close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

GWA Netzwerke Tagunsergebnisse Burgdorf 2014 - Netzwerke GWA

EinbettenHerunterladen
8. Fachtagung der Netzwerke GWA am 26.6.14
Integrale Quartierentwicklung in Wohngebieten mit Sanierungsbedarf
Rollen, Aufgaben und Strategien der Gemeinwesenarbeit.
Protokolle und Berichte aus den Workshops
Kurzprotokolle der Einführungsreferate
Jan Zychlinski: Zur Frage welchen Beitrag GWA bei Sanierungsprojekten leisten soll, gibt Zychlinksi in seiner Einführungsrede zu bedenken, dass soziale Arbeit im Wohnumfeld entstanden ist (Settlements‐Bewegung) und dass Soziale Arbeit sich als Teil der Quartierentwicklung verstehen muss. Den GWA‐Ansatz versteht er als Arbeit in und an der Gesellschaft. Sozialarbeiter sind gefragt, mitzugestalten und dies nicht nur in legitimierten Kontexten. Zychlinski fordert ein Überschreiten der vermeintlich traditionellen Kompetenzfeldern (Einzelfallhilfe) und ein vermehrtes politisches Engagement der sozialen Arbeit. Yvonne Urwyler: Zum Gyrischachen, dem Tagungsort, führt Urwyler aus, dass es sich hier um ein Quartier mit sehr günstigen Wohnungen handelt, die einen hohen, v.a. energetischen Sanierungsbedarf ausweisen. Der Ausländeranteil im Quartier beträgt 25% (Burgdorf insgesamt 14%), rund 50% der Bewohner haben einen Migrationshintergrund. Zudem gibt es überdurchschnittlich viele Personen, die auf Sozialhilfe angewiesen sind. Die Stadt Burgdorf hat sich im Rahmen des Projets urbain verpflichtet, sich im Quartier zu engagieren; dazu wurde zusammen mit der reformierten Kirchgemeinde und dem Quartierverein (beide schon lange im Quartier aktive Institutionen) der Verein “bunterLeben” gegründet. Ein Ziel dieses Projet urbain sind sozialverträgliche Sanierungen: Bereits wurde für die Helferbauten im Kern der Siedlung, die unter Heimatschutz stehen, und einer Vielzahl von Eigentümern gehören, ein Sanierungshandbuch erarbeitet. Nun stellt sich die Frage, wie die Eigentümerschaft motiviert werden kann, die notwendigen Sanierungen vorzunehmen. 2
Protokolle der Impulsreferate
Prof Dr. Günter Rausch, Dozent Evangelische Hochschule Freiburg (D), Fachbereich
Sozialarbeit: Soziale Benachteiligung und Partizipation – Beteiligung von sozial
Benachteiligten: Ein Prüfstein, Stolperstein oder Meilenstein von
Gemeinwesenarbeit?
Rausch fragt sich zu Beginn seines Impulsreferates, ob das Einfordern von Beteiligung unter diesen Voraussetzungen nicht von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist. Wer soll sich schon aktivieren, wenn die Ressourcen kaum dazu ausreichen den eigenen Alltag als solches zu bewältigen? Wie sollen sich Bürger beteiligen, wenn sie aufgrund ihrer Biographie immer nur negative Erfahrungen bei der Durchsetzung ihres eigenen Willens gemacht haben? Welche Chancen haben Benachteiligte gegenüber Experten und ihrem Fachwissen? Kann die anwaltschaftliche Vertretung Abhilfe schaffen und die Beteiligung an Entwicklungsprozessen sicherstellen? Ist die Sozialarbeit insbesondere die Gemeinwesenarbeit befähigt diese Rolle zu spielen?
Zahlreiche Untersuchungen sowie konkrete Erfahrungen zeigen, dass durch ein adäquates Handeln in der Gemeinwesenarbeit die Mitwirkung trotz allem möglich sein kann. Diese Handlungsgrundsätze sind: 1. Man muss dort ansetzen, wo den Menschen der Schuh drückt, wo sie sich freuen, wo sie sich ärgern und wo sie sich berühren lassen. 2. Die Menschen müssen sich in einem ungezwungenen Rahmen treffen können. 3. Die Menschen wollen Taten sehen, es müssen möglichst rasch greifbare Resultate erarbeitet und sichtbar gemacht werden. Die Betroffenen selber müssen zur Aktion schreiten können. 4. Die Handlungsformen müssen den Gewohnheiten der Bewohner entsprechen und vertraut sein. 5. Die Erfolge müssen gebührend gefeiert werden. 6. Es braucht (Frei‐)Räume wo sich Menschen ungezwungen und niederschwellig begegnen können. 7. Es sind Stufenmodelle mit milieutauglichen Settings anzuwenden. Rausch ist der Meinung, dass die GWA fähig sein sollte unter diesen Voraussetzungen die Beteiligungsprozesse zu initiieren und durchzuführen. Thomas Nostadt, Geschäftsführer Städtischer Wohnbaugesellschaft Lörrach (D):
Kooperation mit Privatinvestoren
Ein anregendes Beispiel der Quartierentwicklung mit Mehrwert in Deutschland
Der Standort Lörrach liegt in der Metropolregion Basel mit ca. 730’000 Einwohnern. Lörrach selber weist 49’000 Bewohnende aus und Schopfheim hat 19’000 Einwohnende. Lörrach war früher ein gewichtiger europäischer Standort für die Textilindustrie. In den Jahren 1970 ‐ 1990 wurden die Aufgaben der Textilindustrie immer kleiner bis es zum völligen Erliegen dieses Industriezweiges kam. Dies führte in den 90er‐Jahren zu hoher Arbeitslosigkeit. Stabilisierend und den Aufschwung erneut positiv beeinflusst haben die verbliebenen Industriebetriebe (Automobilzulieferer, Mess‐ und Regeltechnik, Nahrungsmittel u.a.) und neue Branchen, wie Life‐Science, Einzelhandel, Dienstleistungen und Kultur. Diese brachten neue Arbeitsplätze und bewirkten erneutes Wachstum. 3
Wohnbau Lörrach
Das Unternehmen wurde 1957 als gemeinnützige Gesellschaft gegründet, heute ist die Rechtsform eine GmbH. Gesellschafter sind die Stadt Lörrach, Stadt Schopfheim und die Sparkasse Lörrach‐
Rheinfelden. Das Unternehmen beschäftigt heute rund sechzig Menschen. Es vermietet rund 3900 betreute Wohnungen, davon sind 3100 eigene, arbeitet als Bauträger für Wohneigentum, ist Dienstleister rund um die Immobilie und Immobilienhändler. Das oberste Unternehmungsziel ist der Sozialauftrag, welcher das Unternehmen verpflichtet, ein grosses Wohnungsangebot für viele Bürger, besonders auch weniger privilegierte zu schaffen und sich für die Erhaltung und Schaffung lebendiger und intakter Wohnquartiere mit Zukunftsperspektive einzusetzen. (1990 wurde in Deutschland die Wohnungsgemeinnützigkeit abgeschafft.) Wie schafft es das Unternehmen, diese Ziele umzusetzen? Wohnbau Lörrach konzentriert sich auf 10 Quartiere mit jeweils 100 – 500 Wohnungen. Die für die Quartierentwicklung eingesetzten Instrumente sind: ●
●
●
●
●
●
Bauliche Weiterentwicklung/ Neubau Schaffung von Begegnungsräumen (inkl. Grünanlagen)
Soziales Management/ Quartiersarbeit
Mietpreispolitik
Belegungspolitik
Konsequente Hausbewirtschaftung
Eine Identitätsstiftende Gestaltung ist ebenso wichtig. Dafür setzt das Unternehmen auf folgende Strategien
●
●
●
Gestaltungsdefizite der Siedlungen von 1950er – 1970er Jahren beseitigen
Hoher Anspruch in Architektur und Städtebau auch im Neubau, als wichtiges Instrument um Quartiere zu drehen, Vorbehalte zu überwinden
Architekturwettbewerbe oder Gutachterverfahren bei grossen Baumassnahmen
Überdies saniert Wohnbau Lörrach die Siedlungen energetisch, bzw. baut mit dem Ziel hoher Energieeffizienz neu. Dabei setzt es auch auf regenerative Energien. So konnte das Unternehmen das erste CO2‐ neutrale Mietwohnquartier in Deutschland erstellen und den Faktof‐5‐Jurypreis 2011 von sun21 in Basel für das Stadtquartier Niederfeldplatz (88 WHG.) gewinnen. Nostadt betont, dass das Unternehmen als seriöser und kompetenter Anbieter bekannt sei. Ihr Anliegen sei es, dass ihre Kunden sich in schönen Wohnquartieren wohl und zuhause fühlen und arbeiteten mit grossem Ehrgeiz und Gründlichkeit. 4
Gemäss Nostadt erleichtern neue Wohnungen, modern und hohen Ansprüchen genügend, eine sozial sensible Vermietungspolitik, die auf ein angenehmes Miteinander zielt. Die Quartiere sind Lebensraum für alle Generationen. Menschen sollen hier alt werden können. Für Kinder wird reichlich Platz fürs Spielen belassen. Der Gemeinschaftsraum im Quartier wird zum Treffpunkt für Jung und Alt. Wo Nachbarn die Initiative ergreifen, wird das Zusammenleben noch angenehmer. Ermuntert wird das Engagement im Quartier mit Aktionsfonds, damit guten Ideen schnell auf die Beine geholfen werden kann. Die Mitarbeitenden haben ein offenes Ohr, geben Impulse und dieses Soziale Management spüren die Menschen im Wohnquartier, so Nostadt.
Zahlreichen Preise, Auszeichnungen und Anerkennungen bestätigen das Engagement des Unternehmens in der Quartierentwicklung. 5
Berichte aus den Workshops
Workshop 1 | Legitimation gemeinwesenarbeiterischen Engagements bei
Sanierungsprojekten
Expertin: Monika Wirz, Geschäftsleiterin Projektbüro Sozial‐ & Stadtentwicklung, Schaffhausen Moderation & Bericht: Max Singer
„Die Legitimation muss man sich nehmen“ meinte ein Tagungsteilnehmer am Workshop. Weiter lassen sich folgende Resultate festhalten: Die Erfahrungen zeigen, dass mit einer angemessenen Mitwirkung der Bewohnerinnen und Bewohner bei der Planung und Realisation von Sanierungs‐
projekten ein besseres Resultat erzielt werden kann. Die GWA ist mit ihren Handlungsgrundsätzen befähigt solche Mitwirkungsprozesse zu initiieren und zu begleiten. Die GWA muss sich dafür einsetzen, dass die sozialen Faktoren bei Sanierungen mitberücksichtigt werden und so ein Mehrwert auf verschiedenen Ebenen generiert werden kann. Das Image eines Quartiers, eines Stadtteils oder eines Hauses kann verbessert, die Fluktuation gebremst werden und Unruhe und Reklamationen nehmen deutlich ab. Je mehr direkt betroffene Menschen sich in einem Aufwertungsprozess beteiligen, desto besser ist die Integration aller Bewohnerinnen und Bewohner im Quartier möglich. Die GWA erkundet mit aktivierenden Befragungen und Workshops die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner. Dank einem gut aufgebauten Netzwerk sollte es der GWA möglich sein einen direkten Austausch zwischen den Parteien (Entscheidungsträger und Bewohner) aufzubauen. Die Träger von GWA sollten solche Prozesse mit einem klaren Auftrag unterstützen und begleiten. Verbündete von GWA können z. B. Siedlungswarte, informelle Entscheidungsträger, Verwaltungen, Kirchen oder die Politik sein. Workshop 2 | Kooperation mit Privatinvestoren
Experte: Thomas Nostadt, Geschäftsführer Städtische Wohnbaugesellschaft Lörrach (D)
Moderation & Bericht: Patricia Schirò und Brigitte Schletti In der Regel hat man es in Quartieren mit einer Vielfalt von Eigentümern zu tun, darunter Privatinvestoren, zum Teil aus dem Ausland. Wie kann es gelingen, Privatinvestoren für eine Sanierung im Sinne einer nachhaltigen Quartierentwicklung zu gewinnen? Wie können sie dazu bewegt werden, Verantwortung für die örtlichen Begebenheiten und die ansässige Bevölkerung wahrzunehmen? Wir haben uns in gut durchmischten Gruppen mit Personen aus der sozialen Arbeit und aus dem Immobilienbereich mit folgenden zwei Fragen auseinandergesetzt und sind zu den nachfolgend stichwortartig zusammengefassten Antworten gekommen: 6
1) Welche Anreize oder Argumente können Investoren für eine Sanierung im Sinne einer nachhaltigen Quartierentwicklung motivieren?
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
Best Practices, können zum Nachahmen motivieren ‐> Erfolgsversprechende, zukunftsfähige Modelle aufzeigen, Auszeichnungen, Publicity, Beispiele der öffentlichen Hand als Best Practice (z.B. Fallstudie Lingeriz, Grenchen von Colette Peters);
Überzeugte Investoren oder Besitzer als Brückenbauer;
Mieterschaft aktivieren zu zivilgesellschaftlichem Engagement, sozialen Druck aufbauen;
Kommune könnte Auflagen machen beim Erwerb von Land, bei Abgabe im Baurecht, bei Sanierungen;
Schlanke Prozesse im Baubewilligungsverfahren, Planungssicherheit, bessere Rendite, mehr Ausnützung pro Gebäude;
Argument der Sicherheit, Vandalismus‐Prävention, Image‐Verbesserung was weniger Fluktuation und damit weniger Verwaltungsaufwand bedeutet, Kostensenkung durch Energiesparen;
Zum Teil fehlen den Eigentümern die Mittel, wenn sie keinen Erneuerungsfonds erstellt haben. Gemeinden oder Bund könnten Fonds zur Anschubfinanzierung bereitstellen, Bürgschaften abgeben oder beraten, wie diese Eigentümer zu Geldern kommen
Kanton, Stadt und Gemeinde sind gefordert, neue Finanzierungsmodelle gemeinsam mit den Eigentümern zu entwickeln; GWA könnte die intermediäre Funktion einnehmen, Vernetzungsarbeit und die direkte Auseinandersetzung fördern;
Ideen, Feuer entfachen, lokales Bündnis, gemeinsame Quartiervision entwickeln;
Auf Gemeinde‐ und Stadtebene Leitbildprozesse initiieren. 2) Welche Rolle können Gemeinwesenarbeitende dabei übernehmen, Investoren und Eigentümer eines Quartiers mit Sanierungsbedarf an einen Tisch zu bekommen? Mit welchem Auftrag, in welcher Funktion, mit welchen Kompetenzen?
●
●
●
●
●
●
●
Aufzeigen, was der Gewinn ist, wenn Sozialarbeiter sich einbringen; unseren Vorteil aufzeigen, dass wir uns für die Besitzer und Investoren kostenneutral einbringen können und einen Mehrwert bringen;
Einbringen von Sach‐ und Fachkompetenz; Wir müssen kompetent auftreten;
Wir haben den Auftrag aufzuzeigen und einzufordern, dass es bei der Stadtentwicklung primär um die Menschen geht;
Ein Label für soziale Quartierentwicklung lancieren, analog Energielabel;
Argumente zusammentragen, Kontakt aufnehmen zu Bauträgern, unsere Dienste offerieren, in Kosten‐Nutzen‐Erwägungen erklären, was wir bieten, stetiger Beziehungsaufbau;
Massnahmen mit Wohngenossenschaften und gemeinnützigen Trägern entwickeln, nicht gleich mit Privaten oder Pensionskassen anfangen die kein Interesse haben. Daraus Best Practices entstehen lassen und auf Nachzieheffekt hoffen.
7
Fazit
Für eine längerfristige Entwicklung im Quartier ist ein Quartierleitbild, getragen von den jeweiligen Verantwortlichen, wie Gemeinderat und Eigentümer, die Grundlage für eine gezielte und aktive Aufwertung. Die gemeinsame Verantwortung muss er‐ und anerkannt werden. Die gezielte Zusammenarbeit mit den Eigentümern kann erst beginnen, wenn deren Motivation geklärt ist.
Die gesamte Aufwertung eines Quartiers ergibt eine Wohnumgebung bzw. Nachbarschaft, in der der Mensch in seiner alltäglichen Lebenszusammenhängen erreicht wird, womit eine eine gesundheitsfördernde Lebensumwelt geschaffen werden kann. Gesundheit ist hier kein abstraktes Ziel, sondern wird im Alltag hergestellt und aufrechterhalten.
Durch eine verbindliche und kontinuierliche Kommunikation wird ein weiterer Meilenstein für die erfolgreiche Umsetzung und Begleitung gelegt.
Workshop 3 | Partizipation bei Sanierungsprojekten
Experte: Prof Dr. Günter Rausch, Dozent Evangelische Hochschule Freiburg (D), Fachbereich Sozialarbeit
Moderation & Bericht: Jörg Rothhaupt Wie können Gemeinwesenarbeitende Mitwirkungsprozesse bei Bau‐ und Sanierungsvorhaben initiieren, unterstützen und begleiten? Welche Faktoren wirken begünstigend und wo liegen die Stolpersteine? Wo sind die Chancen und Grenzen? Diese und weitere Fragen wurden rege in zwei Untergruppen diskutiert, deren Ergebnisse hier zusammengefasst wiedergegeben werden.
Mehrwert aufzeigen
Um Bauträger und Planer für einen Mitwirkungsprozess zu überzeugen, muss der Mehrwert für alle Beteiligte aufgezeigt werden. Oft gilt es im direkten Gespräch vorhandene Skepsis anzusprechen und anhand von gelungenen Mitwirkungsbeispielen deren Potential aufzuzeigen. So ergeben sich aus breit abgestützten Konsenslösungen bei Wohnungs‐ und Umgebungsgestaltung eine Reihe von Verbesserungschancen:
●
●
●
●
●
grössere Zufriedenheit beim Wohnen
erhöhte Sorgfaltspflicht im Innen‐ und Aussenraum
sinkende Reinigungs‐ und Unterhaltskosten
Entlastung des Hauswarts
verbesserte Kommunikationskultur im Haus
8
●
●
●
●
●
●
funktionierende Nachbarschaften weniger Mieterkonflikte geringere Mieterfluktuation Entlastung der Verwaltung
höhere Identifikation mit dem Wohnumfeld freiwilliges Engagement fürs Quartierleben
Verständnis, Bereitschaft und Verantwortungen klären
Die unterschiedlichen Vorstellungen und die Skepsis gegenüber Partizipation müssen im Vorfeld geklärt werden. In der Diskussion und Schulung von Verwaltung/Planern können Erwartungen und Bedenken so direkt geäussert und gemeinsam erörtert werden. Von Seiten der Bauträgerschaft braucht es die Bereitschaft zu zeitlichem Mehraufwand und die Offenheit, auch andere, dafür tragfähige Lösungsvorschläge, annehmen zu können.
Mitwirkungskultur aufbauen
Die GWA kann mit ihrer Beziehungs‐ und Vernetzungsarbeit Kontakte herstellen, den Informationsfluss unterstützen und mit unterschiedlichen Methodenanwendungen eine möglichst breite Bevölkerungsschicht ansprechen. Deren Mitwirkungsinteresse hängt von ihrer Alltagsnähe, dem niederschwelligen Zugang und der zeitlich absehbaren Umsetzung des Vorhabens ab. Bei Vorhaben hoher Komplexität und Dauer hat sich eine Aufteilung in Zwischenziele bewährt , deren Erfolge sichtbar gemacht werden müssen, um den weiteren Mitwirkungsprozess zu stärken. Mit der Förderung von Begegnungsmöglichkeiten und Kontakten zu Schlüsselpersonen können Multiplikatoreneffekte genutzt werden, die die Bereitschaft zur Mitwirkung steigern.
Stolpersteine
Partizipation braucht zeitliche Ressourcen und Durchhaltewillen von allen Beteiligten, bereits schon nur um den Prozess ins Rollen zu bringen. Je nach Komplexität des Bauvorhabens und politischen Hürden bedingt wird ein mehr oder minder langes Planungsverfahren benötigt. Wichtig ist dabei eine gute Kommunikation über den Stand der Dinge.
Es braucht die Bereitschaft und Vertrauen für eine Verantwortungsdelegation „nach unten“, was zu “Machtverlust‐Ängsten” führen kann, nicht mehr alles bestimmen und kontrollieren zu können. Dazu müssen die Erwartungen, die Verantwortungsbereiche und der Entscheidungsspielraum vor Mitwirkungsbeginn geklärt und festgehalten werden.
9
Faktoren für eine gelingende Mitwirkung:
Bau‐ und Sanierungsprojekte sind komplexe Planungsprozesse, bei denen verschiedenen Akteure involviert sind, die es zu berücksichtigen gilt. Eine gelungene Partizipation hat dann stattgefunden, wenn eine möglichst breite Beteiligung erreicht wurde.
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
●
Beziehungs‐ und Vernetzungsarbeit zu allen Akteuren im Vorfeld leisten (Kooperation braucht vertrauen)
Sensibilisierung und Aktivierung durch Befragungen von BewohnerInnen
bei Konflikten und Störungen mit den Betroffenen nach Lösungen suchen Mitwirkungskultur mit „Übungsgelegenheiten“ aufbauen (z.B. selbstorgansiertes Siedlungsfest)
frühzeitige und offene Kommunikation auf allen Ebenen
Verantwortungsbereiche, Mitwirkungsrahmen und Erwartungen klären und kommunizieren
Mitwirkungsprozess je nach Komplexität etappieren und ev. örtlich segmentieren (step by step)
bei Ort, Zeit und Methodenwahl auf Niederschwelligkeit achten (je lebensweltnaher, desto besser)
unterschiedliche Mitwirkungsmöglichkeiten/Methoden anbieten
Mitwirkungsergebnisse veröffentlichen
orts‐ und zeitnahe Umsetzung erster konsolidierter Lösungsvorschläge durch Arbeitsgruppen
positive Berichterstattung in den Medien über erste Erfolge
neue Arbeitsgruppen für nächste Etappe bilden (breite Abstützung bringt nachhaltige Lösungen)
Fazit
Mitwirkung ist nicht als Event, sondern als mehrstufiger Prozess zu verstehen. Wie intensiv die Beteiligung gestaltet werden kann, hängt von den Vorbereitungsleistungen und den Rahmenbedingungen ab. Entscheidungsspielräume, Verantwortlichkeiten und Abläufe müssen für jedes Projekt individuell und vorgängig geklärt werden.
Um eine möglichst breite Mitwirkung zu erreichen, braucht es eine transparente und frühzeitige Kommunikation des Bauträgers respektive Planers, Methodenvielfalt und zeitliche Ressourcen und Engagement von allen Beteiligten.
Wichtig und wünschenswert ist ein möglichst früher Einbezug von GWA‐Fachleuten, um die Ziele, Erwartungen und den Prozessverlauf gemeinsam zu klären. 10
Workshop 4 | Wie viel Verdrängung darf‘s denn sein? Verdrängungsprozesse
im Fokus
Leitung & Bericht: Dominic Zimmermann, Geographisches Institut der Universität Bern
Der Workshop mit dem Titel „Wie viel Verdrängung darf’s denn sein? Verdrängungsprozesse im Fokus zielte darauf ab, sozialräumliche Dynamiken durch bauliche Aufwertungsmassnahmen auf Siedlungs ‐ und Quartierebene zu erörtern und die Teilnehmenden für Chancen und Risiken von Sanierungen und Ersatzneubauten für das Zusammenleben im Quartier zu sensibilisieren. Des Weiteren sollten eigene Handlungsoptionen im Umgang mit Verdrängung für die verschiedenen Berufsgruppen, insbesondere für die GWA entdeckt werden. Im Folgenden werden die zusammengefassten Ergebnisse aus dem Workshop präsentiert. 1. Dynamik baulicher Aufwertungsmassnahmen:
Die Diskussion zur Dynamik von Verdrängungprozessen lässt sich anhand möglicher Gründe, Konsequenzen für die Soziale Arbeit (insb. für die GWA) und Verdrängung fördernder Strategien festhalten:
Gründe: Im Zentrum der Überlegungen standen häufig profitorientierte ImmobilieninvestorInnen ohne namhafte lokale Verankerung wie Pensionskassen oder international tätige Immobilienfonds, welche aus Renditegründen alte Immobilien in Gebieten sanieren oder neu bauen, in denen hohe Miet‐ und Verkaufserträge zu erwarten sind, beispielsweise in der Nähe von Entwicklungsgebieten wie dem Hafen in Basel. In Bezug auf die Motive baulicher Aufwertungsmassnahmen wurde erwähnt, dass manche Gemeinden und andere ansässige AkteurInnen aktiv die Verdrängung von armen BewohnerInnen fördern oder zumindest in Kauf nehmen, sei dies aus Angst vor einem sozialen Abstieg der Quartiere (der sogenannten sozialen Abwärtsspirale), um “soziale Durchmischung” zu fördern oder um bessere SteuerzahlerInnen anzuwerben. Gerade das Ziel einer sozialen Durchmischung wurde im Workshop mehrmals kritisch hinterfragt und als Zielgrösse entweder nicht handhabbar oder als nicht anstrebenswert bezeichnet. Jedoch wurde auch die gegenteilige Position vertreten und darauf hingewiesen, dass bei einer zu homogenen Bewohnerschaft die Gefahr bestehe, dass sich gewisse BewohnerInnen nicht mehr heimisch und sich verdrängt fühlten.
Weiter wurde während der Diskussion im Workshop darauf hingewiesen, dass gerade bei Grosswohnsiedlungen nicht nur der stark angespannte Immobilienmarkt und hohe Renditeversprechen preistreibend und damit verdrängungsfördernd wirken, sondern auch, dass viele der Gebäude aus den 50er‐ und 60er‐Jahren am Ende ihres Lebenszyklus angelangt sind. Wohnungen in diesen Häusern werden heute zu Tiefstpreisen vermietet. Wird saniert, sind aber intensive Sanierungen oder Neubauten notwendig, was dazu führt, dass zukünftige Mieten sehr viel teurer werden und der sehr grosse Preisunterschied für die Menschen, die auf tiefe Mieten angewiesen sind, nicht mehr tragbar wird. Vorgaben des Heimatschutzes können zudem Anforderungen an Sanierungsprojekte erhöhen, was auch kostensteigernd wirken kann.
11
Konsequenzen für die Soziale Arbeit / Gemeinwesenarbeit: Durch Mietpreissteigerungen in Grosswohnsiedlungen werden tendenziell Sozialhilfekosten erhöht, da in diesen Quartieren mit günstigen Mieten bereits ein hoher Anteil von finanziell schwachen Personen lebt: manche werden durch die höheren Mitpreise erst unterstützungsbedürftig. Kommt es tatsächlich durch die Mitpreissteigerungen zur Verdrängung eines Teils der Bewohnerschaft, werden damit soziale Brennpunkte und Sozialhilfekosten verlagert. Überdies wurde angebracht, dass Verdrängung die kulturelle Vielfalt und heterogene soziale Netzwerke gefährde, auf die für die GWA gebaut werden könnte. Da Verdrängung auch lokales Gewerbe und andere KMUs betreffen kann, ist dies für eine integrale Gemeinwesenarbeit, die auf sämtliche lokalen Potentiale zurückgreift, von Bedeutung.
Verdrängung Fördernde Strategien Folgende Sanierungs‐, Modernisierungs‐ oder Neubaustrategien von Bauträgern wurden im Workshop als verdrängungstreibend identifiziert:
- Totalsanierungen, Neubauten
- Vernachlässigung (führt meist zu einem grossen Unterschied zwischen der aktuellen und der zukünftigen Miete, siehe oben)
- Sanierungen in unbewohntem Zustand
- Kein Angebot alternativer Wohnmöglichkeiten (ev. Zwischenlösungen) in der Siedlung oder im Quartier
- Anstreben eines (über)durchschnittlichen Wohnstandards (dies kann auch Folge dessen sein, dass BewohnerInnen zwar nach dem gewünschten Ausbaustandard („partizipativ“) angefragt werden, diese jedoch nicht über die Rahmenbedingungen informiert werden, d.h. nicht darüber, welche zukünftig zu erwartende Miete ein gegebener Ausbaustandard zu Folge hat.) 2. Chancen und Risiken baulicher Aufwertung / soll Verdrängung in Kauf genommen werden?
Wie sehr Verdrängung in Kauf genommen werden muss, darüber gingen die Meinungen im Workshop auseinander. Mehrere Teilnehmende verwiesen darauf, dass bei baulichen Veränderungen immer ein Teil der BewohnerInnen freiwillig wegziehe oder wegziehen müsse. Relevant sei, ob sich die Wegziehenden verdrängt fühlten, ob sie andere Ausweichmöglichkeiten hätten und ob sich die Sozialstruktur des Quartiers dadurch nachteilig oder zu schnell verändere.
Verdrängung sei vor allem problematisch, wenn sie „sozial Schwache“ beträfe, insbesondere da aktuell Wohnungen im Tiefpreissegment rar seien. Bauliche Aufwertungen seien aber notwendig gegen soziale Abwärtsspiralen im Quartier und eine grosse Chance für das Zusammenleben, ebenso wenn Immobilienbesitzer von Personen (und häufig von staatlicher Subjekthilfe) profitieren, die nicht umziehen können, indem sie Wohnungen trotzt höchster Sanierungsbedürftigkeit nicht sanierten. Gemäss einigen Teilnehmenden sei ein Grad an Verdrängung akzeptabel, da Sanierungen 12
das Potential hätten, nicht nur die objektive Sicherheit durch bauliche Sanierungen zu erhöhen, sondern auch das Sicherheitsempfinden und damit die Lebensqualität im Quartier durch eine gepflegtere Umgebung zu verbessern. Letztlich würden die finanziell Schwächsten bereits durch Sozialhilfe unterstützt und auch sie hätten das Recht in anständigen Wohnungen und Wohnumgebungen zu leben.
Eine weitere Chance von Verdrängungsprozessen im Bereich Verdichtung wurde von einem Teilnehmer identifiziert: Der Mieterwechsel könne dazu führen, dass zu grosse Wohnungen die von nur wenigen Leuten belegt werden, besser ausgenützt würden. Andere betonten mit Nachdruck, dass Verdrängung von der Sozialen Arbeit nie in Kauf genommen werden dürfe, da Verdrängung nie freiwillig sei und Verdrängung immer zuerst Stigmatisierte und andere „sozial Schwache“ treffe. Zudem führe Verdrängungen durch Mietpreiserhöhungen zu hohen Kosten wie ein höherer Bedarf an Unterstützungszahlungen, mehr Sozialwohnungen, Umzugskosten, Kosten durch Zuständigkeitswechseln bei Sozialhilfebezügern etc. Von Verdrängung profitierten nur die, die es sich leisten können, auch nach der Sanierung noch dort zu wohnen, sowie EigentümerInnen und das Standortmarketing der Stadt.
Schliesslich, so wurde festgehalten, müssen von einer Aufwertung die BewohnerInnen profitieren und bei der Bestimmung von Chancen und Risiken ihre Anliegen im Zentrum stehen. 3. Strategien gegen Verdrängung oder im Umgang mit Verdrängung
Im Workshop wurde auch eine Reihe von Erfordernissen und Strategien thematisiert, um Verdrängung zu verhindern oder ihre negativen Auswirkungen für das Quartier und die QuartierbewohnerInnen (v.a. die finanziell Schwächsten) zu minimieren. Die Diskussion lässt sich anhand einer Reihe von Forderungen zusammenfassen: 3.1. Allgemein: -
-
-
-
Möglichst viele Entscheide sollen lokal und partizipativ von den BewohnerInnen gefällt werden, dazu sollen möglichst umfassend Pros und Kontras verschiedener Sanierungsstrategien diskutiert werden.
Gemeinden sollten falls möglich aktiv von ihren Mitspracherechten Gebrauch machen. Sie sollten gemeinnützigen Wohnungsbau fördern und beispielsweise dafür Land im Baurecht abgeben. Um Verdrängung vorzugreifen sind proaktive kommunale Behörden gefragt. Frühzeitige und transparente Kommunikation von Sanierungsmassnahmen ist ein Muss.
Gefordert sind gestaffelte Sanierungen um Ausweichmöglichkeiten zu schaffen und ein Sanierungsprojektmanagement, welches durch ein Höchstmass an Flexibilität Härtefälle abfedern hilft und auch während der Arbeiten Raum für partizipative Prozesse lässt. Geplant werden muss langfristig: langfristige Profitabilitätshorizonte und flexible Infrastruktur (flexible Grundrisse)
13
-
-
Bereits von Beginn an sollten sämtliche Aspekte von Nachhaltigkeit ganzheitlich berücksichtigt werden. Dies bedingt auch, Effekte auf benachbarte Quartiere abzuschätzen und deren Stimmen einzubringen.
Keine Luxussanierungen, dafür kreative Sanierungsideen unter Einbezug verschiedenster Beteiligter, um Kosten möglichst tief zu halten (z.B. Bewohnerschaft hilft mit, Nutzen von koordinierten Vorgehen mehrerer Immobilienbewirtschafter).
3.2. Strategien von Gemeinwesenarbeitenden im Umgang mit Verdrängung: An Gemeinwesenarbeitende wurden im Workshop folgende Forderungen für integrale Quartiersanierungen gestellt:
-
-
-
Grundsätzlich sollte sich die GWA den Auftrag, sich für oder gegen Sanierungsmassnahmen einzusetzen, von den Betroffenen Quartierbewohner geben lassen (schriftlich). Nur so hat sie die notwendige Legitimität.
Um den Handlungsbedarf für die GWA zu eruieren, soll danach gefragt werden, welche Wahlmöglichkeiten welchen BewohnerInnen offenstehen und welche Chancen und Risiken sich bei verschiedenen Sanierungsszenarien für wen ergeben. Das Thema Sanierung soll zusammen mit dem angestrebten Wohnstandard inkl. möglicher Konsequenzen bereits frühzeitig im Quartier thematisiert werden.
Einige Teilnehmende monierten, dass die GWA ihre Bemühungen vor allem auf Personen richten sollte, die sich verdrängt fühlen und/oder eingeschränktere Wahlmöglichkeiten haben (z.B. ältere Menschen)
Zudem wurden folgende Strategien für die GWA im Umgang mit Sanierungsprojekten vorgeschlagen:
-
-
-
-
Ein MieterInnenbüro eröffnen, welches im Falle von Totalsanierungen dabei hilft, dass die BewohnerInnen eine Fristerstreckung erhalten, das eine Wohnungstauschbörse anbietet (ev. können so Wohnbedürfnisse auch ohne tiefgreifende Sanierungen bereits abgedeckt werden oder Ausweichmöglichkeiten im Quartier selbst geschaffen werden) und/oder bei der Wohnungssuche auch ausserhalb des Quartiers behilflich ist. Die GWA soll Anliegen und Beschwerden bündeln, koordinieren, als Sprachrohr weitertragen.
Im Falle von Widerstand gegen unsoziale Sanierungen sollen Gemeinwesenarbeitende auch als politisches Sprachrohr agieren, bestehende Kontakte nutzen, Diskussionen mit der Kommune und Immobilienakteuren suchen, an die Presse gehen und den Widerstand formieren helfen.
Wollen sich Gemeinwesenarbeitende für eine Sanierung in Immobilien oder Siedlungen mit zersplitterten Besitzverhältnissen einsetzen, kann es für eine erfolgreichere und kostengünstigere Sanierung lohnenswert sein, die verschiedenen Akteure mitsamt VertreterInnen aus der Bewohnerschaft an einen Tisch zu bringen, um koordinierte Sanierungsmassnahmen anzustossen.
Zudem sollen die Gemeinwesenarbeitenden darum bemüht sein, dass die Informationen zum Sanierungsvorhaben zwischen den verschiedenen Beteiligten fliessen, d.h. Informationen einholen und weiterkommunizieren, damit echte Partizipation möglich wird. 14
Gedanken aus dem abschliessenden Podiumsgespräch
Auf dem Podium diskutierten: Yvonne Urwyler, Monika Wirz, Thomas Nostadt, Günter Rausch, Martin Kolb
Moderation: Jan Zychlinski
Protokoll: Brigitte Schletti und Jörg Rothaupt
Die Rolle der sozialen Arbeit in Quartierentwicklungsprozessen: Die Vermittlung/Übersetzung zwischen der Verwaltung und der Bevölkerung, die Verfahren und die Logik der Politik werden häufig als schwerfällig und kompliziert wahrgenommen und müssen deshalb erklärt werden.
Der Bau braucht das Soziale (als Sensorium zur Bevölkerung) und umgekehrt. Die Soziale Arbeit kann die Akteure an einen Tisch bringen und die Verständigung fördern. Die Soziale Arbeit als Menschrechtsprofession muss für das Recht aufs Wohnen einstehen gegen die Spekulation auf dem Immobilienmarkt. Dabei sollte die Soziale Arbeit keine Berührungsängste zur Wirtschaft haben. Der Gefahr der Instrumentalisierung für die Legitimierung von wirtschaftlichen oder politischen Massnahmen muss man sich aber stets bewusst sein. Der Mehrwert eines Beizugs der GWA in Quartierentwicklungsprozessen wird in der gesellschaftlichen Integration/Teilhabe/Chancengleichheit von BewohnerInnen benachteiligter Gebieten und der Prävention/Begrenzung sozialer Probleme geortet. Die GWA muss sich durch ihre Resultate legitimieren, positive Beispiele machen Schule.
28.11.20014 / Netzwerke GWA Deutschschweiz, Regionalgruppe Bern:
Jörg Rothhaupt, Patricia Schirò, Brigitte Schletti, Max Singer, Dominic Zimmermann
15
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
7
Dateigröße
239 KB
Tags
1/--Seiten
melden