close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Fahrgäste warten im Freien - BfGT Bürger für Gütersloh

EinbettenHerunterladen
Zeitung für
Gütersloh
Jahr 2014
endet ohne
Sondereffekt
Die Stadt als Makler
Gütersloh
(rec). Die
Stadt Gütersloh hat im vergangenen Jahr mit Grundstücksgeschäften knapp eine Million
Euro eingenommen. Das sind
rund eine Million Euro weniger,
als in den Jahren 2010 bis
2012 eingenommen wurden.
Guten Morgen
Lecker
Mit seiner Ernährung muss sich in
diesem Jahr etwas ändern, das hat
Gütsel fest im
Blick. Vor allem
soll das Bäuchlein schrumpfen, das sich
ganz sacht entwickelt hat. Das
bedeutet: Erst
mal
weniger
Bier
trinken
(das hat nicht
nur
Kalorien,
sondern verursacht
auch
Hunger), und dann mehr selbst
kochen. Das hat er bisher gescheut
wie der Teufel das Weihwasser,
doch damit konnte er sich bei seiner
Liebsten nicht mehr durchsetzen.
So bearbeitete er unlängst einen
ganzen Berg Rosenkohl, hatte Spaß
dabei und aß anschließend die
Suppe richtig gern. Mittlerweile
kann er auch auf eine erfolgreich in
die Tat umgesetzte Lachs-Quiche
verweisen. Der Anfang ist gemacht,
denn er ist im doppelten Wortsinn
auf den Geschmack gekommen,
schmunzelt
Gütsel
Gedenkstätte
verwüstet
Gütersloh (WB). Angehörige haben am frühen Freitagmorgen
vergangener Woche festgestellt,
dass die Gedenkstelle am Westring, die an den schweren Verkehrsunfall vom 26. Oktober 2008
erinnert, verwüstet worden ist. Bei
dem Unfall waren damals drei
junge Menschen getötet worden.
Die Randalierer haben drei Metalllaternen mit Glasscheiben zerstört
sowie Blumenvasen und Keramikfiguren umgestoßen. Die Polizei
sucht jetzt Zeugen und fragt: Wer
kann Angaben zu dieser Sachbeschädigung machen oder hat verdächtige Beobachtungen an der
Unfallstelle gemacht? Hinweise
und Angaben nimmt die Polizei in
Gütersloh unter
0 52 41 / 86 90
entgegen.
Einer geht
durch die Stadt
. . . und teilt freudig mit, dass es
ihm gelungen ist, eine neue elektrische Zahnbürste aus ihrer Hartkunststoffpackung herauszuoperieren, ohne sich an den scharfen
Plastikkanten ernsthaft zu verletzen. Wer erfindet bloß solche
Verpackungen, fragt sich
EINER
So erreichen
Sie Ihre Zeitung
Geschäftsstelle Gütersloh
Strengerstraße 16-18, 33330 Gütersloh
Telefon
0 52 41 / 87 06-0
Fax
0 52 41 / 87 06-48
Abonnentenservice
Telefon
0 52 41 / 87 06-24
Fax
0 52 41 / 87 06-55
Lokalredaktion Gütersloh
Strengerstraße 16-18, 33330 Gütersloh
Michael Delker
0 52 41 / 87 06-30
Stephan Rechlin
0 52 41 / 87 06-34
Elke Westerwalbesloh 0 52 41 / 87 06-33
Dirk Bodderas
0 52 41 / 87 06-35
Stefanie Winkelkötter 0 52 41 / 87 06-36
Alexander Gionis
0 52 41 / 87 06-38
Stefan Lind
0 52 41 / 87 06-39
Carsten Borgmeier
0 52 41 / 87 06-40
Wolfgang Wotke
0 52 41 / 87 06-47
Sekretariat
Marion Klein
0 52 41 / 87 06-42
Fax
0 52 41 / 87 06-44
guetersloh@westfalen-blatt.de
Lokalsport Gütersloh
Dirk Heidemann
0 52 41 / 87 06-50
Christian Bröder
0 52 41 / 87 06-51
sport-guetersloh@westfalen-blatt.de
@
www.westfalen-blatt.de
Das Gütersloher Finanzamt hat seit gestern kein Buswartehäuschen
mehr. Die Stadt aber beeilt sich, Ersatz zu schaffen. Schon Anfang
Februar soll ein Ersatz-Unterstand aus Sperrholz errichtet werden,
allerdings ohne Strom und Licht.
Fotos: Carsten Borgmeier
Fahrgäste warten im Freien
JCDecaux baut Fahrgastunterstände und Werbeanlagen ab – kein Licht bis September
Von Stephan R e c h l i n
G ü t e r s l o h (WB). Das Finanzamt hat kein Buswartehäuschen mehr. Die Stadtwerbefirma JCDecaux hat gestern
an der Neuenkirchener Straße
damit begonnen, ihre 104
Fahrgastunterstände,
75
Stadtinformationsanlagen und
das Toilettenhäuschen am
Bahnhof abzubauen.
An sämtlichen Unterständen
war zuvor die Stromzufuhr unterbrochen worden. Gütersloher
Fahrgäste warten darum seit der
ersten Januarwoche früh am Morgen und ab 17 Uhr im Dunklen auf
ihre Busse. Je später sie auf den
Bus angewiesen sind, desto beklemmender wird vor allem für
junge Frauen und ältere Fahrgäste
die Wartezeit an wenig frequentierten Haltestellen wie dem Westfalen- und dem Brockweg.
Doch sie können sich bis zur
Uhrenumstellung am 29. März nur
darüber freuen, dass es jeden Tag
ein paar Sekunden länger hell
bleibt – ansonsten müssen sie da
durch. Denn die Stadt wird bis
zum Neubau von 120 Wartehäuschen im September keine Ersatzlampen anknipsen. Mit der Installation von etwa 30 Sperrholzhäuschen an stark genutzten Haltestellen wie am Bachschemm und an
den Krankenhäusern wird nach
Auskunft von Dr. Elisabeth Menke
aus dem Amt für Öffentlichkeitsarbeit zügig Anfang Februar begonnen: »Die Häuschen werden in
Hallen vormontiert und an ihren
jeweiligen Standorten fertig gestellt.«
Die Stadtwerbefirma JCDecaux
verhält sich vertragsgerecht. Weil
Sonst werden Fahrgäste von der Haltestelle am Brockweg abgeholt,
gestern aber war das Wartehäuschen an der Reihe.
die Stadt ihr die Zusammenarbeit
nach fast 25 Jahren kündigte, darf
sie ihre Fahrgastunterstände und
Werbeanlagen abbauen und mitnehmen. Im Rat haben Norbert
Morkes (BfGT) und Volker Richter
(SPD) diese Entscheidung heftig
kritisiert: »Die Gütersloher Fahrgäste zahlen jetzt den Preis der
Fehlkalkulation von Stadtbaurat
Henning Schulz.«
Ob dieser Vorwurf zutrifft, wissen die beiden aber auch nicht so
genau – schließlich bemängeln sie
gleichzeitig den verheimlichten
Vergleich der alten und neuen
Vertragskonditionen.
Entscheidend dürfte die Frage werden, ob
künftige Betriebskosten den versprochenen Werbeüberschuss von
58 000 Euro im Jahr zulassen oder
aufzehren. Zweifel aber weckt
auch die Verhandlungsführung
von JCDecaux: Wenn die Ausschreibungsbedingungen der Stadt
keinen wirtschaftlichen Betrieb
mehr zuließen, warum bot das
Unternehmen dann an, die 20 000
Euro hohen Stromkosten zu übernehmen, die Beleuchtung in sämtlichen Unterstände zu modernisieren und zehn zusätzliche Hallen zu
bauen?
In einer Vorlage an den Ausschuss für Immobilienwesen erklärt Stadtbaurat Henning Schulz
diesen Unterschied mit »Sondereffekten aus einer weit überdurchschnittlichen Geschäftstätigkeit« in
den vorausgegangenen Jahren.
Die Stadt habe in jenen Jahren
ihren Bestand an bebauten und
unbebauten Wohn- und Gewerbeflächen sowie an allgemeiner Flächenreserve stark reduziert. Gemessen an Lage und Zustand der
Immobilien seien darüber hinaus
eher die höherwertigen Liegenschaften vermarktet worden. Henning Schulz: »Der jetzt noch vorhandene Restbestand an zu vermarktenden städtischen Flächen
verfügt nicht mehr über die wirtschaftliche Qualität wie früher.«
Sollte die derzeitige Niedrigzingsphase einmal ein Ende haben, könnte sich auch die hohe
Nachfrage nach Immobilien abschwächen. Auf der anderen Seite
geht der Stadtbaurat davon aus,
neue vermarktbare Flächen für
Gewerbeansiedlungen zu erschließen, zum Beispiel das am Hüttenbrink in Spexard. Die Ertragslage
lasse sich auch über das kommunale Baulandmanagement und das
Wandeln von ehemaligen Gemeinbedarfsflächen in Wohnbauland
stabilisieren. Die Konversion dagegen, die Umwandlung der britischen Militärliegenschaften für andere Zwecke, berücksichtige die
Stadt dagegen zunächst eher zurückhaltend. Weiter erhöht haben
sich die städtischen Einnahmen
aus Pacht- und Erbbauverträgen.
Kreis bittet um
gute Vorschläge
Gütersloh (WB). Der Kreis Gütersloh lädt zur Mitarbeit am
Landschaftsplan Gütersloh ein.
Beim ersten Workshop dazu wird
am Dienstag, 13. Januar, ab 17.30
Uhr im Spexarder Bauernhaus an
der Lukasstraße 14 über das
Thema »Erholung und Freizeit«
gesprochen. Vertreter eines Planungsbüros werden vorhandene
Erholungsmöglichkeiten vorstellen
und Konflikte thematisieren.
Nickel bedroht Brunnen in Friedrichsdorf
Belastetes Grundwasser fließt in fünf Jahren über die Stadtgrenze – öffentliches Netz ist nicht betroffen
Von Stephan R e c h l i n
Gütersloh-Friedr i c h s d o r f (WB). Aus Bielefeld fließt nickelbelastetes
Grundwasser in Richtung
Friedrichsdorf. Bleibt es bei
einer Fließgeschwindigkeit von
150 Metern pro Jahr, wird es
die ersten Hausbrunnen in fünf
Jahren erreichen.
Nickel kann Allergien auslösen.
Das Einatmen anorganischer Nickelverbindungen kann zu Krebserkrankungen führen. Nickel ist in
so gut wie jedem Boden enthalten.
Durch die 60 Jahre lang erlaubte
Verrieselung von Abwässern auf
einer Fläche von 90 Hektar in
Bielefeld-Windelsbleiche ist das
Grundwasser chemisch verändert
worden und hat das im Boden
vorhandene Nickel »mobilisiert« –
das jedenfalls vermutet Anja Ritschel, Bielefelder Beigeordnete für
Umwelt und Klimaschutz, in einer
Vorlage an die Bezirksvertretung
Senne.
Die Nickel-Belastung des Grundwassers ist der Stadt Bielefeld
schon lange bekannt. Weil Nickel
nur schwer zu eliminieren ist, sei
der Grundwasserschaden im großtechnischen Maßstab aus wirtschaftlichen und energetischen
Gründen nicht sanierungsfähig.
Aus den Ergebnissen langjähriger
Messungen hat das Bielefelder
Büro für Geohydrologie und Umweltinformationssysteme
ein
Grundwassermodell
berechnet.
Danach sei zu vermuten, dass in
den kommenden fünf Jahren die
ersten Trinkwasserbrunnen in
Friedrichsdorf Nickelwerte aufweisen könnten, die über gesetzlichen Grenzwerten liegen. Dieser
Grenzwert liegt bei 20 millonstel
Gramm pro Liter. In Friedrichsdorf gibt es der Vorlage zufolge
etwa 300 Trinkwasserbrunnen zur
Eigenversorgung.
In den kommenden Wochen
werden die Stadt Bielefeld, der
Kreis und die Stadt Gütersloh
betroffene Einwohner genauer
über mögliche Maßnahmen informieren. Die öffentliche Trinkwasserversorgung sei von dem Schaden nicht betroffen. Wer das Wasser aus den Hausbrunnen für den
Garten oder zur WC-Spülung benutzt, könne das auch weiterhin
tun. In der Siedlung Windflöte
habe sich nach entsprechenden
Informationsgesprächen die Hälfte
der 120 Trinkbrunnenbesitzer dazu entschlossen, ihre Haushalte an
das öffentliche Trinkwassernetz
anzuschließen. Andere ließen ihr
Trinkwasser im Zuge der Routineuntersuchungen auch auf Nickel
hin testen. Sollten dabei Grenz-
wertüberschreitungen festgestellt
werden, stünden Gesundheitsund Umweltamt beratend zur Seite. Eine weitere Alternative sei die
hauseigene Wasseraufbereitung.
Die sei jedoch teuer und nicht
immer überzeugend.
Die Stadt Bielefeld und der Kreis
Gütersloh als untere Wasserbehörde arbeiteten bei der Kontrolle eng
Mit einer Geschwindigkeit von 150 Metern pro Jahr
fließt nickelbelastetes Grundwasser auf Friedrichs-
zusammen. So seien kurzfristig
zwei weitere Grundwassermessstellen an der Birkheide und der
Windelsbleicher Straße eingerichtet worden.
dorf zu. In fünf Jahren würde es damit die ersten
Hausbrunnen erreichen. WB-Grafik: Reinhard Nolte
Document
Kategorie
Bildung
Seitenansichten
13
Dateigröße
535 KB
Tags
1/--Seiten
melden