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3/4 2014
mit uns
automobilrallyesport
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17
Motocross-WM Teutschenthal 16. ADMV-Lausitz-Rallye
Speedway-WM
in Stralsund
breitensport
15. Zschopauer Classic
SEITE
24
editorial
mobil
3/4 2014
Macht den Mund auf!
Die modernen Kommunikationstechniken sind vielfältig,
aber ersetzen weder das Gespräch noch das Miteinander.
Man möchte nicht glauben, dass manchmal selbst die einfachsten Methoden der Kommunikation auf der Strecke
bleiben oder sich Verzerrungen ergeben, mit denen man
kaum verantwortungsvoll umgehen kann. Irgendein Mitglied eines Motorsportclubs, ein Fahrer oder ein Funktionär
schimpft, „…davon noch nie etwas gehört zu haben“. Oder
da fallen solche Begriffe wie „…die in Berlin haben keine Ahnung…Berlin ist weit…wir machen unser Ding…wir lassen
uns nichts vorschreiben, wir haben das immer so gemacht;
wir müssen nichts versuchen, da ändert sich eh nichts“.
Oder es wird auf Clubabenden und Mitgliederversammlungen der Unmut geäußert, „…was haben wir vom ADMV,
warum meldet sich Keiner vom ADMV…wenn ich
einem großen Autoclub angehöre, warum
muss ich zusätzlich im ADMV sein?“
Erst einmal steht fest, dass es uns weder im
Vorstand noch „in Berlin“ gelingt „hell zu sehen“. Wir sind angewiesen und dankbar für
jeden Hinweis, im ADMV (gegründet am 2.
Juni 1957; seit 1998 Mitglied des DMSB) Personen für eine Funktion vorzuschlagen, Abläufe
zu vereinfachen, Regeln oder Bestimmungen
zu modernisieren, Mitglieder- oder Clubleistungen
zu verändern, zu verbessern. Wer nicht an der Jahreshauptversammlung des ADMV teilnimmt, wer keine Ideen
dem ADMV übermittelt, wer nicht im Namen des Clubvorstandes bittet, dass ein Repräsentant des Verbandes an der
Clubversammlung teilnimmt, wer als Fahrer oder Sportfunktionär keine Vorschläge macht oder wer sich um keinen Termin im ADMV bemüht, kann auch nicht hoffen, dass Vorstellungen wahrgenommen werden. Wie auch? Es ist doch nicht
schwer, sich hinzusetzen und per E-Mail, Fax oder Brief der
Hauptgeschäftsstelle Fragen oder Wünsche mitzuteilen.
Da im ADMV nicht nur Sporttreibende eine Heimstatt
haben, hat sich der Vorstand ständig bemüht, neue und
sinnvolle Mitgliederleistungen einzuführen. Wissen manche Mitglieder wirklich nicht, dass unter der Rufnummer
030 6576 2935 bei Panne oder Unfall Hilfe vor Ort oder
das Abschleppen seit dem 1. Mai 2013 gewährt wird. Oder
wissen manche Mitglieder nicht, dass in der Premiummitgliedschaft weltweit Schutzbriefleistungen einschließlich
Auslandsreisekrankenversicherung enthalten sind, die eine
zusätzliche Mitgliedschaft im großen Autoclub eigentlich
überflüssig machen! Die seit Juli zuerst an die Clubs und
danach an die Direktmitglieder versandten neuen ADMVAusweise enthalten darüber deutliche Eintragungen.
2
Manche Motorsportclubs kümmern sich sehr engagiert um
die Ehrung langjähriger Vereinsmitglieder und fordern die
Treuenadel samt Urkunde und Ehrenpräsent beim ADMV
ab. Andere Clubs haben sich in dieser Angelegenheit noch
„nie gemeldet“. Manche Mitglieder fragen an, warum sie die
Utensilien der Ehrung direkt zugesendet bekommen oder
warum es keine Ehrung gibt. Wenn ein Club nicht reagiert
oder die zugesandten Dinge an die Mitglieder nicht weiterreicht, ist der ADMV auch „machtlos“ oder muss die Dinge
am Club vorbei selbst in die Hand nehmen. Auch hier würden wir uns gern dem Mehrheitswillen unserer Motorsportclubs anschließen, aber er muss bekannt sein!
Wenn sich ein Funktionär oder Organisator darauf beruft
„…es immer so gemacht zu haben“, beinhaltet das gewiss
eine langjährige Erfahrung. Doch das befreit nicht davor achtzugeben, welche
sportlichen Regeln gelten im DMSB
oder ADMV aktuell. Und „nichts gewusst“ zu haben, befreit im Fall des
Falles nicht von möglichem Ungemach. Wer vorhat, einen Event durchzuführen, ist gehalten, sich vorher zu
erkundigen, welche Bestimmungen
zur Anwendung kommen. Schon der
Gesetzgeber verweist darauf, dass Funktionäre kompetent sein müssen und zuverlässig handeln können. Deshalb möchten wir von
dieser Stelle aus den Apell an alle Macher richten, sich bei
auftretenden Fragen oder bestehenden Ungereimtheiten
an den ADMV zu wenden, sich Auskunft in dieser oder jener
Angelegenheit zu holen. Wer nach den sportlichen Regeln
des ADMV organisiert und dann trotzdem in ein Malheur
verwickelt ist, der kann sich als Mitglied auch auf die Hilfe
des Verbandes verlassen.
Wir stehen Euch, den Mitgliedern, Freunden und Vereinen
mit Rat und Tat zur Seite. Das Gespräch miteinander ist
und bleibt ein entscheidendes Kommunikationsmerkmal,
damit wir aktuell nötige Veränderungen oder Reaktionen
auf neue Gegebenheiten – zu was auch immer – umgehend
vornehmen können. Das war und ist eine unserer Stärken
im Verband und soll es auch bleiben.
DARUM – MACHT DEN MUND AUF –
REDEN VERBINDET!
Euer Vorstand
Telefon: 030/65762930 · Fax: 030/65762931
E-Mail: info@admv.de · Internet: www.admv.de
mobil
inhalt
3/4 2014
ADMV-Motorsport-Termine (Auswahl)
22.08.
47. Speedway-Ostsee-Pokal, MSC „Wölfe“ Wittstock
23.08.
47. Speedway-Ostsee-Pokal, MC Nordstern Stralsund
24.08.
7. ADMV Classic Cup in Reinsdorf, MC Zwickau
24.08.
LVMX (Junior + Quad), PSV Schwerin
30.08.
Stockcar-Rennen in Biesenthal, MC Klosterfelde
30.08.
10.+11. ADMV-Wedemark-Rallye, MC Wedemark
30.08.
Berlin-Brandenburger Off Road Cup in Rüdersdorf, MC Woltersdorf
30.–31.08.
Monster Energy Cross Finals, MC „Motor Mitte“ Magdeburg
06.09.
11. ADMV-Rallye Grünhain, MC Grünhain
06.09.
Motocross-LM, MC Meerane
06.09.
9. Börnicher Enduro-Geländefahrt, MSC Börnichen
07.09.
Motocross-LM, MC Ludwigslust
13.09.
9. ADMV-Rallye Kurstadt Bad Schmiedeberg, MSC Bad Schmiedeberg
13.09.
Speedway-Paar-DM, MC Nordstern Stralsund
13.09.
28. Motorradgeländefahrt „Durch das Mansfelder Land“,
MC Geländesport Mansfeld-Südharz
13.09.
Int. Motorradfahrertreffen Lückendorf, MC ROBUR Zittau
13.–14.09.
LVMX (Quad + Seitenwagen), LM, Flöha-Pokal, MF Ansprung
14.09.
Motocross-LM, MC Westeregeln
20.09.
6. Sabinchenpokal/Motocross, Treuenbrietzener Krähenberg
20.09.
Speedwayrennen, MSC „Wölfe“ Wittstock
27.09.
10. ADMV-Rallye Zwickauer Land, MC Zwickau
27.09.
Motocross-LM, MC Dassow
03.10.
42. „Silberner Stahlschuh“/Speedway, MC Meißen
03.10.
LVMX (50 + 65 ccm), MC Bernauer Schleife
03.–05.10.
Classic Cup am Lausitzring, MC Classic Cup
04.10.
Speedwayrennen, MSC „Wölfe“ Wittstock
04.10.
ADMV-Seitenwagen-Classic-Cup im Motocross, MC Flöha
10.–11.10.
17. ADMV-Lausitz-Rallye, RRWC Lausitz
25.10.
5. Extremenduro/Europameisterschaft Grießbach, Getzen Rodeo. e.V.
25.10.
3-Stunden-Enduro, MC Vellahn
01.11.
11. Enduro-Novemberpokal, MC Woltersdorf
ADMV-Jubilare
in Leipzig
4–5
ADMV-Mitgliederleistungen
im Detail
6–8
43. ADMVOsterburg-Rallye
16
16. ADMV-Lausitz-Rallye 17
Motocross-WM
in Teutschenthal
Seitenwagen- und
Quad-DM in Vellahn
30–31
42
Änderungen möglich! Bitte auch die Veröffentlichungen im Internet unter www.admv.de beachten.
Impressum:
Herausgeber und Verleger:
Allgemeiner Deutscher Motorsport Verband e.V.
Köpenicker Straße 325, 12555 Berlin
Telefon: 030/65 76 29 30 · Telefax: 030/65 76 29 31
E-Mail: info@admv.de
Verantwortlich: Harald Täger
Redakteurin: Birgit Hradetzky
Alle Beiträge sind urheberrechtlich geschützt.
Nachdruck nur mit ausdrücklicher Genehmigung
der Redaktion.
Keine Haftung für unverlangt eingesandte
Manuskripte und Fotos.
„ADMV-mobil“ ist die offizielle Mitgliederzeitschrift
des ADMV e.V.
Sie erscheint drei- bis viermal im Jahr und wird allen
Mitgliedern im Rahmen ihrer Mitgliedschaft ohne
besondere Bezugsgebühr geliefert.
Abonnementsbezug auch für Nichtmitglieder möglich.
Layout, Satz, Repro: Möller Medienagentur GmbH
Druck: Möller Druck und Verlag GmbH
Verkaufspreis für Nichtmitglieder: € 1,50
Die Titelfotos zeigen: Danny Maaßen, Ilja Chalow und
Alexander Loktajew bei der Speedway-Junioren-WM in
Stralsund (B. Quaschning), Christoph Schüpbach und Kevin
van Eldik beim German TourenWagen Cup in Zolder (GTWC),
Clement Desalle bei der Motocross-WM in Teutschenthal
(K.-U. Sickert), Jiri Tosovsky bei der 16. ADMV-Lausitz-Rallye
(Cornell Hache), Helga Heinrich bei der 15. Zschopauer Classic
(©werbung-fischer.de)
Mitarbeiter dieser Ausgabe: E.-M. Becker, J. Dürr,
R. Ganske, S. Giese, A. Gorny, F. Herbig, Th. Horn, D. Klas,
K. und A. Liebscher, M. Lindner, W. Naumann, R. Näther,
St. Oldörp, H. Pfeiffer, S. Quandt, R. Schaum, M. Schulze,
Ch. Seliger, I. Sommer, P. Tonn, Th. Trienitz, R. Vollnhals,
G. Wagler, Th. Willmann, MC „Motor Mitte“ Magdeburg,
MSC Groß Schwiesow
Redaktionsschluss der nächsten Ausgabe: 31.10.2014
64. Lübbenauer
Sandbahnrennen
44–45
Speedway-Junioren-WM
in Stralsund
46
ISSN 0942-14 24
Speedway-Team-Cup
in Wittstock
49
Oldtimer-Fragebogen
63
3
verband
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3/4 2014
57 Jahre ADMV
Treffen auf der AMI in Leipzig
ADMV und AMI – irgendwie gehören
die beiden zusammen, nicht alle zwei
Jahre, wie die Auto Mobil International in
Leipzig stattfindet, aber zu Höhepunkten
durchaus. Erinnert sei an die großen, attraktiven Messeauftritte des ADMV unter
dem Motto „50 Jahre Motorsport im Osten“ (1999) oder „Zeitreise durch 50 Jahre
Motorsport im ADMV“ (2007). Einen der
kleinen, aber dennoch feinen Achtungszeichen für den ADMV setzte in diesem
Jahr vom 31. Mai bis 8. Juni die IG historische A600 im Historischen Motorsport
Club Wünschendorf e.V. Mit sieben Trabis
– originale DDR-„Rennpappen“ und nach
der Wende aufgerüstete Trabis – war der
mit dem ADMV kooperierende Verein
vertreten, rührte für sich und den ADMV
die Werbetrommel. Bekannte Namen wie
Heiko Gaida und Klaus Schumann stehen
auf den Autos.
Der Geehrte Werner Becher ist noch als Clubchef aktiv.
Die Trabi-Truppe hinterließ Spuren im
einstigen ADMV-Trabant-Lada-Racing-Cup
und in der ADAC-Haigo-Serie. Seit drei Jahren sind die Männer und Frauen in der IG
Historische A600 vereint. Mit über 20 Autos
Die IG historische A600 präsentierte sich und den ADMV auf der AMI 2014.
bereicherten sie schon Veranstaltungen
auf dem Sachsenring, Hockenheimring,
Lausitzring und Schleizer Dreieck. Wichtig
ist ihnen der Spaß und nicht das „Wettrüsten“. Die Ausschreibung/das Reglement
der „Jahresserie IG historische A600“, erstellt unter dem Dachverband ADMV, sieht
Gleichmäßigkeitswettbewerbe nach dem
DMSB-Clubsportreglement vor.
Robert Berger war in Leipzig ein gefragter Gesprächspartner. Mit 16 fuhr er
sein erstes Trabant-Rennen, mittlerweile
ist er 28 und fährt immer noch Trabant.
„Wir sind eine dufte Truppe, haben einen
großen Zusammenhalt“, berichtete der
in Roßwein beheimatete Serviceberater
einer Automobil-GmbH. Die Motorhaube
und die Fahrertür seines Autos standen
offen, unzählige Messebesucher stellten
Fragen über Fragen. Nur eine nicht „Wozu
ist das Kabel am Lenkrad gut?“ Wer die
Antwort wissen will, kann auch heute
noch fragen… Wie schnell ist so ein Trabi?
„Auf dem Sachsenring“, so Robert Berger,
„habe ich 190 km/h geschafft.“
Die AMI und den Stand der IG historische A600 nahm der am 2. Juni 57 Jahre
alt gewordene ADMV zum Anlass, Sportfreunde mit 50 und 55 Jahren Mitgliedschaft einzuladen und zu ehren. Einige
ADMV-Urgesteine fühlten sich am 4. Juni
zunächst in der Trabi-Runde pudelwohl,
bevor es zur Feierstunde in den Podelwitzer Landgasthof ging. Der ADMV-Präsident Hartmut Pfeil dankte den Gästen
für ihren Einsatz und ihre Leidenschaft auf
den Rennstrecken oder im Ehrenamt. Auf
die Rennstrecken mit Kombi und Helm
zieht es diese Generation heute eher nicht
mehr, aber ihr Wissen, ihre Geschichten
und ihr Mitwirken in den Clubs sind weiterhin gefragt.
Manfred Winterstein blickt auf 55 Jahre ADMV-Mitgliedschaft zurück. Zu seinen Stationen gehörten der Vorsitz der
ADMV-Bezirksleitung Potsdam und des
Landesverbandes Brandenburg sowie
das Amt des ADMV-Vizepräsidenten. Motorradrennsportfan Werner Becher ist seit
Jahren Vorsitzender des MC Wildbach,
Robert Berger erklärte immer wieder die Technik seines Trabant.
ADMV-Präsident Hartmut Pfeil, Erhard Günzel, ADMV-Geschäftsführer Harald Täger,
Manfred Kiklas, ADMV-Vizepräsident Frank Steinmetz, Werner Becher, Herbert Franke,
Rolf Menschner, Klaus Brummer, Manfred Winterstein (v.l.)
Fotos: Hradetzky
4
mobil
verband
3/4 2014
organisiert mit seinem Team
Veranstaltungen und hilft benachbarten Clubs bei deren
Rennen. Manfred Kiklas war
Vorsitzender des MC Coswig
und Mitglied der ADMV-Bezirksleitung Dresden bzw. des
Landesverbandes Sachsen. Der
Einladung waren auch Erhard
Günzel (MC ROBUR Zittau) und
Herbert Franke (MC Grabow)
gefolgt, die zum harten, aktiven Kern ihrer Clubs gehören.
Im vorigen Jahr wurde Klaus
Brummer 75 Jahre. Die Gratulation von Seiten des ADMV Klaus Brummer nahm mit Freude die Ehrung entgegen.
erfolgte damals leider nicht
persönlich. Nun kam der ehemalige Gekommission Straßenrennsport des ADMV
mitwirkte, nach Leipzig und Podelwitz
schäftsführer des MC Grimma, der zudem
und wurde ebenfalls ausgezeichnet. Aus
zirka 20 Jahre lang bis 1990 in der Fach-
Geburtstage
Pulsnitz reiste Rolf Menschner
an. Der Senior der Senioren –
er wird im Dezember 90 Jahre
– war bis 1990 Präsidiumsmitglied, agierte als Schatzmeister und Vizepräsident für
Touristik.
Nicht alle eingeladenen
Sportfreunde konnten an der
Feierstunde teilnehmen, um
ihre Ehrungen persönlich entgegenzunehmen. Die Treuenadeln, Urkunden und Präsente
wurden oder werden nun per
Post verschickt. Dennoch sei
diesen Sportfreunden auch auf
diesem Wege für ihre langjährige Verbundenheit mit dem ADMV herzlich gedankt.
Birgit Hradetzky
im ADMV e.V.
Juli bis Oktober 2014
50 Jahre
Martin Baron, MSC Niederschlesien Deschka
Roland Botzon, MC Mecklenburgring Parchim
Cordula Busch, MC „Nordstern“ Stralsund
Wolfgang Buske, MC Woltersdorf
Uwe Flockenhaus,
MC „Motor Mitte“ Magdeburg
Andreas Grothe, MC Wriezen
Thomas Hein, MSC „Wölfe“ Wittstock
Harald Jänicke, MSV Schorstedt
Andreas Kasper, MC Borna
Peter Möller, MC Mecklenburgring Parchim
Bernd Möntmann,
MC Mecklenburgring Parchim
Ralf Schiepan, MC Woltersdorf
Ulrich Schönwälder, MSV Schorstedt
Susanne Steinbach, Peenemünder
Motorsport- und Verkehrsschulungsverein
Carsten Vogel, RRC Freiberg
Karin Wittlerbäumer, MC Neutrebbin
Karlheinz Wittlerbäumer, MC Neutrebbin
Antje-Katharina Witschel, Seddiner See
55 Jahre
Wolfgang Behrendt, MC Boizenburg
Ronald Blaha, RRWC Lausitz
Dietmar Braun, MC Genthin
Raimund Brunner, Chemnitzer AMC
Thomas Hofmann, Drebach
Detlef Schulz, MCC Tessin
Norbert Schulze, MC Genthin
Roswitha Schütze, MC Roland Nordhausen
Andreas Weber, Oldtimerfreunde Käbschütztal
55 Jahre
Ewald Wedhorn, Groß Roge
Claudia Wuttke, MSC „Jugend“ Lübbenau
Irina Zahn, MSC Baalberge
Achim Zier, MSC Schkölen
60 Jahre
Wolfgang Buse, MSC Barth
Karl-Heinz Gävert, MC Ludwigslust
Eckhard Haut, MC „Nordstern“ Stralsund
Reinhard Hüttenrauch, MC Woltersdorf
Michael-Klaus Näther, Eggesin
Marianne Rehahn,
MSC Lutherstadt Wittenberg
Detlef Termünde, MC Bernauer Schleife
65 Jahre
Werner Becher, MC Wildbach
Gerhard Dreßler, MTC Touring Dresden
Dieter Güldner, MSC Barth
Hartmut Karras, MSC Lutherstadt Wittenberg
Birgit Korbe, Berlin
Thea Wasserstrahl, MC Touring Strasburg
Eberhard Werner, Lichtenberg
Christian Wischer,
MC „Motor Mitte“ Magdeburg
70 Jahre
Udo Bayer, Plau am See
Klaus-Dieter Engel, MC „Nordstern“ Stralsund
Peter Goldhammer, MC ROBUR Zittau
70 Jahre
Harry Schott, MC Jüterbog
Klaus-Dieter Schulze, RRWC Lausitz
Ullrich Schwarze, MC ROBUR Zittau
Willi Wunderlich, RSG Zwickau
75 Jahre
Christian Arlt, MC ROBUR Zittau
Dr. Günter Blodig, MC Köthen
Kurt Elschner, Belgern-Schildau OT Taura
Margitta Hennig, MSC Teutschenthal
Karl Heubaum, MC ROBUR Zittau
Klaus Kabisch, MC Zeitz
Peter Kalix, MC Glaubitz
Martin Neubert, Affalter
Horst Schröter, MC Dassow
Klaus Schumann, MSC Lutherstadt Wittenberg
Karsten Witte, Greifswald
80 Jahre
Horst Bachmann, MC Freital
Peter Blohm, MC Mecklenburg-Strelitz
Manfred Kiklas, Coswig
Horst Kuhrmann, MC Jessen
Joachim Odbrecht, MC Mecklenburg-Strelitz
Armin Tenzler, MC Zwickau
85 Jahre
Hans Schmollack, Jacobsdorf OT Pillgram
Ernst Seelig, MSC Dollgow
Günter Schwarz, Weißwasser
Herzlichen Glückwunsch!
Foto: Hradetzky
5
Clubleistungen
des ADMV 2014
1. Für Mitglieder:
– Pannenhilfe vor Ort oder Abschleppen bis zur nächsten Werkstatt
über die 24-Stunden-Rufnummer
030 6576 2935
– Verkehrsrechtsberatung beim Vertragsanwalt des Verbandes
– Vereinsrechtsschutz für im Auftrag des Ortsclubs
–
–
–
tätige Sportwarte, Funktionäre und Helfer (Strafrechts-,
Schadenersatz-, Sozialgerichtsrechtsschutz und Rechtsschutz bei
Ordnungswidrigkeiten)
Wildschadenbeihilfe jährlich einmal in den Staffelungen bis 130,– € (ab 3 Jahre Mitgliedschaft),
bis 77,– € (ab 2 Jahre Mitgliedschaft), bis 30,– € (ab 1 Jahr Mitgliedschaft)
Nachlass bei Reise-, Urlaubs- und Kurbuchungen über tuk International
Clubpreis für die Hauptuntersuchung inklusive UMA („TÜV“) an einer FSP-Untersuchungsstelle (Pkw/Wohnmobile bis
7,5 t/Krad)
Vermittlung von Schaden- und Wertgutachten (auch als Telegutachten) über FSP-Sachverständige
Prüfung der Flüssiggasanlagen in Wohnmobilen, Wohnanhängern und Sportbooten durch FSP-Prüfingenieure zum Clubpreis
jährlich ein kostenfreier „Fahrzeug-Urlaubs-Check“ an einer FSP-Prüfstelle
Oldtimergutachten für historische Kraftfahrzeuge durch FSP-Sachverständige zum Clubpreis
Ausstellung des ADMV-Oldtimerpasses für historische Rennfahrzeuge
–
–
–
–
–
– Clubpreis bei der Beantragung einer DMSB-Fahrerlizenz
– 15,– € ADMV-Förderung für Premium 1- und Adventure-Mitglieder, wenn eine Clubsportlizenz (C-Lizenz) über den
ADMV beim DMSB beantragt wird.
– 30,– € ADMV-Förderung für lizenzierte Sportwarte des DMSB, sofern die Lizenz über den ADMV beantragt wurde
– Ausstellung des Campingcarnets zum AvD-Clubpreis
– Clubpreis beim Abschluss einer zusätzlichen Unfallversicherung im Motorsport mit höheren Deckungssummen
(Leistungszahlungen)
– Jahresunfallversicherung für Vorstands- und Vereinsmitglieder, Helfer und Funktionäre, wenn sich der Ortsclub am
Gruppenvertrag des ADMV beteiligt
– leistungsbezogene Fördermöglichkeit für aktive Sportler
– Bereitstellung der Mitgliederzeitschrift mobil
2. Für Vereine
– Beitragsanteil für im ADMV registrierte Mitglieder des Ortsclubs
– Vermittlung günstiger Veranstaltungspflichtversicherungen (Veranstalterhaftpflicht/Teilnehmerhaftpflicht/
Teilnehmerunfall/Funktionärsunfall/Zuschauerunfall)
– Bereitstellung von Mustersatzungen, Ausschreibungsvordrucken; Vordrucke für Jahresabrechnungen
Stand: 7/2014
gemeinnütziger Vereine, Förderung von Sportlern, Entschädigung von ehrenamtlich tätigen Sportwarten u.ä.
–
–
–
–
Genehmigung von lizenzpflichtigen Clubsport- sowie lizenzfreien Breiten- und Tourensportveranstaltungen durch den ADMV
Hilfe mit Rat und Tat bei verbands-, satzungs- und finanzrechtlichen Fragen
Ehrung bei Vereins-, Veranstaltungs- und Gründungsjubiläen
Vermittlung von Fahrsicherheitstraining
und/oder Verkehrsteilnehmerschulung (als Gruppe)
mobil
verband
3/4 2014
Leistungsbeschreibung
Sondermitgliedschaften des ADMV:
Premium 1, Premium 2, Adventure
1. Allgemeine Übersicht
1.1 Die Mitgliedschaft Premium 1 enthält:
– Clubleistungen des Verbandes (ADMV)
– bei Fahrzeugpanne Hilfe am Schadenort (in
Deutschland) oder Abschleppen zur Werkstatt und Erweiterung auf Schutzbriefleistungen sowie Krankenrücktransport (weltweit)
– Auslandsreisekrankenversicherung
– Jahresunfallversicherung im Motorsport
1.2 Die Mitgliedschaft Premium 2 enthält:
– Clubleistungen des Verbandes (ADMV)
– bei Fahrzeugpanne Hilfe am Schadenort (in
Deutschland) oder Abschleppen zur Werkstatt und Erweiterung auf Schutzbriefleistungen sowie Krankenrücktransport (weltweit)
– Auslandsreisekrankenversicherung
1.3 Die Mitgliedschaft Adventure enthält:
– Clubleistungen des Verbandes (ADMV)
– bei Fahrzeugpanne Hilfe am Schadenort (in
Deutschland) oder Abschleppen zur Werkstatt
– Jahresunfallversicherung im Motorsport
1.4 Der ADMV veröffentlicht jährlich die aktuellen Clubleistungen des Verbandes. Die Leistungen sind differenziert; sie sind entweder
im Mitgliedsbeitrag enthalten oder es werden
finanzielle, praktische oder organisatorische
Vorteile bei Inanspruchnahme gewährt.
Die Clubleistungen sind Bestandteil jeder Mitgliedschaft.
1.5 Immer ist bei Fahrzeugpanne oder Unfall
über die Rufnummer
0049 – (0)30 – 6576 2935 (Notrufzentrale des
AvD) Hilfe anzufordern. Nur über diesen Kontakt können Details der Hilfe abgeklärt, persönliche Anfragen oder Wünsche in der Leistungsgewähr entgegen genommen werden.
Für Unfälle bei der Ausübung des Motorsports
gelten weitere Bestimmungen (siehe 4.).
2. Details der Versicherungsleistungen bei Panne oder Unfall;
„Weltweite Schutzbriefleistungen
und Krankenrücktransport“
2.1 Der Schutz besteht bei der Nutzung folgender Fahrzeuge durch das Mitglied: Krafträder
mit mehr als 50 ccm Hubraum; als Pkw zugelassene Fahrzeuge (keine Mietwagen, Taxen und
Selbstfahrervermietfahrzeuge) sowie Campingfahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht
von bis 4 t; jeweils unter Einschluss mitgeführter
Wohn-, Gepäck- oder Bootsanhänger.
2.2 Nicht geschützt sind „Schrottfahrzeuge“
oder von der Polizei beschlagnahmte/sichergestellte Fahrzeuge; Fahrzeuge der gewerbsmäßigen Personenbeförderung; Fahrzeuge zum
Zweck der Probe- oder Überführungsfahrt (z.B.
mit rotem Händlerkennzeichen).
2.3 Bei einem Unfall (plötzliches Ereignis, unmittelbar auf das Fahrzeug von außen einwirkende
mechanische Gewalt) oder einer Panne (Brems-,
Betriebs- oder Bruchschaden) in Deutschland
wird Pannenhilfe durch den AvD-Pannenhelfer
oder AvD-Servicepartner vor Ort gewährt. Wenn
die Hilfe am Ereignisort nicht möglich ist, erfolgt
die kostenfreie Abschlepphilfe zur nächsten
geeigneten Werkstatt oder zum gewünschten,
in gleicher Entfernung liegenden, Ort. Gepäck
oder Ladung werden ebenfalls transportiert.
Tiere oder gewerbliche Ladungen werden dann
nicht transportiert, wenn diese nicht mit dem
selbigen Fahrzeug zusammen mitgenommen
werden können.
2.4 Der weltweite Versicherungsschutz in den
Mitgliedschaften Premium 1 und 2 umfasst:
– Bergung des Fahrzeuges nach Panne oder
Unfall
– Leistungen nach Fahrzeugausfall (Weiteroder Rückfahrt)
– Fahrzeugabholung nach Fahrerausfall
– Krankenrücktransport und Rückholung von
Kindern
– Ist das Fahrzeug auf das Mitglied zugelassen, besteht der Leistungsanspruch auch bei
Diebstahl.
Die Leistungsgewähr gilt für jede Abwesenheit vom ständigen Wohnsitz, jedoch bis zur
Höchstdauer von fortlaufend 6 Wochen.
2.5. Der weltweite Versicherungsschutz in den
Mitgliedschaften Premium 1 und 2 beinhaltet
diese Leistungen im Detail:
– Bergung des Fahrzeuges nach Panne oder
Unfall
– Fahrzeugunterstellung nach Fahrzeugausfall
– Weiter- oder Rückfahrt nach Fahrzeugausfall
(wenn das zum Zeitpunkt des Ereignisses
geführte Fahrzeug nach Panne oder Unfall nicht fahrbereit oder gestohlen ist, am
selben Tag nicht fahrbereit gemacht oder
gefunden werden kann) zum ständigen
Wohnsitz oder zum Zielort; erstattet werden pro Person Bahnfahrtkosten 1. Klasse,
ab 1000 km Entfernung (einfache Strecke)
Linienflugkosten und Fahrkosten öffentliche
Verkehrsmittel bis 50,– €. Liegen Schadenoder Zielort außerhalb Europas, beläuft sich
der Höchstbetrag für diese Leistungen und
Fahrten aller Personen auf 10.000,– €.
– Übernachtung bei Fahrzeugausfall (1–3
Nächte; je bis 75,– € je Person/Nacht, sowie
bis 50,– € für öffentliche Verkehrsmittel)
– Mietwagen bei Fahrzeugausfall (Ist das Fahrzeug nach Panne oder Unfall nicht fahrbereit
oder wurde gestohlen, werden die Kosten
für einen Selbstfahrmietwagen bis höchstens 7 Tage/ maximal 60,– € je Tag erstattet.)
– Ersatzteilversand
– Fahrzeugtransport nach Fahrzeugausfall
(Kann das Fahrzeug nicht innerhalb von 3
Werktagen fahrbereit gemacht werden oder
übersteigen die voraussichtlichen Reparaturkosten im Ausland im Vergleich mit hiesigen Aufwendungen, sorgt der AvD für den
Transport des Fahrzeuges in eine Werkstatt
oder zum Wohnsitz). Zum Leistungsumfang
gehört auch der Transport der berechtigten
Insassen zum Wohnsitz des Mitgliedes.
– Fahrzeugunterstellung nach Diebstahl (Kostenübernahme bis 2 Wochen)
– Schlüsselhilfe (Übernahme der Beschaffungskosten für Ersatzschlüssel, nicht für die
Herstellung der Ersatzschlüssel selbst)
– Fahrzeugverzollung und -verschrottung (Verfahrensgebühren bei Verzollung nach Unfall
oder Diebstahl; Verschrottungskosten)
– Fahrzeugabholung nach Fahrerausfall (bei
länger Krankheit mehr als 3 Tage oder Tod
des Mitgliedes, Kosten bzw. Aufwendungen
der Rückholung; 50 Cent je Kostenersatz je
Entfernungskilometer Ereignisort/Wohnsitz;
Bahnfahr- und Übernachtungskosten)
– Krankenrücktransport (Muss das Mitglied
bei einer Auslandsreise auf Grund eigener
Erkrankung zum ständigen Wohnsitz zurück
transportiert werden, werden die Kosten
übernommen, ebenso, wenn medizinisch
notwendig oder behördlich vorgeschrieben
ein Arzt oder Sanitäter anwesend sein muss.
Übernachtungskosten bis 3 Nächte/bis 75,–
€ je Person/Nacht)
– Such-, Rettungs- und Bergungskosten (Aufwendungen bei Suche des Mitgliedes nach
Unfall bis 2.500,– €)
– Krankenbesuch im Ausland (Aufwendung
für eine nahe stehende Person bis höchstens
550,– €)
– Rückholung von Kindern (Kann das Mitglied
wegen Erkrankung oder Tod nicht für die
mitreisenden Kinder unter 16 Jahren sorgen,
werden die Aufwendungen für die Rückfahrt
zum ständigen Wohnsitz einschließlich Begleitperson übernommen.)
– Hilfe im Todesfall (Überführung oder Bestattung im Ausland, bis 10.000,– € Aufwendungen)
– Vorzeitige Heimreise (vorzeitiger Abbruch
der Reise wegen Erkrankung, schwerer Verletzung, Tod eines Angehörigen, erheblicher
Schaden am Vermögen, Erstattung der Aufwendungen bis 2.500,– €)
– Hilfe in besonderen Notfällen (unvorhersehbarer Schaden an Gesundheit oder Vermögen; organisatorische Maßnahmen bis
500,– €)
– Dokumentenverlust (Aufwendung für Gebühren bis 260,– €)
– Arzneimittel- und Brillenversand (Übernahme von bestimmten Aufwendungen zur
Aufrechterhaltung oder Wiederherstellung
der Gesundheit)
– Haustierrückholung (Ist keine Versorgung
des mitgeführten Hundes/der Katze auf
Grund Krankheit/Tod möglich, erfolgen Organisation der Unterbringung, Versorgung
und Heimtransport.)
– Reiserückruf (Organisation der Ausstrahlung
eines Reiserückrufs durch den Rundfunk)
– Strafverfolgung (Wird das Mitglied bei der
Auslandsreise verhaftet oder droht Haft,
werden Gerichts-, Anwalts- und Dolmetscherkosten bis 2.500,– € sowie bei einer
Strafkaution bis 15.000,– € vorgestreckt.)
– Benachrichtigung von Angehörigen auf
Wunsch des Mitgliedes (bei Notlage)
– Telefonkosten (bis 25,– € je Schadenfall)
– Naturkatastrophe (Erstattung von bestimmten Aufwendungen, wenn auf Grund von
7
verband
nicht vorhersehbaren Ereignissen, z.B. Erdbeben oder Lawinen, die Reise nicht fortgesetzt werden kann)
– Zusätzliche Kfz-Haftpflichtversicherung im
Ausland (Befriedung begründeter und Abwehr unbegründeter Schadenersatzansprüche; Versicherungssumme je Schadenereignis/Höchstgrenze 1,5 Mio. €)
2.6 Der weltweite Krankenrücktransport wird
über den AvD-Gruppenvertrag mit der Allianz
abgesichert. Die Leistung des Krankenrücktransportes muss medizinisch notwendig oder
medizinisch sinnvoll sein. Der Krankenrücktransport erfolgt auch dann, wenn die Verletzung nicht bei einem Verkehrsunfall, sondern
Sportunfall eintritt.
3. Details der
Versicherungsleistungen
„Auslandsreisekrankenversicherung“
3.1 Versicherungsschutz besteht für alle vorübergehenden Auslandsaufenthalte, wobei ein einzelner Aufenthalt die Dauer von 6 Wochen nicht
überschreiten darf. Im ADMV besteht dieser Versicherungsschutz für das Mitglied; sind auf dem
Mitgliedsantrag Ehegatte oder Lebensgefährte
und/oder minderjährige Kinder unter selbiger
Wohnanschrift eingetragen, gilt der Versicherungsschutz auf diesen Personenkreis erweitert.
Mit dem Wegzug der versicherten Person aus der
BRD endet dieser Versicherungsschutz.
3.2 Umfang der Leistungspflicht/erstattungsfähig sind:
– ärztliche und zahnärztliche Leistungen
– Arzneimittel, Heilmittel
– stationäre Heilbehandlungen in einem Krankenhaus (ärztliche Leistungen, Unterkunft,
Verpflegung)
– medizinisch notwendige Transporte zum
nächstgelegenen/geeigneten Krankenhaus
oder Notfallarzt
– ärztlich angeordneter Rücktransport in die
Heimat; auch für die Begleitperson (sofern
medizinisch erforderlich)
– Bestattungs- oder Überführungskosten
(Überführung des Verstorbenen oder Bestattung am Sterbeort bis 12.000,– €)
3.3 Ebenso werden Assistance Leistungen gewährt:
– Organisation des Rücktransportes der versicherten Person
– Benennung eines Arztes vor Ort
– Kontaktaufnahme zum Hausarzt
– Information der Angehörigen/des Arbeitgebers
3.4 Einschränkungen oder die Verweigerung
der Leistungspflicht bestehen:
– wenn Krankheit, Unfallfolgen oder deren
Heilbehandlung alleiniger Grund des Auslandsaufenthaltes waren
– wenn Krankheiten, deren Folgen, Folgen
von Unfällen oder vorhersehbare Unruhen
bzw. Kriegsereignisse vor Antritt der Reise
bekannt oder vorhersehbar sind, oder der
Grund der Reise sich nur daraus ableitet; der
Tod eines Ehegatten oder Verwandten ersten Grades bleibt von diesen Einschränkungen ausgenommen
– bei auf Vorsatz beruhenden Krankheiten/
Unfälle; ebenso Entzugs- und Entwöhnungsbehandlungen
– bei Behandlung geistiger oder seelischer
Störungen; Untersuchungen der Schwan-
8
mobil
gerschaft oder Schwangerschaftsabbruch;
Zahnersatz oder Kieferorthopädie; Kur- oder
Sanatoriumsbehandlung; eine durch Pflegebedürftigkeit oder Verwahrung bedingte
Unterbringung
3.5 Die Auszahlung oder Bezahlung der Leistungen übernimmt der Versicherer. Die Höhe
der Überführungs- oder Bestattungskosten
(siehe 3.2) ist beschränkt. Folgende Nachweise
sind zu erbringen:
– Originalbelege
– Name/Anschrift des Ausstellers, Ausstellungsdatum, Vor- und Zuname der behandelnden Person
– Bei ärztlichen/zahnärztlichen Rechnungen
zusätzlich: Krankheitsbezeichnung, Spezifikation der Leistungen, Behandlungskosten
und -daten
– Bei Krankenhausrechnungen zusätzlich: Aufnahme- und Entlassungsdatum, Krankheitsbezeichnung, Spezifikation der Leistungen
– Bei Arznei- oder Heilmittelbezug zusätzlich:
Art, Menge, Preis, Bezugsdatum
In ausländischer Währung entstandene Kosten
werden zum Tageskurs erstattet (Eurowechselkurs der Europäischen Zentralbank).
Die Belege der Abrechnung werden Eigentum
des Versicherers.
4. Details der
Versicherungsleistungen
„Jahresunfallversicherung
im Motorsport“
4.1 In den Mitgliedschaften Premium 1 und
Adventure ist der Unfallversicherungsschutz
für das Mitglied mit diesen Leistungen vom
01.01. oder Beginn der Mitgliedschaft bis 31.12.
enthalten:
Vollinvalidität
=
64.000,– €;
Invalidität
=
32.000,– €;
Bergungskosten
=
3.000,– €;
Heilkosten
=
2.500,– €;
Sofortleistung bei
schweren Verletzungen
=
2.000,– €;
Todesfallleistung
=
16.000,– €
4.2 Die Leistungen werden gewährt, wenn der
Unfall bei einer genehmigten Veranstaltung
(Training oder Wettbewerb, Rahmenprogramme motorsportlicher Events) unter Achtung
der Auflagen bzw. der organisatorischen Mindestanforderungen des Organisators passiert.
4.3 Ansprüche aus der Unfallversicherung sind innerhalb von 12 Monaten, gerechnet ab dem Unfalltag, geltend zu machen. Der ADMV empfiehlt,
auch bei „kleineren Unfällen/kleineren Verletzungen“ eine Unfallmeldung (ausgestellt durch den
Organisator/Veranstalter; Vordruck des ADMV)
einzureichen, damit zu einem späteren Zeitpunkt
die Nachvollziehbarkeit gewährleistet ist.
4.4 Lizenznehmern wird empfohlen, die speziellen Bestimmungen und Obliegenheiten für
Unfallleistungen aus dem „DMSB-Fahrerlizenzvertrag“ zu beachten. Im Weiteren wird empfohlen, bei häufigen Motorsportaktivitäten die
Leistungen (Deckungssummen gemäß 4.1)
durch einen zusätzlichen Vertrag zu erweitern.
5. Obliegenheiten, Ausschlüsse,
Beitragszahlung
5.1 Die Bedingungen sind immer im Einzelnen
zu beachten; das gilt auch für die Erfüllung der
Obliegenheiten.
3/4 2014
Wenn eine Obliegenheit verletzt wird, ist der
ADMV (bzw. der zuständige Versicherungspartner) von der Verpflichtung der Leistungsgewähr frei. Die Nichterfüllung einer Obliegenheit kann damit die Leistungsfreistellung oder
Leistungskürzung in Teilen oder im gesamten
Umfang beinhalten.
5.2 Zu den Obliegenheitspflichten gehören:
– korrekte persönliche Angaben; ebenso zum
Wohnort bzw. ständigen Aufenthalt
– Meldung der Panne oder des Unfalls ohne
Zeitverzug
– Anforderung der Hilfe über die Rufnummer
0049 – (0)30- 6576 2935.
– Meldung einer Krankenhausbehandlung innerhalb von 48 Stunden (auch durch Angehörige)
– Auskunftspflicht des Mitgliedes (versicherte
Person) gegenüber dem Versicherer (personenbezogene Gesundheitsdaten, Entbindung der Schweigepflicht)
– Zulassung der Untersuchung durch einen
von der Versicherung beauftragten Arzt
– Bei Unfällen in Ausübung des Motorsports
ist gegenüber dem ADMV eine Unfallmeldung (gemäß Vordruck) einzureichen.
– Die fristgemäße Zahlung des Mitgliedsbeitrages im jeweiligen Kalenderjahr hat im
ADMV den Status einer Obliegenheit.
5.3 Für Mitglieder ab vollendetem 70. Lebensjahr ist für die Auslandsreisekrankenversicherung eine Zuzahlung notwendig.
6. Langfassungen
der Versicherungsinhalte; Verträge
Der ADMV hat mit den Partnern AvD, DMV und
DIVAL Gruppenverträge abgeschlossen, welche die Gewährleistung und günstige Handhabung der jeweiligen Versicherungsinhalte
garantieren. Die wichtigsten Leistungsinhalte
sind in dieser vorliegenden Verbandsdokumentation erfasst und erklärt. Im Zweifelsfall und in
der vertragsrechtlichen Form gelten die inhaltlichen Langfassungen der einzelnen Verträge
und die dazugehörigen allgemeinen Versicherungsbedingungen. Auf Wunsch können die
Langfassungen der einzelnen Versicherungsbestimmungen dem Mitglied zur Verfügung
gestellt werden.
7. Wichtige Telefonnummern
– ADMV-Hauptgeschäftsstelle:
0049 - (0)30 - 6576 2930
für jeglichen Mitgliederdienst
– 24-Stunden-Pannendienst:
0049 - (0)30 - 6576 2935
für Panne oder Unfall in Deutschland; Panne
oder Unfall im Ausland; Anforderung Leistungen aus der Auslandsreisekrankenversicherung
– zusätzlicher Service bei Auslandsreiskrankenversicherungsleistungen:
0049 - (0)511 - 5701 2400 (Vertragsnummer 33 76 483-9 bzw. 33 76 445-6 angeben)
– Zusätzlicher Service bei Motorsportunfällen:
0049 - (0)69 - 6950 020
Zur Beachtung: Organisationsfassung des
ADMV für Mitglieder!
Im vertragsrechtlichen Sinn gelten die Originalfassungen/Originalbestimmungen gemäß Pkt. 6.
Stand, Juli 2014
mobil
3/4 2014
ADMV-Antrag
Mitgliedsnummer
Aufnahmegebühr 5 Euro (einmalig)
(Bitte Antrag lesbar in Druckbuchstaben ausfüllen)
(Mandatsreferenz)
(Mitgliedsnummer bei Änderungs- oder Ergänzungsantrag einsetzen)
Achtung! Einreichung immer im Original!
Name, Vorname
Geburtsdatum
Straße, Nr.
Telefon (bitte mit Vorwahl)
PLZ, Wohnort
E-Mail
Ausführung 2014
ADMV e.V.
Köpenicker Str. 325
12555 Berlin
Neumitgliedschaft
Ich wurde geworben von:
Person
Ortsclub
Mitgliedsnummer bzw. Name und Anschrift des Werbers
Änderungsantrag
Zahlungsart für den Jahresbeitrag
SEPA-Lastschriftsmandat für alle
Direkt- und Sondermitgliedschaften, oder
bei Ortsclubmitgliedschaft
Hiermit ermächtige ich den ADMV/Ortsclub Zahlungen von meinem Konto mittels
Lastschrift einzuziehen. Zugleich weise ich mein Kreditinstitut an, die vom
ADMV/Ortsclub auf mein Konto gezogenen Lastschriften einzulösen. Ich kann
innerhalb von 8 Wochen, beginnend mit dem Belastungsdatum die Erstattung des
Betrages verlangen. Es gelten die mit meinem Kreditinstitut vereinbarten Bedingungen.
Meine Bankverbindung:
IBAN
Mobil
Ergänzungsantrag
Wichtig: Wenn der Antragsteller nicht Inhaber des vorgenannten Kontos ist, bitte hier den Namen des Kontoinhabers einsetzen.
Name
Vorname
Satzungsauszug Artikel 4: Ein Neumitglied kann erst nach zweijähriger Mitgliedschaft zum 31.12. kündigen. Für Kinder/Schüler gilt die
einjährige Kündigungsfrist
Zutreffendes bitte ankreuzen
DE
BIC
Datum
Name des Kreditinstituts
Zur Beachtung: Beiträge für alle Direkt- und Sondermitgliedschaften sind immer im ADMV per Lastschrifteinzug zu entrichten. Ortsclubmitglieder können bei einer Standardmitgliedschaft
im Ortsclub bezahlen.
Unterschrift für die Einzugsermächtigung Datum
Nur für Ortsclubmitgliedschaften
Überweisung
Barzahlung
RA Pfeil & Noczinski
Unterschrift
des Antragstellers
Unterschrift des
Erziehungsberechtigten
bei Minderjährigen
Beim Änderungs- oder Ergänzungsantrag bitte die bisherige
Mitgliedsnummer eintragen. Die gewünschte neue Mitgliedschaftsform ankreuzen.
Rechtsanwaltskanzlei
Wolfgang Korbe &
RA Andreas Nessler
§§ §§
Danziger Straße 2
10435 Berlin
Tel.:
030/44 05 39 24
Telefax: 030/4 41 62 07
E-Mail: RA-Pfeil-Hartmut@t-online.de
Tätigkeitsschwerpunkte (ausgewählt)
r 7FSLFISTSFDIU
r 4USBGVOE0SEOVOHTXJESJHLFJUFOSFDIU
r ;JWJMVOE'BNJMJFOSFDIU
r .JFUVOE"SCFJUTSFDIU
r 7FSFJOTSFDIU
Verkehrsrechtsberatung für ADMV-Mitglieder
Danziger Straße 195
10407 Berlin
Tel.:
030/42 85 22 22
Telefax: 030/42 85 22 20
&.BJM 8,PSCF!BPMDPN
Tätigkeitsschwerpunkte (ausgewählt)
r *OTPMWFO[FO
BC&VSP7FSCJOEMJDILFJUFO
r 7FSFJOTSFDIU
Verkehrsrechtsberatung für ADMV-Mitglieder
9
mobil
ADMV-Premium 1
Ausführung 2014
Vollmitglied
65,– €
Familienmitgliedschaft
86,– Euro
Ermäßigt
28,– Euro
t "%.7$MVCMFJTUVOHFOJOLMVTJWF1BOOFOIJMGFWPS
Ort und/oder Abschleppen bis zur nächsten Werkstatt
89,– €
t"%.7$MVCMFJTUVOHFOJOLMVTJWF1BOOFOIJMGF
vor Ort und/oder Abschleppen
bis zur nächsten Werkstatt
tJahresunfallversicherung im Motorsport
48,50 Euro
t"%.7$MVCMFJTUVOHFOJOLMVTJWF1BOOFOIJMGFWPS
Ort und/oder Abschleppen bis zur nächsten Werkstatt
t"%.7$MVCMFJTUVOHFO
tXFMUXFJUF4DIVU[CSJFøFJTUVOHFOTPXJF
Krankenrücktransport nach Deutschland und
Auslandsreisekrankenversicherung (bis 70 J.)
ADMV-Adventure
ADMV-Standardmitgliedschaft
105,– €
t"%.7$MVCMFJTUVOHFO
tXFMUXFJUF4DIVU[CSJFøFJTUVOHFOTPXJF
Krankenrücktransport nach Deutschland und
Auslandsreisekrankenversicherung (bis 70 J.)
t+BISFTVOGBMMWFSTJDIFSVOHJN.PUPSTQPSU
ADMV-Premium 2
3/4 2014
t "%.7$MVCMFJTUVOHFOJOLMVTJWF1BOOFOIJMGFWPS
Ort und/oder Abschleppen bis zur nächsten Werkstatt
Schüler (bis Beendigung der Schulzeit)
t "%.7$MVCMFJTUVOHFO
20,– Euro
Auslandskrankenversicherung
für Senioren (optional)
für das Mitglied über 70 Jahre
für die Familie über 70 Jahre
20,– €
40,– €
Zutreffendes bitte ankreuzen
Informationen zu
Angehörigen bzw. Lebensgefährten
Bei gleichzeitiger
Ortsclubmitgliedschaft
Ausfüllen bei Familienmitgliedschaft, Premium 1 oder Premium 2.
Name
Vorname
Geburtsdatum
Name des Clubs
Ehegatte, Lebensgefährte
Datum
Kind
Unterschrift Vorstandsmitglied
Kind
geburtstag
Kind
10
Stempel
Kaum zu glauben!
Am 29. Juni beging Birgit Hradetzky ihren 60. Geburtstag. Birgit ist gelernte Journalistin und arbeitete bis zur „letzten Stunde“ 1991 für die damals in der DDR beliebte
Fachzeitschrift „Illustrierter Motorsport“. Nach dem Weggang der Redaktion von Berlin nach Hamburg und dem dann folgendem aus der Zeitschrift, heuerte Birgit in Vollzeit beim ADMV an. Nach 4 Jahren musste der ADMV personell umstrukturieren, zog
von Mitte nach Köpenick; Birgit arbeitete danach als selbstständige Journalistin, ehe
sie dann zum ADMV zurückkehrte. Sie ist allen Mitgliedern und Clubs bekannt und
im Verband für das Mitgliederwesen zuständig. Zusätzlich steckt sie sehr viel Energie
und Zeit in die redaktionelle Arbeit der Mitgliederzeitschrift mobil, die ununterbrochen seit 1991 erscheint, hält Kontakt zu den freien Mitarbeitern oder Presseverantwortlichen der Vereine. Birgit hat 3 Söhne, und wie das Leben so spielt, ist sie bereits
Oma. Wir sagen herzlichen Dank für die fleißige Arbeit, wünschen persönlich alles
Gute, Gesundheit und ein langes Leben.
Vorstand ADMV
mobil
verband
3/4 2014
MC Dassow e.V. im ADMV
Viel Schwung auch neben der Crossbahn
Große Ehre für den MC Dassow. Der
Verein trägt in diesem Jahr erstmals einen Motocross-Landesmeisterschaftslauf
aus. Am 27. September kommen die besten Senioren (ab 35 Jahre) und Fahrer in
der Schülerklasse A 50 ccm nach Dassow.
Dann geht es um Punkte für die Motocross-Landesmeisterschaft MecklenburgVorpommern und Berlin/Brandenburg
sowie um den Sieger des 3. MX Dornbuschpokals.
„Das ist eine Riesensache für uns. Ich
freue mich sehr darüber“, sagt der Vorsitzende des MC Dassow, Maik Lietz. „Wir
haben lange darauf hingearbeitet und
wurden sicherlich auch manchmal belächelt, aber wer sich die Entwicklung unseres Vereins in den letzten drei Jahren
anschaut, wird feststellen, dass wir uns
enorm weiter entwickelt haben und es
ernst meinen.“ In einigen Dingen, so Maik
Lietz weiter, habe der
MC Dassow andere
Motorsportvereine
sogar überholt. „Zum
Beispiel in Sachen
Transparenz und Vereinsleben. Und auch
bei der Jugendarbeit sind wir gut aufgestellt.“ Die Mischung zwischen Jung und
Alt stimme seiner Meinung nach. „Viele
Aufgaben übernehmen die Mitglieder
freiwillig, was ein gesundes Vereinsleben
fördert“, so der Vorsitzende, der auf der
diesjährigen Jahreshauptversammlung in
seinem Amt bestätigt wurde. Seinen Bruder Ralf haben die Mitglieder erneut als 2.
Vorsitzenden gewählt. Peter Tonn bleibt
Geschäftsführer. Neu im Vorstand sind
Andreas Horn als Kassenwart und Axel
Rudolph als Sportleiter. Jörg Harms ist
Schriftführer, Ronny Tischmann-Eichberg
Jugendwart.
1. Vorsitzender Maik Lietz
Neues Banner der MCD Motorsportjugend
Geschäftsführer Peter Tonn
Seit Ende April hat der Verein auch eine
Jugendvertretung. Bei ihrer Jahreshauptversammlung haben die Mitglieder einstimmig beschlossen, eine Motorsportjugend zu gründen. Das erste Treffen – der
1. Jugendtag – fand bereits statt. Insgesamt 18 Kinder und Jugendliche waren
der Einladung von Jugendwart Ronny
Tischmann-Eichberg und Übungsleiter
Ralf Lietz gefolgt. Eines ihrer ersten Handlungen war die Gründung eines Jugendteams. Es trägt den Namen „MCD Jugend“.
Carolin Schümann und Niklas Lietz wurden als Jugendvertreter gewählt. Sie sollen die Interessen der Gruppe für Mitglieder bis 26 Jahre gegenüber dem Vorstand
vertreten. Mit dem deutschen Ölhersteller
LIQUI MOLY hat die Motorsportjugend für
drei Jahre sogar einen Sponsor gewinnen
können, freut sich
Geschäftsführer Peter Tonn. „Er stellt uns
jährlich erhebliche
Mittel für den Sport
zur Verfügung.“ Auch
aus der Region unterstützen Sponsoren den MC Dassow,
so Tonn. Dank ihrer Hilfe habe der Verein
schon in diesem Jahr einen „erheblichen
Anteil beim Umbau unserer Strecke geleistet“, wofür sich Tonn bedanken möchte. Der erste Teilumbau der Strecke sei dadurch bereits abgeschlossen.
Der Verein engagiert sich aber nicht nur
im Motorsport. So richtet er jährlich im
Februar das traditionelle „Fußballturnier
der Motorsportler“ aus und am 30. August
dieses Jahres wird der Verein ein großes
Sommerfest mit Dornbusch-Fahrradcross
für jedermann organisieren. An diesem
Tag feiert der Verein auch sein 10-jähriges
Bestehen mit dem Namen MC Dassow e.V.
Steffen Oldörp, freier Journalist
Auch der Nachwuchs wirbelt auf dem zirka 1200-Meter-Kurs.
Fotos: MC Dassow (2), Jörg Harms
11
verband
mobil
3/4 2014
Peenemünder Motorsport- und Verkehrsschulungsverein
„Mehr Akzeptanz gegenüber
Behinderten im Straßenverkehr“
Die nunmehr 12. Veranstaltung unter dem o.g. Motto fand am 21. Juni auf
dem Trainingsgelände des Peenemünder
Motorsport- und Verkehrsschulungsvereins e.V. statt. Einhundert Sehbehinderte
mit ihren jeweiligen Begleitern aus ganz
Deutschland waren nach Peenemünde
gekommen. Der älteste Teilnehmer, der
91-jährige Richard Wagner aus dem Elsass,
fuhr zum allerersten Mal in seinem Leben
alleine Auto. Eröffnet wurde die Veranstaltung von der Landrätin des Landkreises
Vorpommern-Greifswald, Frau Dr. Barbara
Syrbe. Als Gast wurde auch der Bürgermeister der Gemeinde Karlshagen, Herr
Christian Höhn begrüßt.
Dieses „Geschoss“ durfte auch
ohne Führerschein gefahren werden.
Neben den vielen Fahrschulwagen aus
dem Landkreis Vorpommern-Greifswald,
der Hansestadt Greifswald und Nordvorpommern standen auch wieder Motorräder von Mitgliedern des Peenemünder
Motorsport- und Verkehrsschulungsvereins zu Verfügung, um den gehandicapten Menschen eine Mitfahrt zu ermöglichen. Eine besondere Überraschung für
Zur feierlichen Eröffnung kamen auch Mitorganisatorin Ina Löschke (selbst stark sehbehindert),
Landrätin Dr. Barbara Syrbe und Bürgermeister von Karlshagen Christian Höhn.
die Betroffenen war jedoch der FahrschulLkw von der Fahrschule Müller aus Zinnowitz. Die Schlange vor dem Lkw riss nicht
ab, denn wann kommt man schon einmal
in den Genuss, ohne gültige Fahrerlaubnis
Lkw zu fahren.
Des Weiteren erhielten alle Besucher
die Möglichkeit, sich beim sogenannten
„Finster-Essen“ zurechtzufinden und wie
man ohne die Sehkraft mit Messer und
Gabel zurechtkommt. Blindenführhunde
konnten bei ihren Vorführungen beobachtet und getestet werden. An einer speziell für Sehbehinderte und Blinde gebauten Tischtennisplatte wurde Tischtennis
gespielt, und auch das DRK war mit einer
Erste-Hilfe-Strecke vor Ort.
Die kulinarische Versorgung war
während der gesamten Veranstaltung
gewährleistet und wurde ausgiebig genutzt. Der Erlös aus dem Verkauf von
selbst gebackenem Kuchen und einer
Sammelaktion der Teilnehmer, aufgerundet auf 500 Euro, wurde der Schule am
Stettiner Haff gespendet, einer Schule
mit dem Förderschwerpunkt für geistige
Entwicklung.
Neben der Ostsee-Zeitung berichtete
der NDR-Hörfunk über die Veranstaltung.
Am Ende waren sich Organisatoren und
Teilnehmer einig, dass es auch im nächsten Jahr eine Fortsetzung der Veranstaltung geben sollte.
Sabine Quandt,
Vorsitzende Peenemünder
Motorsport- und Verkehrsschulungsverein e.V. im ADMV
Hilfe wurde liebevoll gegeben.
Mit 91 Jahren fuhr Richard Wagner zum ersten Mal selbst Auto.
Die „Neubrandenburger Stadtfanfaren“ durften nicht fehlen.
Fotos: Peenemünder Motorsport- und Verkehrsschulungsverein
12
mobil
autocross
3/4 2014
Danny Giese vor Jens Bastian und Steve Moldenhauer
Kevin Kluck vor Chris Jänecke
Automobil-Offroad-Event in Biesenthal
Volle Fahrerfelder und
spannende Rennen
Nach mehreren Bewerbungen ist es
dem MC Klosterfelde in diesem Jahr gelungen, die Offroad-Szene „Interessengemeinschaft Lausitzpokal“ (ILP) und den
„Trabant-Cross-Cup“ nach Biesenthal/
Brandenburg zu holen. In zehn Klassen
fahren Trabis, Tourenwagen oder Buggys
auf losem, sandigen Untergrund in drei
Läufen und einem Finale um Punkte, Plätze und den Sieg.
Dieses Offroad-Event fand auf der Biesenthaler Rennstrecke „In den Wukuhlen“
am 7. und 8. Juni statt. Am Start waren
auch sechs Clubmitglieder. Kelvin Kluck
aus Brunow gelang genau wie dem 2. Vorsitzenden René Schlöffel der Gesamtsieg
mit der Höchstpunktzahl der jeweiligen
Klasse. Kelvin startete mit seinem Suzuki
Swift GTI in der Klasse 3, Serientourenwagen bis 1600 ccm und auch der Bernauer
René Schlöffel pilotierte einen Suzuki, allerdings in der Klasse 7, Allrad getriebene
Fahrzeuge.
Die vier anderen Clubmitglieder starteten als direkte Konkurrenten in der Klasse
5, Serientourenwagen ohne Begrenzung.
In den ersten beiden Läufen konnte Danny
Giese auf seinem Ford Escort einen dritten
und einen vierten Platz einfahren. Auch
den dritten Lauf hätte er ähnlich beenden
können, wenn ihn nicht ein Überschlag
zur Aufgabe gezwungen hätte. Auch Uwe
Wagner konnte wegen technischer Probleme an seinem Opel Astra den ersten
Platz aus dem ersten Lauf nicht wiederholen, sondern musste sich mit den Plätzen 8
und 7, sowie 7 im Finale zufrieden geben.
So war mit einem fünften Finalplatz Steve
Moldenhauer auf seinem Renault 19 der
beste Clubfahrer in dieser Klasse. Jerome
Steinicke, der mit seinem Seat Ibiza sein
allererstes Rennen bestritt, konnte nur
den ersten Lauf fahren, dann streikte sein
Fahrzeug. Einen Achtungserfolg verzeichnete Jens Bastian, befreundeter Fahrer
und vielleicht auch bald Clubmitglied. Er
landete mit seinem VW Golf nach mittelmäßigen Ergebnissen während der Wertungsläufe auf dem dritten Finalplatz und
somit auf dem Treppchen.
Die Fahrer und der Vorstand des ILP
äußerten sich insgesamt lobend über
die Organisation der Veranstaltung. Trotz
häufiger Einsätze der Technik auf der sehr
sandigen Strecke, auf der sich teilweise tiefe Löcher bilden, die nicht nur das Fahren
erschweren, sondern auch den Verschleiß
an den Fahrzeugen enorm vorantreiben,
wurde der Zeitplan weitestgehend ein-
gehalten. Der Wasserwagen musste so
manche Sonderschicht einlegen, schließlich brachte uns das Pfingstwochenende
mit über 30 Grad den Sommer pur an die
Rennstrecke.
Das führte dann leider auch dazu, dass
die Zuschauer lange nicht in der von uns
erhofften Anzahl erschienen. Aber alle, die
da waren, konnten neben den spannenden
Läufen und unserem inzwischen traditionellen Langstreckenlauf am Samstagabend
ein tolles Rennwochenende mit dufter Verpflegung des Caterers „Lindenschänke“ aus
Hoppegarten/Waldesruh erleben. Der große Dank für diese gelungene Veranstaltung
geht an die fleißigen Clubmitglieder, die
bereits viele Wochen vor der Veranstaltung
unermüdlich an der Rennstrecke im Einsatz
waren und auch am Wochenende, teilweise nach den eigenen Starts, mit anpackten,
egal, wo sie gerade gebraucht wurden. Die
Interessengemeinschaft Lausitzpokal versprach, auch im nächsten Jahr in Biesenthal
dabei zu sein.
Jetzt stehen die Mitglieder des MC Klosterfelde wieder in den Startlöchern, um
Trabant Cross Cup: Mirco Schlamp vor Marcus Tschense
Fotos: Kristine Kühne
13
autocross/autotrial
ergeb ni sse
am 16. August gemeinsam mit dem Ortsverein Prenden das dritte Seifenkistenrennen und am 30. und 31. August die BerlinBrandenburg-Meisterschaft im Stockcar
zu veranstalten. Doch vorher, am 9. und
10. August findet für unsere aktiven Fahrer noch ein ILP-Meisterschaftslauf statt.
Da wird Kelvin wieder um Punkte kämpfen, damit er den derzeitigen zweiten
Gesamtplatz in seiner Klasse halten kann
und für René heißt es, alles zu tun, um die
Führung in seiner Klasse zu behalten. Das
Gleiche gilt für Uwe Wagner. Und unsere
anderen Fahrer wollen sicher auch das
eine oder andere Pünktchen ihrem Konto
gutschreiben.
Sylvia Giese,
Vorsitzende MC Klosterfelde e.V.
im ADMV
mobil
Trabant Cross Cup: 1. Johannes Rarisch, Frankenthal, 110
Punkte; 2. Peter Höfer, Langenwetzendorf, 99; 3. Mirko
Schlamp, Küstrin-Kietz, 96.
Trabant Cross Cup Junioren: 1. Richard Wagner, Cunewalde, 84,4; 2. Lukas Hanusch, Malschwitz, 79,6; 3. Kurt
Zischank, Weigersdorf, 61,2.
Klasse 1, Serientourenwagen Junioren bis 1400 ccm:
1. Florian Steinert, Großröhrsdorf, Kia Rio, 85,2; 2. Linda
Schreyer, Dresden, Suzuki Swift, 79,6; 3. Tim Salzmann,
Ahrensfelde, Skoda Fabia 16V, 62.
Klasse 2, Spezialtourenwagen bis 1400 ccm: 1. Petr
Brezina, Tschechien, Skoda Felicia, 110; 2. David Jungnickel, Beiersdorf, Citroen AX, 94; 3. Martin Wagner,
Cunewalde, Citroen AX, 94.
Klasse 3, Serientourenwagen bis 1600 ccm: 1. Kelvin
Kluck, Brunow, Suzuki Swift GTI, 110; 2. Thomas Wiesner,
Ebersbach, Honda CRX, 94; 3. Andreas Reibisch, Senftenberg, Honda Civic, 88.
Klasse 4, Spezialtourenwagen bis 1600 ccm: 1. Petr
Brezina, Skoda Felicia, 110; 2. Martin Janousek, beide
3/4 2014
Tschechien, Honda Civic, 94; 3. Willi Hiltner, Haundorf,
VW Golf II, 88.
Klasse 5, Serientourenwagen ohne Begrenzung:
1. Marko Gührig, Halbendorf, Honda Civic, 107; 2. Marko
Lebach, Großmehlen, Opel Kadett GSI 16 V, 96; 3. Uwe
Giese, Strausberg, Opel Astra F, 77.
Hier noch: 5. Uwe Wagner, Wandlitz, Opel Astra 2.0 I 16
V, 76; 6. Steve Moldenhauer, Bernau, Renault 19, 70;
8. Danny Giese, Bernau, Ford Escort RS 2000, 60; 10. Jerome Steinicke Bernau, Seat Ibiza, 22.(Letzter Platz)
Klasse 6, Spezialtourenwagen ohne Begrenzung:
1. Franz Libal, Tschechien, Skoda Favorit, 107; 2. Stephan
Hiltner, Haundorf, VW Golf II, 96; 3. Martin Knobloch,
Langenhennersdorf, Ford Fiesta, 81.
Klasse 7, Allrad: 1. René Schlöffel, Bernau, Suzuki Swift,
90; 2. Hagen Köhler, Beiersdorf, Subaru Impreza, 77,2;
3. Thomas Hage, Brunow, VW Golf II, 72,4.
Klasse 8, Spezialcross: 1. Carsten Schlöffel, Wipfratal, Schlöffel VW, 104; 2. André Pietschmann, Großdehsa, Suzuki Hayabusa, 104; 3. Björn Pergold, Jannowitz, Suzuki EB, 84.
Autotrial des MC Woltersdorf
Deutschlandtrial und Landespokal
Die Offroadsport-IG Berlin, Ausrichter
der Events in Basdorf, hatte sich gemeinsam mit dem MC Woltersdorf am Osterwochenende viel vorgenommen. Die
meisten Bürger fuhren am Donnerstag
in das verlängerte Wochenende; die Mitglieder beider Vereine dagegen schleppten Material, bauten das Fahrerlager und
die Sektionen (Prüfungsabschnitte) am
„freien“ Karfreitag in Rüdersdorf auf. Die
Teilnehmer dankten es den Organisatoren, sie reisten ebenfalls am Karfreitag an,
um am Osterwochenende fit zu sein. Etwa
75 Teams aus dem ganzen Bundesgebiet
kamen nach Brandenburg, um unweit von
Berlin das jährlich einmal stattfindende
„Deutschlandtrial“ zu erleben.
Am Sonntag hatten die Veranstalter alles österlich geschmückt, Frühstück gab
es vom rustikalen Landbuffet und nach
Franziska Tinschert gewann in der Klasse V1.
der obligatorischen Fahrerbesprechung
wurde um 9.30 Uhr gestartet. Wie üblich
und bewährt wurden die Teilnehmer in
Leistungsgruppen gemäß den Klassen
eingeteilt, ein jeweils Verantwortlicher bestimmt und „ab ging die Post“.
Weitere Termine des
Berlin-Brandenburger
Off Road Cups
Frank Ladwig fuhr mit einem speziell hergerichteten MBJ.
16.08. Pasewalk, MSV Kamp84
Löcknitz e.V. im DMV
30.08. Rüdersdorf, MC Woltersdorf
e.V. im ADMV
13.09. Basdorf, OffroadsportIG Berlin
04.10. Basdorf, OffroadsportIG Berlin und
MC Woltersdorf e.V. im ADMV
Fotos: Täger
14
mobil
autotrial
3/4 2014
Ein Fahrzeug vom Typ Polaris; größer als
ein Quad, Allradantrieb und zugelassen
Deutschlandtrial
Klasse EN: 1. Mirco Splinter, 68,18; 2. Ralf Borkenhagen,
69,52; 3. André Diekhoff, alle Jimny, 78,88.
Klasse N1: 1. Jannika Franz, SJ413, 99,51; 2. Stefanie
Niemöller, LJ80, 121,88; 3. Alfred Marks, SJ413, 131,84.
Klasse N2: 1. Bernd Kaßen, 108,42; 2. Andreas Möller,
118,57; 3. Reimund ten Cate, alle Pajero V20, 141,03.
Klasse Jugend: 1. Tobias Diekhoff, Jimny, 219,04.
Klasse S1: 1. Horst Honeck, SJ410, 22,15; 3. Dirk Stelzer,
Samurai, 45,6; 3. Daniel Kucharek, Vitara, 63,96.
Klasse S2: 1. Klaus-Peter Stoftregen, CJ7, 50,12; 2. Steffen
Langer, Pajero V20, 61,08; 3. Frank Pauli, Jeep TJ, 83,68.
Klasse V1: 1. Franziska Tinschert, 84,58; 2. David Nieweg,
beide SJ410, 116,91; 3. Stefan Plaggenborg, Samurai,
151,74.
Klasse V2: 1. Uwe Marschke, Toyota LJ70, 139,32; 2. Thomas Jung, 146,6; 3. Frank Ladwig, beide MB G, 175,1.
Klasse Proto: 1. Helmut Muhle, 416; 2. Roman Guckisch,
beide Eigenbau, 432.
nachruf
e rgeb nisse
Für die einzelnen Klassen hatten die
Veranstalter Schwierigkeitsgrade hinsichtlich überwindbarer Steigungen oder
Gefälle, Beschaffenheit des Untergrundes
oder verantwortbarer Schräglagen ausgesucht. So war im Prinzip den ganzen Tag
etwas los, Pausen fanden individuell statt
und irgendwann am Nachmittag waren
alle Teams im Ziel. Die Siegerehrung fand
ebenfalls im schönen Ambiente direkt neben dem Kesselsee statt.
Und nicht, dass Ostermontag ausruhen angesagt war – nein, der Abbau der
Sektionen und des Fahrerlagers war noch
einmal ein richtiger Arbeitstag für die Ehrenamtlichen beider Clubs.
Am 24. Mai trafen sich Autotrial-Enthusiasten erneut in Rüdersdorf. Der MC Woltersdorf war Ausrichter des zweiten Laufs
zum Berlin-Brandenburger Off Road Cup.
Die Sektionen waren wie bei den vorhergehenden Wettbewerben für „Neueinsteiger“ (Anfänger mit Serienfahrzeugen), für
die Klasse „Serie“ (erfahrene Sportler mit
Serienfahrzeugen) und am anspruchsvollsten für die Klasse „Verbessert“ (erfahrene Teilnehmer mit z.T. umgebauten
Allradwagen) im Gelände der rekultivierten Abraumhalde, heute als Energiepark
genutzt, ausgesucht und abgesteckt. Einige Tage vorher hatte es noch geregnet, so
dass die die zirka 50 Teilnehmer auf angenehme Bedingungen stießen – kein Staub
und grüne Umgebung ringsherum.
Die Sektionen sind beim Autotrial durch
so genannte Tore beidseitig in den Spuren
begrenzt. Am oberen Ende des jeweiligen
Tores (der Stange) befindet sich eine Kugel – wird das Tor berührt, kein Problem;
fällt die Kugel, folgen Strafpunkte und
wird das Tor sogar umgefahren, erhöhen
sich die Strafpunkte. Möglichst vorwärts
muss die gesamte Sektion passiert werden, dreimal darf zurückgesetzt werden,
danach gibt es volle Strafpunktzahl und
die Sektion gilt beendet. Das WertungsBerlin-Brandenburger Off Road Cup
Klasse EN: 1. André Diekhoff, Jimny, 29,41 Punkte; 2.
Klaus Zoschke, 31,36; 3. Enrico Zoschke, beide Asia Rocsta, 48,47.
Klasse N1: 1. Winfried Jahn, Polaris, 100.
Klasse Jugend: 1. Tobias Diekhoff, Jimny, 65,51.
Klasse S2: 1. Fred Moyzio, Samurai, 43,431; 2. Rene Hoffmann,
Suzuki SJ413, 54,726; 3. Susan Moyzio, Samurai, 73,833.
Klasse S3: 1. Sven Weigel, 28,51; 2. Jörg Knospe, beide
Lada Niva, 49,239; 3. Daniel Kucharek, Vitara, 63,963.
Klasse S4: 1. Enrico Mettke, Pajero, 34,13; 2. Stefan Manteuffel, CJ7, 36,993; 3. Ralf Pirenz, Mahindra CJ540,
37,928.
Klasse S5: 1. Danny Kalb, 48,24; 2. Detlef Kalb, beide Cherokee, 58,354; 3. Andreas Kruschel, LR Defender 110, 121,68.
Klasse V1: 1. Dirk Kowalski, 174,13; 2. Jens Manteufel,
238,81; 3. Frank Masureck, alle SJ 413, 308,46.
Klasse V2: 1. Uwe Marschke, Toyota LJ 70, 87,51; 2. Frank Tetzlaff,
Toyota FJ 40, 115,74; 3. Andreas Moritz, MB G, 129,481.
Jacqueline Tetzlaff vom MC Woltersdorf
hatte Mut und fuhr selbst.
system ist in allen Klassen so, nur die jeweiligen Schwierigkeitsgrade sind unterschiedlich.
Selten gibt es einen Unfall. Ein Wagen
legt sich schon einmal „langsam auf die
Seite“, wenn die Physik zu sehr strapaziert
wird. Da jedoch Gurt- und Helmpflicht
bestehen, in Schrittgeschwindigkeit gefahren wird und rasantes Fahren keinen
Sinn macht, bleibt es bei einer Beule, es
reißt einmal ein Antrieb oder das Differenzial gibt schon mal seinen „Geist auf“.
Ein Sport, der tatsächlich das Fahren im
Gelände schult, den Mut schon herausfordert, ohne Krawall, aber trotzdem mit viel
Action.
Harald Täger
Team Müller/Fregmann in der Klasse S4 auf
einem sauber zurecht gemachten Mahindra.
Gründungsmitglied des MC Woltersdorf verstorben
Seit Bestehen des ADMV war Walter Link dabei. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern des MC Woltersdorf 1958 und blieb seit dieser Zeit motorsportlich immer aktiv. Als
Rallyefahrer nahm er an DDR-Meisterschaften und später an Bezirksmeisterschaften teil.
Er gründete ein Zeitnahmeteam und war in dieser Eigenschaft mit seinen Helfern auf
unzähligen Straßenrenn- und Motocrossstrecken unterwegs, ermittelte Zeiten und Ergebnisse bei Motorboot- und Kartrennen. Walter Link gehörte seit Ende der 70er Jahre
bis 1990 der ADMV-Bezirksleitung Frankfurt/Oder an, war Vorstandsmitglied im MC Woltersdorf. Später, nach Beendigung seiner Kfz-Tätigkeit, war er als Pensionär viele Jahre
auf seinem Sportboot zu finden, werkelte hier und gab vielen Clubmitgliedern, egal welcher Sparte, wichtige Ratschläge. Am 27. Juli verstarb Walter im Alter von 86 Jahren. Die
motorsportliche Tradition der Familie Link setzen Enkelin Wenke und Sohn Detlef mit
Ehefrau Susann seit vielen Jahren fort.
Die Mitglieder des Vereins trauern um einen großzügigen und bekannten Sportfreund.
Sein Andenken halten wir in Ehren.
Vorstand MC Woltersdorf e.V. im ADMV
Fotos: Täger
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automobilrallyesport
mobil
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43. ADMV-Osterburg-Rallye
Historischer Porsche-Sieg
Einen historischen Moment erlebte die
ADMV-Osterburg-Rallye des MC Weida
am 21. Juni: Zum ersten Mal gewann ein
Sportfahrzeug aus Zuffenhausen die Rallye. Rainer Noller (Abstatt/Schwaben) mit
Co Stefan Kopczyk (Heilbronn) auf Porsche 996 GTR3 setzten sich auf Asphalt
(insgesamt 35 WP-Kilometer) mit sechs
Bestzeiten durch. Für Stefan Kopczyk ging
ein Kindheitstraum in Erfüllung. Der gebürtige Bergaer träumte schon als Junge
davon, einmal die Osterburg-Rallye zu
gewinnen. Aber auch für seinen Fahrer
war es ein besonderer Gesamtsieg, denn
Rainer Noller gewann in seiner Karriere
die allererste Rallye in den neuen Bundesländern und feierte zugleich den „55.
Gesamtsieg“. Auf den Rängen folgten der
Porsche Nummer 1: Die Sieger Rainer Noller und Stefan Kopczyk.
gehört. Insgesamt 123 Nennungen und
113 Starter (95 in Wertung) knüpften an
die 2007er Rallye an. Die Absagen basierten auf eine Rallye, eine Woche vor der
„Osterburg“, bei der einige Akteure ihre
Fahrzeuge erheblich lädiert hatten. Toll,
dass erstmals zwei Porsche ins Geschehen
eingegriffen hatten, wobei der zweite mit
gesamtwe rt ung
Siegerehrung: Freude der drei besten Teams mit Rallyeleiter Willy Naumann (3.v.l.)
Gesamtsieger von 2013 Raphael Ramonat
(Trusetal) mit Co-Pilotin Nanett Centner
auf Mitsubishi Lancer, vor dem Bayern
Rudi Reindel (Lohkirchen)/Michael Ehrle
(Schmalkalden), ebenfalls Mitsubishi.
Spannender dagegen wurde der Dreikampf um den Titel „Bester Frontriebler“
zwischen den jungen Wilden Phillip Ullrich/Peter Messerschmidt auf Citroen
C2 R2, dem Franken Wolfgang Stopfer/
Heinz Neumeier (Honda Civic Type R) und
den Lokalmatadoren Jürgen und Thomas
Gebhardt (VW Golf II GTI). Am Ende lag
Ullrich vorn. Die Gebhardts konnten nach
sechs Jahren Wettkampfpause endlich ihren Golf II GTI 16V einsetzen und schafften
beim dritten Saisonstart den ersten Klassensieg vor Christian Bauer (Clio) und Rico
Langheinrich (Golf I). Den zweiten Platz
in ihrer Klasse belegten Sven Schumann/
Torsten Hopfer Audi 90 Quattro aus Gera.
Abgesehen von den sportlichen Erfolgen der Teams können wir sagen, der MC
Weida stellte wieder eine Rallye 200 auf
die Beine, die zu den Top-Events im Osten
Willy Naumann und Marlene Klaholz über
115 Pokale. Unser Dank gebührt natürlich
dem Schirmherren, Bürgermeister Werner
Beyer mit seinen Stadträten, Ortsteilbürgermeister Konrad Zorn, dem Langenwetzendorfer Bürgermeister Kai Dittmann
und den Gemeinderäten, dem Präsidenten des KSB Uwe Jahn und den Bürgern
von Wildetaube, Altgernsdorf, Hirschbach,
Langenwetzendorf, die das Spektakel mit
hoffentlich viel Spaß ertragen haben.
Weiterhin danken wir dem Jugendverein
Steinsdorf, den Bauhofmitarbeitern, den
DRK KV Gera, KV Zeulenroda, den Ärzten Dr. F. Wilutzky, Dr. G. Hoffmann, Dr. L.
Wetzig und den Freiwilligen Feuerwehren
Weida, Frießnitz und Langenwetzendorf
sowie allen Funkern, Sportwarten vom
MC Weida, Pößneck, Zwickau, Jena, RIG
Leutersbach und Nordhalben. So ein gutes Zusammenspiel und Ergebnis spornt
an und lenkt die Gedanken schon auf die
44. Osterburgrallye am 19./20 Juni 2015.
Thomas Gorlt, Willy Naumann,
MC Weida e.V. im ADMV
Vorderachsschaden auf der letzten WP in
der „Waldkurve“ ausgeschieden war.
Alle Fahrer betonten in vielen E-Mails,
dass sie gern 2015 wiederkommen: „Es
war eine Superrallye“. Alfred Gorny, der
„Rallyeprofessor“ aus Berlin, moderierte
die Siegerehrung und überreichte mit
1. Rainer Noller/Stefan Kopczyk, Abstatt/Heilbronn, Porsche
911 GT3, 15:41,2
2. Raphael Ramonat/Nanett Centner, Trusetal/Radebeul, Mitsubishi Lancer, 0:21,3 zur.
3. Rudolf Reindl/Michael Ehrle, Lohkirchen/Schmalkalden, Mitsubishi Lancer, 0:24,1
4. Bernd Michel/Bernd Hartbauer, Schwarzenbach/SargansSchweiz, Mitsubishi Lancer, 0:42,6
5. Ron Schumann/Simon-Peter Fröhlich, Limbach-Oberfrohna/
Stollberg, Mitsubishi Lancer, 0:46,3
Porsche Nummer 2: Die Ausgeschiedenen Dr. Ulf Linnbach und seine Frau Nicole aus Hohndorf.
Fotos: Thomas Gorlt (2), Mario Gerber
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automobilrallyesport
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16. ADMV-Lausitz-Rallye
Rallye-Sommerfest in der Lausitz
„3 – 2 – 1 – Schotter“ hieß die Devise bei
der 16. ADMV-Lausitz-Rallye, die am 28.
Juni vom Rallye-Renn-und-WassersportClub Lausitz ausgetragen wurde. 70 Teams
reisten mit ihren Rallye-Autos nach Boxberg – aus ganz Deutschland, aus Finnland,
Polen und der Tschechischen Republik;
das sind 20 Teams mehr als beim Rallye200-Debüt vor einem Jahr. Zu bewältigen
waren vier Wertungsprüfungen auf Schotterpisten. Die Lausitz-Arena nördlich von
Boxberg erwies sich einmal mehr als Zuschauermagnet. Über 1000 Rallye-Fans erlebten weite Sprünge und gekonnte Drifts
auf den im Frühjahr erweiterten Arena-Pisten und wurden durch die Live-Reportage
von Radio WSW bestens informiert. Sommerliche Hitze und (trotz Regens in der
Nacht zuvor) eine Menge Staub kurbelten
den Getränkeverkauf kräftig an.
An der Spitze fielen die Vorentscheidungen schon früh. Michael Dinkel aus
Coburg, einer der drei Favoriten, bandelte in der Lausitz-Arena mit dem begrenzenden Sandwall an, überschlug sich
und blieb auf dem Dach liegen. Dank der
Sicherheitseinrichtungen wie Überrollkäfig und 6-Punkt-Gurten blieben beide
Fahrer unverletzt, die Feuerwehr zog den
Mitsubishi am Strick aus der Prüfung.
Den zweiten Favoriten Raphael Ramonat
kosteten Motoraussetzer etliche Sekunden. Trotz zweier Bestzeiten im Tagebau
Reichwalde mussten sich der Thüringer
und seine Hamburger Beifahrerin Heinke
Möhrpahl mit Platz 2 begnügen. So wurde die 16. ADMV-Lausitz-Rallye zu einer
Strahlende Sieger: Heinke Möhrpahl, Raphael Ramonat, Josef
Kral, Jiri Tosovsky (mit Sohn), Falkmar Platz, Lazar Kan (v.l.)
klaren Angelegenheit für die routinierten
Tschechen Jiři Tošovsky und Josef Král aus
Liberec. Ein ganzes Jahr lang hatten sie
sich nicht auf Deutschlands Rallyepisten
blicken lassen. Doch jetzt kamen sie mit
ihrem weiß-roten Mitsubishi mit Allradantrieb und 300-PS-Turbomotor in die
Lausitz, um ihren Vorjahreserfolg zu wiederholen. Diesmal feierten sie einen StartZiel-Sieg und strahlten mit der Sonne um
die Wette, als ihnen Rallye-Chef Wolfgang
Rasper auf der Zielrampe die Siegerpo-
kale überreichte. Der Berliner Lazar Kan
und der Wittenberger Falkmar Platz – wie
Tošovsky und Ramonat in einem Mitsubishi Lancer unterwegs - komplettierten
das Podium, büßten aber fast eineinhalb
Minuten auf die Spitze ein.
Das Salz in der Suppe waren die 2-LiterFahrzeuge ohne Allradantrieb, die sich
packende Kämpfe auf den Tagebau-Pisten
lieferten. Dabei zeigten Mark Muschiol
aus Chemnitz und Kerstin Munkwitz aus
Bad Schmiedeberg im Renault Clio eine
Voller Drift: Michael Miene, doch 30 Sekunden später legte er den Lada aufs Dach.
Fotos: Cornell Hache
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ergeb ni sse
automobilrallyesport
Gesamtwertung
1. Jiři Tošovsky/Josef Král, Tschechien, Mitsubishi Evo
9, N3A, 19:14,0
2. Raphael Ramonat/Heinke Möhrpahl, Trusetal,
Mitsubishi Evo 7, H16, +31,3
3. Lazar Kan/Falkmar Platz, Berlin, Mitsubishi Evo 9,
N3A, +1:26,6
4. Mark Muschiol/Kerstin Munkwitz, MC Grünhain,
Renault Clio II, N8, +1:38,1
5. Christian Bauer/René Heller, MC Grünhain, Renault Clio II, H14, +1:54,2
6. Bernd Knüpfer/Daniel Herzig, MC Grünhain, Opel
Astra GSi, F8, +1:58,9
Klassensieger:
H16: Ramonat/Möhrpahl, Mitsubishi; H14: Bauer/
Heller, Renault Clio; H13: Jan Weidner/Nicole
Petzold, Plauen, Lada VFTS; H12: Markus Puschmann/Marcel Heuer, Hartenstein, Nissan Micra;
H11: Dirk Eckl/Christian Strauß, MC Weida, Trabant 601; NF3A: Tošovsky/Král, Mitsubishi; NF3B:
Alois Scheidhammer/Willi Trautmannsberger,
Vilsbiburg; Opel Astra Turbodiesel; NF8: Muschiol/
Munkwitz, Renault; NF9: Rigo Sonntag/Mathias
Rochow, MC Zwickau, Honda Civic; G19: Enrico
Wenger/Heiko Wenger, RRWC Lausitz, Peugeot
106.
vorschau
überragende Leistung. Dreimal erzielten
die Schotter-Cup-Meister von 2013 die
schnellste Zeit aller zweiradgetriebenen
Fahrzeuge; damit flogen sie auf Gesamtrang 4 und zum Klassen- und Kategoriensieg. Christian Bauer und René Heller
überraschten im zweiten Renault Clio mit
Rang 5 und mit der wohl besten Leistung
ihrer Karriere. Auch Bernd Knüpfer trat
kräftig auf das Gaspedal seines betagten
Opel Astra; der Postbote aus dem Vogtland knüpfte an seine Lausitz-Husarenritte zwischen 2004 und 2010 an, fuhr mit
Dani Herzig auf Platz 6 und ließ den bayerischen Markenkollegen Alois Scheidham-
mer (Astra Turbodiesel) sowie die besten
BMW-318is-Piloten Rudi Weileder und Felix Weisert knapp hinter sich.
Rigo Sonntag und Mathias Rochow
aus dem sächsischen Mülsen schafften
im Honda Civic mit einem tollen Ritt
den Sprung unter die ersten Zehn und
gewannen die 1600er-Klasse der Gruppe F vor Rudi Macht (VW Polo) und Dirk
Knüpfer (Suzuki Swift). Die acht ZweitaktTrabant aus der ITRM-Serie starteten als
erste Fahrzeuge, denn beim Schotter-Cup
fahren die „Kleinen“ vorneweg, während
die „Boliden“ das Finale bestreiten. Mike
Knorn aus Neumark, dreimaliger Sieger
des ADMV-Trabant-Cups und dreimaliger
ITRM-Champion, lag von Beginn an der
Spitze, bis er auf der letzten Prüfung neun
Minuten brauchte, um den losgerüttel-
mobil
3/4 2014
ten Vergaser wieder zu befestigen. Dirk
Eckl und Christian Strauß, bis dahin dicht
hinter Knorn, nutzten die Chance und gewannen die Trabant-Klasse vor Michael
Schröder und Sandra Rahal.
Trotz der anspruchsvollen Strecken mit
99 Prozent Schotter blieb die Ausfallquote gering, 57 der 70 Teams erreichten das
Ziel in den Tagesanlagen Reichwalde. Der
ADMV-Club RRWC Lausitz und seine zahlreichen Helfer organisierten die Veranstaltung mit gewohnter Routine, so dass
viele Teilnehmer spontan ihr Kommen zur
nächsten Lausitz-Rallye am 10. und 11.
Oktober ankündigten. Dann heißt es im
Rahmen der Deutschen Rallye-Meisterschaft und mit vielen internationalen Fahrern erneut: „3 – 2 – 1 – Schotter“!
Alfred Gorny
Spektakulärer Sprung: Jürgen Neumann in der Lausitz-Arena
9. ADMV-Rallye Kurstadt Bad
Schmiedeberg am 13. September
Seit der ersten ADMV-Rallye Kurstadt
Bad Schmiedeberg im Jahr 2006 suchten die Organisatoren immer wieder
nach neuen Herausforderungen für
das von Beginn an große Starterfeld.
An erster Stelle standen die Prüfungen,
danach folgte mit der inzwischen legendären WP 7 eine grandiose Siegerehrung. Immer wieder neue Highlights
lockten immer noch mehr Starter in die
Dübener Heide.
In diesem Jahr nun wird es keine WP
7 geben, jedenfalls nicht in der gewohnten Ausgabe der vergangenen acht
Jahre. Das Organisationsteam des MSC
Bad Schmiedeberg e.V. hat keine Mühen gescheut und sich intensiv mit dem
neuen Reglement des DMBS zur Rallye
200 plus beschäftigt. Heraus gekommen sind dabei acht Wertungsprüfungen, davon zwei Rundkurse, mit einer
Gesamtlänge von zirka 59 Kilometern.
Um den wechselnden Anforderungen
des Streckenprofils gerecht zu werden,
haben die Piloten gemeinsam mit ihren
Co-Piloten die Möglichkeit, in eigens dafür eingerichteten Reifenwechselzonen,
die Pneus umzurüsten. Alle acht Prüfungen sind neu, beinhalten aber auch Abschnitte aus den Vorjahren. Lediglich die
Festwiese selbst behält ihren Standort
bei, ebenso das Rallyezentrum. Dieses
befindet sich, wie bereits in den Jahren
zuvor, auf dem Gelände der Steinzeug
Keramo GmbH in Bad Schmiedeberg.
Nach dem erfolgreichen Auftritt des
BMW 318is Cups im vergangenen Jahr
bereichern diese Fahrzeuge das Bad
Schmiedeberger Starterfeld auch in diesem Herbst wieder zahlreich. Sie starten
wiederholt im Rahmen ihrer Cupwertung. Zusätzlich neue Prädikate erhält
die Veranstaltung in diesem Jahr mit
den Wertungen zum Schotter-Cup sowie zur Thüringer Rallye-Meisterschaft
2014.
Mit dem Mehr an WP-Kilometern verlängert sich auch die geplante Gesamtfahrzeit und somit wird der Start vor der
imposanten Kurhauskulisse vorgezogen
auf 12.01 Uhr. Die Zieleinfahrt wird gegen 17.43 Uhr erwartet. Die Siegerehrung, bisher bekannt als legendäre WP
7, wird zur WP 9 und findet wie gewohnt
im eigens dafür hergerichteten Festzelt
statt.
Jana Dürr,
MSC Bad Schmiedeberg e.V.
im ADMV
www.msc-bad-schmiedeberg.de
Foto: Cornell Hache
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automobilrallyesport
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Halbzeit in der ADMVRallye-Meisterschaft
Acht von 17 Veranstaltungen der ADMVRallye-Meisterschaften sind gelaufen,
sechs Wochen Pause in der Urlaubszeit
trennen die erste von der zweiten Hälfte
der teilnehmerstärksten regionalen Rallyeserie in Deutschland. Meisterschaftssekretär Remo Palm zieht eine zufriedene
Halbzeitbilanz: „Mit 63 eingeschriebenen
Teams haben wir erneut zulegen können.
Alle Rallye-200-Veranstalter haben mehr
Starter als 2013 notiert, im Durchschnitt
ein Plus von 19 Prozent.“ Sorgen haben
hingegen die Veranstalter der „großen“
Rallyes, denn die konzeptionelle Schwäche der dominierenden ADAC-RallyeMasters-Serie hat die Starterzahl um 23
Prozent gedrückt.
Auf die ADMV-Rallye-Meisterschaft
wirkt sich das allerdings nicht aus. Der
23-jährige Toni Mosel hat bisher in allen
vier Rallyes gut gepunktet und führt die
Tabelle mit seinem serienmäßigen Renault Twingo deutlich an. Die Verfolger haben allesamt nur drei Resultate: TrabantExperte Mike Knorn, Scirocco-Pilot Daniel
Schmidt und Peter Corazza im Mitsubishi
(mit Schwerpunkt Deutsche Meisterschaft) liegen nur wenige Punkte auseinander. Bei der Wartburg-Rallye im August
und der Lausitz-Rallye im Oktober wird
Mark Muschiol führt die ADMV-Rallye-200-Meisterschaft an.
die Entscheidung über den wichtigsten
ADMV-Titel fallen.
Bei der ADMV-Rallye-200-Meisterschaft
sind erst vier von elf Läufen ausgetragen
worden, weiter geht es mit der 10. und
11. ADMV-Wedemark-Rallye am letzten
August-Wochenende. Mark Muschiol aus
Chemnitz und Kerstin Munkwitz aus Bad
Schmiedeberg haben mit drei Klassensiegen und einem zweiten Platz im Renault
Clio ein sattes Polster herausgefahren. Der
Thüringer Raphael Ramonat, auf dessen
heißen Mitsubishi-Sitz sich zwei verschiedene Copilotinnen abwechseln, führt einen Viererpulk an, zu dem noch der Wittenberger BMW-Drifter Frank Zischkale,
der Fraureuther Renault-Pilot Christian
Bauer und der Mülsener Honda-Fahrer
Rigo Sonntag gehören.
Sonntag ist gleichzeitig Halbzeitmeister
in der Sachsen-Meisterschaft, während
Muschiol die Regionalmeisterschaft im
Norden klar anführt. Im ADMV-TrabantRallye-Cup verzichtet Mario Keller auf die
Titelverteidigung. So hat der 44-jährige
Mike Knorn aus Neumark im Vogtland die
Tabellenführung übernommen, der den
Titel bereits 1998, 1999 und 2008 gewonnen hat.
A.G.
e rgeb ni sse
mobil
Halbzeitstände
ADMV-Rallye-Meisterschaft: 1. Toni Mosel/René
Meier, Neuwürschnitz, Renault, 3535; 2. Mike
Knorn/Jens Krajewski, Chemnitzer AMC, Trabant,
2656; 3. Daniel Schmidt/Andreas Luther, MC Zwickau, VW, 2615; 4. Peter Corazza/Christoph Gerlich, Oelsnitz, Mitsubishi, 2504; 5. Rigo Sonntag/
Mathias Rochow, MC Zwickau, Honda, 2483.
ADMV-Rallye-200-Meisterschaft: 1. Mark Muschiol/Kerstin Munkwitz, MC Grünhain, Renault,
2606; 2. Raphael Ramonat, Trusetal, Mitsubishi,
1852; 3. Frank Zischkale/Nico Spennemann, MSC
LutherstadtWittenberg, BMW, 1830; 4. Christian
Bauer/René Heller, MC Grünhain, Renault, 1825;
5. Rigo Sonntag/Mathias Rochow, MC Zwickau,
Honda, 1797.
ADMV-Trabant-Rallye-Cup: 1. Mike Knorn/Jens
Krajewski, Chemnitzer AMC, 2831; 2. Andreas
Schramm/Maik Bruder, MC Grünhain, 2246; 3.
Eckhard Eichhorst, MSG Eberswalde, 1656.
ADMV-Rallye-Meisterschaft Sachsen-Anhalt/
Berlin-Brandenburg: 1. Mark Muschiol/Kerstin
Munkwitz, MC Grünhain, Renault, 1969; 2. Jürgen
Neumann/Gordon Pfarr, MC Woltersdorf, BMW,
1733; 3. Bernd Wörtzel/Chris Parpart, MSG Eberswalde, 1511.
termine
Rigo Sonntag sprang an die Spitze der Sächsischen Meisterschaft.
Sächsische Rallye-Meisterschaft: 1. Rigo Sonntag/Mathias Rochow, MC Zwickau, Honda, 2418;
2. Sven Müller/Karsten Schneider, MC Zwickau,
VW, 1813; 3. Raphael Ramonat/Nanett Centner,
Trusetal, Mitsubishi, 1714.
10. + 11. ADMV-Wedemark-Rallye
11. ADMV-Rallye Grünhain
„Schotter, Asphalt und Sand im Norden, das geht!“ Unter
diesem Motto richtet der MC Wedemark am 30. August seine Doppelveranstaltung aus. Sie findet als „Janina-DeppingGedächtnis-Rallye“ statt; sie ist den beiden 2013 tödlich
verunglückten Rallye-Damen Janina Depping und Ina Schaarschmidt gewidmet.
Rallyezentrum: Fritz-Sennheiser-Platz,
30900 Wedemark OT Mellendorf
10. Rallye 200: Start 1. Fahrzeug 11.31
Uhr, Ziel 1. Fahrzeug 14.15 Uhr
11. Rallye 200: Start 1. Fahrzeug 15.41
Uhr, Ziel 1. Fahrzeug 18.30 Uhr
www.mc-wedemark.de
Der MC Grünhain veranstaltet am 6. September seine diesjährige Rallye 200. Es gibt sieben Wertungsprüfungen über
insgesamt 34,9 Kilometer (95 Prozent Asphalt, fünf Prozent
Schotter).
Rallyezentrum:
Treffpunkt Grünhain,
Bahnhofstraße 4,
08344 Grünhain-Beierfeld
Start 1. Fahrzeug 12.01 Uhr,
Ziel 1. Fahrzeug: 17.56 Uhr
www.mc-gruenhain.de
Fotos: Cornell Hache
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automobilrennsport
mobil
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German TourenWagen Cup powered by ADMV
Siege für Assmann und Werner
Am letzten Aprilwochenende startete
der German TourenWagen Cup auf dem
Hockenheimring in die neue Saison. Beim
Preis der Stadt Stuttgart gesellten sich
zu anderen Automobilserien 26 Fahrzeuge des vom ADMV Thüringen e.V.
ausgeschriebenen Cups. Neben Fahrern
aus Deutschland traten Holländer und
Schweizer an.
Viele Fahrer nutzten den Testtag vor
dem offiziellen Saisonstart, um sich nach
der Winterpause auf die Bedingungen am
Hockenheimring einzustellen. Am Freitag
standen die beiden Zeittrainings auf dem
Plan. Gemäß dem neuen Reglement reichte es nicht aus, bei einem der beiden Trainingsläufe eine gute Zeit in den Asphalt
zu brennen. Ab dieser Saison wird das erste Zeittraining als Qualifying für das erste
Rennen und das zweite Zeittraining als
Qualifying für das zweite Rennen gewertet. Im GTWC fahren derzeit die Division 1
über 3400 ccm, die Division 2 bis
3400 ccm und die Division 4 bis
2000 ccm. Wie gehabt rollen die
Fahrzeuge gemeinsam an den
Start. Neben der Gesamtwertung
gibt es die Klassenwertung.
Titelverteidiger Winfried Assmann (48), der in diesem Jahr in
einem Porsche GT3 Cup an den
Start geht, sagte im Vorfeld des
Wettbewerbes: „Nach unserem
tollen Einstand im ersten GTWC
Jahr und einem hart erkämpften
GTWC Cupmeistertitel 2013 auf
KTM wird das Flying-Horse-Racingteam rund um JHM Technik
und Fahrer Winfried Assmann die
Titelverteidigung 2014 in einem
Cup-Porsche antreten. Nach den
ersten Tests musste unser Team
schnell erkennen, dass hier zum Vorjahresfahrzeug noch einiges mehr in der
Abstimmung Fahrzeug/Fahrer gemacht
werden muss, um annähernd an die
Leistungen des Vorjahres anknüpfen zu
können. Wir freuen uns daher bei einem
starken Fahrerfeld in der Klasse über 3500
Hockenheimring: Christoph Schüpbach vor Markus Fischer im freien Training.
ccm umso mehr auf diese spannende Herausforderung.“ Der Saisonstart klappte. Im
ersten Rennen siegte Winfried Assmann.
Im zweiten Rennen, das Klaus Werner
(ebenfalls Porsche GT3 Cup) entschied,
wurde er trotz technischer Schwierigkeiten noch Fünfter.
gischen Zolder jubelten Werner (1. Lauf )
und Assmann (2. Lauf ).
In Zolder traten die GTWC-Fahrer gemeinsam mit den Teilnehmern der Burando Produktion Open (BPO), einer niederländischen Rennserie, an. Bereits im
vergangenen Jahr waren beide Serien gemeinsam an den Start gegangen. Im Qualifying ging es um
Zolder: Winfried Assmann wurde nach Abbruch zum Sieger erklärt.
die Startplätze für beide Rennen. Dieser geänderte Modus
wurde genutzt, da das Rennen
für den Cup ein „Einladungsrennen“ der BPO war. Nachdem im
ersten Rennen die Teams mit
Regenreifen fahren mussten,
sah vor dem zweiten Rennen alles nach trockener Strecke aus.
So kamen diesmal die Slicks
zum Einsatz. Ab der zehnten
Runde begann es leicht zu regnen und wenig später schüttete
es wie aus Kannen. Die Rennleitung brach, wenn auch viel zu
spät, das Rennen ab. Zum Zeitpunkt des Rennabbruchs führte
Winfried Assmann das Feld an,
sodass er die Trophäe des Siegers in EmpVom 23. bis 25. Mai trat der GTWC in
fang nehmen konnte.
der Motorsport Arena Oschersleben beim
Nach Zolder folgten bzw. folgen noch
Preis der Stadt Magdeburg an. Erneut
diese Rennen: 25.–26.07. Hockenheim,
machten Winfried Assmann (1. Lauf ) und
15.–17.08. EuroSpeedway Lausitz; 18. bis
Klaus Werner (2. Lauf ) die Gesamtsiege
19.10. Zandvoort/Niederlande.
unter sich aus. Auch auf der dritten StatiMarco Schulze, Pressesprecher GTWC
on des GTWC vom 28. und 29. Juni im belwww.gtwc.de
e rgeb ni sse
Hockenheimring, 1. Rennen: 1. Winfried Assmann, Golßen,
Porsche GT3 Cup; 2. Markus Fischer, Landshut, beide Porsche
GT3 Cup; 3. Lars Pergande, Rösrath, BMW Z4. – 2. Rennen:
1. Klaus Werner, Hannover, Porsche GT3 Cup; 2. Pergande;
3. Christoph Schüpbach, Schweiz, Ferrari F 430 Challenge.
Oschersleben, 3. Rennen: 1. Assmann; 2. Sven-Maik Krüger,
Dieterrode; BMW M3; 3. Schüpbach. – 4. Rennen: 1. Werner; 2. Krüger; 3. Assmann.
Hockenheimring: Jens Smollich aus Dresden im BMW 1 V8
Zolder, 5. Rennen: 1. Werner; 2. Stefan Oschmann, Coburg,
Porsche GT3 RS; 3. Assmann. – 6. Rennen: 1. Assmann;
2. Werner; 3. Fabian Engel, Porsche GT3 Cup.
Fotos: GTWC
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Ori- und Oldifahrt des MC Flöha e.V.
Schöne Tour mit kniffligen Fragen
schon wieder vorbei war. So blieb also erst
einmal ein wenig Zeit, die gewonnenen
Eindrücke und Erlebnisse untereinander
auszutauschen, während die Auswertung
auf Hochtouren lief. Während der Siegerehrung, die aufmerksam verfolgt wurde,
war schon leicht die Vorfreude
Streckenabschnitt bei Burg Rauenstein auf das nächste Jahr spürbar, für
das sich viele vornahmen, wieder
teilzunehmen und wer weiß, welches Schmuckstück für dieses Ereignis wieder zum Leben erweckt
wird. Wir freuen uns darauf.
An dieser Stelle möchten wir
die Chance nutzen, den vielen
freiwilligen Helfern zu danken,
ohne deren Unterstützung der
reibungslose Ablauf nicht möglich gewesen wäre. Wir danken
auch der Interessengemeinschaft „Freibad Erdmannsdorf“,
dass wir durch sie an der Tradivon 1885 und eine transmissionsgetriebetion festhalten konnten, Start und Ziel
unserer diesjährigen Orientierungs- und
ne Kurzhobelmaschine aus dem Jahr 1895
Oldtimerfahrt im Erdmannsdorfer Freigehören zu den ältesten Modellen.
Um 16.40 Uhr traf das letzte Fahrzeug im
bad ausrichten zu können. Ebenfalls ein
Freibad ein, nicht weniger spannungsvoll
großer Dank an das Honda-Fugel-Team,
erwartet als all seine Mitstreiter vor ihm.
welches mit 22 historischen und seltenen
Zum einen war man froh und stolz am Ziel
Fahrzeugen an den Start ging.
angekommen zu sein, zum anderen jeRico Näther,
Vorsitzender MC Flöha e.V. im ADMV
doch war man auch etwas traurig, dass es
ergeb ni sse
Zeit zu verkürzen hatte das Technische
Museum in der Bötcherfabrik geöffnet.
Auf die Teilnehmer wartete ein einzigartiges geschlossenes Industrieensemble mit
einem Maschinenpark, der bis auf das Jahr
1880 zurückgeht. Ein Horizontalbohrwerk
Klasse Pkw: 1. Michael Dorsch, Neukirchen, Ford Fiesta,
0, 16; 2. Alexander Preuss, Augustusburg, Mercedes
Benchael , 0, 28; 3. Michael Zschorn, Augustusburg, Saab
9-3, 0, 96.
Klasse Damen: 1. Katrin Zerbe, Augustusburg, Renault
Twingo, 0, 42; 2. Katja Hank, Lengefeld, Audi A4, 0, 47; 3.
Silke Schulze, Erdmannsdorf, VW Golf, 1, 60.
Klasse Jugend: 1. Bastian Berger, Chemnitz, Skoda Fabia,
1, 175; 2. Danny Junius, Flöha, VW Golf 3, 3, 147; 3. Patrick Goltzsch, Erdmannsdorf, Poel Vectra, 5, 30.
Klasse Neueinsteiger: 1. Stefanie Bader, Augustusburg,
Opel Corsa, 1, 62; 2. Patrick Görner, Altmittweida, VW Jetta,
3, 65; 3. Ulrich Oehme, Augustusburg, VW Tiguan, 7, 27.
Klasse Young- /Oldtimer: 1. Rico Bretfeld, Eppendorf,
Chevrolet Blazer, 0, 24; 2. Marcel Langer, Augustusburg, Barkas Framo V901/2, 0, 56; 3. Thomas Bogedain,
Burgstädt, Cadilac Eldorado, 0, 100.
Klasse Honda: 1. Lukas Büttner, Grünberg, Honda S800, 0,
55; 2. Christian Keil, Erdmannsdorf, Honda Prelude, 0, 86;
3. René Schmidt, Glauchau, Honda Accord, 0, 165.
Gesamtwertung ORI: 1. Michael Dorsch; 2. Rico Bretfeld;
3. Alexander Preuss.
Klasse Oldtimer Pkw bis Baujahr 1965: 1. Christoph
Heß, Grumbach, DKW F8 Cabrio, 6; 2. Pflug, Markkleeberg, Ford A Phantom, 25; 3. Frank Richter, Dittmannsdorf, Trabant, 30.
Klasse Youngtimer Pkw bis Baujahr 1988: 1. Holger
Optmeier, Chemnitz, UAZ 69am, 13; 2. Henrik Gerlach,
Großolbersdorf, Lada, 19; 3. Sven Ehnert, Leubsdorf,
Porsche 928s, 23.
Klasse Motorrad/Gespanne bis Baujahr 1988: 1. Gert
Wagner, Leubsdorf, MZ/GS 250, 12; 2. Manfred Decker,
Zwönitz, MWO/T mit BW, 17; 3. Frank Dietz, Grünlichenberg, Miele, 20.
Klasse Ausgewählte Fahrzeuge: 1. Michael Kretzschmar, Polzug, Volvo 960, 25; 2. Egon Oehme, Augustusburg, Honda Jazz, 37; 3. Mirko Fuchs, Freiberg,
Trabant 601, 47.
Gesamtwertung Oldi: 1. Christoph Heß; 2. Gert Wagner;
3. Holger Optmeier.
BUCH TIPP
Ein strahlend schöner Frühlingsmorgen
stimmte uns am 11. Mai perfekt auf die
schon mit Spannung erwartete 16. Orientierungs- und 7. Oldtimerausfahrt ein.
Noch erfreulicher war, dass sich die Teilnehmerzahl auf stattliche 124 erhöhte. Beim
zweiten Morgenkaffee traf man
sich bereits einige Zeit vor dem
Start, um Erfahrungen aus vorhergehenden Jahren auszutauschen,
zu rätseln, welche Aufgaben gestellt würden und ob die gefundenen Antworten einen dann auch
tatsächlich zum richtigen Ziel führen würden. Die Teilnehmer, die
sich bereits kannten, freuten sich
einander wieder zu sehen und
begrüßten herzlich auch die neu
Hinzugekommenen. Alles in allem
war schon das Zusammentreffen höchst interessant und viele
nutzten die Möglichkeit, die Fahrzeuge ihrer Mitstreiter zu bestaunen. Die
vorfahrenden Old- und Youngtimer sowie
Motorräder setzten uns durch ihren Glanz
einer kleinen Zeitreise aus, der man sich
mit Freude und Bewunderung hingab. Das
älteste Fahrzeug stammte dabei aus dem
Jahre 1927 und bestach mit seiner Mobilität und seinem unvergleichbaren Charme.
Wie bereits im letzten Jahr starteten
um 11 Uhr die Teams ihre Erlebnisreise im
Minutentakt vom Freibad in Erdmannsdorf mit dem ersten Ziel der Historischen
Spanziehmühle in Grünhainichen. Die
Strecke erschloss sich den Teilnehmern
durch das Beantworten von zum Teil kniffligen Fragen und Finden von versteckten
Hinweisen. Aufmerksame Beifahrer waren
dabei eine große Hilfe.
Die Sonne unterstützte uns nach Kräften und schenkte uns dabei einen unvergesslichen Blick durch das Erzgebirge bis
hin zum Fichtelberg, Pöhlberg und Spitzberg – eine Kulisse, die durch den strahlenden blauen Himmel, die sonnengelben
Rapsfelder und die vorbeifahrenden Oldund Youngtimer sowie Motorräder ihresgleichen sucht.
Zur Mittagspause hatte in diesem Jahr
die Bergstadt Pobershau geladen. Um die
Die siebziger Jahre waren nicht zuletzt durch zwei Ölkrisen gekennzeichnet, die auch und
gerade für die Automobilindustrie weit reichende Folgen hatten. Nach seinem erfolgreichen
Rückblick auf die Automobilisierung in den fünfziger und sechziger Jahren wendet sich der
Autor Alexander Franc Storz nun den Siebzigern zu, erzählt von den „autofreien Sonntagen“
und davon, dass diese die Beziehung zwischen den Deutschen und ihrem „liebsten Kind“
keineswegs trüben konnten, zeigt und beschreibt liebevoll die Allerwelts-Autos ebenso wie
die seltenen Exoten, berichtet stimmungsvoll vom Straßenalltag, vom Reisen und vom Camping.
ISBN: 978-3-613-03633-8, Einband: gebunden, Seitenzahl: 176, Abbildungen: 100 s/w Bilder
& 149 Farbbilder, Format: 230mm x 265mm, Preis: 19,95 Euro
Foto: Tilo Hofmann
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11. Niederschlesische Oldtimerrallye
Volles Haus und volle Straßen
Die 11. Niederschlesische Oldtimerrallye am 10. Mai war ein (über)voller Erfolg.
Der Hof der Landskronbrauerei war bis
zum letzten Platz mit historischen Fahrzeugen gefüllt. Nicht jeder, der mit seinem
Fahrzeug doch noch an der Rallye teilnehmen wollte, konnte einen der wenigen
restlichen freien Startplätze bekommen.
Der Ablauf dieser Veranstaltung verlief
ohne nennenswerte Probleme. Ein ganz
„Mutiger“ hatte sich an der Streckenausschilderung vergriffen und so konnte
einer der zu entdeckenden Buchstaben
von den Teilnehmern nicht gefunden werden, was sich aber bei der Auswertung
problemlos korrigieren ließ. Dank sei den
„normalen“ Autofahrern in Görlitz gesagt,
denn die ohnehin schon stark frequentierten Umleitungsstrecken der Stadt wurden
an diesem Tag durch die 120 zusätzlichen
und meist langsamen Fahrzeuge belastet. Die Zuschauer am Straßenrand wird
Stefan Reinschke auf einem „Adler“
die Abwechslung in der sonst modernen
Blechlawine dagegen gefreut haben.
Dank sei hier allen Helfern und Sponsoren gesagt, ohne die solch eine Mammut-
veranstaltung für den MC Görlitz e.V. nicht
realisierbar gewesen wäre.
Der organisatorische Höhepunkt für die
Teilnehmer war sicher die Siegerehrung
auf dem historischen Brauereigelände.
Falko Herbig, MC Görlitz e.V.
im ADMV
Die Sieger
Motorräder bis Baujahr 1950: Marcel, Kiesewetter, Gibirgsdorf, BMW R12. – Baujahre 1951–1965: Axel Vornberger, Dresden, MZ ES 175. – Baujahre 1966 –1975: Rocco
Wendler, Dresden, Jawa 50 Typ 20.
Automobile bis Baujahr 1935: Daniel Rogenz, Bad Muskau,
AFIV-39. – Baujahre 1936 –1950: Herbert Fischer, Niesky,
DKW Cabrio F5. – Baujahre 1951–1965: Joachim Ernst,
Görlitz, Mercedes 220 S. – Baujahre 1966 –1975: Markus
Kretschmer, Markersdorf, Wartburg 353.
Motorräder mit Beiwagen bis Baujahr 1975:
Wolfgang Kunath, Dresden, AWO-Gespann.
Marco Gerstberger und Daniel Schlenker in einem Lotus Super Seven Tiger
15. Oldtimertreffen des MC Grimma
Fahrt durchs Muldental
Am Start in Sermuth gab es eine Bremsprüfung.
Am 13. Juli fand ein Oldtimertreffen
mit Ausfahrt des MC Grimma statt. Die
Grimmaer luden zu ihrem Sommertreffen wiederum nach Sermuth ein. Der dort
ansässige Sportverein SV Eintracht feierte
zugleich sein 10. Muldefest und gab somit
einen wunderbaren Hintergrund für die
Oldtimerveranstaltung ab.
Der Start der 100 Teilnehmer aus ganz
Sachsen erfolgte um 10 Uhr vom Sportgelände des SV Eintracht. Aus organisatorischen Gründen musste der Kreis der
Oldtimerfreunde auf 100 begrenzt werden. Somit konnten die nicht wenigen
Kurzentschlossenen, vermutlich wegen
des schönen Wetters, leider nicht die offizielle Ausfahrt bestreiten, aber sie fuhren
Youngtimer mit Raritätenstatus:
Henry Hockner, VW Golf A1.
die 68 Kilometer lange Strecke durch das
Muldental außerhalb der Wertung mit.
Nicht nur am Start in Sermuth, sondern auch in Grimma auf dem nach dem
Hochwasser wieder herausgeputzten
Marktplatz ließ sich die gesamte Palette
der Oldtimer bewundern. Fahrzeuge der
Baujahre von 1924 bis 1988 gab es zu sehen und die Fahrzeugführer gaben den
staunenden und neugierigen Zuschauern
gern Auskunft über ihre Lieblinge. Einen
einzelnen hervorzuheben würde vielen
anderen Unrecht tun.
Nach der Zwangspause und zwei obligatorischen Sonderprüfungen, in denen
die Kraftfahrer ihre Geschicklichkeit im
Umgang mit ihren alten Fahrzeugen unter
Beweis stellten, ging es weiter zur nächsten Kontrollstelle. Eine weitere Sonderprüfung wurde von Mitgliedern der FFw
Hohnstädt durchgeführt, die gleichzeitig
ihr 75-jähriges Bestehen feierte. Mit seiFotos: Thomas Böttcher, Falko Herbig, MC Grimma
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nem fundierten Wissen beeindruckte der
Chef der Feuerwehr, ein erfahrener Oldtimerfreund, die Zuschauer bei der Vorstellung der Fahrzeuge.
Während der Mittagspause auf dem
Gelände der Fa. Kfz-Kühlerservice Otto
Neumann im Gewerbegebiet von Polenz
bei Brandis wurden die Teilnehmer nicht
nur gut aus der Gulaschkanone mit einem vorzüglichen Mittagessen versorgt,
sie hatten auch die Gelegenheit, sich bei
der Kühlerfirma zu informieren, wie man
aus einem schrottreifen Kühler einen nagelneuen und nahezu originalen Kühler
herstellen kann.
Nach diesem kurzweiligen Ausflug ging
es weiter bis nach Höfgen bei Grimma.
Der Wirt der Gaststätte „Zur Wassermühle“
bot den Fahrern und seinen Begleitern einen Kaffee und, wer wollte, noch ein „Fettbemmchen“ an.
Die Fahrt durch das schöne Muldental endete wieder in Sermuth. Pünktlich
musste man schon ankommen, um in der
Wertung zu bleiben. Wer das geschafft
und nicht zu viele Strafpunkte gesammelt
hatte, hatte auch Aussicht auf einen der
überaus zahlreichen Preise. Anschließend
konnte man, je nach Interesse, noch kostenlos im Festzelt des SV Eintracht verweilen und sich an den Darbietungen der
Rock’n Roll & Boogie Woogie Connection
erfreuen.
Dieter Klas,
Vorsitzender des MC Grimma e.V.
im ADMV
4. August Horch Klassik
Viel Chrom glänzte in der Sonne
180 Fahrzeugklassiker, 150 Kilometer,
auf sechs Etappen, zwei Veranstalter, ein
Erlebnis – die August Horch Klassik bestand ihre vierte Auflage mit Bravour. Am
20. Juli bildeten die Straßen und Landschaften des schönen Erzgebirges die malerische Kulisse für die Rallye im Namen
und Gedenken des Autopioniers Horch.
An den Start gingen in den 150 Automobilen aus sechseinhalb Jahrzehnten Automobilgeschichte auch in diesem Jahr
wieder Fahrzeugbesitzer und -liebhaber
aus ganz Deutschland.
Start war 9.01 Uhr traditionell vor dem
August Horch Museum, neben dem MC
Zwickau e.V. der Ausrichter dieser Veranstaltung. Zahlreiche Zuschauer nahmen
die Gelegenheit trotz tropischer Hitze
wahr, die historischen Fahrzeuge entlang der Strecke zu bewundern. Eine Be-
sonderheit wartete an der Kontrollstelle
Schmalzgrube, wo die Veteranen der
Straßen ab 11.15 Uhr jene auf Schienen
trafen und quasi den Abschluss der 1. Eisenbahn- und Oldtimertage bildeten. Ab
12.15 Uhr nahmen die reichlich 360 Teilnehmer ein Mittagessen auf Schloss Wildeck in Zschopau ein, das ob der bemerkenswert guten Vorbereitung wohl lange
in Erinnerung bleiben wird.
Der Rallye voraus ging traditionell das
sogenannte „Benzingespräch“. Am Vorabend plauderte der Schirmherr Prof. Dr.
Bernd Rosemeyer vor interessierten Teilnehmern aus seinen Familienmemoiren
und zeigte Einblicke ins private Fotoalbum. Schließlich waren seine Eltern keine
geringeren als die Fliegerpilotin Elly Beinhorn und der Auto Union-Star-Rennfahrer
Bernd Rosemeyer. Philippe Casse, jahrelanger Leiter der Öffentlichkeitsarbeit
des belgischen Importeurs von Audi und
VW, D’Iteren, unterhielt die Zuhörerschaft
auf seine Weise und gab Einblicke in die
Bedienung eines Auto Union Silberpfeils
Typ A, den er selbst 2004 anlässlich der Eröffnung des August Horch Museums auf
dem Brückenberg steuerte.
Mit der Ausgabe der Urkunden und eines Erinnerungsfotos für alle Beteiligten,
besonders aber mit der Ehrung außergewöhnlicher Teilnehmer fand die diesjährige Rundfahrt ihren würdigen Abschluss.
Ausgezeichnet wurden Christoph Kästner
(auf NSU 501/T) und Detlef Dix (auf Neander 750) für die ältesten Motorräder (Baujahr 1928). Die Urkunde für den ältesten
Pkw nahm Thomas Hofmann für seinen
Adler K7/15 von 1910 entgegen. Den Preis
für die weiteste Anreise erhielt Philippe
Casse aus Brüssel. Mit seinem Sunbeam
Alpine von 1966 war er 700 Kilometer weit
angereist.
Auch die Organisation sowie der gebotene Rahmen und damit die Arbeit
aller an Vorbereitung und Durchführung
Beteiligten fanden große Anerkennung.
Der Geschäftsführer des August Horch
Museums, Rudolf Vollnhals, und der 1.
Vorsitzende des MC Zwickau, Johannes
Schmutzler, bedankten sich im Anschluss
bei allen Teilnehmern für ihr Kommen.
Das gesamte, auch in diesem Jahr besonders vielfältige Feld der technischen Kleinode auf zwei und vier Rädern – darunter
allein 72 Vorkriegsfahrzeuge – verlieh der
Veranstaltung eine faszinierende und einmalige Atmosphäre. Gleichzeitig luden sie
die Teilnehmer für den 19. Juli 2015 zur
nächsten August Horch Klassik ein, die
unter dem Motto „111 Jahre Horch in Zwickau“ stattfinden wird.
Rudolf Vollnhals,
August Horch Museum
Zwickau gGmbH
Fotos: August Horch Museum
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15. Zschopauer Classic für historische Renn -und Sportfahrzeuge
Alle haben Lust auf mehr
Kaiserwetter bei der Zschopauer Classic am 1. Juni. Der Wettergott hatte wohl
noch etwas gut zu machen: Schließlich
musste die Veranstaltung im vergangenen Jahr wegen Starkregen verschoben
werden. Diesmal war alles anders. Bei
guten Rahmenbedingungen gingen 220
Teilnehmer in 15 Klassen zu je zwei Trainings- und Wertungsläufen auf zwei, drei
und vier Rädern an den Start.
e rgeb nisse
Peter Bruhn/Stefan Bruhn aus Fährsdorf auf BMW R 50/2 von 1964
Klasse 1 Renn- und Sportmotorräder bis 1945: 1. Heiko Döring, Hohnstein, NSU OSL 501, 1938, 0,13 Differenz;
2. Eberhard Uhlmann, Chemnitz, DKW SS Ladepumpe,
1936, 0,28; 3. Hans Olbertz, Plauen, Ariel RH, 1938, 0,89.
Klasse 2.1 Renn- und Sportmotorräder bis 175 ccm,
1946-1969: 1. Sabrina Lehmann, Lichtenstein, M2 Lehsa EB, 1974, 0,01; 2. Peter Wagner, Lauter, IFA DKW RE,
1952, 0,26; 3. Karl-Heinz Kreußler, Zwönitz, IFA DKW,
1952, 0,30.
Klasse 2.2 Renn- und Sportmotorräder bis 175 ccm,
1970-1985: 1. André Leikeb, Chemnitz, Honda RS 125,
1988, 0,02; 2. Stefanie Lässig, Hohenstein-Ernstthal,
Honda RS RF, 1985, 0,14; 3. Stefan Mauersberger, Neuhausen, Metalex MTX 125, 1979, 0,16.
Klasse 3.1 Renn- und Sportmotorräder 176 ccm-250
ccm, 1946-1969: 1. Dieter Gaudlitz, Neukirchen, AWO
Sport, 1959, 0,43; 2. Diethard Pfeiffer, Schwarzenberg,
MZ HB 250, 1966, 0,55; 3. Sven Bachmann, Geyer, AWO,
1954, 0,56.
Klasse 3.2 Renn- und Sportmotorräder 176 ccm-250
ccm, 1970-1985: 1. Rainer Lindner, Flöha, Yamaha RD
250, 1974, 0,07; 2. Marko Zimmermann, Pirna, Honda
CB 250, 1974, 0,25; 3. Falk Heinze, Zwickau, Yamaha RD
250, 1975, 0,38.
Klasse 4.1. Renn- und Sportmotorräder 251 ccm-350
ccm, 1946-1969: 1. Alexander Herpich, Niederwürschnitz, Honda CB 350 F, 1969, 0,07; 2. Karl-Heinz Saupe,
Thalheim, Jawa RS 354, 1959, 0,35; 3. Christian Reichenbach, Callenberg, Yamaha TZ Replica, 1969, 0,38.
Klasse 4.2 Renn- und Sportmotorräder 251 ccm350 ccm, 1970-1985: 1. Dr. Andreas Liebscher, Flöha,
Yamaha RD 350 LC, 1979, 0,05; 2. Andreas Hengst, Marienberg, Yamaha RD 350 EB, 1976, 0,11; 3. Lutz Lippold,
Gieboldehausen, Honda CB 400 N, 1980, 0,29.
Klasse 5.1 Seriensportmotorräder bis 27 PS, 19451985: 1. Haiko Großmann, Aue, MZ ETZ 250, 1985, 0,03;
2. Heinz-Jürgen-Walther, Schleiz, AWO 425 T, 1953, 0,22;
3. Alexander Haering, Dresden, Jawa Perak, 1950, 0,34.
Klasse 5.2 Seriensportmotorräder über 25 PS, 1945-
Manfred Glöckner aus Glauchau im MT 77-1 von 1980
Gefahren wurde in allen Klassen um
Wertungspunkte des ADMV Classic Cups.
Mit Helga Heinrich, Heinz Rosner, Wolfram
Trabitzsch, Karl Dinger, Bernd Köhler, Johannes und Peter Kehrer, Erhard Gärtner
und Brit Scheffer, Peter und Steffan Bruhn,
Gerhard Friedrich, Manfred Glöckner, Frank
Menzel, um nur einige Akteure zu nennen, konnten die Organisatoren des MSC
Schwartenberg e.V. im ADMV und der IG
Classic Rennsport Zschopau viele Prominente aus der Rennsportszene begrüßen.
Auch Motorsportler aus Frankreich und
Tschechien nahmen die 2,7 Kilometer lan1985: 1. Andreas Ring, Plauen, Yamaha RD 125 LC, 1983,
0,09; 2. Klaus Martin Piontek, Zschopau, Moto Guzzi Le
Mans, 1978, 0,65; 3. Patrick Fränzel, Chemnitz, Yamaha
FZR 1000, 1985, 0,77.
Klasse 6 Rennmotorräder mit Seitenwagen bis
1985: Andreas Georg/Bernd Gasch, Radeburg/Dresden,
BMW R50 S, 1958, 0,23; 2. Dieter Schubert/Monika Richter, Jahnsdorf, Baker Yamaha F1 Gespann, 1992, 0,28;
3. Steffen Lippold/Jens Müller, Hohndorf/Thum, DKW
SS600 Gespann, 1934, 0,38.
Klasse 7 Renn- und Sportwagen bis 1945: 1. Lothar
Fritzsche, Fürstenwalde, Austin Seven Ulster, 1933,
1,20; 2. Thomas Hofmann, Drebach, DKW F1 Monoposto,
1931, 1,58; 3. Stefan Hofmann, Drebach, Framo Stromer
PF 300, 1933, 13,51.
Klasse 8 Renn- und Sportwagen 1946-1985: 1. Gerhard Friedrich, Gera, MT 77-1, 1977, 0,10; 2. Manfred
Glöckner, Glauchau, MT 77-1, 1980, 0,23; 3. Frank Menzel, Schwarzenberg, Wartburg EB, 1959, 0,69.
Klasse 9 Renntourenwagen 1946-1985: 1. Markus
Schreibvogel, Scheßlitz, NSU 1000 TT, 1969, 0,01; 2.
Frank Werner, Pausa, VW Polo 86 c, 1983, 0,16; 3. Torsten
Reichardt, Großräschen, Wartburg 353 WR, 1967, 0.42.
Klasse 10.1 Tourenwagen und Seriensport-Pkw
1946-1985: 1. Holger Rüdiger, Kirchberg, Trabant RS
600, 1985, 0,13; 2. Harald Hohe, Bamberg, Audi-NSUAuto Union Typ, 1979, 0,17; 3. Marcel Schorsch, Drebach,
Wartburg 353 W, 1967, 0,28.
Klasse 10.2 Tourenwagen und Seriensport-Pkw
1986-1993: 1. Robert Kunz, Thalheim, Opel Kadett E
HRC, 1991, 0,02; 2. Manuel Stephani/Rico Thierfelder,
Deutschneudorf/Lengefeld, Honda CRX, 1988, 0,04;
3. Sebastian Kunze, Chemnitz, Opel Kadett GSI 2,0 8V,
1991, 0,10.
Klasse 11 Fahrzeuge außerhalb ADMV Classic Cup
Reglement: 1. Danny Graf, Schwarzenberg, Honda
CBR 900, 1997, 0,09; 2. Johannes Kehrer, Hohndorf, MZ
Supermono, 1996, 0,13; 3. Hendrik Müller, Chemnitz,
Yamaha YZF R1, 1999, 0,44.
ge Bergstrecke zwischen Zschopau und
Gornau unter die Räder und verliehen der
Veranstaltung internationales Flair.
Für Furore im Fahrerlager und bei den
2000 Zuschauern sorgten wie immer die
Rennmotorräder mit Seitenwagen. Zu
den Startern in dieser Kategorie zählten
auch Otto Fischer und Martin Bier aus
Hohnebostel (Niedersachsen). Mit ihrem
Yamaha-Gespann der Marke Eigenbau
fuhren sie vom Erzgebirge weiter nach
Bremerhaven, um ihren Titel beim Fischereihafenrennen vom vergangenen Jahr zu
verteidigen. Aber auch das IFA Team mit
Peter Wagner Platz 2 und Karlheinz Kreußler Platz 3 lieferten eine feine Leistung ab.
Traditionell stark vertreten sind in der
Motorradstadt Zschopau natürlich Rennmaschinen aus Zschopau. Auch in diesem
Jahr sah man von der DKW SS Ladepumpe, IFA-DKW, MZ Rennmaschinen der 60er
und 70er Jahre bis zu der noch im Renneinsatz befindlichen MZ Supermono 729
von Johannes Kehrer die gesamte Breite
der Technik.
Viele fleißige Helfer haben die 15. Veranstaltung vorbereitet und unterstützt,
um den aktiven Fahrern beste Wettkampfbedingungen und den Zuschauern tolle
Wertungsläufe zu bieten.
Zufriedene Gesichter bei den Aktiven,
Zuschauern und Organisatoren machen
Lust auf mehr. Also dann bis zur 16. Zschopauer Classic im Juni 2015!
Gert Wagler,
MSC Schwartenberg e. V. im ADMV
Karl Dinger aus Greiz auf einer KDG Eigenbau von 1978
Fotos: ©werbung-fischer.de
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6. Racing-Classics Berlin-Brandenburg
Oldtimer erobern Flugplatz in Pohlitz
Der MC Auto-Mobil Berlin hat nunmehr
seit fünf Jahren ein neues, interessantes
Betätigungsfeld. Ursprünglich und traditionell sehr dem Automobilrallyesport
zugetan, kam der Motorsport mit historischen Fahrzeugen hinzu. Beginnend mit
einem ersten Event auf dem Lausitzring,
folgten Jahr für Jahr weitere Wettbewerbe
im Classic-Bereich.
Da die finanziellen Aufwendungen am
Lausitzring verhältnismäßig hoch sind,
suchte der Vorstand des Vereins nach Alternativen und fand diese vor drei Jahren
auf dem Flugplatz in Pohlitz. Das ist ein
kleiner Ort, etwa zehn Autominuten von
Eisenhüttenstadt in Richtung Frankfurt/
Oder entfernt. Der Flugplatz selbst liegt
ideal, niemand, außer Fuchs und Hase
wird durch Lärm gestört, er besitzt eine
gute Anbindung an das Straßennetz. Der
Asphalt (für die 1900 Meter lange und
10,50 bis 23 Meter breite Rennstrecke) ist
in gutem Zustand, möglich Flugaktivitäten werden auf der riesigen Rasenfläche
abgewickelt, ohne dass der Motorsport
unterbrochen werden muss.
Die Tourenwagen sorgten wieder für Action.
Doch es gibt auch Nachteile: Die beiden
Fahrerlagerflächen bieten viel Platz, aber
es fehlt eine ausreichende Beleuchtung;
sanitärmäßig steht eine mobile Toilettenanlage zur Verfügung. Bei schönem Wetter sitzt es sich im Freien sehr gemütlich
– regnen darf es nicht.
Aber, und das ist die Hauptsache, das
Arbeiten vor Ort funktioniert Hand in
Hand, die Kooperation mit dem Flugplatzbetreiber ist bestens; die Aktiven kommen gern nach Eisenhüttenstadt. Anlässlich der 2-Tagesveranstaltung am 14. und
15. Juni waren 110 Teilnehmer der Einladung gefolgt: 76 Motorräder, 26 Automobile, drei Gespanne und fünf Kartfahrer. Über die Hälfte der Fahrerschaft
hatte sich bereits Freitag angemeldet, so
dass Sonnabend um 8.30 Uhr begonnen
werden konnte. An beiden Tagen herrschte sehr gutes Wetter; der Durchführung
der Gleichmäßigkeitsveranstaltung stand
nichts im Wege. Am Sonnabend brachten
zwei Ereignisse den Zeitplan etwas durcheinander: Ein Motorradfahrer stürzte
(technische Havarie, Hinterrad blockiert)
und musste längere Zeit am Unfallort behandelt werden. Und der Wind setzte mit
einigen Böen den Bauelementen der Schikanen so zu, dass die Sportwarte vor Ort
erst einmal Hand anlegen mussten. Doch
die fleißige Truppe des MC Auto-Mobil
Berlin schaffte auch das mit Bravour, so
dass sich schon jetzt alle auf 2015 freuen
können.
H.T.
3. Platz für Andreas Georg/Bernd Gasch auf einem Gespann BMW R50 S von 1958
ergeb nisse
Sven Burkert aus Apolda auf einer Yamaha DS7/RD von 1971
Klasse 1: 1. Carsten Feuß, Sarolea 32 F Racing; 2. Hans
Olbertz, Ariel RH; 3. Reinhart Päßler, Rovin.
Klasse 2.1: 1. Rolf Herrmann, IFA/DKW; 2. Lutz Horst, Benelli 175 4T/S; 3. Klaus Pellert, Honda RS.
Klasse 2.2: 1. Kai Aurich, Kreidler Florett; 2. Wolfgang Kilschautzki, Malanca RE;3. Uli Troch, Tro Speed 80.
Klasse 3.1: 1. Christian Franz, MZ HB 250 EB; 2. Jürgen
Horn, Simson AWO RS; 3. Lutz Jäger, Simson.
Klasse 3.2: 1. Frank-Thorsten Hussock, Yamaha RD 250; 2.
Bernd Kittel, Kawasaki KH 250B; 3. Klaus Pellert, Honda
CB 250 RS.
Klasse 4.1: 1. Jens Zimmermann, Benelli 500; 2. Jörg
Fischer, Benelli Racer; 3. Rudolf Seydewitz, Norton
Manx30.
Klasse 4.2: 1. Mathias Wieser, Yamaha RD 350 YPVS; 2.
Hans-Jürgen Macioschek, BMW R60/7; 3. Steffen Drenske, Honda.
Klasse 5.1: 1. Ekkehard Aurich, Norton Dominator; 2.
Hendrik Ring, Yamaha RD 125; 3. Norbert Weichelt, MZ
RE ETS.
Klasse 5.2: 1. Frank Pawski, Yamaha SR 500 EB; 2. HansJürgen Macioschek, BMW R45s; 3. Frank Neubert, Honda
VFR 750.
Klasse 6, 1. Tag: 1. André Kühne/Katrin Schlosser, BSA
Kirby-Metisse; 2. Hans Olbertz/Karl Egelkraut, Ariel VH;
3. Andreas Georg/Bernd Gasch, BMW R50.- 2. Tag: 1.
Kühne/Schlosser; 2. Olbertz/Egelkraut; 3. Georg/Gasch.
Klasse 7, 1. Tag: 1. Toni Haberstock; 2. Lothar Fritzsche,
Austin Seven Ulster; 3. Bernd Haberstock.- 2. Tag: 1. Thomas Hofmann, DKW F1 Monoposto; 2. Detlef Schneeweiß; 3. Fritzsche.
Klasse 8, 1. Tag: 1. Christoph Goldschmidt, Formel Van;
2. Claudia Kruse, MT 77; 3. Anja Pippig, MT 77.- 2. Tag:
1. Goldschmidt; 2. Kruse; 3. Lothar Fritzsche, Formel Ford
van Diemen.
Klasse 9, 1. Tag: Rocco Michallek, Zastava 101; 2. Frank
Werner, VW Polo 86C; 3. Swen Landwehr, Trabant 1.1.2. Tag: 1. Michallek; 2. Thomas Görner, Toyota MR2i; 3.
Frank Meyer, Wartburg RS 353.
Klasse 10.1, 1. Tag: 1. Josephine Weinhold; 2. Ulrich Gabbert, BMW 2002ti; 3. Thomas Sachse, Polski Fiat 125p.- 2.
Tag: 1. Sachse; 2. Weinhold; 3. Gabbert.
Klasse 10.2, 1. Tag: 1. Enrico Fietz, Ford Escort RS; 2.
Jürgen Berthold, Porsche 924; 3. Kerstin Görner, Citroen
AX.- 2. Tag: 1. Fietz; Ewald Weinhold; 3. Görner.
(Klassenbezeichnungen siehe 15. Zschopauer Classic)
Fotos: Täger
25
breitensport
mobil
3/4 2014
Bavarian Quad Challenge in Flöha
Auf unserem Motorsportgelände im
„Vogeltal“ begrüßten wir am 21./22. Juni
bereits zum vierten Mal in Folge die Bavarian Quad Challenge. Die BQC ist eine
international ausgeschriebene, lizenzierte
Motorsportserie, bei der reine Quad- und
ATV-Veranstaltungen für jedermann als
2-Stunden-Rennen durchgeführt werden.
Auf einem eigens von unseren Mitgliedern angelegten zirka zwei Kilometer langen Rundkurs, welcher nicht nur einen Teil
der Motocross-Strecke, sondern auch viele Offroad-Sektionen beinhaltete, wurden
beim dritten Lauf zur Deutschen Meisterschaft im DMV die Pokale vergeben.
Die meisten Runden in der Klasse 1 absolvierte der Titelverteidiger Jürgen Mohr,
der damit die Meisterschaftsführung
übernahm. In der Klasse der Quad-SoloPiloten freute sich Ronald Hackebeil über
seinen zweiten Saisonsieg und verteidigte
damit seine Führung in der Meisterschaft
vor Antonin Koutecky aus Tschechien, der
zum dritten Mal in diesem Jahr als Zweiter
durchs Ziel fuhr.
Punktgleich waren in der ATV-TeamKlasse Dominik Apel und Paul Junker hinter Max Heiland und Karl Ederer als Zweitplatzierte angereist. Durch den Ausfall von
Apel reichte es am Ende für die beiden
nur zu Platz vier. Heiland und Ederer fuhren als erste über die Ziellinie und konnten sich damit in der Meisterschaft leicht
absetzen.
Zum vierten Mal war die Bavarian Quad Challenge im „Vogeltal“ zu Gast.
In der Quad-Team-Klasse mussten sich
die bisher zweimaligen Laufsieger Lisa
Heiland und Manuel Bauer hinter Manfred
Zienecker und David Freidinger mit Rang
zwei begnügen, verteidigten aber ihre
Führung in der Meisterschaft. Das Team
des MC Flöha Lutz Ebert und Patrik Polifka
erreichte nach einem sehr guten Lauf den
fünften Rang.
Zehn Minuten vor Rennende ereignete
sich ein Unfall, bei dem sich Thomas Mohr
(Seniorenklasse) verletze und ins Krankenhaus gebracht wurde. An dieser Stelle
beste Genesungswünsche vom gesamten
Verein.
Rico Näther,
Vorsitzender MC Flöha e.V. im ADMV
e rgeb ni sse
Klasse 1 ATV Solo (9 Teilnehmer): 1. Jürgen Mohr, 29 Runden; 2. Uldis Freimanis, 27; 3. Christian Reim, 27.
Klasse 2 ATV Team (8): 1. Karl Ederer/Max Heiland, 28; 2.
Torsten Harz/Silvio Kernchen, 28; 3. Heiko Kallenbach/KarlHeinz Trapp, 26.
Klasse 3 Quad Solo (12): 1. Ronald Hackebeil, 32; 2. Antonin
Koutecky, 30; 3. Paul Mildner, 29,
Klasse 4 Quad Team (18): 1. Manfred Zienecker/David Freidinger, 34; 2. Manuel Bauer/Lisa Heiland, 32; 3. Kevin Hof/
Max Kubat, 32.
Klasse 5 Kids (11): 1. Ole Klotz, 9; 2. Luc Aaron Braasch, 9; 3.
Jannis Spang, 8.
Klasse 6 Youngster: (18) 1. Christopher Gnan, 13; 2. Matej
Seidl, 13; 3. Max Loose, 13.
Klasse 7 Quad bis 300 ccm (4): 1. Antonin Koutecky, 15; 2.
Andreas Harles, 15; 3. Heiko Friedrich, 14.
Klasse 8 Ladies (6): 1. Juliane Kolwe, 16; 2. Alena Mikowa, 16;
3. Lisa Heiland, 15.
Klasse 9 Rookie (4): 1. Manfred Zienecker, 18; 2. David Freidinger, 18; 3. Manuel Bauer, 17.
Klasse 31Quad 40 + (11): 1. Alfred Bauer, 31; 2. Joachim
Gnan, 31; 3. Steffen Loose, 31.w
Vorschau: 2. Simsonrennen in Wolgast
können MZ- und Jawa-Motorräder in einer extra Wertung an
den Start gehen. Also, macht Eure DDR-Kampfgeräte flott und
stellt Euch den Herausforderungen der Wolgaster MX-Strecke!
Informationen gibt es rechtzeitig unter
www.gelaendesport-nordost.de
BUCH TIPP
Auch in diesem Jahr findet ein Mopedrennen
auf dem Wolgaster Ziesaberg statt! Gestartet wird in den bekannten Klassen 50 ccm
Serie, 60 ccm und Open. Es gibt auch eine
Neuerung: Zusammen mit der Open-Klasse
In der Reihe „Praxishandbuch“ hat der HEEL Verlag ein Werk übers Schweißen insbesondere für
die Karosseriereparatur herausgegeben. Getreu dem Motto: „Karosseriebau macht erst dann Spaß,
wenn man nicht mehr schweißen muss, sondern wenn man schweißen will“. Wenn das Fahrzeug
von der „braunen Pest“ befallen ist und mit Reparaturblechen instand gesetzt werden muss,
kommt notwendigerweise ein Schweißgerät zum Einsatz. In dem Buch wird alles Wissenswerte
über die Reparaturarbeiten angefangen bei der Werkstattausrüstung, über die TÜV-gerechte Schweißtechnik bis hin zur Anfertigung der Bleche in zahlreichen Schritt-für-Schritt-Abbildungen
mit Texten vermittelt. Das Werk eignet sich bestens für Einsteiger und Auszubildende in der Instandsetzung von Fahrzeugkarosserien und der Fachmann findet sicher darin manchen Tipp für
die Optimierung seiner Tätigkeit. Wenn der Leser eine Schweißarbeit am Blech erfolgreich abgeschlossen hat, ist sicher der Buchpreis in der Regel um ein Vielfaches amortisiert.
Red.: Steinfurth, P.; Titel: Schweißen – Grundlagen Technik Praxis Schritt für Schritt zur professionellen Karosserie-Reparatur; 128 Seiten; ca. 1000 farbige Abbildungen; gebunden; 25 Euro;
ISBN 978-3-86852-903-6.
Lothar Schulze
Foto: Marco Burkert
26
mobil
breitensport
3/4 2014
MC Flöha e.V.
1. Simson-Rennen im „Vogeltal“
Knapp 25 Jahre nach der neuen Zeitrechnung haben wir uns im Vorstand
entschlossen, wieder ein Simson-Rennen
durchzuführen. Natürlich konnten wir
nicht mehr den Namen GST-Rennen verwenden. So wurde schnell nach einem
neuen gesucht und mit „99`Bird Valley
Race“, was nichts anderes als VogeltalRennen bedeutet, auch gefunden.
Unter der Leitung unserer SimsonBeauftragten Lutz Ebert und Rico Ronge
trafen wir alle Vorbereitungen, um am
28. Juni das Rennen auszurichten. Die
Rennstrecke wurde zu großen Teilen von
der eine Woche zuvor gastierenden BQC
übernommen, teilweise entschärft und
zusätzlich mit künstlichen Hindernissen
gespickt.
Pünktlich um 10.00 Uhr fiel der Startschuss zum ersten Lauf. In den Klassen Serie 50, 60, und 70 ccm standen 99 Minuten
Rennzeit an. Den Fahrern wurde bewusst,
es wird eine sehr lange Zeit und ein hartes
Rennen. Als Sieger kamen Christian Artmann (50 ccm), Marc Neumann (60 ccm)
und Fabian Hanf (70 ccm) ins Ziel.
Nach der Mittagspause fuhren unserer
Pitbiker einen Präsentationslauf. Sie waren in der Planung an den Vorstand mit
dem Wunsch herangetreten, dem Publikum die Pitbike-Szene näher zu bringen.
Über einer Renndauer von 33 Minuten
entwickelte sich wie erwartet ein Kampf
um die Spitze, welcher von Timon Grai-
chen entschieden wurde.
Um 14.00 Uhr startete wie geplant das
Hauptrennen über 99 Minuten der Klassen Open, Super Open und MZ. Rick Ebert
vom Gastgeberverein sicherte sich schnell
die Führung in der Klasse Open. Mit großem Vorsprung musste er jedoch in der
ersten Rennhälfte die Box aufsuchen und
einen Schaden am Vorderrad beheben.
Dies warf ihn bis ans Ende des Feldes zurück, so dass er sich am Ende über Platz
fünf freuen konnte. Sieger wurde Matthias
Ludwig mit tollen 25 Runden. Unser zweiter Starter Rico Ronge fuhr in der Klasse
Super Open aufs oberste Treppchen. Die
Der MC Flöha, gegründet am 6.
Juni 1980 von 23 Motocross-Begeisterten, ist einer der vielseitigsten
Ortslubs des ADMV. Er beherbergt
die Sektionen Motocross, Trialsport,
Ori- & Oldifahrt, Enduro, Rallyesport
und Touristik. Hinzu kommt eine Abteilung Fahrradtrial. Der Club engagiert sich auch im Classic-Motocross
und Simson-Sport, organisiert Motocross-Trainingslager für Kinder und
Motocross-Trainings für die Großen.
Die Saison 2014 wird am 3./4.
Oktober beendet mit dem Endlauf
„Flöha-Pokal“, dem 12. Classic-MotoCross und dem Simson-Cross-Pokal.
Überlegen, aber nach Reifenschaden nur Fünfter: Rick Ebert vom MC Flöha
Hauptorganisator des Rennens und
Super-Open-Sieger: Rico Ronge
MZ-Klasse entschied Tobias Müller mit einer ETZ 150 für sich, welche nun eine Generalüberholung benötigt.
Am Ende des Tages haben wir von den
Teilnehmern für die Strecke, Organisation
und Durchführung sehr viel Lob geerntet.
Das Rennen für Simson, MZ und Pitbikes
wird wohl einen festen Platz im Terminkalender 2015 finden.
Wir danken allen Helfern und Sponsoren für ihren Einsatz sowie dem ADMV-Geschäftsführer Harald Täger, der uns bei der
Ausschreibung und der Genehmigung
tatkräftig unterstützt hatte.
Rico Näther
e rgeb ni sse
Klasse Simson 50 ccm: 1. Christian Artmann, Holungen, 12
Runden; 2. Richi Friedrich, Seyde,
11.
Klasse Simson 60 ccm: 1. Marc Neumann, Drebach, 26; 2.
Torsten Lampe, Neustadt, 26; 3. Philipp Lommatzsch, Nossen, 22.
Klasse Simson 70 ccm: 1. Fabian Hanf, Hessberg, 25; 2. Marco
Häuer, Grüna, 25; 3. Reimo Reichel, Veilsdorf, 22.
Klasse Simson Open: 1. Matthias Ludwig, Augustusburg, 25;
2. Jan Schäffer, Zwickau, 24; 3. Rüdiger Melzer, Hausdorf, 23.
Klasse Simson Super Open: 1. Rico Ronge, Chemnitz, MC
Flöha, 25; 2. Michael Pieper, Radebeul, 20; 3. Rene Kasischke,
Hoyerswerda, 8.
Klasse MZ: 1. Tobias Müller, Augustusburg, 20; 2. Roy Liebscher, Hermsdorf, 17; 3. Sven Merbitz, Rothschönberg, 11.
Klasse Pitbike: 1. Timon Graichen, 13; 2. Patrick Klemm, 13; 3.
Bernhard Hanusch, alle Flöha, 12; 4. Michelle Franke, Oederan, alle MC Flöha, 10.
Hallo Sportfreunde in den Clubs
Auf der ADMV-Internetseite veröffentlichen wir regelmäßig Vorschauen auf Motorsportveranstaltungen. Leider noch viel zu
wenige. Wir nehmen daher gern kurze Texte, auch Stichpunkte und Bilder an, um diesen Service weiter auszubauen. Schickt
Euer Material mit dem Betreff „Internet“ bitte an: info@admv.de
Birgit Hradetzky
Fotos: MC Flöha
27
breitensport/verband
mobil
3/4 2014
Wir trauern um
Motorsportfreund Hans Rüger
Unser Sportfreund Hans Rüger aus Zittau ist am 13. Mai
2014 von uns gegangen. Mit
ihm verlieren wir einen guten
Freund, einen hervorragenden
Sportkameraden und einen
sehr wertvollen Menschen.
Wir alle, die große Motorsportgemeinde nicht nur aus Zittau
und Ostsachsen, auch weit darüber hinaus sind von seinem
Tod tief betroffen und trauern
mit seiner Familie um ihn.
Hans Rüger wurde am 10.
Oktober 1924 geboren. Sein
Vater war erfolgreicher Unternehmer und konnte sich
deshalb bereits sehr früh Automobile leisten. Das war der Hans Rüger (l.) im Gespräch mit Mortimer Graf zu Eulenburg im Jahr 2012
Grund, dass der heranwachHans Rüger zählte zu den Pionieren
sende Sprössling bereits mit den ersten
selbständigen Schritten die Begeiste- des Zittauer Nachkriegsmotorsports.
rung für die Kraftfahrzeuge und den da- Neben seinen sportlichen Aktivitäten
mit verbundenen Sport bewusst erleb- beim MC ROBUR Zittau war er über
te. Diese Tatsache hat sein Leben fast 90 Jahrzehnte der 2. Vorsitzende des MC
und erwarb sich aufgrund seiner herJahre mitgeprägt.
vorragenden Fähigkeiten und
Leistungen hohe Verdienste
um den Motorsport und die
Entwicklung des MC. Er war der
Mitbegründer und Vorsitzende
der Sektion Touristik. Besonders in den 60er Jahren als aktiver Motorsportler ist die Liste
seiner Erfolge mit sehr vielen
hervorragenden Platzierungen,
Medaillen sowie Ehrenpreisen
national und international zu
lang, um alles hier aufzuzählen.
Neben zahlreichen Auszeichnungen als Sportfunktionär
erhielt er später, bereits als Pensionär den Titel Ehrenmitglied
des MC ROBUR Zittau. Der Ingenieur und Backofenmeister
arbeitete in seinem Betrieb bis
an sein Lebensende unermüdlich. Als
Fachexperte hatte er deutschlandweit
einen hervorragenden Ruf. Sein Andenken werden wir in ehrenvoller Erinnerung behalten.
MC ROBUR Zittau e.V. im ADMV
Termine ADMV Classic Cup
24.08.
Reinsdorf, August-Horch-Ring, MC Zwickau e.V.
30.-31.08. Riesa, Weidaer Dreieck, Riesaer Oldtimer Rennsport
03.-05.10. Lausitzring, ADMV Classic Cup e.V.
dankeschön
www.admv-classic-cupev.de
Erlebte Sportfreundschaft
Gut vorbereitet und voller Tatendrang
ging es Pfingsten nach Bremerhaven.
Leider konnte meine langjährige Helferin aus beruflichen Gründen mich nicht
zu dieser Veranstaltung begleiten. Sonntagvormittag, nach nicht einmal anderthalb Runden, holte mich ein Fahrer aus
Ostfriesland mit einer in mehreren Punkten nicht dem Regelwerk entsprechenden Waldmann-Kawasaki, bestückt mit
Reifen, welche mindestens 30 Jahre auf
der Felge sitzen und dazu noch an den
Flanken Risse zeigen, an der langsamsten Stelle der Strecke, Kurve 9, von der
Maschine! Ergebnis: doppelter Unterarmbruch und acht Wochen Pause. Keine Entschuldigung! Im Gegenteil, als ich
den Fahrer nach dem Rennen angesprochen habe, erntete ich nur Hohn und
Ralf Schaum
Spott nach dem Motto: Was kann ich
dafür, wenn du vor mir herfährst. Wenn
solch ein Verhalten nicht geahndet wird,
können wir den historischen Motorsport
in ein paar Jahren beerdigen!
Nun zu dem positiven Erlebnis. Während meiner Operation im Klinikum
Bremerhaven haben sich meine Sportfreunde um das Verladen der zwei Rennmaschinen in den Transit gekümmert.
Gleichzeitig wurde die Fahrerbesetzung
der anderen Transportfahrzeuge so geändert, dass ein Fahrer meinen FordTransit mit mir sicher im Pfingstverkehr
nach Halle-Teicha bringen konnte.
Für die erlebte Sportfreundschaft
möchte ich mich insbesondere auf
diesem Weg bei den Familien Hänisch,
Kötting, Meißner und Schellig bedanken. Nächstes Jahr würde ich natürlich
wieder gern vor dieser herrlichen Zuschauerkulisse antreten. Ralf Schaum
Fotos: Jürgen Kießlich, Klaus Hänisch
28
mobil
motorrad-biathlon
3/4 2014
Landesmeisterschaft im Motorrad-Biathlon in Lübbenau
Nico und Tom auf Erfolgskurs
Die Vorbereitungen auf den 7. und 8.
Lauf zur Landesmeisterschaft Berlin-Brandenburg im Motorrad-Biathlon am 28./29.
Juni beim MSC „Jugend“ Lübbenau haben
sich gelohnt. Manfred Redde mit Mannschaft, Michael Remmin, Jens Rohloff, Julia Reichwald, Janine Vehma und Rene Noack waren erfolgreich im Kampf mit dem
wilden Grün. Enrico Vehma, Rene Krüger,
Robert Kerstan, Frank Peter, Carlos und
freiwillige Helfer hatten die Elemente fertig gestellt, das Fahrerlager eingerichtet,
und, und, und...Jens Rohloff und Andrea
Mosch hatten sich um die Versorgung der
Teilnehmer gekümmert.
Unsere Gäste fühlten sich sehr willkommen und wohl bei uns. Von allen Seiten
gab es Lob für die Vorbereitung, den Streckenzustand mit den Neuerungen und
die Organisation der Veranstaltung.
Bei bestem Wetter kämpften am Samstag im Motorsportzentrum LübbenauHindenberg zirka 100 Fahrer um die
Meisterschaftspunkte. Auch der Sonntag versprach sehr gutes Wetter, jedoch
pünktlich zum letzten Lauf drehten die
Männer im strömenden Regen ihrer Runden, hatten aber auch ihren Spaß dabei.
Die Brücke wurde jedoch aus Sicherheitsgründen aus der Strecke herausgenommen – sie war auf Grund des Regens zu
rutschig! Die Fahrer stimmten der Entscheidung zu, es ging schließlich um ihre
Sicherheit.
Mit Nico Schicho und Tom Remmin
schlugen sich zwei Fahrer unseres Clubs
bei der Startprüfung (Lauf zu den Motorrädern) und auf dem Rundkurs im
Gelände mit der Sonderprüfung im
Schießen (Lasertechnik) prächtig.
In der Klasse 12 (Kleinkraftrad
Die Jüngsten: Oskar Stenzel vor Angelique Scholta (beide MSC Race and Style) und Ricardo Walther (MC Jämlitz)
Simson Open, Fahrer ab 12 Jahre) erreichte Nico einen zweiten und einen dritten
Platz. In der Jugendwertung der Klasse 6
(Motorrad bis 150 ccm 2-Takt, Motorrad
175 bis 250 ccm 4-Takt, Fahrer ab 14 Jahre) landete er erst auf den dritten, dann
auf den ersten Platz. Tom wurde hier
in beiden Läufen als Zweiter gewertet.
Erfreulich, dass in der Gesamtwertung
nach acht von zwölf Läufen Nico die Führung inne hat und Tom den dritten Platz
einnimmt.
Die Vorbereitungen für unsere nächsten Veranstaltungen laufen bereits auf
Hochtouren. Am 12. und 13. September
findet wieder das Hindenberg Dirt Track
Races mit Fahrern aus ganz Deutschland
und der Schweiz statt. Am 5. Oktober
sind die Endurance Masters zu Gast bei
uns. Hierbei kämpfen Quad-Piloten aus
Geschickt: Nico Schicho
Flugsicher: Tom Remmin
ganz Deutschland, Polen und Tschechien
im Finallauf der Serie um die alles entscheidenden Punkte. Im vergangen Jahr
wurde der MSC „Jugend“ Lübbenau von
den Teilnehmern als bester Veranstalter der gesamten Serie mit einem Pokal
ausgezeichnet!
Also, bei uns geht immer etwas. Lübbenau liegt mitten im Spreewald – schaut
mal vorbei!
Henry Pfeiffer,
2. Vorsitzender und Sportleiter
MSC „Jugend“ Lübbenau e.V. im ADMV
Fotos: Pfeiffer
29
motocross
mobil
3/4 2014
Start zum 1. Lauf der Klasse MX 2
Motocross-Welt- und Europameisterschaft in Teutschenthal
Im Talkessel wurde
meisterlich „gekocht“
Das Nationencross 2013 liegt gerade einmal neun Monate zurück. Teutschenthal (12.000 Einwohner) im Saalekreis war im September des vorigen
Jahres in der Bevölkerungszahl auf das
dreifache „angewachsen“. Eine Mammutaufgabe für den Handel, die Versorgung,
die Rettungs- und technische Dienste, die
Kommune, Landwirte, Hoteliers und die
Anwohner selbst.
Und nun am 21./22. Juni 2014 vor
31000 Zuschauern der 11. Lauf in der
Solo-WM MX GP, MX 2 und WMX (Damen),
Nach Verletzungspause wieder fit: Maximilian Nagl
ergänzt mit den EM-Klassen 125 und 150
ccm. Kein Veranstalter kann in einem Zeitplan berücksichtigen, am Rennsonntag in
fünf Klassen jeweils zwei Wertungsläufe
durchzuführen. So war bereits der Sonnabend ein „halber“ Renntag.
Nach den obligatorischen Trainingsläufen aller Klassen mussten die „Langsamsten“ der EM 125 ans Startgitter – Last
Chance. Am Nachmittag folgten die ersten Wertungsläufe der EM 150 und der
Damenklasse. Im Anschluss mussten alle
Fahrer der MX 2 und der MX GP erstmals
zeigen, wer „Herr im Hause“ sein wird und
wer noch nachlegen muss – jeweils ein
spannendes Qualifikationsrennen über
20 Minuten. Die Belgier Strijbos und van
Horebeek siegten vor dem Deutschen
Nagl aus Weilheim in der GP. Herlings (Niederlande), Gajser (Slowenien) und Tixier
(Frankreich) waren die drei Besten in der
Tagessieger aus Deutschland:
Brian Hsu in der Klasse EMX 125.
MX 2. Hier stand am Sonnabend fest, dass
die DMSB-Starter nur durch ein Wunder
in die Punkteränge fahren können. Den
Wettkampftag schlossen die 125er mit
dem ersten Rennen ab.
Der Sonntag wurde um 8.20 Uhr mit
den Warm Ups eröffnet, ehe um 10.30 Uhr
die Damenklasse zum zweiten Wertungslauf, danach die EM 150 und EM 125 ans
Startgitter gebeten wurden. Von 13.00 bis
kurz vor 18.00 Uhr war der Talkessel den
WM-Fahrern vorbehalten. Hier brannte
die Luft, als im ersten Lauf Maximilian
Landtagsabgeordneter Ralf Wunschinski, Clubvorsitzender Achim Jahnke, stellvertretender Clubvorsitzender Dr. Günter Scholz, Ehrenvorsitzender des Clubs Kurt Jungmann (v.l.)
Fotos: Kai-Uwe Sickert (3), Täger
30
mobil
motocross
3/4 2014
Nagl einen Superstart erwischte und vor
Clement Desalle das gesamte Rennen
führte. Dennis Ullrich und Marcus Schiffer
wurden auf den Plätzen 19 und 20 in Runde eins gesichtet. Ullrich kämpfte sich bis
auf Platz 15 vor, wurde letztendlich Achtzehnter vor Schiffer.
Vorfreude herrschte auf den zweiten
Lauf. Doch dann „Herzstillstand“. Nagl
hatte den Start scheinbar um eine Kupplungsbewegung vermasselt, Platz 12 in
der ersten Runde. Doch der Routinier
zeigte sein Können und kam als Siebenter
ins Ziel und wurde mit einem Punkt Vorsprung Zweiter in der Tageswertung vor
Jeremy van Horebeek.
In der Klasse MX 2 erreichte der erst
17-jährige Henry Jacobi aus Bad Sulza als
bester Deutscher die Plätze 20 und 27,
ergatterte also einen WM-Punkt. Er fährt
ansonsten in der EMX 250. Da diese Klasse nicht im Teutschenthaler Programm
stand, gab der Akteur des gastgebenden
MSC Teutschenthal sein WM-Debüt in der
kleinen Klasse. Die Besten schafften in der
Fahrzeit eine Runde mehr – der Weg zur
Spitze ist also weit.
Neun deutsche Damen nahmen am
WMX-Rennen teil. Am besten von ihnen
punktete Stephanie Laier aus Dielheim.
Die viermalige Weltmeisterin (2005, 2009,
2010, 2011) wurde Vierte in der Tageswertung.
Harald Täger
Erfolgfreiche Damen: Chiara Fontanesi,
Meghan Kat Rutledge, Livia Lancelot (v.l.)
ergeb nisse
Punkteten in der MX GP: Dennis Ullrich und Marcus Schiffer
MXGP: 1.Clement Desalle, Belgien, Suzuki, 47 Punkte;
2. Maximilian Nagl, Deutschland, Honda, 39; 3. Jeremy
van Horebeek, Belgien, Yamaha, 38;...14. Dennis Ullrich, KTM, 15; 19. Marcus Schiffer, beide Deutschland,
Suzuki, 5.
MX 2: 1. Jeffrey Herlings, Niederlande, KTM, 50; 2. Tim
Gajser, Slowenien, Honda, 44; 3. Jordi Tixier, Frankreich,
KTM, 38; … 24. Henry Jacobi, Deutschland, KTM, 1.
WMX (Damen): 1. Meghan Kat Rutledge, Australien,
Kawasaki, 47; 2. Chiara Fontanesi, Italien, Yamaha, 47;
3. Livia Lancelot, Frankreich, Kawasaki, 38; 4. Stephanie
Laier, Deutschland, Suzuki, 34;…7. Larissa Papenmeier,
28; 8. Anne Borchers, beide Suzuki, 28; 17. Alicia Reitze,
Yamaha, 7; 19. Kim Irmgartz, Suzuki, 3; 21. Laura Soller,
alle Deutschland, KTM, 2.
EMX 125: 1. Brian Hsu, Deutschland, Suzuki, 50; 2. Joakin
Furbetta, Italien, KTM, 44; 3. Tomass Sileika, Lettland,
KTM, 36.
EMX 150: 1. Albie Wilkie, Großbritannien, Honda, 47;
2. Eric Schwella, Deutschland, Honda, 40; 3. Albin Larsen,
Schweden, Honda, 38; …13. Lasse Neukäter, 13; 22.
Kenneth Wesseler, beide Deutschland, beide Honda, 1.
Wiederum eine anspruchsvolle Aufgabe für das große Organisationsteam um
Achim Jahnke nebst Familie, Andreas
Kosbahn nebst Familie, Frank Puchowski
nebst Familie…wo anfangen, wo aufhören bei dieser riesigen Gemeinschaft?
Nicht unbekannt sind solche Sprüche „…
mein Mann ist nicht da, der ist im Motorsport unterwegs, der organisiert schon
wieder…“. Und in Teutschenthal? Hier
scheint die große Truppe tatsächlich das Problem nicht zu kennen – nicht nur die Männer
sind im Einsatz, sondern ebenso die Ehefrauen,
Kinder, Schwiegertöchter, Enkel, Freunde …
helfen mit, machen das, was so manch einer
nicht machen will. Beim Motocross in Teutschenthal haben wie in vielen anderen Ortsclubs alle Zeit oder nehmen sie sich. Toll, dass
es so etwas im Ehrenamt gibt.
Am Rande notiert
Start zum 2. Lauf der Klasse MX 1
Stolz darauf können alle sein! Und das sehen
auch FIM-CMS Präsident Wolfgang Srb, Promotor Giuseppe Luongo, Landrat Frank Bannert
und Bürgermeister Andre Herzog so. Der DMSB
kann stolz auf solch einen Verein sein. Nicht
viele Organisatoren können eine Veranstaltung
in diesen Dimensionen schultern. Der ADAC
steckt viel Geld und Kraft in das Leistungszentrum für Motocross sowie die Modernisierung
und den Ausbau der Anlage im Talkessel. Viele
der Sportfreundinnen und Sportfreunde haben das Handwerk im ADMV gelernt und halten diese Mitgliedschaft in Ehren.
Ein weiterer Fortschritt im Talkessel: Neben
der ursprünglich ersten Steilauffahrt wurde
eine stabilisierende Betonwand errichtet. Die
Auffahrt ist jetzt breiter, etwas kürzer und die
Kehre am Ende mündet in die Abfahrt – alles
spektakulär und für die Zuschauer gut einsehbar. Ein riesiger Aufwand steckt auch im „angehobenen“ Fahrerlager. Es wurde aufgefüllt, die
gesamte Fläche ist geschottert, verdichtet und
eben. Und der Versorgungstrakt für die Helfer
und Vereinsmitglieder: Die alte Baracke aus
den 70er Jahren wurde saniert, innen Wände
heraus genommen, im Ständerwerk mit Rigipsplatten verkleidet und mit einer modernen
Küche ausgestattet. Eine Freude, sich hier auszuruhen und von den freundlichen Frauen mit
herzhaften Speisen bedienen zu lassen.
Sonntag früh herrschte Aufregung, nicht das gesamte Feuerwehrpersonal war vor Ort. Warum?
Die Männer waren in der Nacht bis zum Morgen
im Einsatz. Eine Schweinemastanlage am Ortsrand von Teutschenthal brannte. Dieser Einsatz
war wichtiger als das bevorstehende Rennen.
Kameraden anderer Wehren sprangen kurzfristig ein – ein großes Dankeschön an dieser Stelle.
Sonnabend war um 18.10 Uhr Renn- aber nicht
Wettkampfende. Übers Internet ging eine
Grußbotschaft nach Brasilien an die deutsche
Fußballnationalmannschaft mit guten Wünschen für das abendliche Spiel, das live im Festzelt übertragen wurde.
Fotos: Kai-Uwe Sickert
31
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3/4 2014
Start zum Finale der Clubsportklasse
Start zum 1. Lauf der Seitenwagen
11. Magdeburger ADMV-Motocross
Mammutprogramm bestens bewältigt
Siegerin bei den Damen Antonie Jubert
Der MC „Motor Mitte“ Magdeburg
und viele Helfer leisteten am 3./4. Mai
Schwerstarbeit: Insgesamt 247 Fahrer in
acht Klassen der Landesmeisterschaft
Sachsen-Anhalt und in der Seitenwagenklasse der länderübergreifenden LVMXSerie waren der Einladung zum Motocross
nach Magdeburg-Diesdorf gefolgt. Hinzu
kamen extra Wertungen nach Altersklassen und für die Damen.
Die Anmeldung und die technische Abnahme verliefen wie gewohnt sehr gut.
Problematisch war der Streckenzustand.
Starke Regenfälle hatten dafür gesorgt,
dass der 1980 Meter lange Kurs schwer zu
fahren war. Kämpfen bis zum „Umfallen“
war erforderlich. Die zirka 1000 Zuschauer
erlebten zwei ereignisreiche und spannende Wettkampftage.
Für den Gastgeberclub war diese Veranstaltung eine Generalprobe für die
Monster Energy CROSS FINALS 2014 am
30./31. August. Vor zwei Jahren hatten die
Magdeburger schon einmal das Highlight
der deutschen Amateur-Motocross-Szene
ausgerichtet. Die jeweils zwei besten
Fahrer (65 ccm, 85 ccm, MX1, MX2) aus
Regional- und Landesmeisterschaften –
19 Serien insgesamt – treffen bei diesem
Wettbewerb 2014 aufeinander. Bei vier
Hubraumklassen sind somit insgesamt
acht Fahrer pro Serie, insgesamt also 152
Fahrer startberechtigt.
MC „Motor Mitte“ Magdeburg e.V.
im ADMV; B.H.
Weitere LVMX-Termine
10.08.
17.08.
24.08.
ergeb nisse
07.09.
Wertung Landesmeisterschaft
Klasse 50ccm: 1. Elias Schlicke, MC Einetal Alterode, 50
Punkte; 2. Theo Bosch, 44; 3. Pauline Sczeponek, MX
Division Parchen, 40.
Klasse 65ccm: 1. Noah Ludwig, MSC Teutschenthal, 50;
2. Cedric Karpa, MX Division Parchen, 44; 3. Lennox Ben
Niehle, MSC Roitzsch, 40.
Klasse 85 ccm: 1. Nick Seeger, MC Genthin, 50; 2. Jasper
Dempewolf, MSC Letzlingen, 44; 3. Eric Jette, MSV Dolle,
40.
Klasse MX2, Senioren: 1. Christoph Schade, MSV Dolle, 47 22/25); 2. Marius Sievers, 47 (25/22); 3. Chris
Ehrhardt, TUS Elbingerode, 40 (20/20). – Junioren: 1.
Oliver Jacques Sczeponek, MCC Teuchern50 (25/25); 2.
Alexander Böhm, MSV Schorstedt, 44 (22/22); 3. Alister
Faust, MSC Roitzsch, 38 (18/20).
Klasse Open: 1. Patrick Pietrzak, MC Genthin, 47 (22/25);
2. Luca Lier, MSC Letzlingen, 45 (25/20); 3. Patrick Böhm,
MSV Schorstedt, 40 (18/22).
Klasse Senioren Ü40: 1. Karsten Tomeischel, MC Einetal
Alterode, 50 (25/25); 2. Welt Fricke, MSC Letzlingen, 40
(20/20); 3. Christian Lengsfeld, MC Genthin, 33 (18/15).
Klasse Senioren Ü50: 1. Marcin Rzetkowski, MSC Roitzsch,
50 (25/25); 2. Steffen Knobloch, 44 (22/22); 3. Michael
Rambow, MSV Lauchhammer 1990, 38 (18/20). – Wertung Senioren Ü60: 1. Wolfgang Hildebrandt, MSC Letzlingen, 50 (25/25); 2. Klaus-Jürgen Potas, MSV Schorstedt,
44 (22/22); 3. Reiner Kühne, MC Genthin, 40 (20/20).
Klasse Damen: 1. Antonie Jubert, MSC Bismark, 50
(25/25); 2. Beatrice Munkelt, MSC Teutschenthal, 44
(22/22); 3. Tina Schran, MSC Letzlingen, 40 (20/20).
Klasse Clubsport, Finale: 1. Dario Patzelt, MSC Letzlingen; 2. Silvio Schmähl MC Genthin; 3. Alexander Muhl,
MSC Altmersleben.
Klasse LVMX-Seitenwagen: 1. Tino Hanuschke, MSC „Jugend“ Lübbenau, 47 (22/25); 2. Sebastian Engelbrecht,
MSC Letzlingen, 45 (25/20); 3. Christoph Wisbar, MCC
Bensdorf, 42 (20/22).
13.09.
28.09.
03.10.
04.10.
12.10.
MC EC Malchow e.V. im
ADMV, Seitenwagen
MSC Pflückuff e.V. im ADAC,
Seitenwagen und Quad
MC PSV Schwerin e.V. im
ADMV, Junioren und Quad
MC Letzlingen e.V. im DM ,
Seitenwagen
MF Ansprung e.V. im ADMV,
Seitenwagen und Quad
MC Westerhausen e.V. im
ADAC, Quad
MC Bernauer Schleife e.V.
im ADMV, Junioren
MSC Thurm e.V. im ADAC,
Quad
MC Dreetz e.V. im ADAC,
Seitenwagen
www.mxland.de
An der länderübergreifenden Motocross-Clubsport-Serie 2014 nehmen
Fahrer aus Sachsen-Anhalt, BerlinBrandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Thüringen teil.
Veranstalter sind eingetragene Vereine
und anerkannte Ortsclubs des ADMV,
DMV, AvD oder ADAC.
Fotos: Kai-Uwe Sickert
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3/4 2014
82. ADMV-Motocross Wriezen
Quads wirbelten um DM-Punkte
Beeindruckend: Bereits sein 82. Motocross richtete der MC Wriezen in seinem
50. Jahr des Bestehens aus. Wie seit Jahren
traditionell fand das Rennen am 1. Mai in
den Silberbergen statt.
Auf dem sandigen, hügeligen und 2067
Meter langen Rundkurs fuhren Quadfahrer das zweite von acht Rennen zur
Deutschen Meisterschaft. Am europaweit ausgeschriebenen Prädikat trafen
die deutschen Akteure auf Konkurrenz
aus den Niederlanden, Tschechien, Dänemark, Österreich und Belgien. Mit einem
Laufsieg und einem zweiten Platz setzte
sich Stefan Schreiber aus Winnenden in
der Tageswertung vor seinem ärgsten und
grippegeschwächten Konkurrenten Joe
Maessen (Niederlande) durch. Schreiber,
der 2012 und 2013 den Titel gewann, war
schon im Training der Beste und fuhr im
Ab die Post: Start der Klasse MX2
ersten Lauf mit 2:19,045 Minuten = 53,52
km/h die schnellste Runde des Tages.
Zum Rennprogramm gehörten auch
Landesmeisterschaftsläufe Berlin-Brandenburg in den Klassen MX1, MX2 und
50 ccm (außerdem LM-Wertung Mecklenburg-Vorpommern). Die Jüngsten – ab
sechs Jahre sind sie startberechtigt – begaben sich auf die 611 Meter lange Nachwuchsstrecke.
Der MC Wriezen schickte Yves Höhne
in der Klasse MX1 an den Start. Als Achter und Vierter beendete der 29-Jährige
die Läufe. In der Tageswertung nahm der
Suzuki-Fahrer, der zum Sportler des Jahres
2013 in Märkisch-Oderland gewählte wurde, den fünften Platz ein.
B.H.
e rgeb ni sse
Klasse 50 ccm: 1. Corvin Ihrke, MSC Rügen, 50 Punkte (25/25);
2. Niklas Ohm, 40 (22/18); 3. Robin Sternberg, beide PSV
Schwerin, 38 (16/22).
Rad an Rad: Stefan Schreiber vor Manfred Zienecker
Aus der Geschichte des MC Wriezen
Mit der Gründung des Moto-Cross-Clubs am 12. Dezember 1964 wurde im Territorium des Oderbuchs und der Barnimhöhe eine neue Sportart ins Leben gerufen.
Am 8. Mai 1965 erfolgte der Start zum ersten Moto-Cross-Rennen am Silberberg
mit internationaler Besetzung.
Ein Jahr später übergab die Stadtverwaltung das Gelände an den Club.
Eine Deutsche Meisterschaft der DDR (Klasse 5 bis 175 ccm) trug der Club erstmals am 21./22. September 1968 aus.
Am 15. September 1974 startete erstmals ein Auto-Cross-Rennen am Silberberg. Am 10. August 1975 folgte im Stadtzentrum das erste K-Wagenrennen. Den
Endlauf zur DDR-Meisterschaft im Moto-Cross in der Klasse bis 250 ccm führten die
Wriezener am 17. September 1978 durch.
Am 1. Mai 1989 stand das 50. Rennen in ihrem Programm, zu dem mehr als
25.000 Zuschauer kamen. Das Rekordfeld umfasste 71 Solofahrer und 38 Gespanne.
Die Märkische Oderzeitung meldete am 18. August 1992: „Landesministerium
will Cross-Strecke stillegen. Wie die Löwen Wriezen verteidigen. Unterschriftensammlung bei den Rennen am Wochenende.“
Am 11. September 1994 fand mit einen Deutschen Meisterschaftslauf in der
500-ccm-Klasse (im Rahmenprogramm Deutscher Moto-Cross-Pokal der Seitenwagen und Landesmeisterschaft 250-500 ccm) das 60. Rennen in Wriezen statt. So
viele Rennen hatte bis dahin kein anderer Cross-Club in Deutschland organisiert!
(aus „40 Jahre ADMV Chronik 1957–1997“)
Klasse MX2: 1. Erik Steinkopf, 47 (25/22); 2. Dan Kirchenstein,
beide MSC Parmen, 45 (20/25); 3. Robert Riedel, MC Fürstenwalde, 42 (22/20).
Klasse MX1: 1. Toni Wolff, MSC Fürstlich Drehna, 47 (25/22);
2. Jack Krupke, MC Fürstenwalde, 45 (20/25); 3. Dominik
Schunke, MSC Bestensee, 42 (22/20).
Deutsche Meisterschaft, Klasse Quad: 1. Stefan Schreiber,
Winnenden, 47 (25/22); 2. Joe Maessen, Niederlande, 45
(20/25); 3. Manfred Zienecker, Klosterlechfeld, 38 (22/16).
Lokalmatador: Yves Höhne aus Wriezen
Fotos: Kai-Uwe Sickert
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3/4 2014
61. Moto-Cross im „Vogeltal“ MC Flöha
Marcus Kehr packte zu und gewann
Ein Blick auf den neu gestalteten Abschnitt im Motorsportgelände Vogeltal, auf die 6er Sprungkombination.
Klasse Simson Serie: 1. Marco Häuer, Grüna, 47 Punkte;
2. Franz Röthing, Nossen, 47.
Klasse Freie Technik: 1. Elmar Liebscher, 50; 2. Roy Liebscher, beide Hermsdorf, 44; 3. Sven Merbitz, Rothschönberg, 40.
Klasse 50 ccm: 1. Sebastian Möckel, Niederwürschnitz,
47; 2. Robbie Dworschak, Waldkirchen, 42; 3. Elias Singer, Markersbach, 38.
Klasse 65 ccm: 1. Emil Kurt Jung, Zittau, 50; 2. Henry Bahner, Hartenstein, 42; 3. Emil Arnold, Pirna, 40.
Klasse 85 ccm: 1. Nils Viertel, Neukirchen, 50; 2. Marc Jäkel, MC Flöha; 44; 3. Kenny Schreiter, Drebach, 40.
Klasse Lizenz: 1. Marcus Kehr, MC Flöha, 50; 2. Bert Meyer,
Schönbrunn, 44; 3. Marco Neubert, Affalter, 40.
Klasse Hobby: 1. Michael Welsch, Hainichen, 50; 2. Toni
Hirschel, Klingenberg, 42; 3. Felix Rößler, Seiffen, 38.
Klasse Senioren 40 +: 1. Lubos Lhotak, Tschechien, 50;
2. Mario Süßmuth, Marienberg, 44; 3. Jörg Kutschke,
Lauter-Bernsbach, 38.
Klasse Senioren 50 +: 1. Stanislav Svoboda, Tschechien,
50; 2. Alois Rehor, MC Flöha, 44; 3. Helge Mühlig, Kirchberg, 40.
Klasse Seitenwagen: 1. Halser/Halser, Lichtenw./Oederan, 47; 2. Winkler/Buschmann, Chemnitz, 43; 3. Kutschke/Kutschke, Großdubrau, 42.
Klasse Quad: 1. Enrico Morgenstern, Eppendorf, 50; 2. Ralf
Blei, Chemnitz, 44; 3. Silvio Umbach, Jahnsdorf, 40.
Klasse Classic Solo: 1. Mario Mühlig, Kirchberg, 50; 2.
Achim Schönbrod, Mülsen, 44; 3. Matthias Lehmann,
Leisnig, 40.
Klasse Classic Seitenwagen: 1. Jobke/Zahn, Lindena/
Finsterwalde, 50; 2. Bernsee/Domke, Frankfurt/Oder, 44.
„Drohnen-Verbot“
„Aus Sicherheitsgründen ist der Einsatz von unbemannten Fluggeräten (z.B. Drohnen/Mikrokopter) im Rahmen von Motorsportveranstaltungen grundsätzlich verboten. Der DMSB behält sich bei Zuwiderhandlung
eine Ahndung des Verstoßes durch das DMSB-Sportgericht vor.
Der Veranstalter kann eigenverantwortlich unter Berücksichtigung der gesetzlichen Anforderungen und
Bestimmungen Ausnahmen erteilen. Die Erteilung einer Ausnahmegenehmigung, zum Einsatz von unbemannten Fluggeräten, ist mindestens 5 Tage vor Veranstaltungsbeginn dem DMSB gegenüber schriftlich
anzuzeigen.“
anpassung
d msb - reglements
e rgeb ni sse
ihre Rennen ausgetragen hatten, starteten nach der Mittagspause die Rennen
der Hobby- und Lizenzklasse. Schnell
stellte sich bei den Fahrern ein gewisser
Fahrspaß ein, da nun in vielen Abschnitten verschiedene Linienwahl möglich
war und somit bessere Überholmanöver
möglich waren. Eine tolle Show lieferten
des
Zum Auftaktrennen der Flöha-PokalSerie am 4. Mai drehten bei besten Bedingungen 124 Fahrer in 13 Klassen aus der
Region und Tschechien am Gasgriff. Der
beliebte Flöha-Pokal geht bereits in die
8. Saison. Fast den ganzen Winter haben
wir unter fachkräftiger Anleitung unseres
mehrfachen deutschen Enduro-Meisters
Marcus Kehr an der Strecke gearbeitet. So
wurden zum Beispiel viele enge Streckenteile verbreitert, Sprünge komplett verändert und es wurde in einem Abschnitt
ein 6er Wafe eingebaut. Mit Hacke und
Schaufel legte dabei Marcus selbst bei unzähligen Stunden Hand an seiner Heimstrecke an und unterstütze somit unseren
Maschinisten. Drei Tage vor dem Rennwochenende bekamen wir vom DMSB
unsere neue Streckenlizenz ausgehändigt
und konnten somit beruhigter Dinge das
Rennen starten.
Pünktlich um 8.00 Uhr eröffnete unser
Rennleiter Mike Hassner das freie und anschließend das Zeittraining. Nachdem am
Vormittag bereits die Nachwuchsfahrer
vor begeistertem Publikum die EnduroPiloten Marcus Kehr und Bert Meyer auf
ihrer Sherco sowie Marco Neubert und
Paul Roßbach. Mit Giovanni Teucher und
Roy Jack Mende landeten die ersten „Crosser“ auf den Plätzen fünf und sechs.
Gleich drei Fahrer unseres Vereins
schafften zu Saisonbeginn den Sprung
aufs Treppchen. Enduro-Spezialist Kehr
triumphierte als Gaststarter in der Lizenzklasse. Nachwuchsfahrer Marc Jäkel zeigte
im Limit bis 85 Kubik eine starke Leistung.
Das Talent aus der von Marko Barthel betreuten Trainingsgruppe wurde zweimal
Zweiter. Bei den Senioren 50+ trumpfte
Alois Rehor auf. Der Routinier fuhr hinter
Stanislav Svoboda aus Tschechien ebenfalls zweimal auf Rang zwei.
Ein großer Dank geht an die zahlreichen
Helfer, unter anderem an die Streckenposten vom MSC Börnichen. Alle trugen dazu
bei, auch im 34. Jahr des MC Flöha eine
ordentliche und saubere Veranstaltung zu
gewährleisten.
Rico Näther,
Vorsitzender MC Flöha e.V. im ADMV
Anpassung der DMSB-Reglements
Automobilsport: Veranstaltungsreglement, Art. 42
Motorradsport: DMSG, Art. 4.1
Art. 42 bzw. Art. 4.1 Unbemannte Fluggeräte
Foto: Marco Burkert
34
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3/4 2014
ADMV-Seitenwagen-Classic-Cup im Moto-Cross
Simon zur Halbzeit in Führung
Den Auftakt der Oldtimer-Rennserie im
Jahr 2014 bildete die Veranstaltung des
MSV Schorstedt am 19. April. Diesmal hatte Petrus ein Einsehen und ließ die Sonne
scheinen. Im Vorjahr musste die Veranstaltung ausfallen, da zu Ostern noch Schnee
die Strecke bedeckte.
Leider schlug die Defekthexe gleich
zweimal zu und die Brüderpaare Thomas
und Martin Halser (Oederan) sowie Andreas und Christian Grüger (Wurzen) mussten
ihre Gespanne schon im ersten Lauf abstellen. Unangefochten gewann mit zwei
Laufsiegen der ADMV-Meister von 2011
und 2012 Ralf Simon (MSV Schorstedt), der
diesmal nicht Marcel Wildfang (MC Kuhstorf), sondern Sebastian Schödl im Seitenwagen hatte. Den zweiten Platz belegten die „Oranienbaumer“ Roland Nitschke/
Steffen Schulze vor Eberhard Becker/Martin Noetzel (MC Woltersdorf/MC Kuhstorf).
Mit einer ausgeglichenen Fahrweise gelang es Ralf Bernsee/Dietmar Domke (MCC
Frankfurt/Oder) sich den vierten Rang in
der Tageswertung zu erkämpfen.
Am 14. Juni fand in Kröbeln bei Zeithain die zweite Veranstaltung der Rennserie statt. Wiederum gewann mit zwei
Start in Kröbeln
Laufsiegen Ralf Simon, der diesmal mit
Steffen Birke (Groß Schwiesow) fuhr, da
Sebastian Schödl noch an Verletzungen
vom Europameisterschaftslauf in Kramolin (CR) laborierte. Wir wünschen ihm gute
Besserung. Diesmal hielt die Technik der
EML-CZ der Halser-Brüder und mit zwei
zweiten Plätzen wurden sie Zweite der Tageswertung. Dirk Beutler/Lutz Ebert (MC
Flöha) waren mit Verspätung in die Saison
eingestiegen und holten sich punktgleich
vor Eberhard Becker/Martin Noetzel den
dritten Platz, durch das bessere Ergebnis
Zwischenstand nach zwei Rennen: 1. Simon/Schödl, MC
Schorstedt, 80 Punkte; 2. Becker/Noetzel, MC Woltersdorf,
58; 3. Bernsee/Domke, MCC Frankfurt/Oder, 47; 4. Halser/
Halser, Oederan, 34 Punkte und Nitschke/Schulze, Schauder,
34; 6. Beutler/Ebert, MC Flöha, 28; 7. Jobke/Engelmann, MC
Schönborn, 21; 8. König/Uhlig, Kalletal, 18.
BUCH TIPP
Siegerehrung in Kröbeln
im zweiten Lauf. Marcel Jobke/André Engelmann (MC Schönborn) wurden Fünfte
vor Ralf Bernsee/Dietmar Domke und das
erste Team aus den Altbundesländern,
welches sich in unseren ADMV-Cup eingeschrieben hat, Andreas und Annalena König aus Kalletal bei Bielefeld in NordrheinWestfalen, belegte den siebenten Platz,
wobei im Rennen Max Uhlig (Oederan)
bei Andreas König im Seitenwagen stand.
Nach der Sommerpause wird das 16.
Internationale Off-Road-Festival des MC
Steglitz in Wietstock die dritte Veranstaltung 2014 mit Wertung zum Classic-Cup
sein. Alle Teams freuen sich schon auf
das Wochenende 20./21. September in
der Nähe von Berlin, wo man sich nicht
nur technikmäßig in die 60er/70er Jahre
zurückversetzt fühlt, sondern auch bei
der Live-Musik im Festzelt. Der Saisonausklang mit Jahressiegerehrung findet am
4. Oktober beim 12. Flöhaer Classic-MotoCross statt.
Kathrin und Andreas Liebscher,
MC Flöha e.V. im ADMV
In der Reihe „Altes Wissen“ aus dem Johann Kleine Vennekate Verlag erschien ein Reprint über die kraftfahrtechnische Ausbildung
des Jahres 1943. Das Werk richtete sich einst an Kraftfahrer unter den erschwerten Bedingungen im Kriege und an die Mechaniker
in den Werkstätten. Heute ist der Inhalt vor allem für Schrauber und Liebhaber historischer Fahrzeuge
interessant. Dennoch sind zahlreiche Themen durchaus für Mechaniker und Führer moderner Fahrzeuge wissenswert, zumal etliche Probleme langatmig und „idiotensicher“ erläutert werden. Wo Denkarbeit
vonnöten ist, wird mit analogen Beispielen aus dem täglichen Leben nachgeholfen. Wie z.B. der Abschnitt
„Wahrheit und Dichtung um den Alkohol“, hier im Sinne als Antiklopfmittel. Alkohole im Sprit, man denke an E5 und E10, damals wie heute aktuell. Wo der 70 Jahre alte alkoholisierte Kraftstoff keine schlechte
Figur abgibt – sollte zu denken geben! Wenn auch manche Hinweise als überflüssig abgetan werden
(z.B. in der Mangelwirtschaft die guten Reifen vorne) und moderne Fahrzeuge kaum noch außerhalb
von Fachwerkstätten zu reparieren sind, vermittelt das Buch viel „Gewusst wie“ für die heutige Zeit.
Autor: Heinz Schättler; Titel: Die kraftfahrtechnische Ausbildung im Zweiten Weltkrieg; 168 Seiten; ca. 70 s/w-Abbildungen, Skizzen und Tabellen; Broschur; 25,00 Euro;
ISBN 978-3-935517-72-0
Lothar Schulze
Fotos: K. Liebscher
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3/4 2014
Der Kämpfer Danny Neubauer
48. ADMV Culitzscher Motocross
Danny Neubauer bewies Kampfgeist
Insgesamt 107 Fahrer gingen am 4./5.
Mai beim 48. Culitzscher Motocross an
den Start. Etwa 500 Zuschauer erlebten
packenden Rennen auf der gut präparierten, zirka 1300 Meter langen Strecke an
der Rottmannsdorfer Straße. Für den Lauf
zum Deutschen MX-2-Pokal hatten 67
Fahrer gemeldet, sodass in zwei Gruppen
gefahren wurde. Im ersten Zeittraining der
Gruppe A legte Marco König aus Ansbach
die schnellste Zeit vor. Danny Neubauer
vom gastgebenden MC Culitzsch nahm
die Herausforderung an und konterte in
seiner Gruppe mit einer neuen Bestzeit.
Im Halbfinale ging es richtig zur Sache.
Schließlich wollte jeder unter die 20 besten Fahrer kommen, um sich fürs Finale zu
qualifizieren. Das erste Halbfinale gewann
Marko König. Danny Neubauer erwischte
im zweiten Halbfinale keinen guten Start
und wurde etwas eingeklemmt. Doch er
gab nicht auf und wurde nach 15 Minuten
Renndistanz noch Dritter. Im Finale starteten Marko König, Moritz Schittenhelm (Urbach) und Hannes Herbst (Mittelhausen)
von den besten Positionen. Danny Neubauer musste mit dem sechsten Startplatz
vorlieb nehmen. Der Lokalmatador wurde
abermals in der Startkurve eingeklemmt
und kam nur im Mittelfeld aus der ersten
Runde zurück. Er kämpfte sich Meter um
Meter nach vorn und fuhr hinter Marko
König und Jonas Wolf als Dritter über die
Ziellinie. Damit behauptete der 20-Jährige
seine Führung in der Pokalwertung.
In der MX-1-Klasse siegte Manuel Engel
(Möckmühl). Patrick Hildebrand und Alfred Schürer (beide MC Culitzsch) belegten
die Plätze 13 und 15.
In der Gäste-Klasse, in der auch die
nicht qualifizierten Fahrer aus der MX 2
mit an den Start gingen, triumphierte
Xaver Hess. Mario Fischer (MC Culitzsch)
wurde Dritter. Seine Vereinskollegen Jörg
Lindner und Martin Lange kamen auf die
Ränge 8 und 27.
Das Shootout-Race, in dem die Besten
der Pokalklassen um attraktive Sachpreise
fuhren, gewann Marco König knapp vor
Carsten Stark (Glauchau) und Kevin Lindner (Krumhermersdorf ).
Thomas Trienitz, Presse MX Sachsen
e rgeb ni sse
Klasse MX1: 1. Manuel Engel, Möckmühl, 25 (12,5/12,5); 2.
Eddi Hübner, Lunzenau, 22 (11/11); 3. Maximilian von HeußBlößt, Trunkelsberg, 20 (10/10)
Klasse MX2, Finale: 1. Marko König, Ansbach; 2. Jonas Wolf,
Bad Wurzach; 3. Danny Neubauer, Cunersdorf.
BUCH TIPP
Siegerehrung Klasse MX2: Moritz Schittenhelm, Jonas Wolf, Marko König, Danny Neubauer, Tom Lange (v.l.)
Klasse Gäste: 1. Xaver Hess, Manching, 25 (12,5/12,5); 2. Fabian Bittel, Fürth, 22 (11/11); 3. Mario Fischer, Hartmannsdorf,
19 (9/10).
Es gibt viele Möglichkeiten, einen Zweizylinder-Motor zu konstruieren,
doch es gehört eine ganze Menge gestalterisches Feingefühl dazu, aus
zwei Zylindern eine Legende zu formen. Und eben das gelang BMW, der
deutschen Edelschmiede. Seit 1923 im Motorradbau tätig, entstanden vor
allem in den Jahren nach 1945 Motorräder, die Geschichte schrieben, allen voran die quer im Fahrwerk installierten mächtigen Twins mit Zweizylinder-Boxer-Motor. BMW steht mit seinem vielfältigen Produktportfolio heute mehr denn je für eine einzigartige Erfolgsstory mit Stück- und
Absatzzahlen, die eigentlich nur eine Richtung kennen: steil nach oben.
ISBN: 978-3-613-03593-5, Einband: gebunden, Seitenzahl: 188, Abbildungen: 200, Format: 190 mm x 125 mm, Preis: 9,95 Euro
Fotos: Trienitz
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3/4 2014
23. Motocross in Seiffen
Viel Regen, keine zweiten Läufe
der drei Runden vor Schluss die Führung
übernommen hatte. Zwei Damen in diesem Feld hielten die Schlammschlacht
durch: Lilly Glöckner (Oelsnitz) belegte den 27. und Sandy Stolarz (Treben)
den 29. Platz. Pech hatte Saskia Hermert
(Nischwitz). Am Start ging ihr Motorrad
nicht an und mit einer Runde Rückstand
kämpfte sie sich an das Feld heran. Doch
nach einem Sturz in der dritten Runde
und mit rutschigen Handschuhen gab sie
genervt auf. „Ich hatte keine Chance mehr.
Ich wollte nur durchfahren und sitzen
bleiben. Aber dies gelang mir leider nicht“.
Nur 12 Masters-Fahrer stellten sich
dem Starter. Bester im Zeittraining war
Patrick Hildebrand (Elterlein). Im Rennen kam er jedoch nicht an Richard
Leißner (Burgstädt) vorbei. Bei den Old
Masters Ü35 setzte sich der Gastfahrer
Mike Maciag (Kemmlitz) mit einem StartZiel-Sieg durch vor dem Titelverteidiger
Stephan Hetze (Lichtenstein). René Halbauer (Teichwolframsdorf ) fuhr bei den Old
Masters Ü45 zum Sieg.
Turbulent ging es bei den Seitenwagen
zu. Tino Ueckermann/Patrick Leskow (MSV
Schorstedt) kamen am besten vom Start
weg, am Ende wurden sie aber als Vierte
abgewinkt. In der zweiten Runde übernahmen Sebastian Engelbrecht/Andreas
Hegewald (Neustadt) die Führung, die sie
bis ins Ziel hielten. Die Pole-Setter Ronny
Friedrich/Matthias Riedel (Beilrode) mussten nach zwei Runden aufgegeben.
Thomas Trienitz, Presse MX Sachsen
Klasse Hobby: 1. Christian Glöckl, Bärenstein;
2. Oliver Otte, Eppendorf; 3. Felix Rösler, MSC
Schwartenberg.
Klasse Masters: 1. Richard Leißner, MSC Thurm; 2.
Patrick Hildebrand, MC Culitzsch; 3. Marko Neubert (Gast).
Klasse Old Masters Ü35: 1. Mike Maciag (MSC Weiße Erde Kemmlitz/Gast); 1. Stephan Hetze, MSC
Lugau; 2. Marcel Schneider, Zschopau; 3. Mario
Fischer, MC Culitzsch.
Klasse Old Masters Ü45: 1. René Halbauer, Teichwolframsdorf; 2. Falk Ziegler; 3. Igor Wernicke,
Markkleeberg.
LVMX Masters Klasse Seitenwagen: 1. Sebastian
Engelbrecht/Andreas Hegewald, MSC Letzlingen;
2. Christoph Wisbar/Christin Hanne, MCC Bensdorf; 3. Torsten Hengst/Michael Nikolaus, Gosem.
BUCH TIPP
Schlammschlacht: Auf der 1700-Meter-Bahn fuhren alle „anonym“.
Bester Old Master Ü45: René Halbauer
e rgeb ni sse
Am 18. Mai war die Landesmeisterschaft Sachsen zu Gast im Erzgebirge. Der
MSC Schwartenberg lud zum 23. ADMVMotocross Seiffen ein. Am Start waren
die Klassen Hobby, Masters, Old Masters
sowie die LVMX-Seitenwagen. Leider kam
alles anders als geplant. Aufgrund des
starken Regens sah sich der Veranstalter
gezwungen, die zweiten Läufe abzusagen. Das Verletzungsrisiko für die Fahrer
war einfach zu groß.
Für die Hobby-Klasse hatten 58 Fahrer
genannt, aber nur 33 traten zum Pflichttraining an. So gab es auch kein Halbfinale
für sie. Toni Moll (Jahnsdorf ) sicherte die
Poleposition, doch im Rennen musste er
sich mit dem vierten Platz begnügen. Den
Lauf gewann Christian Glöckl (Bärenstein),
Wenn ein Motobiker in die Jahre kommt, dann kann er viel erzählen. Dabei blieb es beim KlassikTrialer und -Endurofahrer Günther Machalett (Güma, fast 78, aktiv seit 60 Jahren) nicht: Er hat aus
seinem Bikerleben vieles aufgeschrieben. Es begann eigentlich schon 1945. Da beobachtete Günther bei der amerikanischen Besatzungsmacht alles, was die Soldaten mit ihren Motorrädern so
trieben. Neben H.D. und Henderson gefielen ihm die INDIANs am besten. Günther besaß fast so
viele Motorräder wie heute Lebensjahre, einige Bikes damals wegen Geldmangels vom Schrotthändler für 10 bis 20 DM geholt und aufgepeppt. Seine Erfahrungen und Erlebnisse hat er
in der Broschüre mit dem Untertitel „Einiges aus einem langen Motorradfahrerleben“ zusammengefasst. Mit viel Wissenswertem gespickt (Beispiel: Was kann passieren, wenn man am Bike
auf dem Anhänger den Kraftstoffhahn vergisst zu schließen?) ist das Werk amüsant zu lesen.
Autor: Günther Machalett; Titel: Güma‘s Motorradgeschichten; 84 Seiten; 21 Fotos; DIN
A5-Format; PC gefertigt und ausgedruckt; Neuauflage 2014; 9,90 Euro plus Versandkosten;
keine ISBN; Selbstverlag. Bestellung unter g.machalett@t-online.de oder Günther Machalett,
Postfach 43, 38316 Hornburg.
Lothar Schulze
Fotos: Trienitz
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3/4 2014
Simson-Überflieger: Dirk Burmeister
Zufriedene Kinder: Siegerehrung der 65-ccm-Klasse
ADMV-Motocross in Groß Schwiesow
Was für ein Tag!
Über 3000 Zuschauer, so viele wie noch
nie, besuchten das traditionelle Motocrossrennen am 1. Mai in Groß Schwiesow.
Insgesamt 118 Fahrer in vier Klassen gingen auf der 1832 Meter langen Rennstrecke an den Start. Zum ersten Mal wurde
eine offene Simson-Klasse ausgeschrieben – ein Versuch des MSC Groß Schwiesow, etwas Neues auszuprobieren.
Die Klassen 65 ccm, Senioren (ab 35)
und MX1 fuhren Läufe zur Landesmeisterschaft Mecklenburg-Vorpommern; bei
den Jüngsten (8-12 Jahre) erfolgte außerdem eine Wertung für die Landesmeisterschaft Berlin-Brandenburg.
In der Königsklasse MX1 – hier wird
kein Hubraum vorgeschrieben – überzeugte Lucas Millich (MCC Tessin) mit zwei
Laufsiegen. Spannend machten es die
Senioren. Die Tageswertung gewann Axel
Hechel (EMX Team Rostock), allerdings
ohne einen Laufsieg erzielt zu haben.
Die Laufsiege holten Markus Hermann
(MC Wolgast) und René Genschmer (MC
Schwerin-Süd). Alle drei Fahrer trennte am
Ende jeweils nur ein Punkt. In der 65-ccmKlasse gewann Marnique Appelt (Woltersdorf ) überlegen beide Läufe.
In der Simson-Klasse traten 20 Hobbyfahrer, also ohne Lizenz, an. Zugelassen
waren Mopeds im Serienzustand bis hin
zu getunten Umbauten. Am schnellsten
drehte Dirk Burmeister (Schwerin) seine Runden. Mit dabei war auch Michael
Timm, Boxtrainer im Schweriner Olympiastützpunkt. Er wurde Zwölfter in der
Tageswertung.
Herzlich begrüßt von den Zuschauern
und Motocrossern wurde Gordon Kuphal.
Er war nach seinem schweren Sturz vor
drei Jahren zum ersten Mal wieder an der
Rennbahn in Groß Schwiesow anzutreffen.
Für musikalische Unterhaltung sorgte die Band Sonu Vabitch, die jeden Lauf
stimmungsvoll ankündigte. In den Pausen
boten zwei K700 – riesige russische Traktoren – ein „Kontrastprogramm“ für Augen und Ohren.
Dem MSC Groß Schwiesow gelang es
erneut, Fahrern und Zuschauern einen erlebnisreichen Tag zu bieten. Ein Problem
kündigte sich allerdings für die Zukunft
an. Mehr Parkplätze müssen irgendwie
gefunden werden.
MSC Groß Schwiesow e.V. im ADMV,
B.H.
e rgeb ni sse
Klasse 65 ccm: 1. Marnique Appelt, Woltersdorf, 50 (25/25); 2.
Cato Nickel, PSV Schwerin, 42 (20/22); 3. Alexander Liedtke,
MC Prisannewitz, 38 (22/16).
Klasse Senioren: 1. Axel Hechel, EMX Team Rostock, 42
(20/22); 2. Markus Hermann, MC Wolgast, 41 (25/16); 3.
René Genschmer, MC Schwerin-Süd, 40 (15/25).
Klasse MX1: 1. Lucas Millich, MCC Tessin, 50 (25/25); 2. Christoph Hänchen, MC Schwerin-Süd, 42 (20/22); 3. Björn Feldt,
MC Grevesmühlen, 42 (22/20).
Klasse Simson: 1. Dirk Burmeister, Schwerin, 50 (25/25); 2.
Jörg Wildhagen, Boizenburg, 42 (22/20); 3. Marco Gabelmann, Neuburg, 38 (16/22).
MX1-Titelanwärter: Lucas Millich
Flotte „Senioren“: Christian Schrinner (271) und Markus Hermann (2)
Fotos: Karlheinz Hänßgen
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3/4 2014
49. Motocross in Demmin
Alles super in der Vorwerker Schweiz
Am 24. und 25. Mai hielten die
Landesmeisterschaften im Motocross, nach zwei Jahren Pause,
wieder Einzug in Demmin. Das
Wetter zeigte sich von seiner besten Seite und untermalte so ein
rundum gelungenes Wochenende. Hielten sich am Samstag noch
viele Zuschauer zurück, strömten
am Sonntag dafür umso mehr zu
der Naturstrecke in der Vorwerker
Schweiz. Für sie gab es packende
Rennen zu beobachten, bei denen
die Fahrer aus Demmin gar nicht
so schlecht abschnitten. Sören
Häusler konnte im „Pokal des Bürgermeisters“ (85 ccm offen) sogar
aufs Treppchen vorfahren. In der
Königsklasse, der MX1, fuhr Dan
Kirchenstein mit seiner leistungsschwächeren Maschine unter die
Top 5.
Der Bahndienst machte einen so guten
Job, dass es zu keiner Staubentwicklung
kam und auch die Bahn selbst immer in
einem guten Zustand war. Von Seiten der
Fahrer und der Offiziellen gab es nichts
zu beanstanden. Alle erwarten, dass es
im nächsten Jahr wieder heißt: Landesmeisterschaft in Demmin. Und genau das
möglich gemacht haben. Angefangen über die Sponsoren, der Freiwilligen Feuerwehr Demmin, dem
DRK und vielen mehr!
René Ganske,
MC Demmin e.V. im ADMV
e rgeb ni sse
Landesmeisterschaft
Klasse 50 ccm: 1. Corvin Ihrke, MSC Rügen, 50
(25/25); 2. Robin Sternberg, 42 (22/20); 3. Niklas
Ohm, beide PSV Schwerin, 40 (18/22).
Klasse 65 ccm: 1. Marnique Appelt, MC Fürstenwalde, 50 (25/25); 2. Cato Nickel, 44 (22/22); 3. Maikel
Ziller, beide PSV Schwerin, 40 (20/20).
Klasse Senioren: 1. Markus Herrmann, MC Wolgast, 50 (25/25); 2. Axel Hechel, EMX Team Rostock,
42 (20/22); 3. René Genschmer, MC Schwerin-Süd,
36 (22/14).
Klasse Senioren Ü45: 1. Detlef Reinke, MC UeckerDie schnellen Damen münde, 45 (25/20); 2. Olaf Gabriel, MC Zepernick, 40
(18/22); 3. Heiko Schygeries, MCC Schenkenhorst, 40
(22/18).
schwebt dem MC Demmin auch vor, wieKlasse Ladies: 1. Beatrice Munkelt, MC Mecklenburg-Strelitz,
der eine Rolle im Rennkalender zu spielen.
47 (22/25); 2. Anna Neunzling, PSV Schwerin, 47 (25/22); 3.
Linda-Linsay Kramell, MC Wolgast, 38 (20/18).
Bereits im September wird es im RahKlasse MX1: 1. Lucas Millich, MCC Tessin, 47 (25/22); 2. Björn
men des MSE-Cups (Kreismeisterschaft)
Feldt, MC Grevesmühlen, 45 (20/25); 3. Christoph Hänchen,
einige Rennen geben. Bei diesem Cup
MC Schwerin-Süd, 42 (22/20).
können auch Hobbyfahrer ihr Können zeigen oder erstmals Rennluft schnuppern.
Bedanken möchte sich der MC Demmin
bei allen Helfern, die dieses Wochenende
Offener Lauf, Klasse 85 ccm: 1. Nicolas Scheunemann, MSC
Templin, 47 (25/22); 2. Kevin Mager, MC Dreetz, 42 (22/20);
3. Sören Häusler, MC Demmin, 41 (16/25).
ADMV-Motocross des MC Grevesmühlen
Sieg für Lokalmatador Björn Feldt
Um Wertungspunkte für die Landesmeisterschaft Mecklenburg-Vorpommern traten am 1. Juni in Upahl insgesamt 77 Fahrer
in drei Klassen an. Etwa 1200 Zuschauer erlebten in der leistungsstärksten Klasse MX2
den Sieg von Björn Feldt vom gastgebenden MC Grevesmühlen. Auf der 1280 Meter
langen Rennstrecke überzeugte der 25-Jährige, der auch im Enduro erfolgreich unterwegs ist, zwar mit einem zweiten Platz und
einem Laufsieg. Die schnellste Rennrunde
drehte jedoch der Sieger des ersten Laufes Felix Frick (PSV Schwerin) mit 1:41,845
= 45,25 km/h. Im zweiten Lauf gelang ihm
der Start nicht, so dass er nur als Achtzehnter abgewinkt wurde und in der Tageswertung auf dem siebenten Platz landete.
Bei den Senioren schlossen Markus Hermann (MC Wolgast) und Guido Skoppek
(MC Schwerin-Süd) den Renntag punktgleich ab. Dank des besseren zweiten Laufes durfte sich der Wolgaster als Tagessieger feiern lassen.
In der 85-ccm-Nachwuchsklasse wurden auch Punkte für die Berlin-Brandenburg-Meisterschaft vergeben. Mit John-
Pascal Gieler (MCC Bensdorf ) trumpfte ein
Brandenburger auf: Er war der Trainingsschnellste und gewann beide Läufe. B.H.
e rgeb ni sse
Klasse 85 ccm: 1. John-Pascal Gieler, MCC Bensdorf, 50 Punkte
(25/25); 2. Toni Ksienzyk, MC Prisannewitz, 44 (22/22); 3.
Nicolas Scheunemann, MSC Templin, 38 (20/18).
Klasse Senioren: 1. Markus Hermann, MC Wolgast, 45
(20/25); 2. Guido Skoppek, MC Schwerin-Süd, 45 (25/20); 3.
Axel Hechel, EMX Team Rostock, 40 (22/18).
Klasse MX2: 1. Björn Feldt, MC Grevesmühlen, 47 (22/25); 2.
Dan Kirchstein, MC „Fichtenring“ Burg Stargard, 42 (20/22);
3. Erik Steinkopf, MC Touring Strasburg, 35 (15/20).
Die Senioren Axel Hechel, Christoph Rach und Markus Hermann (v.l.)
Die Klasse MX1
Fotos: E & M Fotografic (2) , Karlheinz Hänßgen
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18. ADMV-Motocross des MC Dassow
Premiere unter Rennbedingungen
Die Helfer waren unermüdlich im Einsatz.
Jetzt zum Renngeschehen mit Wertung
zum Nordwestmecklenburg-Cup: Christian Nagel (MC Vellahn) gewann in der
Open-Klasse das zweite von drei Rennen.
„Die Strecke passt einfach. Ich bin immer
ziemlich gut hier“, strahlte der 24-Jährige
nach dem Sieg. Michael Voeks (MC Grevesmühlen) war zwar Schnellster beim
Training und erwischte auch den besten
Start, am Ende hatte er als Zweiter dennoch einen deutlichen Rückstand auf den
Titelverteidiger Nagel.
Knapp ging es in der Hobby-2-TaktKlasse zu. Julian Thoms (MC Grevesmühlen) und Achim Halank (MC Rehna) holten
nach einem zweiten und dritten Platz in
der Endabrechnung beide 42 Punkte. Damit geht Thoms mit nur zwei Zählern Vorsprung ins Finale, dass am 28. September
Carolin Schümann (#17), eine der drei MX-Amazonen an diesem Tag vom MC Dassow, fuhr in der Hobby-Klasse 4-Takt.
ausgetragen wird. In der Tageswertung
war mit zwei Laufsiegen Andreas Stade
(Stralsund) nicht zu schlagen. Der Lokalmatador vom MC Dassow in dieser Klasse,
Niklas Lietz, bis zu diesem Tag Zweitplatzierter mit nur einem Punkt Rückstand auf
den Führenden Julian Thoms in der Gesamtwertung, musste leider nach einem
Trainingsunfall beide Läufe als Zuschauer
verfolgen. Er hatte auf seiner Hausstrecke
das Ziel, die Gesamtwertung zu übernehmen. Jetzt vor dem letzten Wertungslauf
wird es leider nichts mit dem angestrebten Titel.
Souveräner Sieger in der Klasse der 85
ccm war Jan Niklas Tieck, der mit sechs
Punkten Vorsprung auf Nils Teegen in
das Finale um die Motocross-Kreismeisterschaft geht. In der Klasse bis 65 ccm
ist Sebastian Runzer auf dem Weg zu seinem ersten Kreismeistertitel. Er gewann
die Tageswertung und liegt damit mit der
Maximalpunktzahl von 100 deutlich in
Führung. Allerdings profitierte Runzer in
Dassow vom Pech eines anderen. Jonas
Prochnau lag lange Zeit in Führung, konnte den Vorsprung aber nicht bis ins Ziel
retten. Trotzdem habe er sich gefreut, dass
Sebastian gewonnen hat. Sebastian Runzer hat schon mal die Situation vor dem
letzten Rennen durchgerechnet: „Wenn
Start der Klasse Hobby 4-Takt.
e rgebnisse
Das Motocross am 7. Juni beim MC Dassow stand unter einem ganz besonderen
Zeichen. Hier wurden viele neu gestaltete
Dinge der Motocrossanlage erstmalig unter Rennbedingungen erprobt. Ich denke,
mit Stolz können wir sagen, wir haben die
Feuertaufe bestanden! Was gibt es Neues? Die vereinseigene Zeitnahme wurde
erheblich aufgerüstet, die Strecke ist jetzt
DMSB tauglich und entsprechend abgenommen. Das Highlightaber ist die neue,
selbstgebaute, hydraulische Startanlage,
die zum ersten Mal zum Renneinsatz kam.
Da gab es für unseren „Vereinsstartanlagenerbauer“ Ronny viel Lob von den Fahrern
und deren Helfern!
Klasse Open: 1. Christian Nagl, MC Vellahn, 50
Punkte (25/25); 2. Michael Voeks, MC Grevesmühlen, 42 (22/20); 3. Felix Schörling, MC Rehna, 40
(18/22).
Klasse Hobby 2-Takt: 1. Andreas Stade, Stralsund,
50 (25/25); 2. Julian Thoms, MC Grevesmühlen, 42
(20/22); 3. Achim Halank, MC Rehna, 42 (22/20).
Klasse Hobby 4-Takt: 1. Steven Sass, Groß Gievitz,
47 (22/25); 2. Michael Riediger, MC Sternberg,
47 (25/22); 3. Piet Roggenbuck, MSC Mölln, 36
(18/18).
Klasse 85 ccm: 1. Jan Niklas Tieck, 50 (25/25); 2.
Nils Teegen, 44 (22/22); 3. Hinrik Buuck, alle MC
Rehna, 40 (20/20).
Klasse 65 ccm: 1. Sebastian Runzer, 50 (25/25); 2.
Jonas Prochnau, beide MC Rehna, 44 (22/22); 3.
Eric Rakow, MC Uckermark Prenzlau, 40 (20/20).
Klasse 50 ccm: 1. Corvin Ihrke, MSC Rügen, 50
(25/25); 2. Niklas Ohm, MC Schwerin-Süd, 42
(20/22); 3. Paul Neunzling, PSV Schwerin, 42
(22/20)
ich nicht ausfalle, dürfte nichts schief gehen.“
In der Klasse bis 50 ccm führt Robin
Sternberg (MC Grevesmühlen) weiterhin
in der Gesamtwertung vor Hannah Lietz
(MC Dassow). Robin fuhr auf Platz vier in
beiden Läufen und Hannah schaffte in
beiden Läufen den fünften Platz. Souveräner Tagessieger wurde Corvin Ihrke (MSC
Rügen) mit zwei Laufsiegen.
Spannend bleibt es dagegen in der
Hobby-4-Takt-Klasse. Hier liegen Tom Lindemann und Stephan Röseler (beide MC
Rehna) fast gleich auf. Lindemann hat
nach dem Rennen am Sonnabend einen
Zähler Vorsprung auf Röseler.
Rund um das Geschehen waren zirka 45
Sportfreunde in verschiedenen Bereichen
und Positionen im Einsatz. Der Vorstand
des MC Dassow bedankt sich bei allen
Helfern, die bei so einem sonnigen Tag
Höchstleistungen erbracht haben. Der
Dank geht auch an die vielen Sponsoren,
die uns wieder toll unterstützten.
Peter Tonn,
MC Dassow e.V. im ADMV
Fotos: Jörg Harms
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Die Haarnadelkurve verlangte nicht nur von der 65-ccm-Klasse einiges Geschick ab.
Die Classicer stellten sich gern zum Erinnerungsfoto auf.
51. Strasburger Motocross
Drei Pokale für den Gastgeber
Maximilian Hirsch kam in der
MX2-Klasse auf den dritten Platz.
Appelt (MC Fürstenwalde) überlegen den
Tagessieg. Vor der offiziellen Eröffnung
durch den Vereinsvorsitzenden sollte der
Nachwuchs mit einer Ehrenrunde vorgestellt werden. Dies musste wegen der
durch die anhaltenden Niederschläge aufgeweichten Bahn abgesagt werden.
So ging es nach Zeitplan mit den so genannten scharfen Rennen weiter. Gleich
fünf Fahrer des MC Touring Strasburg gingen bei den Classic-Landespokalläufen
an den Start. In drei Klassen starteten hier
Fahrer auf Oldtimermaschinen aus den
Jahren 1965 bis 1985. Rainer Wieczorek
war auf seiner Maico 440, Baujahr 1979,
souverän unterwegs und sicherte sich in
der Twinshoke-Klasse in der Endabrechnung den zweiten Platz. Heinrich Wasserstrahl landete mit einem Kickstarterproblem mit seiner Husqvarna auf Platz vier.
Mit zwei Laufsiegen befindet sich Markus Hermann (MC Wolgast) bei den Senioren Ü-35 weiter auf Titelkurs. In der
Klasse MX2 war den Lokalmatadoren Erik
Steinkopf und Maximilian Hirsch die Anspannung zunächst nicht anzumerken. Die
kam aber, als sich zu den Wertungsläufen
Freunde, Verwandte und Bekannte einfanden. Da es um die Führungsposition
in der Landesmeisterschaft für Erik und
Maximilian ging, war alles zu geben. Im
Pflichttraining, bei dem es um eine gute
Startposition geht, lief alles gut und ließ
auf gute Wertungsläufe hoffen. Bis zum
Abwinken mit der schwarz-weiß karierten
Fahne des Zielobmanns Thomas Grett wurden spannende Zweikämpfe ausgefahren.
Während es im ersten Wertungslauf für Erik
Steinkopf mit einem zweiten Platz sehr gut
lief, musste er sich im zweiten Lauf nach
zwei leichten Bodenkontakten mit dem
siebenten Platz begnügen. Besser lief es
für Maximilian Hirsch, der sich im zweiten
Lauf genial steigerte und sich um einen
Platz verbesserte. In der Endabrechnung
wurde er Dritter und verwies seinen Clubkameraden auf den vierten Platz. Aus den
Händen des Vereinsvorsitzenden Matthias
Huth nahmen die beiden die Pokale zwei
und drei für den MCT in Empfang.
Nach der Siegerehrung bedankte sich
der Clubvorsitzende bei allen an der Vorbereitung und Durchführung beteiligten
Helfern. Nur der intensiven Arbeit der Helfer ist es zu danken, dass das Strasburger
Motocross wieder zu einem motorsportlichen Höhepunkt wurde, so der Vereinsvorsitzende. Ein Dank ging auch an die
Sponsoren, ohne deren technische und
finanzielle Unterstützung der Club gar
nicht in der Lage wäre, eine solche Veranstaltung durchzuführen. Nicht unerwähnt
sollen die in diesem Jahr mäßig angereisten Zuschauer bleiben, die auch bei widrigen Wetterbedingungen durchhielten.
Am 27. September wird es mit dem
MST-Cup, ein Motocross-Rennen für alle,
noch eine zweite große Rennveranstaltung in diesem Jahr geben.
Matthias Lindner,
MC Touring Strasburg e.V. im ADMV
ergeb nisse
Zeitweise anhaltender Regen beeinträchtigte in diesem Jahr das Strasburger
Motocross, aber die Mitglieder und Helfer
hatten in den Wochen zuvor sehr gute Arbeit geleistet. Zirka 500 Zuschauer erlebten am 29. Juni spannende Rennen ohne
Stürze mit Verletzungsfolgen. Das mit 86
Fahrern in vier Klassen sehr gut besetzte
Fahrerfeld lieferte in den sechs Wertungsläufen zur Landesmeisterschaft Mecklenburg-Vorpommern und zwei Läufen mit
Wertung um den Classic-Landespokal
Rennsport vom Feinsten ab.
Auf der sehr anspruchsvollen Bahn gaben zuerst die Fahrer der 65-ccm-Klasse
(mit Wertung zur Berlin-BrandenburgMeisterschaft) ihr Bestes unter euphorischen Anfeuerungsrufen der mitgereisten
Eltern. Leider kam Georg Woelky, der den
gastgebenden MC Touring Strasburg nach
langer Abstinenz in dieser Klasse vertrat,
mit zwei anderen Fahrern ins Straucheln
und fiel im ersten Wertungslauf verletzt
aus. Nicht unerwartet holte Marnique
Klasse 65 ccm: 1. Marnique Appelt, MC Fürstenwalde, 50 Punkte (25/25); 2. Maikel Ziller, PSV Schwerin, 42 (22/20); 3. Cedric Karpa, MSC Templin, 38
(20/18).
Klasse Classic Baujahr 1965–1972: 1. Martin
Köster, Oldtimerverein Jürgensdorf, 50 (25/25); 2.
Klaus Reissmann, MSC Barth, 42 (20/22); 3. Rolf
Schöpfel, MC Bernauer Schleife, 42 (22/20). –
Twinshoke: 1. Peter Möhring, MC „Fichtenring“
Burg Stargard, 50 (25/25); 2. Rainer Wieczorek,
MC Touring Strasburg, 44 (22/22); 3. Frank Knaebe, MC Rehna, 38 (18/20). – EVO-Cup: 1. Dirk
Stannek, MC Bernauer Schleife, 47 (22/25); 2. Herbert Mussehl, MC „Fichtenring“ Burg Stargard, 47
(25/22); 3. Bernd Fehling, MC Rehna, 38 (18/20).
Klasse Senioren: 1. Markus Hermann, MC Wolgast,
50 (25/25); 2. Axel Hechel, EMX Team Rostock,
40 (18/22); 3. Christoph Rach, PSV Schwerin, 40
(20/20).
Klasse MX2: 1. Dan Kirchenstein, MC „Fichtenring“
Burg Stargard, 50 (25/25); 2. Michel Suhr, MC
Mecklenburg-Strelitz, 40 (20/22); 3. Maximilian
Hirsch, MC Touring Strasburg, 38 (18/20).
Fotos: Lindner
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32. Vellahner Motocross
Vellahn wächst zur festen Größe
Björn Feldt wiederholte seinen Erfolg vom Vorjahr.
„Es hat sich auf alle Fälle gelohnt“, so
das Resümee von Thomas Herr, Vorsitzender des MC Vellahn, am Tag eins nach der
internationalen Motocross-Veranstaltung
in der Vellahner Heide. Rund 2500 Zuschauer säumten am 6. Juli „den 1506
m langen Kurs mit mehreren Sprüngen
und Bergauf- und Abfahrten“, wie es in
der Streckenbeschreibung heißt. Ob Solomaschinen, Quads oder Seitenwagen:
Was die Fans an diesem Tag geboten bekamen, war vom Allerfeinsten. Immerhin
ging es bei Quads und Gespannen auch
um Wertungspunkte für die Internationalen Deutschen Meisterschaften.
„Wir sind stolz auf diese Besetzung. Das
ist keine Selbstverständlichkeit“, freute
sich Herr. Zudem war die Resonanz aus
dem Fahrerlager sehr gut. Viel Lob gab es
zum Beispiel vom WM-erfahrenen Niederländer Gert van Werven, der mit seinem
Partner Peter Beunk die SeitenwagenKonkurrenz beherrschte:„ Es macht
Spaß, hier zu fahren. Wir haben bei uns
auch viele Sandstrecken.“ Der holländische „Familienbetrieb“ tourt geschätzte 25 bis 30 Wochenenden im Jahr quer
durch Europa.
Nicht ganz so optimal lief es für Landsmann Ingo ten Vregelaar, der im Kampf
um die Quad-Krone durch Motorprobleme im ersten Lauf wertvolle Punkte auf
Joe Maessen (ebenfalls Niederlande) einbüßte. Der DM-Führende baute seinen
Vorsprung mit zwei Laufsiegen aus. Bei
den Quads kam es zum einzigen Sturz,
der eine längere Unterbrechung und den
Einsatz eines Rettungshubschraubers
nach sich zog. „Das war eine reine Vorsichtsmaßnahme, die von der Leitstelle
angeordnet wurde. Der Fahrer ist noch
am selben Tag nach Hause gefahren“, gab
Thomas Herr Entwarnung.
Für die internationale Note beim traditionellen Heidepokal sorgten Nicolai
Thorup Damsgard (Dänemark) und Wade
Young. Der für den MC Vellahn startende
Südafrikaner hinterließ einen starken Eindruck und musste im Tagesklassement
nur Björn Feldt (MC Grevesmühlen) und
Christoph Hänchen (MC Schwerin Süd)
den Vortritt lassen.
Der offizielle Sportkommissar Uwe Petzold bescheinigte den „Machern“ abgesehen von einigen Kleinigkeiten vieles richtig gemacht zu haben. Der Name Vellahn
dürfte jetzt auch in der Seitenwagen-Szene einen guten Klang haben. Das ist nicht
zuletzt ein Verdienst der „Bekloppten“ (OTon Herr), die zum Teil Urlaub genommen
hatten, um in der heißen Vorbereitungsphase richtig ranzuklotzen. Insgesamt
Clubchef Thomas Herr war immer in Action.
sorgte ein rund 30-köpfiges Team von
Helfern und Streckenposten für den reibungslosen Ablauf.
Thomas Willmann
e rgeb ni sse
Landesmeisterschaft, Klasse MX1, Heidepokal: 1. Björn
Feldt, MC Grevesmühlen, 47 Punkte 825/22); 2. Christoph
Hänchen, MC Schwerin-Süd, 43 (18/25); 3. Wade Young, MC
Vellahn, 42 (22/20)
Deutsche Meisterschaft, Klasse Quad: 1. Joe Maessen, Niederlande, 50 (25/25); 2. Alexander Norskov, Dänemark, 42
(22/20); 3. Julian Haas, Bingen, 35 (20/15).
Deutsche Meisterschaft, Klasse Seitenwagen: 1. Gert
van Werven/Peter Beunk, Niederlande, 50 (25/25); 2. Andy
Bürgler/Martin Betschart, Schweiz, 44 (22/22); 3. Axel Richter/Stefan Nicke, Bad Liebenwerder/Güterfelde, 36 (16/20).
Gert van Werven und Peter Beunk glänzten mit zwei Laufsiegen.
Joe Maessen baute seinen Vorsprung in der DM aus.
Fotos: Willmann
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motorradtrial
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Ostdeutsche Trial-Meisterschaft in Flöha
Fünf Podestplätze für Gastgeber
blick
zurück
e rgeb ni sse
Günter Ruttloff traute seinen Augen
nicht. „Sonst können wir die Zuschauer meist an einer Hand abzählen, diesmal waren richtig viele da“, staunte das
Trial-Urgestein vom MC Flöha. Mehrere
Hundert waren am 25. Mai ins „Vogeltal“ gepilgert, um beim zweiten Lauf der
Ostdeutschen Trial-Meisterschaft in der
ersten Reihe zu sitzen. Und die Schaulustigen sollten ihr Kommen nicht bereuen.
84 Fahrer aus den neuen Bundesländern,
aus Berlin und Nordbayern zeigten so
manches Kunststückchen aus der hohen
Schule des Motorradfahrens.
Dauerregen am Vortag hatte den Boden
im Wäldchen neben der Motocross-Strecke ordentlich aufgeweicht. Der Untergrund war schmierig und die Hindernisse
in den einzelnen Sektionen tückisch glatt.
Fehlerfreie Fahrten waren die absolute
Ausnahme.
Für Aufsehen in der ostdeutschen TrialSzene sorgte ausgerechnet ein neues
Gesicht beim großen Familientreffen im
„Vogeltal“: Otto Freund. Der Motorradgeländefahrer aus Grießbach holt sich beim
Trial den Feinschliff für extreme EnduroKlasse 2 (6 Starter): 1. Mike Bergmann, MC Flöha; 2. Lars
Böttcher; 3. Ingo Breitfeld, beide MSC Thalheim.
Klasse 3 (9): 1. Thomas Hetze, Pfaffroda; 2. Franz Wiedemann; 3. Christian Fischer , beide MC Flöha.
Klasse 4 (10): 1. Thomas Bergner, MSC Thalheim; 2. Markus Fritzsch, MC Flöha; 3. Tommy Schubert, MC Post
Leipzig.
Klasse 4 Senioren (13): 1. Jörg Stephan, MSC Thalheim;
2. Frank Böttcher, MC Flöha; 3. Clemens Gellrich, MSC
Thalheim.
Veranstaltungen. Den Lauf in Flöha nutzte
der 29-Jährige als Training für das ErzbergRodeo am darauf folgenden Wochenende
in Österreich.
Während Freund beim Spektakel auf
dem „Koloss aus Eisen“ in der Steiermark
schon einmal die Zielflagge sah (2008),
nahm er im „Vogeltal“ Neuland unter die
Stollen und war auch mächtig aufgeregt.
Gleich zu Beginn kassierte er die Höchstzahl an Strafpunkten, weil er die Strecke
verlassen hatte. Doch dann lief es immer
besser, und Freund entschied die (Anfänger-)Klasse 5 für sich.
Aber auch die Zweiradakrobaten des
Gastgebers mischten bei ihrem Heimspiel munter mit. So triumphierte Mike
Bergmann in der (Experten-)Klasse 2. Der
Lokalmatador verwies Lars Böttcher und
Ingo Breitfeld vom MSC Thalheim auf die
Plätze. In der (Spezialisten-)Klasse 3 vertraten Franz Wiedemann als Zweiter und
Christian Fischer als Dritter die Farben der
Gastgeber bei der Siegerehrung. Weitere Podestplätze für Flöha fuhren Markus
Fritzsch und Frank Böttcher ein. Sie wurden jeweils Zweiter ihrer Klasse.
Klasse 5 (15): 1. Otto Freund, MSC Thalheim; 2. Ronny
Förster, MC Altenau; 3. Fabian Wüste, MC Post Leipzig.
Klasse 5 Senioren (14): 1. Michael Becker, MC Gräfenroda;
2. Günter Merkel, MSC Thalheim; 3. Steffen Kohl, Altenburg.
Klasse 6 Jugend (6): 1. Konrad Vetter, MC Scheibenberg;
2. Lea Kamppert, Kulmbach; 3. Erik Morsch, Berlin.
Klasse 6 (6): 1. Sven Reinwarth, MSC Thalheim; 2. Daniel
Korenko, Gräfenroda; 3. Ralf Neidhard, MC Post Leipzig.
Kinder (3): 1. Jeremy Förster, 2. Niklas Schmidt, beide MC
Altenau; 3. Scott Sander, MC Thalheim.
Ein Blick zurück
Der Trialsport wird als hohe Schule
des Motorradgeländesports bezeichnet. Still und leise, aber sehr spektakulär
überqueren die Fahrer steile Auffahrten
und große Hindernisse immer mit dem
Ziel, möglichst mit keinem Körperteil
den Boden zu berühren. Auch wenn
das Motorrad zum Stehen kommt, wird
auf der Stelle gehüpft und dann in der
geeigneten Position die Fahrt über das
Hindernis fortgesetzt.
Die Fahrzeit spielt dabei keine Rolle.
In der DDR wurde Trial mit Serien- und
Spezialmotorrädern betrieben. Die Motorräder haben in der Regel zwischen
200 und 400 ccm Hubraum, mit 15 bis
20 kW Leistung, jedoch hohem Drehmoment.
(aus der Chronik
„1957–2007 50 Jahre ADMV“)
Frank Böttcher
Nachwuchsfahrer Felix Würzner vom MC Flöha
„Mit den Ergebnissen können wir zufrieden sein“, bilanzierte Ruttloff. Auf seine eigene Platzierung trifft das allerdings
nicht zu. Der 70-Jährige verpasste als
Viertplatzierter der (Senioren-)Klasse 5
das Treppchen um einen einzigen Punkt.
Die Neuzugänge des MC Flöha Felix Würzner (15 Jahre) und Jacob Wild (18) mussten nach ihrem Aufstieg in die Klasse 3 wie
erwartet Lehrgeld zahlen. Wild schlug sich
als Sechster der „Spezialisten“ dennoch
tapfer.
Rico Näther,
Vorsitzender des MC Flöha e.V.
im ADMV
Als eigene Motorsportdisziplin in der
DDR begann der Trialsport 1957 seine
Karriere. DDR-Meisterschaften wurden
ab 1961 ausgetragen – zunächst noch
Deutsche Meisterschaften der DDR
genannt. Ab 1975 gab es zudem Bestenermittlungen. Der erfolgreichste
Titelsammler war Frank Böttcher (MC
Barkas Karl-Marx-Stadt). Zwischen 1976
und 1987 wurde er zehnmal Meister und
fand somit einen Platz in der ewigen
Bestenliste des ADMV, in der Sportler
mit mindestens fünf Titeln aufgenommen wurden. Mit neun Titeln sind Erhard
Stiegler (MC Motorradwerke Zschopau,
zwischen 1963 und 1972) und Rolf Gyra
(MC Oelsnitz, zwischen 1968 und 1981)
hier aufgeführt. Günter Ruttloff (MC Barkas Karl-Marx-Stadt) wurde zwischen
1973 und 1978 viermal als Meister geehrt. Letzter DDR-Meister wurde Jörg
Stephan (MC Thalheim). 1990 gewann er
nach 1988 und 1989 sein drittes „Gold“.
Fotos: Archiv Würzner, Archiv
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bahnsport
mobil
3/4 2014
64. Lübbenauer Sandbahnrennen
Zitterpartie, Chaos und Superrennen
Attraktiven Motorsport erlebten 3000
Zuschauer am 1. Mai beim MSC „Jugend“
Lübbenau. Am Vortag hatte der Wetterbericht noch für eine kleine Zitterpartie
gesorgt: „…ab Mittag Schauer möglich…“
In der Tat setzte vormittags Regen ein und
unsere Stimmung sank etwas, denn wir
hatten das Vorjahr noch ganz deutlich vor
Augen! Gegen 12.15 Uhr war der Parkplatz
1 noch nicht gefüllt. Zu dieser Uhrzeit waren unsere treuen Helfer Nancy und Kevin
mit Mannschaft in den Vorjahren bereits
auf dem Parkplatz 2 zugange. Gegen
13.00 Uhr erhielt ich einen Funkspruch
von unserer Parkplatzmannschaft mit
der Bitte, vorbeizukommen, es herrsche
ein Chaos… Bei mir nur Fragezeichen. Es
herrschte wirklich Chaos. Fahrzeuge aus
allen Richtungen, Fahrradkolonnen, Biker
und Autos soweit das Auge sehen konnte.
Innerlich gab es bei uns allen einen befreienden Aufschrei, äußerlich war Ruhe
angesagt – das Verkehrschaos musste
Bereicherung: Die Quads mischten käftig mit.
Siegerehrung Quadfahrer: Reiko Menning,
Jürgen Elmecker, Don Becker (v.l.)
gebändigt werden, unsere Helfer an den
Kassen und am Einlass bekamen nun auch
„alle Hände“ voll zu tun. Das Wetter war
mittlerweile bestens, es konnte losgehen!
Zur Eröffnung wurde der Goldene Helm
des ADMV in einem Cabrio würdevoll von
unserem Clubmitglied Franziska Remmin
präsentiert. Historische Sandbahnmaschinen aus den 1950er bis 1990er Jahren
fuhren nebenher, pilotiert von C. Seidel
(Torgau), D. Tripke (früher erfolgreicher
Fahrer des MC Post Leipzig), H. Nuglisch,
Wolfgang Buske (früher erfolgreicher
Bahnsportler unseres Clubs) und unserem
Hobbyfahrer Falk Stolte. Anschließend
wurde der Goldene Helm auf dem Siegerpodest – natürlich auf dem obersten
Treppchen – abgelegt. Die folgende Fahrerpräsentation wurde wie all die Jahre
vorher auch vom Spielmannszug Lübbenau angeführt.
Beim 64. Lübbenauer Sandbahnrennen
gingen Profis aus ganz Europa an den
Start. Viele von ihnen waren schon bei
Europa- und Weltmeisterschaften erfolgreich, nahmen am Grand Prix teil. Auch
aktive Weltmeisterschaftsfahrer traten auf
unserer 686 Meter langen Bahn an. Erstmalig begrüßten wir bei den Sandbahnern mit Gabriel Dubernard einen Fahrer
aus Frankreich.
Bei den Quads waren zwei Fahrer aus
Großbritannien zum ersten Mal dabei. Einer von ihnen war Paddy Thorne, mit 76
Jahren der älteste (im Motorsport aktive)
Quadfahrer Europas. Der Senior entwickelte sich in kürzester Zeit zum Publikumsliebling. Er kam ganz gemütlich
etwas verspätet zur Fahrerpräsentation
geschlendert, hatte immer ein gewinnendes, aber auch schelmisches Lächeln.
Der Veranstalter überreichte ihm nach
dem Rennen einen „Sonderpreis“: ein Glas
Spreewälder Gurken und eine Flasche
Sekt. Diese wurde gleich geköpft und
Paddy Thorne sprach dann sehr schnell
„Rotkäppchen“ ganz „flüssig“ aus.
Wir hatten ein kräftemäßig sehr ausgewogenes Starterfeld in allen Klassen
aufgestellt. Alle Piloten, ob auf zwei oder
vier Rädern, waren sehr motiviert und
boten spektakuläre Positionskämpfe.
Erste Kurve: Hier sind alle sechs Fahrer noch dicht zusammen.
Fotos: Vincent Paarmann, Henry Pfeiffer
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bahnsport
3/4 2014
Wir freuen uns auf das 65. Lübbenauer Sandbahnrennen am 1. Mai 2015. Wir
arbeiten bereits heute daran und versprechen einen Sandbahnknaller der
EXTRAKLASSE, Rahmenprogramme zum
Mitfiebern und für die Kinder noch mehr
Möglichkeiten für Sport, Spiel und Spaß.
Henry Pfeiffer,
2. Vorsitzender und Sportleiter MSC
„Jugend“ Lübbenau e.V. im ADMV
Senior: Paddy Thorne freute sich über Spreewälder Gurken.
Siegerehrung Goldener Helm: Enrico Janoschka, Richard Speiser, Andrew Appleton (v.l.)
Den Goldenen Helm des ADMV bekam
nach seinem Finalsieg Richard Speiser aus
dem bayerischen Börwang aufgesetzt. In
der B-Lizenzklasse setzte sich Tom Lamek
(Hechthausen) durch. Den Lauf zur Norddeutschen Bahnmeisterschaft der I-Lizenz
gewann Bernd Dinklage (Werlte). Der Österreicher Jürgen Elmecker dominierte in
beiden Quad-Klassen.
Am Rande des Geschehens waren die
Hüpfburg und die Kinderquads dicht
umringt von den kleinen Besuchern.
Vielen herzlichen Dank an alle Helfer und alle Sponsoren! Nur durch die
Sponsoren konnten wir das notwendige Airfence-System für unsere Zielkurve
(unser „Zielei“) erwerben! Ein großes Dankeschön geht natürlich auch an das fachkundige Publikum. Die Fahrer aus ganz
Europa lobten den nicht überall üblichen
herzlichen Empfang und das Mitgehen
des Publikums.
Tradition: Nur mit Fanfahrenzug ging’s los.
e rgeb ni sse
ri chard
speiser
Goldener Helm des ADMV, Finale: 1. Richard Speiser; 2.
Enrico Janoschka, beide Deutschland; 3. Andrew Appleton,
Großbritannien
B-Lizenz, Finale: 1. Tom Lamek, MF Niederelbe; 2. Kai Dorenkamp, MSC Wagenfeld; 3. Buddy Prijs, Niederlande.
NBM, I-Lizenz: 1. Bernd Dinklage, MSC Werlte; 2. Enrico Sonnenberg, MC Mecklenburgring Parchim; 3. Bernd Diener, MSC
Werlte.
Quad 450 ccm, Finale: 1. Jürgen Elmecker, Österreich; 2. Reiko Menning; 3. Don Becker, beide Deutschland.
Quad Open, Finale: 1. Jürgen Elmecker, Österreich; 2. Mike
Ehlert; 3. Reiko Menning, beide Deutschland.
Richard Speiser: Erst skeptisch,
dann flott unterwegs
Nach dem Training hätte Richard
Speiser, WM-Dritter 2010, Vizeweltmeister 2011, Teamweltmeister 2009,
2010 und 2011, wahrscheinlich am
liebsten einpacken wollen, da die eigentümliche Bahn im Spreewald ihm
zunächst überhaupt nicht schmeckte.
„Nach dem Training habe ich mich gar
nicht wohl gefühlt und schaute bei den
B-Lizenzlern zu, um zu wissen, wo man
am besten fährt auf dieser sehr speziel-
len Bahn“, sagte Speiser. „Die eine Kurve
ist spitz und die andere sehr lang mit
einer kleinen Gerade drin. Eigentlich
sind es insgesamt drei Kurven. In der
Innenbahn ist eine Motocross-Strecke,
wodurch man in die lange Kurve blind
reinfährt. Man sieht beim Reinfahren
nicht, wo man rauskommt.“ Schnell
stellte sich der Lübbenau-Neuling aber
auf die Bahn ein und gab lediglich gegen Appleton einen Punkt ab. „Im Halb-
finale und Finale konnte ich mich dann
zweimal gegen ihn revanchieren“, so
der Börwanger. „Ich war flott unterwegs
und es hat richtig Spaß gemacht. Es hat
mich gefreut, dass ich in Lübbenau so
gut aufgenommen wurde. Ich komme
gerne wieder. Normalerweise wäre ich
in Dingolfing gefahren, jedoch sagte
man mir und auch Appleton, dass das
Fahrerfeld schon voll sei, sie haben es
aber noch mit B-Lizenzlern auffüllen
müssen. Ich habe da schon alles gewonnen und wenn der Veranstalter meint,
dass ihr Weg der Richtige ist, werden sie
es schon wissen.“
Jan Sievers
Fotos: Vincent Paarmann, Henry Pfeiffer
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bahnsport
mobil
3/4 2014
Speedway-Junioren-Weltmeisterschaft in Stralsund
Polen und Dänen trumpften auf
Die junge Weltelite des Speedwaysports
war doch eine Nummer zu groß für die
Deutschen Kai Huckenbeck (Werlte) und
Danny Maaßen (Nordhastedt): Im Halbfinale der Junioren-Weltmeisterschaft am
3. Mai im Stralsunder Paul-Greifzu-Stadion
landeten sie mit acht und vier Punkten auf
den Plätzen 8 und 14 und blieben damit
weit entfernt von der Finalserie.
Auch wenn viele Fans gehofft hatten,
dass der Deutsche Meister Kai Huckenbeck für eine Überraschung sorgen kann,
und auch der Fanclub von Danny Maaßen ganz fest die Daumen drückte – es
half nichts, die fünf Tickets fürs Finale
schnappten sich die Favoriten.
Der Pole Piotr Pawlicki (Junioren-Vizeweltmeister 2013) drückte dem Rennen
vor 2000 Zuschauern seinen Stempel auf.
Souverän zog er seine Runden, gab nur
zwei Zähler ab, wobei er seinem polnischen Teamkameraden Kacper Gomolski
(Dritter der Junioren-WM 2013) einen
Laufsieg schenkte, damit der die Chance
auf eine Finale-Fahrkarte wahren konnte.
„Die Bahn in Stralsund ist sehr hart, aber
mir liegt das“, sagte der 19-jährige Piotr
Pawlicki. Die einheimischen Fans freuten
sich natürlich mit ihm, fuhr er doch 2012
und 2013 für Stralsund in der Bundesliga.
Silber und Bronze sicherten sich zwei Dänen. Allerdings entschied erst ein Stechen
über die Reihenfolge – Mikkel Michelsen
(WM-Fünfter 2013) vor Nicklas Porsing, der
im letzten Jahr ebenfalls zum Stralsunder
Bundesligaaufgebot gehörte und die WM
als Elfter abschloss. Die Freude war auch
dem dänischen Teamchef ins Gesicht
geschrieben. Anders Secher: „Das war ein
Toprennen, und wir sind froh, dass unsere
beiden Jungs durch sind. Und ich denke,
die beiden stehen auch im Aufgebot zur
Team-WM.“ Noch am Abend bekam er die
Nachricht, dass sich die anderen beiden
Dänen im italienischen Terenzano ebenfalls für die Endrunde qualifiziert haben.
Im Zweikampf: Andrej Lebedev vor Danny Maaßen
In der Kurve: Oliver Berntzon vor Kacper Gomolski, Kai Huckenbeck und Adam Ellis
Auch die letzten beiden Fahrkarten
zur WM-Finalserie wurden im Stechen
vergeben. Gleich vier Fahrer traten an.
Kacper Gomolski nutzte die Chance, die
er von seinem Freund Piotr bekam und
siegte. Der Franzose David Bellego löste
das letzte Ticket. Er war ebenfalls mit einem Fantross angereist, der komplett aus
dem Häuschen war. Dem Schweden Oliver Berntzon und dem Russen Ilja Chalow
blieben nur die undankbaren Gesamtplät-
Auf dem Podest: Mikkel Michelsen,
Piotr Pawlicki, Nicklas Porsing (v.l.)
ze 6 und 7. Enttäuschend war die Leistung
des Letten Andrej Lebedev. Der WM-Vierte von 2013 ärgerte sich enorm. Nach einem Ausfall und einem Sturz erreichte er
mit sechs Punkten nur den zehnten Platz.
„Wir haben spannende Rennen gesehen. Es ist eine tolle Veranstaltung, die
der MC Nordstern hier in bewährter Weise auf die Beine gestellt hat“, sagte Oberbürgermeister Alexander Badrow, der mit
seinen beiden Kindern auf den Rennplatz
gekommen war und es zur feierlichen Eröffnung mit Spielmannszug und Hymne
natürlich nicht versäumte, die Fahrer auch
auf Englisch zu begrüßen.
Lob für den gastgebenden MC Nordstern Stralsund gab es auch von den internationalen Schiedsrichtern aus Frankreich
und Tschechien. „Unsere Bahn wurde gelobt. Deshalb bekam sie die Lizenz, um
hier auch in den nächsten Jahren EMund WM-Prädikate durchführen zu können. Lediglich das Stadion sehen die
Jury-Kommissare entwicklungsbedürftig“, fasste der Rennleiter Bernd Sagert
zusammen. Und Nordstern-Chef Torsten
Berger fügte an: „Wir sind ja mit der Stadt
in Verhandlung, da tut sich auch was. Und
mit diesem tollen Rennen haben wir wie
bei den letzten internationalen Läufen
gezeigt, dass es sich lohnt, zu investieren.
Man kennt Stralsund in Polen, Dänemark,
Schweden...“ Die Stralsunder waren für
einen anderen deutschen Verein eingesprungen, der die Veranstaltung nach Zusage doch noch abgesagt hatte. Nur acht
Wochen blieben, um diesen WM-Lauf aus
dem Boden zu stampfen.
Ines Sommer,
MC Nordstern Stralsund e.V. im ADMV
e rgeb ni sse
Fürs Finale qualifiziert: 1. Piotr Pawlicki, Polen, 13 Punkte;
2. Mikkel Michelsen, 11+3; 3. Nicklas Porsing, beide Dänemark, 11+2; 4. Kacper Gomolski, Polen, 10+3; 5. David
Bellego, Frankreich, 10+2.
Fotos: Bernd Quaschning
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3/4 2014
Suhnes Goldhelm in Parchim
Appleton ließ sich zum Sieg jagen
Wirbelten zum Erfolg: Andrew Appleton (5), Matthias Kröger (8) und Jörg Tebbe (21)
Siegerehrung: Matthias Kröger, Andrew Appeton, Jörg Tebbe (v.l.)
Dem Engländer Andrew Appleton wurde nach 2012 – im Vorjahr fiel die Veranstaltung wegen Witterungsunbilden aus
– zum zweiten Mal in Parchim ein Goldhelm aufgesetzt. Am 4. Mai gewann der
31-jährige Profi auf der 720 Meter langen
Sandbahn die vom Suhnes Kradshop gesponserte Trophäe. „Ich freue mich über
den Sieg, auch wenn die Bahn mich heute
sehr gefordert hat“, sagte er nach der Siegerehrung.
Im Finallauf sicherten Matthias Kröger
(Bokel) und Jörg Tebbe (Dohren) die bei-
le qualifiziert. Dagegen drang der Finne
Aki-Pekka Mustonen wie Matthias Kröger
ohne Punktverlust bis ins Finale vor, wo
er sich jedoch nach den vier Runden mit
dem sechsten und letzten Platz begnügen
musste.
Im Rahmenprogramm setzten sich
Mathias Encke vom gastgebenden MC
Mecklenburgring Parchim bei den BLizenzfahrern und sein Clubkamerad Ulrich Büschke bei den Oldies durch. In den
Bahndienstpausen erlebten die zirka 1000
Zuschauer acht Parchimer Drift Kids, die
auf ihrer Speedwaybahn im Innenring ihre
Fahrkünste demonstrierten.
MC Mecklenburgring Parchim e.V.
im ADMV
ergeb ni sse
Die Besten im B-Lizenzfeld: Mathias Encke vor Buddy Prijs.
den nächsten Podestplätze. Der 44-jährige Kröger war bis zum Finale bestens
in Schwung. Er hatte den Lauf zur Norddeutschen Bahnmeisterschaft und alle
Vorläufe zum Goldhelm gewonnen. Aber
ausgerechnet im entscheidenden Goldhelm-Endlauf klappte sein Start nicht. Er
blieb zwar Appleton auf den Fersen, doch
an ihm vorbei kam er nicht.
Als bester Mecklenburger erreichte
Enrico Janoschka (Güstrow) den vierten
Platz. Er hatte sich nach Startproblemen
erst über das B-Finale für das große Fina-
Suhnes Goldhelm, Finale: 1. Andrew Appleton,
Großbritannien; 2. Matthias Kröger; 3. Jörg Tebbe;
4. Enrico Janoschka, alle Deutschland; 5. Joel Nyström, Schweden; 6. Aki Pekka Mustonen, Finnland.
Internationales B-Feld: 1. Mathias Encke, MC
Mecklenburgring Parchim; 2. Buddy Prijs, Niederlande; 3. Sergej Malyschew, MC Mecklenburgring
Parchim.
Oldies: 1. Ulrich Büschke; 2. Hartmut Ernst, 3. Andreas Büschke, alle MC Mecklenburgring Parchim.
NBM-Lauf: 1. Kröger, 2. Tebbe, 3. Janoschka.
BUCH TIPP
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Lothar Schulze
Fotos: Vincent Paarmann
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bahnsport
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3/4 2014
Kurvenfahrt der Driftkids Aske Pedersen, Jakob
Brockmöller und Maximilian Reinholdt (v.l.)
Auch der Start will trainiert sein.
Speedway Kidsgames auf dem Mecklenburgring
Rasante Drifts und süße Sektdusche
vorschau
50-Fahrern waren die Drift Kids des gastDie 3. Kinder- und Jugendsportspiele
chung Wasser auf die Bahn gebracht und
des Kreissportbundes Ludwigslust-ParDank dieser Mühen hielt sich der Staub in
gebenden MC „Mecklenburgring“ ParGrenzen“, erklärte Martin Kalmbach, der
chim e.V. in der Sportart Speedway fanden
chim die Besten. Paul-Percy Martens und
in seinem W 50 ordentlich ins Schwitzen
am 19. Juli auf dem „Mecklenburgring“ in
Maximilian Reinholdt ließen die Konkurkam.
Parchim statt. Bereits am Freitagnachmitrenz ordentlich Staub schlucken.
Die beste Figur beim Startbandtraining
Zum Abschluss wurde ein großes
tag drehten Fahrer aus Dänemark und
der 80-ccm-Klasse machte der Däne Mike
Gruppenfoto gemacht und es gab ErinDeutschland einige Trainingsrunden. Am
Boye, doch auch die Parchimer Leon ArnSamstagmorgen stand erneut ein freies
nerungsplaketten und Kindersekt. Der
Training auf dem Programm. Bei tropiKindersekt blieb nicht lange in den Flaheim und Fynn-Ole Schmietendorf waren
bestens unterwegs. Bei den kleinen PW
schen Temperaturen über 30 Grad waren
schen und einige Eltern und Betreuer
jetzt auch die polnischen Fahrer
mussten sich vor der Sektdusche
dabei.
retten. Den Kindern machte dieNach der Mittagspause, in der
se süße Dusche nichts aus. Samt
die Kids den großen SwimmingKombi und Stiefel ging es kopfpool im Fahrerlager belagerten,
über wieder in den Swimmingging es richtig zur Sache. Eine
pool.
große Eröffnung mit Feuerwerk
Die polnischen und däniund Fahrerpräsentation ließ den
schen Teilnehmer lobten die
Teilnehmern ein großes Lächeln
Kidsgames in höchsten Tönen
ins Gesicht zaubern. Dann folgund brennen schon darauf, den
„Mecklenburgring“ wieder zu
te das Startbandtraining und 30
besuchen.
Fahrer drifteten Rad an Rad um
Christian Seliger,
die Kurven.
Drift Kids Manager,
Der Bahndienst war ebenfalls
MC „Mecklenburgring“
im Dauereinsatz: „Seit DonnersUnd zum Schluss gab‘s eine Abkühlung in voller Montur – hier für Maximilian Reinholdt
tag haben wir ohne UnterbreParchim e.V. im ADMV
Speedway Ostsee-Pokal in
Wittstock und Stralsund!
Endlich ist es geschafft - der MC Nordstern Stralsund hat mit dem MSC „Wölfe“
Wittstock einen Partner gefunden. So ist
es nach jahrelanger Pause wieder möglich, den Ostsee-Pokal über zwei Tage
auszufahren – am 22. und 23. August.
In diesem Jahr steigt bereits die 47. Auflage dieses Rennens.
„Seit Jahren bemühen wir uns, den
Speedway-Ostsee-Pokal wieder zu dem
zu machen, was er schon zu DDR-Zeiten
war: Ein internationales Rennen mit Fahrern aus möglichst vielen Ostsee-Anrainern“, sagt Torsten Berger. Der Chef des
MC Nordstern erinnert sich noch gut an
diese Tradition, saß er doch selbst damals auf dem Motorrad. „Güstrow, Neubrandenburg und Rostock hießen die
Stationen, bevor das Finale alljährlich in
Stralsund ausgefahren wurde. Tausende
kamen damals ins Stadion.“
In den 2000er-Jahren stellte der heimische Club das Rennen gemeinsam mit
dem MC „Bergring“ Teterow auf die Beine. Auch diese Zusammenarbeit währte
nicht lange. „Immer wieder haben wir
versucht, mit Güstrow eine Lösung zu finden. Aber eine Zweier-Veranstaltungsreihe ist nicht zustande gekommen. Umso
mehr freuen wir uns über die Zusage der
Wittstocker“, betont der 48-jährige Nordstern-Vorsitzende. Und auch Frank Mauer, Chef des Wittstocker Clubs, freut sich
auf die Veranstaltung: „Die Leute freuen
sich auf den Ostsee-Pokal. Ich bin selbst
schon seit vielen Jahren als Zuschauer
oder als Fahrer-Papa dabei. Wir wollen
da einen richtigen Kracher auf die Beine
stellen. Für die Fahrer ist es ja auch lukrativ, gleich zwei Rennen hintereinander in
Deutschland zu fahren.“
Am 22. August ab 18 Uhr ist der Auftakt auf dem „Heidering“ in Wittstock
angesagt. Das Rennen im Paul-GreifzuStadion beginnt um 15 Uhr. Am Vormittag tragen die Schülerklassen ihre Kreisjugendsportspiele aus. Außerdem ist ein
Lauf zur U21-Meisterschaft geplant.
Ines Sommer, MC Nordstern
Stralsund e.V. im ADMV
Fotos: Martin Kalmbach
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bahnsport
3/4 2014
Die „Wölfe“ landeten zu Hause ganz oben auf dem Podest.
Speedway-Team-Cup in Wittstock
„Wölfe“ waren nicht zu bändigen
Die Neueinsteiger „Black Forest Eagles“
aus Berghaupten glänzten nicht nur in
einheitlicher Teamkleidung, sondern auch
mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und boten so ihrem Nachwuchs genau die Entwicklungsmöglichkeiten, die
der Speedway-Team-Cup erbringen soll.
Ihre eifrigsten Punktesammler waren die
Gebrüder Spiller. Der Jüngste, Ethen (13
Jahre), fuhr zehn, sein 16-jähriger Bruder
Daniel acht Punkte ein.
Der Gastgeber hatte einen prominenten Kommentator auf den „Heidering“
geholt. Der 63-jährige gebürtige Kieler
Egon Müller, bisher einziger Deutscher
Speedway-Weltmeister (1983), agierte in
gewohnte Weise mit Fahrer-Interviews
und Plaudereien aus dem Nähkästchen.
Der Speedway-Team-Cup wurde 2012
erstmals ausgetragen und wird häufig als
2. Bundesliga bezeichnet. Im ersten Jahr
gewann der MC Güstrow die Trophäe,
2013 stand der MSV Herxheim ganz oben
auf dem Podest. Die Wittstocker schlossen
beide Male mit dem dritten Platz ab. In
diesem Jahr nehmen acht Mannschaften
teil. Neben den bereits genannten sind
dies die Young Devils aus Landshut, die
Herxheim Drifters, der MSC Olching, die
Rockets aus Diedenbergen und die Hexen
aus Neuenknick. Zum Vergleich: In der
diesjährigen Bundesliga (Deutsche Mannschaftsmeisterschaft) treten mit dem MSC
Brokstedt, dem Speedway Team Wolfslake
und dem AC Landshut nur drei Mannschaften an. Hier treffen pro Renntag zwei
Teams aufeinander. Der MSC „Wölfe“ Wittstock ist der einzige ADMV-Verein im diesjährigen Mannschaftswettbewerb.
Speedway Veranstalter Gemeinschaft,
B.H.
ergebni sse
Bei bestem Rennwetter und vor 1100
Zuschauern erzielte der MSC „Wölfe“ Wittstock am 20. April beim Saisonauftakt des
Speedway-Team-Cups einen souveränen
Heimsieg. Auch wenn die Teams aus Berghaupten und Güstrow zwischenzeitlich
Anschluss hielten, setzte sich die Klasse
in der Besetzung der Wittstocker am Ende
klar durch. Herausragender Pilot war der
amtierende deutsche Meister Kai Huckenbeck, der sich mit sichtlich viel Spaß
sehenswerte Zweikämpfe lieferte und am
Ende immer als Erster die Ziellinie kreuzte.
Die Entscheidung über den zweiten
Platz fiel erst im letzten Lauf zugunsten
der „Torros“ aus Güstrow, die einen hervorragend aufgelegten Tobias Busch als
Kapitän am Start hatten.
Christian Hefenbrock war wieder gut in Fahrt – hinter ihm Hannes Gast (blau) und Dennis Helfer (gelb).
1. MSC „Wölfe“ Wittstock, 38 Punkte (Christian Hefenbrock 13, Kai Huckenbeck 15, Steven Mauer 8,
Darrel de Vries 2).
2. MC Güstrow „Torros“, 28 (Tobias Busch 13, Hannes
Gast 7, Jan-Lukas Dittner 5, Fabian Wachs 3).
3. MSC Berghaupten „Black Forest Eagles“, 27 (Max
Dilger 7, David Pfeffer 2, Daniel Spiller 8, Ethan
Spiller 10).
4. AC Landshut „Young Devils“, 20 (Dennis Helfer
2, Danny Maaßen 7, Dirk Oellrich 3, Niels-Oliver
Wessel 8).
Rahmenprogramm, Oldies: 1. Ulrich Büschke, MC
Mecklenburgring Parchim, 20; 2. Michael Kunkel,
MC „Bergring“ Teterow, 12; 3. René Wojtaszik, 12.
Fotos: Bernd Quaschning
49
bahnsport
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3/4 2014
Nationales Speedwayrennen in Wittstock
Der Meister setzte sich durch
Siegerehrung: Daniel Spiller, Kai
Huckenbeck, Valentin Grobauer (v.l.)
Im Feld der A/I-Lizenz überzeugte er in
der Endabrechnung mit dem fünften
Platz.
Mit weißer Weste aus ihren vier Läufen
kamen auch die Nachwuchsfahrer Lukas
Fienhage (250 ccm) und Maximilian Reinholdt (PW 50) von der Bahn.
B.H.
e rgeb nisse
Sein viertes Speedwayrennen in dieser
Saison richtete der MSC „Wölfe“ Wittstock
am 21. Juni aus. Auf dem „Heidering“ bot
sich den knapp 300 Zuschauern ein vielfältiges Programm, dargeboten von den
Jüngsten in der Klasse PW 50, den Juniorklassen A (50 ccm) und C (250 ccm), den
Oldies sowie B/C- und A/I-Lizenzfahrern.
Das mit 12 Fahrern besetzte nationale Rennen gewann der 21-jährige Kay
Huckenbeck aus Werlte. Der Deutsche
Meister von 2013 gab im ersten Lauf einen Punkt an Tobias Busch (Lassentin)
ab, blieb dann jedoch in zwei weiteren
Punktläufen, im Halbfinale und Finale
ungeschlagen. Tobias Busch, der in den
Punktläufen einmal Lokalmatador Steven
Mauer unterlegen war, zog ansonsten
wie Huckenbeck mit Siegen ins Finale ein.
Hier fiel der 26-Jährige vom MC Nordstern
Stralsund an zweiter Position liegend mit
einem „Plattfuß“ aus und musste Huckenbeck, Daniel Spiller (Vilsheim) und Valentin Grobauer (Ruhstorf ) ziehen lassen.
Für den Gastgeber war Steven Mauer
erfolgreich. Der 19-Jährige setze sich im
Lauf zur Norddeutschen Bahnmeisterschaft (U21) mit Punktmaximum durch.
PW 50: 1. Maximilian Reinholdt, 28; 2. Paul-Percy
Martens, 23; 3. Mateusz Lopuski, alle MC Mecklenburgring Parchim, 19.
Junior A 50 ccm: 1. Marlon Hegener, MSC Cloppenburg, 25; 2. Paul Graß, 24; 3. Eric Graß, beide
Speedway Team Wolfslake, 23.
Junior C 250ccm: 1. Lukas Fienhage, AC Vechta,
20; 2. Darrel de Vries, MSC Moorwinkelsdamm,
11; 3. Ethan Spiller, AC Landshut, 11.
Norddeutsche Bahnmeisterschaft, U21: 1.
Steven Mauer, MSC „Wölfe“ Wittstock, 12 Punkte; 2. Hannes Gast, MC Güstrow, 11; 3. Geert
Bruinsma, MSC Moorwinkelsdamm, 9.
Oldies: 1. Maik Jenning, 14; 2. Marco Langer, 14;
3. Stefan Repschläger, MC Mecklenburgring
Parchim, 8.
A/I-Lizenz, Finale: 1. Kai Huckenbeck, MSC Werlte; 2. Daniel Spiller, AC Landshut; 3. Valentin
Grobauer, MSC Diedenbergen; 4. Tobias Busch,
MC Nordstern Stralsund.
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durch auf den aktuellen Stand gebrachte Sammlerpreisangaben, die von Classic
Data bereitgestellt wurden.
Andy Schwietzer/Thomas Trapp: Motorrad Oldtimer Katalog Nr. 13. 208 Seiten,
zirka 400 größtenteils farbige Abbildungen, 210 x 297 mm, Paperback, ISBN:
978-3-89880-807-1, 16,99 Euro.
Fotos: Karlheinz Hänßgen
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ergebnisse
mobil
bahnsport
3/4 2014
Christian Hefenbrock gewann
39. Güstrower Pfingstpokal
Nach den dritten Plätzen 2006 und 2012 sowie dem zweiten Platz
2007 stand Christian Hefenbrock endlich ganz oben auf dem Podest
beim Güstrower Pfingstpokal. Am 8. Juni gewann der 29-Jährige
aus dem brandenburgischen Liebenthal die begehrte SpeedwayTrophäe mit 10 Punkten vor Timo Lahti (Finnland/9) und Rohan
Tungate (Australien/8). Starke Regenfälle ließen nur 16 der 20 Läufe
zu. Mit „Hefe“, der nach dem Ausstieg des MSC „Wölfe“ Wittstock aus
der diesjährigen Bundesliga einen Vertrag beim AC Landshut unterschrieb, gewann nach 1987 erstmals wieder ein deutscher Fahrer
das Güstrower Pfingstrennen. Den Fritz-Suhrbier-Pokal bekam Mathias Schultz (MC Nordstern Stralsund) als schnellster Mann des Tages (58,1 Sekunden) überreicht. Ein Sonderlauf war für diesen Pokal
witterungsbedingt nicht möglich. In der Tageswertung wurde der
30-Jährige mit acht Punkten Vierter.
B.H.
Die Eisspeedway-WM
kehrt nach Berlin zurück
Nach nur einem Jahr, nachdem die
Eisspeedwayunion Berlin mit dem Organisationsleiter Frank Steinmetz und dem
Rennleiter Bernd Sagert an der Spitze das
traditionsträchtige Eisspeedway in der
deutschen Hauptstadt übernommen und
fortgeführt hatte, ist es ihr gelungen, wieder eine Veranstaltung mit WM-Prädikat
zu holen. Am 28. Februar und 1. März
2015 wird die Eisspeedway-Team-Welt-
meisterschaft im Horst-Dohm-Eisstadion
im Berliner Stadtteil Wilmersdorf zu Gast
sein. Dabei werden die sieben weltbesten
Eisspeedway-Nationen ihre Top-Fahrer aufbieten, die an jenen zwei Tagen den Mannschaftsweltmeister 2015 ermitteln. Am
Donnerstag zuvor, dem 26. Februar, geht
es zudem um die Deutsche Meisterschaft.
Viele Jahre war Berlin im WM-Kalender,
entweder als Lauf zu Eisspeedway-Ein-
Eisspeedway bleibt in Berlin-Wilmersdorf ein Renner.
Christian Hefenbrock war in Güstrow nicht zu stoppen.
zelweltmeisterschaft oder als einer der
jährlich wechselnden Austragungsorte
der Eisspeedway-Team-WM. 1983, 1997,
1999, 2000, 2001, 2006 und 2011 wurden
hier die Mannschaftsweltmeister gekürt,
wobei 2011 das Jahr des Abgesanges der
WM in Berlin war. Aber das dürfte nun Musik von gestern sein, denn als Ausrichter
der Team-WM 2015 darf sich die Eisspeedwayunion Berlin und damit auch das treue
Berliner Publikum berechtigte Hoffnungen auf eine neue WM-Ära darüber hinaus
machen.
Die erfolgreichste Eisspeedway-Nation
ist, wie sollte es anders sein, Russland
bzw. die ehemalige Sowjetunion mit 42
von 49 möglichen Einzelweltmeistern.
Ähnlich sieht es bei der Team-WM aus.
Diese wurde 1979 eingeführt und bisher
32-mal von Fahrern aus dem Land von Väterchen Frost gewonnen. Die Deutschen
Max Niedermeier sen., Helmut Weber
und Gunter Brandt setzten 1983 in Berlin einen Meilenstein der Geschichte, als
sie vor Schweden und der Sowjetunion
Teamweltmeister wurden. 2004 konnten
sich Günter Bauer, Markus Schwaiger und
Robert Eibl in Inzell immerhin über den
Vizetitel freuen. Klar, dass Russland auch
2015 die Nation sein wird, die es zu schlagen gilt, doch Überraschungen gibt es im
Sport immer wieder.
Thorsten Horn
www.eisspeedwayunion-berlin.eu
Neuer Termin: Speedway-Paar-DM in Stralsund
Witterungsbedingt musste das Rennen um die Deutsche Speedway-Paarmeisterschaft am 28. Juni im Stralsunder Paul-Greifzu-Stadion abgebrochen werden. Als neuer Termin wurde der 13. September (15.00 Uhr) festgelegt. Die Eintrittskarten behalten
ihre Gültigkeit.
Alle acht Mannschaften waren zunächst einmal am Start, dann erfolgte der Abbruch. Tobias Busch und Mathias Schultz vom
gastgebenden MC Nordstern Stralsund gelang mit 7:2 gegen den MSC Diedenbergen ein Maximum. Zum Team gehörte auch
Roberto Haupt, der leider nicht mehr an den Start rollen konnte.
Am Vormittag herrschten beste Bedingungen für die Nachwuchsfahrer. Ole Fethke sorgte im Lauf zur Landesmeisterschaft
Mecklenburg-Vorpommern der 125er Klasse für einen Stralsunder Sieg. Kai Gehl schaffte es zwar nicht aufs Treppchen, sammelte
aber als Neuling in dieser Gruppe weitere Erfahrungen.
www.mcn-stralsund.de
Fotos: Karlheinz Hänßgen, Horn
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service
mobil
3/4 2014
BMW
Kompaktes 2er Coupé macht gute Figur
Im Frühjahr hat BMW ein 2er Coupé auf den Markt gebracht,
das zu Preisen ab 29 960 Euro verkauft wird. Im Vergleich zu seinem Vorgänger, dem 1er Coupé, ist der 2er deutlich gewachsen:
Er ist 72 Millimeter länger und hat 30 Millimeter mehr Radstand
sowie eine breitere Spur. Damit bietet er mehr Platz im Innenraum sowie ein um 20 Liter auf 390 Liter vergrößertes Gepäckraumvolumen. Außerdem erfreut sich das 2er Coupé im Vergleich
zur 1er-Reihe einer verbesserten Aerodynamik – mit einem Luftwiderstandsbeiwert von 0,29.
Das 2er Coupé steht satt auf der Straße und wirkt erwachsener – nicht zuletzt, weil die Designer dafür gesorgt haben, dass es
sich optisch vom 1er abheben kann. Sportlich-elegant wirkt die
gestreckte Linienführung mit sanft zum Heck fließender Dachlinie. Die Nieren sind flacher gezeichnet, die Scheinwerfer etwas
schmaler, die Schultern sind muskulös. Die Ausstattungsvarianten Sport Line und Modern Line stehen zur Wahl. Wer die Sportlichkeit noch mehr unterstreichen möchte, kann das M Sportpaket wählen. Zur Sicherheit sind verschiedene Assistenzsysteme
von BMW ConnectedDrive an Bord. Sie warnen rechtzeitig vor
Gefahren oder assistieren beim Einparken.
Nichts geändert hat sich erfreulicherweise an der quirligen
Fahrcharakteristik des kleinen Bayern. Der 2er – traditionell mit
Heckantrieb – reagiert höchst präzise auf jeden noch so kleinen
Lenkbefehl, bleibt sauber in der Spur und erlaubt, auch dank
Sportfahrwerk und tiefer gelegter Karosserie, erstaunliche Kurvengeschwindigkeiten. Der Fahrer kann sich verschiedene Fahrmodi per Knopfdruck aussuchen.
Doch natürlich sind zum sportlichen Auftritt vor allem entsprechende Motoren vonnöten. BMW bietet den 2er mit drei Dieselmotoren in den Leistungsstufen 105 kW/143 PS, 135 kW/184 PS
und 160 kW/218 PS an. Der stärkste Selbstzünder ist nur in Verbindung mit einer Achtgang-Automatik zu haben. Ansonsten
sind Sechsgang-Schaltgetriebe Serie, und die Automatik gibt es
auf Wunsch und gegen einen Aufpreis von 2250 Euro. Doch die
ist wirklich empfehlenswert: Sie wechselt blitzschnell und unmerklich die Fahrstufen.
Bei den Benzinern hat man die Wahl zwischen dem 220i mit
135 kW/184 PS und dem M235i mit 240 kW/326 PS. Letzterer ist
natürlich das Highlight der Baureihe. Mit ihm unter dem Blech
verwandelt sich der kleine Zweitürer in ein Dynamikbündel: Der
Dreiliter-Reihensechszylinder mit TwinPower-Turboaufladung
spricht spontan an und beschleunigt den 2er in 4,8 Sekunden auf
100 km/h. Das maximale Drehmoment von 450 Nm bereits bei
niedriger Drehzahl und über ein breites Drehzahlband macht das
Überholen fast zum Vergnügen. Dabei arbeitet der Motor, dessen
Verbrauch mit durchschnittlich 7,6 Litern Kraftstoff pro 100 Kilometer angegeben wird, laufruhig und unterstreicht sein Potenzial
mit sonoren Tönen.
Doch auch mit der Basismotorisierung – das ist der kleinste
Diesel – ist das Coupé schon gut ausgestattet. Das Triebwerk wird
von einem Turbolader mit variabler Einlassgeometrie aufgeladen, und eine Common-Rail-Einspritztechnik mit MagnetventilInjektoren kommt zum Einsatz. Das Diesel-Aggregat erreicht ein
Drehmomentmaximum von 320 Newtonmetern. Vom Start weg
zieht das kleine Coupé ordentlich los, und dabei verhält sich der
Selbstzünder wirklich kultiviert. Bis zu einer Spitze von 213 km/h
kann er auflaufen, und sein Normverbrauch wird mit 4,3 Litern
Kraftstoff pro 100 Kilometer beziffert. In der Praxis sollte man
eher mit fünf bis sechs Litern rechnen, wenn der Fahrspaß nicht
zu kurz kommen soll.
Eva-Maria Becker
Wer aus einem Feldweg herausfährt, haftet bei Unfall allein
Wer von einem Feldweg auf eine Bundesstraße fährt, trägt im Falle
eines Unfalls allein die Schuld. Über die Höhe des Wiederbeschaffungswertes des Fahrzeugs kann das Gericht eigene Nachforschungen anstellen. Dies ergibt sich aus einem Urteil des Landgerichts Coburg vom 31. Mai 2013 (AZ: 13 O 505/12).
Der Autofahrer fuhr mit 100 Stundenkilometern auf einer
Bundesstraße. Als ein Fahrzeug aus einem Feldweg auf die Bundesstraße auffuhr, kam es zum Unfall. Der Fahrer auf der Bundesstraße hielt den gegnerischen Fahrer für allein verantwortlich. Er
wollte deshalb über 13.000 Euro Schaden ersetzt haben. Dabei
stützte er sich auf ein von ihm eingeholtes Sachverständigengutachten, das den Wiederbeschaffungswert für sein Fahrzeug mit
11.800 Euro angab.
Der Unfallgegner und seine Versicherung räumten im Laufe des
Prozesses den Unfallhergang ein. Sie meinten jedoch, der Kläger
hätte nicht darauf vertrauen dürfen, dass das andere Fahrzeug
vor der Einfahrt zur Bundessstraße warten würde. Darüber hinaus
sei der angegebene Wiederbeschaffungswert viel zu hoch.
Das Landgericht gab der Klage überwiegend statt. Zunächst
stellte es fest, dass der beklagte Fahrer für den Unfall voll verantwortlich war. Die Missachtung des Vorfahrtsrechts des Klägers
wiege so schwer, dass dagegen auch die Betriebsgefahr des anderen Fahrzeugs völlig zurücktrete.
Der vom Gericht befragte Sachverständige bestimmte den
Wiederbeschaffungswert für das Fahrzeug allerdings nur mit
8.500 Euro. Damit hätte der Kläger ein gleichwertiges Fahrzeug
bei einem seriösen Gebrauchtwagenhändler erwerben können.
Deshalb sprach das Gericht nur den gerichtlich ermittelten Wiederbeschaffungswert und einige andere Schadenspositionen zu,
insgesamt 9.700 Euro.
Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins
Foto: BMW
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mobil
service
3/4 2014
Hobby setzt mit Reisemobilen
auf den Markttrend
Der Hersteller Hobby aus dem norddeutschen Fockbek ist –
gemeinsam mit dem Tochterunternehmen Fendt – nach wie
vor deutscher und europäischer Marktführer bei den Caravans.
Doch Wohnwagen-Hersteller haben es momentan nicht gerade
leicht. Die Gründe dafür sind in den noch immer andauernden
erheblichen Markteinbrüchen in den südeuropäischen Ländern
zu suchen.
Während sich die Caravanverkäufe in Europa seit 2003 auf 67
645 Einheiten im Jahre 2013 fast halbiert haben, können sich die
Hersteller von Reisemobilen in diesem Zeitraum über relativ stabile Absatzzahlen freuen. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden
in Europa 71 340 Reisemobile abgesetzt.
Auf diesen Markttrend setzt Hobby auch weiterhin und hat
zwei ganz neu entwickelte Modellreihen auf den Markt gebracht:
den kompakten Vantana und den teilintegrierten Optima. Mit
dem Vantana hat Hobby erstmals in seiner Geschichte einen
Kastenwagen aufgelegt. Er wird in drei Varianten angeboten. Die
neue Baureihe Optima umfasst neun Grundrisse und schließt die
Lücke zwischen Siesta und Premium.
Hobby Optima
Der Vantana ist auf Basis des Fiat Ducato aufgebaut und bietet
eine Menge Platz auf relativ kleiner Verkehrsfläche – damit ist er
besonders praktisch und wendig. So sind ein Bad mit separater
Duschkabine sowie eine Küche mit Spüle, einem zweiflammigen
Gasherd und einem modernen Kühlschrank an Bord. Sparsame
LED – vom Lesespot bis zur Ambientebeleuchtung – spenden
Licht im Vantana. Neben der Standard-Lackierung Weiß sind op-
Hobby Vantana
tional die Sonderlackierungen Silber, Goldenwhite, Fergrau und
Schwarz erhältlich.
Der neue Optima ist ebenfalls ein wendiges und alltagstaugliches Reisemobil, doch bietet es dazu noch fast OberklasseKomfort. Elegant wirkt das Design dieses schnittigen Reisemobils
– ebenfalls auf Fiat-Ducato-Basis. Alle Optima-Modelle sind mit
ergonomischen Fahrer- und Beifahrersitzen ausgestattet. Sie sind
drehbar und können damit in die Sitzgruppe integriert werden.
Der Innenraum überzeugt mit einer sehr gut ausgestatteten modernen Küche mit dem 140-Liter-Kühlschrank Slim Tower und optimal gestalteten Sanitärbereich.
Aber auch bei den Caravans will Hobby wieder punkten. Mit
der neu entwickelten Baureihe OnTour kommen zur Saison 2015
fünf Modelle mit praktischer Ausstattung ins Programm – die Einsteiger ins Camping-Vergnügen, sozusagen. Alle fünf Modelle mit
unterschiedlichen Längen sind recht wendig, weil sie kompakt
und dabei vor allem recht schmal sind. Drei Typen messen 2,10
Meter in der Breite, die beiden größeren Varianten sind mit 2,20
Meter angegeben. Aber auch Familien mit Kindern können in
der OnTour-Reihe etwas Passendes finden: Zwei Modelle haben
Kinderbetten, zwei andere französische Betten an Bord. In den
größten der fünf Caravans ist sogar ein freistehendes Doppelbett
eingebaut.
Eva-Maria Becker
Caravan On Tour
Fotos: Becker
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service
mobil
3/4 2014
Ford Transit Courier
Viel Platz auf kleiner Verkehrsfläche
Ford komplettiert seine Palette der Transporter und bringt jetzt
den Transit Courier auf Basis des Fiesta auf den Markt. Das ist ein
nur 4,16 Meter langes Fahrzeug, das als Kastenwagen mit zwei
Sitzen ab 11 990 Euro und als Kombi mit zusätzlicher Rücksitzbank ab 12 490 Euro verkauft wird.
Es ist der kleinste der Transporter von Ford, die jeweils als
„Transit“ bezeichnet werden. Die Brüder sind der Transit Connect,
der Transit Custom und der Zweitonner-Transit, der Bestseller,
der für sich allein steht und seit 1965 einen wichtigen Platz im
Ford-Programm einnimmt. Der neue Transit Courier will vor allem Handwerker und Dienstleister sowie kommunale Versorger
ansprechen, die sich für ein praktisches, wendiges Fahrzeug mit
verbrauchsarmen Motoren und einem ordentlichen Platzangebot bei einem insgesamt günstigen Preis-Wert-Verhältnis interessieren.
Fahrer und Beifahrer haben im Transit Courier in jeder Hinsicht
genügend Raum und bequeme Sitze mit ausreichend Seitenhalt.
In den Fond des Kombis gelangen zusätzliche Passagiere problemlos durch eine weit öffnende Schiebetür – auf Wunsch gibt
es auch eine zweite. Sind alle Plätze im Kombi besetzt, fasst der
Gepäckraum 740 Liter. Er wird bequem durch eine DoppelflügelHecktür erreicht.
Doch man rechnet bei Ford damit, dass 80 Prozent der Kunden
den Kastenwagen ordern werden – als Kleintransporter für die
Stadt. Trotzdem er so kompakt ist, bietet er eine Ladelänge von
1,62 Metern – bei umgelegtem Beifahrersitz sind es 2,59 Meter –
und darf 660 Kilogramm zuladen. Die erlaubte Nutzlast wird mit
585 Kilogramm angegeben. Und die Ladung kann ein Volumen
von bis zu 2,40 Kubikmetern haben – das schafft bisher keiner der
direkten Mitbewerber.
Zusätzlich verfügt der Transit Courier über verschiedene Fächer und Ablagen, darunter ein so genanntes Mega-Center zur
Aufbewahrung von kleinen Laptops, ein Staufach unter dem Beifahrersitz und eine Konsole im Dachbereich. Wer die Basisversion
des Kastenwagens wählt, kann auf Wunsch eine Schiebetür auf
der Beifahrerseite ordern. In der Ausstattung Trend ist sie serienmäßig an Bord.
Auch in punkto Sicherheit kann sich der Transit Courier sehen
lassen: Unter anderem hat der Kastenwagen serienmäßig den
Frontairbag – auf Wunsch auch den für den Beifahrer sowie Seitenairbags –, das ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung sowie einen elektronischen Schleuderschutz mit Traktionskontrolle
an Bord. Beim Kombi gehören sechs Airbags zur Grundausstattung.
Der Berganfahr-Assistent verhindert das Zurückrollen des
Fahrzeugs beim Anfahren am Berg. Der Sicherheits-Bremsassistent erkennt, dass der Fahrer eine Notbremsung ausgelöst hat
und verstärkt daraufhin den Druck im Bremssystem, um mehr
Bremskraft zu bieten. Die Warnblinkanlage wird zum Notbremslicht nach einer automatischen Vollbremsung.
Für ausreichend Vortrieb sorgen die für den Transit Courier angebotenen Motoren – allesamt direkt einspritzende Turbos. Die
Diesel leisten 56 kW/75 PS beziehungsweise 70 kW/95 PS. Am
agilsten ist man jedoch mit dem vielfach preisgekrönten Dreizylinder-EcoBoost-Benziner mit 74 kW/100 PS unterwegs, und mit
diesem Motor ist gar das Basismodell bestückt.
Dieser Motor macht vor allem deshalb soviel Spaß, weil er sein
maximales Drehmoment von 170 Nm schon bei 1400 U/min erreicht und bis 4000 U/min hält – damit kommt er spontan vom
Fleck und zieht ordentlich durch. Sein Durchschnittsverbrauch
wird mit 5,2 Litern angegeben, wenn das optionale Start-StoppSystem integriert ist. Allerdings könnte ihm die Kombination mit
einem Sechsgang-Getriebe nicht schaden.
Eva-Maria Becker
:
p
p
i
T
r
www.uscarclassics.de
Unse
30./31. August
Neben den amerikanischen
Fahrzeugen werden
Mode und Schmuck sowie
Restaurationsbetriebe,
Oldtimerteile und Tattoostudios präsentiert.
Schloss, Kirchplatz 5–6, 15831 Diedersdorf
Fotos: Ford, www.uscarclassics.de
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mobil
service
3/4 2014
VW Elektro-Golf
Fast lautlos und abgasfrei
Von außen ist der Elektro-Golf am geschlossenen schwarzen
Kühlergrill mit blauer Querspange, LED-Scheinwerfern und dunkelroten LED-Rückleuchten, dem Dachkantenspoiler in Wagenfarbe, aerodynamisch optimierten 16-Zoll-Leichtmetallfelgen mit
205er Reifen sowie am fehlenden Abgas-Endrohr zu erkennen.
Das 85 kW/115 PS starke Fahrzeug ist ab 34 900 Euro zu haben. Auch wenn das eine ganze Stange Geld ist – dafür fährt der
Elektro-Golf sparsam und abgasfrei. Auf 100 Kilometern „frisst“ er
Strom für lediglich 3,28 Euro. Außerdem wird er zehn Jahre lang
von der Kfz-Steuer befreit. Auch wenn er je nach Streckenprofil,
Fahrweise und Zuladung nur eine Reichweite zwischen 130 Kilometern und 190 Kilometern hat – mit ihm kann man auf jeden
Fall zügig vorankommen. Sein maximales Drehmoment von 270
Nm steht vom Start weg zur Verfügung, und so wundert es nicht,
dass der Kompakte in 4,2 Sekunden von Null auf Tempo 60 flitzt.
Der Golf mit der Batterie an Bord ist rund 300 Kilogramm schwerer als ein entsprechender Benziner und hat deshalb eine etwas
straffere Federung.
Schon die Serienausstattung des Elektro-Golf kann sich sehen
lassen: Eine Klimaautomatik, eine beheizbare Frontscheibe, ein
Highend-Radio-Navigationssystem, Alufelgen und die erstmals
bei Volkswagen eingesetzten Voll-LED-Scheinwerfer sind ab
Werk an Bord. Das Interieur ist mit dem des „normalen“ Golf nahezu identisch – allerdings wird statt des Drehzahlmessers eine
Energieanzeige für die Rückgewinnung eingepflanzt. In punkto
Platzangebot müssen die Passagiere keine Einschränkungen in
Kauf nehmen, denn der Elektroantrieb und dessen Technik nehmen denselben Raum ein wie der klassische Verbrennungsmotor
und dessen Kraftstofftank.
Wenn die Reise losgehen soll, wird wie üblich der Anlasser betätigt, was im Display mit „Ready“ quittiert wird. Es ist keinerlei
Motorgeräusch zu vernehmen, doch der Elektro-Golf legt los,
sobald der Fahrer das Elektropedal – anstelle des Gaspedals – betätigt. Der Antritt ist enorm und macht echt Laune. Und selbst
im Berliner Stadtverkehr mit seinen zahlreichen Ampeln und
fehlender grüner Welle sowie seinen Staus auf Stadtautobahnen
war die Reichweite bei einer Testfahrt wirklich akzeptabel: Nach
gefahrenen 150 Kilometern war noch Strom da für weitere etwa
25 Kilometer.
Für die Batterie gewährt Volkswagen eine achtjährige Garantie
bis 160 000 Kilometer Laufleistung, und der Käufer erhält in den
ersten drei Jahren für bis zu 30 Tage pro Jahr kostenlos ein VWFahrzeug mit Verbrennungsmotor, wenn er eine längere Reise
plant. Das Laden der Batterie soll 13 Stunden dauern, wenn eine
220-Volt-Haushaltsteckdose benutzt wird. Acht Stunden soll das
Laden an einer Wallbox dauern, und beim Schellladen an speziellen Gleichstrom-Ladestationen mit 40 Kilowatt ist die Batterie
schon in 30 Minuten zu 80 Prozent geladen. Damit lässt sich leben.
Eva-Maria Becker
Neue Generation von Luftheizungen
Die neue Generation der Air Top Luftheizungen ist ab sofort
weltweit über das Webasto Händlernetz verfügbar. Die motorunabhängigen Standheizungen Air Top Evo 40 und Air Top Evo 55
werden zur Beheizung von Nutz- und Spezialfahrzeugen sowie
von Reisemobilen und Booten eingesetzt. Sie sorgen bereits vor
Fahrtbeginn und bei längeren Pausen für einen angenehm warmen Innenraum.
Mehr Heizleistung bei geringerem Energieverbrauch
Eine integrierte Kaltstartautomatik mit 10 Prozent mehr
Heizleistung
erwärmt
den Innenraum besonders schnell und
effizient.
Außerdem
arbeiten die neuen
Heizungen wesentlich
leiser und zeichnen
sich durch einen geringeren Energieverbrauch
aus. Diese Vorteile der Air
Top Evo Modelle basieren
auf einer verbesserten Heizleistungsregelung.
Sowohl die Ansteuerung der Brennstoffpumpe als
auch die Regelung der Gebläsedrehzahl wurden optimiert. Da
die Luftheizungen wenig Energie verbrauchen, sind sie optimal
zur Dauerbeheizung geeignet.
Automatische Höhenanpassung
Die neuen Heizgeräte sind serienmäßig mit einer automatischen Höhenanpassung ausgestattet. Sie garantiert eine ideale
Verbrennung auch dann, wenn der Sauerstoffgehalt der Umgebungsluft aufgrund des geringeren Luftdrucks in der Höhe sinkt.
So wird der optimale Betrieb bis zu 2.200 Meter über dem Meeresspiegel gewährleistet.
Die neuen Heizgeräte werden
für die Erstausstattung und für
die Nachrüstung angeboten.
Die Kunden können zwischen
der Air Top Evo 40 mit einer
maximalen Heizleistung von
4,0 kW und der Air Top Evo 55
mit 5,5 kW maximaler Heizleistung wählen. Beide Heizgeräte
gibt es sowohl für dieselbetriebene Fahrzeuge (12/24 Volt) als
auch für Benziner (12 Volt).
AIR Top Evo Luftheizung © Webasto
Webasto-Presseinformation
Fotos: VW, Webasto
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3/4 2014
Unbeschwertes Rollvergnügen
Ob jung ob alt, ob groß ob klein – die Faszination von InlineSkating erfasst alle. Die Trendsportart schont die Gelenke und ist
zugleich ein hervorragendes Ausdauertraining. Doch bevor es
losgeht, sollten sich Skater eine sichere Ausrüstung zulegen.
Hierzu gehören ein Helm sowie Schoner für Knie, Handgelenke
und Ellenbogen. Insbesondere beim Rückwärtsfallen ist ein Helm
der einzige Schutz für den Kopf. Es gibt spezielle Skater-Helme
in Rundform, aber auch ein handelsüblicher Fahrradhelm ist geeignet. Die Deutsche Verkehrswacht (DVW) rät von Helmen in
Tropfenform ab, da diese im Falle eines Sturzes den Kopf zu früh
abfangen, was die Halswirbelsäule überbelastet. Generell gilt für
den Kauf eines Helmes, dass dieser sicher und fest sitzen muss.
Im Falle eines Aufpralls fangen Knieschoner die Hauptenergie ab.
Zusätzlich federn Ellenbogen- und Handgelenkschoner Verstauchungen und Schürfwunden ab.
Reflektoren sind nicht vorgeschrieben. „Dennoch legen wir allen Skatern ans Herz, retro-reflektierende Bänder oder Aufkleber
an ihrer Kleidung anzubringen“, erläutert Kurt Bodewig, Präsident
der DVW. „Diese einfachen Hilfsmittel machen sie früher sichtbar
für andere Verkehrsteilnehmer und erhöhen ihre passive Sicherheit.“
Inline-Skates sind laut § 24 Abs. 1 der Straßenverkehrsordnung
(StVO) keine Verkehrsmittel, sondern besondere Fortbewegungsmittel. Skater werden folglich wie Fußgänger behandelt: Sie dürfen auf Gehwegen, kombinierten Geh- und Radwegen oder in
Fußgängerzonen ihrem Hobby nachgehen. Radwege, Fahrradstraßen und Fahrbahnen sind tabu, es sei denn es ist kein Gehweg vorhanden – wie beispielsweise auf Landstraßen – oder die
Straßen sind mit dem Zusatzzeichen „Inline-Skater frei“ (§ 31 Abs.
2 StVO) versehen.
Deutsche Verkehrswacht e.V.
Blick in die Straßenverkehrsordnung
StVO § 22 Ladung
(1) Die Ladung einschließlich Geräte zur Ladungssicherung
sowie Ladeeinrichtungen sind so zu verstauen und zu sichern,
dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, hinundherrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen können. Dabei sind
die anerkannten Regeln der Technik zu beachten.
(2) Fahrzeug und Ladung dürfen zusammen nicht breiter als
2,55 m und nicht höher als 4 m sein. Fahrzeuge, die für landoder forstwirtschaftliche Zwecke eingesetzt werden, dürfen,
wenn sie mit land- oder forstwirtschaftlichen Erzeugnissen
oder Arbeitsgeräten beladen sind, samt Ladung nicht breiter
als 3 m sein. Sind sie mit land- oder forstwirtschaftlichen Erzeugnissen beladen, dürfen sie samt Ladung höher als 4 m
sein. Kühlfahrzeuge dürfen nicht breiter als 2,6 m sein.
(3) Die Ladung darf bis zu einer Höhe von 2,50 m nicht nach
vorn über das Fahrzeug, bei Zügen über das ziehende Fahrzeug hinausragen. Im Übrigen darf der Ladungsüberstand
nach vorn bis zu 50 cm über das Fahrzeug, bei Zügen bis zu 50
cm über das ziehende Fahrzeug betragen.
(4) Nach hinten darf die Ladung bis zu 1,50 m hinausragen,
jedoch bei Beförderung über eine Wegstrecke bis zu einer Entfernung von 100 km bis zu 3 m; die außerhalb des Geltungsbereichs dieser Verordnung zurückgelegten Wegstrecken
werden nicht berücksichtigt. Fahrzeug oder Zug samt Ladung
darf nicht länger als 20,75 m sein. Ragt das äußerste Ende der
Ladung mehr als 1 m über die Rückstrahler des
Fahrzeugs nach hinten hinaus, so ist es kenntlich zu
machen durch mindestens
1. eine hellrote, nicht unter 30 x 30 cm große, durch
eine Querstange auseinandergehaltene Fahne,
2. ein gleich großes, hellrotes, quer zur Fahrtrichtung pendelnd aufgehängtes Schild oder
3. einen senkrecht angebrachten zylindrischen
Körper gleicher Farbe und Höhe mit einem
Durchmesser von mindestens 35 cm.
Diese Sicherungsmittel dürfen nicht höher als
1,50 m über der Fahrbahn angebracht werden. Wenn nötig (§ 17
Abs. 1), ist mindestens eine Leuchte mit rotem Licht an gleicher
Stelle anzubringen, außerdem ein roter Rückstrahler nicht höher
als 90 cm.
(5) Ragt die Ladung seitlich mehr als 40 cm über die Fahrzeugleuchten, bei Kraftfahrzeugen über den äußeren Rand
der Lichtaustrittsflächen der Begrenzungs- oder Schlussleuchten hinaus, so ist sie, wenn nötig (§ 17 Abs. 1), kenntlich zu machen, und zwar seitlich höchstens 40 cm von ihrem Rand und
höchstens 1,50 m über der Fahrbahn nach vorn durch eine
Leuchte mit weißem, nach hinten durch eine mit rotem Licht.
Einzelne Stangen oder Pfähle, waagerecht liegende Platten
und andere schlecht erkennbare Gegenstände dürfen seitlich
nicht herausragen.
Pflicht: Mitnahme von Warnwesten
Ab Juli 2014 besteht in Deutschland Warnwestenpflicht. Wie
schon in vielen Ländern Europas üblich, muss nun auch hierzulande in allen Fahrzeugen eine Warnweste in gelber oder oranger
Tagesleuchtfarbe mit an Bord sein. Lediglich Motorräder und Roller
sind von dieser Bestimmung ausgenommen.
Die Warnweste muss der neuen Euro-Norm EN
ISO 20471 oder der alten EN 471 entsprechen
und über reflektierende Streifen verfügen.
Die Warnweste ist keine Schikane: Bei Pannen oder Unfällen erhöht das leuchtende
Stück Stoff die eigene Sicherheit enorm. Wer
eine Warnweste trägt, wird fünfmal früher
wahrgenommen, so die Sicherheitsexperten der GTÜ. Besonders beim Aufstellen des
Warndreiecks, bei einem Reifenwechsel oder
auf dem Weg zur Notrufsäule besteht ohne
leuchtende Weste eine deutlich höhere Gefahr, übersehen zu
werden – besonders in der Dunkelheit.
Wer auf der Autobahn oder Landstraße eine Panne hat, sollte
schon vor dem Verlassen des Fahrzeugs die Warnweste anlegen.
Ein denkbar ungünstiger Ort, die Weste im
Fahrzeug aufzubewahren, ist daher der Kofferraum. Besser ist es, die Westen unter dem
Fahrersitz, in den Ablagefächern der Türen
oder im Handschuhfach zu verstauen.
Bei einer Panne oder einem Unfall auf
der Autobahn ist beim Verlassen des Fahrzeugs für alle Mitfahrer das Tragen von
Warnwesten Pflicht. Deshalb empfiehlt es
sich, für jeden Sitzplatz eine Warnweste
mitzuführen.
GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung
Foto: GTÜ/KD Busch/Tinz
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mobil
service
3/4 2014
Bei der Urlaubsfahrt auf
das Fahrzeuggewicht achten
Auf der Fahrt in die Ferien wird das Auto zum Packesel. Dabei
sind die Grenzen des Erlaubten schneller überschritten, als mancher glaubt.
Großes und schweres Reisegepäck ins Auto, sperriges wie Kanu
oder Surfboard kurzerhand aufs Dach und die Räder auf den Träger für die Anhängerkupplung. Zu schwer? Ach was, das Auto
fährt es ja. Falsch gedacht! Bei der Urlaubsreise achten viele Autofahrer nicht auf die maximal erlaubte Zuladung ihres Fahrzeugs.
Dabei sollte beachtet werden, dass ein voll beladenes Auto deutlich veränderte Fahreigenschaften an den Tag legt, als im normalen Alltagsbetrieb. Zudem drohen bei Überladung empfindliche
Strafen.
Zulässiges Gesamtgewicht ermitteln
Schauen Sie vor dem Beladen des
Autos in die Fahrzeugpapiere und stellen Sie das zulässige Gesamtgewicht
fest. Alles was nun ins Auto soll, sollte
zuvor auf eine Personenwaage.
Auto mit System beladen
Schwere Gepäckstücke gehören
im Auto immer nach unten. Dadurch
bleibt der Fahrzeugschwerpunkt
niedrig und das Kurvenverhalten wird weniger beeinträchtigt.
Außerdem sollten Sie schwere Gegenstände im Kofferraum
nah an der Rücksitzlehne platzieren. Dann ist gewährleistet,
dass bei einer Vollbremsung die Ladung nicht verrutscht und
das Bremsverhalten neutral bleibt. Auf die Hutablage gehören keine schweren oder scharfkantigen Gegenstände. Bei einer abrupten Bremsung werden dort abgelegte Bücher, Spielzeuge oder Taschen zum gefährlichen Geschoss. Kühlboxen
gehören in den Fußraum oder in den Laderaum und nicht auf die
Rücksitze.
Wer mit einem Kombi unterwegs ist, muss das Gepäck im Kofferraum oberhalb der Rücksitzlehnen durch ein Sicherheitsnetz
vom Fahrgastraum abtrennen. Für viele Fahrzeuge sind solche
Spannnetze als Zubehör erhältlich.
Nur passende Dachträger verwenden
Verwenden Sie nur Dachträger, -aufbauten und -boxen, die
vom Fahrzeughersteller für Ihr Auto freigegeben sind. Achten Sie
besonders auf die zulässige Dachlast Ihres Fahrzeugs. Überprüfen
Sie, dass die Dachträger vorschriftsmäßig angebracht sind. In die
Dachbox gehören nur leichte Gegenstände, da sonst der Fahrzeugschwerpunkt zu sehr nach oben wandert. Während einer
Pause auf der Urlaubsfahrt sollten Sie prüfen, ob sich eventuell die
Befestigungen der Dachträger oder Aufbauten gelockert haben.
Da mit den Dachaufbauten auch die Fahrzeughöhe steigt, müssen
sie in Tiefgaragen oder auf Fähren auf die Durchfahrtshöhe achten.
Fahrräder auf dem Heckträger
transportieren
Für den Transport von Fahrrädern
eignen sich nach den Praxistests der
GTÜ Heckträger besonders gut, da der
Luftwiderstand und damit der Kraftstoffverbrauch während der Fahrt nicht
übermäßig ansteigt. Denken Sie aber an
die gewachsene Fahrzeuglänge beim
Einparken und überprüfen Sie gegebenenfalls die Funktionen der
Beleuchtung am Heckträger.
Höherer Reifendruck bei voller Ladung
Es ist ratsam, beim beladenen Fahrzeug vor Fahrtantritt den
Luftdruck zu überprüfen, denn bei einem voll beladenen Auto
gilt ein höherer Reifendruck. Die Angaben finden Sie in den Fahrzeugpapieren oder auf einem Aufkleber, der bei vielen Fahrzeugen im Türrahmen oder in der Tankklappe angebracht ist. Auch
die Scheinwerfer müssen niedriger eingestellt werden, damit sie
den Gegenverkehr bei Dunkelheit nicht blenden.
GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung
Unfallhergang ungewiss – Quad haftet allein
Ist bei einem Unfall mit einem Quad keinem der Beteiligten die
Schuld an dem Unfall nachzuweisen, haftet der Quadfahrer allein.
Ein Quad ist grundsätzlich gefährlicher als ein Pkw. So eine Entscheidung des Oberlandesgerichts München vom 17. September 2013
(AZ: 10 U 2166/13).
Bei dem Unfall eines Quads und eines Pkw konnte keinem
der Beteiligten eine Schuld nachgewiesen werden. In solchen
Fällen bemisst sich die Haftung nach der sogenannten Betriebs-
gefahr der Fahrzeuge. Fahrer von gefährlicheren Fahrzeugen
haften mehr. Da ein Quad auch ohne Fahrfehler als besonders
gefährlich gilt, kann die Mithaftung des Autofahrers völlig entfallen. So sei ein Quad beispielsweise bei erlaubter, aber riskanter Fahrweise instabiler und verfüge über kein ABS. Die
technischen Besonderheiten eines Quads ließen die Betriebsgefahr von Autos in solchen Fällen völlig in den Hintergrund
treten.
Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins
Höchstgeschwindigkeit „Mo–Fr“ gilt auch an Feiertagen
„Der Straßenverkehr erfordert einfache und klare Regeln“, stellte das
Oberlandesgericht Brandenburg am 28. Mai 2013 fest (AZ: 53 Ss-Owi
103/13). Deshalb soll es bei Verkehrsschildern auch keinen Interpretationsspielraum geben. Geschwindigkeitsbegrenzungen mit dem
Hinweis „Mo-Fr, 6 – 18 h“ gelten auch an gesetzlichen Feiertagen.
In dem von der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) mitgeteilten Fall erhielt ein Autofahrer eine Geldbuße, weil er an Christi Himmelfahrt, einem Donnerstag, schneller als die auf dieser Straße erlaubten 60 km/h
fuhr. Die Höchstgeschwindigkeit galt dort von „Mo-Fr, 6 – 18 h“.
Da dieser Donnerstag aber ein gesetzlicher Feiertag war, meinte
der Fahrer, die Begrenzung gelte nicht.
Das Schild gelte an allen Montagen bis Freitagen, so die Richter.
Jeder Verkehrsteilnehmer könne dieses Verkehrsschild einfach
verstehen und müsse sich keine Gedanken darüber machen, ob
es an einem Feiertag gelte oder nicht. Nur wenn die Geschwindigkeitsbegrenzung mit „werktags“ ausgeschildert gewesen
wäre, hätte etwas anderes gegolten.
Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins
Foto: Tschovikow/GTÜ
57
service
mobil
3/4 2014
Skoda
Der geflügelte Pfeil weiter im Aufwind
Mit 920 800 verkauften Autos hat Skoda 2013 das zweitbeste Jahr in der 118-jährigen Firmengeschichte hingelegt. Im Jahr
2000 konnte gerade mal die Hälfte davon abgesetzt werden. Und
der leichte Rückgang gegenüber 2012 war auch nur der Tatsache
geschuldet, dass die neuen Modelle erst ab der Jahresmitte 2013
verfügbar waren.
In den ersten Monaten dieses Jahres ist Skoda schon wieder
auf Rekordfahrt: So verkaufte die VW-Tochter im ersten Quartal
mit 247 200 Fahrzeugen so viele Autos wie nie zuvor in einem
solchen Zeitraum. Und in den kommenden Jahren will Skoda
noch kräftig weiter wachsen und die weltweiten Verkäufe auf
mindestens 1,5 Millionen Fahrzeuge pro Jahr steigern. Dazu wird
das Unternehmen im Schnitt alle sechs Monate ein neues oder
überarbeitetes Modell vorstellen.
Um die ambitionierten Ziele zu erreichen, wird unter anderem
die Allrad-Palette weiter ausgebaut. Schon jetzt bietet Skoda seinen 4x4-Antrieb für den Ocatvia, den Superb, den Yeti und demnächst auch für den Skoda Octavia Scout an, der Ende August zu
Preisen ab 30 350 Euro auf den Markt kommt. Jedes fünfte Fahrzeug dieser Baureihen wird in Deutschland inzwischen als Allradler ausgeliefert. Dieser Anteil unterstreicht die Allradkompetenz
des Herstellers, der beständig an Attraktivität gewinnt.
Um die Geländefähigkeit der Skoda-Modelle unter Beweis zu
stellen, konnten sie jetzt bei unterschiedlichen Straßenverhältnissen und auf einem sehr anspruchsvollen Terrain getestet werden. Die Allradler Octavia und Superb sind natürlich vor allem onroad unterwegs und haben die 4x4-Technik als Sicherheits- und
Traktions-Plus an Bord.
Bekanntlich macht sich die Vierradtechnik auf trockener Fahrbahn nicht bemerkbar, denn in diesem Falle werden nur die
Vorderräder angetrieben. Erst bei schlechteren Fahrbahnverhältnissen oder bei extremerer Fahrweise wird der Hinterradantrieb
über die elektronisch gesteuerte Haldex-Kupplung zugeschaltet.
So bringt man die Vorderräder bei einem rasanten Start nicht zum
Durchdrehen, weil die „überschüssige“ Kraft an die Hinterachse
transportiert wird. Ähnlich funktioniert das System bei schnellen
Kurvenfahrten. Und dabei sorgt das Elektronische Stabilitätsprogramm ESP für zusätzliche Sicherheit.
Doch mit dem Allrad-Yeti (Preise ab 23 590 Euro/Foto)) verfügt
Skoda auch über ein SUV, das sich erstaunlich gut in unwegsamem Gelände bewegen kann – auch wenn es nicht die komplette Geländetechnik mit Untersetzungsgetriebe, Mittendifferenzial
und Sperre an Bord hat und die Bodenfreiheit geringer ist. Beim
Yeti Outdoor kann aber über einen Off-Road-Knopf die Bergabfahrhilfe zugeschaltet und die Fahrerassistenzsysteme wie ABS,
ESP und Antriebsschlupfregelung an die Geländebedingungen
angepasst werden. Wer hätte gedacht, dass dieses Fahrzeug Steigungen und Abfahrten mit einem Gefälle von 80 Prozent meistern kann? Wer das erlebt hat, schwört auf diesen optionalen Antrieb, und mittlerweile entscheiden sich mehr als 40 Prozent der
Yeti-Kunden dafür.
Eva-Maria Becker
Sicher in der Gruppe fahren
Motorradtouren mit Freunden machen Spaß, verbinden und fördern die sozialen
Kontakte. Doch das Fahren in der Gruppe funktioniert nur, wenn bestimmte Regeln
beachtet werden und die Rücksicht aufeinander im Vordergrund steht. Die Broschüre „Team Touring“ des ifz Instituts für Zweiradsicherheit und der GTÜ Gesellschaft für
Technische Überwachung hält die wichtigsten Informationen für Gruppenfahrten
bereit. Zudem liefert die Neuauflage passend zur Jahreszeit hilfreiche Tipps für den
Motorradurlaub.
Um in der Motorradgruppe sicherer und entspannter unterwegs zu sein, müssen
vor Fahrtbeginn klare Verhaltensregeln gemeinsam besprochen werden, die jeder
Mitfahrer einhalten sollte. Wichtigste Regeln: kein Wettbewerb, keine Überholmanöver untereinander und kein Drängeln. Es gilt nach wie vor die Straßenverkehrsordnung, zudem ist größtmögliche Rücksicht oberstes Gebot. Trotz Teamgeist bleibt
jeder für sich selbst verantwortlich.
Allgemeine Regeln wie diese, aber auch detaillierte Anweisungen für das richtige Verhalten während bestimmter Fahrmanöver werden in der ifz/GTÜ-Broschüre
anschaulich behandelt. Hierbei werden der Sinn und Zweck einzelner Regeln mit
Blick auf die Verkehrssicherheit aber auch auf praktische Belange unterwegs erklärt.
Dabei spielen Themen wie Gruppengröße, Gruppenintention, Länge der Tagesetappen, Pausen, die Reihenfolge beim Fahren, versetzt fahren, die Kommunikation
unterwegs etc. die zentrale Rolle.
Die Broschüre steht unter www.ifz.de kostenfrei als Download zur Verfügung. Zudem kann der Ratgeber kostenlos bestellt
werden unter vertrieb@gtue.de.
GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung
Fotos: Skoda
58
mobil
service
3/4 2014
Gurt bleibt Lebensretter Nummer eins
Die Gurtanlegequote in Deutschland liegt der jüngsten ErheSeit 30 Jahren muss der Sicherheitsgurt in Deutschland auch
auf dem Rücksitz angelegt werden. Bis heute ist aber die Anbung der DEKRA Unfallforschung zufolge insgesamt bei über 97
Prozent. Auf den Rücksitzen sind es dagegen nur noch gut 94
schnallquote hinten im Auto am geringsten. Die Unfallexperten
Prozent. „Der oft gehörte Satz ‚Mir passiert da hinten schon nichts’
von DEKRA warnen: Der Sicherheitsgurt ist nach wie vor Lebist schlicht falsch. Bei einem Aufprall – das zeigen immer wieder
ensretter Nummer eins. Und: Nur mit angelegtem Gurt können
unsere Crashtests – werden nicht angeschnallte Insassen unkonauch andere Sicherheitssysteme wie Airbags den Schutz bieten,
für den sie konstruiert sind.
trolliert durch das Fahrzeug geschleudert“, so Jörg Ahlgrimm.
„Airbags sind als ergänzende Schutzeinrichtung konzipiert. Sie
Der Sicherheitsgurt verhindert auch, dass Insassen gegeneinschützen bei einem Unfall zusätzlich zum Sicherheitsgurt, je nachander geschleudert werden – etwa zwei Personen auf dem Rückdem, aus welcher
sitz bei einem SeitRichtung der Anstoß
enaufprall. Oder: „Wenn
passiert“, so Jörg
ein nicht angegurteter
Ahlgrimm, Leiter der
Mitfahrer vom Rücksitz
DEKRA Unfallanalyse.
nach vorne geschleud„Zu denken, man brert wird, kann nicht nur
er selbst schwer verletzt
auche sich nicht anwerden, sondern auch
zugurten, weil man
der vor ihm Sitzende.
ein Fahrzeug mit diSchon allein aus Eigenversen Airbags fährt,
ist fahrlässig und im
schutz sollte der Fahrer
Ernstfall lebensgedeshalb immer alle Pasfährlich.“ Schließlich
sagiere dazu anhalten,
gebe es auch Unfälle,
sich anzuschnallen.“
bei denen Airbags
Der Gurt sollte imwenig nützen oder
mer möglichst straff
erst gar nicht ausanliegen, nur dann
kann er seine volle
lösen. „Denken Sie
Wirkung
entfalten.
an einen Überschlag.
Wenn der obere VeHier kann nur der Ohne Sicherheitsgurt kann es bei einem Unfall zu schwersten Verletzungen kommen, wie dieser Crashtest zeigt.
Gurt einen Insassen
rankerungspunkt verin seinem Sitz halten. Und nur dort kann er den Unfall vergleichsstellbar ist, empfiehlt Ahlgrimm: „Stellen Sie den Gurt so ein, dass
er direkt über das Schultergelenk verläuft, nicht nahe am Hals.“
weise sicher überstehen“, so der Experte.
Gerade auf Rücksitzen sieht der DEKRA Unfallexperte auch
Gerade innerorts und bei niedrigen Geschwindigkeiten sitnoch Potenzial zur Optimierung der Sicherheitsgurte. „Nicht alle
zen immer wieder Verkehrsteilnehmer dem Irrtum auf, sie
Hersteller bauen hinten optimale Rückhaltesysteme mit Gurtbräuchten den Gurt nicht und könnten sich notfalls mit den
Armen abstützen. Das ist eine fatale Fehleinschätzung. Schon
straffer und Gurtkraftbegrenzer ein. Oftmals findet sich auf den
bei einer Geschwindigkeit von 14 Km/h wirken beim Aufprall
Rücksitzen nur die gesetzlich vorgeschriebene Mindestausstatauf ein festes Hindernis Kräfte, die dem Achtfachen des eitung.“ Darum: Beim Kauf eines Autos sollte darauf geachtet
werden, wie die Sicherheitsgurte auf den Rücksitzen ausgeführt
genen Körpergewichts entsprechen. Kein Mensch kann das
abfangen.
sind.
DEKRA e.V.
Europäischer Unfallbericht
gehört bei Auslandsreise
in jedes Handschuhfach
Der Europäische Unfallbericht gehört in jedes Fahrzeug, denn
bei einem Verkehrsunfall sollten die Unfallgegner den Unfallhergang schriftlich festhalten, um eine weitgehend reibungslose
Unfallschadenregulierung zu ermöglichen.
Anders als in Deutschland werden Verkehrsunfälle in anderen
europäischen Ländern, beispielsweise in Frankreich, nicht von
der Polizei aufgenommen. Der Europäische Unfallbericht erleichtert es hier, den Unfallhergang präzise und genau zu dokumentieren.
Den Europäischen Unfallbericht kann man in deutscher, französischer und englischer Sprache auf der Homepage der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht www.verkehrsanwaelte.de/unfallbericht/ kostenlos downloaden.
Unter www.verkehrsanwaelte.de/verkehrsunfall/unfall-1x1/
findet man auch wichtige Tipps, wie man sich nach einem Verkehrsunfall richtig verhält.
Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins
Wichtiger Hinweis
zum Zahlen
der Kfz-Steuer
Seit Jahresbeginn ist für die Festsetzung, Erhebung und Vollstreckung der Kfz-Steuer die
Zollverwaltung zuständig. Die Umstellung in
den einzelnen Bundesländern erfolgte schrittweise und ist nun abgeschlossen.
Fahrzeughalter müssen jetzt selbst an das
Überweisen der Kfz-Steuer denken. Der Zoll
verschickt nicht wie die Finanzämter den
jährlichen Zahlungshinweis mit dem zu zahlenden Betrag und der Fälligkeit. Wird der Betrag nicht überwiesen, droht eine Mahnung
inklusive Säumniszuschlag. Fahrzeughalter, die eine Einzugsermächtigung erteilt
haben, sind auf der sicheren Seite. Die KfzSteuer wird weiterhin abgebucht.
Foto: DEKRA
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mobil
3/4 2014
Land Rover
DER MITSUBISHI
SPACE STAR
Der Blick auf neuen
Discovery ist frei
Seit 25 Jahren baut Land Rover den Discovery und hat so die Lücke
zwischen dem rustikalen Defender und dem luxuriösen Range Rover
geschlossen. Zwar hat das Fahrzeug eine sehr treue Fangemeinde,
doch mit dem Auftritt der neuen Ranger ist der Discovery ein bisschen
ins Abseits geraten. Deshalb holt Land Rover jetzt richtig aus und stellt
einen Landy mit verblüffenden Neuheiten auf die Räder.
Und mit dieser Modellgeneration will Land Rover auch einen grundlegenden Wandel einläuten: Es gibt künftig nicht den Discovery, sondern eine Modellfamilie mit drei Mitgliedern für unterschiedliche Ansprüche an ein Freizeit-SUV. Auf der Automesse in New York wurde
zunächst das Showcar „Discovery Vision Concept“ gezeigt, doch das
soll der Serienversion, die 2015 erwartet wird, schon recht nahe stehen.
Auf den ersten Blick wirkt der neue Discovery nicht mehr so bullig
wie das gegenwärtig aktuelle Modell. Dabei bietet er Platz für bis zu
sieben Personen, und der Innenraum lässt sich sehr flexibel einrichten.
So können die Sitze flach zusammengeklappt oder mithilfe des Touchscreen-Menüs vor- und zurückgeschoben werden, um das Fahrzeug
leicht zum Sechs-, Fünf- oder Viersitzer umzubauen.
In den Verkleidungen der Türen lässt sich Gepäck in einem Koffer unterbringen, der sich herausnehmen lässt und außerhalb des Fahrzeugs
als normaler Trolley genutzt werden kann. Interessant ist das Heck,
dessen Klappe elektrisch betätigt wird. Die ausklappbare Trittstufe am
Heck und die klappbare Sitzbank im Laderaum bilden hier gemeinsam
eine Art Basis für Freizeit, Sport und Hobbys. Die Trittstufe fungiert darüber hinaus als Basis für Fahrrad- und Skiträger.
Abb. zeigt Sonderausstattung
1
Autohaus Jörg Lessing GmbH
Allee der Kosmonauten 140
12683 Berlin
Telefon 030/549939-0
Fax
030/549939-12
Mitsubishi-Autohaus-Lessing@t-online.de
www.Autohaus-Lessing.de
Geblieben sind dem Discovery die hohe Seitenlinie, die Stufe im
Dach für ausreichenden Kopfraum der Passagiere in Reihe drei sowie
die großzügige „Alpine“-Verglasung im Fond. Bei der Front- und Heckgestaltung haben sich die Entwickler an den Evoque angelehnt, ohne
jedoch den Vorgänger mit seinen wuchtigeren Dimensionen verleugnen zu wollen. Auch im Innenraum erinnert einiges an den Evoque,
doch etwas ist anders: Es sind kaum Bedienelemente erkennbar.
Gesteuert werden viele Funktionen für Türen, Blinker, Scheinwerfer oder
Bildschirme mit Gesten. So lassen sich per Finger- oder Handbewegung die
Scheiben oder das Panoramadach verdunkeln. Per Fernsteuerung kann der
Fahrer das Auto von außen manövrieren, zum Beispiel beim Ankoppeln eines Anhängers oder in schwierigen Geländepassagen. Für beste Sichtverhältnisse sorgt das leistungsstarke Licht der Laser-Scheinwerfer, ergänzt um
Funktionen wie Objekterkennung und Abblendsystem. Für noch sicherere
Geländefahrten ist die neue Generation des Terrain-Response-Systems
an Bord, das alle Assistenz- und Kamerasysteme vernetzt. Ein Laser projiziert Markierungen auf den Boden und unterstützt den Fahrer bei besonders engen Passagen. Infrarot-Laser scannen den Untergrund, und
per Laser wird auch die Tiefe eines Wasser-Hindernisses ermittelt.
Ein spezielles Head-up-Display lässt die Motorhaube quasi unsichtbar werden. Die unterhalb des Kühlergrills montierten Kameras liefern
ihre Bilder auf das in die Windschutzscheibe integrierte Head-Up-Display und ermöglichen einen ungehinderten Blick auf den Boden direkt
vor und unter dem Fahrzeug. Davon profitiert der Fahrer zum Beispiel
im schwierigen Gelände, wenn die Boden-Ansicht auf die Frontscheibe
projiziert wird.
Eva-Maria Becker
Foto: Land Rover
60
mobil
service
3/4 2014
Blick in einen Ausstellungsraum
Motorrad-Museum
Ibbenbüren
Wanderer von 1910
Motorrad-Museum Ibbenbüren
Markweg 26, 49479 Ibbenbüren,
Telefon 05451-6454
Öffnungszeiten: April bis Oktober samstags 14–18 Uhr,
sonntags und feiertags 10–18 Uhr
oder nach telefonischer Vereinbarung
www.ibbenbueren.de
BUCH TIPP
Anschaulich und lebendig wird seit 36 Jahren die geschichtliche Entwicklung des Motorrades in einer komplett sanierten alten
Dorfschule in Ibbenbüren (Nordrhein-Westfalen) dargestellt. Über
180 Exponate sind ausgestellt – vom 1882 hergestellten Hochrad
bis zum schwersten Motorrad deutscher Fertigung, der Münch
Mammut 1200 TTS. Das privat geführte Museum bietet etliche Raritäten wie die letzte erhaltene Diel von 1927 mit wassergekühltem
Motor, eine Wanderer mit Riemenantrieb und eine Mars A.20 von
1921 mit einem liegend quer eingebauten Boxermotor von Maybach mit 1000 ccm. Alle Fahrzeuge befinden sich im fahrbereiten
Originalzustand.
Die sportlichen Aspekte des Motorrades werden in einer kleinen
Abteilung deutlich – hier befindet sich neben Eisspeedway-, Motocross- und historischen Straßenrennmaschinen auch eine Schrittmachermaschine von 1925 für den Bahnradsport.
Technisch Interessierte werden die Schnittmodelle ganzer Motorräder oder Teile davon – zum Beispiel Zweitakt- und Wankelmotoren – sicher wie ein Magnet anziehen. Zu jedem Exponat gibt
es verständliche Erklärungen über technischen Daten und Besonderheiten. Motoren, Markenschilder, Fotos, Dokumente und historische Motorradbekleidung runden das Bild des Museums ab.
Wen die Lust am Motorradfahren umtreibt, bislang aber noch kaum Erfahrungen auf
diesem Gebiet hat und deshalb vom Angebot des Marktes erschlagen ist, wer einfach
preisbewusst einkaufen möchte oder für wen der Sicherheitsaspekt beim Thema Motorrad besonders wichtig ist – in diesem Buch von Michael Pfeiffer wird er fündig. Der
erfahrene Chefredakteur der Zeitschrift MOTORRAD berät den Leser auf über 176 Seiten
kompetent, verständlich und unterhaltsam. Dabei verdeutlichen rund 250 Abbildungen
alles über das Thema Gebrauchtmotorräder, ihre Preisklassen und technischen Eigenschaften.
ISBN: 978-3-613-03643-7; broschiert; 264 Seiten; 5 s/w Bilder und 903 Farbbilder; 170
mm x 240 mm; 24,90 Euro.
Fotos: Museum Ibbenbüren
61
verband
mobil
3/4 2014
MC Woltersdorf
Oldtimer im Museumspark Rüdersdorf
Der Name sagt es – im Museumspark
stehen museale Techniken. Und da in Rüdersdorf bei Berlin seit 1884 Kalkstein gewonnen und verarbeitet wird, hat sich vor
20 Jahren eine Initiative formiert und den
Museumspark ins Leben gerufen – ehemalige Bergwerkstechnik wird erhalten,
aufbereitet, kann besichtigt werden und es
kommt auch zu praktischen Vorführungen.
Höhepunkt dabei sind Schausprengungen, dann bebt für Sekunden die Erde…
Der MC Woltersdorf kooperiert seit einigen
Jahren mit dem Museumspark, nutzt einen
Teil der Flächen während der Enduroveranstaltung und als Gegenleistung wird zum
jährlichen Bergfest eine Oldtimerveranstaltung organisiert, so am 5. Juli 2014.
Angemeldet hatten sich 39 Wagen- und
sechs Motorradbesitzer, angereist waren
über 60. Sie fanden eine hervorragende
Kulisse vor – auf der einen Seite historische
Gebäude, auf der anderen Seite der Heinitzkanal, die Verbindung von Kalk- und
Stienitzsee, bestes Wetter und staunendes Publikum. Bei der Veranstaltung sollte auch die Lebendigkeit zum Ausdruck
kommen, also wurde ein Fahrparcours
aufgebaut: Bremsprüfung; einfahren in
versetzte Tore, Spurbrett, vor- und rückwärts einparken mit Abstandsmessung
und halten an der Bordsteinkante – ab
mehr als fünf Zentimeter Abstand gab es
Strafpunkte. Alle Teilnehmer mussten Kfztechnische Fragen beim Test beantworten, konnten sich am „Glücksrad“ (Vorderrad vom Roller Tatran) probieren. Punkte
gab es ebenfalls für eine sehr wichtige,
wie auch aktuelle Prüfung: Zu nennen waren in der richtigen Reihenfolge die fünf
offiziellen Angaben einer Rettungsmeldung (Anforderung Hilfe). Hier sahen sehr
viele Kraftfahrer ziemlich „alt“ aus – Was
ist passiert. Wo ist das passiert. Wie viel
Verletzte. Welche Art der Verletzung. Wer
meldet (Rückfragen beantworten)!
Die meisten Teilnehmer nahmen dann
an einer Ausfahrt nach Woltersdorf teil,
wo das Fest des Mittelstandsvereins stattfand. Hier konnten die Oldtimer besichtigt werden, die Besitzer der Fahrzeuge
wiederum staunten bei der Kraftaktion
„10 Mann gegen die Elektrische am Seil“.
Danach gab es selbst gebrühten Kaffee
und vom Woltersdorfer Bäckermeister
Frank Vetter spendierte Backware. Anlässlich der Siegerehrung, bei der es von
CASTROL spendierte wichtige Utensilien
(Öl/Kettenspray) und vom Verein bereit
gestellte Ehrenpreise gab, wurde das Besondere geehrt:
Weiteste Anreise: Gerhard Billert, 600
km auf Fiat X 19, aus den alten Bundesländern
Ältestes Motorrad: Klaus-Dieter
Fuchs auf einer englischen 250er Standard, Baujahr 1933
Ältestes Automobil: Wolfram Götze,
mit 2-Sitzer Ford A/Baujahr 1929
Schönstes Motorrad: Heiko Rempfler
auf Panda 500, Baujahr 1949
Schönstes Automobil: Klaus Müller
auf einem IFA F8 Export, Baujahr 1954
Frau Cech wurde geehrt, weil sie stilecht bekleidet im Jawa-Beiwagen Velorex von 1969 saß.
Egon Schönefeld/Jörg Lessing,
Organisationsteam MC Woltersdorf
e.V. im ADMV
Liebe Sportfreundinnen und Sportfreunde
egal, ob ihr auf zwei oder vier Rädern, zu Land oder zu Wasser unterwegs seid, zu berichten habt Ihr sicher jede Menge. Von Siegen und
Niederlagen, von Sportfreundschaften und harter Konkurrenz (das
eine muss das andere nicht ausschließen), ob im In- oder Ausland, bei
Welt- oder Vereinsmeisterschaften – gern könnt Ihr Eure Erlebnisse und
Ergebnisse an die „mobil“ schicken. Auch für die Clubs besteht selbstverständlich die Möglichkeit, über ihre Motorsportveranstaltungen und ihr
Vereinsleben zu berichten. Text- und Bildmaterial nehmen wir jederzeit unter info@admv.de
mit dem Betreff „mobil“ an.
Eure Redaktion
Fotos: Siegried Lessing
62
mobil
service
3/4 2014
Oldtimer-Besitzer aufgepasst!
Es gibt immer Fragen zur Versicherung
von Oldtimern, es sind oft technische Raritäten, sie sind wertvoll, manche werden
sportlich eingesetzt. Wir haben unseren
Versicherungspartner DIVAL gebeten,
speziell für ADMV-Mitglieder ein Angebot zu erstellen. Das scheint nunmehr zu
gelingen. Momentan ist unbekannt, wie
groß der Bedarf ist, wer einen Oldtimer
besitzt, wer Interesse an einer speziellen
Versicherung hat.
Das Angebot wird beinhalten:
l Versicherung bei Diebstahl aus der
Garage/dem Haus;
l Schäden nach Unwetter/Havarien/
Elementarschäden in Garage/Haus
und
l Schäden beim Transport/Beladen/
Entladen des Oldtimers.
Nicht versichert werden Schäden beim
aktiven Betreiben des Fahrzeuges (Unfall
oder Sturz/Sachschaden; Regulierung
analog einer Kaskoversicherung), das
wäre immens teuer.
Bei Interesse bitte den Vordruck ausgefüllt an den ADMV schicken. Wenn der
Bedarf insgesamt bekannt ist, erfolgt
eine Kalkulation für den Gruppenvertrag.
Anschließend wird jeder Interessent informiert. Erst dann ist die persönliche
Entscheidung zur Beteiligung an einem
Vertrag ja/nein notwendig.
Ihr ADMV
ADMV-Fragebogen für Besitzer von
Oldtimern und historischen Rennsportfahrzeugen
(je Fahrzeug ein Fragebogen)
Bis 30.09.2014 an den ADMV, Köpenicker Straße 325, 12555 Berlin; Fax 030 6576 2931
Name:
Vorname:
Anschrift:
Telefon/E-Mail:
Angaben zum Fahrzeug:
Fahrzeug
(Auto, Gespann, Motorrad, Lkw, Sonderfahrzeug);
Typ; Hersteller;
Besonderheit (geschlossenes Fahrzeug, offener Sportwagen, Rennwagen, Flügeltürer, Straßenmotorrad, Rennmotorrad, Geländemaschine,…)
Baujahr des Originals;
Wiederaufbau im Jahr…
Das Fahrzeug ist bei Nichtnutzung untergestellt:
(Wohnhaus, eigene Garage; Firmengarage, eigene Werkstatt, anderweitig verschlossener Raum, Keller, oder…)
Für das Fahrzeug liegt ein CC-Fahrzeugpass
(oder Oldtimerpass des…) vor/oder hat Kennzeichen?
Ja/Nein
Wenn zugelassen – Kennzeichen:
Es liegt ein Wertgutachten vor, der Wert beträgt:
€
Der Versicherungswert soll betragen:
€
Wer nutzt/transportiert das Fahrzeug zum Wettkampfort;
wer verlädt das Fahrzeug in der Regel?
Das Fahrzeug wird nur in der BRD gefahren/transportiert
und/oder auch im Ausland?
Persönlich gewünschter Hinweis
oder zusätzliche Angabe
Unterschrift
Ort, Datum
63
Mit Sicherheit mehr erreichen.
Services der
FSP Fahrzeug-Sicherheitsprüfung GmbH & Co KG
HU
Services der
FSP Schaden- und Wertgutachterdienst GmbH
Hauptuntersuchungen inkl. UMA
Unfallschadengutachten
nach § 29 StVZO
Begutachtung von Caravans und
Änderungsabnahmen nach § 19 (3) StVZO
Wohnmobilen, Yachten und Booten
Feinstaubplaketten
Gebrauchtwagenbegutachtung
Gasprüfungen nach DVFG an Wohnfahr-
Hagelschadenkalkulation
zeugen und Booten
Reparaturkalkulation
Oldtimerbegutachtung nach § 23 StVZO
Wertgutachten für Young- und
Technische Gutachten nach § 17 StVZO
Oldtimer
Denken Sie auch wie wir immer an Autos?
Teil unseres bundesweiten Teams und sorgen Sie gemeinsam mit uns für mehr Sicherheit. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung
an team@fsp.de
FSP-Unternehmensgruppe
Zur Bergmeierei 1
14548 Schwielowsee OT Geltow
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Seele and Geist
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