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10 2014 • Hessisches Ärzteblatt
Von hessischen Ärztinnen und Ärzten
Nachruf auf Dr. med. Klaus Tegtmeier
596
Am 23. Juli 2014 ist der Augen­arzt Dr. med.
Klaus Tegtmeier aus Dillenburg nach schwe­
rer Krankheit verstorben.
Dillenburg und war bis zu seiner Pensionie­
­rung 1993 Leitender Arzt der Operativen
Augenabteilung der Dillkliniken.
Geboren wurde Klaus Tegtmeier am 6. Oktober 1926 in Gießen. Er besuchte die Oberschule in Weimar. Nach Arbeitsdienst 1944
in Danzig leistete er Militärdienst und Front­­
einsatz in Frankreich und geriet in ameri­
ka­nische Gefangenschaft. Von 1947 bis 1953
studierte er Medizin in Mainz und Gießen.
1953 war er Stipendiat der Studienstiftung
des Deutschen Volkes. Es folgten Staatsexamen und 1955 Promotion in Gießen.
Nach Assistenzarztzeiten in Chirurgie und
Innerer Medizin begann er ab 1957 die
fachärztliche Ausbildung zum Augenarzt
in der Universitätsaugenklinik in Gießen.
Dort arbeitete er zuletzt als Funktions­ober­­
arzt, bis er sich 1962 als Augenarzt in Herborn niederließ. 1966 wechselte er nach
Etwa 30 Jahre war Klaus Tegtmeier Delegierter der Landesärztekammer Hessen und
hier in verschiedenen Gremien tätig. Er war
Mitbegründer und Mitglied des Aufsichtsrats des ärztlichen Versorgungswerkes der
Landesärztekammer Hessen und mehr als
25 Jahre im Sektionsvorstand der Hessischen Fortbildungsakademie in Bad Nauheim.
Ein weiteres ehrenamtliches Betätigungsfeld fand er in der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Hessen. Mehr als zwei Jahrzehnte war er Abgeordneter der KV für den
Dillkreis und Mitglied des Geschäftsausschusses der Bezirksstelle Gießen. Dazu
kam seine Tätigkeit als 2. Vorsitzender des
Marburger Bundes und Mitgliedschaft im
Vorstand des Landesverbandes Hessen
des Hartmannbundes.
Er erhielt die Richard-Hammer-Medaille und
den Ehrenbrief des Landes Hessen; 1994
wurde ihm die Ehrenplakette der Hessischen Ärzteschaft in Silber verliehen. Von
1997 an führte er 15 Jahre lang den Seniorenkreis der Bezirksärztekammer Gießen
mit großem Engagement und Erfolg.
Klaus Tegtmeier war mit seinen vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten keinesfalls ein
angepasster Funktionär. Er hat bei vielen
Gelegenheiten seine eigenständige Auffassung klar und wortstark vertreten. Mit
ihm ist ein Mitglied einer Generation gegangen, die Krieg, Nachkriegszeit und Wie­
deraufbau mitgestaltet hat. Er wird uns
allen fehlen. Unsere Anteilnahme gehört
seiner Frau Sigrid und seiner Familie.
Dr. med. Siegfried Baumgärtel
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Seele and Geist
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