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2015 - Kunstmuseum Bonn

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Ständige Sammlung:
August Macke und die Rheinischen
Expressionisten; Joseph Beuys –
Multiples; Deutsche Kunst seit 1945;
Internationale Künstlervideos
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11–18 Uhr,
Mittwoch 11–21 Uhr. Montags geschlossen.
Eintritt: Erwachsene 7 Euro, ermäßigt 3,50 Euro;
Gruppen ab 10 Personen 5,60 Euro, ermäßigt
2,80 Euro; Familienkarte 14 Euro; Kinder bis 12 Jahre,
Schulklassen und Mitglieder des Museumsvereins
frei; Jahreskarte 40 Euro, ermäßigt 20 Euro.
Verkehrsverbindungen: U-Bahn-Linien 16, 63, 66;
Bus-Linien 610, 630; Haltestelle Heussallee/
Museumsmeile
Änderungen im Programm vorbehalten
© VG Bild-Kunst 2014: Kerstin Ergenzinger, Ceal Floyer,
Antonia Low, Bjørn Melhus, Andreas Schulze
Coverabbildung: Larry Sultan, Iselton, aus der Serie
Homeland, 2009; © The Estate of Larry Sultan, Courtesy
Galerie Thomas Zander, Köln
4.6.–13.9.2015
1.10.2015–10.1.2016
22.10.2015–17.1.2016
Tanja Geiß –
GEISTERBAHN
Frank Auerbach
TELE-Gen
Ceal Floyer
Die Sprache des Fernsehens im
Spiegel der Kunst 1964–2015
Ausstellung für Kinder
und Jugendliche
Zusammen mit dem KUNSTHAUS KAT18, dem
Atelierhaus der Gemeinnützigen Werkstätten Köln
mit Arbeitsplätzen für Künstlerinnen und Künstler
mit kognitiver Beeinträchtigung, zeigt die diesjährige Ausstellung für Kinder und Jugendliche
Zeichnungen, Gemälde und Plastiken von Tanja
Geiß. Die Arbeiten der 1975 in Köln geborenen, seit
2005 in der Kölner Werkstatt tätigen Künstlerin
zeugen von einer großen Passion für Geschichten
und Abenteuer. In ihren detailreichen Zeichnungen
oder auch raumfüllenden Wandmalereien ‚erzählt‘
Tanja Geiß von einer sowohl unberechenbaren
und manchmal unverständlichen als auch einer
skurrilen und aufregenden Wirklichkeit. Dabei
setzt sie sich mit Geistern und Monstern ebenso
wie mit dem Museumsraum selbst als Ort von
Geschichten auseinander. Der Ausstellungsraum
Tanja Geiß, Ohne Titel, 2008,
Papiermaché, Acryl, ca. 20 cm hoch;
Foto: Ingo Werner, © KUNSTHAUS KAT18
Gruseliges, Komisches,
Fantastisches und
Ungeheuerliches
verwandelt sich
in eine GEISTERBAHN, wo
Gruseliges und
Komisches,
Fantastisches und Ungeheuerliches beginnen, an
den Wänden sowie im Raum ein Eigenleben zu
führen und die Museumsbesucher in ihren Bann
zu ziehen.
In der Mitte dieser GEISTERBAHN lädt ein großer
Arbeitstisch alle Museumsgäste zum Zeichnen
und Schreiben, aber auch zu Begegnungen und
Gesprächen ein.
Im Rahmen dieser Ausstellung findet ein vielfältiges inklusives Angebot mit Kursen und Workshops
für Besucher ab fünf Jahren statt. Das Programm
für Schülerinnen und Schüler sowie für Vorschulkinder aus Kindertagesstätten wird von Künstlerinnen und Künstlern aus dem KUNSTHAUS
KAT18 begleitet.
Eröffnung: 17.5.2015, 11 Uhr
Der 1931 in Berlin geborene und seit 1939 in Großbritannien lebende Frank Auerbach zählt gemeinsam mit Francis Bacon und Lucian Freud zu den
zentralen Persönlichkeiten der ‚School of London‘,
die sich durch eine expressiv-gegenständliche Bildsprache auszeichnet. In
Ein fragiles, gänz- Opposition zum moderDogma der
lich unheroisches nistischen
Abstraktion hält gerade
Auerbach an der WirkMenschenbild
lichkeit fest, deren Abbild vom Künstler in langen Arbeitsprozessen errungen werden muss. Das gilt für seine Londoner
Stadtbilder, vor allem aber für seine Porträts. Obwohl ihnen die Gefährdungen des Subjekts anzusehen sind, gelingt es seinen Porträts doch, ein
fragiles, gänzlich unheroisches Menschenbild zu
skizzieren, was seiner Kunst
ein humanistisches Pathos
verleiht. Ähnlich wie beim
späten Rembrandt geht es
darum, die Spuren eines gelebten Lebens zu bewahren,
im Wissen um die Vergänglichkeit zäh gegen sie anzumalen.
Dass solch eine künstlerische Haltung durch die
tragischen Ereignisse des
20. Jahrhunderts geprägt
ist, steht außer Zweifel.
Nur knapp entgeht Auerbach als Kind dem Holocaust, dem seine Eltern
zum Opfer fallen. In EngFrank Auerbach, The Origin
of the Great Bear, 1967/68,
Ölfarbe auf Holz, 114,6 x
140,2 cm; Tate Britain
land findet er eine zweite Heimat, wo er einen
expressiven Malstil entwickelt. Erst in mittleren
Jahren erfährt er eine breitere Rezeption, die sich in
der Verleihung des Goldenen Löwen der Biennale
Venedig (1986) ausdrückt. Seit diesem Zeitpunkt
ist Auerbach ein anerkannter Künstler, der durch
internationale Ausstellungen geehrt wird. In
Deutschland allerdings waren seine Werke lange
nicht zu sehen, ein Rezeptionsdefizit, das das Kunstmuseum Bonn nun durch eine große Überblicksausstellung ausgleichen wird. Zur Ausstellung entsteht ein umfangreicher und reich illustrierter Katalog mit einem einführenden Essay von T. J. Clark.
Die frühen 1960er-Jahre waren ein Initialmoment
für die Entwicklung des Fernsehens zum ersten
visuellen Massenmedium und gleichzeitig der
Auftakt für die künstlerische und theoretische Auseinandersetzung mit dem Thema Fernsehen und
Eine Ausstellung in Kooperation
mit der Tate Britain.
Eröffnung: 3.6.2015, 20 Uhr
Bjørn Melhus, The Oral Thing, 2001, Video-Still, 8 min
seinen spezifischen Inhalten und Erzählformen,
die im Mittelpunkt der Ausstellung stehen. In
ihrem historischen Part bietet die Schau einen
breiten, internationalen Überblick über die Auseinandersetzung mit der Botschaft und Form des
Mediums. So wurde beispielsweise der TV-Kasten
zum skulpturalen Objekt, das Fernsehbild manipuliert und dekonstruiert oder die Linien- und
Pixelstruktur des TV-Bildes zum Bildgenerator
für Zeichnungen und Malerei.
Ausgehend von dieser Geburtsstunde um 1963/64
schlägt die Ausstellung eine Brücke in die Gegenwart, die die Entwicklung und Aufsplitterung des
ehemals so monolithischen Mediums Fernsehen
spiegelt. Hier zeigt sich das ‚Prinzip Fernsehen‘
als Instrument der Weltkonstruktion und gesellschaftlicher Sinnstiftungsapparat. Aufgeteilt in
insgesamt sieben Kapitel widmet sich die Schau
unter anderem der Analyse, Paraphrase und Parodie von Fernsehformaten und deren Bildästhetik –
etwa bei Christoph Schlingensief und Bjørn
Melhus. Die Anziehungskraft der Studio-Sets
findet sich in
Das ‚Prinzip Fernsehen‘ den Fotografien von Thomas
als gesellschaftlicher
Demand oder
Caroline Haake
Sinnstiftungsapparat
wieder; bei
Tobias Rehberger begegnen wir dem Fernsehen
als Teil des Alltagslebens und Christoph Draeger/
Reynold Reynolds setzen sich gleichermaßen
ironisch wie kritisch mit der Informationsflut von
News-Channels auseinander. Der interdisziplinäre
Ansatz der Ausstellung verdeutlicht die Vielzahl
der künstlerischen Strategien bei der Aneignung
und Bearbeitung des Themas Fernsehen, die dessen spezifische Sprache und Bildlichkeit sichtbar
machen.
Zur Ausstellung, die durch die Kulturstiftung des
Bundes und die Kunststiftung NRW gefördert wird,
erscheint ein umfangreicher Katalog.
Eröffnung: 30.9.2015, 20 Uhr
Die Kunst der seit vielen
Jahren in Berlin lebenden
Ceal Floyer (*1986) scheint sich
bisweilen zu verstecken: Mit
strenger Einfachheit, feiner
Ironie und dem Bewusstsein
des Absurden befragen ihre
Arbeiten gewohnte Wahrnehmungsmuster. Ihr präziser
Gestus zeigt unerwartete
Räume zwischen Sichtbarem
und Unsichtbarem, Wirklichkeit und Sprache auf. Trotz und
gerade in der Verwendung
alltäglicher Objekte erzeugt
sie produktive Irritationen,
Täuschungen und Enttäuschungen, die mit eigener
Logik einen offenen Prozess
des Sehens und Denkens
motivieren. Ihre Kunst ist konzeptuell und sinnlich,
minimal im Aufwand und von größter Komplexität.
Sie agiert dabei immer in Bezug auf den jeweiligen
Ort und setzt sich mit diesem auseinander. In der
speziell für das Kunstmuseum entwickelten Ausstellung werden neue,
aber auch ausgewählte
Räume zwischen
Arbeiten aus Floyers
Sichtbarem und
bisherigem Schaffen
zu sehen sein.
Unsichtbarem
Ceal Floyers Biografie
umfasst zahlreiche Einzelausstellungen, zuletzt
im Museion, Bozen (2014), Kölnischen Kunstverein
(2013) und Kunst-Werke, Berlin (2009). Sie erhielt
2007 den Preis der Nationalgalerie für junge Kunst
in Berlin sowie den Nam June Paik Art Center Prize
(2009) und war auf der Biennale Venedig (2009),
der Biennale in Singapur (2011) und der documenta
13 in Kassel (2012) vertreten.
Ceal Floyer, Double Act, 2010, Fotografisches Gobo, Gobohalter
und Theaterlampe, Maße variabel, Installationsansicht DHC
Montreal, 2011; Foto: Richard Max Tremblay, © Ceal Floyer,
Courtesy of the artist
Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit
dem Aargauer Kunsthaus, Aarau (Schweiz), und
dem Aspen Art Museum (USA). Zur Ausstellung
erscheint eine Publikation, die erstmals einen
umfassenden Überblick über das Schaffen von
Ceal Floyer ermöglicht.
Eröffnung: 21.10.2015, 20 Uhr
Ausstellungen 2015
Museumsmeile
Friedrich-Ebert-Allee 2
53113 Bonn
T +49(0)228 77-6260, F -6220
kunstmuseum@bonn.de
www.kunstmuseum-bonn.de
17.5.–30.8.2015
bis 4.1.2015
bis 8.1.2015
bis 11.1.2015
bis 18.1.2015
5.2.–17.5.2015
27.2.–19.4.2015
14.5.–6.9.2015
August Macke
und Franz Marc
Kerstin Ergenzinger –
zeich[n]en
Bonner Kunstpreis 2013
Antonia Low
Andreas Schulze
Larry Sultan
VIDEONALE.15
New York Painting
Die diesjährige Ausstellung für Kinder und Jugendliche stellt die Freude am Sehen und Entdecken in
den Mittelpunkt. Kerstin Ergenzinger (* 1975, lebt
in Berlin) hat hierfür einen Raum innerhalb der
Sammlung im Obergeschoss des Kunstmuseum
Bonn in einen begehbaren Kosmos aus Licht, Farbe
und Zeichen verwandelt.
Das Kunstmuseum gehört zu den wenigen Museen
in Deutschland, die sich in ihrem Ausstellungsprogramm systematisch mit den verschiedenen Formen
der Malerei auseinandersetzen. Ein besonderes
Augenmerk liegt hierbei auf dem Raum- und Kontextbezug der Malerei, der sich oftmals nicht mehr
auf das traditionelle Tafelbild einschränken lässt.
Ihre Bleistiftzeichnungen von Gebirgskämmen,
Wolken, Eisbergen und Kristallen erweisen sich als
Landschaften und verbinden Mikro- mit Makrosichten. Eine ‚Zeichenmaschine‘ entwirft Lichtzeichnungen, die sich in den Ausstellungsraum
ausdehnen. ‚Wanderer‘ entpuppen sich als kleine
Drucker, die ihre Wort-Spuren auf schmalen Papierbahnen hinterlassen. So zeigt sich die in ihren
Arbeiten akribisch festgehaltene Welt mehrdeutig
und geheimnisvoll.
Diese Perspektive verfolgt auch die Ausstellung
des Kölner Künstlers Andreas Schulze (*1955, Hannover). Er gehört zu der Generation von Künstlern,
die sich im Übergang zu den 1980er-Jahren von
neuem zur Malerei bekannt hat. Nachdem die Minimal- und Concept-Art der vorangehenden Jahrzehnte eine Intellektualisierung der Kunst anstrebte, entdeckte man Anfang der 1980er- Jahre erneut
die Sinnlichkeit der Malerei. Eben diese historische
Neuentdeckung des Bildes offenbart sich im künstlerischen Ansatz von Andreas Schulze. Prägend für
seine Bildwelt ist eine teils naiv anmutende, teils
magische Gegenständlichkeit, die er immer wieder
in die dritte Dimension überführt. So entstehen
malerisch-plastische Environments, die Humor
mit Abgründigkeit verbinden.
Der kalifornische Fotograf
Larry Sultan (1946–2009) ist
in Deutschland bislang nur
Kennern bekannt, zählt aber
im amerikanischen Kunstdiskurs zu den zentralen
Positionen der post-konzeptuellen Fotografie. Nachdem
Sultan bereits 1977 zusammen mit Mike Mandel durch
die medienkritische Serie
Evidence einen ganz wichtigen Beitrag zur neueren
Geschichte der Fotografie
geliefert hatte, sorgte er zu
Beginn des 21. Jahrhunderts
erneut durch den Blick hinter die Kulissen der Pornoindustrie in der Reihe The
Valley für großes Aufsehen.
Die Videonale wurde 1984 in Bonn gegründet und
versteht sich als internationale Plattform für
Videokunst und zeitbasierte Kunstformen. Mit der
VIDEONALE.15 begeht das Festival sein 30-jähriges
Jubiläum. Seit seiner Gründung entwickelte es sich
mit seinem ambitionierten Programm aus Videopräsentationen, Vorträgen und Performances zu
einem der wichtigsten Festivals für Videokunst
in Europa. Unter seinen Teilnehmern finden sich
wegweisende Namen wie Dara Birnbaum, Lynn
Hershman, Klaus vom Bruch, Gary Hill, Keren
Cytter, Marcel Odenbach und Bill Viola. Der Fokus
der Videonale liegt weiterhin auf der Förderung
junger aufstrebender Künstler.
Eine Künstlerfreundschaft
Franz Marc, Der Tiger,
1912, Öl auf Leinwand,
111 x 101,5 cm;
Städtische Galerie im
Lenbachhaus und
Kunstbau, München
© Foto: Lenbachhaus
Aus Anlass des 100. Todesjahrs von August Macke
zeigen das Kunstmuseum Bonn und die Städtische
Galerie im Lenbachhaus, München, zum ersten Mal
eine Ausstellung, die sich ausschließlich mit der
Freundschaft von August Macke und Franz Marc
und ihrer Kunst beschäftigt. Rund 200 Gemälde,
Aquarelle, Zeichnungen, Skizzenbücher, Objekte
und andere Dokumente führen das Leben und
Werk der beiden Künstler zwischen 1910 und 1914
zusammen und machen es erfahrbar.
Neben den Sammlungen des Kunstmuseum Bonn
und des Lenbachhauses in München verdeutlichen
zahlreiche Werke aus internationalen Museen und
Privatsammlungen, wie Macke und Marc trotz der
Unterschiedlichkeit ihrer Charaktere in wechselseitiger Auseinandersetzung ihren künstlerischen
Weg fanden, wie sie ihre Themen, ihre Formen der
Farbe entwickelten und in einem äußeren und
inneren Sehen das Verhältnis der Malerei zur Welt
bestimmten.
Eine Ausstellung in Kooperation mit der
Städtischen Galerie im Lenbachhaus, München
(28.1.–3.5.2015).
Ausstellung für Kinder
und Jugendliche
Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem
Mineralogischen Museum der Universität Bonn.
Kerstin Ergenzinger, Myopian Survey (Ausschnitt), 2011
Nebel im Wohnzimmer
Der verlorene Raum
Antonia Low, Der verlorene Raum, 2014; Foto: Carsten Gliese
Die in Bonn, Dublin und Brüssel aufgewachsene
Künstlerin Antonia Low (*1972 in Liverpool/UK)
ist die Gewinnerin des Bonner Kunstpreises 2013.
Lows Interesse gilt der subjektiven Wahrnehmung
im ästhetischen und sozialen Kontext.
Als Ort für das mit dem Preis verbundene, von der
Bonner IVG-Stiftung geförderte Atelierstipendium
wählte die Künstlerin die belgische Hauptstadt
Brüssel. Im Zentrum ihrer Recherchen standen
repräsentative Bauten mit nationalen und internationalen Aufgaben oder Symbolfunktion. Im
Kunstmuseum Bonn wurden die vielschichtigen
Erfahrungen schließlich in assoziative Raumvorstellungen künstlerisch umgesetzt.
Zusätzlich entwickelte Low eine Intervention für
das Treppenhaus des Museums. Es ist ein geteilter
Vorhang, den es zu passieren gilt. Der Stoff ist mit
einem Foto vom Skulpturendepot des Museums
bedruckt. So wird jeder, der durch den mittleren
Eingang in die Sammlungsräume gehen will, mit
dem verborgenen, inoffiziellen Bereich des Kunstmuseums unachtsam oder absichtlich in Berührung kommen.
Eine Ausstellung in Kooperation mit der Villa
Merkel, Esslingen (29.6.–21.9.2014) und dem
Kunstmuseum St. Gallen (7.3.–17.5.2015).
Andreas Schulze,
Ohne Titel (oder
Mode), 2014, Acryl
auf Nessel, 200 x
200 cm; Foto: Jochen
Arentzen, Courtesy
Sprüth Magers
Berlin London,
© Andreas Schulze
Die vom Kunstmuseum
Bonn ausgerichtete Schau
ist die erste Einzelausstellung des Künstlers in einem deutschen Museum.
Sie steht in einer Reihe von Präsentationen des
Kunstmuseums zur neueren amerikanischen Fotografie wie u.a. von Mitch Epstein oder Lewis Baltz.
In einem umfassenden, retrospektiven Blick wird
das von Sultan
Erste Einzelausstellung gemeinsam mit
Mandel
des Künstlers in einem Mike
erarbeitete
deutschen Museum
Die VIDEONALE.15 präsentiert 38 internationale
Videopositionen aus insgesamt 19 Ländern, ausgewählt von einer Expertenjury aus mehr als 1.200
Einsendungen aus 76 Nationen.
Larry Sultan, Dad on Bed, 1984, C-print, 100 x 75 cm, aus der Serie
Pictures from Home; © The Estate of Larry Sultan, Courtesy Galerie
Thomas Zander, Köln
Frühwerk in mehreren Serien entfaltet. Darüber
hinaus werden auch exemplarische Fotografien
aus den drei farbigen Bildreihen seines Spätwerks,
Pictures from Home, The Valley und Homeland zu
sehen sein. Erstmals wird auch ein Beispiel aus der
Reihe Billboards gezeigt, deren Motive ursprünglich in den 1970er-Jahren für den öffentlichen Raum
entstanden sind. Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog mit zahlreichen Beiträgen.
Eröffnung: 4.2.2015, 20 Uhr
Die Ausstellung wird ergänzt um den 2. Teil der
Jubiläumsausstellung 30 Jahre – 30 Stimmen
mit insgesamt 30 historischen Videonale-Werken.
Neben den ausgeEines der wichtigsten stellten Arbeiten
belebt während der
Festivals für Videogesamten Laufzeit
der Schau ein abkunst in Europa
wechslungsreiches
Festivalprogramm das Museum und ausgewählte
Orte innerhalb der Stadt. Künstlergespräche,
Diskussionsrunden, Führungen, Workshops, Vermittlungsprogramme und der Videonale Parcours
reflektieren die zeitgenössische künstlerische Praxis
ebenso wie aktuelle Debatten der Videokunst.
Im Anschluss an die Ausstellung im Kunstmuseum
Bonn werden die Werke der VIDEONALE.15 in internationalen Institutionen gezeigt. Vergangene Stationen waren u.a.:
Central House of
Artists, Moskau,
National Taiwan
Museum of Fine
Arts in Taichung,
Insa Art Space,
Seoul, Nationalgalerie von BosnienHerzegowina, Sarajewo, Museo Reina
Sofía, Madrid.
Auch wenn die Globalisierung selbst die entlegensten Gebiete in den Blick genommen hat, so schränkt
das die Strahlkraft der großen europäischen und
amerikanischen MetroEnorme Pluralität polen keineswegs ein.
Betrachtet man nur das
der Stile und
Angebot an bedeutenAusdrucksformen den Künstlern, die in
New York tätig sind,
dann zeigt sich, dass die Stadt nichts an Attraktivität verloren hat. Dies gilt im Besonderen für die
vitale Malereiszene. Heute, so scheint es, ist die
Malerei in New York so lebendig wie zu Zeiten des
Abstrakten Expressionismus und der Pop Art, nur,
dass jetzt eine enorme Pluralität der Stile und
Ausdrucksformen festzustellen ist. Nachdem die
Malerei lange totgesagt wurde, erfährt sie seit
einigen Jahren eine eindrucksvolle Renaissance,
getragen von einer Künstlergeneration, die sich
nicht mehr vorschreiben lässt, was künstlerisch zu
tun oder zu lassen ist. Ohne Vorbehalte und gänzlich souverän erproben insbesondere die in den
1970er-Jahren und frühen 1980er-Jahren geborenen Künstlerinnen und Künstler das Medium
Malerei, weshalb der Fokus der in Bonn gezeigten
Ausstellung auch auf dieser Generation liegt.
Gezeigt werden neuere und neueste Arbeiten von
insgesamt elf Künstlerpersönlichkeiten. Dabei
spannt sich der Bogen von den malerischen Experimenten eines Matt Connors, über die wilde
Post-Pop-Malerei von Eddie Martinez, bis hin zu
den neokonzeptuellen Ansätzen eines Antek
Walczak oder Ned Vena. So dokumentiert die
Ausstellung das reiche Panorama der Malerei, die
im Konzert der Künste wieder eine tragende Rolle
spielt. Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher
und reich illustrierter Katalog
mit einführenden Essays von
Christoph Schreier und Richard
Shiff.
Eröffnung: 13.5.2015, 20 Uhr
Eröffnung:
26.2.2015, 20 Uhr
VIDEONALE.14,
Ausstellungsansicht, 2013,
Foto: David Ertl, Köln
Eddie Martinez, Time Was,
2007, Acryl und Sprayfarbe
auf Leinwand,152,4 x 182,9 cm,
Privatsammlung; Courtesy
Zieher, Smith & Horton,
New York
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