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(DCC) an Schweizer Universitäten 2008-2011 - Swissuniversities

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Förderung von „Dual Career Couples“ (DCC) an Schweizer
Universitäten 2008-2011
AUSZUG aus dem
Finanzierungsantrag an die Schweizerische Universitätskonferenz SUK im Rahmen
des Bundesprogramms Chancengleichheit (BPCG) = Kooperationsprojekt A 07
3. Zielgruppe und Kriterien für die Förderung von DCCs innerhalb des BPCG
Die Ausgestaltung des Projektes innerhalb des BPCG 2008-2011 richtet sich nach dessen
Zielsetzung, der Erhöhung des Frauenanteils auf 25% auf Stufe Professur an den
Schweizer Universitäten. Dies betrifft insbesondere die Festlegung der Zielgruppe und die
Definition von Kriterien. Es kommen folgende DCC-Konstellationen als Zielgruppe in Frage:
Zielgruppe
Partner/-in Zielgruppe
Kriterium
Berufungs-/Anstellungs/Bleibeverhandlungen an der
Universität
Anstellung Partner/-in an einer
wissenschaftlichen Institution
DCC-relevantes Ziel
Nachwuchswissenschaftlerin/
Nachwuchswissenschaftler
Nachwuchswissenschaftler/
-in
Professorin/Professor
Nachwuchswissenschaftler/-in
Professorin
Professor/Professorin
Annahme des Rufes
Professorin
Anderer Beruf
Annahme des Rufes
Fortsetzen der
wissenschaftlichen
Laufbahn
Annahme des Rufes/
Fortsetzen der
wissenschaftlichen
Laufbahn
5.1. DCC-Finanzierungspool
Sofern die Antrag stellende Universität die unter Ziff. 5.2. definierten Bedingungen erfüllt,
kann sie im Rahmen der Möglichkeiten des DCC-Finanzierungspools von Modul 3 BPCG
eine finanzielle Unterstützung für folgende Leistungen zur finanziellen Unterstützung für die
Partner der anzustellenden/ verbleibenden Person, beantragen:
Seite 3
5.2. Mittel
1. Arbeitsplatz- und Laborkosten
2. Material-, Ausstattungskosten und Nutzungsrechte
3. Stipendien
4. „Seed Money“, z.B. zur Einreichung eines Forschungsprojekts bei
Finanzierungsinstitution
5. finanzielle
Unterstützung
bei
Anstellung
an
einer
Hochschule
Forschungsinstitution
6. Umzugskosten
7. Kinderbetreuung
8. Coaching
9. ...
einer
oder
Verfahren und Kriterien für die Pilotphase:
Die PL ist verantwortlich für die Prüfung der Unterstützungsanträge. Während der Pilotphase
bis Ende 2009 werden Anträge nach dem Prinzip „first come first serve“ behandelt und
periodisch beschlossen. In dieser Phase werden auch die Kriterien zur Vergabe von
Finanzmitteln getestet. Danach werden definitive Auswahlkriterien durch die PL festgelegt.
Es wird in erster Linie auf die Erfüllung des Programmzieles 2012, „25% Professorinnen“,
geachtet und die Unterstützung von geeigneten Rahmenbedingungen für die Berufung oder
den Verbleib von in Dual Career-Konstellationen lebenden (angehenden) Professorinnen. Es
wird geprüft, ob eine Antragsperiodizität (2x, 3x, 4x jährlich) sinnvoll erscheint.
Die Beitragsdauer beschränkt sich auf 1 Jahr. Es können je Antrag maximal CHF 50'000
beantragt werden, wobei die antragstellende Universität mit allfälligen Projektpartnern mind.
60% Eigenleistung erbringen muss. Auf eine angemessene Berücksichtigung der deutschen
und der lateinischen Schweiz wird geachtet.1
Die Mittel aus dem Finanzpool können als „Startgeld“ bzw. Unterstützung in den oben
genannten Bereichen beantragt werden. Für Partner/innen in einem Berufsfeld ausserhalb
der Wissenschaft werden keine finanziellen Anreize wie Stipendien oder „Seed Money“
ausbezahlt. Hier kann aber bspw. ein Coaching finanziell unterstützt werden. Fallen
Partnerinnen unter die Kategorie „Nachwuchswissenschaftlerin mit Betreuungspflichten“,
sind in erster Linie Unterstützungsmöglichkeiten durch Drittmittel, wie über das Marie Heim
Vögtlin MHV-Programm des SNF u.ä. auszuschöpfen. Ergänzend dazu sind Leistungen aus
dem Finanzierungspool für Infrastruktur des Arbeitsplatzes möglich.
Die DCC-Problematik betrifft auch und ganz besonders Nachwuchswissenschaftlerinnen. In
dieser Phase der Karriere werden künftige Weichen gestellt. Es ist mittlerweile durch Studien
von renomierten Institutionen wie EMBO oder Stanford University erwiesen, dass Frauen aus
traditionellen Rollenstereotypien heraus dazu tendieren den Karrieren ihres Partners den
Vorrang zu geben. Frauen refusieren Stellenangebote, wenn ihr Partner keine
zufriedenstellende Position finden kann. Die Berücksichtigung dieser Kategorie erscheint aus
einer Genderperspektive besonders wichtig. Es ist wünschenswert, dass mindestens 40%
Nachwuchswissenschaftlerinnen gefördert werden. Der Einbezug einer DCC-Politik in den
Berufungsverfahren kann laut der amerikanischen Studie auch positive Auswirkungen
betreffend „gender diversity“ haben, da 53% der „first hire“ Professorinnen einen Partner vom
selben akademischen Rang aufwiesen (Männer 19%).2
1
Gemäss Personalressourcen UH, BfS 2007 stehen den lateinischen und deutschschweizerischen Universitäten
Mittel im Verhältnis von ca. 42% zu 58% zur Verfügung.
2
A. Ledin, L. Bornmann, F. Gannon & G. Wallon, EMBO reports VOL8/NO11/2007, a persistent
problem traditional gender roles hold back female scientists und L. Schriebinger, A. Davies Henderson
& S.K. Gilmartin, 2007, Dual-Career Academic Couples What Universities need to know,
http://www.stanford.edu/group/gender/Publications/index.html
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Bildung
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