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Inkassohilfe - Amt für Jugend und Berufsberatung - Kanton Zürich

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Merkblatt
Inkasso und Bevorschussung von Unterhaltsbeiträgen
Ehegatten, Kinder, Jugendliche und volljährige Jugendliche, die ihre Alimente nicht, nicht
vollständig oder nicht rechtzeitig erhalten, haben Anspruch auf Inkassohilfe. Bei Kindern und
Jugendlichen besteht zudem unter Umständen ein Anspruch auf Bevorschussung (vgl. Art. 131
Abs. 1 und Art. 290 ZGB, § 21−27 Kinder und Jugendhilfegesetz). Zuständig für die Beratung,
Unterstützung und Umsetzung dieser Aufgaben sind die Alimentenhilfestellen des Amtes für
Jugend und Berufsberatung des Kantons Zürich (AJB). Gesuche sind an die für den Wohnort
zuständige regionale Alimentenhilfestelle1 zu richten. Die entsprechende Adresse finden sie
unter www.ajb.zh.ch oder in der separaten Zusammenstellung der Adressen.
Inkassohilfe
Die Alimentenhilfestelle unterstützt die unterhaltsberechtigte Person, die geschuldeten Alimente einzutreiben (Art. 131 Abs. 1 und 290 ZGB). Inkassohilfe wird für die laufenden Unterhaltsbeiträge geleistet, die
nicht, nicht rechtzeitig oder nicht vollständig bezahlt werden. Rückstände können höchstens drei Monate
(Ehegattenalimente) bzw. ein Jahr (Kinderalimente) rückwirkend durch die Alimentenhilfestelle eingefordert
werden.
Voraussetzung
− Zivilrechtlicher Wohnsitz im Kanton Zürich
− Rechtstitel, z. B. Eheschutzurteil, Scheidungsurteil, Unterhaltsvereinbarung usw.
Einzureichende Unterlagen
− Rechtstitel mit Rechtskraftbestätigung vom zuständigen Gericht
− Wohnsitzbestätigung
− Bei Ausländern Kopie des Ausländerausweises
− AHV-Nummern der Gesuchsteller und deren Kinder
− Aufstellung über ausstehende Unterhaltsbeiträge (ein Jahr rückwirkend bei Kinderalimenten, drei
Monate rückwirkend bei Ehegattenalimenten)
− Adressen der unterhaltspflichtigen Person und deren Arbeitgeber/in, sofern bekannt
Diese Unterlagen müssen spätestens zwei Monate nach der Gesuchstellung lückenlos vorliegen, sonst
kann auf das Gesuch nicht eingegangen werden.
Kosten
Die Alimentenhilfestelle verlangt keine Gebühren. Allfällig anfallende Inkassokosten (Betreibungskosten,
Übersetzungen usw.) müssen jedoch durch die antragstellende Person bezahlt werden.
1
Mit Alimentenhilfestelle ist immer auch die Alimentenstelle der Stadt Zürich gemeint.
1/2 | Merkblatt Bevorschussung und Inkasso | 2015 | Bildungsdirektion Kanton Zürich
Bevorschussung von Kinderalimenten
Was ist Bevorschussung?
Die Alimente werden dem alimentenberechtigten Kind/Jugendlichen von der zuständigen Wohnsitzgemeinde als Vorschuss ausbezahlt (Art. 290 ZGB). Die Alimentenhilfestelle fordert dann das Geld beim
Unterhaltspflichtigen direkt ein.
Voraussetzung
− Es besteht eine Unterhaltsverpflichtung für ein Kind/einen Jugendlichen.
− Die Bevorschussung ist abhängig von den Einkommens- und Vermögensverhältnissen der
Antragsteller sowie von der Höhe des Unterhaltsanspruchs im Rechtstitel.
− Das Kind darf nicht mit dem Unterhaltspflichtigen in Hausgemeinschaft leben.
− Die Bevorschussung wird nur für die Zukunft ausgerichtet, nicht für bereits fällige Unterhaltsansprüche.
Ehegattenansprüche können nicht bevorschusst werden.
Einzureichende Unterlagen
− Alle Unterlagen wie bei der Inkassohilfe (siehe oben) sowie
− sämtliche Unterlagen zu den Einkommens- und Vermögensverhältnissen aller im Haushalt
lebenden Personen.
Diese Unterlagen müssen spätestens zwei Monate nach der Gesuchstellung lückenlos vorliegen,
sonst kann auf das Gesuch nicht eingegangen werden.
Höhe der Bevorschussung
Bevorschusst werden Unterhaltsbeiträge gemäss dem Urteil/Vertrag bis maximal zur Höhe einer
einfachen Waisen- und Kinderrente gemäss AHV/IV-Gesetzgebung (gegenwärtig Fr. 940.– pro Monat).
Voraussetzung ist, dass sich die finanziellen Verhältnisse der antragstellenden Person/en innerhalb der
gesetzlichen Grenzen befinden (siehe § 19ff. der Verordnung über die Alimentenhilfe und die Kleinkindbetreuungsbeiträge AKV).
Veränderte Verhältnisse
Veränderungen (z. B. Änderung Zivilstand, Umzug, Geburt eines weiteren Kindes, Einkommen,
Vermögen, Abänderung eines Unterhaltsvertrags, Erlass eines Scheidungsurteils nach einem Eheschutz
usw.) müssen der Alimentenhilfestelle unverzüglich gemeldet werden. Jede Verletzung der Mitteilungspflicht
führt zu einer Einstellung der finanziellen Leistung, wenn die Voraussetzungen dafür nicht mehr gegeben
sind/waren.
Rückerstattung
Die unterhaltsberechtigten Personen, d. h. die Antragsteller für Bevorschussung, müssen nur dann
Rückzahlungen leisten, wenn die Leistungen zu Unrecht ausgerichtet wurden.
Januar 2015
Weitere Informationen sowie ein elektronisches Gesuch finden Sie unter www.alimente.zh.ch.
2/2 | Merkblatt Bevorschussung und Inkasso | 2015 | Bildungsdirektion Kanton Zürich
ALH_M_ALBV_01/ 2015
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Bildung
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