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Heimatsport
Oldenburgische Volkszeitung
Linksaussen
Wahlzeiten
Zum Jahreswechsel jagt eine
Wahl die andere. In allen
Sportarten wird gewählt, jedes
Land, jeder Erdteil, weltweit.
Fans und Journalisten, Trainer
und Sportler, alle wählen. Was
ist die wichtigste Wahl?
Vielleicht die des Weltfußballers? Seit Tagen wird darüber
spekuliert, ob Manuel Neuer
gewinnt. Jeder wird befragt.
Und so wie die Bayern vor
Jahresfrist verlangt haben,
Franck Ribery müsse die Nr. 1
werden, so tun sie es nun bei
Neuer. Warten wir ab. Es ist
nur eine Wahl – also ein Meinungsbild. Bald gibt es auch
wieder die OV-Sportler des
Jahres. Wir gehen davon aus,
dass die Wahl ohne ultimative
Forderungen abläuft.
(ha)
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Wobe geht sogar barfuß zur Schule
18-Jähriger besucht erst die vierte Klasse in Kelecha Jibat / Lange Zeit brauchten ihn seine Eltern zu Hause
Laut der Stiftung
„Menschen für Menschen“
haben nach wie vor
40 Prozent der Kinder
Äthiopiens überhaupt
keinen Zugang zu Bildung.
Von Volker Kläne
Kelecha Jibat. Wobe Taddse
zählt zu den älteren Schülern in
Kelecha Jibat. Seine Schullaufbahn ist für seine 18 Jahre aber
verhältnismäßig kurz. Er besucht erst die vierte Klasse. Wobe erklärt, er habe erst spät zur
Schule gehen können. Seine El-
SGH in Äthiopien
Wussten Sie
. . . dass der Langfördener Fanclub Hamburger Hummels
auf zwei Bundesliga-Termine
hinweist? Am 31. Januar geht’s
zum Spiel gegen den 1. FC
Köln, am 14. Februar steht eine München-Tour mit Übernachtung zum Bayern-Spiel
bevor. Für beide Touren gibt’s
noch freie Plätze. Infos bei
Fala (Telefon 04447/8384).
. . . dass Fußball-Kreisligist TV
Dinklage II am 19. Januar
(Montag) in das Training zur
Rückserie startet? Beginn:
19.00 Uhr. Ab sofort verstärkt
Andre Möllers von GW Brockdorf die TVD-Reserve.
. . . dass die Kreisliga-Fußball-
Bildung
tern hätten ihn lange Zeit zu
Hause bei der Feldarbeit gebraucht, weil seine beiden älteren Geschwister nicht mehr zu
Hause wohnten. Insbesondere in
der Erntezeit war an Schule
nicht zu denken. Jetzt gehe er
schon gut drei Jahre regelmäßig
zum Unterricht, sagt Wobe. Er
sei „sehr glücklich“ darüber: „Ich
mag lernen. Aber ich hatte vorher keine Chance.“
Wobe ist beileibe kein Einzelfall. Nach wie vor haben viele
Mädchen und Jungen keine
damen von BW Lohne I zur
nächsten Saison 2015/16 einen neuen Trainer suchen? Informationen
dazu
erteilt
„Hotty“ Möhlmann (Telefon
0174/9969562).
. . . dass für die LuftpistolenMannschaft des SV Stoppelmarkt der vierte Wettkampftag ansteht? Auf dem Stand in
Bassum heißt der Gegner am
morgigen Sonntag ab 13.15
Uhr SSG Bramgau. In Bestbesetzung möchten die Stoppelmarkter die Tabellenführung
in der Gruppe B der Landesverbandsliga verteidigen.
. . . dass Sarah Geerken vom
TuS Lutten vom Niedersächsischen Fußballverband zum
U-16-Lehrgang
eingeladen
wurde? Sie wird vom 23. bis
25. Januar in Barsinghausen
mit der Auswahl trainieren.
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SGH-Konten
Commerzbank Vechta
„Sehr glücklich“ ist Wobe, wenn
er morgens seine Hefte unter den
Arm klemmt.
Foto: Kläne
Engagierte Schüler trifft man in nahezu allen Klassenräumen.
Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Die Stiftung „Menschen
für Menschen“ (MfM) geht davon aus, dass es 40 Prozent der
Kinder so ergeht. Um diesen
Missstand zu bekämpfen, hat die
Organisation des verstorbenen
Gründers Karlheinz Böhm seit
1981 schon 379 Schulen gebaut.
Einen Neubau strebt sie auch in
Kelecha Jibat an – komplett
finanziert durch die OV/KSBAktion „Sportler gegen Hunger“.
Auch Wobe wird davon profitieren. Die Familie des 18-Jährigen lebt wie die meisten Menschen in der Projektregion Dano
von Ackerbau und Viehzucht. Er
und sein Bruder könnten später
das Land der Eltern erben, berichtet Wobe. Seine Eltern sähen
es aber lieber, wenn jemand anderes die Arbeit übernehme, damit er eine Ausbildung machen
könne. Bereits jetzt machten sie
vieles allein, auf die Tiere passe
ein Knecht auf, solange er in der
Schule sei, sagt Wobe.
Wenn er die Chance bekomme, würde er gerne Lehrer oder
Doktor, sagt Wobe. Das geben
viele Schüler an. Denn Lehrer
und Arzt gehören oft zu den einzigen Berufen, die sie kennen.
Wobe will bis zur zwölften Klasse weitermachen. Dann wäre er
26. Er träumt davon zu studieren, will dann aber in seiner Heimat arbeiten. „Ich liebe mein
Land und die Leute“, sagt er.
Viele Schüler in Kelecha Jibat
hoffen auf eine bessere Zukunft.
„Nur wer lesen und schreiben
gelernt hat, kann sich aus eigener Kraft aus der Armut befreien“, hatte Karlheinz Böhm im-
Foto: Kläne
mer wieder propagiert. Aber vor
allem auf dem Land sah er sich
einem eklatanten Bildungsnotstand gegenüber. 2008 verstärkte
MfM das Engagement und gründete die Initiative ABC 2015.
Ziel ist es, Hunderttausenden
Kindern eine Schulbildung zu
ermöglichen. Allein 2013 stellte
die Stiftung 25 neue Schulen fertig. Davon profitieren mehr als
32 000 Kinder und Jugendliche –
was in etwa der Einwohnerzahl
Vechtas entspricht.
Fakten
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Die OV/KSB-Aktion „Sportler gegen Hunger“ baut über
die Stiftung „Menschen für
Menschen“ erstmals eine eigene Schule in Äthiopien:
Aus den SgH-Erlösen 2015
und 2016 fließen Spenden
zweckgebunden in den
Neubau dieser Schule.
Der gesamte Komplex für
1500 Schüler wird mit Kosten von 246 000 Euro veranschlagt; der Bau der SgHSchule beginnt Mitte 2015
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und soll 2016 fertig sein.
Die Schule befindet sich in
Kelecha Jibat. Das Dorf liegt
235 Kilometer südwestlich
der Hauptstadt Addis Abeba
im Projektgebiet Dano.
Das Gebiet ist 659 Quadratkilometer groß und befindet
sich auf einem Hochplateau
mit einigen Hügeln.
105 430 Einwohner leben
überwiegend von Ackerbau
und Viehzucht, was zum
Überleben kaum ausreicht.
DE21 2805 0100 0070 1039 99
OLB
DE81 2802 0050 4008 7009 00
Volksbank Vechta
DE41 2806 4179 0128 3952 00
Redaktion Sport
Franz-Josef Schlömer / sl
Telefon 04441/9560-352
Andreas Hausfeld / ha
Telefon 04441/9560-353
Andreas Hammer / aha
Telefon 04441/9560-354
Carsten Boning / cb
Telefon 04441/9560-355
E-Mail: sport@ov-online.de
Viele Kinder nehmen einen
langen Schulweg in Kauf. Wobe
legt gut eine Stunde zu Fuß zurück – ohne Schuhe. Auch in der
Schule läuft er barfuß herum. Er
habe zwar Schuhe, sagt er, trage
sie aber nur, wenn es unbedingt
nötig sei, um sie zu schonen. Allerdings ist er so anfällig für Sandflöhe, die überall lauern. Denn die
Klassenräume haben nur Sandböden. Die Flöhe legen ihre Eier unter der Haut der Kinder ab. Der
Bereich kann sich entzünden, an
den Zehen und Füßen entstehen
Beulen. Es brennt und juckt. Nur
unter Schmerzen können die Eier entfernt werden.
Wobe sagt selbst, dass die
Schule nicht komfortabel ist.
Man muss eher von katastrophalen Bedingungen sprechen. Die
Räume sind überfüllt und dunkel. Es gibt kein Wasser, keine
adäquaten sanitären Anlagen.
Aber den Schülern ist es wichtig,
sich zu bilden. Wobe lernt am
liebsten Englisch. Dass er in einer Klasse mit 69 meist viel jüngeren Mitschülern sitzt, stört ihn
überhaupt nicht. So könne er jedenfalls den jüngeren helfen.
„Sportler gegen Hunger“ überspringt zum 24. Mal in Serie die hohe 100 000-Euro-Hürde
Ailton überreicht
Pokale bei den
E-Jugendfußballern
Vechta (SgH). Auch beim Start
Cloppenburg (ha). Darauf freu-
Spendenbarometer steigt auf 114 080 Euro
DE48 2804 2865 0598 7177 00
LzO Vechta
25
Foto: Löhle
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Samstag, 10. Januar 2015
ins vierte Jahrzehnt knüpft die
OV/KSB-Aktion „Sportler gegen
Hunger“ nahtlos an die einzigartige Erfolgsgeschichte der vergangenen 30 Jahre an. Im Laufe
der ersten Woche des neuen Jahres schnellte das Spendenbarometer der 31. Auflage rasant in
die Höhe und kletterte erstmals
in den sechsstelligen Bereich:
Mit aktuell 114 080,29 Euro
überspringt SgH nunmehr zum
24. Mal in Serie die hohe
100 000-Euro-Hürde.
Im Vergleich zur Vorwoche
erhöhte sich der Erlös um fast
30 000 Euro. Damit befindet sich
die laufende Aktion sogar mini-
mal über der Summe zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.
Und damals endete der SgHWinter mit einem Erlös von
218 000 Euro. „Ein Rekord für
Aktion
die Ewigkeit“ titelte die OV in
ihrem Abschlussbericht vor fast
zwölf Monaten. Die nächsthöhe-
ren Werte erreichte die Aktion in
den beiden Jahren davor, und
zwar 180 000 Euro (2012/13)
bzw. 156 000 Euro (2011/12).
Das Engagement der heimischen Sportler und Sportvereine
für die Hungerhilfe in Afrika
setzt sich also in diesem Winter
unvermindert fort. Der SgH-Aktionskalender (siehe nächste Seite) bleibt weiterhin prall gefüllt
und passt immer noch nicht auf
eine Druckseite. Am heutigen
Samstag gibt es beispielsweise
gleich fünf Veranstaltungen für
„Sportler gegen Hunger“, und
zwar die Dreikönigswanderung
des TuS Neuenkirchen, den
Hülsmann-Cup von GW Brock-
dorf für die kleinsten Fußballer,
das
B-Jugend-Fußballturnier
von SW Osterfeine, den Lauf in
Langförden und das Monatsschießen der Kompanie Neuenwalde-Ossenbeck.
Spenden können jederzeit auf
die SgH-Sonderkonten bei den
Vechtaer Banken (siehe am Ende
der Linksaußen-Spalte) eingezahlt werden. Bitte bei Einzahlungen die Adresse angeben,
dann wird in den nächsten Wochen automatisch eine Spendenquittung zugeschickt.
ࣴ
Info: Alle Berichte, Fotos,
Termine und Hintergründe
unter www.ov-online.de/sgh
en sich die kleinen Fußballer:
Der frühere Bremer BundesligaTorschützenkönig Ailton wird
am nächsten Sonntag (18. Januar) beim EWE-Wintercupturnier in Cloppenburg bei der Siegerehrung die Pokale überreichen und Autogramme schreiben. Beim zweiten von fünf Qualifikationsturnieren für die Finalveranstaltung in Oldenburg werden ab 10.00 Uhr auch die E-Junioren von BS Vörden, RW
Damme und vom VfL Oythe
teilnehmen. Die Top 3 der zwölf
teilnehmenden Teams sind beim
Finale dabei. Der Eintritt in der
Halle Leharstraße ist frei.
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Seele and Geist
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