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Leseprobe zum Titel: Handelsblatt (12.01.2015) - Die Onleihe

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Freitag
G 02531 NR. 7 / PREIS 2,60 €
MONTAG, 12. JANUAR 2015
DEUTSCHLANDS WIRTSCHAFTS- UND FINANZZEITUNG
1
THEMEN DES TAGES
Solidarität in Paris: Christen,
Juden und Muslime
marschieren gemeinsam.
Berlin debattiert über
Einwanderungsgesetz
Politiker fordern eine bessere Willkommenskultur für Einwanderer in
Deutschland. Vor allem jungen Arbeitskräften soll die Eingliederung
erleichtert werden. Derzeit haben
Zuwanderer häufig Integrationsprobleme. Seite 8
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Ungarn 1100,00 FT
REUTERS
Athen braucht nach
Wahlen neue Hilfen
Vereint gegen den Terror
50 Staats- und Regierungschefs gedenken in Paris der Opfer
der Anschläge – gemeinsam mit mehr als einer Million Menschen.
Die Griechen müssen nach der
Parlamentswahl am 25. Januar
schnell eine neue Regierung
bilden: Bereits Ende Februar steht
die nächste Finanzierungsrunde
an. Die EZB darf den griechischen
Banken im Prinzip kein Zentralbankgeld mehr geben, wenn Griechenland kein Rettungsprogrammland mehr ist. Genau das aber
könnte passieren, wenn das Linksbündnis Syriza gewinnt, das laut
Meinungsumfragen in der Wählergunst vorn liegt. Syriza hat eine
Abkehr vom Sparkurs angekündigt. Seite 10
Chinesischer Automarkt
wächst weniger stark
Thomas Hanke
Paris
D
ie Welt zeigt sich solidarisch angesichts des
Terrors: Mehr als 50
Staats- und Regierungschefs haben am
Sonntag gemeinsam mit über einer
Million Franzosen der Opfer der
Anschläge von vergangener Woche
in Paris gedacht. In Frankreichs
Großstädten gingen mehrere Hunderttausend Bürger auf die Straße.
Es war die größte Mobilisierung der
Bevölkerung, die Frankreich seit
dem Kriegsende erlebt hat.
Völlig neu ist auch die breite in-
ternationale Anteilnahme. In Paris
kam es zu einem gemeinsamen
Auftritt, wie man ihn noch nie erlebt hat: In der ersten Reihe der Pariser Manifestation gingen Israels
Regierungschef Benjamin Netanjahu und der Palästinenserpräsident
Mahmud Abbas Seite an Seite.
Mit dabei war auch das jordanische Königspaar. Das zeigt, wie
groß die Sorge über die international vernetzten Attentäter ist. Bevor
sie von der Polizei erschossen wurden, sagten die Attentäter in einem
Telefon-Interview mit einem französischen TV-Sender, sie seien von
al-Qaida und dem Islamischen
Staat finanziert worden.
Die Demonstration unter dem
Motto „Wir sind Charlie“ richtet
sich gegen den Anschlag auf die
französische Satirezeitung „Charlie
Hebdo“ und die Geiselnahme in einem jüdischen Supermarkt zwei
Tage später. Aber sie ist vor allem
ein Aufstand der Bürger für ihre
Freiheitsrechte. „Keine Angst“ und
„Meinungsfreiheit“ war auf zahlreichen Plakaten zu lesen. Hollande
begrüßte bei der Manifestation, die
am Pariser Place de la République
begann, die Angehörigen der Anschlagsopfer. Zur Teilnahme hatten
auch muslimische Organisationen
Frankreichs aufgerufen.
Für die Bundesregierung waren
Kanzlerin Angela Merkel, Vizekanzler Sigmar Gabriel und Außenminister Frank-Walter Steinmeier dabei.
„Es gibt eine weltweite Unterstützung, viele wollen sich für die Ideale
von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit einsetzen. Wir sind stolz darauf, dass wir Freunde Frankreichs
sind und in dieser schweren Stunde
an der Seite des Landes stehen“,
sagte Merkel. „Die Bilder von mehr
als einer Million Menschen hier in
Paris, überall in Frankreich und in
Deutschland machen selbstbewusst“, sagte Gabriel.
Für die Autohersteller sind die Zeiten paradiesischer Wachstumsraten in China vorbei. Händler gewähren hohe Rabatte und streiten
etwa mit BMW um die Höhe ihrer
Boni. „Der Markt wird sich ändern“,
sagt BMW-Vertriebschef Ian
Robertson dem Handelsblatt. „Es
wird zum Beispiel einen Markt für
Gebrauchtwagen geben, den wir
bislang in China noch nicht kannten.“ Seite 14
Weltweite Solidarität Seiten 6, 7
Kommentar Seite 13
Firmenpatriarch Willy Bogner will
seinen Modekonzern verkaufen.
Zwar gibt es mehrere Interessenten, aber die Preisvorstellungen
von Eigner und Investoren liegen
weit auseinander. Probleme in
Russland erschweren den Verkaufsprozess zusätzlich. Seite 16
Flucht vom Parkett
Immer mehr Firmen verlassen die deutschen Börsen. Anlegerschützer schlagen Alarm.
Michael Brächer, Susanne Schier
Frankfurt
E
igentlich haben Firmen große Vorteile,
wenn sie an der Börse sind: die Aufmerksamkeit der Finanzwelt etwa oder den Zugang zu frischem Kapital. Doch der Trend geht in
die andere Richtung – zumindest in Deutschland.
2014 wagten nur elf Konzerne den Gang aufs Parkett, während 39 der Börse den Rücken kehrten.
Beispiel Strabag: Der Baukonzern will im
Herbst das sogenannte Delisting vollziehen. Die
Börsennotierung bringe „keine signifikanten Vorteile“, ließ der Vorstand im Februar verkünden.
Die Verlierer sind die Aktionäre: Der StrabagKurs fiel seither um rund 15 Prozent. Und das ist
kein Einzelfall: Bei den knapp 40 Delistings des
Jahres 2014 sanken die Kurse im Schnitt sogar um
fast ein Viertel, zeigt eine Studie der Wertpapierhandelsbank Solventis, die dem Handelsblatt vorliegt. Der Grund: Die Anteile solcher Firmen sind
unattraktiv. „Man muss fürchten, am Ende eine
Aktie zu halten, die man kaum noch verkaufen
kann“, sagt Christoph Gebert von Warburg Invest.
Die Firmen begründen die Flucht von der Börse meist mit den teuren Transparenzforderungen
der Börse. Analysten sehen aber eher den Versuch, aufmüpfige Investoren loszuwerden.
Dass die Firmen den Abgang so einfach umsetzen können, liegt an einem Beschluss des Bundesgerichtshofs vom Oktober 2013: Demnach
müssen sie ihren Aktionären keine Barabfindung
mehr anbieten, wenn sie das Parkett verlassen.
Ein Beschluss der Hauptversammlung ist auch
nicht mehr nötig – ein Vorstandsbeschluss reicht.
Anlegerschützer fordern Reformen: „Das Abgeben eines Abfindungsangebots sollte wieder gesetzliche Voraussetzung werden“, so Marc Tüngler von der Anlegervereinigung DSW. Andernfalls,
so die DSW, setze sich der Fluchttrend fort.
Ungeliebte Börse Seiten 4, 5
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Verkauf der Mode-Firma
Bogner stockt
Russland-Krise: Risiken
für Banken steigen
Die Ratingagentur Fitch hat die
Kreditwürdigkeit Russlands auf eine Stufe vor Ramschstatus heruntergestuft. Damit gerät das Land
an den Kapitalmärkten stärker unter Druck. Gefährlich ist die Lage
auch für einige Banken. Analysten
erwarten höhere Verluste vor allem
für die Raiffeisen Bank International aus Österreich und den ungarischen Marktführer OTP, wenn russische Kunden ihre Schulden nicht
mehr begleichen können. Seite 28
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Seele and Geist
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