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11. Januar 2015
Leserservice 08 00/222 42 24 02 · www.der-sonntag.de
Der Sonntag
Jeden Sonntag
350.000 mal
im Briefkasten.
am Hochrhein
Millionen Vögel im Wiesental
Ein Paradies für Ornithologen: An einem Waldrand bei Hasel treffen sich derzeit allabendlich
riesige Schwärmevon Bergfinken. Wann die Vögelweiterziehen, ist ungewiss, eine Alpenüberquerungversuchen sie zuvermeiden. SEITE DREI
Viel Arbeit
Innovation erleben
Die Industriemesse
Der SC Freiburg hat im Trainingslager in Spanienviel Arbeit
vor sich. Die Neuzugänge Petersen(Foto)undDaehlizeigensich
zuversichtlich.
SEITE 9
Vor der Zerreißprobe
Wie Gesellschaft und Staat auf den TERRORISMUS reagieren sollen – Stimmen aus der Region zu den Anschlägen in Frankreich
Für MARTINE CHANTREL, Direktorin des Centre Culturel
Français Freiburg (CCFF) bedeutete der Anschlag einen „ganz
schwarzen Tag“. Und zwar sowohl für ihr Heimatland Frankreich als auch für die Freiheit der
Presse. „Für meine Generation
war es zudem wie eine Kindheit,
die verloren ging“, sagt Chantrel.
Weil sie mit den Karikaturen von
Charlie Hebdo aufgewachsen sei.
Ihr Vater habe die „mutige Zeitung, die jeder Franzose kennt“,
häufig mit nach Hause gebracht.
Chantrel hofft nun, dass die Terroranschläge von den Franzosen
nicht mit dem Islam in einen
Topf geworfen werden. Sie ist zuversichtlich, denn die erste Reaktion ihrer Landsleute, die große
Solidarität mit den Anschlagsopfern in vielen Städten, hat sie
auch stolz gemacht.
17 Menschen sind in dieser
Woche in Frankreich islamistischen Terroristen zum
Opfer gefallen: Journalisten, Polizisten und Passanten. Gestern demonstrierten 2000 Menschen in St.
Louis. Politiker, Wissenschaftler und einen Kabarettisten über die Folgen
des Anschlags auf die Meinungsfreiheit.
Mehr als 2000 Bürger aus St.
Louis und Umgebung trafen sich
am Samstag auf dem Place de
l’Hôtel de Ville zu einer stillen
Wanderung als Protest gegen die
Anschläge. Bürgermeister JEANMARIE ZOELLÉ hatte spontan dazu aufgerufen, der Gemeinderat
sowie politische Vertreter der
umliegenden Gemeinden kamen, um ein Zeichen zu setzen,
für den Frieden und das friedliche Miteinander aller Religionen. „Diese Attacke ist nicht nur
ein Angriff auf Frankreich, sondern auf alle europäischen Bürger“, so Zoellé in seiner Rede.
Schweigend und sich an den
Händen haltend, marschierten
die Bürger um den Platz, hielten
„Je suis Charlie“-Schilder in die
Höhe oder reckten symbolisch
Bleistifte in den Himmel. „Dass
so viele Personen aller Religionen und Herkunft gekommen
sind, ist für mich ein Symbol der
Kraft unserer Werte, die wir alle
teilen: Freiheit, Gleichheit und
Brüderlichkeit.“ Der Applaus
und die spontan angestimmte
Marseillaise unterstrichen seine
Worte. Die Teilnehmerzahl beeindruckte den Bürgermeister
der
20 000-Einwohner-Stadt.
„Ein Zeichen zu setzen ist hier
sehr wichtig“, so Zoellé, denn in
St. Louis wohnen Bürger mit
rund 100 unterschiedlichen Nationalitäten zusammen.
Mehr als 20 000 Menschen setzten sich gestern in Nizza gegen den Angriff auf die Pressefreiheit zur Wehr und solidarisierten sich mit Charlie
Hebdo – der Satirezeitschrift, die am Mittwoch in Paris Ziel eines blutigen Terroranschlags wurde.
FOTO: AFP
blen Angriff auf die Presse- und
Meinungsfreiheit und damit die
Grundlage der Demokratie unserer Republik“ nennt JEAN
ROTTNER, der Bürgermeister
von Mulhouse, das „abscheuliche Blutbad“ von Paris. Wie überall in Frankreich hat er die Fahnen in der Stadt auf Halbmast
hängen lassen und die Bürger
seiner Stadt am Donnerstagabend zu einer ersten Gedenkveranstaltung auf dem Mulhouser „Place de la Réunion“ aufgerufen sowie zu einem weiteren
„Marche des Crayons“, einer
Kundgebung im Zeichen der Zeichenstifte. Angesichts dieser unEinen „vollkommen inakzepta- geheuren Tragödie sei die natio-
nale Einheit gefordert, so der
Maire. Eine klare Absage erteilt
Rottner auch allen, die jetzt politischen Profit aus dem Akt der
Barbarei ziehen wollen: „Wir sind
alle direkt betroffen, und wir
werden hier keinerlei Trittbrettfahrer von egal welcher Partei,
politischen oder religiösen Richtung tolerieren.“
des Islam auseinanderzusetzen“.
Denn, so Ourghi, es sei politisch
und historisch naiv, eine Verteidigungshaltung einzunehmen,
und zu behaupten, die Extremisten seien keine Muslime: „Der Islam benötigt dringend eine kritikfähige und reflektierende Renaissance sowie eine zeitgemäße Reform-Lektüre des Koran.“
ABDEL-HAKIM OURGHI, Leiter
des Fachbereichs Islamische
Theologie an der Freiburger Pädagogischen Hochschule verurteilt das Attentat „als Muslim“,
wie er sagt. Seine Glaubensbrüder fordert er auf, sich „endlich
mit der Gewalt in der Geschichte
MARCUS OBRECHT, FrankreichExperte am Seminar für Politikwissenschaft an der Universität
Freiburg verdeutlicht, warum
das Attentat auf die Zeitschrift
Charlie Hebdo auf die Franzosen
so erschütternd wirkt. Einerseits
habe die politische Karikatur in
französischen Zeitungen eine
große Tradition, zudem seien einige der getöteten Zeichner sehr
prominent gewesen. Zum anderen waren die Attentäter Franzosen: „Sie kommen aus der Mitte
der Republik und kennen deren
Werte. Dennoch haben sie auf
diese einen Anschlag verübt –
gegen die Pressefreiheit, gegen
den säkularen Staat.“ Nirgends,
so Obrecht, sei der Glaube an die
Intergrationsfähigkeit so groß
gewesen wie in Frankreich. „Die
französische Gesellschaft steht
vor einer großen Zerreißprobe,
ein weiteres Erstarken des Front
National ist zu befürchten“, sagt
Obrecht.
„Charlie Hebdo hat nicht mit
dem feingeistigen Florett zugestochen, sondern zum schweren
Säbel gegriffen“, sagt der Freiburger
Kabarettist
MATTHIAS
DEUTSCHMANN, „aber jetzt ist
nicht die Zeit für eine Blattkritik,
denn es geht um das schwer erkämpfte Recht, seine Meinung
in Wort und Bild zu verbreiten.“
Während böse Worte schnell verflögen, wirke eine scharfe Karikatur stärker, „weil das Spottbild
nur langsam aus den Köpfen
verschwindet“. Es sei erstaunlich,
sagt Deutschmann, mit welcher
Todesverachtung Chefredakteur
Stéphane Charbonnier alias
Charb und seine Kollegen trotz
Bedrohung weitergearbeitet hätten. „Aus dieser Perspektive erscheint die Solidaritätsformel ,Je
suis Charlie’ als Anmaßung.“ In
der Schweiz, erzählt der 56-Jährige, habe sich der Kabarettist
Andreas Thiel in der Weltwoche
gegen den Koran stark exponiert. „Im normalen Kabarettbetrieb geht es weniger fulminant
zu, denn religiöse Fanatiker verirren sich selten dorthin“
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2 AUS DER REGION
Der Sonntag · 11. Januar 2015
„Da warten Sie nur
15 Minuten“
Pendler werden wohl häufiger ANSCHLUSS verpassen
Eine britische Studie will im
Sommer herausgefunden haben: Pendler, die Bus und Bahn
nutzen, sind schlanker als Autofahrer. Kein Wunder. Schaffen
sie es doch, in Rekordzeit völlig
überfüllte Treppen hinunterzulaufen, sich kurz zur Orientierung im Kreis zu drehen und
dann im Slalom um Koffer- und
Klappradträger die nächste Treppe hochzuhechten. Um dort mit
pochendem Herzen dem soeben
abfahrenden Anschlusszug hinterherzuschauen. Das zehrt.
Alle, die mit dem Regionalexpress aus Richtung Freiburg im
Basler Badischen Bahnhof ankommen und die weiter mit der
S 6 in Richtung Lörrach und ins
Wiesental wollen, haben seit der
Umstellung auf den Winterfahrplan mehr solcher Fitnessein-
normal, dass man ein- bis zweimal pro Woche seinen Anschluss
verpasst? „Wir können das Problem nicht lösen“, lautet die Antwort. Die Verspätungen entstehen laut dem Sprecher, weil der
Regionalzug auf vorrangige Züge, also ICE, warten oder diese
überholen lassen muss. Oder wegen „Einsteigeverzögerungen“ –
zu vielen oder zu langsamen
Fahrgästen. Abhilfe könne frühestens mit dem vierspurigen
Ausbau geschaffen werden.
Und überhaupt gehe es zwar
nicht um Schuldzuweisungen,
aber, so der Bahnsprecher: „Die
SBB macht den Kunden ein neues Problem.“ Schließlich habe sie
beschlossen, die S 5 zwei Minuten früher fahren zu lassen. „Wir
können nicht mit der Unpünktlichkeit der Deutschen Bahn planen“, kontert Heiko Tröger, Sprecher der SBB
Deutschland.
„Und laut den
Fahrplänen der
DB passt das so.“
Er verteidigt die
Abfahrtszeiten.
Schließlich hätDie Abfahrtszeit 15.49 Uhr war einmal. Die S 5 fährt ten auch die
Fahrgäste auf der
nun zwei Minuten früher. Das nimmt Pendlern
zwei wichtige Minuten.
FOTO: GRA Wiesentalstrecke
das Recht auf
heiten zu bewältigen. Denn da- Pünktlichkeit. Um diese besser
mit ihre Züge überall pünktlich gewährleisten zu können, habe
ankommen, hat die SBB als Be- man die Chance genutzt, dass
treiber der Wiesentalbahn die Hochrhein- und Wiesentalbahn
Abfahrtszeiten um zwei Minu- zeitgleich ausfahren können.
ten vorverlegt. Von XY.19 Uhr auf
XY.17 Uhr – so wie auch die Züge Kompromiss:
Richtung Hochrhein abfahren. in Weil warten
Die Regionalexpresszüge sollten –
immer elf oder zwölf Minuten Sowohl Tröger als auch der Sprenach der vollen Stunde ankom- cher der Bahn raten den Fahrgäsmen. Somit bleiben Fahrgästen ten dazu, in Weil am Rhein ausfünf bis sechs Minuten zum Um- zusteigen und auf die S 5 auszusteigen. Rein rechnerisch reicht weichen, wenn es eng wird. „Da
das. Aber im echten Leben haben warten Sie nur 15 Minuten“,
viele Regionalzüge aus Freiburg preist der Bahnsprecher. Was in
ein paar Minuten Verspätung. Weil am Rhein, am unwirtlichsMeist sind es nicht einmal sechs ten aller Bahnhöfe, gefühlt sehr
Minuten – dann würden die Zü- lang sein kann. Davon abgesege auch in die Verspätungsstatis- hen, dass die Fahrgäste dennoch
tiken der Bahn einfließen. Aber mit einer viertelstündigen Vermal zwei, vier oder fünf Minu- spätung ankommen.
ten. Und schon stehen die FahrUnd denen, die Richtung
gäste genervt eine halbe Stunde Hochrhein wollen, nutzt Weil am
rum, bis der nächste fährt.
Rhein gar nichts. Sie haben nur
Das Problem ist der Bahn be- einen Vorteil: Ihr Zug fährt dikannt, aber vier Minuten Verspä- rekt am Bahnsteig gegenüber ab,
tung, das sei „einevöllig normale so dass sie nicht auch noch den
Sache“, erklärt ein Bahnsprecher Treppenslalom
absolvieren
KATHRIN GANTER
auf Anfrage des Sonntag. Ist es müssen.
–
BEILAGEN
Teilen unserer heutigen Ausgabe liegen Prospekte der Firmen
DS
ALDI Süd und Thomas Philipps bei.
Kampf dem Weihnachtsspeck!
Probanden für Trainingsstudie gesucht
Die Universität Freiburg plant eine Untersuchung
zur Wirkung von Krafttraining auf die Muskelkraft
und die Muskelmasse beim Menschen.
Wir suchen leicht übergewichtige Männer
(BMI ≥ 27 ≤ 35 kg/m2) im Alter zwischen 30 und
60 Jahren, die in den vergangenen Jahren eine
Zunahme ihrer Fettmasse und Rückgang ihrer
Muskelkraft bemerkt haben. Im Rahmen der
Untersuchung soll geklärt werden, wie sich ein
3-monatiges Krafttraining auf Kraftentwicklung
und Muskelmasse bzw. das Verhältnis Muskelmasse/Fettmasse
auswirkt; hierbei ist von besonderem Interesse, ob die zusätzliche
Einnahme von Eiweiß den Trainingseffekt verbessert. Das Training wird
unter Anleitung an 3 Tagen pro Woche (Mo., Mi., Fr. oder Di., Do., Sa.)
in den neuen Trainingsräumen der Universität Freiburg (Institut für
Sport und Sportwissenschaft) erfolgen. Wenn Sie Interesse an der
­Teilnahme haben und es keine medizinischen Gründe gegen die Durchführung eines 3-monatigen Krafttrainings gibt, dann würden wir uns
sehr über eine Rückmeldung freuen.
Teilnahme am Programm inkl. der Trainingseinheiten, den ärztlichen
Untersuchungen und den Labortests ist kostenfrei; es wird eine Aufwandsentschädigung für die Teilnahme gezahlt. Sie sollten für die
­Monate Februar, März und April keinen längeren Urlaub geplant haben.
Bei Interesse an einer Teilnahme melden Sie sich bitte baldmöglichst
telefonisch zwischen 8.30 – 12.30 Uhr unter Tel.-Nr. 07 61 - 38 94 89 70.
Keine Ausnahme mehr für Pizzaboten: Deutsche Lieferungen in die Schweiz hatten so zugenommen, dass sich Schweizer Pizzerien über Wettbewerbsverzerrung beschwert hatten. Nun muss Pizza wie jede andere Ware angemeldet werden. Abends geht das aber gar nicht.
FOTO: DPA
Keine Gnade für Pizza und Co
Die Schweiz bestätigt ihr faktisches IMPORTVERBOT für deutsche Fertigpizza
Keine Ausnahme für Pizza,
Sushi und Co.: Die Schweiz
bestätigt ihre schärferen
Einfuhrbestimmungen für
deutsche Bringdienste. Faktisch kommt das Anmeldeverfahren einem Importverbot gleich.
RENÉ ZIPPERLEN
SINA GESELL
Die Zollbestimmungen zwangen die Pizzeria St. Fridolin in
Bad Säckingen dazu, ihre Lieferzeiten zu verkürzen, sagt Dan
Stengritt, Mitarbeiter und Sohn
der Geschäftsführerin. Hat die
Pizzeria bis April 2014 noch die
ganze Woche geliefert, wird der
Service seitdem nur noch freitags, samstags und sonntags angeboten. „40 Prozent unserer
Auslieferungen gingen in die
Schweiz“, sagt Stengritt. Unter
der Woche zählten vor allem große Firmen wie Novartis zu den
Kunden, sagt er. Als die Einfuhrbestimmungen geändert wurden, habe sich die Auslieferung
nicht mehr gelohnt.
Mit der Bestätigung der schärferen Bestimmungen für deutsche Bringdienste haben sich die
Hoffnungen und Bemühungen
auch der Industrie- und Handelskammer zerschlagen, weiter
freie Fahrt für Pizza und Co. zu
ermöglichen.
Grundsätzlich
müssen Pizzen und andere zubereitete Nahrungsmittel zollrechtlich schon immer als Handelswaren angemeldet werden.
Bei der „gelegentlichen Einfuhr
von Kleinstmengen“ hat der
Schweizer Zoll aber lange ein bis
zwei Augen zugedrückt.
Das hat mit dem zunehmend
starken Franken zu einer „massiven Zunahme“ deutscher Lieferungen in die Schweiz geführt,
wie die Eidgenössische Zollverwaltung erklärt. Im Februar 2014
hatte sie sich zum Handeln genötigt gesehen und die bisherige
Praxis beendet. Das erhöhte Aufkommen deutscher Pizzalieferanten, die in der Schweiz für
sich Werbung machten, habe
„die Kulanz der EZV nicht mehr
gerechtfertigt“, erklärt ein Sprecher auf Nachfrage. Die erleichterte Einfuhr „führt zu einer Un-
gleichbehandlung und somit zu
Wettbewerbsverzerrungen“. Das
ist auch nur verständlich: Eine
Pizza Margarita ist auf deutscher
Seite schon ab 7 Euro zu haben,
in Basel oder Laufenburg muss
man dafür 15 Franken, also rund
12,50 Euro hinlegen.
Offenbar hatten sich Schweizer Lieferdienste über die Konkurrenz beschwert, denn „Abgaben wurden kaum erhoben“ wie
Attila Lardori von der EZV bestätigt. „Der zunehmende grenzüberschreitende Handel hat zu
Reaktionen seitens Schweizer
Firmen in Grenznähe geführt.“
Nun betont die EZV: „Eine Fiskalbehörde hat sich nach dem Prinzip der Gleichbehandlung aller
Zollpflichtigen zu richten.“ Apotheken, Bäckereien oder Handwerker könnten sich durch das
Laissez-faire beim Pizzakarton
benachteiligt fühlen.
De facto kommt das Ende der
Kulanzregelung einem Importverbot für Fertigpizza gleich.
Denn die wichtigste Lieferzeit ist
der Abend – eine Zollabfertigung
ist dann aber oft gar nicht mehr
möglich: Die Warenabfertigung
zwischen Lörrach und Riehen
schließt wochentags um 20 Uhr,
in Stein/Bad Säckingen um 18, in
Laufenburg gar um 17 Uhr, an
den Wochenenden wird oft gar
keine Handelsware veranlagt.
Und die nun nötige Anmeldung
und Abfertigung sorgt dafür,
dass die Pizza meist schon am
Zoll kalt wird. „Wir stehen dann
hinter Speditionen und anderen
in der Schlange“, erklärt Sarvajeet Singh, der in Lörrach, Weil
und Müllheim Pizza verkauft. Er
büßt nun rund 15 Prozent seines
Umsatzes ein.
Die Schwarzeinfuhr über unbesetzte Zollstellen oder außerhalb der Kontrollzeiten ist möglich, allerdings drohen hohe
Bußgelder, auch wenn kaum mit
Schweizer Pizzastreifen hinter
der Grenze zu rechnen ist. Eine
besonders kreative legale Lösung hat man in Bad Säckingen
gefunden: Manche Schweizer
Kunden treffen sich mit dem Lieferanten der Pizzeria St. Fridolin
auf der Holzbrücke zur Übergabe. „Das ist zwar albern, aber ab
und zu machen wir das“, sagt
Dan Stengritt.
WAR NOCH WAS?
Die Woche vom 5. bis 10. Januar
Montag
Donnerstag
Bereits zum fünften Mal innerhalb weniger Tage sprühen Unbekannte einen FEUERLÖSCHER
auf dem Parkdeck in der Wehrer
Talstraße leer. Mehrere Autos
werden durch den Sprühschaum verschmutzt, danach
landet der leere Feuerlöscher in
einer Grünanlage. Die Polizei
warnt vor solchen Streichen:
„Käme es zu einem Fahrzeugbrand, könnte ein funktionsbereiter Feuerlöscher größere
Schäden verhindern, unter Umständen sogar Leben retten“,
heißt es in einer Mitteilung. Deshalb ermittelt die Polizei nun
wegen einer Straftat, dem Täter
droht eine Geld- oder eine Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren.
Hinweise an den Polizeiposten
Wehr, Telefon 07762/80780.
Unbekannte schlagen gegen drei
Uhr in der Nacht mit Schaufeln
auf einen WOHNCONTAINER
für Obdachlose in der Jägermatt
in Todtmoos ein. Dabei gehen
zwei Fenster zu Bruch, die Bewohner kommen mit dem
Schrecken davon. Als die Polizei
eintrifft, sind die Täter längst geflohen. Es war nicht der erste Angriff auf die Wohncontainer, bereits im Oktober hatten sich Unbekannte an der Anlage zu schaffen gemacht.
In der Gartenanlage Gettnau in Bad Säckingen sind in dieser Woche
zwei Hütten ausgebrannt.
FOTO: EHMANN
Jährigen fängt an zu brennen.
Der Mann versucht zu löschen,
doch gelingt das nicht ganz. Also
wirft er den kokelnden Baum
vom Balkon. Dabei wird der
Mann leicht verletzt, im WohnDienstag
zimmer entsteht ein erheblicher
Es ist der Tag der Heiligen Drei Sachschaden, wie die Polizei mitKönige – danach fliegen die teilt. Brandursache war wohl eimeisten Weihnachtsbäume aus ne defekte Lichterkette.
dem Haus. Einer hatte es etwas
eiliger: Am Morgen ertönt ein Mittwoch
Knall und der WEIHNACHTSBAUM in der Wohnung eines 78- Das neue Jahr geht am Hoch-
rhein gleich mit noch einem
Brand weiter: Zwei GARTENHÜTTEN in der Bad Säckinger
Gartenanlage Gettnau brennen
am Mittwochmorgen vollständig aus. Die Feuerwehr rückt mit
21 Einsatzkräften und fünf Fahrzeugen an, um das Feuer zu löschen. Den Schaden schätzt die
Polizei auf mehrere tausend Euro. Die Ursache ist laut Polizei
bislang ungeklärt, Personen sind
bei dem Brand nicht zu Schaden
gekommen.
Freitag
Eine
EISGLATTE
Fahrbahn
macht Autofahrern auf der B 314
zu schaffen: Am Freitagmorgen
kommt ein Sattelzug bei Stühlingen von der Fahrbahn ab und
kollidiert mit einem anderen
Sattelzug. Dabei kippt eines der
Fahrzeuge, das mit 25 Tonnen
Papier beladen ist. Die Straße
wird eine Zeit lang vollständig
gesperrt. Verletzt wird niemand,
aber an den beiden Fahrzeugen
entsteht ein Schaden von rund
35 000 Euro, wie die Polizei berichtet.
SGE
DIE DRITTE SEITE 3
Der Sonntag · 11. Januar 2015
Ihr Anflug prasselt. Aber wenn geschätzte zwei Millionen Bergfinken singen, klingt das für Vogelfreunde wie eine Oper in der Mailänder Scala.
FOTOS: MEYER/MAHRO/SEEHAFER
Zwei Millionen Vöglein sind schon da
Riesige Schwärme von BERGFINKEN sammeln sich derzeit allabendlich wieder an einem Waldrand zwischen Schopfheim und Hasel
ANNETTE MAHRO
O
hne sie zu sehen, könnte
man glauben, nahe an einem Wasserfall zu stehen
oder prasselnden Regen zu hören. Erst in kleinen, dann immer
größeren Schwärmen fliegen die
nur etwa spatzengroßen Vögel
kurz vor der Dämmerung aus allen Himmelsrichtungen ein, wogen noch ein Weilchen, immer
neue schmiegsame Formationen bildend, vor dem Waldstück
hin und her, bevor sie sich endlich dicht an dicht im Geäst niederlassen. Die vormals kahlen
Laubbäume scheinen urplötzlich wieder ausgetrieben zu haben. Der Nadelwald sieht aus wie
mit kleinen Tannenzapfen übersät. Tagsüber verteilen sich die
aus der Nähe betrachtet recht
farbenfrohen Tiere zur Futtersuche in kleineren Gruppen im
Umkreis von etwa 50 Kilometern in der Region und wirbeln
dann wie trockenes Laub durch
die Wälder. Das diesjährige Vorkommen beim Erdmannshöhlendorf wird von Fachleuten auf
etwa zwei Millionen Finken geschätzt. In solchen Massen kommen die Vögel, die ihre Brutgebiete in Nordeuropa und Sibirien haben, in unregelmäßigen
Abständen um diese Jahreszeit
nach Südbaden und in den
Schweizer Jura. Im Winter
2009/2010 hatten sich zuletzt
etwa doppelt so viele Vögel in
Görwihl im Hotzenwald niedergelassen. Weil sie damals in großen Schwärmen und extrem tief
fliegend zur Verkehrsgefährdung worden waren, hatte das
Landratsamt kurzfristig zwei
Kreisstraßen komplett für den
Verkehr gesperrt.
–
Alpenüberquerungen
vermeiden sie lieber
–
gion schneebedeckt, dann zögen
die Finken weiter in den Süden,
erklärt Schaub. Ließe sich eine
Alpenüberquerung, die für die
Tiere mit extremen Flughöhen
und entsprechender Kraftanstrengung verbunden sei, aber
vermeiden, dann bleiben sie lieber hier.
Die Rastplätze, die vermutlich
Alphatiere auswählen, ähneln
einander zwar immer und liegen
an windgeschützten Stellen vor
Abhängen in Richtung Südosten. Beim nächsten Mal tritt das
Phänomen aber vermutlich
trotzdem wieder anderswo auf.
Welchen Schwarmgesetzen die
Tiere tatsächlich folgen, lässt
sich nur vermuten.
Vor drei Jahren waren die Vögelschwärme nur bis Tübingen gekommen, 2002 wurde die bisher
größte Ansammlung mit etwa 16
Millionen Finken im
Schweizer Jura gemeldet. Gezählt werden sie
in auf Foto- und Filmaufnahmen
basierenden
Hochrechnungen.
In diesem Jahr scheinen sich die Bergfinken
dies- und jenseits der
Grenzeverteilt zu haben.
Das aktuelle Schweizer
Vorkommen werde aber Ein Bergfink kommt selten allein...
geheim gehalten, sagen
Beobachter. Mit den Vögeln
Auch wie lange sie bleiben,
kommen nämlich regelmäßig hängt von verschiedenen Vorauch Hobby- und Berufsornitho- aussetzungen ab, nicht zuletzt
logen, Naturfotografen, -filmer, natürlich von den verbliebenen
Medienleute und andere Beständen an Bucheckern, von
Begeisterte, was zwar die denen sich die Vögel hauptsächVögel in aller Regel nicht lich ernähren. Zwar suchen alle
zu stören scheint, umso nach derselben Nahrung, das
mehr aber die Bauern, Massenaufkommen
scheint
deren Land die Vogel- aber trotzdem vernünftig. Wäfreunde wie das irdische ren die Tiere alleine oder in kleiPendant zu den gefieder- neren Gruppen unterwegs, böten Besuchern in den ten sie leichtere Beute für RaubBaumwipfeln bevölkern vögel und andere Fressfeinde,
und deren Feldwege sie die sich auf einzelne Opfer beshoffnungslos zuparken. ser konzentrieren können.
Es habe da beim letzVon Fischschwärmen wird
ten Mal Ärger gegeben, auch angenommen, viele kleine
weiß Michael Schaub, spielten anderen von Ferne vor,
der sich diesmal in die große Fische zu sein, die anzuGruppe der Vogelkund- greifen dann weniger in Betracht
ler auf dem Hasler Acker komme. Auch dürfte sich bei den
eingereiht hat. Der pro- anstrengenderen Führungsposimovierte Ornithologe tionen bei großen Vogelflügen
von der Schweizer Vogel- abwechseln lassen. Wer vom
warte Sempach ist rein Spitzenplatz wieder in hintere
privat und mit seinen Reihen wechselt, kann sich geKindern hier, wird aber wissermaßen wieder treiben lastrotzdem
zum
An- sen, ohne ständig für alle viel...und auch seine Beobachter zieht er in
sprechpartner. Wäre der leicht lebenswichtige EntscheiScharen an.
Winter kälter und die Re- dungen treffen zu müssen. Folgt
einer der Vorausfliegenden
nämlich plötzlich der Eingabe,
etwa eine engere oder weitere
Schleife zu fliegen, aus einem
Waldstück heraus und in unvermittelter Umkehrwieder hineinzufliegen, dann vollführt der
Restschwarm anscheinend blind
und zeitgleich dieselbe Umkehr.
–
nur an den Schlafplätzen gewesen, sondern den Tieren abends
auch entgegengefahren, bevor
man sich später wieder am selben Ort begegnet sei. Wenn sie
dann wider einfliegen, ertönt zuerst, einer Windböe gleich, ein
leises Rauschen vom Flügelschlag, dem später das geschwät-
Auch die Beobachter
folgen Schwarmgesetzen
zige Prasseln folgt. „Man wird
süchtig auf den Klang“, sagt Apel.
Nicht ganz so ernst nimmt Erich
Meyer das Phänomen, der
glaubt, es müssten wohl ziemlich viele weibliche Vögel im
Schwarm sein, wenn es da noch
so viel zu bereden gäbe nach einem langen Tag.
FAKTEN
–
Ähnlichen nicht ganz erklärlichen Schwarmgesetzen wie die
Vögel scheinen auch ihre Beobachter zu folgen. Die meisten
von ihnen gehören einer eingeschworenen Gemeinschaft an
und treffen regelmäßig in wetterfester Kleidung, mit
Ferngläsern,
Stativen,
Kameras mit mehr oder
weniger riesigen Objektiven und manchmal
auch Klappstühlen bewaffnet,
aufeinander.
Phänomene und neue
Plätze sprechen sich in
Windeseile herum. Man
kennt und duzt sich und
tauscht letzte Neuigkeiten aus. Als Entdecker
der jüngsten Bergfinken-Invasion sieht sich diesmal der Hasler
Luftbildfotograf Erich Meyer,
der, seit er die Vögel entdeckt
hat, täglich vor Ort auftaucht
und fotografiert.
Zum wiederholten Mal da ist
auch der Vorsitzende der Vogelschutz-Ornithologischen
Gemeinschaft Schopfheim Frieder
Adolph, für den die Tiere zwar
nicht Beruf, aber Berufung sind.
Andere sind noch angefressener,
so etwa Rudi Apel vom Naturschutzbund NABU Görwihl.
Beim damaligen Hotzenwälder
Vorkommen sei er genau 105mal draußen gewesen, lacht
Apel. Warum? „Weil man verrückt ist.“ Die Vögel zu beobachten und ihnen zuzuhören sei
aber unvergleichlich: „Diesen
Gesang, das haben noch nicht
viele gehört.“ Für Ornithologen
sei allein das Hörerlebnis vergleichbar mit dem, was anderen
die Mailänder Skala bedeute.
Vermutlich habe er gerade das
Bergfinkenphänomen schon so
oft gesehen wie niemand anderer, sagt Rudi Apel. Er sei nicht
Der Bergfink
Zu Hause ist der Bergfink in
den Nadel- und Birkenwäldern
Norwegens, Schwedens, Finnlands und im nordeuropäischen Teil Russlands bis nach
Sibirien. Bevor sie im
März/April im Norden mit
dem Nestbau beginnen, machen in manchen Jahren riesige Schwärme nördlich der
Alpen Station, um hier zu
überwintern und sich vor allem an Bucheckern satt zu
fressen. Das passiert Spezia-
listen zufolge vor allem dann,
wenn im Jahr zuvor eine sogenannte Buchenvollmast
vorlag, also eine besonders
reiche Menge an Bucheckern
auf Abnehmer wartet. Wieder
auf Tour legen die zierlichen
Vögel, die zehn bis zwölf Jahre
alt werden können, bis zu 100
Kilometer am Tag zurück. Ein
Buchfink verspeist gemäß Forschungen der Schweizer Vogelwarte Sempach dreißig bis
50 Bucheckern pro Tag, was
bei 100 000 Tieren bereits
eine Tonne ergibt.
AMA
Konzertfahrten (inkl. Fahrgeld)
So. 5. 4. Musical „König der Löwen“ (in engl.) in Basel
ab 133,–
Mo. 6. 4. Hansi Hinterseer a. Tour – „Frühlingszauber“ in Freiburg99,–
Mi. 8. 4. James Last „NON STOP MUSIC“ in Freiburg116,–
Di. 28. 4. Florian Silbereisen in Freiburg103,–
So. 3. 5. Musical „König der Löwen“ (in engl.) in Basel
ab 133,–
Do. 4. 6. Herbert Grönemeyer „Open Air“ in Freiburg
99,–
So. 19. 7. Basel Tattoo – Die Jubiläumsshow in Basel
ab 99,–
Sa. 25. 7. Basel Tattoo – Die Jubiläumsshow in Basel
ab 99,–
Fußballfahrten nach München
Di. 3./Mi. 4. 3.DFB-Pokal: FC Bayern München – Eintr. Braunschweig 119,–
Mi. 11. 3.UEFA-Champions League:
FC Bayern München – FC Schachtjor Donezk
119,–
Herzlich willkommen bei unseren beliebten Fahrten
14. 2.–17. 2. Karneval in Venedig – mit Führung in Venedig
27. 3.–29. 3. Lago Maggiore, Kamelienblüte – Frühlingsfahrt
11. 4.–19. 4. Ischia – Capri – Pompei – Golf von Neapel
18. 4.–23. 4. Blühendes Sardinien – Das Juwel im Mittelmeer
23. 4.– 3. 5. Spanien – Andalisien – Sierra Nevada – Granada
23. 5.–30. 5. Sizilien-Rundreise – mit vielen Höhepunkten
25. 5.– 1. 6. Schottland – faszinierende Naturschönheiten
18. 7.–31. 7. Nordkap – Lofoten – Lappland – mit Hurtigrute
11. 8.–22. 8. Baltikum – St. Petersburg – Erlebnisr. m. Bus u. Schiff
30. 8.– 7. 9. Irland – die grüne Insel wird Sie begeistern
HP 434,–
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4 AUS DER REGION
Der Sonntag · 11. Januar 2015
BASEL
GESICHT DER WOCHE
Nachts in
den Museen
CDU-SPITZENKANDIDAT GUIDO WOLF
Das Fasnet-Duell
D
er nächste Ehrenmützenträger der Freiburger
Fasnetrufer heißt – Guido Wolf (53). Dies hat die Narrenzunft in dieser Woche bekannt gegeben. Ihr
ist damit der
größtmögliche
Coup gelungen:
Herausforderer
trifft auf Ministerpräsident. Schwarz
auf Grün. Narrenseele, was willst du
mehr?
Bei den Freiburger
Fasnetrufern ist es Guido Wolf.
Tradition, dass der
Vorgänger des Ehrenmützenträgers die Laudatio auf seinen
Nachfolger hält – und das ist
derzeit Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Das Duell
in der – bereits ausverkauften –
Sporthalle in Freiburg-St. Georgen am kommenden Samstag
wird mit Spannung erwartet.
Beide Politiker werden es sich
kaum nehmen lassen, Spitzen
auszuteilen.
Als Zunftvogt Alexander Schöpe dem Landtagspräsidenten
das Versprechen abrang, Ehrenmützenträger zu werden, da
war noch nicht einmal ausgemacht, dass sich Wolf überhaupt als Spitzenkandidat seiner Partei für die Landtagswahl
2016 bewirbt. Das war während
der Fasnet 2014 im EuropaPark. Die Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte überreichte damals
Kretschmann die Goldene Nar-
renschelle. Laudator war – Guido Wolf. Schöpe war von Wolfs
Versiertheit und seinem insgesamt „starken Auftritt“ so angetan, dass er ihn spontan auf die
Ehrenmütze ansprach. Eigentlich
ist dafür der gesamte zehnköpfige Narrenvorstand
zuständig. Die anderen fanden die
Wahl aber gut. Als
Wolf dann im Dezember von der
CDU-Basis auch
FOTO: DPA noch zum Spitzenkandidaten gewählt wurde, herrschte bei den
Freiburger Narren Hochstimmung. Maximale öffentliche
Aufmerksamkeit ist ihnen sicher. Die Suche nach einem Ehrenmützenträger sei heikel,
räumt Schöpe ein. Absagen
dürfe man sich keine einhandeln. Denn jeder, der anschließend gefragt werde, müsse sich
als Ersatzkandidat fühlen. Also
strecken die Narren meist erst
die Fühler aus. So haben sie aus
dem Umfeld von Bundestrainer Joachim Löw signalisiert bekommen, dass die Fasnet nicht
dessen Welt sei. Solche Bedenken musste man beim Weingartener Wolf nicht haben. Wolf ist
volksnah. In seiner Freizeit
schreibt er Gedichte in schwäbischer Mundart, die er auch
schon mal im Wahlkampf vorträgt. Kommenden Samstag
hat er dazu wieder Gelegenheit.
RIX
Museumsfans können sich am
Freitag wieder mit tausenden
Gleichgesinnten zu später Stunde in Basel treffen. Die Basler
Museumsnacht geht in die 15.
Runde, mit 180 Angeboten in 39
Museen und Kulturinstituten.
Und wer dann nach sechs Stunden Kultur immer noch nicht
nach Hause möchte, kann die
Nacht bei Aftershowpartys ausklingen lassen.
> BASLER
Natürlich mit von der Partie bei der 15. Museumsnacht: das Kunstmuseum Basel.
FOTO: MUSEUM/RIOMEDIA
Das Problem „lebenslang“
Die „dringend nötige“ Reform des deutschen MORDPARAGRAFEN gestaltet sich schwierig
Wer darauf gehofft hat, der
umstrittene Mordparagraf
im deutschen Strafrecht
könnte bald reformiert werden, dürfte sich geirrt haben. Vielmehr wird die
Wahrscheinlichkeit größer,
dass der großen Koalition
in Berlin die Neuerung
nicht gelingt. Zu sehr klaffen die unterschiedlichen
Vorstellungen auseinander.
TONI NACHBAR
KURZ GEFASST
CONTAINERDORF
Bauarbeiten beginnen
Im Gewerbegebiet Trottäcker in Bad Säckingen soll kommende
Woche eine Flüchtlingsunterkunft für 130 Menschen entstehen.
Es sollen vier Wohncontainerblöcke aufgestellt werden, jedem
Bewohner 4,5 Quadratmeter zur Verfügung stehen. Die Bauarbeiten beginnen laut Landratsamt Waldshut am Montag,
DS
im Februar soll die Unterkunft bezugsfertig sein.
A 98
Kaltluftdurchlass für 2015 geplant
Das Regierungspräsidium (RP) hat den Weiterbau der A 98
im Abschnitt zwischen dem Nollingerbergtunnel und Minseln
bekannt gegeben. Herzstück des Abschnitts soll der Herrschaftsbucktunnel werden. 2015 sollen die Arbeiten am Kaltluftdurchlass
vergeben werden – einer Dreifeldbrücke, die den Luftaustausch
zwischen Berg- und Tal gewährleisten soll. Die Kosten schätzt
das RP auf fünf Millionen Euro.
DS
B 34-AUSBAU
Entscheidung im Konflikt naht
Im Konflikt um den Straßenausbau der B 34 zwischen dem
Waldshuter Zoll und dem Gewerbepark Hochrhein ist nach
einem Bericht der Badischen Zeitung eine Entscheidung in
Sicht. Der Verwaltungsgerichtshof hat den Parteien – dem
Land Baden-Württemberg und dem Gewerbepark – eine
außergerichtliche Einigung vorgeschlagen. Kommt sie bis
15. Januar nicht zustande, wird ein Urteil gefällt.
DS
MUSEUMSNACHT
Freitag, 16. Januar, 18 bis 2 Uhr.
www.museumsnacht.ch. Im Museumsnacht-Ticket für 25 Euro/30
Franken sowie für alle bis 25 Jahre
ist der Nacht-Sonderzug der Deutschen Bahn inbegriffen.
In einem Artikel in der Süddeutschen Zeitung erinnerte vor ein
paar Monaten der Journalist Heribert Prantl an einen vielbeachteten Auftritt des Freiburger
Strafrechtsprofessors Albin Eser.
Vor knapp 35 Jahren hatte der in
Berlin auf dem 53. Deutschen Juristentag den Mordparagrafen
als nicht mehr zeitgemäß diskreditiert und dafür angeblich viel
Beifall erhalten. Passiert ist seitdem aber nichts. Im Strafgesetzbuch steht noch immer wie seit
1941, dass Mord begeht, wer aus
Mordlust, zur Befriedigung des
Geschlechtstriebs, aus Habgier
oder aus niedrigen Beweggründen einen Menschen tötet. Mörder ist zudem, wer die Tat heimtückisch, grausam und mit gemeingefährlichen Mitteln vollbringt.
Doch seit 2013 ist Heiko Maas
Bundesjustizminister in Berlin.
Der sozialdemokratische Jurist
hat sich fest vorgenommen, den
deutschen Mordparagrafen zu
entnazifizieren. Maas’ Elan war
dabei so groß, dass manche annahmen, die Reform könnte
Wer beispielsweise seinem Opfer in den Rücken schießt, begeht einen
heimtückischen Mord. Darauf steht nach dem Strafrecht eine lebensFOTO: DPA
lange Freiheitsstrafe.
rasch gelingen. Doch nun sieht
sich der Justizminister einer
Phalanx von Widerständlern aus
dem Lager des christdemokratischen Koalitionspartner gegenüber.
Dabei ist der Ansatz des Bundesjustizministers wenig umstritten, strittiger ist umso mehr,
welche Folgen ein reformierter
Mordparagraf mit sich brächte.
Dass Maas im Strafrecht keine
Ausdrücke wie „Mordlust“ und
„Heimtücke“ , keine „Mörderbeschreibung, wie ihn sich die Nazis vorgestellt haben“, lesen
möchte, wird weniger angegriffen. Hingegen sind die ReformGegner besorgt, dass ein Strafrecht ohne vorsätzlichen „Mord“
am Ende auch keine lebenslange
Strafe mehr kennt. Denn bisher
galt: Mord zieht zwingend eine
lebenslange Freiheitsstrafe nach
sich.
–
Eine Kommission soll
Vorschläge machen
–
Als einer der profiliertesten Reformgegner gilt der bayrische
Justizminister Winfried Bausback. Für den Hochschullehrer
aus Aschaffenburg steht eine Reform des Mordparagrafen nicht
in der Bündnisvereinbarung der
großen Koalition – ergo sollte
man am besten die Finger davon
lassen. Und schließlich habe
auch das Bundesverfassungsgericht keine Schwierigkeiten mit
der aktuellen gesetzlichen Regelung. Entscheidend aber ist für
Bausback: Die Strafdrohung für
Mord – die lebenslange Freiheitsstrafe – müsse bleiben.
„Es ist zeitlich nicht abzusehen, wann eine Reform kommt“,
sagte diese Woche einer der
Sprecher des Berliner Bundesjustizministers. Derzeit bemüht
sich eine Expertenkommission
bestehend aus Strafrechtsprofessoren, Psychiatern, Anwälten,
Richtern und Kriminalbeamten
um einen Reformentwurf für
den Minister. „Diese hat keine inhaltliche Vorgabe“, so sein Sprecher.
Ein heißes legislatives, aber
auch juristisches Eisen ist die angestrebte Mordparagrafen-Reform allemal – zumal sie für die
meisten deutschen Juristen
dringend fällig sei. Wer bei der
Freiburger Staatsanwaltschaft
beispielsweise
diesbezüglich
nachfragt, bekommt jedoch zu
hören, es gebe dazu „keine Linie
des Hauses“.
Viel deutlicher wird da schon
die
baden-württembergische
Strafverteidigervereinigung mit
ihrem Freiburger Vorsitzenden
Klaus Malek. Diese fordert von
der fälligen Reform nicht nur die
Abkehr von den nationalsozialistisch inspirierten Tätermerkmalen sowie von der zwingenden
Verknüpfung Mord – lebenslange Freiheitsstrafe. Die Anwälte
verlangen darüber hinaus – um
die Arbeit der Gerichte nach einer Reform zu erleichtern – Regelbeispiele
für
besonders
schwere Fälle. Diese sollten aber
nicht mit einer längeren Freiheitsstrafe als 15 Jahre bestraft
werden. Doch an eine solche Humanisierung des Mordparagrafen denkt nicht einmal der Bundesjustizminister. Für ihn steht
die lebenslange Freiheitsstrafe
nicht zur Disposition.
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schönen Bescherungen.
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AUS DER REGION 5
Der Sonntag · 11. Januar 2015
Es fließt Geld in den
Südschwarzwald
Rheinknie geht bei LEADER-FÖRDERUNG leer aus
Das harte Training hat sich bezahlt gemacht: Der einstige 182-Kilo-Mann Markus Baumann ist heute kaum wiederzuerkennen.
Der Mann, der sich halbierte
Der Bötzinger Markus Baumann hat 100 KILO abgenommen – mithilfe eines Freundes
es gewesen, die Ernährung umzustellen. Seine Eltern betreiben
das Gasthaus Sonne in Bötzingen, der Sohn hilft mit – und isst
oft mit. Seit 2012 stehen nun Eiweiß und Gemüse auf dem Plan.
„Der langfristige Erfolg ist nur
über Bewegung und eine Ernährungsumstellung möglich“, sagt
auch Peter Deibert. Der leitende
SINA GESELL
Oberarzt der Abteilung Bewegungsmedizin und Sport an der
Mit einem Vorschlaghammer
Uniklinik Freiburg nimmt wahr,
drischt Markus Baumann auf eidass es immer mehr Adipositasnen riesigen Traktorreifen ein.
Patienten gebe. Einer OECD-StuDer Blick seines Trainers wandie zufolge liegt der Anteil der
dert zwischen der Szene und der
krankhaft Übergewichtigen in
Stoppuhr hin und her. Zehn,
Deutschland mittlerweile bei 15
fünfzehn, zwanzig Mal holt BauProzent aller Erwachsenen. Doch
mann aus, mit voller Wucht. Der
warnt der Experte vor HungerReifen hält das aus, er wiegt um
kuren: „Isst man danach wieder
die 180 Kilo – so viel, wie Markus
wie vorher, nimmt man schnell
Baumann vor drei Jahren auf die
zu und wiegt dann vielleicht soWaage brachte.
gar mehr als vor der DiDass er heute noch
ät“, sagt Deibert. Der Johalb so viel wiegt, soll
jo-Effekt.
der 27-Jährige hartem
Baumann hält durch,
Training, gesunder Er„Markus war und ist noch
in der Garage von Zaids
nährung und auch DaElternhaus in Gottenmien Zaid zu verdanimmer hochmotiviert.“
heim hebt er Gewichte,
ken haben. „Damien
Trainer Damien Zaid
macht Liegestütze, irhat mir immer wieder
gendwann Klimmzüge.
in den Arsch getreten“,
Manchmal
untersagt Baumann und
grinst, „das war ein großer setzt“, sagt Zaid. Sie wagen einen nimmt er nur einen SpazierFreundschaftsdienst.“
neuen Anlauf – „diesmal aber gang, andere Male rennt er
Die beiden kennen sich aus richtig“, sagt der Trainer. Will hei- durch den Breisgau. Mittlerweile
Kindheitstagen. „Markus war ßen: Sie starten das Blog „Project hat Baumann einen eigenen
schon als Kind dick“, erinnert Marcus“, auf dem sie Baumanns Trainingsraum, in der Hütte seisich der 26-Jährige, der mit Bau- Fortschritt dokumentieren – in ner Oma in den Weinreben von
mann das Gymnasium in Brei- Zahlen, Fotos und Videos. „Für Bötzingen.
Dort trainieren die beiden
sach besucht hat. Nach dem Markus bedeutete das mehr
auch an diesem Januartag. „Eine
Abitur verlieren sie sich aus den Druck“, sagt Zaid.
Augen – und begegnen sich Jahre
Was dann folgt, ist eine geht noch“, sagt Zaid, während
später aus Zufall wieder. Bau- Erfolgsgeschichte. „Ich musste Baumann, der auf der Hantelmann wohnt zu der Zeit in der einfach nur machen, was Dami- bank liegt, einen kräftigen AtemFreiburger Innenstadt, über der en sagte“, erzählt Baumann, „ei- zug nimmt und die 70 Kilo ein
Currywurstbude, gegenüber ist gentlich ganz einfach.“ Angefan- letztes Mal nach oben stemmt.
damals noch Burger King – und gen hatten die Trainingseinhei- Es ist kaum zu glauben, dass der
Baumann einer der besten Kun- ten damit, fünfmal hintereinan- junge schlanke Mann, der dort
den. Eines Tages erkennt er von der von einer Bank aufzustehen liegt, derselbe ist, der in den ersseinem Fenster aus seinen alten – für den an morbider Adiposi- ten Videos zu sehen ist. Das runSchulfreund Damien Zaid, ruft tas, dem höchsten Grad der Fett- de Gesicht ist schmal geworden,
ihm zu. „Es war krass, ihn wieder- leibigkeit, leidenden Baumann die Ohren stehen etwas ab. Dass
zusehen“, sagt Zaid, „er hatte bedeutete das größte Anstren- es tatsächlich der Mann ist, der
noch mal richtig zugelegt.“ In gung. Noch schlimmer aber sei mal 182,4 Kilo wog, wird erst
sichtbar, als er sein T-Shirt hebt
und seine Hose ein Stück nach
unten zieht. Hautlappen verschlingen den Bauchnabel und
hängen über die Hüfte. „So sieht
es auch an den Oberschenkeln
aus“, sagt Baumann und lässt das
T-Shirt wieder fallen. Er weist auf
die kleinen Risse an seinen Armen hin, die sich auch auf den
Rest des Körpers erstrecken.
Mit den Hautlappen muss
Markus Baumann leben – die
Krankenkassen übernehmen die
Kosten nicht. Dafür hat auch der
Freiburger Arzt Peter Deibert
kein Verständnis: „Wenn jemand
so viel abnimmt, hat er sein
Markus Baumann (links) beim Krafttraining. Sein Trainer Damien Zaid Krankheitsrisiko stark miniFOTOS: ZVG/GESELL miert und sollte belohnt werbehält die Zeit im Auge.
Vor drei Jahren konnte Markus Baumann, 180 Kilo
schwer, kaum noch laufen,
dann traf er einen Freund
wieder – und nahm 100 Kilo
ab. Eine Erfolgsgeschichte
ohne Garantie.
der Studentenbude türmen sich
Cola- und Bierkästen.
Während Baumann damals
manchmal drei Stunden zum
Aufstehen braucht, weil seine
Gelenke schmerzen, macht Zaid
seinen Fitnesstrainerschein, will
Sportwissenschaften studieren –
und hat eine Idee: Mit Zaids Hilfe
soll Baumann 100 Kilo abnehmen. Was dem einen das Leben
erleichtern soll, ist für den anderen, den angehenden Fitnesstrainer, vor allem eines: gute
Werbung.
Zaid überzeugt seinen Freund.
Nach ein paar kleinen Erfolgen
der erste Rückschlag: Baumann
lässt das Training schleifen, achtet wieder weniger auf seine Ernährung – und erreicht sein
Höchstgewicht: 182,4 Kilo. „Wir
hatten uns utopische Ziele ge-
den“, sagt der Arzt. Denn Adipositas verursache nicht nur HerzKreislauf-Störungen, sondern
erhöhe auch das Risiko für bestimmte Krebse oder Gicht, die
Gelenke machten irgendwann
schlapp, manche litten an Depressionen. „Mit 50 hätte er seiner Krankenkasse ganz andere
Kosten verursacht als eine
Schönheitskorrektur.“ Selbst finanzieren kann Markus Baumann die mehrere tausend Euro
teure OP noch nicht, sagt er.
Dennoch: Besser mit Hautlappen zu leben als übergewichtig
zu sein, sagt er.
Peter Deibert sieht eine 50/50Chance, dass der 27-Jährige sein
Gewicht halten kann. Adipositas
hänge zu 50 Prozent von der Genetik ab. „Es gibt Menschen, die
können essen, was sie wollen,
und nehmen nicht zu“, sagt der
Experte. Und es gibt jene, bei denen es gerade umgekehrt ist.
„Das Rückfallrisiko ist sehr
hoch.“ Dennoch macht der Arzt
Mut: „Er hat die richtige Stellschraube gedreht, seinen Lebensstil geändert“, sagt er, „jetzt
muss er die Balance halten.“
Die Region Südschwarzwald hat
es geschafft und ist in der nächsten Runde der Leader-Förderung
mit dabei. Die Region Rheinknie,
die sich erstmals darum bewarb,
ging leer aus. Doch auch dort soll
die Arbeit für das Regionale Entwicklungskonzept nicht umsonst gewesen sein.
Abgeordnete verschiedener
Couleur jubelten in dieser Woche gleichermaßen: Das Gebiet
Südschwarzwald, das sich über
Teile der Landkreise Emmendingen, Schwarzwald-Baar, Breisgau-Hochschwarzwald, Lörrach
und Waldshut erstreckt, ist wieder und zumvierten Mal in Folge
als Leader-Region anerkannt
worden. Leader ist ein EU-Regionalförderprogramm. Kofinanziert vom Land werden bis 2020
bis zu 84 Millionen Euro in die 18
Leader-Regionen in BadenWürttemberg fließen. Gefördert
werden können Projekte von
Kommunen, Institutionen und
Privatleuten. Über die Verteilung
entscheiden die Aktionsgruppen vor Ort. Die im Südschwarzwald hat 33 Mitglieder.
Die Projekte werden anteilig
finanziert, sie sollen einer nachhaltigen Entwicklung der jeweiligen Region dienen. Meist sind es
keine Mammutprojekte, aber
für die Menschen sehr wichtig –
etwa Dorfläden oder genossenschaftliche Gasthäuser. Auch
touristische und wirtschaftliche
Projekte werden gefördert. Die
Freude über die Aufnahme in die
neue Förderung sei groß, schildert Reinhard Metsch, Geschäftsführer der Leader-Geschäftsstelle Südschwarzwald.
Da sich 25 Gebiete auf die 18 Plätze beworben hatten, „gab es
schon eine Zeit lang Zittern“. Und
(unwahre) Gerüchte, dass Leader
Südschwarzwald irgendwie an
die Zusage einzelner Gemeinden
zum Biosphärengebiet gekoppelt sein könnte, hätten das Zittern noch verstärkt.
Man habe sich mit einem
„deutlich partizipativeren“ Regionalentwicklungskonzept be-
worben, erklärt Metsch. Er
wünscht sich aber, dass Frauen
und Jugendliche – deren Belange
ausdrücklich unterstützt werden sollen – sich noch stärker
mit einbringen würden. Da es
nun 18 statt bisher acht Gebiete
gibt, sind diese ein bisschen kleiner – und werden auch weniger
Geld bekommen als in den vorigen Förderperioden. Metsch
rechnet mit vier statt sechs Millionen Euro. „Trotz des verkleinerten Gebiets ist das unterm
Strich weniger Geld“, sagt er. „Es
kann schon sein, dass es jetzt
mehr Diskussionen um die Verteilung geben wird.“
–
Chance auf Programm
für ländliche Entwicklung
–
Ein großer Verlierer ist die Stadt
Zell im Wiesental, die bislang
Leader Südschwarzwald angehörte und sich dieses Mal mit
der neu formierten Leader-Aktionsgruppe Rheinknie um die
Förderung beworben hatte. Natürlich sei man enttäuscht über
die Absage, sagt Initiator Gerhard Zickenheiner. Der Architekt
und Regionalplaner aus Lörrach
ist aber sicher, dass das ambitionierte regionale Entwicklungskonzept, das die Aktionsgruppe
gemeinsam mit den 14 Gemeinden und dem Landratsamt Lörrach erarbeitet hatte, nicht umsonst ist.
Mit großem Engagement hätten sich Bürger wie Vertreter der
Institutionen an der Entwicklung des Konzeptes beteiligt,
sagt Zickenheiner. Darauf könne
auch in ander Form aufgebaut
werden. In Gesprächen mit dem
Ministerium Ländlicher Raum
soll zum Beispiel geprüft werden, ob das Förderprogramm Integrierte Ländliche Entwicklung
(ILE) Möglichkeiten bietet. Denkbar ist auch, dass Akteure, die
sich durch die Bewerbung kennengelernt haben, unabhängig
von Leader künftig zusammenarbeiten und Ideen gemeinsam
KATHRIN GANTER
umsetzen.
–
Arzt: „Das Rückfallrisiko
ist sehr hoch“
–
Nicht in alte Muster verfallen –
an diesen Vorsatz wird Baumann
sein Leben lang erinnert: Seine
rechte Wade ziert eine Tätowierung, 182,4 steht dort – eine Mahnung an eine Zeit, in der er kaum
noch seine Wohnung verlassen
hat; nicht weil er sich schämte,
sondern weil es ihm schon Durch Leader geförderte Projekte sind nicht gigantisch und spektakuschwer fiel, seine Schuhe zu bin- lär, aber wie der Dorfladen in Wies für die Menschen wichtig. FOTO: DS
den, sagt er. Er ging nicht mehr
zur Uni, brach ein Studium nach
dem anderen ab. Der junge
Mann erzählt das ohne Selbst- % % % % % % % % % % % % % % % % % % %
mitleid. „Ich war selbst schuld an %%
meiner Lage“, sagt er.
%%
Aber er hat es auch selbst ge%%
schafft, wieder rauszukommen.
„Markus war hochmotiviert und %%
ist es immer noch“, sagt sein Trai- %%
ner Damien Zaid, der mittlerwei- %%
le in Stuttgart studiert und arbeitet. Studienabbrecher Markus %%
Baumann hat jetzt ein neues Ziel %%
vor Augen: Er will wie Zaid Perso- %%
nal Trainer werden. Gerade %%
macht er seinen Trainerschein,
jobbt nebenbei in einem Fitness- %%
studio in Freiburg, hat aber auch %%
schon wieder ein paar Kilo zuge- %%
nerei w Meisterbetr
nommen – „allerdings an Musieb
rsch
%%
Kü
kelmasse“. 93 Kilo wiegt er nun.
„Ich will Menschen beim Abneh- %%
men helfen“, sagt er. Dass es klap- %%
pen kann, dafür ist der 27-Jährige %%
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6 AUS DER REGION
Der Sonntag · 11. Januar 2015
KURZ GEFASST
RHEIN
Fischer befürchten Gift aus Klingnauer See
Der Kanton Aargau will Schlamm
aus dem Klingnauer See in den
Rhein leiten. Nun setzten sich die
Fischer zur Wehr und haben Einspruch eingelegt, wie die Aargauer
Zeitung berichtet. Damit der See
nicht verlandet, soll eine Rinne
ausgebaggert werden und die Sedimente in den Rhein fließen. Am stärksten betroffen wäre
die Fischerzunft in Laufenburg. Nach dem Bericht der Zeitung
gehen die Fischer davon aus, dass Schwermetalle und PCB
DS
in den Sedimenten enthalten sind.
LAUFENBURG
In Regionalkonferenzen erklärte Bundeskanzler Gerhard
Schröder seiner Partei
die Hartz-Reform. Da
war die Entscheidung
aber schon gefallen –
und die Genossen verärgert. Zum Teil bis
heute.
FOTO: DPA
Alarm in Asylbewerberunterkunft
Bereits zum dritten Mal innerhalb weniger Tage ist die Feuerwehr
Laufenburg zu einem falschen Alarm in der Asylbewerberunterkunft in der Brunnenmatt ausgerückt. Durch Küchendampf
aus der Gemeinschaftsküche wurde der Rauchmelder aktiviert.
Nach einem Bericht der Badischen Zeitung sollen die Anlagen
nun überprüft werden, den Bewohnern sei kein Vorwurf zu
machen.
DS
Staatsbier für die Stars
enttäuscht Partner
Stimmen-Festival: Rothaus wird neuer HAUPTSPONSOR
Das Lörracher Stimmen-Festival
hat diese Woche einen kleinen
Coup vermeldet: Die badische
Staatsbrauerei Rothaus wird für
zunächst drei Jahre neuer
Hauptsponsor und ersetzt die
ortsansässige Brauerei Lasser als
Getränkepartner.
Burghof-Chef Markus Muffler
ist über den Deal hocherfreut:
„Das Marketingpotenzial von
Rothaus bietet uns auch Möglichkeiten, das Festival weit über
Baden-Württemberg hinaus zu
promoten.“ Angesichts des
hauptsächlich regionalen Publikums waren finanzielle Gründe
aber wohl ausschlaggebend.
Mit dem Einstieg der potenten
Staatsbrauerei hat das StimmenFestival einen Partner der ersten
Stunde vor den Kopf gestoßen:
Die Lörracher Brauerei Lasser,
immerhin seit 21 Jahren wohlgelittener Sponsor, hätte die Partnerschaft gerne fortgeführt. „Wir
waren immer stolz darauf, als
Partner das einst zarte Pflänzchen ,Stimmen’ mit auf den Weg
gebracht zu haben. Entsprechend bin ich jetzt zwar nicht
verbittert, aber doch persönlich
von den handelnden Personen
enttäuscht, dass der Geldbeutel
allein entschieden hat.“
Im Sommer hatte Rothaus unter der neuen Leitung von Christian Rasch das Festival kontaktiert und ihr Interesse bekundet.
Ob damit der Markt im Dreilän-
mittlere im Zäpfle-Club. Da passt
das Stimmen-Festival gut ins
Konzept: Es steht traditionell für
hohe künstlerische Qualität, regionale Verwurzelung und überregionale Ausstrahlung. Und
während das Freiburger Zeltmusikfestival in der Hand der Fürstenbrauerei aus Donaueschingen ist und Southside vom Giganten Beck’s beliefert wird,
blieb nur Stimmen als Einstieg
in die regionale Festival-Szene.
Und beim dem Vernehmen
nach beinahe sechsstelligen Betrag, den Rothaus als Hauptsponsor bietet, kann eine Brauerei wie Lasser nicht mithalten.
„Wir hatten über die Jahre unseren Beitrag stetig erhöht und
jetzt für unsere Verhältnisse
noch einmal einen großen
Sprung gemacht. Aber mit dieser
Größenordnung konnten wir
nicht mithalten.“ Brauerei-Chef
Walter fühlt sich auch von der
Spitze der Stadtverwaltung enttäuscht, die sich nicht für den
heimischen Gewerbesteuerzahler eingesetzt habe.
Doch das Festival braucht
Geld, zumal der Burghof zuletzt
wachsende Defizite beklagt, die
die Stadt ausgleichen muss. Und
da, wie Burghof-Chef Muffler
sagt, in der Region zu wenig potente Unternehmen mit den Hufen scharren, ist es dem Team
nicht gelungen, einen großen
Sponsor zusätzlich zu den bestehenden an Land zu
ziehen.
Muffler
wollte den Betrag
von Lasser allerdings nicht verloren geben und bot
Walter ein Burghof-Sponsoring an,
was dieser dankend
ablehnte.
„Das war für uns
nicht interessant,
unser Aufhänger
ist das Festival.“
Zumal auch dort
aus
finanzieller
Sicht offenbar nur
die großen Marktplatzkonzerte für
den Bierverkauf luRothaus-Chef Christian Rasch mit seinem
krativ sind. RotHauptprodukt.
FOTO: DPA haus wird nun als
zweiter
Hauptdereck aufgemischt werden soll, sponsor neben dem Messtechist unklar. Die Staatsbrauerei hat nikunternehmen Endress +
in den vergangenen Jahren ihr Hauser Bier an den deutschen
Sponsoring-Portfolio vom lange Festivalorten verkaufen. Mit eidominierenden Sport ein Stück genem Logo auf der Bühne war
in Richtung Kultur verschoben. der Getränkesponsor bisher
Seither gibt es die Rothaus-Are- nicht präsent. Details über das
na für große Konzerte (Die Toten Vertragspaket werden laut MuffHosen oder Herbert Grönemey- ler derzeit aber noch verhandelt.
RENÉ ZIPPERLEN
er) auf der Freiburger Messe und
„Das hat uns fast verrissen“
Freiburgs Sozialbürgermeister und SPD-Politiker VON KIRCHBACH über zehn Jahre Hartz IV
Die SPD hat für ihre Arbeitsmarktreform Hartz IV einen
hohen Preis bezahlt. Freiburgs Sozialbürgermeister
Ulrich von Kirchbach über
Basta-Politik, aufgeschobene Reformen und nicht
für möglich gehaltene Erfolge auf dem Arbeitsmarkt.
Herr von Kirchbach, 2005 wurde
die Hartz-IV-Reform umgesetzt.
War Ihnen damals bewusst, dass
die Folgen für Ihre Partei derart
schwer wiegen würden?
Ich habe es befürchtet. Ich war
damals Kreisvorsitzender der
SPD in Freiburg. Die Arbeitsmarktreformen kamen unvermittelt auf die Partei zu – ohne
Diskussion. Sie wurden von Bundeskanzler Gerhard Schröder
von oben herunter diktiert. Das
hat die SPD fast zerrissen.
Waren Sie beim entscheidenden
SPD-Parteitag 2003 in Berlin
dabei?
Nein, aber Schröder war damals
bei einer parteiinternen Veranstaltung für Südbaden im Freiburger Konzerthaus. Schröder
erklärte die Reform – die Entscheidung war aber schon getroffen. So kann man parteipolitische Prozesse nicht machen.
Wenn man solch gravierende
Schritte plant, muss man die
Partei mitnehmen. Mit einer
Basta-Politik geht das nicht.
Wie war Ihre Haltung damals
zu Hartz IV?
Ich fand die Zusammenlegung
von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe richtig – das war immer so
ein Verschiebebahnhof: Gehören die Arbeitslosen in das Sozialversicherungssystem oder in
die kommunale Betreuung?
Auch das Fordern und Fördern
fand ich gut. Ein Geburtsfehler
war, dass der Mindestlohn nicht
daran gekoppelt wurde. Ein fataler Fehler. Die SPD wollte das damals zwar, hatte aber die CDU im
Bundesrat gegen sich. Zum
Glück wurde das jetzt korrigiert –
zu viele Menschen hatten einen
Job und waren trotzdem auf ergänzende staatliche Transferleistungen angewiesen.
SPD-Chef Sigmar Gabriel und
Bundesarbeitsministerin Andrea
Nahles loben jetzt im Rückblick
den Erfolg der Reformen und
meinen, die SPD könne darauf
stolz sein? Sind Sie stolz?
schäftigt werden müssen.
Das Ganze kam abrupt, war im
Gab es bei der SPD Freiburg nach
Detail auch nicht überall durchder Reform Austritte?
dacht, im Kern aber richtig. Das
lässt sich auch an den Freiburger Es gab einige Austritte. Zum Teil
Arbeitslosenzahlen ablesen: Mit waren Mitglieder sehr verbittert.
5,7 Prozent sind wir in der Stadt Ich kann mich an den Wahlauf dem historischen Tiefstand kampf 2004 zur Kommunalangekommen. Man muss aber und Europawahl erinnern. Das
berücksichtigen, dass es mehre- war eine schwierige Situation.
re Arbeitsmarktreformen gab – Wir konnten das Thema ja nicht
Hartz IV war nur ein
wegdiskutieren. Wir
Teil davon. Hinzu
mussten damit umkommen konjunktugehen. Tatsache ist
relle Einflüsse. Wichaber auch, dass unter
tig ist, dass wir in
16 Jahren Kohl-RegieFreiburg mit 1,8 Prorung ein Reformstau
zent die niedrigste
entstanden war –
Jugendarbeitslosigden dann die Regiekeit der Stadtkreise
rung Schröder angein Deutschland hagangen ist ...
ben. Das fiel nicht „Ein Geburtsfehvom Himmel. Das ist ler war, dass der
... allerdings erst in
auch auf die Jugendder zweiten LegislaMindestlohn
agentur im Jobcenturperiode und
nicht daran
ter zurückzuführen.
nachdem erheblicher wirtschaftligekoppelt wurde.
Die Reform ist dencher Druck entstanEin fataler
noch bis heute umden war.
Fehler.“
stritten.
Ulrich von Kirchbach Klar, aber eine RegieFatal war, dass die
rung kann ja auch
CDU/CSU/FDP-Regierung 2009 nicht sofort nach Regierungsandie Bundesmittel für die Einglie- tritt alles angehen.
derung von Empfängern des Arbeitslosengeldes II jedes Jahr so
Auch zwischen SPD und Gewerkstark reduziert, dass wir wieder
schaften kam es zum Bruch. Ist
auf ein kommunales Beschäftidas heute noch ein Thema?
gungsprogramm zurückgreifen
mussten, um das Ganze zu kom- Es spielt keine zentrale Rolle
pensieren. Das Fordern und För- mehr. Mit Mindestlohn und andern hat die Regierung nur auf derem hat es jetzt ja wieder eine
die Arbeitslosen bezogen, die na- Annäherung gegeben. Es gibt
he am Arbeitsmarkt waren und zwar noch Narben. Die Wundheials gut vermittelbar galten. Als lung ist aber deutlich fortgeKommune muss es uns auch um schritten.
die gehen, die schlechte Chancen haben, die aber dennoch beDie Umsetzung der Arge – der
Betreuungsstelle für Langzeitarbeitslose – war in Freiburg
FAKTEN
holprig. Welche Fehler muss sich
die Stadt vorwerfen?
NACH DER gewonnenen
Bundestagswahl 2002 machDer Start war überall in Deutschte sich die Regierung Schröland holprig. Die Vorbereitungsder unter dem Begriff Agenzeit war sehr kurz, und es prallda 2010 an die weitreiten die Philosophien von Archendste Sozialreform in der
beitsagentur und Kommune
Geschichte der Bundesreaufeinander. Die Zahl der Widerpublik Deutschland. Am 1.
sprüche in Freiburg würde ich
Januar 2005 trat sie in Kraft.
nicht überbewerten. Hier gab es
Sie umfasste vier Gesetze,
einen runden Tisch und unabdie Hartz I bis IV genannt
hängige Beratungsstellen, die
wurden – benannt nach dem
sich kritisch mit EntscheidunVW-Vorstand Peter Hartz, der
gen der Arge auseinandersetzdie Reformkommission der
ten. Die hat es in anderen StädRegierung leitete. Das Herzten nicht in diesem Ausmaß gestück der Reform war das
geben. Ich würde behaupten,
Hartz-IV-Gesetz, die Zusamdass in Freiburg auch nicht mehr
menlegung von ArbeitsloFehler als woanders gemacht
sen- und Sozialhilfe zum Arworden sind. Es musste sich viebeitslosengeld II.
DS
les erst einspielen. Einige Mitarbeiter sind gegen ihren Willen in
die Einrichtung von Arbeitsagentur und Stadtverwaltung
gekommen. Es mussten viele
Zeitarbeitsverträge abgeschlossen werden, weil es keine Planstellen gab. Wir wussten ja nicht
einmal, wie viele Menschen es zu
betreuen galt. Wir haben aus den
Fehlern gelernt. Mittlerweile hat
das Jobcenter eine eigene Identität, auch wenn sich die Mitarbeiter weiterhin aus Bundesagentur und Stadt Freiburg zusammensetzen. Anfangs gab es sogar
Telekom-Mitarbeiter.
Telekom?
Ja klar, die wurden „abgeordnet“.
Die hatten keine Arbeit mehr,
aber noch alte Rechte aus ihrer
Zeit bei der Post. Das waren Bundesmitarbeiter, die weiterbeschäftigt werden mussten.
Bundesweit bleiben die Langzeitarbeitslosen ein Problem,
denen konnte die Reform nicht
wirklich weiterhelfen.
Es gibt Arbeitslose mit multiplen Vermittlungshemmnissen
wie Sucht oder psychische Störungen. Die darf man nicht links
liegen lassen. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles hat jetzt
angestoßen, dass Menschen, die
länger als zwei Jahre arbeitslos
waren, einen Lohnkostenzuschuss bekommen. Der wird im
zweiten und dritten Jahr reduziert. Wir hoffen, dass viele im
Job bleiben, auch wenn der Zuschuss ganz wegfällt. Das gilt ab
April.
Ein Erbe der Reform ist auch eine
starke Linke. Sind die LinkenWähler für die SPD verloren?
Nein, Wähler sind nie verloren.
Es ist aber richtig, dass die Linke
in ihrer derzeitigen Stärke ein Ergebnis des Agenda-Prozesses
war – so wie der Parteiaustritt
des früheren SPD-Vorsitzenden
Oskar Lafontaine. Heute ist die
SPD aber inhaltlich gut aufgestellt – ausruhen dürfen wir uns
darauf aber nicht ...
... zumal die SPD bei Umfragen
nicht über 25 Prozent kommt.
Ich denke, die Menschen werden
auch in der Rückschau sehen,
dass die SPD damals Verantwortung für unser Land übernommen und eine unpopuläre Entscheidung getroffen hat. Dies
unabhängig vom parteipolitischen Kalkül.
DAS GESPRÄCH FÜHRTE
KLAUS RIEXINGER
MENSCHEN UND MÄRKTE 7
Der Sonntag · 11. Januar 2015
Abgehobener Rekord
BÖRSE REGIONAL
Energiedienst 1
Kurs heute
(EUR)
Vorwoche
(EUR)
Änderung
(in Prozent)
52-Wochen
Hoch
52-Wochen
Tief
25,56
25,75
-0,74%
27,55
23,07
Der EURO-AIRPORT wächst weiter und zählt 2014 rund 6,5 Millionen Passagiere
Laufenburg
Kofax 3
5,60
5,73
-2,27%
6,80
4,43
5,15
4,73
8,88%
6,71
4,65
0,04
0,03 33,33%
0,68
0,02
Mit 6,5 Millionen Passagieren und damit einem Plus
von elf Prozent gegenüber
dem Vorjahr hat sich der
Basler Euro-Airport (EAP)
2014 einmal mehr selbst
überflügelt.
Freiburg
Micronas
Freiburg
SAG
Freiburg
Solar-Fabrik
2,14
0,67
125,90
0,60
125,35
0,83 -27,71%
0,44%
156,15
117,05
97,50
92,35
5,58%
96,90
70,15
Freiburg
Sto AG
ANNETTE MAHRO
Stühlingen
Novartis 2
Mehr Menschen sind noch nie
ab Basel geflogen. Und die Entwicklung war rasant: Seit 2005
haben sich die Fluggastzahlen
mehr als verdoppelt. Vor allem
mit dem Einstieg des Billigfliegers Easy Jet stieg das Fluggastaufkommen schlagartig und
seither fast kontinuierlich an.
EAP-Direktor Jürg Rämi legte bei
der Jahresmedienkonferenz am
Donnerstag aber erneut Wert auf
die Feststellung, dass die Anzahl
der Flugbewegungen gegenüber
2013 von 87 000 auf 89 000 lediglich um zwei Prozent zugelegt habe. Zu verdanken sei diese
Entwicklung der über alle Fluggesellschaften
reichenden
durchschnittlich 80-prozentigen Auslastung der Flüge sowie
größer werdenden Maschinen.
Zwar gibt die Fluggesellschaft
Swiss gemäß der Ankündigung
von Ende Mai ihren Betrieb am
Euro-Airport auf und konzentriert ihre Schweizer Aktivitäten
fortan auf Zürich. In Basel
nimmt man das aber gelassen,
auch wenn die Airline bisher an
vierter Stelle nach Easy Jet, Lufthansa und Air France rangierte.
„Das ist für uns kein großer
Schock“, so der Flughafenchef.
Beispielsweise wegen des bisher
von Swiss bedienten Londoner
City-Flughafens stehe man bereits mit einer anderen Gesellschaft in Verhandlungen. Die
vier weiteren Airports der Themsestadt werden ohnehin ab dem
EAP schon von anderen Airlines
angeflogen. Das bisher gesteckte
Ziel, 2015 um weitere drei Prozent auf dann etwa 6,7 Millionen
Fluggäste zu wachsen, sei jedoch
bewusst moderat gewählt, sagt
Rämi.
Basel
Peugeot S. A.
10,16
10,22
-0,59%
12,00
78,18
278,10
269,90
3,04%
295,80
233,60
329,00
320,00
2,81%
363,70
273,20
Mulhouse
Roche GS 2
Basel
Syngenta 2
Basel
1
2
3
Alle Werte Xetra. Ausnahmen: Berlin, Zürich (in CHF), Frankfurt − Stand KW 2
NOVARTIS
Guter Start im US-Markt
Novartis ist gut in das neue Jahr gestartet. Der Pharma-Konzern
hat im US-Markt Fortschritte mit den allerdings in zahlreichen
anderen Ländern bereits zugelassenen „Raucherlunge“-Medikamenten Ultibro Breezhaler und Seebri Breezhaler sowie
dem Biosimilar Filgrastim erzielt.
DS
Boom beim Euro-Airport: Mehr Passagiere sollen nicht mehr Lärm bringen – stattdessen sind Flugzeuge
besser ausgelastet und größer.
FOTO: MAHRO
Anders sieht es beim Frachtverkehr aus, der im vergangenen
Jahr bereits um fünf Prozent zugelegt hat und 2015 nach Eröffnung des neuen Frachtterminals
einen weiteres Plus von 19 Prozent erwartet. Nach langer Zeit
mit nur einem Vollfrachtflug pro
Woche steuern seit September
2014 bereits vier Frachtflieger
den EAP wöchentlich an. Weitere
Airlines bekundeten schon großes Interesse, sagt Verwaltungsratsvizepräsident Andreas Büttiker. Noch ist das Terminal, das
erst am 26. Januar in Betrieb
geht, zwar nicht vollständig ausgelastet, wenn sich Bedarf abzeichne, könne man aber erweitern, so der Logistiker: „Neben
den Hallen hat es noch ausreichend Platz.“
Etwas zurückhaltender gibt
sich EAP-Chef Jürg Rämi, der
weiß: „Frachtaktivitäten stoßen
bei den Anwohnern auf eine gewisse Sensibilität.“ Die derzeit
aktiven Routen nach Seoul, Moskau, Dubai und Südamerika
würden aber vorwiegend mit
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Laubbaum
Saugströmung
Milieu
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2
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3
4
5
6
7
8
das
Ganze,
insgesamt
Buch
der
Bibel
ital.
Artikel
der
Kosmos
5
6
®
Trinkgefäß
für Saft
9
IHR HOROSKOP VOM 11. BIS 17. JANUAR
WIDDER
STIER
Liebe: Lassen Sie einfach Ihre
Gefühle zu. Nur nichts verstecken. Beruf: Es lohnt sich, auf
den Ratschlag eines Kollegen zu hören.
Allgemein: Ihre Argumente bringen Ruhe in eine hitzige Diskussion.
Liebe: Abgekühlte Gefühle
flammen unerwartet wieder in
Ihnen auf. Beruf: Eine etwas
verzwickte Situation löst sich allmählich
auf. Allgemein: Einem aufregenden Projekt steht nun nichts mehr im Weg.
s1813.22-789
Lösung vom vergangenen Sonntag:
GEIGENBAUER
WAAGE
Liebe: Bereiten Sie jemandem
wieder einmal eine besondere
Freude. Beruf: Vermeiden Sie
Diskussionen, die sowieso zu nichts führen. Allgemein: Stets die Vermittlerrolle
zu spielen, wird anstrengend.
SKORPION
Liebe: Vorsichtig sein! Ihre
Worte könnten für Verwirrung
sorgen. Beruf: Man erwartet
beruflich von Ihnen eine klare Entscheidung. Allgemein: Seien Sie jetzt sehr aufgeschlossen und kontaktfreudig.
SCHÜTZE
Liebe: Singles könnten sich
jetzt bis über beide Ohren verlieben. Beruf: Dauerstress
macht müde und sorgt für Flüchtigkeitsfehler. Allgemein: Ihre leicht ironische
Art könnte missverstanden werden.
KREBS
Liebe: Singles sind bereit für
Blickkontakte? Unbedingt hinsehen. Beruf: Wie wäre es,
wenn Sie nun ein paar Überstunden abbummeln? Allgemein: Einer Forderung
mit der nötigen Zurückhaltung begegnen.
LÖWE
Erdaufschüttung
Süßwasserspeisefisch
Einmal mehr ins Stocken geraten sind die Aktivitäten um den
Bahnanschluss für den Flughafen, was auch die an Fristen gebundenen Zusagen aus der
Schweiz wieder gefährdet. Der
französische Staat hält sich mit
Zusagen rund um das 220- bis
240-Millionenprojekt weiterhin
ZWILLINGE
Abk.:
vergleiche
Schifffahrtsstraße
Weltfußballverband
(Abk.)
Ausdruck
der Multiplikation
Lachsfisch
griech.
Vorsilbe
Schwermetall
Frühlingsmonat
9
italienisch:
sehr
1
Feier,
Party
–
Liebe: Sie werden sich auf eine
neue Situation einstellen müssen. Beruf: Sie haben viel zu
tun. Erledigen Sie alles nach und nach.
Allgemein: Ein persönlicher Erfolg wird
Ihrem Image zugute kommen.
Windrichtung
8
3
österr.
Kleingewicht
Zufluchtsort
Abk. für
einen
Bibelteil
7
Dieser Platz...
Ablehnung
Arbeitsgruppe
(engl.)
–
Lösung im Steuerstreit?
zurück. Auch beim Streit um das
im Schweizer Sektor anwendbare Steuerrecht gibt es bis dato
noch keine Lösung. Bisher galten
hier Schweizer Unternehmensbesteuerung und Mehrwertsteuer, was zuletzt aus Paris infrage
gestellt worden war. Schließlich
liegt der binationale Flughafen
auf französischem Boden. Weil
sie mit deutlich höheren Kosten
rechnen, hatten erste Airlines
bereits mit ihrem Rückzug aus
Basel gedroht, sollte sich der
klamme französische Fiskus
durchsetzen.
Bis Ende des ersten Quartals
2015 hofft Verwaltungsratspräsident Jean-Pierre Lavielle auch in
diesem Streit allerdings auf eine
Einigung, ähnlich wie sie beim
Arbeitsrecht 2012 schon erzielt
worden war. Eine Protestwelle,
der sich im Kampf um Arbeitsplätze Elsässer Politiker aller
Couleur angeschlossen hatten,
habe jedenfalls bereits Wirkung
gezeigt, ist sich Lavielle sicher:
„Unsere Botschaften wurden gehört.“
WENN STERNE REDEN KÖNNTEN
nicht
beachtet,
weggeschoben
bringt
gutes
Wetter
neuen und entsprechend vergleichsweise leisen Maschinen
geflogen. Punkten kann die
Fracht bei den Arbeitsplätzen,
entfallen doch aktuell bereits
900 Stellen auf den Sektor, der
in diesem Jahr noch um weitere
300 zulegen wird. Meldete der
Euro-Airport mit seinen drei
Standbeinen, zu denen heute
auch der Flugzeugunterhalt und
Ausbau mit seinen beiden
Schwergewichten Jet-Aviation
und Amac beiträgt, aber
2001/02 noch gut 7 100 Beschäftigte, erholt sich die Situation
seit dem Ende von Crossair und
Swissair erst langsam wieder.
Liebe: Etwas mehr Diplomatie
würde dem Privatleben dienlich sein. Beruf: Ihre Kreativität
bekommt mit einer neuen Aufgabe Nahrung. Allgemein: Von ungesunden Gewohnheiten müssen Sie Abschied nehmen.
JUNGFRAU
Liebe: Mit Ungeduld oder gar
Rückzug werden Sie nichts erreichen. Beruf: Nehmen Sie
gut gemeinte Tipp, zum Vorteil aller, ruhig an. Allgemein: Achten Sie darauf, dass
Ihre Worte niemanden verletzen.
STEINBOCK
Liebe: Ihre Ausstrahlung lässt
zurzeit garantiert niemanden
kalt. Beruf: Den Kollegen gegenüber sollten Sie aufgeschlossener
sein. Allgemein: Es dürfte in nächster Zeit
viel Neues auf Sie zukommen.
WASSERMANN
Liebe: Ihre Geduld ist gefragt,
Veränderungen brauchen ihre
Zeit! Beruf: Eine Entlastung
winkt. Nehmen Sie sie an, ohne zu zögern.
Allgemein: Eine kleine Geldspritze hilft
Ihnen jetzt etwas weiter.
FISCHE
Liebe: Suchen Sie das Gespräch
und klären Sie eine Sache endlich. Beruf: Auf eine Kritik sollten Sie nicht gleich sauer reagieren. Allgemein: Es könnte passieren, dass Sie wichtige Dinge vergessen.
8 NACHRICHTEN
Der Sonntag · 11. Januar 2015
Trauer und neue Drohungen
KURZ GEFASST
VORRATSDATEN
CDU pocht auf Speicherung
Nach den Anschlägen in Paris dringen Politiker der Union
genau wie die Polizei erneut auf die Einführung der Vorratsdatenspeicherung sowie den verstärkten Austausch von Fluggastdaten. SPD und Oppositionsparteien lehnen die Speicherung
von Telekommunikationsdaten ohne Anlass dagegen ab.
Die Speicherung werde neben der Terrorismusabwehr auch
in anderen Fällen wie Kinderpornografie benötigt, sagte der
nordrhein-westfälische CDU-Vorsitzende Armin Laschet dem
WDR. „Wir brauchen diese Daten“, um „terroristische Netzwerke
enttarnen zu können“, sagte auch der CDU-Innenpolitiker
AFP
Wolfgang Bosbach dem Sender n-tv.
11743
GESUCHT: LIEBEVOLLE
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www.NABU.de/schneeleo
NABU
Patenschaften
10108 Berlin
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Nach den TERRORANSCHLÄGEN von Paris bleibt das Land im Alarmzustand
Paris (dpa). Nach dem dramatischen Ende der Einsätze gegen die islamistischen
Terroristen in und um Paris
konzentrieren sich die französischen Ermittler auf die
Suche nach möglichen Unterstützern der islamistischen Gewalttäter.
Auch nach dem Tod der drei Terroristen und 17 unschuldigen
Opfer bleibt Frankreich im
Alarmzustand und richtet sich
bereits auf einen Solidaritätsmarsch am Sonntag in Paris ein.
Die Abwehrmaßnahmen und
Warnungen gegen Anschläge
blieben unverändert auf der
höchsten Stufe, kündigte Innenminister Bernard Cazeneuve an.
Weitere spezielle Maßnahmen
gegen den Terror seien für die
kommenden Wochen geplant.
„Wir sind Gefahren ausgesetzt“,
warnte er. Mit Blick auf die geplante Kundgebung, an der zahlreiche europäische Regierungschefs teilnehmen wollen, kündigte nach Regierungschef Manuel Valls auch Cazeneuve alle
notwendigen Maßnahmen an,
um Gedenken und Respekt zu
gewährleisten.
An der Kundgebung für die
Opfer des Anschlags auf das Satiremagazin Charlie Hebdo vom
Mittwoch wollen auch Bundeskanzlerin Angela Merkel, Vizekanzler Sigmar Gabriel, Großbritanniens Premier David Cameron, Spaniens Ministerpräsident
Mariano Rajoy und sein italienischer Kollege Matteo Renzi teilnehmen. „Es ist ein wichtiges
Zeichen deutsch-französischer
Freundschaft, dass wir in diesen
Stunden zusammenstehen“, sagte Merkel in Hamburg.
Tausende Menschen trauerten gestern am Strand von Nizza um die Getöteten.
Unterdessen drohte die Terrorgruppe al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP) Frankreich mit weiteren Anschlägen.
Es werde neue Angriffe geben,
sollte das Land nicht damit aufhören, den Islam, seine Symbole
und die Muslime zu „bekämpfen“, schrieb die Dschihad-Beobachtungsplattform Site. Sie
berief sich auf eine per Video
verbreitete Rede von Harith bin
Ghasi al-Nadhari, einem der
Glaubenshüter der Gruppe.
Die Terrormiliz Islamischer
Staat (IS) drohte mit einer größeren Terrorkampagne und weiteren Angriffen in Europa und den
USA. „Wir haben mit der Operation in Frankreich begonnen, für
die wir die Verantwortung übernehmen“, sagte der IS-Prediger
Abu Saad al-Ansari nach Angaben von Anwesenden beim Freitagsgebet in einer Moschee der
nordirakischen Stadt Mossul.
„Morgen werden es Großbritannien, die USA und andere sein.“
Einen Zusammenhang mit IS behauptete auch Amedy Coulibaly,
einer der am Freitag getöteten
Terrorverdächtigen.
Polizisten hatten am Freitag in
Dammartin-en-Goële 40 Kilometer nordöstlich von Paris das
Brüder-Paar Chérif (32) und Said
Kouachi (34) erschossen, das hinter dem Anschlag auf Charlie
Hebdo mit zwölf Toten stecken
soll. Fast zeitgleich beendeten sie
die Geiselnahme im Pariser Osten, wo der Täter in einem jüdischen Lebensmittelgeschäft vier
Geiseln ermordet haben soll.
FOTO: AFP
„Keine Geisel wurde während
des Polizeieinsatzes getötet“, resümierte der Staatsanwalt von
Paris, François Molins. Vier Menschen wurden verletzt. Als Polizisten das jüdische Geschäft
stürmten, erschütterten laute
Explosionen das Stadtviertel an
der Porte de Vincennes. Etliche
Geiseln rannten aus dem Laden
und brachten sich in Sicherheit.
Die drei Attentäter hatten sich
nach einem Bericht des französischen Fernsehsenders BFMTV
bei ihren Taten eng abgestimmt.
Die Fahnder wollen herausfinden, woher die Waffen der Terroristen stammten und ob sie Anweisungen erhielten, „aus Frankreich, dem Ausland oder dem Jemen“. Chérif Kouachi hatte sich
2011 im Jemen aufgehalten.
„Bewaffnet und gefährlich“
HAYAT BOUMEDDIENE
gilt als Komplizin von Attentäter Coulibaly und wird nun von der Polizei gejagt
PARIS (AFP). Nach den Anschlägen in Frankreich ist sie die
meistgesuchte Frau des Landes:
Hayat Boumeddiene, die Lebensgefährtin des Attentäters
Amedy Coulibaly. Nach der 26Jährigen wird wegen der tödlichen Schüsse auf eine Polizistin
am Donnerstag in Montrouge
südlich von Paris gefahndet.
Ihr Freund Coulibaly, der sich
mit mehreren Geiseln in einem
jüdischen Supermarkt verschanzt hatte, war am Freitag
ebenso wie die beiden Charlie
Hebdo-Attentäter Chérif und
Said Kouachi von der Polizei getötet worden. Jetzt konzentriert
sich die Suche auf Boumeddiene, die als Komplizin der Täter
gilt. Tausende Beamte sind im
Einsatz, um sie ausfindig zu machen. Die Polizei warnt, die Gesuchte sei „bewaffnet und gefährlich“. Boumeddiene soll mit
ihrem Lebensgefährten mehrfach in ein Waldstück im Süden
Frankreichs gereist sein, um dort
mit der Waffe zu trainieren.
Die 26-Jährige stammt aus Hayat Boumeddiene (26) ist derschwierigen familiären Verhält- zeit die meistgesuchte Frau FrankFOTO: AFP
nissen. Ihre Mutter starb, als reichs.
Boumeddiene sechs Jahre alt
war, danach wuchsen sie und ihre sechs Geschwister unter staatlicher Obhut auf, da sich ihr Vater nicht um sie kümmern konnte. Die 26-Jährige gilt als sehr religiös. Laut Medienberichten
verlor sie ihren Job als Kassiererin, weil sie darauf bestand, einen Schleier zu tragen, der das
Gesicht fastvollständigverdeckt.
Sie und Coulibaly vollzogen
2009 eine religiöse Trauung, offiziell verheiratet waren sie
nicht, da dafür in Frankreich der
Gang aufs Standesamt nötig ist.
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im Briefkasten.
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3°
Polizeinotruf:
110
Feuerwehr/Rettungsdienst:
112
Krankentransporte:
DRK 1 92 22
Hausärztlicher Notdienst
01805/19 29 24 30
Apotheken-Notdienst-Infotelefon:
Festnetz: 0800/0022833 (kostenfrei);
Mobilfunk: 22833 (max. 0,69 €/Minute);
Im Internet: mehr.bz/apotheken
Frauenhaus:
0 77 51/35 53
Giftnotruf:
0761/19240
Notfallpraxis Bad Säckingen:
9 bis 13 und 15 bis 19 Uhr
0 7761/9 33 72 22
Notfalldienst Wehr:
11 bis 12 und 18 bis 18.30 Uhr
Tel. 0 18 05/19 29 24 30
Telefonseelsorge:
08 00/1 11 01 11
Rhe
in
NOTDIENSTE
isam
Dre
Breisach a. Rh.
Elzach
Elz
Waldkirch
Furtwangen
Freiburg
Müllheim
Wechselnd bewölkt, im Tagesverlauf Regen-,
Schnee- und Graupelschauer. Dazwischen auch
kurze sonnige Phasen. An der Küste und im
Bergland teils Sturmböen. 5 bis 8 Grad.
heute
8°
Titisee
F ELDBERG
ELDBERG
morgen
11°
3
Neustadt
3 l/m²
Niederschlag
übermorgen
14°
4
5
0 l/m²
Niederschlag
4 l/m²
Niederschlag
1493
1493 m
m
-2°
Schluchsee
-7°
Bonndorf
4°
St. Blasien
-1°
8° Schopfheim
WaldshutWeil a. Rh. 2°
Tiengen
Lörrach
Basel
DEUTSCHLANDWETTER
Das Orkantief zieht weiter Richtung Baltikum.
Damit wird kühlere Luft nach Südbaden geführt.
Heute erwartet uns wechselhaftes Wetter mit
Wolken, etwas Sonne, Schneeregen-, Graupeloder Schneeschauern. Vor allem im Schwarzwald
gibt es Schneefälle. Dabei werden höchstens 8
Grad erreicht. Es ist noch windig, aber nicht
mehr so stürmisch wie zuletzt. Nächste Woche
wird es milder. Dazu wechseln sich Sonne und
Wolken ab. Am Dienstag sind Schauer möglich.
4°
-1°
8°
3°
Bad Krozingen
REGIONALWETTER
Rheinfelden
Bad Säckingen
8°
0°
10°
Kiel
7°
3°
Bremen
Rostock
5°
3°
Hamburg
6°
4°
Hannover
Essen
7°
7°
4°
3°
Köln
Frankfurt
Berlin
Dresden
6°
3°
Nürnberg
5°
6 12 18 0
6 12 18 0
6 12 18 Uhr
1 Windstärken in den Kreisen in Beaufort
08:13 / 16:59 Uhr
23:35 /10:56 Uhr
Auf- und Untergangszeiten gelten für Freiburg
Saarbrücken
Stuttgart
8°
3°
Freiburg
5°
1°
7°
2° München
Der Sonntag
Ihre Meinung
interessiert uns!
Leserbrief im Internet schreiben:
www.der-sonntag.de
Sport
Familiäres Comeback
Siewaren die Band der linken Szene
und mit ihremverstorbenen Frontmann Rio Reiser enorm einflussreich. Nun kommen Ton Steine
SEITE 11
Scherben nach Lörrach.
11.Januar2015
Viel zu tun
SC FREIBURG
www.der-sonntag.de
STANDPUNKT
Im südspanischen Sotogrande nahe Gibraltar bereitet sich der SC Freiburg
seit Samstag auf die Rückrunde der Fußball-Bundesliga vor. Es gibt viel zu tun:
Der Sportclub ist auf Rang
18 der Tabelle notiert, es
droht der Abstieg.
DieWürdigung einer
neuen Generation
M
MICHAEL DÖRFLER
SC-Trainer Christian Streich (links) im Gespräch mit Hoffnungsträger Nils Petersen
bastian Freis hat den SC bereits
verlassen. Der Angreifer wird in
der Rückrunde für den Zweitligisten Greuther Fürth spielen.
Immanuel Höhn und Philipp
Zulechner könnten ebenfalls
noch neue Arbeitgeber zugewiesen bekommen. Das Duo steht
auf der Liste derjenigen, die der
Sportclub ebenfalls noch gerne
verleihen oder verkaufen würde.
Zulechner ist nach einer langwierigen Krankheit allerdings
noch nicht wieder bei Kräften.
Für Höhn ist die Konkurrenz bei
den Innenverteidigern zu groß
geworden. Zumal nach langer
Eingewöhnungszeit auch Christopher Jullien den Anschluss bei
den Profis gefunden hat.
Was die Spieler in Spanien erwartet, machte Christian Streich
schon am Mittwoch unmissverständlich deutlich: „Nur wenn
wir körperlich 100-prozentig in
Schuss sind, haben wir eine realistische Chance, im Abstiegskampf zu bestehen.“ Konditionell wird der Coach allerdings
nicht mehr allzu viel nachlegen
können. Das Hauptaugenmerk
wird vielmehr darauf liegen,
Harmonie zwischen den einzel-
nen Mannschaftsteilen herzustellen, am schnellen Umschaltspiel in die Spitze zu feilen und
an der Konzentration und Robustheit bis hinein in die
Schlussminuten zu arbeiten.
Insbesondere Letzteres haben
Streichs Spieler zuletzt einige
Male missen lassen, weshalb der
Mannschaft bis zu zehn Zähler
abhanden gekommen sind.
Tests stehen in Spanien gleich
drei auf dem Programm. Am
Mittwoch, 14. Januar, sind zwei
Termine anberaumt. Einmal
geht’s gegen Ghanas Nationalmannschaft, dazu an einem anderen Ort gegen den Ligakonkurrenten Mainz 05. Der gesamte
Kader soll so in den Genuss von
Spielminuten kommen. Am
Sonntag, 18. Januar, dem Tag vor
der Heimreise, steht noch ein
Kräftevergleich mit dem Zweitligisten Karlsruher SC auf dem
Programm. Die den Wiederaufstieg in die erste Liga anstrebenden Nordbadener sind ebenfalls
in Südspanien. In Rota, jenem
Örtchen bei Cadiz, in dem sich
der SC in den vergangenen Jahren den Schliff für die Rückrunde holte.
FOTO: ACHIM KELLER
Die Freiburger sind jetzt also
vom Atlantik ans Mittelmeer
umgezogen. „Neue Anreize setzen“, hat Christian Streich zum
Trainingsbeginn noch als zusätzliche Aufgabe genannt, nicht
auszuschließen, dass dazu auch
der geografische Wechsel zählt.
Wach sein, sich auf Neues einstellen und versuchen, daraus
Kapital zu schlagen, könnte somit als Slogan für die Reise herhalten.
Petersen und Möller Daehli jedenfalls wissen, worauf sie sich
in Freiburg eingelassen haben.
Er freue sich auf die Bundesliga,
sagte der Norweger, die er für eine der stärksten Ligen der Welt
hält: „Ich möchte mithelfen,
dass der SC auch in der kommenden Spielzeit erstklassig ist.“
Petersen hat das gleiche Ziel,
wobei er weiß, was von ihm erwartet wird. „Ich bin geholt worden, damit ich für den SC Tore
schieße. Und ich versichere, ich
werde mein Bestes geben.“ Petersens Ansporn ist nämlich, so sagte er zumindest, über den Sommer hinaus für den SC Freiburg
zu spielen, „dann natürlich noch
in der Bundesliga“.
Auftaktsieg für Stielike
Deutscher Trainer gewinnt beim ASIEN-CUP mit Südkorea gegen Oman
Ist gut ins Turnier gestartet: Uli
FOTO: AFP
Stielike.
Kleinanzeigen im Internet aufgeben:
MANUEL NEUER ALS WELTFUSSBALLER DES JAHRES?
bereitet sich in Spanien auf die Rückrunde vor – Freis nach Fürth
Wer beim Trainingsauftakt am
vergangenen Mittwochmorgen
im Schwarzwaldstadion vorbei
schaute, merkte jedoch schnell:
Die zweite Liga, und somit ein
Abstieg, ist im Lager der Freiburger kein Thema. Vielmehr macht
sich an der Dreisam Optimismus breit. Dieser drückt sich in
zwei Namen aus. Nils Petersen,
ein 26 Jahre alter Angreifer, der
schon den Dress von Bayern
München und zuletzt von Werder Bremen trug, soll die Sturmmisere der Breisgauer beheben
helfen und für das sorgen, was in
der Hinrunde zur Mangelware
im Freiburger Spiel geriet: Tore.
Unterstützen soll Petersen dabei
der 19-jährige Mats Möller Daehli. Der Norweger kommt von
englischen Zweitligisten Cardiff
City in den Breisgau und war zuvor von Manchester United von
Skandinavien auf die Insel gelockt worden. Möller Daehli gilt
als schneller und technisch versierter offensiver Mittelfeldspieler, der nach eigenem Bekunden
„sowohl auf der linken als auch
auf der rechten Seite“ spielen
kann. Für Trainer Christian
Streich ist der Blondschopf aber
vor allem eines: „eine Option auf
die Zukunft“.
Größer werden soll der bisherige Kader der Freiburger aber
nicht, weshalb Sebastian Kerk
(20) schon mal an den Zweitligisten 1. FC Nürnberg verliehen
wurde. Der Youngster soll dort
Spielpraxis sammeln und vor allem robuster werden. Auch Se-
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Der deutsche Trainer Uli Stielike
hat mit der südkoreanischen
Fußball-Nationalmannschaft einen erfolgreichen Einstand
beim Asien-Cup gefeiert. Die
Südkoreaner mit den vier Bundesliga-Profis Heung-Min Son
(Bayer Leverkusen), Joo-Ho Park
(FSV Mainz 05), Ja-Cheol Koo (FSV
Mainz 05) und Jin-Su Kim (1899
Hoffenheim) gewannen in Canberra gegen Oman mit 1:0.
Young-Cheol Cho erzielte das
einzige Tor (45.+1 Minute).
„Ich starte lieber so wie heute
in ein Turnier mit einem schweren Spiel und der Möglichkeit,
aus den Fehlern zu lernen als mit
einem 5:0, nach dem jeder sagt,
jetzt holst du den Pokal“, sagte
Stielike. Der ehemalige deutsche
Nationalspieler lobte die Leistungssteigerung nach der Pause:
„In der zweiten Halbzeit haben
wir es viel ruhiger und abgeklärter gemacht.“
Die Australier hatten tags zuvor das Eröffnungsspiel gegen
Kuwait 4:1 gewonnen. Den souveränen Auftaktsieg gegen Außenseiter Kuwait hakten die
Bundesliga-Profis Mitchell Langerak und Matthew Leckie aber
schnell ab. „Am Ende ist alles gut
gegangen. Jetzt bereiten wir uns
auf das Spiel gegen Oman vor,
das wird deutlich schwieriger als
heute“, sagte Langerak nach dem
deutlichen Sieg.
Dass der Schlussmann von Borussia Dortmund vorerst nur als
Nummer zwei hinter Matthew
Ryan vom FC Brügge in das Kontinentalturnier startete, nagte
sichtlich an dem 26-Jährigen.
„Natürlich möchte ich spielen,
so wie jeder andere auch“, sagte
Langerak am Freitagabend (Ortszeit) im nasskalten Melbourne
und betonte: „Ich kann jetzt nur
im Training hart arbeiten. Wir
haben hoffentlich ein langes
Turnier vor uns, in dem noch viel
passieren kann.“
Für den BVB-Torwart und die
Socceroos soll es in diesem Jahr
endlich klappen mit dem ersten
Titel des Asienmeisters. Der
erste Schritt ist jedenfalls getan.
In die weiteren Vorrunden-Partien am Dienstag in Sydney gegen
Oman und am kommenden
Samstag in Brisbane gegen die
ebenfalls hochgehandelten Südkoreaner mit dem deutschen
Trainer Uli Stielike gehen die
Australier jedenfalls mit etwas
weniger Druck.
„Das war ein sehr vielversprechender Start“, sagte Leckie nach
den Toren des australischen Rekordtorschützen Tim Cahill (33.
Minute), Massimo Luongo (44.),
Kapitän Mile Jedinak (62./Foulelfmeter) und James Troisi
(90.+2). Ali Hussain Fadhel hatte
Kuwait früh in Führung geschosDPA
sen (8.).
orgen wird
es. Das liest sich wie
nun das
eine Beschreibung
Rätsel geder Qualitäten von
löst, ob es Manuel
Neuer. Nur dass solNeuer als erstem
che Qualitäten im
Deutschen seit LoFußball des Jahres
thar Matthäus vor
2014 in Bezug auf
23 Jahren gelingt,
Raumgefühl und
OTTO
Weltfußballer des
Ballbeherrschung
SCHNEKENBURGER etwas ganz anderes
Jahres zu werden.
Und Neuer wäre als
bedeuten als 1963.
Gewinner zugleich der erste
Als Paradebeispiel für einen
Torwart nach mehr als 50 Jah- Torhüter gilt Manuel Neuer
ren, der erste nach dem Russen nun schon seit Jahren, viele
Lew Jaschin 1963, dem die Aus- andere interpretieren ihre Aufzeichnung zuteil würde.
gabe mittlerweile ähnlich. InDie Überlegenheit, mit der
sofern wäre eine Titelvergabe
Bayern München in dieser
an Neuer nicht nur eine RückVorrunde die Liga dominierte, sichtnahme auf den aktuellen
ist für Neuer dabei ein WettWeltmeister, sondern auch die
bewerbsnachteil. KonkurrenWürdigung einer neuen Geten schlechter platzierter Ver- neration, eine Auszeichnung
eine wie etwa – trotz des einen für die heutige Art des Torhüoder anderen Missgeschicks
terverständnisses. Neuer wiezu Ende der Hinrunde – auch
derum nicht zu wählen, würde
der Freiburger Roman Bürki,
es so auf Jahre hinaus auch
standen mehr im Fokus, wäh- allen anderen Torhütern
rend Neuer schlicht die Geschwer machen, den Titel noch
legenheit fehlte, sich auszueinmal zu gewinnen. Hinzu
zeichnen. Auf der anderen Sei- kommen durchaus ein paar
te profitierte Cristiano RonalGroßtaten bei der WM in Brado im Ligabetrieb sehr vom
silien, das Viertelfinale gegen
Starensemble, in dem er spielt. Frankreich hätte die deutsche
In der Primera Division waren Mannschaft etwa ohne Neuer
die Clubs aus der unteren Hälf- wohl nicht überstanden. Liote angesichts des Offensivponel Messi, der dritte im Bunde
tentials der Madrilenen
der Kandidaten, die morgen
schlicht überfordert. Und Rogekrönt werden können, steht
naldo verstand es, seine Tortrotz Vizeweltmeisterschaft
quote auch als Elfmeterschüt- wohl vor allem aufgrund von
ze nach oben zu schrauben,
Leistungen der Vorjahre noch
teilweise nach Fouls an ihm,
mit auf dem Treppchen, als
die viele Beobachter als
größtes Jahr von ihm kann
Schwalben einordneten.
2014 nicht bezeichnet werden.
Schon die Stärke Lew Jaschins So hätte es eigentlich eher ein
– der noch als 22- bis 24-JähMannschaftskamerad Neuers
riger parallel zur Fußballtorverdient, in die engere Wahl
wartkarriere auch beim Eiszum Weltfußballer zu gelanhockey zwischen den Pfosten
gen. 2014 war sowohl bei der
stand – soll gewesen sein, dass WM in Brasilien als auch im
er seine Aktionen nicht auf
Ligabetrieb und in der Chamden Strafraum beschränkte,
pions League vor allem ein
und als eine Art zusätzlicher
außerordentliches Jahr für den
Feldspieler fungierte, heißt
Niederländer Arjen Robben.
KURZ GEFASST
FUSSBALL
Zuversichtlicher Gegenkandidat
Präsidentschaftskandidat Prinz Ali bin Al-Hussein geht trotz
mangelnder Unterstützung seines eigenen Verbandes zuversichtlich in den Wahlkampf gegen den amtierenden FIFA-Chef
Joseph Blatter. „Im Moment mache ich mir keine Sorgen wegen
irgendwelcher Zahlen. Es sind nur noch wenige Monate bis
zur Wahl, aber ich habe großes Vertrauen, dass das anständige
Menschen sind, die das wählen werden, was sie als die Zukunft
des Fußballs ansehen“, sagte der 39 Jahre alte Chef des jordanischen Verbandes. Der Vizepräsident des Fußball-Weltverbandes FIFA tritt am 29. Mai in Zürich zur Wahl gegen den
umstrittenen Blatter an, scheint im Moment aber deutlich
weniger Stimmen auf sich vereinen zu können als der dann
79 Jahre alte Schweizer.
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10 SPORT
Der Sonntag · 11. Januar 2015
Zwischen Frust und Lust
MATTHIAS GINTER
tut sich schwer in Dortmund, OLIVER BAUMANN überzeugt in Hoffenheim
Der SC Freiburg verliert
schon traditionell nach jeder Saison seine besten
Spieler an größere Vereine.
Zuletzt wechselten Matthias Ginter nach Dortmund
und Oliver Baumann nach
Hoffenheim. Zwei Bestandsaufnahmen.
ARNE BENSIEK
Wieder im Trainingseinsatz: Holger Badstuber (links) beim Rangeln
Das Foto seiner Bordkarte für
FOTO: DPA den Flug nach Salvador kommit Robben.
mentierte Matthias Ginter beim
Portal Instagram ganz treffend:
„Hä, echt jetzt?“ Ähnlich unwirklich wie die Nominierung in den
Kader der deutschen Nationalmannschaft für die WM in Brasilien muss dem jungen Freiburger der ganze vergangene SomFC BAYERN MÜNCHEN im Trainingslager in Doha
mer vorgekommen sein: erst der
Nichtabstieg mit dem SC FreiZum Start der Reise ins Trai- te Sammer „nicht irgendwo ab- burg, anschließend der WM-Titel, der Wechsel zu seinem Liebningslager mussten die Münch- schweifen“.
ner Titeljäger nach einem herDie öffentlich diskutierte Ent- lingsverein Borussia Dortmund,
ausragenden Fußballjahr 2014 scheidung, Katar zum fünften der Gewinn des Supercups gegen
endgültig den Reset-Knopf drü- Mal nacheinander als Trainings- die Bayern und das Debüt in der
cken. „Wir müssen uns gutvorbe- camp im Winter zu wählen, hat Champions League. Für reichlich
reiten, konzentriert arbeiten auch Vorstandschef Karl-Heinz Erdung sorgte allerdings die
und das, was an Lobhudelei im Rummenigge schon mit Verweis Bundesliga-Hinrunde.
Nach der Verpflichtung Ginletzten Jahr war, dann auch so auf die wunderbaren Möglichein bisschen zur Seite legen“, be- keiten und den Wunsch der ters betonten die Dortmunder,
tonte Sportvorstand Matthias sportlichen Führung begründet. ein vielseitig einsetzbares deutSammer zum Start der neuntä- „Natürlich lesen wir auch, dass schen Toptalent dazugewonnen
gigen Reise. „Wir dürfen jetzt da gewisse Dinge passieren, die zu haben. Aber natürlich bedeunicht nachlassen und dann er- uns in Deutschland allen nicht tete das auch: Eine Planstelle für
warte ich, dass wir anknüpfen an gefallen. Das ist eine Aufgabe der Ginter gibt es erst einmal nicht.
das, was die Mannschaft eben Politik und nicht des Sports, Die Frage, wie sich der 20-jährige
kann – und das ist eine Menge.“ nicht des Fußballs“, betonte der Neuling in die Dortmunder
26 Spieler, darunter auch der Vorstandschef, der nicht mit in Mannschaft spielen würde, vorRekonvaleszente Javi Martínez den künftigen WM-Staat reiste.
(Kreuzbandriss), bestiegen am
Täglich sind dort zwei EinheiFreitag den Sonderflieger ins ten geplant, die ganz besonders
über 4 000 Kilometer entfernte lange verletzte Akteure wie BadDoha. Nur die Langzeitverletz- stuber, Alaba oder auch Bastian
ten Philipp Lahm und Thiago ab- Schweinsteiger weiter nach vorsolvieren ihr Reha-Programm ne bringen sollen. „Für Basti ist
weiter in der Heimat.
es wichtig, im Trainingslager gut
„Wir haben natürlich den ei- zu arbeiten für den nächsten
nen oder anderen Spieler wieder Schritt“, sagte Guardiola. Zwei
zu integrieren, Holger Badstuber Testspiele in Katar und zum Abist zurück. Bei David Alaba hof- schluss in Saudi-Arabien stehen
fen wir, dass wir ihn auch im ebenfalls im Programm.
Trainingslager
zurückführen
Genau drei Wochen vor dem
können“, erklärte Sammer.
Bundesliga-Rückrundenstart
Gleich nach der Landung beim Tabellenzweiten VfL Wolfsstand im Wüstenstaat die erste burg und anderthalb Monate vor
Einheit für die Rekordsammler dem Königsklassen-Achtelfinale
von Trainer Pep Guardiola an. gegen Donezk freuen sich die
Die Anlage der Aspire Academy Bayern-Stars am über sonnige
for Sports Excellence, eines der Bedingungen in Katar und Temweltgrößten Trainingszentren, peraturen um die 20 Grad. „Wir
haben die Münchner wegen der fahren in die Sonne, haben super
„fantastischen
Bedingungen“ Voraussetzungen“,
erklärte
(Sammer) ausgewählt. Bei der Jérome Boateng kurz vor dem
Frage nach dem Bemühen Ka- Abflug. „Wir wollen eine gute
tars, sich mehr und mehr als Grundlage setzen für die Rück- Sicherer Rückhalt: Oliver BauDPA mann.
Sportstaat zu präsentieren, woll- runde.“
„Die Lobhudelei
zur Seite legen“
KURZ GEFASST
FUSSBALL
Freistoßspray auch bei Amateuren
Das Freistoß-Spray hält nun auch Einzug in den Amateurfußball.
Die Schiedsrichter des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV)
werden das auch schon in der Bundesliga eingeführte Hilfsmittel
nach der Winterpause in der Regionalliga Bayern einsetzen.
Das teilte Verbands-Schiedsrichterobmann Walter Moritz auf
der Tagung der Regionalligavereine in Nürnberg mit. „Beim
Spray-Einsatz in der höchsten bayerischen Amateurspielklasse,
also an der Schwelle zum Profifußball, stehen Aufwand und
Nutzen aus unserer Sicht in einem vernünftigen Verhältnis“,
DPA
begründete Moritz die Neuerung.
FUSSBALL
Auch Nowitzki für Neuer
Auch Deutschlands Basketball-Superstar Dirk Nowitzki hat
vor der Bekanntgabe des Weltfußballers 2014 am kommenden
Montag Partei für Manuel Neuer ergriffen. „Manu hat eine
großartige Weltmeisterschaft gespielt und für mich diese
Auszeichnung absolut verdient“, sagte der NBA-Profi am Freitag
in einem Interview auf der Homepage des Fußball-Weltverbandes
FIFA. Weltmeister-Torwart Neuer vom FC Bayern gehört neben
Portugals Cristiano Ronaldo von Real Madrid und Argentiniens
Lionel Messi vom FC Barcelona zu den drei Akteuren, von denen
am Montag in Zürich bei der FIFA-Gala einer den Goldenen
Ball entgegennehmen wird.
DPA
Lehrjahre sind keine Herrenjahre: Matthias Ginter (Rechts) muss sich im Dortmunder Starensemble um
Mats Hummels (links) noch zurechtfinden.
FOTOS: DPA
bei an Konkurrenten wie Hummels, Subotic, Sokratis oder Gündogan, stellte sich für Ginter jedoch nicht. Durch das Verletzungspech seiner Mitspieler
landete er schneller und häufiger als erwartet in der Startelf. Er
durfte sofort zum Beweis antreten, dass der Sprung von Freiburg nach Dortmund für ihn
nicht zu früh kommt.
Dass Ginter seine persönliche
Physiotherapeutin aus Südbaden mit nach Dortmund genommen hat und sie dort hauptberuflich beschäftigt, zeigt, mit
welcher Ernsthaftigkeit er die
neue Herausforderung angegangen ist. Die Vereine mögen so etwas zwar nicht gerne, dennoch
ist allein der Fakt ein Ausweis
von Professionalität.
Gleich zum Bundesliga-Auftakt gegen Leverkusen stand
Ginter auf dem Rasen und machte als Innenverteidiger ein miserables Spiel. Im Revierderby
beim FC Schalke durfte Ginter
am sechsten Spieltag dann erstmals im defensiven Mittelfeld
ran und hinterließ auch auf dieser Position keinen guten Eindruck. Das Spiel ging – wie so viele für den BVB in der Hinrunde –
verloren. Es ist mühsam darüber
spekulieren, ob Ginter die Mannschaft mit seinen Leistungen
heruntergezogen hat oder andersherum. Fakt ist: Insgesamt
kam der Nationalspieler in der
Liga achtmal zum Einsatz und
erspielte sich dabei laut Kicker
den schlechtesten Notendurchschnitt (4,58) aller BVB-Verteidiger.
In Freiburg bestritt Ginter
zum Teil Spiele ohne einen einzigen Fehlpass. Diese Sicherheit
hat er im anspruchsvolleren,
schnellen Spielsystem von Jürgen Klopp bisher nicht gefunden. Die Hinrunde der Dortmunder eignete sich auch
grundsätzlich nicht, um Selbstvertrauen zu sammeln. Fast
schon sinnbildlich steht dafür
Ginters heftiger Patzer beim 0:2
in Frankfurt. In der Champions
League spielte der Neuzugang
zwar wie die gesamte Mannschaft deutlich besser. Wo und
wofür Ginter nach einem halben
Jahr in Dortmund steht, ist trotz
zahlreicher Einsätze noch immer unklar.
–
In der Schießbude
–
Oliver Baumann kam mit weniger Rückenwind nach Hoffenheim, und seine Aufgabe schien
eine Spur anspruchsvoller: Der
Schießbude der Liga endlich
mehr defensive Stabilität zu verleihen. Baumanns Rolle stand indes von vornherein fest: Die
Kraichgauer haben den 24-Jährigen verpflichtet, um ihn zur klaren Nummer eins zu machen.
Platz sieben nach der Hinrunde
ist ein erster Achtungserfolg für
Baumann und sein Team. Der
Torwart bestritt bisher alle 17 Liga-Spiele und ist nach Noten
(2,88) der Beste aller Hoffenheimer gewesen. Soweit die Statistik, die allerdings über einige ungewohnten Schwächen hinwegtäuscht, die Baumann an seiner
neuen Wirkungsstätte zeigte.
Mehrfach musste der ehemalige U 21-Torwart nach Spielschluss gestehen, dass Gegentore auf sein Konto gingen. „Zwei
Tore schmeiß ich mir selber
rein“, sagte er nach dem 3:4 gegen Hannover am 13. Spieltag.
Gleich in der nächsten Partie war
Baumann schon wieder der Verlierer des Spiels. Ausgerechnet
gegen das schwächelnde Dortmund und seinen ehemaligen
Freiburger Gefährten Matthias
Ginter segelte Baumann deutlich unter einer Flanke her und
bescherte dem BVB damit einen
knappen 1:0-Sieg. Trainer Markus Gisdol hat auf kritische
Nachfragen bisher jedes Mal betont, es werde nicht gerüttelt an
Baumann, der lange genug dabei
sei und seine Leistungen einzuschätzen wisse.
Vielleicht waren die Hoffenheimer in der Vergangenheit
aber eben einfach auch nicht
von ihren Torhütern verwöhnt.
25 Gegentore von Baumann in
der Hinrunde sind immer noch
deutlich weniger als die gemeinsamen 38 seiner Vorgänger
Grahl und Casteels zum gleichen
Zeitpunkt der Vorsaison. Der
ehemalige Freiburger wird also
als klare Nummer eins in die
Rückrunde gehen. Überraschenderweise stehen für Baumann
die Chancen deutlich besser als
für Ginter, am Saisonende auf
den internationalen Rängen zu
landen. Dafür müsste der Keeper
allerdings den Platz füllen, den
er sich bisher für seine sportliche Entwicklung noch gelassen
hat.
Podolski grinst wieder
FUSSBALL-NATIONALSPIELER
Mit einem breiten Grinsen präsentierte Lukas Podolski sein Inter-Trikot mit der Nummer 11.
„Es macht mich stolz. Das Trikot
zu sehen, im Spind, in der Kabine, das Trikot mit der 11, das legendäre Inter-Logo, das ist weltweit bekannt“, schwärmte der
deutsche Fußball-Nationalspieler bei seiner Präsentation in
Mailand. Am heutigen Sonntag
(12.30 Uhr) gegen CFC Genua
wird Podolski möglicherweise
schon gemeinsam mit Neuzugang Xherdan Shaqiri vom FC
Bayern sein blau-schwarzes Jersey erstmals vor den eigenen
Fans im Stadion San Siro in Mailand tragen – ein Moment, auf
den er sich besonders freut.
„Ich kann es nicht erwarten,
die erste Partie vor unserem Publikum zu spielen“, erklärte der
nach Wechsel von Arsenal zu Inter optimistisch
29-Jährige, der gegen den Tabellenfünften auch das erste Mal in
der Startelf des Serie-A-Clubs
stehen könnte. „Jetzt ist es Zeit,
sich darauf zu konzentrieren,
dieses Trikot stolz zu machen“,
versprach Podolski auf Instagram. Die Sympathien der Fans
hat der frühere Kölner jedenfalls
schon gewonnen: Seine direkte
Art, die lobenden Worte über Inter als einen der „zehn größten
Clubs der Welt“, das kommt gut
an bei den leidenschaftlichen Inter-Tifosi.
Ebenfalls sein erstes Spiel im
Giuseppe-Meazza-Stadion
könnte am Sonntag Shaqiri bestreiten.Der Angreifer unterzeichnete am Freitag nach dem
Medizincheck bei Inter seinen
Vertrag über viereinhalb Jahre
bis Juni 2019.
Fünf Punkte Vorsprung hat
Gegner Genua auf die Nerazzuri
und liegt auf dem begehrten
fünften Europa-League-Rang –
dem Minimalziel des neuen
Clubs von Podolski. Der Stürmer
kündigte jedoch bereits an, mit
Inter in dieser Saison trotz acht
Punkten Rückstand auf Lazio
Rom noch um Rang drei mitspielen zu wollen.
So wohl Lukas Podolski sich
bei Inter zu fühlen scheint, so
schwierig war zum Ende seiner
Zeit beim FC Arsenal offenbar
das Verhältnis mit Trainer
Arsène Wenger. „Er hat mich
nicht angerufen oder goodbye
gesagt“, klagte Podolski in einer
englischen Zeitung. „Es gehört
zum Respekt, goodbye zu sagen.
Und Respekt ist für mich wich- Lukas Podolski ist jetzt für Inter
tig.“
DPA Mailand am Ball.
FOTO: AFP
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Der Sonntag
Kultur
11.Januar2015
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badische-zeitung.de/events
Superfood Gerstengras
Oder Sie wählen Ihren
Lieblingsplatz gleich vor Ort
in allen BZ-Geschäftsstellen.
Neben Teff aus Äthiopien und Chia
aus Südamerika gilt hiesiges Gerstengras neuerdings als Superfood.
Das bislang als Tierfutter eingesetzte
Gras ist gesund und lecker. SEITE 13
KURZ GEFASST
BEST-OF
Bluesband in Wehr
Hary de Ville’s Real Bluesband spielt am
Samstag, 17. Januar, in der Schlosserei von
Wehr. Das Programm enthält ein Best-of
aller Titel der im Jahr 1980 gegründeten
Band, viele Eigenkompositionen, aber auch
Klassiker von Eric Clapton, Fleetwood Mac
oder B.B. King. Das Konzert beginnt gegen
20.15 Uhr.
LAUFENBURG
DS
Konzert zum Neuen Jahr
Beim „Konzert zum Neuen Jahr“ in Laufenburg präsentieren
zwei Freiburger Künstler, Jazz-Musiker Mike Schweizer und
Schauspielerin Petra Gack, am Sonntag, 18. Januar, von 17 Uhr
an in der Versöhnungskirche einen Dialog von Texten und
Tönen mit Zitaten von Erich Kästner, Hermann Hesse, Eduard
Mörike, Ernst Jandl, Robert Gernhardt und anderen bekannten
Autoren.
DS
BACH & CO.
Orchesterverein in Bad Säckingen
Der Orchesterverein Bad Säckingen lädt ein zum traditionellen
„Konzert nach Weihnachten“ für Sonntag, 11. Januar, 17 Uhr
in die evangelische Stadtkirche in Bad Säckingen. Zu hören
sind Johann Sebastian Bach, John Rutter und Martin Angell.
Die Leitung hat Klaus Kunzmann aus Waldshut.
DS
MURG
Duo mit Blues, Jazz, Rock und Pop
Die Sängerin Nicole Singler-Schnelle und
der Gitarrist Kurt Zimmermann gastieren
am Freitag, 16. Januar, 20 Uhr, im Café Verkehrt in Murg-Oberhof. Begonnen hat das
Duo 2013 mit der Interpretation von Bluesund Jazzstandards, Rock- und Popklassikern
sowie aktuellen Songs. Mittlerweile finden
auch Eigenkompositionen Einzug in das
Repertoire der beiden. Der Eintritt ist frei.
Ton Steine Scherben im Jahr 2015: Von den Gründungsmitgliedern der Band sind noch R.P.S. Lanrue (ganz links) und Kai Sichtermann (links
vorne) mit dabei, von 1974 bis 1985 saß auch schon Funky K. Götzner (vorne rechts) am Schlagzeug.
FOTO: ZVG
Ein familiäres Comeback
20 Jahre nach ihrer Auflösung sind TON STEINE SCHERBEN wieder als Liveband zu erleben
20 Jahre haben sie sich mit
einer Wiedervereinigung
Zeit gelassen, ehe Ton, Steine Scherben im Frühjahr
2014 unter dem Titel „Ding
Ding Dang Dang“ wieder
Live-Konzerte gaben. Teil
zwei dieser Tournee führt
die Nachfolger einer legendären Band am Donnerstag
nun auch in der Lörracher
Burghof.
OTTO SCHNEKENBURGER
Mit der Schnörkellosigkeit und
Rauheit, die ihrer Musik große
Authentizität verlieh, gelten Ton
Steine Scherben als eine sehr
wichtige deutsche Band im Bereich Rock und Punk. Vor allem
aber wurden sie mit ihren sozialkritischen und radikalen Texten,
die im Chorus oft in regelrechte
Schlachtrufe („Macht kaputt,
was euch kaputt macht“, „Keine
Macht für Niemand“) mündeten, zu einer Art Soundtrack für
die linksalternative Szene. Der
Lebensstil der Band, die etwa
einmal ein Konzert in eine lange
anhaltende
Hausbesetzung
münden ließ oder sich später
auf einem Bauernhof in Nordfriesland eine Art eigene freie Republik zu errichten versuchte,
tat ein Übriges hinzu.
Nicht unterschätzt werden
sollte aber auch, dass die Band es
verstand, mehrere getragen-
zärtliche und zugleich unge- Komponist Ralph Peter Steitz darunter etwa Lanrues Schwesmein kraftvolle und dem Hörer alias R. P. S. Lanrue. Auch er ist ter Elfie-Esther Steitz, die auch
Hoffnung gebende Ohrwürmer nun wieder mit dabei, was dazu zwischen 1979 und 1982 schon
zu verfassen („Halt dich an dei- führte, dass aus der Scherben Fa- einmal der Band angehörte, Lanner Liebe fest“, „Wenn die Nacht mily Ton Steine Scherben ge- rues Tochter Ella Josephine Ebam tiefsten...“, „Der Traum ist macht wurde. Ebenfalls in Lör- sen und mit Maxime S. P. als
aus“). Und nicht zuletzt machte rach auf der Bühne stehen wer- Schlagzeuger der Neffe von R. P.
der 1996 gestorbene ehemalige den mit Kai Sichtermann der S. Lanrue und der Sohn des 2012
Sänger Rio Reiser mit seiner pop- Scherben-Bassist der ersten verstorbenen
Spliff-Bassisten
piger klingenden und sehr er- Stunde und Drummer Funky K. Manfred Praeker.
folgreich verlaufenen Solokar- Goetzner, der schon zwischen
Obwohl die Band nicht mehr
riere („König von Deutschland“) 1974 und 1985 am Schlagzeug Scherben Family heißt, ist es also
auch seine Ex-Band noch einem saß. Sechs weitere Musikerinnen ein sehr familiäres und auch gebreiteren Publikum bekannt.
und Musiker kommen hinzu, nerationsübergreifendes ComeSchon wegen ihrer
back geworden. Einer
Attitüde zählte Ton
fehlt dabei freilich:
Steine Scherben nicht
Rio Reiser ist schwer
zu den Bands, die sich
zu ersetzen, und dass
einfach so mal wiederdas Ton Steine Schergründen. Der Tod von
ben
offensichtlich
Rio Reiser, mit dessen
auch gar nicht will,
charismatischer
Art
verdeutlicht die Tatsaund unverwechselbache, dass sich gleich
rer Stimme für viele die
mehrere
Personen
Band untrennbar verden Gesangspart teibunden war, machte
len. Der Sänger Nico
ein Comeback noch unRovera soll etwa das
wahrscheinlicher.
Kämpferische und Le2004 begannen ehebensvolle von Rio Reimalige Mitglieder der
sers Stimme mitbrinBand aber doch damit,
gen, Lanrues Tochter
als Scherben Family in
Ella Josephine Ebsen
verschiedenen Besetsoll hingegen insbezungen und mit Freunsondere die melanden und Gästen wieder
cholischen Stücke von
Konzerte mit den LieTon Steine Scherben
dern von Ton Steine
interpretieren.
Scherben zu geben.
Zum kreativen ZenSTEINE
> TON
trum der Band gehörte
SCHERBEN,
Dingvor allem in Bezug auf Das kreative Zentrum von Ton Steine Scherben bildeten Ding-Dang-Dang-Tour,
die Musik immer der verstorbene Sänger Rio Reiser (vorne) und Gitarrist Donnerstag, 15. Januar,
schon der Gitarrist und R.P.S. Lanrue.
FOTO: ZVG 20 Uhr, Burghof Lörrach
AKUSTIK
DS
Sameday Records in der Kirche
Das Akustik-Trio Sameday Records aus Murg gibt ein Konzert
am Freitag, 16. Januar, in der Kirche St. Agathe in Fahrnau,
Schopfheim. Die drei jungen Männer präsentieren Coversongs
ebenso wie Eigenkompositionen. Das Konzert beginnt um
20 Uhr, Einlass ist ab 19 Uhr. Karten kosten im Vorverkauf
DS
(www.reservix.de) 15 Euro, an der Abendkasse 18 Euro.
KLAVIERKONZERT
Georgi Mundrov zum Neuen Jahr
Der Pianist Georgi Mundrov gibt ein Neujahrsklavierkonzert im Bürgersaal des Alten
Schlosses Wehr am heutigen Sonntag, 11.
Januar, 17 Uhr. Vor zehn Jahren trat der
Musiker, der Werke von Boccherini, Scarlatti,
Strauss, Brahms, Chopin und Schumann
zum Besten geben wird, bereits in der Stadt
auf. Der Eintritt beträgt 15 Euro, ermäßigt
13 Euro. Karten gibt es bei Lotto Erhart in
Wehr oder dem Kulturamt unter
07762/808602.
KABARETT
DS
„Alles ist eine Bürste“
Der Kabarettist Peter Spielbauer kommt mit seinem Programm
„Alles ist eine Bürste“ nach Frick in der Schweiz – und verspricht
größten körperlichem Einsatz und den exzessiven Gebrauch
spärlicher Requisiten, wie der Veranstalter mitteilt. Das philosophische Kabarett ist am Freitag, 23. Januar, ab 20.30 Uhr
im Meck in Frick zu erleben, die Bar ist bereits ab 19 Uhr geöffnet.
DS
STADTMUSIK
„Aida“-Darstellerin
als Stargast im Gloria
Seit mehr als fünf Jahrzehnten
finden die Konzerte der Stadtmusik Bad Säckingen immer
Anfang des neuen
Jahres im GloriaTheater statt. Diesmal wird die Hauptdarstellerin von „Aida – Das Musical“,
Isata Kamara, für
zwei gemeinsame Titel als Stargast auf
der Bühne stehen –
und zwar am Samstag, 17. Januar, 20
Kamara
Uhr, sowie Sonntag, 18. Januar,
17 Uhr. Das Orchester präsentiert Klassisches und Zeitgenössisches, Bearbeitungen und
Originalwerke, bekannte Melodien und Raritäten. Kamara
auf die Bühne zu holen, war
die Idee des Dirigenten Johannes Brenke.
DS
> Karten für 12 Eu-
FOTO: ZVG
ro, ermäßigt 5 Euro,
sind im Vorverkauf
beim Gloria-Theater
unter der Telefonnummer 07761/64
90 erhältlich, weitere Infos gibt es online unter www.gloria-theater.de.
12 KULTUR IN DER REGION
Der Sonntag · 11. Januar 2015
Es war einmal
Cellokunst in Weil am Rhein
Showman oder Schamane? Vieles am früheren JOSEF-BEUYS-KULT wirkt heute irreal
Unter dem Titel „Installationen, Aktionen & Vitrinen“ erinnert eine Ausstellung im Museum für Gegenwartskunst an Josef
Beuys. Wie kann man sich
dem großen Schamanen
der Kunst heute nähern?
NIKOLAUS CYBINSKI
DER CELLIST WEN-SINN YANG GASTIERT Im Rahmen der Meisterkonzertreihe Willa Musica am Samstag, 17. Januar, um 20 Uhr im
Konzertsaal des Hauses der Volksbildung in Weil am Rhein. Der international renommierte Künstler wird dabei begleitet vom Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim unter der Leitung von Georg
Mais dirigiert wird. Auf dem Programm stehen Werke von Beethoven,
Haydn und Tschaikowski.
FOTO: ZVG
> DER SONNTAG VERLOST 3 mal 2 Karten unter allen, die heute
0137/808 01 30 anrufen (50 Cent pro Anruf)
KURZ GEFASST
KABARETT
Uli Boettcher unterwegs in Rheinfelden
Die größten Abenteuer erlebt man, wenn man unterwegs ist.
So handelt Uli Boettchers Programm von Menschen, die man
eigentlich nicht kennengelernt und das oft nicht einmal bedauert
hätte, und Situationen, die daheim nie passiert wären, weswegen
sie einem dort auch keiner glaubt. Der Kabarettist kommt
am Donnerstag, 15. Januar, 20 Uhr in den Bürgersaal im Rheinfelder Rathaus. Karten zu 14 Euro, ermäßigt 8 Euro, unter Telefon
0761/496 88 88.
DS
SWAMP
Zydeco Annie im Nellie Nashorn
Bei allem Trubel um Insolvenz und Zukunft sollte man eins
nicht übersehen: Das Nellie Nashorn in Lörrach lebt. Wilder
Beweis dafür ist das (nachgeholte) Konzert von Zydeco Annie
und ihrer Band am Freitag, 23. Januar, 20 Uhr.
DS
ZMF
Revolverheld kommen ins Zirkuszelt
Revolverheld kommen 2015 zum Zeltmusikfestival nach Freiburg.
Seit zehn Jahren ist die norddeutsche Rockband unter diesem
Namen unterwegs. 2014 machte sie Schlagzeilen, weil sie mit
dem Lied „Lass uns gehen“ für das Bundesland Bremen den
von Stefan Raab moderierten Bundesvision Song Contest
gewann. Mit ihrem neuen Album „Immer in Bewegung“ gelang
Revolverheld zudem der mittlerweile vierte Top-Ten-Albumeinstieg. Am Donnerstag, 2. Juli, werden Revolverheld um
20 Uhr im Zirkuszelt auftreten, Karteninformationen gibt
DS
es unter 0761 / 496 88 88.
Vergessen ist er nicht, doch aus
der Mode gekommen. Vor 40
Jahren war der Name Josef Beuys
in aller Munde, er erklärte einem
toten Hasen Bilder im Museum,
in einer New Yorker Galerie lebte
er einige Tage mit einem Kojoten
zusammen, und in West-Berlin
säuberte er den Karl-Marx-Platz
mit Hilfe von zwei Auslandsstudenten, um die Diskriminierung
der Gastarbeiter bewusst zu machen. Hat man das vage in Erinnerung, wirkt dievon Kurator Sören Grammel im Zentrum der
Ausstellung platzierte „Feuerstätte I“von 1968/74 seltsam entrückt. Und die in Gruppen an
den Wänden aufgestellten Kupfer- und Eisenstäbe erscheinen
so zeitlos geworden wie der flache Handwagen, der mit seinen
kleinen Rädern inmitten der
„Stätte“ steht und dessen Deichsel auf einen mit Filz umwickelten Spazierstock weist.
Dass der Ankauf dieser Installation durch das Kunstmuseum
Basel seinerzeit Aufsehen erregte und zum Fasnachts-Sujet einer Fasnachtsclique wurde, in
deren Cortège Beuys im dicken
grauen Filzanzug mitmarschierte – Jahrzehnte liegt das zurück,
erscheint irreal geworden wie alle Erinnerung, in der mit jedem
Jahr mehr das Leben erlischt.
„Feuerstätte 2“, die aus der Fasnacht entstand, ergänzt nun die
erste, und an die seinerzeit
durch Basels Straßen marschierenden Fasnächtler erinnert vor
allem der große Haufen übereinander geworfener Filzanzüge als
Ansammlung einstigen Lebens.
Betrachtet man ihn, dieses Beinhaus aus Kleidern, macht schon
„Feuerstätte II“: Filzmäntel als Beinhaus des ausgelöschten Lebens.
rat- und beinahe sprachlos zu sehen, wie schnell die Zeit alles Leben gelöscht hat.
So läuft man, irritiert umherschauend, durch die kleine Ausstellung, geht langsam an den elf
Vitrinen vorbei, in denen Beuys
Alltagsgegenstände versammelt
und zu Reliquien erhoben hat,
bleibt schließlich vor den drei
Monitoren stehen, schaut sich
die alten Schwarz-Weiß-Filme
an, die Beuys in actionvorführen
und denkt,vielleichtwar er ja tatsächlich der „divino artista“, als
den ihn der Kunsthistoriker Werner Hofmann im Rückblick auf
sein Œuvre erkennt. Denn dieses
Œuvre wurde zum Beweis der
Verletzbarkeit, ja Hinfälligkeit
der Wirklichkeit; in ihm, so Hof-
mann, ist „alles Spur, subtile
Markierung (Wunde), fragil und
kostbar, weil ständig vom Verlöschen bedroht“. Fragmente unserer Lebenswirklichkeit wurden
in Beuys’ Werk zu Zeugnissen
der rekonstruierten Anwesenheit des immer schon Verlöschenden, in dem keine ästhetische Bestimmung mehr möglich ist.
Im Projekt der „sozialen Plastik“ erprobte Beuys schließlich
seinen erweiterten Kunstbegriff
– und musste zuletzt doch erleben, Opfer tradierter ästhetischer Vorstellungen zu werden:
Was einst gelebtes Leben war, ist
nun museal konserviert und erinnert an präparierte Tiere, die
in Naturkundemuseen unsere
interessierten, doch verständnislosen Blicke auf sich ziehen.
Am sichtbarsten wird das in
den alten Filmen, die die Ausstellung thematisch dominieren.
Man schaut und denkt: Sind das
alte Spielfilme? War, was da gezeigt wird, seinerzeit auch nur
Spiel? Kann es sein, dass es wirklich ernst gemeint war?
Oder hat der in dicke Filze gehüllte Beuys, der sich im Mai
1974 im Krankenwagen vom Airport nach New York fahren und
in die Galerie von René Block tra-
FOTOS: ZVG
gen ließ, um dort für einige Tage
zusammen mit einem Kojoten
zu leben, den ambitionierten
Kunstfreunden eine Show vorgespielt, denn er wusste ja, was
wir heute wissen, dass die Rede
vom wärmenden Filz, dem er,
wie er immer wieder erzählte,
seine Rettung verdankte, eine
von ihm erdachte Legende war?
Doch gerade mit diesem Wissen wird es spannend, den gut eine halbe Stunde dauernden Film
zu sehen, der ihn im Zusammenleben mit dem Kojoten zeigt. Wie
er da so filzverhüllt als groteske
lebende Skulptur vor dem Tier
steht, das an den Decken zerrt,
wird die Szene mehr und mehr
zu einer absurden Komödie, deren einstige Ernsthaftigkeit nun
der Lächerlichkeit preisgegeben
ist. Und auf fast schmerzende
Weise wird die sichtbar, wie er,
der Weißköpfige, dem toten Hasen die Bilder erklärt. Alles nur
Theater? Es scheint so. Kaum zu
glauben, dass das einmal bundesrepublikanische
seriöse
Kunstwirklichkeit war.
> JOSEF
BEUYS Installationen,
Aktionen & Vitrinen. Museum für
Gegenwartskunst, Basel, Dienstag
bis Sonntag 11 bis 18 Uhr (bis 31.
Januar).
„Was ist hier los!?“
Lorenz Nufer widmet sich in der Kaserne dem FAMILIENDRAMA – Ein komplex gewobener Text, der sich aber stellenweise verliert
Die Vorhanglamellen akkurat
wie Gitterstäbe, die Rücken am
Esstisch durchgedrückt, die Kleidung um zwei Grad zu steif, das
seltene Lob so leer wie Teller und
Gläser, die Ansprache zu laut
und aller Sauerstoff von Trostlosigkeit aufgesogen – willkommen in der Familie, willkommen
„Im Bau“, dem neuen Stück des
Basler Schauspielers Lorenz
Nufer.
„Das Gefängnis bin ich“ – man
will das schon als überdeutlichen Fingerzeig zur Kenntnis
nehmen, denn seit Sartre wissen
wir Bescheid. Und dass diese Familie, die zum Geburtstagsessen
beisammen sitzt, wahrscheinlich auch von innen heraus fault,
das ist dem Genre inzwischen
sattsam eingeschrieben. Es ist
aber wörtlich zu nehmen: Ein
Hilferuf aus dem Knast. Helen,
die geigespielende Tochter, hat
sich in einen Mörder „mit hoher
Tötungsbereitschaft“ verliebt –
und bekommt sein Kind.
Das ist unerhört und darf, wie
so manches noch, nie nach außen bekannt werden, und so
bricht anders als in Thomas Vinterbergs Familiendrama „Das
Fest“ das Böse nicht von innen
auf, sondern als Bedrohung von
außen in die großbürgerliche Er-
folgsidylle ein. Doch auch bei
Nufer reißt die familiäre Fassade
nach und nach in Schwären auf,
und Helen trägt den goldenen
Käfig ihrer Jugend und Kindheit
Stück für Stück ab, bis Papa als
nackter König dasteht.
Am Ende sitzen alle drei vor
den Scherben ihrer Lebensträume: Ehe futsch, Ansehen futsch,
Liebesglück futsch. Helens Geliebter, dessen Briefe sie betören
und dem sie nur in der Peinlichkeit des Begegnungsraumes
(„der Fickzelle“) nah sein kann,
stößt sie von sich, was Pascale
Pfeuti kaum noch zu erschüttern vermag. Am schlimmsten
erwischt es aber Salome und Georg, das ehemalige Traumpaar.
Er, der begehrte Professor, sie
seine strahlend schöne Studentin. Doch die Geschichte wiederholt sich böse, und Nufer setzt
dem bewährten Schema EheUntreue-Zusammenbruch eine
bittere Pointe auf: Was Georg als
Affäre tarnt, war in Wirklichkeit
eine Erniedrigung, die ihn sehr
viel mehr kostet als Karriere und
Ehe. Sein neuer Job in einer Investmentfirma, von dem er wie
aufgezogen redet, bis es keiner
mehr hören kann, ist nur Zeichen seines Scheiterns. Versto- Helen (Pascale Pfeuti) liest Briefe aus dem Knast – das Gefängnis aber
FOTO: ZVG
ßen sitzt er nun hohl und pein- ist überall, gerade auch am familiären Esstisch.
sam alleine an seinem Geburtstag, hält Reden wie für eine große Runde, und man meint, Ernst
C. Sigrist anzusehen, dass ihm
vom eigenen Echo übel wird.
Nufer erzählt sein gemeinsam
mit Renata Burckhardt geschriebenes Stück in komplex geschichteten und verwobenen
Monologen und Szenen. Auf sein
Ensemble kann er sich dabei voll
verlassen, wenn auch Rebekka
Burckhardt einen etwas undankbaren Part als blass leidende
Mutter bekommen hat. Und als
Regisseur zeigt er ein Gespür für
Timing, Ton und Temperatur,
der ihn nur in wilden Ausbrüchen („Was ist hier los!?“) zeitweise verlässt. Es gelangen ihm auch
starke Bilder, etwa, wenn Helen
als Kind sich ihre Eltern wunschgemäß wie Puppen formt. Oder
wenn sie zwischen ihnen steht
und die längst verschütteten
Gründe ihrer Liebe aufzählt – im
dichten Stakkato der Selbstvorwürfe („Hätte ich nur...“) gehen
diese nur endgültig unter.
Dass der Text mitunter in Klischees fällt (Vater riecht „fremd
und herb“, Mutter „warm wie reife Früchte“), ist auszuhalten, vor
allem aber will Nufer zu viel und
verliert in immer neuen Gängen
seines Psycholabyrinths Raum
für mehr Tiefgang. Da wettert
ein furioser Chor der Wutbürger
(„Für immer weggesperrt gehören die!“), und plötzlich sind wir
bei Sexualstraftätern gelandet.
Helens wirkungsvoller Ausflug
ins Dokumentarische, bei dem
sie ihre Eltern als Publikum in
die mit Kreide gezogene Gefängniszelle pfercht, ist so eindrucksvoll wie ihr Scheinstriptease als
vom Unbehagen erotisierte
Gangster, wirkt aber wie aus einem Stück über den Strafvollzug
geklaut. Oder ist es ein Seitenhieb aufs wissend-genießende
Dokumentarpublikum („Das ist
eine interessante Verdichtung“)?
In Erinnerung bleibt das eine
oder andre starke Bonmot (oder
unerkannte Zitat): „Eine Beziehung ist auf Dauer eine verformte Masse“, in der die Partner
durch Verletzungen verformen.
„Das Schlimmste ist, dass man
sich dabei zusieht.“ Für die Familie als soziales Labor sieht die
Analyse kaum besser aus. Eine
vage Hoffnung treibt hinter dem
RENÉ ZIPPERLEN
Horizont.
> IM
BAU in der Kaserne Basel,
heute, 19 Uhr, und Dienstag, 13.
Januar, 20 Uhr (mit anschließendem
Publikumsgespräch).
www.kaserne-basel.ch
DREI GÄNGE 13
Der Sonntag · 11. Januar 2015
Wunder für die Wellness
ÜBERM TELLERRAND
CHICO BAGS
Wider den Plastikwahn
Chia, Teff und Gerstengras gelten als neues SUPERFOOD
D
Mal sind es Exoten wie AçaíBeeren oder Moringa-Blätter, zunehmend auch wieder neu Geschätztes wie
Grünkohl oder Berberitze
und immer öfter GetreideAlternativen von Amaranth
bis Canihua: Ständig wird
neues „Superfood“ entdeckt. Zurzeit stehen Gerstengras, Teff und Chiasamen hoch im Kurs.
SIGRUN REHM
GERSTENGRAS Die anhaltende
Smoothie-Welle hat die Blätter
der jungen Gerste, die Bauern
bislang vor allem als Tierfutter
bekannt waren, in die Küchen
gesundheitsbewusster Trendsetter gespült. Gersten-, aber auch
Weizen- oder Dinkelgras lässt
sich auf der Fensterbank ziehen,
um dann püriert oder entsaftet
zusammen mit süßen Früchten,
grünem Gemüse und ein paar
Nüssen oder Kräutern eine dickflüssige kleine Trinkmahlzeit zu
ergeben. Dafür werden die Süßgrassamen über Nacht in Wasser
eingelegt und dann in die Erde
gesetzt. Gut gegossen entstehen
nach rund zwölf Tagen zehn Zentimeter hohe Gräser. Im Reformhaus gibt es den fertigen Grassaft in Flaschen – etwa zusammen mit Rooibostee-Auszug,
Apfelsaft, Mangomark und Agavendicksaft – , im Internet bieten
zahlreiche Shops zart nach Spinat schmeckendes Graspulver.
Für die Ernährungsexpertin Barbara Simonsohn, die über Gerstengras und Chia ganze Bücher
geschreiben hat, ist das Gerstengras „ein Füllhorn an Vitalstoffen“: Sein Saft liefere doppelt so
viel Kalzium wie Milch, fünfmal
so viel Eisen wie Spinat, mehr als
20 Enzyme, große Mengen Mineralstoffe und Vitamine sowie
das begehrte Vitamin B12, was
Veganer freuen dürfte. „Gerstengrassaft hilft, das Säure-BasenGleichgewicht aufrechtzuerhalten und Übersäuerung abzubauen“, erklärt Barbara Simonsohn.
TEFF Das angeblich kleinste Getreide der Welt war in Äthiopien
lange Zeit das wichtigste Korn
für Mensch und Tier. Die Samen
Viele wertvolle Nährstoffe in hoher Dichte sind in Gerstengras, Teff (hier das aus seinem Mehl gebackene
Fladenbrot) und Chiasamen enthalten.
FOTOS: CEVAHIR/PAUL BRIGHTON/JOANNA WNUK (ALLE FOTOLIA)
der büscheligen Zwerghirse werden dort gemahlen und zu Brot,
Grütze oder dem Fladenbrot Injera verarbeitet. Das auf einer
heißen Tonplatte oder in der
Pfanne gebackene weiche gesäuerte Brot mit den charakteristischen Luftbläschen, die durch
Gärung entstehen, wird dann
mit Fleisch und Gemüse gefüllt.
Da Teff genau wie Amaranth,
Quinoa, Canihua und Erdmandel kein Gluten enthält, ist es für
Menschen, die unter einer Unverträglichkeit des Klebereiweißes leiden, eine willkommene
Alternative. Sein Geschmack ist
nussig und leicht süß, ein hoher
Gehalt an Eisen und Kieselsäure
macht es wertvoll. Wegen seines
niedrigen glykämischen Wertes
regt es den Blutzuckerspiegel
nicht so stark an, weshalb es von
Sportlern und Berufsschönheiten geschätzt werden soll.
Billig ist Teff allerdings nicht.
Zwischen 8 und 12 Euro kostet
ein Kilogramm helles oder dunkles Mehl, das sich zum Backen
von Kuchen, Brot und Pfannkuchen eignet. Ob Flocken, Nudeln,
Müsli oder Riegel – immer mehr
Internetshops bieten nun auch
fertige Teff-Produkte an.
REZEPTE
SÜSSKARTOFFELSUPPE mit
Chia: 1 kleingehackte Zwiebel
in 2 TL Kokosöl glasig dünsten. 1 TL frisch geriebener
Ingwer, 1 TL Currypulver, 1/2
TL Zimt zugeben. 2 große
gekochte, geschälte und zerdrückte Süßkartoffeln,
620 ml Wasser, 125 g Chia-Gel
hinzufügen. Alles pürieren,
mit Salz und Muskatnusspulver abschmecken und
noch zehn Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen.
Quelle: Chia-Power – Chiasamen zum Heilen und Genießen mit 111 Rezepten von
Barbara Simonsohn, Verlag
Windpferd, 14,95 Euro.
GERSTENGRAS-SMOOTHIE
1/3 Gurke, 1/2 Avocado, 1 Zucchini, 1 Banane, 1 Handvoll
Löwenzahn und Brennnessel, 1 EL Gerstengraspulver
mixen. Nach Geschmack etwas Agavendicksaft und ein
paar Eiswürfel zugeben.
Quelle: gruenesmoothies.
de/blog.php
SIR
CHIA Als wahres Wunder gelten
inzwischen die glatten, dunklen
Chiasamen. Sie sind ganz besonders reich an Omega-3-Fettsäuren und Ballaststoffen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren
und Eiweiß. Der US-amerikanische Veganer und Ultramarathonläufer Scott Jurek beschreibt in seinem Buch „Eat and
Run“, wie die Langstreckenläufer
vom Stamm der Tarahumara in
Mexiko mit Hilfe einer Handvoll
Chiasamen im Stoffbeutel ihre
riesigen Strecken bewältigen.
Das hat in Mittel- und Südamerika offenbar Tradition: Seit mehr
als 5 000 Jahren ist die Salbeiart
dort ein energiespendendes Lebensmittel. Heute tut Chia eingerührt in Suppen oder Säfte,
auf Salat oder Müsli gestreut
dem Körper gut – und verstärkt
das Sättigungsgefühl. Grund ist
seine quellende Eigenschaft.
Weicht man 30 Gramm Chiasamen in 250 Milliliter Wasser ein,
so entsteht innerhalb von 15 Minuten ein Gel, das vielfältig verwendet werden kann. Wer auf
tierische Produkte verzichten
will, kann so mit einem Esslöffel
Chiasamen und drei Esslöffeln
Wasser ein Ei ersetzen.
er Markthändler ist angetan: „Des isch
g’schickt“, urteilt er. Für
ihn und die Kundin gleichermaßen: Er kann sich die Plastiktüte sparen,
sie hat zu
Hause weniger Müll. Die
„Produce
Stand“-Tüten
von Chico Bag
(erhältlich
über repetbags.de) sind
eine sinnvolle
Alternative zu
Einwegtüten.
Sie werden
aus Hanf und
aus recycelten
PET-Flaschen hergestellt. Mit
zwei Starterkits – bestehend
aus drei großen und drei kleinen Beuteln – ist man schon
einmal ganz gut ausgestattet.
Zumal in die Beutel mehr reinpasst, als man ihnen ansieht:
ein durchschnittlich großer Salat verschwindet regelrecht in
der großen Tüte. Schon nach
wenigen Einkäufen weiß man,
was am besten worin aufgehoben ist. Obst und Gemüse, das
ausgast, darf in den Beutel mit
Netz, Nüsse oder Brot kommen
in den Hanfbeutel und der
Mangold in den Plastikbeutel.
Auch für die Obst- und Gemüsetheke im Supermarkt sind die
„Produce Stand“-Tüten geeignet. Sie wiegen nur wenige
Gramm, so dass man beim Abwiegen nur ein unwesentlich
höheres Gewicht hat. Die Klebeetiketten haften auf den Tüten und lassen sich auch wieder
ablösen. Zusammengefaltet
nehmen die robusten Recyc-
lingtüten kaum Platz weg. Sind
sie schmutzig, dann dürfen sie
einfach in der Waschmaschine
eine Runde mitfahren. Schon
nach dreimaliger Benutzung
haben sie laut
Hersteller eine bessere
Ökobilanz als
Einwegplastiktüten und
helfen, die
Unmengen an
Plastikmüll
einzudämmen: Noch
immer werden in
Deutschland
mehr als 5
Milliarden
Einwegtüten pro Jahr genutzt.
Die Chico Bags – die es auch in
verschiedenen Varianten als
große Taschen und Vespertüten gibt – haben ganz nebenbei
auch einen erzieherischen Effekt: Benutzt man sie, fällt einem viel mehr auf, wie viele
Produkte in unnötig viel Plastik
verpackt sind. Und wer gerade
mit gutem Gewissen (und einer
satten Portion Ökoerhabenheit) seine Karotten in der
Mehrwegtüte hat verschwinden lassen, der wird sich hüten,
nach der geschälten und in
Plastik verpackten Ananas zu
greifen. Alte und ausrangierte
Taschen kann man übrigens zurück an Repetbags schicken –
wo sie recycelt werden.
KATHRIN GANTER
> CHICO BAGS: Die „Produce
Stand-Tüten“ gibt es jeweils im
Dreierpack in verschiedenen Größen (zwischen 12 und 17 Euro)
bei http://repetbags.de.
QUERBEET
TODTNAUBERG
Weihnachtlicher Neujahrsmarkt
Wer noch nicht genug hat von Sternenglanz
und Plätzchenduft, ist in Todtnauberg richtig. Im Foyer des Kurhauses, Kurhausstraße
18, gibt es noch bis 16. Januar einen weihnachtlichen Neujahrsmarkt, der die stille
und festliche Zeit ein wenig verlängern hilft.
Der Markt ist jeweilsvon 8 bis 21 Uhr geöffnet.
Es gibt Glühwein und Kunsthandwerk, Kerzen und weihnachtliche Klänge.
DS
Alles im grünen Bereich
Ausflugstipp: Auf der
Mitten in der Hochphase der
deutsch-französischen Freundschaft haben auch die Touristiker ihre Chance erkannt: 1961
riefen sie die Grüne Straße ins
Leben, die damalsvom Bodensee
bis tief in die Vogesen führte.
„Wie sehr sich die Bevölkerung
involviert hat, war beeindruckend“, erinnert sich der Präsident des elsässischen Tourismusverbands, Jean Klinkert, dessen Großvater einer der Gründer
der Grünen Straße war. „Das
Grün hat sich verändert, von der
Farbe der Hoffnung zur Farbe
der Umwelt“, sagt Klinkert. 16
Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg standen Völkerfreundschaft und motorisierter Tourismus im Vordergrund. Heute
denkt man an CO2-Fußabdruck,
der nur beim Wandern bei null
liegt. Das Auto hingegen ist ein
Umweltsünder. Die Alternativen, Bus, Bahn, Rad, sind bekannt, doch wie geht ÖPNV in
Frankreich?
„Wenn ich mit dem Zug von
Colmar nach Breisach fahre,
GRÜNEN STRASSE
kann ich dann auch noch die Konus-Karte benutzen?“ Solche
Fragen werden häufig in der Tourist-Info in Breisach gestellt.
Oder auch: „Im Elsass ist es so
hügelig. Kann man da überhaupt Fahrrad fahren?“ Und sogar: „Werden alle Fahrgäste vom
Busfahrer mit Küsschen begrüßt?“ (Nein, lautet die Antwort, nur die, die er persönlich
kennt.) Hier setzen die Macher
der Grünen Straße an, die ab sofort eine dreisprachigen Karte
(Auflage 20 000 Stück) anbieten,
die es gratis in den Tourist-Informationen gibt. Auf der Karte ist
alles schön und einfach erklärt.
Auch eine mobile Webseite
(m.gruene-strasse.de)
informiert über das, was geht respektive rollt.
So ist es jetzt möglich, mit
dem Vélo bis ins hinterste Dorf
des Münstertals zu kommen,
entweder auf gut ausgebauten
Radwegen oder mit dem Nahverkehrszug TER. Zusätzlich fährt
im Sommer ein Bus (Navette des
Crêtes) bis zum Vogesenkamm.
beiderseits des Rheins unterwegs mit Vélo, E-Bike, Bus und Bahn
Das hübsche kleine Munster liegt am Schnittpunkt zweier Täler, die sich
hier zum Munstertal vereinen, dem Herzland des Käses.
FOTO: PC
Ganz im Trend der Zeit können
auch E-Bikes hüben wie drüben
vom
gleichen
Anbieter
(www.movelo.com) bei TouristInfos, Rathäusern und sogar
Winzern gemietet werden.
Die 288 Kilometer lange Grüne Straße bietet Wanderern tolle
Aussichten, ob nun in Hinterzarten oder auf Le Markstein in den
Hochvogesen. Wer mehr aufs
Kulinarische abfährt, kommt
vom Schwarzwälder Speck zum
Burgunder an der Badischen
Weinstraße über Gewürztraminer und Co. auf der Elsässer
Weinstraße und von dort ins
Herzland des Käses, das Munstertal. Dort, in Gunsbach, steht
auch das Käsehaus, das sich ganz
dem Münsterkäse widmet. Einen Besuch wert ist zudem das
ehemalige Wohnhaus von Albert
Schweitzer sowie die höchsten
Weinberge des Elsass, die von
Henri Schoenheitz bearbeitet
werden. Hier sind Nebenstraßen
zu empfehlen.
Auch als Straße in die kunsthistorische Vergangenheit erfüllt die Route Verte ihren Zweck.
Zwei Münster (Freiburg, Breisach), eine Festung, die Weltkulturerbe ist (Neu-Breisach), und
zwei der schönsten Kunstwerke
des Elsass sind zu entdecken: der
„Isenheimer Altar“ von Matthias
Grünewald und die „Madonna
im Rosenhag“ von Martin
Schongauer. Da das Unterlinden-Museum derzeit um- und
ausgebaut wird, sind beide Preziosen erstmals unter einem Dach
zu besichtigen. Spätestens ab
dem 12. Dezember 2015, wenn
das Unterlinden-Museum neu
eröffnet wird, ist auch das Historie. Doch dann hat sich die Ausstellungsfläche des UnterlindenMuseums verdoppelt, was einen
weiteren Grund für einen BePASCAL CAMES
such bietet.
FAKTEN
ZWISCHEN Breisach und Colmar fährt elfmal täglich ein
Bus, am Wochenende viermal direkt ohne Umweg über
die Dörfer. Das Regio-ElsassTicket kostet pro Person
12,60 Euro, ein Fünfpersonenticket 63 Euro.
Nützliche Webseiten:
www.vialsace.com (Elsass),
www.efa-bw.de und
www.rfv.de (Schwarzwald)
sowie www.livo-vosges.fr
(Vogesen). Die Karte „Grüne
Straße“ und „Grenzenlos
Radfahren“ gibt es gratis bei
den Tourist-Infos. Info:
www.gruene-strasse.de, mobil: m.gruene-strasse.de. PC
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Der Sonntag · 11. Januar 2015
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KAPITAL & UNTERNEHMEN
Einladung an Eltern, Auszubildende,
Schülerinnen und Schüler zum Informationsabend
der Beruflichen Schulen Bad Säckingen
Termine:
Mittwoch, den 14. Januar 2015
Berufliche Gymnasien
(Wirtschaftsgymnasium und Sozialwissenschaftliches Gymnasium)
Biete Anlageprojekte
Technische Oberschule
und die Berufskollegs
u. Teilhaberschaft gemäß:
www.johan-van-angsteen.com
Online unter: schnapp.de/0061294
(Wirtschaft, Fremdsprachen, Soziales, gewerblich, hauswirtschaftlich)
2-jährige Berufsfachschulen
Donnerstag, den 15. Januar 2015
(Metall- und Holztechnik, Wirtschaft, Hauswirtschaft und
Ernährung, Gesundheit und Pflege)
Straßenkinder
schützen
1-jährige Berufsfachschulen
(Holz, Metalltechnik, Farbtechnik, Körperpflege)
Berufseinstiegsjahr (BEJ), Vorbereitung Arbeit und Beruf (VAB)
www.tdh.de /strassenkinder
Beginn: jeweils 18:30 Uhr
Ort:Foyer der Rudolf-Eberle-Schule
Rippolinger Straße 3, 79713 Bad Säckingen
Su. Sachen aus Omas Zeiten
für Flohmarkt. Alles was der Haushalt
hergibt! Tel. 0151-10451416
Online unter: schnapp.de/0067177
Informationen zu den Schulen finden Sie auch unter:
www.gwsbs.de (Gewerbeschule)
www.rudolf-eberle-schule.de (Kaufmännische Schulen)
und www.hwsbs.de (Hauswirtschaftliche Schulen).
Übernehme
Pflanzarbeiten, Bäume u. Sträucher
schneiden, nur Kreis Lö./ 07621-591624
Online unter: schnapp.de/0067041
Von Privat an Privat
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D. Steinbach, Mobil: 0151 / 75341853
Online unter: schnapp.de/0067373
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Zeiten: Postkarten, Glas, Porzellan,
Figuren, Silberwaren, Schmuck, Münzen,
Kameras, Spielzeug, Bilder, Uhren, Militär
bis 1945, altes Leinen, Musikinstrumente,
Skuriles, alles anbieten, kein Handel von
privat. Tel. : 0761/492956 / 015201782742
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Wir sind umgezogen:
Eins, zwei, drei. Dabei!
Prof. Dr. Peter Reuland
Bitte unterstützen Sie unsere Hilfen für kranke,
behinderte und vernachlässigte Kinder.
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Arzt für Nuklearmedizin
313
Badens Lexikon des Schnappens
Der Sonntag · 11. Januar 2015
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Kontoauszug. Hinweis: Ich kann innerhalb von acht Wochen, beginnend mit dem Belastungsdatum, die Erstattung des
belasteten Betrages verlangen. Es gelten dabei die mit meinem Kreditinstitut vereinbarten Bedingungen.
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Serie „Generation 50plus“ vom 17. bis zum 31. Januar.
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