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Leseprobe zum Titel: DER SPIEGEL Nr. 3/2015 - Die Onleihe

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In diesem Heft
Titel
16 Frankreich Der Anschlag auf die Redaktion
von „Charlie Hebdo“ ist ein Attentat
auf die Meinungsfreiheit in Europa – und
stürzt ein verunsichertes Land in die Krise
22 Terror Der muslimische Autor
Mohamed Sifaoui erinnert sich an seine
Kollegen von „Charlie Hebdo“
26 Kulturkampf Michel Houellebecqs umstrittener Islam-Roman „Unterwerfung“
Deutschland
10 Leitartikel Der Dschihad ist vor allem
ein politischer Kampf
12 Demoskopie: Steinmeier holt auf / Brand-
30
34
36
39
40
42
46
49
50
52
55
gefahr bei Bundeswehrhubschraubern /
Pille danach kostenfrei für junge Frauen? /
Kolumne: Der Schwarze Kanal
Regierung Keine neuen Gesetze, keine
Hektik – nach dem Attentat in Paris
setzt die Koalition auf die Gelassenheit
der Deutschen
Populismus Die Erfinder der
Pegida-Bewegung
Integration Der Konfliktforscher Andreas
Zick erklärt im SPIEGEL-Gespräch
die zunehmende Radikalisierung der
deutschen Gesellschaft und
die Folgen des Pariser Anschlags
Euro Die Regierung bekommt die Debatte
um einen „Grexit“ nicht in den Griff
Bundestag Immer mehr Bürger-Petitionen
verändern die Politik
Freihandel Agrarminister Schmidt gefährdet
aus Versehen das TTIP-Abkommen
Verteidigung Ministerin von der Leyen im
SPIEGEL-Gespräch über ihr Leben als
erste Frau an der Spitze der Bundeswehr
Gesundheit Dietrich Grönemeyer zahlt
Ärzten fragwürdige Honorare
Strafjustiz Im NSU-Prozess lässt
das Gericht der Nebenklage viel Raum
Bildung Was man bei einem Umzug
von Hamburg nach Stuttgart über deutsche
Schulen lernt
Internet NRW-Justizminister Thomas
Kutschaty fordert schärfere Gesetze für
das Netz
Gesellschaft
56 Sechserpack: Nicht jede Recherche des
SPIEGEL kann Bestand haben / Die
befreiende Botschaft des kleinen Sams
79 Finanzmärkte Die Kunden der russischen
BPF-Bank wurden unter den
Augen der Aufseher ausgenommen
80 Getränke US-Brauer wagen den Sprung auf
den deutschen Biermarkt
82 Affären Der Ölkonzern Shell entschädigt
nigerianische Fischer mit 70 Millionen Euro
Medien
85 Studie kritisiert einseitige NSU-
Berichterstattung / Demokratie ohne
Satire ist nicht vorstellbar
86 Humor Im SPIEGEL-Gespräch verteidigt
Martin Sonneborn seine Rolle als Abgeordneter und staatlich bezahlter Satiriker
Ausland
90 Fehlende Erstwählerstimmen könnten der
92
96
102
107
Wirtschaft
70 Überraschender Geldsegen für Schäuble /
Der DGB entdeckt die Digitalisierung /
WestLB-Aufsichtsrat prüft dubiose Deals
72 Bergbau Hochgiftige Chemikalien aus
alten Stollen des RAG-Konzerns gefährden
das Grundwasser
76 Geldpolitik EZB-Direktoriumsmitglied Sabine
Lautenschläger kritisiert Draghis Pläne
78 Gesundheit Physiotherapeuten protestieren
gegen ihre miserable Vergütung
Farbige Seitenzahlen markieren die Themen von der Titelseite.
Verteidigungsministerin,
glaubt, dass Männer genauso
friedfertig sind wie Frauen
und Frauen genauso kriegstauglich wie Männer. Vorurteile, so von der Leyen,
hielten sich in der Truppe aber
„sehr hartnäckig“. Seite 46
Sport
109 Skilegende Franz Klammer lobt den Mut
heutiger Rennläufer / Nachhilfetraining für
Fußballprofis
110 Idole Verraten vom eigenen Vater –
die Geschichte der DDR-Olympiasiegerin
Kornelia Ender
Wissenschaft
116 Virtueller Rücken soll Schmerzpatienten
helfen / Erst die Selbstzähmung
machte den Menschen zum Menschen
118 Netzwelt Wohnen wir bald in intelligenten
Häusern?
122 Verkehr Ingenieure warnen vor dem
schiefen Bahnhof von Stuttgart
124 Geschichte Briten bereiten die feierliche
Wiederbestattung ihres grausamen Königs
Richard III. vor
57 Eine Meldung und ihre Geschichte Eine
118 Jahre alte Frau bekommt
endlich Rente: 35 Euro im Monat, in Peru
58 Katastrophen 298 Opfer, viele Spuren zu
vielen Tätern – eine Recherche des
SPIEGEL und seiner Partner über den Abschuss der Passagiermaschine MH17 – und
den seither tobenden Propagandakrieg
69 Homestory Das Tor zur Hölle führt mitten
in den Hobbykeller
griechischen Syriza-Partei schaden / HinduFundamentalisten missionieren Muslime
Syrien Das Regime von Baschar
al-Assad hat die Pläne für den Bau einer
Atombombe nicht aufgegeben
Russland SPIEGEL-Gespräch mit Friedensnobelpreisträger Michail Gorbatschow
über die Frage, welche Fehler Präsident
Putin macht
China Die Bling-Dynastie – die jungen
Erben und Unternehmer des Landes und
ihr Reichtum
Global Village Syrische Flüchtlinge führen
in Beirut die Tragödie „Antigone“ auf
Ursula von der Leyen,
Michail Gorbatschow,
letzter Generalsekretär der
KPdSU, ist mit 83 voller
Lebenslust, gleichzeitig macht
er sich Sorgen um Russland.
Er findet Putin autoritär, hat
jedoch Verständnis für dessen
Krim-Politik. Seite 96
Kultur
126 Studenten der Berliner Film- und Fern-
128
134
138
141
6
137
142
143
144
146
sehakademie protestieren / John
Gallianos Rückkehr in die Modebranche /
Kolumne: Zur Lage der Welt
Karrieren Hollywoods Überfrau
Angelina Jolie
Essay Hans Magnus Enzensberger
über einen Christen-Aufstand im China
des 19. Jahrhunderts
Kino Zwei Brüder streiten in ihren Filmen
um die Zukunft Russlands
Literaturkritik Stephan Thomes Ehe-Roman
„Gegenspiel“
Briefe
Bestseller
Impressum
Nachrufe
Personalien
Hohlspiegel / Rückspiegel
Wegweiser für
Informanten:
www.spiegel.de/
briefkasten
Angelina Jolie,
Hollywood-Star, ist eine Frauen-Ikone geworden, die alles
kann und bekommt, was sie
will: Erfolg, Kinder, Einfluss.
Ihr zweiter Film als Regisseurin erzählt den Überlebenskampf eines Soldaten im
Zweiten Weltkrieg. Seite 128
DER SPIEGEL 3/ 2015
5
Briefe
„Heinrich Heine hat in ,Deutschland, ein Wintermärchen‘ auch schon
geträumt: ,Franzosen und Russen gehört das Land / Das Meer gehört den Briten /
Wir aber besitzen im Luftreich des Traums / Die Herrschaft unbestritten.‘“
Winfried Kretschmer, Wiesbaden
Nr. 2/2015 Nachts im Gehirn – Warum wir träumen
Die Behauptung, Träume hätten keine
sinnvollen Inhalte, hat eine ehrwürdige
Geschichte in der Psychologie. Aber wie
kann eine Psychologin wie Ursula Voss so
etwas wissenschaftlich nachweisen? Die
Mathematik kennt kein Verfahren, das die
Anwesenheit verschlüsselter Inhalte in
einer scheinbar sinnlosen Botschaft ausschließen kann; wieso kann das die Psychologie? Den Schlüssel zum Traum – so
sagt die Psychoanalyse – hält letztendlich
der Träumer, und das, so scheint es mir,
lässt sich kaum widerlegen.
Bruce Mayo, Konstanz
Frau Voss hat recht. Ich, 73, versuche seit
über 50 Jahren, meine sehr intensiven
Träume zu deuten. Es gelingt mir nicht, einen Zusammenhang zum täglichen Leben
zu finden. Nur eines stelle ich fest: Im Gehirn scheint noch gewaltig viel Platz zu
sein. Wenn man doch nur diesen Speicher
auch anderweitig nutzen könnte.
wunscherfüllende Funktion des Traums.
Von Lehrern als aggressiv oder unzuverlässig eingestufte Schüler träumten mehr
Passivitätsträume. Schülerinnen, die einen
festen Freund hatten, träumten öfter Liebesträume. Schüler, die Lust hatten, mehr
abzutanzen, es aber nicht taten, träumten
öfter Liebesträume. Es zeigte sich, dass
Träume sowohl den befriedigenden als
auch den frustrierenden Alltag behandeln,
wobei die wunscherfüllende Funktion
durchaus für den befriedigenden Alltag
gelten kann, denn man kann ja bekanntlich nie genug kriegen. Freud hatte recht.
Dipl.-Psych. Hans-Reinhard Schmidt, Bonn
Meine Träume sind für mich eine zweite
Welt, die mir mit Erlebnissen, Einsichten
und Visionen die Tageswelt bereichert. Im
Gewimmel meiner Bilder gab es zwei klar
zu deutende Träume, die meinen Lebensweg entscheidend bestimmen konnten.
Heinrich Benjes, Hellwege (Nieders.)
Zwei meiner Träume wiederholen sich ständig: Der eine ist, dass mir die Zähne ausfallen, der andere, dass bei meinem Auto die
Friedel Bertram, Neunkirchen (Siegerland), NRW
Bremsen versagen. Sowohl mein Zahnarzt
In einer Forschungsstudie mit 18-jährigen als auch ein Autohändler erklärte sich beGymnasiasten habe ich seinerzeit den PAL- reit, mir die Albträume gegen Zahlung von
Traumtest von Walter Toman verwendet, 18 000 Euro zu nehmen. Ein Psychologe
der den Schlaf, die Passivitäts-, Aktivitäts- meinte, es könnten bis zu 200 Sitzungen
sowie Liebesträume erfasst. Dabei wurde nötig sein. Garantie des Zahnarztes: unbedas Traumverhalten mit dem Wachverhal- grenzt (ich bin 71). Der Autohändler: vier
ten verglichen, was bisher wohl selten ge- Jahre. Ich habe etwa 20 000 Euro auf dem
macht wurde. Neurotische SchülerInnen Sparbuch. Was würden Sie tun?
schliefen schlechter und erinnerten in allen Volker Tulipan, Thalgau bei Salzburg
Testbereichen mehr Träume. Je mehr
Freundschaften jemand hatte, umso akti- Früher hätten Sie mit einer ironisch-süffiver und liebesbetonter waren seine Traum- santen Bemerkung abgeschlossen, etwa in
inhalte. Wenn Lehrer einen Schüler als der Art: „Und so stellen sie weiterhin wiehrgeizig beurteilten, hatte er weniger Ak- dersprüchlichste Hypothesen auf, träumen
tivitätsträume, je schlechter aber seine davon, die Gehirne besser zu verstehen
Schulleistungen waren, umso mehr Akti- und manipulieren zu können.“
vitätsträume hatte er – ein Beleg für die Dr. Michael Graw, Lübeck
Traum von einem gelungenen Hitler-Attentat
Seit Oktober 1939 träume ich von einem gelungenen Attentat auf Hitler. In den schreckerfüllten Jahren von 1939 bis 1945 haben sich die
Träume intensiviert, und nun, nachdem häufig Dokumentationen über
die Nazi-Zeit gesendet werden und ich diese mit einer besonderen
Passion verfolge, träume ich beinahe jede Nacht von dem Versuch,
Hitler zu töten. Anscheinend hat mein Haupthirn noch nicht erfasst,
dass Hitler bereits tot ist. Eigenartigerweise werde ich immer wach,
wenn ich in seiner Nähe stehe und ihn mit einem Ziegelstein erschlagen
will. Die Versuche, durch Einnahme von Schlaftabletten oder Baldriantropfen ungestörte Nächte zu erreichen, schlugen bisher fehl.
Artur Brauner, Berlin, Filmproduzent
6
DER SPIEGEL 3 / 2015
Mythenbildung
Nr. 52/2014 Kultur-Meldung „Heldendämmerung“
Der Artikel beginnt mit dem Satz „Stepan
Bandera war Partisan im Zweiten Weltkrieg“. Das gehört zur Mythenbildung:
Bandera war niemals Partisan. Er war Anfang der Dreißigerjahre Galizien-Führer
der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN), wurde wegen des Attentats auf
den polnischen Innenminister zu Zuchthaus verurteilt, im September 1939 freigelassen und hielt sich bis 1941 in Deutschland und zeitweise in Krakau auf. In der
Zeit spaltete er die OUN und führte ihren
aktivistischen Teil, der auch die Bataillone
„Nachtigall“ und „Roland“ aufstellte, die
mit den Deutschen die Sowjetunion überfielen. Am 30. Juni 1941 rief sein Stellvertreter Jaroslaw Stezko in Lemberg einen
ukrainischen Staat aus, woraufhin Bandera
von den Deutschen festgenommen und in
Sachsenhausen in Prominentenhaft festgesetzt wurde. Im September 1944 wurde er
freigelassen, organisierte mit anderen das
Ukrainische Nationalkomitee (in Deutschland) und leitete nach Kriegsende von
München aus den politischen Teil einer
weiteren Abspaltung der OUN. Auf ukrainischem Gebiet war er nach 1941 nie mehr.
Prof. Frank Golczewski, Uni Hamburg, Historisches Seminar
Einsamer Rufer in der Wüste
Nr. 1/2015 Der Historiker Heinrich August Winkler
im SPIEGEL-Gespräch
Es ist doch schon dreist und recht zynisch,
wie Winkler die Geschichte zurechtbiegt,
um das westliche Engagement im Osten
zu erklären.
Georg Klapper, Bielefeld
Getreu dem Motto „Eine Großmacht ist
eine Großmacht ist eine Großmacht“ werden alle US-Kriegsverbrechen beispielsweise in Vietnam oder im Irak von Winkler
gerechtfertigt. Wer schützt die Welt zukünftig vor der Arroganz der Großmacht? Sehr
arrogant erscheint mir auch Winklers Urteil
über die 60 prominenten Politiker, Künstler,
Unternehmer und Diplomaten, die den
Aufruf „Wieder Krieg in Europa? Nicht in
unserem Namen!“ unterschrieben haben.
Dieter Bartelt, Frankfurt (Oder)
Ein ziemlich einsamer Rufer in der Wüste.
Die Oasenbewohner Westeuropas sind von
so viel Logik und klugen Schlussfolgerungen wohl überfordert.
Hans-Joachim Lenz, Eppelheim (Bad.-Württ.)
FOTO: MICHAEL GOTTSCHALK / DAPD
Eine zweite Welt
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