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„Wer wenn nicht wir? Wann wenn nicht jetzt?“
Pressekonferenz
- zum Start der Rojava-Solidaritätskampagne
„Wer wenn nicht wir? Wann wenn nicht jetzt?“
Verband der Studierenden aus Kurdistan (YXK)
Interventionistische Linke (IL)
Dienstag 28. Oktober 2014
Wir heißen Sie als MedienvertreterInnen auf der Pressekonferenz zum Start der RojavaSolidaritätskampagne „Wer wenn nicht wir? Wann wenn nicht jetzt?“ vom Verband der
Studierenden aus Kurdistan (YXK) und der Interventionistischen Linken (IL) herzlich
willkommen.
Auf den folgenden Seiten finden sie den Aufruf zur Kampagne mit einer Liste der
ErstunterzeichnerInnen inkl. Statements einiger UnterzeichnerInnen sowie weiterführende
Materialien zu den Aufrufenden.
Bei Fragen zur Kampagne wenden sie sich bitte an unsere/n PresseansprechpartnerIn.
Den Kontakt finden sie ebenfalls in dieser Mappe.
http://www.rojava-solidaritaet.net
Aufruf
Solidarität mit Rojava. Wer wenn nicht wir? Wann wenn nicht jetzt?
Seit drei Jahren entsteht in den überwiegend kurdischen Gebieten Nordsyriens („Rojava“ genannt)
ein politisches System demokratischer Selbstverwaltung. Die Bevölkerung organisiert sich in
eigenen Versammlungen und Räten, um ihr Leben über z. B. ethnische und religiöse Unterschiede
hinweg gemeinsam zu gestalten. Die Frauen spielen dabei eine zentrale Rolle: Sie organisieren
sich in allen Bereichen eigenständig und sind maßgeblich an der Gestaltung des Gemeinwesens
beteiligt.
Geschützt wird diese demokratische Selbstverwaltung von den Selbstverteidigungskräften
Rojavas, der YPG und den Fraueneinheiten der YPJ. Es waren diese Einheiten, die gemeinsam
mit der PKK jesidische KurdInnen im September vor der menschenverachtenden Organisation
Islamischer Staat (IS) aus dem Shengal-Gebirge gerettet haben.
Die demokratische Autonomie der Städte und Gemeinden Rojavas ist für viele Menschen im
Nahen und Mittleren Osten zu einem Hoffnungsträger geworden. Sie beweist, dass ein friedliches
Zusammenleben sowie eine gerechtere und demokratischere Gesellschaft möglich sind. Genau
diese fortschrittlichen Inhalte ziehen den Hass des IS auf sich. Angesichts des Terrors des IS sind
die Menschen von Rojava bereit, ihr Leben für die gemeinsame Verteidigung einzusetzen.
Die Türkei versucht, die demokratische Selbstverwaltung Rojavas zu beseitigen. Sie hat eine
Blockade gegen die selbstverwalteten Gebiete errichtet, Solidaritätsaktionen in der Türkei blutig
unterdrückt und die Aktivitäten des IS toleriert oder sogar unterstützt. Wie die Kämpfe um Kobanê
zeigen, sind aber auch Deutschland, die EU und die NATO – unabhängig von ihrer Position zum IS
– offensichtlich nicht gewillt, den Überlebenskampf in Rojava aktiv zu unterstützen. Stattdessen
werden die kurdischen Organisationen nach wie vor kriminalisiert.
Die Regierungen reden zwar von Hilfe, aber verfolgen nur ihre eigenen geopolitischen Interessen.
Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass wir uns nicht auf die Staaten verlassen dürfen.
Es ist allerhöchste Zeit, nicht nur von der Solidarität mit den Menschen in Rojava zu reden,
sondern sie auch in die Tat umzusetzen. Die Commune von Rojava muss erhalten bleiben – dies
ist nur mit der Selbstverteidigung möglich.
Mit unserer Unterschrift spenden wir für die Selbstverteidigungskräfte –YPG/YPJ – in Rojava und
rufen alle auf, dies ebenfalls zu tun. Lasst die Menschen in Rojava nicht allein, zeigt eure
Solidarität!
Wir unterstützen die demokratische Selbstverwaltung in Rojava, indem wir in der aktuellen
Situation die Selbstverteidigungskräfte unterstützen.
Verband der Studierenden aus Kurdistan - YXK
Interventionistische Linke - IL
Spendenkonto:
Name: Initiative Rojava
Kontonummer: 610 508 848, BLZ: 590 501 01
IBAN: DE30 5905 0101 0610 5088 48
BIC: SAKS DE 55
Liste der ErstunterzeichnerInnen
Bini Adamczak, Autorin, Berlin
Prof. Elmar Altvater, Berlin
Sabo Akgül, assyrisches Volks- und Kulturhaus Wiesbaden
andcompany&Co, Theater- und Performancekollektiv
Audiolith, Musiklabel, Hamburg
Edgar Auth, Journalist und dju-Mitglied, Frankfurt am Main
Dario Azzellini, Assist.-Prof., Johannes Kepler Universität Linz
Bertz + Fischer Verlag, Berlin
Prof. Ulrich Brand, Wien
Prof. Micha Brumlik, Erziehungswissenschaftler und Publizist
Murat Çakır, Autor und Publizist, Kassel
Dr. Zülfukar Cetin, Alice Salomon Hochschule Berlin
Dietmar Dath, Schriftsteller und Journalist
Jan Deck, LaPROF (Landesverband Professionelle Freie Darstellende Künste Hessen e.V.), Frankfurt/M
Prof. Alex Demirović, Frankfurt am Main
Prof. Dr Frank Deppe, Marburg
Prof. Diedrich Diederichsen, Kulturwissenschaftler, Kritiker, Journalist
Marian Drews, Gewerkschaftssekretär, Hannover
Markus Dorfmüller, Künstler und Fotograf, Hamburg
Thomas Ebermann, Publizist, Hamburg
Edition Nautilus, Verlag, Hamburg
Feine Sahne Fischfilet, Band
Dr. Elmar Flatschart, Universität Wien
Koray Yilmaz Günay, Publizist und LGBT*-Aktivist
Nazmi Gür, Stellvertretender Co-Vorsitzender der HDP (Partei der Demokratischen Völker) und
Parlamentarier der türkischen Nationalversammlung
Prof. Frigga Haug, Los Quemados
Prof. Wolfgang Fritz Haug, Los Quemados
Prof. Dr. Michael Heinrich, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
Bernd Hüttner, Autor und Aktivist, Bremen
Informationsstelle Lateinamerika (ila) e.V.
Selma Irmak, Co-Vorsitzende der DTK (Kongress der Demokratischen Gesellschaft) und Parlamentarierin
der türkischen Nationalversammlung
Prof. Dr. Rahel Jaeggi, HU Berlin
Dr. Serhat Karakayali, Berlin
Alexander Karschnia (andcompany&Co), Theatermacher und Autor
Zuhat Kobanê, Europavertreter der PYD - Partei der Demokratischen Einheit
Hardy Krampertz, Historiker, Politologe und Kulturmanager, Mitglied im Kokreis Attac Deutschland, Frankfurt
am Main
Karsten Krampitz, Schriftsteller und Historiker, Berlin
Prof. Dr. Verena Krieger, Lehrstuhl für Kunstgeschichte, Friedrich-Schiller-Universität Jena
Axel Kurth, Musiker (WIZO)
Joachim Legatis, Journalist & Mitglied im Bundesvorstand der Deutschen Journalistinnen und
Journalistenunion (dju) in ver.di, Alsfeld
Markus Liske, Autor, Berlin
Dirk von Lowtzow, Musiker (Tocotronic)
Ecco Meineke, Kabarettist und Musiker, München
Hanna Mittelstädt, Verlegerin, Edition Nautilus
Hanswerner Odendahl, Rechtsanwalt, Köln
Turgut Öker, Vorsitzender der Alevitischen Union Europa (AABK) und Ehrenvorsitzender der Alevitischen
Gemeinde Deutschland (AABF)
Cetin Oraner, Künstler und Musiker, München
Prof. Norman Paech, Völkerrechtler, Hamburg
Alexis J. Passadakis, Mitglied im Rat von Attac
Manja Präkels, Autorin & Musikerin (Der singende Tresen), Berlin
Marco Pompe, Crtical Left Laboratory - cill.me
Werner Rätz, Kokreis Attac Deutschland, Bonn
Fabian Rehm, Gewerkschaftssekretär, Marburg
Prof. Dr. Fanny-Michaela Reisin, Präsidentin der Internationalen Liga für Menschenrechte
Oliver Ressler, Künstler und Filmemacher, Wien
Karl-Heinz Roth, Historiker und Autor, Stiftung für Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts, Bremen
Prof. Werner Ruf, Professor für internationales Recht, Edermünde
Rainer Schmidt, Vorstandsmitglied des Palette e.V., Hamburg
Reiner Schmidt, Autor und Herausgeber, Köln
Susanne Schmidt, Autorin, Köln
Dr. Phillip Schink, Dozent für Philosophie, Frankfurt/M.
Wolfgang Schorlau, Autor und Schriftsteller, Stuttgart
Markus Steinweg, Philosoph, Berlin
Tom Strohschneider, Chefredakteur neues deutschland
TickTickBoom, Band (Algun, Ben Dana, Boogie Dan, Captain Gips, Flox Schoch, Johnny Mauser, Kai Kani,
Kaos Kanji, Kobito, LeijiONE, Marie Curry, Mister Mo, Phurioso, Pyro One, Rabenkind, Refpolk, Spezial-K,
Spion Y, Sookee)
Prof. Klaus Theweleit, Kulturtheoretiker, Autor und Schriftsteller, Freiburg
Norbert Trenkle, Publizist
Ilija Trojanow, Schrifsteller
Dr. Jana Tschurenev, Georg August Universität Göttingen
Dr. Vassilis Tsianos, Universität Hamburg
Viviana Uriona, (PhD), Regisseurin, Dokumentarfilmkollektiv Kameradistinnen
Wanda Vrasti, (PhD) Dozentin in Berlin
Prof. Dr. Joseph Vogl, HU Berlin
Mark Wagner, Fotograf, Kameramann, Dokumentarfilmkollektiv Kameradistinnen
Winfried Wolf, Chefredakteur Lunapark21
Arne Zank, Musiker (Tocotronic)
Zitierbare Statements von UnterzeichnerInnen zur Begründung, warum sie
den Aufruf unterstützen
"Rojava ist mehr als bloß Bollwerk gegen die IS-Mörderbanden. Rojava ist das emanzipatorische
Gegenmodell zu den herrschenden Verhältnissen im Nahen und Mittleren Osten. Der Versuch, mit
direkter Demokratie, Basisstrukturen und Gleichberechtigung einen alternativen Entwicklungspfad
zu den patriarchalen, religiös verbrämten Regimen einzuschlagen, verdient Solidarität." (Tom
Strohschneider, Chefredakteur Neues Deutschland)
„Bei dem gesellschaftlichen Projekt in Rojava geht es um mehr als nur die kurdische Sache. Es
geht um ein säkulares, demokratisches Projekt. Das einzige auf dem Kontintent, in dem auch die
Geschlechterdemokratie auf der Tagesordnung steht“
„In Rojava verteidigen wir nicht „unsere Freiheit“, wie der Verteidigungsminister noch mit Bezug auf
den Hindukusch sagte. In Rojava wird um eine ganz neue Freiheit gekämpft. Deshalb haben sich
die Mächte dieser Welt so lange zurückgehalten.“
(Dr. Serhat Karakayali)
"Jeder Krieg richtet sich gegen die Zivilgesellschaft! Dass es in dieser durch den Krieg
angegriffenen Zivilgesellschaft Kämpfe nicht nur um das reine Überleben gibt, sondern auch neue
Strukturen des Zusammenlebens entwickelt werden, das gilt es zu publizieren und zu schützen.
Jenseits der Machtpolitik der kriegsführenden Parteien geht es darum, ganz unterschiedlichen
Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft, Religion und Überzeugung in einer katastrophalen und
verworrenen Situation ein gemeinsames Leben zu ermöglichen, das sie selbst bestimmen
können!" (Hanna Mittelstädt, Verlegerin, Edition Nautilus)
Einladung zur Pressekonferenz am 28. Oktober 2014
„Solidarität mit Rojava“ –
Kunstschaffende und Intellektuelle unterstützen die Selbstverteidigungskräfte (YPG/YPJ) in
den kurdischen Gebieten Nordsyriens
Mit einem Aufruf und einer Geldspende unterstützen zahlreiche Prominente die demokratische
Selbstverwaltung in den kurdischen Gebieten Nordsyriens. Aufgrund der Angriffe des IS auf die
Gemeinden Rojavas und der Kämpfe um die Stadt Kobanê sei es „allerhöchste Zeit, nicht nur von
der Solidarität mit den Menschen in Rojava zu reden, sondern sie auch in die Tat umzusetzen“,
heißt es in dem Aufruf von KünstlerInnen, AutorInnen, WissenschaftlerInnen und anderen
Persönlichkeiten.
Sie erklären ihre Solidarität mit der „Commune von Rojava“, weil sie ein hoffnungsvoller Versuch
ist, die Spaltungen entlang ethnischer und religiöser Linien im Nahen Osten zu überwinden. In dem
Aufruf heißt es weiter: „Mit unserer Unterschrift spenden wir für die Selbstverteidigungskräfte
YPG/YPJ in Rojava und rufen alle auf, dies ebenfalls zu tun.“
Zu den ErstunterzeichnerInnen gehören unter anderem: Bini Adamczak, Autorin, Berlin; Prof.
Elmar Altvater, Berlin; Audiolith, Musiklabel Hamburg; Prof. Micha Brumlik,
Erziehungswissenschaftler, Frankfurt am Main; Dietmar Dath, Schriftsteller und Journalist,
Freiburg; Prof. Dr. Frank Deppe, Marburg; Diedrich Diederichsen, Kulturwissenschaftler; Thomas
Ebermann, Publizist, Hamburg; Prof. Wolfgang Fritz Haug, La Palma; Prof. Dr. Rahel Jaeggi,
Institut für Philosophie, Humboldt Universität Berlin; Zuhat Kobanê, Europavertreter der PYD; Prof.
Dr. Verena Krieger, Lehrstuhl für Kunstgeschichte, Friedrich-Schiller-Universität Jena; Dirk von
Lowtzow, Musiker (Tocotronic); Hanna Mittelstädt, Verlegerin, Edition Nautilus, Hamburg; Turgut
Öker, Vorsitzender der Alevitischen Union Europa (AABK); Fanny-Michaela Reisin, Präsidentin der
Internationalen Liga für Menschenrechte; Wolfgang Schorlau, Autor und Schriftsteller, Stuttgart;
Tom Strohschneider, Chefredakteur neues deutschland; TickTickBoom (Hip-Hop-Kollektiv mit
Sookee u.a.); Klaus Theweleit, Autor und Schriftsteller, Freiburg; Ilija Trojanow, Schriftsteller.
Auf der Pressekonferenz werden ErstunterzeichnerInnen anwesend sein ebenso die Initiatoren
des Aufrufs. Die Vertreter der Interventionistischen Linken (IL) und des Verbands der Studierenden
aus Kurdistan (YXK) werden die Initiative „Solidarität für Rojava“ vorstellen.
Pressekonferenz: Dienstag 28. Oktober, 12 Uhr, Monarch-Bar, Skalitzer Straße 134, BerlinKreuzberg
Initiatoren des Aufrufs:
Interventionistische Linke
Die Interventionistische Linke (IL) begann als informelles Beratungstreffen von
Einzelpersonen aus der undogmatischen radikalen Linken Ende der 1990er Jahre.
Gemeinsame Debatten führten 2004 zur Gründung eines Strömungsbündnisses
unterschiedlicher Gruppen.
Der erste öffentliche Auftritt stellte die breite Aktion „Block G8“ zu den Protesten rund um
das G8-Treffen in Rostock-Heiligendamm 2007 dar. In den anschließenden Jahren war die
IL maßgeblich an den antifaschistischen Protesten gegen den alljährlichen
Neonaziaufmarsch in Dresden in dem Bündnis „Dresden Nazifrei“ beteiligt. Gleichzeitig
wurden mit dem Projekt „Castor Schottern“ die Proteste rund um die Frage des
Atomendlagers in Gorleben mitinitiiert und begleitet. Mit dem Ausbruch der weltweiten
Wirtschaftskrise begann die Debatte um mögliche europäische Proteste in Deutschland
und mündete in der Kampagne „Blockupy“, die mittlerweile zu einer europäischen
Vernetzung vieler Akteure geführt hat.
Aktuell existieren in vielen größeren Städten in Deutschland Ortsgruppen, in denen lokale
Politik betrieben wird. Im November 2014 wird ein Organisierungspapier veröffentlicht, das
den Zwischenstand der internen Debatte wiedergibt und einlädt, sich an diesem
überregionalen Organisierungsprojekt zu beteiligen.
Verband der Studierenden aus Kurdistan
Wir sind YXK, der Dachverband der Studierenden aus Kurdistan in Europa. Seit
Dezember 1991 setzen wir uns aktiv für eine freiheitliche demokratische Gesellschaft ein.
Als organisierte StudentInnen ist unser besonderes Anliegen, die gesetzten
gesellschaftlichen Strukturen zu thematisieren und sie kritisch zu hinterfragen.
Angesichts der gegen die KurdInnen in allen vier besetzten Teilen Kurdistans praktizierten
Unterdrückungs- und Assimilationspolitik sowie der tagtäglichen Menschenrechtsverstöße
und der dagegen Widerstand leistenden Freiheitsbewegung verspürten viele kurdische
Studierende das Bedürfnis, sich neu zu organisieren und ihre Rolle zur Erlangung von
Frieden, Freiheit und Selbstbestimmung einzunehmen.
Nach einigen Vorbereitungstreffen wurde schließlich am 12./13. Dezember 1991 der
Verband der Studierenden aus Kurdistan (YXK) in Bochum gegründet. Mit der
Gründungsveranstaltung, an der 75 Studierende aus 16 deutschen Hochschulen
teilnahmen, wurde der Grundstein für die nachhaltige Organisierung aller kurdischen
Studierenden unter einem Dachverband in Europa gelegt. Mittlerweile gehören dem
Verband Hochschulgruppen in ganz Deutschland, in Frankreich, Großbritannien, Holland,
Österreich, Dänemark, Schweden, Norwegen und der Schweiz an. Zudem unterhalten wir,
trotz der schwierigen politischen Bedingungen, Beziehungen zu Gruppen in Kurdistan.
Hauptinteresse der organisierten Studierenden ist es, ein Bewusstsein in ihrem Umfeld für
die Situation der KurdInnen in ihrer Heimat zu schaffen. Dies soll durch öffentliche
Veranstaltungen geschehen; etwa durch Vorträge, Lesungen, Diskussionen, Kulturabende,
Filmvorführungen und Ähnliches. Dabei setzt der Verband auf internationale Solidarität
und steht allen Menschen offen, die Interesse zeigen und sich für eine gerechte Sache
einsetzen wollen.
Aufgaben und Ziele
Der Verband der Studierenden aus Kurdistan ist allseits bestrebt, der studentischuniversitären und allgemeinen Öffentlichkeit in Europa ein Verständnis über die kurdische
Frage und die mit ihr zusammenhängenden Konflikte zu ermöglichen.
Der Verband will ein Bewusstsein für eine eigenständige kulturelle Identität in der
Emigration fördern und bewahren, sowie kurdischen Studierenden bei ihren
akademischen, sozialen und bürokratischen Anliegen Hilfestellungen leisten. Gleichzeitig
sollen Freundschaft und Zusammenarbeit der Völker in Mesopotamien, Anatolien, Iran und
Arabien gefördert werden.
Weiterhin werden die gesellschafts- und sozialpolitischen Bereiche des Lebens in Europa
im Rahmen des Studiums wissenschaftlich erarbeitet, erforscht und publiziert. Die
Verbandszeitschrift Ronahî erscheint einmal im Quartal und beinhaltet ein breites
Spektrum an vielseitigen Themengebieten.
Regelmäßige Aktivitäten der YXK im Überblick
Hüseyin-Çelebi-Literaturpreisveranstaltung; Delil-Ates-Hallenfußballturnier; diverse
Seminare, Foren, Podiumsdiskussionen etc.; Filmvorführungen, kurdische Filmtage;
Infostände; Kampagnen; Konzerte; Sommer- und Winterakademien; Ausflüge,
Delegationsreisen; Kurdischkurse etc.; Publikation der Verbandszeitschrift Ronahî
(vierteljährlich)
Es werden auch Kampagnen organisiert und durchgeführt, die sich z. B. für den Erhalt von
historischen Stätten wie Hasankeyf oder von Naturlandschaften wie die in Dersim
einsetzen. Auch die Forderung muttersprachlichen Unterrichts ist immer wieder
Bestandteil von Kampagnen.
Unsere Zeitschrift Ronahi erscheint vierteljährlich mit Artikeln auf Deutsch und Kurdisch.
Mit ihrer Hilfe wird die Kommunikation und Diskussion in verschiedensten
Themenbereichen, sowohl der Verbandsmitglieder untereinander als auch zu anderen,
gewährleistet.
Zusätzlich werden wissenschaftliche Publikationen und Broschüren verfasst und
herausgegeben. Weiterhin versuchen wir, StudentInnen bei der Publizierung ihrer Werke
finanziell zu unterstützen.
StudentInnen sind Teil der Gesellschaft und sollten deshalb auf der Basis
wissenschaftlicher Kriterien kritisch-analytisch auf das Gesamtgeschehen einwirken. Der
Verband sieht die Notwendigkeit, in Richtung einer gerechteren Gesellschafts- und
Wirtschaftsordnung, die Gleichberechtigung der Geschlechter und die Toleranz unter
ethnischen, religiösen oder anderen Gemeinschaften zu verstärken.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der ständigen Frage nach der Rolle kurdischer
StudentInnen bei der demokratischen und friedlichen Lösung der kurdischen Frage sowie
bei sozialen und politischen Fragen innerhalb der kurdischen Gesellschaft.
Der Verband ist allen Studierenden, Gruppen und Initiativen, welche die Ziele des YXK
anerkennen, offen und zugänglich.
Wir hoffen, dass wir Euch unsere Absichten und Vorstellungen durch diese kurze
Darstellung etwas näher bringen konnten, und sind gerne bereit, weitere Fragen und
Anregungen entgegenzunehmen.
YXK – Yekîtiya Xwendekarên Kurdistan/Verband der Studierenden aus Kurdistan e.V.
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Seele and Geist
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