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Stand: 21. Oktober 2014
Leitfaden der Universität Bayreuth
für
Berufungsverfahren
Inhaltsverzeichnis:
I.
Ausschreibung der Professur
1) Antrag der Fakultät
2) Entwurf eines Ausschreibungstextes
II.
Besetzung der Berufungskommission
1) Ablauf der Besetzung
2) Ausgeschlossene Personen und Besorgnis der Befangenheit
3) Entscheidung der Hochschulleitung
4) Kenntnisnahme/Genehmigung der Ausschreibung
5) Vornahme der Ausschreibung
III.
Erarbeitung eines Berufungsvorschlags durch die Berufungskommission
1) Bewerbung
2) Vorstellungsbesuch
3) Externe Begutachtung
4) Berufungskommissionssitzung
IV.
Entscheidung der Hochschulleitung über den Berufungsvorschlag
1) Beschluss der Hochschulleitung
2) Stellungnahme
3) Ruf
V.
Berufungsverhandlung
1) Termin
2) Vorbereitung
3) Teilnahme
4) Information
5) Ernennung
Anlagen: Musterausschreibungstexte (deutsch, englisch)
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Stand: 21. Oktober 2014
I. Ausschreibung der Professur
1) Antrag der Fakultät mit:
a) konzeptioneller Begründung des Besetzungsbedarfs
b) Einschätzung der Gewinnbarkeit von Kandidatinnen und Kandidaten
c) Konkretisierung und Erläuterung der Auswahlkriterien gemäß dem Ausschreibungstext
d) Antrag auf Wiederzuweisung der Ressourcen. Es ist Voraussetzung, dass die Dekanin
oder der Dekan zusammen mit der bzw. dem Berufungskommissionsvorsitzenden
frühzeitig mit der Hochschulleitung klärt, welche Ressourcen bereitgestellt werden
können.
2) Entwurf eines Ausschreibungstextes in deutscher und englischer Sprache
a) Für die Ausschreibung von Professuren, die nach erfolgreicher Evaluierung die Option
haben nach W 3 bzw. bei Juniorprofessuren auf W 2 überführt zu werden, sowie bei
Stiftungsprofessuren ist der im Bayreuth Track-Konzept genannte Passus zu verwenden.
b) Zuerst Aussagen zur Forschung, insbesondere in Bezug zu den Profilfeldern, dann
Aussagen zur Lehre und zur Internationalisierung.
c) Der Passus zum 52. Lebensjahr wird künftig geändert verwandt.
d) Keine zu enge Formulierung des Anforderungsprofils (breite Ausschreibung).
e) Muster für die englische Version und ein Muster für deutschsprachige Ausschreibungstexte sind diesem Leitfaden als Anlage beigefügt und auf der Homepage der UBT unter
http://www.unibayreuth.de/universitaet/leitung_und_organe/Stabsstellen/gremienbuero/index.html
verfügbar. Bevor der Ausschreibungstext der Hochschulleitung vorgelegt wird, spricht
der/die designierte Berufungskommissionsvorsitzende den Text mit dem Übersetzer
der Universität Bayreuth ab.
II. Besetzung der Berufungskommission
Vollständiger Vorschlag zur Besetzung der Berufungskommission, die in ihrer Zusammensetzung den Anforderungen des Art. 18 BayHSchPG genügen muss. Zusätzlich sollen in der
Regel eine Professorin oder ein Professor einer anderen Fakultät und – soweit Profilfelder
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beteiligt sind – mindestens ein Mitglied auf Vorschlag der Sprecherin bzw. des Sprechers
des Profilfeldes in die Berufungskommission aufgenommen werden.
1) Ablauf der Besetzung:
a) Die Mitglieder der Berufungskommission geben nach Bekanntgabe der Bewerbungen
eine Erklärung über mögliche Interessenkonflikte ab. Die Berufungskommission prüft in
diesen Fällen ab dem Zeitpunkt, in dem diese offenkundig wird, anhand der konkreten
Umstände des Einzelfalls, ob Gründe vorliegen, die eine Besorgnis der Befangenheit
rechtfertigen und damit zu ihrem bzw. seinem Ausschluss führen müssen. In strittigen
Fällen entscheidet die Hochschulleitung.
b) Wird die Person, auf die sich die Besorgnis der Befangenheit bezieht, nicht mehr im
Berufungsverfahren berücksichtigt, so können zunächst ausgeschlossene Berufungskommissionsmitglieder wieder am Verfahren teilnehmen.
c) Umsetzung der Chancengleichheit (hoher Frauenanteil in der Berufungskommission,
möglichst mindestens 2 Professorinnen).
2) Grundsätzlich ausgeschlossene Personen und Besorgnis der Befangenheit:
a) Der Berufungskommission darf nicht angehören, wer die Professur inne hat oder unmittelbar vorher innegehabt hat.
b) Im Übrigen richtet sich die Frage ausgeschlossener Personen und der Befangenheit in
Berufungsverfahren nach Art. 20 und 21 des Bayrischen Verwaltungsverfahrensgesetzes (BayVwVfG) in entsprechender Anwendung. Ausgeschlossen sind insbesondere:
Ehe-, Lebenspartner bzw. Lebenspartnerinnen und Verwandte (Art. 20 Abs. 5
BayVwVfG).
c) Bei Mitgliedern der Hochschule und auswärtigen Beteiligten (Professorinnen bzw. Professoren, Gutachtende) kann insbesondere bei nachstehend genannten Fallkonstellationen eine Besorgnis der Befangenheit bestehen, die nach Art. 21 BayVwVfG zu einem Ausschluss von der weiteren Mitwirkung am Berufungsverfahren führt:
•
Lehrer- bzw. Lehrerinnen- oder Schüler- bzw. Schülerinnenverhältnis durch die
Funktion der Erstbetreuerin bzw. des Erstbetreuers bei Dissertation oder die Leiterin bzw. der Leiter des Mentorats der Habilitation, innerhalb der letzten 10 Jahre,
•
dienstliches Abhängigkeitsverhältnis innerhalb der letzten 5 Jahre,
•
enge wissenschaftliche Kooperation innerhalb der letzten 5 Jahre,
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•
Zugehörigkeit der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeiter zu demselben Institut wie die zu besetzende Professur, sofern die Stellen der Professur direkt zugeordnet sind.
3) Positive Entscheidung der Hochschulleitung zum Antrag, Ausschreibungstext (ggf. mehrsprachig) und der Besetzung der Berufungskommission erforderlich; Benennung von Berichterstatterinnen bzw. Berichterstattern der Hochschulleitung
4) Kenntnisnahme des Ausschreibungstextes durch den Senat/Genehmigung der Ausschreibung durch das StMBKWK.
5) Vornahme der Ausschreibung durch die Universitätsverwaltung nach Absprache mit der
Dekanin bzw. dem Dekan/designiertem Vorsitz der Berufungskommission der Fakultät
III. Erarbeitung eines Berufungsvorschlags durch die Berufungskommission
1) Bewerbung:
a) Proaktive Kandidatinnensuche u.a. in Datenbanken (CEWS, DFG, FemConsult) und direkte Ansprache von potenziellen Kandidatinnen (unverbindlich)
b) Weiterleitung der eingegangenen Bewerbungen von der Dekanin bzw. dem Dekan an
die Berufungskommission
c) Konstituierende Sitzung der Berufungskommission nach Ablauf der Bewerbungsfrist,
Wahl des Vorsitzes
d) Konkretisierung und Erläuterung der Auswahlkriterien gemäß des Ausschreibungstextes unter besonderer Berücksichtigung der Chancengleichheit
2) Vorstellungsbesuch:
a) Einladung von 6 - 8 Kandidatinnen bzw. Kandidaten zu einem Vorstellungsbesuch
b) Aushang der Vortragsthemen in der Fakultät zur Gewährleistung einer großen Beteiligung der Studierenden
c) Einladung der Studiendekanin bzw. des Studiendekans zu den Vorstellungsvorträgen
und als nicht stimmberechtigtes Mitglied in die Sitzungen der Berufungskommission
d) Sichtung der Unterlagen, Diskussion und Bewertung der Unterlagen, wobei zumindest
ein summarischer Vergleich der Gesamtqualifikation aller eingegangenen Bewerbun-
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gen erfolgen muss; Einigung auf den Kreis der zu einem Vorstellungsbesuch Einzuladenden. Aus der Niederschrift der Sitzung der Berufungskommission müssen sich alle
zugrunde gelegten sachgerechten Erwägungen ergeben.
e) Vorstellung der Kandidatinnen bzw. Kandidaten durch:
• einen wissenschaftlichen Vortrag
• ein Gespräch mit den Studierenden (ggf. mit Vortrag)
• eine Diskussion in der Berufungskommission
f) Weitere Informationen (z.B. Räumlichkeiten, Kooperationsmöglichkeiten) sollen durch
den Vorsitz der Berufungskommission den Kandidatinnen bzw. Kandidaten zur Verfügung gestellt werden.
3) Externe Begutachtung:
a) Auswahl der Kandidatinnen bzw. Kandidaten, die extern begutachtet werden sollen.
b) Auswahl der Gutachtenden und Ersatzgutachtenden unter besonderer Berücksichtigung von Frauen.
c) Befangenheitsprüfung bei der Auswahl der Gutachtenden:
Bei der Beratung zur Auswahl von Gutachtenden sind die Kriterien zum Ausschluss
von Befangenheiten anzuwenden. Die Gutachtenden werden gebeten, zu Beginn der
Stellungnahmen eine schriftliche Erklärung über mögliche Interessenskonflikte abzugeben.
d) Einholung von mindestens zwei vergleichenden Gutachten, Information der Gutachtenden über Auswahl- und Genderkriterien sowie den Frauenförderplan der Universität
Bayreuth.
4) Berufungskommissionssitzung:
a) Auf der Grundlage des wissenschaftlichen Werkes, der Vorträge, der vergleichenden
Gutachten und unter Berücksichtigung der Stellungnahme der Studiendekanin bzw.
des Studiendekans und des Votums der Studierenden endgültige Reihung: Berufungsvorschlag
b) Formulierung des Berufungsvorschlags durch den Kommissionsvorsitz (inhaltliche
Mindestanforderungen: Art.18 BayHSchPG):
• Listenvorschlag, der drei Namen enthalten soll. Falls die Berufungskommission
keine Dreierliste vorschlägt, ist ausführlich zu erläutern, warum von der Sollvorschrift des Art. 18 Abs. 4 S. 5 BayHSchPG abgewichen wurde.
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• Darstellung des Verfahrensganges; Erläuterung der Entscheidungsfindung, ausführliche Darstellung der Laudationes.
• Es ist darauf zu achten, dass weder gegenüber den für nicht listenfähig erachteten
Bewerberinnen bzw. Bewerbern noch bei der Begründung der Reihung abwertende Feststellungen getroffen werden; vielmehr sollte die positive Qualifikation der
Gewählten hervorgehoben werden ("gut, besser, am besten").
• Auf schwerbehinderte Bewerberinnen bzw. Bewerber ist besonders einzugehen.
• Aus den Niederschriften der Sitzungen der Berufungskommission müssen sich alle
zugrunde liegenden sachgerechten Erwägungen ergeben.
• Anlage: Bewerbungsunterlagen der Listenkandidatinnen und -kandidaten, Gutachten, Liste der eingegangenen Bewerbungen, Stellungnahme der Studiendekanin
bzw. des Studiendekans, etwaige Sondervoten.
• Protokolle der Sitzungen der Berufungskommission müssen nicht mit vorgelegt
werden.
c) Bestätigung der Berichterstatterin bzw. des Berichterstatters der Hochschulleitung über
den ordnungsgemäßen Ablauf des Berufungsverfahrens unter Berücksichtigung der
Checkliste für die Berichterstatterin bzw. den Berichterstatter der Hochschulleitung.
d) Zeitgleich mit dem Versand des Berufungsvorschlages an die Hochschulleitung ist eine
Ausfertigung hiervon an die Dekanin bzw. den Dekan der betroffenen Fakultät zu
übermitteln, um den der Fakultät angehörenden Professorinnen und Professoren mit
der Auslage des Berufungsvorschlages die Möglichkeit zu geben, Sondervoten nach
Art. 18 Abs. 4 Satz 12 BayHSchPG abzugeben.
IV. Entscheidung der Hochschulleitung über den Berufungsvorschlag
1) Beschluss der Hochschulleitung über Berufungsvorschlag nach persönlicher Erläuterung
des Berufungsverfahrens und der Entscheidung der Berufungskommission durch deren
Vorsitz.
2) Stellungnahme des Senats zum Berufungsvorschlag: Nach positiver Stellungnahme des
Senats zum Berufungsvorschlag werden die nicht berücksichtigten Bewerberinnen und
Bewerber unter Rückgabe ihrer Unterlagen durch die Fakultät umgehend informiert.
3) Der Präsident erteilt den Ruf an die erstplatzierte Bewerberin bzw. den erstplatzierten
Bewerber.
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V. Berufungsverhandlung
1) Vereinbarung eines Termins für die Berufungsverhandlung
2) Vorbereitung durch die rechtzeitige Einsendung eines Konzeptes durch die zu Berufende
bzw. den zu Berufenden
3) Von Seiten der Universität nehmen teil: Kanzlerin bzw. Kanzler, Präsidentin bzw. Präsident, Dekanin bzw. Dekan
4) Information der Mitglieder der Hochschulleitung über das Ausstattungsangebot
5) Nach Ernennung ist das Berufungsverfahren beendet.
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Anlage: Musterausschreibungstext (deutsch)
Die Universität Bayreuth ist eine forschungsorientierte Universität mit international kompetitiven
und interdisziplinär ausgerichteten Profilfeldern in Forschung und Lehre. An der Universität Bayreuth ist in der Fakultät für ………… zum nächstmöglichen Zeitpunkt / ab xxxx eine
W..-Professur für ………….
im Beamtenverhältnis auf Lebenszeit zu besetzen.
Aussage zur Forschung, Beteiligung an Profilfeldern
Aussage zur Lehre, Internationalisierung
Einstellungsvoraussetzungen sind (gemäß Art. 7 und 10 Abs. 3 BayHSchPG) ein abgeschlossenes Hochschulstudium, pädagogische Eignung, Promotion und Habilitation oder der Nachweis
gleichwertiger wissenschaftlicher Leistungen, die auch im Rahmen einer Juniorprofessur oder
außerhalb des Hochschulbereiches erbracht sein können. Die Fähigkeit, in englischer Sprache
zu unterrichten, wird erwartet. In das Beamtenverhältnis kann berufen werden, wer das 52. Lebensjahr noch nicht vollendet hat (Art. 10 Abs. 3 BayHSchPG).
Die Universität Bayreuth strebt danach, die Vielfalt ihres Professorenkollegiums weiter zu erhöhen. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, die mehr Vielfalt in das Forschungs- und Lehrprofil der Universität Bayreuth einbringen, werden daher nachdrücklich um ihre Bewerbung gebeten. Dies betrifft insbesondere Wissenschaftlerinnen und internationale Bewerbende. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Bewerberinnen und Bewerber mit
Kindern sind sehr willkommen. Die Universität Bayreuth ist zertifiziert als Familiengerechte Hochschule, hat erfolgreich am HRK-Audit „Internationalisierung der Hochschule“ teilgenommen und
bietet einen Dual Career Support.
Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen (Lebenslauf mit wissenschaftlichem Werdegang,
Zeugnisse, Urkunden, Schriftenverzeichnis, Darstellung der wissenschaftlichen Arbeitsgebiete
und Verzeichnis der Lehrveranstaltungen) werden bis zum …. erbeten an ……………….
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Anlage: Musterausschreibungstext (englisch)
The University of Bayreuth is a research-oriented university with internationally competitive, interdisciplinary focus areas in research and teaching. The Faculty of ................ at the University of
Bayreuth is currently seeking to appoint a
Professor of ………….
This is a tenured civil service position at the W-…… level [salary range].
Statement concerning research and involvement in the focus areas
Statement concerning teaching and internationalization
Requirements for this position (according to Article 7 and Article 10 para 3 BayHSchPG) are a
university degree, doctoral degree, Habilitation (post-doctoral lecturing qualification) and proven
excellence in teaching. Evidence of equivalent scholarly achievement, for example as a junior
professor or in a non-university environment, will also be considered. A further prerequisite is the
ability to teach in English. Only applicants who are 52 years of age or younger can be hired as
civil servants (Article 10 para 3 BayHSchPG).
The University of Bayreuth strives to further increase the diversity of its academic staff. Scholars
who can help make the research and teaching profile of the university more diverse — particularly
female and international applicants — are therefore strongly encouraged to apply. All qualifications
being equal, severely disabled applicants will be given priority. Applicants with children are highly
welcome. The University of Bayreuth has been certified as a “family-friendly university” and offers
"dual career support" for career-oriented partners of highly qualified employees. In addition, an
extended audit conducted by the German Rectors’ Conference (HRK) returned a favourable review for the University of Bayreuth’s commitment to internationalization.
Please send your cover letter and supporting documents (CV outlining your education and academic career, list of publications, list of courses taught, a description of your research, as well as
copies of all diplomas and certificates) to ............................
Application deadline:……….
Expected start date: ……….
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