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SPORT
Donnerstag, 8. Januar 2015
13
FUSSBALL
«Ohne Fussball würde mir etwas fehlen»
Interview: Luca Günter, Torhüter aus Wyssachen
Weil er beim YB-Nachwuchs keine Einsätze erhält,
steht der Wyssacher Luca Günter derzeit im Tor
des 3. Liga-Leaders Zollbrück. Dem «UnterEmmentaler» berichtet er über seine bisherige
Karriere.
Von Yanick Kurth
Der 17-jährige Wyssacher Luca Günter
hat in der aktuellen Saison 2014/15
mit dem FC Zollbrück den Wintermeistertitel geholt. Mit 34 Punkten aus
12 Spielen und einem Torverhältnis
von 41:7 kämpft sich die erste Mannschaft weiter in Richtung 2. Liga, liegt
derzeit sieben Punkte vor dem ersten
Verfolger. Zudem hat Luca Günter im
Mai des vergangenen Jahres mit dem
U17-Team der Berner Young Boys den
Schweizermeistertitel als beste U17Mannschaft der Schweiz geholt. Inzwischen weilt er bei YB in der U18,
kam dort aber bis anhin nie zum Einsatz. Hinzu kamen auch einige Bankeinsätze bei der U21-Mannschaft.
Luca Günter gibt im «Unter-Emmentaler» Auskunft über seine aktuelle
Lage, seine Erfolge, den Fussballsport
allgemein und sagt, was er von Frauenfussball hält.
STECKBRIEF
Luca Günter
Wohnort: Wyssachen (Eltern),
unter der Woche in
Schönbühl
Geboren: 26. September 1997
Beruf:
KV-Lernender in der
Migros Aare, 1. Lehrjahr
Hobbys: Fussball, Gamen,
Freundin, Musik hören,
Schlafen
Motto:
A winner is a dreamer
who never gives up –
Ein Gewinner ist ein
Träumer, der niemals
aufgibt.
«Unter-Emmentaler»: Was bedeutet
für Sie Fussball im Allgemeinen?
Luca Günter: Fussball ist ein sehr
wichtiger Teil meines Lebens geworden. Für mich persönlich ist es eine
wertvolle Abwechslung, bei der man
vom üblichen Alltag völlig abschalten
kann. Fussball ist für mich mehr als
ein Hobby, es ist ein Traum, für den ich
viel Zeit investiere. Jeder hat etwas im
Leben, das er jeden Tag, jede Sekunde
machen könnte, bei mir ist dieses Etwas der Fussball. Während dem Spiel
geht die Zeit für mich wie im Fluge
vorbei. Es ist schön, dass es diesen
Sport gibt, denn ohne Fussball würde
für mich einfach etwas fehlen.
«Unter-Emmentaler»: Wann und wo
haben Sie angefangen, Fussball zu
spielen?
Luca Günter: Ich spiele Fussball seit
ich denken kann, also seit der frühen
Kindheit. Meine ersten Schritte auf
dem Fussballplatz waren bei meinem
Wohnort in Wyssachen. Die Nachbarn
brachten mir den Fussballsport näher,
indem sie mich immer wieder zum
Kicken mitnahmen. So hat damals alles angefangen.
«Unter-Emmentaler»: Im Mai 2014
holten Sie mit den Berner Young Boys
den Meistertitel als beste U17-Mannschaft der Schweiz. Sind Sie stolz darauf?
Luca Günter: Ja, natürlich. Dies war
ein riesiger Erfolg, welcher mich bis
heute sehr stolz macht. Diesen Triumph kann mir keiner mehr nehmen.
Egal wo mein Weg hinführen wird, ich
bin stolz darauf, es irgendwann mal
meinen Kindern erzählen zu können,
dass ich diesen Meilenstein erreicht
habe. Natürlich hoffe ich, dass dies
nicht der letzte Triumph war.
«Unter-Emmentaler»: Fussball gilt
als Mannschaftssport, wie wichtig ist
der Teamgeist?
Luca Günter: Der Teamgeist in einer
Mannschaftssportart wie Fussball ist
sehr wichtig und von grosser Bedeutung. Wenn man sich unter den Mannschaftskameraden oder im Umfeld des
Clubs nicht wohl fühlt, können auch
sportlich keine Fortschritte gemacht
werden.
«Unter-Emmentaler»: Was sollte im
Fussball angepasst oder gar verändert werden?
Luca Günter: Nichts, es ist gut so wie
es ist.
Der Wyssacher Luca Günter ist motiviert, es als Fussballtorhüter weit nach oben zu schaffen.
«Unter-Emmentaler»: Wirklich nichts?
Luca Günter: Okay, die Schiedsrichter
könnten ab und zu ein bisschen besser
pfeifen. Ich weiss, dies ist schwierig, da
niemand den Spielverlauf voraussagen kann. Doch genau diese Ungewissheit, was im Spiel alles passieren
kann, macht den Fussball so sehenswert.
Luca Günter: Jeder soll machen, was
er oder sie will. Hauptsache, man
macht etwas für die Fitness. Wichtig ist
ja, dass man etwas Gescheites in seiner Freizeit machen sollte. Ich meine,
nur rumsitzen und gamen könnten
sich wahrscheinlich viele Kinder gut
vorstellen, was die Eltern dazu meinen, weiss ja jeder.
«Unter-Emmentaler»: Sie agieren als
Torhüter. Warum gerade auf dieser
Position?
Luca Günter: Diese Frage kann ich
nicht mehr genau beantworten, weil
ich es nicht mehr genau in Erinnerung
habe. Vieles habe ich jedoch Ernst Jäiser zu verdanken. Ernst Jäiser war für
einige Jahre mein Trainer. Vermutlich
hat sich die Torhüterposition einfach
so ergeben.
«Unter-Emmentaler»: Was würden
Sie tun, wenn es keinen Fussballsport geben würde?
Luca Günter: Wahrscheinlich würde
ich Eishockey spielen. Das Sportcenter
in Huttwil war früher mein zweites Zuhause. Ich verbrachte eine Menge Zeit
auf den Eisfeldern. Umso bedauerlicher war es für mich, als das Sportcenter geschlossen wurde. Hoffentlich
wird das Sportcenter in Huttwil einmal
wieder das, was es einmal war.
«Unter-Emmentaler»: Welche Eigenschaften muss ein Torhüter unbedingt mitbringen?
Luca Günter: Von zentraler Bedeutung ist, keine Angst zu haben – vor
dem Ball nicht oder vor dem Gegner.
Zudem ist eine hohe Konzentration
erforderlich, um jederzeit den Überblick zu behalten, auch dann, wenn es
vor dem Tor brenzlig wird. Auch Geduld
ist wichtig. Natürlich gehört auf dieser
Position auch eine Prise Glück dazu.
«Unter-Emmentaler»: Was halten Sie
von Frauenfussball?
RADSPORT
Moser dreht am
Ende kräftig auf
Radquer-Weltcup in Namur
FUSSBALL
Rückschritt: Von der Challenge League in die 1. Liga
Der FC Schaffhausen (Challenge League) und der Langenthaler Cristian Miani
(21) haben den Vertrag in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst. Der bei YB
ausgebildete italienische Flügelspieler kam bei den Nordostschweizern seit
dem Sommer nur zu fünf Einsätzen. Er wechselt in die 1. Liga zum FC Köniz.
Bild: Leroy Ryser
Beim vierten Radquer-Weltcuprennen
der Saison in Namur in Belgien, das
vom ehemaligen belgischen Juniorenund U23-Weltmeister Kevin Pauwels
vor dem UCI-Weltranglistenersten
Lars van der Haar aus Holland gewonnen wurde, überraschte der 29-jährige
Schwyzer Marcel Wildhaber als Sechster. Mit dem Walliser Julien Taramarcaz kam als Zehnter sogar noch ein
zweiter Schweizer in die Top Ten. Der
Mountainbike-Eliminator-Schweizermeister von 2013, Marcel Wildhaber,
erwischte auf dem coupierten Gelände um die Zitadelle von Namur einen
Traumstart und führte das 61-köpfige
Teilnehmerfeld aus 17 Nationen auf
den ersten zwei von neun Runden gar
an. Am Schluss toppte der in Galgenen
SZ wohnhafte Wildhaber sein bisher
bestes Resultat von Anfang 2013 in
«Unter-Emmentaler»: Im Fussball ist
immer von Ausschreitungen vor und
nach den Spielen zu hören. Wie beurteilen Sie die Lage?
Luca Günter: Was vor und nach dem
Spiel passiert, hat mit Fussball nichts
zu tun.
«Unter-Emmentaler»: Nun sind Sie
bei YB in der U18. Wie stehen die
Chancen?
Luca Günter: In der U18 erhoffe ich
mir, endlich einmal zum Spielen zu
kommen. Einsatzzeit muss ich mir
Rom (9. Rang) im Radquer-Weltcup
mit seiner bisher zweiten Top Ten
Klassierung. «Ich erwischte einen ausgezeichneten Start. Ich wusste aber,
dass mehrere Weltklassefahrer nur
knapp hinter mir lagen. Deshalb überdrehte ich auch nicht, als mich die
späteren fünf ersten überholten», war
vom Gewinner der Flückiger Cross
Premiere von 2012 im Ziel zu vernehmen.
Der 30-jährige Madiswiler RadquerSpezialist Andreas Moser zeigte in Namur als viertbester Schweizer eine
starke Leistung. Als 29. kam der Oberaargauer nach Valkenburg, wo er beim
Weltcupauftakt der diesjährigen Saison den 25. Platz belegt hatte, zum
zweiten Male in seiner Karriere in die
Top-30 eines Weltcup-Events in der
Sparte Radquer. «Ich bin mit meiner
heutigen Leistung sehr zufrieden. Der
Anfang war aber sehr schwer. Denn
100 m nach dem Start ging es bereits
in die erste Kurve und danach direkt
in die erste Steigung. Auf der ersten
Runde war es in diesem grossen Teilnehmerfeld mit Fahrern aus 17 Natio-
Bilder: Yanick Kurth
aber hart erkämpfen. Ab und zu mit
der U21 zu trainieren und von den erfahrenen Spielern etwas zu lernen,
wird mir auch gut tun. Wichtig ist, bei
jedem Training voll dabei zu sein und
auf den richtigen Moment zu hoffen.
«Unter-Emmentaler»: Wie hart sind
die Trainings?
Luca Günter: Die Trainings sind abwechslungsreich, es gibt auch Regenerationstrainings, in denen man nicht
viel macht. Die Vorbereitung auf die
Rückrunde wird hart, im Moment
habe ich ein bisschen Pause. Jedoch
muss man auch da ein gegebenes Programm absolvieren, das nicht ohne ist.
«Unter-Emmentaler»: Wie sieht Ihre
Zukunft aus?
Luca Günter: Die Zukunft kann niemand prophezeien. Ich lasse mich
überraschen und hoffe, dass sie meinen Träumen in die Nähe kommen
wird. Die Unterstützung von der Familie, den Freunden und meiner Freundin ist für mich sehr wichtig.
«Unter-Emmentaler»: In welcher
Spitzenmannschaft würden Sie am
liebsten Torhüter sein?
Luca Günter: Ganz klar bei Real Madrid.
«Unter-Emmentaler»: Warum?
Luca Günter: Da könnte ich meinem
Idol Iker Casillas die Position streitig
machen.
nen sehr eng und schwer, nach vorne
zu kommen. Auf dem ersten Drittel
der Strecke lief es mir nicht so gut. Ich
hatte zudem auch noch etwas Magenprobleme.» So die Eindrücke von Andreas Moser vor Ort. «Doch nach drei
Runden lief es mir immer besser und
ich hatte plötzlich auch gute Beine.
Mein Glück war auch, dass das Rennen eine Runde länger war als sonst.
Denn auf der Schlussrunde konnte ich
noch den Spanier Aitor Hernandez
Guiterrez einholen und überspurten.
Schade nur, dass ich im Dreiersprint
den Holländer Niels Wubben nicht
schlagen konnte», analysierte der OKPräsident des Flückiger Cross seinen
Einsatz in Namur. Andreas Moser will
am 25. Januar unbedingt beim Weltcup Final im Niederländischen Hoogerheide, dem Heimatort des früheren
Weltmeister Adrie van der Poel, mit
von der Partie sein.
mdy
Auszug aus der Rangliste: Elite, 22,770 km (57
Klassierte): 1.Kevin Pauwels, Belgien, 1:07:43; 2.
Lars van der Haar, Holland, 0:10 zurück; 3. Philipp Walsleben, Deutschland, 0:19; 29. Andreas
Moser, Schweiz/Madiswil, 5:09.
14
SPORT
Donnerstag, 8. Januar 2015
Das neugegründete Bobteam Bracher (von links): Michael Kuonen, Pilot Clemens Bracher
und Marco Dörig. Bild: zvg
Die beiden Langenthaler Teams trafen im Klassierungsspiel aufeinander (links). Der Einsatz der jungen Eishockeyspieler war am SennenCup einfach grandios (rechts). Bilder: Jean-Claude Chéhab
BOB
EISHOCKEY
Clemens Bracher als Neo-Pilot
gleich auf dem 5. Rang
Zweierbob-SM in St. Moritz
Seit diesem Winter mischt
Clemens Bracher aus Wasen als
Pilot in der Bobszene mit. Als
Neuling schaffte der 27-Jährige
an der Zweierbob-SM auf
Anhieb den 5. Rang.
Von Stefan Leuenberger
Vier Jahre lang war Clemens Bracher
aus Wasen Anschieber in den Teams
von Beat Hefti und Rico Peter. Jetzt
fühlte sich der am 25. Januar 1987 geborene Emmentaler reif für den Umstieg an die Steuerseile. «Dass mit diesem Entscheid gleichzeitig viel Arbeit
auf mich zukommen wird, war mir
bewusst. Rückblickend stelle ich trotzdem fest, dass ich den erforderlichen
Aufwand gleichwohl etwas unterschätzt habe. Kurz, es war happig, hat
sich aber definitiv gelohnt», sagt Bracher, der bisher auch als Hornusser bei
Wasen-Lugenbach und als Volleyballer
beim Regio Volleyteam eine gute Figur
machte.
Gut vorbereitet
Den ersten Härtetest als Herr der Steuerseile hatte Clemens Bracher am
Berchtoldstag an der Schweizermeisterschaft in St. Moritz. «Um uns mög-
Geballte
Bambini-Power
Sennen-Cup 2015 in Langenthal
lichst optimal auf die SM vorzubereiten, waren wir vom ersten Trainingstag
an vor Ort und fuhren Trainingsfahrt
um Trainingsfahrt», erklärt Bracher.
An der Zweierbob-SM startete das neu
gegründete Team Bracher mit der Besatzung Clemens Bracher und Marco
Dörig. Das Highlight der Titelkämpfe
war die drittbeste Startzeit der 16 teilnehmenden Mannschaften. «Leider
unterliefen mir dann im ersten Lauf
diverse Unsauberkeiten und wir mussten uns nach Halbzeit mit dem sechsten Platz begnügen.» Im zweiten Lauf
gelang Bracher die Fahrt dann
wunschgemäss. Mit der drittschnellsten Start- und Laufzeit verbesserte
sich das Team aus Wasen noch auf den
fünften Schlussrang und verpasste die
SM-Bronzemedaille um bloss einen
Zehntel. Der Neo-Pilot: «Diesen Rückstand muss ich auf meine Kappe nehmen. Im ersten Lauf wäre mehr drin
gelegen. Jedoch wollen wir zufrieden
sein mit dem fünften Platz an unserer
allerersten Schweizermeisterschaft.»
Nun konzentriert sich das neuformierte Bracher-Bobteam auf die Europacup-Einsätze.
Auszug aus der Rangliste: Zweierbob Männer
(16 Klassierte): 1. Beat Hefti/Alex Baumann,
2:13,53; 2. Rico Peter/Thomas Amrhein, 2:14,21;
3. Fabio Schiess/Simon Friedli, 2:16,66; 4. Franz
Baumann/Michael Kuonen, 2:16,72; 5. Clemens
Bracher/Marco Dörig, 2:16,76.
LEICHTATHLETIK
Grosse Anerkennung
für Ruckstuhl
Weinland holte sich zunächst bei den
European Youth Olympic Trials in
Baku und später auch bei den Youth
Olympic Games in Nanjing in China
die Goldmedaille. Ihre persönliche
Bestleistung liegt nun bei 4,36 m, was
Schweizer U20-Rekord und eine U18Allzeit-Bestleistung bedeutet. Eing./slh
UNIHOCKEY
RESULTATE UND TABELLEN
NLA Damen
Dietlikon – Aergera Giffers
14:1
Zug United – Skorpion Emmental
2:5
Wizards Bern Burgdorf – Red A. Rychenb. 4:2
Piranha Chur – Riders Dürnten-B.-R.
15:1
1. UHC Dietlikon
13
2. piranha chur
13
3. Skorpion Emmental 13
4. Wizards Bern Burgdorf
13
5. Aergera Giffers
13
6. R.A. Rychenberg Winterthur13
7. Riders DBR
13
8. Zug United
13
114:44
103:43
44:35
65:56
41:74
46:56
31:93
41:84
35
34
23
22
19
15
5
3
jcl
Auszug aus der Rangliste: 1. Bern Future; 2. Biel
Spirit; 3. HC Dragon Thun; 7. SCL I; 8. SCL II; 9.
Brandis Juniors.
Die beiden Sennen-Cup-«Tätschmeister»:
Ruedi Minder (rechts) und Beat Wyss.
EISHOCKEY
Silvesterfeier als Tabellenleader
Optimaler Start in
die zweite Phase
4. Liga, Gruppe 5B: EHC Koppigen
– Huttu High Flyers
0:5 (0:2, 0:1, 0:2)
Dank dem Sieg über Koppigen
feierten die Huttu High Flyers
den Jahreswechsel als
Tabellenführer.
Die Huttwiler trafen in der Rückrunde
auswärts auf den zweitletztplatzierten
EHC Koppigen. Bereits vor Spielbeginn war den Huttu High Flyers klar,
dass sie die dominierende Mannschaft
im Spiel sein werden. Kurz nach Spielbeginn bot sich dann auch schon die
erste Torchance an, welche jedoch
kläglich vergeben wurde. Der EHC
Koppigen spielte nicht besonders
stark auf, dennoch taten sich die High
Flyers schwer, die Koppiger in den
Schatten zu stellen.
Géraldine Ruckstuhl aus Altbüron wurde für
ihre glänzenden Leistungen geehrt. Bild: zvg
Wyss und Ruedi Minder möglich, den
Sennen-Cup für jeden Teilnehmer zu
einem unvergesslichen Anlass werden
zu lassen. Dafür gilt es, einen grossen
Dank an alle auszusprechen. Wie der
Organisator Beat Wyss immer wieder
betont, ist das Strahlen auf den Gesichtern der Kinder der grösste Dank
– und das Strahlen war allgegenwärtig.
EISHOCKEY
Von Florian Scheidegger
Schweizer Leichtathleten
des Jahres 2014
Fans und Fachjury haben entschieden: Mujinga Kambundji (STB) und
Kariem Hussein (LC Zürich) sind die
Schweizer Leichtathleten des Jahres
2014. Die Sprinterin Mujinga Kambundji erhielt bei den Frauen die
meisten Stimmen. Die 22-jährige Bernerin verbesserte in dieser Saison die
Schweizer Rekorde über 100 und 200
m, auch mit der 4x100-m-Staffel lief
sie einen neuen Landesrekord. An der
Heim-EM im Zürcher Letzigrund-Stadion stand sie jeden Tag im Einsatz
und begeisterte das Publikum mit ihren Leistungen. Als Vierte über 100 m
und Fünfte über 200 m lief sie mitten
in die europäische Spitze.
Auch bei den Männern siegte ein Athlet, der bislang noch nie Schweizer
Leichtathlet des Jahres war: Kariem
Hussein sorgte mit seinem Gewinn
des Europameistertitels über 400 m
Hürden für ein unvergessliches Highlight. Der 25-jährige Thurgauer ist erst
der fünfte Schweizer LeichtathletikEuropameister der Geschichte.
In der Kategorie Youngster des Jahres
war auch das Altbürer Supertalent Géraldine Ruckstuhl nominiert. Eine
grosse Ehre, denn nur die Besten der
Stärksten kamen in die Auswahl. Die
16-jährige Leichtathletin war 2014 die
weltweit zweitbeste Siebenkämpferin
ihrer Alterskategorie. Zu je 50 Prozent
mittels einer öffentlichen Online-Abstimmung sowie von einer sechsköpfigen Fachjury wurden die Sieger gewählt. Die Nachwuchs-Wahl gewann
schliesslich Angelica Moser. Die Stabhochspringerin aus dem Zürcher
Bereits zum elften Mal trafen sich am
Berchtoldstag zehn Bambini-Mannschaften zum traditionellen SennenCup. 154 Kinder und Betreuer erwartete in der Langenthaler Schoren-Eishalle ein ereignisreicher Tag mit vielen
spannenden und umkämpften Spielen. Die zehn Mannschaften wurden
in zwei Fünfergruppen eingeteilt. In
der Vorrunde spielte jeder gegen jeden
innerhalb der Gruppe. Bei den beiden
Startspielen waren auch die zwei Langenthaler Teams dabei. Während sich
das Team SCL II mit 5:4 gegen Brandis
durchsetzen konnte, verlor das Team
SCL I mit 2:4 gegen die Basel Young
Sharks. Es folgten viele weitere unterhaltsame und spannende Spiele. Die
Spielerinnen und Spieler aller Mannschaften gingen mit grossem Einsatz
und viel Freude ans Werk. Auch wenn
der Rückstand noch so hoch war, lies-
sen die motivierten Spielenden die
Köpfe nicht hängen. Nach den Vorrundenspielen stand fest, dass die beiden
Langenthaler Teams um den 7. Rang
gegeneinander spielen werden. Dieses
Spiel entschied das «Eis» mit 6:2 zu
seinen Gunsten. Die Brandis Juniors
besiegten im Klassierungsspiel den
EHC Schwarzenburg mit 3:2 (9. Rang).
Im Finalspiel zwischen Bern Future
und Biel Spirit holten sich die Hauptstädter mit 7:2 den Turniersieg. Das
Highlight des Tages erfolgte mit der
Rangverkündigung. Jedes Team bekam einen Pokal und jede Spielerin
und jeder Spieler eine Medaille. Stellvertretend für alle Teilnehmer hier die
Worte des Captains der Brandis Juniors: «Es het mer mega gfaue u ig fröie
mi über de Pokal und di schöni Medaille – ja und d’Spaghetti si ou fein
gsi.»
Damit ein solch grosses Turnier durchgeführt werden kann, braucht es viele
freiwillige Helfer und grosszügige
Sponsoren. Dank dem Hauptsponsor,
der Emmentaler Schaukäserei aus Affoltern i.E., und den vielen Nebensponsoren ist es dem Team um Beat
Wenig attraktiv
Durch zu viele Fehlpässen auf beiden
Seiten bot sich den Zuschauern kein
fesselndes Hockeyspiel. In der 12. Minute war es dann soweit, als die Schei-
SCHWINGEN
Kranz um das
«Vierteli» verpasst
118. Berchtold-Schwinget Zürich
Das 118. Berchtold-Schwinget in Zürich-Wiedikon am zweiten Tag des
Jahres eröffnete die Schwingsaison
2015. 1400 Zuschauer verfolgten die
140 Schwinger beim Saisonauftakt in
der Zürcher Saalsporthalle. Im
Schlussgang unterlag Jonas Lengacher
aus Aeschi bei Spiez dem 24-jährigen
Roger Rychen aus Mollis. Ein Schwinger aus dem Einzugsgebiet des «UnterEmmentalers» mischte recht gut am
Geschehen mit. Der 22-jährige Florian
Weyermann bezwang in den zwei ersten Gängen mit Felix Stahel aus Turbenthal und Andreas Gwerder aus
be nach einem Schuss auf den gegnerischen Torhüter abprallte und direkt
vor der Kelle von Pascal Minder landete, welcher die Scheibe nur noch in das
leere Tor einschieben musste. Zwei
Minuten vor Drittelsende konnte Peter
Gerber für die Huttwiler sogar noch
zum 2:0 ausbauen. Das Mitteldrittel
gestaltete sich unspektakulär. Fabian
Mair zeichnete kurz vor Spielhälfte für
das 3:0 verantwortlich. Im Schlussdrittel konnten noch zwei weitere Tore
(Remo Zaugg und Matthias Jäggi) erzielt werden, womit die Huttu High
Flyers das Spiel nach 60 Minuten mit
5:0 gewinnen konnten.
Den Jahreswechsel konnten die Huttwiler mit einem Punkt Vorsprung auf
den SC Altstadt Olten als Tabellenführer feiern.
Matchtelegramm: 20. Dezember. – Localnet
Arena, Burgdorf. – 23 Zuschauer. – SR: M. Vetter,
A. Hofer. – Tore: 12. P. Minder (Bösiger) 0:1. 18.
Gerber (Mair, Niederhauser) 0:2. 26. Mair (Niederhauser, Hirsbrunner) 0:3. 49. Zaugg (Luginbühl, Scheidegger) 0:4. 55. Jäggi (P. Minder, Hiltbrunner) 0:5. – Strafen: Koppigen 8x 2 Minuten;
8x 2 plus 1x 10 Minuten (Uhlmann). – Huttu High
Flyers: Hiltbrunner; Bösiger, Uhlmann, Hirsbrunner, Mathys, Niederhauser, Aeschlimann,
Jäggi, Mair, P. Minder, Scheidegger, Gerber,
Zaugg, Luginbühl, Hiltbrunner, Hofer.
Hütten zwei bedeutende Schwinger.
Im dritten Gang unterlag der Lotzwiler
dem späteren Festsieger Roger Rychen
aus Mollis. Seinen vierten Gang stellte
Weyermann mit dem St. Galler Lars
Geisser. Im fünften Messen bodigte
der Oberaargauer Jeremy Vollenweider aus Schaffhausen. Im letzten Gang
unterlag Weyermann dem Sirnacher
Unspunnen-Sieger Daniel Bösch. Florian Weyermann belegte in der Endabrechnung den Rang 11a. Der im
Schwingen so bekannte und verflixte
«Viertelpunkt» fehlte ihm zur Auszeichnung. kye
Auszug aus der Rangliste: 1. Roger Rychen,
Mollis, 59,25; 2. Andreas Höfliger, Feusisberg,
58,25; 3. Michael Bless, Gais, 58,00; 11d. Florian
Weyermann, Lotzwil, 55,75.
Infos
www.esv.ch
Elite-Junioren B, Challengerunde:
Chur Capricorns – Brandis Juniors
2:5 (0:0, 1:3, 1:2)
Für die Langenthaler Elite-Junioren
hat mit dem Jahreswechsel auch die
zweite Phase der Meisterschaft begonnen. Weil es Langenthal in der ersten
Phase nicht schaffte, sich unter den
ersten drei Teams zu rangieren, muss
das Team von Martin Schaub in der
Challengerunde antreten. Dort steht
eine Doppelrunde gegen fünf Teams
auf dem Programm. Wer sich in dieser
Sechsergruppe am Ende auf den ersten beiden Plätzen befindet, qualifiziert sich – zusammen mit den sechs
Teams der Championsrunde – für die
Playoffs.
Der Auftakt gelang Langenthal optimal. Sensee-Future wurde gleich mit
7:1 vom Eis gefegt. Am Sonntag stand
die zweite Partie gegen Chur auf dem
Programm. Nach torlosen 28 Minuten
konnte Langenthal das Spiel innert
fünf Minuten entscheiden. Kovac und
Stampfli skorten. Von Chur kam zu
wenig, um zu reüssieren. Bättig und
Stettler komplettierten schlussendlich
den 5:2-Auswärtserfolg. Dank den Bonuspunkten aus der ersten Phase sieht
die Lage für Langenthal nicht schlecht
aus. Derzeit liegt das Team auf einem
Playoffplatz – mit einem Polster von
vier Punkten auf den nächsten Verfolger Forward-Morges. slh
Matchtelegramm: 4. Januar. – HS Obere Au,
Chur. – 48 Zuschauer. – SR: P. Zweidler, P.
Hungerbühler/E. Bohner. – Tore: 29. Kovac (Seifert) 0:1. 32. Kovac (Bürgin) 0:2. 33. Stampfli
(Seifert, Schär) 0:3. 40. 1:3. 44. Bättig (Bürgin,
Keller) 1:4. 57. 2:4. 58. Stettler (Beruwalage, Bättig) 2:5. – Strafen: Chur 5x 2 Minuten; Brandis
Juniors 6x 2 Minuten. – Brandis Juniors: Lanz;
Leuenberger, Keller, Schär, Delb, Füllemann,
Minder, Stettler, Niederhauser, Binkert, Stampfli, Bättig, Burkhardt, Seifert, Jegen, Beruwalage,
Kovac, Teuscher, Bürgin. – Coach: M. Schaub.
RESULTATE
Elite-Junioren B, Challengerunde
Forward Morges – Chur Capricorns
Basel Young Sharks – Dragon/Thun
Langenthal – SenSee-Future
Chur Capricorns – Langenthal
Dragon/Thun – Forward-Morges
SenSee-Future – Basel Young Sharks
4:5
2:3
7:1
2:5
8:2
n.V. 1:2
SPORT EISHOCKEY 15
Donnerstag, 8. Januar 2015
RESULTATE UND TABELLEN SCL verhandelt mit Primeau
NLB
Thurgau – SCL Tigers
GCK Lions – Langenthal
Martigny – Chaux-de-F.
Olten – Visp
n.P. 2:3 (0:1, 2:1, 0:0)
n.V. 5:6 (1:2, 1:1, 3:2)
3:0 (2:0, 1:0, 0:0)
2:5 (0:2, 2:0, 0:3)
1. SCL Tigers
2. Chaux-de-F.
3. Olten
4. Martigny
5. Visp
6. Langenthal
7. Ajoie
8. GCK Lions
34 21
3517
35 16
3615
35 13
3710
36 11
35 10
5 4 4 132:  80 77
1 413 110:10257
2 4 13 122:117 56
5 115 109:  9956
5 4 13 135:121 53
7 614 102:10650
3 7 15 104:116 46
5 5 15 95:121 45
9. Thurgau
37 8 6 4 19 78:125 40
SC Langenthal
Die Verantwortlichen des SC
Langenthal bauen im Hintergrund am Kader für die neue
Saison. Ins Visier soll nun Josh
Primeau geraten sein. Der
grossgewachsene HC-AjoieStürmer erzielte in der laufenden Saison bisher sieben Tore
und fünf Assists. Viel interessanter dürfte er aber aufgrund
der Grösse und Wasserverdrängung sein.
Elite-Junioren B, Challengerunde
Forward Morges – Chur Capricorns
Basel Young Sharks – Dragon/Thun
Langenthal – SenSee-Future
Chur Capricorns – Langenthal
Dragon/Thun – Forward-Morges
SenSee-Future – Basel Young Sharks
1. Dragon/Thun
2. Langenthal
3. Forward-Morges
4. Chur Capricorns
5. Basel Young Sharks
6. SenSee-Future
2
2
2
2
2
2
4:5
2:3
7:1
2:5
8:2
n.V. 1:2
David Stämpfli erzielt soeben das zweite Langenthaler Tor. Mini-Novizen A, Promotion
H.R. Schallenberg – Burgdorf
Olten I – Argovia Stars I
Bern Future – Lugano
Seewen – Brandis Juniors
2:3
7:6
5:9
1:2
1. Seewen
20
134:  4451
2. Brandis Juniors
3. Bern Future
4. Lugano
5. Olten I
6. Argovia Stars I
7. Burgdorf
8. H.R. Schallenberg
18
20
17
19
21
21
18
89:  6637
103:  88 37
69:  6327
66:  97 27
88:  94 27
52:  89 22
44:104 3
Moskito A, Gruppe 3
Langenthal – Bern 96
Burgdorf – SCL Young Tigers
1. Burgdorf
2. Brandis Juniors
3. Langenthal
4. H.R. Schallenberg
5. Bern Future
6. Bern 96
7. SCL Young Tigers
8. SC Unterseen-Int.
9. Wisle
10. SC Lyss
5:4
17:0
12
10
12
10
11
11
11
10
10
11
131:  11 36
68:  4023
63:  6522
66: 5620
70:  37 19
57: 6112
55:  95 10
39:  62 8
34:  94 6
44:106 6
Moskitos B, Gruppe 4
Gstaad-Saanenland – SCL Young Tigers
4:9
1. Kandersteg
2. Burgdorf
3. Dragon/Thun I
4. Young Tigers
5. Brandis Juniors
6. H.R. Schallenberg
7. Gstaad-Saanenland
8. Unterseen-Interlaken
21
18
17
16
12
6
3
0
8
8
8
8
7
7
9
7
Von Leroy Ryser
11:  4 16
12:  313
6:13 9
7:  9 8
4:  4 7
2:  9 7
87:22
53:38
66:46
59:54
53:43
40:71
37:64
21:78
Den Leader in die
Knie gezwungen
Mini-Novizen A, Promotion: EHC
Seewen – Brandis Juniors
1:2 (0:1, 1:0, 0:1)
Die erste Aufgabe für die Brandis Juniors im neuen Jahr war alles andere als
einfach. Auf dem Programm stand das
Auswärtsspiel gegen den hochüberlegenen Tabellenführer Seewen, der in
19 Partien bisher 17 Mal siegte.
Die äusserst faire Partie (Brandis kassierte nur eine einzige Strafe) verlief
dann allerdings ganz nach den Vorstellungen des Gastteams. Seewen konnte
die Tormaschinerie nicht ins Rollen
bringen. Im Gegenteil, Andrin Keller
brachte Brandis nach einer Viertelstunde in Führung. Wie wichtig dieser
Treffer war, sollte sich erst viel später
zeigen. Es dauerte nämlich über die
Hälfte der Partie, ehe der Favorit ausgleichen konnte. Statt nachzulegen,
gingen die beiden Teams mit dem
spannenden 1:1-Zwischenstand in die
zweite Pause. Brandis-Verteidiger Ramon Weber war es schliesslich, der im
Schlussdrittel den umjubelten Siegtreffer für die Gäste schiessen konnte.
Seewen war in der restlichen Spielzeit
nämlich nicht mehr in der Lage, einen
Treffer zu erzielen. Damit gelang dem
Team von Samuel Balmer im ersten
Spiel im Jahr 2015 gleich ein riesiger
Erfolg. Und dieser Exploit wurde auch
gebührend belohnt. Weil Bern überraschend gegen Lugano verlor, ist Brandis auf den 2. Rang vorgerückt und
damit der erste Verfolger des immer
noch mit gewaltigem Vorsprung an der
Tabellenspitze liegenden Seewen. slh
Matchtelegramm: 4. Januar. – KEB Zingel, Seewen. – 56 Zuschauer. – SR: J. Horvath, F. Gull. –
Tore: 16. A. Keller (L. Lüthi) 0:1. 35. 1:1. 44. Ramon Weber 1:2. – Strafen: Seewen 2x 2 Minuten;
Brandis Juniors 1x 2 Minuten. – Brandis Juniors:
Hofer; Bachmann, Borer, Flückiger, Röthlisberger, Ramon Weber, Roman Luca Weber, Schmocker, Jan Andreas Weber, Kauz, Lüthi, Balmer,
Arnold, Keller, Scherrer, Graber. – Coach: Samuel Balmer.
Bild: Leroy Ryser
Zweiter Zwei-Punkte-Sieg
NLB: GCK Lions – SC Langenthal
5:6 n.V. (1:2, 1:1, 3:2)
Der gelb-blaue SCL lässt auch
gegen die GCK Lions Punkte
liegen. Nach einer 5:3-Führung
müssen die Langenthaler in
die Verlängerung, gewinnen
dort durch ein Tschannen-Tor
den zweiten Punkt. «Wir haben
zwei Punkte gewonnen, aber
auch einen verloren», sagte der
Siegtorschütze rückblickend.
Von Leroy Ryser
Nach drei Spielen mit nur zwei Toren
im Fünf-gegen-Fünf war es dem SC
Langenthal vorgestern Abend ein Anliegen, die Chancen besser zu verwerten. Die energischen offensiven Bemühungen bemerkte man im Spiel
gegen die GCK Lions früh, zuerst wollten sie aber noch nicht fruchten. Denn
nach nur zwei Minuten machten sich
die Lions den gegnerischen Offensivdrang zunutze und reagierten mit einem effektiven Konter. Yannick Tremblay war es schliesslich, der den Angriff abschloss und in der zweiten
Minute bereits zum 1:0 traf.
Defensiv nicht wie erhofft
Langenthals Reaktion war dann aber
heftig. Zuerst entwischte Stefan
Tschannen alleine und traf im Direktduell mit Schlegel, dann erhöhte David Stämpfli nach einem Abpraller des
GCK-Hüters auf 2:1. Im zweiten Abschnitt kassierten die Langenthaler
dann den Ausgleich und reagierten
prompt mit dem 3:2. Brent Kelly war
es, der einen Pass direkt ins Tor spielte
und so die erneute Führung erzielte.
Die Oberaargauer hatten damit bereits
mehr Tore bei Fünf gegen Fünf erzielt,
als in den vorangegangenen drei Spielen zusammen. Zugleich habe man
aber auch den Torhüter zu fest alleine
gelassen, sagte Stefan Tschannen nach
der Partie. «Grundlegend wollen wir
mit einer guten defensiven Leistung in
eine Partie. Das ist nicht ganz gelun-
Am Königstag
nicht königlich
NLB: Hockey Thurgau – SCL Tigers
2:3 n.P. (0:1, 2:1, 0:0)
Die SCL Tigers gewinnen auswärts gegen Hockey Thurgau im Penaltyschiessen mit 3:2. Der Auftritt am Dreikönigstag begann gut. Bereits nach vier
Minuten traf Julien Bonnet direkt nach
einem gewonnenen Bully Adrian Gerbers zur Führung. Wie schon am
Sonntag gegen Ajoie kassierten die
SCL Tigers wieder kurz nach der Pause
ein Tor; diesmal dauerte es 67 Sekunden, bis Aurelio Lemm zum Ausgleich
traf. In der 33. Minute erzielte der ehemalige Nationalspieler Adrian Wichser
das 2:1. Nur kurze Zeit später konnte
Chris DiDomenico für die Tigers den
Ausgleich erzielen. Beim 2:2 blieb es
bis am Schluss. Im Penaltyschiessen ereignete sich
danach eine kuriose Szene. Nach dem
gen.» Die Partie blieb dann auch im
letzten Abschnitt aufwühlend und interessant. Zuerst trafen die GCK Lions
zum abermaligen Ausgleich, bevor
durch Gelb-Blau der vermeintliche
Todesstoss folgen sollte. In der 47. Minute trafen dann Marc Kämpf und Jeff
Campbell nach einem Abpraller des
GCK-Hintermannes je einmal zum
5:3. Vermeintlich heisst aber auch,
dass sich die Lions nicht aufgaben.
Denn nur gerade 35 Sekunden nach
dem Campbell-Tor traf Yannick Tremblay und in der 53. Minute glich dann
Patrick Blatter sogar abermals aus.
Die Partie, welche der SCL fast schon
gewonnen hatte, schien nun wieder
auf beide Seiten kippen zu können.
Vorteile waren kaum auszumachen, so
ging die Partie sogar in die Verlängerung. Dort entschieden die Langenthaler die Partie dann in Überzahl. Jeff
Campbell passte zu Stefan Tschannen,
der lenkte die Scheibe ins Tor ab und
holte damit den Sieg im Direktduell
mit dem Tabellennachbarn. «Wir haben mehr Chancen kreiert und kamen
schneller aus dem Drittel», bilanzierte
nach der Partie Marc Kämpf. Vor allem
habe es dreckige Tore gegeben, das
täte gut. «Dem Spielverlauf entsprechend hätten wir drei Punkte gewinnen sollen, mit zwei dürfen wir aber
auch zufrieden sein.»
Matchtelegramm: 6. Januar. – KEK Küsnacht. –
200 Zuschauer. – SR: Clément, Altmann/Küng.
– Tore: 2. Tremblay (Nägeli, Peter) 1:0. 8. Tschannen (Collenberg, Campbell) 1:1. 16. Stämpfli
(Kämpf, Schäublin) 1:2. 26. (25:49) Peter (Nägeli,
Tremblay) 2:2. 27. (26:24) Kelly (Tschannen,
Fröhlicher) 2:3. 42. Büsser (Tremblay, Nikiforuk)
3:3. 47 (46:03) Kämpf (Welti, Fröhlicher) 3:4. 47.
(46:35) Campbell (Collenberg, Tschannen) 3:5.
48. (47:10) Tremblay (Nägeli, Karrer) 4:5. 53. Blatter (Nägeli, Hoffmann) 5:5. 62. Tschannen
(Campbell, Fröhlicher/Ausschluss Nikiforuk)
5:6. – Strafen: GCK Lions 2x 2 Minuten; SC Langenthal 4x 2 Minuten. – SC Langenthal: Eichmann; Mike Küng, Collenberg; Schäublin, Minder; Stämpfli, Pienitz; Welti, Fröhlicher; Tschannen, Campbell, Kelly; Arnold, Dünner, Triulzi;
Hobi, Vincenzo Küng, Ranov; Kämpf, Lüssy,
Carbis. – Bemerkungen: SC Langenthal ohne
Füglister, Schefer, Schüpbach, (alle verletzt),
Hügli, Marchon (beide bei Zug), Gemperli und
Schnyder (beide überzählig); 61. Time-out GCK
Lions.
ersten Penalty musste Tigers-Torhüter
Lorenzo Croce verletzt das Eis verlassen, so musste der nicht aufgewärmte
Damiano Ciaccio die Kohlen für die
Langnauer aus dem Feuer holen. Ciaccio kassierte zwar zwei Tore, doch weil
Tobias Bucher, Claudio Moggi und DiDomenico trafen, ging der Zusatzpunkt an die Gäste, welche nicht gerade eine königliche Leistung zeigten.
UE
Matchtelegramm: 6. Januar. – Güttingersreuti.
– 846 Zuschauer. – SR: Peer, Kovacs/Tschenett.
– Tore: 4. Bonnet (Adrian Gerber) 0:1. 22. Lemm
(Kühni) 1:1. 35. Wichser (Irmen, Spurgeon/Ausschlüsse DiDomenico, Haas) 2:1. 37. DiDomenico (Gustafsson) 2:2. – Penaltyschiessen:
Bucher, Claudio Moggi und DiDomenico treffen für Langnau. – Strafen: SCL Tigers: je 3x 2
Minuten. – SCL Tigers: Croce (65. Ciaccio); Lakos, Müller; Gustafsson, DiDomenico, Rexha;
Zryd, Bonnet; Bucher, C. Moggi, T. Gerber; Ronchetti, Currit; Sterchi, Adrian Gerber, Haas;
Schlapbach; Bandiera, Albrecht, Wyss. – Bemerkungen: SCL Tigers ohne Rüegg, Sandro Moggi,
Haberstich, Thomas Nüssli, Deny Bärtschi (alle
verletzt), Sven Lindemann, Kim Lindemann,
Stettler, Schlapbach (alle krank), Hecquefeuille
(überzählig).
Mit dem Abgang vom Center Thomas
Dommen hat der SC Langenthal an
Wasserverdrängung verloren. Diese
wollen die Verantwortlichen mit einem Transfer in der nächsten Saison
zurückholen. Gemäss übereinstimmenden Quellen arbeiten die Langenthaler an einer Verpflichtung von
Ajoie-Stürmer Josh Primeau. Einige
Informationen gingen sogar so weit,
dass die Langenthaler mit dem 194
Zentimeter grossen Hünen kurz vor
Vertragsabschluss stehen würden.
SCL-Geschäftsführer Gian Kämpf verneinte dies aber. Jedoch bestätigte er
durch die Blume, dass es bereits Gespräche mit Primeau gab. «Wir sondieren den Markt. Da gibt es zurzeit viele
Gespräche», so Kämpf. Verneinen
wollte er die intensiveren Verhandlungen mit Primeau nicht, bestätigen hingegen auch nicht. Laut Ajoie-Insidern
verhandelt der Kanadier mit Schweizer Lizenz zeitgleich aber auch mit
zwei NLA-Klubs und dem EHC Olten.
Ajoie sei zwar ebenfalls an ihm interessiert, Gespräche mit ihm hätten je-
doch bisher keine Priorität gehabt.
Neben zwölf gesammelten Punkten in
der aktuellen Saison war der Flügel
während 30 Minuten auf der Strafbank. Im Meisterjahr war er jener Spieler, der Jeff Campbell in den letzten
Sekunden vor der Pokalübergabe foulte, wonach beim SCL-Kanadier das
Wadenbein brach.
Keine Dommen-Rückkehr
Wer sich nun Thomas Dommen zurückwünscht, der wird hier enttäuscht.
Der pucksichere und bullystarke
Zweitlinien-Center spielt derzeit in
der ersten Liga bei Seewen und hat
nebenbei eine Weiterbildung begonnen. Manchmal vermisse er zwar die
NLB, zugleich sei es ihm aber ebenfalls
sehr wohl, liess Dommen in einem Gespräch verlauten. Der heute 30-Jährige
arbeitet als Elektriker und hat nun die
Meisterprüfung begonnen.
Der SC Langenthal verhandelt mit dem
Ajoie-Stürmer Josh Primeau.Bild: Leroy Ryser
Den 2. Rang zurückgeholt
Frauen, Leistungsklasse B:
Brandis Ladies – HC Saint-Imier
6:0 (0:0, 4:0, 2:0)
Zum Neujahr empfingen die
Brandis Ladies die Damen aus
Saint-Imier. Aus dem
letzten Spiel waren sie gewarnt
vor dem doch recht starken
Aufsteiger. Zudem benötigten
die Emmentalerinnen die drei
Punkte, um wieder auf den
zweiten Tabellenrang
vorzustossen.
Von Anita Rohrer
Coach Leuenberger konnte für dieses
Spiel fast auf das gesamte Team zählen
– ausser Captain Rohrer, welche für
den Rest der Saison verletzt ausfällt,
war die Mannschaft inklusive der
Nachwuchsspielerinnen vollzählig. So
agierten die Brandis Ladies von Beginn weg mit drei kompletten Linien.
Durch schnelle Wechsel hielten sie
vom Anpfiff an das Tempo hoch. SaintImier wurde sofort in der eigenen
Zone eingeschnürt und deren Torhüterin mit Schüssen eingedeckt. Schöne
Kombinationen von allen drei Blöcken
konnten die angereisten Zuschauer
bestaunen. Doch, wie schon so oft bei
den Emmentalerinnen, wollte der
Puck nicht ins Tor. Vereinzelte Angriffe
der Westschweizerinnen wurden
meistens schon vor dem eigenen Drittel zu Nichte gemacht, ausser kurz vor
Drittelsende, als eine Verteidigerin
den Puck an eine Gegnerin verlor und
diese alleine auf Nussbaumer zulief.
Obwohl die Brandis-Torhüterin vor
lauter Unterbeschäftigung fast am Eis
angefroren war, parierte sie den Angriff ohne Probleme. So ging es – für
die Westschweizerinnen schmeichelnd – torlos in die erste Drittelspause.
Bis zum ersten Tor dauerte es
Im zweiten Drittel bot sich in etwa das
gleiche Bild. Das Game spielte sich
vorwiegend im Drittel des Gegners ab.
Doch auch nach der Hälfte der Spielzeit hiess es noch immer 0:0. Diesen
Spielstand verdankte Saint-Imier ihrer
sehr stark spielenden Torhüterin. In
der 35. Minute konnten sich dann die
Einheimischen den längst verdienten
ersten Treffer auf ihr Konto gutschreiben lassen. Francillon verwertete
wunderschön zum 1:0. Dieses Goal
schien den Knopf der Brandis Ladies
etwas zu lösen. Knapp eine Minute
später lief Alder nach Pass von Ingold
alleine auf Jeanneret zu und verwertete zum 2:0. Die Zuschauer mussten für
das dritte Tor nur gerade 44 Sekunden
warten, ehe Humbel auf ein traumhaftes Zuspiel von Winistörfer das Skore
erhöhte. Und das war noch nicht alles
im Mitteldrittel. Kurz vor dem Pausenpfiff verwertete Backhand erneut
Francillon zum verdienten 4:0.
Neuenburger Offensivpower
Auch das letzte Drittel brachte keine
grosse Spannung zurück. Die Brandis
Ladies drückten dem Spiel weiterhin
den Stempel auf und agierten weitgehend konsequent. Sehenswert war
dann auch der fünfte Treffer für Brandis. Verteidigerin Francillon erhöhte
den Spielstand mit ihrem dritten Tor
des Abends – dieses Mal auf Zuspiel
von Torhüterin Nussbaumer. Die Neuenburgerin in den Reihen der Brandis
Ladies hatte aber noch nicht genug
vom Toreschiessen. So wurde sie in der
58. Minute von Hofmann nochmals
bedient und verwertete auch dieses
Zuspiel zum hochverdienten Schlussstand von 6:0. Mit diesem Sieg holten
sich die Brandis Ladies den zweiten
Tabellenplatz in der Swiss Women’s
Hockey League B (Leistungsklasse B)
von Fribourg zurück. Am nächsten
Wochenende steht ein nächstes, wichtiges Spiel auf dem Programm. Zu
Hause erwartet Brandis die Damen
aus Laufen, welche mit nur drei Punkten Rückstand auf dem vierten Platz
rangiert sind. Es darf mit einem spannenden Match gerechnet werden.
Matchtelegramm: 4. Januar. – Sporthalle Brünnli, Hasle. – 37 Zuschauer. – SR: Gerber, Stucki. –
Tore: 35. Francillon (Schürch) 1:0. 36. Alder (Ingold) 2:0. 37. Humbel (Winistörfer, König) 3:0.
39. Francillon (Zürcher, Bärtschi) 4:0. 56. Francillon (Nussbaumer) 5:0. Francillon (Hofmann)
6:0. – Strafen: Brandis 2x 2 Minuten; St-Imier 4x
2 Minuten. – Brandis Ladies: Nussbaumer; Francillon, Capelli; Hofmann, Winistörfer, Humbel;
Küffer, Alder; Bärtschi, Geadah, Schürch; Moser,
Forster; Ingold, Zürcher, Thalmann; König. – Bemerkungen: Brandis ohne Rohrer (verletzt),
Hofstetter (überzählig), Kunz (Ersatztorhüterin).
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