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feature - Kulturradio

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feature
Die Welt im Radio.
1 · 2015
jan
feb
mrz
U1
sendezeiten
kulturradio vom rbb
Mittwoch
22:04
Samstag
9:05
23:00
9:35
Sonntag
14:04
15:00
MDR FIGARO
Mittwoch
22:00
23:00
Donnerstag
22:00
23:00
Samstag
9:05
9:35
jetzt
Vorwort → 2
Editorial → 4
Übersicht → 7
immer online
Programmänderungen kommen manchmal vor.
Das tagesaktuelle Programm finden Sie online unter:
www.kulturradio.de/feature und www.mdr.de/mdr-figaro
Die meisten Features des kulturradios vom rbb können Sie
7 Tage lang nachhören: www.kulturradio.de/feature
Die Features von MDR FIGARO gibt es auch als Podcast
unter: www.mdr.de/mdr-figaro/podcast/feature
U2
Feature-Programm
Januar → 10
Februar → 21
März → 27
Feature unterwegs → 33
MDR Diskurs → 34
Register, Impressum, Bildnachweise → 36
1
Neu
2015
Seit Januar 2013 haben wir Ihnen unsere Hörspiel- und
Featurehefte in neuem Design ins Haus geschickt. Nun wird
dieses Heft, das Sie in Händen halten, die letzte Ausgabe sein.
Natürlich wird es weiterhin Hörspiele und Features auf den
gewohnten Sendeplätzen geben, und selbstverständlich wollen wir Sie gerne weiterhin über unser Programm informieren. Ab dem nächsten Quartal allerdings nicht mehr in
gedruckter Form, sondern per Newsletter.
Newsletter vom rbb
www.kulturradio.de/newsletter
Newsletter vom MDR
www.mdr.de/mdr-figaro/hoerspiel/index.html
Wenn Sie in diesem Heft die kleine Serie unserer Hörstücke
vermissen, so heißt dies nicht, dass es keine Hörstücke
mehr geben wird. Wir werden sie zwar nicht in der bisherigen Form und Regelmäßigkeit im Tagesprogramm ausstrahlen. Doch ganz gewiss werden wir Sie auch dieses Jahr mit
einer neuen Serie überraschen.
Wir hoffen, Sie trotz dieser Veränderungen auch in Zukunft
neugierig auf unser Programm machen zu können und
wünschen uns, dass Sie uns weiterhin als Hörer gewogen
bleiben.
Renate Jurzik
Featureprogramm zum Download
www.kulturradio.de/programm/feature/index.html
www.mdr.de/mdr-figaro/hoerspiel/feature/index.html
2
3
Editorial
Haltung
Im besten Fall vermittelt Kunst dem Betrachter eine Haltung zur Welt, so sagt es Peter Hacks in seinem kunstwissenschaftlichen Hauptwerk „Die Maßgaben der Kunst“.
Kunst teilt keine Sachverhalte mit, sie ist weder Wissenschaft noch Journalismus. Sachverhalte kommen in ihr nur
vor, weil man daran zeigen kann, wie sich über Sachverhalte
urteilen lässt und wie man sich dazu verhalten kann.
Sind Kunstwerke damit nur Gedankenspiele, im schlimmsten Fall: folgenlose Träume? Wenn wir im Theater sehen,
wie Standpunkte aufeinanderstoßen, geht es nicht einfach
darum, denjenigen Standpunkt zu übernehmen, den das
Stück bevorzugt.
Nachrichten oder andere Tatsachenbehauptungen legen
zwar manchmal keine Urteile nahe, bestimmen aber scheinbar, welche Konflikte überhaupt wichtig sind, welche man
austragen soll, was für Urteils- und Handlungsmöglichkeiten
Aufmerksamkeit verdienen. Dem widerspricht die Kunst,
indem sie sich offen zu dem bekennt, was Nachrichten oder
Wissenschaften oft verschweigen: der eigenen Perspektive.
Künstlerische Haltung heißt, unter Spannung und von einem
Punkt aus zu betrachten, was passiert oder passiert ist: sei
es die deutsche Vergangenheit, seien es aktuelle politische
Entwicklungen oder die Bewegung eines gedemütigten
Menschen durch einen Raum.
4
Künstler berichten davon, was sie erleben oder sich vorstellen können. Kunst nimmt dort, wo der Handlungsspielraum
immer enger wird, mit präzisem Blick und geschultem Ausdrucksvermögen eine Haltung ein, die unsere Möglichkeiten
erweitert. Das ist ihr Angebot. Ob wir daraus Träume bauen
oder konkrete Taten ableiten, liegt bei uns.
Im ersten Quartal 2015 setzen wird das Hauptaugenmerk
auf Künstlerpersönlichkeiten, deren Arbeit die Wirklichkeit
nicht nur um Handlungsmöglichkeiten, sondern manchmal
auch um das Eingeständnis der Vergeblichkeit bereichert
hat – auch das ist für Neuanfänge nötig, politische wie moralische wie ästhetische.
Am 7. Januar erzählt der Schriftseller Siegfried Pitschmann in dem Feature „Und trotzdem haben wir immerzu
geträumt davon“ S. 11 vom Leben, Lieben und Arbeiten mit
Brigitte Reimann. Der bildende Künstler Anselm Kiefer folgt
in seiner Arbeit einer Überlegung von Novalis, die lautet:
„Ich vergeheimnisse die Materie, indem ich sie entkleide.“
Zum 70. Geburtstag des Künstlers senden wir am 4. März
Anselm Kiefer und die Schöpfung der Elemente. S. 27
Klaus Dermutz geht in dem Feature der Bedeutung der
Elemente in Kiefers Werk nach. Am 21. März würdigt Dieter
Kranz in seiner Sendung Der Drache, der Geschichte
schrieb S. 31 die Inszenierung des Stückes „Der Drache“
von Jewgeni Schwarz. Bessons Inszenierung wurde vor
50 Jahren am Deutschen Theater uraufgeführt und gilt als
legendär.
5
jan
08 Do
09 FR
10 sa
01 DO
14:04 rbb
16:05 MDR
Na sdorowje
Die Russen
und ihr Wodka
11 so
14:04 rbb
Die Freuden und
Leiden des jungen P.
02 FR
12 Mo
13 DI
03 SA
14 mi
09:05 rbb / MDR
„Kleine Frau,
was nun?“
Zehn Jahre später
04 so
14:04 rbb
Erlesener Schmerz
Stimmen einer
Ausstellung
05 Mo
06 DI
07 Mi
6
09:05 rbb / MDR
Der Flug ist
das Leben wert
Auf den Spuren
der Luftpionierin
Marga von Etzdorf
22:00 MDR
22:04 rbb
„Und trotzdem haben
wir immerzu geträumt
davon…“
Der Schriftsteller
Siegfried Pitschmann
über Leben, Lieben
und Arbeiten mit
Brigitte Reimann
22:00 MDR
22:04 rbb
Die geheimen Isolierungslager der DDR
15 Do
16 FR
17 sa
9:05 rbb / MDR
„Morgen höre ich auf –
todsicher“
Der Autor Rainer Link
auf dem Weg zum
Nichtraucher
18 so
14:04 rbb
Tokyo Tremor
Eine Nervenunter­
suchung
18:00 MDR
Die geheimen Isolierungslager der DDR
19 Mo
20 DI
21 mi
22:00 MDR
22:04 rbb
Kleine Tiere –
Große Geister
Die Menagerie der
Renée Sintenis
22 Do
23 FR
24 sa
9:05 rbb / MDR
Zu Unrecht adoptiert
In Argentinien klären
Menschen ihre tatsächliche Herkunft
25 So
26 MO
27 DI
28 mi
22:00 MDR
22:04 rbb
Peter Kien nicht
vergessen
Eine Spurensuche
29 Do
30 FR
31 sa
9:05 rbb / MDR
Unser täglich Schwein7
feb
mrz
08 So
14:04 rbb Die Frau auf dem Eis
01 So
09 Mo
10 DI
14:04 rbb
USAllah
Der islamischamerikanische Traum
11 Mi
01 So
14:04 rbb
Das sowjetische
Trauma
Estland auf der Suche
nach sich selbst
02 Mo
03 DI
04 Mi
22:00 MDR
22:04 rbb
Intimes –
Ein (Porno-)
Hörspielreport
05 Do
06 FR
07 Sa
9:05 rbb / MDR
Der Kinomann
Mit dem letzten
mobilen Filmvorführer
von Sachsen-Anhalt
unterwegs
8
18:00 MDR
Giftgas in der Ostsee
22:00 MDR
22:04 rbb
Das Funkhaus brennt
Die Legende von
einem Attentat
12 Do
13 Fr
14 Sa
9:05 Uhr rbb / MDR
100 Jahre
15 So
14:04 rbb Die Notenausgräber
Jascha Nemtsov und
Josh Dolgin auf den
Spuren jüdischer
Musik
16 Mo
17 DI
18 Mi
22:00 MDR
22:04 rbb
Deutsches Demokratisches Rechnen
Die Geschichte einer
abgebrochenen Computerrevolution
02 Mo
03 DI
19 Do
20 FR
21 Sa
9:05 rbb / MDR
Schwere Freiheit
Über ein Leben nach
dem Knast
22 So
23 Mo
24 Di
25 Mi
22:00 MDR
22:04 rbb
Giftgas in der Ostsee
26 Do
27 FR
28 Sa
9:05 rbb / MDR
Bangkoks Engel
Ein Frisörsalon in
Patpong
04 Mi
22:00 MDR
22:04 rbb
Anselm Kiefer –
Die Schöpfung
und ihre Elemente
05 Do
06 Fr
07 Sa
9:05 rbb / MDR
Dieulefit –
Refugium in Zeiten
der Barbarei
Spurensuche in einer
süd-französischen
Kleinstadt
08 so
11 MI
22:00 MDR
22:04 rbb
Stahl zwischen
Himmel und Erde
Deutsche Erinnerungen an russische
Panzer
12 Do
13 FR
14 SA
9:05 rbb / MDR
Ein Buch ist
wie ein Stein
Mohamed Mrabet –
Erzähler, Fabulierer,
Erfinder
15 SO
14:04 rbb
Wieso Herr Ziegenfuß
nach Afrika muss
21 SA
9:05 rbb / MDR
Der Drache, der
­Geschichte schrieb
22 So
14:04 rbb Die Sehnsucht
nach der Klammer
23 Mo
24 DI
25 MI
22:00 MDR
22:04 rbb
Zaatari
Gebrauchsanleitung
eines Flüchtlings­
lagers
16 Mo
17 DI
26 Do
27 FR
18 Mi
28 SA
14:04 rbb
Plötzlich Jüdin
Das Entstehen
einer Identität
22:00 MDR
22:04 rbb
Die Journalistenfalle - Reporter im
Sachsensumpf
09 Mo
10 Di
19 Do
20 FR
9:05 rbb / MDR
Das ArtabanaKrankenkassenModell
29 So
30 Mo
31 Di
9
features
jan
Siegfried
Pitschmann
DO Na sdorowje
01 Die Russen und ihr Wodka
JAN von Günter Kotte
14:04
rbb
16:05
MDR
Wenn jeder Mensch am Tag 50g Wodka trinken würde, so der
russische Physiologe Nikolai Wolowitsch, würde dies das Herz
stimulieren und das Blut reinigen. Mögliche Auswirkungen auf
Organe der Peripherie beachtete er nicht. Doch gerade die
sind wichtig, wie Wenedikt Jerofejews Werk „Die Reise nach
Petuschki“ und die verschiedenen Stadien des „KorsakowSyndroms“ zeigen. Und weil das Wodka-Saufen zu Zeiten der
Sowjetunion immer mehr zunahm, verbot Generalsekretär
Michael Gorbatschow den Konsum von Alkohol Mitte der
1980er Jahre. Dass er für diese Anweisung den Spitznamen
Mineralsekretär erhielt, störte ihn wenig.
SO Erlesener Schmerz
04 Stimmen einer Ausstellung
Jan von Carrie Asman, nach Bildern und Texten von Sophie Calle
14:04
rbb
Mit Dieter Mann, Sergej Gladkich, Martin Seifert u.a.
Regie: Nikolai von Koslowski · Produktion: MDR 2006
Sa 1. Januar 2005 – Hartz IV tritt in Kraft
03 „Kleine Frau, was nun?“
JAN Zehn Jahre später
9:05
rbb
MDR
von Karsten Kretzer und Frank Striegler
Sibylle ist Krankenschwester. Das heißt, sie wäre es gern.
Denn ihre gute Ausbildung wurde durch lange Arbeitslosigkeit
entwertet. Nach der Geburt ihrer Töchter war sie einfach
nicht mehr flexibel genug für den Beruf. War das der Anfang
vom sozialen Abstieg? Jahrelang lebten Sibylle und ihre Kinder von der Arbeitslosenhilfe, von Plasmaspenden und einer
Nebenbeschäftigung bei einem häuslichen Pflegedienst.
Nach Einführung der sogenannten Hartzgesetze 2005 bestimmten Fallmanager und Jobcenter das Leben der Dresdner
Familie. Im Rückblick ziehen Sibylle und ihre mittlerweile
erwachsenen Töchter Bilanz.
Mit Mirko Jugelt
Regie: Tobias Barth · Produktion: MDR 2004/2014
10
Brigitte Reimann
1984 erhielt die französische Künstlerin und Fotografin Sophie Calle vom französischen Außenministerium ein Stipendium für einen dreimonatigen Studienaufenthalt in Japan.
Sie fuhr am 25. Oktober ab, ohne zu ahnen, dass dieses Datum den Anfang eines 92tägigen Countdowns bis zum Ende
einer Liebesaffäre markieren sollte. Eine banale Geschichte,
für Calle jedoch der unglücklichste Augenblick ihres Lebens.
Am 28. Januar 1985 kehrte sie nach Frankreich zurück und
versuchte die bösen Geister zu vertreiben, indem sie Freunde
und Zufallsbekannte fragte, wann sie am stärksten gelitten
hätten. Der Dialog endete, als sich ihre Schmerzen durch die
der anderen relativiert hatten.
Regie: Renate Jurzik · Produktion: rbb/WDR 2004
MI „Und trotzdem haben wir
07 immerzu geträumt davon…“
JAN Der Schriftsteller Siegfried Pitschmann über
22:00
MDR
22:04
rbb
Leben, Lieben und Arbeiten mit Brigitte Reimann
von Sabine Ranzinger
„Es ist, als sei er ein Stück von mir...”, schrieb Brigitte Reimann nach ihrer ersten Begegnung mit dem Schriftsteller
Siegfried Pitschmann im März 1958 in ihr Tagebuch. Knapp
ein Jahr später heiraten die beiden. Es beginnt eine intensive,
hochkomplizierte Liebes- und Arbeitsbeziehung, geprägt von
existenziellen Nöten und Auseinandersetzungen mit politischen Instanzen. 1960 beschließt das Paar, in eines der neuen
Industriezentren, nach Hoyerswerda, zu ziehen.
Siegfried Pitschmann (1930 – 2002) erinnert sich an diese
ungewöhnliche Beziehung und ihr schmerzvolles Scheitern.
Mit Susanne Bard und Siegfried Pitschmann
Regie: Sabine Ranzinger · Produktion: MDR 1998
11
features
jan
Reinhard Straube
So Die Freuden und Leiden des jungen P.
11 von Tobias Barth
JAN Seit über 40 Jahren spricht Edgar Wibeau aus dem Jenseits
14:04
rbb
Marga von Etzdorf
Sa Der Flug
10 ist das Leben wert
JAN Auf den Spuren der Luftpionierin Marga von Etzdorf
9:05
rbb
MDR
zu uns. Als im Mai 1972 „Die neuen Leiden des jungen W.“
von Ulrich Plenzdorf am Landestheater Halle zur Uraufführung kam, löste das Stück um Liebe, Scheitern und Tod eines
rebellischen Jugendlichen sofort Begeisterungsstürme aus.
Wie kein zweites schien es geeignet, ein Schlaglicht auf das
Spannungsfeld von Kunst und Politik in der DDR zu werfen.
Der Szenarist Plenzdorf hatte den Text ursprünglich als
Film­szenario angelegt, und die Theaterfassung war nur ein
Vehikel, um den Film gegen die Verbote der Politbürokratie
durchzusetzen. Das gelang so erfolgreich, dass die Prosafassung schließlich in der DDR fast nicht zu bekommen war und
in der BRD Schulbuchlektüre wurde.
Regie: Wolfgang Rindfleisch · Produktion: MDR 2002
von Karen Matting
„Marlene Dietrich erobert Hollywood, Marga von Etzdorf
fliegt allein von Berlin nach Teneriffa“ – so fasst die deutsche Presse das Jahr 1930 zusammen.
Als erste Frau wird Marga von Etzdorf aus der Niederlausitz als Kopilotin bei der „Luft Hansa“ eingestellt. Da ist
sie zwanzig. Dann der spektakuläre Alleinflug nach Japan.
Keine Frau hatte zuvor ein derartiges Unternehmen gewagt.
1933 startet sie den nächsten Langstreckenflug. Bei der
Landung in Aleppo kommt sie von der Rollbahn ab. Marga
bleibt unverletzt. Sie zieht sich in einen Ruheraum zurück.
Wenig später sind zwei Schüsse zu hören. Die Pilotin, fünfundzwanzig Jahre alt, ist tot.
War es Selbstmord, wie die Nazis behaupteten? Oder Mord?
Regie: Beatrix Ackers · Produktion: rbb 2010
MI Die geheimen Isolierungslager
14 der DDR
JAN von Patrick H. Waldthaler
22:00
MDR
22:04
rbb
+
SO
18 JAN
18.00
MDR
Noch im Herbst 1989 wollte die SED-Führung 85.939 Bürger
der DDR in Lager sperren. Sie hatte das Ministerium für
Staatssicherheit mit konkreten Planungen beauftragt, Oppositionelle, Kirchenvertreter oder Nichtwähler im Fall „einer
inneren Krise, einer Spannungsperiode“ binnen 24 Stunden
zu verhaften und in spezielle Objekte zu verbringen – in Burgen, Schulungsheime oder mitunter sogar Ferienlager. Diese
Objekte sollten mit Stacheldraht und Wachtürmen umgeben
werden und als Isolierungslager das ganze Land überziehen.
Dass diese Pläne überhaupt öffentlich wurden, ist den Bürgerrechtlern zu verdanken, die im Winter 1989/90 die ersten
Stasi-Dienststellen besetzten.
Regie: Wolfgang Rindfleisch · Produktion: MDR 2015 ·
12
Ursendung
13
features
SA „Morgen höre ich auf – todsicher“
17 Der Autor Rainer Link auf dem Weg zum Nichtraucher
JAN von Rainer Link
9:05
rbb
MDR
Die Versuche, das Rauchen aufzugeben, beginnen mit
Euphorie und enden oft mit einer Niederlage. Eine Zigarette schmeckt bedeutsamer, wenn sie die letzte sein soll.
Der allerletzte Zug liefert die Hoffnung auf ein Leben voll
Kraft und Gesundheit. Wenn sich aber stattdessen bohrende
Verlustängste und Panikzustände einstellen, kommt man zu
der Einsicht, man könne auch ohne Kraft und Gesundheit
ein ausgeglichenes Leben führen. Viele Lebenssituationen
sind ja ohne Zigarette gar nicht denkbar. Was wäre aus dem
Film „Casablanca“ geworden, hätte Humphrey Bogart, statt
mit Zigarette im Mundwinkel und Whiskyglas in der Hand,
mit einer frischen Karotte und einer Tasse Hühnerbrühe am
Tresen gelehnt?
jan
MI Kleine Tiere – Große Geister
21 Die Menagerie der Renée Sintenis
JAN von Christiane Helle
22:00
MDR
22:04
rbb
Regie: Nikolai von Koslowski
Produktion: rbb 2014 ·
Ursendung der Langfassung
Mit Uwe Friedrichsen · Regie: Manfred Hess · Produktion: MDR 1994
So Tokyo Tremor
18 Eine Nervenuntersuchung
JAN von Walter Filz
14:04
rbb
14
Das Giftgas-Attentat der Aum-Sekte auf die Tokioter U-Bahn
im Frühjahr 1995 war ein doppelter Anschlag: auf das Nervensystem der Menschen und auf das Nervensystem einer Stadt.
Die Wirkungen auf die Menschen waren konkret und direkt:
12 starben, mehr als 5.000 wurden verletzt. Die Wirkungen
auf das Verkehrsnetz waren dagegen zunächst kaum spürbar.
Mehr als eine Stunde fuhren die vergasten Züge weiter, weil
niemand glaubte, dass das U-Bahn-System angreifbar ist. In
fast allen Weltmetropolen bilden U-Bahnnetze das zentrale
Nervensystem: eine Substruktur, die man nicht spürt – bis sie
erschüttert wird. Dann aber erzittert der ganze Körper: der
Körper der Gesellschaft.
Übersetzung aus dem Japanischen: Karl Neu · Mit Claudia Weber,
Thomas Lang · Regie: Walter Filz · Produktion: WDR 2002
Renée Sintenis war eine der populärsten Künstlerinnen der
20er Jahre. Schöpferin anmutiger Tierplastiken – Pferde, Fohlen, Rehe, Hündchen – im Miniformat von 12 bis 40 Zentimetern, später auch größer: Unter Kunstschriftstellern kontrovers diskutiert, von Liebhabern heiß begehrt, von manchen
auch als „Nippes“ diffamiert.
Bis heute ist die Sicht auf das Werk der Sintenis von Unkenntnis und Vorurteil geprägt. Wer weiß schon, dass die Bären der
Berlinale und der Bär an der Autobahn Dreilinden, Symbol der
Stadt Berlin, von Renée Sintenis geschaffen wurden und bis
heute in der Gießerei Noack für die Filmfestspiele gefertigt
werden.
SA Zu Unrecht adoptiert
24 In Argentinien klären Menschen ihre tatsächliche Herkunft
JAN von Francisco Olaso
9:05
rbb
MDR
Pablo aus Buenos Aires wurde 1978 während der Militärdiktatur geboren. Während seiner Kindheit und Jugend hieß es,
seine leiblichen Eltern hätten ihn zur Adoption frei gegeben,
weil sie arm waren. Als Erwachsener wendet Pablo sich an
die Organisation „Großmütter der Plaza de Mayo“, die mittels
DNA-Analysen Eltern ermittelt, die damals inhaftiert und
ermordet wurden. Bereits einen Monat später liegt seine
Geburtsurkunde vor ihm.
Regie: Andrea Leclerque · Produktion: SDR 2014
15
features
MI Vor 70 Jahren Befreiung von Auschwitz
28 Peter Kien nicht vergessen
JAN Eine Spurensuche
22:00
MDR
von Petra Kiener
22:04
rbb
Unter den Mauern Babylons
saßen wir und weinten
wenn wir der Zukunft gedachten.
Aber wie Sand vor dem Herbststurm
werden wir nach den vier Winden wirbeln.
Jeder einsam in feindlichen Wüsten.
Peter Kien
Während eines Pragaufenthalts hatte die Autorin Petra Kiener das Selbstporträt eines jungen Tschechen gesehen. „Sein
Blick traf mich, als gelte er mir. Ich suchte nach dem Signum
des Malers – er hieß Peter Kien.“
Die Begegnung mit dem Bild ihres Namensvetters hatte den
Konflikt mit dem Vater wieder heraufbeschworen. Er war
SS-Mann, der an zentraler Stelle im 'Reichswirtschaftsverwaltungsamt' in der Abteilung 'Inspektion der Konzentrationslager' tätig war. Peter Kien war Jude und eines der Opfer
des Vernichtungswahns, der dort verwaltet wurde. Jahre
nachdem sie seinem Bild in Prag das erste Mal begegnet
war, beschloss sie, nach Auschwitz, Theresienstadt und noch
einmal nach Prag zu fahren, um nach Peter Kiens Leben und
Leidensweg zu forschen.
tuned
Regie: Petra Kiener · Produktion: SFB/BR/NDR/SDR 1994
www.kulturradio.de
16
17
features
kulturradio feature
Die Welt im Radio
18Mittwoch 22:04
Samstag 9:05
Sonntag 14:0419
features
feb
Sofi Oksanen
SA
31
JAN
9:05
rbb
MDR
Unser täglich Schwein
von Friedemann Ebelt
Noch gibt es in manchen Dörfern Mitteldeutschlands Menschen, die zu Hause ein Schwein schlachten. Das Tier wird
versorgt, gepflegt, gemästet – und dann zu Schinken, Wurst
und Schnitzel verarbeitet. Wie vor 100 Jahren. Die Wirklichkeit der „Tierproduktion“ ist eine andere: Massentierhaltung,
industrielles Schlachten, Fleischproduktion am Fließband.
Irgendwo dazwischen, zwischen Tradition und Moderne,
betreibt Ute Pfeiler in Thüringen bei Camburg einen Bio-Bauernhof mit Schweinen. Geht es nach den Mechanismen des
Marktes, so wird er sich nicht halten können.
Der Ethnologe Friedemann Ebelt fragt nach, welche Rituale
sich bei der Hausschlachtung, im Schlachthof-Protest und bei
der Bio-Freilandhaltung von Schweinen vollziehen.
Regie: Henry Bernhard · Produktion: MDR 2015 ·
Stay
SO
01
Feb
14:04
rbb
Ursendung
Das sowjetische Trauma
Estland auf der Suche nach sich selbst
von Elke Pressler
Mit ihrem Roman „Fegefeuer“ hat die estnisch-finnische Autorin Sofi Oksanen vor ein paar Jahren eine Debatte ausgelöst,
die noch nicht beendet scheint. Wie weit haben die Esten
die Jahrzehnte sowjetischer Okkupation und erzwungenen
Schweigens aufgearbeitet, und welche Lehren sind zu ziehen?
Fragen, die vor dem Hintergrund der Geschehnisse in der
Ukraine neue Brisanz bekommen.
Regie: Nikolai von Koslowski · Produktion: WDR 2014
20
21
features
feb
Karl Heinz Lotz
Mi Intimes – Ein (Porno-)Hörspielreport
04 von Julia Vorkefeld
FEB Die Autorin begibt sich auf eine Forschungsreise durch eine
22:00
MDR
22:04
rbb
vergessene Welt: die skurrile Welt der Audiopornografie.
In einer Zeit, in der Pornografie vor allem aus Bildern im
Internet besteht, versucht die Autorin die Beschränkung aufs
Hörbare zu verstehen. Was steckt hinter dem Phänomen?
Wer sind die Produzenten? Wer die Konsumenten? Was waren
und sind die Beweggründe, Audiopornografie zu produzieren? Die Recherche gerät nicht nur zur Zeitreise durch die
Geschichte der Pornografie, sie porträtiert auch eine Szene.
Und was einige ihrer Protagonisten zu sagen haben, weist
weit über die Kuriosität des Audiopornos hinaus.
SO Die Frau auf dem Eis
08 von Rikke Houd
FEB Die junge dänische Krankenpflegerin, Karen Roos, wurde 1932
14:04
rbb
Regie: Julia Vorkefeld · Produktion: Bauhaus Universität Weimar 2013
sA Der Kinomann
07 Mit dem letzten mobilen Filmvorführer
FEB von Sachsen-Anhalt unterwegs
9:05
rbb
MDR
von Karl Heinz Lotz
Helmut Göldner fährt durch Sachsen-Anhalt und führt mit
einer mobilen Apparatur Filme vor. An einem Abend im Juni
2011 hat ihn die Freiwillige Feuerwehr aus Bastow, einem
Dorf in der Nähe von Halle, gebucht. Ein Hollywoodmärchen
steht auf dem Programm. Jahrzehntelang brachte Göldner
das Kino dorthin, wo die Leute wohnen. Mit zwei Projektoren,
Filmrollen, Leinwand, Lautsprechern, Tonverstärkern, Kabeln
und Stativen zog er viele Jahre von Ort zu Ort. Diese Zeit war
keine schlechte Zeit für ihn. Heute ist er Rentner, doch seine
Anlage ist noch immer einsatzbereit.
Mit Frank Wünsche
Regie: Andreas Meinetsberger · Produktion: MDR 2012
22
in das ferne Ostgrönland entsandt – als erste und einzige medizinische Fachkraft für die damalige dänische Kolonie. In der
dünn besiedelten Gegend war sie weitgehend auf sich selbst
gestellt, für die Versorgung von Kranken musste sie oft weite
Strecken zurücklegen. Nach einem halben Jahr verschwand
sie, die einzige Spur von ihr blieben einige Fußabdrücke im
Schnee, die an den Rand des Eises führten, und ein Tagebuch,
aus dem die letzten Seiten herausgerissen waren. Über achtzig Jahre später macht sich Rikke Houd auf die Reise, um die
Hintergründe dieses Falls erneut zu untersuchen.
Regie: Rikke Houd & Jens Jarisch · Produktion: rbb 2015/Third Ear ·
Ursendung
60 Jahren:
MI Vor
Brand des Sendesaals in der Berliner Nalepastraße
11
Das Funkhaus brennt
FEB
22:00
MDR
22:04
rbb
Die Legende von einem Attentat
von Jan Eik
Bis Anfang der 1950er Jahre sendete der Berliner Rundfunk
aus dem im britischen Sektor gelegenen Funkhaus an der Masurenallee, aber der Umzug in den Ostteil der Stadt war schon
geplant. Im Sommer 1952 begann dann auf dem Gelände in
der Nalepastraße der Bau neuer Studios.
Am 16. Februar 1955 kam es in einem der Studios zu einem
Großbrand. Sachschaden: 2,7 Millionen Mark. Bei der sofort
einsetzenden Personenkontrolle wurde der Bauingenieur
Arno Bade festgenommen und den Medien als „amerikanischer Agent und Brandstifter“ präsentiert. Warum fand der
angekündigte Schauprozess niemals statt? Wofür wurde Arno
Bade – nach 18-monatiger Untersuchungshaft – zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt? Gab es einen anderen Täter?
Mit Hans-Georg Thieß und Heinz Piontek
Regie: Andreas Meinetsberger · Produktion: MDR 1995
23
features
feb
Jascha Nemtsov
Josh Dolgin
SA 100 Jahre
14 von Stella Luncke und Josef Maria Schäfers
FEB Uropa ist 105, Aki 5. Beide haben Mitte Mai Geburtstag und
9:05
rbb
MDR
freuen sich schon sehr darauf. Uropa bekommt dann Besuch
vom Bürgermeister. Aki lädt alle ihre Freunde vom Kinderladen ein. Auf ihr Alter sind beide stolz.
Seit drei Jahren lebt Uropa im Heim. Er geht das Leben praktisch an. Ihn interessieren das Mittagessen oder die FußballErgebnisse von Arminia Bielefeld mehr als die Geschichten
aus der Vergangenheit, nach denen er von seiner Tochter
oder seiner Enkelin gefragt wird. Uropa hat als Kind während
des Ersten Weltkriegs gehungert und als erwachsener Mann
im Zweiten Weltkrieg gekämpft. Aki muss erst erklärt bekommen, was Krieg ist. Doch auch Uropas Erinnerungen verblassen. Ob Aki sich in 100 Jahren noch an Uropa erinnern wird?
MI Deutsches Demokratisches Rechnen
18 Die Geschichte einer abgebrochenen Computerrevolution
FEB von Dietmar Dath und Thomas Gebel
22:00
MDR
22:04
rbb
Regie: Stella Luncke und Josef Maria Schäfers
Produktion: SWR/rbb 2015 ·
Ursendung
Moderne Kybernetik wurde in der Sowjetunion zunächst als
reaktionäre Irrlehre bekämpft und die Steuerungstheorie,
ohne die gegenwärtige Informationstechnik undenkbar ist,
nannte man zeitweise „bürgerlich“. In den sechziger Jahren
aber begann in der DDR ein Experiment zur Nutzung elektronischer Datenverarbeitung für die Steigerung der wirtschaftlichen Produktivität. In der DDR wurden jene Neuerungen
unmittelbar als politisch begriffen – eine Perspektive auf
marktwirtschaftliche Planung, die erst im Internetzeitalter
weltweit Gültigkeit erlangt hat. Die Sendung befragt Zeit­
zeugen zu einem Projekt, das aufgrund ungünstiger Rahmenbedingungen nie zur Reife kam, aber eine faszinierende
Episode bleibt.
Regie: Martin Heindel · Produktion: rbb 2015 ·
SO Die Notenausgräber
15 Jascha Nemtsov und Josh Dolgin
FEB auf den Spuren jüdischer Musik
14:04
rbb
24
von Carsten Dippel
Jascha Nemtsov und Josh Dolgin – zwei Musiker, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Hier der klassische Pianist,
dort der quirlige Hip Hop Guy. Beide stammen aus jüdischen
Familien. Der eine kommt aus St. Petersburg, der andere aus
Canada. Was sie verbindet, ist die Leidenschaft, mit der sie
sich auf die Suche nach jüdischen Melodien begeben. Jascha
Nemtsov forscht in Nachlässen und Archiven rund um den
Globus nach alten Notendrucken verschollener Komponisten
aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, er rekonstruiert
zugleich deren Lebensläufe. Josh Dolgin stöbert in Schallplattenläden oder im Internet nach Elementen der jüdischen
Musiktradition, um sie zu sampeln. Klassik meets Hip Hop.
Regie: Nikolai von Koslowski · Produktion: rbb 2012
Ursendung
Sa Schwere Freiheit
21 Über ein Leben nach dem Knast
Feb von Heike Bittner
9:05
rbb
MDR
René Glückstroh rächt ein Verbrechen, das ein anderer
seinem kleinen Bruder zugefügt hat. Die Wut überkommt ihn.
Der andere entgeht nur knapp dem Tod. Neun Jahre sitzt
René Glückstroh dafür im Gefängnis. Mit zwei Kartons, einer
Schachtel Zigaretten und ca. 1.000 € in bar macht er sich im
April 2014 auf in ein neues Leben. Was wird es ihm bringen?
Wird er eine Wohnung finden, eine Arbeit, Freunde? Er ist
voller Ungewissheiten. Wird er es schaffen?
Regie: Ulf Köhler · Produktion: MDR 2015 ·
Ursendung
25
features
mrz
MI Giftgas in der Ostsee
25 von Lorenz Hoffmann
Feb Im Jahr 1915 wurde auf den Schlachtfeldern an der Westfront
22:00
MDR
22:04
rbb
+
SO
01 MRZ
18.00
MDR
erstmals Giftgas eingesetzt. Die neue Methode der Kriegsführung hinterließ grausames Leid – und Spätfolgen.
Als 1945 die Alliierten die Entsorgung von Hunderttausenden
Tonnen Giftgas befahlen, wurden Senfgas, Chloracetophenon
und Tabun einfach in Fässern im Meer versenkt. Seit nunmehr
siebzig Jahren rosten diese Behälter mit den hochgiftigen
Chemikalien aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg auf dem
Meeresgrund in der Ostsee und bereiten zunehmend Probleme beim Bau von Pipelines und Offshore-Windkraftanlagen.
Bis jetzt ist nicht klar, wie mit dieser gefährlichen Altlast
umgegangen werden soll und kann.
Regie: Sabine Ranzinger · Produktion: MDR 2015 ·
So USAllah
01 Der islamisch-amerikanische Traum
MRz von Thilo Guschas
14:04
rbb
Ursendung
Nirgends in der westlichen Welt leben Muslime so gut
integriert wie in den USA. Anders als in Europa sind sie hier
gesellschaftlich erfolgreich. Ihre Bildung liegt über dem USDurchschnitt, viele sind tätig als Anwälte, Informatiker und
Wissenschaftler. Das Wall Street Journal pries amerikanische
Muslime gar als Vorbilder für die restliche Bevölkerung der
USA. Ein wahr gewordener amerikanischer Traum mit Koran
unter dem Arm.
Im Alltag jedoch schüren rechte Blogger Ressentiments,
diffamieren die Integration als Fassade. Je weiter man sich
von den liberalen Metropolen entfernt, desto offener das
Misstrauen.
Regie: Leonhard Koppelmann · Produktion: NDR/DLF/rbb/SWR 2011
Sa Bangkoks Engel
28 Ein Frisörsalon in Patpong
FEB von Beatrice Möller
9:05
rbb
MDR
Gegen 19 Uhr herrscht reges Treiben in Paos Hair Salon in
Patpong, dem bekannten Rotlichtviertel Bangkoks. Abseits
der Straßenbars wird geföhnt, literweise Haarspray aufgetragen, geschminkt und gelacht. Jeden Abend kommen Nui, Aple
und Tao, um sich für die kommende Arbeitsnacht vorzubereiten. Ladymen, schwule Massage-Boys, Gogo-Tänzerinnen –
Thailands Sexindustrie boomt, obwohl Prostitution verboten
ist. Beatrice Möller verweilt im Salon, entdeckt den Alltag
im Sexbusiness und hört Geschichten, die sonst in Patpong
keiner zu hören bekommt.
Regie: Fabian Kühlein
Produktion: Fabian Kühlein für den SWR 2014
Mi Anselm Kiefer –
04 Die Schöpfung und ihre Elemente
MRZ von Klaus Dermutz
22:00
MDR
22:04
rbb
Das Feature über den Maler Anselm Kiefer, geboren am ­
8. März 1945 in Donaueschingen, fragt, welche Bedeutung die
vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft in Kiefers künstlerischem Schaffen haben. Das Element, zu dem Kiefer die
größte Nähe hat, ist das Blei. Der österreichische Schriftsteller Christoph Ransmayr versteht Kiefer als einen „Freund des
Bleis“. Das Blei ist für Kiefer, wie die vier Elemente auch, ein
Medium der Transformation. Kiefer forscht in seiner Arbeit
nach dem, was er für die „Grundbewegung der Welt“ hält.
Er folgt dabei einer Überlegung von Novalis: „Ich vergeheimnisse die Materie, indem ich sie entkleide.“
Regie: Oliver Sturm · Produktion: rbb/WDR/DKultur 2015 ·
26
Ursendung
27
features
mrz
Nina
Hagen
Sa Dieulefit –
07 Refugium in Zeiten der Barbarei
MRz Spurensuche in einer süd-französischen Kleinstadt
9:05
rbb
MDR
von Hans Woller
Der 3000-Seelenort, 30 Kilometer östlich des Rhônetals, an
der Grenze zwischen dem Dauphiné und der Provence, hat
zwischen 1940 und 1945 1500 Verfolgte – politische Flüchtlinge, Ausländer und Juden – vor der Miliz des Vichy-Regimes
und den deutschen Besatzern versteckt, ernährt und gerettet.
Kein einziger der Flüchtlinge ist in Dieulefit – seit Jahrhunderten eine Hochburg des französischen Protestantismus – in
jenen Jahren denunziert oder verhaftet worden. Mehr als 60
Jahre lang war dieses Wunder des Schweigens und der Solidarität der Öffentlichkeit weitgehend verborgen geblieben.
MI Zum 60. Geburtstag von Nina Hagen
11 Stahl zwischen Himmel und Erde
MRz Deutsche Erinnerungen an russische Panzer
22:00
MDR
22:04
rbb
Regie: Hermann Theißen · Produktion: DLF 2013
So Woche der Brüderlichkeit · 8. 3. – 15. 3. 2015
„Im Gehen entsteht der Weg.
08 Plötzlich Jüdin
Impulse christlich-jüdischer
Begegnung.“
MRz Das Entstehen einer Identität
14:04
rbb
28
von Johanna Rubinroth
Lange Zeit spielte es für Johanna keine besondere Rolle, jüdische Wurzeln zu haben. In Polen geboren, in Berlin
aufgewachsen, Agnostikerin, Punkt. Da war zwar die Freude,
als die Mutter den verschütteten Nachnamen rausholte:
Rubinroth – ein Name, der sogar Finanzbeamten ein Lächeln
abzugewinnen vermag. Aber sonst? Irgendwann dämmert
Johanna, dass da mehr ist. Sie zieht los, die Jüdinnen ihrer
unmittelbaren Umgebung zu befragen: die Mutter, deren
Eltern eine „Reden-wir-nicht-darüber“-Strategie pflegten
und die sich jetzt als Psychoanalytikerin mit dem Holocaust
beschäftigt. Die beste Freundin der Mutter, deren Familie das
Judentum lange komplett geheim hielt. Johannas Spurensuche bekommt ungeahnte Wendungen.
Regie: Anna Panknin · Produktion: DLF 2014
Mohamed Mrabet
von Thomas Barthel und Ulf Köhler
Überall standen russische Panzer auf Denkmalsockeln – in
Karl-Marx-Stadt, Grimma oder am Checkpoint Bravo vor WestBerlin: Panzer vom Typ T34, die an den Vormarsch der Roten
Armee, an die Befreiung Deutschlands und an die Millionen
gefallener Sowjetsoldaten erinnern sollten. Mit über 50.000
Exemplaren gehörte der T34 zu den meistgebauten Panzern
des Zweiten Weltkrieges. Als die sowjetischen Streitkräfte
1994 Ostdeutschland verließen, nahmen sie ihre T34 wieder
mit in die Heimat. Nur am Ehrenmal in Berlin-Tiergarten und in
Kienitz an der Oder stehen sie noch heute.
In diesem Hörfunkfeature, das einzige, dem die Ikone des
Punks, Nina Hagen, ihre Stimme gab, werden Erinnerungen
deutscher Soldaten an russische Panzer wieder lebendig.
Mit Nina Hagen · Regie: Manfred Hess · Produktion: MDR 1994
Sa Ein Buch ist wie ein Stein
14 Mohamed Mrabet – Erzähler, Fabulierer, Erfinder
MRz von Grace Yoon
9:05
rbb
MDR
Mohamed Mrabet ist einer der letzten Erzähler, der die uralten
Überlieferungen Marokkos kennt und lebendig hält. Er ist ein
Erfinder unglaublicher Geschichten voller Magie und märchenhafter Phantasie. Lesen und Schreiben hat er nicht gelernt.
Seine Geschichten erzählt er aus dem Kopf, improvisiert, lässt
aus, fügt neue Variationen ein.
Um 1940 im marokkanischen Rif-Gebirge als eines von
dreiundzwanzig Geschwistern geboren und in Tanger aufgewachsen, schlug sich Mohamed Mrabet zunächst als Fischer,
Barmixer und Caddy durch. 1965 begegnete er Paul Bowles,
der die Geschichten Mohamed Mrabets aufschrieb.
Regie: Grace Yoon · Produktion: SWR 2000
29
features
Gerhard Ziegenfuß
mrz
Ge
h
e
im
Philip
Stegers
Mohamed Mrabet
So Wieso Herr Ziegenfuß
15 nach Afrika muss
MRz von Bernhard Pfletschinger
14:04
rbb
Sa Der Drache, der Geschichte schrieb
21 von Dieter Kranz
MRz „Der Drache“ – als Gleichnis auf Stalin verfasst, von einem
Fast 100 Jahre lang befindet sich ein menschlicher Schädel
aus der ehemaligen Kolonie Deutsch-Südwestafrika im Besitz
der Familie Ziegenfuß. Dann erst beginnt Gerhard Ziegenfuß,
ein pensionierter Gymnasiallehrer, sich Gedanken zu machen:
Wieso ist dieser Schädel einst überhaupt an seine Familie
in Deutschland geschickt worden? Muss er aus ethischen
­Gründen nicht dort bestattet werden, wo er herstammt?
Es beginnt eine sechsjährige Odyssee des Schädels quer
durch Deutschland – bis Herr Ziegenfuß beschließt, der
vertrackten Geschichte dort auf den Grund zu gehen, wo sie
einst begonnen hat: in Afrika. Dort nimmt die Spurensuche
eine skurrile Wendung.
Regie: Antje Vowinckel · Produktion: rbb/WDR 2015 ·
22:04
rbb
Das sächsische Landesamt für Verfassungsschutz hatte
mehrere Jahre Informationen über organisierte Kriminalität
im Freistaat gesammelt. Die auf 15.600 Seiten dokumentierten Erkenntnisse sind bis heute streng geheim. Ein winziger
Bruchteil gelangte 2007 ins Netz. In den Dokumenten ging
es um Immobilienschacher, Geldwäsche, Verrat von Dienstgeheimnissen und um hochrangige Juristen und deren Kontakte
ins Leipziger Rotlicht-Milieu.
Die Journalisten Thomas Datt und Arndt Ginzel recherchierten zu diesem Thema. Gegen sie wurden Ermittlungsverfahren eröffnet. Fünf Jahre lang mussten sie in Dresden vor
Gericht darum kämpfen, dass auch im Freistaat Pressefreiheit gilt.
Regie: Hermann Theißen · Produktion: DLF/MDR/SWR 2015 ·
30
MDR
Ursendung
Mi Die Journalistenfalle –
18 Reporter im Sachsensumpf
MRz von Rosvita Krausz
22:00
MDR
9:05
rbb
Ursendung
Russen, dessen Leben daran hing, Hitler gemeint zu haben,
kommt 1965 in Ulbrichts DDR zur Erstaufführung. Und zeitigt
das Wunder, dass sich die Schockstarre eines Ideologie-Knäuels in Entzücken darüber auflöst, wie Theaterkunst heikelste
Momente der Diktatur zu öffentlicher Verhandlung bringt.
Mit Komödianten wie Eberhard Esche als Drachentöter Lanzelot, den die Melancholie befällt, die Menschen zu erleben, die
sich vor der Freiheit fürchten. Und mit Rolf Ludwig als Drache
der drei gespenstischen Charakterköpfe. Filigrane Szenographie und umwerfende Theaterplastik geben der legendären
Inszenierung einen einzigartigen Kunstraum. 580 Vorstellungen erlebt diese Sternstunde des Deutschen Theaters, die ihm
das Schweizer Bühnengenie Benno Besson schenkte.
Mit Benno Besson, Eberhard Esche, Dieter Franke, Rolf Ludwig u.v.a.
Regie: Matthias Thalheim · Produktion: Rundfunk der DDR 1965/MDR 1997
So Die Sehnsucht nach der Klammer
22 von Philip Stegers und Andrea Halter
MRz Drei Menschen auf der Suche nach einem Ausweg aus ganz
14:04
rbb
unterschiedlichen Katastrophen. Bernd Hartwig wächst in der
hermetischen Welt frommer Christen auf. Als er feststellt,
dass er schwul ist, beginnt für ihn eine jahrelange Odyssee, in
der Hoffnung von der Krankheit „Homosexualtät“ geheilt zu
werden. Miriam Pielhau befindet sich im Dezember 2004 auf
einem Tauchausflug in Thailand, während eine Tsunamiwelle
ihren Urlaubsort zerstört und zahllose Opfer fordert.
Lena Weichsel ist seit ihrer Jugend an einer aggressiven
Form von Rheuma erkrankt. Trotz chronischer Schmerzen
begibt sie sich auf einen mehrmonatigen Wanderritt nach
Santiago de Compostela. Drei Menschen – drei Lösungswege
den Schrecken zu verarbeiten.
Regie: Philip Stegers · Musik: Lee Buddah & Gunter Papperitz · WDR 2011
31
features
feature
zusammen hören
in Berlin und anderswo
Mi
25
MRz
22:00
MDR
22:04
rbb
Zaatari
Gebrauchsanleitung eines Flüchtlingslagers
von Monika Kalcsics
Zaatari in Jordanien ist das zweitgrößte Flüchtlingslager
weltweit. Es liegt an der Grenze zu Syrien, wo seit drei Jahren
Krieg herrscht. 2012 wurde das Lager errichtet. Damals kamen pro Nacht 1.500 Menschen an. Mittlerweile ist das Lager
mit 100.000 Bewohnern die fünftgrößte Stadt Jordaniens.
Eine logistische Herausforderung für die UNO und Dutzende
Hilfsorganisationen, die im Lager tätig sind. Das „Handbook
for Emergencies“ der Flüchtlingsagentur UNHCR dient als
Leitfaden für weltweite Einsätze. Doch jedes Lager hat seine
eigene Geschichte. In Zaatari blüht der Handel, Tausende
Geschäfte gibt es. Die meisten drängeln sich auf einer Straße,
die ausgerechnet Champs-Élysées heißt.
DO Roter Salon der Volksbühne
29 Die Kunst des Volkes –
JAN oder die unsichtbaren Mitspieler der Volksbühne
20:00
Eintritt
6€
von Annika Krump
Welche unsichtbaren Mitspieler hinter den 1000 Türen des
Theaters haben den lang anhaltenden Erfolg der Volksbühne mit aufgebaut? 1992/93 ist die Autorin Annika Krump
als Dramaturgie- und Regieassistentin an der Volksbühne
tätig und hält ihre Erlebnisse in einem Tagebuch fest.
Diese Texte sind im Alexander Verlag als „Tagebuch einer
Hospitantin – Der Aufbruch an der Volksbühne 1992/93“
erschienen und bilden auch den roten Faden des rbb Radiofeatures „Die Kunst des Volkes“.
Lesung mit Musik und Gespräch mit Carl Hegemann –
anschließende Vorführung des Features
Regie: Monika Kalcsics · Produktion: ORF/BR/WDR 2014
Volksbühne am Rosa Luxemburg Platz, Roter Salon, 10178 Berlin-Mitte
Tel. 030 24065-777, ticket@volksbuehne-berlin.de
Sa
28
MRz
9:05
rbb
MDR
Das ArtabanaKrankenkassen-Modell
von Heidi Mühlenberg
Wer das erste Mal von „Artabana“ hört, reagiert ungläubig.
Ein Leben ohne richtige Krankenversicherung? Geht das?
Artabana ist eine Solidargemeinschaft, gegründet vor dreißig
Jahren in der Schweiz, in Deutschland aktiv seit 1999. Derzeit
existieren 250 lokale Gruppen mit mehr als 2.100 Mitgliedern,
viele in Ostdeutschland, „wo der solidarische Gedanke noch
verwurzelt ist“, sagt Felicitas Gerull von Artabana Deutschland. Die Grundsätze sind: Solidarität, Eigenverantwortung
und Vertrauen im Sinne des uralten Knappschafts-Gedankens,
der seine Wurzeln im Bergbau des Erzgebirges hat.
Regie: Ulrike Lykke Langer · Produktion: MDR 2015 ·
32
Ursendung
MI Café Haberland
18 Die Notenausgräber
Feb Jascha Nemtsov und Josh Dolgin
20:00
Eintritt
frei
auf den Spuren jüdischer Musik
Text zum Feature siehe Seite 24
Einlass 45 min vor Beginn
Um Voranmeldung wird gebeten:
Renate Friedrichs, Tel. 030 - 85 72 68 53
E-Mail: friedrichs-rena@t-online.de
„Zeithistorisches Portal Café Haberland“
im neuen Gebäude über dem U-Bahnhof Bayerischer Platz (U7)
10779 Berlin
33
diskurs
mdr
immer donnerstags
22:00 – 23:00 Uhr
nur auf MDR FIGARO
Kurt Tucholsky
1. JAN Zum 200. Geburtstag von Otto von Bismarck-Schönhausen
„Küsse kann man nicht schreiben“ – Bismarck
von Ralph Knebel
Rundfunk der DDR 1988
8. JAN Zum 70. Geburtstag von Rüdiger Safranski am 1. Januar
Umwertung aller Werte: Friedrich Nietzsche
Vortrag von Rüdiger Safranski
NDR 2000
15. JAN Zum 125. Geburtstag von Kurt Tucholsky am 9. Januar
Sie war Tucholskys Lottchen
Lisa Matthias, besichtigt von Helga und Robert Neumann
NDR 1973
22. JAN Die Gefährten. Tiere als Persönlichkeiten
von Frank Kaspar
BR 2010
29. JAN Vor 70 Jahren:
Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz
Der Kommandante – Die Aufzeichnungen des
SS-Obersturmbannführers Rudolf Höß
von Jürgen Amann (mit Udo Samel)
ORF 2012
5. FEB „Ich sende Herrn Junkers meinen Gruß“
Ein Porträt des Flugpioniers und Erfinders
Hugo Junkers aus Dessau
von Wolfgang Knape
MDR 2001
12. Feb Vor 30 Jahren: Einweihung der wiedererbauten
Semperoper am 13. Februar
So spricht das Leben: Die Welt ist mein
Dresden und der dritte Bau der Semperoper
von Karl-Heinz Tesch
Hugo Junkers
Thomas Brasch
Christa Wolf
Harry
Rowohlt
19. FEB Zum 70. Geburtstag von Thomas Brasch
Thomas Brasch: Vor den Vätern sterben die Söhne
Lesung und Gespräch mit Thomas Brasch
und Hans-Georg Soldat
RIAS 1976
26. FEb Maßgefertigt:
Die Herrenschneider der Londoner Savile Row
von Ruth Rach
DLF 2014
5. MRz Betriebssystem Buch –
Autoren als Medienprofis
von Andreas Trojan
BR 2014
12. MRz Leipziger Buchmesse
Moskauer Tagebücher –
Wer wir sind und wer wir waren
von Christa Wolf
MDR 2015
19. MRZ Zum 80. Geburtstag von Adolf Dresen am 31. März
Versuch über den politischen Begriff der Urteilskraft
Essay von und mit Adolf Dresen
MDR 1994
26. MrZ Zum 70. Geburtstag von Harry Rowohlt am 27. März
Mit dem Läusekamm durch die Präsenzbibliothek
Poetik-Vorlesung vom 31. 10. 2010 in Leipzig
von Harry Rowohlt
MDR 2010
Rundfunk der DDR 1980
34
35
register
und nicht zuletzt
Autoren
Amann, Jürgen → 34
Asman, Carrie → 11
Barth, Tobias → 13
Barthel, Thomas → 29
Bittner, Heike → 25
Brasch, Thomas → 35
Calle, Sophie → 11
Dath, Dietmar → 25
Dermutz, Klaus → 27
Dippel, Carsten → 24
Dolgin, Josh → 33
Dresen, Adolf → 35
Ebelt, Friedemann → 21
Eik, Jan → 23
Filz, Walter → 14
Gebel, Thomas → 25
Guschas, Thilo → 27
Halter, Andrea → 31
Helle, Christiane → 15
Hoffmann, Lorenz → 26
Houd, Rikke → 23
Kalcsics, Monika → 32
Kaspar, Frank → 34
Kiener, Petra → 16
Knape, Wolfgang → 34
Knebel, Ralph → 34
Köhler, Ulf → 29
Kotte, Günter → 10
Kranz, Dieter → 31
Krausz, Rosvita → 30
Kretzer, Karsten → 10
Krump, Annika → 33
Link, Rainer → 14
Lotz, Karl Heinz → 22
Luncke, Stella → 24
Matting, Karen → 12
Möller, Beatrice → 26
Mühlenberg, Heidi → 12
Nemtsov, Jascha → 33
Neumann, Robert → 34
Neumann, Helga → 39
Regisseure
Olaso, Francisco → 15
Pfletschinger,
Bernhard → 30
Pressler, Elke → 21
Ranzinger, Sabine → 11
Rowohlt, Harry → 35
Rubinroth,
Johanna → 28
Ruth, Rach → 35
Safranski, Rüdiger → 34
Schäfers,
Josef Maria → 24
Stegers, Philip → 31
Striegler, Frank → 10
Tesch, Karl-Heinz → 34
Trojan, Andreas → 35
Vorkefeld, Julia → 22
Waldthaler,
Patrick H. → 13
Wolf, Christa → 35
Woller, Hans → 28
Yoon, Grace → 29
Bildnachweise
Ackers, Beatrix → 12
Barth, Tobias → 10
Bernhard, Henry → 21
Filz, Walter → 14
Heindel, Martin → 25
Hess, Manfred → 14, 29
Houd, Rikke → 23
Jarisch, Jens → 23
Jurzik, Renate → 11
Kalcsics, Monika → 32
Kiener, Petra → 16
Köhler, Ulf → 25
Koppelmann,
Leonhard → 27
Koslowski von,
Nikolai → 10, 15, 21, 24
Kühlein, Fabian → 26
Langer,
Ulrike Lykke → 32
Leclerque, Andrea → 15
Luncke, Stella → 24
Meinetsberger,
Andreas → 22, 23
Panknin, Anna → 28
Ranzinger,
Sabine → 11, 26
Rindfleisch,
Wolfgang → 13
Schäfers,
Josef Maria → 24
Stegers, Philip → 31
Sturm, Oliver → 27
Thalheim,
Matthias → 31
Theißen,
Hermann → 28, 30
Vorkefeld, Julia → 22
Vowinckel, Antje → 30
Yoon, Grace → 29
Wenn Sie das Feature-Programm des rbb als
E-Mail-Newsletter erhalten möchten, schreiben Sie
einfach eine E-Mail an: feature@rbb-online.de
36
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Prignitz / Pritzwalk 91,7 MHz
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Märkisch-Oderland 96,8 MHz
Teltow-Fläming 100,2 MHz
Chemnitz 87,7 MHz
Dresden 95,4 MHz
Halle-Stadt 107,3 MHz
Hoyerswerda 94,7 MHz
Klingenthal 98,4 MHz
Leipzig 88,4 MHz
Löbau 96,2 MHz
Markneukirchen 106,4 MHz
Oschatz 98,9 MHz
Schöneck 98,7 MHz
Seifhennersdorf 103,4 MHz
Torgau 93,0 MHz
Zittau 95,4 MHz
Brocken 107,8 MHz
Dequede 89,4 MHz
Magdeburg 107,4 MHz
Wittenberg 104,0 MHz
Gera 103,9 MHz
Inselsberg 87,9 MHz
Jena 96,4 MHz
Saalfeld 100,7 MHz
Sonneberg 95,2 MHz
Suhl 89,8 MHz
Satellit
Astra 1 H DVB
Astra 1 H DVB
Kabel
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Potsdam 98,45 MHz
online
4
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