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Januar 2015 - Kirchengemeinde Niesky

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Evangelische
Kirchengemeinde
Niesky
Leben
CHRISTUSKIRCHE
So lange die
Erde besteht,
sollen nicht
aufhören
Aussaat und Ernte,
Kälte und Hitze,
Sommer und Winter,
Tag und Nacht.
Foto: Lehmann
Genesis 8, 22
Januar 2015
2
Gedanken zur Jahreslosung
Eine Grundschullehrerin fragt ihre Klasse
im Religionsunterricht: „Wer von euch
möchte später einmal in den Himmel
kommen?“ Alle Kinder melden sich. Nur
Jonas nicht. Da wendet sich die Lehrerin
erstaunt an ihn und fragt: „Was ist los,
Jonas, möchtest du nicht?“ Der Junge
antwortet: „Natürlich will ich in den
Himmel kommen - aber doch nicht mit
den Typen da!“
Was der Witz auf flapsige Weise ausdrückt,
ist im Grunde ein ernstes Problem. Die
Lehrerin, jedenfalls wenn sie eine gute
Lehrerin ist, wird über die Aussage von
Jonas erschrocken sein. Denn die Lehrerin
ist doch für alle Kinder ihrer Klasse da.
Wenn schon eine gute Lehrerin über solch
einen Jonas erschrocken ist, wie sehr wird
dann erst Eltern das Herz bluten, wenn
eines ihrer Kinder - nennen wir es wieder
Jonas - erklärt: „Ralf darf nicht mehr zu
unserer Familie gehören. Denn Ralf hat
was Schlimmes ausgefressen. Er soll nicht
mehr zu uns kommen!“
Gott hat uns alle geschaffen
Leider mag es hin und wieder einen
Lehrer geben, der es fertigbringt, einzelne
Schüler auszugrenzen und fertigzumachen. Und es kommt leider auch immer
wieder vor, dass sogar Eltern mit ihren
Kindern brechen, dass sie den Ralf aus
ihrem Leben verbannen wollen, weil er
nicht so fühlt, denkt oder handelt, wie sie
es von ihm erwarten.
Aber es gibt einen, der kann das nicht.
Das ist Gott. Gott hat uns alle geschaffen,
den Jonas und den Ralf. Beide sollen zu
seiner Familie hier auf der Erde gehören.
Und beide sollen in den Himmel kommen. Woher nehmen wir dann das Recht,
andere auszugrenzen?
Reinhard Ellsel
Einladung zur ...
3
Ökumenischen Bibelwoche 12. bis 18. Januar 2015
"Wissen, was zählt“
Einführung in den Galaterbrief
Möchten Sie die frühe Kirche und den Paulus
persönlich kennen lernen? Dann sind Sie beim
Brief des Apostels an die Christen in Galatien
genau richtig: Dieses Schreiben erlaubt uns
einen Einblick in die Situation des dritten
Jahrzehnts nach Ostern (ca. 52-56 n. Chr.). Es
ist die Zeit der großen Weichenstellungen.
Noch gibt es die klare Unterscheidung von
„Judentum“ und „Christentum“ nicht.
Unzählige Fragen bedürfen der Klärung, seitdem einige Prediger der Jesusbewegung eine
Grenze überschreiten: Sie wenden sich an
Nichtjuden und laden sie ein, sich dem „neuen Weg“ anzuschließen, ohne erst Juden zu
werden. Der Damm bricht und rasch entstehen z. B. auf dem Gebiet der heutigen Türkei
gemischte Gemeinden. Jüdische und ehemals
heidnische Christen leben und glauben zusammen als das, was manchmal viel zu romantisch „Urkirche“ genannt wird. Denn die
Folgen der Öffnung für die Heiden sind für die
Juden viel gravierender als vielleicht zunächst
erwartet.
Das wirft Fragen auf: wird die Ausrichtung an
der Thora über Bord geworfen oder nicht?
wird das über Bord geworfen, was bisher (und
letztlich bis heute) das Judentum ausmacht: die
Ausrichtung des gesamten Lebens an der
Thora, der Weisung in den Büchern des Mose.
Paulus erklärt den Galatern, dass dieses „Gesetz“ nicht mehr ihre Basis sein kann und darf,
weil es letztlich nur aufdeckt, wie und wo
Menschen versagen. Sein „Evangelium“ baut
auf eine neue Freiheit. Es ist keine Beliebigkeit,
sondern das radikale Vertrauen darauf, dass
Gott Menschen jeder Nation oder Religion
schon „richtig gemacht“ hat, ehe solche
Menschen es selbst mit dem Instrumentarium
ihrer Tradition versuchen können. Diese
Lösung vom jüdischen Gesetz ist ein
Quantensprung für die Glaubenden, aber
zugleich eine Provokation gegenüber den traditionellen Juden, auch innerhalb der
Jesusbewegung. Das bekommen Paulus und
mit ihm die Gemeinde in Galatien heftig zu
spüren. Sein Ringen mit Gegnern und
Autoritäten spiegelt sich in seinem Brief konkret
und teilweise überraschend emotional.
Der Galaterbrief ist ein sehr ehrliches und
authentisches Zeugnis der Kirchengeschichte,
das heutige Christen immer wieder als Anfrage
und Ermutigung lesen sollten.
Wolfgang Baur
4
Kinderseite
Kinderseite
Ein neuer Anfang
Haben Sie einen Augenblick? Wir würden
uns gern vorstellen. Also: Guten Tag, wir
sind Rebekka, Janis und Baldur Kriegel.
Wir werden uns jetzt öfter sehen, denn ab
dem 1. Januar 2015 werden wir neu in
der Kirchengemeinde sein. Wir kommen
gerade aus Breslau/Wroclaw, wo wir die
vergangenen zwei Jahre gelebt und gearbeitet haben. Dort habe ich, Janis Kriegel,
mein Vikariat in der evangelischen,
deutschsprachigen St. Christophorigemeinde erlebt und nun werde ich die
Pfarrstelle in der evangelischen Kirchengemeinde in Niesky übernehmen.
Fotos: privat
Wir stammen als Familie aus der schlesischen Oberlausitz. Wir, Rebekka und
Janis, sind beide in Görlitz und später in
Schöpstal groß geworden, haben dann in
Halle/Saale und Berlin studiert und wohnten danach, bevor wir nach Breslau gin
5
gen, für eine kurze Zeit
in Görlitz. Dort wurde
im Jahre 2012
auch unser
kleiner Sohn
Baldur
geboren.
Die Zeit in Breslau war eine besondere für
uns, wir haben in der Gemeinde viel erlebt, ich (Janis) habe in viele Bereiche der
Gemeindearbeit mich einbringen und viel
Neues dazulernen können. Und jetzt freue
ich mich auf Sie! Ich bin gespannt, wie hier das Wort
Gottes wirkt und wie ganz
konkret Gemeinschaft gelebt
wird und wächst und ich
freue mich auf die Begegnungen mit Ihnen, auf die
Gottesdienste, Gemeindekreise und Seelsorgegespräche.
Anlässlich meiner Amtseinführung, werde ich, Janis
Kriegel, den Gottesdienst
am 4. Januar liturgisch gestalten und lade Sie alle hiermit dazu ein!
Möge Gott unser Miteinander in Zukunft
segnen, sodass alles ihm zur Ehre und uns
zur Freude geschieht!
Seien Sie alle Gott befohlen!
Rebekka, Janis und Baldur Kriegel
Kindergottesdienst findet parallel zum
Hauptgottesdienst statt.
Das Abendmahl ist stets alkoholfrei.
09. 19.00
Fr
01. Neujahr
10.00 Predigtgottesdienst
Kollekte: für eigene Gemeinde
Do
10.
Sa
02. 19.00
Fr
11.
Kollekte: für besondere Aufgaben des KollektenSo verbundes der Union der Evangelischen Kirchen
Junge Gemeinde
09.30 - 12.00 Spielezeit
1. Sonntag nach Epiphanias
Junge Gemeinde
10.00 Abendmahlsgottesdienst
15.
Do
16.
Fr
15.00 - 18.00 Flöten für Kinder
16.30 Bibelwoche in der Seniorenbegegnungsstätte Zinzendorfplatz
19.00 Posaunen
19.30 Bibelwoche im kath. Pfarrhaus
16.30 Bibelwoche in der Seniorenbegegnungsstätte Zinzendorfplatz
19.00 Junge Gemeinde
19.30 Bibelwoche in der Seniorenbegegnungsstätte Zinzendorfplatz
17. 19.00
Sa
Bibelwoche in der Seniorenbegegnungsstätte Zinzendorfplatz
anschließend Kirchencafé
2. Sonntag nach dem Christfest
04. 10.00
Abendmahlsgottesdienst mit
Taufgedächtnis und Vorstellung
So
So lange die Erde besteht sollen nicht aufhören
Aussaat und Ernte,
Kälte und Hitze,
Sommer und Winter,
Tag und Nacht.
von Pfarrer Janis Kriegel
Kollekte: für den Kirchlichen Fernunterricht
anschließend Kirchencafé
Monatsspruch aus Genesis, Kapitel 8, Vers 22
22. 15.00 - 18.00 Flöten für Kinder
Do 19.00 Posaunen
23. 19.00
Fr
Letzter Sonntag nach Epiphanias
25. 10.00
So
18. 2. Sonntag nach Epiphanias
28. 17.00
9.45 Gottesdienst in der Brüdergemeine
So
zum Abschluss der Bibelwoche
Mi 19.30
06. 16.00 - 18.00 Gitarrengruppe
Di 19.30 Gemeindekirchenrat
13.
Di
16.00 - 18.00 Gitarrengruppe
16.30 Bibelwoche in der Seniorenbegegnungsstätte Zinzendorfplatz
19.30 Bibelwoche evang. Gemeindehaus
19. 15.00 - 18.00 Flöten für Kinder
19.30 Singkreis
Mo 20.00 Flötenkreis der Frauen
07. 17.00
Mi 19.30
14.
Mi
14.00 Seniorennachmittag
16.30 Bibelwoche in der Seniorenbegegnungsstätte Zinzendorfplatz
17.00 Posaunen
19.30 Frauensport
19.30 Bibelwoche im kath. Pfarrhaus
20. 19.30
Di
Posaunen
Tanzkreis
08. 15.00 - 18.00 Flöten für Kinder
Do 19.00 Posaunen
16.00 - 18.00 Gitarrengruppe
Gemeindeabend
Vortrag von und mit dem
Ehepaar Henschel
21. 17.00
Mi 19.30
Posaunen
Frauensport
Kollekte: für die Telefonseelsorge
anschließend Kirchencafé
27. 16.00 - 18.00
Di
12.
Mo
05.
Mo
Abendmahlsgottesdienst
26. 15.00 - 18.00 Flöten für Kinder
19.30 Singkreis
Mo 20.00 Flötenkreis der Frauen
15.00 - 18.00 Flöten für Kinder
16.30 Bibelwoche in der Seniorenbegegnungsstätte Zinzendorfplatz
19.30 Bibelwoche evang. Gemeindehaus
20.00 Flötenkreis der Frauen
15.00 - 18.00 Flöten für Kinder
19.30 Singkreis
20.00 Flötenkreis der Frauen
Junge Gemeinde
Gitarrengruppe
Posaunen
Frauensport
29.15.00 - 18.00 Flöten für Kinder
Do 19.00 Posaunen
30.19.00
Fr
31.
Sa
Junge Gemeinde
8
Aus dem Gemeindekirchenrat
In der Dezembersitzung stellte sich unser
neuer Pfarrer Janis Kriegel dem
Gemeindekirchenrat vor. Außerdem hatte
er die Mögllichkeit, uns kennen zulernen.
Christoph Leubner berichtete über die
bereits durchgeführten und die geplanten
Renovierungsarbeiten an der
Pfarrwohnung.
Der Haushaltsplan 2015 wurde vorgestellt,
diskutiert und beschlossen.
Für 2015 ist ein gemeinsamer Gottesdienst
mit der Brüdergemeine zum Start der
Sommerferien geplant. Der Weltgebetstag
der Frauen im März 2015 wird in unserer
Gemeinde stattfinden.
Beschlossen wurde weiterhin, der
Gottesdienstbeginn ab 1. Februar 2015
auf 9:30 Uhr zurückzuverlegen.
Dietmar Hellmann berichtete vom
Koordinierungstreffen Kirchenmusik
gemeinsam mit der Brüdergemeine zum
Jahresplan 2015. Dieter Seidel gab
Auskunft über die Tagung der Kreissynode.
Eine Einladung zu den Ältestentagungen
im Januar in Hoyerswerda und
Rothenburg wurde ausgesprochen.
Der CVJM Holzgerlingen e. V. bietet allen
Nieskyern, die am Deutschen
Evangelischen Kirchentag in Stuttgart vom
3.-7.6. 2015 teilnehmen möchten,
Quartiere an. Bei Interesse bitte im
Kirchenbüro melden.
Wer unserer neuen Pfarrer Janis Kriegel
begrüßen und kennenlernen möchte, ist
herzlich am 4. Januar um 10 Uhr zum
Gottesdienst in unsere Christuskirche
eingeladen.
Bernhard Neudeck
zur Anfrage und Beratung erwarten Sie:
Pfarrer (Vakanzvertretung)
Ulf Schwäbe
Görlitzer Str. 48 02923 Horka Tel. 035892 32 23
Vorsitzender des GKR
Christoph Leubner
Kirchgasse 2
Tel. 25 94 83
Superintendent
Dr. Thomas Koppehl
Schlossergasse 4
Tel. 25 91 41
Ev. Pfarramt und Kirchenbüro
Rothenburger Str. 14 Tel./Fax. 20 78 59
geöffnet:
KD-Bank für Kirche und Diakonie
Di. 8-12 und
IBAN: DE65 3506 0190 1560 4610 18
14-17 Uhr
BIC: GENODED1DKD
Do. 14-17 Uhr
e-mail: ekgm.niesky@kkvsol.net
Internet: www.evangelische-kirche-niesky.de
Impressum Gemeindebrief:
Herausgeber: Gemeindekirchenrat der Evangelischen
Kirchengemeinde Niesky
Druckerei: Winter, Herrnhut
Auflage: 1.100 Stück
Redaktionsschluss 6. des Monats
Diakonissenanstalt „Emmaus“
Ambulanter Hospizdienst - Frau Nedo, Frau Kuras
Plittstraße 26
Tel. 26 41 35
Sprechzeiten: Di 13.30 -16.00 Uhr + nach Vereinbarung
Selbsthilfegruppe Chronische Schmerzen
Rothenburger Str. 33 Tel. 20 76 66
TelefonSeelsorge.
Kostenfrei und verschwiegen.
0 800-111 0 111
Diakonie - Sozialstation Niesky
Bahnhofstraße 11
Tel. 22 26 0
Erziehungs- u. Familienberatungsstelle
Ödernitzer Str. 8a
Tel. 20 42 05
Beiträge richten Sie bitte an das Kirchenbüro oder an:
gemeindebrief@evangelische-kirche-niesky.de
Redaktionsteam:
Ilona Wolschke, Daniela Ohnesorge, Carmen Müller,
Christoph Schmidt
Kindergottesdienstkreis vorgestellt 9
Was tun Sie genau?
Wir beginnen mit einer kleinen Andacht
zur Tageslosung und singen auch gerne
miteinander. Dann geht der Plan mit allen
Sonn- und Feiertagen herum, bis fast alle
Termine für das nächste ¼ Jahr vergeben
sind. Außerdem tauschen wir uns über
unsere gemachten Erfahrungen aus, wie
viele Kinder zum KIGO waren und in welcher Altersgruppe.
Seit ca. zwei Jahren gibt es nur noch eine
KIGO-Gruppe, in der Kleinkinder, Kindergarten- und Schulkinder gemeinsam
Gottesdienst feiern. Überlegungen zur
Optimierung der Gottesdienstinhalte, die
alle Kinder gleichermaßen erreichen, sind
immer ein Thema in unserem Kreis und
liegen uns sehr am Herzen.
Wir gestalten auch voller Freude und
Fantasie die zwei Familiengottesdienste im
Jahreskreis mit.
Wann treffen Sie sich?
Wir sind acht Frauen, die sich je nach
Dienst und eigener Abkömmlichkeit im
Gemeindehaus einmal im Vierteljahr ab
20.00 Uhr treffen und 1 ½ Stunden zusammensitzen. Bei Abwesenheit verständigen
wir uns per E-mail, so dass kein Termin unbesetzt bleibt.
Zur Erarbeitung der Inhalte hilft
uns die Lektüre „Gottesdienst mit
Kindern“ für das ganze Jahr und
die „Evangelische Kinderkirche“,
die vierteljährlich erscheint.
Wie lange gibt es die Gruppe
schon?
Seit Anfang/Mitte der 60er Jahre
gibt es den Kindergottesdienst, in
den Kinder zur eigenen
Verkündigung gehen. Anfangs
wurde der KIGO teilweise hauptwie auch ehrenamtlich abgedeckt. Jetzt
sind es ehrenamtliche Mitarbeiterinnen aus
unserer Gemeinde, die den Kindern von 1
bis 14 Jahren biblische Geschichten erzählen, gemeinsam basteln, singen und malen.
Früher wie heute schulen wir uns ein- und
mehrtägig durch Angebote der „Arbeitsstelle für Kinder- und Jugendarbeit“.
Was erfreut Sie?
Wir schätzen unsere Unterschiedlichkeit,
mit der wir uns ergänzen, lieben die „Arbeit“ mit den Kindern und die Offenheit
und Heiterkeit, mit der wir dabei sind.
Susanne Fettke
Persönliches
10
Hohe Geburtstage feiern am:
02.
03.
03.
04.
07.
13.
22.
22.
23.
27.
27.
30.
Januar
Januar
Januar
Januar
Januar
Januar
Januar
Januar
Januar
Januar
Januar
Januar
Johannes Paulick
Wolff-Dietrich Gebauer
Ruth Rötschke
Jutta Mischkowski
Irene Rose
Ruth Wolf
Karl Herrmann
Sonja Klinkert
Maria Kargapolova
Brigitte Schäfer
Rosemarie Mannack
Edith Neumann
75
70
80
75
80
93
80
80
90
75
80
75
Jahre
Jahre
Jahre
Jahre
Jahre
Jahre
Jahre
Jahre
Jahre
Jahre
Jahre
Jahre
Heimgerufen wurde am:
22. November
Margarete Schön
im Alter von 82 Jahren
Menschen
11
Zum 200. Todestag von Matthias Claudius (1740 - 1815)
Ein Mensch mit Mondschein im Herzen
Es gilt als das Lieblingslied der Deutschen: „Der
Mond ist aufgegangen“. Wer aber ist Matthias
Claudius, der dieses wunderbare Abendlied
geschrieben hat?
Ein Zeitgenosse, Graf Friedrich von Stollberg,
beschreibt ihn treffend: „Er ist ohne allen Falsch
und hat immer Mondschein im Herzen“. Das
Leben des Dichters ist durch eine bemerkenswerte Unabhängigkeit gegenüber dem Zeitgeist
geprägt und durch eine Lebensklugheit, die ihn
vor einem aufgesetzten Getue bewahrt und zu
echter Mitmenschlichkeit befähigt.
Matthias Claudius wird am 15. August 1740
geboren als Sohn des Pfarrers von Reinfeld. Als
drei seiner Geschwister sterben, steht der
Zehnjährige fassungslos dem Geheimnis des
Todes gegenüber. Immer wieder wird er ihm
begegnen. Auch ist er selbst keineswegs von
eiserner Gesundheit. Ein Lungenleiden macht
ihm zeitlebens zu schaffen.
Ein Theologiestudium in Jena bricht er ab. Er
wechselt über in die Rechtswissenschaften.
Viele Jahre weiß er nicht, was aus ihm werden
soll. Endlich finden wir den 28-jährigen Spätentwickler plötzlich in Hamburg wieder. Er ist
jetzt Redakteur bei den „Adreß-ComptoirNachrichten“.
Ausgerechnet unter dem Druck von Terminen
und spröder Nachrichtenweitergabe findet
Claudius zu seiner eigenen unverwechselbaren
Sprache. Nach gut zwei Jahren übernimmt er
die Redakteursstelle bei einer neu gegründeten
Zeitung in Waldsbeck, einem Dorf vor den
Toren Hamburgs. Claudius gibt dieser Zeitung
sein Gepräge und verleiht ihr einen hohen
literarischen Rang, indem er führende Leute
wie Goethe, Lessing und Herder zur Mitarbeit
gewinnt. „Der Wandsbecker Bote“: Das ist
nicht nur der Titel der Zeitung, das wird
sozusagen das Markenzeichen von Claudius.
Ab 1775 gibt Claudius auf eigene Rechnung
insgesamt sieben Bände seiner „Sämtlichen
Werke“ heraus eben unter dieser Selbstbezeichnung. Bunt gemischt finden sich hier
Gedichte und erdachte Briefe, Rezensionen
und Dialoge, Bonmots und theologische
Abhandlungen. Fortan führt Claudius das
Leben eines freien Schriftstellers und
Hausmannes. Er sagt von sich, dass er „von
Hauptberuf Mensch“ sei.
Verstanden und liebevoll unterstützt wird er
dabei durch seine Frau Rebecca, eine um 14
Jahre jüngere Zimmermannstochter, mit der er
zwölf Kinder hat. 1776 kommt es zu einem
Zwischenspiel in Darmstadt. Er ist dort
Oberlandkommissar. Aber weil es dort viele
Intrigen gibt, treten sie schon nach einem Jahr
die Rückreise nach Wandsbeck an.
Im Alter entwickelt sich Claudius vom
Schriftsteller zum Briefsteller. Für viele
bekannte Größen seiner Zeit wird er zum
Freund und Seelsorger. Die letzten Jahre des
„Wandsbecker Boten“ verlaufen unruhig und
turbulent; es ist die Zeit der Befreiungskriege
gegen Napoleon. Schließlich verschlechtert
sich sein Gesundheitszustand derart, dass er
nach Hamburg in das Haus seines
Schwiegersohnes ziehen muss. Dort schläft
Matthias Claudius am 21. Januar 1815 im
Kreise seiner Familie friedlich ein.
Reinhard Ellsel
Ökumenische Bibelwoche
Niesky, 12. bis 18. Januar 2015
Thema:
„Wissen, was zählt“
Einführung in den Galaterbrief
Montag:
16.30
19.30
Dienstag:
16.30
19.30
Mittwoch:
16.30
19.30
Donnerstag: 16.30
19.30
Freitag:
16.30
19.30
Sonnabend: 19.00
Uhr
Uhr
Uhr
Uhr
Uhr
Uhr
Uhr
Uhr
Uhr
Uhr
Uhr
Sonntag, 18. Januar 2015
9.45 Uhr
Seniorenbegegnungsstätte, Zinzendorfplatz
Evangelisches Gemeindehaus, Rothenburger Str.
Seniorenbegegnungsstätte, Zinzendorfplatz
Evangelisches Gemeindehaus, Rothenburger Str.
Seniorenbegegnungsstätte, Zinzendorfplatz
Katholisches Pfarrhaus, Sonnenweg 18
Seniorenbegegnungsstätte, Zinzendorfplatz
Katholisches Pfarrhaus, Sonnenweg 18
Seniorenbegegnungsstätte, Zinzendorfplatz
Seniorenbegegnungsstätte, Zinzendorfplatz
Kirche der Brüdergemeine
(Singstunde - kein Bibelgespräch)
Gemeinsamer Gottesdienst
zum Abschluss der Bibelwoche in der
Kirche der Brüdergemeine
Der für November angekündigte Vortrag von Ehepaar
Henschel musste wegen technischer Probleme ausfallen.
Gemeindeabend
Er wird nun am 20. Januar um 19.30 Uhr stattfinden.
„Medizinische Hilfe für die Karen
- von den Anfängen bis zum heutigen Zeitpunkt“
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Seele and Geist
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