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INFORMATIONEN ZU VERANSTALTUNGEN IM JANUAR UND FEBRUAR 2015
Projekte der Folkwang Universität der Künste, Studiengang Fotografie in Kooperation mit
der Wüstenrot Stiftung
Veranstaltungsort: SANAA Gebäude / UNESCO Weltkulturerbe Zeche Zollverein, Areal A
[Schacht XII] Gelsenkirchener Str. 209, 45309 Essen
SYMPOSIUM ZUR FOTOGRAFIE am 9. und 10. Januar 2015
Das Atelier der Erinnerung. Aspekte des Archivarischen als Ausgangspunkt künstlerischer
Fotografie. Vorträge aus Kunst und Wissenschaft.
Eine Veranstaltung des Studiengangs Fotografie der Folkwang Universität der Künste in
Kooperation mit der Wüstenrot Stiftung.
Konzeption: Prof. Elke Seeger, Folkwang Universität der Künste, Dr. Kristina Hasenpflug,
Wüstenrot Stiftung, Barbara Hofmann-Johnson, Kunsthistorikerin, Lehrbeauftragte, Prof.
Gisela Bullacher, Folkwang Universität der Künste.
AUSSTELLUNG 10. Januar - 22. Februar 2015
Dokumentarfotografie Förderpreise 09 der Wüstenrot Stiftung
Mit Arbeiten von Paula Markert, Till Müllenmeister, Marcel Noack und Christine Steiner.
Vernissage 9. Januar, 19.00 Uhr; Gespräche mit Paula Markert, Marcel Noack und Christine
Steiner. Moderation Prof. Elisabeth Neudörfl, Professorin für Dokumentarfotografie,
Folkwang Universität der Künste.
Die Projektorganisation der Ausstellung im SANAA Gebäude auf Zeche Zollverein erfolgte in
Zusammenarbeit mit Studierenden der Folkwang Universität der Künste innerhalb eines
Seminars zur kuratorischen Praxis. Kursleitung Barbara Hofmann-Johnson, Kunsthistorikerin
und Lehrbeauftragte.
Ausstellungsdauer: 10.01. – 22.02.2015,
Öffnungszeiten: Do 13 – 20, Fr 13 – 18, Sa 11 – 18, So 11 – 18 Uhr
Führungen/Termine siehe Informationstext nächste Seite.
Veranstalter:
Folkwang Universität der Künste, Studiengang Fotografie, www.folkwang-uni.de/fotografie
in Kooperation und mit Unterstützung der
Wüstenrot Stiftung, Hohenzollernstr. 45, 71630 Ludwigsburg, www.wuestenrot-stiftung.de
Weitere Informationen/further information siehe nächste Seiten/see next pages.
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SYMPOSIUM im SANAA GEBÄUDE, Auditorium EG
Das Atelier der Erinnerung.
Aspekte des Archivarischen als Ausgangspunkt künstlerischer Fotografie
Internationales Symposium
9./10. Januar 2015
UNESCO-Welterbe Zollverein Essen, SANAA-Gebäude
Memory’s Workshop.
The Archives as Starting Point for Artistic Photography
International Conference
9th/10th of January 2015
UNESCO-World-Heritage Zollverein, Essen, SANAA-Building
Künstlerische Archive spiegeln die Gedächtniskultur unserer Gesellschaft. Sie initiieren Prozesse des
individuellen Erinnerns und werden gleichzeitig zu Orten kollektiver Erfahrung im Umgang mit der Geschichte.
Sie können als ästhetischer Erfahrungsraum des Gedächtnisses verstanden werden.
In der fotografisch-künstlerischen Praxis wird der Begriff Archiv auf vielschichtige Weise interpretiert und
gestalterisch umgesetzt. Gemeinsam ist diesen Arbeiten in der Auseinandersetzung mit dem Archiv-Begriff
die Recherche und die Visualisierung historisch/kulturellen Wissens in ästhetisch konzentrierten
Übersetzungen, wobei das Motiv des „Antisubjektivismus“ - wie es Theodor Adorno in Bezug auf Walter
Benjamins Passagen-Werk beschrieb – häufig eine wichtige Rolle spielt. Der Fotografie kommt hierbei eine
besondere Bedeutung zu. Ihre unterschiedlichen Bildsprachen, die ästhetischen und gesellschaftlichen
Funktionen des Mediums im Privaten, im Öffentlichen und im Künstlerischen erscheinen im Kontext
individueller gestalterischer Konzepte zu Aspekten des Archivs eingesetzt. Dokument, Reproduktion oder
Inszenierung, zufällig assoziiert oder streng strukturiert, als serielle Tableaus oder in medienübergreifenden
Installationen angeordnet wie auch in Fotobüchern gestaltet – die fotografisch-künstlerischen Konzepte zu
Aspekten des Archiv-Begriffes sind vielschichtig.
Eine eingehendere Untersuchung des Archivarischen als Ausgangspunkt fotografischer Produktion gibt es
bislang nur vereinzelt. Hier knüpft das Symposium „das Atelier der Erinnerung“ an und erörtert das Thema
aus künstlerischer und geisteswissenschaftlicher Sicht.
Archives of the arts reflect the memory culture of our society. They initiate processes
of individual remembrance while becoming at the same time spaces for the collective experience of
how to deal with history. They can be regarded as memory’s space for aesthetic experiences.
In the practice of artistic photography the term “archive” receives varied and multi-faceted
interpretations and concrete realisations. Common ground for these and other positions in the debate
about the concept of “archive” can be found in the search for and the visualization of historicalcultural knowledge, using concentrated aesthetic translations. In these, the motif of
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“antisubjectivism” – as described by Theodor Adorno in reference to Walter Benjamin’s PassagenWerk (The Arcades Project) – frequently plays an important role. Special importance is attached in
this context to photography: its diverse pictorial languages, as well as the aesthetic and social
functions of the medium in the private, public and artistic spaces seem to be employed to throw light
on certain aspects of archives as realized in the concepts of individual artists.
Whether in the form of a document, reproduction or staged photography, as a chance association or
strict structure, as serial tableaux, arranged in cross-media installations or given shape in photo
books – the concepts created by photographer-artists of certain aspects of the term “archive” are
complex and manifold. Up to now, studies of archives as starting points for photographic production
have been few and far between. The Symposium “Memory’s Archive” will take this fact as a cue for a
discussion of the topic from the perspectives of the arts and the humanities.
Programm Programme
Freitag/Friday 09.01.2015
15:00 Begrüßung Welcome
Prof. Elke Seeger, Folkwang Universität der Künste
Dr. Kristina Hasenpflug, Wüstenrot Stiftung
15:15 Vortrag Lecture
„Photographie als Medium des ikonischen Speichers. Ihre archivische Matrix und Optionen digitaler
Bildsortierung“ / “Photography as medium of iconic memory. Its archival matrix and possibilities of
digital picture sorting”
Prof. Dr. Wolfgang Ernst, Humboldt Universität zu Berlin
16:15 Pause / break
16:30 Werkvortrag Lecture
„Das serielle Missverständnis“ / „Serial misunderstanding“
Jörg Sasse, Künstler, Artist, Bahnitz
17:30 Werkvortrag Lecture
Susan Meiselas, Künstlerin, Artist, New York
19:00 Vernissage Dokumentarfotografie Förderpreise 09
Künstlergespräch mit Paula Markert, Till Müllenmeister, Marcel Noack und Christine Steiner
Moderation: Prof. Elisabeth Neudörfl
Im Anschluss Empfang Reception
Samstag/Saturday, 10.01.2015
10:00 Begrüßung Welcome
10:15 Vortrag Lecture
„ Sammlung oder Archiv? A propos von Toute la mémoire du monde“ /
„Collection or archive“
Prof. Dr. Knut Ebeling, Weißensee Kunsthochschule Berlin
11:15 Pause Break
11:30 Werkvortrag Lecture
„Durch Ufer kommt der Strom in Fluss – geologische und archivarische Schichten als Ausgangspunkt“
/ „A river needs banks to flow. Setting out from geological and archival strata“
Marianna Christofides, Künstlerin, Artist, Köln
12:30 Werkvortrag Lecture
Phenotypes / Limited Forms“
Armin Linke, Künstler, Artist, Berlin
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13:30 Pause Break
14:00 Vortrag Lecture
„Fotoarchiv der Emotionen“ / “Image archive of the emotions”
Prof. Dr. Susanne Regener, Universität Siegen, Københavns Universitet
15:00 Werkvortrag Lecture
„Storytelling with vernacular photography”
Erik Kessels, Künstler, Artist, Amsterdam
16:00 Resümee Summary
Elke Seeger , Barbara Hofmann-Johnson
Moderation Presentation
Prof. Elke Seeger, Barbara Hofmann-Johnson
Konzeption Concept
Prof. Elke Seeger, Folkwang Universität der Künste
Dr. Kristina Hasenpflug, Wüstenrot Stiftung
Barbara Hofmann-Johnson, Kunsthistorikerin, Lehrbeauftragte
Prof. Gisela Bullacher, Folkwang Universität der Künste
Die Teilnahme ist kostenlos. Um eine Anmeldung wird gebeten bis zum
6. Januar 2015 an: dorothea.frink@folkwang-uni.de
Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch.
Admission free. Registration required before 6th of January 2015 at
dorothea.frink@folkwang-uni.de
Conference languages will be German and English.
Veranstalter: Folkwang Universität der Künste, Studiengang Fotografie,
www.folkwang-uni.de/fotografie
in Kooperation und mit Unterstützung der Wüstenrot Stiftung
www.wuestenrot-stiftung.de
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AUSSTELLUNG im SANAA GEBÄUDE 1. OG
Dokumentarfotografie Förderpreise 09
der Wüstenrot Stiftung
mit Arbeiten von Paula Markert, Till Müllenmeister, Marcel Noack und Christine Steiner
Die Dokumentarfotografie Förderpreise werden alle zwei Jahre von der Wüstenrot Stiftung
in Zusammenarbeit mit der Fotografischen Sammlung des Museum Folkwang, Essen,
ausgeschrieben. Die Preise sind mit jeweils 10.000 EUR dotiert und ermöglichen die
Realisierung eines neuen Projekts. Nach Ablauf eines Projektjahres wird aus den
Arbeitsergebnissen eine Wanderausstellung mit Begleitkatalog konzipiert. Ausstellung,
Katalog und Tournee sind Teil des Förderpreises und werden in vollem Umfang von der
Wüstenrot Stiftung getragen.
Anders als eine im aktuellen Kunstgeschehen häufig wahrnehmbare ironisch-künstlerische
Praxis heben sich die Arbeiten von Paula Markert, Till Müllenmeister, Marcel Noack und
Christine Steiner durch ihre Auseinandersetzung mit ‚lebenswirklichen‘ Themen ab. In ihren
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unterschiedlichen inhaltlichen und formalen Ansätzen stellen sie dabei aktuelle bildnerische
Möglichkeiten und Vorgehensweisen innerhalb der Dokumentarfotografie vor.
Alle vier Positionen versuchen mit ihren Arbeiten dabei Aspekte der Wirklichkeit in ihrer
Wandelbarkeit und vielschichtigen Komplexität erfahrbar zu machen.
Für dieses Ziel wählten die Preisträgerinnen und Preisträger der Dokumentarfotografie
Förderpreise 09 ganz unterschiedliche Sujets und Präsentationsformen:
Christine Steiner (* 1978 in Bonn, lebt in Bonn) setzt sich in ihrer Bildserie „Mehr als ein
Arbeitsplatz“ mit der Uniformität von Arbeitsplätzen auseinander, wie sie in den modernen
und internationalen Dienstleistungsbranchen und Firmenstrukturen vorherrschen.
Aus eigenen Annäherungen und Perspektiven heraus hat sie sich mit diesen territorial nicht
weiter bestimmbaren Orten auseinandergesetzt, um Wahrnehmungsfelder zu öffnen, die
neben einer architektonischen und innenarchitektonischen Sicht auch soziologische und
psychologische Momente erahnen lassen.
In ihrer mehrteiligen Portraitserie „Das Geld der Anderen“ erweitert Paula Markert (* 1982
in Hamburg, lebt in Hamburg) das Wandbild und stellt Protagonisten aus der Finanzwelt
auch mit Audioinstallationen vor, in denen diese selbst zu Wort kommen.
An unterschiedlichen Orten aufgenommen, stellt sie somit eine komplexe audiovisuelle
Charakterisierung der Menschen vor, deren Berufsfeld seit den Bankenkrisen auch mit der
Melancholie des Zweifels zu tun hat.
Auch Till Müllenmeister (* 1981 in Köln, lebt in Köln und Nairobi, Kenia) widmet sich einem
kritischen Aspekt der Lebensrealität. In seinen mehrteiligen Tableaus zum Thema
„Menschen in Krisen“ stellt er prekäre Lebensverhältnisse für Menschen in Kenia vor.
Zu seiner Werkgruppe gehört neben großformatigen Bildtableaus eine zweiteilige
Diaprojektion mit Portraits von Betroffenen.
Marcel Noack (* 1980 in Bad Muskau, lebt in Leipzig) dokumentiert in der Werkgruppe
„na wšón gwałt“ („Auf Teufel komm raus“) die durch Braunkohle-Tagebau bedrohte
sorbische Landschaft. Hierbei werden in Bildserien und in Archivboxen sowie einer
Landkarte, die zur Installation gehören, bereits verschwundene Orte und Naturräume
vorgestellt.
Zur Ausstellung im SANAA Gebäude/Weltkulturerbe Zeche Zollverein:
Nach verschiedenen Ausstellungsstationen innerhalb Deutschlands wird die Ausstellung
Dokumentarfotografie Förderpreise 09 der Wüstenrot Stiftung im Januar und Februar 2015
nun im architektonisch eindrucksvollen SANAA Gebäude auf dem Areal des Weltkulturerbes
Zeche Zollverein zu sehen sein. Das SANAA Gebäude, entworfen und benannt nach dem
japanischen Architekturbüro SANAA von Kazuyo Sejima + Ryue Nishizawa in Tokyo, gehört
zur Folkwang Universität der Künste und steht dieser für Lehrveranstaltungen und
Präsentationen aus den Fachbereichen Gestaltung zur Verfügung.
Die großzügige erste Etage des Gebäudes lässt mit seinem Durchblick auf die Umgebung der
Zeche Zollverein als Ausstellungs- und Veranstaltungsraum eine besonders eindrucksvolle
Möglichkeit der Vermittlung von Ausstellungen und weiterführenden Projekten und
Veranstaltungen zu.
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Mit einer großzügigen Unterstützung durch die Wüstenrot Stiftung wurde 2014 von dem
Ausstellungsarchitekturbüro Friedhelm Schöler, Köln, ein spezielles Stellwandsystem
hergestellt, das für die Ausstellung der Dokumentarfotografie Förderpreise 09 und auch
zukünftig für Ausstellungsprojekte im SANAA Gebäude zur Verfügung steht.
Die Ausstellungsstation im SANAA Gebäude wurde organisiert in Zusammenarbeit mit
Studierenden eines Kurses zur kuratorischen Praxis im Master Studiengang an der Folkwang
Universität der Künste. Die Studierenden bieten hierzu auch ein umfangreiches
Vermittlungsprogramm im Bereich von Führungen an.
Konzeption des Kurses und Kursleitung: Barbara Hofmann-Johnson, Kunsthistorikerin und
Lehrbeauftragte, Köln.
Zur Eröffnung der Ausstellung am 9. Januar 2015 finden Gespräche mit den
PreisträgerInnen statt. Moderation Prof. Elisabeth Neudörfl, Folkwang Universität der
Künste, Bereich Dokumentarfotografie.
Veranstaltungen innerhalb der Laufzeit:
Kostenlose Führungen durch die Ausstellung Dokumentarfotografie Förderpreise 09 der
Wüstenrot Stiftung mit Studierenden der Master Studiengänge der Folkwang Universität der
Künste, Gestaltung/Fotografie:
Samstags: 17.1., 31.1., 14.2. jeweils um 15.00 Uhr
Sonntags: 11.1., 18.1., 25.1., 1.2., 8.2., 15.2., 22.2. – jeweils um 11.00 Uhr
am 11.1., 25.1., 8.2., 22.2. auch um 15.00 Uhr
Familienführungen sonntags: 18.1., 1.2., 15.2., 22.2.. jeweils um 15.00 Uhr.
Kinderführungen mit kreativem Angebot: samstags 24.1. und 21.2. um 15.00 Uhr.
Anmeldungen zu den Führungen: hofmann-johnson@folkwang-uni.de
oder : 01575-6451343
Weitere Informationen und Pressebilder unter:
elke.seeger@folkwang-uni.de, hofmann-johnson@folkwang-uni.de
Ausstellungsort:
UNESCO-Welterbe Zollverein
Areal A [ Schacht XII]
SANAA-Gebäude
Folkwang Universität der Künste
Gelsenkirchener Str. 209
www.folkwang-uni.de/fotografie
Eröffnung: 9. Januar, 19.00 Uhr
Ausstellungsdauer 10. Januar – 22. Februar 2015
Öffnungszeiten: Do 13 – 20, Fr 13 – 18, Sa 11 – 18, So 11 – 18 Uhr
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