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Dreiklang 43 Umbruch neu.indd - Musikschule

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Musikschulzeitung
Ausgabe 43 · Januar 2015
Musikschule im VHS-Zweckverband Meckenheim – Rheinbach – Swisttal
www.Musikschule-Meckenheim.de
www.Musikschule-Rheinbach.de
www.Musikschule-Swisttal.de
Seite 1
Musiker des Jahres 2014
Streichorchester „Sinfonietta“
Seite 3
Dozentenkonzert in Meckenheim
Führungswechsel im Elternbeirat
Seite 4
Wettbewerbsergebnisse
Die Wunderwelt der Klaviere
Seite 5
Adventskonzert
„Gestatten Froschkönig“
Seite 6
Ghetto Classic –
ein Projekt in Korogocho/Nairobi
Seite 7
„Consort of five“ in Odendorf
Seite 8
„Jung trifft Alt“ in Merzbach
Folklore-Workshop mit
Henner Diederich
Seite 9
Preisrätsel
„Übung macht die Meister?!“
Seite 10
Russische Klänge begeistern
im Glasmuseum
Seite 11
Interpretationskurs mit Pianist
Alexander Urvalov
Seite 12
Kammerkonzerte 2015
Seite 13
Jahreskonzert der Tomburg Winds
Seite 14
Kinderaufführungen beim
Rheinbacher Weihnachtsmarkt
Seite 15
Musikschul-DVD zum Jubiläum
Impressum
Seite 16
Konzerte und Veranstaltungen
Foto: Matthias Kehrein
Musiker des Jahres 2014
Das Streichorchester „Sinfonietta“
unter der Leitung von Maria Kapuscinska
S
ie verliehen dem Festkonzert
zum 40-jährigen Bestehen der
Musikschule orchestralen Glanz,
sie bereichern viele Veranstaltungen innerhalb und außerhalb der Musikschule
durch ihr frisches, engagiertes Spiel, und
sie gewannen zweimal den Ersten Preis
beim Wettbewerb „Musizierende Jugend
im Rhein-Sieg-Kreis“. Für den 16.
Dezember 2014 wurden sie von Landrat Sebastian Schuster eingeladen, ein
weihnachtliches Konzert im Kreishaus
Siegburg zu geben.
Gründe also wahrlich genug, um die
Auszeichnung „Musiker des Jahres“ in
diesem Jahr an die Musikerinnen und
Musiker des Streichorchesters „Sinfonietta“
unter ihrer Leiterin Maria Kapuscinska
zu vergeben!
Jeder, der schon einmal mit einem Jugendorchester zu tun hatte, weiß, welch
unendliche und vielfältige Arbeit hinter
einem solchen Ensemble stehen muss,
damit ein alle erfreuendes Klangergebnis
zustande kommen kann. Da ist zunächst
der Instrumentallehrer: In genauer, aber
geduldiger Kleinarbeit mit langem Atem
muss er dem Schüler die Geheimnisse
seines Instrumentes nahebringen. Der
Schüler oder die Schülerin muss über
Jahre mit Ausdauer und einer gehörigen
Portion „Frustrationstoleranz“
an seinem/ihrem eigenen Spiel feilen,
und darin muss er bzw. sie unbedingt
von den Eltern unterstützt und ermutigt werden. Erst wenn eine gute
Beherrschung des Instrumentes erreicht
ist, kann man sich einem Ensemble
anschließen. Denn die Fehler, die bei
jedem einzelnen nur gering sein mögen,
potenzieren sich in ihrer Wirkung im
Ensemble. Und dann folgt die Arbeit
im Ensemble selbst, die natürlich vom
Dirigenten gelenkt werden muss: das
Aufeinander-Hören, das Sich- Anpassen,
das Zusammen-Finden und Zusammen-Fühlen. Ein Prozess, der schließlich
zum Phänomen „Orchester“ führt, in
dem das Ganze mehr ist als die Summe
seiner Teile, und durch das nun wiederum jedes Mitglied des Orchesters eine
Bereicherung erfährt.
In diesem Sinne gilt unser Glückwunsch
allen oben Genannten, in erster Linie
natürlich dem Orchester selbst und
seiner Leiterin Maria Kapuscinska, aber
auch allen beteiligten Lehrerinnen und
Lehrern und genauso den Eltern! Wir
freuen uns auf viele weitere Konzerte mit
„Sinfonietta“!
Beate Riemer
Volkshochschule
Meckenheim Rheinbach Swisttal
mit Wachtberg
Verehrte Leserinnen und Leser,
Musikschule und Volkshochschule sind die Bildungseinrichtungen Ihrer Kommunen, die - verbunden und integriert in unserem
Volkshochschulzweckverband - Gewähr dafür leisten, dass außerschulische Bildungsangebote für Jung und Alt in einem breiten Fächerkanon angeboten werden können:
Von A wie Akkordeon, Astronomie, Alphabetisierung über F wie Finanzbuchführung, Fitness, Flöte, Französisch
bis Z wie Zeichnen, Zauberflöte.
Sie nutzen bereits Angebote unserer Musikschule – nutzen Sie doch auch unsere Volkshochschulangebote!
Wir freuen uns, Sie bei einer unserer VHS-Veranstaltungen oder in einem unserer VHS-Kurse begrüßen zu dürfen. Neben unseren
Sprach- und IT-Kursen sowie unseren Studienreisen möchten wir Sie auf vier Themenreihen hinweisen:
1. Die Interdisziplinäre Vortragsreihe „Berührungspunkte von Kunst, Musik und Literatur“ ist eine Auseinandersetzung mit bedeutenden
Werken der Kunst, Musik und Literatur, die auf ihren gemeinsamen Ausgangsstoff hin betrachtet werden. Im Frühjahr 2015 stehen
Goethes Faust und Mozarts Zauberflöte im Fokus.
2. Die Reihe „Gesellschaft im Wandel“ behandelt Thematiken, die sich auf das gesellschaftliche, berufliche und individuelle Leben auswirken. Experten beleuchten Chancen und Herausforderungen. Thema in 2015: Die Digitalisierung.
3. „Erinnern für die Zukunft“ behandelt Ereignisse der deutschen und europäischen Vergangenheit, die für ein Verständnis der Notwendigkeit eines friedlichen und demokratischen Miteinanders im europäischen Kontext von besonderer Bedeutung sind. In 2015 fokussieren wir uns auf den Ersten und Zweiten Weltkrieg.
4. Mit der „Internet-Themenreihe“ lernen Sie umfassend die Nutzungsmöglichkeiten des Internets kennen. Ob über E-Mail, Skype oder
soziale Netzwerke, über Kaufen und Verkaufen im Netz oder über die sichere Nutzung – künftig werden Sie mitreden können und sich
die Vorteile des Internets bequem und sicher zu eigen machen.
Das vollständige VHS-Vortragsprogramm finden Sie unter www.vhs-rheinbach.de
Als Volkhochschulzweckverband müssen wir nun die Herausforderungen gesellschaftlicher Veränderungen inhaltlich und konzeptionell
angehen. Es gilt, gemeinsam Zukunftsperspektiven zum Erhalt, zur Festigung und zum Ausbau unseres kulturellen, musischen, sozialen
und gesellschaftlichen Bildungsangebotes zu entwerfen. Hier sind alle Bildungspartner gefragt: Teilnehmende, Mitarbeitende, Eltern sowie Verwaltungen, politische Verantwortliche, Schulen und Vereine.
Helfen Sie uns, unser Leistungsangebot halten zu können, zu optimieren und zukunftsfest zu machen. Teilen Sie uns Ihre Ideen, Anregungen und Kritik mit – und werden Sie Mitglied im Förderverein unserer Musikschule!
Ihr VHS-Direktor
VHS – Bildung aus Leidenschaft
Wir bringen Sie auf Kurs – helfen Sie uns, sturmfest zu werden!
2
Eine Sternstunde der Musikschule
Dozentenkonzert zum 40jährigen Jubiläum der Musikschule
G
leich 15 Dozentinnen und Dozenten (und zwei Gastmusiker)
gestalteten äußerst eindrucksvoll
den Abend des 28. September in der Aula
der Realschule Meckenheim. Zu hören
war Kammermusik von Antonín Dvořák,
Johannes Brahms, Wolfgang A. Mozart,
Ludwig van Beethoven und Philippe
Gaubert.
Es war ein unvergessliches musikalisches Großereignis, das die Zuhörer
über zwei Stunden begeisterte und als
ein eindrucksvolles Zeugnis der hohen
musikalischen Qualität des Musikschullehrkörpers das 40jähige Jubiläum der
Musikschule meisterhaft abrundete: eine
wahre Sternstunde der Musikschulgeschichte!
Allen Mitwirkenden gebührt Dank für die
lange, intensive Zeit der Vorbereitung für
dieses Konzert, die weit über die norma-
len Aufgaben eines Musikschuldozenten
hinausgeht.
Claus Kratzenberg
Führungswechsel im Elternbeirat der Musikschule
Auf den neuen Elternbeirat warten große
Aufgaben und Herausforderungen. Nachdem die Aufstellung einer neuen Gebührensatzung durch den Zweckverband mit
umfangreichen Mehrbelastungen für die
Familien nicht zu verhindern war, geht es
nun umso mehr darum, beharrlichen und
wirksamen Widerstand gegen jegliche
weitere Beschneidung von Ausbildungsqualität und musikalischen Bildungsmöglichkeiten zu leisten.
Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern
sollen die Gewissheit haben, dass ihre Interessen gegenüber der Schulleitung, dem
VHS-Zweckverband und den politischen
Entscheidungsträgern der beteiligten
Kommunen auch künftig konsequent und
entschlossen vertreten werden.
M
it Beendigung des vergangenen
Schuljahres wurde satzungsgemäß die Versammlung des
Elternbeirates der Musikschule einberufen.
Unter hoher Beteiligung aus der Elternschaft stand die Wahl des Elternbeirats für
die nächste Amtszeit auf dem Programm.
Als neue Mitglieder wurden gewählt:
Britta Ißler (1. Vorsitzende) aus Swist-
tal, Kinderärztin, Martin Kötter (2.
Vorsitzender) aus Rheinbach, ausgebildeter Dirigent und Berufsoffizier im
Militärmusikdienst der Bundeswehr,
Dr. Christel Maas-Gierse und Dr. Jutta
Semrau, beide aus Swisttal. Weiterhin
im Elternbeirat sind die Meckenheimer
Prof. Dr. Erhard Bierhoff und Dr. Paul
Lauwers und Christiane Rohde aus
Rheinbach.
Nur so wird es gelingen, auch künftig die
nachweislich erfolgreiche Arbeit und die
hohe Qualität der Musikschule in der
kulturellen, sozialen und gesellschaftlichen
Bildung unseres musikalischen Nachwuchses zu sichern.
Elternbeirat
3
Wettbewerbsergebnisse
„Musizierende Jugend“ 2014
Der Wettbewerb „Musizierende Jugend im Rhein-Sieg-Kreis“ bewies ein weiteres Mal, auf welch
hohem Niveau unsere Schüler musizieren.
I
n der Sparte Klavier Solo erhielten Florian Plücker mit 27
Punkten einen 1. Preis, Angelina Wolf mit 24 Punkten einen
2. Preis (beide Klasse Christian Kreft-Schönewolf ), Malte
Ißler (Klasse Hubertus Tölle) mit 24 Punkten einen 2. Preis und
Manolo Blaufuß (Klasse Beate Riemer) mit 21 Punkten einen 3.
Preis.
Lynn Marie Leutner, Flöte (Klasse Barbara Medick) und Daria
Sommer, Oboe (Klasse Katrin Jones) erhielt einen 1. Preis mit 26
Punkten.
Tobias Grohs (Klasse Peter Clemens) erreichte in der Sparte
Trompete Solo mit 24 Punkten einen 2. Preis, Janik Nagel (Klasse
Selcuk Sahinoglu) in der Sparte Klarinette Solo mit 27 Punkten
einen 1. Preis.
In der Wertung „Kleine Spielkreise“ erhielt das Violin-Quartett
Johanna Luppus, Simon Kletti, Robert Kremer und Maja
Quade (alle Klasse Maria Kapuscinska) mit 22 Punkten einen 2.
Preis.
Paul Tintelnot (Klasse Christian Kreft-Schönewolf ) begleitete
sowohl Janik Nagel als auch Tobias Grohs am Klavier und erhielt
für die Klarinettenbegleitung mit 27 Punkten einen 1. Preis und
für die Begleitung des Trompeters einen 1. Preis mit 25 Punkten.
In der Sparte „Große Spielkreise“ erhielt das Gitarrenensemble (Leitung Martina Kölle) einen 1. Preis mit 25 Punkten, das
Jugendorchester Tomburg Winds (Leitung Georg Heide) mit 26
Punkten einen 1. Preis.
In der Sparte Duo-Wertung erzielten Lukas Restle, Fagott (Klasse
Raimund Lintzen) und Almut Nagel, Klavier (Klasse ChristianKreft-Schönewolf ) einen 1. Preis mit 27 Punkten. Das Duo
Die Musikschule gratuliert allen Preisträgern und ihren Lehrern
sehr herzlich zu ihrem Wettbewerbserfolg!
Leonard Olpen erspielte sich auf dem Akkordeon mit 22 Punkten einen 2. Preis.
Die Wunderwelt der Klaviere
W
er kennt nicht das kleine freche Piano-Forte, den liebsten
Spielgefährten von Jana, dem kleinen Mädchen aus „Das
unverschämte Klavier“.
Nachdem sie in der ersten Geschichte von Felix Janosa nach allerlei wilden Abenteuern ihren Spielgefährten gezähmt hatte, macht sie jetzt in
der zweiten Geschichte einen Ausflug in die Wunderwelt der Klaviere:
Begleitet von einem fachkundigen Pianologen lernt sie die verrücktesten
Klaviere kennen:
Große und kleine, schwarze und bunte, gescheckte und gestreifte.
Untermalt wird das Märchen mit poppiger Musik von Felix Janosa,
gespielt von Schülern der Musikschule.
29.01.15 18:00 Uhr
Aula der GGS-Merl, Zypressenweg 2,
Meckenheim - Merl
05.02.15 18:00 Uhr
Aula der Georg-von-Boeselager-Sekundarschule,
Blütenweg 10, Swisttal - Heimerzheim
Hubertus Tölle
4
Beate Riemer
Adventskonzert der Musikschule
in Rheinbach
D
Am Sonntag den 07.12.2014
fand um 18.00 Uhr in der
Pallottikirche in Rheinbach ein
Adventskonzert der Musikschule in der
VHS Meckenheim-Rheinbach-Swisttal
mit Wachtberg statt.
Im ersten Teil des Konzerts wurde das
Doppelkonzert d-moll, BWV 1043 von
Joh. Seb. Bach gespielt. Dieses Werk
vermittelt mit seinen drei Sätzen eine
abwechslungsreiche Bandbreite an musikalischen Ausdrucksgesten und großer
Spielfreude. Die beiden Solisten, Maria
Kapuscinska und Viktor Wittmann,
gestalteten das Konzert mit großer
Spielfreude und Virtuosität. Begleitet
wurden sie vom Orchester „Pro musica“
der Musikschule.
Im zweiten Teil des Konzertes wurde der
1. Teil des Oratoriums „Messias“ und das
berühmte Halleluja aus dem zweiten Teil
aufgeführt. In diesem 1. Teil stehen das
adventliche und weihnachtliche Geschehen im Vordergrund. Der Chor CoIlegi-
um Vocale wurde dabei von Gästen aus
der Kantorei der Kreuzkirche Bonn und
Gästen aus anderen Chören unterstützt.
Begleitet wurden Solisten und Chor vom
Orchester „Pro musica“. Die Solistinnen
Lydia Krüger (Sopran) und Nele Quaas
(Alt) und der Solist Andreas Petermeier
(Bass) überzeugten mit hoher Professionalität in ihren Solopartien. Die Gesamtleitung hatte Hans-Wilhelm Walbröhl.
Hans-Wilhelm Walbröhl
„Gestatten Froschkönig“
D
er Kinderchor, die Musikalische
Früherziehung und ein kleines
Orchester laden alle Familien mit
Kindern zwischen 3 und 10 Jahren herzlich
zu unserem nächsten Kindermusical ein.
Dieses Jahr werden wir „Gestatten Froschkönig“ auf die Bretter bringen.
Die Geschichte erzählt von einem kleinen
Frosch, der partout keine Lust hat, irgendeine Prinzessin zu küssen. Dabei würde ihn
die Froschmutter nur zu gerne in festen
königlichen Händen wissen. Der kleine
Frosch liebt aber sein Brunnendasein, das
ihm viel Abwechslung bietet. Nicht nur
heiratswillige junge Prinzessinnen, auch
Bauern, Ritter und viele andere große und
kleine Menschen kommen ihn besuchen.
Der kleine Frosch lebt nämlich in einem
„Wunschbrunnen“, der immer wieder
Wünsche und Träume wahr werden lässt.
Nur seine eigenen Träume kann der Frosch
nicht erfüllen, hier braucht er die Hilfe
einer Zauberfee.
Wie es sich für ein gutes Märchen gehört,
gibt es natürlich auch eine wunderschöne Prinzessin. Die Prinzessin jedoch hat
absolut keine Lust mehr auf das höfische
Leben und die sie umwerbenden Prinzen.
Wie die beiden nun zusammen finden
und miteinander glücklich werden, erzählt
unser Musical.
Freikarten gibt es ab dem 01.04.2015
in der Geschäftsstelle der Musikschule,
Schweigelstr. 21 oder bei den Dozentinnen
der Musikalischen Früherziehung.
Dorothea Finke
5
Ghetto Classic - ein Projekt in
Korogocho/Nairobi
I
n den Herbstferien verbrachten meine
Kollegin Ulla Pietruk von der Bonner
Musikschule und ich einen eindrucksvollen Urlaub in Kenia. Safaris, überwältigende Natur, Leben in einem Internat in
Naivasha im Rift Valley und zum Schluss
ein Besuch bei dem Ghetto-Classic-Projekt
in einem der Slums in Nairobi, von dem
ich hier berichten möchte.
In den Slums von Nairobi wohnen mehr
als die Hälfte der mehr als 3 Mio. Bewohner der ganzen Stadt. In Korogocho, dies
ist eines der ca. 10 Slums, leben fast so viele
Menschen wie in Bonn. Wellblechhütten
stehen dicht an dicht, die Wege sind nicht
befestigt, wir sehen viele Straßenhändler
und ein quirliges Straßenleben. Zwischen
den Häusern sind die Wege sehr eng,
überall kleine Müllberge. Unser Taxi hat
verdunkelte Scheiben, die Türen werden,
sobald wir losfahren, abgeschlossen. Da unser Taxifahrer noch nie in diesem Slum war
und es auch keinen Stadtplan gibt, werden
wir von Simon, einem Lehrer des Viertels,
abgeholt. Wir fahren durch ein großes Tor
und stehen dann vor den kleinen Gebäuden, in denen eine Schule und Kirche
beherbergt sind. Vor einer an den Seiten offenen, aber überdachten Arena steigen wir
aus. Hier schallen uns Klänge von diversen
Streich- und Blasinstrumenten entgegen.
Heute ist Sonntag, und die Schüler treffen
sich zu Gruppenproben mit ihren Lehrern
und anschließender Orchesterprobe. Unter
der Woche kommen die Schüler jeden
Abend zum Üben in die Schule, denn die
Instrumente dürfen sie nicht mit nach
Hause nehmen. In kleinen Gruppen sitzen
sie in Ecken und Winkeln, mit und ohne
Lehrer, üben Tonleitern und lassen sich
durch uns nicht ablenken.
6
Nach kurzer Zeit nehmen wir
einen süßlichen Gestank wahr.
Die Querflötengruppe steht vor
einem Wellblechzaun und dahinter befindet sich Dandora:
die Müllhalde von Nairobi. Die
meisten Menschen bestreiten
hier ihren Unterhalt, indem
sie Müll sammeln, trennen
und verkaufen, umgeben von
Marabus, Schwelbränden und
giftigen Dämpfen.
Justin, der Querflötenlehrer, bringt sich
seit 2 Jahren das Querflötenspiel selber bei;
ich bin beeindruckt von seinem schönen
Ton, seinem Spiel und dem Umgang mit
seinen Schülern. Die gleiche ruhige Atmosphäre erleben wir auch bei den anderen
Gruppen. Dann werden wir in einen
Klassenraum gerufen. Es haben sich ca.
10 Schüler versammelt, die
jetzt Blockflötenunterricht
haben und die ersten drei
Noten lernen. Ulla (eigentlich Pianistin) muss plötzlich
Blockflöte unterrichten und
ich im Nebenraum die kleine
Yamaha Fife, eine Plastikquerflöte ohne Klappen für
den frühen Unterricht. Wir
üben gemeinsam „Au Clair
de la Lune“. Große Augen
staunen mich an und ich bin
mir nicht sicher, wer mehr
überrascht von dieser Situation ist, „meine“
4 Schüler oder ich. Nach 15 Minuten
klappt es schon etwas besser. Unsere
Probestunde ist zu Ende und wir überreichen der Querflötenklasse dieses Projekts
eine Flöte, gesponsert durch Bernd Wysk
von der Firma „Flutissimo“ in Meindorf/
St. Augustin. Dieses Instrument steht nun
allen Schülern zur Verfügung, die nach
dem Beginn auf der Yamaha Fife Querflöte
spielen möchten. Anschließend hören wir
noch der Probe von „Can You Feel The
Love Tonight“ aus „König der Löwen“ zu.
Wir haben uns vorgenommen, dieses
Projekt zu unterstützen und bitten um
Instrumentenspenden. Gefragt sind alle
Instrumente, denn das Projekt soll auf
die umliegenden Slumviertel ausgedehnt
werden. Besonders benötigt werden für
den Beginn Blockflöten aus Plastik. In
Korogocho fangen alle Schüler damit an
und lernen so das erste Musizieren und die
Notenschrift. Danach dürfen sie sich ein
anderes Instrument aussuchen, wenn eins
zur Verfügung steht.
Wenn wir genügend Instrumente gesammelt haben, werden wir sie nach Nairobi
schicken, in der Hoffnung, durch die
Musik Licht in den Alltag der Slums zu
bringen.
Beate Dix
Wer sich gerne beteiligen möchte, ist eingeladen, dieses Projekt zu unterstützen.
Kontaktadresse: Beate Dix
(dix-schaefer@gmx.de; 0228-371967)
„Consort of five“
konzertierte im Zehnthaus Odendorf
A
m 31. Oktober 2014 lud der Verein
Zehnthaus Swisttal-Odendorf/
Essig auf Initiative des Kulturwarts
Dr. Swen Holger Brunsch zu einem besonderen Konzert ein mit dem Titel „Voices“,
Renaissancemusik für fünf Blockflöten.
Das international bekannte „Consort of
five“ mit Claudia Heinisch, Sonja Kemnitzer, Eva Susanna Kuen, Nina-Eike Riegler
und Andrea Vincon hatte ein abwechslungsreiches Programm mit englischen,
französischen, deutschen und italienischen
Kompositionen zusammengestellt, die
sich in vielfältiger Weise auf den Gesang
beziehen.
So ahmt die Canzon „La Lusignuola“ von
Tarquinio Merula virtuos das rhythmische
Schlagen und muntere Zwitschern der
Nachtigall nach. Die lautmalerischen Rufe
der Marktschreier im In Nomine „Crye“
von Christopher Tye kontrastierten mit
den melancholischen wie klangsinnlichen
Lachrimae-Pavanen von John Dowland.
Die geschickte Mischung der Motetten,
Tänze und Chansons begeisterte das
zahlreiche Publikum nicht nur durch ihre
reizvollen Klangfarbenwechsel, es war auch
spannend anzuschauen, wie die Stimmen
abwechselnd in den Vordergrund traten.
Mit brillianter Spielfreude und homogenem, gesanglichem Verschmelzen der
Flötenstimmen führte das Ensemble durch
den Formen- und Klangreichtum der
Renaissancezeit.
Bereits vor Konzertbeginn betrachtete das
Publikum fasziniert die aufgebauten 20
Blockflöten aller Größen vom Sopran bis
zum 1,80 m großen Subbass.
Das Renaissance-Consort des Flötenbauers
Martin Praetorius besteht aus Nachbauten
historischer Flöten aus dem 16. Jahrhundert,
die im Kunsthistorischen Museum in Wien
aufbewahrt werden.
Wahrscheinlich wurden diese Instrumente
von der Familie Bassano in Venedig hergestellt.
Die Stimmtonhöhe der Originale wie der
Nachbauten beträgt a = 466 Hz und liegt
damit ein Halbton über dem heutigem
Kammerton.
Durch den weichen, gestrichenen Klang der
sorgfältig aufeinander abgestimmten Blockflöten aus Ahornholz und ihre mitteltönige
Stimmung entsteht ein besonders harmonisches Klangbild.
Dorothee Simone französische Chansons der
Renaissance.
Besonders „Frais e gaillard“ von Giovanni
Bassano mit solistischen Melismen von Janik
Nagel gefiel den Zuhörern, die sich mit herzlichem Applaus bei den jungen Musikern
bedankten.
Der Zehnthausverein honorierte ihren
Gastauftritt mit Gutscheinen für Noten oder
Lesestoff.
Der außergewöhnliche Konzertabend des
Ensembles „Consort of five“ im ausverkauften Zehnthaus wurde vom enthusiastischen
Publikum mit langem Beifall verabschiedet.
Dorothee Simone
Vorschau:
Die unterschiedlichen Größen der in c, f und
g gestimmten Instrumente entsprechen den
menschlichen Stimmlagen, da Blockflöten
bis 1550 oft zur Verdopplung von Gesangsstimmen eingesetzt wurden.
Erst ab der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts
emanzipierte sich die Instrumentalmusik
und es entstanden auch rein instrumentale
Ensembles.
Als besonderen Programmpunkt des
Konzerts hatte das „Consort of five“ drei
Nachwuchsflötisten der Musikschule Meckenheim-Rheinbach-Swisttal eingeladen.
Michel Ehlker, Janik Nagel und Leonie
Tietz spielten gemeinsam mit ihrer Lehrerin
Am Samstag,
den 20. Juni 2015
um 17.00 Uhr
laden fortgeschrittene Schüler
und Schülerinnen der Blockflötenklassen sowie das
Ensemble „Passamezzo“ zu
einem Kammerkonzert in die
Ipplendorfer Barockkirche ein.
Die Leitung hat Dorothee Simone.
7
„Jung trifft Alt“
A
uf dem Altentag in der Grundschule Merzbach traten am
26.10.2014 ca. 40 junge Schülerinnen und Schüler der Musikschule
zusammen mit dem Schulchor der Grundschule und dem Kinderchor der Musikschule unter der Leitung von Dorothea
Finke auf.
Bunt waren nicht nur die Tücher, die
herbstlich in den Kinderhänden flatterten,
bunt war auch die Liedauswahl. Hier
standen traditionelle Herbstlieder zum
gemeinsamen Singen, aber auch moderne, rhythmisch betonte Klänge auf dem
Programm. Begleitet wurden die jungen
Stimmen von dem kleinen Orchester
der Grundschule, in dem die Kinder
Blockflöten, E-Gitarre, Trommel, Klavier,
Klangbausteine und Regenmacher zum
Klingen brachten.
Die Aula war bis auf die letzte Reihe
besetzt, so dass auch die sangesfreudige
Unterstützung aus dem Publikum für eine tolle Stimmung
sorgte. Verdient genossen die
jungen Künstler und Künstlerinnen den lang anhaltenden
Applaus und gingen mit
einem „He, ho, spann den
Wagen an“ auf den Lippen
zufrieden nach
Hause. Alle Kinder zwischen 6 und 10
Jahren, die gerne
singen, können an einem solchen und ähnlichen Projekten
teilnehmen.
Wer Lust hat, im Chor
mitzumachen, ist zu einer
Schnupperprobe herzlich
willkommen!
Wir proben immer montags von
17:30 Uhr – 18:30 Uhr in der Rheinbacher
Realschule. Unser nächstes Projekt ist ein
Kindermusical, das am 25. und 26. April
im Stadttheater Rheinbach aufgeführt
wird.
Dorothea Finke
FOLKLORE-WORKSHOP MIT HENNER DIEDERICH
Die Volksmusik-Bearbeitungen und -Arrangements von Henner Diederich bieten Inspiration und Lernmaterial für alle, die sich
intensiv mit Folklore-Ensemblespiel beschäftigen möchten. Wir freuen uns sehr, dass er wieder für einen Workshop gewonnen
werden konnte.
Seine Unterweisungen sind immer anregend und bereichernd, wecken Neugier auf bis dato Unbekanntes und erweitern so den
musikalischen Horizont.
Eine Fort- und Weiterbildung, bei der Kenntnisse vermittelt werden über Spielpraxis, Techniken und Traditionen von Folklore
aus aller Welt. Offen für alle interessierten Instrumentalisten/innen.
Termin:
Ort:
Gebühr:
21.02.2015 von 10:00-18:00 Uhr / 22.02.2014 von 10:00 bis 13:00 Uhr
Aula GGS Merl, Zypressenweg 2, Meckenheim-Merl
40,00 €
Anmeldungen bei Martina Kölle / martina.koelle@musikschule-rheinbach.de
8
Preisrätsel, hier gibt’s was zu gewinnen
Am 20. August 1977 wurde vom amerikanischen Cape Canaveral aus die Raumsonde Voyager 2 in
den Weltraum geschossen. Zweck der Reise war die Erforschung der Planeten unseres Sonnensystems. Unglaublich, aber wahr: die Funkverbindung mit Voyager 2 funktioniert bis heute,
obwohl sie nach 37 Jahren selbst den Zwergplaneten Pluto weit hinter sich gelassen hat!
Entfernung von der Erde am 14. Juli 2014: 25.268.000.000 km. Ein Funksignal,
das von der Erde zu Voyager 2 geschickt wird, brauchte am 24.11.2014
14:37 Stunden, die Antwort zurück ebenso lang. In absehbarer Zeit wird
die Sonde unser Sonnensystem verlassen und sich im interstellaren Raum
verlieren.
An Bord befindet sich unter anderem die sog. Golden Record,
die wesentliche Informationen zur menschlichen Zivilisation weltweit enthält. Musik darf da auf keinen Fall fehlen und schon gar
nicht die von Johann Sebastian Bach!
Unsere Preisfrage lautet: welche Klavierkomposition von J.S. Bach
befindet sich auf der Golden Record und wer spielt sie?
Wer die richtige Antwort auf diese Frage herausfindet, erhält eine CD als Preis.
Einsendungen per Mail bis 28.02.2015 an barbara.medick@vhs-rheinbach.de
Bei mehreren richtigen Antworten entscheidet das Los.
Viel Vergnügen bei der Suche!
Übung macht die Meister?!
Die Idee an einem Wettbewerb teilzunehmen kam uns selber, aber ohne unsere Lehrerinnen Frau Medick und Frau Jones wären wir aufgeschmissen gewesen…
Zusammen haben wir viel Zeit und Arbeit investiert, Lob und Tadel kassiert.
Anfangs waren wir manchmal kurz davor aufzugeben, aber Freunde, Verwandte, Familie und unsere Lehrerinnen haben uns immer wieder Mut gemacht. Dennoch gab es
manchmal Tage, an denen wir frustriert nach Hause gegangen sind.
Der Hauptsatz, den Frau Medick anfangs oft wiederholte, bezog sich auf Lynns ‚suboptimale‘ Phrasierung. Daria musste immer wieder an ihren Solo-Einsätzen feilen.
Obwohl wir wegen schulischem Auslandsaufenthalt und Erkältung einige Proben absagen mussten, waren wir alle zum Schluss
doch sehr zufrieden mit unserer Leistung! Die Teilnahme an einem Wettbewerb kann man nur weiter empfehlen!
Trotz Lampenfieber: man überlebt es, obwohl Lynn es schaffte, sich vor der Fahrt nach Lohmar noch die Finger in der Autotür
zu quetschen. Die Freude über einen ersten Preis mit 26 von 27 möglichen Punkten war jedenfalls riesengroß!
Wir bedanken uns bei unseren Lehrerinnen Frau Jones und Frau Medick.
Daria Sommer und Lynn Marie Leutner
9
Russische Klänge begeistern das Publikum im
Rheinbacher Glasmuseum
Zum dritten Mal war der seit 1991 in Deutschland lebende und lehrende russische Pianist Alexander
Urvalov in Rheinbach zu Gast.
N
ach seinen mit großer Begeisterung aufgenommenen Konzerten in 2012 und 2013 bestritt
er in diesem Jahr gemeinsam mit seinem
Sohn Viktor Urvalov ein rein russisches
Programm. Der bereits vielfach ausgezeichnete junge Künstler ließ zunächst
im 1. Teil seinem Vater Alexander den
Vortritt.
In Erinnerung an den Beginn der beiden
Weltkriege, derer in diesem Jahr in zahlreichen Veranstaltungen gedacht wird,
hatte der Pianist Werke von Alexander
Skrjabin und Dmitri Schostakowitsch ausgewählt. Die informativen Erläuterungen,
die Urvalov seinem Klaviervortrag voranstellte, halfen dem Publikum sehr beim
Erleben der Musik, die jeweils folgte.
Kein anderer Komponist hat die russische
Musik des 20. Jahrhunderts bzw. die der
Zeit des Kommunismus und Stalinismus
so geprägt wie Dmitri Schostakowitsch.
Das Leiden an der Politik des stalinistischen Regimes, dem er immer wieder
persönlich ausgeliefert war, das unermessliche Leid seines Volkes im 2. Weltkrieg
und die nimmermüde leidenschaftliche
Liebe zu seiner russischen Heimat beherrscht alle seine Werke.
Es ist ein großes Verdienst Alexander
Urvalovs, dass er die, zumal in Westeuropa, wenig zu hörende 2. Klaviersonate,
die sowohl eine große technisch-interpretatorische Herausforderung an den
Pianisten wie auch eine an das Verständnis
des Hörers darstellt, einem sachkundigen
Publikum darbot.
Das Werk aus dem Kriegsjahr 1943 zieht
den Hörer unmittelbar in die Schreckensvisionen dieser dunklen Zeit hinein. Es
entstand im Umfeld der siebten - sogenannten - „Leningrader“ Sinfonie, deren
unheilverkündendes „Invasionsthema“
deutlich in der Sonate anklingt.
Alexander Urvalov wurde dem Werk mit
einer großartigen Interpratation gerecht.
Immer wieder beeindruckend, wie er die
großen Steigerungspassagen insbesondere der Ecksätze mit seiner unfehlbaren
10
Technik und seiner großen Anschlagskunst bewältigte. Ebenso bewundernswert
gelang ihm der 2. Satz - Largo - mit
seiner meditativen Stimmung, die einen
Gegenpol zu den unruhig-dramatischen
Ecksätzen des Stückes bildet.
Begonnen hatte der Abend mit zwei
Werken Alexander Skrjabins. Selber ein
zu seiner Zeit gefeierter Konzertpianist,
der nur seine eigenen Werke spielte, die
zum technisch schwierigsten gehören, was
die Klavierliteratur zu bieten hat, gehört
Skrjabin zu den wichtigsten Wegbereitern
der Moderne.
Der ausdrucksvollen, gesanglichen Etüde
Nr. 1, noch ganz Chopin- und Lisztschen
Klangvorbildern verhaftet, folgte das
bedeutende „Vers la flamme“ aus dem
Spätwerk des Komponisten, in dem alle
Regeln der traditionellen Harmonielehre
aufgehoben sind und sich die neue, sinnliche, dabei ganz persönliche Klangwelt
Skrjabins entfaltet.
Das unruhig flackernde, zwischen Meditation und Ekstase changierende Stück
geriet in der mitreißenden Interpretation
Alexander Urvalovs zu einem ersten Höhepunkt des Abends.
Das Stück entstand im Jahr des Kriegsausbruchs 1914. Für uns heute nicht nachvollziehbar, begrüßte auch Skrjabin wie so
viele Künstler und Intellektuelle in ganz
Europa euphorisch den Kriegsbeginn als
Anbruch eines neuen, großen Zeitalters.
Nach der Pause spielte Viktor Urvalov
eines der berühmtesten Werke - nicht nur
- der russischen Klavierliteratur, Modest
Mussorgskis „Bilder einer Ausstellung“.
Zu Ehren Victor Hartmanns, eines mit
Mussorgski befreundeten, kurz zuvor verstorbenen Malers, fand 1874 in Moskau
eine Gedächtnisausstellung statt, deren
Eindrücke Mussorgski in einem wahren
Schaffensrausch von wenigen Tagen in
Musik umsetzte.
Die verschiedenen Bildeindrücke werden
jeweils durch musikalische „Promenaden“
verbunden, die in ihren unterschiedlichen
Stimmungen auf das nächste Bild vorbereiten. Gerade sie geben dem Werk seinen
typisch russischen, oft volksliedhaften
Charakter, was ein Anliegen Mussorgskis
in all seinen Werken darstellt.
Viktor Urvalov zeigte sich souverän allen
Facetten des Werkes gewachsen. Sein sachliches, jede Maniriertheit vermeidendes,
dabei über alle technischen Schwierigkeiten erhabenes Spiel führte zu einer
absolut überzeugenden Interpretation.
Sehr gut war dabei der konzeptionelle
Unterschied des Mussorgskischen Klavieroriginals zur vielgespielten Ravelschen
Orchesterfassung mit ihren impressionis-
tischen Farbspielen wahrzunehmen.
Hier war ein junger, bescheiden auftretender Künstler zu hören, der in seiner
Ernsthaftigkeit und emotionalen Tiefe in
der Auseinandersetzung mit großer Kunst
sein Publikum beeindruckte.
Er bringt alle Voraussetzungen zu einer
Pianistenkarriere mit; dazu kann man ihm
nur viel Glück und Erfolg wünschen.
Fast schon zu erwarten war, dass Vater
und Sohn Urvalov bei den beiden Zuga-
ben gemeinsam am Flügel sitzen würden.
Die hinreißend gespielte „Romanze“ von
Sergej Rachmaninow und das beschauliche „Abendlied“ von Robert Schumann
rundeten einen großen Musikabend im
Glasmuseum ab.
Karl Hempel
Interpretationskurs mit Alexander Urvalov
B
ereits zum vierten Mal lud die
Musikschule am darauffolgenden
Wochenende Alexander Urvalov
zu einem Interpretationskurs ein, an dem
er einigen Lehrern und fortgeschrittenen
Schülern öffentlichen Unterricht erteilte.
Jedes mal aufs Neue verblüfft er durch
seine sehr inspirierenden Interpretationsvorschläge ebenso wie durch geniale
technische Ratschläge. Sein Einfühlungsvermögen gestattet es ihm, jeden
Schüler ganz individuell anzusprechen
und dadurch sein Spiel entscheidend zu
verbessern. Urvalovs Demonstrationen am
eigentlich schon etwas in die Jahre gekommenen „Brother“-Flügel der Aula Bachstraße zeigen eine unglaublich reiche Anschlagskultur, von der ein wenig sogleich
Christian Klein
auf jeden Schüler überspringt. Die aktiven
und passiven Kursteilnehmer tauchten an
diesem Wochenende tief in die Musik ein
und fuhren schließlich am Sonntagmittag
sehr bereichert nach Hause.
Beate Riemer
Paul Tintelnot
11
Kammerkonzerte 2015
Hinweis für alle Kammerkonzerte:
r #JUUFCFBDIUFO%JF7FSBOTUBMUVOHTPSUFTJOEKFXFJMTBOHFHFCFO
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r %FS7PSWFSLBVGCFHJOOUESFJ8PDIFOWPSEFN,PO[FSUCFJEFS7)4.VTJLTDIVMHFTDIÅĕTTUFMMF4DIXFJHFMTUSB“F3IFJOCBDI
sowie bei den besonders erwähnten Vorverkaufsstellen.
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Klavier-Recital
Thomas Wypior
Preisträger der Internationalen BeethovenCompetition, Bonn
Programm
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verlorenen Groschen)
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r VB
Termin:
Ort:
Sonntag, 25.01.15, 19:30 Uhr
Theodor-Heuss-Realschule/Aula, Schulcampus Meckenheim
Konzert für Marimba
Sabrina Ma
Programm
r +PIBOO4FCBTUJBO#BDI4VJUF/S(%VS#87USBOTLSJCJFSUGÛS.BSJNCB
r 'SÊEÊSJD$IPQJO7BMTFDJT.PMMPQ/SUSBOTLSJCJFSUGÛS.BSJNCB
r (FPSHF(FSTIXJO*(PU3IZUINBSSBOHJFSUGÛS.BSJNCB
r VB
Termin:
Ort:
Sonntag, 10.05.15, 19:30 Uhr
Glasmuseum, Himmeroder Wall 6, Rheinbach
Ein Konzert der BAKJK – Bundesauswahl
Konzerte Junger Künstler
Förderprojekt der Deutsche Musikrat Projekt
gGmbH
12
Das diesjährige Jahreskonzert der Tomburg Winds
war wieder einmal ein voller Erfolg!
L
ange fieberten die Musiker der drei
Orchester schon auf dieses Datum
hin. Mit ihrem ansprechendem
Repertoire und ihrer Spielfreude sicherten sich die Musiker unter Leitung von
Andrew Noah Cap, Georg Heide und Adi
Becker den Applaus des Publikums.
Die erste Konzerthälfte war den Nachwuchsmusikern des Orchesterprojektes
gewidmet. Den Anfang machte das
Kinderorchester unter der Leitung von
Andrew Noah Cap, der als Komponist
und Arrangeur Stücke wie „O mio babbino
caro“ und „Mary Poppins“ speziell für das
Kinderorchester arrangierte.
Danach spielte das Bläserensemble
„AcOrDe“ aus der Musikschule Deinze/
Belgien unter der musikalischen Leitung
von Harry Blommaert. Mit diesem Auftritt wurde das Publikum um eine weitere
musikalische Facette bereichert und die
Partnerschaft beider Musikschulen offziell
eingeleitet.
Das Jugendorchester der Tomburg Winds
unter der Leitung von Georg Heide
trumpfte vor der Pause mit seinem breitgefächerten Repertoire auf. Die jungen
Musikerinnen und Musiker begeisterten
Jugendsinfonieorchester, Leitung: Georg Heide
das Publikum mit ihrer Spielfreude und
ihrer Präsenz auf der Bühne. Das Jugendorchester ist ein wichtiger Bestandteil des
Tomburg Winds Projektes:Hier werden
die Grundlagen aus dem Kinderorchester
gefestigt und weiter ausgebaut. Ein essentieller Baustein hierbei ist das Mitspielen
bei Wettbewerben. Unter anderem tritt
das Jugendblasorchester jedes Jahr beim
Wettbewerb „Musizierende Jugend im
Rhein-Sieg-Kreis“ an.
Nach der Pause spielte das sinfonische Blasorchester der Tomburg Winds unter der
Leitung von Adi Becker und begann mit
„Des Großen Kurfürsten Reitermarsch“.
Danach präsentierte das Orchester sein
Wettbewerbsstück „Where Never Lark or
Eagle Flew“, mit dem es bei dem diesjährigen Landesmusikfest in Soest die Note
„Sehr gut“ erreichen konnte. Anschließend
wurde es stürmischer: Das Stück „Kyrill“
des Komponisten Otto M. Schwarz
beschreibt eindrucksstark die Gewalt des
Orkans, der im Januar 2007 wütete und
weite Teile Europas verwüstet zurückließ.
Nach dem Stürmischen folgte Filmisches:
Das sinfonische Blasorchester der Tomburg
Winds begeisterte die Zuhörer mit Highlights aus dem Film „König der Löwen“.
Zum Abschluss dieses beeindruckenden
Programms spielten die Musikerinnen und
Musiker das Höchststufenarrangement
„The Best of Earth, Wind and Fire“ von
Peter Kleine Schaars.
Den Abschluss des großartigen Konzertabends gestalteten das Jugendorchester,
das Bläserensemble aus Deinze und das
Sinfonische Blasorchester gemeinsam: Mit
„Yellow Mountains“ verabschiedeten sich
ca. 120 Musikerinnen und Musiker von
ihrem begeisterten Publikum.
Gottfried Werner
Sinfonisches Blasorchester, Leitung: Adi Becker
13
Weihnachtsmarkt 2014
Alle Jahre wieder …
A
m Mittag des 3. Adventssonntags
stand ein musikalisches Weihnachtsmärchen unter der Gesamtleitung von Dorothea Finke auf der Bühne
des Weihnachtsmarkts.
In diesem Jahr wurde die Geschichte „Das
blinde Kamel“ aufgeführt: Ein blindes Kamel, das zusammen mit den Heiligen Drei
Königen und zwei weiteren Kamelen auf
dem Weg nach Bethlehem ist, verirrt sich
in der Wüste. Balthasar, der es schließlich
wiederfindet, vertraut sein Kamel einigen
Beduinen an. Diese aber – gierig und nur
auf ihren eigenen Gewinn schauend –
verstoßen es, und bald darauf verlieren alle
sich in einem großen Sandsturm. Als das
blinde Kamel Maria, Josef und dem Jesuskind begegnet, gewinnt es sein Augenlicht
wieder und kann diese nun auf ihrer Flucht
nach Ägypten durch die Wüste führen.
Auch die Beduinen finden mit Hilfe der
Heiligen Drei Könige den rechten Weg:
„Manche sind blind, obwohl sie mit den
Augen sehen können. Aber Gott ist groß
und wer an ihn glaubt, den wird er aus der
Dunkelheit ans Licht führen“. Mit diesen
Worten nimmt die Geschichte doch noch
für alle ein gutes Ende.
Etwa 70 Kinderstimmen sangen wohlklingend und mit Begeisterung: „Wo es
dunkel war, scheint nun ein helles Licht, es
ist offenbar, Jesus bringt Zuversicht“. Der
Chor wurde souverän und mit großem
Einfühlungsvermögen von den Instrumentalschüler/innen der Musikschule
begleitet. Zahlreiche große und kleine
Zuschauer, die sich in einer großen Traube
um die Bühne versammelt hatten, folgten
dem Geschehen mit großer Aufmerksamkeit. Nach dieser gelungenen Vorführung
ernteten die Kinder ihren wohlverdienten,
langanhaltenden Applaus.
Dorothea Finke
14
Es wirkten mit:
r Chor der Grundschule Merzbach
r Kinderchor der Musikschule,
Proben: montags, 17:30 Uhr bis 18:00 Uhr
r „Schlagfertig“: Junges Ensemble der
Musikschule,
Proben: mittwochs, 18:00-19:00 Uhr
(oben genannte Gruppen unter Leitung
von Dorothea Finke)
r Theater AG der Grundschule Merzbach
unter Leitung von Silke Kühn
Konzerte und Veranstaltungen
Januar
Montag
12.01.15
19:00 Uhr
Schülerpodium „Jugend Musiziert“
Aula KGS St. Martin, Bachstr. 19, Rheinbach
Samstag/Sonntag
17./18.01.15
ganztägig
Wettbewerb „Jugend Musiziert“
Sonntag
25.01.15
19:30 Uhr
1. Kammerkonzert: Klavier-Recital mit Thomas Wypior
Donnerstag
29.01.15
18:00 Uhr
Schülerpodium „Die Wunderwelt der Klaviere“
Aula GGS Merl, Zypressenweg 2, Meck.- Merl
Donnerstag
05.02.15
18:00 Uhr
Schülerpodium „Die Wunderwelt der Klaviere“
Aula Georg - von - Boeselager - Sekundarschule,
Blütenweg 10, Swisttal - Heimerzheim
Samstag/Sonntag
21./22.02.15
10-18/
10-13 Uhr
Folklore - Workshop mit Henner Diederich
Aula GGS Merl, Zypressenweg 2, Meck.- Merl
Freitag
27.02.15
19:30 Uhr
„Come in and stay a while“ - Folklore und Jazz mit
“Some Folks” und dem Ensemble “Passamezzo”
Aula Theodor - Heuss - Realschule, Königsberger Str.
30, Meckenheim
01.03.15
11:00 Uhr
Preisträgerkonzert “Jugend Musiziert”
Glasmuseum, Himmeroder Wall 6, Rheinbach
19:00 Uhr
Podium Klavier - Kammermusik
Aula KGS St. Martin, Bachstr. 19, Rheinbach
Stadthalle Rheinbach, Villeneuver Str. 5, Rheinbach
Engelbert - Humperdinck - Musikschule, Humperdinckstr. 27, Siegburg, und Musikschule Sankt Augustin,
Markt 1, Sankt Augustin
Aula Theodor - Heuss - Realschule, Königsberger Str.
30, Meckenheim
Februar
März
Sonntag
Montag
02.03.15
Freitag
13.03.15
19:00 Uhr
Benefizkonzert des Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr zu Gunsten des Tomburg Winds Projekts
Dienstag
17.03.15
19:00 Uhr
Schülerpodium
Montag-Freitag
23.-27.03.15
nachmittags
Beurteilungsvorspiele in Meckenheim und Rheinbach
Samstag
25.04.15
16:00 Uhr
1. Kinderkonzert
Stadttheater Rheinbach, Königsberger Str. 29
Sonntag
26.04.15
11:00 Uhr
2. Kinderkonzert
Stadttheater Rheinbach, Königsberger Str. 29
Sonntag
03.05.15
18:00 Uhr
Geistliche Abendmusik - Collegium Vocale
Kirche Vinzenz - Pallotti - Kolleg, Pallottistr.,
Rheinbach
Freitag-Sonntag
08.-10.05.15
ganztägig
VDM-Musikschulkongress „MusikLeben-Erbe,
Vielfalt, Zukunft“
Messe - und - Congress - Centrum, Halle Münsterland, Albersloher Weg 32, 48155 Münster
Sonntag
10.05.15
19:30 Uhr
2. Kammerkonzert: Sabrina Ma, Marimba
Glasmuseum, Himmeroder Wall 6, Rheinbach
Samstag
16.05.15
ganztägig
Aufnahme- und Zwischenprüfungen der Abteilung
„Studienvorbereitung“
Aula KGS St. Martin, Bachstr. 19, Rheinbach
Montag
18.05.15
19:00 Uhr
Schülerpodium
Aula KGS Meckenheim, Kirchplatz 3, Meckenheim
Donnerstag
28.05.15
18:00 Uhr
Schülerpodium „Classic Meets Pop“
Aula Georg - von - Boeselager - Sekundarschule,
Blütenweg 10, Swisttal - Heimerzheim
Freitag
29.05.15
19:30 Uhr
Duoabend mit Ingmar Meissner/Violine und Beate
Riemer/Klavier
Aula KGS St. Martin, Bachstr. 19, Rheinbach
03.06.15
17:4519:30 Uhr
Schnupperkurs für Bläser - 1.Teil
Aula und Klassen der KGS St. Martin, Bachstr. 19, Rhb
05.06.14
19:00 Uhr
Eröffnungskonzert – „Kultur im Hof “ mit der
„Sunny - Side - Bigband“
Glasmuseum, Himmeroder Wall 6, Rheinbach
06.06.15
10:0016:00 Uhr
Streicher - Workshop
Aula KGS St. Martin, Bachstr. 19, Rheinbach
17:00 Uhr
Konzert: „Sinfonietta“, Tomburg Winds Kinder - und Jugendorchester
Aula EGS Meckenheim, Kölnstr. 1, Meckenheim
Schnupperkurs für Bläser - 2. Teil
Aula und Klassen der KGS St. Martin, Bachstr. 19, Rhb
Tag der Offenen Tür
KGS/EGS Meckenheim, Kirchplatz 3, Meckenheim
Aula KGS St. Martin, Bachstr. 19, Rheinbach
Aula KGS Merzbach, Weidenstr. 10,
Rheinbach-Merzbach
KGS/EGS Meckenheim, Kirchplatz 3 und KGS St.
Martin, Bachstr. 19, Rheinbach
April
Mai
Juni
Mittwoch
Freitag
Samstag
Sonntag
07.06.15
Mittwoch
10.06.15
Samstag
13.06.15
Montag
15.06.15
17:00 Uhr
Konzert Grundstufe Blockflöte
Samstag
20.06.15
16:00 Uhr
Schülerpodium „Kleine Hände“
Samstag
20.06.15
17:00 Uhr
Sonntag
21.06.15
17:00 Uhr
Dienstag
23.06.15
16:00 Uhr
17:4519:30 Uhr
14:0017:00 Uhr
Barock - Kammerkonzert der Blockflötenklassen
und Ensembles
Sommerliches Konzert - „Collegium Vocale“
und „Some Folks“
Konzert Grundstufe Blockflöte
GGS - Schule Am Zehnthof, Flamersheimer Str. 1,
Swisttal-Odendorf
Ipplendorfer Barockkirche, Ipplendorfer Str.,
Meckenheim - Wormersdorf
Aula KGS St. Martin, Bachstr. 19, Rheinbach
Aula KGS Meckenheim, Kirchplatz 3, Meckenheim
Vorschau
Sonntag
13.09.15
19:30 Uhr
3. Kammerkonzert: 1. Preisträger/in
des Internationalen Gitarrenwettbewerbs 2015
in Kutná Hora, Tschechien
Änderungen vorbehalten ∙ Siehe: www.Musikschule-Rheinbach.de
Glasmuseum, Himmeroder Wall 6, Rheinbach
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