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Essen & Trinken - ReformhausKurier

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GENIESSEN
FIT MIT
FOOD
Probieren Sie unsere leckeren Rezepte für
Aktive. Übrigens: Die können Sie auch einfach
nur so genießen – ganz ohne Sport zu treiben.
Z u c c h i n i - Pa s t a m i t Z i t r o n e n - C h i l i - S o ß e
REZEPT S.22
20
Reformhaus Kurier l JANUAR 2015
GENIESSEN
Rote-Bete-Carpaccio
REZEPT S.23
UNBESCHWERT GENIESSEN
Unter jedem Rezept finden Sie ein
Symbol. Wenn Sie z.B. kein Gluten
vertragen, achten Sie auf das G. Es
kennzeichnet glutenfreie Rezepte.
G
L
V
GLUTENFREI
LAKTOSEFREI
E
H
EIFREI
HISTAMINFREI
VEGAN
JANUAR 2015 l Reformhaus Kurier
21
GENIESSEN
FIT MIT
FOOD
B i r n e n - N u s s - S a l a t m i t C r a n b er r y s
REZEPT S.23
Z U C C H I N I - PA S TA M I T
ZITRONEN-CHILI-SOSSE
4 Portionen / 35 Minuten
2 kleine bis mittelgroße Zucchini
2 EL Olivenöl
25 g Pinien- oder Sonnenblumenkerne
1 Knoblauchzehe
½ rote Chilischote
2 EL Petersilie oder Koriander,
fein gehackt
Meersalz
schwarzer Pfeffer
22
Reformhaus Kurier l JANUAR 2015
Saft von 1 Zitrone
ZUBEREITUNG:
1. Zucchini waschen, putzen. Mit
einem Spiralschneider, ersatzweise
mit einem Sparschäler, zu Pasta in
dünne Streifen schneiden. Olivenöl
in einer Pfanne erhitzen, Pinienoder Sonnenblumenkerne darin
anrösten. Geschälten Knoblauch,
Chili, Kräuter und Salz hinzufügen.
2. Nun die ungekochte ZucchiniPasta in die Pfanne geben und 2–3
Minuten darin schwenken.
3. Auf angewärmten Tellern mit
Pfeffer bestreut und mit Zitronensaft beträufelt servieren.
TIPP: Anstelle der Zucchini-Pasta
können Sie natürlich auch gekochte
Spaghetti verwenden. Diese haben
allerdings mehr Kohlenhydrate und
mehr Kalorien, zudem enthalten sie
weniger Vitalstoffe.
G
L
H E V
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GENIESSEN
R OT E - B E T E - C A R PAC C I O
M I T AVO C A D O U N D
R ÄU C H E R TO F U
2 Portionen / 10 Minuten
1 reife Avocado
2 Knollen Rote Bete, gekocht
100 g Räuchertofu
1–2 EL Kürbiskern- oder Olivenöl
1 EL alter Balsamessig
Etwas Zitronensaft
Meersalz
Pfeffer
ZUBEREITUNG:
1. Avocado halbieren, entkernen
und schälen. Fruchtfleisch längs in
dünne Scheiben schneiden. Rote
Bete und Tofu ebenfalls in feine
Scheiben schneiden. Vorbereitete
Zutaten dachziegelartig im Wechsel
auf einer Platte anrichten.
2. Mit Öl, Essig, Zitronensaft, Salz
und Pfeffer beträufelt servieren.
L
E V
B I R N E N - N U S S - S A L AT
M I T C R A N B E R RY S
2 Portionen / 10 Minuten
50 g Rucola oder Feldsalat
2 Birnen
Saft 1 Zitrone
1 Handvoll Walnüsse (etwa 30 g)
1 EL Cranberrys
Meersalz
Pfeffer
1 TL Leinöl
1 EL Olivenöl
zur diätetischen Behandlung von
Bewegungs- und Ruheschmerz bei
Knorpelschäden
für mehr Beweglichkeit –
gegen Verschleiß
mit der patentierten Verbindung
von L-Prolin und Vitamin C: Prolinax®
praktische Portionssticks
lactose- und glutenfrei, frei von
künstlichen Süßstoffen
Zubereitung:
G
K_01/15
1. Vorbereitete Salatblätter auf
zwei Tellern anrichten. Gewaschene
Birnen halbieren, entkernen, in
Streifen schneiden und im Zitronensaft wenden. Birnen mit Walnüssen
und Cranberrys auf dem Salat
anrichten. Mit Meersalz und Pfeffer
abschmecken.
2. Übrigen Zitronensaft mit Öl
mischen, über den Salat träufeln.
Fertig zum Servieren!
L H E V
ANTON HÜBNER GmbH & Co. KG
JANUAR
2015 l Reformhaus
Kurier
79236 Ehrenkirchen
• www.huebner-vital.de
5
GENIESSEN
FIT MIT
FOOD
K a r t o f f e l w e d g e s m i t Av o c a d o c r e m e
K A R T O F F E LW E D G E S M I T
AVO C A D O C R E M E
4 Portionen /30 Minuten
Wedges:
4 mittelgroße Kartoffeln
1 Handvoll feines Dinkelmehl
2 EL Olivenöl
Meersalz
schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
1–2 Zweige frischen Rosmarin
Avocadocreme:
1 reife Avocado
Saft von ½ Zitrone
24
Reformhaus Kurier l JANUAR 2015
1 EL Olivenöl
Meersalz
Pfeffer
ZUBEREITUNG:
Kartoffeln:
1. Ofen auf 220 Grad Ober- und
Unterhitze vorheizen. Kartoffeln
waschen, putzen und achteln. Kartoffeln in Mehl wenden, auf ein mit
Backpapier belegtes Blech legen.
Mit Öl beträufeln, salzen, pfeffern.
Rosmarin darauf verteilen. Kartoffeln im heißen Ofen insgesamt 40
Minuten backen. Nach 15 Minuten
das erste Mal wenden, anschließend
öfter wenden.
Avocadocreme:
2. Avocado halbieren, Kern entfernen. Fruchtfleisch mit einer Gabel
zerdrücken, Zitronensaft und Öl
dazugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
3. Kartoffeln mit der Avocadocreme
servieren.
G
L
E V
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Alternativ gesüßt:
Krunchy Pur
Karotten-Sesam-Salat
K A R OT T E N - S E S A M S A L AT
4 Portionen / 20 Minuten
300 g Karotten
1 kleine Orange
1 Handvoll Sprossen (z. B.
Mungobohnen, Quinoa oder
Alfalfa)
50 g Rosinen
2 EL Sesamöl
2 EL Olivenöl
2 EL Sesamsamen
1 Prise Kreuzkümmel
1 gemahlener Koriander
1 EL Ahornsirup Grad C
Saft von ½ Zitrone
1 Handvoll frisches Koriandergrün
Meersalz
Pfeffer
Zubereitung:
1. Karotten putzen und raspeln.
Orange schälen und in kleine
Stückchen schneiden. Beides
mit Sprossen und Rosinen in
eine Schüssel geben.
2. Öle erhitzen. Sesam darin
vorsichtig bräunen, Kreuzkümmel und gemahlenen Koriander
hinzugeben. Salat mit der Ölmischung, Ahornsirup, Zitronensaft und gehacktem Koriander
mischen, mit Salz und Pfeffer
abschmecken.
G
L
Krunchy Pur – ein knuspriges
und natürliches Geschmackserlebnis mit viel wertvollem
Hafer oder Dinkel.
✓ Nur mit Reissirup zart gesüßt
✓ 100% bio – ohne Aromaund Zusatzstoffe
✓ Fruktosefrei, weizenfrei
und vegan
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JANUAR 2015 l Reformhaus Kurier
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25
Bio seit 1979
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IN IHREM
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FIT MIT
FOOD
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Feines Muesli
Quinoa
ORIGINAL
G r ü n k o h l -Wr a p s
Besonders zartes
Basis-Müsli
Das Feine Muesli
Quinoa überrascht durch seinen zarten
Biss. Allerfeinste Haferflocken, luftige
Dinkelpoppies, gepuffte Quinoa und
der leichte Knuspereffekt von
Mini-Krunchy vereinen sich zu einem
idealen Basis-Müsli für kreative
Mischungen. Auch als warmer Frühstücksbrei ein Genuss.
Fruktosefrei, vegan
500 g / ca. 3,00 Euro
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Bio Datteldicksaft
Natürlich süßen!
Datteldicksaft
von Lihn entsteht
durch das besonders schonende
Eindicken des
reinen Saftes reifer, aromatischer
Bio Datteln. Mit seinem typischen
fruchtig-süßen Geschmack passt
Lihn Datteldicksaft hervorragend zu
Gebäck, Joghurts, Müslis, Obstsalaten
und Desserts, sowie zu süß-pikanten
Gerichten. Mit seiner guten Löslichkeit
in warmen Getränken ist er zudem
ideal zum Süßen von Tee.
330 ml/ ca. 9,00 € www.reformkontor.de
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8
ReformhausKurier
gesund&schön
Reformhaus
l JANUAR 2015
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NEU Ω
GENIESSEN
IN IHREM
GRÜNKOHL-WRAPS
1 Portion / 10 Minuten
1 Avocado
½ Tomate
1 großes Grünkohlblatt, alternativ
Salatblatt
2 getrocknete Datteln
1 Handvoll Sprossen
einige Blättchen Koriander, Petersilie
oder etwas Schnittlauch
Tamari- oder Sojasoße
Zubereitung:
1.
Avocado
halbieren,
entkernen.
Avocadofruchtfleisch sowie Tomate in
Scheibchen schneiden. Datteln entsteinen und in Streifen schneiden. Vorbereitete Zutaten auf dem Kohlblatt verteilen.
Sprossen und Kräuter dazugeben, mit
Tamari- oder Sojasoße beträufeln und im
Blatt einschlagen.
TIPP: Schmeckt auch gedünstet als Kohlwickel. Sehr lecker.
G
L
E V
Alle Rezepte stammen aus dem Buch
„Vegan, schlank
& fit“ von Nina
Winkler, Delius Klasing Verlag GmbH,
19,90 Euro.
Machen Sie mit bei unserem
Online-Gewinnspiel auf
www.reformhaus.de und gewinnen Sie
eines von vier Büchern.
In der Septemberausgabe hatte sich in unsere Rezeptstrecke der Fehlerteufel eingeschlichen. Sowohl die Buchweizenpfannkuchen
mit Kokos-Bananen & Agaven-Créme als
auch das Dinkel-Roggenbrot mit Süßlupinen sind nicht glutenfrei. Im warmen Linsen-Spirelli-Salat mit Oliventofu fehlen einige
Zutaten in der Liste. Vielen Dank an alle Leser,
die uns darauf aufmerksam gemacht haben.
Die Reformhäuser wurden umgehend informiert. Wer die Rezepte noch mal nachlesen
möchte, findet sie unter www.reformhaus.de
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ST. LEONHARDS
Jod Natur
Natürliches Jod für
die Schilddrüse
Jod sorgt für
( optimalen
( gesunde
Stoffwechsel
Herz-, Atem-,
Darmfunktion
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www.jod-natur.de
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BERGLAND
Schwarzkümmel-Öl
Unbeschwert in
den Frühling
Bergland Schwarzkümmel-Öl ist ein
kaltgepresstes Öl aus der Ägyptischen
Stammpflanze ‚Nigella sativa‘ zur täglichen Ergänzung der Nahrung.
✔ Reich an ungesättigten Fettsäuren
✔ Für ungetrübte Vorfreude auf den
Frühling
✔ Auch in Bio-Qualität
50 ml / ca. 6,40 €
100 ml / ca. 10,20 €
50 ml bio / ca. 8,00 €
100 ml bio / ca.12,40 € www.bergland.de
Reformhaus
gesund&schön
JANUAR
2015 l Reformhaus
Kurier
9
9
WOHLFÜHLEN
SERIE:
VITAMINE
ESSEN
Wofür ist es gut?
Vitamin C
Vitamin C (Ascorbinsäure; E 300) schützt
den Körper vor freien Radikalen, unterstützt das Immunsystem, verbessert die
Eisenaufnahme und spielt eine wichtige
Rolle beim Aufbau des Bindegewebes.
Im Gegensatz zu den meisten anderen
Säugetieren kann der Mensch Vitamin C
nicht selbst bilden, er muss es täglich mit
der Nahrung aufnehmen.
Wer braucht viel?
Text: Dieter Ott; Rezept: Surdham Göb/Izumi Matcha
Bei Stress und Infektionen
verlangt der Körper nach
mehr Vitamin C. Auch
Schwangere, Stillende und
Diabetiker haben erhöhten
Bedarf. Raucher sollten
ebenfalls auf gute Versorgung achten, weil Nikotin
die Aufnahme des Vitamins erschwert.
28
DAS SCHMECKT
MATCHA-ORANGENSMOOTHIE
(für 2 Gläser)
1–2 Kurkuma, frisch (alternativ
1 Prise gemahlene Kurkuma)
1 großer Apfel (z.B. Idared)
25 ml Zitronensaft
150 ml Orangensaft
1EL Gojibeeren
150 ml Wasser
1/2 Izumi Matcha for Cooking
Kurkuma schälen und mit
allen weiteren Zutaten in
einem Smoothie verarbeiten
Reformhaus Kurier l JANUAR 2015
Wo steckt es drin?
Nicht nur Zitrusfrüchte, sondern auch
nahezu alle Obst- und Gemüsesorten
enthalten Vitamin C. Die höchsten
Werte haben Acerola-Kirschen,
Hagebutten, Sanddorn und Schwarze
Johannisbeeren. Auch Paprika, Sauerkraut oder Rosenkohl sind ergiebige
Quellen. Natürliches Vitamin C ist
besser verträglich und wirksamer als
synthetisch hergestellte Präparate,
weil in Obst und Gemüse Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe
die Säure des Vitamins abpuffern.
Wie essen?
Ascorbinsäure ist
empfindlich, mag
weder Hitze noch
lange Lagerung.
Deshalb sollten
Vitamin-C-haltige
Lebensmittel möglichst frisch und roh
verzehrt werden.
Wie viel brauchen wir?
Die von der Deutschen Gesellschaft für
Ernährung empfohlene Tagesration für
Erwachsene liegt bei 100 Milligramm.
Das lässt sich mit einer Kiwi oder einem
Viertelliter Orangensaft decken. Höhere
Dosierungen sind unproblematisch.
Vitamin C ist wasserlöslich. Was der
Körper nicht braucht, wird deshalb über
den Urin ausgeschieden.
Trend VEGAN
GENIESSEN
Ku r i e r
IHR MAGAZIN FÜR GESUNDES LEBEN
L I F E S T Y L E I R E Z E P T E I M E I N U N G E N I I N F O R M AT I O N E N
Matcha-Mandel-Drink,
Mango-Lassi,
Geeister Frappuccino
Rezepte auf Seite 33
THEMEN IM JANUAR
30 INTERVIEW mit
Patrick Bolk
31 TIPPS Vegan leben?
So klappt's
INFOS Pflanzliches
Eiweiß
32 REZEPTE Veganer
Genuss ganz
unkompliziert
JANUAR 2015 l Reformhaus Kurier
3
TrendVEGAN
IM GESPRÄCH MIT
Reformhaus Kurier l JANUAR 2015
••
ICH L
(I)
•
Nach „Ab heute vegan“ ist „So geht
vegan!“ dein zweites Buch. Worin
unterscheiden sich die Bücher?
„Ab heute vegan“ ist ein Ratgeber
für den Einstieg in das vegane Leben, man findet darin alle wichtigen
Infos kompakt und trotzdem umfassend. „So geht vegan!“ ist ein Kochbuch, das auch viele Hintergrundinfos bietet und den Käufer Schritt für
Schritt in die vegane Ernährung und
Was schätzt du am Reformhaus®?
Die riesige Auswahl an veganen
Lebensmitteln, die deutlich ausgezeichnet wird. Ich finde es toll, dass
man hier fachkundig beraten wird,
die Mitarbeiter gut geschult sind.
EBE V
REFORMHAUS®ONLINEREDAKTEURIN
INDRA RUNGE, 36
Jahre alt, lebt seit
zwei Jahren vegan.
Ab sofort berichtet sie entweder
aus ihrem veganen Leben oder
sie stellt uns andere Veganer und
deren Ideen vor, verrät Ihre Lieblings-Kochbücher oder gibt frische
Tipps und Tricks für entspannten
veganen Genuss. Diesmal sprach
Sie mit Patrick Bolk.
AN• •
30
Was ist für dich schwierig am
veganen Leben?
Nicht viel. Das Schwierigste ist, unterwegs vegan zu essen. Aber das
ist in Großstädten wie Berlin keine
echte Herausforderung. Trotzdem:
Manchmal nervt es, besonders
wenn man in kleineren Städten unterwegs ist, wo sich die Gastroszene
noch nicht auf die steigende Nachfrage eingerichtet hat.
EG
Patrick, seit wann lebst du vegan
und was war der Auslöser?
Ich lebe seit April 2011 vegan. Auslöser war ein Video. Darin wurde gezeigt, wie männliche Küken,
die für die Legehennen-Industrie
unbrauchbar sind, geschreddert
wurden. Danach beschloss ich,
dass ich mit all dem nichts mehr
zu tun haben möchte. Ich wollte
nicht mitverantwortlich sein, dass
andere Lebewesen grausam gefangen gehalten und getötet werden.
Ich hatte mich über Jahre hinweg
mit Themen wie Ernährung und
Nachhaltigkeit auseinandergesetzt,
habe Bücher wie „Tiere essen“ oder
„Anständig essen“ gelesen, Dokus
wie „Earthlings“ angeschaut. Vegan
zu leben war ein langer Prozess, an
dessen Ende für mich klar war: Die
vegane Lebensweise ist für mich alternativlos.
Dein Rat an alle Neu-Veganer?
Man sollte sich informieren, aber
das Ganze auch entspannt angehen
und sich nicht überfordern.
• •••
„Früher war ich ein
absoluter Fast-Food-Junkie“
Was bedeutet es für dich heute,
vegan zu leben?
In erster Linie ein besseres Gewissen zu haben. Auch meiner eigenen
Gesundheit tut diese Lebensweise
gut – meine Blutwerte sind top. Früher war ich ein absoluter Fast-FoodJunkie, wog 25 Kilo mehr.
••
Patrick Bolk ist ausgewiesener Experte
für vegane Themen – erfolgreicher
Buchautor, Betreiber
und Chefredakteur
von www.deutschlandistvegan.de
sowie des Nachhaltigkeits-Blogs
„Berlinbio“.
das Kochen ohne tierische Produkte
einführt. Die Idee entstand aus den
wiederkehrenden Aussagen von
Freunden, sie würden ja gerne öfter
vegan kochen, wüssten aber nicht,
wie. „So geht vegan!“ bietet daher
nicht nur jede Menge Rezepte, sondern stellt auch Alternativen zu tierischen Produkten vor, führt wirklich in die vegane Kochkunst ein.
•
PATRICK BOLK
c
UNTER
DIE LUPE
GENOMMEN
Lust auf Vegan?
So klappt's garantiert
WAS HEISST VEGAN? Wer sich vegan ernährt, isst keine tierischen Produkte: kein Fleisch oder Fisch, keine Eier, Milch und
Milchprodukte und keinen Honig. Auch Lebensmittel, die nicht
vom Tier stammen, wie Wein und Fruchtsaft, können tierische
Bestandteile durch die Weiterbearbeitung enthalten (z. B.
Klärung mit Gelatine). Oft bedeutet vegan zu leben weit mehr:
Nicht nur zur Ernährung, auch zum Lebensstil gehören viele
tierische Bestandteile. Das beginnt bei Schuhen aus Leder und
endet bei Kosmetikprodukten, die tierisches Kollagen enthalten,
noch lange nicht. Veganer wählen deshalb auch bei Kosmetik
oder Bekleidung die vegane Alternative.
WAS SOLLTE ICH BEACHTEN? Wer sich vegan ernähren möchte , sollte auf die Natürlichkeit und Vollwertigkeit der Produkte
achten. Ein hoher Anteil an frischen, naturbelassenen Bio-Lebensmitteln ist dabei die Basis. Denn nur die Hochwertigkeit
der Produkte ist der Garant für eine optimale Bioverfügbarkeit
der wichtigen Inhaltsstoffe. Das Vitamin, das mit einer veganen
Ernährung kaum bedarfsdeckend aufgenommen werden kann,
ist Vitamin B 12. Dieses Vitamin muss supplementiert, also durch
intelligente Nahrungsergänzungsmittel aus dem Reformhaus®
zugesetzt werden. Zu empfehlen sind regelmäßige Blutuntersuchungen beim Arzt oder Heilpraktiker.
WO BEKOMME ICH HILFE? Wenden Sie sich an die top-geschulten FachberaterInnen in Ihrem Reformhaus®. Sie stehen
Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite. Leckere vegane Rezepte
finden Sie jeden Monat im ReformhausKurier und unter www.
reformhaus.de und im veganen Sonderheft „gesund & schön“.
Viele Infos bieten auch der Vegetarierbund (Vebu) oder Patrick
Bolk in seinem Blog „Deutschland ist vegan“.
Pflanzliches Eiweiß
SOJA
Sojabohnen sind Ausgangsprodukt vieler Lebensmittel, z. B. für
Sojadrink, Sojasoße, Sojamehl und
Tofu und enthalten viel hochwertiges Eiweiß. Aber nicht nur das:
Ungesättigte Fettsäuren, Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe
sowie Isoflavone, sogenannte
sekundäre Pflanzenstoffe, gehören
zu den wertvollen Inhaltstoffen.
TOFU
Tofu wird im Westen als Quark
aus Sojamilch bezeichnet, dem
zuvor natürliche Gerinnungsmittel
zugesetzt wurden. Ob mariniert,
gebraten oder sogar püriert zum
Aufstrich verarbeitet – Tofu bietet
vielseitige Einsatzmöglichkeiten.
Er eignet sich gut als pflanzliche
Eiweißquelle und damit auch als
Käse- oder Fleischalternative. Die
passenden Gewürze für das jeweilige Tofu-Gericht ergeben den
besonderen Geschmack. Zutaten
wie Ingwer oder Senf geben dem
Gericht die unverkennbare Note.
JANUAR 2015 l Reformhaus Kurier
31
TrendVEGAN
SO JARAGO UT NACH S AUE R BRATENART MIT KN ÖDE L N
Zutaten für 2 Personen
Zubereitungszeit: 1 Std. + 6 Std.
Marinierzeit
Für das Ragout:
100 g Sojaschnetzel (grob)
oder Sojawürfel
1 Bd. Suppengrün
1 Bd. Petersilie
2 Scheiben Pumpernickel
2 EL neutrales Öl
2 EL Senf (mittelscharf)
½ l trockener Rotwein
(oder Gemüsebrühe)
Salz, Pfeffer
Für die Marinade:
200 ml Aceto balsamico
800 ml trockener Rotwein
(oder Gemüsebrühe)
1 Zweig Thymian, klein gehackt
(oder 1 EL gerebelt)
1 Zweig Rosmarin,
gezupft und klein gehackt
(oder 1 EL gerebelt)
2 EL Sojasoße, 1 Lorbeerblatt
1–2 TL Lebkuchengewürz oder
Zimtpulver
1–2 Pimentkörner
Für die Knödel:
400 g Kartoffeln (mehligkochend)
40 g Kartoffelmehl
Salz
1 Prise Muskatnuss, frisch gerieben
ZUBEREITUNG SOJARAGOUT
1. Sojaschnetzel oder Sojawürfel
mit kochendem Wasser übergießen, 15 Min. ziehen lassen und
ausdrücken.
2. Die Marinade in einer Schüssel
zusammenmischen, die Sojaschnetzel für mindestens 6 Stunden darin
ziehen lassen.
3. Anschließend Schnetzel in ein
Sieb geben, auspressen und Mari-
32
Reformhaus Kurier l JANUAR 2015
nade auffangen. Lorbeerblatt und
Pimentkörner entnehmen.
4. Suppengrün waschen, putzen
und in kleine Stücke schneiden. Petersilie fein hacken, Pumpernickel
in kleine Würfel schneiden.
5. Öl in großem Topf erhitzen,
Schnetzel mit Senf darin scharf
anbraten. Suppengrün, Petersilie
und Pumpernickel dazugeben und
kurz mit anbraten.
6. Mit der aufgefangenen Marinade ablöschen, 5 Min. bei starker
Hitze unter gelegentlichem Rühren
kochen lassen.
7. Rotwein oder Gemüsebrühe dazugeben, 30–45 Min. bei mittlerer
Hitze einkochen lassen. Mit Salz
und Pfeffer abschmecken.
ZUBEREITUNG KARTOFFELKNÖDEL
1. Kartoffeln schälen, vierteln und
für 20 Minuten in Salzwasser garen.
Wasser abgießen, Kartoffeln abkühlen lassen.
2. Kartoffelstücke durch eine
Kartoffelpresse drücken oder mit
einem Kartoffelstampfer zerdrücken. Kartoffelmehl, geriebene
Muskatnuss und 1 Prise Salz
unterrühren. Im Kühlschrank kalt
stellen, während die Sojaschnetzel
marinieren.
3. Aus der Masse Knödel formen
und in einem großen Topf mit
heißem Wasser ca. 20 Min. ziehen
lassen, bis sie oben schwimmen.
Zum Ragout servieren.
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„Das ist
genau
mein
Ding!”
GENIESSEN
Entspannungspädagoge/in
VEGANE DRINKS
MATCHA-MANDEL-DRINK
Zutaten für 2 Gläser
Zubereitung: 5 Minuten
400 ml Mandelmilch
1 Prise jodiertes Meersalz
2 EL Agavendicksaft
2 Messerspitzen Vanillepulver
2 TL Matcha
Eiswürfel
1. Alle Zutaten mit einigen Eiswürfeln in einen Mixer geben
und gut durchmixen.
2. Weitere Eiswürfel in die Gläser geben und den Drink auf
beide Gläser verteilen.
MANGO-LASSI
Zutaten für 4 Gläser
Zubereitungszeit: 5 Minuten
1 reife Mango
250 g Sojajoghurt
1–2 EL Agavendicksaft
optional ¼ TL gemahlener
Kardamom
optional Eiswürfel
1. Mango schälen, das Fruchtfleisch vom Kern schneiden und
grob würfeln.
2. Zusammen mit 200 Milliliter Wasser und den anderen
Zutaten in einem Mixer kurz
pürieren.
GEEISTER FRAPPUCCINO
Zutaten für 2 Gläser
Zubereitungszeit: 10 Minuten
1/8 l Vanille Soja- oder Mandeldrink (am besten gekühlt)
1/8 l Espresso oder starker
Kaffee, abgekühlt im Kühlschrank
½ TL Zimtpulver
6 Eiswürfel
optional Agavendicksaft
optional 200 g aufschlagbare
Sojasahne
1. Alle Zutaten, außer den Eiswürfeln, in einen Mixer geben,
durchmixen.
2. Eiswürfel auf die Gläser verteilen und Frappuccino darüber
geben.
3. Nach Geschmack mit
Agavendicksaft süßen und
Sojasahne aufschlagen, um den
Frappuccino damit zu krönen.
4-teilige Ausbildung. Entspannungsverfahren,
Gruppenleitung, Supervision. Kurskonzepte
Beginn: 13.02.2015, 08.04.2015 oder 03.07.2015
Ernährungscoach (IHK)
4-teilige Weiterbildung. Ernährung, Fitness und
Coaching, inkl. „Kursleiter Gewichtsreduktion”
Beginn: 29.05.2015, 04.09.2015 oder 13.11.2015
Wege in die
Achtsamkeit
3-tägig. Bewusstheit, Lebensqualität,
Sinnesschulung, Stress-Resilienz
Beginn: 06.02.2015, 04.06.2015 oder 27.11.2015
Basenfasten
7-tägige Fastenwoche mit Früchten und Säften.
Entschlacken, Entsäuern, Abnehmen
Beginn: 17.01.2015, 02.02.2015 oder 23.03.2015
Neues
Programm
anfordern!
06172/3009-822
info@akademie-gesundes-leben.de
www.akademie-gesundes-leben.de
JANUAR 2015 l Reformhaus Kurier
7
Akademie Gesundes Leben
TrendVEGAN
würfeln. Blumenkohl und Topinambur für 15 Min. in sprudelndem
Salzwasser weich kochen.
2. Tempeh und Rote Bete in jeweils
ca. ½ Zentimeter dicke Scheiben
schneiden. Die Scheiben in etwas
neutralem Öl von beide Seiten
scharf anbraten, mit Salz und Pfeffer
abschmecken.
3. Blumenkohl und Topinambur
abgießen und mit einem Kartoffelstampfer zu einem Püree stampfen.
Sojasahne, Salz und Muskat nach
Geschmack hinzugeben und mit
einem Schneebesen gut durchrühren.
4. Aus Öl, Orangensaft, Cayennepfeffer und Salz ein Dressing
anrühren.
5. Abwechselnd 1 Scheibe Tempeh
und 1 Scheibe Rote Bete zu einem
Türmchen anrichten. Daneben das
Püree anrichten und das Dressing
über die Türmchen geben.
ROTE-BETE-TE M P E HTÜ RMCHEN
Zutaten für 4 Personen
Zubereitungszeit: 20 Minuten
500 g Blumenkohl
3 Knollen Topinambur
Salz
200 g geräucherter Tempeh
4 Knollen Rote Bete (vorgekocht)
3 EL neutrales Öl
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
34
Reformhaus Kurier l JANUAR 2015
100 g Sojasahne
1 Prise Muskatnuss, frisch gerieben
FÜR DAS DRESSING:
2 EL Olivenöl
4 EL Orangensaft
1 Messerspitze Cayennepfeffer
1 Prise Meersalz
1. Blumenkohl waschen und in feine
Röschen trennen, den Strunk grob
würfeln. Topinambur schälen und
Die Rezepte stammen aus
Patrick Bolk: „So geht
vegan!“, Südwest
Verlag, 16,99 Euro.
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Heiß und kalt!
Die Innovation mit veganem Keese
SCHO KOLA DEN OL IVENÖL-TRÜ FFE L
Zutaten für ca. 40 Trüffel
Zubereitung: 15 Min. + 12
Std. Ruhezeit
100 g Sojasahne
200 g vegane Zartbitterschokolade
2 EL gutes Olivenöl
½ TL Fleur de Sel
Kakaopulver nach Bedarf
1. Sojasahne in einem Topf
kurz aufkochen und währenddessen die Schokolade in
Stücke brechen. Sobald die
Sahne aufkocht, den Topf
sofort vom Herd nehmen
und die Schokoladenstücke
vorsichtig unterheben.
2. Unter ständigem Rühren
mit einem Schneebesen oder
einem Teigschaber zu einer
glatten Masse verarbeiten.
3. Die Masse einige Minuten
abkühlen lassen. Wenn die
Mischung abgekühlt ist, sich
aber noch gut verrühren lässt,
Olivenöl und Salz vorsichtig
unterheben. Für mindestens
12 Stunden kalt stellen.
4. Am nächsten Tag mithilfe
eines Teelöffels gleich große
Kugeln formen und in Kakaopulver wälzen. Alternativ kann
auch Puderzucker verwendet
werden.
cke
r!
ÜB
N
Vorsicht! Schokolade brennt
sehr schnell an und muss immer behutsam erhitzt werden.
Sobald die Schokolade beim
Schmelzen klumpt, ist sie
angebrannt.
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DE-ÖKO-013
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JANUAR 2015 l Reformhaus
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9
GENIESSEN
UNSERE KOLUMNE RUND UM DIE VEGETARISCHE ERNÄHRUNG
DR. MARKUS
KELLER
Das Paradies
ist fleischlos
ist Leiter des Institus für alternative
und nachhaltige Ernährung in Gießen;
Autor von „Vegetarische Ernährung“
(Ulmer Verlag).
… glaubte man in Spätantike und
christlichem Mittelalter. Fleisch
essen, Wein trinken, sich den Bauch
vollschlagen führe hingegen weit
weg vom wahren Christentum
S
eit dem Jahr 380 war das
Christentum Staatsreligion
im Römischen Reich. Ebenso wie in den Jahrhunderten
davor hatte der Vegetarismus auch
unter den neuen religiösen Vorzeichen keine nennenswerte Verbreitung. Wenige Fürsprecher gab es
dennoch. Während sich in der griechisch-römischen Antike vor allem
Philosophen und Schriftsteller für
eine vegetarische Lebensweise aussprachen, waren es nun verschiedene
Kirchenlehrer. Hierzu zählen zwei
der ursprünglich drei Kirchenlehrer
der Ostkirche, Basilius von Caesarea
und Johannes Chrysostomos (Mitte
des 4./Anfang des 5. Jhd.).
Aus Dankbarkeit aß der
Löwe nur noch Gras
In der Westkirche war es in erster
Linie Hieronymus (Sophronius Eusebius Hieronymus, Theologe, *347
Slowenien/Kroatien; †420 Westjordanland), der als einer der ursprünglich vier lateinischen Kirchenlehrer
Position für den Fleischverzicht
bezog. Er ist Verfasser der Vulgata,
der lange Zeit maßgeblichen lateinischen Übersetzung der Bibel. Bekannt ist auch die „Löwenlegende“,
nach der Hieronymus einem verletzten Löwen einen Dorn aus der
Pfote zog und ihn gesund pflegte.
Aus Dankbarkeit wurde dieser
zahm, blieb beim Kloster und führte
täglich den Esel auf die Weide (in
manchen Ausschmückungen aß der
Löwe auch nur noch Gras).
Fleisch essen: Pflanzstätte
der Leidenschaften
Im Jahr 393 verfasste Hieronymus
in Bethlehem eine polemische Abhandlung gegen den als Irrlehrer
verurteilten Mönch Jovinian (vermutlich Italien, 4. Jhd.). In dieser
Schrift spricht er sich vehement für
einen Fleischverzicht aus. Als Begründung führt Hieronymus an,
dass der Mensch im vollkommenen,
paradiesischen Urzustand fleischlos
gelebt habe. Erst nach der Sintflut
sei dem Menschen von Gott erlaubt
worden, Fleisch zu essen: „Wegen
der Härte unserer Herzen wurde
uns die entsprechende Erlaubnis
durch Mose gewährt. So war das
Essen von Fleisch bis zur Sintflut
unbekannt“. Und wenn der Heiland
am Ende der Zeiten wiederkomme,
dann „werden wir kein Fleisch mehr
essen“, denn „wie schon der Apostel sagt, es ist gut, keinen Wein zu
trinken und kein Fleisch zu essen“.
Außerdem verband Hieronymus
Fleischverzicht mit Zügelung von
Trieb und Leidenschaft: „Das Essen des Fleisches und das Trinken
des Weines sowie die Völlerei des
Bauches sind eine Pflanzstätte der
Leidenschaften“. Beides führe den
Menschen weg vom wahren Christentum, Fleischverzicht hingegen
zurück zum paradiesischen Urzustand: „Deshalb auch sage ich dir:
Wenn du vollkommen sein willst, ist
es gut, keinen Wein zu trinken und
kein Fleisch zu essen. Wenn du vollkommen sein willst, ist es besser, die
Seele zu füttern als den Leib.“
Vollkommen ist, wer die
Seele, nicht den Leib füttert
Diese Argumentation beeinflusste
das sich in Europa ausbildende Asketen- und Mönchtum. Viele Klostervorschriften enthielten Regeln
zum Fleischverzicht, von denen nur
alte und kranke Mönche ausgenommen waren. So lebte der (asketische)
Vegetarismus im christlichen Mittelalter über rund 1000 Jahre hinweg
fast ausschließlich in den Klöstern
fort. Wie es mit dem Vegetarismus
weiterging, lesen Sie beim nächsten
Mal.
Ihr
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