.000 Mitarbeitern in über 350
Büros weltweit (exklusive Zweigstellen und Partnerbüros) arbeitet
für Immobilieneigentümer, Investoren und Mieter auf der ganzen
Welt in Segmenten wie strategische Beratung, Immobilienvermietung und ‑verkauf oder Facility‑ und Projektmanagement. (lk)
Web-Service Abschlüsse im Einklang mit dem Gesetz
OÖV Mietwohnungen
Wien. Vermieter können die Kosten,
die sich durch Baumpflege und
Baumkontrolle ergeben, ihren Mietern weiterverrechnen. Dies legt
Rudolf North, Geschäftsführer der
Fachgruppe Wien der Immobilien- und Vermögenstreuhänder der
Wirtschaftskammer, dar.
Besondere Aufwendungen für
Gemeinschaftsanlagen sind anteilig i.d.R. nach dem Verhältnis der
Nutzfläche des Mietgegenstands
zur Gesamtnutzfläche überwälzbar. Grünanlagen eines Hauses
haben eine Sonderstellung inne,
die Beteiligung der Mieter sei nicht
von der Voraussetzung abhängig,
ob Benützungsrechte bestehen.
Wien. Aufgrund der auf Ebene der
EU seit 13.06.2014 geänderter Konsumentenschutzbestimmungen
und der neu geltenden Gesetze
VRUG (Verbraucherrechte-Richtlinie-Umsetzungsgesetz) und FAGG
(Fernabsatz- und Auswärtsgeschäfte-Gesetz) benötigt ein Maklerunternehmen mit einem Konsumenten einen Maklervertrag, um
für diesen tätig werden zu können
– darauf machen der Betreiber der
Dienstleistungsplattform makler-
Online abschließbar
Linz. Die Oberösterreichische Versicherung investiert weiter in Immobilien, geht aus der Bilanzvorschau hervor. Mit der Wohnoase in
Gramastetten – 33 Wohnungen für
betreubares Wohnen – habe man
einen Impuls Richtung qualitätsvolles Wohnumfeld im Alter gesetzt. Im Frühjahr werden 52 (bereits vergebene) Mietwohnungen
in Linz bezugsfertig; derzeit umgesetzt wird ein weiteres Projekt mit
23 Einheiten in Ried im Innkreis.
Der Maklervertrag: Statt lästigem Ausfüllen alles online und sicher abschließbar.
Daher finden auf der Plattform
Immobilientreuhänder und -makler die erforderlichen Dateien, um
diese Vereinbarung mit dem Kunden einfach und sicher und für den
Konsumenten kostenlos in einer
Onlineversion im Einklang mit
dem Gesetz abschließen zu können.
Der Konsument könne diese Vereinbarung sowohl zuhause am PC,
wie auch am Tablet oder via Mobiletelefon ausfüllen und abschicken. Zudem dokumentierten Unternehmen, die mit dem individuellen Link (www.maklervertrag.at/
ID/) auf die Seite verwiesen, Seriosität, da sie bei der Wirtschaftskammer gemeldet seien. (red)
vertrag.at, MCR Immobilien e.U.,
aufmerksam.
Die seit damals geltenden Regeln
sollen den Konsumenten schützen,
„sodass dieser von Anfang an weiß,
dass er es mit einem Immobilientreuhänder/Immobilienmakler zu
tun hat und eventuell auch ein Honorar zu bezahlen hat und nicht
später von einer Rechnung ,überrascht‘ wird“, heißt es.
© gramastetten.ooe.gv.at
„Betriebs“kosten
Der Nutzen der Grünfläche könne auch lediglich in den Annehmlichkeiten einer gefälligen Umgebung, einer schönen Aussicht oder
besseren Luft bestehen, unabhängig davon, ob die Mieter die Fläche
betreten, sie zu Erholungszwecke
oder gar Ertragszwecke nutzen
dürfen; die sachgemäße Betreuung
respektive Pflege sei hier als „Betrieb” zu verstehen. (red)
Immo-Anlagen
Für VRUG-geplagte Immo-Makler
© panthermedia.net/thodal
© The Square
Frankfurt. Das Zins-Rekordtief
treibt immer mehr Anleger in
den deutschen Immomarkt.
Insgesamt wechselten 2014
laut großen Maklerhäusern Gewerbe- und Wohnimmobilien
im Wert von mehr als 50 Mrd.
Euro den Besitzer. Der größte
Teil (knapp 40 Mrd. Euro) entfiel auf Büros, Ladenflächen
und Hotels, wie Jones Lang
LaSalle errechnete – der fünfte
Anstieg in Folge und gegenüber
2013 ein Plus von 30%.
Der Wohnungsmarkt sah
laut CBRE Transaktionen in
Höhe von 13,3 Mrd. Euro (ohne
Einzelverkäufe). Vor allem börsenotierte Firmen wie Deutsche
Annington, Buwog und LEG
nutzten die günstigen Finanzierungsbedingungen. (ag)
Wien. Rund 32.000 m2 umfasst das
Büro- und Verwaltungsgebäude
Gate 2, mit dessen Asset Services
CBRE von DEKA/Westinvest beauftragt wurde. Ende des Jahres
2014 wurde der Komplex in WienErdberg zur Gänze fertiggestellt,
etwa zwei Drittel des Gebäudes
wurden schon bezogen.
Gate 2 wurde bereits mit dem
Vorzertifikat der Österreichischen
Gesellschaft für nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI) in Gold
ausgezeichnet. Die Büros erstrecken sich in Bauteil A auf sechs
und in Bauteil B auf neun Geschoße. Im Erdgeschoß befindet
sich das neue zentrale Kundencenter von Wiener Wohnen, Eigentümer der Immobilie ist DEKA/
Westinvest.
Recht Mieterkosten
Baumpflege
Megadeal 2015 könnte der Verkauf
des Squaire bei Frankfurt werden.
Die Immobilien Holding der Bank Austria ist sogar am Donauturm beteiligt.
Gate 2 Gebäudekomplex in Wien Erdberg wurde Ende 2014 zur Gänze fertiggestellt, zwei Drittel schon bezogen
Mieter lesen den
Vertrag nur schleißig
D: Immomarkt war 2014
50 Mrd. Euro schwer
© APA/Georg Hochmuth
In einem ersten Schritt wird das Hauptbestandsportfolio mit insgesamt sechs Paketen veräußert.
willhaben.at kooperiert
mit listglobally.com
Wien. Laut einer repräsentativen Umfrage von immowelt.at
lesen 28% der österreichischen
Mieter ihren Mietvertrag vor
Abschluss nur unvollständig,
bevor sie ihn unterschreiben.
31% haben ihn den Angaben zufolge ganz gelesen, 41% mehrmals. Es dürfte einen Zusammenhang zwischen Einkommen
und Genaugikeit geben: Je
mehr wer verdient, umso genauer lese er den Mietvertrag.
Freitag, 16. Jänner 2015
Die OÖV konzentriert sich in ihrer Immobilienstrategie auf Mietwohnungen.
i mm o: m a r k ets
Freitag, 16. Jänner 2015
financenetreal:estate – 29
Catella Office-Markt Europa auf lange Sicht solide und stabile Investitionsplattform, speziell für Büroobjekte; London laut CBRE am teuersten
Anleger peilen 2015 Werterhalt
und geografische Streuung an
Unter Risiko-Renditegesichtspunkten bieten aktuell Madrid und Barcelona in Europa die höchsten Ertragschancen.
Mehr Kapital nach Europa
„Mehr Kapital denn je findet
aktuell seinen Weg nach Europa,
neue Kapitalquellen aus dem asiatischen Raum und aus dem Mittleren Osten sind mit rund zehn Prozent an den europäischen Transaktionen direkt beteiligt“, so Beyerle.
Daneben würden sich auch „Nachholeffekte” seitens staatlicher Investitionsfonds (Sovereign Wealth
Funds), Pensionsfonds und Versicherungsgesellschaften bemerkbar
machen.
Im Detail besagt der „Catella
Market Indicator Office 2014/2015
Report“, dass sich von den 32
Märkten lediglich an einem eine
steigende Rendite feststellen lässt
(Oulu/Finnland); 14 Standorte stagnierten und 17 weisen fallende
Renditen aus. Bei der Mietentwicklung sinkt lediglich an einem
Standort die Spitzenmiete (Jyväskylä/Finnland), an 14 Standorten
steigen die Spitzenmieten, und an
17 ist keine Bewegung zu orten.
deutsche Stadt unter den Top 50
befindet sich Frankfurt mit 588 €
je m2 und Jahr (Rang 49). Wien ist
mit 370 € nicht unter den Top 50
zu finden.
Asien weist dabei nach wie vor
einen Großteil der teuersten Büromärkte der Welt auf, wo sich mit
Hong Kong (2.262 €/m2/Jahr), der
Pekinger Finance Street (1.785 €/
m2/Jahr) und dem Pekinger Central
Business District (1.709 €/m2/Jahr)
allein drei Märkte unter den Top
5 befinden; dahinter folgt Moskau
(1.489 €/m2/Jahr.
Am amerikanischen Kontinent,
wo sich die Rahmenbedingungen
des Immobilienmarkts weiter verbessern, steigen die Spitzenmieten
stark.
© Panthermedia.net/Nick Hawkes
Wien. „Solides Wachstum, Mangel
an neuen Produkten, starke und
solide Mieternachfrage sowie der
immer noch große Appetit der Investoren auf Core-Objekte“, so skizziert Thomas Beyerle, Managing
Director bei Catella in Frankfurt,
die Trends.
Die meisten der 32 untersuchten
Märkte verzeichnen weitere Renditekompressionen (Anm.: Wegen
der anhaltend hohen Nachfrage
sind höhere Preise zu zahlen, was
zum Rückgang der Renditen führt)
und ein stabiles Umfeld für Spitzenmieten. Allerdings besteht Unsicherheit in der Zinspolitik für das
Jahr 2015, dies sollte aber kurzfristig keine Auswirkungen auf die
Investitionsmärkte zeitigen, so die
Catella-Analyse.
Weltweit 2,5% mehr Miete
„Die Mietentwicklungen bei Premium-Büroflächen spiegeln die
allmähliche und uneinheitliche
Erholung der Weltwirtschaft wider“, erklärt Andreas Ridder, Geschäftsführer CBRE Österreich.
Weltweit stiegen die Kosten an den
Top-Büromärkten um 2,5% im Jahresverlauf, angeführt von der Region Nord- und Südamerika mit 4,1%
sowie der Region Asien-Pazifik mit
2,8%. Währenddessen stagnierte
die Entwicklung in der Region
EMEA mit einem Anstieg von 0,3%.
Von den Top 50 der teuersten
Pflaster befinden sich 20 in der Region EMEA, 20 in der Region AsienPazifik und 10 in Nord- und Südamerika. „Wir erwarten, dass sich
die Erholung der Weltwirtschaft
fortsetzt, wodurch sich die Lage
auf den Arbeitsmärkten verbessern und die Nachfrage nach Büroflächen steigen wird“, sagt Ridder.
Nationale Konjunkturprogramme
sollten erst im dritten Quartal 2015
für Dynamik sorgen, Catella.(fh/lk)
CBRE: Londoner Westend ist mit 2.469 Euro je m2 p.a. teuerster Büromarkt – „mit sehr tiefer Rendite“, so die Catella-Experten.
„Wir rechnen mit einem weiteren
Ausbau des Anlegerinteresses in
Nebenlagen und steigendem Interesse an Sanierungsobjekten“, sagt
Beyerle, der darin vordergründig
eine Core-Investitionsstrategie
sieht, die eindeutig auf das Segment
„Value-add“ fokussiert sei, was dazu führe, dass geografisch gesehen
breiter investiert werde. „Ohne
Zweifel werden die Investoren auf
Qualität und werterhaltende Strategien setzen.“
Höhere Erträge in Spanien
Unter Risiko-Renditegesichtspunkten sind die Renditen in London, Paris, aber auch in München,
in der Regel sehr niedrig im Vergleich zum übrigen Europa, wäh-
rend in Madrid und Barcelona
voraussichtlich deutlich höhere
Erträge in den nächsten Jahren zu
erzielen sein werden.
Dynamik erst im 2. Halbjahr
Diese Investmentzentren hätten
derzeit ein sehr attraktives Renditeniveau, allerdings bei deutlich
unterschiedlicher Größe.
Im Gegensatz zu diesen „höheres
Risiko, höhere Rendite“-Städten
zeigten nordische Investmentzentren erneut ein sehr stabiles
Umfeld für Investitionen, angeführt bei der erzielbaren Gesamtrendite von Helsinki, gefolgt von
Kopenhagen und Stockholm.
Das schwache Wachstum der
Eurozone führte zu einer gerin-
gen Vermietungsleistung und zu
stagnierenden Büromieten in den
meisten europäischen Kernmärkten. Zum Mietanstieg von 0,3% im
Jahresverlauf haben vor allem
die günstigen Bedingungen in britischen und skandinavischen Städten beigetragen, bestätigt CBRE.
Auch der Dubliner Büromarkt habe sich kräftig erholt. Die größten
Rückgänge erfolgten auf CEE-Märkten wie Warschau (-1,6%).
US-Spitzenmieten steigen
Das Londoner Westend bleibt
laut der halbjährlich veröffentlichten CBRE-Analyse „Global Prime Office Occupance Costs“ mit
2.469 € je m2 und Jahr der teuerste
Büromarkt weltweit. Als einzige
Megadeal Mellennium Tower Auch das Segment „Zinshäuser” florierte im Vorjahr
LaSalle „Sich die Immobilien-Zyklen zunutze machen“
EHL 2014 mit Rekordergebnis
Kapital fließt weiter
Wien. Die zur EHL-ImmobilienGruppe zählende EHL Investment
Consulting schloss das Jahr 2014
mit einem Rekordjahr ab: Insgesamt wurden Transaktionen mit
einem Gesamtvolumen von fast
einer Mrd. € vermittelt, wird präzisiert. Davon entfielen rund 800
Mio. € auf den Bereich gewerbliche
Immobilien – gegenüber 2013 mehr
als doppelt so viel. EHL habe damit
die führende Marktstellung weiter
ausgebaut und sei bei fast einem
Drittel des Transaktionsvolumens
auf Käufer- oder Verkäuferseite
tätig gewesen.
München/Wien. Geld wird weiterhin aus allen Kapitalmärkten in
Immobilien fließen. Investoren
sollten sich jedoch zunehmend mit
dem Gedanken beschäftigen, dass
sie am Ende des Zyklus stehen
könnten, und sollten dem nächsten
zyklischen Abschwung in ein paar
Jahren zuvorkommen. Zu diesem
Ergebnis kommt LaSalle Investment Management („LaSalle“) in der
Ausgabe 2015 seines Investment
Strategy Annual (ISA) Reports.
„Wo wir im Immobilienzyklus
stehen, ist eine der am häufigsten
gestellten Fragen von Immobilien-Investment-Managern – mit
gutem Grund“, sagt Jacques Gordon, Global Head of Research and
Strategy bei LaSalle. „Die Märkte
rund um den Erdball befinden
sich in ganz diversen Stadien im
Hinblick auf ihre Grundlagen, ihre
Kapitalmärkte und auf ihre künftige Performance. Daher macht es
Sinn, einen Investitions-Plan zu
haben, der sich die Immobilienzyklen zunutze macht.” Beispiele
zyklussensibler Strategien seien
das Mitnehmen von Gewinnen
und der Verkauf von Immobilien
Mio. € vermittelte und in dem auf
der Käuferseite neben österreichischen Privatstiftungen Entwickler
und Versicherungen dominieren.
„Die Kompetenz im Bereich strukturierter Bieterverfahren war für
uns in diesem Segment ein wichtiger Wachstumsmotor“, erklärt
Geschäftsführer Franz Pöltl. Dies
habe sich speziell beim Verkauf
gesamter Portfolios wie etwa jenem der OeNB gezeigt. (lk)
Im Gewerbebereich entfielen die
größten Anteile auf Einzelhandelsobjekte (ca. 44%), dicht gefolgt von
Büroimmobilien (ca. 42%). Dabei
konnte EHL mit dem Millennium
Tower/der Millennium City (320
Mio. €) den größten Deal des Jahres in Österreich vermitteln; weitere erwähnenswerte Transaktionen waren der Verkauf von vier
Objekten des Warburg-Henderson
Österreich Fonds Nr. 1 (gesamt ca.
© EHL Immobilien
Ausbau globaler Kontakte
Michael Ehlmaier, GF EHL Immobilien: „Decken breites Kundenspektrum ab“.
in überschäumenden Kapitalmärkten, die Wahrnehmung der Vorteile
höherer Vermietungs-/MietpreisZuwächse in Wachstumsmärkten
und die Konzentration auf Lagen/
Sektoren, die so positioniert seien,
dass sie in einigen Jahren allgemein als „Core“-Assets gelten würden. „Weltweit wird 2015 Europa
am langsamsten wachsen, obgleich
es blühende und ins Stocken geratene Volkswirtschaften umfasst“.
© LaSalle
100 Mio. €) sowie die Workstation
Wien West und Mariahilfer Straße
37-39 (Humanic Store).
2015 wird dem Ausbau der internationalen Geschäftskontakte und
der Zusammenarbeit im Rahmen
des globalen Netzwerks Savills
großes Augenmerk gewidmet.
Ausgezeichnet entwickelt habe
sich auch das Geschäftsfeld Zinshaus, in dem EHL Investment Consulting 2014 Transaktionen um 180
Gordon: „Europa wird 2015 die am langsamsten wachsende Region sein.“
pe opl e &date s
30 – financenetreal:estate
Freitag, 16. Jänner 2015
Wertschöpfung UBM übernimmt als Pächter bis 2042 die Verantwortung für einen erfolgreichen Hotelbetrieb
short
UBM erstmals mit LB-Hotel
Revirement im Team
der s Versicherung
werden. Zum Umfang gehört ein
Frühstück, jedoch weder Roomservice noch Restaurant- oder
Küchenbetrieb. Zielgruppe sind
kostenbewusste Geschäfts- und
Urlaubsreisende. „UBM errichtet
das neue Hotel nicht nur, sondern
wird auch für 25 Jahre die Verantwortung für das Prosperieren
des Hotelbetriebs tragen“, erläutert UBM-CEO Karl Bier. Seit auch
die Immobilienrenditen auf ein
historisch tiefes Niveau abgesunken sind, investieren immer mehr
Fonds zur Ertragsverbesserung in
Hotels; diese Asset-Klasse bringt
deutlich mehr Ertrag als Büros,
Wohnungen oder die meisten Arten von Gewerbeimmobilien und
sie ist auch inflationssicherer. Da
Fonds Hotelbetriebe aber nicht
selbst führen dürfen, verpachten
sie diese Spezialimmobilien – wie
beim Holiday Inn Express Munich
City West, ist das oft gleichzeitig
der Entwickler der Immobilie.
© s Versicherung/Foto Wilke
Fritz Haslinger
Wien. UBM hat von InterContinental Hotels Group (IHG) im
Münchner Stadtteil Neuhausen
ein baureifes Projekt für ein Low
Budget-Hotel übernommen. Union
Investment wird das 302 Zimmer
umfassende Hotel nach Fertigstellung Ende 2016 von UBM erwerben. Um sich jedoch auch weiterhin die Wertschöpfung zu sichern,
wird UBM bis 2042 als Pächter das
Hotel als Holiday Inn Express betreiben, wie es heißt.
Die Vertriebsleitung der s Versicherung hat nun Christoph Oppitz inne.
Wien. Christoph Oppitz übernimmt mit 1.1.2015 die Vertriebsleitung Österreich bei der
s Versicherung. Renate Vierthaler tritt als Landesdirektorin für Salzburg seine Nachfolge an. „Meine Kernaufgabe als
Vertriebsleiter sehe ich darin,
die s Versicherung als Marktleader in der Lebensversicherung in eine weiterhin erfolgreiche Zukunft zu führen“, sagt
Oppitz. „Die Qualität unserer
Ziele bestimmt die Qualität
unserer Zukunft“, erklärt Vierthaler; gemeinsam mit ihrem
Team will sie die intensive und
hochwertige Betreuung der
Sparkassen in Salzburg weiter
ausbauen.
(fh)
Hotel Garni
Mit dem Holiday Inn Express
Munich City West errichtet UBM
erstmals ein Low Budget-Hotel.
Das 7 Ober- und 2 Untergeschosse
umfassende, 12.000 m2 Bruttogeschoßfläche große Haus soll in
der Kategorie „Garni“ mit einem
limitierten Serviceangebot geführt
Karl Bier: „Pachtkonstruktion als ,Win-Win-Modell‘, Eigentümer erzielt sofort Erträge.“
Gutes Händchen Scheidender Deutsche Bank-Österreich-Chef und Marcel Hirscher schlugen als Immo-Anleger zu
Betongold in Wien-Döbling und Salzburg
Wien/Frankfurt. Der scheidende
Österreich-Chef der Deutschen
Bank, Bernhard Ramsauer, war als
Verkäufer bei einer teuren Villentransaktion in Wien-Döbling erfolgreich: Er kaufte von seinem Arbeitgeber eine Villa in der Himmelstraße um 9,6 Mio. € und verkaufte
diese nur zwei Monate später um
23,8 Mio. an einen russischen ÖlManager, so das Magazin Gewinn.
Das im August 2013 von der
Deutschen Bank erworbene Anwesen mit mehr als 1.000 Quadratmeter Wohnfläche habe beim Preis
laut mehreren unabhängigen Gutachten dem aktuellen Verkehrswert entsprochen. „Ich hatte Glück;
der Markt für solche Immobilien
hat mittlerweile vollkommen gedreht, und dieser Preis wäre heute
Oberwaltersdorf/Wien. Die Interessenvertretung und
Verbandsorganisation der
Styropor-Hersteller und -Rohstofflieferanten in Österreich
hat einen neuen Vorsitzenden:
Mario Neuwirth. Er möchte mit
„den unzähligen Dämm-Mythen
und lancierten Fehlinformationen rund um Styropor aufräumen“. Styropor bestehe zu
98% aus Luft. Mit 1 kg Styropor
könnten im Laufe eines „Styroporlebens“ ca. 200 Liter Heizöl
eingespart werden; dabei werde für 1 kg Styropor inklusive
dem Materialeinsatz nur
ca. 2,5 kg Öl benötigt. (fh)
C-Quadrat verstärkt
Management Team
vermutlich nicht mehr erzielbar“,
wird Ramsauer vom Magazin
zitiert.
Auch Marcel Hirscher aktiv
Die Wiener Himmelstraße gilt als sehr begehrte Lage mitten im 19. Gemeindebezirk.
Warburg-Henderson Desinvestition wird fortgesetzt
6B47 Kauf um 26,5 Mio. €
Zumtobel Lichtforum
Wien. Die deutsche Investmentmanagementgesellschaft Warburg-Henderson Kapitalanlagegesellschaft für Immobilien mbH hat
das Büroobjekt am Höchstädtplatz
im 20. Wiener Gemeindebezirk an
einen privaten Investor verkauft.
Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart, vermittelt
wurde die Transaktion durch EHL
Investment Consulting.
„Das Interesse an Gewerbeimmobilien durch Privatinvestoren
Wien. Das ehemalige Telekom-Haus
in der Nordbergstraße 15 in WienAlsergrund ist im Vorjahr wieder
verkauft worden. Der neue Eigentümer 6B47 Real Estate Investors
AG kaufte die Immobilie von einem
deutschen Fonds Ende September
um 26,5 Mio. Euro, bestätigte ein
Sprecher einen Gewinn-Bericht.
Ein früherer Deal war wegen einer
Provision an Walter Meischberger
jahrelang Gegenstand von Ermittlungen, die 2014 eingestellt wurden.
Ursprünglich war die Immobilie
im Besitz der Telekom Austria, die
das Haus an ein Konsortium um
den Baukonzern Porr verkaufte,
das es nach nur zwei Monaten, Ende 2003, an einen deutschen Fonds
deutlich teurer weiterverkaufte.
Amsterdam/Dornbirn/Wien. Der österreichische Lichtkonzern Zumtobel
Group setzt ein deutliches Zeichen
in einem der führenden Architektur- und Technologiestandorte
Europas: Das Unternehmen wird
noch im Jänner im Zentrum von
Amsterdam ein neues Lichtforum
eröffnen – ein „offenes Haus für den
Austausch und die enge Zusammenarbeit mit führenden Architekten,
Lichtplanern, Technologieexperten
und Forschungspartnern”.
(fh)
© C-Quadrat
EHL begleitete Büroobjektverkauf
C. Mendez de Vigo: langjährige
Erfahrung in Asset Management.
Wien/London. Seit 1. Jänner
verstärkt Cristobal Mendez
de Vigo y zu Loewenstein das
Management von C-Quadrat.
Cristobal Mendez de Vigo wird
die Aufgaben eines Group-CFOs
wahrnehmen sowie darüber
hinaus schwerpunktmäßig im
Bereich Unternehmensentwicklung und M&A tätig sein. (fh)
Laut Gewinn war bei einem weiteren prominenten Immobilienverkauf Marcel Hirscher, einer der
erfolgreichsten österreichischen
Slalomfahrer, beteiligt. Hirscher
investierte in ein zweites Salzburger Zinshaus und zahlte 2,45 Mio. €
an die Uniqa-Versicherung.
Das Ende September 2014 gekaufte Wohngebäude befindet
sich in der Paracelsusstraße, nur
wenige Hundert Meter von seinem 2013 gekauften Wohn- und
Geschäftshaus in der Linzergasse
entfernt.
(ag/fh)
© Wikimedia/Michael Kranewitter
Mario Neuwirth folgt
auf Peter Schmid
ist in den letzten Monaten kontinuierlich angestiegen, wobei dabei
nicht nur die aktuelle Vermietung,
sondern auch alternative Nutzungskonzepte immer mehr eine
Rolle spielen“, sagt Franz Pöltl, Geschäftsführer von EHL Investment
Consulting.
Mit dem Verkauf des Büroobjekts setzt Warburg-Henderson
die planmäßige Desinvestition des
Warburg-Henderson Österreich
Fonds Nr. 1 fort, heißt es.
(fh)
Erste AM besetzt
Rechtsabteilung neu
Telekom-Haus
In Amsterdam
Um wie viel das Bürogebäude in Wien 1200 den Besitzer wechselte, ist nicht bekannt.
Für das Gebäude hatte sich die
Bundesimmobiliengesellschaft
(BIG) interessiert, wurde aber von
einem Konsortium (Porr und Kallinger) ausgebootet. Zwei Monate
später, Ende 2003, wurde das Gebäude von den Käufern um 49 Mio.
Euro weiterverkauft.
(APA/fh)
© Zumtobel Group
BIG wurde ausgebootet
© Warburg-Henderson
Wien. Mit 1.1.2015 hat Magdalena Arnezeder (33) die Leitung
der Rechtsabteilung der Erste
Asset Management und der
Erste-Sparinvest („Legal Services“) übernommen; sie ist seit
Juli 2011 in der Rechtsabteilung des Instituts tätig.
(fh)
© UBM
„Immer mehr Fonds investieren zur Ertragsverbesserung und Inflationsabsicherung in Hotels.“
UP Building Amsterdam: ZumtobelBeleuchtungslösungen auf 475 m2.
medianet
INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.
Freitag, 16. JÄNNer 2015 – 31
DIE NSA IM EINKAUFSZENTRUM
Wie man Audience Measurement mit Datenschutz & Privatsphäre vereinbart Seite 33
ROCHE KAUFT DUTALYS
© Schönherr
© PHH/christianwind.com
advisory
Florian Kusznier (Schönherr) hat beim
großen Biotech-Big Deal beraten Seite 36
EY-DIRECTOR
GERHARD
STEINER
© Stefan Seelig
ÖRAK-Präsident Wolff
will geringere Gebühren
short
© Warburg -Henderson
Baker & McKenzie
berät auch feiertags
Das Objekt am Höchstädtplatz 1–3
mit mehr als 13.000 m2 Fläche.
Wien. Das Immobilienteam der
Kanzlei Baker & McKenzie war
auch Ende Dezember fleißig
und hat die Warburg – Henderson Kapitalanlagegesellschaft
für Immobilien mbH beim Verkauf des Bürogebäudes Höchstädtplatz 1–3 begleitet.
Die Transaktion erfolgte
im Rahmen der planmäßigen
Desinvestition des Warburg –
Henderson Österreich Fonds
Nr. 1, in dessen Portfolio sich
das Objekt seit 2005 befand.
Nach dieser Transaktion beinhaltet der Fonds noch sechs
Immobilien, davon zwei Büround vier Retail-Objekte. (pj)
www.bakermckenzie.com
To-Do-Liste Rupert
Wolff wünscht sich
u.a. Reformen im
Strafvollzug, eine
neue Diskussion über
die Strafrechtsreform
und eine D
­ eckelung
der Gerichts­gebüh­ren
bei hohen Streitwerten. Bei wirt­
schafts­relevanten
Straftaten wie Untreue
möchte der Präsident
des Rechtsanwaltskammertages auch
noch „nachschärfen“.
Seite 32
Über die Erfolgsquote
der Arbeiterkammern
Linz. Bei rund zwei Drittel der
von der AK Oberösterreich im
Jahr 2014 beratenen Personen
ging es um Arbeits- und Sozialrechtsfragen. In 18.300 Fällen ging die AK OÖ vor Gericht
und erstritt dabei nach eigenen Angaben imerhin 120 Mio.
Euro.
(red)
© Trialogis
© APA/ÖRAK/Julia Hammerle
Spezialisiert auf
Konfliktmanagement
Nina Schiestl steigt bei der 2007
gegründeten Trialogis ein.
Standards Export- und Wachstumspotenzial nützen
Roland Berger Mit Optimismus ins Jahr 2015
Austrian Standards-Präsident Walter
Barfuß: 2,5 Mrd. € Wirtschaftsleistung
Wien. Ein exportorientiertes Land
wie Österreich schafft ein Viertel seines Wirtschaftswachstums
durch Normung – mit Standards
werden Handelshemmnisse abgebaut und neue Märkte über Europa
hinaus erschlossen.
„Normen schaffen Innovation
und Sicherheit und sind ein unübersehbarer Wirtschaftsfaktor
– schließlich bringen sie Österreich
ein Mehr an Wirtschaftsleistung
von 2,5 Milliarden Euro pro Jahr“,
sagt der Präsident von Austrian
Standards, Walter Barfuß. Schon
mehr als die Hälfte der Normungsteilnehmenden aus dem Wirtschaftsbereich sind KMU. Seite 33
© Tim Brakemeier/EPA/picturedesk.com
Normen tragen zum Wohlstand bei Fortschritt und Gründergeist
© Austrian Standards/Peter Tuma
Wien. Seit Jahresbeginn erweitert Nina Schiestl (51) das
Team von Trialogis in der
Würzburggasse als (vierte) geschäftsführende Gesellschafterin. Sie ist eingetragene Mediatorin und Unternehmensberaterin mit Schwerpunkt auf
Lösung von Teamkonflikten
und war davor selbstständig
tätig.
Trialogis ist spezialisiert auf
Wirtschaftsmediation und Organisationsentwicklung. Mit
dem Einstieg von Schiestl reagiert das Unternehmen auf
die gestiegene Nachfrage nach
Konfliktmanagement und
Mediationen in Firmen und öffentlichen Organisationen. (pj)
www.trialogis.at
Roland Berger: „Wirtschaftlicher Erfolg
besteht zu 80 Prozent aus Fleiß.“
München. Der renommierte Unternehmensberater Roland Berger hat
zum Start ins neue Jahr vor einem
übertriebenen Pessimismus in der
Wirtschaft gewarnt: „Es gibt keinen Grund zum Jammern.“
Die Chancen für die Firmen sind
nach Ansicht von Berger dank innovativer Technologien und hervorragend ausgebildeter, engagierter Mitarbeiter so groß wie lange
nicht. Vor allem bringt es seiner
Meinung nach nichts, an alten
Geschäftsmodellen festzuhalten,
wenn diese von technischen Neuerungen überholt werden. „Man
kann die Kutsche nicht vor dem
Auto bewahren.“
Seite 34
A DV I SOR Y: TOPTR E N D S
32 – advisory
gastkommentar
Strategie hollywoodgerecht verpackt
Freitag, 16. Jänner 2015
Ausblick auf 2015 (Auch) Rupert Wolff fordert eine Deckelung der Gerichtsgebühren bei hohen Streitwerten
Das ist die Wunschliste
des Anwalts-Präsidenten
Z
um Kern eines Unternehmens zählt üblicherweise
eine klare und verständliche Strategie. Jetzt ist es eine
– durchaus große – Aufgabe,
diese festzulegen und laufend
anzupassen. Eine andere und
zumindest genauso spannende
ist es, diese Strategie in kurzer,
prägnanter Form an Kunden
oder davor an Interessenten zu
vermitteln (um aus ihnen Kunden zu machen).
Besonders herausfordernd
wird das Ganze bei Coldcalls
– also beim Anrufen von Menschen, die man nicht kennt
und über die man relativ
wenig weiß. Das Schöne an
unserer Zeit ist es ja, dass es
zu jedem Thema Experten gibt,
die ihr Wissen gern gegen Zeit
und Geld an uns weitergeben.
Ich hatte kürzlich das Glück,
bei einer wirklich exzellenten
Schulung zum Thema Coldcalls
teilnehmen zu dürfen.*
Auf den Punkt gebracht
Besonders überraschend im
Rahmen dieses Seminars war
die Empfehlung, das eigene
Anliegen doch in eine Geschichte zu verpacken – aufgebaut nach den Empfehlungen
für Hollywood-Drehbücher und
Kassenschlager und angelehnt
an die großen Sagen und
Mythen der Menschheit.
Die Vorteile: Eine Geschichte
regt immer die Fantasie an,
lässt ein Bild im Kopf entstehen und aktiviert die emotionale Seite. Und Verkauf funktioniert nun einmal zu einem
sehr großen Prozentsatz über
Emotionen. Wenn Sie jetzt denken, das klingt kompliziert und
übertrieben, hier das Rezept in
Kurzform:
1. Vorstellung des Helden
(= Ihr Kunde)
2. Alles läuft hervorragend
(für Ihren Kunden)
3. Etwas ändert sich
(der Markt, der Mitbewerb,
die Rahmenbedingungen ...)
4. Die Änderungen nehmen
bedrohliche Formen an
(für Ihren Kunden)
5. Die Lösung wird gefunden
(idealerweise von Ihrem
Kunden und mit Ihrer
Unter­stützung)
6. Alles hat sich zum Guten
­gewendet (durch Ihre Hilfe
bzw. durch Ihr Produkt)
Klingt naiv? Funktioniert
aber überraschend gut. Hier
die genauen Kochrezepte
zum Nachlesen: The Writer‘s
Journey von Christopher
Vogler, Save the Cat! von
Blake Snyder und The Hero
with a Thousand Faces von
Joseph Campbell (Alle nur in
englischer Sprache erhätlich.)
* Infos und Kontakt zum
­Seminar und zum Vortragenden sende ich Ihnen gern
per E-Mail. Einfach Mail an
hello@crossdesign.at
© APA/ÖRAK/Julia Hammerle
HELMUT WEITZER, CROSSDESIGN
Wien. Den offen streitenden Anwälten in der Causa Alijev empfiehlt
Rupert Wolff, „wieder zu einem gemäßigten Ton zu finden“. Alles andere wäre dem Ruf der gesamten
Anwaltschaft in der Öffentlichkeit
abträglich“, mahnt der Präsident
des Österreichischen Rechtsanwaltskammertages (ÖRAK). Disziplinarmaßnahmen seien Sache
der Wiener Kammer, darüber dürfe aber öffentlich nicht informiert
werden.
Eine „Traumwoche“ hätten dem
Justizministerium die Hypo Alpe
Adria-Klagen vor Weihnachten beschert. Von der BayernLB hat das
Ministerium bereits 28,8 Mio. €
an Gebühren eingenommen, dazu
kommen möglicherweise noch 42
Mio. € für die Klage der Republik
gegen die BayernLB.
Das sind aber nur die Pauschalen für die erste Instanz: Wenn
beide Verfahren (falls auch die Republik zahlen muss) über alle drei
Instanzen gehen, würden letztlich
mehr als 300 Mio. € Gebühren ins
Justizbudget fließen.
Wolff: „Ich will den stabilsten Rechtsstaat Europas, weil das die Wirtschaft beflügelt.“
350.000 Euro sind genug
formen leisten, etwa im Strafvollzug, vor allem im Maßnahmenvollzug oder auch die Aufrüstung der
EDV. Da sei ein Innovationsschub
dringend geboten, um die Vorreiterreiterrolle Österreichs zu erhalten. So hielte Wolff es für sinnvoll,
manche Gerichtsverfahren per
Videokonferenz durchzuführen
– etwa wenn nur die beiden Anwälte und ein Richter die Rechtssache
besprechen.
Sehr zufrieden ist Wolff mit der
Zusammenarbeit mit Brandstetter
– deutlich zufriedener als „in den
Regierungsperioden davor“.
Der seit einem Jahr amtierende
Justizminister sei „ein Mann der
Praxis, der beide Beine am Boden
Für den ÖRAK-Präsidenten ist
das ein sehr aktueller Anlass, um
eine Gebührendeckelung zu verlangen. Alle vergleichbaren EULänder hätten einen „Deckel“ – in
Ungarn oder Italien sogar schon
bei 2.000 €. Österreich sollte sich
an Deutschland mit dem Maximum
von rund 350.000 € orientieren.
Zudem mahnt Rupert Wolff die
im Regierungsprogramm vorgesehene Evaluierung aller Gerichtsgebühren ein – wobei er die Streichung der Gebühren für Jugendliche als „ersten Schritt“ begrüßt.
Mit den Hypo-Gebühren könne sich Justizminister Wolfgang
Brandstetter jetzt einige nötige Re-
und einen Sinn für realisierbare
Vorhaben“ habe, aber auch ein
„gewisses Frust-Toleranzniveau,
wenn etwas nicht machbar ist“.
Weitere Vorschläge
Für das kommende Jahr hat der
ÖRAK-Präsident noch einige weitere Wünsche. So sollte die Diskussion über die Strafrechtsreform
„noch einmal aufgemacht“ werden.
Die Anwälte waren zwar in die Expertengruppe eingebunden, aber
deren Reformvorschläge seien
„nicht weltbewegend“.
Nachschärfungen wären nötig,
meint Wolff, etwa bei den wirtschaftsrelevanten Straftaten wie
Wirtschaftspolitik Barfuß: „Normen kosten Geld, sind aber für alle leistbar“
Normen als Strategieinstrument
Wien. Österreich gehört zu den Top
10 in der internationalen Normung
und bringt sich besonders aktiv in
den Gremien ein, belegt das aktuelle Internationale Normungsbarometer des französischen Normungsinstituts AFNOR.
Der Präsident von Austrian Standards, Walter Barfuß, appellierte
deshalb in einer Pressekonferenz
am 14.1. an Wirtschaft und Verwaltung, Normung noch stärker
als strategisches Instrument zu
nutzen, um sich damit wertvollen
Zeit- und Wissensvorsprung zu
verschaffen. „Wenn das Wirtschaftswachstum austrocknet,
braucht es Normen als Wissensflut
umso dringender“, so Barfuß.
einem leistungsorientierten Finanzierungssystem für zusätzliche Effizienz gesorgt. Der Teilnahmebeitrag von 450 € sei in etwa halb so
hoch wie jener in Deutschland.
„Kein vergleichbares Normungsinstitut hat einen so hohen Eigenfinanzierungsanteil wie Austrian
Standards“, so Barfuß. Es sei „ein
Gebot der politischen Weisheit,
für Balance in der Finanzierung zu
sorgen“.
„Was in weiten Teilen Europas
und der Welt längst genützt wird
– die Kraft von Normen und der Vorsprung durch Mitgestaltung –, ist
in Österreich noch nicht von allen
ausreichend erkannt“, fand Austrian Standards-Direktorin Elisabeth
Stampfl-Blaha kritische Worte.
„Teilweise dürften Vorurteile und
Informationsdefizite den Blick auf
das Wesentliche verstellen.“(pj)
www.austrian-standards.at
Hohe Eigenfinanzierung
„80% der Top-Unternehmen des
Landes nehmen bereits aktiv an der
Normung teil“, bestätigte KTMVorstand Harald Plöckinger, im
„Nebenberuf“ Vizepräsident von
Austrian Standards. Von „Normenflut“ könne keine Rede mehr sein,
Austrian Standards habe in Zeiten
der Budgetkonsolidierung mit
© Austrian Standards/Peter Tuma
© privat
Mäßigung rund um den Alijev-Fall, neue Diskussionen hingegen über die Strafrechtsreform.
Austrian Standards-Führungscrew H. Plöckinger, E. Stampfl-Blaha, W. Barfuß (v.l.)
Untreue. Unverändert umgesetzt
haben will er hingegen den Vorschlag der Expertengruppe zum
Weisungsrecht. Zwar bräuchte
man aus seiner Sicht gar keinen
Weisungsrat. Aber der Kompromiss – ein beratender Beirat aus
Generalprokurator und zwei Externen – sei „tragbar“, bleibe die
Struktur doch schlank.
Absolut in Ordnung ist für
Wolff, dass der Justizminister das
Weisungsrecht behält – „weil er ist
politisch dem Parlament verantwortlich, wie andere Minister auch
in ihrem Ressort“.
„Wir wollen den Rechtsstaat
entwickeln, wir wollen ihn aber
auch vor Schaden behüten“, hatte
Wolff zuletzt vor der Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung gewarnt und eine solche
als „Schadensfall“ bezeichnet. Die
Grundrechte der Bürger seien zu
respektieren, insbesondere von der
Politik und staatlichen Behörden.
Der Schutz der Daten der Bürger
müsse endlich ernst genommen
werden, die Wiedereinführung wäre eine Respektlosigkeit gegenüber
dem EuGH und dem VfGH.
Verständlicher werden
Außerdem seien viele Bürger mit
der Sprache der Justiz schlicht
überfordert. „Justitia soll blind
sein, aber klar und deutlich sprechen. Nur wer verstanden wird,
genießt das Vertrauen der Bürger.
Wir Rechtsanwälte wissen das.
Setzen wir uns gemeinsam dafür
ein, zu einer für die Allgemeinheit
verständlichen Sprache zu finden
– arbeiten wir gemeinsam an verständlichen Gesetzen und Verordnungen und überarbeiten wir die
Formalismen der Justiz im Zivilund Straf- sowie auch jene im Verwaltungsverfahren.“
(APA/red)
Beschluss G 186/2014-12
Managersteuer
„gilt“ laut VfGH
Wien. Die Managersteuer ist nicht
verfassungswidrig, hat der Verfassungsgerichtshof entschieden.
Die Regelung sieht vor, dass
Unternehmen Gehälter nur bis
500.000 € als Betriebsausgabe absetzen können. Das Bundesfinanzgericht hielt dies vor allem unter
dem Gesichtspunkt des verfassungsrechtlichen Vertrauensschutzes und des Sachlichkeitsgebots
für verfassungswidrig. Der VfGH
hat jedoch entschieden, dass die
Bedenken gegen die angefochtenen
Regelungen des Einkommensteuergesetzes und des Körperschaftsteuergesetzes unbegründet sind.
Der VfGH ist der Ansicht, dass
der Vertrauensschutz – dass Firmen auf das Weiterbestehen der
für sie günstigen Rechtslage vertrauen konnten – hier nicht greift.
Durch die bisherige Rechtslage
wurden Unternehmen nicht geradezu angeregt, Verträge über Gehälter in bestimmter Höhe zu schließen, heißt es; die Firmen können
daher insoweit keinen besonderen
Schutz beanspruchen.
(red)
www.vfgh.gv.at
Freitag, 16. Jänner 2015
A dv i sor y: M E DIA L AW
advisory – 33
Audience Measurement-Systeme Kundenströme und Aufmerksamkeitswerte von Werbeträgern analysieren – und verwenden?
Die NSA im Einkaufszentrum
MATHIAS PREUSCHL
Wien. 2013 wurden in Europa erstmals Fälle bekannt, in denen Handelsketten das Kaufverhalten der
Kunden im Geschäft mittels modernster Technik analysierten.
Konkret verwendet eine (britische) Kaufhauskette Gesichtserkennungstechnologie für die Anpassung von Werbung im Geschäft
und (italienische) Modeketten nutzen gleichartige Systeme, wobei
die Kameraobjektive pikanterweise
in den Augen der Schaufensterpuppen untergebracht sind. Ziel solcher
Maßnahmen ist die Anpassung der
Werbung an den konkreten Kunden. Endlich muss man nicht mehr
in Kauf nehmen, dass große Teile
der teuren Werbemaßnahmen an
der Zielgruppe vorbei wirkungslos verpuffen, sondern kann sicher
sein, dass die Werbebotschaft weitestgehend punktgenau ans Ziel
kommt ...
rigen Mann als solchen, nicht jedoch als Individuum und vermag
ihn auch nur von der 17-jährigen
Frau, nicht aber von anderen rund
40-jährigen Männern zu unterscheiden. Die Software darf nur
– mehr oder weniger fein definierte
– Gruppen erkennen. Diese werden
beobachtet, und es werden Werte
(Aufmerksamkeitsdauer, Erfolg
der Werbung) abgefragt und gespeichert. Das Endprodukt ist die
Verknüpfung. „60% der Gruppe etwa 40-jähriger Männer haben den
Spot für den Whisky X in seiner
ganzen Länge betrachtet, und 30%
dieser Gruppe haben ihn dann gekauft.“ Doch sind diese Verknüp-
fungen wohl nicht als „Daten“ im
Sinne des DSG zu verstehen, fehlt
es ihnen doch an der Individualisierung bzw. Individualisierbarkeit, da es bei der „Gruppe der etwa 40-jährigen Männer“ bleibt und
eben nicht „Max Müller, 43 Jahre
alt“ erfasst wird. Darüber hinaus
wird, glaubt man zumindest den
Betreibern, das Bildmaterial nicht
gespeichert, weshalb auch die Erfüllung des Kriteriums „Datenverwendung“ zweifelhaft ist.
Übrig bleibt also, dass es sich jedenfalls um eine Videoüberwachung handelt, deren rechtliche
Rahmenbedingungen, insbesondere die Kennzeichnungspflicht,
eingehalten werden müssen, nicht
jedoch um eine Datenverarbeitung
im eigentlichen Sinn. Dieser Befund
gilt jedoch nur solange, als kein Abgleich des Bildmaterials mit sensiblen Daten im Sinne des DSG durchgeführt wird. Filtern nach Gruppen
wie „Frauen um die 30 asiatischer
Herkunft“ ist gemäß §50a Abs 7
DSG jedenfalls verboten.
Somit gilt dasselbe wie bei Interneteinkäufen, Kundenkarten oder
Bonusaktionen: Wer Daten und
Privatsphäre schützen will, meidet
Derartiges sowie den Besuch mit
„Videoüberwachung und Gesichtserkennung“ gekennzeichneter
Geschäfte.
www.phh.at
© PHH/christianwind.com
Wie sind AM-Systeme konkret mit dem Recht auf Datenschutz und Privatsphäre vereinbar?
Mathias Preuschl ist Partner
bei PHH Rechtsanwälte.
Inside Your Business. Today.
Werbung richtig zuspitzen
„Greift“ das DSG?
Die Regelungen des Datenschutzgesetzes 2000 (kurz DSG) sind auf
die Verwendung von Daten gerichtet. Unter „Verwendung“ im Sinne
des DSG sind u.a. das „Ermitteln,
Erfassen, Speichern, Vergleichen,
Verknüpfen und Überlassen“ von
Daten zu verstehen, also von „Angaben über Betroffene, deren Identität bestimmt oder bestimmbar
ist“. Doch sind diese Kriterien im
gegenständlichen Fall erfüllt?
Die Gesichtserkennungssoftware
identifiziert einen rund 40-jäh-
medianet – Österreichs führende
B2B Wirtschaftsplattform
INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.
14. JG.
NO. 1884
¤ 4,–
FREITAG/SAMSTAG/SONNTAG, 7.– 9. NOVEMBER 2014
TREVISION
visual solutions
www.trevision.at
Konferenz in Graz 1.000 Delegierte, 170 Speaker, Regierungsvertreter und Experten aus 50 Ländern
Können die Städte
den Planeten retten?
INHALT
© M. Braungart
prime news & market watch
> Interview: Cradle-to-CradlePionier Michael Braungart 5
> Feature: Burgerking
– oder doch Veganista? 6/7
> made2matter: MarkenPositionierung in Echtzeit 13
retail
> Klarna untersucht das
Online-Kaufverhalten
19
© Geoff Caddick/EPA/picturedesk.com
© made2matter
marketing & media
> Innsbrucker Agentur P8
jetzt mit viertem Standort 11
Einer der Keynote-Speaker in Graz ist der ehemalige Londoner Bürgermeister Ken Livingstone.
© Stefan Joham
Smart Citys Die „Urban Future Global Conference“ am 18. und 19. November 2014
in Graz ist die größte Konferenz für nachhaltige Stadtentwicklung in Mitteleuropa.
Die Mega-Veranstaltung wirft ein Schlaglicht auf die Zukunft der Städte.
Seite 4
> Start: Solidaritätskampagne
„Nimm dir ein Herz!“
22
business weekend
© panthermedia.net/Andres Rodriguez
Erkennt die Software aufgrund
des aufgenommenen Bildes, dass
sich z.B. ein etwa 40-jähriger Mann
der Videowand nähert, wird Werbung für Markenalkoholika, Rasurbedarf und Herrenbekleidung gezeigt; kommt eine 17jährige Frau
zur selben Videowand, werden
Spots für Kosmetika, Musik und
Alkopops gestartet. In weiterer
Folge wird gemessen, ob die gezeigte Werbung auch wirklich die
Blicke der Kunden auf sich zieht
und wie lange diese die Spots betrachten. In einem dritten Schritt
ist es mittels der Videoüberwachung im Geschäft möglich, zu
prüfen, ob sich die Werbung auch
auf das Einkaufsverhalten ausgewirkt hat. Das Unternehmen erfährt, welche Werbung Sinn macht.
So futuristisch-bedrohlich dieses
Szenario wirkt, so real ist es längst
in der Welt des Interneteinkaufs:
Es existiert kein Kunde von Amazon & Co, der nicht schon längst
auf ihn zugeschneiderte Werbung
erhält, dessen Einkäufe nicht
schon analysiert wurden und zur
Erstellung eines individuellen
Profils geführt haben. Genau so
verständlich wie die Euphorie von
Handel und PR-Branche ist jedoch
auch die massive Kritik der Datenund Grundrechtsschützer, zumal
hier mit Technologie gearbeitet
wird, die für staatliche Sicherheitsdienste im Zuge der allgegenwärtigen Terrorismusbekämpfung
entwickelt wurde.
Der Vergleich mit Szenen aus dem
Hollywood-Thriller „Minority Report“ wird von Datenschützern
gern gezogen, und in diversen Internetforen wurde die Handelskette als „Big Brother“ gebrandmarkt.
Doch verstößt Derartiges wirklich gegen geltendes Recht?
AFTERWORK
Steak
200 g
eak
Huftst
Beilage
> Allergieverordnung: Wirte
sind wenig vorbereitet
24
> Zinsschritt in USA rückt
näher, anders in Europa 40
+ eine
l Hausbier
+ ein 0,3
Uhr
17.00 und 18.00
SELBSTÄNDIG GESUND
Mo.–Fr. zwischen
€ 20,-
WIR BELOHNEN IHR ENGAGEMENT
Praterstraße 1, 1020 Wien
P.b.b.
02Z030468 T
„medianet“ Verlag AG, Brehmstraße 10/4, 1110 Wien
Retouren an Postfach 100, 1350 Wien
www.elgaucho.at
MACHEN SIE MIT BEIM GESUNDHEITSPROGRAMM DER SVA IHRER GESUNDHEIT ZU LIEBE
www.sva-gesundheitsversicherung.at
The Opinionmakers Network für Entscheidungsträger und Meinungsmacher
„medianet“ Verlag AG
1110 Wien, Brehmstraße 10/4
Tel.: +43 1 919 20 - 2162
office@medianet.at | www.medianet.at
Die neuen Mediadaten und
den Sonderthemenplan
2015 finden Sie hier:
A dv i sor y: M Ä R K TE / L AW
34 – advisory
Optimismus Lust auf Selbstständigkeit, technischer Fortschritt als Entwicklungspotenzial & harte Arbeit, die sich lohnt
short
Kein Grund zum Jammern
Plaut will Synergien
besser nutzen
Zürich. Mit Daniel Malt hat am
1. Jänner dieses Jahres ein
erfahrener und seit 21 Jahren
für die Plaut-Gruppe aktiver
Berater und Projektleiter die
Geschäftsführung der Plaut
Management & IT Consulting
AG übernommen.
Das SAP-Lizenz- und Wartungsgeschäft und die Betreuung von komplexer werdenden
Anwendungen und Systemlandschaften des SAP Channel Partners wird in der Plaut (Schweiz)
Consulting AG fokussiert und
zukünftig von Alfred Hofmann
geleitet.
(pts)
www.plaut.com
München. Der Unternehmensberater-Doyen Roland Berger hat
zum Start ins neue Jahr vor einem
übertriebenen Pessimismus in der
Wirtschaft gewarnt. Die Chancen
für die Unternehmen sind nach Ansicht von Berger dank innovativer
Technologien und hervorragend
ausgebildeter, engagierter Mitarbeiter so groß wie lange nicht.
„Der einzige Mist, auf dem nichts
wächst, ist der Pessimist“, bringt
es der 77-Jährige mit einem seiner
Lieblingszitate auf den Punkt.
Wien als der Treffpunkt
der Rechtsanwälte
© APA/EPA/Julien Warnand
1. Längst nicht alle jungen Leute
wollen nach der Uni Beamte werden oder bei einem Großkonzern
wie Siemens oder der Telekom
einsteigen. Der Gründergeist sei
wesentlich stärker ausgeprägt als
gedacht. Berger ist ja selbst prominenter Gründer: Er betrieb als
junger Mann erst einen Waschsa-
Roland Berger ermutigt zu Gründungen, Innovationen und generell zu Optimismus.
Deloitte-Experte Die Firmen verzichten komplett auf Festnetzanschlüsse, Mobilität wird zum Wachstumsfaktor
Gast in Wien: Vera Jourova, EU-Kommissarin für Justiz und Verbraucher.
© Panthermedia.net/Tomas Skopal
Endlich weg mit dem Anrufbeantworter
Hinweg mit alter Technologie: kein Anrufbeantworter mehr unter dieser Nummer.
© Trigos/Richard Tanzer/www.richardtanzer.com
Ganzheitliche Corporate
Social Responsibility
lon, dann einen Getränkehandel
und gründete schließlich 1967 die
Unternehmensberatung.
2. Man könne die Digitalisierung
oder die Energiewende als Bedrohung für bestehende Geschäftsmodelle sehen – oder als Chance für
neue Geschäftsideen. „Wir hatten
noch nie so viele Technologien, die
das Leben und Arbeiten erleichtern
und schöner machen.“
3. „Erfolg besteht zu 80 Prozent
aus Fleiß.“ Die Klagen vieler Arbeitgeber über die wachsenden
Wünsche der Mitarbeiter an eine
ausgewogene Work-Life-Balance
sind aus Bergers Sicht nicht nachvollziehbar. Durch neue Technologien könnten die Firmen den
Arbeitnehmern besser entgegenkommen als noch vor zehn Jahren
– und zum Beispiel Home-OfficeTage ermöglichen. „Noch nie zuvor wurden so viele anspruchsvolle, lehrreiche und befriedigende
Tätigkeiten angeboten.“ (dpa/pj)
© Tim Brakemeier/EPA/picturedesk.com
Roland Berger hat immerhin drei Argumente, warum sich die Wirtschaft auf 2015 freuen kann.
Gründergeist & Arbeitslust
Wien. Vom 12. bis zum 14.2.
findet die 43. Europäische
Präsidentenkonferenz als
Dialogforum statt, bei dem die
gewählten Repräsentanten der
europäischen Anwaltsorganisationen den Erfahrungsaustausch pflegen.
Impulsreferate halten im
Palais Ferstel u.a. EU-Justizkommissarin Vera Jourova,
Manfred Nowak (Professor
für Internationales Recht und
Menschenrechte an der Uni
Wien) sowie Eckart Ratz (Präsident des Obersten Gerichtshofes). (red)
Freitag, 16. Jänner 2015
Atlanta. Wer in der Konzernzentrale
von Coca-Cola eine Nachricht auf
einem Anrufbeantworter hinterlassen will, hat seit einigen Tagen
Pech: Die Anrufbeantworter des
Unternehmens wurden abgestellt,
um die „die Art und Weise, wie wir
arbeiten, zu vereinfachen und um
die Produktivität zu steigern“, wie
es in einem internen Rundschreiben von IT-Chef Ed Steinike hieß.
Die Änderungen gelten seit
Dezember. Wer nun anruft und dabei seinen Gesprächspartner nicht
erreicht, bekommt eine Bandansage zu hören. Darin wird der Anrufer aufgefordert, es später noch
einmal zu versuchen oder aber
„eine alternative Methode zu nutzen“, um die entsprechende Person
zu kontaktieren.
Smartphones übernehmen mittlerweile einen großen Teil jener
Arbeit, die einst mit Festnetz und
Computern erledigt worden ist.
Und jüngere Leute, die mit der
Kurznachricht SMS aufgewachsen
sind, ignorieren ohnehin meist Anrufbeantworter – und bringen diese Einstellung mit zur Arbeit.
Zeit und Kosten sparen
„Menschen über 40 sind schizophren, wenn es um Anrufbeantworter geht; Leute unter 35 Jahren
nutzen diese hingegen kaum”, sagt
Michael Schrage, Wissenschaftler am Massachusetts Institute of
Technology. „Viele Menschen in
vielen Firmen haben ganz einfach
nicht die Zeit und den Willen, sich
am Ende oder am Anfang des Tages 25 Minuten lang durch 15 bis
25 hinterlassene Nachrichten zu
kämpfen.”
Laut Craig Wigginton vom Beratungsunternehmen Deloitte &
Touche könnten sich Unternehmen am Ende dazu entscheiden,
sogar komplett auf Festnetzanschlüsse zu verzichten – während
die Mitarbeiter mobiler werden.
Er selbst reist die meiste Zeit und
kommt nur gelegentlich ins Büro.
„Die Leute können heute besser
und flexibler von außerhalb arbeiten als in der Vergangenheit”, sagt
Wigginton. Genauso, wie die Leute
zunehmend daheim auf Festnetzanschlüsse verzichtet haben, sieht
er eine ganz ähnliche Entwicklung
auch in der Firmenwelt.
(pj)
Rosenkrieg Fast eine Milliarde US-Dollar reicht nicht
Apple, Google, Intel & Co. Vergleich im Abwerbestreit
New York. Fast eine Milliarde Dollar hat der US-Ölmagnat Harold
Hamm nach der Scheidung an
seine Ex-Frau gezahlt. Doch das
reicht Sue Ann Arnall nicht. Zwar
löste sie den Scheck über 975 Millionen Dollar (826 Millionen €) vergangene Woche ein. Das sei aber
nur ein kleiner Teil des Vermögens, das sie und Hamm in mehr
als zwei Jahrzehnten Ehe aufgebaut hätten, ließ Arnall über ihre
Anwälte mitteilen. Nur weil sie den
Cupertino. Im Rechtsstreit über
Geheimabsprachen für ein Abwerbe-Verbot unter US-Technologiefirmen wie Apple und Google
haben sich die Firmen auf einen
neuen Vergleich mit den Klägern
geeinigt. Sein Klient werde die
neue Vereinbarung unterstützen,
sagte der Anwalt eines Klägers, der
den ursprünglich ausgehandelten
Vergleich abgelehnt hatte.
Einen ersten Vergleich in Höhe
von 324,5 Millionen Dollar (275,42
Ein Rekord im Scheidungsbusiness Die US-Tech-Riesen einigen sich
Subjekt der Begierde für Scheidungsanwälte und Ex-Gattin: Harold Hamm.
Scheck einstweilig akzeptiert habe,
werde sie nicht ihren Einspruch
gegen das Urteil eines Gerichts in
Oklahoma zurücknehmen, wonach
Hamm den Großteil des ehelichen
Vermögens behalten dürfe. Nach
Arnalls Darstellung beträgt dieses
bis zu 18 Milliarden Dollar (15,25
Milliarden €).
Viel Arbeit für die Anwälte
Hamm – einer der reichsten
Männer der USA – ist Chef des Ölkonzerns Continental Resources
und war Energieberater des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney. Er hat
beantragt, Arnalls Einspruch abzuweisen. Schließlich habe seine ExFrau bereits die 975 Millionen Dollar akzeptiert. Ihr Recht auf eine
Berufung gemäß der Gesetze des
Staates Oklahoma habe sie somit
verwirkt, argumentierte Hamms
Anwalt Michael Burrage.
Damit geht der Rosenkrieg in die
nächste Runde. Die Summe, die
Arnall im November zugesprochen
bekam, ist eine der höchsten, die
es je in einem US-Scheidungsverfahren gab.
(Reuters/red)
Mio. Euro) hatte die zuständige
Richterin Lucy Koh im vergangenen Jahr noch als zu niedrig zurückgewiesen. Apple, Google, Intel und Adobe müssten insgesamt
mindestens 380 Millionen Dollar
zahlen, erklärte Koh damals. Wie
hoch die nun vereinbarte Summe
ist, blieb zunächst offen. In einem
Gerichtsdokument wurde keine
Summe genannt, und der Klägeranwalt wollte sich dazu nicht äußern.
Schmidts Mail an Jobs
© Monica M. Davey/EPA/picturedesk.com
Wien. Bis zum 5.3. läuft die Einreichfrist für den Österreichischen Nachhaltigkeitspreis
„Trigos“. Ausgezeichnet werden
Betriebe, die Corporate Social
Responsibility, verantwortungsvolles Wirtschaften, in
alle Handlungsfelder integrieren und entsprechende Maßnahmen in Hinblick auf die
angebotenen Produkte oder
Dienstleistungen, Einkauf, Mitarbeiter und im Bereich Umwelt und Gesellschaft setzen.
Bewerben kann man sich
in den Kategorien Ganzheitliches CSR-Engagement (nach
Firmengröße unterteilt in
klein, mittel und groß), Social
Entrepreneurship und Beste
Partnerschaft. Neben den bundesweiten Trigos-Verleihungen
haben Unternehmen mit Sitz in
Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark 2015
auch die Möglichkeit, regional
ausgezeichnet zu werden. (pj)
www.trigos.at
© David Shankbone/CC BY 3.0
Die CSR-Auszeichnung Trigos wird
heuer zum zwölften Mal vergeben.
Über den Tod hinaus spielt Steve Jobs
eine wichtige Rolle in diesem Rechtsfall.
In einer 2011 eingereichten Sammelklage hatten etwa 64.000 Angestellte den Unternehmen vorgeworfen, auf höchster Ebene einen Verzicht auf gegenseitige Job-Angebote vereinbart zu haben. So veröffentlichte Richterin Koh eine
E-Mail des ehemaligen GoogleChefs Eric Schmidt an den mittlerweile verstorbenen Apple-Gründer
Steve Jobs, in der er verspricht,
einen Angestellten der Personalabteilung zu feuern, der einen AppleMitarbeiter abgeworben hatte. Eine
detaillierte Erklärung der neuen
Vereinbarung soll laut Lucy Koh
demnächst vorliegen.(APA/red)
a dv i sor y: M Ä R K TE / I K T
Freitag, 16. Jänner 2015
advisory – 35
Top-Trends Internet of Things kommt nicht recht voran, Kluft zwischen Stadt und Land bei Internetzugängen wächst
short
Die Evolution der Märkte
– und was dabei zu tun ist
Die digitale Revolution
kommt doch unverhofft
Auch den traditionellen Medien soll es auch heuer gar nicht so
übel gehen: So werden z.B. 95% der
Buchhandelsumsätze in Deutschland 2015 nach wie vor mit gedruckten Exemplaren gemacht, so
Deloitte. E-Books würden sich als
zusätzliches Angebot weiterentwickeln, das Verbreitungswachstum
von E-Book-Readern habe sich
aber verlangsamt. Die Buchbranche befindet sich hier in einer vergleichsweise komfortablen Situati-
Breitband für Österreichs ländliche Regionen: Deloitte sieht die Verfügbarkeit als besonders wichtiges Technologie-Thema für 2015.
gar nicht lesen, und öfters Bücher
mit sich führen, ohne sie zu lesen.
Mit anderen Worten: Gedruckte
Bücher sind ein intellektuelles Statussymbol.
Kurzvideos – also v.a. YouTube –
werden das klassische Fernsehen
auch 2015 nicht ersetzen, sondern
„nur“ ergänzen – Short-Form-Videos
machen global lediglich 3% des Bewegtbildkonsums aus.
Für das Ende dieses Jahres sagt
Deloitte voraus, dass weltweit 5%
der NFC-fähigen Smartphones
mindestens einmal pro Monat für
Bezahltransaktionen verwendet
werden. Als Treiber für Mobile
Payment sehen die Berater neue
Dienste wie Apple Pay und Fingerabdruck-Sensoren, welche die
Sicherheit erhöhen und Vertrauen
beim Nutzer schaffen.
Beim E-Commerce prognostiziert
Deloitte einen Anstieg von Click
& Collect: Man kauft online ein
und holt die bestellte Ware dann
on: Die Deloitte-Experten meinen,
dass sich die Aversion der nach
dem Jahr 2000 Geborenen gegen
physische Medien wie DVDs, CDs,
Zeitungen oder Zeitschriften nicht
auf Bücher erstreckt. Deloitte zitiert diesbezüglich eine Studie aus
Großbritannien, laut der 62% der
16- bis 24-Jährigen Print-Bücher
E-Books „wegen des Geruchs“ und
der Sammelleidenschaft vorziehen.
Außerdem wollen sie „volle Buchregale”. Die viel gerühmten haptischen Qualitäten scheinen beim
Buch also tatsächlich eine Rolle
zu spielen. Einen großen Einfluss
haben bei Büchern offenbar auch
die Cover; in Untersuchungen habe
sich gezeigt, dass die Covergestaltung einen großen Einfluss auf die
Kaufentscheidung hat, so Deloitte.
Eine Untersuchung in den USA
fand heraus, dass 16- bis 34-Jährige auf ihre Buchsammlung stolzer sind als ältere Generationen,
dass sie eher Bücher kaufen, die sie
Kostenfaktor Wie die Gewinne aufgefressen werden
Wien. Integrierte Telemetrie für
Industrieausrüstung, neue Geräte
zur Gesundheitsüberwachung, mobile Zahlungssysteme sowie eine
Vielzahl neuer Sensoren bilden die
nächste Welle an Daten für unternehmensrelevante Analysen.
„Viele Firmen hatten bislang das
Problem, dass ihre existierenden
Datensammlungen keinen ausreichenden Mehrwert für die Geschäftsentwicklung boten“, sagt
Jay Kidd, CTO und Senior Vice
Die Hoffnung stirbt zuletzt
© NetApp
© Andrew Gombert/ EPA/picturedesk.com
2014 Rekordhalter bei Kosten
aufgrund von Rechtsstreitigkeiten.
Auf der letzten Meile
An Grenzen stößt auch eine
Technologie, die auch in Österreich eine bedeutende Rolle im
(politischen) Alltagsleben spielt,
Stichwort: „Breitband-Milliarde“.
Laut Deloitte soll sich nämlich
2015 die Schere bei der BreitbandVerfügbarkeit zwischen Stadt
und Land noch weiter öffnen. Die
schnellsten 10% der Breitbandhaushalte nutzen 20-mal schnellere Anschlüsse als das Zehntel am
unteren Ende der Geschwindigkeitsskala – und in ländlichen Regionen behindert die längere „letzte Meile” nach wie vor den Einsatz
moderner Breitband-Technik. (pj)
Reale Analysen aus der Wolke
(16,9 Mrd. USD) und Citigroup
Inc. verzeichneten die stärksten Einbrüche: Sie wendeten zusammen mehr als 25 Mrd. USD auf,
um die größten Streitigkeiten beizulegen, darunter Untersuchungen
im Zusammenhang mit dem Vertrieb von Pfandbriefen und Devisenmanipulationen.
„Bei den Rechtskosten hat nun
endlich die vorletzte oder letzte
Spielrunde begonnen”, hofft deshalb Paul Miller, Analyst bei FBR
Capital Markets. „Ich glaube nicht,
dass es noch einmal Rechtskosten
von 30 Mrd. Dollar geben wird.“
Das bedeute nicht, dass nicht
noch einmal zwei bis fünf Mrd.
Dollar kommen könnten – aber das
würde keinen großen Unterschied
mehr machen.
„Die Banken haben enorme
Summen an Bußgeldern und für
Vergleiche bezahlt”, kommentiert
Anton Schutz von Mendon Capital. „Trotzdem haben die großen
Institute Kapital gehortet, weil sie
nicht wissen, welche Geldstrafen
sie noch zahlen müssen.“
(pj)
an bestimmten Abholstellen ab.
Dies ermögliche einen Anstieg von
20% im E-Commerce-Markt. Über
die Zustellung nach Hause sei die
Branche mittlerweile an Wachstumsgrenzen gestoßen.
Analytics Big Data 2015, Software-Defined Storage & Co.
Riesige Rechtskosten für Banken
New York. 2014 wäre ein gutes Jahr
für die US-Banken geworden,
wären da nicht die Rechtskosten
in Höhe von nicht weniger als 30
Milliarden Dollar (25,4 Mrd. Euro)
gewesen.
Von Bloomberg zusammengestellte Daten zeigen, dass die rekordhohen Rechtskosten bei den
sechs größten amerikanischen Banken wohl einen Gewinnrückgang
von 5% führen dürften – den ersten
seit 2008. Bank of America Corp.
Wien. Die Mehrheit der Unternehmen sorgt sich aufgrund
der digitalen Revolution – nach
wie vor sind jedoch nur wenige
darauf vorbereitet, warnt eine
aktuelle KPMG-Studie.
„Natürlich kann die digitale
Revolution zu einer Bedrohung
für das Geschäft werden – für
den Umgang mit dieser Herausforderung sind eben bestimmte
Fähigkeiten erforderlich“, kommentiert KPMG-Partner Alexander Lippner. „Der Erwerb
dieses Know-hows gilt für zwei
Drittel der befragten Unternehmen als größte Hürde.“
Es sei daher ratsam, Strategien zu entwickeln, um dringend benötigte Talente für sich
zu gewinnen. Lippner: „In der
Regel bedarf es einer Mischung
aus internen Schulungen, strategischen Partnerschaften, Outsourcing sowie der Schaffung
von Kompetenzzentren.“
Weitere Schwerpunkte der
Implementierung von digitalen
Strategien stellen unternehmensinterner Widerstand,
fehlende Visionen und Limitationen bestehender IT-Systeme
dar.
(pj)
SDS-Experte Jay Kidd, CTO und
Senior Vice ­President bei NetApp.
President von NetApp. „Jetzt lassen sich diese Daten aber mit Informationen aus der realen Welt
bzw. dem Internet der Dinge korrelieren, um so Geschäftsprozesse
zu optimieren und um das Kundenerlebnis zu verändern.“
Software-Defined Storage
Noch einen Megatrend sieht
Kidd: SDS (Software-Defined Storage), das auf verschiedenen Hardware-Plattformen nutzbar ist und
Automationsmöglichkeiten besitzt,
wird auch mit Cloud-Anwendungen
einsetzbar sein. „So entsteht eine
Data Fabric, die von On-Premise
bis zur Public Cloud reicht.“ SDS
ermöglicht es Applikationen, einheitlich auf Daten zuzugreifen, die
in der Cloud liegen. Zudem erleichtert SDS das Daten-management
beim Umzug von Applikationen
in die Cloud. Kidd: „Die Effizienz
in Software-Defined Storage-Angeboten wie z.B. bei Cloud ONTAP reduziert außerdem die Kosten der Datenübertragung in die
Public Cloud sowie beim Ablegen
aktiver Daten in der Public Cloud
für einen längeren Zeitraum.“ (pj)
Big Data-Analytik
auf iPhone und iPad
© APA/EPA/Dan Himbrechts
Das Buch stirbt nicht aus
KPMG-Partner Alexander Lippner:
„Zu wenig digital vorbereitet!“
© A1 Telekom Austria
Wien. Das Beratungsunternehmen
Deloitte hat bekannt gegeben, wie
heuer Technologie-, Medien- und
Telekommunikationsmärkte eingeschätzt werden. Hinter allzu positiven Erwartungen soll z.B. IoT
(Internet of Things) bleiben – jener
Trend, dass immer mehr Geräte
wie Fernseher oder Eiskästen mit
Netzwerk-Funktionen versehen
werden. Weltweit würde 2015
„nur“ eine Milliarde vernetzter Geräte verkauft, meinen die Glaskugel-Gucker von Deloitte, und die
Mehrzahl davon im B2B-Sektor.
„Bislang wenig überzeugende Consumer-Anwendungen verhindern
die Entwicklung hin zu einem IoTMassenmarkt“, lautet der entsprechende Kommentar dazu.
Sehr beliebt bleiben jedoch
Smartphones; Deloitte prognostiziert, dass 2015 über eine Milliarde
Smartphones als Ersatz für Altgeräte gekauft werden – und das, obwohl die „alten“ Geräte manchmal
erst 18 Monate oder noch weniger
betrieben werden. Features wie
Fingerabdrucksensor, NFC (Drahtlose Funk-Kommunikation im Nahbereich und Voraussetzung für mobiles Bezahlen) sowie verbesserte
Kameras und Displays seien hier
kaufentscheidend.
© KPMG
Deloitte hat seine jährlichen Vorhersagen für Telekommunikation, Technolgie und Medien präsentiert.
Neue Analytikfunktionalitäten – auch
für den Consultingbereich verfügbar.
Wien. Apple und IBM haben im
Dezember „Made-for-Business“Apps und unterstützende Cloud
Services präsentiert – neue
Lösungen etwa für Berater,
Banken- und Versicherungsmitarbeiter, Einzelhandel, etc. wie
zum Beispiel:
• Advise & Grow gestattet Beratern, über eine sichere Autorisierung auf Kundenprofile
und Wettbewerbsanalysen
von kleineren Geschäftskunden vor Ort zuzugreifen,
analytische Erkenntnisse zu
sammeln, um personalisierte
Empfehlungen zu geben und
sichere Transaktionen durchzuführen.
• Trusted Advice ermöglicht
den Zugriff und die Verwaltung von Kundenportfolios
sowie die Möglichkeit zur
­Gewinnung kundenspezifischer Erkenntnisse durch
leistungsstarke Vorhersage­
analysen – und das in der
Küche des Kunden oder im
lokalen Café anstatt im Büro.
Der Berater kann dadruch
Empfehlungen mittels anspruchsvoller Prognosewerkzeuge abgeben und anschließend sichere Transaktionen
tätigen. (pj)
A dv i sor y: ta l k
36 – advisory
short
Der Start für Müller
Partner Rechtsanwälte
Freitag, 16. Jänner 2015
Meilensteine Der Kaufpreis kann im Höchstfall auf fast eine halbe Milliarde US-Dollar anwachsen
Der Biotech-Big Deal
MP Law: Manuela Maurer-Kollenz,
Bernhard Kall, Katharina Müller (v.l.)
Wien. Seit gestern (15.1.) präsentiert sich MP Law mit neuem
Namen und mit neuer Website.
Nach der Ausgliederung des
Schieds- und Energierechtsteams zählt die Wirtschaftskanzlei 3 Equity- und 4 JuniorPartner und hält bei einer
Teamstärke von 28 Personen.
An der forcierten Erweiterung
der Corporate & CommercialPraxis hält die im Bau-, Vergabe- und Stiftungsrecht stark
positionierte Sozietät fest. (pj)
www.mplaw.at
Frisches Humankapital
im Tourismusconsulting
Wien. Die Kanzlei Schönherr hat
Roche beim Erwerb der Dutalys
GmbH, eines im Privatbesitz befindlichen Biotechnologieunternehmens mit Sitz in Wien, als Lead
Counsel beraten.
Dutalys wurde erst im April 2010
gegründet und ist auf die Erforschung und Entwicklung bi-spezifischer menschlicher Antikörper
als Wirkstoffe auf Basis ihrer proprietären DutaMabs-Technologie
spezialisiert. Roche mit Hauptsitz
in Basel ist eines der führenden
Unternehmen im forschungsorientierten Gesundheitswesen. Es
vereint die Stärken der beiden Geschäftsbereiche Pharma und Diagnostics und entwickelt als weltweit größtes Biotech-Unternehmen
differenzierte Medikamente für die
Onkologie, Immunologie, Infektionskrankheiten, Augenheilkunde
und Neurowissenschaften.
Gemäß der noch im Dezember
bekannt gegebenen Verkaufs-
vereinbarung zahlt Roche an die
Dutalys-Eigentümer sofort 133,75
Mio. USD, während bis zu weitere
355 Mio. USD von der Erreichung
gewisser festgelegter Milestones
abhängig sind.
Rechtsexperten unter sich
Das Schönherr-Team stand unter
der Federführung von Partner Florian Kusznier (Corporate/ M&A).
Er wurde von den Partnern Guido
Kucsko (IP), Bernd Rajal (Regulatory) und Franz Urlesberger (Competition) sowie von Maximilian Lang
(Attorney; Corporate/M&A), Tamara Gaggl (Associate; Corporate/
M&A), Georg Schuh (Associate;
Corporate/M&A), Mark Tuttinger
(Associate; Regulatory) und Adolf
Zemann (Associate; IP) unterstützt.
Die Verkäufer wurden von einem
Team rund um Michael Barnert
(Barnert Egermann Illigasch
Rechtsanwälte) beraten.
(pj)
© Schönherr; Panthermedia.net/Olivier Le Queinec
© Müller Partner Rechtsanwälte/G.A.
Schönherr liefert Roche wichtiges Know-how für den Erwerb der Wiener Dutalys GmbH.
Partner Florian Kusznier führte das Team von Schönherr beim Biotech-Big Deal an.
Musikinstrumente Projektpartner Deloitte
Erscheint 6x im Jahr Eine neue Fachzeitschrift
Wien. Seit zwei Jahren nutzen Kinder und Jugendliche im SuperarOchester die Möglichkeit, im
Gruppenunterricht ein Instrument
zu erlernen und ihr Talent weiterzuentwickeln. Da Unterricht und
Ausstattung kostenlos sind, steigt
mit dem Interesse nach Plätzen
auch der Bedarf an Instrumenten.
Zu Weihnachten hat der langjährige Projektpartner Deloitte durch
eine Spende von elf Chelli noch
mehr Kindern die Teilnahme am
Superar-Orchester ermöglicht.
Wien. Am Dienstag (13.1.) präsentierte der Linde Verlag im großen
Festsaal des Bundesministeriums
für Justiz erstmals seine neue
Fachzeitschrift für Wirtschaftsund Finanzstrafrecht, die ZWF.
Neben Justizminister Wolfgang
Brandstetter, VfGH-Vizepräsidentin Brigitte Bierlein und dem OGHPräsidenten Eckart Ratz zählten
u.a. auch der Vizepräsident des
BFG Christian Lenneis, die Leitende Oberstaatsanwältin Eva Marek
und KWT-Präsident Klaus Hübner
zu den Gratulanten.
„Wir sehen unseren finanziellen
Beitrag als wichtiges Investment
für unsere Gesellschaft und den
Kultur- und Wirtschaftsstandort Österreich, dem sich unser
Die „ZWF“ liegt voll im Trend
Bernhard Gröhs: „Im Superar-Orchester
spielen bereits rund 60 Kinder.“
GERHARD STEINER verstärkt DAS EY-Team
Justizminister Wolfgang Brandstetter
mit Linde Verlag-GF Eduard Müller (r.).
Menschen, über die man spricht
Jakob Hochgerner Ein Anwalt als Landeshauptmann-Büroleiter
Linz. Jakob Hochgerner (geb. 1978) wurde zum Büroleiter im Büro des oberösterreichischen Landeshauptmanns Pühringer bestellt. Er hat an der
Johannes Kepler Universität in Linz Rechtswissenschaften studiert (Abschluss 2002) und war von Juli 1999 bis Juni 2001 Vorsitzender der österreichischen Hochschülerschaft an der juridischen Fakultät der JKU Linz.
Nach der Gerichtspraxis am Bezirksgericht und Landesgericht Linz
(2003) begann Hochgerner in einer Linzer Anwaltskanzlei und legte im April
2007 die Rechtsanwaltsprüfung ab; anschließend trat er als Jurist in den
oö. Landesdienst ein und war zunächst im Büro von WirtschaftsLandesrat Viktor Sigl tätig, ab Dezember 2009 war er in Pühringers
Büro u.a. für Gesundheitsagenden verantwortlich. Hochgerner ist
verheiratet und Vater von zwei Kindern (vier und zwei Jahre). (pj)
© Roland Berger
F RIS C H E R W I N D
BEI R. BERGER
© Stefan Seelig
Seit Kurzem ist Gerhard Steiner als Director für das Prüfungs- und Beratungsunternehmen EY im Bereich Transfer Pricing tätig. Der Oberösterreicher hat mehr als drei Jahrzehnte Erfahrung in der Finanzverwaltung
und war zuletzt Mitglied des Fachbereichs der Großbetriebsprüfung für
internationales Steuerrecht.
Als Spezialist für Verrechnungspreise hat Steiner die österreichische
Finanzverwaltung in zahlreichen internationalen Gremien vertreten. Im
Zuge dessen war er u.a. mit der Umsetzung des Aktionsplans der OECD
zum Thema Base Erosion and Profit Shifting (BEPS) beschäftigt.
Der Finanzexperte hat jahrelange Praxiserfahrung im Bereich der internationalen Konfliktvermeidung, insbesondere mit dem Ablauf von Verständigungsverfahren und (bilateralen)
Advance Pricing Agreements (APA).
Neben seiner Tätigkeit als Fachvortragender im In- und Ausland
zeichnet Gerhard Steiner auch für
zahlreiche fachspezifische Publikationen verantwortlich.
Bei EY Österreich wird
Steiner gemeinsam
mit Andreas
Stefaner den
Bereich Transfer Pricing
leiten und am
Standort Linz
ein Transfer
PricingTeam aufbauen. (red)
„Korruption, Bilanzfälschung,
Untreue oder Steuerhinterziehung
sind nur einige unserer Themen
– mit der ZWF bieten wir ein Forum
© Linde Verlag/APA-Fotoservice/Preiss
Verpflichtende Töne
für dieses interdisziplinäre Thema,
das Praxis und Wissenschaft gleichermaßen betrifft“, erklärte Linde
Verlag-GF Eduard Müller.
(pj)
Matthias Holzamer –
Finanzexperte mit den
Schwerpunktthemen
Finanzierung, Kapitalmärkte, Private Equity
und (finanzielle) Restrukturierung – verstärkt
das Wiener Team von Roland Berger Strategy
Consultants. Holzamer studierte Betriebswirtschaftslehre in München, London und
Paris, promovierte am Institut für Kapitalmarktforschung und Finanzierung an der LMU
München und stieg 2007 bei Roland Berger
Strategy Consultants ein, wo er im Jänner
2014 zum Principal ernannt wurde.
H EAD OF SALES
B EI B IS NOD E
Seit Jahresbeginn baut
Bisnode Österreich als
europäischer Anbieter
von digitalen Wirtschaftsinformationen seinen Fokus im B2C-Geschäftsfeld auch auf
dem deutschen Markt weiter aus, um Marktanteile hinzuzugewinnen. Als Zugpferd für
diesen Geschäftsausbau hat Roland Kreutz
(42) am 1.1.2015 seine Tätigkeit bei der
Bisnode Austria GmbH angetreten; er verfügt
über ein großes Netzwerk in den Branchen
Payment Service Provider, Rechnungskaufanbieter, Factoring, Auskunfteien etc.
© Schiessel/Foto Wilke
Linz. Mit der Ernennung zur
geschäftsführenden Gesellschafterin hat die auf Tourismus-Consulting spezialisierte
con.os gmbH einen weiteren
Expansionsschritt gesetzt.
Mitarbeiterentwicklung und
-führung sowie Strategien im
HR-Bereich standen bereits in
den letzten vier Jahren in Plonners Position als Leiterin der
Trainingsabteilung im Fokus
der Niederösterreicherin. (pj)
www.conos.co.at
© Bisnode Austria/R. Kreutz
Martina Plonner ist seit Jahresbeginn
auch con.os-Miteigentümerin.
Unternehmen verpflichtet fühlt“,
kommentierte Deloitte ÖsterreichPartner Bernhard Gröhs.
(pj)
www2.deloitte.com/at/de.html
© Deloitte/APA-Fotoservice/Preiss
© con.os
Elf Celli für das Superar-Orchester Wirtschafts- und Finanzstrafrecht
© Land OÖ/Kraml
IT-B ERATER IM
B LI CKPUNKT
Seit dem 1.1. ist Peter
Niederleithner geschäftsführender Gesellschafter
bei der Schiessel EDV Vertriebs.Ges.m.b.H.
und leitet damit gemeinsam mit Gründer und
Gesellschafter Johann Schiessel das Unternehmen. Niederleithner verfügt über umfassende IT- und Vertriebserfahrung u.a. bei BMC
Software und war langjähriger Geschäftsführer
der Raiffeisen Informatik Consulting. Das neue
Führungsteam will völlig neue, zukunftsträchtige Softwarelösungen forcieren, die speziell
für den Bildungsbereich entwickelt wurden.
medianet
inside your business. today.
Freitag, 16. Jänner 2015 – 37
Impfstoffe retten 2,5 Mio Menschenleben jährlich.*
* WHO, Unicef World Bank (2009). State of world’s vaccination and immunization, 3rd ed
Wie Medikamente die Welt verändern
pfizer.at/vom/impfstoffe
PPR-02-15/07.01.2015
healtheconomy
Studie: Pharmaumsätze
steigen wieder kräftig
© EPA
short
© APA/Herbert Pfarrhofer
Übernahme Der Schweizer
Pharmakonzern Roche hat
die Dutalys GmbH, ein in
Privatbesitz befindliches
Biotechnologie-Unternehmen
mit Sitz in Wien, übernommen.
Dutalys hat sich auf die Erforschung und Entwicklung von
vollhumanen, bispezifischen
Antikörpern, basierend auf der
firmeneigenen „DutaMab TM“Technologie, spezialisiert. Die
bispezifischen Antikörper, die
mit dieser Plattform entwickelt wurden, zeichnen sich
als neuartige, best-in-classMoleküle für verschiedene
Therapiebereiche aus, teilt
Roche mit.
Seite 40
© panthermedia.net/Sergey Novikov
Debatte In seinem Buch „Maschinensturm“ beschreibt der
Historiker Michael Spehr den
Protest und Widerstand gegen
technische Neuerungen am
Anfang der Industrialisierung
und geht der Frage nach, ob
es sich dabei um blinden Hass
auf neue Technologien oder
um eine sozialverträgliche
Technikkontrolle handelte.
Ganz einfach lässt sich das
auch bei der langatmigen,
immer noch andauernden
Debatte um die Elektronische
Gesundheitsakte (ELGA) nicht
beantworten: Elga-Geschäftsführerin Susanne Herbek verteidigt das System gegen neue
Kritik.
Seite 41
Arzneimittelkosten Eine aktuelle Studie von IMS Health lässt erwarten, dass
die weltweiten Medikamentenausgaben 2018 nahezu 1,1 Mrd. Euro umfassen
­werden; gegenüber 2013 ist dies ein Anstieg um etwa 30 Prozent. Seite 39
Bilanz Kassen setzen auf Prävention und Reform
inhalt
40
Medizintechnik und eHealth
> Wozabal beschäftigt beeinträchtigte Menschen 41
> I T-SV ist ausgezeichneter
Lehrlingsbetrieb 41
>K
iloCoach startet
eigene TV-Kampagne 41
© APA/Georg Hochmuth
40
Kassenvorsitzender Peter McDonald
erwartet sinkende Einnahmen.
Wien. Die gerade erst sanierten
Krankenkassen werden heuer voraussichtlich wieder ins Minus
rutschen. Während die Kassen für
2014 nach letzter Prognose noch
ein Plus von 59 Mio. € erwarten,
rechnet der Vorsitzende im Hauptverband der Sozialversicherungsträger, Peter McDonald, für 2015
und 2016 rote Zahlen. Ab der Jahresmitte 2014 seien wirtschaftlich
„düstere Wolken“ aufgezogen. In
der zweiten Jahreshälfte seien die
Medikamentenkosten wieder um
8% gestiegen, vor allem aber führen die Wirtschaftsflaute und die
steigende Arbeitslosigkeit zu geringeren Einnahmen.
Seite 38
Pfizer wächst mit Baxter-Werk
© Pfizer
Krankenkassen erwarten Defizit
Healthcare
> Neue Gewerkschaft: Ärzte
stehen vor Spaltung 38
> Impftag geht am Samstag
über die Bühne 39
Pharmareport und Lifescience
> Baxter ordnet sich
in Österreich neu > Pfizer kauft weitere
Impfstofffirma Industrie Pfizer hat jetzt auch Produktion in Österreich
Pfizer Österreich-Chef Robin Rumler
sieht Bekenntnis zum Standort.
Wien. Pfizer gehört nun auch zu
den großen Pharmaproduzenten in
Österreich. Nach der Übernahme
der Produktpalette zugelassener
Impfstoffe von Baxter International Inc. hat der Konzern auch einen Teil des Baxter-Produktionsstandorts in Orth an der Donau
übernommen. Dort werden die
Impfstoffe der übernommenen Produktpalette (NeisVac-C) und (FSME-Immun). Beide Impfstoffe passen perfekt zum Impfstoffgeschäft
von Pfizer, sagt Pfizer ÖsterreichGeschäftsführer Robin Rumler. Mit
dem Werk in Österreich gebe man
ein klares Bekenntnis zum Standort
ab, sagt Rumler.
Seite 40
c ov e r
38 – healtheconomy
Kommentar
Neue Ideen
im neuen Jahr
Freitag, 16. Jänner 2015
Sozialversicherung Wirtschaftsflaute und hohe Ausgaben für Arzneimittel erhöhen heuer wieder das Defizit
Krankenkassen sehen
2015 eher pessimistisch
Sozialversicherung und Gesundheitsministerin setzen auf Steuer- und Gesundheitsreform.
Martin Rümmele
Martin Rümmele
D
Wien. Die gerade erst sanierten
Krankenkassen werden heuer voraussichtlich wieder ins Minus
rutschen. Während die Kassen für
2014 nach letzter Prognose noch
ein Plus von 59 Millionen Euro
erwarten, rechnet der Vorsitzende
im Hauptverband der Sozialversicherungsträger, Peter McDonald,
für 2015 und 2016 rote Zahlen.
Ab der Jahresmitte 2014 seien
wirtschaftlich „düstere Wolken“
aufgezogen. In der zweiten Jahreshälfte seien die Medikamentenkosten wieder um acht Prozent
gestiegen, vor allem aber führen
das geringe Wirtschaftswachstum
und die steigende Arbeitslosigkeit
zu geringeren Erwartungen bei
den Beitragseinnahmen, die an
die Löhne und Gehälter gekoppelt
sind.
Hoffnung setzt McDonald in
die von der Regierung angekündigte Steuerreform; wenn diese einen Impuls für die Beschäftigung
und den Standort bringe, würde
das auch Mehreinnahmen für die
Kassen bedeuten. Bis Ende 2016
ist mit den Kassen auch noch ein
„Ausgabendämpfungspfad“ vereinbart. Die Verhandlungen mit
den Ländern über neue Ziele sollen
dann ab der zweiten Jahreshälfte
2015 parallel mit jenen über den
neuen Finanzausgleich, der ebenfalls Ende 2016 ausläuft, geführt
werden.
Große Erwartungen setzt McDonald in die beschlossene Gesundheitsreform, die nun umgesetzt
werden muss. Obwohl die Österreicher mit ihrem Gesundheitswesen jetzt schon in einer beneidenswerten Situation seien, könne das
Reform Erstattung
Spitalsstreit Gehaltsdebatte in den Krankenhäusern lässt Ruf nach eigener Gewerkschaft laut werden
Wien. Die österreichische Sozialversicherung hat ein vitales
Interesse an einer lückenlos
qualitätsgesicherten Versorgung ihrer Versicherten mit
entsprechenden Medikamenten,
betonte gestern auf einer Pressekonferent Peter McDonald,
Vorstandsvorsitzender des
Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungsträger.
Der Hauptverband trage dem
durch die Herausgabe des Erstattungskodex Rechnung, in
dem sich derzeit rund 6.650
verschiedene Packungen von
Arzneispezialitäten befinden.
Dadurch wird die Versorgung
der Patientinnen und Patienten
mit hochwertigen Arzneimitteln
zu ökonomisch vernünftigen
Preisen gesichert.
Der Erstattungskodex wurde
im Laufe der vergangenen zehn
Jahre durch zahlreiche funktionale Tools und Applikationen
wie etwa EKO2go erweitert und
nun mit neuen Inhalten neu
vorgestellt.
Kassenpräsident Peter McDonald will mit Bonusmodellen die Menschen zu einer gesünderen Lebensweise anspornen.
System mit Reformen fit für die
zweite Hälfte des 21. Jahrhunderts
gemacht werden. Mit der beschlossenen Reform hätten Bund, Länder
und Sozialversicherung die Grundlage geschaffen, damit die Rädchen stärker ineinandergreifen.
Im nächsten Schritt müssten nun
in der Umsetzung alle an einem
Strang ziehen, um Doppelgleisigkeiten zu beseitigen und Steuersowie Beitragsgelder effizienter
einzusetzen, meint der Sozialversicherungs-Chef.
Wichtig ist dem HauptverbandChef die Gesundheitsvorsorge.
Deshalb hält der das von ihm bei
der Gewerblichen Sozialversicherungsanstalt (SVA) eingeführte
Bonus-System, mit dem Versicher-
te ihren Selbstbehalt bei Erreichen
von Gesundheitszielen halbieren
können, nach wie vor für ein „gutes
Modell“. Er strebt an, dass alle
Träger einen stärkeren Fokus auf
die Vorsorge legen, will das SVAModell aber den anderen nicht
„überstülpen“. Auch andere Träger
hätten schon Modelle zur Gesundheitsvorsorge; deshalb sollten die
Träger von den besten Beispielen
lernen.
Ministerin zurückhaltend
Zurückhaltend reagiert Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser
(SPÖ) auf die Ankündigung, dass
die Krankenkassen 2015 und 2016
wieder ins Minus rutschen werden.
Es sei zum jetzigen Zeitpunkt noch
zu früh, um abschätzen zu können,
wie sich die Kassen wirtschaftlich
in den kommenden Jahren entwickeln werden.
Die steigenden Medikamentenkosten seien auf jeden Fall
ein wichtiger Aspekt. Dabei handelt es sich für Oberhauser allerdings um ein Problem, das nicht
nur Österreich betrifft, und „wir
brauchen hier gesamteuropäische
Lösungen“. Grundsätzlich hielt
die Gesundheitsministerin fest, es
sei McDonald „hoch anzurechnen,
dass er mit der Vorsicht eines ordentlichen Kaufmanns bedachte
Prognosen über die finanzielle
Entwicklung der Krankenkassen
tätigt“.
Ärzte sind mit eigener Kammer unzufrieden
Wien. Im Fahrwasser der Diskussion um das neue Arbeitszeitgesetz
für Spitalsärzte will sich nun eine neue eigene Ärztegewerkschaft
formieren. Unter dem Arbeitstitel
„Asklepios-Gewerkschaft für angestellte Ärztinnen und Ärzte in Österreich“ sammelt Initiator Gernot
Rainer derzeit Unterstützer – auf
Facebook hatten am Mittwochnachmittag bereits Hunderte Nutzer auf „Gefällt mir“ geklickt.
Die neue Gewerkschaft soll
nach dem Vorbild des Marburger
Bundes, der Interessenvertretung
aller angestellten und beamteten
Ärztinnen und Ärzte in Deutschland, aufgebaut werden. Auch die
Forderungen sind bereits publiziert, darunter unter anderem die
Verdoppelung des Bruttogrundgehalts bei 40 Wochenstunden sowie
eine angemessene Bezahlung der
anfallenden Überstunden.
Derzeit sei ein Treffen mit dem
Präsidenten der Wiener Ärztekammer, Thomas Szekeres, vorgesehen.
Zudem wolle man die Einreichung
als Gewerkschaft bei den Behörden
in den kommenden Tagen durchführen, heißt es auf Facebook. Be-
vor noch irgendetwas fix ist, winkt
die Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG) bereits ab: „Wir
treten geeint auf und agieren in
enger Kooperation mit Vertretern
der Ärztekammer. Wir erwarten
uns auch von der restlichen Ärzteschaft, dass sie mit uns an einem
Strang zieht“, erklärte Christian
Meidlinger, Vorsitzender der GdG
– Kunst, Medien, Sport, freie Berufe
(GdG-KMSfB) per Aussendung.
Die GdG verhandelt aber nur für
die Ärzte in den Spitälern des Wiener Krankenanstaltenverbundes.
Das größte Wiener Krankenhaus,
das AKH, wo die Mediziner bei der
MedUni Wien angestellt und damit
in der Zuständigkeit des Bundes
liegen, führt eigene Gespräche.
Anlass für die Debatten ist das
neue Arbeitszeitgesetz für Spitalsärzte, das mit 1. Jänner 2015
in Kraft getreten ist. Es sieht u.a.
© APA/Gert Eggenberger
Kassen legen
Preisliste vor
Verhandlungen mit Ländern
© APA/Georg Hochmuth
ie Menschen in Österreich gehen laut Umfragen mehrheitlich
pessimistisch ins neue Jahr.
Einer davon ist offenbar der
neue Vorsitzende im Hauptverband der Sozialversicherungsträger, Peter McDonald.
Der Kassenboss erwartet für
2015 und 2016 rote Zahlen.
Solche Prognosen seien nichts
Neues, unkt die Pharmaindustrie – am Ende würden die
Kassen immer besser dastehen,
als geplant. Das sei lediglich
ein Spiel, um den Preisvorstellungen der Industrie den Wind
aus den Segeln zu nehmen,
kritisiert die Branche.
Aber wie steht es wirklich
um die Kassen? Die Rahmenbedingungen sind in
der Tat alles andere als rosig: Neueinführungen teurer
Medikamente werden 2015
folgen, während die Zahl der
Patentabläufe, von denen die
Kassen zuletzt profitiert haben, zurückgeht. Die Ausgaben
dürften also steigen.
Gleichzeitig könnten die Einnahmen sinken, wenn sich die
Gesamtwirtschaft schleppend
entwickelt. Ein Ausweg könnte
hier die von der Regierung angekündigte Steuerreform bringen. Nicht nur durch Beschäftigungsimpulse, sondern vielleicht auch eine Verbreiterung
der Beitragsgrundlage. Anders
formuliert: ein Einbeziehen anderer Einkommensarten in die
Sozialversicherungspflicht und
eine gleichzeitig Entlastung des
Faktors Arbeit.
Ärzteproteste in Kärnten und anderen Ländern spalten auch die Ärzteschaft.
vor, dass Ärzte künftig nur noch
48 statt 72 Stunden pro Woche arbeiten dürfen – damit fallen auch
gut bezahlte Überstunden und
Nachtdienste weg, was die Ärztevertreter auch Gehaltseinbußen
von bis zu 30% befürchten lässt.
Ärztekammer bremst
Auch die Ärztekammer bremst:
ÖÄK-Vizepräsident Harald Mayer erklärte in einer Aussendung,
dass die Angestellten-Kurien
„100 Prozent aller Spitalsärzte in
Österreich“ vertreten und über ein
entsprechendes Verhandlungsmandat verfügen, wenn es darum gehe,
bessere Rahmenbedingungen zu
schaffen. „Die Angestellten-Kurien
können Kollektivverträge für die
Spitalsärzteschaft abschließen
und tun das bereits seit Jahren“, so
Mayer. Insofern sei es nur logisch,
dass die Vertreter der AngestelltenKurien die Verhandlungen führen.
„Die Steiermark und Salzburg haben gezeigt, dass vernünftige Ergebnisse nur durch Verhandlung
mit den Angestellten-Kurien zu erzielen sind.“
(APA/iks)
H E A LTH : C A R E
Freitag, 16. Jänner 2015
healtheconomy – 39
Pharmastudie Medikamentenausgaben pro Kopf werden bis 2018 in den meisten Ländern wachsen, sagt IMS Institute for Healthcare Informatics
Arzneimittelkosten steigen an
Ina Schriebl
Wien. Eine aktuelle Studie des IMS
Institute for Healthcare Informatics lässt erwarten, dass die weltweiten Medikamentenausgaben
2018 nahezu 1,3 Mrd. USD (umgerechnet etwa 1,1 Mrd. €) umfassen
werden. Gegenüber 2013 ist dies
ein Anstieg um etwa 30%. Diese
Wachstumswerte – bei stabiler
Währung stellt dies ein durchschnittliches jährliches Wachstum
von fünf bis sieben Prozent dar –
liegen über den durchschnittlichen
5,2 Prozent der vergangenen fünf
Jahre.
Dies sei in erster Linie auf die
Einführung neuer Spezialmedikamente, den erleichterten Zugang
der Patienten zu diesen sowie die
geringere Bedeutung von auslaufenden Patenten in den Industrieländern zurückzuführen.
Ganz im Gegensatz zum Bevölkerungswachstum werden die Aus-
Fortbildung Immunisieren
Impftag startet
Wien. Experten warnen immer
öfter vor einer zunehmenden Impfmüdigkeit in Österreich. Durch die
nachlassende Impfdisziplin in der
Bevölkerung kehren Krankheiten
vermehrt zurück, die bereits als
besiegt oder eliminiert galten. Das
betrifft nicht nur Kinder, sondern
auch Erwachsene. Information
darüber und über anderes rund
um das Thema Impfen bietet der
Österreichische Impftag, der morgen, Samstag, 17. Jänner, von 9
bis 17 Uhr in der Aula der Wissenschaften in Wien stattfindet.
Breiter Themenbogen
© dpa-Zentralbild-Z1018/Ralf Hirschberger
Das Motto dieses Tages lautet
„Vom Wissen zum Handeln“ und
umfasst neue, brisante und auch
kontroversiell diskutierte Impfthemen. Es wartet ein umfangreiches
Programm von Säuglingen bis
Senioren, der Rolle von Aluminium
in Impfstoffen oder wie man der
steigenden Impfmüdigkeit besser
begegnen kann. Referenten aus
England, Deutschland, der Schweiz
und Österreich werden sprechen
und mit den Teilnehmern aktuelle
Fragen diskutieren. In Workshops,
Vorträgen und anderen Kommunikationsformen werden Inhalte so
beleuchtet, dass sie bei der tagtäglichen Arbeit nützlich sein werden.
Abgerundet wird dieser Tag
mit dem Ball der Pharmacie in
der Wiener Hofburg. Der Impftag
ist die größte richtungsweisende
Impfveranstaltung für Ärzte und
Apotheker in Österreich.
(iks)
Morgen, Samstag, findet der
Öster­reichische Impftag statt.
gaben laut den Daten in den USA
konstant steigen. Dies liege daran,
dass im Vergleich zu den Vorjahren
in den Industrienationen weniger
Patente auslaufen und mehr Innovationen auf den Markt kommen.
Auch die Preissteigerung spiele eine Rolle. Trotz steigendem Wachstum in den Schwellenländern gebe
es noch starke Unterschiede zu den
Medikamentenausgaben pro Kopf.
Nur in Spanien und Frankreich
würden die Medikamentenausgaben pro Kopf bis 2018 zurückgehen, was an Richtlinien zur Ausgabenkontrolle liege.
Der höchste Anstieg wird für
China erwartet, wo die Medika-
mentenausgaben pro Kopf in den
kommenden fünf Jahren um mehr
als 70% steigen sollen. Obwohl
China die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt ist, wird davon
ausgegangen, dass dessen Ausgaben pro Kopf nur neun Prozent der
Ausgaben der USA ausmachen.
Höchster Wert im Jahr 2014
Aufgrund der Tatsache, dass weniger Patente auslaufen und neue,
innovative Produkte auf den Markt
kommen, wird es in den Industrieländern 2014 zu einem starken Anstieg kommen. Die Ausgabensteigerung bis 2018 wird von den USA
und Japan angeführt, gefolgt von
den fünf größten Wirtschaftsnationen der EU (Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und dem
Vereinigten Königreich), die ihre
nach wie vor niedrigen Ausgabensteigerungen beibehalten werden.
Der Anstieg in den Industrieländern wird jedoch zurückgehen.
Auslaufende Patente und Maßnahmen zur Kontrolle von Medikamentenpreisen werden den Preisanstieg eingrenzen, sodass die Steigerung zu einem großen Teil von den
verkauften Mengen abhängt.
In den Schwellenländern setzt
sich der Anstieg weiter fort, was
am Bevölkerungswachstum liegt.
© panthermedia.net/Fabrice Michaudeau
Den weltweit höchsten Anstieg erwarten Pharma-Statistiker mit mehr als 70 Prozent in China.
Medikamentenausgaben pro Kopf
werden weltweit zunehmen.
Ph a r m a : r e p or t
40 – healtheconomy
Novartis baut den
Generika-Bereich aus
© EPA
Basel/Wien. Der Schweizer
Pharmakonzern Novartis hat
gute Chancen, für ein Nachahmermedikament des AmgenKrebsmittels Neupogen die
Zulassung in den USA zu erhalten. Ein Expertenausschuss
der US-Gesundheitsbehörde
FDA stimmte einstimmig für
eine Genehmigung. Die Behörde folgt in der Regel den
Empfehlungen des Gremiums.
In diesem Fall würde die Behörde damit erstmals grünes
Licht für ein nachgebautes
Biotech-Produkt geben. Die
Pharmabranche bemüht sich
verstärkt um die Entwicklung
solcher Biosimilars, um Kosten
zu sparen.
Der Pharmariese Novartis setzt
auf sogenannte Biosimilars.
AbbVie bezieht neues
Öko-Büro in Wien
Wien. „Es ist ein weiterer
Schritt im Rahmen unserer
langfristigen Wachstumsstrategie und zugleich eine Bestätigung unseres bisherigen
Unternehmenserfolgs“, sagt
Ingo Raimon, General Manager
AbbVie Österreich, anlässlich
des Umzugs des international
tätigen biopharmazeutischen
Unternehmens. Für die neuen Büroräumlichkeiten im
klima:aktiv Passivbürohaus
„Silo“ im 23. Wiener Gemeindebezirk erarbeitete AbbVie
ein innovatives Bürokonzept
mit zukunftsweisender Ausstattung. Mit dem Silo hat die
Erste Group Immorent in der
Lemböckgasse 61 ein Passivhaus-Konzept umgesetzt.
Impfstoffe US-Pharmakonzern übernimmt mit Impfstoffsparte auch Produktionsstandorte in Orth an der Donau
Pfizer ist mit Baxter-Deal in
Österreich auch Hersteller
Pfizer Österreich-Chef Robin Rumler: „Wir setzen mit insgesamt 500 Mitarbeitern klar auf Österreich.“
Martin Rümmele
Wien/Orth. Pfizer gehört nun auch
zu den großen Pharmaproduzenten in Österreich. Nach der
Übernahme der Produktpalette zugelassener Impfstoffe von
Baxter International Inc. hat
der Konzern auch einen Teil des
Baxter-Produktionsstandorts in
Orth an der Donau übernommen.
Dort werden die Impfstoffe der
übernommenen Produktpalette
(NeisVac-C und FSME-Immun)
produziert. Beide Impfstoffe passen perfekt zum Impfstoffgeschäft
von Pfizer, sagt Pfizer ÖsterreichGeschäftsführer Robin Rumler.
Pfizer hat nun zwei Unternehmen
in Österreich, und in Orth an der
Donau einen Produktionsstandort
mit 213 Mitarbeitern. „NeisVac-C“
ist ein Impfstoff zum Schutz gegen
die durch Meningokokken der Serogruppe C verur-sachte Meningitis.
Diese schwere Infektion der Hirnhäute kann bei 10 bis 15 Prozent
der Patienten tödlich verlaufen,
bei 30 bis mehr als 50 Prozent der
überlebenden Patienten kommt es
zu schweren körperlichen, sozialen
oder psychischen Folgeschäden.
© Pfizer
short
Freitag, 16. Jänner 2015
Pfizer Österreich-Chef Robin Rumler und Produktionsmanager Martin Dallinger setzen klar auf den Standort Österreich.
einem Forschungsetat von 6,7 Milliarden US-Dollar im Jahr 2013
zählt Pfizer zu den größten forschenden Pharmaunternehmen der
Welt und setzt Standards in verschiedenen Therapiegebieten wie
Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen, Entzündungserkrankungen, Krebs, Neurologische
Erkrankungen und Schmerz, Seltene Erkrankungen oder bei Impfstoffen. In Österreich gliedert
sich das Unternehmen in zwei
Geschäftsfelder: Rezeptpflichtige Medikamente und Rezeptfreie
Produkte. Das Produktportfolio
umfasst innovative Originalpräparate und patentfreie Produkte einschließlich Generika.
FSME-Impfung
„FSME-Immun“ ist ein Impfstoff
gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis, einer Virusinfektion des
Gehirns, die durch den Biss von
mit dem FSME-Virus infizierten
Zecken übertragen wird. Jedes
Jahr führt das FSME-Virus aufgrund von neuroinvasiven Erkrankungen in Europa und Asien zu
Tausenden Todesfällen. Vor allem
in Österreich ist die Impfrate traditionell hoch.
Pfizer erforscht und entwickelt
moderne Arzneimittel für Menschen in allen Lebensphasen. Mit
Industrie US-Pharmariese organisiert sich neu
Weitere Übernahme
Pfizer meldet dieser Tage eine weitere Übernahme: Der US-amerikanische Pharmakonzern kauft einen Mehrheitsanteil an der Zürcher Biotechfirma Redvax. Damit erhalte Pfizer
Zugang zur Erforschung eines Impfstoffs gegen das Humane Cytomegalievirus, teilte der
US-Konzern mit. Redvax mit Sitz in Schlieren
gehörte vor der Übernahme zum Zürcher Biotechunternehmen Redbiotec und wurde für
den Verkauf abgespalten; ein Kaufpreis wurde
nicht genannt.
Das Humane Cytomegalievirus (HCMV) ist ein
Herpesvirus, das 50 bis 90 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in sich tragen, wie es in der
Pfizer-Mitteilung heißt. Bei der Mehrheit der
Träger zeigten sich allerdings keine Symptome.
Das Virus werde gefährlich, wenn es von
schwangeren Frauen an ihr ungeborenes Kind
weitergegeben werde. Jedes fünfte infizierte
Kind leide an Symptomen, die von Gehörverlust bis hin zu geistigen Behinderungen
reichen.
Wachstum Pfizer hat sich zum Ziel gesetzt, in
den kommenden Jahren im Bereich Impfstoffe
stark zu wachsen und investiert hier auch in
die eigene Forschung. In Österreich hat mit
Jahreswechsel Renée Gallo-Daniel die Leitung
der Business Unit Vaccines übernommen.
Sie ist seit mehr als 20 Jahren in der pharmazeutischen Industrie, davon mehr als 10 Jahre
im Impfstoffbereich.
Übernahme Wiener Biotech-Unternehmen entwickelt Antikörper-Plattform
Baxter stellt alles um Roche kauft Biotech-Firma
Wien. Vor seiner Trennung in zwei
unabhängige Unternehmen ordnet
das Pharma- und BioScience-Unternehmen Baxter seinen Vorstand
neu. Wie Baxter-Sprecher Michael
Heinrich bekannt gibt, ziehen als
neue Mitglieder Simone Oremovic
(Senior Director Human Resources),
Karl-Heinz Hofbauer (Betriebsleiter
Wien) und Karl Kogelmüller (Vice
President Finance und Transition
Management Office Lead) ein.
Wien. Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat die Dutalys GmbH,
ein in Privatbesitz befindliches Biotechnologie-Unternehmen mit Sitz
in Wien, übernommen. Dutalys hat
sich auf die Erforschung und Entwicklung von vollhumanen, bispezifischen Antikörpern, basierend
auf der firmeneigenen „DutaMab
TM“-Technologie, spezialisiert.
Die bispezifischen Antikörper, die
mit dieser Plattform entwickelt
Als Geschäftsführer der Baxter
Innovations GmbH wurden Roman
Necina (Vice President Process Science & Technical Operations) und
Karl Kogelmüller bestellt. Alexander Herget (Betriebsleiter Orth an
der Donau) wurde Prokurist für
Baxter AG und Baxter Innovations
GmbH. Die beiden Unternehmen
werden ab Mitte 2015 wie berichtet
unter dem neuen Namen „Baxalta“
firmieren.
wurden, zeichnen sich als neuartige, best-in-class-Moleküle für
verschiedene Therapiebereiche
aus. Die Übernahme von Dutalys
unterstreicht die Vorreiterrolle von
Roche in der Entwicklung von therapeutischen Antikörpern und den
Innovationsgrad des Forschungsstandorts Österreich, teilt das
Unternehmen mit.
„Die von Dutalys entwickelte
Plattform ist eine bahnbrechende
Baxter wird am Mitte des Jahres
„Baxalta“ heißen und teilt sich auf.
Baxter entwickelt, produziert
und vertreibt Produkte, die das Leben von Menschen mit Hämophilie,
Immunerkrankungen, Infektionskrankheiten, Nierenerkrankungen,
Traumata und anderen chronischen und akuten Erkrankungen
erhalten und bewahren. Baxter ist
mit rund 4.000 Mitarbeitern eines
der größten forschenden und produzierenden Pharma- und BiotechUnternehmen Österreichs. Zugleich
ist Österreich der größte Standort
von Baxter außerhalb der USA mit
Niederlassungen in Wien, Orth an
der Donau und Krems. (iks)
© EPA
© Baxter
Big-Player in Österreich
Roche kauft im Forschungsbereich zu und sieht in Österreich Potenzial.
Technologie. Wir freuen uns darüber, diese bei Roche integrieren zu
können“, sagt John C. Reed, Head
of Pharma Research and Early
Development. „Die Plattform
stärkt unsere Möglichkeiten in der
Forschung und Entwicklung – wir
können dadurch bispezifische Antikörper bereitstellen, die die potenzielle Grundlage für neue Medikamente sind.“
„Wir sind froh, einen Partner
gefunden zu haben, der unsere
Technologie in vollem Umfang für
den maximalen Nutzen einsetzen
kann“, sagt Roland Beckmann,
Mitbegründer und CSO von Dutalys. „DutaMabs eignen sich für die
Behandlung zahlreicher Krankheitsmechanismen und therapeutischer Ziele. Wir freuen uns sehr
darauf, innerhalb des Forschungsund Entwicklungsteams von Roche
vielfältige neue Wirkstoffe zu entwickeln.“ Das Unternehmen wurde
im April 2010 gegründet und wird
unterstützt von der Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH,
der FFG, der ZIT – Die Technologieagentur der Stadt Wien und des
Gründerservice Wien.
(iks)
M e d i z i n te c h n i k : E- H e a lt h
Freitag, 16. Jänner 2015
healtheconomy – 41
Vernetzung Trotz Kritik: Von der Elektronischen Gesundheitsakte ELGA sollen Patienten und Ärzte profitieren
short
ELGA: Sicherheit steht
weiter an erster Stelle
Neue Empfehlungen
für Radiologen
Wien. Der Wissenschaftsrat
hat neue Empfehlungen zur
Nutzung der Bildgebung an
den Medizinischen Universitäten vorgelegt. Investitionen
in die Bildgebung haben sich
für Österreich ausgezahlt:
Zum wissenschaftlichen und
klinischen Erfolg der Medizinischen Universitäten hat
die insgesamt sehr gute Geräteausstattung zur Durchführung bildgebender Verfahren
beigetragen. Thematisch sind
es die großen und gesundheitspolitisch schwerwiegenden
Bereiche „Neuroimaging“ und
„Onkologische Bildgebung“, in
denen alle drei Medizinischen
Universitäten international exzellent ausgewiesen sind.
Widerstand und Kritik vonseiten des Österreichischen Hausärzteverbands lassen nicht nach.
Judith Neunteufl
„Großer Nutzen“
© KiloCoach Internetportale
KiloCoach startet
neue TV-Kampagne
© APA/Herbert Pfarrhofer
Wien. In seinem Buch „Maschinensturm“ beschreibt der Historiker
Michael Spehr den Protest und
Widerstand gegen technische Neuerungen am Anfang der Industrialisierung und geht der Frage nach,
ob es sich dabei um blinden Hass
auf neue Technologien oder um eine sozialverträgliche Technikkontrolle handelte. Ganz einfach lässt
sich das auch bei der langatmigen,
immer noch andauernden Debatte
um die Elektronische Gesundheitsakte (ELGA) nicht beantworten.
Mit der Vernetzung von Gesundheitsdaten und -informationen
und der Standardisierung der elektronischen Kommunikation zwischen Gesundheitsanbietern durch
ELGA erhofft sich die Regierung
eine Steigerung der Qualität und
der Effizienz der gesundheitlichen
Versorgung.
Gratis-App informiert, wie man sich
wohlfühlen und abnehmen kann.
ELGA-Geschäftsführerin Susanne Herbek verspricht, dass man alles tut, um die Elektronische Gesundheitsakte sicher zu machen.
„ELGA ist Teil der Gesundheitsreform. Sie wird sowohl für die
Patienten als auch für die Ärzte
anwenderfreundlich gestaltet
sein und beiden großen Nutzen
bringen“, verspricht ELGA-Geschäftsführerin Susanne Herbek.
Vor allem für chronisch Erkrankte
bringe ELGA Erleichterung, weil
die behandelnden Ärzte künftig
auf Befunde oder Medikamentenlisten direkt und rund um die Uhr
zugreifen können. Mit ELGA sollen stufenweise niedergelassene
Vertragsärzte, Apotheken, Pflegeeinrichtungen und Spitäler in
Österreich flächendeckend vernetzt
werden; bis Mitte 2016 sollen auch
alle öffentlichen Spitäler mit ELGA
arbeiten.
Die Teilnahme an ELGA ist für
die Österreicher freiwillig; wer
nicht daran teilnehmen möchte, kann sich schriftlich über die
ELGA-Widerspruchstelle oder online über das ELGA-Portal abmelden; rund 194.000 Personen, das
entspricht 2% der Bürger, sind dieser Option bisher nachgegangen.
Widerstand und Kritik kommen
wiederholt vom Österreichischen
Hausärztverband (ÖHV), der Anfang 2014 mit einer Kampagne für
eine Abmeldung der Patienten von
ELGA auch einen großen Teil der
Ausstiege motivierte und nun seine Kritik erneuert; Unterstützung
erhält der ÖHV etwa von der Ärztekammer und der ARGE Daten.
An oberster Stelle fürchtet der
ÖHV eine mangelnde Sicherheit
der Daten und einen Missbrauch
dieser durch Ämter und Behörden.
Weiters sieht man die ärztliche
Schweigepflicht gefährdet und befürchtet hohe Kosten und ein Chaos bei der Umsetzung. Außerdem
wirft man der Regierung vor, dass
die Ärzteschaft zu wenig in den
Entwicklungsprozess von ELGA
eingebunden worden sei.
Desinformation
Die Verantwortlichen versprechen, dass Qualität und Sicherheit
an oberster Stelle stehen, und verweisen auf Desinformation seitens
des ÖHV. „ELGA-Gesundheitsdaten
dürfen weder von Behörden noch
durch Versicherungen abgefragt
werden“, erklärt Herbek: „Auch
Ärzte, die für Behörden oder Versicherungen tätig sind, etwa Amts-
Beschäftigte Unternehmensgruppe Wozabal setzt auf behinderte Arbeitskräfte
Wien. Kurz nach dem Relaunch
des Portals mit erweitertem
Inhalt und verbesserten Programmfunktionen sowie der
Einführung der dazugehörigen
Gratis-App lanciert KiloCoach
mit einem TV-Werbespot zu
Beginn des Jahres eine neue
Kommunikationsoffensive.
Mit der Kernbotschaft „Fühl
dich wieder wohl“ soll die
Kampagne darauf aufmerksam
machen, dass wissenschaftlich
fundiertes Abnehmen auch
Spaß machen kann, unkompliziert und alltagstauglich ist.
Die drei im TV-Spot vorkommenden Protagonisten stehen
repräsentativ für die Bedürfnisvielfalt unterschiedlicher
Zielgruppen.
oder Chefärzte, haben keinen Zugriff. Jeder Zugriff auf die Daten
ist protokolliert. Für nicht befugte
Zugriffe gibt es Strafen in der Höhe
von mehreren 10.000 Euro bzw. bis
zu einem halben Jahr Haft.“
Die Vorteile der ELGA sind etwa
Zeitersparnis durch das Wegfallen von Mehrfachuntersuchungen
und eine Stärkung der Patientenautonomie durch einen besseren
und leichteren Zugang zu den eigenen Gesundheitsdaten. Bis zum
Jahr 2017 soll die Einführung von
ELGA 130 Mio. Euro kosten, danach wird mit jährlichen Kosten von 18 Mio. Euro gerechnet.
Demgegenüber stehen jährlich zu
erzielende Einsparungen im Gesundheitssystem von 129 Mio.
Euro durch ELGA.
Auszeichnung ITSV der Kassen ist Top-Lehrbetrieb
Job für beeinträchtigte Menschen Gute SV-Lehrlinge
Einbindung in Teams und Arbeitsabläufe unterstützt. Die Integration von Menschen mit Behinderung und daher am Arbeitsmarkt
schwer vermittelbaren Personen
ist ein wichtiger Bestandteil für
das soziale Selbstverständnis des
Unternehmens. Coaching für alle Teamleiter sowie interne Fortund Weiterbildungsmaßnahmen
unterstützen den Integrationsprozess.
Wozabal bereitet in Enns, Linz,
Lenzing, Bad Hofgastein, Klagenfurt
und Budweis Miettextilien auf. Die
900 Wozabal-Mitarbeiter bearbeiten täglich über 130 t Wäsche, das
entspricht 19.000 Haushaltswasch­
maschinen-Ladungen. Insgesamt
werden damit 61 Krankenhäuser, 250
Seniorenheime und mehr als 1.500
Betriebe in der Hotellerie und der
Industrie in Österreich, Bayern und
Südböhmen versorgt. (iks)
Deshalb werden immer häufiger,
statt herkömmliche Leasingfirmen
zu beauftragen, temporäre Mitarbeiter von Netzwerk eingesetzt.
Aufgrund der guten Leistungen
wurden besonders engagierte Mitarbeiter bereits ins Stammpersonal übernommen. Mithilfe kompetenter Führungskräfte wird die
© Wozabal
Erfolg mit Miettextilien
Christian Wozabal ist geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensgruppe.
Wien. Mit dem Jahreswechsel wurde
erstmals an 99 vorbildliche Lehrbetriebe im Rahmen eines Festakts im
Wiener Rathaus für vier Jahre das
Qualitätssiegel „Top Lehrbetrieb“
verliehen. Die ausgezeichneten Betriebe entsprechen den strengen
Zulassungskriterien, wie beispielsweise die entsprechende Ausstattung des Lehrbetriebs, eine schriftliche Ausbildungsplanung und die
Einhaltung aller einschlägigen Bestimmungen. Die Präsidenten von
Wirtschaftskammer Wien, Industriellenvereinigung Wien, Gewerkschaftsbund und Arbeiterkammer
Wien sowie Vizebürgermeisterin
Brauner gratulierten den Betrieben. Voller Stolz durfte Nicole
Kronigl, Lehrlingsverantwortliche
der ITSV GmbH, gemeinsam mit
zwei IT-Technikern, Kenan Klicic
und Manuel Ekinci, das Zertifikat
entgegennehmen.
Seit 2010 bildet die ITSV GmbH
Lehrlinge in den Berufen IT-TechnikerIn, IT-InformatikerIn und
Bürokaufleute aus. Derzeit sind im
Unternehmen zwölf Lehrlinge in
Ausbildung. Dieser wichtige „Auftrag“ war und ist auch für die ITSV
GmbH, ihres Zeichens einer der österreichischen Leitbetriebe der ITBranche, ein besonderes Anliegen.
Die ITSV GmbH übernimmt nicht
nur bildungs- und gesellschaftspolitische Verantwortung, sie
setzt als Wegbereiter des technologischen Wandels auf Innovation und Fachexpertise. So werden
den Lehrlingen Ausbildungsmaßnahmen wie Weiterbildungen, Vorbereitungskurse ermöglicht. (iks)
© z.V.g.
Linz. Die Unternehmensgruppe
Wozabal nutzt das Angebot der
Personalassistenz des Vereins
„Netzwerk“ und setzt temporäre
und fixe Mitarbeiter mit Beeinträchtigungen ein. „‚Netzwerk‘
mit seiner Personalassistenz ist
für Wozabal der Ansprechpartner
Nummer eins, wenn es um Mitarbeiter mit Beeinträchtigung geht.
Die Kooperation ist für uns sehr
wichtig, da wir mit dem Netzwerk
einen fairen und kompetenten
Partner für die Beschäftigung von
Menschen mit besonderen Bedürfnissen gefunden haben und die
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
sehr gute Arbeit leisten“, erklärt
der Personalleiter Johannes Klopf.
Auszeichnung für die Spitzen
der ­Lehrausbildung in der ITSV.
M E N SC H E N & KA R R I ER E N
42 – healtheconomy
short
AUVA-Pflegepreis
in Gold verliehen
Freitag, 16. Jänner 2015
Jubiläumsball Die Hofburg fungiert wieder als prachtvolle Kulisse für die Ärzteschaft und deren illustre Gäste
Wiener Ärzteschaft tanzt
Radetzky Appartement II geben
wird. Das monatliche „Med Clubbing“ aus der „Passage“ wird einfach in den Gartensaal im Parterre
der Hofburg verlegt. Insgesamt
spielen während des Balls elf
Kapellen und Combos auf.
Bereits zum dritten Mal gibt es
ein Casino, wobei der Reinerlös
dieses Jahr dem Verein „Licht für
die Welt“ zugutekommt, der sich
für blinde, behinderte und von Behinderung bedrohte Menschen in
Armutsgebieten einsetzt.
Kartenbestellungen sind zwar
schon länger möglich, Karten
selbst sind inzwischen aber bereits rar. Das Ballbüro ist noch bis
einschließlich 30. Jänner geöffnet.
Die Nachfrage nach Karten und Tischen ist immens groß, eine baldige
Bestellung ist daher ratsam, um
sich noch Karten und Plätze zu sichern. An der Abendkasse hat man
gegebenenfalls nur noch Chancen
auf vereinzelte Restkarten.
Privatklinik Wehrle hat
einen Geburtenrekord
Onkologie US-Legende kam zum Vortrag nach Wien
Best of Biotech Die heiße Phase zwei hat begonnen
Wien. „Wenn es einen Menschen
gibt, der die Tumortherapie revolutioniert hat, dann ist es James
Allison.“ Dieses Urteil stammt von
Meinrad Busslinger, der als Senior
Scientist eine Arbeitsgruppe am
IMP leitet. Auf seine Einladung
kam diese Woche der US-Immunologe James Allison nach Wien, um
am Institut für Molekulare Pathologie seine neuesten Forschungsergebnisse vorzustellen.
Was Allison gelang, wird von
Fachleuten als Paradigmenwechsel in der Tumorbehandlung bezeichnet. Anstatt die Tumorzellen
ins Visier zu nehmen und Möglichkeiten ihrer Vernichtung auszuloten, zielt seine Strategie auf eine
Aktivierung des Immunsystems. Er
erkannte, dass die für die Bekämpfung von körperfremdem Material
Wien. „Best of Biotech“ geht in die
zweite Phase. Nun werden die
Biotechnologie-Geschäftsideen
zu Businessplänen ausgearbeitet.
Zusätzlich stehen in dieser Phase
auch wieder Coaches für One-onOne-Meetings zur Verfügung.
Nach Einreichung der Businesspläne im Februar werden die zehn
besten Teams ausgewählt; diese
werden dann in der Coaching Session im April individuell beraten,
bevor sie im Mai von der internationalen Jury evaluiert werden. Bei
der Abschlussgala am 6. Mai werden die drei besten Businesspläne
mit einem Geldpreis von je 15.000,
10.000 beziehungsweise 5.000 €
prämiert; zusätzlich gibt es einen
Preis für das beste Medtech-Projekt
in der Höhe von 10.000 €. Veranstaltet wird BOB von Life Science
Salzburg. In der Geburtshilfe
der neu strukturierten Salzburger Privatklinik Wehrle-Diakonissen freut man sich über ein
äußerst babyreiches Jahr 2014
und einen neuen Geburtenrekord: 554 Kinder wurden im
Salzburger Traditionsspital in
Aigen geboren. Übrigens: Mit
1. Jänner haben sich die Salzburger Spitäler Privatklinik
Wehrle und Klinik Diakonissen
Salzburg zu einer neuen TopKlinik zusammengeschlossen.
Biotechnologie vor den Vorhang
wichtigen T-Zellen zwar auch im
Tumorgewebe zu finden sind, dort
aber durch ein Molekül namens
CTLA-4 blockiert werden.
(red)
© F. Carter Smith/University of Texas MD Anderson Cancer Center
© Privatklinik Wehrle-Diakonissen
James Allison referierte am IMP
Bodhi-Jackson kam 2014 als das
554. Baby in der Klinik zur Welt.
James Allison revolutionierte die
­Tumormedizin, sprach jetzt am IMP.
Zusammenschau Prostata, Nikotin und Kongressbericht
© Astellas
Stephan Madersbacher referierte über Rauchen und Prostatakrebs.
„Best of Biotech“ (BOB) tritt derzeit
bereits in die Endphase ein.
Ingeborg und Erwin Hochmair erhalten Russ Prize
Innsbruck. Die National Academy of Engineering (NAE) verleiht den
Fritz J. und Dolores H. Russ Prize 2015 für die Entwicklung des
Cochleaimplantats an die Pioniere auf dem Gebiet der Bioingenieurswissenschaften und Gründer von Med-El Medical
Electronics in Innsbruck, Ingeborg und Erwin Hochmair.
Mithilfe eines Cochleaimplantats kann Betroffenen von
Hörverlust das Hören und damit ein besseres Leben
ermöglicht werden: Das Cochleaimplantat ist der erste
tatsächlich realisierte Ersatz eines Sinnesorgans.
Neben der Unternehmensführung durch Ingeborg
Hochmair als CEO forscht das Ehepaar Hochmair weiterhin an neuen Entwicklungen rund um das Cochlea­
implantat und weiterer Hörlösungen.
(red)
© APA/EPA/Med-El/Handout
© KH Schwarzach
auf das Thema „Rauchen und
Prostatakrebs“. Dass Raucher, die
an Prostatakrebs erkrankt sind,
eine schlechtere Prognose haben
als Nichtraucher, wurde in verschiedenen Studien gezeigt. Diese
besagen unter anderem, dass das
Prostatakarzinom bei Rauchern
aggressiver wächst und respektive oder nicht optimal auf Therapie
anspricht.
Neben SPÖ und Grünen hat sich
nun auch die ÖVP für ein generelles Rauchverbot in heimischen
Gasthäusern ausgesprochen.
Austria, ein Programm der Austria
Wirtschaftsservice GmbH, im Auftrag des Wirtschaftsministeriums,
bereits zum siebten Mal.
Menschen, über die man spricht
Onkoforum diskutierte Rauchen
Wien. Am 9. und 10. Jänner dieses
Jahres rückte Wien ins Zentrum
des Weltwissens der Uro-Onkologieforschung, als der Wiener Urologe Stephan Madersbacher alle
Urologen Österreichs zum „Astellas Oncoforum“ einlud: Exklusiv
und vor allen anderen erfuhren
die Gäste von uro-onkologischen
Highlights der vier größten internationalen Kongresse im vergangenen Jahr.
Anlässlich der aktuellen „Raucherschutz-Debatte“ legte Madersbacher einen Schwerpunkt
Am 31. Jänner findet der bereits 65. Wiener Ärzteball in der Hofburg statt.
© panthermedia.net/matej kastelic
Wien. Mirsada Divovic ist die
zweite Wienerin, die einen
AUVA-Pflegepreis in Gold
erhält. Sie betreut ihren komplett gelähmten Mann in der
höchsten Pflegestufe nach
einem Leitersturz auf einer
Baustelle seit 1997 vorbildlich
zu Hause und hat ihr Leben
ganz dieser Aufgabe gewidmet.
Mit ausschlaggebend für die
Vergabe eines „Goldenen“ war
die Länge der Pflegezeit – den
AUVA-Pflegepreis selbst hatte
sie schon 2002 bekommen.
In g o R aim o n ,
p r ä sid en t
d er F OPI mit
S i t z in W ien
Die 27 Mitglieder des
Forums der forschenden pharmazeutischen
Industrie in Österreich (FOPI) bestätigten in
ihrer Generalversammlung ihr neues und
zugleich „altes“ Präsidium. Ingo Raimon, General Manager des BioPharma-Unternehmens
AbbVie, wurde erneut das Vertrauen für weitere
zwei Jahre ausgesprochen. Raimon: „Es muss
das gemeinsame Ziel aller Akteure sein, Österreich als attraktiven Standort für Innovation
erneut in eine Top-Position zu bringen.“
Al exan der
Kl aus, primar
am her z-jesuspital in wien
Alexander Klaus ist neuer
Leiter der Abteilung für Allgemeinchirurgie
im Herz-Jesu Krankenhaus in Wien. Er folgt
Johannes Zacherl als Vorstand der Abteilung.
Klaus ist Top-Spezialist für minimal-invasive
Chirurgie. Er ist auch Vorstand der Abteilung
für Chirurgie am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Wien (einem weiteren
Haus der Vinzenz Gruppe). Diese Funktion
wird er behalten, die beiden Spitäler werden
künftig enger zusammenarbeiten.
© AbbVie
Mirsada Divovic wurde von
der AUVA ausgezeichnet.
Wien. Jeweils der letzte Samstag im
Jänner gehört den tanzenden Ärztinnen und Ärzten sowie allen, die
mit ihnen gemeinsam das Tanzbein schwingen. Diesmal ist es der
31. Jänner, an dem der nunmehr
65. Wiener Ärzteball in der Wiener
Hofburg stattfindet. Das Ballbüro
hat bereits geöffnet.
Der Ball zählt mit seinen knapp
4.000 Besuchern zum Fixstern der
Wiener Ballsaison. Er ist längst
zu einem internationalen Ereignis
geworden, kommen doch bereits
mehr als 800 Ballgäste aus dem
nahen und fernen Ausland.
Langjährige Tradition ist die
Mitternachtseinlage, die diesmal
unter dem Motto „La notte italiana“
steht und die Gäste mit südlichen
Klängen begeistern wird, sowie
die Publikumsquadrille im Festsaal um drei Uhr früh, zu der es
um 01:30 Uhr eine eigene Probe im
© KH d. Barmh. Schwestern
© AUVA/ Reichhart
Ina Schriebl
© Ärztekammer Wien-Stefan Seelig
Der 65. Wiener Ärzteball am 31. Jänner wird zu einer musikalischen Reise mit Italo-Hits.
andreas valentin, primar am
kh schwarzach
in salzburg
Andreas Valentin ist im
Salzburger Krankenhaus Schwarzach neuer
Primar der Inneren Medizin und folgt damit
Reinhard Lenzhofer. Valentin absolvierte sein
Medizinstudium an der Uni Wien, wo er auch
habilitierte. Seine Ausbildung zum Arzt für
Allgemeinmedizin, Facharzt für Innere Medizin
sowie Additivfacharzt in den Bereichen Intensivmedizin und Kardiologie erfolgte an der
Wiener Krankenanstalt Rudolfstiftung; dort hat
er bis zu letzt als Primarius gearbeitet.
medianet
inside your business. today.
Freitag, 16. Jänner 2015 – 43
LG präsentierte neue Strategien für
größere Präsenz am TV-Sektor Seite 46
maritime wolken
© panthermedia.net
© LG
entertainment-visionen
Ericsson hat eine Cloud-Lösung
für die Schifffahrt vorgestellt Seite 47
Praxistest
office für
­ ndroid-tablets
a
© Asus
technology
Totales Entertainment im
High-Definition-Format
© susensoftware.de
short
Wien. Die diamond:dogs|group
baut ihr digitales Portfolio
2015 weiter aus. Nach einem
erfolgreichen Sanierungsprozess und der Übernahme der
Anteile vom Community-Portal
Szene1 ist der Onlinemarketing-Spezialist Onlinezone Advertising GmbH aus Salzburg
nunmehr Teil der Unternehmensgruppe. „Die klassische
Vermarktung ist tot. Wir
mussten unser ursprüngliches
Geschäft deshalb in den letzten
beiden Jahren völlig neu orientieren“, sagt Chris Steiner (Foto), alter und neuer Geschäftsführer der Onlinezone, der sich
dadurch mehr Marktanteile in
Westösterreich erwartet.
www.diamonddogs.cc
© Samsung
© Onlinezone
Wien. Der GebrauchtsoftwareHändler susensoftware hat
im Google Play Store seine
Android-App „Gebrauchte
Softwarelizenzen“ veröffentlicht. Die Android-App steht
als kostenloser Download zur
Verfügung und erfordert mindestens Google Android 2.2
oder höher als Betriebssystem.
Die im Playstore verfügbare
Anwendung bietet Zugriff auf
aktuelle Angebote, alle News,
einen Direktkontakt zur susensoftware GmbH und viele weitere Funktionen. Nicht mehr
benötigte Software kann über
die App angeboten werden.
www.susensoftware.de
Unterhaltung und sonst gar nichts Bei der Consumer Electronics Show in Las
Vegas bestimmten einmal mehr die Entertainment-Hersteller das Geschehen:
Ultra-High-Definition und Audiolösungen dominierten die Show. Seite 44
Citrix Übernahme des Technologieanbieters Sanbolic
Russmedia Digital Wachstum durch ausgewogenen Mix
Wien. Citrix hat Sanbolic, einen
Anbieter von Virtualisierungstechnologien, übernommen. Sanbolic
ermöglicht es Anwendern, applikationsspezifische Storage-Anforderungen genau zu definieren, um
Load Balancing, Verfügbarkeit und
Benutzererfahrung zu optimieren.
„Durch die Verbindung von Sanbolic-Technologien mit XenDesktop
und XenApp kann Citrix seinen
Kunden Lösungen anbieten, die
die Infrastruktur vereinfachen sowie die Kosten für Inbetriebnahme
und Verwaltung senken“, sagt Geir
Ramleth, Senior Vice President und
Chief Strategy Officer bei Citrix.
www.citrix.at
Wien. Durchschnittlich 1.012.735
Unique Clients verzeichnet das
Nachrichten- und Serviceportal
VOL.AT im Jahresschnitt in der
Österreichischen Web Analyse
(ÖWA) und liegt damit konstant
über der Millionengrenze. Im Vergleich zur Vorjahresperiode konnte
dieser Wert um 24,76% gesteigert
werden. „Starker Regionalbezug
und eine ausgewogene Mischung
aus Nachrichten, Service und Entertainment sorgen für ungewöhnlich starkes Wachstum“, sagt Gerold Riedmann, Geschäftsführer
des in Vorarlberg beheimateten
Unternehmens Russmedia Digital.
www.russmedia.com
Durch die Übernahme von Sanbolic
stellt sich Citrix noch breiter auf.
© APA/Georg Hochmuth
Wien. IBM hat im vergangenen
Jahr 7.534 US-Patente erteilt
bekommen – im Schnitt erhielten die IBM-Erfinder mehr
als 20 Patente pro Tag. Das
Unternehmen belegt damit
zum 22. Mal in Folge den Spitzenplatz in der Rangliste des
US-Patentamts. Mehr als 400
dieser Erfindungen stammen
aus dem deutschen IBM-Entwicklungszentrum in Böblingen sowie dem Forschungszentrum der IBM in Rüschlikon
bei Zürich. www.ibm.com
© sanbolic.com
© imb.com
Bündnis im Virtualisierungsumfeld Konstant über der Millionengrenze
Gerold Riedmann, Geschäftsführer
der Vorarlberger Russmedia Digital.
C ov e r
44 – medianet technology
Freitag, 16. Jänner 2015
CES Die heurige Ausgabe der Consumer Electronics Show widmete sich vor allem hochwertigen Fernseh-Erlebnissen
gastkommentar
Die neuesten Gadgets der
Entertainment-Industrie
Wissensmanagement
und Weiterbildung
© BKA
Ultra-High-Definition und High-Definition Audio sollen 2015 den Consumer-Markt verstärkt beleben.
Las Vegas/Wien. Vergangene Woche
fand von 6. bis 9. Jänner in Las Vegas traditionell die Leitmesse der
internationalen Elektronik-Industrie statt, die Consumer Electronics
Show (CES). Höher, bunter, besser
– so könnte die gemeinsame Headline lauten, unter der die meisten Hersteller bei der CES im Pulk
miteinander auftraten: Qualitätssteigerung bei TV-Geräten, höhere
Auflösungen im Video- und Audiobereich (UltraHD und HD-Audio)
sowie kompakte Geräte für unterwegs standen vordergründig auf
der Speisekarte der Messe.
Die erste CES fand übrigens im
Juni 1967 in New York als Ableger
der Chicago Music Show statt, Veranstalter ist die Consumer Electronics Association (CEA), eine Handelsorganisation für elektronische
Konsumprodukte in den USA. Wie
jedes Jahr nutzten auch heuer
internationale Unternehmen die
Show für Produktpräsentationen
und Strategie-Ankündigungen.
Neben der im September in Berlin
stattfindenden IFA gehört die CES
damit zu den wichtigsten Veranstaltungen der Branche.
christian rupp
I
m Rahmen von OpenGovernmentData (OGD) werden von
der Verwaltung gesammelte
öffentliche Daten der Bevölkerung und Wirtschaft in
maschinen-lesbarer Form zur
Verfügung gestellt, sodass die
Daten auch automatisiert
verarbeitet bzw. neue Anwendungen erstellt werden
können. Die EU geht von einem
großen Impact mit einem jährlichen zweistelligen Milliarden
Euro Marktvolumen für die
Wirtschaft aus. Zur Förderung
der Weiterverwendung von
offenen Daten und zur Bereitstellung für Innovationen sowie zur Wirtschaftsförderung
werden im ganzen Land Wettbewerbe gestartet. Das Land
Tirol lädt kreative Köpfe ein,
unter Verwendung seiner offenen Tiroler Verwaltungsdaten
(80 Datensätze) in den Kategorien Konzepte und Ideen
sowie Web-Anwendungen
und mobile Applikationen
(Apps) kreative Beiträge bis 28.
2. einzureichen. Es gibt insgesamt 15.000 € an Geld- und
Sachpreisen bzw. Sonderpreise
für Start-ups und von der
Tirol Werbung. Bis zum 31.1.
läuft übrigens auch noch die
OpenDataChallenge Kärnten.
Weiterführende Informationen
über die Wettbewerbe finden
Sie hier: data.tirol.gv.at
und data.ktn.gv.at
Hochauflösendes Fernsehen
© Samsung; Sony; Toshiba
Chris haderer
Neue TV-Erlebnisse, perfektionierte Tablets und andere Hightech-Gadgets standen im Zentrum der heurigen CES.
eingebaut. Wer also sein TV-Gerät
per Sprachsteuerung kontrollieren
möchte, bekommt jetzt die Gelegenheit; auf Wunsch soll der Fernseher
auch direkt auf Fragen antworten.
Mit der Einführung des SoftwareDevelopment-Kits stellt Sony neue
Anwendungen für einen aktuellen
Prototypen seiner Daten-Brille zur
Verfügung: die Developer Edition des SmartEyeglass sowie das
Einzellinsen-Anzeigemodul „SmartEyeglass Attach!“, das sich an einer herkömmlichen Brille befestigen lässt; hiermit können Entwickler neue Anwendungen für Sport
und persönliche Leistung kreieren.
Auch Samsung setzte bei der CES
auf qualitativ hochwertige TVGeräte: „Dank der neuen Samsung
Smart TV-Plattform auf Basis des
Betriebssystems Tizen können Zuschauer ihre Lieblingsinhalte aus
dem Internet oder von anderen Geräten nun noch einfacher erreichen
und aus einem größeren Angebot
auswählen“, sagt HS Kim, President
Visual Display Business Samsung
Electronics. „SUHD TV ist ein weiterer Schritt auf unserer Mission,
Samsung-Kunden immer das bestmögliche Bilderlebnis unabhängig
von der jeweiligen Bildquelle auf
ihrem Fernseher zu bieten.“
Tablets und Drucker
Toshiba wiederum stellte im
Rahmen der CES ein neues Duo leistungsstarker Tablets, basierend
auf Windows 8.1 Update mit Bing,
vor. Zentrales Ausstattungsmerkmal der Encore 2 Write-Modelle
WT10PE-A (10,1 Zoll/25,7 cm) und
WT8PE-B (8 Zoll/20,3 cm) ist der
TruPen Digitizer-Stift. Anwender
können damit Notizen oder Skizzen anfertigen, Fotos bearbeiten
und Eingaben präziser als per Fingerzeig machen. Die neuen Encore
2 Write-Tablets liefern dank Intel
Atom Z3735F-Prozessor eine solide
Performance. Beide Modelle verfügen zudem über eine Ein-Jahres-
Lizenz für Microsoft Officel 365
Personal. Mithilfe der OneNote
App synchronisieren sich Daten
automatisch geräteübergreifend in
der Cloud von Microsoft.
Dem Druck-Bereich widmete sich
Mcor Technologies Ltd. mit der
weltweit einzigen Produktlinie von
3D-Papierdruckern für Endanwender; dafür erhielt das Unternehmen
vorige Woche von GeekBeat.TV die
Auszeichnung „Best of CES 2015
Award“ in der Kategorie 3D-Drucker. Die 3D-Drucker von Mcor produzieren komplexe, haltbare und
stabile physische 3D-Modelle aus
gewöhnlichem Kopierpapier. Die
mit Mcor-Technologie gedruckten
3D-Modelle können auf verschiedene Art verbunden sein (aufgefädelt, mit Gelenken oder Gewinden)
sowie wasserfest und flexibel gemacht werden. www.cesweb.org
www.sony.com
www.samsung.com
www.toshiba.com
www.mcortechnologies.com
Christian Rupp ist Sprecher
der Plattform Digitales ­Österreich
und Experte für New Media
­Information Management.
Gleich zwölf neue 4K Ultra HD
Fernseher will Sony in den nächsten Monaten auf den Markt bringen: Erneut liegen die Stärken der
neuen, im Rahmen der CES gezeigten Bravia TV-Geräte in der
Bild- und Tonqualität. Alles, was
bislang auf das Android Tablet
oder Smartphone beschränkt war,
kann man jetzt mit Android TV, der
neuen Smart TV-Plattform, auch
auf dem Fernseher wiedergeben.
Als Extra hat Sony ein Touchpad
plus Mikrofon in die Fernbedienung
durchblicker.at Plattform
Nokia Obwohl es den Brand genau genommen nicht mehr gibt, liegt das Unternehmen weltweit hinter Samsung
Tarifvergleiche
Dank „FeaturePhones“ auf Platz 2 am Markt
© durchblicker.at
Wien. Mobiltelefon ist nicht gleich
Mobiltelefon. Seit Apple das iPhone vorgestellt hat, und Samsung
mit dem ersten Galaxy-Gerät
nachzog, unterscheidet die Welt
zwischen Smartphones (eigentlich kleine Computer mit Touchscreen und Telefonfunktion), und
sogenannten FeaturePhones. Letztere beschreiben alle Geräte vor
der Smartphone-Ära, also Geräte,
die mit fix einprogrammierten
Funktionen aufwarten und nicht
Detaillierte Handy-Tarif-Vergleiche.
Kommende Technologien
© Microsoft/Matthias Nadler
Wien. Das Tarifvergleichsportal
durchblicker.at hat einen neuen
Mobilfunk-Vergleichsrechner
gestartet. Verglichen werden
dabei über 2 Mio. Handy-TarifKombinationen. Das Ergebnis:
Die Preisunterschiede zwischen
günstigstem und teuerstem Anbieter können 250 € und mehr
pro Jahr betragen; daran ändern
auch günstigere Endgerät-Preise
bei teureren Tarifen kaum etwas.
„Das Verkaufsargument, dass
man bei teureren Tarifen Handys
sogar um null Euro bekommt,
hat sich in unserem Vergleich in
vielen Fällen als Lockangebot erwiesen“, kommentieren Reinhold
Baudisch und Michael Doberer,
Gründer von durchblicker.at.
www.durchblicker.at
(oder kaum) mittels Apps ausbaubar sind.
Diesen FeaturePhones hat es Nokia
zu danken, dass man mit 43,1 Mio.
abgesetzten Geräten (Schätzung
der Computerwelt, da Nokia exakte
Zahlen nicht veröffentlicht) im Q3
2014 weltweit auf Platz zwei hinter
Samsung liegt. Eine durchaus interessante Konstellation, da es Nokia
genaugenommen nicht mehr gibt:
Seit der Übernahme durch Microsoft soll der Nokia-Brand nur noch
für Smartphones („Lumia“-Reihe)
verwendet werden. Analysten rechnen allerdings damit, dass es noch
längere Zeit Geräte mit Nokia-Label
geben könnte – da die Nachfrage
nach FeaturePhones immer noch
nicht zum Erliegen gekommen ist.
Chris Weber, Telefonieexperte Microsoft.
Microsoft setzt bei den LumiaGeräten auf Windows 8.1 als Betriebssystem und forciert hochwertige Kameras sowie Dual-SIMKonfigurationen. Dadurch sollen
die Geräte sowohl in der Freizeit
als auch im Berufsleben einen Platz
im Leben der Anwender finden.
„Unsere Strategie basiert darauf, Menschen zu ermöglichen,
mit unseren Produkten noch mehr
zu erreichen. Dazu bringen wir die
besten Elemente von Microsoft im
Bereich digitaler Arbeit und digitalem Lifestyle zusammen“, sagt
Chris Weber, Vice President Mobile Devices Sales bei Microsoft. „Das
Lumia 830, das Lumia 735 und das
Lumia 730 Dual-SIM kombinieren
beliebte Microsoft-Dienste wie Skype, Microsoft Office und OneDrive
mit herausragender Lumia-Innovation in Design und Fotografie.
So erreichen wir eine gute Balance zwischen hohem Nutzen und
erschwinglichen Preisen.“ Zu den
neuen Features gehören u.a. Wireless Charging sowie die PureViewKamera-Technologie.
www.microsoft.at
i dee & st r ategi e
Freitag, 16. Jänner 2015
medianet technology – 45
TU Wien Forscher arbeiten an Computerlösungen, die menschliche Psychologie beinhalten und dem Rechner „Triebe“ und Vorlieben verleihen sollen
Eine Psyche für den Computer
Christoph fellmer
Wien. Computer und „Intelligenz“
sind zwei Begriffe, die nicht wirklich zusammenpassen – auch
wenn das Science-Fiction-Genre
viele gegenteilige Beispiele parat
hat. Dann ist normalerweise von
Maschinen die Rede, die über sich
selbst hinauswachsen und entweder die Weltherrschaft übernehmen wollen oder sich zu „besseren“ Menschen entwickeln. Von
der Realität sind diese Geschichten allerdings weit entfernt – auch
wenn man seit den Fünfzigerjahren
an künstlicher Intelligenz forscht.
Situationen zu verstehen, intuitiv
zu reagieren und vorausschauende Entscheidungen zu treffen, fällt
Computern immer noch schwer.
An der TU Wien kam man daher
zum Schluss: Für echte Intelligenz
braucht man Triebe, Emotionen,
Gefühle. Viele elektronische Schaltelemente ergeben zusammen noch
keine Intelligenz, man braucht
übergeordnete Strukturen, wie
man sie aus der menschlichen Psychologie kennt. Solche Strukturen
werden nun an der TU Wien untersucht und entwickelt.
Grober Schaltplan
Sigmund Freud suchte nach
Strukturen im menschlichen Geist:
Er unterschied Bewusstes und Unbewusstes, er führte Kategorien
wie das Ich, das Über-Ich und das
Es ein. „Genau solche Strukturen
haben wir nun auch als Funktionen in die künstliche Intelligenz
eingeführt“, sagt der Elektrotechniker Samer Schaat. Am Institut
für Computertechnik der TU Wien
lässt man daher seit Jahren die
Psychologie in die künstliche Intelligenz miteinfließen.
Durch die Verbindung von Psychologie und Computertechnik
entwickelte man einen groben
Schaltplan der künstlichen Entscheidungsfindung, der nun als
Basis für intelligente Computerprogramme dient. Dieser grobe
Strukturplan legt fest, wie Erinnerungen, neue Wahrnehmungen
oder innere Triebe Einfluss auf
den aktuellen emotionalen Zustand
ausüben, wie dadurch die Bewertung einer Situation beeinflusst
wird und wie sich daraus neue
Entscheidungen ergeben. „Man
kann nicht erwarten, dass solche
psychologischen Strukturen bei
der Entwicklung von künstlicher
Intelligenz ganz einfach von selbst
auftauchen, nur weil man immer
größere Computer verwendet. Wir
verfolgen einen Top-Down-Ansatz:
Die grobe Funktionsstruktur muss
von vornherein vorgegeben werden“, sagt Schaat. „Man beginnt
mit einer Programmarchitektur,
die an die Psychologie angelehnt
ist, und entwickelt dann den eigentlichen Programmcode.“
Entscheidungsfindung
Zunächst wurden ganz einfache Welten programmiert, in
denen eine künstliche Intelligenz
mit künstlicher Psyche Entscheidungen treffen muss: Sie kann
beispielsweise Hunger haben, sich
aber gleichzeitig in einer bedrohlichen Situation befinden. Ist es
nun besser, zu essen, zu fliehen,
oder die Konfrontation zu suchen?
„Erst wenn man psychologische
Effekte einbaut, zeigt das Programm ein Verhalten, das wir als
menschenähnlich oder intelligent
bezeichnen würden“, sagt Schaat.
„In den letzten Jahren haben wir
viel über die psychologischen
Strukturen gelernt, die wir für die
Programmierung künstlicher Intelligenz brauchen; nun sind wir
so weit, die Erkenntnisse auch
anzuwenden.“ Dabei geht es nicht
darum, einen Menschen zu simulieren. Intelligenz ist beispielsweise auch bei der Steuerung von
Haustechnik gefragt. Ein Gebäude
könnte den inneren Trieb haben,
möglichst wenig Energie zu verbrauchen und gleichzeitig den Bewohnern ein angenehmes Raumklima zu bieten.
Sogar für die Sozialwissenschaft
soll diese Art von Forschung nützlich sein: „Wir entwickeln derzeit
auch ein System, das Konsumentscheidungen simuliert – ganz konkret die Wahl zwischen Ökostrom
und herkömmlichem Strom“, sagt
Schaat. Auch hier haben verschiedene psychologische Mechanismen
einen Einfluss – etwa der Drang
nach sozialer Anerkennung, wenn
man eine moralisch als gut empfundene Entscheidung trifft. So
könnte durch Computer-Psyche
eine neue Forschungsmethode entstehen, die etwa für die Marktforschung interessante Daten liefert.
www.tuwien.ac.at
© TU Wien
Die Simulation von Konsumentscheidungen ist ein mögliches Einsatzgebiet.
Samer Schaat, Elektrotechniker an der TU Wien, entwickelt intelligente Systeme.
WEnn
www.genuss-guide.net
GEnuss
dEinE WElt ist,
ist das dEin
GuidE.
Die guten GUIDES von
Andrea Knura
Willy Lehmann
Bio al!
Spezi
muss nicht alles wissen.
genuss Man
Man muss nur wissen,
guide2015 wo man nachschlagen kann.
Geheimtipps und Schmankerln —
Über 1.000 Lebensmittelgeschäfte im Test —
Buchpreis: € 14,90
GRATIS
DOWNLO
AD
App
für Andr
oi
und iOS d
Andrea Knura
Willy Lehmann
Bio l!
Spezia
genuss
guide2015
Geheimtipps und Schmankerln —
Über 1.000 Lebensmittelgeschäfte im Test —
Weitere Informationen & Bestellung
unter www.genuss-guide.net
www.genuss-guide.net
001_GENUSS-COVER 2015.indd 1
www.genuss-guide.net
001_GENUSS-COVER 2015.indd 1
10.11.14 12:22
10.11.14 12:22
Fa c ts & f i gu r e s
46 – medianet technology
short
Porsche-Datenhighway
führt direkt nach Wels
Freitag, 16. Jänner 2015
LG Electronics Der südkoreanische Elektronikkonzern stellte auf der CES seine Pläne für das heurige Geschäftsjahr vor
Home-Entertainment mit
neuer Business-Strategie
© ITandTEL
Auf dem TV-Sektor plant das Unternehmen umfassende Aktivitäten zur Steigerung der Marktanteile.
Günther Seifert, CEO Porsche Informatik, Bernhard Peham, ITandTEL,
Florian Niedersüß, MBA, kaufmännischer Vorstand eww ag (v.l.n.r.).
Wels/Salzburg/Wien. Mit einem
schnellen Datenhighway holte
eww ITandTEL die Porsche
Informatik GmbH nach Wels.
Zwei unterschiedliche Trassen
mit je 2x10 Gigabit-Leitungen
verbinden seit Ende Oktober
das Porsche-Rechenzentrum
in Salzburg mit dem nunmehr
erweiterten eww ITandTELDatacenter in Wels. Rund eine
Mio. € hat der Kommunikations- und Informationstechnologiebetrieb in die Erweiterung
investiert. Die Zusammenarbeit
zwischen Porsche und eww
ITandTEL habe Signalwirkung.
Dass die Applikationen und
Datenbanken eines globalen
Automobilhandelsnetzwerks
ausschließlich in Österreich
gespeichert werden, unterstreiche die Leistungsfähigkeit des
Standorts, betonen beide Seiten
unisono. itandtel.at
Schulterschluss für neue
Fitness-Anwendungen
Premium TV-Markt weiter vorantreiben.“ LG strebt eine globale
OLED-Produktion für Nord-, Mittel- und Südamerika, Europa sowie
Asien an. Kwon wies außerdem
darauf hin, dass das Unternehmen
die Investitionen im Bereich OLEDTechnologie erhöhen wird und das
Schwesterunternehmen LG Display
bereits 700 Mio. KRW (über 550.000
€) in die Modernisierung der Fertigungsstätten investiert hat, um
größere OLED Panels zu produzieren.
christoph fellmer
Las Vegas/Wien. Derzeit lauscht die
IT-Szene weltweit dem Nachhall
der vorige Woche stattgefundenen
Consumer Electronics Show in
Las Vegas. Die Unternehmen nutzen die jährliche Leistungsschau
der Branche für Ankündigungen,
die im kommenden Jahr das Geschäft beeinflussen werden. Auch
Brian Kwon, neuer Executive Vice
President und CEO der LG Home
Entertainment Company, nahm
die Gelegenheit wahr, um neue TVTechnologien, Produkt- und Marketingpläne sowie aggressivere
Strategien zur Steigerung der
Wettbewerbsfähigkeit und Rentabilität des Unternehmens vorzustellen. Konkret nannte Kwon vier
übergreifende Strategien, um die
Führungsrolle von LG im Bereich
Home Entertainment weiter zu festigen: Erstens will LG „die Marktführerschaft des globalen OLED
TV-Markts innehaben“, sagte
Kwon. Angestrebt wird außerdem
„eine verstärkte Marktdurchdringung bei 4K Ultra HD TVs sowie
die Sicherstellung der führenden
Rolle im Bereich User Experience“.
Viertens will man die Stärkung der
Wettbewerbsfähigkeit im Bereich
der IT- und AV-Produkte erzielen.
Neues User-Erlebnis
Auf der CES 2015 stellt LG zum
ersten Mal webOS 2.0 vor, LGs
aktuellste webOS Smart TV-Plattform. Diese Neuerung soll LG helfen, an der Spitze zu bleiben, indem man Usern eine überzeugende
und bereichernde Experience
bietet. webOS wurde unter dem
Motto „Make TV Simple Again“
konzipiert, um der wachsenden
Frustration der User durch zu
komplexe Systeme entgegenzuwirken. LG prognostiziert in diesem
Segment einen Absatz von über
einer Mio. webOS-fähigen Smart
TVs im ersten Halbjahr 2015. „Im
Jahr 2015 wird LG die Struktur
der Heimkino- und Video-Bereiche
überarbeiten, um deren Rentabilität zu steigern“, sagt Kwon.
„Dies umfasst eine Optimierung
der Marketingaktivitäten für High
End Monitore. Weiters wird LG
das Wachstum bei den immer beliebter werdenden Soundplates
und Multiroom-Audio-Produkten
ankurbeln. Parallel dazu wird LG
neue Geschäftsfelder suchen, die
sich durch das technologische
Know-how des Unternehmens in
den Bereichen IT-Konvergenz und
Internet der Dinge anbieten.“
www.lg.com/at
Zusammenschluss
für neue RZ-Lösungen
Zehn Jahre Modernisierung der IT-Systeme
Berlin/Wien. Die Beta Systems
Software AG und die Gesellschafter der Horizont Software
GmbH, München, haben Ende
Dezember einen Vertrag über
den Kauf der Horizont Software
GmbH geschlossen. Horizont
entwickelt und vertreibt seit
über 20 Jahren Software für
den Betrieb großer Rechenzentren, die das Produktangebot
von Beta Systems im Bereich
Data Center Intelligence (DCI)
ergänzt. Durch die Akquisition
wird die Position beider Unternehmen in diesem Marktsegment wirtschaftlich und technologisch gestärkt.
www.betasystems.de
Brian Kwon, neuer Executive Vice President und CEO der LG Home Entertainment
Company, stellte auf der CES die Zukunftspläne des Unternehmens vor.
bewerbs besser positionieren werden“, sagte Kwon. „Im Jahr 2014
fokussierte sich LG auf die Steigerung der Geschäftsdynamik und
positionierte sich vorausschauend
über die aktive Bewerbung seines
Flaggschiffs, des OLED TV Lineups. In diesem Jahr wollen wir mit
unseren OLED TVs, die hervorra-
gende Bewertungen erhalten haben
und bereits als nächs-te Generation des TVs bezeichnet werden, den
breiten Markt erobern. LG OLED
TVs stehen für perfekte Schwarzund Farbtöne sowie für ein atemberaubendes Fernseherlebnis. Unsere OLED-Technologie wird uns
als Branchenleader im globalen
ITSV Das Unternehmen feiert sein Firmenjubiläum und wurde mit dem Wiener Qualitätssiegel „Top Lehrbetrieb“ gekürt
Wien. Kurz vor Weihnachten vermeldete die ITSV ihr zehnjähriges Firmenjubiläum und beging
es gleichzeitig mit einem Festakt
in der Sozialversicherung. Die
IT-Services der Sozialversicherung GmbH (ITSV GmbH) ist eine
100%ige Tochter der österreichischen Sozialversicherungsträger.
Der Projektauftrag damals lautete: Errichtung einer GmbH für die
zukünftige Steuerung und Koordination der IT-Aktivitäten aller Sozialversicherungsträger. 10 Jahre
später besteht das Unternehmen
aus mehr als 600 Mitarbeitern.
Dem Auftrag entsprechend wurden unter anderem die IT-Systeme
im Sozialversicherungsbereich
vereinheitlicht und Rechenzentren
zusammengelegt sowie der ITSVMasterplan mit 32 Standardprodukten abgeschlossen.
rung erbrachten technologischen
Leistungen, aber auch ein Ausblick
auf die Herausforderungen der
Zukunft, wie etwa das Projekt TEWEB, das die ITSV GmbH mitgestaltet. Dahinter verbirgt sich eine
flächendeckend verfügbare Hotline,
bei der man mit Ärzten, Apothekern
oder Psychologen sprechen kann
und wo Patienten rasch erfahren,
wo sie sich hinwenden können. „Die
ITSV GmbH ist für solch zukunftsweisende Projekte bestens vorbereitet, denn wir verstehen uns als
Wegbereiter des technologischen
Wandels“, zeichnen die beiden
Geschäftsführer Erwin Fleischhacker und Hubert Wackerle ein Bild
von den zukünftigen Aufgaben des
Unternehmens.
Besonderes Augenmerk richtet
das Unternehmen auf das Thema
Zukünftige Aktivitäten
Im Mittelpunkt des JubiläumsFestakts in der Wiener Gebietskrankenkasse stand ein Rückblick
auf die ersten zehn Jahre des Unternehmens, die für die Sozialversiche-
Daten- und Informationssicherheit. Seit November 2011 ist die
ITSV GmbH als erstes Unternehmen in der österreichischen Sozialversicherung nach ISO 27001
zertifiziert. „Wir sind uns der
übertragenen Verantwortung der
Versicherungsdaten bewusst“, sagt
Wackerle. „Daher arbeiten wir weiter an der Aufrechterhaltung und
ständigen Verbesserung unserer
Informationssicherheitsstandards,
um weiterhin das Vertrauen unserer Kunden, dass ihre Versichertendaten bei uns geschützt sind, zu
erhalten. Dass wir auf einem guten
Weg sind, wurde uns erst kürzlich
durch die ISO27001 Re-Zertifizierung ­bestätigt.“
Lehrlings-Gütesiegel
© medianet
Stefan Exner, Vorsitzender des Vorstands Beta Systems Software AG.
Wettbewerbsausbau
© LG
In Bezug auf die globalen TVMarktbedingungen wies Kwon darauf hin, dass LG seinen Schwerpunkt auf die Wettbewerbsfähigkeit von Produkten und Kosten
legen wird, um sich vor steigender
Konkurrenz aus China und vor den
Auswirkungen des derzeit schwachen Yen zu schützen. „Wir implementieren eine Reihe von Marketing- und Produktstrategien, die LG
in Anbetracht dieses starken Wett-
© Beta Systems/Kay Herschelmann
Las Vegas/Wien. HTC und Under
Armour Inc. haben eine strategische Partnerschaft geschlossen, um Sportler weltweit zu
unterstützen. HTC entwickelt
derzeit eine Reihe von Produkten, in die sich UA Record
nahtlos integrieren wird. UA
Record ist das neueste Mitglied
der Under Armour ConnectedFitness-Produktfamilie, dem
weltweiten Gesundheits- und
Fitnessnetzwerk. Under Armour hat ihre UA Record-Apps
vergangene Woche für die
Öffentlichkeit freigeschaltet.
www.htc.com
www.uabiz.com
Erwin Fleischhacker (li.) und Hubert Wackerle, die Geschäftsführer der ITSV Gmbh.
Im Dezember erhielt die ITSV
außerdem das Qualitätssiegel
„Top Lehrbetrieb“ verliehen, das
von Nicole Kronigl, Lehrlingsverantwortliche der ITSV GmbH, gemeinsam mit den IT-Technikern,
Kenan Klicic und Manuel Ekinci,
entgegengenommen wurde.
www.itsv.at
Fa c ts & fig u r e s
Freitag, 16. Jänner 2015
medianet technology – 47
Software AG CERN-Ingenieure überwachen die Support-Systeme des Large Hadron Collider mit Terracotta BigMemory
Intel Neue Technologien
Kernforscher rüstet seine
IT-Systeme massiv auf
© Intel
Der „Large Hadron Collider“ soll nach einem Upgrade in Zukunft mit nahezu doppelter Leistung laufen.
Zukunftsvision
Keynote: Intel-CEO Brian Krzanich.
christoph fellmer
Las Vegas/Wien. Intel hat auf der
CES in Las Vegas eine Reihe
neuer Technologien und Initiativen vorgestellt. Im Mittelpunkt steht das Thema Wearables. So präsentierte CEO
Brian Krzanich in seiner Keynote das Intel Curie-Modul in
Knopfgröße für WearableLösungen. Außerdem kündigte
er die strategische Zusammenarbeit mit Oakley im Bereich
Wearables an, einem führenden
Hersteller von Sportbrillen und
anderen Lifestyle-Produkten,
sowie die Kooperation im Bereich 3D-Druck mit HP.
Zu den Neuheiten zählen
darüber hinaus neue Anwendungen mit Intel RealSense-­
Kameras für Roboter, Multicopter-Drohnen oder realitätsnahe 3D-Erlebnisse. Zudem
stellte Krzanich mit True Key
­eine neue, plattformübergreifende App von Intel Security
vor, die sicher über Gesichtserkennung und Fingerabdruck
genutzt werden kann.
Fast ausfallsicher
„Neben einem hochleistungsfähigen Durchsatz bietet BigMemory auch die automatische Ausfallsicherung für C2MON sowie die
Möglichkeit, Systemerweiterungen
oder Upgrades durchzuführen,
ohne die Überwachungsaktivität
unterbrechen zu müssen“, erklärt
Philippe La Fornara, COO für Südund Osteuropa und Latam bei der
Software AG. „Dadurch können
Entwickler und Betriebsingenieure
die Infrastruktursysteme ohne Unterbrechung überwachen.“
Das CERN muss dafür sorgen,
dass die Leistungsfähigkeit des
LHC durch nichts beeinträchtigt wird. Ein ununterbrochener
Strom riesiger Datenmengen, die
von mehr als 94.000 Sensoren im
Laufe von über 1,5 Mio. nicht-redundanter Events pro Tag erzeugt
© CERN
Darmstadt/Genf/Wien. Am CERN in
Genf, der Europäischen Organisation für Kernforschung, bereiten
sich Physiker und Ingenieure gerade auf die Wiederaufnahme der
Forschungsarbeiten vor. In Kürze wird ein umfangreiches Wartungs- und Aufrüstungsprogramm
abgeschlossen sein, durch das der
Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider (LHC) künftig mit
fast doppelter Energie laufen kann.
Seit Einführung der Steuerungsund Überwachungsplattform
C2MON trägt die In-Memory Data
Management Software BigMemory
der Software AG zur maximalen
Verfügbarkeit der Support-Systeme am CERN bei. C2MON gibt
Echtzeitdaten über die zahlreichen
Support-Systeme aus, die für den
LHC eine reibungslose Betriebsumgebung schaffen.
Am europäischen Kern- und Teilchenforschungsinstitut CERN in Genf wird mit hohem Aufwand Grundlagenforschung betrieben.
werden, ist hierfür zu überwachen.
Mit der In-Memory Data Management Platform Terracotta der Software AG und ihrer BigMemoryTechnologie können Entwickler
und Betriebsingenieure Sensordaten sammeln, auswerten und als
Handlungsgrundlage nutzen. Ob
Stromversorgung, Temperaturen,
Schleusenstatus oder Belüftungssysteme – sämtliche Aspekte und
zentralen Systeme werden kontinuierlich überwacht, damit eine
nahezu hundertprozentige Verfügbarkeit von C2MON sichergestellt
ist (im Detail handelt es sich um
9,99984 Prozent, was einer Ausfallzeit von weniger als einer Sekunde
pro Woche entspricht).
„Am CERN dürfen Fehler nur
in minimalem Umfang passieren,
und die Systemverfügbarkeit ist
ein kritischer Faktor, der über Erfolg oder Misserfolg entscheidet“,
erklärt Matthias Bräger, Softwareentwickler am CERN. „Wenn Entwickler und Betriebsingenieure in
Echtzeit und ohne Unterbrechung
aktuelle Daten bekommen, können
sie bei der kleinsten Abweichung
sofort handeln und verhindern,
dass Dinge aus dem Ruder laufen.“
Lösungen für die Medizin
Der Nutzen der Forschung am
CERN für das Leben von Millionen
Menschen lässt sich kaum ermes-
sen. Experimente im Bereich der
Teilchenphysik haben schon viele
Fortschritte in der Medizin und
anderen Bereichen ermöglicht,
z.B. bei der Krebsbekämpfung, bei
medizinischen und anderen Bildgebungsverfahren, bei der Strahlentherapie und in der Elektronik.
Jedes Jahr werden Millionen Menschen mithilfe von Radiopharmazeutika in einem immer breiteren
medizinischen Spektrum behandelt. Ein bekanntes Beispiel ist die
Positronen-Emissions-Tomographie (auch PET-Scanner genannt),
die in den 70er-Jahren vom CERN
in Zusammenarbeit mit dem Kantonsspital Genf entwickelt wurde.
www.softwareag.com
Alltägliche Probleme
„Neue Entwicklungen beim
Personal Computing, intelligente und vernetzte Geräte sowie Wearables haben die Beziehung zwischen Konsumenten
und Technologie neu definiert“,
erläuterte Krzanich während
seiner Keynote auf der Consumer Electronics Show 2015 vergangene Woche im sonnigen Las
Vegas. „Unser Ziel ist es, mit Intel-Technologie zur Lösung alltäglicher Probleme beizutragen
und das Leben der Menschen
und die Arbeit der Unternehmen
maßgeblich zu erleichtern.“
www.intel.com
Good IDC-Marktführer
Ericsson Mit der „Maritime ICT Cloud“ will das Unternehmen auch Schiffen auf hoher See Cloud-Computing ermöglichen
Mobile Lösung
die Schifffahrt, die alle Dienstleistungen von der Satellitenkommunikation bis zur Anwendungsunterstützung umfasst. Über diese
Lösung werden erstmals wichtige
Anwendungen in Echtzeit für die
Frachtschifffahrt verfügbar. Hierdurch steigt nicht nur die Sicherheit deutlich, auch die Fahrzeit
sowie die Treibstoffkosten sinken.
© panthermedia.net/Andres Rodriguez
Wien. Auf der heurigen Consumer
Electronic Show (CES) in Las Vegas (siehe auch Story auf Seite
44) hat Ericsson eine neue IKTPlattform vorgeführt, mit der sich
das Unternehmen gezielt an die
Frachtschifffahrtsbranche richtet. Bei der sogenannten Maritime
ICT Cloud handelt es sich um eine gemanagte Komplettlösung für
Dank Ericsson können auch Schiffe auf hoher See neue Cloud-Lösungen einsetzen.
Außerdem kommt die Schiffsbesatzung in den Genuss von modernen
Informations- und Kommunikationsdiensten, wozu unter anderem
auch verschiedenste TelemedizinAngebote gehören.
Ständiger Kontakt
Auf dem Seeweg wurden im
Jahr 2013 etwa 80% des weltweiten Frachtvolumens transportiert.
Trotz ihrer Bedeutung für den
Welthandel hinkt die Frachtschifffahrt beim Einsatz von Informations- und Telekommunikationstechnologie (ICT) hinter anderen
Transportbranchen weit hinterher. So werden etwa Frachtschiffe
häufig noch manuell und separat
– je nachdem, mit welcher Behörde oder welchem Dienstleister sie
kommunizieren – mit aktuellen
Verkehrs-, Fracht-, Hafen-, Wetter- oder Sicherheitsinformationen
versorgt. Die Informationen stehen
dann aber nicht allen beteiligten
Partnern und nicht zeitgleich zur
Verfügung; die neue Cloud-Lösung
von Ericsson sorgt hier für Abhilfe.
Über sie lassen sich Frachter auf
See vernetzen, sodass wichtige Informationen ohne Zeitverlust automatisch zur Verfügung stehen. Die
Maritime ICT Cloud von Ericsson
ermöglicht es zudem, dass Frachter auch auf hoher See mit Geschäftspartnern, Hafenbetreibern
sowie Behörden in ständigem Kontakt bleiben.
Ein wichtiger Bestandteil der
neuen Plattform ist auch das Flottenmanagement und die Nachverfolgung der Fracht, wozu die
jeweiligen Container lediglich
mit entsprechenden Funkmodulen ausgestattet werden müssen.
In den letzten Jahren ist Ericsson
zu einem weltweit führendern Anbieter von Kommunikationstechnologien, Software und Dienstleistungen aufgestiegen. Heute
werden 40% des weltweiten Mobilfunkverkehrs über Netztechnik
von Ericsson abgewickelt und unterstützen Netzwerke, die mehr als
2,5 Mrd. Teilnehmer weltweit versorgen. Das Unternehmen wurde
1876 gegründet und erwirtschaftete im Jahr 2013 einen Umsatz von
34,9 Mrd. USD (ca. 29,5 Mrd. €). www.ericsson.com
© Good Technology
Cloud-Lösungen für den Schifffahrtsbereich
Markus Schepp, Vice President
bei Good Technology.
Wien. Good Technology, ein
Anbieter von sicheren Mobility-Lösungen, wurde in der Erhebung „IDC MarketScape on
Enterprise Mobile Management
(EMM) Software“ als Marktführer positioniert. „Mobility wird
für Unternehmen jeder Größe
ein immer geschäftskritischeres zentrales Anliegen“, sagt
Markus Schepp, Vice President
und Managing Director Central
Europe bei Good Technology.
„Dass Good einen PlattformAnsatz verfolgt, der Unternehmen mit zukunftsorientierten,
innovativen Lösungen entlang
des Mobility-Zyklus unterstützt,
unterscheidet Good vom Wettbewerb.“ www.good.com/de
Too l s & ser v i ces
48 – medianet technology
Canon Neues Produkt
Test Microsoft hat eine erste Preview seiner kommenden Android-Apps von MS-Word, Excel und Powerpoint vorgestellt
Ein Office-System, das in
die Jackentasche passt …
© Canon
Speicherstation
Was Apple bisher nicht auf die Reihe bekommen hat: Microsoft realisiert Office-Zugriff auf allen Plattformen.
Die Connect Station CS100 von
Canon: 1 TB Speicher für Visuals.
Android-Versionen von Word, Excel und Powerpoint veröffentlicht.
Diese laufen ab Display-Größen
von sieben Zoll und sind in den
Preview-Versionen über ein spezielles Beta-Test-Programm von
Microsoft erhältlich. Die generelle
Verfügbarkeit wird für die nächsten Wochen datiert.
Chris haderer
Wien. Jenseits des reinen Kamera-Geschäfts hat Canon sein
Imaging-Angebot ausgebaut
und die Connect Station CS100
vorgestellt – ein Speichermedium für Bilder und Filme. Sie
ermöglicht das einfache Speichern, Wiedergeben und Teilen
von einem zentralen Ort aus. Als
lokaler Datenspeicher mit einer
Speicherkapazität von 1 TB soll
die Connect Station CS100 ab
Juni 2015 in gleich elf Sprachen
verfügbar sein (der Preis steht
aktuell noch nicht fest).
Wien. Als Apple vor mittlerweile
fast fünf Jahren das iPad auf den
Markt brachte, stellte sich recht
schnell der Ruf nach einer OfficeLösung für das Touch-Brett ein.
Apple lieferte zwar mit seiner
„iWorks“-Linie einige bürotaugliche Apps mit (darunter die Textverarbeitung „Pages“, den ExzelVerschnitt „Numbers“ und das
Präsentationsprogramm „Keynote“) – da Apple im PC-Bereich allerdings eher ein Minderheitenprogramm darstellt, fehlten (und fehlen) Lösungen, die zu den im Alltag
verwendeten Datenformaten kompatibel sind. Mit anderen Worten:
Die Anwender brauchten Tools, die
mit der Office-Welt von Microsoft
Hand in Hand gingen. Zwar lieferten einige Dritthersteller Officekompatible Produkte, Microsoft
selbst ließ sich allerdings Zeit.
Jetzt haben die Redmonder nicht
nur Office-Apps für das iPad/iPhone veröffentlicht (bzw. auf Letztstand gebracht), sondern auch
Preview-Apps für die kommenden
Zeigen und teilen
Gutes Konzept
Tatsächlich machen die drei
Microsoft-Apps im Test einen
guten Eindruck. Das Handling
entspricht im Wesentlichen den
vom PC gewohnten Desktop-Anwendungen. Allerdings kann unter Android neben dem Skydrive
von Microsoft auch die etablierte
Dropbox als Speicherort fix eingebunden werden; das erleichtert
den Datenaustausch, denn unter
Android ist die Dropbox einer der
verbreitetsten Cloud-Speicher,
während der Skydrive dort eher ein
Nischendasein führt.
Was auf den ersten Blick auffällt: Es können zwar alle OfficeDokumente mit den Android-Apps
Integraler Bestandteil der Office-Apps von Microsoft ist der Skydrive. Über ihn
­erhalten Tablets ihre Daten; auch die Dropbox kann eingebunden werden.
geöffnet werden, zur Bearbeitung
müssen sie allerdings im aktuellen
Format vorliegen (wodurch ältere
Dokumente vor der Bearbeitung
konvertiert werden müssen). Insgesamt stellen die Office-Apps von
Microsoft einen sehr interessanten
Ansatz dar, das Office-Ökosystem
über mehrere Plattformen hinweg
nutzbar zu machen – etwas Der-
artiges hat Apple aufgrund seiner
extrem restriktiven Firmenpolitik nicht zu bieten (weshalb es eigentlich verwundert, dass AppleGeräte überhaupt in Unternehmen
verwendet werden). Mit der Plattformerweiterung versucht Microsoft seine Position auszubauen
und vermutlich wird das gelingen.
www.microsoft.at
© Chris Haderer (3)
Alle Bilder und Filme lassen
sich ganz einfach von NFC-kompatiblen Kameras und Camcordern per PTP (Picture Transfer
Protocol) auf Knopfdruck übertragen (kompatibel mit Canon
Kameras und Camcordern ab
Markteinführung 2010).
Die Inhalte können auch von
einer Reihe unterschiedlicher
Geräte auf die Connect Station
CS100 gespeichert werden. Aufzeichnungen von anderen Kameras lassen sich per USB-Kabel
oder direkt von einer Speicherkarte übertragen, bei der die
Inhalte in einem zu DCIM oder
AVCHD kompatiblen Verzeichnis abgespeichert wurden. Mit
einem Smartphone oder Tablet
spontan festgehaltene Momente
können per WLAN via InternetBrowser übertragen werden.
Über Canon iMage Gateway
kann die Connect Station CS100
Bilder und Filme auf Soziale
Medien verteilen. Ebenso ist
irista angebunden, die Cloudlösung von Canon für die mühelose Bildverwaltung.
www.canon.at
Die Optik der Word-App für Android entspricht im Großen und Ganzen der
Desktop-Anwendung – auch wenn kleine Displays die Übersicht nicht fördern.
Oki Multifunktional
Excel-Tabellen werden von der Android-App fehlerfrei dargestellt; auch ­eingebundene
Grafiken und Formeln werden anstandslos übernommen.
Monotype „Monotype Spark“ ermöglicht die einfache Darstellung von Schriften bei Geräten mit geringer Rechenleistung
Neue Printer
Verbesserte Font-Darstellung bei Wearables
Bad Homburg/Wien. Der Schriftenund Font-Technologieanbieter Monotype hat „Monotype Spark“ vorgestellt. Die kompakte Schrift- und
Technologielösung erlaubt es Designern und Ingenieuren, eine hochwertige, skalierbare Textoberfläche
in Produkte zu integrieren, die eine
mittlere bis geringe Rechen- und
Akku-Leistung aufweisen. Monotype Spark ermöglicht somit klare
und gut lesbare grafische Textdisplays in Apparaturen, die bisher
Texte nur in minderer Qualität abbilden konnten, zum Beispiel Wearables, Internet-of-Things-Equipment, medizinische Instrumente
und Auto-Anzeigen mit einer geringen Rechenleistung.
Ingenieure in ihrem Handlungsspielraum eingeschränkt. Es war
nicht möglich, flexible und skalierbare Textdisplays für Geräte
mit geringer und mittlerer Rechenleis-tung zu entwickeln, ohne viel
Arbeitszeit und höhere Kosten in
zusätzliche Hardware oder Speicherkapazität zu investieren.
Unsere neue Monotype Spark-Lösung gibt nicht nur den Texten auf
Displays ein besseres Aussehen,
sondern sie erlaubt zudem den Geräteherstellern, ihre Entwicklungskosten gering zu halten, weil sich
eine Instrumentenserie sehr leicht
mit anderen Sprachen und neuen
Zeichensätzen skalieren lässt.“
Entwicklungskosten
„Die Kunden von heute haben einen hohen Anspruch an das UserInterface ihrer Geräte – egal, ob es
dabei um Displays im Auto, auf
neuen Fitnessarmbändern oder
die Anzeige auf der Insulin-Pumpe
geht“, sagt Geoff Greve, Vice President Type Operations bei Monotype. „Bisher waren Designer und
© Monotype
© Oki
Viele
Funktionen
hat Okis
MB562
intus.
Wien. Oki erneuert und erweitert sein Portfolio mit sechs
A4-Schwarzweiß-Druckern
und Multifunktionssystemen
(MFPs). Die A4-Monodrucker
Oki B412dn, Oki B432dn und
Oki B512dn bieten eine Druckgeschwindigkeit von bis zu 45 Seiten pro Minute, hoher Medienflexibilität und Toner-Kapazitäten
bis zu 12.000 Seiten. Sie eignen
sich für Unternehmen oder Arbeitsgruppen. Ebenfalls neu und
für Unternehmen gedacht sind
die A4-Multifunktionsgeräte
Oki MB472dnw, Oki MB492dn
und Oki MB562dnw, die dank
der 3GB Multimedia-Karte auch
große Druckaufträge effizient
abwickeln können. www.oki.at
Freitag, 16. Jänner 2015
Monotype Spark erlaubt die verbesserte Schriftendarstellung auf kleineren Geräten.
Monotype Spark umfasst die
Software iType Spark und WorldType Shaper Spark sowie eine
Reihe optimierter Schriften. iType Spark gestattet Designern und
Ingenieuren, Schriftzeichen aus
hochwertigen TrueType-Fonts
zu skalieren und zu rendern, einschließlich Auto-Hinting in Echtzeit, um Texte einfarbig oder in
8-Bit-Graustufen auszugeben
– dies alles auf der Basis von rund
20 KB RAM und einem Code-Volumen von gerade einmal 98 KB (für
einen ARM-Prozessor).
Die WorldType Shaper Spark
Software sorgt dafür, dass auch
Low- und Mid-End-Plattformen den
Erwartungen eines Absatzmarkts
entsprechen und zum Beispiel auch
komplizierte und bidirektionale
Skripte wie Arabisch, Thai oder Devanagari auf Low-End-Geräten abbilden – bei lediglich 5 KB RAM und
118 KB Programmcode. Eine skalierbare Schriftlösung dieser Qualität stand Ingenieuren, die Geräte
mit wenig Speicherleistung und
geringer CPU-Auslastung entwickelten, bisher nicht zur Verfügung.
www.monotype.com
medianet
inside your business. today.
freitag, 16. Jänner 2015 – 49
Die Nahrungsmittelbranche setzt verstärkt
auf den Einsatz von Robotern Seite 52
wachstum ist auf schiene
voestapine baut Bahnsystem-Angebot durch
Akquisition in Australien aus Seite 54
fronius
virtuelles
schweissen
© Fronius
© CLK
Automatisierungs-rezept
© voestalpine
industrialtechnology
Ein neues Rekordjahr
für das PET-Recycling
Verpackung Koffer - Flightcase
www.vsl.at
Tel: +43 2236 615 72 0
© Christian Hofer
short
© Deutsche Lichtmiete
© Mark Fallander/Coca-Cola HBC
Wien. Der Klima- und Energiefonds und das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit)
hat Anfang der Woche die
3. Ausschreibungsrunde für
länderübergreifende, industrierelevante Forschungs- und
Entwicklungsvorhaben in den
Bereichen Photovoltaik und
konzentrierte Solarthermie
(CSP). Der aktuelle Call ist in
das Solar-Era.Net-Netzwerk
integriert, an dem Projektträger aus 17 Ländern beteiligt
sind. Für österreichische Projektbeteiligungen stehen ab
sofort 0,5 Mio. Euro aus dem
Energieforschungsprogramm
des Klima- und Energiefonds
bereit. www.klimafonds.gv.at
Öko-Exportoffensive Mitte März findet eine Wirtschaftsreise in zwei der wichtigsten Zukunftsmärkte statt
China und Südkorea rücken in den Fokus
© APA/EPA/Wu Hong
Oldenburg. Dass LED-Leuchten
Energie und damit auch Geld
sparen, ist vielen Betrieben
klar, allerdings muss zuerst
in die Umstellung investiert
werden. Für all jene, die sich
davon bisher haben abhalten
lassen, bietet die Deutschle
Lichtmiete die passende Lösung. Sie bietet Unternehmen
maßgeschneiderte Lichtkonzepte und übernimmt sowohl
Installation als auch Finanzierung der LED-Anlagen. Zum
Einsatz kommen ausschließlich von Deutsche Lichtmiete
selbst in Deutschland produzierte LED-Produkte. Die Kunden zahlen für die Nutzung
nur eine monatliche Miete.
„Bisher erreichten wir für alle Kunden eine Reduktion der
Gesamtbetriebskosten inklusive Mietzahlungen von 15 und
35%”, so Marco Hahn, Direktor
Marketing und Vertrieb.
www.deutsche-lichtmiete.de
Wertstoff 820 Mio. Kunststoff-Flaschen wurden im Vorjahr in der Anlage von
PET to PET Recycling zur Wiederverwendung aufbereitet. Für GF Christian
­Strasser ein schöner Erfolg, Ausbaupotenzial sieht er aber dennoch. Seite 50
China & Südkorea investieren verstärkt
in Umweltschutz und saubere Energien.
Graz/Peking. Die chinesische Regierung will in den kommenden
Jahren ca. 360 Mrd. Euro für den
Schutz von Luft und Wasser ausgeben, seine Umweltgesetze verschärfen und verstärkt auf Erneuerbare
Energie setzen. Damit wird das
Reich der Mitte für Unternehmen
aus dem Umwelttechnikbereich ein
sehr interessanter Markt und damit ein wichtiger Schwerpunkt für
die Exportstrategie des steirischen
Umweltclusters Ecoworld Styria.
Bereits für Mitte März wird
gemeinsam mit dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasser-
wirtschaft (BMLFUW) und der
Aussenwirtschaft Austria eine
Chinareise organisiert.
Kontakt zu neuen Märkten
Angeführt wird die Delegation von Umweltminister Andrä
Rupprechter. Folgende Stationen
sind zurzeit geplant: ein Austria
Showcase in Shanghai sowie je
ein Umwelttechnikseminar in den
Industriestädten Hangzhou und
Chongqing, bei denen österreichische Unternehmen die Möglichkeit haben, ihre Produkte und
Dienstleistungen potenziellen chi-
nesischen Kunden zu präsentieren
und erste wichtige Geschäftskontakte zu knüpfen. Auf der Reiseroute liegt weiters Südkorea, das
ebenfalls ein interessantes Geschäftspotenzial bietet, vor allem
in den Bereichen Abfall- und Abwassermanagement oder bei Erneuerbaren Energien, da die koreanische Regierung derzeit massiv
in den Ausbau seiner „green economy“ investiert.
Interessierte Unternehmen können sich beim Bundesministerium
und der Wirtschaftskammer zur
Teilnahme anmelden. www.eco.at
www.wko.at
c ov e r
50 – industrialtechnology
Freitag, 16. Jänner 2015
Wiederverwertung 2014 stieg die Menge der recycelten PET Flaschen auf imposante 820 Millionen Stück
kommentar
Rohstoffkarussell dreht
sich mit mehr Schwung
Trennen soll
trendiger werden
Trotz der hohen Recyclingquoten sieht PET to PET-GF Christian Strasser noch Potenzial nach oben.
Müllendorf. Christian Strasser, GF
der PET to PET Recycling Österreich GmbH, kann mit gutem
Grund auf seine Arbeit und die
seines Teams stolz sein. Denn
2014 war ein Rekordjahr für das
Unternehmen. Insgesamt 820 Millionen PET-Flaschen wurden in
der hochmodernen Anlage, die im
Vorjahr um 1,5 Mio. Euro erweitert
wurde, recycelt und damit rund
20.500 Tonnen Material wieder für
den Rohstoffkreislauf verfügbar
gemacht.
„Jährlich werden in Österreich rund 40.000 Tonnen PET-Getränkeflaschen in Verkehr gesetzt.
Wir haben also rund die Hälfte zu
lebensmitteltauglichem Ausgangsmaterial für die Herstellung neuer PET-Flaschen verarbeitet. Das
heißt aber nicht, dass nur PET-Flaschen aus Österreich zur Verarbeitung gekommen sind; wir beziehen
unseren Rohstoff zu einem gewissen Teil auch auf dem internationalen Markt”, erläutert Strasser.
Damit entspricht die verarbeitete
Menge ziemlich genau der maximalen Kapazität von 22.000 Tonnen.
britta biron
A
Windkraft Gute Bilanz
Mehr Energie
Rund die Hälfte aller PET-Flaschen in Österreich wird bereits in der Anlage in Müllendorf zu neuem Wertstoff verarbeitet.
Ein weiterer Ausbau ist derzeit
aber nicht geplant. „Die Anlage ist
auf eine für Österreich sinnvolle
Größe ausgelegt, unter Berücksichtigung der Transportwege sowohl
rohstoff- bzw. fertigproduktseitig
als auch der optimalen Verarbeitungskapazität. Kapazitätssteige-
­gerecht werden.“
Ständige Verbesserungen
­Recyclingsbewusstsein
der Konsumenten können
wir unserer internatio­
christian strasser, gf pet to pet
Ein wesentlicher Faktor, um die
Recyclingmengen zu steigern, liegt
klarerweise in der Technik.
„Gerade am Beispiel von Wertstoff-Kreisläufen sind Innovationen essenziell. Die Aufbereitungsverfahren werden laufend
weiterentwickelt, um die Qualität
zu verbessern und den sich ändernden Anforderungen aufgrund
neuer Verpackungsmaterialen und
-varianten gerecht zu werden. Oft
wird die Qualität des Werkstoffs
PET durch Zumischung von Additiven oder anderen Stoffen zur
Erreichung von bestimmten Eigenschaften als Packstoff empfindlich
gestört. Hier gilt es, auch technologisch derartige Beeinflussungen
mit geeigneten Maßnahmen zu
beherrschen, um langfristig eine
hochwertige Qualität der Recyclate
sicherzustellen. Dafür arbeiten wir
sehr eng mit universitären Einrichtungen sowohl im Bereich Verfahrenstechnik als auch im Bereich
der Analytik zusammen, um bestehende Potenziale bestmöglich zu
erschließen.“ www.pet2pet.at
Gut verpackt Innovation von Fraunhofer macht Bio-Plastik fit für die hohen Anforderungen der Lebensmittelindustrie
Wichtige Verbesserung für Bio-Kunststoffe
Würzburg. In Verpackungen wird
Bio-Plastik bisher kaum eingesetzt.
Der Grund: Es schützt die Ware
nicht ausreichend vor Gerüchen,
Sauerstoff und Wasserdampf. Im
Projekt „DibbioPack” hat ein Konsortium aus Unternehmen und
Forschungseinrichtungen eine Lösung für dieses Problem gefunden.
In Österreich erzeugen bereits
1.016 Windräder sauberen Strom.
Neuartige Beschichtung
Wien. Zwischen 2012 und 2014
Jahren haben die heimischen
Windkraftunternehmen 365
Windräder mit einer Gesamtleistung von 1.015 MW errichtet
und dafür über 1,7 Mrd. Euro
investiert. Insgesamt stammen
bereits 4,5 Mrd. Kilowattstunden
aus der Windkraft.
Für heuer sind zusätzliche
Anlagen mit einer Leistung von
knapp 400 MW geplant, mittelfristig rechnet Stefan Moidl, GF
der IG Windkraft, aber wegen
steigender Ausgleichsenergiekosten und niedriger Marktpreis mit einem Rückgang bei
neuen Windkraftprojekten.
www.igwindkraft.at
Sie basiert auf einer vom
Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC entwickelten
bioORMOCERe-Funktionsschicht,
die wie ein Lack auf die Folien aufgebracht wird.
Den Forschern vom ISC half ein
Blick in die Natur, um diese Lösung
zu entwickeln: „Wir verwenden in
unterschiedlichen Rezepturen Naturstoffe, die biologisch abbaubar
sind und von sich aus eine gute
Barrierewirkung entfalten”, erklärt
Sabine Amberg-Schwab, Leiterin
des Fachbereichs Funktionelle Barriereschichten am ISC.
Für die neuartigen bioORMOCER-Stoffe modifizierten die Forscher Biopolymere wie Cellulose
und Chitosan chemisch so, dass
man sie verarbeiten kann. Gebunden werden diese Stoffe durch ein
anorganisches Gerüst aus Siliciumdioxid, das über gute Barriereeigenschaften verfügt. Dieses Gerüst
zerfällt zwar nicht im natürlichen
Abbauprozess wie alle anderen verwendeten Naturstoffe, doch bleiben
beim Abbau nur kleine Reste von
Siliciumdioxid, also Sand, übrig.
Dass die mit der neuen Funktionsschicht ausgestatteten Folien
– ein Prototyp wird im Rahmen der
„Grünen Wochen”, die von heute
bis 25. Jänner in Berlin stattfinden, vorgestellt – tatsächlich verrotten, bewiesen erste Versuche
im Testkompost des Würzburger
Instituts: Bereits nach sechs Wochen war der Zerfall deutlich zu
erkennen. Nun wird der Abbaupro-
„Wir wollen kom­
postierbare Folien so
veredeln, dass nach­
haltige Verpackungen
genauso funktional wie
herkömmliche sind.“
Sabine Amberg-Schwab
Fraunhofer ISC
© Fraunhofer ISC
© APA/Robert Jäger
nalen Vorreiter­rolle
rungen in kleinerem Umfang sind
derzeit nur aus weiteren Anlagenoptimierungen vorgesehen. Wir
arbeiten kontinuierlich daran, die
Kapazität der Anlage mit Optimierungsschritten anzuheben”, so
Strasser weiter.
Trotz der in Österreich bereits
stark ausgeprägten Sammelleidenschaft der Konsumenten
– laut einer aktuellen IMAS-Umfrage befürworten mehr als 90%
die Mülltrennung – sieht Strasser
aber noch Verbesserungspotenzial:
„Vor allem in Ballungsgebieten, wo
unter dem Deckmantel der Anonymität die Bequemlichkeit nur allzu
oft dazu verleitet, Verpackungen
gemeinsam mit dem Restmüll zu
entsorgen.“
„Nur durch das hohe
© PET to PET Recycling Österreich/Eva Kelety
ltstoffe sind wichtige
Rohstoffe – das weiß
heute schon jedes Kind.
Und so hat mich mein Sohn
kürzlich ob einer Plastikflasche
im Restmüll scharf gerügt.
Ein sinnvolles Gegenargument
ist mir natürlich nicht ein­
gefallen, liegt doch der nächste Sammelcontainer – wie
eine gemeinsame Internet-­
Recherche ergab – nur ein paar
Schritte von der Wohnung
entfernt.
Mit meiner bisherigen Nach­
lässigkeit stehe ich allerdings
nicht allein da. Denn auch
wenn Wien im Vergleich
zu anderen europäischen
Groß­städten bei den Altstoff­
sammelmengen (170 kg pro
Einwohner und Jahr) und
der Recyclingquote (40%) im
Spitzenfeld liegt, landen im­
mer noch zu viele verwertbare
Stoffe, vor allem Kunststoffe,
im Restmüll.
Aus diesem Grund verstärkt
jetzt die Stadt Wien gemein­
sam mit der ARA die Bewusst­
seinsbildung in Sachen Müll­
trennung und verschickt wie
bereits vor rund fünf Jahren
eine neue Sammeltasche.
Zusätzlich zum orangen
Standardmodell gibt es heuer
auch zwei Sondereditionen:
­Einerseits eine Tasche im
­Design eines Reisekoffers mit
der Aufschrift „Der Tonne
­entgegen”, andererseits ein
Modell im Design einer edlen
Damenhandtasche mit der
Aufschrift „Trendy kommt
von Trennen”.
© Altstoff Recycling Austria/APA-Fotoservice/Hollunder
britta biron
Die innovative Funktionsschicht der Folien schützt den Inhalt und schont die Natur.
zess im Rahmen des bis März 2016
laufenden Projektes nach internationalen Normen geprüft.
Im nächsten Schritt wollen die
Forscher den Lack aus bioORMOCER im Pilotmaßstab per Rolle-zuRolle-Verfahren auf bioabbaubare
Folien aufbringen. Zudem müssen
die neuen Bio-Kunststoffe in etlichen Verpackungstests ihre Alltagstauglichkeit beweisen.
www.fraunhofer.de
kon j u n k tu r ba r om e t e r
Freitag, 16. Jänner 2015
industrialtechnology – 51
Stimmungsbild Nach einem äußerst verhaltenen Jahr 2014 soll expansive Geldpolitik europäischer Wirtschaft 2015 auf die Sprünge helfen
Zarte Hoffnungen im neuen Jahr
Deflations-Sorgen im Euroraum, Japan erwartet Wachstum, Lateinamerika laboriert an fallenden Rohstoffpreisen, USA weiter top.
2014 der niedrigste Inflationsanstieg seit über fünf Jahren verzeichnet. Heuer könnte das Wachstum wieder 7% erreichen.
Europa Die EZB hat zu Jahresbeginn
nochmals verdeutlicht, bald mit
dem Kauf von Staatsanleihen starten zu wollen. Der Euro hat daraufhin deutlich an Boden verloren und
erreichte gegenüber dem Dollar
den niedrigsten Stand seit 2006.
Vor allem Frankreich und Italien
fordern seit geraumer Zeit eine
Abwertung des Euro, um so ihre
Wirtschaft anzukurbeln.
USA
▲
Unter der Lupe: Deflation im EuroRaum
Lateinamerika
Der starke Rückgang der Rohstoffpreise zieht weitreichende
Folgen auf dem südamerikanischen
Kontinent nach sich. In Kolumbien
und Peru machen Rohstoffe zwei
Drittel der Exporte aus, Leistungsbilanzdefizite in Höhe von 5% des
BIP werden heuer erwartet.
Monika Rosen ist Chefanalystin im
Bank Austria Private Banking.
© APA/EPA/Boris Rössler
Monika Rosen
Trotz anziehender Konjunktur in einigen
Krisenländern kommt die Wirtschaft in der
Eurozone insgesamt vorerst nicht in Fahrt. Das
Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der Währungsunion legte von Juli bis September 2014 nur
um 0,2% gegenüber dem Vorquartal zu. Für
das Schlussquartal wird gar nur ein Wert von
0,1% erwartet.
Zum schwachen Wachstum gesellte sich
zuletzt auch noch Deflation. Der starke Rückgang im Ölpreis ließ die Verbraucherpreise
in der Eurozone im Dezember um 0,2%
fallen.
Eine kurzzeitige Deflation im Zusammenspiel
mit einem Rückgang des Ölpreises kann da-
bei auch durchaus positiv interpretiert werden;
in Kombination wirkt dies als Steuersenkung
und stärkt die Kaufkraft der Konsumenten, was
in der derzeit schwachen Konjunkturphase der
Euro-Zone für zumindest etwas Antrieb sorgen
könnte.
Was aber unter allen Umständen vermieden
werden muss, wäre ein längerfristiges Kippen
in die Deflationsspirale; das zeigt ja auch das
Beispiel Japan ganz deutlich.
Wenn man die volatilen Komponenten Energie und Nahrungsmittel herausrechnet, ist
die „Kerninflation“ im Dezember mit 0,8%
gegenüber November sogar leicht angestiegen.
Die US-Wirtschaft ist gegen Ende des Jahres schneller gewachsen
als erwartet. So hat das Bruttoinlandsprodukt von Juli bis September 2014 mit einer annualisierten
Rate von 5 Prozent zugenommen.
Motor der Entwicklung ist der tiefe
Ölpreis und der dadurch entstandene Impuls für den Konsum.
Japan
Nachdem die Anhebung der
Mehrwertsteuer im vergangenen
Frühjahr Japan im zweiten Halbjahr zurück in die Rezession geführt
hat, wird für das nächste Fiskaljahr
2015/16 ein Wirtschaftswachs­tum
von unter 1,5 Prozent erwartet.
TÜV AUSTRIA-OMV Akademie
Weinviertel
Zwei Unternehmen, ein Ziel.
www.tuv.at/omv
biz-gaenserndorf@tuv.at
China
China hat im Vorjahr sein eigenes Wachstumsziel von 7,5% wahrscheinlich verfehlt und „nur“ 7,3%
erreicht. Am 20. Jänner werden die
Ziele für heuer bekannt gegeben,
man wird mit Spannung darauf
schauen, welcher Wert hier angepeilt wird.
Indien
▲
In Indien scheinen die Reformen
des im Mai gewählten Ministerpräsidenten Modi erste Früchte
zu tragen. So wurde im November
Wir erwarten für heuer 0,7% Wachstum
in Österreich
Seit April ist Österreichs Wirtschaft im
Krebsgang unterwegs und hat 2014 praktisch stagniert (0,2% real). Sie leidet unter
schwachem Konsumwachstum, rückläufigen
Investitionen, aber vor allem einem negativen Außenbeitrag, d.h. die Exporte laufen
schlechter als die Importe. Zum einen liegen
einige wichtige Exportländer im Konjunkturzyklus noch weiter zurück, zum anderen wird
Osteuropa dauerhaft nicht mehr so positiv
zu einem Überschuss Österreichs beitragen können. Dennoch sollte die heimische
Konjunktur bis Jahresende wieder deutlich
an Fahrt aufgenommen haben; Impulsgeber
sollten einerseits der weiterhin schwache
Euro und der tiefe Ölpreis sein. Außerdem ist
die Geldpolitik in der Eurozone weiter ultraexpansiv, könnte eventuell noch expansiver
werden.
Natürlich gibt es auch Risiken, allen voran
der Russland/Ukraine-Konflikt, einige politische Herausforderungen (Griechenland,
UK, Spanien), die Unsicherheit rund um
das Wachstum in China und den generell
vorhandenen Pessimismus. Gerade die
Stimmung könnte sich aber schon bald
verbessern, darauf hat der jüngste Anstieg
des Ifo Index in Deutschland schon einen
ersten Hinweis geliefert. Österreichs Wirtschaft könnte also nach einem noch verhaltenen Start 2015 im Jahresdurchschnitt ein
Wachstum von 0,7% bei einer Inflationsrate
von 1,3% erreichen.
Partner
fü
technis r
che
Sicherh
eit
Derzeit angebotene Lehrlingsausbildungen
Chemieverfahrenstechnik • Automatisierungs- & Prozessleittechnik sowie Anlagen- & Betriebstechnik • Anlagen& Betriebstechnik sowie Maschinenbautechnik • Industriekauffrau/-mann • Vorbereitung zur Lehrabschlussprüfung für alle 4 Lehrberufe
Foto: ©Andreas Amsüss
österreich spezial
I n n ovati on & U n te r n e hm e n
52 – industrialtechnology
Freitag, 16. Jänner 2015
Automatisierung Die Nahrungsmittelindustrie stellt an die Robotikhersteller viele spezielle Herausforderungen
short
Lebensmittelhersteller
brauchen eigene Rezepte
Lenze präsentiert neue
Gestensteuerung
© Lenze
Fast 200 der insgesamt 1.400 Anuga-Aussteller widmen sich dem Thema Industrie 4.0.
britta biron
Lenze vereinfacht das Bedienen
und Beobachten von Maschinen.
Köln. Die Automobilindustrie hat es
vorgemacht, und immer mehr andere Branchen setzen auf verstärkte Automatisierung. So auch die
Lebensmittel- und Getränkehersteller. Hauptgrund ist auch hier
der wirtschaftliche Aspekt, also die
Reduktion der Kosten und die Steigerung der Effizienz. Vergleichsweise breit eingesetzt werden
Roboter heute bereits im Lager,
allerdings stellt das Segment der
Tiefkühlware besondere Herausforderungen an die Technik.
Asten. Die multitouch-Funktionalitäten und Gestensteuerung
der neuen v800-Terminals machen den Weg frei für ergonomische Bedienkonzepte, die die
Prozessinformationen deutlich
übersichtlicher darstellen. Die
Navigation ist für den Bediener wesentlich einfacher als
bei klassischen menübasierten
Systemen – und ist deshalb in
kurzer Zeit intuitiv erlernbar.
Außerdem bietet sich die Möglichkeit der sicheren Zweihandbenutzung, um eine Fehlbedienung durch eine Hand auszuschließen.
Die Hardware der v800Bedienterminals wird als Panel
PC in IP65 (v800 protec) wie
auch als Einbaupanel (v800)
angeboten. www.lenze.com
„Die Abmessungen
der einzelnen Stücke
dert die Feinzerlegung
von Fleisch eine sehr
Neue Schulungen für
das Internet der Dinge
aufwendige Sensorik.“
Linz. Die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften, die den
Austausch zwischen Informations- (IT) und Betriebstechnologie (OT) verstehen, steigt mit
der zunehmenden Vernetzung
von Produktions- und Unternehmenssystemen. Um das dafür notwendige Know-now zu
vermitteln, hat Rockwell Automation gemeinsam mit seinem
Strategic Alliance-Partner Cisco
ein neues Schulungsprogramm
entwickelt. www.
rockwell-automation.com
knut franke, deutsches insti­
tut für lebensmitteltechnik
Auch im Verpackungsbereich
haben die Roboter schon Fuß gefasst. So setzen etwa Unilever oder
Coppenrath & Wiese Flexpicker
von ABB ein. Dabei ist von den
Robotern beim Greifen mehr als
nur „Fingerspitzengefühl“ gefordert: Hygieneaspekte stehen ganz
oben auf der Agenda.
Die Roboter und ihre Werkzeuge
dürfen keine Angriffspunkte für
Schmutz und Bakterien bieten,
müssen leicht zu reinigen und
resistent gegenüber Desinfekti-
Mehr Power für den
Festo-Stoppzylinder
© CLK
variieren, daher erfor­
In der Fleischverarbeitung oder der Backwarenindustrie ist der Automatisierungsgrad noch vergleichsweise niedrig.
onsmitteln sein; beliebt sind im
Lebensmittelbereich deshalb
Roboter aus Edelstahl in der
Schutzklasse IP67 oder höher.
Abseits von Standards
„Gebäck, Fleisch, Gemüse oder
Süßwaren variieren in Qualität
und Abmessung“, formuliert Knut
Franke vom Deutschen Institut
für Lebensmitteltechnik die Problematik, die herkömmliche, auf
fixen Standarabmessungen basierende Systeme nicht bewerkstelligen können, mithilfe neuer
technischer Möglichkeiten aber
gelöst werden könnte. Er gibt dazu ein Beispiel: „Die automatische
Feinzerlegung von Schweinefleisch
erfordert eine sehr aufwendige
Sensortechnik.“
Die Algorithmen, die Franke und
sein Team für die Roboterbewegungen zurzeit erarbeiten, sollen
die automatische Schnittführung
bei Fleischstücken ermöglichen
und damit künftig zu mehr Effizienz in der Produktion beitragen.
Thema der Fachmesse
Selbst das Thema Losgröße 1
und individualisierte Produkte
soll künftig Realität werden. So hat
die Hochschule WeihenstephanTriesdorf im Vorjahr das erste 3DDruckverfahren für die Lebensmittelindustrie vorgestellt und der
italienische Teigwarenhersteller
Barilla forscht derzeit an Teigpatronen, mit denen Restaurants
individuelle Pasta für ihre Gäste
produzieren können.
Welche Automatisierungslösungen es bereits heute für die
Lebensmittelbranche gibt und an
welchen neuen gearbeitet wird,
zeigt die Anuga FoodTec vom 24.
bis 27. März in Köln. Auf der internationalen Leitmesse für die Zulieferer für die Lebensmittel- und
Getränkeindustrie wird Industrie
4.0 an vielen Ständen das Schlagwort sein. Fast 200 der insgesamt
mehr als 1.400 Aussteller widmen
sich diesem Thema. Darunter Siemens, Rockwell, B&R, Endress +
Hauser, Festo, Mitsubishi oder
CSB. www.anugafoodtec.de
Austria Wirtschafts Service Angebot für KMU und Jungunternehmen wurde für heuer ausgebaut
Wien. „Gerade in wirtschaftlich
schwierigen Zeiten muss Unternehmen der Weg zu günstigen Finanzierungsmöglichkeiten offen
stehen. Das gilt für junge Entrepreneure wie für etablierte Betriebe,
denn mit Investitionen in Innovationen schaffen sie Arbeitsplätze und
sorgen für die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs”, so Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner.
Im Vorjahr hat die Förderbank
Austria Wirtschaftsservice (aws) in
diesem Bereich unterschiedliche,
sehr erfolgreiche Maßnahmen gesetzt, die heuer noch weiter ausgebaut werden.
Anfang 2015 startete das neue
Förderprogramm „proTrans –
Industrie 4.0”, das heimische
Klein- und Mittelbetriebe bei
der Entwicklung innovativer Ge­
schäfts­modelle sowie intelligenter
Produkte und Prozesse unterstützt.
„KMU, die den Ausbau eines Innovationsvorsprungs planen oder
in der Wertschöpfungskette mit
Industrie 4.0-Leitbetrieben ein­
gebunden sind, erhalten im Rahmen der Förderungen bis zu
300.000 Euro”, erläutert Mitter­
lehner.
Weniger Zugangsschranken
© APA/Roland Schlager
Wien. Der DFSP von Festo kann
um bis zu 200% mehr Stoßkraft
aufnehmen als sein Vorgänger.
Er eignet sich besonders zum
zuverlässigen Vereinzeln, Stoppen oder Indexieren. Mit einem
optionalen Innengewinde und
einer Zentrierbohrung unterstützt er optimal kundenspezifische Werkzeuge und Anbauteile. Durch ein verlängertes
Kolbenstangenlager ist zudem
ein noch genaueres Positionieren möglich.
Die Konstruktion des DFSP
basiert auf dem vielseitigen
Kompaktzylinder ADN. Der
3K-Kolben und das spezielle
Kolbenstangenlager sorgen für
eine besonders hohe Lebensdauer. Darüber hinaus gilt der
DFSP unter den Basis-Stopperzylindern als leistungsstärkster
seiner Klasse und das bei einem
überzeugenden Preis.
www.festo.at
Mehr Geldmittel und weniger Bürokratie
© Festo
Höhere
Stoßfestigkeit,
genaueres
­Positionieren
zum günstigen
Preis.
Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner will innovative Unternehmen belohnen.
Bei neuen aws-Garantien für
KMU wurde das Bearbeitungsentgelt um die Hälfte auf 0,25 Prozent
des beantragten Kreditbetrags
halbiert; bei einer Garantieübernahme in der Höhe von beispielsweise 500.000 Euro spart sich ein
KMU dadurch rund 1.500 Euro.
Zudem ist die Höhe des Bearbeitungsentgelts mit maximal 30.000
Euro gedeckelt, was bei größeren
Projekten ebenfalls Ersparnisse
bringt.
Auch für Jungunternehmer wird
der Zugang zu Förderungen leichter, denn die Alterbeschränkung
wurde von drei auf fünf Jahre erhöht. Diese Ausweitung gilt sowohl
für den aws Start-up-Scheck (1.000
Euro für Investitionsprojekte von
5.000 bis 20.000 Euro) als auch für
die Start-up-Prämie in der Höhe
zwischen 20.000 bis 300.000 Eu-
„Investitionen in Inno­
vationen schaffen Ar­
beitsplätze und sorgen
für die Wettbewerbs­
fähigkeit Österreichs.“
Reinhold Mitterlehner
Wirtschaftsminister
ro. Ab einer Investitionshöhe von
300.000 Euro wird ein Zuschuss
von zwölf Prozent angeboten, der
bei einer erfolgreichen Entwicklung wieder zurückzuzahlen ist.
Damit können dann wieder neue
Start-ups unterstützt werden.
www.awsg.at
i n n ovati on & u n te r n e hm e n
Freitag, 16. Jänner 2015
industrialtechnology – 53
Aktuelle Studie Additive Fertigung gewinnt bei mittelständischen Fertigungsbetrieben immer mehr Befürworter
short
3D-Druck interessiert jetzt
auch kleine Unternehmen
© IPH
Effizienzsteigerung
beim Schmieden
Produktion verschiebt sich immer weiter zu dezentralen Netzwerken aus Microfactories.
Kurze Wege und die Möglichkeit
der Produktindividualisierung
werden als wichtige Vorteile des
Verfahrens gesehen.
britta biron
Weinheim. Die mittelständische Fertigungsindustrie in Deutschland
erkennt das große Potenzial des 3DDrucks für die industrielle Produktion. Dies ist eines der Kernergebnisse des aktuellen „IT Innovation
Readiness Index” des Münchner
Marktforschungsinstituts Pierre
Audoin Consultants (PAC) im Auftrag der Freudenberg IT.
Demnach stimmen 23% der befragten Fertigungsunternehmen
der These zu, dass sich durch 3DDruck in der Produktion Kostenund Effizienzvorteile realisieren
lassen. Werden noch die Befürworter der Aussage „stimme eher zu”
hinzugezählt, sind es sogar 45%.
„Die mittelständische Fertigungsindustrie hat die vielversprechenden Möglichkeiten der Produktion dreidimensionaler Werkstücke
mittels Drucker erkannt. Vor dem
Hintergrund, dass 3D-Druck ein
reales Anwendungsszenario dafür
ist, welche Vorteile eine dezentrale
Produktion zukünftig bieten kann,
sind diese Ergebnisse sehr interessant”, kommentiert Stefanie Naujoks, Analystin Project Services and
Manufacturing Markets bei PAC.
Für das Verfahren wurde ein mehr­
dimensionales Werkzeug.entwicklt.
preiswerter realisieren“, erläutert
Manfred Stein, Director Marketing
& Corporate Communications bei
Freudenberg IT. „Zudem ist nicht
zu übersehen, dass der 3D-Druck
„3D-Druck ist ein
reales Anwendungsszenario für die Vorteile, die eine dezentrale Produktion zukünftig bieten kann.“
Stefanie Naujoks
Analystin bei PAC
einen direkten Bezug zu den ITMegatrends Big Data und Cloud
Computing hat, da auch alle digitalen Konstruktionspläne für die
3D-Druck-Teile in Echtzeit zur Verfügung stehen.“
Dezentralisierung
Fachveranstaltung
© Arburg
basieren vor allem darauf, dass
sich die Wertschöpfung von den
Großfabriken zunehmend in ein
dezentrales Netzwerk aus Microfactories verschiebt.
„Es ist längst kein futuristisches
Szenario mehr, dass aktuell benö-
tigte Teile statt vom Lieferanten
direkt am Montageband On-Demand aus dem 3D-Drucker kommen; dadurch lassen sich nicht
nur Logistikkosten einsparen,
sondern auch kleinste Losgrößen
bis hin zum Einzelstück deutlich
Die steigende Bedeutung des 3DDrucks zeigt sich auch daran, dass
„Inside 3D Printing“, die führende B2B-Konferenz zum Thema 3D
Druck und additive Fertigung, die
am 3. und 4. März in Berlin stattfindet, heuer über eine doppelt so
große Ausstellungsfläche als im
Vorjahr verfügt.
www.freudenberg-it.com
http://inside3dprinting.de
Akquisition Wintersteiger-Unternehmensgruppe wächst
Fronius Trockentraining durch Virtual Welding Robotics
Ried in Innkreis. Die Wintersteiger
AG, Spezialmaschinenbauer für
Skiservice, Holzdünnschnitt und
Feldversuchstechnik, hat mit Anfang des Jahres die Paul Ernst
Maschinenfabrik GmbH in Eschelbronn übernommen. Dies ist nach
der Kohler Maschinenbau GmbH
2011 die zweite Akquisition in der
Metallbearbeitung
Wintersteiger-Vorstand Harold
Kostka zur Konzernerweiterung:
„Die Paul Ernst Maschinenfabrik
Pettenbach. Virtual Welding Robotics bietet für Aus- und Weiterbildungseinrichtungen eine effiziente
Möglichkeit, angehenden Roboterprogrammierern ein grundlegendes Verständnis für die Anforderungen des robotergestützten
Schweißens zu vermitteln.
Mit dem System ist es möglich,
Schulungen in gewohnter Seminarumgebung durchzuführen. Einzige Voraussetzung: ein funktionsfähiger Roboter. Die weiteren
Bestandteile sind ein computerbasiertes Trainingsgerät mit integriertem Touchscreen, ein realitätsnaher Schweißbrenner sowie
Dummy-Werkstücke für die unterschiedlichsten Nahtarten und
Schweißpositionen.
In der Trainingssequenz ermittelt der Schweißsimulator laufend
die Position des Brenners am Roboterarm, während der Roboter
die gelernte Bewegung ausführt.
Der virtuelle Trainer „Ghost“ gibt
ständig optische und akustische
Hinweise zur Schweißgeschwindigkeit, dem Abstand zum Werkstück (Dummy) und dem einzuhaltenden Anstellwinkel des Schweißbrenners; Abweichungen von den
© Wintersteiger
ergänzt sehr gut unsere Angebote
in der Metallbearbeitung: Nach
dem Schneiden müssen die Bleche
entgratet werden, bevor sie in die
Richtmaschine kommen.”
Ernst wurde 1960 gegründet
und erwirtschaftet einen Umsatz
von knapp 7 Mio. €, derzeit vor
allem mit Kunden innerhalb Europas. Künftig soll das Unternehmen
auch stärker international, etwa in
China, positioniert werden.
www.wintersteiger.com
Harold Kostka (CFO Wintersteiger AG), Markus Lindörfer und Martin Freudenberg
(GF Paul Ernst) und Christian Rauscher (Vorstand und CEO Wintersteiger AG; v.l.n.r.).
Schweißtrainer für Programmierer
Idealwerten werden nach dem
Ampel­system in Gelb bzw. Rot
dargestellt
Die komplette Schweißsequenz
inklusive der Korrekturhinweise
wird aufgezeichnet und als abspielbares Playback zur Verfügung gestellt, sodass Trainees den
Schweißvorgang gemeinsam mit
dem Ausbilder analysieren und
Wege zur Optimierung der Roboterprogrammierung erarbeiten
können. www.fronius.com
Leistungen können jetzt auch den
Airlines direkt angeboten werden.
© Fronius
Ein zweiter Metallbearbeiter
EASA-Zulassung für
FACC Operations
© facc.com
Dass rund ein Drittel der Unternehmen das Thema Additive
Fertigung als wenig bis gar nicht
relevant einstuft, dürfe aber nicht
als generelle Ablehnung gewertet
werden, sondern liege wohl in erster Linie darin begründet, dass die
Technologie für manche Unternehmen aufgrund der Produkte oder
spezieller Gegebenheiten in der
Fertigung nicht geeignet ist.
Die Hoffnungen des Mittelstands im Zusammenhang mit den
neuen Fertigungsmöglichkeiten
Hannover. Im Laufe der letzten
beiden Jahren hat das Institut für Integrierte Produktion
Hannover (IPH) im EU-Projekt
REForCh gemeinsam mit Unternehmen aus Spanien, der Türkei
ein neues Schmiedeverfahren
entwickelt, mit der rund 30%
Material und 20% Energie eingespart werden können.
Ermöglicht wird dies durch
mehrdimensionales Schmieden,
wo der erwärmte Stahl nicht
nur von oben umgeformt, sondern gleichzeitig auch durch
Druck von den Seiten in die gewünschte Form gebracht wird.
Vor Kurzem hat der türkische
Projektpartner, das Schmiedeunternehmen Omtax Otomotiv
Transmisyon Aksami, mit dem
mehrdirektionalen Werkzeug
Prototypen von Zweizylinderkurbelwellen für Quads und
Schneemobile hergestellt und
möchte das Verfahren jetzt auf
die Herstellung weiterer Kurbelwellentypen übertragen.
„Von den Forschungsergebnissen profitieren alle Schmiedeunternehmen, die Material
und Energie sparen wollen.
Wir geben die Erkenntnisse
aus dem Projekt gern weiter
und beraten Unternehmen zum
mehrdirektionalen Schmieden“,
so Malte Stonis vom IPH.
www.iph-hannover.de
Das System zeigt dem Anwender, ob
der Roboter richtig programmiert wurde.
Ried im Innkreis. Die FACC Operations GmbH, ein Tochterunternehmen der ACC AG, hat die
EASA-Zulassung erfolgreich
abgewickelt und erlangte vor
Kurzem das EASA Part 21
– Subpart J – Design Organisation Approval (DOA). Damit
ist FACC ein zugelassener
Entwicklungsbetrieb der europäischen Luftfahrt und berechtigt, Design-Leistungen für
Modifikationen und Reparaturen eigenständig zu entwickeln und zu zertifizieren.
„Das ermöglicht uns, ein erweitertes Leistungsprogramm
entlang des gesamten Flugzeuglebenszyklus – von Design
und Entwicklung über die
Fertigung bis hin zu Wartung
und technischen Publikationen
– neben unseren langjährigen
OEM-Kunden nun auch den
Airlines direkt anbieten zu
können“, so Hermann Filsegger,
Leiter der FACC Operations.
www.facc.com
Tr a n spor t & Logi s t i k
54 – industrialtechnology
Freitag, 16. Jänner 2015
Knapp AG Vision Desk-Arbeitsplatz zur 100%-Kontrolle und zur Auftragssortierung wird auf der LogiMat vorgestellt
short
Null Fehler sind das Ziel
Aufruf zur Teilnahme
an Logistik-Studie
ten Anbieter von KommissionierRobotern, wird jetzt auch das
Lösungsportfolio für den Pharmagroßhandel erweitert. Über
Apostore, eine 100%-Tochter von
KHT, bietet der Intralogistiker nun
ein komplettes Angebot bis zur
Apotheke und ins Krankenhaus.
„Apostore hat nach unserer Auffassung die beste Robotertechnologie auf dem Markt. Durch das
Aufsetzen dieser Technologie auf
die Knapp-Standards konnten wir
den neuen Kommissionier-Roboter
Knapp-Store in kürzester Zeit aus
der Taufe heben und zur Marktreife bringen“, zeigt sich KnappVorstandsvorsitzender Gerald
Hofer zufrieden.
Erste bereits umgesetzte Projekte sind sehr erfolgreich und weitere Bestellungen in der Pipeline.
Knapp unterstreicht mit diesem
Schritt seine innovative Position
in der Intralogistik.
www.knapp.com
herbert strasser
© Amazon
Hart bei Graz. Mit dem Zero Defect
Warehouse setzt Knapp auf Qualitätskontrolle und Richtigstellung
direkt im Prozess.
Auf der diesjährigen Logimat
zeigt man den innovativen Vision Desk-Arbeitsplatz, der zur
100%-Kontrolle und zur Auftragssortierung eingesetzt wird. Vision Desk erfasst die 1D- und 2DCodes auf den einzelnen Artikeln
eines Auftrags; dadurch wird jeder
Auftrag auf Vollständigkeit und
Richtigkeit geprüft. So unterstützt
Vision Desk die Qualitätssicherung
und Verfolgbarkeit entlang der
Supply Chain.
Vorreiter bei Zero Defect Warehouse-Lösungen ist die PharmaBranche, ein schon bisher wichtiger Kundenkreis von Knapp.
Durch den Erwerb von 49% der
Gesellschafteranteile an der KHTUnternehmensgruppe, dem ältes-
Forscher wollen Einsatz von Robotern in Logistik untersuchen.
Bremen. Das BIBA – Bremer
Institut für Produktion und
Logistik GmbH an der Universität Bremen möchte weitere
Erkenntnisse über den Einsatz
von Robotern in der Logistik
gewinnen und bittet daher Logistikfachleute in Wirtschaft
und Wissenschaft sowie Technologieanbieter, sich an einer
Online-Befragung zu beteiligen.
Die Erhebung zu der Studie
„RoboScan‘14“ läuft bis 31. Juli
über das Internetportal
www.robotik-logistik.de.
www.biba.uni-bremen.de
TNT erleichtert Arbeit
von Service-Technikern
Gebrüder Weiss baut
Netzwerk weiter aus
Vision Desk bietet Qualitätssicherung und Verfolgbarkeit entlang der Supply Chain.
Akquisition voestalpine-Konzern baut Position in Australien sowie generell im Weichen- und Schienenbereich aus
Wichtiges Segment soll weiter wachsen
Linz. Die voestalpine VAE Railway
Systems Pty Ltd., ein Tochterunternehmen der voestalpine VAE
GmbH, dem Weltmarktführer in
der Weichentechnologie, hat jetzt
den australischen BahnsystemSpezialisten BRFC übernommen.
Das Unternehmen produziert Weichen und Gleiskomponenten und
erwirtschaftete zuletzt mit 60 Mitarbeitern einen Umsatz von zuletzt
rund 34 Mio. €.
Top in Down-Under
© voestalpine
Aigen. TNT Innight hat in enger
Zusammenarbeit mit Kundendienst-Organisationen eine
neue App für Service-Techniker
entwickelt.
Wichtigste Funktion ist die
einfache Anmeldung der Retouren: Nach dem Scan oder der
manuellen Eingabe des Paketcodes öffnet sich die Eingabemaske; Standard-Angaben wie
der Abholort sind bereits hinterlegt und können bei Bedarf
geändert werden. Zudem kann
der aktuelle Status der Retoure
via App verfolgt oder angemeldete Retouren wieder storniert
werden..
Aktuell steht die App für die
Betriebssysteme Android und
iOS zur Verfügung.
www.tntinnight.de
© Knapp
Der steirische Intralogistiker festigt sein Standing im Pharmabereich durch eine Beteiligung an KHT.
voestalpine-Konzern festigt Stellung im siebtgrößten Bahnnetz der Welt.
„BRFC gehört zu den fünf größten Bahnsystemanbietern in Australien. Mit dem Erwerb erweitern
wir unser Produkt- und Kundenportfolio in Australien in Richtung
Personen- und Nahverkehr und
bauen unsere bereits jetzt sehr gute Marktposition weiter aus. Durch
das angegliederte Schweißwerk ergeben sich zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten innerhalb des
voestalpine-Konzerns“, so Franz
Kainersdorfer, Vorstandsmitglied
der voestalpine AG und Chef der
Metal Engineering Division.
„Wir erweitern damit auch unser Produktangebot auf den personenbezogenen Bahnverkehr und
erwarten uns im städtischen Infrastrukturbereich neue Partnerschaften“, so Kainersdorfer.
Schon jetzt erzielt der weltweit
tätige Technologie- und Industriegüterkonzern aus Oberösterreich
rund 13% des Gruppenumsatzes im
Segment Weichen- und Schienentechnologie. www.voestalpine.com
TGW Group Erstes hochautomatisiertes Lager und Distributionszentrum in China stammt aus Österreich
Vojislav Jevtic, Regionalleiter für
Air-Sea Asien bei Gebrüder Weiss.
Lauterach. Mit Beginn des heurigen Jahres hat Gebrüder
Weiss einen eigenen Standort
in M
­ oskau eröffnet. Die Nieder­
lassung umfasst drei Filialen,
eine in der Innenstadt und
jeweils eine an den Flughäfen
Scheremetjewo und Domodedowo.
„Für unsere Kunden ist
Russland ein bedeutender
Markt, der großes Entwicklungspotenzial hat”, so Vojislav
Jevtic, Regionalleitung Air &
Sea Asien bei Gebrüder Weiss.
Angeboten werden in Russland
derzeit Dienstleistungen in den
Bereichen Luft- und Seefracht,
Landtransporte und multimodale Lösungen, Logistik und
Projektgeschäft. Bis zum Jahresende soll der Personalstand
von derzeit neun auf 20 Mitarbeiter ausgebaut werden.
www.gw-world.com
Wels. Die neue Logistikanlage des
chinesischen eCommerce-Spezialisten CNSS, die vor Kurzem in
Danyang in Betrieb gegangen ist,
ist 7,5 Kilometer lang, umfasst fünf
Stockwerke und hat eine Kapazität von bis zu 7,500 Packstücken
pro Stunde. Konzipiert wurde sie
vom OÖ Intralogistik-Spezialisten
TGW.
„CNSS ist kein Dienstleister im
klassischen Sinn. Es gibt nicht nur
einen fixen Kunden, der seine Waren im Lager bevorratet, alle paar
Wochen kann es ein anderen Kunde sein. Deshalb wurde die Anlage
auf die höchstmögliche Leistung
während der Spitzenzeiten ausgelegt”, erklärt Albert Fischlmayr,
Project Manager bei TGW.
Funksystem ein; deshalb haben
wir uns um die nötige kundenspezifische Schnittstelle gekümmert.
Man könnte die TGW-GatewaySoftware als eine Übersetzungssoftware beschreiben, die alle
Abläufe in der Anlage kennt.”
Vorsprung durch Technik
Für den Versand wird die Ware
manuell auf die Förderstrecken
aufgesetzt – Scanner kontrollieren
dabei das Fördergut und prüfen
Herkunft sowie Inhalt der Behälter
– und an das Pick-to-Wall-Kommissioniersystem weiterbefördert.
Dort befinden sich von beiden Seiten zugängliche Regale. Auf einer
Seite stellt der Kommissionierer
die Ware in das vom Pick-to-LightSystem angezeigte Regal, auf der
anderen Seite des Regals zeigt ein
Lichtsignal dem Verpackungsmit-
„Wir freuen uns über
die Zusammenarbeit
mit der TGW-Group,
nationalen Technologie
unterstützt.“
Jay Wang, CEO bei CNSS
Schnell & leistungsstark
Die Waren werden per Lkws angeliefert und sofort auf die TGWFördertechnik übergeben, um sie
automatisch mittels Funksystem
einzulagern. „Wir haben alle Ebenen über unsere Fördertechnik
verbunden”, erzählt Fischlmayr.
„Der Kunde setzt sein eigenes
arbeiter an, sobald ein Auftrag fertig zum Verpacken ist
„Mithilfe von Technik und Innovation wollen wir neue Maßstäbe in der Branche setzen und
die uns mit ihrer inter-
© TGW Logistics Group
© Andreas Leo Wallner
Fördertechnik in großem Stil für CNSS
Insgesamt 30 Versandrutschen sorgen für die exakte Verteilung der Sendungen.
der führende Lager- und Distributionsdienstleister weltweit
werden; deshalb setzen wir auf
Hochleistungs-Sorter und Fördertechnik von TGW“, so Jay Wang,
CEO bei CNSS.
www.tgw-group.com
medianet
inside your business. today.
Freitag, 16. Jänner 2015 – 55
Keine Umbrüche in sicht
kein sternenreigen
KPMG-Studie zeigt: Premiumhersteller
sehen keine großen Veränderungen Seite 57
Euro NCAP zieht Bilanz 2014: Fünf Sterne
sind nicht selbstverständlich Seite 59
© Porsche
© panthermedia.net
automotivebusiness
CitroËn ds3
Kleiner Franzose
mit viel Platz
© Citroen
Autoschau mit vielen
Neuheiten & Premieren
© Panthermedia.net/Ambrozinio
short
© APA/dpa/Ole Spata
Wien. Die Pkw-Neuzulassungen
sind 2014 zum dritten Mal in
Folge zurückgegangen; ohne
die Tageszulassungen durch
die Autohändler zur Schönung
der Verkaufsstatistik liegt das
Minus bei 5,5 Prozent. Laut
Peter Laimer von der Statistik
Austria entfällt nur mehr ein
Drittel der Auto-Neuzulassungen auf Privatpersonen;
hier gingen die Neuzulassungen um 12 Prozent zurück.
Elektroautos führen ein Nischendasein: 2014 gab es lediglich 1.281 Neuzulassungen.
www.statistik.at
© Reed Exhibitions Wien/Andreas Kolarik
Mountain View. Google steht
laut Expertenschätzung in den
USA vor dem Einstieg in das
Geschäft mit Autoversicherungen. Die Forrester-Analystin Ellen Carney prognostizierte in einer aktuellen Studie,
der Internetgigant werde im
ersten Quartal eine Webseite
starten, über die Versicherungen verglichen und gekauft
werden können. Der Konzern
dürfe bereits in 26 US-Staaten
Autoversicherungen vertreiben
und arbeite mit einigen Versicherungsunternehmen zusammen. www.google.com
© Kimimasa Mayama/EPA/picturedesk.com
Vienna Autoshow 2015 Bis 18. Jänner zeigen die heimischen ­Importeure bei
der Branchenschau in der Messe Wien ihre Highlights. Im Rampenlicht ­stehen vor
allem 42 Österreich-, zwei Europapremieren und sogar eine Weltneuheit. Seite 56
Tesla Elektroautobauer setzt weiter voll auf Expansion
Opel Deutscher Autobauer legt 2014 um 3 Prozent zu
Tesla-Chef Elon Musk will die Produktion des Autobauers deutlich ankurbeln.
Detroit. Der Ölpreisverfall setzt
die Elektroautobauer unter Druck
– doch Tesla, der Pionier der Branche, sieht sich nicht betroffen. „Nur
weil Sprit etwas günstiger ist, wird
er nicht nachhaltiger – wir blicken
nur auf die langfristigen Perspektiven“, sagte Vertriebschef Jerome
Guillen auf der Automesse in Detroit. Tesla-Chef Elon Musk sprach
dort gar von einer Vervielfachung
der Produktion in den kommenden
Jahren. Bis 2025 werde Tesla die
Produktion von Elektroautos auf
„mindestens einige Millionen pro
Jahr“ steigern, nach weniger als
40.000 im vergangenen Jahr, sagte
Musk. www.teslamotors.com
© APA/EPA/Martial Trezzini
Tokio. Der japanische Automobilhersteller Toyota rechnet
dieses Jahr in China mit weiteren, wenn auch geringeren
Zuwächsen als bisher. Das Absatzziel liege bei 1,1 Millionen
Fahrzeugen, teilte der weltgrößte Autohersteller mit; das
würde einem Plus von 6,8 Prozent entsprechen. Vergangenes
Jahr verkaufte der japanische
Anbieter in der Volksrepublik
1,03 Millionen Wagen, was
einem Anstieg von 12,5 Prozent
entsprach. Allerdings hatte der
Konzern auch 2014 schon mehr
als 1,1 Millionen Einheiten angepeilt. www.toyota.com
© Peter Foley/EPA/picturedesk.com
Produktions-Vervielfachung geplant Rüsselsheimer weiter im Aufwind
Im Vorjahr konnte Opel in Europa knapp
1,1 Millionen Fahrzeuge verkaufen.
Rüsselsheim. Der deutsche Autobauer Opel hat 2014 so viele Autos verkauft wie seit Jahren nicht mehr.
Nach vorläufigen Daten verkauften die Rüsselsheimer in Europa
fast 1,1 Mio. Fahrzeuge; das entspreche einem Zuwachs von drei
Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Opels Anteil am europäischen Automarkt ist demnach auf rund 5,7
Prozent angewachsen. Insgesamt
hätten die Verkaufszahlen in „mehr
als 15 Märkten“ zugelegt, erklärte
Opel-Vertriebschef Peter Christian
Küspert. Die größten Zuwächse
verbuchte Opel in Polen (plus 42
Prozent) und in Irland (plus 33 Prozent). www.opel.de
C ov e r
56 – automotivebusiness
Freitag, 16. Jänner 2015
Vienna Autoshow Die diesjährige Auflage der Branchenschau findet noch bis 18. Jänner in der Messe Wien statt
Kommentar
Das Autojahr 2015 startet
mit seinem Höhepunkt
Oh du meine
Tageszulassungen!
Neben 42 Österreich- und zwei Europa-Premieren gibt es in Wien auch eine Weltpremiere zu sehen.
Wien. Am Messestand von Seat auf
der Vienna Autoshow herrscht
derzeit dichtes Gedränge: Erstmals präsentiert die VW-Tochter
dort nämlich den Leon Kombi
Cupra der Weltöffentlichkeit,
was für Wien – wo neben vielen
Österreich-Premieren nur wenige Europa-Neuheiten und kaum
Weltpremieren zum Alltag gehören
– durchaus als Sensation zu werten
ist. Ein Stück weiter ist bei Mini
mit der Europa-Premiere des John
Cooper Works 3-Türer die Aufregung ähnlich groß; eine EuropaPremiere gibt es mit dem Prius+
auch am Toyota-Stand zu sehen.
Jürgen Zacharias
O
© APA/EPA/Jeon Heon-Kyun
Mrd.-Investition
Hyundai will in den kommenden
­Jahren 61,2 Mrd. Euro investieren.
Seoul. Der südkoreanische AutoHersteller Hyundai hat gemeinsam mit seiner Schwester Kia
im vergangenen Jahr einen neuen Verkaufsrekord von 8,2 Mio.
Fahrzeugen erzielt. Um diese
Zahl in Zukunft weiter steigern
zu können, hat das Unternehmen direkt nach Bekanntwerden
des Rekordabsatzes neue Investitionen von fast 81 Billionen
Won (61,2 Mrd. €) angekündigt.
Davon soll der Großteil in den
Bau und die Erweiterung neuer
und bestehender Anlagen gehen,
rund ein Drittel des Geldes soll
in Forschung und Entwicklung
investiert werden.
www.hyundai.com
Einer der ganz großen Messestars: Die VW-Tochter Seat feiert auf ihrem Messestand das Welt-Debüt des Leon Kombi Cupra.
Daneben und dazwischen sind
aber auch die anderen Hersteller
nicht untätig und rücken ihre jeweiligen Neuheiten ins Rampenlicht: Audi zeigt mit dem neuen
Audi A1 und A1 Sportback etwa
eine Österreich-Premiere, Citroën
hat den C4 Cactus „Blue Lagoon“
in knalligem Türkis im Gepäck,
und bei Kia gibt es mit den kom-
pakten Modellen Rio und Venga
sowie dem Sorento in dritter Generation und dem Soul EV gleich vier
Österreich-Debütanten.
Fiat stellt mit dem neuen 500X
seinen Zuwachs zur 500er-Modellreihe vor, bei Ford gibt es
den neuen Mustang, den neuen
Mondeo und den Focus zu sehen,
und am Stand von Hyundai feiert
die neue Generation des i20 ihr Debüt in Österreich; daneben ist das
i20 WRC-Showcar ein besonderes
Highlight. Drei Neuvorstellungen
für den heimischen Markt gibt es
auch bei Honda: der HR-V Prototype, der CR-V Prototype und die
Civic-Modelle mit einem Facelift
für das Modelljahr 2015. Ebenfalls
zu sehen sind der neue Jaguar XE
und der F-Type Roadster, der neue
Land Rover Discovery Sport, der
Mercedes-AMG GT, der neue Opel
Corsa in seiner fünften Generation
und der neue VW Passat sowie der
VW Golf GTE.
www.viennaautoshow.at
Am Ford-Stand ist u.a. der ab Sommer 2015 erhältliche Mustang zu sehen …
… und bei Mercedes dreht sich alles um die sportliche Eleganz des neuen AMG GT.
AutoZum 2015 Leitmesse u.a. für das Autowerkstatt- und Tankstellengeschäft, Kfz-Ersatzteile und -Zubehör in Salzburg
Mozartstadt wird Nabel der Zulieferindustrie
Salzburg. Kommende Woche startet
nach der Vienna Autoshow (siehe
auch großen Bericht oben) mit der
AutoZum im Messezentrum Salzburg (von 21. bis 24. Jänner) gleich
das nächste große heimische Messehighlight. Die Veranstaltung hat
sich in den vergangenen Jahren
als überregionale Leitmesse für
Autowerkstatt- und Tankstelleneinrichtung, Kfz-Ersatzteile und
-Zubehör, chemische Erzeugnisse
und Umwelttechnik einen Namen
gemacht – rund 300 Aussteller aus
dem In- und Ausland werden dort
ihre Neuheiten präsentieren.
den aktuellen Stellenwert der
Fachmesse.
Messeleiter Andreas Wetzer hebt
außerdem die Rolle der AutoZum
als professionellen Marktplatz für
automotive Produkte und Innovationen hervor, der maßgeschnei-
dert für die After-Sales-Sparten
ist: „Der Mix aus Innovationen,
repräsentativer Angebotsdarstellung, Informationen, Know-howTransfer und wertvoller Face-toFace-Kontakte macht die AutoZum
zum Treffpunkt der Entscheider
und damit zum Marktkompass und
Signalgeber für die gesamte Branche.“ Parallel zur Fachmesse sorgt
ein attraktives, begleitendes Fachprogramm mit einer Reihe von
Expertenvortragen für zusätzliche
Impulse. www.autozum.at
Internationaler Stellenwert
„Der Technologiewandel, neue
Verkehrs- und Mobilitätskonzepte,
veränderte gesetzliche Rahmenbedingungen und der verstärkte
Wettbewerb im Werkstättengeschäft haben vor allem in den vergangenen eineinhalb Jahrzehnten
die Bedeutung der ‚AutoZum‘ für
die Branche enorm gesteigert“,
beschreibt Matthias Limbeck, Geschäftsführer von Veranstalter
Reed Exhibitions Messe Salzburg,
© Reed Exhibitions Salzburg/Andreas Kolarik
Hyundai Zukunftspläne
Zahlreiche Neuvorstellungen
© Reed Exhibitions Wien/Andreas Kolarik (2)
b 2015 als gutes Jahr in
die rot-weiß-rote Automobilgeschichte eingehen wird, werden erst die kommenden Monate zeigen. Fest
steht: Allzu hochtrabend sollten
die Hoffnungen auf ein starkes
Plus nicht sein, große Sprünge
wird der Markt wie heuer wohl
auch 2015 keine machen. Es
geht vielmehr um Schadensbegrenzung. Also darum, keines
oder nur ein sehr kleines Minus
einzufahren. Das wäre grundsätzlich schon ein Erfolg, gingen in Österreich doch zuletzt
knapp mehr als 300.000 Neuwagen über den Ladentisch, was
sich in Anbetracht der Größe
unseres Landes auch im internationalen Vergleich durchaus
sehen lassen kann. Weniger
positiv wird dieser Eindruck,
wenn man die zuletzt deutlich
gestiegenen Tageszulassungen
betrachtet: Bei knapp 30 Prozent aller in Österreich neu zum
Verkehr zugelassenen Fahrzeuge handelt es sich der Statistik zufolge nämlich um Autos,
die schon nach wenigen Tagen
oder Wochen wieder abgemeldet werden, um sie billiger an
den Endkunden weiterzugeben
oder ins Ausland zu verkaufen.
Dass diese Praxis den Gesamteindruck verfälscht und ein vitales Bild eines eigentlich angeschlagenen Markts zeichnet, ist
offensichtlich – in den Augen
vieler Importeure aber trotzdem
gelebte Praxis, um gute Zahlen
und Verkaufserfolge an die
Hersteller kommunizieren zu
können.
© Christian Houdek
Moritz Kolar
In diesem Jahr werden auf der Salzburger Fachmesse insgesamt 300 Aussteller aus dem In- und Ausland erwartet.
Freitag, 16. Jänner 2015
H e r s te l l e r & Z u l i e f er e r
automotivebusiness – 57
KPMG-Studie Befragung von Führungskräften zeigt: Umbrüche sind in den kommenden Jahren in der Branche eher unwahrscheinlich
Keine Veränderungen in Sicht
Moritz Kolar
Wien. Mehr als die Hälfte der Automobilfirmen glaubt nicht an einen
Umbruch in den kommenden fünf
Jahren; nur jeder Zehnte erwartet
in der Zeit größere Veränderungen
innerhalb der Branche. Trotz einer
vermehrt technologiebasierten Industrie und eines hart umkämpften Markts ist nach der aktuellen
KPMG-Studie „Global Automotive Executive“ davon auszugehen,
dass die Premiummarken und
Großanbieter auch in den kommenden zehn Jahren marktbeherrschend sein werden.
Druck von zwei Seiten
Dieser Optimismus wird immerhin von drei Viertel der befragten
Führungskräfte geteilt, die bis
2025 ihre Position gesichert sehen,
auch wenn sich die traditionellen
Unternehmen in Zukunft nicht
Premiumbauer Erfolgskurs
Hohe Zuwächse
München/Stuttgart/Ingolstadt. Die
deutschen Autobauer Mercedes,
Audi und BMW haben 2014 so
viele Autos verkauft wie nie zuvor.
BMW setzte nach eigenen Angaben
rund 1,8 Millionen Fahrzeuge ab,
Mercedes 1,6 Millionen und Audi
1,7 Millionen, wie die Unternehmen vor wenigen Tagen mitteilten.
Für BMW und Mercedes war 2014
demnach das vierte Rekordjahr in
Folge, für Audi das fünfte.
Deutliches Plus
© APA/EPA/Uli Deck
BMW steigerte seinen Absatz
im Vergleich zu 2013 um 9,5 Prozent, Audi um 10,5 Prozent und
Mercedes um knapp 13 Prozent.
Für die Stuttgarter Autobauer sei
2014 mit dem besten Quartal der
Unternehmensgeschichte geendet: Allein im vierten Quartal habe
Mercedes fast 450.000 Autos verkauft. Daimler-Chef Dieter Zetsche,
der zugleich Leiter von MercedesBenz-Cars ist, erklärte: „MercedesBenz ist auf Erfolgskurs. Der beste
Absatz unserer Unternehmensgeschichte zeigt, dass unsere Produktoffensive Früchte trägt.“
Audi-Vertriebschef Luca de Meo
hob das starke Wachstum seiner
Marke in den USA hervor: „Wir
wachsen in den USA fast drei Mal
so schnell wie der Markt“, erklärte
er. Allein im Dezember 2014 habe
Audi in den USA rund 19.200 Wagen verkauft, was dem verkaufsstärksten Monat überhaupt entspreche. www.daimler.com
www.audi.de
www.bmw-group.com
Daimler-Chef Dieter Zetsche ist mit der
Entwicklung von Mercedes zufrieden.
nur mit neuen Konkurrenten konfrontiert sehen, sondern auch mit
einem zunehmenden Wandel der
Mobilitätskultur. Eine bedeutende
Rolle wird dabei von den Führungskräften der Technologie- und
Kommunikationsbranche zugeschrieben. Hier liege es aber an
den Herstellern selbst, Geschäftsmodelle zu entwickeln, die auf eine
Zusammenarbeit mit anderen Konzernen bauen, um innovative Technologien und Dienstleistungen anbieten zu können.
Druck spüre die Automobilbranche der Studie zufolge von zwei
Seiten: „Regulierungen, die eine
Optimierung der traditionellen An-
triebstechniken und Investitionen
in neue Technologien verlangen,
werden immer höher; auf der anderen Seite stehen die Konsumenten
mit zunehmend technischem
Know-how, die innovative Leistungen nicht nur erwarten, sondern
auch fordern“, erklärt Klaus Mittermair, Partner bei KPMG.
Wachstum weiter im Fokus
Zwei Drittel der Befragten setzen in ihrer Strategie der Studie
zufolge weiter auf Wachstum. An
zweiter Stelle stehen der Aufbau
der Wertschöpfungskette und Diversifikation (54 Prozent). Die Zu-
sammenarbeit mit Industrieunterunternehmen (49 Prozent) nimmt
hinsichtlich der Marktbearbeitung
einen höheren Stellenwert ein als
die Partnerschaft mit anderen Automobilherstellern (45 Prozent).
„Wachstum allein reicht nicht
aus, um die Herausforderungen
der Mobilitätskultur der Zukunft
zu bewältigen. Premiummarken
müssen rascher Innovationen anstreben, um neue Produkte und
Dienstleistungen, die den gesamten Fahrzeuglebenszyklus begleiten, auf den Markt zu bringen; hier
sollten die Hersteller ihren Fokus
auch klar auf Kundenbindung
setzen.“ www.kpmg.at
© panthermedia.net/toocanimages
Allerdings sehen sich etablierte Firmen mit neuen Konkurrenten und einem Mobilitätswandel konfrontiert.
Zwei Drittel der befragten Automanager
setzen auch in Zukunft auf Wachstum.
M ode l l & H a n de l
58 – automotivebusiness
Freitag, 16. Jänner 2015
Citroën DS3 Citroën verpasst dem DS3 ein dezentes Facelift und packt noch ordentlich Technik mit rein
short
Frankreich als Hochburg
für Stil und Individualität
© Porsche Austria
Zwei neue Boliden
aus Zuffenhausen
Individualisierungen stehen im Automobilsektor hoch im Kurs; Citroën spielt dabei ganz vorn mit.
Wien. Individualität ist das Schlagwort der Stunde. Heute gibt man
sich nicht bloß mit dem Alltäglichen zufrieden, Herausstechen
aus der Masse, ein wenig anders
sein als der Rest, lautet für viele
die Devise. Produkte, die uns im
Alltag am häufigsten umgeben,
sollten daher so individuell wie
möglich gestaltbar sein, um auch
möglichst viele Kunden zu erreichen. Gerade im Autobereich, wo
durch diverse Normen und Vorschriften die Autos immer ähnlichere Formen und Linien annehmen, sind Ausreißer gern gesehen.
Citroën hat ihren automobilen
Querdenkern gleich eine eigene
Namensbezeichnung gegeben. Der
historische Name DS ziert seit
2010 die dynamischeren, individuelleren Modelle des französischen
Konzerns. Der DS3 und das Cabrio-Derivat schlugen damals bei
Markteinführung hohe Wellen und
wurden weltweit über 330.000 mal
verkauft.
Stuttgart/Zuffenhausen. Porsche
erweitert das Sportpaket um
zwei neue Modellvarianten:
Zum einen wird das Kürzel GTS
erstmals auf einem 911 Targa 4
zu sehen sein und zum anderen
bekommt der bullige Cayenne
als Turbo S noch mehr Leistung. Der halboffene 911 Targa 4 verfügt in der GTS-Version
über 430 PS. Der Spurt von Null
auf 100 km/h geht in Verbindung mit dem PDK-Getriebe
in 4,3 Sek. vonstatten, der Verbrauch soll aber mit 9,2 l/100
km auf dem Niveau des 911
Targa 4S bleiben. Im Basispreis
von 174.516 Euro ist das PASMFahrwerk mit 20-Zoll-Rädern
und das Sport-Chrono-Paket
bereits enthalten. Der Porsche
Cayenne wird ebenfalls mit
einem neuen Kürzel ausgestattet und leistet als Turbo S nun
570 PS. Dass er im Kern dennoch ein echter Zuffenhausener
Racer bleibt, beweist nicht nur
die Rundenzeit auf dem Nürburgring von 7:59,74 Minuten,
sondern auch die Spitzengeschwindigkeit von 284 km/h
und ein 0-100-Wert von 4,1 Sek.
Zu haben ist der neue Bulle ab
215.561 Euro, beide Modelle
stehen ab März beim Händler.
www.porsche.at
Leicht aufgefrischt
Ein so wichtiges Modell gehört
gepflegt; deshalb wurde der DS3
nun dezent aufgewertet. Die überarbeiteten Modelle zeichnen sich
optisch durch neue Scheinwerfer
aus, die Xenon- mit LED-Technologie verbinden und so auch gleich
für eine neue Lichtsignatur sorgen,
die nicht nur stylish aussieht, sondern auch für bessere Lichtverhältnisse bei Nacht oder widrigen
Verhältnissen sorgt. Die hinteren
Leuchten strahlen ebenfalls mit
LED-Technik. Individualität wird
auch im Innenraum groß geschrieben. So können verschiedene Designs auf das Armaturenbrett und
die hintere Seitenscheibe aufgetra-
© Toyota
Alle Zeichen stehen
auf Brennstoffzelle
© Citroen
Gregor Josel
Porsche erweitert die 911- und die
Cayenne-Reihe um einen GTS.
Den leicht aufgefrischten Citroën DS3 gibt es mit Euro 6-tauglichen Motoren in der Basisversion ab 18.990 Euro.
gen werden; neue Farben und Sitzbezüge runden das Styling-Angebot
ab. Die Sicherheit bleibt dabei keineswegs auf der Strecke. Mit dem
Facelift führt Citroën auch den
Notbremsassistenten ins Portfolio
ein: Der „Active City Brake“ hilft,
Unfälle bei geringer Geschwindigkeit zu vermeiden. Bis 30 km/h aktiviert ein Laser-Sensor, der an der
Windschutzscheibe angebracht ist,
automatisch die Bremsen.
Motoren Euro-6-tauglich
Unter der Haube werken topmoderne Aggregate, die allesamt die
Euro-6-Norm erfüllen: Wahlweise drei Dieselmotoren von 90 bis
120 PS oder vier Benziner von 82
bis 165 PS sorgen für den nötigen
Vortrieb. Der 120 PS-Selbstzünder
mit Sechsgangschaltgetriebe und
Start/Stopp-System entpuppt sich
als idealer Antrieb für den DS3,
der durch agiles Ansprechverhalten und dennoch sparsamen Verbrauch überzeugt. 3,6 l auf 100 km
sind damit möglich, bei einer Beschleunigung von 9,3 Sek. auf 100.
Viel Platz im Innenraum
Das Fahrverhalten des 3,95 m
kleinen Zweitürers ist spritzig, die
Lenkung direkt und das Fahrwerk
sportlich, ohne dabei zu hart zu
federn. Motoren- oder Fahrbahngeräusche dringen kaum in den Innenraum, da haben die Entwickler
mit zusätzlich verbauten Schalldämmungen vorgesorgt.
Trotz der kompakten Größe finden im Innenraum fünf Personen
genügend Platz vor, hinten wird
es zwar um den Kopf herum etwas
eng, für Kurztrips reicht die Beinfreiheit im Fond aber allemal. Die
285 l Basis-Kofferraumvolumen
lassen sich durch Umklappen der
Rücksitzbank auf üppige 980 l erweitern. So ist man weder im Alltag noch im Urlaub eingeschränkt
und kann individuell entscheiden,
wo und mit wie vielen es wie weit
weg geht. Die Preise starten bei
15.990 Euro. Das DS3 Cabrio, das
ebenfalls der Modellpflege unterzogen wurde, startet bei 18.990
Euro. www.citroen.at
Mercedes-Maybach S 600 Mercedes bringt ab Februar eine Überversion der noblen S-Klasse auf den Markt
Der König ist tot, lang lebe der König!
Toyota bringt den Mirai und
gibt zahlreiche Patente frei.
Wien. Leicht hat es Maybach
in den letzten Jahren nicht gehabt. 2002 belebte die Daimler AG
die einstige Luxusmarke mit zwei
Modellen, um sie nach kaum zehn
Jahren Bauzeit mangels zufriedenstellender Verkaufszahlen im Jahr
2012 wieder einzustanzen. Ganz
konnte man sich dann doch nicht
trennen, ab heuer wird der Name
Maybach wieder auf Autos und
nicht in den Schlagzeilen stehen:
Der Mercedes-Maybach S 600 hüllt
ab Februar 2015 die Reichen der
Welt in feinste Qualität. Anders als
beim wenig glücklichen Relaunch
kurz nach der Jahrtausendwende
haben sie dafür aber diesmal kein
eigenes Auto gebaut und keine eigene Marke aus der Taufe gehoben,
sondern halten sich nah an der
S-Klasse. Trotzdem ist Maybach
nicht nur eine aufgehübschte Ausstattungsvariante, die sich über
dickeres Leder, aufwendigere Nähte und weichere Polster definiert.
Zwar gibt es in der über 100 Seiten
starken Preisliste nur eine Handvoll Optionen wie die silbernen
Champagnerkelche oder das Panorama-Dach mit der elektrochromatischen Verdunkelung aus dem SL,
die nur der Topversion vorbehalten sind. Doch das Maybach-Logo
auf der C-Säule verdient sich der
Luxusliner schon allein mit den
20 cm mehr Radstand (gegenüber
der S-Klasse-Langversion, wohlgemerkt), die bei einer Länge von
5,45 m jetzt komplett den Hinterbänklern zugute kommen.
Luxus trifft Leistung
© Daimler
Wien. Dieses Jahr bringt Toyota
das erste eigens entwickelte
Brennstoffzellenfahrzeug namens Mirai auf den Markt.
Um die Technik in dieser
frühen Phase auch anderen
Herstellern schmackhaft zu
machen, geht man einen großen Schritt: Nicht weniger als
5.680 Patente rund um die alternative Antriebstechnik gibt
der japanische Autobauer frei
und ebnet damit den Weg zur
Verbreitung von Brennstoffzellenfahrzeugen. Die kostenlose
Nutzung erfordert lediglich
einen Vertrag mit Toyota, in
dem unter anderem die beabsichtigte Verwendung und die
üblichen Lizensierungsfragen
geklärt werden (siehe Bericht
auf Seite 60). Der Toyota Mirai
verfügt über 155 PS, erreicht
eine Höchstgeschwindigkeit
von 178 km/h und verbraucht
einen Kilogramm Wasserstoff
auf 100 Kilometer. Ob man den
wasserstoffgetriebenen Mirai
oft aus Österreichs Straßen sehen wird, ist fraglich, bei einem
Preis von 78.540 Euro.
www.toyota.com
Nobler kann man nicht Stern fahren: Mercedes-Maybach S600, ab 245.330 Euro.
Angetrieben wird der noble Zuckerguss von einem Zwölfzylinder-Kraftwerk mit 6 l Hubraum,
das dem wuchtigen Eigengewicht
von 2,3 t mit 530 PS und 830 Nm
unter die Arme greift. So schafft
man es doch noch in 5,0 Sek. auf
100 km/h. Während der Chauffeur
also den Weg von der Dinnerparty
nach Hause in Rekordzeit schafft,
entspannt man derweil im über-
dimensionierten Fond, der serienmäßig über Executive-Sitze verfügt
– die Rückenlehnen lassen sich um
bis zu 43,5 Grad neigen, besser
schläft man wohl auch in einem
Privatjet nicht. Ob es dort silberne
Champagnerkelche, beheizte Cupholder oder auch ein Panoramaglasdach mit elektrochromatischer
Verdunkelung gibt, bleibt fraglich.
Wer selbst das Ruder in die Hand
nimmt, wird überrascht sein: Trotz
der Länge und des Gewichts fährt
sich der Mercedes-Maybach S 600
erstaunlich sportlich. Einlenkverhalten, Fahrwerk und Handling
reichen, um auch auf der berühmtberüchtigten Nordschleife eine gute
Figur zu machen. Die neue Über-SKlasse greift in Sachen Qualität
und Verarbeitung die ganz Großen
im Markt an, wie den Rolls-Royce
Ghost oder den Bentley Flying
Spur. Nur das Preisschild ist etwas
kleiner: ab 245.330 Euro steht der
Nobelhoblel in der eigenen Garage. Wem das nicht reicht, der kann
sich mit schier unendlichen Extras
so richtig austoben und den Basispreis gleich mal verdoppeln.
www.daimler.com
R u n d u m s au to
Freitag, 16. Jänner 2015
automotivebusiness – 59
Autotest Euro NCAP stellte die sichersten Autos des vergangenen Jahres vor – dazu gehört u.a. die Benz C-Klasse
short
Euro NCAP: fünf Sterne
nicht selbstverständlich
car2go wagt nun auch
den Schritt nach China
© Daimler
Die Bestnote ist dabei nicht die Regel – bei kleinen Autos erhielt nur eines von 14 Modellen fünf Sterne.
Moritz Kolar
Noch heuer sollen die Fahrzeuge in
Chongqing auf die Straße kommen.
Chongqing. car2go plant die Erweiterung seiner Aktivitäten
nach China. Der stationsunabhängige Carsharing-Service
von Daimler wird in der Millionenmetropole Chongqing binnen Jahresfrist mit mehreren
Hundert Smart Fortwo an den
Start gehen, wie das Unternehmen ankündigte. Es ist der
erste Schritt in den asiatischen
Markt.
Das Geschäftsgebiet wird
voraussichtlich den erweiterten
Innenstadtbereich der Metropole umfassen; die DaimlerTochter Moovel wird dazu eine
eigene Tochterfirma in China
gründen, die car2go zunächst
in Chongqing betreiben wird.
www.car2go.com
© Porsche (2)
Brüssel. Euro NCAP hat für einige
Fahrzeugklassen die jeweils sichersten neuen Modelle des vergangenen Jahres ermittelt. Die
höchsten Punkte in den Crashtests
des European New Car Assessment Programme (europäisches
Neuwagen-Bewertungs-Programm,
dabei handelt es sich um eine Gesellschaft europäischer Verkehrsministerien, Automobilclubs und
Versicherungsverbände) erzielten
bei den Kleinwagen der Skoda
Fabia, bei den kleineren Vans
der Golf Sportsvan, bei den kompakten Familienautos der Nissan
Qashqai und bei den größeren die
Mercedes-Benz C-Klasse. Als sicherster Neuzugang bei den Kompakt-Geländewagen erwies sich
der Land Rover Discovery Sport.
Familienwagen sicherer
Bei den Multi Purpose Vehicles wurde die Hälfte der Autos nur mit drei Sternen bewertet, der Golf Sportsvan erhielt die Bestnote.
Dass die Bestnote von fünf Sternen längst noch nicht selbstverständlich ist, unterstreichen zwei
Zahlen: Laut Angaben von Euro
NCAP erreichte bei den kleineren
Autos unter 14 getesteten Modellen nur der Fabia den Höchstwert.
Bei den kleineren Multi Purpose
Vehicles (MPV) erreichte die Hälfte der gecrashten Fahrzeuge sogar
ten alle Testautos fünf Sterne;
sicherstes Auto mit alternativem
Antrieb ist der Lexus NX, dicht gefolgt vom Tesla Model S.
www.euroncap.com
Neue Avanti-Tankstellen
bei Metro-Großmärkten
Wien. Die Diskonttankstellenkette Avanti hat mit Jahresbeginn
fünf neue Standorte auf Parkplätzen von Metro-Großmärkten in Linz, Graz, Langenzersdorf, Vösendorf und Rum bei
Innsbruck eröffnet. „Durch die
Errichtung der fünf neuen Tankomaten-Tankstellen ergeben
sich für uns und unseren Partner Metro gute Synergieeffekte,
von denen beide Seiten profitieren. Und die Kunden können
nun gleich beim Einkauf schnell
und zu immer günstigen Preisen auftanken“, sagt
Alois Wach, Leiter des Avanti
Tankstellengeschäfts.
www.avanti.at
© Toyota
nur drei Sterne und nur der Golf
Sportsvan den Spitzenwert.
Anders sieht das bei den gehobeneren Klassen aus: Bei den
„Großen Familienwagen“ erreich-
Sicherstes kleines Auto wurde unter 14 getesteten Modellen der Skoda Fabia.
Sicherstes Auto mit alternativem Antrieb wurde der Lexus NX vor dem Tesla Model S.
918 Spyder wird in
Handarbeit gefertigt
VCÖ Spritpreisvergleich des Verkehrsclubs zeigt: Diesel und Benzin sind hierzulande überdurchschnittlich günstig
Wien. Österreich zählt beim Tanken
zu den Diskontern in der EU. Während im EU-Schnitt 50 Liter Diesel
58,50 Euro kosten, sind es in Österreich 56 Euro, wie ein Spritpreisvergleich des Verkehrsclub Österreich (VCÖ) zeigt. Ähnlich ist es bei
Eurosuper: Im EU-Schnitt kosten
50 Liter 61,50 Euro, in Österreich
sind es 57 Euro. Grund dafür ist
die in Österreich vergleichsweise niedrige Mineralölsteuer. Der
EU-weite Vergleich inklusive der
Schweiz zeigt bei 50 Liter Diesel
den höchsten Preis in Großbritannien mit 74,50 Euro, gefolgt von
Italien mit 73,50 Euro. Dagegen ist
das Tanken in Polen (48,50 Euro),
Litauen (50 Euro) und Luxemburg
(50 Euro) am billigsten.
Allerdings wird auch das Tanken im Inland immer teurer: In den
vergangenen zehn Jahren um rund
20 Prozent, die ein aktueller Ver-
gleich der APA (siehe auch Grafik
unten) zeigt. Der Preisanstieg bei
Treibstoffen entspricht damit in
etwa der allgemeinen Teuerung.
So kostete Diesel im Jahr 2005 im
Schnitt 0,852 Euro, mit Stichtag
7. Jänner lag der Preis bei 1,104
Euro. Bei Benzin betrug der Literpreis vor zehn Jahren 0,903 Euro,
zuletzt mussten Autofahrer dafür
1,127 Euro bezahlen. Während die
Motoren sparsamer werden, stei-
gen aufgrund der Komfort- und
Sicherheitseinrichtungen die Eigengewichte der Autos stetig an
– befeuert vom Trend zu SUV, die
aufgrund des Allradantriebs und
des leicht geländefähigen Fahrwerks noch schwere als „klassische“ Pkw sind. Gleichzeitig werden die Fahrzeuge immer stärker:
In Deutschland hatte ein Pkw vor
20 Jahren im Schnitt 95 PS, nun
sind es 140 PS. www.vcoe.at
© Porsche
In Österreich tankt es sich deutlich billiger
918 Spyder: Die auf 918 Stück limitierte Kleinserie ist bereits verkauft.
Stuttgart. Der deutsche Sportwagenbauer Porsche geht bei der
Fertigung des 918 Spyder neue
Wege: Mitten im Werk 2 in
Stuttgart-Zuffenhausen wird in
einer 4.000 Quadratmeter großen Manufaktur das Fahrzeug
von rund 100 ausgewählten
Mitarbeitern in Handarbeit
zusammengesetzt.
Der Supersportwagen in
Kleinserie verfügt dank zweier
Elektroantriebe und einem
V8-Sportmotor über eine
Systemleistung von 652 kW/
887 PS.
Innerhalb eines Jahres ist die
auf 918 Stück limitierte Auflage, die noch bis Mitte 2015 produziert wird, komplett verkauft
worden. www.porsche.com
I n n ovati on & U m we lt
60 – automotivebusiness
Freitag, 16. Jänner 2015
Studie Die Boston Consulting Group hat die Marktpotenziale autonomer Fahrfunktionen unter die Lupe genommen
short
Autopilot-Systeme werden
zum Milliarden-Markt
Toyota lässt Konkurrenz
an Patenten teilhaben
© Toyota
Bereits 2025 soll das Marktvolumen bei 35,5 Mrd. Euro liegen, bis 2035 soll es auf 65,2 Mrd. Euro steigen.
Moritz Kolar
CES 2015: Senior Vice President
Bob Carter mit dem Toyota Mirai.
Düsseldorf. Die Vision vom autonomen Fahren rückt in greifbare
Nähe. Bereits für 2017 sind teilweise autonome Fahrzeuge mit
Autobahn- und Stau-Autopiloten
geplant. Stadt-Autopiloten sollen
ab 2022 auf den Markt kommen,
vollständig autonome Fahrtechnologien ab 2025 verfügbar sein. Dies
sind einige der wichtigsten Ergebnisse der neuen Studie „Back to the
Future: The Road to Autonomous
Driving“ der Boston Consulting
Group (BCG). Dafür hat BCG 1.500
Verbraucher in den USA zu ihrem
Fahrverhalten und ihren Wünschen bezüglich autonom fahrender Autos befragt. Zudem wurden
mehr als 100 Industrieexperten in
die Studie involviert.
Las Vegas. Mit einem außergewöhnlichen Schritt will
Toyota die Einführung der
Brennstoffzellentechnologie beschleunigen: Im Rahmen einer
Pressekonferenz anlässlich der
Unterhaltungselektronikmesse
CES kündigte Bob Carter, Senior Vice President of Automotive
Operations bei Toyota Motor
Sales USA, an, der Industrie
fast 6.000 Patente, die im Zusammenhang mit wasserstoffangetriebenen Fahrzeugen stehen, bis 2020 gebührenfrei zur
Verfügung zu stellen. „Wir bei
Toyota sind der Meinung, dass,
wenn gute Ideen geteilt werden, großartige Dinge passieren
können“, begründete Carter die
Initiative. www.toyota.com
„Autonome Fahrtechnologie hat
ein enormes Innovations- und
Marktpotenzial für die Automobilhersteller sowie deren Zulieferer.
Wir erwarten 2035 eine Penetration von 25 Prozent, was massive
Implikationen auf Autos, Verkehr
und Infrastruktur haben wird“,
sagt Nikolaus S. Lang, Senior Partner und Experte für Automotive
Technology bei BCG in Deutschland und Österreich. Jeder zweite
Teilnehmer an der BCG-Studie gab
an, er sei an Autopilot-Funktionen
stark interessiert und wolle wahrscheinlich in den kommenden fünf
bis zehn Jahren ein Auto kaufen,
das teilweise oder vollständig autonom fahren kann. Ein Fünftel
der Konsumenten wären außerdem
bereit, einen Aufpreis bis zu 5.000
USD (rund 4.200 €) für AutopilotFunktionen zu bezahlen.
VW setzt im Golf ganz
auf Touchscreens
Las Vegas. Volkswagen experimentiert auf der Technikmesse
CES mit einem Cockpit voller
Touchscreens. Im Modell Golf
R Touch sind drei berührungsempfindliche Bildschirme im
Armaturenbrett verbaut und
ersetzen dort sämtliche Knöpfe
und analoge Anzeigen. Herzstück ist ein Touchscreen zur
Steuerung von Unterhaltungsanlage und Bordcomputer mit
einer Bildschirmdiagonale
von 12,8 Zoll.
www.volkswagen.com
Honda-Tempomat sagt
Spurwechsel voraus
Innovationsschub geplant
© Honda
Die breite Einführung der Autopilot-Technologie verspricht große
wirtschaftliche Vorteile und wird
– das zeigen die BCG-Analysen
– zu einem Innovationsschub in
der gesamten Automobil- und Zulieferbranche führen. Die anfänglichen Kosten für sensorbasierte
autonome Fahrfunktionen werden
bei den Autoherstellern – je nach
Umfang der Fahrautonomie – mit
etwa 1.500 bis 7.000 USD pro Fahrzeug (1.270 bis 5.930 €) zu Buche
schlagen. In den ersten zehn Jahren nach Markteinführung werden
diese Kosten aber laut Einschätzung der Boston Consulting Group
deutlich um vier bis zehn Prozent
pro Jahr zurückgehen. Bis 2025 er-
Tokio. Der japanische Automobilhersteller Honda führt das
weltweit erste vorausschauende Geschwindigkeitsregelungssystem ein, das das Einscheren
anderer Fahrzeuge auf die
eigene Fahrspur vorhersagen
kann und bei Bedarf die Geschwindigkeit entsprechend
herunterregelt.
Der adaptive Tempomat
i-ACC (Intelligent Adaptive
Cruise Control) verwendet eine Kamera und Radar, um die
Position anderer Fahrzeuge zu
lokalisieren und arbeitet mit
einem Algorithmus, der Fahrzeugbewegungen vorhersagen
soll. Dieser Algorithmus basiert
auf dem typisch europäischen
Fahrverhalten und soll laut
Honda die Wahrscheinlichkeit
eines Spurwechsels anderer
Autos bis zu fünf Sekunden
vorher erkennen; Premiere hat
i-ACC in diesem Jahr im CR-V.
www.honda.com
Daimler-Chef Dieter Zetsche präsentierte auf der CES einen selbstfahrenden Prototypen, der bald auf die Straße kommen soll.
warten die Autoren der Studie ein
Marktvolumen von etwa 42 Mrd.
USD (35,5 Mrd. €) für AutopilotFunktionen; im Jahr 2035 sollen es
77 Mrd. USD (65,2 Mrd. €) sein.
Automobilbauer profitieren
Davon werden der Studie zufolge
sowohl Automobilbauer als auch
Zulieferer profitieren. „Fahrzeuge
werden sich zukünftig stark durch
intelligente Software unterscheiden und können individuell auf
den Konsumenten zugeschnitten
werden“, erläutert Nikolaus Lang.
„Autohersteller, die heute in innovative Fahrerassistenzsysteme,
autonome Fahrtechnologie und
intelligente Vernetzung von Fahrzeugen investieren, werden in den
nächsten fünf bis zehn Jahren einen entscheidenden Wettbewerbsvorsprung haben.“
Busse, U-Bahnen und Taxis künftig Konkurrenz durch selbstfahrende „Robo-Taxis“ erhalten werden;
diese Fahrzeuge können Personen
bis zu 35% günstiger befördern als
herkömmliche Taxis.
Vertrauen aufbauen
Die Studie prognostiziert außerdem, dass autonome Fahrzeuge
bis zum Jahr 2035 großflächig
im Straßenverkehr zum Einsatz
kommen. In klar definierten Ver-
„Autonome Fahrtechnologie hat ein
enormes Innovationsund Marktpotenzial für
Kfz-Bestand wird reduziert
die Automobilhersteller
Darüber hinaus wird das autonome Fahren den Trend zum sogenannten Car- und Ridesharing beschleunigen und dadurch die Zahl
der Fahrzeuge weltweit insbesondere in den Städten deutlich reduzieren. Simulationen in New York
City und Shanghai zeigen, dass
öffentliche Transportmittel wie
sowie deren Zulieferer.“
Nikolas S. Lang, BCG
kehrsbereichen von Großstädten
könnten selbstständig fahrende
Taxis bereits in den 2020er-Jahren
Anwendung finden. „Die Technik
für autonom fahrende Fahrzeuge
ist schon heute weit ausgereift
und einsatzfähig. Allerdings brauchen wir klare politische Rahmenbedingungen und weitere deutliche
Kostensenkungen. Zudem müssen wir das allgemeine Vertrauen
der Menschen in die autonome
Fahrtechnologie stärken, um eine
schnellere und breite Markteinführung zu erreichen“, erklärt Thomas
Dauner, Senior Partner und Leiter
der globalen Automotive Practice
bei BCG.
Versicherer springt auf
Erste Hersteller beginnen sich
bereits auf dieses Zukunftsszenario einzustellen, wie ein Blick
auf die Elektronikmesse CES zeigt.
Und auch die Allianz ließ zuletzt
mit einem Vorstoß in diese Richtung aufhorchen; demnach will
der Versicherer schon bald einen
Versicherungsschutz für selbstfahrende Autos anbieten. Das sagte
Allianz-Manager Alexander Vollert
dem Focus. „Für uns wird sich
dabei allerdings die Risikoeinschätzung ändern. Das Risiko
verlagert sich vom menschlichen
Fehler seitens des Fahrers zum
Entwickler“, so Vollert.
www.bcg.at
© APA/EPA/Jens Wolf; dpa/Bernd Thissen
Das neue System wird noch dieses
Jahr erstmals im CR-V verbaut.
© APA/EPA/Larry W. Smith
Wachstumsperspektiven
Autopassagiere könnten mit der Autopilot-Funktion die Wegzeiten besser nutzen …
… zudem würde – so das Ziel – die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer steigen.
medianet
inside your business. today.
Freitag, 16. Jänner 2015 – 61
Congress Casino Baden
Casino arbeitet auf Hochtouren an der
Zertifizierung als „Green Location“ Seite 62
© Panthermedia.net
© Congr. Casino Baden
destination
tourismus report 2015
Reise-Profis erklären, wie Reisende ticken
und was im Marketing zählt Seite 63
eurotours
koop mit der
deutschen post
© Roland Mühlanger
Ferien-Messe Wien als
Treffpunkt für die Profis
© Miguel Dieterich
short
Schladming. Die steirische
Urlaubsregion SchladmingDachstein präsentiert sich
auch neben den Pisten als TopDestination. Hier kehren Gäste
bei Hüttenwirten ein, deren
Angebot zu den besten aller
europäischen Skigebiete zählt.
Das ergab die Studie „Best Ski
Resort 2014“.
Vom 7. bis 14. März dreht
sich unter dem Titel „Snow
& Beef“ kulinarisch alles um
das Beste vom Rind. Auf der
Krummholzhütte am Hauser
Kaibling, der Schafalm auf der
Planai und auf der HochalmReiteralm finden winterliche
Grillfeste statt.
schladming-dachstein.at
© Reed Exhibitions Messe Wien / www.christian-husar.com
© Schladming-Dachstein/Tom Lamm/ikarus.cc
Wien. Der Verband der österreichischen Geschäftsreise-Industrie, die austrian business
travel association (abta), zeichnet mit dem symbolischen
„Kaktus des Jahres“ ein Ärgernis aus, das die Businessreisenden im abgelaufenen Jahr
am meisten belastet hat.
„Für 2014 war das Ergebnis
eindeutig: Für 54% waren die
Pilotenstreiks die größte Zumutung im abgelaufenen Jahr,
gefolgt von Extragebühren für
Gepäck, Roaminggebühren im
Ausland und große Flugpreisunterschiede“, so abta-Präsident Hanno Kirsch (Bild oben).
www.abta.at
Österreichs größte Tourismus-Messe Die Ferien-Messe Wien überzeugt mit
rund 700 Ausstellern aus mehr als 70 Ländern als Branchenplattform und lockt
seit Jahren immer mehr Fachbesucher aus dem In- und Ausland an.
Seite 62
ÖRV Individualität, Erlebnis und Sicherheit stehen bei den Österreichern beim Urlaub im Sommer 2015 im Mittelpunkt
Kitzbühel. Die „Gamsstadt“ hat
sich mittlerweile als Gastgeber
internationaler Kongresse etabliert. „Bei uns verbinden sich
eine wunderbare Landschaft
und Lifestyle mit Tradition
und sportlichen Hochleistungen. Teilnehmer finden hier
die Ruhe, um neue Gedanken
zu fassen und die Motivation,
ihr Bestes zu geben“, so Signe
Reisch, Präsidentin Kitzbühel
Tourismus.
kitzbuehel.com
Wien. Mit Beginn der Ferien-Messe
startet der Österreichische ReiseVerband (ÖRV) auf allen wichtigen
Radiosendern österreichweit mit
neuen Spots die Imagekampagne
„Wir machen Urlaub – perfekt“.
„Im Mittelpunkt stehen humorvolle Geschichten im Zusammenhang mit Reisen, die aufmerksam
machen, dass es sich lohnt, im Reisebüro zu buchen“, so Josef Peterleithner, ÖRV Präsident.
Erste Prognosen für den Sommer
2015 können bereits abgegeben
werden.
„Nach wie vor liegt die Veranstalterreise als die komfortabelste
Möglichkeit, einen sorglosen Urlaub zu verbringen, voll im Trend“,
so Peterleithner.
Griechenland und Spanien
Als Lieblingsdestinationen der
Österreicher zeichnen sich vor
allem Griechenland und Spanien
ab; auch die Türkei und Ägypten
werden wieder Top-Destinationen
sein. Bei den kleineren Zielen punkten Zypern, Portugal und Marokko.
Im Fernreisebereich geht der Trend
in Richtung Dominikanischen Republik, Malediven, Thailand, Karibik, V.A.E. und Nordamerika.
Im Kreuzfahrtenbereich wird
die starke Nachfrage vom Vorjahr
auch 2015 fortgesetzt. Es zeichnet sich bereits jetzt ab, dass 2015
an die 150.000 Österreicher eine
Kreuzfahrt machen werden; dieser
touristische Bereich punktet auch
durch neue, moderne Schiffe und
neue Preisgestaltungssysteme.
Gemäß dem Trend „Erfüllung
eines Lebenstraums“ boomen daher neben Kreuzfahrten im Mittelmeer oder in der Karibik auch
entlegene Ziele wie Arktis oder
Antarktis. Auch bei Familien sind
Kreuzfahrten jetzt sehr gefragt.
www.oerv.at
© Costa Kreuzfahrten
© Kitzbühel Tourismus/Medialounge
Österreicher setzen auf Veranstalterreisen
Im Kreuzfahrtenbereich wird die starke
Nachfrage auch 2015 fortgesetzt.
c ov e r
62 – medianet destination
Kommentar
4,5 Mio. Deutsche
sind Diebe im Hotel
Freitag, 16. Jänner 2015
Ferien-Messe 2015 An diesem Wochenende zeigen 700 Aussteller aus 70 Ländern in der Messe Wien ihre Angebote
Starke Fachbesuchertage
für die Tourismus-Profis
Das Partnerland Thailand, die Partnerregion Tirol & die Partnerairline Austrian Airlines stellen sich vor.
dino silvestre
georg biron
N
Wien. Die Ferien-Messe Wien in der
Messe Wien und die zeit- und ortsgleich stattfindende Vienna Autoshow bilden gemeinsam den mit
Abstand besucherstärksten Messeevent in der Messe Wien und im
Portfolio von Organisator Reed Exhibitions Messe Wien. So frequentierten mehr als 151.000 Besucher
die vergangene Ausgabe der beiden
Messen im Jänner 2014.
Die Ferien-Messe Wien fungiert
zugleich als Österreichs größte
Tourismus-Publikumsmesse und
lockt immer mehr Fachbesucher
aus dem In- und Ausland an. Veranstalter Reed Exhibitions Messe
Wien hat aus dieser Entwicklung
nun die Konsequenzen gezogen
und die bisherigen CSR-Tage bei
der aktuellen Ferien-Messe Wien
vom 15. bis 18. Jänner 2015 als eigene Fachbesuchertage deklariert.
„Aufgrund der Präsenz von
Hunderten Ausstellern sind viele
Branchenprofis aus Tourismus,
Hotellerie und Gastronomie anwesend“, erklärt Matthias Limbeck,
Geschäftsführer von Organisator
Reed Exhibitions. „Jetzt ist der
Zeitpunkt gekommen, aufbauend
auf den Erfahrungen mit den bisherigen ‚CSR‘-Tagen, diesen Zielgruppen ein speziell maßgeschneidertes Fachprogramm zu bieten,
das tiefer in die Materie und in die
für die Branche relevanten Themen eintaucht; damit wird den
Branchenprofis ein substanzieller
Mehrwert vermittelt.“
„Ausgehend von der Aufgabe,
Brücken zwischen touristischer
Forschung und Praxis zu schaffen,
den Wissensaustausch zwischen
diesen Bereichen zu fördern, sehen
Partnerland Ungarn
Congress Casino Baden Historisches Gebäude muss sich für Umwelt neu aufstellen
Linz. Die Ferien-Messe Linz, der
Event für Urlaub, Reisen, Freizeit, Genuss und gesundes Leben, findet heuer vom 22. bis 24.
Jänner im Design Center statt.
Partnerland der Ferien-Messe
Linz ist Ungarn, das seine touristischen Highlights am Messestand vorstellt und gleichzeitig
nebenan bei der Spirit Lounge
zum Verkosten ungarischer
Köstlichkeiten einlädt.
Das Beste aus Küche & Keller bietet die zeitgleich stattfindende Messe GeschmackSache2015; die Kulinarik-Show
hat sich dem Bereich PremiumClass-Ernährung verschrieben.
Qualitativ hochwertige Lebens& Nahrungsmittel werden von
Gastronomen, Produzenten und
Landwirten präsentiert. Bekannte Winzer, Bierbrauer aber
auch Destillateure servieren
edle Tropfen.
Best Ager, also Messebesucher der Generation 60+, sind in
der neuen Themenwelt „Senior
aktiv“ bestens aufgehoben.
www.ferien-linz.at
Österreichs größte Tourismus-Messe: Der Fokus liegt auf Innovationen, Know-how-Transfer, Weiterbildung und Networking.
wir in den Fachbesuchertagen eine großartige Möglichkeit für alle
Interessierten, sich zu vernetzen
und Inputs zu aktuellen Themen
zu bekommen“, so Mira Oberkofler, Mitglied im Organisationskomitee von Reed Exhibitions und
Generalsekretärin der Österreichischen Gesellschaft für angewandte
Forschung in der Tourismus- und
Freizeitwirtschaft (ÖGAF). Sie erhofft sich „spannende Dialoge und
Meinungen, die neue Denk- und
Forschungsrichtungen anstoßen“.
Als Rückzugsort vom geschäftigen Treiben auf der „Ferien-Messe Wien“ für Experten, Aussteller
und Fachbesucher gibt es eine
Tourismus-Lounge, die Gelegenheit zum Gedankenaustausch und
zur Kontaktpflege bieten soll.
Die Ferndestination Thailand ist
das Partnerland der Ferien-Messe.
Dazu Kathrin Jindra, Marketing
Managerin der österreichischen
Repräsentanz des Thailändischen
Fremdenverkehrsamts: „Thailand
punktet mit einem einzigartigen
Preis-Leistungsverhältnis. Wir
werden die Vielfalt des Landes mithilfe seiner Kulinarik, Kultur und
Wellnessangeboten den Messebesuchern vorstellen.“
Günstiges Kombi-Ticket
Als Partnerregion konnte das
drittgrößte Bundesland, Tirol, gewonnen werden.
„Wir stellen hier den Tiroler
Bergsommer mit seinen Aushängeschildern Adlerweg und Bike-
Tagungen mit gutem Gewissen
Baden bei Wien. Ein großer Anteil
der Veranstaltungen im Congress
Casino Baden sind mehrtägige
Kongresse und Konferenzen. Sie
sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Baden. Diese Veranstaltungen hinterlassen aber auch
einen nicht unerheblichen „ökologischen Fußabdruck“. Es gibt aber
Möglichkeiten, die problematische
Öko-Bilanz zu verbessern.
-Abfallvermeidung und umweltfreundliche Abfallentsorgung
-Der gastronomische Partner (im
Congress Casino Baden ist das
der Caterer Cuisino) achtet auf
hohe Qualität, Saisonaliät und
Regionalität der Lebensmittel
und bietet ein die Ressourcen
schonendes Management.
Das Congress Casino Baden
will als „Green Location“ zertifiziert werden. Allerdings ist es in
einem historischen Gebäude sehr
schwierig, die Anforderungen des
Umweltministeriums zu erfüllen,
wie Ursula Winter, Sales & Marketing, weiß: „Derzeit können wir
für ‚Green Meetings‘ und ‚Green
Events‘ vieles beitragen, sodass
schon etliche Kongresse ‚green‘
durchgeführt werden konnten, wie
z.B. der Österreichische Chirurgentag oder die Convention4U.“
www.ccb.at
Die Ressourcen schonen
Viele Menschen, die privat verantwortungsvoll mit der Umwelt
und ihren Ressourcen umgehen,
haben als Gäste bei Veranstaltungen darauf keinen Einfluss.
Außer sie können an Veranstaltungen mit dem Umweltzeichen
unter dem Titel „Green Meeting“
oder „Green Event“ teilnehmen.
Denn dabei gehen die Veranstalter
und Eventlocations mit folgenden
Bereichen nachhaltig und verantwortungsvoll um:
-Regionale Wertschöpfung und
Sozialverträglichkeit
-Umweltschonende An- und Abreise statt Verkehrslawinen
© Congress Casino Baden
Ferien-Messe
auch in Linz
Aktuelle Inputs nützen
© Reed Exhibitions Messe Wien/www.christian-husar.com
och nie war Reisen
so günstig wie heute.
Dennoch scheinen viele
Touristen der Meinung zu
sein, dass ihnen vor allem im
Hotel mehr zusteht, als auf der
Rechnung ausgewiesen wird.
Geahnt hat man es schon lange, jetzt haben wir’s Schwarz
auf Weiß: Der Diebstahl aus
Hotelzimmern ist keine Ausnahmeerscheinung, sondern
längst ein Massendelikt; das
belegt eine Umfrage des Online-Reiseportals Travel24.com.
Das Ergebnis: 4,5 Mio. deutsche Reisende sind Diebe, der
Gesamtschaden beziffert sich
auf rund 37 Mio. Euro.
Laut Umfrageergebnis finden sich zwei Drittel (65%)
der befragten deutschen Hoteldiebe in der Altersgruppe
der 14- bis 44-Jährigen. Beim
Bildungsgrad überrascht, dass
die Hotelgäste mitnahmefreudiger sind, wenn sie höher
gebildet sind. Über die Hälfte
der in der Umfrage geständigen Hoteldiebe gab an, sie
hätten einen hohen deutschen
Bildungsabschluss – nämlich
die Hochschulreife. Deutsche
mit niedrigerem Bildungsabschluss stehlen hingegen am
wenigsten; hier sagten nur
neun Prozent, sie hätten in den
vergangenen zwei Jahren in
Hotels gestohlen.
Besonders beliebt sind Vier
Sterne-Hotels (47%), rund 35%
wählen die Drei Sterne-Kategorie. In den Fünf- und Sechs
Sterne-Häusern schlagen zusammen „nur“ 10% zu.
Das Congress Casino Baden arbeitet an der Zertifizierung als „Green Location“.
schaukel Tirol in die Auslage“, erklärt Josef Margreiter, Geschäftsführer der Tirol Werbung.
Ebenfalls unterstützt wird die
Ferien-Messe Wien durch Österreichs National Carrier Austrian
Airlines, der die Fachbesuchertage
„powered“ und sich als Flugverbindung nach Bangkok empfiehlt.
Wie in den Vorjahren sind auch
heuer wieder die Ferien-Messe
Wien (in den Hallen A und B der
Messe Wien beim Prater), die Vienna Autoshow (in den Hallen C und
D) sowie die Cook & Look (in Halle
B) mit einem gemeinsamen KombiTicket zwischen 9:00 und 18:00
Uhr zugänglich. Das Online-Ticket
um 10 € ist unter www.ferien-messe.at/besucher/ticket/ erhältlich.
www.ferien-messe.at
Umweltzeichen Herrenhof
Steigenberger:
Green Meetings
Wien. „Umweltschutz beginnt bei
jedem einzelnen!“ Gemäß der Devise, dass jeder Mensch in der Lage
ist, etwas Sinnvolles für die Umwelt zu tun, hat sich das Wiener
Steigenberger Hotel Herrenhof entschlossen, ab sofort alle Tagungen,
Konferenzen und Veranstaltungen
im Hotel „grün“ und CO2-kompensiert durchzuführen.
Als Träger des Österreichischen
Umweltzeichens und mit dem
Umweltmanagementsystem ISO
14001 zertifiziert, setzt das Innenstadthotel Maßnahmen, um einen
Beitrag zum Erhalt natürlicher
Ressourcen zu leisten. Ausgeklügelte Gebäudetechnik (HeizungKühlung, 100% Strom aus Wasserkraft, Wasserspartechnik),
Verwendung von Bio- & regionalen
Produkten, eigene Honigproduktion, Filtrationsanlage für Wiener
Hochquellwasser, Mülltrennung
sowie Abfallreduzierung sind nur
einige Beispiele für die Nachhaltigkeit von Meetings & Incentives
im Herrenhof, das als erstes Hotel
in Wien „Green Meetings“ anbietet.
de.steigenberger.com/Wien
au f & dav on
Freitag, 16. Jänner 2015
medianet destination – 63
Tourismus Report 2015 Deutsches Zukunftsinstitut untersucht in aktueller Publikation die neuesten Entwicklungen auf den globalen Reisemärkten
Sehnsucht nach Individualität
alice hefner
Frankfurt/Main. „Ob HD oder 3D,
Smartphone oder YouTube – wir
leben im Zeitalter von Bildern statt
Text. Erfolgreiche Werbung und
Kundenansprache funktioniert
heute zunehmend über visuelles
Storytelling statt mit langen Textblöcken. Die visuelle Kommunikation muss auch über mobile Endgeräte angeboten werden. Denn
mehr als je zuvor wird situativ,
ad hoc und im Ist-Zeit-Zustand
entschieden“, so Tourismusexpertin Susanne Eckes über nötige Marketingmaßnahmen.
den. Etwa auf Festivals. Oder beim
Meditieren auf Geschäftsreisen,
wie es das Jivamukti Yoga Center
in Schloss Elmau ermöglicht.
„Touristiker, die immer noch auf
statische Webseiten setzten, verpassen die Chance, die boomende
Reisegruppe der Millennials für
sich zu gewinnen, da ihr Entscheidungs-, Buchungs- und Bewertungsverhalten sich stark von dem
vergangener Reisegenerationen
unterscheidet“, so Anja Kirig im
aktuellen „Tourismus Report 2015“
(120 Seiten, 160,50 €).
Der Tourismus Report stellt außerdem Trendphänomene vor, die
branchenübergreifend Gewicht
haben: „Dronism“ beschreibt die
Einsatzfelder von Drohnen im Tourismus, „De-Curating“ die Lust der
Verbraucher an Listen und Bewertungsportalen, der Trend „Sportivity“ zeigt das Grundbedürfnis nach
Bewegung, und „Quinoa-Tours“ ist
die vielversprechende Mischung
aus neuen Werten und Innovationen in den Anden-Ländern.
Stiefkind der Reiseindustrie
Trotz des Megatrends Gesundheit kam der Medizintourismus
bisher nicht aus seiner Nische heraus, er war entweder im Gesundheitssektor zu Hause oder hat sich
als „Wellness für Fortgeschrittene“
offenbar selbst nicht ganz ernst
genommen und blieb ein Stiefkind
der Reiseveranstalter.
Dabei ermöglicht die fortschreitende Globalisierung eine länderübergreifende Inanspruchnahme
umfangreicher ärztlicher Behandlungen auf hohem Niveau.
Für die Tourismusbranche ist
das ein Zukunftsmarkt, kann sie
doch als Expertin künftig die Rolle
des Strategen einnehmen, an den
sich die Reisenden zuerst wenden,
wenn es um die Wahl der medizinischen Reisedestination geht.
www.zukunftsinstitut.de/
artikel/tourismusreport2015
© Panthermedia.net/Hongqi Zhang
Susanne Eckes und Anja Kirig erklären, wie Reisende von morgen ticken und was im Marketing zählt.
Medizintourismus: Die Nachfrage wächst
und bringt neue Herausforderungen.
Erlebnisse sind wichtig
Individualität ist zum Normalzustand geworden. Mehr als das
individuelle Setting zählt für den
Reisenden der Zukunft das individuelle Erlebnis – und das kann
auch in der Gruppe gewonnen wer-
MeinFernbus FlixBus
Kurs auf Europa
Berlin/München. Die beiden deutschen Fernbus-Reiseanbieter
MeinFernbus und FlixBus schließen sich zusammen und verbinden
ihre Streckennetze. Die beiden Unternehmen decken schon jetzt die
Hälfte des Marktes ab und wollen mit der Fusion künftig noch
schlagkräftiger werden. Ziel ist
v.a. der Ausbau von internationalen Fahrten.
„Wir bündeln unsere Stärken
zu einem gemeinsamen Ziel und
nehmen jetzt Kurs auf Europa“,
zeigt sich FlixBus-Gründer Jochen
Engert zuversichtlich.
MeinFernbus-Gründer Torben
Greve strebt unterdessen eine
dichtere Taktung der Fahrten und
mehr Expressverbindungen an.
Die Liberalisierung des Fernbusmarkts hat die Beförderungszahlen
stark in die Höhe geschraubt.
MeinFernbus hat 2014 rund 7,2
Mio. Fahrgäste befördert, FlixBus
immerhin 3,5 Mio.
Im Rahmen der angebotenen
Fahrten in Kilometern hatte MeinFernbus laut IGES Institut Anfang Dezember einen Marktanteil
von 46%, Flixbus lag mit 29% auf
Platz zwei vor den Busmarken der
Deutschen Bahn, die mit Berlinlinienbus und IC Bus zehn Prozent
erreicht haben.
Kartellrechtliche Bedenken gibt
es vonseiten der Behörde nicht
– aus gutem Grund: Verglichen mit
Flugzeug, Auto und Bahn, deckt
der Bus nur einen kleinen Teil des
Fernverkehrsmarkts ab.
www.meinfernbus.de
www.flixbus.de
WEnn
www.derskiguide.at
SkifahrEn
dEinE WElt iSt,
iSt daS dEin
GuidE.
Die guten GUIDES von
Günter Fritz
Fred Fettner
Ski
Guide2015
AuStriA
Mehr als 200 Skigebiete –
Tiefschnee Special und Schwerpunkt Wiedereinsteiger
Man muss nicht alles wissen.
Man muss nur wissen,
wo man nachschlagen kann.
Buchpreis: € 14,90
© MeinFernbus FlixBus
Weitere Informationen & Bestellung
unter www.derskiguide.at
www.derskiguide.at
In Deutschland verreisten im Jahr 2014
etwa 20 Mio. Menschen mit dem Bus.
00_SKIGUIDE_2015_FERTIG_V9.indd 1
30.10.14 13:02
au f & dav on
64 – medianet destination
Freitag, 16. Jänner 2015
Hotel Baur au Lac Die neu gestaltete Halle erinnert wieder an ihre glanzvollen Ursprünge um die Jahrhundertwende
short
Hotelhalle als Treffpunkt
Karibikkreuzfahrten mit
modernem Katamaran
Kunsthandwerker & Lichtspezialisten mit rund 130 Mitarbeitern waren mit Renovierung beschäftigt.
© Meier’s Weltreisen
Zürich. Die geschichtsträchtige
Hotelhalle „Le Hall“ des Baur au
Lac, das Herzstück des Hauses, war
seit der Hoteleröffnung 1844 die
Bühne für viele Begegnungen: Die
Friedensforscherin Bertha von Suttner überzeugte den schwedischen
Industriellen Alfred Nobel von der
Notwendigkeit des Friedensnobelpreises. Kaiserin Sisi trank ihren
Nachmittagstee, Walt Disney holte
sich Inspirationen für einen Comic,
und Marc Chagall machte Skizzen.
Jetzt erstrahlt die Halle nach
Neugestaltungen und Restaurationen in neuem „Retro“-Glanz. Das
Designkonzept ist eine Hommage
an die verschiedenen Stilepochen,
die das Hotel durchlebte.
„Beim Eintritt in ‚Le Hall‘ wird
das Auge wie von einem Magneten
auf zwei neue Werke der amerikanischen Künstlerin Pat Steir gezogen. Ihr von freier Hand geführter
Mit Meier’s Weltreisen lässt sich die
karibische Inselwelt entdecken.
Salzburg. Pures Karibikfeeling
genießen die Gäste von Meier’s
Weltreisen auf der neuen Katamarankreuzfahrt „Inselträume
al Gusto“. Einsame Buchten,
azurblaues Wasser und jeden
Tag eine neue Insel, die es zu
entdecken gilt.
Das Paket „Inselträume al
Gusto“, eine Katamarankreuzfahrt ab/bis St. Martin mit
sieben Übernachtungen in der
Doppelkabine, Vollpension und
lokale Getränke, Kajaks, Angelund Schnorchelausrüstung ist
ab 1.299 € p.P. buchbar - als
neuntägige Pauschalreise inkl.
Flug ab/bis Deutschland kostet
die Tour ab 2.479 € p. P.
www.meiers-weltreisen.at
Silvia und Horst Leibacher bieten
bunte Authentizität und Reiselust.
München. Pünktlich zum
20-Jahre-Jubiläum bringt der
Reiseanbieter das Magazin
ReiseWelten heraus, das einen
Blick hinter die Kulissen gewährt und Lust auf die nächste
Urlaubsreise machen soll.
Gezeigt werden Reisen aus
dem Portfolio von Lotus Travel
Service. Doch auch Nachhaltigkeit und kulturell sensitives
Reisen sind ein Thema. So setzt
man sich für in Armut lebende
Kinder, geistig behinderte Menschen und unterdrückte Frauen
in Indien ein.
www.lotus-travel.com
„Le Hall“ des Hotels Baur au Lac wird zum Treffpunkt der kosmopolitischen Boheme.
tung an einen lichtdurchfluteten
Wintergarten.
Verschiedene Renovierungen
hatten den Raum verändert, um
sich den Bedürfnissen der jeweiligen Zeit anzupassen.
Das ursprüngliche helle Ambiente ging beispielsweise durch den
Einbau von dunklen Holzvertäfelungen verloren.
Als Dekorelemente unterstreichen deckenhohe Bäume die Erinnerung an das frühere Wintergartenflair. Kunstgegenstände unterstreichen das wohnliche Ambiente.
www.bauraulac.ch
Betreutes Wohnen und Pflege in der Ferne
© Panthermedia.net/Chantal Ringuette
Monte Plata. Nach aktuellen Zahlen
der deutschen Rentenversicherung
leben von 25 Mio. deutschen Rentnern mehr als 200.000 dauerhaft
im Ausland. Viele Senioren reisen
auch über die Wintermonate in das
warme Ausland und entfliehen auf
diese Weise der Kälte in Deutschland. Die beliebtesten Ziele sind
neben Spanien und den USA auch
exotische Ziele wie die Dominikanische Republik.
Rancho Taino Bungalows
Wohnen im Alter in der Karibik: Immer mehr Rentner zieht es ins Ausland.
Aber auch im Pflegefall kann das
Ausland eine Alternative sein. Die
Nachfrage nach betreutem Wohnen und Pflegeangeboten in den
„paradiesischen Regionen“ wie z.B.
der Dominikanischen Republik ist
in den letzten Jahren enorm gestiegen. Grund dafür sind die in
Europa für manche unbezahlbaren
Pflegeheime.
Dazu Mustafa Cesmeci, GF und
Initiator der Einrichtung Rancho Taino in Monte Plata in der
Dominikanischen Republik: „Im
Ausland zahlt die Pflegeversicherung zwar nicht die volle Leistung
wie in Deutschland, sondern nur
das deutlich geringere Pflegegeld,
aber dieser Betrag ist im Vergleich
zu den Aufenthaltskosten, die bereits mit 990 € im Monat zu decken
sind, deutlich weniger. Der Patient
spart bei Belegung der 30 m2 großen Bungalows und 365 Tage Sonne etwa 50% der Kosten.“
www.ranchotaino.com
www.wohnen-im-alter.de
Sommer 2015 Neue Rundreisen für die Destinationen Mexiko, Thailand, Kuba, Sri Lanka und Bali als Buchungsanreiz
alltours baut Rundreisen in der Ferne aus
Düsseldorf. „Unsere Gäste möchten
gerade exotische und weit entfernte Länder sehr intensiv kennenlernen“, so alltours-Chef Willi
Verhuven. „Diesen Trend unterstützen wir mit unserem Rundreisen-Angebot. So können die Teilnehmer tief in das jeweilige Land
mit seiner Kultur, Geschichte und
seinen Menschen eintauchen.“
Auf der fünftägigen Tour „Faszinierendes Bali“ erleben alltoursGäste Kultur und Natur; auf dem
Programm stehen u.a. ein Besuch
des Mengwi Tempels, ein Inselausflug, Ubud und der Affenwald.
Der letzte Abend endet mit
einem unvergesslichen Sonnenuntergang am Tanah Lot Tempel. Für
Entdecker, die es etwas kürzer mögen, bietet alltours die Rundreise
„Bali-Impressions“.
Sehr viel Abwechslung
Auf Kuba können Aktivurlauber
im Sommer 2015 bei alltours zwischen zwei Rundreisen wählen.
Neu dabei ist die Jeep Safari:
In Geländewagen geht es durch
das Hinterland Kubas zu den
schönsten Sehenswürdigkeiten
der Insel. Die achttägige Rundreise ist mit Strand- und Stadthotels kombinierbar. Damit können
Gäste zuerst Havanna entdecken
und anschließend auf Rundreise
gehen – oder das Landesinnere erleben und danach einen Badeurlaub an einem der Traumstrände
Varaderos genießen.
Diese Rundreise ist ab 893 € pro
Person verfügbar.
Trotz der kürzeren Reisedauer
müssen Gäste auf nichts verzichten. Königsgräber, Vulkane, Wasserfälle – das Beste von Bali innerhalb von drei Tagen.
Die Rundreisen in Asien bestechen durch kilometerlange Strände, traumhafte Blicke über Reisfelder und Teeplantagen und eine
faszinierende Kultur.
In Thailand werden im Sommer zwei Rundreisen durch den
© Panthermedia.net/Mihtiander
© Lotus Travel Service
Lotus Travel Service
mit neuem Magazin
Kracht weiter: „Seit der Eröffnung des Baur au Lac ist die Hotelhalle ein Forum der Zürcher Gesellschaft, quasi der Treffpunkt sowohl für Einheimische als auch für
kosmopolitische Gäste des Traditionshauses. Die neue ‚Le Hall‘ wird
diese Tradition fortsetzen, indem
sie jetzt auch die heutige, weniger
formale Generation anspricht.“
Die 170-jährige Geschichte des
Baur au Lac geht weiter.
Die neu gestaltete Halle erinnert
wieder an ihre Ursprünge um die
Jahrhundertwende, mit der Anmu-
Dominikanische Republik Tourismusinitiative konzentriert sich auf Rentner und Pflegebedürftige aus EU-Ländern
Frühbuchen lohnt sich:
Rundreisen günstiger
Salzburg. Wer Urlaub in Asien
machen und dabei Geld sparen will, kann sich über das
neue Frühbucher-Angebot von
Dertour freuen. Der Reiseveranstalter bietet bei Rundreisen
in Vietnam, Laos und Kambodscha eine Ermäßigung bis zu
241 € p.P.. Der Frühbucherbonus gilt auf die Rundreise oder
Privatreise, jeweils ohne Langstreckenflug.
Preisbeispiel aus dem
Dertour-Katalog Asien China
Sommer 2015: „Im Herzen Indochinas“, Rundreise mit elf
Übernachtungen im DZ, diverse
Mahlzeiten, innerasiatische
Flüge, Eintrittsgelder und Besichtigungen, Reiseleitung ab
1.485 € p.P. bei Buchung bis
45 Tage vor Anreise.
Die Ersparnis zum regulären
Katalogpreis beträgt in diesem
Fall 165 € p.P.
www.dertour.at
Hotelhalle im Art-Déco-Stil
© Baur au Lac/Merlin Photography
Pinselstrich erzeugte ein Strichgitter und Farbdiagramme, welche die harmonische Komposition
dieses mondänen, eleganten und
zeitgenössischen ‚home away from
home‘ im Herzen von Zürich perfekt ergänzen“, sagt der Hotelier
Andrea Kracht.
dino silvestre
Auch die Insel Bali lässt sich auf ganz besondere Weise individuell entdecken.
Norden des Landes ab/bis Bangkok angeboten. Auch in Thailand
können alle Produkte miteinander
kombiniert werden. So können
alltours-Gäste im Anschluss an eine Rundreise in Bangkok shoppen
oder einen Badeaufenthalt auf Koh
Samui oder in Khao Lak buchen.
Faszinierendes Mexiko
In Mexiko warten zwei Rundreisen: Die zwei- bzw. viertägigen
Entdeckungstouren lassen sich
unkompliziert an einen Strandurlaub anhängen und sind die
ideale Gelegenheit, Land und Leute
etwas besser kennenzulernen.
Die zweitägige Rundreise „Mini Yucatán“ führt zur archäologischen Zone von Cichén Itzá, dem
ehemaligen Zentrum der Maya.
Außerdem geht es in die Kolonialstadt Izamal sowie in die Bundeshauptstadt Merida, die einen
eindrucksvollen Einblick in die
mexikanische Kultur bietet.
Diese Reise ist bereits ab 214 €
pro Person buchbar.
www.alltours.de/
land-reiseinfos/rundreisen
kom m & bl e i b
Freitag, 16. Jänner 2015
medianet destination – 65
Kooperation Eurotours und Deutsche Post starten gemeinsames Reiseangebot mit vielen Österreich-Destinationen
short
Vielfältige Urlaubspakete
Steiermark Tourismus
erfolgreich bei YouTube
© Steiermark Tourismus/Starelation
Österreichs größter Direkt-Reiseveranstalter konnte die Deutsche Post als neuen Partner gewinnen.
michael bär
Kitzbühel. Eurotours International
startet mit einer Erfolgsmeldung
ins neue Jahr: Österreichs größter
Direkt-Reiseveranstalter konnte
die Deutsche Post als neuen Kooperationspartner gewinnen.
Unter dem gemeinsamen Markenauftritt „Post Reisen – Deutschland macht Urlaub“ bietet die
Deutsche Post ihren Kunden zusammen mit Eurotours, das in der
Kooperation als Reiseveranstalter
fungiert, ab sofort ein vielfältiges
Angebot an Urlaubsreisen.
Snowboarder und Freestyler geben
Einblicke in die WM-Vorbereitungen.
Graz. Vier Videos, die Steiermark
Tourismus im Rahmen der
Kampagne rund um die Freestyle Ski und Snowboard WM
in Zusammenarbeit mit dem
Kreischberg produzieren ließ,
sorgen für großes Interesse im
Web und wurden bis dato fast
100.000 Mal aufgerufen.
Die Idee, elf sympathische
Snowboarder und FreestyleSportler bei den Vorbereitungen
in der Steiermark zu zeigen,
kommt in der „Szene“ offensichtlich besonders gut an.
Zusätzlich dazu plant nun der
ORF als offizieller Ausstrahlungspartner der WM, ein Video
vor den Austragungen zu zeigen.
Der Bewerb läuft noch bis zum
25. Jänner. www.youtube.com/
steiermarkCOM
Hans-Dieter Toth, CEO von Eurotours: „Kunden wünschen sich auch im Online-Vertrieb einen zuverlässigen Reiseveranstalter.“
„Zum einen nimmt die Reiselaune der Deutschen auf hohem
Niveau weiter zu, wobei der Trend
hin zu kurzfristigeren Buchungen
geht. Zum anderen ist die Zahl der
Direktbuchungen nach wie vor im
Steigen begriffen. Dazu kommt,
dass sich der Kunde auch im Online-Vertrieb einen Reiseveranstalter wünscht, der Top-Qualität und
besten Service zu attraktiven Preisen bietet“, so Toth.
Achim Dünnwald, CEO Brief
Kommunikation der Deutschen
Post: „Wir erweitern das Angebot
um Pauschalreisen und sind überzeugt, dass dieses Reisesegment
großes Wachstumspotenzial hat.“
Online-Buchungen wachsen
Nach Angaben des Deutschen
ReiseVerbands sind die Deutschen
Reiseweltmeister; für Auslandsrei-
sen geben sie pro Jahr rund 64,9
Mrd. € aus. Der Anteil der OnlineBuchungen von Pauschalreisen am
Gesamtreisevolumen beläuft sich
auf rund 15%, mit stark wachsender Tendenz.
Laut der 44. Reiseanalyse zur
ITB 2014 organisierten 42% der
Deutschen ihre Reise im Jahr 2013
als Pauschal- oder Bausteinreise.
www.postreisen.de
www.eurotours.at
Tourismusmarkt Russland Sölden setzt auf Skiläufer
© Ötztal Tourimus
Signal nach Moskau
Der russische Spitzensportler Alexander Khoroshilov besiegelt im Beisein von Oliver
Schwarz, Direktor von Ötztal Tourismus, die vielversprechende Zusammenarbeit.
Sölden. Als Kopfsponsor unterstützt
die Tiroler Top-Destination Sölden
den russischen Sportler Alexander Khoroshilov, die derzeitige Nr.
4 im Slalom-Weltcup. Die Ötztaler
betreiben damit aktiv SympathieWerbung bei russischen Gästen.
Russland zählt seit Jahren zu den
wichtigsten Herkunftsmärkten in
der nächtigungsstärksten Tourismusgemeinde Tirols.
„Mit diesem Sponsoring gehen
wir eine Partnerschaft mit einem
aufstrebenden Weltklasse-Slalomläufer ein. Khoroshilov ist für uns
ein ideales Testimonial. Es geht
aber auch darum, ein Zeichen zu
setzen und unsere Wertschätzung,
Neue Reisegutscheine
von ÖBB Rail Tours
© Rail Tours
Neben dem Reiseland Deutschland bilden die angrenzenden Alpenregionen dabei einen besonderen Produktschwerpunkt, was
auch im österreichischen Tourismus für spürbar positive Impulse
sorgen wird.
„Post Reisen“ setzt auf den Reise-Direktvertrieb, d.h. die Urlaubsangebote können von zu Hause via
Internet bzw. telefonisch über ein
Callcenter gebucht werden.
Hans-Dieter Toth, CEO Eurotours, sieht in der neuen Zusammenarbeit großes Potenzial: „Wir
freuen uns, dass die Deutsche Post
auf unser Know-how setzt, um ihr
Reisegeschäft aufzubauen.“
Aus Sicht von Eurotours sei jetzt
der richtige Zeitpunkt, um mit diesem neuen Angebot zu starten.
© Roland Mühlanger
Produkte auch in Österreich
Verbundenheit und Gastfreundschaft gegenüber russischen Gästen zum Ausdruck zu bringen“, so
Oliver Schwarz, Direktor von Ötztal Tourismus.
Sympathie für die Russen
Im Winter 2013/2014 verzeichneten die Gastgeber der Tiroler Skihochburg 133.614 Nächtigungen
russischer Urlauber. Schon in der
Vergangenheit hat sich die Ötztaler Destination mit pointierten
Werbeaktivitäten – z.B. beim FISNachtslalom in Moskau – am wichtigsten Ost-Markt präsentiert.
www.oetztal.com
Eva Buzzi, Geschäftsführerin ÖBB
Rail Tours: „Ein neuer Service.“.
Wien. Incert eTourismus realisierte mit den ÖBB Rail Tours,
die ihr Angebot um professionellen Gutscheinverkauf erweitern, ein Gutscheinsystem:
Wann der Urlaub beginnt und
wo es hingeht, kann der Beschenkte selbst entscheiden.
„Mit nur wenigen Klicks
können Kunden ein sinnvolles
Geschenk, einen flexiblen Wertgutschein der ÖBB Rail Tours,
bequem von zu Hause aus erwerben und auch ausdrucken“,
so Rail Tours-Geschäftsführerin Eva Buzzi.
www.railtours.at/oebbrail-tours-gutscheinwelt.html
EinzigartigE FEstE Für EinzigartigE gästE!
Ob Firmenevent, Jubiläum, Hochzeit oder Geburtstagsfest –
das Schick-Cateringteam bietet für jeden Anlass für bis zu
200 Personen das passende Angebot.
Ihre individuellen Wünsche liegen uns dabei ganz
besonders am Herzen.
Wir FrEuEn uns auF ihrE anFragE!
Schick hotelS & ReStauRantS Wien
Taborstr. 12, 1020 Wien, Tel: +43 1 211 50 520, bankett@schick-hotels.com
www.schick-catering.at
ga st & wi r t
66 – medianet destination
Freitag, 16. Jänner 2015
ÖHV-Hotelierkongress 2015 Start der größten Qualitäts- und Qualifikationsoffensive im österreichischen Tourismus
Gourmet-Corner
Mit Know-how zur Bonität
Wettbewerbsvorteil Wissen: Eine Koop intensiviert den Know-how-Transfer zwischen FHs und Hotels.
Alexander Jakabb
Wien. Die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) hat ihre
bewährten Säulen, die Unternehmer-Akademie (UNA) und die Abteilungsleiter-Akademie (AKA), von
den Teilnehmern evaluieren lassen
– mit einem überzeugenden Ergebnis: 90% der AKA-Absolventen,
95% der AKA-Arbeitgeber und 97%
der UNA-Absolventen empfehlen
das gewählte Ausbildungsangebot
weiter.
„Bessere Werte kann man sich
nicht wünschen“, so die ÖHV-Präsidenten Michaela Reitterer und
Gregor Hoch. Das ist nicht nur für
die ÖHV eine gute Nachricht, sondern auch für die Branche, denn
Banken legen bei der Kreditvergabe großen Wert darauf: „Knowhow ist in den Top-Betrieben maßgeblich für die Bonität. Wer mehr
weiß, reduziert sein Risiko und erhöht seinen Profit“, so Hoch.
© Liebsteinsky
Aufgetischt
Im Liebsteinsky wartet ein breit
gefächertes Speisenangebot.
Bewertung (1–10; 10 = top):
Genuss:Business
Küche: 7 Kommunikation: 8
Service: 8
Lage/Parkplatz: 8
Getränke: 7
Image/Publikum: 8
Ambiente: 7
Webinfos: 9
Eingeschenkt
© Heinrich
Heinrich Neuburger Freyheit 2013
Unter den Weißweinen aus dem Hause
Heinrich spielt die Neuburger Freyheit
eine besondere Rolle. Mit Putz und
Stingl bleibt der Neuburger über Nacht
auf der Maische, bevor sanft abgepresst
und spontan vergoren wird. Die Reifung
erfolgt dann im großen Holz. Ohne
Schwefelgabe wird unfiltriert abgefüllt.
Die selten gewordene Rebsorte Neuburger fühlt sich auf den lehmig-sandigen
Böden des Leithabergs besonders wohl.
Aufgrund der ungewöhnlichen Weinbereitung wird der Neuburger Freyheit
„nur“ als Landwein vermarktet. Neugierige Genießer wird das nicht
weiter stören. Grapefruit, Heu,
Estragon, komplexe Nase.
Würzig, dicht und salzig am
Gaumen, üppige Kräuteraromen, feste Säure schafft
Spannung, top strukturiert.
Mineralisches Finale,
macht richtig Spaß.
12,5% vol. / trocken /
Glasverschluss / 18 € ab
Hof. www.heinrich.at
überschuss und 70% der Wertschöpfung kommen aus der Dienstleistung – Tendenz steigend.
„Wir entwickeln auf Basis hochqualitativer Produkte eine nie gekannte Servicequalität“, so Hoch.
www.oehv.at/kongress
ÖHV-Präsident Gregor Hoch: „Die
­Tourismusschulen starten jetzt durch.“
McDonald’s Österreich Vor offiziellem Launch-Termin des Grand Royal waren heimische VIPs zum Tasting geladen
Burger vom österreichischen Alpenrind
Wien. Zahlreiche Gäste, darunter
Wini Brugger, Bianca Schwarzjirg,
Daniel Serafin, die beiden Austria‘s
Next Topmodel-Kandidaten Miro und Damir, Ulrike Kriegler, Ali
Rahimi sowie Moderator Tom
Walek waren die ersten, die sich
vom Geschmack des neuen Grand
Royal überzeugen konnten.
Feedback ist sehr positiv
Mit dem Grand Royal ist ein neuer Fixstarter in die österreichischen McDonald’sRestaurants gekommen, der mit perfekt abgestimmten Zutaten punktet.
Im McDonald’s-Restaurant in
der Rotenturmstraße wurde am
7. Jänner gefeiert und verkostet,
während die österreichischen
Newcomer FlowRag für musikalische Unterhaltung sorgten.
„Unser Anspruch war es, den
Gästen den perfekten Burger anzubieten, den es so noch in kei-
nem McDonald’s Restaurant weltweit gibt; das erste Feedback ist
sehr positiv, den Gästen hat‘s geschmeckt“, so Andreas Schmidlechner, Managing Director McDonald’s
Österreich, über den gelungenen
Auftakt des Grand Royal.
Das für den Grand Royal verwendete Fleisch stammt von Rinderbauern aus dem österreichischen Teil der Alpenregion; ihre
Betriebe liegen in den Hochalpen,
Voralpen sowie am Alpenostrand.
„Damit können wir den Gästen
nicht nur – wie bisher – österreichische Herkunft zusichern, sondern noch einen Schritt weiter gehen und dem immer stärker werdenden Interesse nach Regionalität
nachkommen“, so Schmidlechner.
www.mcdonalds.at
Hotel Goldener Hirsch „Valentinstag-Package“ mit Vier-Gänge-Candle-Light-Dinner & Frühstücksbuffet für Verliebte
Ein Valentinstag im romantischen Salzburg
Salzburg. Salzburg gilt vielen als
Österreichs heimliche Hauptstadt
der Liebe: Während die SalzachPromenade zu verträumten Spaziergängen, vorbei an prachtvollen
Villen und zauberhaften Cafés,
einlädt, verlocken die malerischen
Gassen und Plätze zu verliebten
Küssen und Umarmungen im Herzen der Mozartstadt.
schen-Suiten winkt am nächsten
Morgen ein köstliches Salzburger
Frühstücksbuffet, bevor es wieder
Abschied nehmen heißt.
Das Hotel Goldener Hirsch in
Salzburg birgt eine urbane Oase
mitten im geschäftigen Treiben.
Sehr persönlich geführt, lebt das
Hotel den romantischen Zauber
des 15. Jh. und überzeugt die Hotelgäste durch gepflegten Luxus
mit Service von heute.
Carpaccio mit Dijon-Sauce
Romantisch geht es auch am
Abend mit den „ValentinstagPackages“ des Hotels Goldener
Hirsch weiter, wenn ein exquisites
Candle-Light-Dinner auf dem eigenen Zimmer mit Leckereien wie
„Carpaccio und Tartar vom Jungstier mit Dijon-Sauce“, „Wolfsbarschfilet mit Miesmuscheln,
Champagner und geschmolzenen
Tomaten auf Spinat-Safranrisotto“, einem kleinem schokoladigen
Erdbeertraum und einer Flasche
besten Laurent Perrier Rosé Champagners die Gaumen verzückt.
Nach einer romantischen Nacht
in einem der kuscheligen Exclusive-Zimmer oder in einer der Hir-
Im Jahr 1407 wurde das Haus, in
dem später der Goldene Hirsch seine Heimat finden sollte, erstmals
urkundlich erwähnt.
Gehobener Landhaus-Stil
Bereits die antike Eingangstür
zeugt von langer Tradition, die in
unzähligen Details spürbar wird.
Höchst individuell möbliert zeigen
sich die gemütlichen Gästezimmer:
© Hotel Goldener Hirsch
Liebsteinsky
Schubertring 6, 1010 Wien
Tel.: 01/2088976, www.liebsteinsky.at
Tourismusschüler haben Ideen
entwickelt und evaluiert, Drehbücher geschrieben, gecastet, Regie
geführt und Web 2.0-taugliche
Filme unter dem Motto „Durchstarten im Hotel“ gedreht.
„Hut ab, die Filme sind großartig. Niemand wusste, dass wie
viel Kreativität und Kompetenz im
Tourismusnachwuchs steckt“, gratuliert Reitterer.
Am ÖHV-Hotelierkongress werden die besten Filme präsentiert
und die Sieger ausgezeichnet; zu
sehen sind sie auf der Homepage
www.durchstarten-im-hotel.at.
© McDonald‘s Österreich
Wien. Andreas Mikulits, vielen Wienern als charmanter Gastgeber des
Novelli bekannt, übernahm das cal(l)
las am Stubenring und eröffnete es
nach gelungenem Umbau letzten Oktober als Liebsteinsky neu. Das Speiseangebot ist ein buntes Potpourri aus
Mikulits’ Lieblingsgerichten und stellt
einen Streifzug durch die Kochtöpfe
verschiedener Länder dar – nur Asien
bleibt ausgeklammert. Im Liebsteinsky
kommt nicht nur die Salat-Fraktion auf
ihre Kosten (Nicoise-, Caesar-, ChevreSalat), auch Fleischtiger werden hier
mit fair kalkulierten Steak Frites vom
Lavasteingrill glücklich. Die Gerichte
von Küchenchef Christian Schöpf sind
durchdacht, perfekt abgeschmeckt und
von guter Qualität. Wirklich günstig sind
wöchentlich wechselnden Tagesgerichte
(wie Schinkenfleckerl, Schopfbraten, Risotto & Co.) und auch das dreigängige
Business-Menü für 19 €. Es gibt ein
überschaubares Angebot interessanter
Weine aus Nah & Fern, aktuelle und
reifere Jahrgänge. Dass man sich aufgrund der riesigen Glasfront quasi in
der Auslage befindet, kann man ja auch
umgekehrt betrachten: Man sieht den
stockenden Verkehr auf der Ringstraße
erste Reihe fußfrei; das ist im Zweifelsfall
die deutlich angenehmere Perspektive.
durchstarten-im-hotel.at
„Wir wissen: Die Karriere des
Einzelnen und der Erfolg der
Branche beginnen im Kleinen. Unsere Tourismusschüler haben uns
eines Besseren belehrt und hier etwas ganz Großes auf die Beine gestellt. Wir ziehen den Hut vor der
Leistung“, freut sich Hoch.
Die ÖHV geht als Antreiber in Sachen Innovation noch weiter und
setzt mit den Fachhochschulen
neue Maßstäbe in der Know-howVermittlung: „Österreichs Fachhochschulen leisten hervorragende
Arbeit. Für die Unternehmen ist es
im daily business allerdings alles
andere als einfach, die Ergebnisse
zu erfassen, geschweige denn im
Betrieb umzusetzen“, so Hoch.
Dieses Engagement und die
Kompetenz mit Schwerpunkt auf
Innovation und Qualität ist die
Grundlage der Tourismusausbildung in Österreich – und ein Eckpfeiler des Wohlstands: Nicht nur
neue Arbeitsplätze, auch Export-
© ÖHV
Arbeit soll Spaß machen. Kompetenz spielerisch aufzubauen, ist
ein Erfolgskonzept. Die ÖHV hat in
Kooperation mit den Tourismusschulen einen Wettbewerb für moderne Kommunikation, Teamwork
und Motivation entwickelt.
michael bär
Das Luxushotel in der berühmten Salzburger Getreidegasse bietet feines Special.
Jahrhundertealte Bauernmöbel
spiegeln den gehobenen Salzburger
Landhaus-Stil wider.
Die berühmte Hirschen-Bar
ist nicht nur zu den Festspielen
beliebter Treffpunkt der Gesellschaft, während das exquisit bodenständige Restaurant Goldener
Hirsch und das gemütliche „Herzl“
zur kulinarischen Einkehr laden.
Champagner ist inklusive
Das „Valentinstag-Package“ im
Exclusive-Zimmer ist ab 370 € pro
Nacht buchbar. Darin enthalten
sind neben der Übernachtung im
Exclusive-Doppelzimmer oder in
einer der Hirschen-Suiten ein romantisches Candle-Light-Dinner
auf dem Zimmer – inklusive VierGänge-Menü, einer Flasche Laurent Perrier Rosé Champagner und
Valentinstags-Dekoration sowie
ein Frühstücksbuffet für Verliebte.
Das Angebot für dieses Special
ist für den Reisezeitraum 11. bis
16. Februar 2015 gültig.
Weitere Informationen und
Buchungen online unter:
www.goldenerhirsch.com
medianet
inside your business. today.
freitag, 16. JÄNNER 2015 – 67
Knapp lädt unter dem Motto „Meet the
Challenge“ nach Hart bei Graz ein Seite 70
VEIT
SALENTINIG
FLORISSA
WEITERBILDUNG MUSS SEIN
Wie die Zahl der Berufsjahre ohne
Arbeitslo­sig­keit erhöht werden kann Seite 71
© Florissa
© Knapp
IT-TALENTE WERDEN GESUCHT
© BFI Wien/M. Zlousic
careernetwork
Ein Prosit auf ein vorbildliches
Familienunternehmen
Profil ­Ludmilla
Starzinger setzt auf
Kommunikation
und fördert
Eigenverantwortlichkeit.
Führungskräfte
Österreichs
Arbeit­nehmer
sind mit ihren
Chefs ziemlich
zufrieden.
© willhaben.at
Seite 68
TOP-JOB-TRENDS
Welche Entwicklungen
Arbeitnehmer und Arbeitgeber 2015 besonders
intensiv beschäftigen
werden.
Seite 70
Seite 69
© Karin Lohberger
Auch Verbrauchssteuern berücksichtigt Verdienen Sie, was Sie verdienen?
Kollektivvertrag Garagen, Tankstellen, Servicestationen
„Bruttomat“ für Dienstnehmer
Start für KV-Deal
Wien. Der WKO-Fachverband der
Garagen, Tankstellen und Servicestationen und die Gewerkschaften
vida und GPA-djp haben die Verhandlungen für einen neuen Kollektivvertrag für rund 10.000 Beschäftigte gestartet.
welchen Prozentsatz Sie davon für
Steuern und Abgaben bezahlen.“
Wo Ihre Steuern hinfließen
Franz Schellhorn ist Direktor der „unabhängigen Denkfabrik“ Agenda Austria.
Dabei sind nicht nur Lohnsteuer
und Sozialabgaben berücksichtigt,
sondern ebenso, wie viel typischerweise an Mehrwert- oder Mineralölsteuer, etc. („Verbrauchssteuern“)
bezahlt wird. Schellhorn: „In Form
eines Kassenzettels, also der Rechnung, die Ihnen der Staat für seine
Leistungen stellt, sehen Sie auch,
wie viel von Ihren Abgaben wofür
verwendet wird.“(pj)
www.bruttomat.at
Die „richtige“ Abgrenzung
© Panthermedia.net/Emevil
© Agenda Austria/Rössle
Wien. „Mit unserem Bruttomaten
sehen Sie, wie viel Sie im Jahr erwirtschaften – wie hoch der Wert
Ihrer Arbeitsleistung ist, wie viel
Sie zur Finanzierung staatlicher
Aufgaben beitragen und wofür
das von Ihnen bereitgestellte Geld
ausgegeben wird“, sagt der Chef
der „Denkfabrik“ Agenda Austria,
Franz Schellhorn.
„Dafür brauchen Sie nur Ihr monatliches Brutto- oder Nettoeinkommen einzugeben und erfahren
sofort, wie hoch ihr ‚brutto brutto‘-Gehalt ist (inklusive dem Anteil, den Ihr Arbeitgeber in Ihrem
Namen an den Staat abführt) und
Der neue KV soll „für Rechtssicherheit
und Transparenz sorgen“.
Die Verhandlungsleiter wollen „in absehbarer Zeit einen zukunftsorientierten Verhandlungsabschluss präsentieren“, wobei der
erste wesentliche Schritt auch eine
Abgrenzung im Sinne der Gewerbeordnung beinhalten wird. (red)
C a r e e r por tr a i t
68 – careernetwork
Freitag, 16. Jänner 2015
„Ich habe alle Chancen
genutzt“
Für Ludmilla Starzinger (50) waren und sind erlebte Krisen „immer Chancen“. Sie fördert Eigenverantwortlichkeit
und führt durch konzentriertes Einbinden der Mitarbeiter in die Struktur des Familienunternehmens.
10 Fragen
AN LUDMIL L A STARZINGER
Als Kind wollte ich immer schon …
… etwas mit Menschenführung machen,
wenn auch in einem ganz anderen Bereich.
Erfolg ist …
… ein erfülltes Leben zu führen,
es zu schaffen, einen Beruf zu haben,
der einem Spaß macht!
Für die Karriere ist wichtig …
… von sich selber überzeugt sein und
Familie und Beruf in Einklang bringen.
Nur wenn es gelingt, dass sich die
Menschen in deiner unmittelbaren
Umgebung wohlfühlen, kann man sein
Ziel zielstrebig verfolgen.
Mein Lebensmotto:
Es gibt keine Probleme, sondern immer
nur Aufgabenstellungen!
Jungen Menschen würde ich raten …
… an sich selber zu glauben, sich von
der Umwelt nicht beirren zu lassen.
Wenn man ein Ziel überzeugt verfolgt,
kann man nahezu alles erreichen.
Die Bedeutung von Geld ist:
… Geld stinkt nicht und erleichtert
das Leben enorm, aber es bringt keine
Erfüllung und kein wahres Glück.
PAUL CHRISTIAN JEZEK
Frankenmarkt. Ludmilla Starzinger
hat es geschafft, dank innovativer
Werbestrategien den Familienbetrieb, den sie vom Vater übernommen hat, in wenigen Jahren erfolgreich auszubauen – und das in Zeiten wie diesen, wenn der Getränkemarkt von internationalen Markenartikelkonzernen dominiert wird.
zum unternehmen
Schon im Jahr 1906 begann der Gastwirt
Johann Starzinger mit der Abfüllung von
Getränken und legte damit den Grundstein für
ein solide wachsendes Unternehmen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Firma vermehrt auf Lohnabfüllung und punktet
damit bis heute. Das starke Wachstum verdankt das Unternehmen dem bald 72jährigen
August Starzinger, der den Betrieb in den
1970er-Jahren übernommen hat. Inzwischen
rangiert die Gruppe auf dem dritten Platz
als drittgrößter Produzent von alkoholfreien
Getränken. Das Familienunternehmen füllt
heute mit 230 Mitarbeitern an fünf Standorten in Österreich mit vier PET- und drei GlasAbfüllanlagen sowie drei Dosenanlagen ca.
170.000 Einheiten pro Stunde ab.
Neben den drei hochwertigen Mineralwasserquellen – als Frankenmarkter, Juvina und
Long Life Mineralwasser im Handel positioniert – hat das Unternehmen 1995 auch die
österreichische Traditionslimonade Schartner
Bombe erworben und erneut zu einer starken
Marke aufgebaut. Weiters ist die Gruppe mit
zwei eigenen Brauereien mit einem vielfältigen Sortiment an firmeneigenen Markenprodukten im Handel vertreten.
Heute werden neben den Eigenmarken in
Summe rund 1.000 Fremdmarken im Hause
Starzinger abgefüllt und weltweit vertrieben.
Starzinger ist ein österreichischer Leitbetrieb.
© Karin Lohberger
Ludmilla
­Starzinger
mit ­ihren
Söhnen
Victor und
August jun.
Das Kultgetränk „Schartner Bombe“ beispielsweise lebte als Marke
Mitte der neunziger Jahre nur noch
von den Kindheitserinnerungen
und war aus den Regalen praktisch
zur Gänze verschwunden. „Es war
harte Arbeit und ein hoher finanzieller Einsatz notwendig, um die
Schartner Bombe neu zu positionieren“, erklärt Ludmilla Starzinger. Heute „lebt“ das Getränk in der
Konsumwelt des Jahres 2015 bestens ohne künstliche Zusatzstoffe
und ist für Schlankheitsbewusste
auch zuckerfrei erhältlich.
Oder Frankenmarkter Mineral
mit Zitrone – ebenfalls ohne Zucker, Aromen und Konservierungsstoffe –, das sich in den vergangenen zwei Jahren als „Renner“
herausgestellt hat und inzwischen
auch in der Geschmacksrichtung
Holunder-Birne zu haben ist.
allen sportlichen Leistungen, kulturellen Werten und sozialen Brücken.“
Die Unternehmensgruppe Starzinger ist in zwei Geschäftsfeldern
aktiv. Mit der Produktion von alkoholfreien Getränken und Bier
(Schartner Bombe, Frankenmarkter,
Juvina, Long Life, Bräu am Berg)
bietet Starzinger der Konkurrenz
erfolgreich die Stirn. Um die Po-
„Mitarbeiter als
­Menschen betrachten
und dort einsetzen, wo
ihre Stärken liegen.“
LUDMILLA STARZInGER
Mit nachhaltigem Weitblick
„Als rein österreichisches Familienunternehmen mit einer über
100-jährigen Geschichte legen wir
großen Wert auf verantwortungsvolles Handeln mit Weitblick“, erklärt Starzinger. Dies manifestiert
sich in den drei Nachhaltigkeitssäulen, nach denen sich das unternehmerische Handeln ausrichtet,
nämlich der ökonomischen, der
ökologischen und der sozialen Säule. „Dieser Verantwortung möchte
ich gerecht werden“, sagt Starzinger. „Eine gut gehende Wirtschaft
sorgt für Arbeitsplätze, für Kaufkraft und kann ein gut funktionierendes Sozialsystem finanzieren.
Die Wirtschaft ist der Motor der
Gesellschaft – ohne diesen Motor
stirbt das bestehende System mit
sitionierung zu festigen, setzt das
Unternehmen auf innovative Werbeformen in Web, Print, Hörfunk
und TV und bringt regelmäßig neue
Produkte auf den Markt.
Im Geschäftsfeld „Private Labelling/Lohnfüllservice“ konnte sich
Starzinger weltweit als einer der
führenden Getränkeabfüller etablieren und versorgt Konsumenten
in Europa, Afrika, Nord- und Südamerika und dem Mittleren Osten
mit Getränken „made in Austria“.
Hier punktet das Unternehmen
vor allem mit modernsten Abfülltechniken, Fachwissen in allen Bereichen wie Rohstoff, Verpackung
oder Transport, Flexibilität der
Dienstleistungen und der familiären Betreuungskultur.
In Sachen Ökologie reüssiert
Starzinger u.a. mit einem eigenen
Wasserkraftwerk und ist Hauptgesellschafter am Biomassekraftwerk
Frankenmarkt. „Wir investieren
jährlich rund drei Mio. Euro in den
Bereich Nachhaltigkeit und wollen
bei der Energieversorgung immer
noch besser aufgestellt sein.“
Ende 2012 erhielten die Starzinger GmbH & Co KG sowie die
dazugehörige Brauerei Aspach die
IFS-Zertifizierung – beide Betriebe
bestanden auf Anhieb im Higher
Level-Niveau. Im Stammbetrieb
in Frankenmarkt wurde schon in
den letzten Jahren laufend in diese
Richtung investiert, die Brauerei
Aspach wurde vom Fundament bis
zum Dachgiebel auf den neuesten
technischen Stand gebracht.
Ein echter Familienbetrieb
Victor als der ältere der beiden
Söhne von Ludmilla Starzinger ist
bereits bestens ins Unternehmen
integriert. (August jun. leistet gerade seinen Dienst beim Bundesheer.)
„Es gab aber sehr wohl Zeiten, da
war es nicht immer einfach; straffes Zeitmanagement war gefragt“,
wünscht sich Starzinger flexiblere
Kinderbetreuungsplätze und insgesamt ein effizienteres Schul- und
Ausbildungssystem sowie für die
Unternehmen allgemein weniger
Bürokratie und weniger Auflagen
in allen Bereichen. „Mein Vater hat
mir ein gesundes Unternehmen
übergeben. Es wird meine größte
Herausforderung sein, auch meinen
Söhnen einmal ein Unternehmen zu
übergeben, das auf ökonomisch
und ökologisch gesunden Beinen
steht.“www.starzinger.at
Ein Buch, das mich berührt hat:
… „Ich habe dir nie einen Rosengarten
versprochen“ von Hannah Green.
Wohin ich unbedingt reisen
möchte …
Ich reise sehr gern und am liebsten nach
Südafrika bzw. Botswana in die Nationalparks. Diese unberührte Natur, mit einer
Stille, die wir hier nicht kennen, lässt mich
innerlich zur absoluten Ruhe kommen.
Woran ich glaube …
An das Gute im Menschen und an die
alte Weisheit „Jeder ist seines Glückes
Schmied“. Dabei ist mir natürlich bewusst,
dass mich das Leben reichlich beschenkt
hat und dafür bin ich auch sehr dankbar.
In 20 Jahren werde ich …
… hoffentlich gesund sein und meinen
Söhnen ein gesundes Unternehmen übergeben haben. Das wird davon abhängen,
ob wir den Trend der Zeit erkannt und uns
mit unserem Unternehmen entsprechend
orientiert haben.
zur person
Ludmilla Starzingers „Kraftquelle“ ist
die Natur: „Mein Garten ist mein Paradies, ihn zu hegen und zu pflegen meine
Meditation.“ Emanzipation ist für Starzinger „schon lange kein Thema“ mehr:
„Die Frage, wie man es als Frau schaffen kann, ist obsolet. Wir agieren in der
Wirtschaft wie Männer mit so manchem
menschlichen Vorteil, aber ebenso manchem Nachteil.“
Schon als Kind war Ludmilla Starzinger
voll in den Betrieb eingebunden. „Es war
für mich ganz klar, in den Ferien mitzuarbeiten. Ich kann mich genau erinnern,
dass mein Ferienlohn zehn Schilling in
der Stunde war. Wir haben viel gearbeitet und literweise Limonade getrunken
– es hat uns nicht geschadet.“ Nach der
Matura ist Ludmilla Starzinger mit 21
Jahren „eingestiegen“ und hat im Jahr
2010 von ihrem Vater August 75% der
Unternehmensgruppe übernommen.
Freitag, 16. Jänner 2015
personal & m a n a ge m e n T/ AU S - & W E IT ER B I L D U NG
careernetwork – 69
Jobwechsler-Studie Rund ein Fünftel der unselbstständig Erwerbstätigen denkt über einen neuen Arbeitsplatz nach
short
Bestnoten für die Chefs
Ein Meister soll ein
Bachelor werden
Die österreichischen Arbeitnehmer sind mit „ihren“ Führungskräften durchaus zufrieden.
© WKNÖ
glichen, so besteht besonderer Verbesserungsbedarf bei „Einsatz für
die Mitarbeiter“, „Interesse am beruflichen Weiterkommen der Mitarbeiter“, „gerecht sein“, „gleiche
Behandlung der Mitarbeiter“ sowie
„ein offenes Ohr für Probleme“.
R. Scheichelbauer-Schuster: „Österreich hinkt wieder einmal nach.“
Frauen oder Männer?
Romana Hausleitner (BMD Systemhaus), Paul Eiselsberg (IMAS), Barbara Riedl (v.l.).
Arbeitnehmer besonders von ihren
Führungskräften: Gerechtigkeitssinn (74%) und den Einsatz für die
Mitarbeiter (73%).
Insgesamt scheint eine Reihe
von Eigenschaften nötig zu sein,
um als „idealer“ Chef zu gelten: Elf
der 20 vorgelegten Aspekte werden
von mehr als der Hälfte der Befragten als Charakteristikum des
Idealbilds angesehen.
ben (42%), sich für die Mitarbeiter
einzusetzen (41%), stets sachlich zu
bleiben und eine gute Übersicht zu
haben (41%). „Diese Ergebnisse entsprechen den Resultaten unserer
aktuellen Mitarbeiterbefragung“,
bestätigt Romana Hausleitner, Leiterin Human Resources der BMD
Systemhaus GmbH. Sie meint, dass
Mitarbeiter „gerecht zu behandeln“
bedeutet, sie „ungleich“ zu behandeln. „Denn unterschiedliche
Mitarbeiter benötigen ein unterschiedliches Fordern und Fördern,
und eine gute Führungskraft muss
genau das können.“
Zwei Aspekte wünschen sich
Know-how und Sachlichkeit
„Das ist mein Traum-Chef“
Werden die Eigenschaften der
Vorgesetzten mit den Wunschvorstellungen der Arbeitnehmer ver-
Logopädie-Studium an
der FH Wr. Neustadt
© fhwn
Für Arbeitnehmer zeichnet sich
ihr aktueller Vorgesetzter durch
gute Fachkenntnisse (55%) und Gerechtigkeitssinn (46%) aus. Darüber
hinaus bestehen die Eigenschaften
der aktuellen Führungskräfte darin, gute, klare Anleitungen zu ge-
Wien. In Deutschland wird die
Meisterqualifikation im Qualifikationsrahmen der gleichen
Niveaustufe 6 zugeordnet wie
der Bachelorabschluss.
„Ich appelliere an die Frau
Bildungsministerin, umgehend
den österreichischen Qualifikationsrahmen mit Level 6 für die
österreichische Meisterprüfung
zu verankern“, fordert Renate
Scheichelbauer-Schuster, Obfrau der Bundessparte Gewerbe
und Handwerk in der Wirtschaftskammer. „Wir können
nicht akzeptieren, dass österreichische Arbeitnehmer mit
Zeugnissen von Meister- und
Befähigungsprüfungen bei Bewerbungen gegenüber anderen
EU-Bürgern benachteiligt
werden.“ (red)
Der Großteil der Arbeitnehmer
(63%) ist klar der Meinung, dass
Führungsqualitäten unabhängig
vom Geschlecht sind. Im direkten
Vergleich aber gehen die Männer
klar als Sieger im Verhältnis 25:4
hervor. Interessantes Detail: Während Männer überdurchschnittlich
häufig ihrem eigenen Geschlecht
bessere Führungskompetenzen zuschreiben, tendieren Frauen überdurchschnittlich stark dazu, die
Qualitäten als Führungskraft unabhängig vom Geschlecht anzusehen. Nur Frauen, die selbst für eine
weibliche Vorgesetzte arbeiten, sehen Frauen deutlich stärker als die
besseren Chefs an.
Last but not least: Immerhin
knapp ein Fünftel der unselbstständig Erwerbstätigen in Österreich (19%) hat in den letzten Monaten schon einmal daran gedacht,
den aktuellen Arbeitgeber zu wechseln. Im Vergleich zur letzten Jobwechslerstudie ist die Anzahl der
Arbeitnehmer mit Wechselgedanken um 5% zurückgegangen.
Und: Erstmals liegt die Hauptursache für einen Jobwechsel nicht
im Gehalt (39%), sondern im Betriebsklima (45%). (pj)
www.monster.at
© Monster Worldwide Austria/APA-Fotoservice/Schedl
Wien. Wer hierzulande einen Vorgesetzten hat, kann in aller Regel
durchaus mit ihm leben. „Gleich
47% vergeben die Bestnote für
ihre Führungskraft und weitere
44% sind immerhin einigermaßen
zufrieden mit ihrem Boss“, fasst
Barbara Riedl-Wiesinger, Country
Manager & Sales Director Monster
Worldwide Austria GmbH, das
wichtigste Resultat einer aktuellen Studie zusammen. „Knapp 9%
äußern hingegen Unzufriedenheit
– und das entspricht genau der Anzahl, die auch Unmut über ihre aktuelle berufliche Situation äußern.“
Höchst zufrieden mit dem Chef
sind Personen mittleren Alters,
während ältere Arbeitnehmer
überdurchschnittlich häufig Skepsis zeigen.
Nur 14% meinen, selbst den besseren Chef abzugeben, als dies
der aktuelle Vorgesetzte tut. „44%
der Befragten erklären, sie selbst
könnten die Arbeit ihres Chefs
nicht besser verrichten“, sagt Paul
Eiselsberg von IMAS International. In der Analyse zeigt sich,
dass Ältere und Wechselwillige
überdurchschnittlich häufig der
Meinung sind, selbst den besseren
Chef abzugeben.
Übungsraum für Logopädie-Studierende an der FH Wiener Neustadt.
Universitäten Am liebsten studiert man in Österreich Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
Ein neuer Rekord an den Hochschulen
Durch den kontinuierlichen
Ausbau der FH-Plätze konnte die
Zahl der Studienanfänger gegenüber dem Vorjahr um 3,3% gesteigert werden. Im Wintersemester
2014/15 haben 18.438 Personen ein
Studium an einer Fachhochschule
begonnen (17.842 im WS 2013/14).
An den Universitäten sind die
Neuinskriptionen ordentlicher Studierender im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,1% gestiegen,
43.783 Personen wurden erstmalig
zum Studium zugelassen (42.477
im WS 2013/14).
Die beliebtesten Universitätsstudien sind aktuell Rechtswissenschaften (5.201 ordentliche Studierende), Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (3.402), Pädagogik
(2.895), Wirtschaftsrecht (2.365)
sowie Anglistik und Amerikanistik
(2.244). (pj)
▲
▲
Mehr Fachhochschulplätze
börse
Die Auf- und Umsteiger
der Woche im Kurzporträt.
Mit Susanne
Pfalzer (36)
holt Nordsee
Österreich eine erfahrene Spezialistin
des SystemgastronomieMarketings an Bord. Zuvor war die Diplom-Wirtschaftsingenieurin (FH)
fünf Jahre in zentraler
Position für McDonald’s
Österreich tätig.
© www.fotostudio-staudigl.at
Susanne Pfalzer
Nordsee Österreich
© privat
job
▲
Alfred Reinprecht
Omega
Der Niederösterreicher
Alfred Reinprecht (46)
leitet als Director Product
Management & Distribution Sales beim IT-Distributor Omega ein rund
20-köpfiges Team und ist
für den Verkauf im gesamten Großhandelsbereich verantwortlich.
▲
Veit Salentinig
Florissa
© Florissa
Die Zahl der Studienanfänger ist im aktuellen Wintersemester weiter angestiegen.
Seit Jahresanfang agiert
Veit Salentinig (41) als
Geschäftsführer der 2002
gegründeten Bergheimer
Florissa Handels- und
Produktions-GmbH. Zuvor war Salentinig bei
Sirona Dental, Coca-Cola
und L‘Oréal Paris in leitenden Positionen tätig.
Renate Vierthaler
s Versicherung
© Foto Sulzer
© APA/Helmut Fohringer
Wien. Die Zahl der Studierenden an
den öffentlichen Universitäten und
den Fachhochschulen ist mit rund
349.000 Personen auf einen historischen Höchstwert gestiegen.
Im Wintersemester 2014/15 sind
an den 22 öffentlichen Universitäten 303.293 ordentliche und
außerordentliche Studierende inskribiert – im Vergleich zum Wintersemester 2013/14 (298.527) ein
Anstieg um 1,6%. Bei den 21 Fachhochschulen hat sich die Zahl der
Studierenden im selben Zeitraum
von 43.595 auf 45.660 erhöht, was
einem Plus von 4,7% entspricht.
Wiener Neustadt. Noch bis Ende
Jänner läuft die Anmeldefrist
für das Bachelor-Studium
„Logopädie“ an der FH.
Vom Kleinkind mit einer
Sprachentwicklungsproblematik über den heiseren Priester
bis hin zu Tumorpatienten, die
Stimmgebung und Schlucken
wieder erlernen müssen – diese
Patienten- und Störungsbildervielfalt bewältigen Logopäden
in ihrem Berufsalltag; auch das
Erarbeiten der Sprache und des
Sprechens nach einem Schlaganfall sowie das Erstellen ausführlicher Hörbefunde gehören
dazu. Mit dem Abschluss dieses Bachelorstudiums erwirbt
man zusätzlich die Berufs­
berechtigung in einem gesetzlich anerkannten Gesundheitsberuf.(pj)
www.fhwn.ac.at
Als Nachfolgerin von Christoph Oppitz
ist Renate
Vierthaler (47) neue Landesdirektorin für Salzburg bei der Sparkassen
Versicherung AG Vienna
Insurance Group. Vierthaler war seit 2008 als
Gebietsbetreuerin für die
s Versicherung tätig.
70 – careernetwork
short
© WU Executive Academy
MBA Info-Session der
WU Executive Academy
PERSON A L & M A N A GE M E N T/ AU S - & W E IT E R B I L D U N G
Freitag, 16. Jänner 2015
2015 im Blick Talent Branding, mobile Jobsuche, Abschied von traditionellen Karrierewegen
Die sieben wichtigsten
Job-Trends für heuer
Der Arbeitsmarkt verlangt mehr Flexibilität & Teilzeitjobs, neue Rekorde bei der Wechselbereitschaft.
PAUL CHRISTIAN JEZEK
Höherqualifizierung
in der Landwirtschaft
Waizenkirchen. Ab dem kommenden Schuljahr wird in Oberösterreich ein verschulter Vorbereitungslehrgang für die Ablegung der Berufsreifeprüfung
speziell für Absolventen Landwirtschaftlicher Fachschulen
angeboten, denen damit der
Zugang zu höheren Bildungsabschlüssen ermöglicht wird.
„Das ist ein großer Schritt
und ergänzt die bestehenden
Ausbildungen an den HLBLAs
Elmberg und St. Florian optimal“, ist Bildungs-Landesrätin
Doris Hummer überzeugt. (red)
Neuer Studiengang
Cloud Computing
Schwierig zu finden Die Suche nach
gefragten Spezialisten stellt Unternehmen vor immer größere Herausforderungen. „2015 wird die
Schere zwischen hoch und niedrig qualifizierten Arbeitnehmern
noch weiter aufgehen“, sagt willhaben.at-Chef Markus Zink. „Die
demografische Entwicklung sorgt
für zusätzlichen Druck, die eigene Arbeitgeber-Attraktivität
zu steigern. Die Firmen müssen
deshalb mit neuen RecruitingAnsätzen und der Weiterentwicklung des Unternehmensauftritts als Arbeitgeber dagegenhalten.“
Wechselbereitschaft steigt Für wechselwillige Arbeitnehmer sind vor
allem ihre Karrierechancen und
ihre eigene Weiterentwicklung
entscheidende Faktoren dafür, ob
sie bei einem Arbeitgeber bleiben
oder nicht.
Ein gutes Verhältnis zu den
Vorgesetzten und ein kollegiales
Arbeitsklima sind längst kein Garant mehr für loyale Mitarbeiter.
Die logische Folge: Die Arbeitgeber
müssen sich auf steigende Fluktuationen einstellen.
Markus Zink, Leiter der Job-Plattform willhaben.at, erklärt die aktuellen Jobtrends, die uns heuer erwarten.
rücken. Der Managementberater
Reinhard K. Sprenger empfiehlt in
seiner pointierten Art Sorgfalt bei
der Einstellung neuer Mitarbeiter:
„Hire slow, fire fast.“
Mobile Jobsuche boomt „Wir sehen
eine starke Verlagerung der Jobsuche in den mobilen Bereich“,
berichtet Markus Zink. „Mittagspausen, Wartezeiten und Wochenenden werden aktiv genutzt, um
am Handy oder Tablet nach neuen
Job-Alternativen zu suchen.“
Strengere Auswahlchecks Vice versa
investieren die Unternehmen wieder in umfangreichere Auswahlverfahren, da die Kosten schlechter
oder falscher Recruiting-Entscheidungen in einem angespannten
Konjunkturumfeld stärker in das
Bewusstsein der Entscheider
Neue Karrierewege Was die Generation Y nicht anders kennt, erfahren
vermehrt auch ältere Arbeitneh-
Mehr Talent Branding Eine starke Talent Brand führt nachweislich zu
besseren Geschäftsergebnissen,
geringeren Rekrutierungskosten,
mehr Bewerbungen und einem
besseren Gesamtimage. Unternehmen werden nicht mehr, sondern
gezieltere Maßnahmen setzen
Knapp Programmierwettbewerb für Logistiksoftware
Wien. Der Kabelnetzbetreiber UPC
Austria ist offiziell mit dem neuen
Qualitätssiegel „Top-Lehrbetrieb“
ausgezeichnet worden. Das Zertifikat wurde erstmals an vorbildliche
Lehrbetriebe verliehen, die bei der
Nachwuchsausbildung besonders
auf Qualität achten.
Beim Multimediaprovider UPC
hat die Nachwuchsförderung Tradition, seit vielen Jahren werden
Lehrlinge in drei verschiedenen
Berufen erfolgreich ausgebildet.
Derzeit arbeiten bei UPC in Wien
elf Lehrlinge in den Lehrberufen
Elektronik mit Schwerpunkt Telekommunikation, Informationstechnologie und Bürokauffrau/-mann.
Jedes Jahr werden im Durchschnitt vier neue Lehrlinge aufgenommen.
Graz. „Meet the challenge“ – unter
diesem Motto lädt die Firma Knapp
am 6. März erneut zum Coding
Contest in die Konzern- und Entwicklungszentrale nach Hart bei
Graz ein. Jedes Jahr stellt Knapp
Schüler und Studenten vor eine
Aufgabe aus der Praxis. Als Spezialist für Lagerautomation und Lagerlogistik-Software zählt Knapp
mit weltweit 2.500 Mitarbeitern
– davon mehr als 600 im Bereich
Software – zu den größten ITArbeitgebern in der Steiermark.
UPC ist dadurch berechtigt, bis
Ende 2018 die Bezeichnung „Wiener Top-Lehrbetrieb“ und das
Qualitätssiegel öffentlich zu führen. „Die Auszeichnung ist eine
Bestätigung für das hohe Niveau
unserer Lehrlingsausbildung“, sagt
Gerhard Feimer, Director People
Operations. „Mit einer fundierten,
praxisorientierten Berufsausbildung bieten wir den Jugendlichen
vielfältige Karrierechancen.“ (pj)
www.upc.at
Zertifikat gilt bis Ende 2018
Das Gütesiegel wurde von der
Stadt Wien gemeinsam mit den
Sozialpartnern Wirtschaftskammer Wien, Arbeiterkammer Wien,
Österreichischer Gewerkschaftsbund und Industriellenvereinigung
Wien initiiert. Die Auszeichnung
gilt für jeweils vier Jahre.
Auf der Suche nach IT-Talenten
Jahren haben wir durch den Wettbewerb einige Projektarbeiten und
Ferialjobs vergeben und halten zu
vielen Teilnehmern guten Kontakt“,
sagt Knapp-Personalleiter Ingo
Spörk. „Im Softwarebereich gibt es
vielfältige Karrieren von der Planung über die Entwicklung bis zur
Inbetriebnahme.“
Die Teilnehmeranzahl ist begrenzt, Anmeldeschluss ist der
22. Februar. (pj)
www.coding-contest.at
Verschiedene Anreize
© Alexandra Kromus
© FH Burgenland
Eisenstadt. „Cloud Computing ist
weder Trend noch Hype, sondern gelebte Realität“, sagt der
Leiter des Entwicklungsteams,
Christian Büll, zur Praxisrelevanz des neuen FH-Masterstudiengangs „Cloud Computing
Engineering“ am Dep. Informationstechnologie und -management der FH Burgenland. Gelehrt werden auch BusinessModelle und Strategien, gesetzliche Rahmenbedingungen und
Changemanagement-Methoden.
Für Cloud Computing Engineering werden jährlich 24 Studienwerber aufgenommen; die
Anmeldefrist endet am 31. Mai.
Von der FH Burgenland werden keine Studiengebühren eingehoben.
(pj)
www.fh-burgenland.at
Geld ist nicht mehr alles Selbstbewusste Arbeitnehmer fordern frei
definierte Gestaltungsspielräume
für Familie, Freizeit und Gesundheitsförderung. Die Höhe des Gehalts ist längst nicht mehr das Maß
aller Dinge. Firmen, die attraktive
Zusatzpakete mit z.B. Versicherungsleistungen, Gesundheitsförderungen, Weiterbildungsbildungs-Budgets und Kinderbetreuung schnüren, werden die besten
Talente binden können.
www.willhaben.at
Gütesiegel Auszeichnung für Ausbildungsqualität
UPC ist Wiener „Top-Lehrbetrieb“
Praxisnahe Ausbildung dank hohem
Anteil an flexiblen Themen.
müssen, um die passenden Talente
anzusprechen und für sich zu gewinnen.
mer beim Jobwechsel: Fixe Anstellungen weichen Werkverträgen
und Projektarbeiten. Der Weg in
die Selbstständigkeit wird für immer mehr Menschen unumgänglich; hohe Lohnnebenkosten und
immer kürzere Planungszeiträume
der Unternehmen verstärken diesen Trend.
Martin Schneller (UPC), Renate Brauner,
Thomas Hintze, Lukas Permoser (UPC).
Zunächst lockt das Preisgeld von
1.500 € für den ersten, 1.250 € für
den zweiten und 1.000 € für Platz 3.
Rund zwei Stunden tüfteln die Teilnehmer wahlweise in den Programmiersprachen C# oder Java an der
Aufgabe, die sich aus dem logistischen Umfeld von Knapp ergibt.
Dazu kann man mit SoftwareExperten über die Aufgabe fachsimpeln oder sich bei Karrierepfad-Stationen über verschiedene
Berufsfelder, Ferialjobs, Maturaprojekte und Diplomarbeiten informieren. „In den vergangenen
© Knapp
Wien. Die WU Executive Academy lädt am 27. Jänner ab
19 Uhr zur MBA Info-Session
an den neuen Campus der WU
(1020, Welthandelsplatz 1,
Gebäude EA). Bei dieser Veranstaltung kann man sich über
das umfangreiche MBA-Angebot informieren. Dabei stehen
der Dean der WU Executive
Academy, Prof. Bodo B. Schlegelmilch, und die Verantwortlichen des Executive MBA und
Professional MBA für persönliche Gespräche und individuelle Auskünfte zur Verfügung.
Im Anschluss an die Präsentation sprechen Alumni der WU
Executive Academy in einer
Q&A-Session über ihre Erfahrungen während und nach dem
MBA-Studium.
(pj)
www.executiveacademy.at
Wien. Beim Jobportal willhaben.at
hat man sich über die wichtigsten
Entwicklungen, die Arbeitnehmer und Arbeitgeber dieses Jahr
maßgeblich beschäftigen werden,
Gedanken gemacht.
© willhaben.at
Umfangreiche Infos zum Curriculum
und den Zugangsvoraussetzungen.
Beim Knapp Coding am 6. März
kann jeder ab 16 teilnehmen.
AU S - & WE I TE R BI L D U N G
Freitag, 16. Jänner 2015
careernetwork – 71
BFI-Wien-Studie Weiterbildung erhöht innerhalb der Erwerbskarriere die Zahl der Berufsjahre ohne Arbeitslosigkeit
Franz-Josef Lackinger: „Bewusstsein für Weiterbildung schaffen statt über die Matura diskutieren.“
lubomir polach
Wien. Im Schnitt wechselt jeder
Österreicher während seines Lebens 3,4-mal das Berufsfeld. Zu
diesem Ergebnis kommt eine im
Auftrag des BFI Wien von FAS Research durchgeführte Studie, bei
der über 3.800 Absolventen des BFI
Wien befragt wurden. Dabei zeigt
sich ein klarer Trend: „Wir erleben
eine Zunahme an Diskontinuitäten
im Karriereleben“, meint Harald
Katzmair, Geschäftsführer von FAS
Research. Denn: Ein 38-jähriger
Angestellter hat heute bereits genauso viele Jobwechsel hinter sich
wie der durchschnittliche österreichische Pensionist.
Förderung weiblicher
Führungskräfte – 1.
© Panthermedia.net/Wolfgang Zwanzger
Weiterbildung sorgt für
Balance in der Karriere
short
Das NHR-Cross-Mentoring-Programm startet in die 12. Runde.
Linz. Am 26.1. lädt das Netzwerk Humanressourcen (NHR)
ab 18:30 Uhr zur Info-Veranstaltung über das neue CrossMentoring-Programm ins VKB
Kundenforum ein, das Frauen
in Führungspositionen fördert
und stärkt.
Insgesamt 138 Teilnehmer
haben bereits seit dem Start
2003 am Cross-MentoringProgramm teilgenommen
und damit ihre persönlichen
Kompetenzen ausgebaut und
erweitert. Die (Nachwuchs)Führungskräfte erhalten Einblicke in die Verhaltensmuster
von Managern anderer Firmen
und entwickeln ein besseres
Entscheidungsverhalten. Das
Programm wird vom NHR
(einer branchenübergreifenden
Personalmanagement-Plattform) unterstützt und betreut.
Der nächste Durchgang startet
Mitte März, Anmeldungen sind
bis 20.2. möglich. Anmeldung
zur Info-Veranstaltung unter:
netzwerk-hr@clusterland.at
oder (+43 732) 79810-5168. (red)
www.netzwerk-hr.at
Harald Katzmair (l.), Franz-Josef Lackinger: „Ein gelungenes Berufsleben sollte eine Mischung aus Stabilität und Flexibilität sein.“
Weiterbildung als Navigator
In beiden Fällen hat laut Katzmair Weiterbildung eine positive
Auswirkung auf den Berufsverlauf: „Ein Zuviel an Flexibilität
führt dazu, dass die Leute verheizt
werden, zu viel Stabilität lässt die
Leute erstarren. Den ‚Idealzustand
des Equilibriums‘ erreicht man jedenfalls leichter durch berufsbezogene Aus- und Weiterbildung.“
Zudem verkürzt berufliche Weiterbildung den Zeitraum der Arbeitslosigkeit, erhöht die Loyalität zum
Arbeitgeber und die Zufriedenheit
im Beruf. „Entgegen den Gerüch-
Bildungsexport Fachkräftemangel auch beim Nachbarn
Duale Ausbildung in der Slowakei
Bratislava. Die slowakische Regierung hat erneut ihren Willen bekundet, wieder flächendeckend
das Duale Bildungssystem einzuführen. Schulminister Juraj Draxler dankte dabei der oberösterreichischen Firma Miba für ihr Engagement beim Pilotprojekt „Young
Stars“, welches das Duale Bildungssystem in Kooperation mit
Schulen und Unternehmen regional wieder etabliert. Neben Miba
Steeltec Slovakia beteiligen sich
auch die österreichischen Niederlassungen ZKW, Pankl Automotive
und HTP Slovakia.
kann in Zukunft als Modell für die
Etablierung von Elementen der dualen Ausbildung in weiteren Mitgliedsstaaten dienen.“
Die slowakische Wirtschaft und
insbesondere die Industrie leidet unter einem akuten Fachkräftemangel. Schätzungen gehen davon aus, dass in der Slowakei allein heuer 43.000 Fachkräfte benötigt werden, jedoch mit nur 18.500
Absolventen gerechnet werden
kann. (pj)
Exportfähiges Pilotprojekt
fentlichen Hand zu schaffen, denn
das würde sich am Ende für alle
rechnen. Laut Daten der Arbeiterkammer bringt eine Verdopplung
der durchschnittlich investierten
Kurskosten pro Person und Jahr
von 145 auf 290 € einen durchschnittlichen jährlichen Produktivitätszuwachs von 1.900 € pro Beschäftigtem für das Unternehmen.
Das heißt: Jeder Euro, den Unternehmen in Weiterbildung investieren, bringt 13 € zusätzlichen Ertrag.
„Anstatt über die Matura zu diskutieren, die ohnehin immer weniger wert wird, sollte ein Bewusstsein für berufliche Weiterbildung
geschaffen und gefördert werden;
Weiterbildung sollte immer ein
Teil des Berufslebens sein“, fordert
der BFI-GF.
www.bfi-wien.at
Anreizsysteme gefordert
Trotz der positiven Effekte von
Bildung auf die Karrierelaufbahn
geht etwa die Hälfte der Berufstätigen keinen beruflichen Weiterbildungsaktivitäten nach – ein hohes
Risiko für die Betroffenen, findet
Lackinger. Er fordert daher, Anreizsysteme zur Weiterbildung für
Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam mit Unterstützung der öf-
Arbeitgeber Finanzbranche mit weniger „Sex-Appeal“
Banken verlieren an Attraktivität
Wien. Sowohl international als
auch in Österreich haben Banken
und Versicherungen kontinuierlich an Attraktivität als Arbeitgeber verloren. Dies ist das zentrale
Ergebnis der beiden Deloitte-Studien Talent in Banking und Talent
in Insurance, für die Wirtschaftsabsolventen aus den für die Bankenbranche 28 wichtigsten Ländern befragt wurden. Zu den Gewinnern zählen international die
Konsumgüterindustrie und die
Automobilbranche; auf Platz drei
befindet sich die Software- und
Computerindustrie.
Ähnlich das Bild auch in Österreich: Banken belegen hier nur den
neunten Platz, während die Konsumgüterindustrie und der Automotiv-Bereich vorn liegen.
persönlichen Weiterentwicklung
und -bildung sowie LeadershipKompetenzen bei Führungskräften
am häufigsten genannt. „Banken
müssen so rasch wie möglich mit
konkreten Angeboten und Anreizsystemen deutliche Akzente am Beschaffungsmarkt setzen, möchten
sie nicht eine ganze Generation an
Talenten verlieren“, warnt Gundi
Wentner, Human Capital Expertin
und Partnerin bei Deloitte Österreich. (pj)
Geld ist längst nicht alles
© Petra Spiola
„Ähnliche Pilotprojekte betreuen
wir in Bulgarien, Rumänien oder
China – auch deshalb, weil sie den
dort niedergelassenen heimischen
Unternehmen helfen und somit
auch zur Sicherung ihrer Standorte
in Österreich beitragen“, betont
Michael Landertshammer, Institutsleiter Wifi Österreich und Leiter der Abteilung für Bildungspolitik in der WKO. „Das Pilotprojekt
in der Slowakei wird auf europäischer Ebene wahrgenommen und
ten, dass Weiterbildung zum Berufswechsel führt, verringert sich
in den meisten Fällen der Wechselwunsch“, streicht Lackinger
hervor und fasst zusammen: „Auf
dem Weg durch den Dschungel der
Berufslandkarte ist Weiterbildung
der Navigator.“
M. Landertshammer: „WKÖ hilft bei der
Dualen Ausbildung in der Slowakei.“
Ein hohes Gehalt steht bei den
Wünschen der Absolventen dabei nicht mehr an erster Stelle;
als Top-Karriereziel hält sich seit
Jahren sowohl international als
auch in Österreich eine ausgewogene Work-Life-Balance. Weiters werden Möglichkeiten zur
Gundi Wentner: „Finanzbranche muss
Generation Y stärker ansprechen.“
Förderung weiblicher
Führungskräfte – 2.
© J. Zinner
schaulicht Franz-Josef Lackinger,
Geschäftsführer des BFI Wien, die
Situation.
© Deloitte/picco.at
Schwierig wird die Situation
nach Meinung des Sozialforschers
besonders dann, wenn viele Berufsund Arbeitgeberwechsel in einem
kurzen Zeitraum stattfinden. „Die
durchschnittliche Verweildauer im
Beruf nimmt mit jeder zusätzlichen
Station ab. Die Menschen verheizen
sich förmlich selbst im Versuch, ihr
Berufsleben in geordnete Bahnen
zu lenken“, erklärt Katzmair. Besonders für Hilfsarbeiter ohne eine
formale Berufsausbildung, aber
auch für bestimmte Berufsgruppen
wie z.B. Kellner, Maurer oder Reinigungskräfte sei die Gefahr des
„Sich-Verheizens“ besonders groß.
Aber auch ein zu langer Verbleib im selben Berufsfeld kann
zum Problem werden. „Stellen
Sie sich vor, Sie haben nach Ihrer
Bankkaufmannlehre 30 Jahre am
Schalter die Kunden betreut. Dann
kommt die Bankenkrise, die Institute setzen auf Onlinebanking und
Sie vor die Tür. In dem Alter neu
anfangen – nicht unbedingt jedermanns Traumvorstellung“, veran-
© BFI Wien/Marko Zlousic
„Verheizen“ und „erstarren“
Anna Steiger, Vizerektorin für Per­
sonal und Gender an der TU Wien.
Wien. Das Rektorat der Technischen Universität hat gemeinsam mit dem Senat den
aktuellen Frauenförderungsplan beschlossen. Er gilt für
alle Angehörigen der Universität und bildet die Weiterentwicklung der 2012 definierten
Grundsätze und Aufgaben ab.
Ganz neu ist z.B. die Änderung im §6 Abs 3: Zur Steigerung der Frauenquote bei
Professuren und im Bereich
des wissenschaftlichen Nachwuchses trifft die TU besondere Maßnahmen wie z.B. die Einrichtung von Laufbahnstellen
sowie die Ausschreibung von
Professuren für Frauen.
„Wir arbeiten kontinuierlich
an der Verbesserung der Rahmenbedingungen“, erklärt die
Vizerektorin für Personal und
Gender, Anna Steiger. Auch der
Themenbereich Vereinbarkeit
von familiären Betreuungsaufgaben und Beruf/Studium
wird weiter ausgebaut. „Es ist
erfreulich und wichtig, dass
Maßnahmen nicht nur diskutiert, sondern konkret ergriffen
werden“, kommentiert die stellvertretende Senatsvorsitzende
Simone Knaus. (pj)
www.tuwien.ac.at
Extrem begehrt!
Die Universitätslehrgänge der WU Executive Academy
›
›
›
›
›
Werbung & Verkauf
Tourismus- & Eventmanagement
Risiko- & Versicherungsmanagement
Markt- & Meinungsforschung
Universitätsstudium Diplom BetriebswirtIn
i te n d
e
l
g
e
b
s
f
B e ru
neue n
m
a
n
e
r
s t u d ie
WU!
C a mpu s
ulg@wu.ac.at, +43-1-313 36-4816, www.executiveacademy.at/ulg
Für eine linke Seite.
14-057_ULG_Medianet-271x417_Sujet3_KW48_RZ.indd 1
28.11.14 17:16
Die
österreichische
Suchmaschine.
App
Jetzt HerolD
en!
gratis download
Autor
Document
Kategorie
Uncategorized
Seitenansichten
481
Dateigröße
18 253 KB
Tags
1/--Seiten
melden