close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Gemeindebrief - Gemeinde Saalbach

EinbettenHerunterladen
Gemeinsame Pressemitteilung
Gemeinsames Konzept für das WKK Brunsbüttel sichert medizinische Versorgung in der Region
WKK, Krankenkassen, Kassenärztliche Vereinigung und Gesundheitsministerium ziehen an
einem Strang / Strukturumbau bis 2018 / Krankenhaus wird zum Integrierten Versorgungszentrum
Brunsbüttel, 07.11.2014 – Die Zukunft des Westküstenklinikums Brunsbüttel und damit die medizinische
Versorgung im südlichen Dithmarschen ist gesichert. Nach mehreren Verhandlungsrunden haben sich
Vertreter des schleswig-holsteinischen Gesundheitsministeriums, der Krankenkassen, der Kassenärztlichen Vereinigung und des Westküstenklinikums (WKK) auf ein Konzept zum Umbau des Krankenhauses in ein Integriertes Versorgungszentrum (IVZ) geeinigt. Eine entsprechende Vereinbarung wurde heute in Brunsbüttel unterzeichnet. „Gemeinsam mit allen Vertragspartnern haben wir jetzt für unseren
Standort Brunsbüttel den Weg in die Zukunft geebnet“, freute sich WKK-Geschäftsführerin Dr. Anke
Lasserre bei der Vorstellung des abgestimmten Konzepts. Auch Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender
der AOK NORDW EST, zeigte sich von den Plänen überzeugt: „Wir bringen hier ein beispielhaftes Projekt
auf den Weg, das die Existenz eines kleinen Krankenhauses durch mehr Wirtschaftlichkeit sichert und
gleichzeitig neue Wege bei der Versorgung der Patienten beschreitet“, sagte der AOK-Chef stellvertretend für die gesetzlichen Krankenkassen. Staatssekretärin Anette Langner betont: „Mit dem Projekt
werden Grenzen zwischen ambulanter und stationärer Versorgung überwunden. Damit tragen wir zu
Sicherung der medizinischen Versorgung in der Region bei. Das Land kann dabei die förderfähigen Umbaukosten finanzieren“. Auch die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) unterstützt
das Beschreiten neuer Wege bei der Patientenversorgung: "Viele reden nur über integrierte Versorgung,
wir aber setzen sie gemeinsam in die Tat um. Für die KVSH kommt es nun darauf an, niedergelassene
Ärzte aus der Region in das neue Versorgungskonzept einzubinden", sagte Dr. Monika Schliffke, Vorstandsvorsitzende der KVSH.
Die Vereinbarung sieht die schrittweise Umstrukturierung des WKK Brunsbüttel vor, bei dem die Grenzen zwischen ambulanter und stationärer Versorgung reduziert werden. Neben den vorhandenen Abteilungen und den bereits im Hause tätigen, niedergelassenen Fachärzten werden weitere Kooperationen
und Leistungen angestrebt. Dabei können zum Beispiel Patienten sowohl ambulant als auch stationär
vom gleichen Arzt behandelt werden. Auch die neue Notaufnahme sowie eine Intermediate Care Station
für Patienten, die einer besonderen Überwachung bedürfen, sind im Konzept fest verankert. Hinzu
kommen zwei neue, an die Anforderungen angepasste, moderne Bettenstationen, auf denen insbesondere das Pflegepersonal besonders effektiv eingesetzt werden kann. Die Grund- und Regelversorgung
wäre demnach auf einem qualitativ guten aber auch wirtschaftlichen Niveau. Schwere und komplizierte
Fälle, die den Einsatz eines größeren Teams erfordern, werden hingegen verstärkt im WKK Heide versorgt.
Gegenüber früheren Konzepten, die eine längere Umbauphase vorsahen, sollen die Pläne bereits bis
zum Jahr 2018 umgesetzt werden. Mit diesem klaren und verbindlichen Zeitplan besteht für alle Vertragspartner Planungssicherheit. Insbesondere für das WKK Brunsbüttel ergeben sich daraus eindeutige
und zukunftsweisende Perspektiven. Das jetzt vereinbarte Modell erweitert den Handlungsspielraum für
das Krankenhaus und minimiert Risiken. Nunmehr können unmittelbar die baulichen Planungen aufgenommen werden. „Das ist eine pragmatische Lösung, die an keine weitere Bedingung geknüpft ist. Wir
sehen also deutlich: Alle ziehen an einem Strang“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende der Westküstenkliniken Brunsbüttel und Heide gGmbH, Landrat Dr. Jörn Klimant.
Auch räumlich muss sich das WKK Brunsbüttel verändern. Zur Umsetzung des Konzeptes soll es einen
Teil-Anbau sowie Umbaumaßnahmen im Inneren des vorhandenen Gebäudes geben. Damit sollen die
Wege vereinfacht und die Strukturen verbessert werden. Die nach dem Krankenhausgesetz förderfähigen Investitionen wird das Land Schleswig-Holstein nach Abstimmung mit den Beteiligten übernehmen,
während die Umbauten, die eher dem ambulanten Bereich zuzuordnen sind, aus eigener Kraft finanziert
werden. Der WKK-Aufsichtsrat sowie auch der Kreis Dithmarschen als Träger der Krankenhäuser hatten
dabei bereits im Vorfeld ihre Zustimmung signalisiert.
Über die Westküstenkliniken
Die Westküstenkliniken Brunsbüttel und Heide (WKK) bilden das wichtigste medizinische Zentrum an der schleswigholsteinischen Nordseeküste und sind zugleich drittgrößtes Gesundheitsunternehmen des Bundeslandes mit insgesamt 799
Klinikbetten. Das Westküstenklinikum Heide ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Universitäten Kiel, Lübeck und Hamburg
und verfügt zudem über ein Bildungszentrum für Berufe im Gesundheitswesen. Beide Krankenhäuser versorgen mit ihren insgesamt 23 Kliniken und Instituten jährlich rund 31.000 Patientinnen und Patienten stationär und teilstationär sowie etwa 50.000
ambulant. Weitere 45.000 Patientinnen und Patienten werden jährlich in den Medizinischen Versorgungszentren des WKK
behandelt. Mit rund 2.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind die Westküstenkliniken Brunsbüttel und Heide gGmbH größter
Arbeitgeber der Region. Informationen im Internet unter www.westkuestenklinikum.de und www.bildungszentrum-wkk.de.
Pressekontakte:
Westküstenkliniken Brunsbüttel und Heide gGmbH
Doris Büttner, Tel.: 0481/785-1018, E-Mail: dbuettner@wkk-hei.de
Dr. Dieter Kienitz, Tel.: 04832/978885, E-Mail: info@kienitz-online.de
AOK NORDWEST
Jens Kuschel, Tel. 0431/605-21171, E-Mail: presse@nw.aok.de
Sozialministerium Land Schleswig-Holstein
Christian Kohl, Tel. 0431/988-5317, E-Mail: Christian.Kohl@SozMi.landsh.de
Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein
Marco Dethlefsen, Tel. 04551/883-381, E-Mail: marco.dethlefsen@kvsh.de
2
Document
Kategorie
Bildung
Seitenansichten
2
Dateigröße
155 KB
Tags
1/--Seiten
melden