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URNr.
/2012
Akt: Kehl Versteigerung (B/sa)
URNr.
/2012
Auktionsvertrag
Versteigerungsbedingungen mit Versteigerungsvollmacht
(Objekt: ***************)
Heute, am
- Datum erschienen gleichzeitig vor mir,
Dr. Thomas Braun,
dem unterzeichnenden Notar in Günzburg,
an der Amtsstelle in 89312 Günzburg, Am Stadtbach 30:
Herr Max Mustermann, geb. am 17.04.1971,
ausgewiesen durch Bundespersonalausweis,
und dessen Ehefrau, Frau Elfriede Mustermann, geb. Muster,
geb. am 21.08.1973,
ausgewiesen durch Bundespersonalausweis,
beide wohnhaft Musterstr. 11,
89312 Günzburg,
nach Angabe im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft verheiratet
2. Frau Christine Kehl, geb. Ehrmann, geboren am 06.08.1962,
geschäftsansässig Am Durchlass 3,
89312 Günzburg,
mir, Notar, persönlich bekannt,
Die Beteiligten erklären, mit Schreiben vom ______________ vom beurkundenden Notar den Entwurfstext des nachfolgend zu beurkundenden
Vertrages erhalten und seither ausreichend Gelegenheit zur Vorbereitung
gehabt zu haben.
Die/die/den Ehegatten Max und Elfriede Mustermann erklären, für eigene
Rechnung zu handeln.
Akten-Nr.: 11206012 (ent1045_2.doc)
Dok-ID: MDFQ8
-2-
Über den Grundbuchinhalt habe ich mich unterrichtet.
Auf Ansuchen beurkundete ich die folgenden Erklärungen der Erschienenen:
Die Ehegatten Max Mustermann und Elfriede Mustermann
- im folgenden auch als „Verkäufer“, „Veräußerer“ oder „Auftraggeber“ bezeichnet beauftragen
Frau Christine Kehl
- im folgenden auch als „Auktionator“ oder „Auftragnehmer“ bezeichnet mit der Veräußerung des in Abschn. I. der Anlage zu dieser Urkunde beschriebenen Grundbesitzes samt etwaig im Kaufvertrag in der Anlage unter Abschn. II.1. aufgeführten beweglichen Gegenständen (nachfolgend
auch kurz „Grundstück“, „Versteigerungsobjekt“ oder „Objekt“ genannt) im
Wege der freiwilligen Grundstücksversteigerung. Im Verhältnis zwischen
Auftraggeber und Auktionator gelten hierfür zum einen die Bestimmungen
des nachfolgend unter Abschn. A niedergelegten Auktionsvertrags mit
Auktionsvollmacht. Für die Durchführung der Versteigerung gelten weiter
die allgemeinen Versteigerungsbedingungen gem. Abschn. B in Verbindung mit dem in der Anlage niedergelegten Kaufvertrag.
A.
Auktionsvertrag mit Versteigerungsvollmacht
I. Auktionsauftrag
Gegenstand des Auktionsauftrages ist der Verkauf des Vertragsobjektes
in einer freiwilligen Grundstücksversteigerung bzw. die Vermittlung eines
Kaufvertragsabschlusses über das Auftragsobjekt. Der Auftraggeber erteilt
hiermit dem Auktionator den Auftrag zur „Versteigerung“ des Objektes auf
der Grundlage der in Abschn. B beigefügten Auktionsbedingungen in Verbindung mit dem dieser Urkunde als Anlage beigefügten Kaufvertrag.
Richtig ??- Alleinauftrag: Es handelt sich um einen Alleinauftrag, d.h.
während der Laufzeit des Auftrags gem. Ziff. II. darf der Auftraggeber kei-
Kehl Versteigerung (MDFQ8)
-3-
nen anderen mit der Versteigerung oder der Vermittlung des Objekts beauftragen.
Variante - „qualifizierter Alleinauftrag“: Vom Notar belehrt über das
Verbot der Vereinbarung eines sog. qualifizierten Alleinauftrags in Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Auktionators, erklären die Vertragsteile, dass sie die nachfolgende Vereinbarung im einzelnen ausgehandelt
haben. Der Auktionator hat nach Erklärung des Auftragnehmers diesem
alternativ einen Versteigerungsvertrag ohne die nachfolgende Vereinbarung, dafür mit einem anderen Provisionssatz und den nachfolgenden
qualifizierten Alleinauftrag .....ohne Courtage für den Verkäufer
.....(Abgeld), wie in mit der in Abschn. VI. vereinbart, angeboten.
Dies vorausgeschickt vereinbaren die Vertragsteile folgenden qualifizierten Alleinauftrag: Der Auftragnehmer verpflichtet sich, das Verkaufsangebot bis zum Ablauf der mit dem Auktionator vereinbarten Auftragsdauer
aufrecht zu erhalten. Er verpflichtet sich weiter, während der Laufzeit des
Auftrags sämtliche Interessenten, auch eigene, an den Auktionator zu
verweisen.
II. Auftragsdauer
Der Auftrag beginnt am ****** und endet am ******. Bis zum Ende der Auftragsfrist ist der Auktionsvertrag beiderseits ordentlich unkündbar.
III. Mindestgebot / Limit
Der Auktionator darf den Zuschlag in einer freiwilligen Grundstücksversteigerung nur erteilen, wenn ein Mindestgebot in der Höhe abgegeben
wird, wie es in Abschn. B Ziff. 5. festgelegt ist (Limit).
IV. Pflichten des Auktionators
Der Auktionator setzt einen Versteigerungstermin innerhalb der Auftragsdauer an; Datum und Uhrzeit bestimmt der Auktionator nach seinem Ermessen. Er ist berechtigt, aber nicht verpflichtet, innerhalb der Auftragsdauer auch weitere Versteigerungstermine anzusetzen, wenn im ersten
Kehl Versteigerung (MDFQ8)
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Termin kein beurkundeter Zuschlag erfolgt. Der Auktionator steht nicht
dafür ein, dass ein Zuschlag bzw. eine Vermittlung zustandekommt.
Der Auktionator ist auch berechtigt, dem Auftraggeber außerhalb einer
freiwilligen Grundstücksversteigerung anderweitig einen Nachweis zum
Abschluss eines entsprechenden Kaufvertrags nachzuweisen.
Die Pflichten des Auftragnehmers ergeben sich im übrigen aus den Auktionsbedingungen gemäß Abschn. B, die der Auftraggeber hiermit anerkennt. Der Auftragnehmer verpflichtet sich zu einer fachgerechten Bearbeitung und sichert Unparteilichkeit bei der Abwicklung des Auftrages zu.
V. Pflichten des Auftraggebers
Der Auftraggeber versichert, dass er befugt ist, diesen Auktionsauftrag zu
erteilen. Der Auftraggeber versichert weiter, dass er über das Objekt verfügungsbefugt ist.
Er stellt dem Auftragnehmer alle notwendigen Unterlagen zur Verfügung
und erteilt ihm die Befugnis, das Auktionsobjekt anzubieten und alle notwendigen Maßnahmen zu veranlassen, die zu einem erfolgreichen Verkauf des Objekts erforderlich sind.
Falls kein qualifizierter Alleinauftrag:Der Auftragnehmer hat dem Auftraggeber einen anderweitigen Vertragsschluss über das Objekt unverzüglich mitzuteilen.
Der Auftraggeber verpflichtet sich ferner, dem Auktionator eine notarielle,
auf die Dauer des Auftrags unwiderrufliche Verkaufsvollmacht zu erteilen
(= Abschn. IX.).
VI. Provision / Abgeld
Variante 1 - „qualifizierter“ Alleinauftrag:Die vom Auftraggeber zu zahlende Provision (Abgeld) beträgt 3,57 % (inkl. ges. MWST.) aus dem
Höchstgebot samt den vom Käufer übernommenen sonstigen Leistungen,
dem Verkäufer vorbehaltenen Nutzungen sowie dem Zubehör und einem
etwa mitveräußertem Inventar, mindestens 1.785 € (inkl. ges. MWST). Die
Provision / das Abgeld ist fällig am Tage des rechtswirksam Zustandekommens des Kaufvertrages. Variante a:Mit dieser Provision sind zugleich
sonstige Aufwendungen des Auktionators abgegolten. Variante b:Neben
Kehl Versteigerung (MDFQ8)
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diesem Abgeld erhalt der Auktionator Aufwendungsersatz nach § 670
BGB.
Variante 2 - „normaler“ Alleinauftrag:Die vom Auftraggeber zu zahlende
Provision (Abgeld) beträgt ______ % (inkl. ges. MWST.) aus dem Höchstgebot samt den vom Käufer übernommenen sonstigen Leistungen, dem
Verkäufer vorbehaltenen Nutzungen sowie dem Zubehör und einem etwa
mitveräußertem Inventar, mindestens _______ € (inkl. ges. MWST). Die
Provision / das Abgeld ist fällig am Tage des rechtswirksam Zustandekommens des Kaufvertrages. Variante a:Mit dieser Provision sind zugleich
sonstige Aufwendungen des Auktionators abgegolten. Variante b:Neben
diesem Abgeld erhalt der Auktionator Aufwendungsersatz nach § 670
BGB.
Die Provision / Abgeld ist auch zu zahlen, wenn ein wirtschaftlich gleichartiges oder gleichwertiges Geschäft zustande kommt, insbesondere bei
einem Kaufvertragsabschluss durch den Auftraggeber auf Nachweis des
Auftragnehmers.
Dem Auftraggeber ist bekannt, dass auch für den Ersteher / Höchstbietenden eine Pflicht zur Zahlung von Provision / Aufgeld an den Auktionator
besteht.
VII. Schadensersatz
Falls der Auftraggeber (auch) für Dritte (z.B. Miteigentümer) ohne entsprechende Vollmacht handelt oder schuldhaft seine Vertragspflichten verletzt,
ist er dem Auktionator zum Ersatz des sich daraus ergebenden Schadens
verpflichtet.
VIII. Außerordentliches Kündigungsrecht
Der Auftraggeber kann diesen Auktionsauftrag vorzeitig widerrufen, wenn
der Auktionator trotz vorhergehender schriftlicher Abmahnung seiner Tätigkeitspflicht gem. Abschn. IV. nicht nachkommt.
Der Auftragnehmer kann diesen Vertrag nach vorhergehender Abmahnung fristlos kündigen, wenn der Auftraggeber seinen Pflichten gemäß
Abschnitt V. dieses Vertrages nicht nachkommt.
Kehl Versteigerung (MDFQ8)
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IX. Versteigerungsvollmacht
Der Auftraggeber erteilt hiermit dem Auktionator, Frau Christine Kehl, eine
Vollmacht folgenden Inhalts:
Der Auftraggeber bevollmächtigt den Auktionator, auch im Wege des automatisierten Abrufverfahrens nach § 133 GBO, zur Einsicht in das
Grundbuch, die Grundakte, das Liegenschafts- und Altlastenkataster, die
Bauakte, das Baulastenverzeichnis sowie in alle übrigen behördlichen Akten und in die Akte der Realgläubiger, soweit sich die jeweiligen Unterlagen auf das Versteigerungsobjekt beziehen. Der Auktionator kann auch
schriftliche Auszüge aus den Unterlagen und Akten anfordern. Er ist außerdem berechtigt, das Versteigerungsobjekt allein oder mit Interessenten
zu besichtigen.
Der Auftraggeber bevollmächtigt den Auktionator weiter, das Versteigerungsobjekt in einer offenen Versteigerung zu versteigern, den Zuschlag
zu erteilen und notariell beurkunden zu lassen und die Auflassung an den
Ersteher zu erklären sowie sämtliche erforderlichen und zweckdienlichen
Grundbucherklärungen abzugeben. Soweit nach dem dieser Urkunde beigefügten Kaufvertrag auch bewegliche Gegenstände mitverkauft sind, erstreckt sich die Vollmacht auch auf deren Verkauf, Übergabe und Übereignung. Die Vollmacht ist dahin eingeschränkt, dass nur solche Gebote
berücksichtigt werden dürfen, die den in Abschnitt B niedergelegten Versteigerungsbedingungen sowie dem in der Anlage zu dieser Urkunde niedergelegten Kaufvertrag entsprechen. Soweit in diesen Versteigerungsbedingungen bzw. im Kaufvertrag vorgesehen ist, dass der Auftraggeber
als Eigentümer und Verkäufer weitere Erklärungen abzugeben hat, insbesondere Weisungen und Vollmachten, ermächtigt der Auftraggeber den
Auktionator auch dazu. Die Vollmacht ist des weiteren dahin eingeschränkt, dass nur solche Gebote berücksichtigt werden dürfen, die einen
Kaufpreis in der Höhe des in Abschn. B. Ziff. 5. vereinbarten Limits anbieten.
Der Auktionator ist vom Verbot der Mehrfachvertretung gemäß § 181 Alt. 2
BGB befreit; es kann Untervollmacht an den Notar und dessen Angestell-
Kehl Versteigerung (MDFQ8)
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ten sowie den Käufer erteilt werden. Die Vollmacht gilt über den Tod des
Auftraggebers hinaus.
Diese Vollmacht ist auf die Auftragsdauer gem. Ziff. II. unwiderruflich. Ein
Widerruf aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
X. Zustimmung gemäß § 1365 BGB
richtig??Der miterschienene Ehegatte des Veräußerers stimmt im Hinblick auf § 1365 BGB den in dieser Urkunde enthaltenen Erklärungen, insbesondere dem Auktionsvertrag mit Versteigerungsvollmacht, dem Verkauf des Versteigerungsobjektes und aufgrund der Finanzierungsvollmacht an diesem zu bestellenden und zur Eintragung gelangenden Käufergrundpfandrechten zu.
XI. Schlussbestimmungen
Diese Vereinbarung ersetzt alle zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer bisher getroffenen Vereinbarungen.
B.
Allgemeine Versteigerungsbedingungen
1. a) Der in der Anlage I. zu dieser Urkunde (Kaufvertrag) genannte
Grundbesitz (samt etwaigen im Kaufvertrag unter Abschn. II.1.
genannten beweglichen Gegenständen) (nachfolgend auch kurz
„Grundstück“, „Versteigerungsobjekt“ oder „Objekt“ genannt) wird
freiwillig versteigert. Die Versteigerung wird durch Frau Christine
Kehl, Grundstücksversteigerin mit öffentlicher Erlaubnis nach
§ 34 b GewO, namens und im Auftrag des Veräußerers im Anwesen „Am Durchlass 3 in Günzburg“ durchgeführt.
b) Soweit der Veräußerer noch nicht als Eigentümer im Grundbuch
eingetragen ist, ist er gegenüber dem Auktionator und dem Ersteher verpflichtet, seine Eintragung als Eigentümer unverzüglich auf
seine Kosten herbeizuführen und alle dafür erforderliche Unterlagen auf seine Kosten zu beschaffen. Wird ein Grundstück von
Kehl Versteigerung (MDFQ8)
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mehreren Veräußerern eingeliefert, haften sie gegenüber Auktionator und Ersteher als Gesamtschuldner.
2. a) Auf die Versteigerung finden die §§ 145 ff., 156 BGB Anwendung,
so dass der Kaufvertrag erst durch den Zuschlag zustandekommt
und ein Gebot erlischt, wenn ein Übergebot abgegeben wird, der
Veräußerer das Gebot ablehnt oder die Versteigerung ohne Erteilung des Zuschlages geschlossen wird. Sofern das Gebot nicht
aus diesen Gründen erlischt, bleibt ein Bieter an sein Gebot gebunden.
b) Falls mehrere Bieter ein gleich hohes Gebot abgeben, gilt das
Gebot, das dem Auktionator zuerst zur Kenntnis gegeben wurde.
c) Bei etwaigen Zweifeln oder Unklarheiten über die Geltung eines
Gebotes entscheidet der Auktionator nach seinem Ermessen, ob
und an wen er den Zuschlag erteilt oder ob er die Auktion verlängert oder wiederholt. Er kann auch frühere Bieter fragen, ob sie
das Gebot aufrecht erhalten bzw. wiederholen und die Auktion von
dem höchsten aufrecht erhaltenen / wiederholten Gebot wiederholen bzw. fortsetzen.
3. Die Auktion wird an einem vom Auktionator mindestens zwei Wochen
vor dem Termin in der örtlichen Presse bekannt zu machenden Termin
durchgeführt.
4. Gebote werden durch persönlich anwesende Ersteher oder in der Auktion persönlich anwesende Vertreter von Erstehern erbeten.
Der Auktionator behält sich jedoch vor, auch schriftliche, mündliche,
oder fernmündliche Gebote zuzulassen, die ihm vor oder während der
Versteigerung übergeben werden. Bei solchen Geboten sollen diese
Versteigerungsbedingungen anerkannt werden; außerdem soll ein bei
der Versteigerung anwesender Bevollmächtigter benannt werden, der
die Beurkundung des Kaufvertrages für den Bieter vornehmen kann.
Die Höhe solcher Gebote ist bei Beginn der Versteigerung des Objektes vom Auktionator den Anwesenden mitzuteilen. Durch die Abgabe
eines schriftlichen Gebotes bevollmächtigt der Bieter den Auktionator
zur Mitteilung des Gebotes und zur Entgegennahme des Zuschlags.
Kehl Versteigerung (MDFQ8)
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Der Bieter verpflichtet sich, diese Vollmacht sofort in notariell beglaubigter Form zu bestätigen.
5. Für das Objekt gilt ein Mindestpreis (Limit) von
- i.W. Euro ______________________ - .
______________ €
6. Der Auktionator behält sich vor, die Beträge, um die ein neues Gebot
vorherige Gebote mindestens übersteigen muss (Steigerungsspanne),
bei jedem Objekt von Fall zu Fall festzusetzen. Die Spanne kann auch
während der Auktion verändert werden.
7. Der Veräußerer und der Auktionator als sein Vertreter behalten sich
gegenüber dem Meistbietenden das Recht vor, das Meistgebot nach
freiem Ermessen zurückzuweisen.
Der Auktionator ist ferner berechtigt, nach seinem pflichtgemäßen Ermessen einen Zuschlag abzuerkennen, insbesondere wenn es Anhaltspunkte dafür gibt, dass der Meistbietende die Versteigerungsbzw. Kaufbedingungen im Kaufvertrag nicht vollständig erfüllen wird.
Der Auktionator ist hierzu berechtigt, nach seinem freien Ermessen
Bonitätsnachweise (z.B. eine Finanzierungsbestätigung eines Kreditinstituts) zu verlangen. Wird ein entsprechender Bonitätsnachweis auf
Verlangen des Auktionators nicht geführt, kann der Auktionator nach
seiner Wahl nach Aberkennung des Zuschlags das Objekt aus der
Versteigerung herausnehmen, die Versteigerung wiederholen oder
auch gemäß Ziff. 2. c) Satz 2 verfahren.
Falls im Einzelfall eine Bietsicherheit geleistet wird (z.B. Scheck), wird
diese nicht auf den Kaufpreis angerechnet und ist diese spätestens
nach Bezahlung des Kaufpreises an den Ersteher zurückzugewähren.
Der Auktionator ist ferner nach seinem freien Ermessen berechtigt,
Versteigerungsobjekte - auch nach Beginn der Versteigerung - aus der
Auktion heraus zunehmen. Der Auktionator ist berechtigt, die Versteigerung jederzeit abzubrechen, auch ohne einen Zuschlag zu erteilen.
8. Der Zuschlag bringt den Kaufvertrag auch dann zustande, wenn der
Bieter sich inzwischen entfernt hat (§ 15 Satz 2 Beurkundungsgesetz).
Nur der Meistbietende, der den Zuschlag erhält, ist Käufer des Grund-
Kehl Versteigerung (MDFQ8)
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stücks. Nur er ist Beteiligter nach § 15 Satz 1 Beurkundungsgesetz.
Die Gebote der anderen Bieter werden nicht protokolliert.
9. Durch den Zuschlag und die notarielle Beurkundung kommt der in der
Anlage zu dieser Urkunde enthaltene Kaufvertrag zustande.
Der Kaufpreis, der Name des Käufers sowie das Berechtigungsverhältnis bei mehreren Käufern werden durch das Gebot und den Zuschlag festgelegt. Im Rahmen der folgenden Beurkundung sind diese
Angaben aufzunehmen. Der die Beurkundung vornehmende Notar ist
zum Vertragsvollzug zu ermächtigen. Sämtliche im Kaufvertrag vorgesehenen Weisungen und Vollmachten sind von den Vertragsteilen zu
bestätigen.
Jeder Ersteher ist verpflichtet, im Rahmen der Beurkundung des Kaufvertrages die Verpflichtung zur Zahlung des Kaufpreises und der
Courtage zu bestätigen und sich der sofortigen Zwangsvollstreckung
wegen des Kaufpreises gegenüber dem Veräußerer und wegen der
Courtage gegenüber dem Auktionator zu unterwerfen und den amtierenden Notar unwiderruflich anzuweisen, den Veräußerer bzw. Auktionator vollstreckbare Ausfertigungen zu erteilen. Sofern der Ersteher
nicht persönlich anwesend ist und die Erklärungen von einem Bevollmächtigten abgegeben werden, ist er verpflichtet, unverzüglich eine
notariell beglaubigte Vollmachtsbestätigung auf seine Kosten an den
Notar zu übersenden.
10. Der Ersteher hat zusätzlich zum Meistgebot (Kaufpreis) und den im
Kaufvertrag festgelegten, von ihm zu tragenden Kosten eine Courtage
(Aufgeld) des Auktionators zu tragen. Diese beträgt .....3,57 % (inkl.
ges. MWST.) aus dem Höchstgebot zuzüglich der vom Käufer übernommenen sonstigen Leistungen und dem kapitalisierten Wert der
dem Verkäufer vorbehaltenen Nutzungen, .....mindestens 1.785 €
(inkl. ges. MWST). Die Courtage ist verdient, fällig und zahlbar mit Beurkundung des Zuschlags bzw. des Kaufvertrages, unabhängig von
der weiteren Abwicklung. Eine Rückforderung ist ausgeschlossen, es
sei denn, eine für die Wirksamkeit des Vertrages erforderliche Genehmigung wird endgültig versagt.
Kehl Versteigerung (MDFQ8)
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11. Der Auktionator haftet dem Veräußerer und dem Ersteher für eine den
gesetzlichen Bestimmungen entsprechende Vorbereitung und Durchführung der Auktion. Soweit der Auktionator sich auf Angaben und Unterlagen Dritter, auch des Veräußerers, stützt, steht er nur für die zutreffende Übermittlung, nicht aber für die objektive Richtigkeit ein. Offenbarungspflichtige Tatsachen übermittelt der Auktionator lediglich
als Bote. Deren rechtzeitige Bekanntgabe zur Aufnahme in den Auslobungstext obliegt allein dem Veräußerer. Ansprüche und Rechte des
Veräußerers und des Erstehers wegen Pflichtverletzung des Auktionators - insbesondere wegen der Beratung in Bewertungsfragen oder
wegen Sachmängeln am Objekt - sind im übrigen ausgeschlossen.
Der Anspruch zur Teilnahme an der Auktion besteht nur im Rahmen
der bestehenden Möglichkeiten. Da Fehler durch Computerprogramme (Software) und Datenverarbeitungsanlagen (Hardware) vorkommen können und keine Software vollkommen fehlerfrei ist, haftet der
Auktionator nicht für Fehler, welche durch Software und sämtliche
Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit dem Medium Internet entstehen. Die Teilnehmer akzeptieren somit, dass es zu zeitweiligen Störungen kommen kann, die durch Unterbrechungen der Stromversorgung oder durch Fehler der verwendeten Hard- und Software bedingt
sind. In diesem Sinne haftet der Auktionator nicht für das Zustandekommen von Verbindungen per Telefon und Internet sowie nicht für
das Funktionieren von Computern und Software. Der Bieter hat keinerlei Ansprüche gegen den Auktionator, wenn er einen Zuschlag aufgrund von technischen Problemen (Telefon, Hardware und Software)
nicht erhält, unabhängig davon, wo das Problem liegt. Der Veräußerer
hat keine Ansprüche gegen den Auktionator, wenn ein Gebot aufgrund
Computerproblemen (Hardware und Software) nicht berücksichtigt
wird, unabhängig davon wo das Problem liegt. Der Auktionator hat
keinerlei Verkehrssicherungspflichten hinsichtlich der in die Auktion
aufgenommenen Objekte. Dies gilt insbesondere auch anlässlich von
Besichtigungen. Die Verkehrssicherungspflichten obliegen allein und
ausschließlich dem Veräußerer, der entweder den verkehrssicheren
Zustand herstellen oder hinreichend deutlich auf Gefahren hinweisen
muss.
Von den vorstehenden Haftungsausschlüssen ausgenommen sind
Ansprüche gegen den Auktionator wegen ihm zu vertretender Verlet-
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zung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie Ansprüche
wegen vom Auktionator zu vertretender vertragswesentlicher Pflichten
sowie wegen grob fahrlässiger und vorsätzlicher Pflichtverletzungen.
Einer Pflichtverletzung des Auktionators steht die seines gesetzlichen
Vertreters oder Erfüllungsgehilfen gleich.
12. Das uneingeschränkte Hausrecht im Auktionssaal und in den Vorräumen liegt ausschließlich bei dem Auktionator. Dieser kann nach eigenem Ermessen, Besuchern und Bietern eine Teilnahme/weiteres Teilnehmen an der Auktion untersagen.
13. Für alle aus dem Auktionsvertrag entstehenden Rechtsstreitigkeiten
zwischen dem Auktionator und dem Veräußerer bzw. dem Auktionator
und dem Ersteher (einschließlich Streitigkeiten wegen der Wirksamkeit
des Auktionsvertrags) wird als ausschließlicher Gerichtsstand das Gericht vereinbart, das für den Sitz des Auktionators zuständig ist, sofern
der Vertragspartner des Auktionators Kaufmann, juristische Person
des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtlicher Sondervermögen ist, soweit gesetzlich kein ausschließlicher Gerichtsstand besteht.
C. Schlussbestimmungen
I. Verweisung
Auf den als Anlage zu dieser Urkunde beigefügten Kaufvertrag wird verwiesen. Er ist wesentlicher Bestandteil dieser Urkunde. Die Anlage wurde
vom Notar verlesen.
II. Kosten
Die Kosten der heutigen Verhandlung trägt der Veräußerer.
III. Abschriften
Von dieser Urkunde sind zu erteilen:
1. eine Ausfertigung:
- dem Auktionator
Kehl Versteigerung (MDFQ8)
- 13 -
- dem Veräußerer
2. beglaubigte Abschriften (auszugsweise ohne Abschnitt A):
- dem Auktionator (5)
3. eine elektronische Abschrift (auszugsweise ohne Abschnitt A):
- dem Auktionator
Nach Beurkundung des Zuschlags sind ferner die in Abschn. V.2. der
Anlage bestimmten Abschriften unter Einschluss des Urkundenmantels zu
fertigen.
Samt Anlage vorgelesen vom Notar
von den Beteiligten genehmigt und
eigenhändig unterschrieben:
Kehl Versteigerung (MDFQ8)
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Seele and Geist
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