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Aktien International - BEKB

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Marktkommentar
Aktien International
täglich
Eric Trummer
eric.trummer@bekb.ch
031 666 63 55
Dow Jones Industrial
17'640 (- 0.1 %)
Roger Baumgartner
roger.baumgartner@bekb.ch
031 666 63 55
S & P 500
2'035 (- 0.0 %)
Nasdaq100
4'201 (- 0.0 %)
12. Januar 2015
Christoph Germann
christoph.germann@bekb.ch
031 666 63 55
Dax-Future
9'651 (+ 0.3 %)
5-Tages-Chart S&P 500
NEW YORK
Scheinbar positive Arbeitsmarktdaten haben die Wall Street am vergangenen Freitag nicht gestützt. Der erneute Ölpreisrutsch und eine schwache Lohnentwicklung nährten stattdessen die Furcht vor einem Konjunkturdämpfer.
Zwar zeigte der Arbeitsmarktbericht einmal mehr, wie robust die US-Wirtschaft gegenwärtig ist. Die USFirmen schafften 2014 so viele Stellen wie seit 1999 nicht mehr. Auch zum Jahresabschluss stellten die Unternehmen wieder mehr Personal als erwartet ein, und die Arbeitslosenquote fiel besser als prognostiziert aus.
Allerdings entwickelten sich die Stundenlöhne schwach, was für eine anhaltend niedrige Inflation sprach. Damit hätte die US-Notenbank einen Anlass, um die geplante Zinserhöhung hinauszuschieben. Während diese
Spekulation die Finanzmärkte bewegte, überwogen an der Wall Street die Konjunktursorgen.
Denn der Dow-Jones-Index verlor um 1 % auf 17'737 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite gaben um
knapp weniger als 1 % ab.
Neben der schwachen Lohnentwicklung wurde am Aktienmarkt vor allem der erneute Ölpreiszerfall für die
Kursverluste verantwortlich gemacht. US-Leichtöl der Sorte WTI verbilligte sich um 0,9 % auf 48,36 Dollar
und verbuchte den siebten Wochenverlust in Folge. Erst Daten, die zeigten, dass US-Bohrinseln weniger Öl
förderten, bremsten die Talfahrt etwas. Europäisches Referenzrohöl der Sorte Brent brach dagegen um 1,7 %
auf 50,11 Dollar ein - der tiefste Stand seit April 2009. Die fundamentalen Gründe für die Ölpreisschwäche
blieben die alten: Das weltweite Überangebot drückte weiter auf den Preis.
Unter den Einzelaktien gaben Macy's um 2,8 % nach. Der Einzelhändler will durch einen Umbau von Geschäftsbereichen jährlich 140 Millionen Dollar einsparen und muss deswegen wohl auch Filialen schliessen.
Bed Bath & Beyond stürzten um 6,7 % ab, der Wohnungsausrüster hatte mit seinen Quartalsumsätzen die
Markterwartungen enttäuscht.
ASIEN
Ohne einheitliche Richtung zeigen sich die Börsen in Ostasien heute Montag nach negativen Vorgaben aus
Europa und den USA. Während an der Tokioter Börse wegen eines Feiertags nicht gehandelt wurde, geht es in
Shanghai kräftig abwärts. Die Nachbarbörse in Hongkong kann sich dem Abwärtssog derweil entziehen und
zeigt sich leicht positiv.
Verantwortlich dafür sind zwei Aktien: die Schwergewichte Cheung Kong und Hutchison Whampoa. Sie
schiessen um über 14 beziehungsweise über 12 % nach oben, nachdem Li Ka-shing, der reichste Asiate, am
letzten Freitag angekündigt hat, sein Imperium aufzuspalten. Die Immobilienbeteiligungen beider Unternehmen sollen an ein neues, an der Hongkonger Börse notiertes Unternehmens namens CK Property übergehen.
Übrig bleiben die Besitztümer der beiden Unternehmen im Ausland - etwa Häfen in 26 Ländern, Mobilfunkbetreiber und ein Anteil an der kanadischen Ölfirma Husky Energy. Sie sollen getrennt davon in das Unternehmen CKH Holdings überführt werden, das auch an die Börse geht. "Das Neubewertungspotenzial aus der
Restrukturierung für die Aktien von Cheung Kong und Hutchison ist immens", so die Analysten in einer Bewertung der Li-Ka-shing-Pläne.
In Shanghai sprechen Teilnehmer unterdessen von Gewinnmitnahmen nach den fulminanten Kursgewinnen im
vergangenen Jahr. Hintergrund dafür seien Sorgen darüber, dass anstehende wichtige Konjunkturdaten aus
China enttäuschend ausfallen könnten. Hinzu komme, dass einige Anleger Gelder vom Aktienmarkt abzögen,
um Pulver bereitzuhalten für eine ganze Reihe anstehender Börsengänge.
Belastungsfaktor in Asien ist wie in Übersee die neuerliche Schwäche der Ölpreise. Nachdem diese sich in der
Vorwoche einige Tage halbwegs stabilisieren konnten, geht es nun wieder abwärts.
An den meisten anderen Aktienmärkten in Ostasien fallen die Kursbewegungen bei den Leitindizes gering aus.
Am stärksten bewegte sich noch der S&P/ASX 200 in Sydney. Er schloss mit einem Minus um 0,8 %.
EUROPA
Die europäischen Aktienmärkte scheinen nach den Kursturbulenzen in der Vorwoche heute Montag weiterhin
eine Richtung zu suchen.
Frische Impulse könnten von der Berichtssaison der Unternehmen kommen. Zwar bereiten die Ende Januar
anstehenden Neuwahlen in Griechenland den Anlegern weiterhin Sorgen; jedoch richten sich die Blicke zunächst auf die jüngsten Geschäftszahlen der Unternehmen. So wird am Markt darüber spekuliert, dass zum
Wochenstart mit SAP und Continental zwei Unternehmen aus dem deutschen Dax-Index ihre Bücher öffnen.
Zudem wird nach Börsenschluss in New York mit dem Quartalsausweis des Aluminiumriesen Alcoa in den
USA ebenfalls die Berichtssaison eröffnet.
Wirtschaftsdaten (Erwartungen) *
Australien: Stellenausschreibungen Dezember + 1,8 % (vorheriger Wert: + 0,7 %), Hypotheken November
- 0,7 % (+ 1,7 %).
China: Japan: Grossbritannien: Deutschland: Frankreich: Euroraum: USA: 14:30 Uhr:
*Wenn nichts anderes vermerkt, bezieht sich die Veränderung gegenüber dem Vormonat. q/q = Veränderung gegenüber Vorquartal, y/y
= Veränderung gegenüber Vorjahr, ytd = Veränderung seit Jahresbeginn, sb = Saisonbereinigt, ( ) = Erwartungen, wenn nicht anders
erwähnt.
Indexstände
Übersee
Dow Jones Industrial
S&P 500
Nasdaq Composite
Nikkei 225
Hang Seng
Shanghai Composite
Schluss
17'737
2'045
4'704
17'197
23'987
3'231
Änderung
- 171
- 17
- 32
geschlossen
+ 71
- 54
Änderung %
- 1.0
- 0.8
- 0.7
+ 0.3
- 1.7
Vol. NYSE: 0.73 Mrd.
Vol. Nasdaq: 1.72 Mrd.
Europa
DAX 30
DJ EuroStoxx 50
DJ Stoxx 50
Vortag
9'649
3'043
2'955
Trading-Range
9'500 – 9'800
2'975 – 3'100
2'900 – 3'000
Weitere Kurse (ca. 08.45 Uhr)
USD/CHF 1.0125 EUR/CHF 1.2011
Gold 1'230 (USD/Unze)
NY Leicht-Rohöl-Future 47.55 USD
Marktnachrichten
General Motors
GM macht Tesla Konkurrenz
US-Autobauer General Motors will laut dem "Wall Street Journal" an der Detroit
Motor Show ein Elektroauto vorstellen. Das strombetriebene Fahrzeug soll relativ günstig zu haben sein.
Der Wagen mit dem Namen Chevrolet Bolt solle 200 Meilen mit einer AkkuLadung zurücklegen können und 2017 auf den Markt kommen, berichtete das
"Wall Street Journal". Der Preis solle bei 30'000 Dollar liegen, hiess es unter Berufung auf informierte Personen.
Der Autobauer Tesla aus dem Silicon Valley, der nur Elektroautos produziert, will
voraussichtlich auch 2017 seinen Wagen Model 3 für etwa 35'000 Dollar vorstellen. Bisher bedient Tesla mit dem etwa doppelt so teuren Model S den Markt für
Oberklassewagen. Das Unternehmen baut aber auch ein Netz von Ladestationen
auf.
GM verkauft seit Ende 2010 den Chevrolet Volt, der zwar einen Elektro-Antrieb
hat - aber auch einen Verbrennungsmotor. Der Bolt solle rein elektrisch viermal
weiter fahren können als der Volt. Der Prototyp solle heute Montag an der Automesse in Detroit präsentiert werden.
Shire
Vor Milliardenübernahme in den USA
Der Pharmahersteller Shire geht nach dem gescheiterten Zusammenschluss mit
AbbVie selbst auf Einkaufstour. Der in Irland beheimatete Konzern übernimmt
für 5,2 Milliarden Dollar das US-Unternehmen NPS Pharmaceuticals, das auf
die Behandlung seltener Krankheiten spezialisiert ist.
Wie die beiden Firmen gestern Sonntag mitteilten, bietet Shire den NPSAktionären 46 Dollar je Aktie. Das entspricht einem Aufschlag um 10 % im Vergleich zum Kurs vom vergangenen Freitag. Dass Shire NPS kauft, ist nicht ganz
überraschend. Shire zeigte schon im vergangenen Jahr Interesse am US-Konzern.
Mit NPS sichert sich der Konzern zwei wichtige Medikamente: Gattex, ein Mittel
zur Behandlung des Kurzdarmsyndroms, befindet sich bereits auf dem Markt. Es
soll Patienten helfen, die etwa nach einer Operation einen zu kurzen Dünndarm
haben und auf künstliche Ernährung angewiesen sind. Das Mittel Natpara ist in
den USA dagegen noch nicht zugelassen. Es soll bei Hypoparathyreoidismus eingesetzt werden. Die Erkrankung wird durch eine Unterfunktion der Nebenschilddrüsen verursacht.
RBS
Royal Bank of Scotland will sich aus Asien verabschieden
Die Royal Bank of Scotland will einen Grossteil ihres Firmenkundengeschäfts in
Asien zum Verkauf stellen, berichtet eine Agentur. Das Geldhaus hat sich selbst
einen radikalen Sparkurs verordnet.
Der Schritt könne rund 2'000 Beschäftigte in Asien betreffen. An einem Teil des
Geschäfts in Singapur mit festverzinslichen Papieren werde die Bank wahrscheinlich festhalten, zitierte die Agentur den Insider. RBS lehnte eine Stellungnahme
ab.
RBS-Chef Ross McEwan hatte dem Geldhaus im Februar 2014 einen radikalen
Sparkurs verordnet. Die von der britischen Regierung kontrollierte Grossbank soll
sich stärker auf Privat- und Firmenkunden im Heimatmarkt fokussieren und dafür
das riskantere Investmentbanking sowie ihr Engagement im Ausland stutzen.
Daimler
CEO Zetsche kündigt SUV-Offensive an
Das Jahr sei zwar erst eineinhalb Wochen alt, aber 2015 werde ein sehr gutes
werden, sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche gestern Sonntag an der Vorabendveranstaltung zur Detroit Motor Show. Die Auto-Tochter Mercedes-Benz werde in
diesem Jahr neben der Hybrid-Variante der C-Klasse acht neue Modelle auf den
Markt bringen, sagte Zetsche weiter. Besonderen Wert legen die Stuttgarter dabei auf die SUVs.
"Die Zeit ist jetzt genau richtig: Der Markt für SUVs wird immer noch stärker",
sagte Zetsche. Analysten schätzten, dass das SUV-Segment in den USA im laufenden und kommenden Jahr doppelt so schnell wachse wie der Gesamtmarkt.
Deshalb habe man sich ehrgeizige Ziele gesetzt, sagte der Konzernchef. "2015
wird das Jahr des SUV - mit vier neuen und modellgepflegten Fahrzeugen in dem
Segment", sagte er. In Detroit präsentierte er erstmals das GLE Coupé, welches
auf dem GLE, ehemals M-Klasse, basiert.
Für den US-Markt zeigte er sich insgesamt sehr optimistisch. Die US-Wirtschaft
sollte 2015 um rund 3 % wachsen, die Verbraucher würden wieder mehr Vertrauen fassen, und dementsprechend hätten die Auto-Verkäufe angezogen - auf ein
Niveau, welches die Branche seit 2006 nicht mehr gesehen habe. "Auch in 2015
rechnen wir mit weiterem positivem Momentum", sagte Zetsche
Volkswagen
Erstmals mehr als 10 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert
Der Volkswagen-Konzern hat im Jahr 2014 zum ersten Mal in seiner Geschichte
mehr als 10 Millionen Fahrzeuge verkauft. Wie der Autobauer gestern Sonntag
in Detroit mitteilte, steigerten die Wolfsburger die Anzahl der ausgelieferten PKW
und Lastwagen nach vorläufigen Daten im vergangenen Jahr um 4,2 % auf 10,14
Millionen Autos.
Damit könnte Volkswagen im vergangenen Jahr grösster Autohersteller der Welt
geworden sein. Der deutsche Konzern liefert sich mit Toyota ein Wettrennen um
den Titel. Der japanische Konkurrent hatte sich für das Jahr 2014 ebenfalls vorgenommen, mehr als 10 Millionen Autos zu verkaufen. Er hat bislang allerdings
keine Auslieferungszahl für das Gesamtjahr veröffentlicht.
Hauptverantwortlich für das Wachstum von Volkswagen war im vergangenen
Jahr abermals das weiter stark steigende Interesse von Käufern in China. In dem
Land, das der grösste Einzelmarkt des Konzerns ist, lieferte VW 3,68 Millionen
Fahrzeuge und damit um 12,4 % mehr als im Vorjahr aus. Auch in Gesamteuropa
verkaufte Volkswagen mehr Autos und Lkw. In der Region verbesserte sich die
Auslieferungszahl um 5,1 % auf 3,95 Millionen.
Wichtigste US-Unternehmenszahlen (erwarteter Gewinn pro Aktie):
Vor Eröffnung:
Nach Börsenschluss:
Alcoa 27c.
Diese Publikation wurde vom Verkauf/Handel Aktien Ausland der Berner Kantonalbank AG, nachstehend «BEKB | BCBE» genannt, verfasst und ist nicht das Ergebnis einer
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