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Botschaft und Antrag - der Kirchgemeinde Krummenau-Ennetbühl

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Botschaft und Antrag
Zum Zusammenschlussvertrag der Evangelisch-reformierten
Kirchgemeinden Krummenau-Ennetbühl, Nesslau und Stein
Inhaltsverzeichnis
Einleitung / Name…………………………………………………………………………….
3
Seelsorge- und Programmarbeit…………………………………………………………...
4
Organisation Kirchgemeinde……………………………………………………………….
5
Finanzen und Infrastruktur………………………………………………………………….
8
Abstimmungsgegenstand…………………………………………………………………..
9
Antrag und Abstimmung……………………………………………………………………
12
Anhang
Kirchgemeindeordnung…………………………………………………………………….
14
Im Sinne der besseren Lesbarkeit wird in den nachfolgenden Dokumenten wo möglich die
männliche Schreibform verwendet. Die Dokumente wurden durch die Mitglieder der drei
Arbeitsgruppen und der Projektsteuergruppe erarbeitet.
Projeksteuergruppe
Leitung Rolf Hanselmann
Monika Hinterberger, Regula Schafflützel, Maja Scherrer, Robert Schmid, Mädi Wolfer,
Philipp Ziehler
Aktuariat Trudy Wickli
Arbeitsgruppe Seelsorge und Programm
Leitung Markus Roduner
Susi Büchi, Heike Burlet, Susanne Hug, Marie Scherrer, Lothar Schullerus
Aktuariat Fränzi Roth
Arbeitsgruppe Organisation und Behörden
Leitung Martin Baumann
Barbara Allenspach, Thomas Bohl, Peter Röösli, Claudia Wickli, Sabine Sprenger
Aktuariat Erika Egli
Arbeitsgruppe Finanzen und Infrastruktur
Leitung Urs Frei
Erika Egli, Christian Lieberherr, Balz Meier, Oertle Köbi, Willi Roth, Hansueli Rutz
Aktuariat Melanie Bösch
2
Einleitung
Sehr geehrte Kirchbürgerinnen
Sehr geehrte Kirchbürger
Die Kirchenvorsteherschaften von Krummenau-Ennetbühl, Nesslau und Stein haben an den
Kirchbürgerversammlungen 2014 auf der Grundlage der Synodalbeschlüsse für
Kirchgemeindefusionen beschlossen, Verhandlungen für einen Zusammenschluss
aufzunehmen.
Die Mitglieder der drei Kirchgemeinden wurden fortlaufend und angemessen über das
Zusammenschlussprojekt informiert: Am 7. Januar in Nesslau im Rahmen einer
Informationsveranstaltung, sowie regelmässig auf den Gemeindeseiten der «Kirchenbote»Ausgaben seit September 2014.
Es wurden eine Projektsteuergruppe und drei Arbeitsgruppen zur Vorbereitung des
Zusammenschlusses eingesetzt. Alle Arbeitsgruppen, wie auch die Projektsteuergruppe, sind
gleichwertig durch Mitglieder aus allen drei Kirchgemeinden zusammengesetzt.
In der vorliegenden Botschaft werden Sie über die Ergebnisse aus den Vorarbeiten der
Arbeitsgruppen und der Projektsteuergruppe informiert. Die Kirchenvorsteherschaften, sowie
alle Mitglieder der Arbeitsgruppen aus den drei Kirchgemeinden sind überzeugt, mit dem
Zusammenschluss den richtigen Weg für die Zukunft einzuschlagen.
Der Zusammenschluss schafft die Grundlage für ein vielseitiges, durch die Gemeinschaft
geprägtes Kirchgemeindeleben. Zudem trägt er dem Beschluss der Synode (kantonales
Kirchenparlament) Rechnung, dass ab 2016 Finanzausgleichsbeiträge nur noch an
Kirchgemeinden mit mindestens 1000 Mitgliedern ausgerichtet werden.
An den Kirchbürgerversammlungen der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinden
Krummenau-Ennetbühl, Nesslau und Stein vom 29. März 2015 unterbreiten wir Ihnen den
Zusammenschlussvertrag zur Abstimmung. Der Zusammenschlussvertrag legt den Übergang
von Rechten und Pflichten sowie die grundlegenden Punkte des Zusammenschlusses fest.
Der Name und das Gebiet der neuen Kirchgemeinde sind ebenfalls im
Zusammenschlussvertrag festgehalten. Die Übergangsbestimmungen definieren die
Umsetzung bezüglich Wahlen, neuer Kirchgemeindeordnung und der Genehmigung von
Jahresrechnung, Voranschlag und Steuerfuss.
Die Kirchenvorsteherschaft der neuen Kirchgemeinde wird verpflichtet, die in einem breit
abgestützten Prozess erarbeiteten Vorstellungen zur zukünftigen Kirchgemeindeorganisation
und ‐gestaltung, welche in dieser Botschaft zusammengefasst sind, bei ihrer Arbeit zu
berücksichtigen.
Der Entwurf der Kirchgemeindeordnung ist zu Ihrer Information ebenfalls Bestandteil dieser
Botschaft. Bei Annahme des Zusammenschlussvertrages wird die Kirchgemeindeordnung an
der Gründungsversammlung der neuen Kirchgemeinde im Herbst 2015 zur Genehmigung
unterbreitet.
Kirchgemeindename
Wir unterbreiten Ihnen für die neue Kirchgemeinde den folgenden Namen:
«Evangelisch–reformierte Kirchgemeinde …………»
Kirchenvorsteherschaften von Krummenau-Ennetbühl, Nesslau und Stein
3
Programm und Seelsorgekonzept
In der neuen Kirchgemeinde wird christliche Gemeinschaft in vielfältigen Formen erlebt und
gelebt. Die Betreuung und Wertschätzung der Gemeindeglieder ist ein wichtiges Anliegen.
Die Kirchenvorsteherschaft fördert zusammen mit dem Seelsorgeteam und Freiwilligen eine
traditionsbewusste und zukunftsorientierte Gemeindeentwicklung.
Offenheit und Vielfalt prägen das kirchliche Leben mit Jungen und Alten, Gesunden und
Kranken, Frauen und Männern, Familien, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.
Seelsorge
 Im Seelsorgeteam arbeiten pfarramtliche/diakonische Mitarbeitende.
 Die Seelsorge ist eine zentrale Aufgabe der Pfarrpersonen. Diese wirken sowohl in
ihren Seelsorgekreisen als auch in der ganzen Gemeinde.
Gottesdienste
 Erwachsene und Kinder der ganzen Gemeinde werden regelmässig zu vielfältigen,
gottesdienstlichen Feiern in die Kirchen von Ennetbühl, Krummenau, Nesslau und
Stein eingeladen. Allerdings werden nicht mehr an jedem Sonntag in allen vier Kirchen
Gottesdienste gehalten.
 Trauungen, Taufen, Abdankungen und andere spezielle Gottesdienste finden in allen
vier Kirchen statt.
Kirchliches Leben
 Freiwillige Dienste von Einzelpersonen und Gruppen nähren und bereichern das
kirchliche Leben.
 Die Begegnung zwischen den Generationen und die Vernetzung zwischen den
Gemeindeteilen werden gefördert.
 Die ökumenische Tradition mit der katholischen Kirche und der offene Dialog mit den
Freikirchen werden weitergeführt.
 Auf einer informativen, aktuellen Homepage, im Kirchenboten, in der Zeitung und über
die Aushänge bei den einzelnen Kirchen werden die Kirchgemeindemitglieder über die
Gottesdienste und kirchlichen Angebote laufend informiert.
Geistliche Begleitung von Kindern und Jugendlichen
 Die Kinder und Jugendlichen und ihre Familien fühlen sich in der Kirchgemeinde
angesprochen und wertgeschätzt. Dies geschieht durch vielfältige Angebote für alle,
vom Kleinkind bis zum jungen Erwachsenen.
 Die freiwillige Mitarbeit bei den verschiedenen Anlässen wird gefördert und durch das
Seelsorgeteam unterstützt und begleitet.
 Fiire mit de Chliine, Sonntagschule, Jugendgottesdienste, Erlebnisprogramm,
Kinderferientage werden wie bisher weitergeführt und weiterentwickelt.
Seniorenarbeit
 Die Betreuung, Begleitung und Integration der älteren Gemeindeglieder ist ein
wichtiges Anliegen der Kirchgemeinde.
 Angebote wie Seniorennachmittage, Seniorenferien, Seniorenausflüge usw. werden
zentral, dezentral oder regional durchgeführt.
 Im Alterszentrum Churfirsten führt die Kirchgemeinde neben der Seelsorge auch
Gottesdienstübertragungen, Heimgottesdienste mit Abendmahl und Andachten durch.
4
Organisation der Kirchgemeinde
A. Leitgedanke
Die Kirchgemeindeorganisation bietet die Grundlage für das gemeinschaftliche und geistliche
Leben in der Kirchgemeinde. Mit der Anstellung von Mitarbeitenden, mit der Verwaltung der
finanziellen Mittel und der Nutzung von Räumen und Einrichtungen wird den Bedürfnissen und
Traditionen sowohl in Krummenau-Ennetbühl, Nesslau und Stein Sorge getragen. Ein
respektvoller Umgang und die Wahrung von Gleichberechtigung aller Mitarbeitenden aus allen
Kreisen sind uns sehr wichtig. Die neue Kirchgemeinde ist bereit, die Herausforderung von
Gegenwart und Zukunft anzugehen.
B. Kirchkreise
Bei der Bildung der Kirchkreise sollen einerseits die Grösse des Gebietes sowie bisherige
Gepflogenheiten berücksichtigt werden. Die Reformierten von Neu St. Johann hatten schon
immer eine enge Beziehung zur Kirchgemeinde Nesslau (gemeinsame Schule / gemeinsamer
Religionsunterricht / immer wieder wurden auch Jugendliche aus Neu St. Johann in Nesslau
konfirmiert / Gottesdienstbesucher / Mitglieder im Kirchenchor Nesslau). Es werden vier
Kirchkreise vorgeschlagen:




Stein
Nesslau-Neu St. Johann
Krummenau
Ennetbühl
C. Rechtliche Grundlage
Die künftige Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde .......(Name) ist Teil der Evangelischreformierten Kirche des Kantons St. Gallen. Deren Verfassung und deren Kirchenordnung
bilden den rechtlichen Rahmen der Kirchgemeinde und die Grundlage der
Kirchgemeindeordnung.
D. Kirchenvorsteherschaft
a. Zusammensetzung
Die Kirchenvorsteherschaft setzt sich aus dem Präsidium sowie sechs weiteren Mitgliedern
zusammen. In der ersten Kirchenvorsteherschaft sollen alle Kirchkreise vertreten sein. Die
Pfarrpersonen sind von Amtes wegen zusätzlich Mitglieder der KIVO. Diakonische Mitarbeiter
nehmen ohne Stimmrecht mit beratender Stimme und Antragsrecht an den KIVO-Sitzungen
teil.
b. Arbeitsorganisation
Die KIVO arbeitet im Ressortsystem mit Aufträgen und Kompetenzregelungen. Sie soll
Kommissionen für bestimmte Ressorts einsetzen können.
Mögliche Ressorts:
Diakonie, Kirche im Dialog, Seniorenarbeit, Erwachsenenbildung, Familien und Kinder,
Jugend, Liegenschaften, Religionsunterricht, Finanzen, Öffentlichkeitsarbeit.
5
E. Pfarrpersonen/Pastorationspunkte (inkl. Sozialdiakone)
Zurzeit (bis 31.12.2015) gilt folgende Pastorationspunkte - Regelung (gemäss Angaben
kantonalem Kirchenschreiber Markus Bernet)



Stein (163 Seelen) 75 Punkte
Nesslau (1194 Seelen) 150 Punkte
Krummenau-Ennetbühl (696 Seelen) 100 Punkte
Ab 1.1.2016 stehen der neuen Kirchgemeinde 300 Pastorationspunkte zur Verfügung. Dies
gilt, solange die Zahl der evangelischen Kirchbürger über 2000 Seelen liegt (Stand Ende 2013:
2053). Sollte die Zahl bis zum 1.1.2016 unter 2000 Seelen fallen, reduziert sich der
Pastorationspunkte-Anspruch auf 240 Punkte.
100 Pastorationspunkte entsprechen dem Bruttogehalt der höchsten Gehaltsstufe der Dienstund Besoldungsordnung für Pfarrpersonen. Die Anzahl der Pastorationspunkte bezeichnen
das zur Verfügung stehende Finanzvolumen und nicht die Stellenprozente.
F. Geschäftsprüfungskommission (GPK)
Die GPK setzt sich gemäss kantonaler Kirchenverfassung (Art. 24) aus mind. drei Mitgliedern
und mind. zwei Ersatzmitgliedern zusammen.
G. Synodale
Gegenwärtig haben die drei Kirchgemeinden je zwei Synodale. Bis zum Ablauf der Amtsdauer
2014/2018 gibt es keine Änderung. Die neue Kirchgemeinde kann somit sechs Synodale für
das kantonale Kirchenparlament stellen.
Für die Amtsdauer 2018/2022 wird die Synodalvertretung neu geregelt.
H. Entschädigung Behörde
Das Präsidium und die Ressortverantwortlichen sollen angemessen entschädigt werden und
Sitzungsgelder erhalten. Die Regelung liegt bei der KIVO nach Vorgaben der Kantonalkirche.
I. Freiwilligenarbeit
Die freiwilligen Mitarbeiter sind für das kirchliche Leben von grosser Bedeutung und bilden
einen wichtigen Teil der Kirchgemeindeorganisation.
K. Personal
a. Personalführung
Das Personal ist dem Ressort Präsidium unterstellt, soll aber an Ressortverantwortliche
delegiert werden können.
b. Teamkultur
Die Teamarbeit ist ein wichtiger Teil in der neuen Kirchgemeinde und soll gezielt gefördert
werden.
6
c. Anstellungen
Alle gewählten und angestellten Mitarbeitenden in ungekündigter Stellung werden in die neue
Kirchgemeinde übernommen.
1. Sekretariat und Kassieramt
Das Sekretariat umfasst ein Teilpensum. Es kann als Heimarbeitsplatz oder in einem
zentralen Raum geführt werden. Das Sekretariat kann zudem die Aktuariatsaufgaben in
der Vorsteherschaft übernehmen.
Das Kassieramt umfasst ein Teilpensum. Es kann als Heimarbeitsplatz oder in einem
zentralen Raum geführt werden. Kassieramt und Sekretariat können in einer Arbeitsstelle
zusammengefasst werden.
Gemäss kantonaler Kirchenverfassung (Art. 23) können die Aufgaben des Kassiers und
des Aktuars Nichtmitgliedern übertragen werden. Wohnen diese den Sitzungen der KIVO
bei, haben sie beratende Stimme.
2. Pfarramt
Der Kirchgemeinde stehen 300 Pastorationspunkte zur Verfügung.
3. Fachlehrkräfte Religion
Sie werden nach vorhandenen und nötigen Lektionen beschäftigt.
4. Messmeramt
Für den Beginn werden die bestehenden Stellenprozente der Mesmer, inkl. Stellvertretung
beibehalten. Die Aufteilung und die Verteilung der Stellenprozente werden nach dem
ersten Fusionsjahr überprüft.
5. Organist
Der heutige Stand wird übernommen. Nach dem ersten Fusionsjahr wird die Neuorganisation überprüft.
L. Kirchenchor
Die beiden Kirchenchöre Nesslau und Krummenau-Ennetbühl sollen bestehen bleiben,
solange beide genügend Sänger rekrutieren können. Die Pfarramtsmitarbeiter können beide
Chöre einsetzen. Gemeinsame Auftritte sollen möglich sein.
7
Finanzen
Leitlinien Finanzbereich
Die Geldmittel dienen einem aktiven Gemeindeleben, der Unterstützung von diakonischen
Aufgaben und Projekten, welche der Kirchgemeinde dienlich sind oder als
unterstützungswürdig erachtet werden. Die Mittel werden aufgrund gesetzlicher Grundlagen,
von Reglementen, Weisungen und Beschlüssen der Kantonalkirche, Kirchgemeinde und
Kirchenvorsteherschaft eingesetzt. Bei der Vergabe von Aufträgen ist wenn möglich das
einheimische Gewerbe zu berücksichtigen.
Die Mittel sind im Sinne der Vorgaben gezielt und sparsam einzusetzen. Ein korrekter und
transparenter Umgang ist Voraussetzung für das gegenseitige Vertrauen. Dazu werden
Kompetenzregelungen definiert und Abläufe festgelegt.
Steuerfuss und Steuereinzug
Der max. Steuerfuss richtet sich nach den Richtlinien des Finanzausgleiches.
Der Steuereinzug erfolgt wie bisher durch die politische Gemeinde Nesslau. Die
Steuerguthaben werden der neuen Kirchgemeinde überwiesen.
Infrastruktur der Kirchgemeinde
Liegenschaften
Mit dem Zusammenschluss werden alle Liegenschaften in die neue Kirchgemeinde
übernommen. Damit verfügt die Kirchgemeinde über ein breites Raumangebot.
Gastfreundschaft als Grundhaltung
Die Infrastruktur soll den Menschen dienen. Deshalb orientieren sich die Leitlinien der Nutzung
an einer gastfreundlichen Grundhaltung.
Reservationen und Vermietungen
Für das Reservationswesen und punktuelle Vermietungen wird das Sekretariat der
Kirchgemeinde beauftragt. Für Dauervermietungen ist die KIVO zuständig.
Verträge / Nutzungsreglemente
Von allen Liegenschaften werden einheitliche Verträge und Nutzungsbedingungen erstellt.
Der aktuelle Bestand an Immobilien der Kirchgemeinden umfasst:
In Krummenau:
Kirche, Pfarrhaus, Friedhof, Grundstück Pfrundwiese
In Ennetbühl:
Kirche, Pfarrhaus, Friedhof, Alp Hinterfallen
In Nesslau:
Kirche, Pfarrhaus, 1 Stockwerk im Büelenzetrum
In Stein:
Kirche, Pfarrhaus, Friedhof, 2 Alprechte
Friedhöfe
Alle vier Friedhöfe sind einheitlich zu führen. Die Besitzverhältnisse und die Zuständigkeiten
für den Unterhalt sind mit der politischen Gemeinde zu regeln.
Übrige Infrastruktur
Die mobilen Infrastrukturbestände werden vollumfänglich in die neue Kirchgemeinde
übernommen.
8
Abstimmungsgegenstand
Einleitung und Abstimmungsverfahren
Auf den folgenden Seiten ist der Zusammenschlussvertrag abgedruckt. Mit der Genehmigung
des Vertrags durch die drei Kirchgemeinden einigen sie sich auf den Zusammenschluss per
1. Januar 2016. Der Vertrag legt den Namen und die Übergangsbestimmungen für die Zeit vor
und nach dem Zusammenschluss fest. Zu den Vertragsbestimmungen gehört, dass
sichergestellt werden muss, dass für die erstmalige Bestellung der Kirchenvorsteherschaft aus
den bisherigen Evangelisch-reformierten Kirchgemeinden Krummenau-Ennetbühl, Nesslau
und Stein mindestens je zwei Personen gewählt werden.
Dies erfolgt an der ersten gemeinsamen Kirchgemeindeversammlung (Gründungsversammlung) im Herbst 2015. Weiter wird festgehalten, dass die in dieser Botschaft
beschriebenen Grundsätze zur Kirchgemeindegestaltung und ‐organisation von den neuen
Behörden berücksichtigt werden müssen.
Über den Zusammenschlussvertrag stimmen die drei Kirchgemeinden an ihren
Kirchgemeindeversammlungen ab. In allen drei Kirchgemeinden findet die Versammlung am
Sonntag, 29. März 2015, anlässlich der ordentlichen Kirchgemeindeversammlung im
Anschluss an den Morgengottesdienst statt.
Der Vertrag kommt zustande, wenn alle Kirchgemeinden zustimmen.
Vertrag über den Zusammenschluss
Die Stimmberechtigten der
1. Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Krummenau-Ennetbühl
2. Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Nesslau
3. Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Stein
stimmen, gestützt auf Art. 13 der Kirchenordnung, je getrennt an ihrer
Kirchgemeindeversammlung von 29. März 2015 folgendem Vertrag über die Vereinigung der
Evangelisch-reformierten Kirchgemeinden Krummenau-Ennetbühl, Nesslau und Stein zu:
Artikel 1
Vereinigung der drei Kirchgemeinden
1) Die Evangelisch-reformierten Kirchgemeinden Krummenau-Ennetbühl, Nesslau und Stein
vereinigen sich zur Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde …………..
2) Die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde ……. ist eine öffentlich-rechtliche
Körperschaft gemäss Art. 11 Kirchenverfassung.
Artikel 2
Gesamtnachfolge
1) Die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde …….. tritt in alle Rechtsverhältnisse der drei
vereinigten Kirchgemeinden ein. Sie übernimmt gemäss Art. 16 der Kirchenordnung alle
Aktiven und Passiven und das gesamte Grundeigentum mit allen Liegenschaften, sowie
alle Forderungen aus öffentlichen Aufgaben, insbesondere die Steuern.
9
2) Die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde …….. haftet für die Verbindlichkeiten der drei
vereinigten Kirchgemeinden mit ihrem gesamten Vermögen.
3) Die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde ……… tritt ebenfalls in alle am Tag des
Inkrafttretens (siehe Art. 8) bestehenden öffentlich-rechtlichen Anstellungsverhältnisse der drei
bisherigen Kirchgemeinden ein und übernimmt die von den Kirchgemeindeversammlungen
gewählten Pfarrpersonen und alle Angestellten mit den bestehenden Pensen.
Artikel 3
Name und Gemeindegebiet
1) Die neue Körperschaft des öffentlichen Rechts trägt den Namen "Evangelischreformierte Kirchgemeinde …….".
2) Die neue Kirchgemeinde umfasst das Gebiet der bisherigen Evangelisch-reformierten
Kirchgemeinden Krummenau-Ennetbühl, Nesslau und Stein gemäss Art. 5 Kirchenordnung mit
den Evangelischen der Politischen Gemeinde Nesslau.
Artikel 4
Kirchenvorsteherschaft
1) Die
Amtsdauer
der
gewählten
Organe
(Kirchenvorsteherschaft,
Geschäftsprüfungskommission, Synodale) der bisherigen Kirchgemeinden endet mit der
Amtsübernahme der neu gewählten Organe am Tag der Inkraftsetzung.
2) Bis dahin behalten alle Organe ihre volle Zuständigkeit innerhalb der bisherigen
Kirchgemeinden. Vorbehalten bleiben Übergangsbestimmungen dieses Vertrags und der
neuen Kirchgemeindeordnung der Kirchgemeinde ……… .
Artikel 5
Übergangsbestimmungen
a) Umsetzung des Zusammenschlusses
Die Kirchenvorsteherschaften der bisherigen Evangelisch-reformierten Kirchgemeinden
Krummenau-Ennetbühl, Nesslau und Stein werden mit der Umsetzung des vorliegenden
Vertrags beauftragt. Sie sorgen insbesondere für die Einhaltung der Zusammenschlussfrist
und für angemessene Information der Kirchgemeindemitglieder.
b) Wahlen
1) Hat nach der Zustimmung der Kirchgemeinden auch die Synode dem Zusammenschluss
der bisherigen Kirchgemeinden (Änderung von Art. 5 Kirchenordnung) zugestimmt, berufen
die Kirchgemeinden im Herbst 2015 nach den nötigen Vorbereitungen gemäss Art. 15 der
Kirchenordnung
in Zusammenarbeit mit
dem
Kirchenrat eine gemeinsame
Kirchgemeindeversammlung (Gründungsversammlung) ein. Für die Ernennung des
Tagespräsidiums
zur
Leitung
der
Gründungsversammlung
unterbreiten
die
Kirchenvorsteherschaft der Kirchgemeinden Krummenau-Ennetbühl, Nesslau und Stein dem
Kirchenrat gemeinsam Antrag und Namensvorschlag.
2) Die Wahlen sind nach der an der Versammlung vorgängig zu beschliessenden
Kirchgemeindeordnung der neuen Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde ……..
vorzunehmen.
Gewählt
werden
die
Organe
(Kirchenvorsteherschaft,
Geschäftsprüfungskommission,
Synodale)
der
neuen
Evangelisch-reformierten
Kirchgemeinde ……. In der Kirchenvorsteherschaft sollen die Zusammenschlusspartner mit
mindestens je zwei Personen vertreten sein. Bei der Wahl der Synodalen und der
Geschäftsprüfungskommission sind die Zusammenschlusspartner angemessen, wenn
möglich zu gleichen Teilen, vertreten.
10
c) Neue Kirchgemeindeordnung
Der Entwurf der K irchgemeindeordnung der neuen Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde
…….. ist Teil der schriftlichen Informationsunterlagen f ü r d i e Abstimmung über diesen
Zusammenschlussvertrag. Über die Kirchgemeindeordnung wird an der ersten gemeinsamen
Kirchgemeindeversammlung (Gründungsversammlung) gemäss Artikel 5 b) dieses
Zusammenschlussvertrags abgestimmt. Erreicht die an dieser Versammlung in der
Detailberatung allenfalls noch modifizierte Kirchgemeindeordnung in der Schlussabstimmung
kein relatives Mehr der Stimmberechtigten, oder wird gar nicht auf sie eingetreten, erlässt der
Kirchenrat die neue Kirchgemeindeordnung. Sie kann später im normalen Verfahren von der
Kirchgemeindeversammlung der neuen Gemeinde abgeändert werden.
d) Genehmigung der Jahresrechnung, des Budgets und des Steuerfusses
1) Die laufende Jahresrechnung jeder bisherigen Kirchgemeinde wird Ende 2015 durch
die jeweilige Kirchenvorsteherschaft der bisherigen Evangelisch-reformierten Kirchgemeinden
Krummenau-Ennetbühl, Nesslau und Stein je für sich abgeschlossen. Die Revisionen erfolgen
durch die jeweiligen gewählten Geschäftsprüfungskommissionen der bisherigen
Kirchgemeinden. Über diese Jahresrechnungen wird an der ersten ordentlichen
Kirchgemeindeversammlung der neuen Kirchgemeinde ………… im Frühjahr 2016
beschlossen.
2) Der Voranschlag 2016 der neuen Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde …………
wird durch die im Herbst 2015 neu gewählten Organe erstellt. Er gelangt an derselben ersten
ordentlichen Kirchgemeindeversammlung der Kirchgemeinde …… zur Beschlussfassung.
3) Über die Festlegung des Steuerfusses der neuen Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde …….. wird ebenfalls an der ersten ordentlichen Kirchgemeindeversammlung
Beschluss gefasst. Auf Grund des Reglements für den Finanzausgleich der Kantonalkirche
sind Kirchgemeinden der Beitragsart A zum Maximalsteuersatz verpflichtet. Dieser ist vom
Kirchenrat auf 30% festgesetzt.
e) Amtsübergabe
Die Kirchenvorsteherschaften der bisherigen Kirchgemeinden organisieren die Amtsübergabe
gemäss der neuen Kirchgemeindeordnung und dem vorliegenden Zusammenschlussvertrag.
Artikel 6
Zustandekommen des Vertrags
Der
vorliegende
Zusammenschlussvertrag
kommt
mit
Annahme
durch die
Kirchgemeindeversammlungen der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinden KrummenauEnnetbühl, Nesslau und Stein zustande.
Artikel 7
Aufhebung bisheriges Recht
Mit Inkrafttreten dieses Vertrages werden alle mit diesem Vertrag nicht zu vereinbarenden
Bestimmungen im Recht der Vertragsparteien aufgehoben.
Artikel 8
Inkrafttreten des Zusammenschlusses
Der Zusammenschluss tritt unter Vorbehalt von dessen Genehmigung durch die Synode am
1. Januar 2016 in Kraft.
Genehmigt von der Kirchgemeindeversammlung der Evangelisch-reformierten
Kirchgemeinde Krummenau-Ennetbühl am 29. März 2015.
11
Im Namen der Kirchenvorsteherschaft Krummenau-Ennetbühl
Für das Präsidium:
Für das Aktuariat:
...........................................................
...........................................................
Genehmigt von der Kirchgemeindeversammlung der Evangelisch-reformierten
Kirchgemeinde Nesslau am 29. März 2015.
Für das Präsidium:
Für das Aktuariat:
...........................................................
...........................................................
Genehmigt von der Kirchgemeindeversammlung der Evangelisch-reformierten
Kirchgemeinde Stein am 29. März 2015.
Für das Präsidium:
Für das Aktuariat:
...........................................................
...........................................................
Antrag und Abstimmung über den Zusammenschlussvertrag
Antrag an die Kirchgemeindeversammlungen der Evangelischreformierten Kirchgemeinden Krummenau-Ennetbühl, Nesslau und
Stein vom 29. März 2015:
Stimmen Sie dem hier vorliegenden Vertrag über den
Zusammenschluss der Evangelisch‐reformierten Kirchgemeinden
Krummenau-Ennetbühl, Nesslau und Stein zu?
12
Anhang
Entwurf der Kirchgemeindeordnung
13
Die stimmberechtigten Gemeindeglieder der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde
........................ erlassen, gestützt auf Art. 12 der Verfassung der Evangelisch-reformierten
Kirche des Kantons St. Gallen vom 13. Januar 1974 als
Kirchgemeindeordnung
Die Kirchgemeindeordnung liegt in diesem Papier als Entwurf zur Information vor. Bei
Annahme des Zusammenschlussvertrages wird sie der ersten gemeinsamen
Kirchgemeindeversammlung (Gründungsversammlung) im Herbst 2015 zur Genehmigung
unterbreitet und bildet nach Inkrafttreten des Zusammenschlusses ab 1. Januar 2016 die
rechtliche Grundlage der Kirchgemeindearbeit.
I.
Grundlagen
Massgebend sind die Bestimmungen der Verfassung der Evangelisch-reformierten Kirche des
Kantons St. Gallen vom 13. Januar 1974, die Kirchenordnung der Evangelisch-reformierten
Kirche des Kantons St. Gallen vom 30. Juni 1980 mit allen Nachträgen sowie die gültigen
Erlasse. Sofern im kirchlichen Recht keine Regelungen vorliegen, gelten subsidiär die
Bestimmungen des Gemeindegesetzes des Kantons St. Gallen vom 21. April 2009 (sGS
151.2).
Art. 1 Bekenntnis / Auftrag
Die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde ........................ entfaltet ihre gesamte Tätigkeit
aufgrund des in Art. 1 und 2 der Verfassung der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons
St. Gallen umschriebenen Bekenntnisses und Auftrages.
Art. 2 Geltungsbereich
Diese Kirchgemeindeordnung regelt die Organisation der Evangelisch-reformierten
Kirchgemeinde ........................ sowie die Rechte und Pflichten ihrer Organe.
Art. 3 Rechtsstellung
Die Kirchgemeinde ist eine öffentlich-rechtliche Körperschaft. Organisation der
Kirchgemeinde, Stimmrecht und Wählbarkeit werden durch die einschlägigen Bestimmungen
der Kirchenverfassung und der Kirchenordnung geregelt. In ihrem Rahmen ordnet und besorgt
die Kirchgemeinde ihre Angelegenheiten selbständig.
Art. 4 Kirchkreise
Die Kirchgemeinde gliedert sich in folgende Kirchkreise:
- Stein
- Nesslau-Neu St. Johann
- Ennetbühl
- Krummenau
Art. 5 Organisationsform
Die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde .................. organisiert sich als Kirchgemeinde mit
Kirchgemeindeversammlung.
14
Art. 6 Organe
Organe der Kirchgemeinde sind:
a) Die Kirchgemeindeversammlung
b) Die Kirchenvorsteherschaft
c) Die Geschäftsprüfungskommission
Art. 7 Aufgaben
Die Kirchgemeinde erfüllt die ihr durch Verfassung und Kirchenordnung zugewiesenen
Aufgaben. Sie kann die Übernahme zusätzlicher Aufgaben beschliessen.
Art. 8 Amtliche Bekanntmachung
Amtliche Bekanntmachungen werden in den offiziellen amtlichen Publikationsorganen
veröffentlicht und in den Aushängekästen bei den Kirchen von Stein, Nesslau, Ennetbühl und
Krummenau öffentlich angeschlagen.
II.
Kirchgemeindeversammlung
Art. 9 Stellung
Die Kirchgemeindeversammlung ist das oberste Organ der Kirchgemeinde. Sie besteht aus
den stimmberechtigten Gemeindegliedern.
Art. 10 Aufgaben
Der Kirchgemeindeversammlung obliegt die Sorge für das kirchliche Leben. Es steht ihr
insbesondere zu:
a) Wahl der Mitglieder der Kirchenvorsteherschaft und des Präsidiums
b) Wahl der Mitglieder der Geschäftsprüfungskommission
c) Wahl der Abgeordneten in die Synode
d) Wahl der Pfarrpersonen
e) Wahl der Stimmenzählenden
f) Schaffung neuer und Aufhebung bestehender Stellen für Beauftragte wie Pfarrpersonen
und Mitarbeitende im sozialen und diakonischen Dienst
g) allfällige Wegwahl der Pfarrpersonen
h) Änderungen des Arbeitspensums oder Übernahme von Arbeitsbereichen ausserhalb der
eigenen Kirchgemeinde der Pfarrpersonen ohne deren Einverständnis
i) Erlass einer Kirchgemeindeordnung
j) Beschlussfassung über die Jahresrechnung
k) Beschlussfassung über den Voranschlag und den Steuerfuss
l) Aufsicht über die kirchliche Verwaltung
m) Beschlussfassung über Kauf, Verkauf, Tausch oder Verpfändung von Liegenschaften,
Begründung von Baurechten, Neubauten oder grössere Umbauten, Äufnung oder
Verwendung von Fonds und Aufnahme von Krediten für ausserordentliche Bedürfnisse der
Kirchgemeinde
n) Beschlussfassung über Beitritt zu Zweckverbänden
o) Abkurungsvereinbarungen
p) Beschlussfassung über Annahme von Schenkungen und Vermächtnissen mit Auflagen
oder Bedingungen von grosser Tragweite
q) Behandlung von Initiativbegehren
r) Geschäfte, die ihr durch besondere gesetzliche Vorschriften zugewiesen sind.
15
Art. 11 Ordentliche und ausserordentliche Kirchgemeindeversammlung
Die ordentliche Kirchgemeindeversammlung findet jährlich innert drei Monaten nach Schluss
des Rechnungsjahres statt. Der Kirchenrat der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons
St. Gallen kann für bestimmte Kirchgemeinden und in Einzelfällen die Frist auf vier Monate
verlängern.
Eine ausserordentliche Kirchgemeindeversammlung ist einzuberufen, wenn die Kirchenvorsteherschaft es beschliesst oder wenn 1/6 der stimmberechtigten Gemeindeglieder es
verlangen.
Ort und Zeit der Kirchgemeindeversammlung bestimmt die Kirchenvorsteherschaft.
Art. 12 Abstimmung
Die Kirchgemeindeversammlung übt ihre Befugnisse in der Regel in offener Abstimmung aus.
Begehren auf Abberufung einer Pfarrperson dürfen nur durch Urnenabstimmung erledigt
werden.
Art. 13 Kassationsbeschwerde
Gegen Wahlen und Beschlüsse der Kirchgemeindeversammlung kann innert 14 Tagen
Kassationsbeschwerde beim Kirchenrat der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St.
Gallen erhoben werden.
Im Übrigen richtet sich die Kassationsbeschwerde nach Art. 163 und 164 des
Gemeindegesetzes.
Art. 14 Initiative
Mit einem Initiativbegehren kann 1/10 der stimmberechtigten Gemeindeglieder schriftlich die
Abstimmung über einen Gegenstand verlangen, der in die Zuständigkeit der Kirchgemeindeversammlung fällt. Über das Begehren ist baldmöglichst seit Einreichung zu beschliessen.
Für die Behandlung der Initiative gelten sinngemäss die Bestimmungen der kantonalen
Vorschriften.
III.
Kirchenvorsteherschaft
Art. 15 Zusammensetzung
Die Kirchenvorsteherschaft besteht aus dem Präsidium und mindestens vier weiteren
Mitgliedern. Sie ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte der Mitglieder anwesend ist.
Die von der Kirchgemeindeversammlung gewählten Pfarrpersonen sind von Amtes wegen
zusätzlich Mitglieder der Kirchenvorsteherschaft.
Die Kirchkreise sind nach Möglichkeit angemessen vertreten.
Art. 16 Konstituierung
Die Kirchenvorsteherschaft konstituiert sich selbst, mit Ausnahme des Präsidiums. Sie wählt
die Besetzung des Vizepräsidiums, des Aktuariates und des Kassieramtes. Die
Kirchenvorsteherschaft kann die Aufgaben des Aktuariates und des Kassieramtes
Nichtmitgliedern übertragen.
Für die Kirchgemeinde zeichnen zu zweien in der Regel Präsidium mit Aktuariat, oder
Präsidium mit Kassieramt.
16
Art. 17 Aufgaben
Die Kirchenvorsteherschaft ist für den Aufbau des kirchlichen Lebens in der Gemeinde sowie
für die Förderung der Diakonie und der Mission verantwortlich. Sie leitet und unterstützt die
Träger der kirchlichen Dienste und Ämter in der Erfüllung der Aufgaben. Sie vollzieht die
kirchlichen Gesetze und Beschlüsse und besorgt die ökonomischen Angelegenheiten.
Der Kirchenvorsteherschaft obliegen insbesondere die in Art. 104 der Kirchenordnung
genannten Aufgaben. Ferner hat sie folgende Befugnisse:
a) Sie beschliesst über die Verwendung der Kollekten. Ausgenommen sind die von der
Synode oder vom Kirchenrat der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St. Gallen
vorgeschriebenen Kollekten.
b) Sie bestimmt einen Kollektenkassier und regelt die Überwachung des Kollektenwesens.
c) Sie setzt die Entschädigungen, die Sitzungsgelder und die Amtsbürgschaften fest.
d) Sie beschliesst über die Durchführung von Gottesdiensten an Nachfeiertagen.
e) Sie regelt im Rahmen der Kirchenordnung die Gestaltung der kirchlichen Bestattung.
f)
Sie regelt im Rahmen der Kirchenordnung das Dienstverhältnis von Pfarrpersonen.
g) Sie entscheidet über die Verwendung der im Rahmen des kantonalkirchlichen
Finanzausgleichs durch die Pfarranstellung nicht ausgenützten Pastorationspunkte.
h) Sie unterhält die Gebäulichkeiten und gemeindeigenen Liegenschaften und regelt deren
angemessene Verwendung.
i)
Sie erlässt Reglemente.
Die Kirchenvorsteherschaft kann für die Beratung einzelner Geschäfte und bestimmter
Aufgaben, namentlich zur Vorbereitung einer Pfarrwahl, Kommissionen bestellen.
Art. 18 Ausserordentliche Kreditkompetenz
Für im Voranschlag unvorhersehbare Ausgaben steht der Kirchenvorsteherschaft für jedes
Jahr ein Kredit von 50‘000.- Franken zur Verfügung.
IV.
Geschäftsprüfungskommission
Art. 19 Zusammensetzung und Konstituierung
Die Geschäftsprüfungskommission besteht aus mindestens drei Mitgliedern und mindestens
zwei Ersatzmitgliedern. Sie konstituiert sich selbst.
Art. 20 Aufgaben
Die Geschäftsprüfungskommission prüft das Rechnungswesen und die ökonomischen
Angelegenheiten der Kirchgemeinde sowie die Rechtmässigkeit der Amtsführung der
Kirchenvorsteherschaft.
Art. 21 Berichterstattung
Die Geschäftsprüfungskommission erstattet der Kirchgemeindeversammlung jährlich Bericht
über das Prüfungsergebnis.
Art. 22 Revision durch Dritte
Die Geschäftsprüfungskommission kann nach Rücksprache mit der Kirchenvorsteherschaft
die Rechnungskontrolle einer aussenstehenden fachkundigen Revisionsstelle übertragen. Die
Revisionsstelle erstattet der Geschäftsprüfungskommission und der Kirchenvorsteherschaft
Bericht.
17
V.
Schlussbestimmungen
Art. 23 Aufhebung bisherigen Rechts
Diese Kirchgemeindeordnung ersetzt diejenige der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde
Stein vom 1. April 2001, der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Nesslau vom 7. April
2013 und der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Krummenau-Ennetbühl vom 11.
September 2011.
Art. 24 Vollzugsbeginn
Die Kirchgemeindeordnung tritt nach Annahme durch die Kirchgemeindeversammlung und
Genehmigung durch den Kirchenrat der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St.
Gallen in Kraft. Sie wird ab 1. Januar 2016 angewendet.
Art. 25 Änderung der Kirchgemeindeordnung
Die Kirchgemeindeordnung kann im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen jederzeit
abgeändert werden, Art. 15 jedoch nur auf Beginn einer neuen Amtsdauer.
Von der Kirchgemeindeversammlung der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde…………..
am …………………….. genehmigt.
Für die Kirchenvorsteherschaft:
Präsidium
Aktuariat
Vom Kirchenrat der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St.Gallen am ………………
genehmigt.
18
Fusion evangelisch-reformierte Kirchgemeinden Krummenau-Ennetbühl, Nesslau und Stein
Vernehmlassung zur Botschaft und Antrag
Schriftliche Eingaben sind bis 14. Januar 2015 an das Aktuariat der Projektsteuergruppe zu
erfolgen.
AKTUARIAT
Trudy Wickli
Lee 971
9651 Ennetbühl
sekretariat-kirche@bluewin.ch
Weitere Exemplare der Botschaft können im Aktuariat der Projektsteuergruppe bezogen
werden. Die Botschaft ist ab 8. Januar 2015 auf den Homepages aufgeschaltet.
AKTUARIAT
Trudy Wickli
Lee 971
9651 Ennetbühl
071 994 28 30
www.ref-nesslau.ch
www.kirche-ke.ch
sekretariat-kirche@bluewin.ch
19
20
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Seele and Geist
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