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Die letzten 7 Tage im Überblick - BuchMarkt

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Die letzten 7 Tage im Überblick
12.01.2015 08:16
UMGEBLÄTTERT: Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und Millionen gingen in Frankreich auf
die Straße
</scriptJeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell
einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für
einen aktuellen Büchertisch.
Und wenn Sie eine spannende Rezension anderswo finden: Schicken Sie uns schnell eine Mail?
Die Terroranschläge vergangene Woche haben ganz Europa erschüttert. Gestern gab es weltweit
Trauermärsche für die Opfer der islamistischen Mörder, der größte fand in Paris statt. Alle waren
da, bis auf die Rechten im Dunstkreis der Familie Le Pen.
Frankfurter Rundschau
Interview mit dem französischen Islamexperten Olivier Roy über den religiösen und sozialen
Hintergrund der Attentäter von Paris. Bei Siedler erschien schon 2010 sein Werk Heilige Einfalt: über
die politischen gefahren entwurzelter Religionen.
Interview mit Anselm Grün.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
[Neue Wirtschaftsbücher]
Martin Gaedt Mythos Fachkräftemangel (Wiley-VCH)
Till Düppe u.a. Finding Equilibrium (Princeton UP).
Die Welt
Nachruf auf einen Schriftsteller, der jetzt besonders fehlt: Abdelwahab Meddeb – er lebte halb in
Paris und halb in Maghreb. Er schrieb ein Standardwerk zum Massenmord des 11. September.
www.buchmarkt.de 12.01.2015 14:22
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buchmarkt-online
Interview mit Ralf Kläsener, Chef des legendären Comic-Magazins Zack.
Süddeutsche Zeitung
Autor Robert Stone ist tot. Er starb am Samstag 77jährig in Florida.
Interview mit dem Kunsthistoriker Horst Bredekamp über eine Epoche mit einem drohenden Bildersturm.
Heiner Müllers gesammelte Gedichte in einem Band: Warten auf der Gegenschräge (Suhrkamp).
Der Krimiautor als Filmkritiker: Jean-Patrick Manchette Porträt in Noir (Alexander).
12.01.2015 13:52
Verlage
WEKA Business Media übernimmt 80% der Anteile der Lernwerkstatt Olten
Zum Jahresbeginn hat die WEKA Business Media AG (Zürich) 80% der Anteile an der Lernwerkstatt
Olten (Olten) übernommen. Der Gründer Peter Bürki scheidet aus dem Unternehmen aus, sein
Mitgesellschafter und Mitgründer Daniel Herzog bleibt mit 20% an der LWO beteiligt und wird auch
weiterhin das Unternehmen leiten.
Zusätzlich wird der Geschäftsführer der WEKA Business Media, Stephan Bernhard, in die
Geschäftsführung der LWO eintreten. Standort und Management-Team der LWO bleiben
unverändert.
Die LWO wurde 1997 gegründet und bietet in der gesamten Deutschschweiz ausschließlich
Ausbildungsgänge für Bildungsfachleute an, die u.a. mit den Abschlüssen „SVEB-Zertifikat“,
„Ausbilder/in mit eidg. Fachausweis“, sowie „Ausbildungsleiter/in mit eidg. Diplom“ beendet
werden. In 2014 haben 11 feste Mitarbeiter und ein Team von 52 freien Trainern 727
Lehrgangsteilnehmer betreut.
12.01.2015 13:22
Personalia
Martin Kordi&#263; und Florian Kessler neu im Literaturlektorat bei Hanser
Martin Kordi&#263; (31 – Foto l.) und Florian Kessler (33 – Foto r.) verstärken zukünftig neben Dr.
Wolfgang Matz das Lektorat für deutschsprachige Literatur bei Hanser. Lina Muzur (34) wechselt
zum Aufbau Verlag, sie übernimmt dort die Programmleitung Belletristik.
Dr. Florian Kessler ist als freier Publizist, Lektor und Moderator tätig, u.a. schreibt er regelmäßig für
Süddeutsche Zeitung, Zeit und Tagesspiegel. Er nimmt seine Tätigkeit für den Hanser Verlag am 15.
Januar auf.
Martin Kordi&#263; ist seit 2009 Lektor im DuMont Buchverlag, wo er mit Autoren wie Jan Brandt,
Dorothee Elmiger, Roman Ehrlich oder Petra Hartlieb arbeitet. Zum 1. April wechselt er nach
München.
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Kordi&#263; und Kessler haben während ihres Studiums die Literaturzeitschrift Bella Triste
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buchmarkt-online
herausgegeben und waren Künstlerische Leiter des Literaturfestivals Prosanova.
12.01.2015 13:10
Autoren
Michel Houellebecq kommt am Freitag zur Buchpremiere nach Deutschland
Michel Houellebecq will trotz seines Rückzugs aus Paris nach dem Terroranschlag auf das
Satiremagazin Charlie Hebdo seinen islamkritischen Roman Unterwerfung in Köln vorstellen.
Das teilte der DuMont Buchverlag am Montag mit. Das Buch kommt an diesem Freitag in
Deutschland in die Läden, die Lesung soll am darauffolgenden Montag (19.1.) stattfinden. Die
Sicherheitsmaßnahmen im „Depot 1” des Kölner Schauspiels würden voraussichtlich strenger sein
als zunächst geplant, sagte Verlagssprecherin Julia Giordano. Die Lesung am 19. Januar die einzige,
die bisher in Deutschland geplant ist.
12.01.2015 12:33
Personalia
Elina Müller macht Key Account bei Thienemann-Esslinger
Seit Anfang Januar ist Elina Müller (27 - Foto) als Key Account Managerin im Vertrieb des
Thienemann-Esslinger Verlags tätig. In dieser Position ist sie für die Betreuung der Key-Accounts im
Buchhandel – DBH, Mayersche und Bahnhofsbuchhandel – verantwortlich.
Elina Müller kommt vom Stuttgarter frechverlag, bei dem sie zunächst eine Ausbildung zur
Bürokauffrau abschloss und dann als Redaktionsassistentin arbeitete. Ab 2008 war sie bei frech als
Kundenmanagerin tätig und betreute in dieser Funktion den Fach-, Groß- und Handarbeitshandel.
Gleichzeitig absolvierte sie von 2013 bis 2014 ein intensives Trainee-Programm zum
„Sales-Manager in einem Medien-Unternehmen/Special-Interest Verlag“.
12.01.2015 12:21
Perosnalia
Weltbild: Franz-Josef Benteler startet als Geschäftsleiter Non Media
Zum 1. Januar hat Franz-Josef Benteler (52 - Foto) als Mitglied der Geschäftsleitung die
Einkaufsleitung Non Media bei Weltbild übernommen.
Benteler bringt langjährige Erfahrung aus dem Segment Home & Living mit und kennt die
Beschaffungsmärkte Asien, Südamerika und Europa genauestens. Er kommt von Butlers, dem
Kölner Spezialisten für Wohn-Accessoires, wo er als Einkaufleiter tätig war, und arbeitete zuvor
über 15 Jahre erfolgreich bei KARE Design, ebenfalls als Einkaufsleiter.
12.01.2015 12:17
Personalia
bücher.de: Clemens Todd und Günter Hilger übernehmen die Geschäftsführung / Gerd Robertz verlässt
das Unternehmen
Clemens Todd (44 - Foto l.) und Günter Hilger (51 - Foto r.) sind neue Geschäftsführer des
Online-Buchhändlers bücher.de (100%ge Weltbild-Tochter). Der bisherige Geschäftsführer Dr. Gerd
Robertz scheidet zu Ende Februar „in gegenseitigem Einvernehmen“ aus dem Unternehmen aus. Er
stand acht Jahre an der Spitze des Unternehmens, das zuletzt einen Umsatz von über 50 Mio. Euro
erzielte.
www.buchmarkt.de 12.01.2015 14:22
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buchmarkt-online
Todd verantwortet zukünftig die Bereiche Finanzen, IT, Personal, Recht und Customer Service,
zuvor war er Kaufmännischer Leiter von bücher.de. Hilger, zuvor Marketingleiter bei bücher.de,
leitet in der Geschäftsführung die Bereiche Marketing und Vertrieb, Category Management und
Business Development.
12.01.2015 09:31
Lesetipp
Süddeutsche Zeitung: Weitere Entlassungen bei Weltbild?
„Die Stimmung im Weltbild Verlag ist schlechter denn je: Ein Jahr nach der Insolvenz könnte es
weitere Entlassungen geben“, so beginnt Stefan Mayr seinen Weltbild-Artikel in der
http://www.sueddeutsche.de/bayern/weltbild-verlag-allein-der-glaube-bleibt-1.2296831.
Von einst 2200 Mitarbeitern in Augsburg sind noch 950 übrig. Mehr als 1000 Mitarbeiter wurden
entlassen, dazu kommen etwa 300 in den Filialen. Und das Ausbluten geht weiter: Viele Mitarbeiter
verlassen das Unternehmen jetzt freiwillig.
„Und trotz der enormen Einschnitte muss sich das verbliebene Personal schon wieder ernsthafte
Sorgen um den Job machen. Denn vor Weihnachten hatte die neue Geschäftsführung weitere
Entlassungen angekündigt [mehr...] - ohne Zahlen zu nennen“, schreibt Mayr.
Enttäuschung mache sich breit: Der Investor Droege habe sich als "klassischer knallharter
Kosten-Sanierer" entpuppt, "der mit Drohungen und Geheimhaltungspolitik arbeitet". Selbst
Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz, der Droege ins Boot holte, kritisiert den
60-Prozent-Mehrheitsgesellschafter – will aber den Glauben an die Sanierung nicht aufgeben.
Nach der geplatzten Weihnachtsrunde hat es kein Gespräch zwischen Betriebsrat und Management
mehr gegeben. Mayr zitiert Betriebsrat Timm Boßmann: "Die Situation ist extrem unbefriedigend,
die Strategie des Herrn Droege irritiert." Alles sehe nach „Todschrumpfen“ aus.
Droege hat nach dem ersten Umsatzrückgang sofort zahlreiche Kosten gekappt: „Es wird als Indiz
gewertet, dass Droege rückläufige Umsätze als Rechtfertigung für Entlassungen anstrebt“, so Mayr.
Zum Artikel:
11.01.2015 17:55
Lachhaft
Der Montagswitz
Jeden Montag hier ein Witz zum Wochenanfang. Ihre Beiträge sind erwünscht per Mail an
mail(redaktion@buchmarkt.de).
Im alten Jerusalem will eine aufgeregte Meute gerade eine Ehebrecherin steinigen.
Jesus geht dazwischen und hält eine Predigt, die damit endet: "Wer von Euch ohne Sünde ist, der
werfe den ersten Stein!"
Da fliegt ihm mit voller Wucht ein Stein ins Genick. Jesus dreht sich um und brüllt: "Mutter, du
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buchmarkt-online
nervst!"
11.01.2015 09:44
Bücher und Autoren heute in den Feuilletons von FAS und WamS – und Entwarnung vor Michel
Houellebecq
Auch sonntags blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen
Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen
aktuellen Büchertisch.
Und wenn Sie eine spannende Rezension anderswo finden: Schicken Sie uns schnell eine Mail?
Frankfurter Allgemeine
„Es geht jetzt um alles“: Oliver Guez Heimkehr der Unerwünschten. Eine Geschichte der Juden in
Deutschland nach 1945 (Piper) und Anne Berest Sagan 1954 mit Beiträgen zu den Folgen des
Anschlags.
„Bruder Michel“: Michel Houellebecq “schürt mit seinem neuen Roman Unterwerfung die Angst vor
dem Islam, heißt es. Aber ist das wahr?“ (DuMont). Volker Weidermann entwarnt: „Von geistiger
Brandstiftung... beim besten Willen nichts zu finden“.
„Die bestochene Welt“: Louis Begley hat einen „Wirtschaftskanzleiroman“Zeig dich, Mörder
geschrieben (Suhrkamp).
Eine KLEINE MEINUNG zu
dem Caroon-Band Treffen sich zwei Künstler von Milen Till / Martin Fengel (Snoek Verlag), „manchmal
sehr lustig“.
Welt am Sonntag
„Die Drohung ist das Grauenhafte“: Im Gespräch mit Michael Krüger erinnert sich die WamS an
den vor mehr als 25 Jahren eigens gegründeten Artikel 19 Verlag, in dem sich rund 100 Verleger
und Autoren zusammen fanden, um Salman Rushdies Satanische Verse zu verlegen
„Gegen den Strich“: Michel Houellebecqs Roman Unterwerfung „ist weder.... rassistisch noch
islamophob" (DuMont).
(Das war es auf den ersten Blick; wenn wir in anderen Rubriken noch was entdecken, wird’s im Laufe des Tages
nachgeliefert.
www.buchmarkt.de 12.01.2015 14:22
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buchmarkt-online
10.01.2015 10:25
UMGEBLÄTTERT: Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und "Vertrautes" für Thome- und
McEwan-Leser
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen
Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen
aktuellen Büchertisch.
Und wenn Sie eine spannende Rezension anderswo finden: Schicken Sie uns schnell eine Mail?
Frankfurter Rundschau
„Wie Maria es sieht“: Stephan Thomes neuer Roman Gegenspiel „dürfte Thome-Lesern vertraut
vorkommen" (Suhrkamp).
Frankfurter Allgemeine Zeitung
„Drei Sekunden lang all das ferne Leben spüren": Ian McEwan „verhandelt in Kindeswohl einen
juristisch und moralisch kniffligen Fall“ (Diogenes).
„Maßlos muss das Theater sein“: Rüdiger Schaper (Spektakel, Siedler) und Hans-Thies Lehmann (
Tragödie und dramatisches Theater, Alexander Verlag) „verteidigen die Bühnenkunst gegen ihre
Verächter und voreiligen Liebhaber".
„Rechnen müssen und können“: Judith Zander „versucht sich am Dichten nach Zahlen" - manual
numerale,(dtv).
„Was treibt sie um": In der Rubrik Literarisches Leben hat das Blatt Arno Geiger, Michael Köhlmeier,
Katja Petrowskaja, Sibylle Lewitscharoff, Iris Hanika, Aris Fioretos, Juli Zeh, Clemens Meyer und Martin
Mosebach gefragt, wie den deutschsprachigen Literaten zumute ist.
Vorn noch Berichte darüber, dass Michel Houellebecq aus Trauer über seinen Freund Bernard Maris
seine Medienauftritte abgesagt [mehr...] und Paris verlassen hat und dass sich die Buchbranche
mit der Aktion wir sindcharlie.de solidarisiert hat.
Die Welt
Die Bücher der Beilage Die literarische Welt hatten wir bereits gemeldet [mehr...].
Süddeutsche Zeitung
„Reden ist nur, Mitreden Gold": In seinem Buch Smalltalk „lehrt Alexander von Schönburg die Kunst
der eleganten Konversation" (Rowohlt Berlin).
„Mit vier Augen": Aus der Mappe, die Erzählungen von Herman Bang, gibt es in einer Neuausgabe bei
Wachholtz.
www.buchmarkt.de 12.01.2015 14:22
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buchmarkt-online
„Das Kind im Manne": Aufbau vor laufender Kamera: Geschichten aus meinem Leben von Armin Maiwald (K&W).
Im INTERVIEW:
"Würde": Der Musiker Peter Licht über und seine neue CD und das gleichnamige Buch Lob der Realität bei
Blumenbar.
10.01.2015 10:58
Aktionen
Osnabrück: Buchhändler Lennart Neuffer setzt ein Zeichen und räumt sein Fenster
Das Fenster der Osnabrücker Buchhandlung zur Heide ist derzeit leer: Lennart Neuffer will mit den
geräumten Regalen im Fenster ein Signal gegen den Anschlag auf das französische Satiremagazin
„Charlie Hebdo“ setzen. Seine Botschaft: So sähe es in einer Buchhandlung ohne Meinungsfreiheit
aus.
Das berichtet die Osnabrücker Zeitung: "Lediglich Blätter mit deutlichen Botschaften hängen im
Schaufenster. „Unsere Waffe ist das Wort“, steht auf einem, „Nous sommes Charlie“ auf einem
anderen." Lennart Neuffer fühlt sich betroffen: "Meinungs- und Pressefreiheit ist auch für
Buchhändler ein Thema".
Zum Artikel:
10.01.2015 11:38
Branche
LD-Umsatztest: Stationäres Geschäft holt sich Umsätze zurück
Der deutsche Buchhandel hat im letzten Jahr ein Plus von 0,7 Prozent erwirtschaftet. Das ergibt der
Umsatztest von Langendorfs Dienst www.langendorfs-dienst.de. Dabei war wie schon 2013 das
Rechnungsgeschäft für die stabile Höhe verantwortlich, wie der Diest meldet.
Der Barumsatz erreicht im Jahresmittel eine Steigerung von 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Der Rechnungsumsatz erzielte ein Wachstum von 1,1 Prozent. Der Dezember lief mit plus 0,6
Prozent sehr ordentlich. Knapp unter der Entwicklung des Gesamtumsatzes lag das Bargeschäft
(plus 0,5 Prozent), etwas darüber das Rechnungsgeschäft (plus 0,8 Prozent).
"Zieht man die von LD errechneten Rückgänge im Onlinegeschäft laut Branchenmonitor Buch
hinzu, lässt sich sagen: Der stationäre Buchhandel hat sich 2014 Umsatzanteile auf niedrigem
Niveau zurückgeholt. Der stationäre Buchhandel hat das Wachstum des Online-Geschäfts
gestoppt", kommentiert LD-herausgeber Matthias Koeffler das Ergebnis.
09.01.2015 16:05
Konzerne
Lesetipp "Krise ohne Ende": Erneut 200 Arbeitsplätze bei Weltbild bedroht
Zum Jahrestag der Weltbild-Insolvenz (vor einem Jahr, am 10. Januar, hat die Augsburger
Verlagsgruppe Insolvenz angemeldet) hat der Bayerische Rundfunk unter der Überschrift "Krise
ohne Ende" ein Fazit des Krisen-Jahres gezogen und meldet: "Über den Berg ist Weltbild nach wie
vor nicht"- erneute 200 weitere Arbeitsplätze seien bedroht.
www.buchmarkt.de 12.01.2015 14:22
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buchmarkt-online
Denn, so die Gewerkschaft Verdi: Der neue Investor Droege "opfert Mitarbeiter für Rendite".
Hier weiterlesen
09.01.2015 11:02
Was macht eigentlich....
... Ulrich Störiko-Blume?
Ulrich Störiko-Blume (Foto), bis zum Jahresende 2014 Verlagsleiter Hanser Kinder- und Jugendbuch,
hat sich mit Beginn des neuen Jahres mit einer Projekt-Agentur in München selbstständig gemacht.
Dazu wird er für BuchMarkt in München und im süddeutschen Raum als Korrespondent und
Ansprechpartner aktiv werden.
Schwerpunkt seiner Projekt-Agentur werden aber neben der journalistischen Tätigkeit Lehr-,
Workshop- und Veranstaltungs-Projekte und vor allem Verlagsberatung im Bereich Kinder- und
Jugendbuch sein: Ulrich Störiko-Blume hat über vier Jahrzehnte in sieben namhaften Kinder- und
Jugendbuchverlagen in verantwortlichen Positionen gewirkt: Ravensburger, Franz Schneider,
arsEdition, C. Bertelsmann Jugendbuch, Beltz & Gelberg, Boje, Hanser. Dazu bietet er
"Projekt-Management von der Idee bis zum herstellungsreifen Buch" an und "die
Zusammenführung von Autoren und Verlagen über Buchideen".
Kontakt:
Ulrich Störiko-Blume
Projekt-Agentur
Tel +49 89 9570656
us@stoerikoblume.de
09.01.2015 11:19
Ehlings Wochenblick
Aus der Bücherwelt
Jeden Monat berichtet BuchMarkt-Kolumnist Holger Ehling über die bunte Welt der Bücher. Jeden
Freitag erscheint in seinem Blog sein persönlicher Rückblick auf das aktuelle Geschehen in der
Branche. Und hier können Sie das lesen: http://www.ehlingmedia.com/blog/?p=4247.
Heute geht’s um gedruckte Bücher, Waterstones, Blödsinn, China und leider mehr.
09.01.2015 13:37
Autoren
Ian McEwan verurteilt Attentat auf die Charlie-Hebdo-Redaktion
Der britische Schriftsteller Ian McEwan hat auf seiner Website www.ianmcewan.com ein kurzes
Statement zur Tragödie bei Charlie Hebdo veröffentlicht:
Murderous and self-sanctifying, radical Islam has become a global attractor for psychopaths. It has never been
embarrassed to proclaim its list of hatreds: education, tolerance, plurality, pleasure and, above all, freedom of
expression - the freedom that underpins all others. Even more important than the abstractions are the people that
jihadists hate and have killed: children, schoolgirls, gays, women, atheists, non-Muslims, and many, many
Muslims. To that list we must now add the brave and lively staff of Charlie Hebdo, who hoped to face down hatred
with laughter. The slaughter in Paris is a tragedy for the open society. On a dark night for mental freedom, a few
fragile points of light: the calm, determined crowds gathered in cities across France; the hope that the general
revulsion at these murders might have a unifying effect; the fact that a cult rooted in hate is a frail thing and
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buchmarkt-online
cannot last; the fact that the psychopaths are vastly outnumbered.
Ian McEwan
09.01.2015 12:35
Verlage
Delius Klasing baut Digitalangebot weiter aus
Im vergangenen Jahr hat Delius Klasing sein E-Book Angebot um rund 100 Titel auf etwa 350
digitale Titel erweitert.
Zur Boot erscheint nun auch die „Bibel der Segler“, die Seemannschaft erstmals als E-Book. Klasing
entspreche damit der steigenden Nachfrage – speziell nach diesem Buch. „Die digitale
„SEEMANNSCHAFT“ stand ganz oben auf der Wunschliste unserer Kunden“, erläutert
Programmchefin Dr. Nadja Kneissler.
Neben neuen E-Books bietet Klasing diverse Apps für ihr Sportbootkartenprogramm an. Den neu
gedruckten Sportbootkartensätzen für 2015 liegen außerdem Gutscheincodes bei, die gegen die
digitale Version der entsprechenden Seekarte eingetauscht werden kann – alternativ kann der
Kartensatz auch direkt über die App bezogen werden. Dazu gibt es die Möglichkeit eines
zubuchbaren Updatevertrages für die Karten.
09.01.2015 08:25
UMGEBLÄTTERT: Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und das Attentat in Paris bleibt das
beherrschende Thema
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen
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aktuellen Büchertisch.
Und wenn Sie eine spannende Rezension anderswo finden: Schicken Sie uns schnell eine Mail?
Das beherrschende Thema auch heute wieder der verbrecherische Anschlag auf Charlie Hebdo. Der
Börsenverein hat sehr schnell reagiert mit einer „Je suis Charlie“-Seite; buchmarkt.de hat das
dazugehörende Overlay sofort eingebunden: Danke, Börsenverein!
Frankfurter Rundschau
Ein „feiner Roman über die Nöte einer Richterin“: Ian McEwan Kindeswohl (Diogenes).
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Die FAZ illustriert den Artikel von Andreas Platthaus „Gradmesser der Aufklärung“ mit Illustrationen
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buchmarkt-online
von Flix: „#Jesuischarlie“. Das setzt sich fort: Das gesamte Feuilleton zeigt im oberen Teil der Seite
politische Karikaturen.
Dieter Breuer und Jürgen Breuer lesen das Nibelungenlied als chiffrierte politische Botschaft: Mit wahrheit
oder nach sage (Fink Verlag).
Louis Begley hat seinen ersten Krimi geschrieben: Zeig dich, Mörder! (Suhrkamp).
Über die Notwendigkeit, den Islam vom Islamismus zu befreien, schreibt Bernard-Henri Lévy.
Die Welt
Unter einer Rieseillustration „Je suis Charlie“ ein Interview mit Daniel Cohn-Bendit: „Der Anschlag ist eine
Falle, in die wir nicht gehen dürfen“.
Süddeutsche Zeitung
Wie Zeichner auf der ganzen Welt ihre ermordeten Pariser Kollegen würdigen: Aufmacher des
Feuilletons. Und Thomas Steinfeld zu dem Vorwurf an Michel Houllebecq, er habe den Terroranschlag
antizipiert.
„Erzählkunst als angewandte Religionskritik“: Ian McEwan Kindswohl (Diogenes).
[Neue Taschenbücher]
Charlotte Brontë Der Professor (Insel)
Richard Klein Musikphilosophie zur Einführung (Junius)
Hans Fallada Der Bettler, der Glück bringt (Aufbau)
Alex Capus Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer (dtv)
Kenzaburo Oe Stille Tage (S. Fischer)
Vladimir Sorokin Der Schneesturm (KiWi)
{Kinder- und Jugendliteratur}
April Henry Lauf, wenn es dunkel wird (arlsen)
Andrea Beaty Wie Rosie den Käsekopter erfand (Knesebeck)
Alois Prinz Teresa von Avila (Insel)
Lukas Erler Brennendes Wasser (Arena)
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buchmarkt-online
09.01.2015 11:40
++ Vorgeblättert ++
Bücher und Autoren am Samstag in der „Literarischen Welt“
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen
Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen
aktuellen Büchertisch.
Michel Houellebecq Unterwerfung (Dumont)
Jeff VanderMeer Autorität. Southern Reach Trilogie Bd. 2 (Antje Kunstmann)
Charles Lewinsky Kastelau (Nagel & Kimche)
Kazuaki Takano Extinction (C. Bertelsmann)
Siegfried Unseld Chronik 1971 (Suhrkamp)
Martin Walser Schreiben und Leben. Tagebücher 1979-1981 (Rowohlt)
Siegfried Unseld Sein Leben in Texten und Bildern (Suhrkamp)
Claude Lévi-Strauss Wir sind alle Kannibalen (Suhrkamp)
Friedrich Dönhoff Ein gutes Leben ist die beste Antwort. Die Geschichte des Jerry Rosenstein (Diogenes)
Minecraft. Das Konstruktionshandbuch (Schneiderbuch)
Szilárd Rubin Der Eisengel (Rowohlt Berlin)
Jim Thompson Die Verdammten (Heyne)
Bruce Chatwin Der Nomade. Briefe 1948-1988 (Hanser)
09.01.2015 11:18
Top Personalie
Michael Brozat macht IT-Strategie bei Bonnier
Michael Brozat (42 - Foto) hat am 1. Januar seine Tätigkeit als CTO von Bonnier Media Deutschland
aufgenommen. Er koordiniert für die Verlage Aladin, arsEdition, Carlsen, Hörbuch Hamburg, Piper,
Thienemann-Esslinger und die Ullstein Buchverlage die Themen IT-Strategie sowie sämtliche
übergeordnete Digitalprojekte.
Michael Brozat war zuletzt bei Weltbild als Leiter IT-Architektur und Business Intelligence tätig. Er
verantwortete dort Architektur, Entwicklung und Betrieb einer der größten
E-Commerce-Plattformen in Deutschland und war am Aufbau der eBook-Plattform Tolino beteiligt.
Brozat tritt die Nachfolge von Frank Ladd an, der das Unternehmen Ende Januar auf eigenen
Wunsch verlassen wird.
www.buchmarkt.de 12.01.2015 14:22
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09.01.2015 10:19
Aktionen
Solidarität mit Satiremagazin „Charlie Hebdo“: So machen auch Sie mit
Sie haben es vermutlich schon bei buchmarkt.de gesehen: Auch wir machen bei der Aktion
www.WirSindCharlie.de mit. Auf der Seite beziehen Verlage, Buchhandlungen und Partner zum
Pariser Terroranschlag Stellung - Sie auch?
Die Unterzeichner der Seite stellen der Website ihres Unternehmens das Bild „Je suis Charlie“
voran. Mit einem Klick darauf kommt man auf die Solidaritätsseite WirSindCharlie.de. Die ersten
Verlage und Buchhandlungen haben bereits unterzeichnet. Auch die gesamte Börsenvereins-Gruppe
schließt sich der Aktion an. Auf www.boersenverein.de sieht man, wie Sie mitmachen können.
Alle Verlage, Buchhandlungen und Partner sind aufgerufen mitzumachen. Unterzeichnen kann man
https://docs.google.com/forms/d/15ioKiUcInVC8_fCotXrc2j0EK5x1OfXnJdvBfAIOYeE/viewform?c=0
&w=1&fbzx=7735103667647183587. Wie man das Je suis Charlie-Overlay in die eigene Homepage
einbindet, dazu gibt es http://www.boersenverein.de/858428/?t=newsletter_tnl.
Zudem hat der Börsenverein ein Spendenkonto für die Redaktion von „Charlie Hebdo“ und die
Angehörigen der Opfer des Anschlags eingerichtet. Spenden nimmt das Sozialwerk des Deutschen
Buchhandels bei der Frankfurter Sparkasse „Stichwort Charlie“ entgegen.
09.01.2015 09:35
Autoren
Michel Houellebecq setzt Werbemaßnahmen für sein neues Buch aus
Der französische Schriftsteller Michel Houellebecq stoppt wegen des Anschlags auf Charlie Hebdo die
Werbemaßnahmen für sein neues Buch Unterwerfung, das am 16. Januar auf Deutsch bei DuMont
erscheint.
Er ziehe sich vorübergehend zurück, gab er bekannt, weil er um seinen getöteten Freund Bernard
Maris trauere. Maris gehörte zu den zwölf Menschen, die bei dem Attentat am Mittwoch in Paris
erschossen wurden.
08.01.2015 15:50
Steuerrecht
Neuer Ärger mit dem Finanzminsterium wegen Bundles in Sicht / VDZ protestiert
Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat dem Börsenverein und dem VDZ Steuernachforderungen
agekündigt, wenn sie sogenannte E-Paper-Bundles in der Vergangenheit zu einem Einheitspreis mit
reduziertem Mehrwertsteuersatz angeboten haben.
Das Thema hatte der VDZ schon Mitte 2014 erläutert, wie nach Auffassung des
Bundesfinanzministeriums (so genannte Bundles, also kombinierte Angebote eines
Print-Abonnements mit dem Zugang zum E-Paper umsatzsteuerlich zu behandeln seien.
Problematisch waren dabei Angebote, die das ePaper ohne gesonderten Entgelt enthielten. Hier sei
regelmäßig – soweit vorhanden – nach den Einzelverkaufspreisen aufzuteilen. Eine andere
Vorgehensweise werde aber bis 1. Juli 2014 nicht beanstandet.
Kurz vor dem Jahreswechsel eröffnete das BMF den Verbänden nun, dass man rückwirkend vor
dem 1. Juli 2014 eine umsatzsteuerliche Aufteilung der Verlagsumsätze mit Bundles erwarte.
Hingegen werde es bei der Abgabe eines gedruckten Buches mit einem eBook-Zugang bis zum 1.
Januar 2016 nicht beanstandet, wenn die ausgeführten Umsätze zu einem Gesamtverkaufspreis als
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buchmarkt-online
einheitliche Leistung angesehen würden, die insgesamt dem ermäßigten Steuersatz unterliegen.
Der VDZ erläutert deshalb: "Nicht nur, dass das BMF den ebenfalls über den Buchhandel
vertriebenen Fachzeitschriften sowie für Zeitungs- und Zeitschriftenabonnements keine
Fristverlängerung für die Nichtbeanstandungsregelung gewährt - im Gegenteil, es erklärt plötzlich,
dass eine andere Nichtbeanstandungsregel gelte. Nur die Wahl der Aufteilungsmethode werde bei
Printabonnements mit ePaper bis 1. Juli 2014 nicht beanstandet. Das entbinde deshalb nicht von
der Pflicht auch für diese Zeiträume die Abgabepreise aufzuteilen." Begründet wird die
unterschiedliche Behandlung mit den besonderen Marktverhältnissen des Buchhandels.
Der VDZ kündigt allerdings an, das nicht so hinnehmen zu wollen: "Dies mag für die Dauer der
Übergangsregelung gelten können aber nicht für die steuerliche Behandlung in der Vergangenheit.
Gegen diese Täuschung und Widersprüchlichkeit werden wir umgehend entschieden vorgehen."
08.01.2015 14:44
Konzerne
Ravensburger kauft BRIO in Malmö
Ravensburger hat den Spielwarenhersteller BRIO AB in Malmö gekauft. Das 130 Jahre alte
schwedische Familienunternehmen wird mit rund 200 Produkten innerhalb der Ravensburger
Gruppe als eigenständige Tochter mit Sitz in Malmö weitergeführt.
Teil der Übernahme ist auch der zu BRIO gehörende schwedische Brettspiel-Marktführer Alga.
Verkäufer von BRIO war der Finanzinvestor Proventus, der mehr als zehn Jahre Haupteigentümer
von BRIO gewesen ist. Durch den Firmenkauf will sich aber auch die Ravensburger Gruppe
verstärkt als Spielwarenhersteller mit zwei starken Marken unter einem Dach positionieren.
08.01.2015 14:09
Kooperationen
VEDES und EK/servicegroup gründen gemeinsame Gesellschaft ToyPartner
Zwei Partner gehen künftig gemeinsame Wege: Die Bielefelder EK/servicegroup und Europas
stärkste Verbundgruppe für Spiel, Freizeit und Familie VEDES haben mit Wirkung zum 1. Februar
eine gemeinsame Gesellschaft gegründet, in der die Einkaufs- und Vertriebsaktivitäten im Bereich
Spielwaren koordiniert werden.
Sitz der ToyPartner VEDES/EK GmbH, an der beide Verbundgruppen mit jeweils 50 Prozent beteiligt
sind, ist Nürnberg. Die Geschäftsführung übernehmen die beiden VEDES Vorstände Wolfgang Groß
und Achim Weniger sowie EK-Vorstand Bernd Horenkamp.
„Ziel dieser strategischen Zusammenarbeit ist es, die Leistungsfähigkeit für alle Mitgliedsfirmen
beider Verbundgruppen zu verbessern“, so die drei Geschäftsführer der ToyPartner VEDES/EK
GmbH
Alle Mitgliedsfirmen der EK/servicegroup können damit grundsätzlich auf das umfassende
Großhandelssortiment der VEDES mit 18.000 Spiel- und Freizeitartikeln zugreifen und umgekehrt
alle VEDES und SPIELZEUG-RING-Mitglieder auf das EK-Lager, insbesondere im Bereich
Baby-Hartwaren und -Textilien sowie PBS (Papier/Büro/Schreibwaren).
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Sämtliche Einkaufs- und Vertriebsaktivitäten der EK/servicegroup-Tochtergesellschaft SPIEL & SPASS und
der VEDES Gruppe werden zukünftig von der neuen Gesellschaft aus gesteuert und weiter entwickelt. Für
EK-Mehrbranchenhäuser erfolgt die vertriebliche Betreuung weiterhin durch den Vertrieb der
EK/servicegroup in enger Abstimmung mit dem VEDESVertrieb. Die VEDESMitglieder, die neben
Spielwaren auch andere Sortimente führen oder ihr Angebot erweitern möchten, können zukünftig auch
auf die vertrieblichen Mehrbranchen-Leistungen der Bielefelder zugreifen. Die Abwicklung der
Zentralregulierung wird von der jeweiligen Verbundgruppe unverändert durchgeführt.
08.01.2015 12:30
Aktionen
Der Bastelsatz zum Superverleger
Zum sechsten Mal soll im Rahmen von Leipzig Liest im März die UV – die Lesung der unabhängigen
Verlage stattfinden. Zunächst durch Fördermittel finanziert, musste die Veranstaltung im letzten
Jahr bereits mithilfe von Crowdfunding finanziert werden. Nun sollen die Gelder über die Kampagne
„Bastel Deine/n Superverleger“ zusammenkommen.
Um ein Zeichen zu setzen und dem Unmut gegenüber Kulturförderinstitutionen, die nach wenigen
Jahren die Förderung einstellen, Luft zu machen „tragen die unabhängigen Verlage dafür nun ihr
letztes Hemd, ihre Haut und Haare zur Marke“, wie es Christine Koschmieder, aus der
Literaturagentur Partner und Propaganda, formuliert.
Über http://uvlesung.zanderanlavendel.de/ können sich alle, die die Lesung unterstützen möchten,
einen eigenen Superverleger aus den Attributen der Verleger zusammenbasteln. Die Aktion richtet
sich an alle, die sich unter dem Begriff „unabhängig“ wiederfinden und „mit denen es die Debatte
darüber zu führen gilt, zu welchem Preis wir die Unabhängigkeit zu gewährleisten bereit und in der
Lage sind, inwiefern Bund, Länder und Kommunen in der Pflicht sind und durch Selbstausbeutung
und Ehrenamt aus dieser Pflicht entlassen werden“, so Koschmieder.
Wer weder Pappkamerad noch Postkarte zusammenstellen möchte, kann auch mit den
angebotenen roten Wollsocken Farbe zeigen.
07.01.2015 15:22
Personalia
Tomma Profke leitet Pietsch-Presseabteilung
Tomma Profke (31) hat zum 1. Januar Leitung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei den Paul
Pietsch Verlagen in Stuttgart übernommen.
Profke absolvierte ein Volontariat bei Klett-Cotta und betreute dann drei Jahre den Bereich Presseund Öffentlichkeitsarbeit bei der Landesmarketingorganisation von Baden-Württemberg.
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08.01.2015 11:51
Verlage
Bastei Lübbe macht hungry4books
hungry4books heißt die neue Gratis-App der Bastei Lübbe AG für alle Leser, die auf der Suche nach
neuen Stoffen und Leseempfehlungen sind. Die App bietet zwei besondere Features: Monatlich
erhalten die Nutzer ein kostenloses eBook von Bastei Entertainment zum Download und bekommen
einen Autor vorgestellt, der seinen persönlichen Lieblingstitel aus dem Bastei Lübbe Programm
empfiehlt.
Bestseller-Autor Luca Di Fulvio schlägt aktuell Andrea Camilleri und seinen Roman Der Tanz der Möwe
vor. Als kostenloses eBook können sich die Nutzer auf Veit Etzolds Final Cut, der erste Fall von
Kommissarin Clara Vidalis, freuen.
Zusätzlich werden jeden Monat weitere Neuerscheinungen anhand von Leseproben präsentiert.
Wem sie gefallen, der kann sie über diverse Social Media-Kanäle an seine Freunde weiterleiten und
so seinerseits Empfehlungen aussprechen. Ebenso können alle Leseproben innerhalb der App mit
„Gefällt mir“ markiert werden. Für die anderen Nutzer entsteht dadurch ein Ranking der
beliebtesten und meistgelesenen Titel. Der Name hungry4books findet sich darüber hinaus als
kleine Spielerei in der App wieder: Sobald man eine Leseprobe öffnet, wird eine Ecke des Covers
‚angefressen‘.
„Mit unserer App möchten wir den Lesern eine Auswahl an Novitäten und Lesetipps bieten, die über
die typischen Bestseller hinausgehen. Wer möchte, kann sich von den sorgfältig ausgesuchten
Titeln inspirieren lassen“, so Ricarda Witte-Masuhr, Marketingleiterin der Bastei Lübbe AG.
hungry4books ist derzeit für iOS Geräte verfügbar. Eine Android-Version ist in Vorbereitung.
08.01.2015 11:43
Auszeichnungen
Wettbewerbe der Stiftung Buchkunst starten
Die Stiftung Buchkunst lädt ab sofort zur Teilnahme an den beiden Wettbewerben „Die Schönsten
deutschen Bücher 2015“ und „Förderpreis für junge Buchgestaltung 2015“ ein. Der Einsendeschluss
für beide Wettbewerbe ist der 31. März.
„Es geht wieder los! Das Casting um die 25 ‚Schönsten deutschen Bücher’ geht in die nächste
Runde“, freut sich Katharina Hesse, Geschäftsführerin der Stiftung Buchkunst.
Beim Wettbewerb „Die Schönsten deutschen Bücher“ geht es explizit um das gut gestaltete
Gebrauchsbuch. Willkommen sind auch Taschenbücher, Graphic Novels oder das nichtillustrierte
belletristische Buch. Der „Förderpreis für junge Buchgestaltung“ möchte außergewöhnliche, neue
Ideen zu gedruckten Büchern oder hybriden Buchformen – und damit Entwicklungen im Medium
Buchgestaltung – aufspüren und Buchimpulse für morgen sowie Qualitätskonzepte von heute
sichtbar machen. Hier steht nicht die technische Perfektion, sondern die Idee im Vordergrund.
Studentische Arbeiten sind herzlich willkommen.
Die Stiftung Buchkunst mit Sitz in Frankfurt am Main und Leipzig begleitet kritisch die deutsche
Buchproduktion mit dem Ziel, die Qualität des Buchs in technischer und künstlerischer Hinsicht zu
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fördern. Das Gebrauchsbuch steht dabei im Mittelpunkt. Hauptaufgabe der Stiftung ist der
Wettbewerb „Die Schönsten deutschen Bücher“. Eine von der Stiftung berufene, unabhängige
Fachjury prüft die Bücher des aktuellen Jahrgangs nach Konzeption, Gestaltung, Satz, Druck, Bild
und Einband und vergibt die Auszeichnungen.
Der Wettbewerb richtet sich an Verlage, Buchgestalter/innen und die produzierenden Betriebe. „Die
Schönsten deutschen Bücher 2015“ zeichnen eine festgelegte Anzahl von 25 Büchern aus. Diese
sind gleichzeitig die Nominierungen für den mit 10.000 Euro dotierten „Preis der Stiftung
Buchkunst“, der für das allerschönste deutsche Buch vergeben wird. Eingereicht werden können
Neuerscheinungen der Jahre 2014 und 2015 (Erscheinungsdatum: 15.03.2014 – 31.3.2015).
Die Verleihung des „Preises der Stiftung Buchkunst 2015“ und der Prämierungen „Die Schönsten
deutschen Bücher 2015“ findet gemeinsam mit der Verleihung der drei „Förderpreise für junge
Buchgestaltung“ am 3. September im „Museum Angewandte Kunst Frankfurt“ statt.
http://www.stiftung-buchkunst.de/de/die-schoensten-deutschen-buecher/teilnahme-2015/einladung-zu
m-wettbewerb.html
08.01.2015 11:27
Verlage
NWB Verlag übernimmt Betriebsprüfungs-Kartei vom Rechtsverlag
Zum Jahresbeginn übernimmt der NWB Verlag aus Herne die Betriebsprüfungs-Kartei vom
Rechtsverlag, Düsseldorf. Bei der Betriebsprüfungs-Kartei handelt es sich um ein neunbändiges
Loseblattwerk mit rund sechs Ergänzungslieferungen im Jahr.
Ergänzt wird das Printprodukt von einer CD-Version, die dreimal pro Jahr erscheint. Inhaltlich und
thematisch sowie zur Zielgruppe, passt die Betriebsprüfungs-Kartei zum NWB-Portfolio.
Der NWB Verlag sieht in der Übernahme und Fortführung der Betriebsprüfungs-Kartei die Chance,
ein bereits etabliertes und renommiertes Werk einem größeren Kundenkreis bekanntzumachen und
im Hinblick auf aktuelle und künftige Anforderungen der Leser und des Marktes weiterzuentwickeln.
Die bisherigen Abonnenten werden ab sofort vom NWB Verlag beliefert.
08.01.2015 07:42
Bestenlisten
Die KrimiZeit-Bestenliste Januar - hier zum Ausdrucken
Die KrimiZEIT-Bestenliste Januar 2015 aus der Wochenzeitung DIE ZEIT. Hier können Sie die Liste
downloaden und als Plakat ausdrucken:
1 James Lee Burke: Regengötter Aus dem Englischen von Daniel Müller
Heyne, 672 S., 16,99 €
Südwesttexas. Massaker an einer Gruppe von Asiatinnen. Der einzige Zeuge wird gehetzt: von den
Mördern, dem FBI, seiner Unschlüssigkeit. Sheriff Holland, Veteran auch er, sucht Frieden. Zuvor
heißt es: Aufräumen. Landschaft, Menschen – so kann das nur James Lee Burke.
2 Denise Mina: Das Vergessen Aus dem Englischen von Heike Schlatterer
Heyne, 352 S., 9,99 €
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Glasgow. Heimkind Rose, vierzehn, ersticht in Panik ihre Bedränger.15 Jahre später: fast alles
vergessen. Bis DI Alex Morrow am Tatort eines Mordes Fingerabdrücke entdeckt, die dort nicht sein
können. Komplex, düster, tragisch: So einfühlsam kalt wurden selten Korruption, Schuld und etwas
weniger Schuld seziert.
3 Kim Zupan: Die rechte Hand des Teufels Aus dem Englischen von Marie-Luise Bezzenberger
Knaur, 336 S., 9,99 €
Copper County, irgendwo in Montana. Das Land ist leer und gespickt mit Toten. John Gloadsitzt ein,
Deputy Val bewacht ihn nachts. Tagsüber ist Prozess gegen den fast 80-jährigen Berufsmörder. Zupan
inszeniert ein dunkles Männergespräch, über das Land, die Gewalt, die Vögel und die Einsamkeit.
4 Max Annas: Die Farm
Diaphanes, 192 S., 16,95 €
Eastern Cape, Südafrika. Von 17.32 bis 2.49 Uhr am folgenden Morgen dauert der Beschuss der Farm
von Franz Muller. „Ich bin ja kein Rassist.“ Ein Satz, so sinnvoll wie jeder Schuss, der in dieser Nacht
abgefeuert wird. Wer war’s? Warum? Blöde Fragen. Nacktes, kaltes Noir, dieses Debüt.
5 Volker Kutscher: Märzgefallene
Kiepenheuer & Witsch, 608 S., 19,99 €
Berlin/Köln, März 1933. Reichstagsbrand, Wahlen, Frost. Unter der Hochbahn erstochen: ein Veteran.
Kommissar Gereon Rath gräbt. Verbrechen des letzten Kriegs, ein Goldschatz, ein völkischer
Schriftsteller sind Zutaten dieses Panoramas aus Hitlers ersten Regierungswochen.
6 Franz Dobler: Ein Bulle im Zug
Tropen, 348 S., 21,95 €
München/DB-Netz. „Jetzt spürte er, wie sich der Sprung in seiner Schüssel bildete.“ Kommissar Fallner
hat einen Jungen erschossen. Notwehr? Fallner hat Lücken. Ziellos reist er im Zug durch Filme, Ängste,
Deutschland. Doblers super instrumentierte Alltagssprachkunst weckt Todes- und Lebensgeister.
7 Andrew Brown: Trost Aus dem Englischen von Mechthild Barth
btb, 352 s., 14,99 €
Kapstadt. Ausgerechnet Inspector Eberard Februarie, Trinker, soll rausfinden, wer in der Synagoge einen
Muslim ausgeweidet hat. Von Judentum versteht er nichts, vom Islam auch nicht. Zwischen den Fronten
eines drohenden Religionskriegs spürt er nach Flüchtigem: Wahrheit.
8 Oliver Harris: London Underground Aus dem Englischen von Gunnar Kwisinski
Blessing, 448 S., 19,99 €
London. DC Belseys Pech: Anomalien wecken seine Neugier. Unvermittelt ist ein Raser von der Bildfläche
verschwunden. Belsey forscht in verborgenen unterirdischen Bunkern, gerät in Beton gewordene
Paranoia des Kalten Kriegs. Der perfekte intelligente Thriller. Harris, Oliver: gehört auf den Merkzettel.
9 Jo Nesbø: Der Sohn Aus dem Norwegischen von Günther Frauenlob
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Ullstein, 528 S., 22,99 €
Oslo. Junkie Sonny hat zwölf Jahre gesessen und zwei Morde auf sich genommen, die er nicht begangen
hat. Als er erfährt, dass er getäuscht wurde, wird er zum Rächer, wütet als zeitgenössischer Graf von
Monte Christo unter Bullen und Haien, mit einer großherzigen Sozialarbeiterin an seiner Seite.
10 Nathan Larson: Boogie Man Aus dem Englischen von Andrea Stumpf
Penser Pulp bei Diaphanes, 286 S., 14,99 €
New York. Im 2. Band der Postapokalypse-Saga gerät Dewey Decimal mit dem
„Jesus-liebt-dich-Soziopathen“ Senator Howard und seinem Kumpel, dem Polizeichef, in Clinch. Dewey
buddelt im Schutt des 2/14 untergegangenen Manhattan nach Beweisen gegen den Mörder einer
Koreanerin. Schwarzer Taumel.
Zum (Download: KrimiZEIT_Bestenliste_Januar_2015.pdf)
08.01.2015 10:00
Auszeichnungen
Die Nominierungen für den Deutschen Hörbuchpreis 2015 stehen fest
Für den Deutschen Hörbuchpreis 2015 wurden 21 Hörbücher und drei Verlage nominiert –
ausgewählt aus gut 280 Titeln, die von 70 Verlagen eingereicht wurden. In sieben Kategorien
stehen jeweils drei Hörbücher für den zur Wahl. Die Bandbreite der Shortlist und der nominierten
Verlage ist wieder vielfältig, doch zwei Verlage dürfen sich jeweils gleich drei Mal über eine
Nominierung freuen.
BESTE INTERPRETIN
&#9679; Wiebke Puls für „Die juristische Unschärfe einer Ehe“ von Olga Grjasnowa, erschienen bei
Hörbuch Hamburg
Inhalt: In ihrer Heimatstadt Baku haben der schwule Psychiater Altay und die lesbische
Balletttänzerin Leyla eine Scheinehe geschlossen, die sie vor Repressionen bewahren sollte. Mitte
der 1990er-Jahre ziehen sie nach Berlin und begegnen dort der amerikanischen Künstlerin Jonoun,
die sich zum Missfallen von Altay in Leyla verliebt. Olga Grjasnowas zweiter Roman erzählt die
komplizierte Geschichte einer „Ménage à trois“ und führt ihre Protagonisten auf abenteuerlichen
Fahrten bis in ihre kaukasische Heimat.
Das sagt die Jury: „Die Lesung der Theaterschauspielerin Wiebke Puls ist ohne jedes Pathos und
fesselnd von der ersten bis zur letzten Minute. Sie gibt der nüchtern erzählten Geschichte einen
guten Rhythmus und wird dabei dem Text und dem Hörer gleichermaßen gerecht.“
&#9679; Maria Koschny für „Das Jahr, nachdem die Welt stehen blieb“ von Clare Furniss,
erschienen bei Oetinger audio
Inhalt: Schlagartig ändert sich das glückliche Leben der fünfzehnjährigen Pearl, als ihre Mutter bei
der Geburt der kleinen Schwester stirbt. Mit ihrem Stiefvater und dem Baby, dem sie Schuld gibt
am Verlust der Mutter, bleibt das Mädchen zurück. Aus der hochemotionalen Perspektive des
Teenagers schildert die englische Autorin in ihrem Jugendbuch, wie Pearl innerhalb eines Jahres mit
der Trauer umzugehen lernt und in ihre Familie und den Alltag zurückfindet.
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Das sagt die Jury: „Ein herzzerreißender Roman über das Erwachsenwerden, intensiv gesprochen von
Katharina und Maria Koschny, auch im wahren Leben Mutter und Tochter. Den Hauptsprecher-Part
übernimmt hier die Tochter Maria. Mit eindringlicher, klarer Stimme bringt sie alle Nuancen zum
Ausdruck. Trauer und Wut des Teenagers über den Verlust der Mutter werden sprachlich gelebt, ohne zu
überzeichnen und ins allzu Sentimentale zu driften. Kurz: Die Sprecherbesetzung hat die Jury überzeugt
– sehr eindrucksvoll.“
&#9679; Marit Beyer für „Die Liebe in Grenzen“ von Veronika Peters, steinbach sprechende bücher
Inhalt: Sozialpädagogin Katia hatte eine schwierige Kindheit und gilt als rebellisch und unangepasst. Nun
ist sie Mitte zwanzig und bewirbt sich erfolgreich als Betreuerin in der „Goldbachmühle“, einem
Rehabilitationshaus für Psychatrie-patienten. Dessen Bewohner faszinieren Katia in ihrer Andersartigkeit.
Zu Heimbewohner Konrad entwickelt sie eine tiefe Zuneigung, mit der sie nach und nach Grenzen
überschreitet, bis die Liebesgeschichte ein tragisches Ende nimmt.
Das sagt die Jury: „Marit Beyer scheint die Idealbesetzung der Ich-Erzählerin zu sein: Sie liest
ausdrucksstark, mit Tiefe und Würde. Mit ihrer leicht brüchigen, intimen Stimme verfolgt sie einen klaren
roten Faden, lässt sich nicht vom Text treiben, sondern formt ihn aus. Dabei vermeidet sie übertriebenes
Pathos, braucht keine akustischen Taschenspielertricks, um zu fesseln. Eine echte Entdeckung!“
BESTER INTERPRET
&#9679; Frederick Lau für „Es bringen“ von Verena Güntner, ROOF Music / tacheles!
Inhalt: Luis ist sechzehn Jahre alt und wohnt mit seiner Mutter im fünfzehnten Stock eines Hochhauses,
dabei hat er eigentlich Höhenangst. Aber er ist ein Bringer – im Leben, in seiner Clique und bei den
Mädchen sowieso. Als seine Mutter ein Verhältnis mit seinem besten Freund beginnt, gerät Luis‘ Welt
vorübergehend aus den Fugen. Im ungestümen Jugend-Slang erzählt Verena Güntners Debütroman vom
Erwachsenwerden, von Sex, Freundschaft und der Überwindung von Ängsten.
Das sagt die Jury: „Der Protagonist dieser Geschichte ist kein verunsicherter Teenager, sondern einer, der
weiß, was er will oder zumindest so tut. Diesen Luis spricht Frederick Lau mit solch einer Überzeugung,
mal schnell, hart und cool, mal leise und berührend, dass man ihm den Ich-Erzähler ohne Wenn und
Aber abnimmt. Gerade in seiner Ungeschliffenheit und dem Abtauchen in das geschilderte Milieu ist er
die optimale Besetzung für diesen Text.“
&#9679; Ulrich Matthes für „Ein ganzes Leben“ von Robert Seethaler, ROOF Music / tacheles!
Inhalt: Als vierjähriges Waisenkind kommt Andreas Egger in jenes abgeschiedene Alpental, das ihm
zeitlebens zur Heimat wird. Demütig, still und genügsam begegnet er fast acht Jahrzehnte lang den
vielen Prüfungen, die das Schicksal für ihn bereithält. Obwohl es von Kargheit, Anstrengung und Trauer
geprägt ist, blickt Andreas Egger schließlich ohne Verbitterung und mit einem großen, lachenden
Staunen auf sein „ganzes Leben“ zurück.
Das sagt die Jury: „Ulrich Matthes ist für uns die Idealbesetzung dieses stillen, unaufgeregten Textes. Er
beweist, dass Zurückhaltung im sprachlichen Timbre oftmals eine größere Wirkung erzielen kann als
laute Theatralik. Und dort, wo er mal flüsternd, mal schreiend seine Stimme zum Einsatz bringt, wird der
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Text umso eindringlicher erlebbar. Matthes‘ etwas näselnde, blecherne Stimme hat Charakter, fesselt
und zwingt zum Zuhören. Sprecherkunst auf sehr hohem Niveau.“
&#9679; Bastian Pastewka für „70 Tricks, um nicht baden zu gehen“ von Gideon Samson, Oetinger audio
Inhalt: Am Donnerstag ist Schulschwimmen, und es gibt nichts, was der 9-jährige Gidd mehr hasst.
Deshalb sammelt er alle möglichen Tricks, um sich um das Baden herumzumogeln. Der „Taubenmann“
ist für ihn wie ein Orakel: Sitzt er dort, wo der Schulbus vorbeifährt, auf seiner Bank, geht alles gut.
Nach den Ferien aber ist er einfach verschwunden, und für Gidd wird alles noch schlimmer. Also begibt
er sich auf die Suche nach dem alten Mann.
Das sagt die Jury: „Mit diesem Hörbuch hätte man tatsächlich baden gehen können, wäre der Text
vordergründig, klamaukig und wenig nuanciert vorgetragen worden. Ist er aber nicht. Pastewka liest
vielstimmig, pointiert, lustvoll, aber stets mit echter Nähe zum Außenseiter-Protagonisten. Dadurch
funktionieren die '70 Tricks' als Lesung sogar besser als als Buch. Großartig!“
BESTES HÖRSPIEL
&#9679; „Qualitätskontrolle oder warum ich die Räuspertaste nicht drücken werde!“ von Helgard Haug und
Daniel Wetzel, Hoerspielpark
Inhalt: Vor einundzwanzig Jahren sprang die Abiturientin Maria-Cristina Hallwachs kopfüber in den Pool
einer Ferienanlage. Seitdem ist sie vom obersten Halswirbel an gelähmt und permanent auf Hilfe
angewiesen. Für dieses Hörspiel, das sie zusammen mit dem Autorenteam „Rimini Protokoll“ entwickelte,
wagt sie eine Stunde des Alleinseins, reflektiert ihre Situation und den Optimierungswahn einer
Gesellschaft, die selbst die Körper ihrer Bürger bewirtschaften will.
Das sagt die Jury: „Sie habe die Ethik-Kommission überlebt, sagt Maria-Cristina Hallwachs in dem auf
ihrer Geschichte beruhenden Hörspiel, das in genau abgemessenen Sätzen den Kampf um ihr eigenes
Leben beschreibt. Dabei verfällt sie weder in eine kalkulierte Lakonie noch in Selbstmitleid, sondern
erzeugt eine besondere Empathie beim Hörer. Es sind der Atem und die Stimme Maria-Cristinas, die die
Authentizität ihrer Erfahrung beglaubigen. Denn sie spricht weiter, auch wenn die Maschine sie einatmen
lässt.“
&#9679; „Die Schutzbefohlenen“ nach Elfriede Jelinek, belleville Verlag
Inhalt: Die Flüchtlingskatastrophen im Mittelmeer und öffentliche Proteste von Asylsuchenden
verarbeitete Elfriede Jelinek in ihrem Theatertext. Aus den „Schutzflehenden“ des antiken Vorbilds
Aischylos werden die „Schutzbefohlenen“ einer Zivilisation, die ihnen eben diesen Schutz nicht gewähren
will. Neben Fragmenten aus Aischylos‘ Tragödie greift Jelinek auf Ovids „Metamorphosen“ und eine
Broschüre des österreichischen Staatssekretariats für Integration zurück.
Das sagt die Jury: „Leonhard Koppelmanns Inszenierung präpariert die Schichten, die sich durch Elfriede
Jelineks Textblock ziehen, so heraus, wie es nur im Hörspiel möglich ist. In der Wechselrede zwischen
Individuum und Chor, ausdifferenzierten akustischen Räumen und behutsam eingesetzten O-Tönen und
Geräuschen findet der sprachliche Sound von Jelineks Auseinandersetzung mit einem Thema, das im
Kern die Werte unserer Zivilisation betrifft, seine auditive Ausformulierung.“
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&#9679; „Black Box“ nach Jennifer Egan, BUCHFUNK
Inhalt: Eine namenlose Agentin wird auf einen mafiotischen Staatsfeind angesetzt und ihr Körper zu
einem Aufzeichnungs- und Sendegerät aufgerüstet. Nun soll sie sich dem Mann mit jedem verfügbaren
Mittel annähern, um sein Vertrauen zu gewinnen. Jennifer Egans Thriller erschien zunächst auf der
Kurznachrichten-Plattform Twitter, in sukzessive versendeten Texteinheiten von maximal 140 Zeichen.
Sie bilden die Mosaiksteine der ungekürzten Hörspieladaption.
Das sagt die Jury: „Seit dem Ersten Weltkrieg steht der Begriff 'Black Box' für ein erbeutetes Feindgerät
unbekannter Funktion, das man bei Strafe der Explosion nicht öffnen sollte. In Egans Roman ist diese
'Black Box' eine Agentin, die nie selbst in Erscheinung tritt. Sie wird nur als Adressatin von kurzen
'Feldinstruktionen' und von Wortkonzentraten ideologischer Versatzstücke fassbar. Begleitet vom
meisterhaften Sounddesign digitaler Störgeräusche folgt man der Thriller-Handlung in David Fischbachs
Inszenierung durch die Ohren der Agentin und wird so in eine äußerst ambivalente Position zwischen
Identifikation und (akustischem) Voyeurismus versetzt.“
BESTES KINDERHÖRBUCH
&#9679; „Geheimsache Labskaus“ nach Ina Rometsch, JUMBO Verlag
Inhalt: Oskar und Zack jobben in den Ferien als Hundesitter. In einem Moment der Unachtsamkeit wird
die wertvolle Pudeldame Raissa entführt. Statt ihnen zu glauben, steckt ein fieser Polizist die beiden
Freunde in eine Erziehungsanstalt. Dort treffen sie Elektra, die ihnen zusammen mit Zacks Schwester
Charly helfen will. Was aber führt die Heimleiterin im Schilde? Woraus besteht dieses unappetitliche
Dosengericht? Und wo ist bloß „der Beißer“ geblieben?
Das sagt die Jury: „'Geheimsache Labskaus' hat alles, was ein gelungenes Hörspiel für Kinder braucht:
eine spannende und witzige Krimigeschichte, tolle Sprecher und eine Handlung, die so temporeich ist,
dass die Hörer ordentlich mitfiebern können. Das Hörspiel ist mit viel Liebe zum Detail produziert und
überzeugt durch eine stimmige Bearbeitung. Ein Hörspaß für die ganze Familie!“
&#9679; „Der Junge, der mit den Piranhas schwamm“ von David Almond, HÖRCOMPANY
Inhalt: Stan Potts lebt mit Onkel und Tante in einem kleinen Hafenort. Nachdem Onkel Ernie seine Arbeit
verloren hat, verwandelt er das ganze Wohnhaus in eine Fischkonservenfabrik. Eines Tages stopft er
sogar Stans Goldfische in Dosen! Da nimmt Stan Reißaus und schließt sich Schaustellern an. Auf der
Kirmes trifft er den weltberühmten Magier Pancho Pirelli, der mit Piranhas in einem Becken schwimmt.
Stan wird sein Schüler.
Das sagt die Jury: „Eine höchst einnehmende Geschichte, gewürzt mit Sprachwitz, magischem Realismus
und Figuren, an deren Existenz man glaubt. Sprecher Jörg Pohl nimmt seine Zuhörer an die Hand, zeigt
ihnen die Poesie des Lebens und das Wunder der Angstüberwindung, das es einem kleinen Jungen
möglich macht, mit menschenfressenden Piranhas zu schwimmen, ohne gefressen zu werden.“
&#9679; „Die Schule der Weihnachtsmänner“ von Karlheinz Koinegg, der Hörverlag
Inhalt: Schneidig, schnurrbärtig und schneetauglich – das muss ein Weihnachtsmann ohnehin sein. Wenn
er zur Elite seiner Zunft gehören möchte, geht am Besuch der Weihnachtsmann-Schule aber kein Weg
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vorbei. Es grenzt an ein Wunder, dass ausgerechnet der winzige und vollkommen bartlose Waisenknabe
Maurelio Porcellani in diese fantastische Welt gerät. Ganz zu schweigen von den anderen Wundern, die
sich im nahegelegenen Sauwald verbergen.
Das sagt die Jury: „Autor und Regisseur Karlheinz Koinegg überzeugt erneut mit der Umsetzung eines
klassischen Themas als Original-Hörspiel. Dank pfiffig getroffener Sprecherauswahl und fantasievollem
Schnitt und Ton ist eine anspruchsvolle, komplexe Produktion entstanden, die auf höchstem Niveau
Kinder (und Erwachsene!) beglückt. Ein sozialkritisches (weihnachtlicher Konsumwahn), historisches (die
wahre Geschichte des Sankt Nikolaus) und unterhaltsames Hörspiel!“
BESTES SACHHÖRBUCH
&#9679; „Ostende. 1936, Sommer der Freundschaft“ von Volker Weidermann, Der Audio Verlag
Inhalt: Der belgische Kur- und Badeort Ostende ist im Sommer 1936 Zuflucht einer Exilgemeinschaft, zu
der auch Joseph Roth und Stefan Zweig gehören. Sie und andere emigrierte Schriftsteller treffen dort
zusammen, lernen einander kennen und lieben. Während sich in ihrer Heimat die politische Lage zuspitzt
und ihre Bücher verboten werden, trotzen sie
der heiter-freundschaftlichen Atmosphäre dieses Sommers ein vermeintlich unbeschwertes Lebensgefühl
ab.
Das sagt die Jury: „Der trunksüchtige Ostjude aus ärmlichen Verhältnissen und der wohlhabende Jude aus
dem Westen – Volker Weidermann porträtiert hier nicht nur eine außergewöhnliche Freundschaft,
sondern weitet sein Hörbuch zu einem Zeitbild, konzentriert in der Darbietung auch durch den Sprecher
Ulrich Noethen, der die detailreichen Schilderungen mit großer Intensität ins akustische Medium
überträgt.“
&#9679; „Das Hohe Haus. Ein Jahr im Parlament“ von und mit Roger Willemsen, ROOF Music / tacheles!
Inhalt: Ein Jahr lang verfolgt Roger Willemsen sämtliche Sitzungen des Deutschen Bundestags. Auf der
Besuchertribüne im Berliner Reichstag hört er von Januar bis Dezember 2013 alle Debatten, liest 50.000
Seiten Parlamentsprotokoll und wird Zeuge vieler Situationen, die von den Medien unbeobachtet bleiben.
Seine Reportage in Tagebuchform führt vor Augen, wie sehr sich die öffentliche Wahrnehmung des
„Hohen Hauses“ und der Parlamentsalltag voneinander unterscheiden.
Das sagt die Jury: „Aus einer sehr umfangreichen Recherche hat Roger Willemsen einen aufschlussreichen
philosophisch-politischen Text und aus dem Text ein geistreiches und amüsantes Hörbuch gemacht. Die
gekonnte Autorenlesung trifft genau den richtigen Ton und lässt eine glaubhafte, tiefgründige und
teilweise überraschende Innenperspektive der deutschen Politik entstehen.“
&#9679; „Sefarad hören: Eine jüdische Zeitreise“ von Antje Hinz, Silberfuchs-Verlag
Inhalt: Die iberischen Juden werden 1492 durch ein königliches Edikt des Landes verwiesen. Tausende
von ihnen gehen in die Diaspora. Ihre Nachfahren, die Sefarden, bewahren die Kultur und Sprache ihrer
Heimat und tragen sie in ihre neuen Lebensorte. Das Hörbuch schildert, eingebettet in sefardische Musik,
die Geschichte der sefardischen Juden bis zu den Migrationswegen der Gegenwart.
Das sagt die Jury: „Mit der Stimme Anne Molls und 40 traditionellen und zeitgenössischen Musikstücken
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entfaltet das Hörbuch ein reiches Panorama, das Geschichte und Gegenwart, Alltag und Kultur der
Sefarden facetten- und lehrreich zu Gehör bringt. Es stellt markante Figuren wie den Toragelehrten
Moses Maimonides oder den Religionskritiker Baruch de Spinoza vor und besitzt dank des Musikeinsatzes
einprägsame sinnliche Qualitäten.“
BESTE UNTERHALTUNG
&#9679; „Das Pubertier“ von und mit Jan Weiler, der Hörverlag
Inhalt: Gerade waren sie noch fröhlich, niedlich und neugierig, doch dann mutieren Kinder über Nacht zu
launischen, unordentlichen und schweigsamen Wesen – zu Pubertieren. Den Eigenarten und dem
Gefühlschaos dieser Spezies widmet Jan Weiler seine in Buchform veröffentlichten Kolumnen, die er hier
selbst vorträgt. Eine Bestsellerlektüre mit hohem Wiedererkennungswert für Pubertiere und ihre Eltern.
Das sagt die Jury: „Jan Weiler mag ein unermüdlicher Schreibtischtäter sein, doch gehört ihm auch die
Bühne. Jederzeit im richtigen Tempo, Rhythmus und Duktus präsentiert der Autor seine
Erziehungserkenntnisse und Begegnungen mit dem dritten Geschlecht: dem Pubertier. Weiler sollte
ausschließlich von Weiler gelesen werden. Durch ihn wird der geschriebene Text auch live das, was bei
weitem nicht selbstverständlich ist: lustig.“
&#9679; „Brennerova“ von und mit Wolf Haas, Hoffmann und Campe
Inhalt: Seine Romane um den grantigen Privatdetektiv Simon Brenner haben Kultstatus erreicht. Mit
„Brennerova“ setzt der österreichische Schriftsteller Wolf Haas die Krimiserie nun fort. Äußerst
komplizierte private Umstände führen den in die Jahre gekommenen Helden ins Wiener Rotlichtviertel,
nach Russland und in die Mongolei, ins Tattoo-Milieu und einen Kleinkrieg der Unterwelt. Dem
unverwechselbaren Brenner-Idiom leiht Wolf Haas seine eigene Stimme.
Das sagt die Jury: „Nur Wolf Haas kann Wolf Haas lesen. Entstanden ist eher eine Performance als eine
Lesung. Er spricht den Hörer direkt an, erzählt ihm das neue Abenteuer seines Protagonisten Brenner,
stellt rhetorische Fragen und versteigt sich in Abschweifungen, die dem Hörer wie spontane Einfälle
erscheinen und dem Krimi eine gelungene satirische Komponente beimischen.“
&#9679; „Stille Nacht (Ruhe 3)“ von Paul Plamper, Hoerspielpark
Inhalt: In drei aufeinanderfolgenden Jahren versammelt das Hörspiel „Stille Nacht (Ruhe 3)“ eine
fünfköpfige Patchwork-Familie an Heiligabend, wobei der eingeklammerte Untertitel auf Paul Plampers
Werkreihe „Ruhe“ verweist. Wiederkehrende Rituale, Verhaltensmuster und unterschwellige Konflikte
eines Familientreffens, das immer nach demselben Schema abläuft, werden humorvoll durchleuchtet.
Das sagt die Jury: „Von der ersten Szene an präsentiert Paul Plamper ein hochamüsantes (und den
meisten wahrscheinlich wohlbekanntes) Heiligabend-Exerzitium mitsamt kalorienreicher Kost und
Alkohol. Wie die ersten beiden 'Ruhe'-Stücke lebt auch dieses Hörspiel von der Improvisation der
Mitwirkenden und setzt durch geschickte Montage pointiert die Mittel der Satire ein.“
BESTE VERLEGERISCHE LEISTUNG
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Seite: 23 von 39
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&#9679; Der Hörverlag für „Wir waren furchtbar gute Schauspieler. Psychogramm einer Ehe“ nach F.
Scott und Zelda Fitzgerald
Inhalt: Als sich das Zusammenleben des glamourösen Schriftsteller-Ehepaares F. Scott und Zelda
Fitzgerald in eine Hölle verwandelt hatte, suchten sie Hilfe bei einem Psychiater. Er protokollierte die
Gespräche auf Wunsch des Ehemanns Wort für Wort. Das Dokument einer zermürbenden Hassliebe
wurde von dem Medienwissenschaftler Lutz Hachmeister gehoben und nun vertont. Ein ausführliches
Booklet liefert ergänzende Informationen.
Das sagt die Jury: „Das Hörbuch ist ein eindrucksvolles Psychogramm von Persönlichkeiten, die mit
Scharfsinn Gefühle wie Missgunst, Angst und Depression als Waffen gegeneinander schmieden. Die
Dialoge wurden zu Szenen einer Ehe montiert, hervorragend gesprochen von Birgit Minichmayr, Tobias
Moretti und Lutz Hachmeister in den Rollen des Ehepaars und des Psychiaters. Ein Hörkunststück mit
intensiver, auch heute gültiger Wirkung – so zum ersten Mal der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.“
&#9679; Amor Verlag für „Große Oper für kleine Hörer. Die ZEIT-Edition“, herausgegeben von Bert
Alexander Petzold
Inhalt: Die Edition umfasst zwölf bekannte und sehr unterschiedliche Opernstoffe, die als musikalische
Hörspiele erzählt werden. Sie sind schon für kleine Kinder ab vier Jahren geeignet, denen hiermit ein
Erstkontakt mit dem Thema Oper ermöglicht wird. Ein großes Spektrum musikalischer Stile und
Spielrollen erschließt sich so dem kleinen Hörer von Mozarts „Zauberflöte“ bis zu Puccinis „Madame
Butterfly“.
Das sagt die Jury: „Herausgeber Bert Alexander Petzold, der Verleger des Amor Verlags, hat für sein mit
großer Leidenschaft realisiertes Opernprojekt ausgesprochen kindgerechte Texte verfasst, die Musik
passgenau ausgewählt und schließlich selbst Regie geführt. In Kombination mit der von Ole Könnecke
liebevoll gestalteten Box und den Einzel-CDs ist ein Gesamtwerk entstanden, das vielen kleinen und auch
großen Hörern Spaß machen wird.“
&#9679; Lübbe Audio für „Easy does it. CRO, die Maske und der ganze Rest“ von Sebastian Andrej
Schweizer und DJ Psaiko.Dino
Inhalt: CRO alias Carlo Waibel, der Mann mit der Panda-Maske, ist einer der bekanntesten Popstars
Deutschlands. Die beispiellose Erfolgsgeschichte des Rappers aus der schwäbischen Provinz erzählen sein
DJ Psaiko.Dino und sein Labelchef Sebastian Schweizer. Sie gestatten einen intimen Blick hinter die
Kulissen der Musikindustrie und in den Alltag einer Band.
Das sagt die Jury: „Live-Musik, Mitschnitte und kenntnisreiche Interviews sind kunstvoll montiert zu
einem vibrierenden, von Temperament strotzenden Hör-Erlebnis, das die Möglichkeiten dieses Genres
wirklich ausschöpft. Entstanden ist ein Musik-Feature, bei dem die Textvorlage allein als Stichwortgeber
im Hintergrund wirkt. Dank aufwändiger Zusammenarbeit mit den Künstlern und ihren Musikverlagen ist
es trotz aller Schwierigkeiten gelungen, die Musikrechte für dieses Hörbuch zu bekommen.“
Tipp für Buchhändler: Da die Nominierungen für den Deutschen Hörbuchpreis immer eine breit gemischte
Empfehlungsliste darstellen und im Grunde jeden Geschmack bedienen – nicht nur von
Hörbuch-Interessierten, sondern allgemein von Literaturliebhabern, die das Besondere suchen –, bietet
sich die Zusammenstellung eines Aktionstisches geradezu an. Die Aufmerksamkeit rund um den
Hörbuchpreis erstreckt sich vor allem auf den Zeitraum Januar bis Ende März. Eine größere Titel-Auswahl
www.buchmarkt.de 12.01.2015 14:22
Seite: 24 von 39
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finden Sie in der Longlist, die bereits zuvor veröffentlicht wurde:
http://deutscher-hoerbuchpreis.de/dhp-2015/longlist.html.
Preisverleihung: Die Gala zum Deutschen Hörbuchpreis wird am 11. März im WDR-Funkhaus gefeiert. Sie
wird live im Radio übertragen (ab 20.05 Uhr auf WDR 5, hr2-kultur, NDR Kultur und Antenne Saar, als
Wiederholung ab 22.03 Uhr auf SWR 2) sowie am 14. März im Fernsehen gesendet (ab 23.45 Uhr im
WDR).
rw
08.01.2015 08:29
UMGEBLÄTTERT: Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und der gestrige Terroranschlag in
Paris
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen
Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen
aktuellen Büchertisch.
Und wenn Sie eine spannende Rezension anderswo finden: Schicken Sie uns schnell eine Mail?
Aufmacher überall: das gestrige Attentat auf Charlie Hebdo. Die FR hat den Ex-Titanic-Chef Oliver
Maria Schmitt interviewt: „Ich vermute, dass islamistische Killer, wie auch ihr Umfeld, strohdumm
sind und mit den zivilisatorischen Errungenschaften Aufklärung, Kritik, Witz, Ironie und schiefere
Bedeutung nichts anfangen können.“
Frankfurter Rundschau
Stephan Thome erhält den Wiesbadener Literaturpreis.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
„Attentat zum ET“: Die Schüsse in Paris fielen zum Erscheinungstermin von Michel Houllebecqs
Islam-Roman Unterwerfung – auf Deutsch ist er ab 16. Januar bei DuMont zu haben. Eine
Houllebecq-Karikatur zierte auch das Cover der aktuellen Charlie Hebdo-Ausgabe.
Ehegeschichten – und: „Für den ersten Joint ist es auch mit sechzig nicht zu spät“: Felicitas von
Lovenberg über Stephan Thomes Gegenspiel (Suhrkamp).
[Sachbücher]
Daniel Heller-Roazen Der fünfte Hammer (S. Fischer)
Andreas Heinz Der Begriff der psychischen Krankheit (Suhrkamp).
www.buchmarkt.de 12.01.2015 14:22
Seite: 25 von 39
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Die Welt
Dirk Schümer über den „Angriff auf die Aufklärung“.
Süddeutsche Zeitung
Schriftgestalter und Autor Erik Spiekermann hat sich mit dem neuen FDP-Logo beschäftigt: „Wie gestaltet
man ein Produkt, das niemand braucht?“
Leben auf „bommelfreie Weise“: Per H. Hansen Finn Juhl and his House, Michael Sheridan Landmarks – The
Modern House in Denmark (Hatje Cantz).
Christoph Schröder über die Neuentdeckung von Walter Bauers Roman Die Stimme – bibliophil vorgelegt
bei Lilienfeld).
Stefan Dornuf über Gregor von Rezzori und die Soziologen: Der Kampf ums Dabeisein (Karolinger).
Luthers Antisemitismus: Dietz Bering: War Luther Antisemit? (bup)
07.01.2015 15:59
Aktionen
Osiander: Kindle - Umtausch-Aktion war erfolgreich / Geräte werden für Deutschuntericht im Ausland
gestiftet
Unter der Überschrift "OSIANDER schenkt Ihnen die Freiheit" waren die Mayersche und Osiander
mit dem Angebot, Kindle-Reader gegen den PocketBook Touch Lux 2 einzutauschen, in das neue Jahr
gegangen [mehr...]. Jetzt meldet Osiander: "Weit über die Branche hinaus wurden Idee und
Kreativität der Umtauschaktion wahrgenommen und gelobt".
Mit der Folge: "Schon vor Ende des offiziellen Aktionszeitraums können wir eine erste Bilanz ziehen
und einen überragenden Erfolg feststellen", wie Vivien van Straaten, in Tübingen fürs Marketing
zuständig, sagt. Was in Zahlen heißt: Bereits zu Wochenbeginn haben "mehr als doppelt so viele
Leser wie erwartet, sich für den offenen PocketBook Touch Lux 2 entschieden". Die für den Versand
bereitgestellten Kontingente sind deshalb bereits erschöpft, so dass Osiander den Umtausch ab
sofort und bis zum Ende des Aktionszeitraums nur noch in seinen Buchhandlungen vor Ort
durchführen kann (
Die zurückgenommenen Kindle-Geräte werden an eine gemeinnützige Organisation im Ausland
gespendet, wo sie vor allem für den Deutschunterricht und zur Leseförderung eingesetzt werden.
Osiander betont: "Für offenes eReading stehen wir - für offenes eReading werben wir: Unser
Angebot hat wichtige Diskussionen angestoßen und macht die Unterschiede zwischen den
unterschiedlichen eReading-Welten bekannter. Wir treffen eine klare Aussage für die offene
OSIANDER-eBook-Welt. "
Auch der grenzenlose Umtausch von Büchern ohne Kassenzettel und der unkomplizierte Service bei
der Verrechnung von Gutscheinen anderer Buchhandlungen sei in großer Zahl genutzt worden und
habe die Kunden begeistert. Osiander: "Guter Service muss kein exklusives Privileg großer
Online-Versender sei". .
www.buchmarkt.de 12.01.2015 14:22
Seite: 26 von 39
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"Die Aktion 'OSIANDER schenkt Ihnen die Freiheit' betont unsere Stärken, ist
damit ein überzeugender Beitrag zu einem leistungsorientierten Wettbewerb
und liefert klare Argumente für OSIANDER. Wir freuen uns, dass uns so viele
Kunden darin gefolgt sind, und danken für einen erfolgreichen Start ins neue
Jahr 2015!"
Personalia
07.01.2015 16:25
Emily Huggins neu im Lektorat bei Ueberreuter
Emily Huggins (32 - Foto) verstärkt seit Anfang des Jahres das Lektorat des Ueberreuter Verlags in
Berlin. Dort ist sie für das Kinder- und Jugendbuch zuständig.
Huggins studierte Germanistik, Anglistik und Literatuvermittlung in Freiburg, Canterbury und
Bamberg und war in den vergangenen sechs Jahren beim Ravensburger Buchverlag als Lektorin in
der Redaktion Erzählendes Kinder- und Jugendbuch tätig.
07.01.2015 15:22
Auszeichnungen
LUCHS-Preis für den Monat Januar für »Mein kleines dummes Herz« von Xavier-Laurent Petit
Der LUCHS-Preis für Kinder- und Jugendliteratur geht im Januar an »Mein kleines dummes Herz« (
Dressler Verlag). Radio Bremen stellt den Preisträger morgen um 15.20 Uhr im Funkhaus Europa
und am Sonntag, 11. Januar 2015, zwischen 14.00 und 15.00 Uhr im Nordwestradio vor.
Das Gespräch zum Buch wird online abrufbar sein unter www.radiobremen.de/funkhauseuropa.
Xavier-Laurent Petit erzählt die Geschichte der neunjährigen Sisanda, die mit ihrer Mutter, ihrer
Großmutter und ihrem Onkel in einer kleinen Hütte in Afrika lebt. Sisanda ist schwer herzkrank,
und nur eine teure Operation könnte ihr helfen. Während das Mädchen viel liegen muss und nicht
mit den anderen Kindern herumtoben kann, verspürt die Mutter Maswala jeden Morgen den Drang
zu laufen. Auf bloßen Füßen. Und über weite Strecken. Als Sisandas Zustand sich zusehends
verschlechtert, erfährt ihre Mutter von einem Marathon, dessen Gewinner ein hohes Preisgeld
winkt. Und sie läuft – für Sisanda, für ihr Herz.
Das meint die Jury: »Sisanda ist von großherzigen Menschen umgeben – von Menschen, die
großzügig sind und einander helfen. Als umso ungerechter empfindet man es, dass all die Liebe,
die Sisanda entgegengebracht wird, machtlos zu sein scheint gegen die Armut, die verhindert, dass
dem klugen Mädchen geholfen wird«, so Jurymitglied Hartmut El Kurdi. Xavier-Laurent Petit erzählt
in einer »klaren und einfachen Sprache. Kein Wort zu viel, kein Wort zu wenig. Kein Kitsch. Es ist
eine genaue, aber keine kalte Sprache (…) Manchmal wirken Sisandas Sätze fast wie die Zeilen
eines Gedichtes.«
Der LUCHS-Preis für Kinder- und Jugendliteratur wird jeden Monat von der ZEIT und Radio Bremen
vergeben. Aus den 12 Monatssiegern wird der JahresLUCHS gewählt. Jurymitglieder sind Karsten
Binder, Maria Linsmann, Brigitte Jakobeit und Hartmut El Kurdi. Den Juryvorsitz hält ZEIT-Redakteurin
Katrin Hörnlein.
www.buchmarkt.de 12.01.2015 14:22
Seite: 27 von 39
buchmarkt-online
07.01.2015 12:23
Was macht eigentlich...
... Jan Weitendorf?
Zur Überraschung der Branche hatte Jan Weitendorf (im Foto l.) im Herbst vorigen Jahres die
Geschäftsführung bei Oetinger niedergelegt [mehr...] (siehe BuchMarkt 1/2015, S. 134). Jetzt wird
mehr bekannt: Seit 2013 schon ist er Partner bei der Nebelhorn GmbH, in der er mit deren Gründer
Dr. Steven Zielke (r.) "Konzepte zur digitalen Transformation und Optimierung des digitalen
Change-Prozesses in Unternehmen jeglicher Art)" entwickelt.
Unter der Marke Blappsta hat Nebelhorn in dieser Zeit schon über 500 Apps veröffentlicht und auch
für Kunden wie TUI, Robinson, Herrenhäuser, Engelhorn, Wormland, Opel, Continental oder MLP
gearbeitet. Weitendorf will sich außerdem dem Buchhandel als "überraschend preiswerter
Entwickler" anbieten. Doch das ist noch nicht alles: "Im April organisieren wir erstmal gemeinsam
mit der CeBIT in einer ganzen Halle die erste World-Wide-Bloggers-Conference Rock the Blog – das
wird ein Meilenstein in der Geschichte der mobilen Kommunikation!" sagt Weitendorf.
Mehr Infos:
07.01.2015 10:34
+++ Vorgeblättert +++
Bücher und Autoren in der ZEIT und im FREITAG
Hier finden Sie die Bücher, die in der ZEIT und im Freitag besprochen werden. Damit Sie heute
schon wissen, wonach der Kunde morgen fragt, was sie auslegen und vielleicht noch schnell
bestellen sollten.
Die Zeit
„Frankreich als islamischer Staat“: Auch der Westen träumt von der Wiederkehr des Patriarchats:
»Unterwerfung« heißt Michel Houellebecqs Satire unserer Zukunft&#8194;Von Jens Jessen
Michel Houellebecq: Unterwerfung (DuMont)
Die Krimikolumne von Tobias Gohlis.
„Unschuldig ist niemand“: Denise Mina erzählt mitreißend von schottischen Abgründen
Denise Mina: Das Vergessen (Heyne)
„Chirurgisch präzise“: In seinem neuen Roman »Kindeswohl« wird Ian McEwan zuweilen das Opfer
des eigenen Könnens.
Ian McEwan: Kindeswohl (Diogenes)
www.buchmarkt.de 12.01.2015 14:22
Seite: 28 von 39
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Und morgen auch die neue KRIMIZEIT; die Titel melden wir morgen
der Freitag
folgt
07.01.2015 10:42
Charts
Die Top Ten GfK-Hardcover-Charts Belletristik der KW 1
Wie schon in der Vorwoche bleibt Gregs Tagebuch - Böse Falle! von Jeff Kinney (Baumhaus Medien) auf
Platz eins der Charts.
Lori Nelson Spielman konnte mit Morgen kommt ein neuer Himmel (Fischer Krüger) zwei Plätze gut
machen und verdrängt damit Sebastian Fitzek mit Passagier 23 (Dromer/Knaur) von Platz zwei.
1. ( 1.) Kinney, Jeff Gregs Tagebuch - Böse Falle! (BAUMHAUS MEDIEN)
2. ( 4.) Nelson Spielman, Lori Morgen kommt ein neuer Himmel (FISCHER KRÜGER)
3. ( 2.) Fitzek, Sebastian Passagier 23 (DROEMER/KNAUR)
4. ( 8.) French, Tana Geheimer Ort (FISCHER SCHERZ)
5. ( 5.) Neuhaus, Nele Die Lebenden und die Toten (ULLSTEIN HC)
6. ( 3.) Follett, Ken Kinder der Freiheit (BASTEI LÜBBE)
7. ( WE.) Adler-Olsen, Jussi Erwartung DER MARCO-EFFEKT (DTV)
8. ( NEU.) Börgerding, Bettina ; von Mikulicz, Wenka Bibi & Tina - Voll verhext! (EGMONT
SCHNEIDERBUCH)
9. ( WE.) Musso, Guillaume Vielleicht morgen PENDO
10. ( WE.) Heldt, Dora Wind aus West mit starken Böen (DTV)
07.01.2015 08:18
UMGEBLÄTTERT: Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und Frankreich diskutiert den neuen
Houellebecq
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen
Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen
aktuellen Büchertisch.
www.buchmarkt.de 12.01.2015 14:22
Seite: 29 von 39
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Und wenn Sie eine spannende Rezension anderswo finden: Schicken Sie uns schnell eine Mail?
Frankfurter Rundschau
Frankreich diskutiert Houellebecqs neuen Roman Unterwerfung (erscheint nächste Woche auf Deutsch bei
DuMont).
Ein „herrliches, unglaubliches Besiarium“: Caspar Henderson Wahre Monster (Matthes & Seitz).
Gute Unterhaltung, nur der Schluß wirke wie an den Haaren herbeigezogen: Vikas Swarup Die wunderbare
Beförderung (KiWi).
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Erregte Maler und entflammte Betrachter: Ulrich Pfisterer Kunst-Geburten. Kreativität, Erotik, Körper (
Wagenbach).
Eine Wiederentdeckung aus Australien: Kenneth Mackenzie Was sie begehren (Hanser Berlin).
Eine israelische Familiengeschjichte: Meir Shalev Zwei Bärinnen (Diogenes).
Die Welt
Laut einer Studie des amerikanischen PEN fühlen sich viele Schriftsteller überwacht. Gegenfrage: Welche
Möglichkeit hat denn die NSA, Autoren aus der normalen Rundumüberwachung (die bekanntlich nur in
Deutschland dank Herrn Pofalla erledigt ist) rauszufiltern? Würde das nicht extra kosten?
Süddeutsche Zeitung
Der neue Houellebecq will Satire und Utopie in einem sein – so Thomas Steinfeld – und er scheitert genau
deshalb.
Louis Begley macht einen Ausflug ins Krimigenre: Zeig dich, Mörder (Suhrkamp).
Rückblick auf Johan Simons’ Intendanz: Mitten in der Welt (Kunstmann)
07.01.2015 09:20
Affären
Erste Runde im Bertelsmann-Streit abgeschlossen
Im Juni kündigte der Club Bertelsmann die Schließung des Unternehmens bis Ende 2015 an. Die
Geschäftspartner reichten im August Klage dagegen ein [mehr...]. Jetzt wollen sie mit der Klage
vor dem Landgericht Düsseldorf erreichen, dass das Geschäft weitere zwölf Jahre fortgeführt wird.
„Aus unserer Sicht ist eine Laufzeit für weitere zwölf Jahre das Mindeste, was aus solch einem
unkündbaren Vertrag folgt. Denn im Vertrauen auf diesen Vertrag haben wir auch in den
vergangenen Jahren noch umfangreich – durchschnittlich etwa 50 Prozent unseres Erlöses – in das
www.buchmarkt.de 12.01.2015 14:22
Seite: 30 von 39
buchmarkt-online
Buchclub-Geschäft investiert“, sagt Guido Gebhard, Sprecher der Kläger.
Die konkretisierten Forderungen resultieren aus „ausdrücklich vereinbarten Unkündbarkeit der
unbefristeten Verträge“, weshalb eine Kündigung derselben unrechtmäßig sei. [mehr...]
Es ist umstritten, ob der Club dazu gezwungen werden kann, sein unrentables Buchclubgescäft
fortzuführen. Die Frage wird sein, ob der Bertelsmann für die Defizite zur Verantwortung gezogen
werdne kann oder nicht – die Kläger sprechen jedenfalls von „Missmanagement“. Angeblich habe Gunter
Thielen, der frühere Bertelsmann CEO, zu wenig in die Clubs investiert.
Für die Managementfehler und mangelnde Investitionen wurden neue Belege aus den vergangenen zehn
Jahren vorgelegt. Die Quellen, aus denen die Belege für Aussagen des Bertelsmann-Managements
stammen, seien unter anderem Protokolle von Vollversammlungen.
„Die neuen Belege zeigen einmal mehr, dass die Darstellung von Bertelsmann, der Club sei seit Jahren
ein Minusgeschäft und die jüngsten wirtschaftlichen Schwierigkeiten die Folge externer Faktoren, ein
völlig falsches Bild zeichnet“, so Gebhard. „Gewinne aus dem Club wurden nicht wieder in das
Clubgeschäft gesteckt; das Management selbst hat wiederholt Fehler, mangelnde Investitionen und viel
zu häufige Wechsel in der Buchclub-Führung zugegeben. Trotzdem hat der Club bis vor wenigen Jahren
noch Geld verdient.“
Desweiteren sind die Geschäftspartner der Ansicht, dass der Club mit einer Million Bestandskunden
durchaus wieder profitabel gemacht hätte werden können.
Der Hintergrund:
Am 17. Juni 2014 hatte Bertelsmann bekannt gegeben, den Buchclub mit etwa einer Million Kunden
aufzulösen und alle Filialen zu schließen. 250.000 Buchclub-Mitglieder sind Kunden unterschiedlicher
Buchhändler und Medienvertriebsunternehmer aus ganz Deutschland und wurden Bertelsmann lediglich
zur Belieferung mit Verlagserzeugnissen überlassen. Die Verträge, die diese Überlassung regeln, sind
unkündbar. Diese „zweistufige“ Konstruktion gibt es seit der Gründung des Clubs. Stellvertretend für alle
Vertriebspartner haben drei Unternehmen am 25. August 2014 gegen die Schließung Klage eingereicht.
Bertelsmann sieht dem Geschehen gelassen entgegen, teilte das Unternehmen Buchmarkt.de mit.
"Unsere Gesprächsangebote sind wegen Vorbedingungen der Verpächter nicht angenommen worden",
heißt es da; und "wir sehen den Verzicht auf Kündigung im Vertrag als nichtig an."
06.01.2015 00:01
Der andere Fragebogen
Wie war Ihr Jahr, Thomas Raab?
Seit dem 6.12. (Nikolaustag) fragten wir in der Buchbranche herum: "Wie war Ihr Jahr?" Heute
beantwortet der Schriftsteller Thomas Raab unseren "anderen" Fragebogen:
1
Welcher Tag war Ihr schönster im letzten Jahr?
Ehrlich gesagt scheitere ich gerade kläglich dabei, eine Reihung vorzunehmen - und je länger ich
drüber nachdenke, desto klarer wird mir: Was wäre das für ein verdammt trauriges Jahr, wenn es
nur einen schönsten Tag gäbe?
www.buchmarkt.de 12.01.2015 14:22
Seite: 31 von 39
buchmarkt-online
2
[Worüber haben Sie sich 2014 am meisten geärgert?
Eindeutig über mich selbst.
3
[Was war 2014 Ihr schönster Erfolg?
Privat: Dass mir meine Töchter (3 & 7) ein: „Papa, du stinkst. Kriechst du bitte nicht mehr zu uns ins
Bett und willst Vorlesen. Außerdem bist du peinlich!“ bis dato erspart haben. Und dass unsere Ältere im
Februar beim Skifahren endlich alleine Stehenbleiben konnte war auch schön - auch schön für die
Anderen...
Beruflich: Nach einer mehr als zehnjährigen Schwangerschaft, und glauben Sie mir, das hinterlässt
Spuren, konnte ich endlich Karl Heidemann gebären.
http://www.droemer-knaur.de/buch/7778658/still-chronik-eines-moerders.
4
[Und Ihr traurigster Misserfolg war...?
Ein trauriger Erfolg fällt mir ein, zum Glück nicht meiner: Im Zuge eines Kindergeburtstages als einziger
Erwachsener beim Sackhüpfen mitmachen, und dann Erster werden.
5
[Ihre schönste Buchhandlung/Ihr liebster Verlag im letzten Jahr?
Salz auf meinen Wunden, denn meine schönste Buchhandlung hat heuer zugesperrt...
Und liebster Verlag? Das hängt für einen Autor einfach grundsätzlich von den Menschen, Bezugspersonen
ab, mit denen man es das ganze Jahr hindurch, in schweren und leichten Phasen, zu tun hat - und
diesbezüglich ist mir DROEMER zur Zeit, besonders Dank meinem Verleger Hans-Peter Übleis und meiner
Lektorin Michaela Kenklies, eine ganz wunderbare Heimat, um nicht zu sagen: Jackpot.
6
[Von welchem Thema wollen Sie (warum) im neuen Jahr nichts mehr lesen?
Schulreform zum Beispiel. In Österreich ein Synonym für Stillstand, ewige Taktiererei,
Wahlkampf-Propaganda, knallhart auf Kosten der Schüler, Lehrer, Eltern, ...
Überhaupt denk ich beim Wort Reform mittlerweile mehr an Reformhaus, an Kräutertonika, um
verspannte Rücken einzureiben, an Salben für die rissigen Füss, an Mundwasser und Kapseln gegen
Haarausfall, spricht das Mitgenommene, Gebrauchte ein bisserl versorgen - weil mit Neugestaltung hat
das rein gar nix zu tun.
7
[Und über welches Thema wollen Sie mehr lesen?
Über Buchhandlungen, die AUFSPERREN.
8
[Welchen Fehler aus 2014 möchten Sie im neuen Jahr vermeiden?
30 in der 30er Zone wäre schon nicht so schlecht. Kurz: Allgemein Tempo rausnehmen.
9
[Und welchen Fehler werden Sie trotzdem wiederholen?
www.buchmarkt.de 12.01.2015 14:22
Seite: 32 von 39
buchmarkt-online
Wenn ich das nur vorher schon wüsste!
10
[Welches Buch hat Ihnen 2014 besonders viel Freude gemacht?
Jetzt sollte ich die Frage wohl als Werbeplattform nützen, wäre aber gelogen, darum: „Das kleine Ich bin
Ich“, und „Die Geggis“ von Mira Lobe. Es gibt nichts Besseres, um den Kinder vorzulesen.
11
[Welches wird Ihr wichtigstes Buch im kommenden Jahr?
Ha, jetzt kann ich ja doch offiziell Eigenwerbung machen: Eindeutig also „STILL -Chronik einen Mörders“, ab
14.1. im Buchhandel. Mein erstes Fremdgehen nach sechs Metzger-Romanen (von denen Zwei im
Sommer von der ARD verfilmt wurden, und die am 12. und 19.2 2015 um 20:15h genau dort zu sehen
sind – und wer das versäumt ist selber schuld ;)
12
[Von wem würden Sie auch gern mal die Antworten auf diesen Fragebogen lesen?
... was die bessere Hälfte (wenn überhaupt vorhanden) einer Autorin, oder eines Autors, mitzumachen
hat, verdient denk ich allergrößte Aufmerksamkeit, Bewunderung und Dank.
13
[Und welche Frage, die wir nicht gestellt haben, hätten Sie gern beantwortet?
Les ich „zufällig“ die 14 und was seh ich, typisch 13: Eine Fangfrage!
Hüten werd ich mich...
14
[Hier können Sie die auch beantworten:
...
Gestern beantwortete [Bernhard Schmid unseren Fragen [mehr...], alle Antworten finden sie gebündelt
hier: [mehr...].]
06.01.2015 11:17
smart digits
Wichtige Trends im Überblick
Rückblick und Ausblick: wichtige Trends im Überblick mit nützlichen Links zur Vertiefung, wie
immer auf www.smart-digits.com.
Dr. Harald Henzler, Fabian Kern und Andreas Wiedmann entdecken, evaluieren und kommentieren in
ihrem Blog digitale Strategien in der Medienwelt. Für buchmarkt.de fassen sie die Neuigkeiten,
Meinungen und Ansichten in der digitalen Welt zusammen.
www.buchmarkt.de 12.01.2015 14:22
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buchmarkt-online
06.01.2015 08:07
UMGEBLÄTTERT: Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und die ewige Aktualität der Antike
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen
Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen
aktuellen Büchertisch.
Und wenn Sie eine spannende Rezension anderswo finden: Schicken Sie uns schnell eine Mail?
Frankfurter Rundschau
Harald Jähner hat sich Reuel Goldens Prachtband The Rolling Stones (Taschen) angesehen und meint,
daß die Fotos der Band viel über die Geschichte einer Generation erzählen.
Die ewige Aktualität der Antike – dazu die Bücher: Bernhard Zimmermann u.a. Die Literatur der
klassischen und hellenistischen Zeit. Handbuch der griechischen Literatur (C.H. Beck), Rainer Nickel Antike
Kritik der Stoa (Akademie Verlag) und Hesiod Theogonie (neu übersetzt von Raoul Schrott bei Hanser.
Delhi als Megametropole: Ein Gespräch mit dem Schriftsteller Rana Dasgupta, dessen Delhi – Im
Rausch des Geldes bei Suhrkamp erschienen ist.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Hanser hat die großen Roman und Erzählungen von Danilo Kiš unter dem Titel Familienzirkus neu
herausgegeben.
Islamische Jenseitsfahrt (nix für Pegidisten und so): Al-Ghazali Erinnerung an den Tod und das Leben
danach (Spohr Publishers).
Caesars Handlungsspielräume: Mischa Meier Caesar und das Problem der Monarchie in Rom (
Universitätsverlag Winter).
„Entscheidung über Leben und Tod“: Ein Auszug aus Ian McEwans neuem Roman Kindeswohl (
Diogenes)
Die Welt
Deutsche Popmusik und Düsseldorf: Rüdiger Esch Electri_City (Suhrkamp).
Richard Kämmerlings’ Kommentar „Facebook Kills Books“, den wir gestern schon online gelesen
haben [mehr...].
Was trieb den Aussteiger Chris McCandless? Seine Schwester Carine weiß es und erzählt es in Wild
Truth (btb). Und ein bißchen auch im Interview mit der Welt.
www.buchmarkt.de 12.01.2015 14:22
Seite: 34 von 39
buchmarkt-online
Süddeutsche Zeitung
Feiert heute die Hl. drei Könige.
06.01.2015 11:02
Personalia
Ullstein: Marguerite Joly übernimmt Leitung der Bereiche neue Geschäftsinitiativen
Marguerite Joly (36 - Foto), die im März 2014 die Leitung digitale Programme bei den Ullstein
Buchverlagen übernommen hatte [mehr...], hat seit 1. Januar die Leitung für die Bereiche neue
Geschäftsinitiativen inne. Dazu gehören die digitalen Imprints Forever und Midnight sowie die
Testleser-Community vorablesen.de.
Antonia Besse (39) hat die Leitung von vorablesen.de abgegeben und sich mit mybook.de, einer
Website für persönliche Buchempfehlungen und -käufe, selbständig gemacht.
06.01.2015 09:00
Kopfnuss
Heinold fragt: Wer war's?
Es gibt Verlage, die überwiegend Produkte herausbringen, deren Nutzung jeweils im ersten Monat
eines Jahres beginnt. Nach einem solchen Verlag suchen wir heute. Wir können ihn mit einem
breiten Strom vergleichen, der aus dem Zusammenfluss mehrerer großer Wasserläufe entstanden
ist.
Der älteste der drei Quellflüsse entsprang im Jahre 1962 in Hamburg. Der Gründer war der Sohn
des zweiten Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages, eines ehemaligen Vizeadmirals der
Kriegsmarine. Auch der Großvater war hoher Offizier. Er hatte in der Weimarer Republik als
Nachfolger Hans von Seeckts von 1926 bis 1930 die Position des Chefs der Heeresleitung inne. Am
späteren Sitz dieses Verlages, in der Nähe einer Verlagsmetropole in Süddeutschland, ist das heute
gesuchte Unternehmen angesiedelt.
Der zweite Quellfluss kommt aus Nordrhein-Westfalen. Dort begann der Verleger eines
Branchenmagazins im Jahre 1984 mit der Herausgabe origineller Druckerzeugnisse, die in einer
besonderen Editionsform der Wissensvermittlung dienten. Er verkaufte zum 1. Januar 2004 das
Programm, das damals rund 81 Titel (heute 185) umfasste, an eine südwestdeutsche
Aktiengesellschaft, die es zusammen mit ihrem eigenen, dieser speziellen Editionsform gewidmeten
Teilprogramm weiterführte, das aus fünf Titeln unter drei verschiedenen traditionellen Marken
bestand.
Der dritte Quellfluss ist ein 1976 in der schwäbischen Provinz gegründetes Verlagsunternehmen,
das seine Buchproduktion 2004 einstellte, aber seine Titel der besonderen Editionsform 2006
ebenfalls an die erwähnte südwestdeutsche Aktiengesellschaft verkaufte.
Im Jahre 2009 gingen deren Aktien an eine große Bildungsverlagsgruppe über, die die
Aktiengesellschaft in eine GmbH umwandelte. Diese tritt am Markt als bedeutender Anbieter im
Bereich der Wissensvermittlung auf und ist auch der Gesellschafter des gesuchtes Verlages.
Der gesuchte, aus drei Quellflüssen entstandene Verlag ist auf seinem Gebiet Marktführer und
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bringt alljährlich rund 1.000 Titel in der erwähnten besonderen Editionsform heraus. Dem
Buchhandel werden sie in ihrer ganzen bunten Vielfalt in zwei Vorschauen präsentiert, die
zusammen 2,5 kg wiegen. Das Angebot umfasst außerdem rund 250 Puzzles (Vorschau 750 g
schwer)
Jüngster Zufluss, wiederum als eigene GmbH geführt, ist eine Neugründung aus dem Jahre 2012.
Dieses Unternehmen veröffentlicht wie seine Schwester vorwiegend Produkte der besonderen
Editionsform, um die sich bei unserer Frage alles dreht. Es ist aber nicht als klassischer Verlag
tätig, sondern als der erste Dienstleister für Selbstverleger, die in dieser Warengruppe (=
Editionsform) Verlagserzeugnisse herausbringen wollen. Die Herstellung erfolgt im
Publishing-on-Demand-Verfahren, das auch Kleinauflagen ermöglicht. Die Titel werden vom
Dienstleister nicht nur produziert, sondern auch – vorwiegend im Buchhandel – vermarktet.
Auftraggeber sind vorwiegend Kreative wie Fotografen, Designer und Grafiker.
Heinold fragt: Wie heißt das gesuchte Unternehmen (Name und Sitz)? Freiwillig zu beantwortende
Zusatzfrage: Wie heißt das Schwesterunternehmen, das für Selbstverleger produziert? Antwort an
heinold@buchmarkt.de
Lesetipp aus dem aktuellen BuchMarkt-Heft
05.01.2015 16:05
Der Supergau: Die Schwierigkeiten von KNV im Weihnachtsgeschäft
Dass KNV noch vor dem Weihnachtsgeschäft das Mammutprojekt Erfurt in Betrieb genommen hat,
hat viele Buchhandlungen verärgert und den Wettbewerbern neue Kunden gebracht. Fraglich aber:
Bleiben die bei der Stange?
"Was nützt der schönste Streik bei Amazon, wenn dem stationären Handel mitten im heißen
Weihnachtsgeschäft ihr wichtigster Lieferant ausfällt?" Der Lüneburger Buchhändler Jan Orthey
konnte sich dieses Bonmot nicht verkneifen, obwohl er "als Umbreit-Kunde so gut wie gar nicht"
von den Problemen des Stuttgarter Barsortimentsriesen KNV betroffen war.
Aber auch er hatte gehört, was VVA-Chef Stephan Schierke vorsichtig bestätigt: "Was das
Barsortiment betrifft, so hab ich aus dem Markt gehört, dass Buchhändler in Scharen zu den
Wettbewerbern überlaufen. Inwieweit ein solcher Trend nachhaltig ist, wird aber die Zukunft
zeigen. Insgesamt bedauerlich ist, dass mit einem besser durchdachten – aber auch teurerem –
Migrationskonzept solche Anlaufprobleme sicher vermeidbar gewesen wären, aber was soll’s. Es ist
eine Frage der Zeit, bis sich das einspielt. Probleme sind bei einem solchen Projekt vollkommen
normal.“
Schierke mein damit die für viele in der Branche unverständliche Entscheidung von KNV, das neue
Logistikzentrum in Erfurt nicht erst in der ruhigen Phase nach dem Weihnachtsgeschäft zu starten.
Denn das hat in den letzten Tagen vor dem Fest letztlich auch die Wettbewerber an ihre
Logistik-Grenzen gebracht. Schierke über die Folgen, die auch die VVA gespürt hat: „Die Laufzeit
des KNV-Bücherwagens ist eine Katastrophe, was bei uns zu Rückfragen führt. Ansonsten spüren
wir tendenziell eine Zunahme der Direktbestellungen, die wir aber in gewohnter Qualität im
Drei-Schicht-Betrieb ausliefern. Damit bescherte uns KNV eine durchgängige Auslastung im Bereich
der normalen Packstücke. Rückläufig sind – wie zu erwarten – die Groß- und Paletten-Sendungen.“
Die Folgen waren deutlich: auch die Wettbewerber gerieten durch die Mehrbelastung an Ihre
Grenzen. Doch die wollen das so nicht bestätigen: „Wir möchten zur gegenwärtigen Lage unseres
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Mitbewerbers und zu den Auswirkungen auf unser eigenes Geschäft keine Stellung beziehen“, sagt
z.B. Libri-Vertriebschef Bertram Pfister. Was man verstehen kann – hat Libri doch vor Jahren bei seinem
Umzug nach Bad Hersfeld das durchgemacht, was alle Auguren seit Monaten dem Stuttgarter Riesen
prognostiziert hatten – was der Handel als „Supergau“ empfunden hat:
Denn KNV hat seine Stammkunden aber nicht nur darin enttäuscht, dass die ihre Lieferversprechen („Wir
sind schneller als Amazon“) ausgerechnet in Zeiten der höchsten Kundenfrequenz nicht einhalten
konnten, sondern hat seinen Kunden dazu jede Menge Ärger und zusätzliche Abreit eingebracht. Und das
in einer Zeit, das in allen Läden die personellen Kapazitäten sowieso ausgeschöpft sind: das Internet ist
voll von sarkastischen und frustrierten Stimmen über die täglichen Folgen.
Selbst die „Lebensmittelzeitung“ griff den Unmut der Buchhändler auf und titelte: „Bei KNV klemmt das
Hightechlager“ .- gemeint war das neue Logistikzentrum in Erfurt, das seit Oktober in Betrieb ist. Koch ,
Neff & Volckmar (KNV) hat darin 150 Mio. Euro investiert, dank „modernster Förder—und
Kommissionierungs-Technik soll das Zentrum auch zu Spitzenzeiten hohe Lieferqualität sicherstellen“.
Das Gegenteil war nun ausgerechnet in der heißesten Phase des Weihnachtsgeschäfts der Fall: Die
Verzahnung der bisherigen Standorte mit Erfurt klappte nicht wie erhofft: dazu kamen unerwartete
Pannen, Software- und Bedienungsfehler, die das Zusammenspiel störten und zu stundenlangen
Verzögerungen der Abläufe führten.
Die Folge: Das anfängliche Vertrauen in die eigentlich von allen als höchst mutig eingeschätzten Pläne
von KNV-Sprecher Oliver Voerster und seinen Gesellschaftern (für die das Unternehmen lange im Vorfeld
auch bei seinen Kunden geworben hatte) kippte um ins Gegenteil.
Selbst die treuesten Sortimentsbuchhändler, die (wohl auch mit Blick auf ihre Konditionen) bei KNV als
einigem Barsortiment geblieben und im Vorfeld der Umzugspläne nicht dem Werben von Libri, Könemann
oder Umbreit erlegen waren un dbei den ersten Lieferverzögerungen noch gelassen reagiert hatten („Das
kann ja schon mal passieren“), wurden ungehalten bis wütend: „Die lassen uns hier eigentlich im Stich,
wenn sie das zu dieser Jahreszeit machen“.
Lesen Sie weiter im aktuellen Januar-Heft ab Seite 26.
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BuchMarkt Verlag K. Werner GmbH
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05.01.2015 15:36
Auszeichnungen
Goldene Gurke 2014 an Klaus Fricke
Die Goldene Gurke, der "Preis für die schnellste Absage des Jahres" (so Thomas Montasser] (im Foto
rechts), geht für 2014 an Heyne - Programmleiter Klaus Fricke (l.). Mit dieser von der Montasser
Medienagentur ausgelobten Auszeichnung wird die schnellste Absage des Jahres gewürdigt.
„Natürlich sind uns Zusagen lieber“, so Agent Thomas Montasser. „Aber wenn schon eine Absage,
dann bitte eine schnelle. Nichts quält Autoren mehr als lange Wartezeiten, um dann nicht
genommen zu werden.“ Insofern sei die Auszeichnung durchaus als ernstgemeinte Anerkennung zu
verstehen, „wenngleich für eine Absage halt leider nichts Besseres als eine Gurke zu erwarten ist –
aber dann doch zumindest eine goldene.“ Dem Wunsch des ersten Preisträgers Johannes Thiele
entsprechend wird die Goldene Gurke alljährlich in Form einer Torte überreicht. Die Preisträger der
Vorjahre waren Urban Hofstetter (Blanvalet) und Jürgen Diessl (Econ).
05.01.2015 15:22
Lesetipp
Richard Kämmerlings in der „Welt“: Zuckerbergs Lesezirkel
Klare Ansage von Richard Kämmerlings in der
http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article136028520/Facebook-und-Buecherlesen-schliesse
n-sich-aus.html: „Mark Zuckerberg hat auf Facebook einen Lesezirkel gegründet. Aber in Wahrheit
sind die sozialen Netzwerke der größte Widersacher der Buchkultur. Lesen ist und bleibt eine
einsame Angelegenheit.“
Sicher wird Zuckerbergs Lektüre so manchen Hype bewirken: „Man kann sich leicht vorstellen,
welchen Segen Zuckerbergs Leseliste in Zukunft für die Branche bedeuten wird, eine Art
Google-Doodle für den Buchhandel.“ Leider aber geht es bei ihm weniger um Schöngeistiges,
sondern eher um "new cultures, beliefs, histories and technologies". Was aber, wie Kämmerlings
meint, nicht daran ändert: „Soziale Netzwerke und Lektüre schließen sich tendenziell aus; die
Sehnsucht danach, mal wieder konzentriert ein gutes Buch zu lesen, wird konterkariert durch den
Zwang zum Zitate-Posten und Buchempfehlungs-Liken.“
Weiterlesen:
05.01.2015 14:30
Aktionen
Leipzig: Welche Buchhandlung will am Messesamstag noch freie Plätze in Auerbachs Keller belegen?
Das ist eine Idee für Buchhandlungen, die im März 2015 mit Gruppen zur Leipziger Buchmesse
fahren wollen: Am Messesamstag (14. März 2015) hat die Jürmker Bücherstube in Bielefeld den
originalen Auerbachs Keller gebucht. Ab 19.00 Uhr sollen deren Gäste die "Fasskeller-Zeremonie
Anno Domini 1525" erleben - ein opulentes Mahl mitsamt Deklamationen aus dem Faust.
Doch Hartwig Bögeholz mailt gerade: "Unsere Gruppe schöpft die maximale Teilnehmerzahl nicht
aus - deshalb bieten wir anderen Buchhandlungen an, dass deren Kundinnen und Kunden, die sich
dann in Leipzig aufhalten werden, zu unserer Gruppe hinzustoßen. Wir berechnen pro Person Euro
64,00 (MWSt. incl) - Getränke sind nicht inbegriffen. Dieser Preis beinhaltet den
Begrüßungscocktail "Mephistos Feuer" in der Mephisto Bar, das üppige Mahl, die Fasskellerführung
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im Fasskeller, die Verjüngungs-Zeremonie mit Verjüngungstrunk in der Hexenküche, den Fassritt
(auf eigene Gefahr) sowie das Zertifikat."
Die Beschreibung des Restaurants: "Der "Historische Fasskeller", in dem 1525 der Weinausschank
begann, ist gewissermaßen das Herzstück von Auerbachs Keller. An diesem außergewöhnlichen Ort
wird Geschichte lebendig, wenn der Fasskellermeister oder auch der Leibhaftige zur
Fasskeller-Zeremonie, einem weithin bekannten und beliebten Spektakel, bitten: Mit einem Cocktail
"Mephisto-Feuer" in der gleichnamigen Mephisto Bar beginnt das Fest der Sinne. Der
Fasskellermeister führt Sie hinab an den Ort, der so viele Geschichten birgt, dessen Aura selbst den
jungen Goethe derart verzauberte, dass die Faustlegende in die literarische Weltgeschichte einging
und damit dem Keller zu Weltruhm verhalf. Mit den Erzählungen des Fasskellermeisters in jenem
historischen Gewölbe wird man den Geist der Geschichte atmen, Klangvolles hören und
Eindrucksvolles sehen. Nur während dieser Zeremonie öffnen sich die Türen zum tiefstgelegenen
Raum von Auerbachs Keller, der Hexenküche. Und nur hier kann man es Faust und Mephisto gleich
tun und in einer Verjüngungszeremonie den sagenumwobenen Verjüngungstrunk schmecken und
wirken lassen. Ob dieser Zauber ausreicht, um beim Fassritt aus dem Keller zu fliegen, liegt freilich
an jedem selbst."
Anmeldungen oder Anfragen bitte an Hartwig Bögeholz (Geschäftsführer "Jürmker" Bücherstube
GmbH, Amtsstraße 34, D-33739 Bielefeld, Verkehrs-Nr. 22322), aber bitte NUR per Mail:
boegeholz@ihre-buecherstube.de
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