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03IFrühjahr 2015IbioRe® Magazin - Remei AG

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03 I Frühjahr 2015 I bioRe® Magazin
WAS
IST
WERT
T?
Was hat der gesellschaftliche Wertewandel
mit Bio-Baumwolle zu tun?
I Inhalt, Impressum
Editorial I
100 x10 x 2...
Inhalt
Patrick Hohmann über 32 Jahre Remei AG und drei Zahlen, die viele Leben verändert haben.
„Wir müssen der Wandel sein,
den wir in der Welt zu sehen wünschen.“
Mahatma Gandhi
Impressum
Herausgeber
REMEI AG, Lettenstraße 9,
6343 Rotkreuz, Schweiz
Tel.: +41 (0)41 798 32 32
Fax: +41 (0)41 798 32 00
info@remei.ch
www.biore.ch
Redaktionsleitung
Diane Gerth, REMEI AG, Schweiz
Martina Amsler, REMEI AG, Schweiz
Agentur
Agen© Werbeagentur GmbH, Hamburg,
www.agenc.de
4/5
6
8
ErfahrungsWERT
NachahmensWERT
UnterstützensWERT
Nach 32 Jahren Remei AG
übergibt Patrick Hohmann
die operative Führung des
Unternehmens in neue
Hände. Im Gespräch mit
seinem Nachfolger Helmut
Hälker erfahren Sie, was
beide verbindet und warum.
Unser Gipfeltreffen.
Claudia Lanius macht erfolgreich Mode. Dabei setzt
sie auf höchste Qualität, auch
was die ethischen Kriterien
ihrer Mode angeht.
Warum sie sich in Sachen
Bio-Baumwolle für bioRe®
Cotton Inside entschieden
hat, lesen Sie hier.
Knapp 5.000 Bauernfamilien
in Indien und Afrika ermöglicht die bioRe® Stiftung ein
würdiges Leben und eine
gesicherte Existenz in einer
intakten Umwelt.
Was wir dafür tun, erfahren
Sie in diesem Artikel.
9
10
LebensWERT
GrundWERT
Hansueli Loosli ist nicht nur
Verwaltungsratspräsident
der Coop Schweiz, sondern
auch ein Vordenker in
Sachen Nachhaltigkeit.
Im Interview verrät er uns,
was sein Unternehmen
mit Mut erfolgreich besser
macht.
Menschenrechte gelten
für alle Menschen, doch
auf dem Papier sind sie
wirkungslos. An ihrer
Umsetzung müssen Unternehmen, Konsumenten und
Politiker gemeinsam arbeiten. Ein Gast-Artikel von
Dr. Peter G. Kirchschläger.
ENGLISH VERSION? JUST TURN THE BOOKLET!
SAVE THE DATE!
Besuchen Sie uns auf dem
OC und bioRe® Stand auf
der MESSE PANORAMA und
ETHICAL FASHION SHOW
in Berlin vom
19. bis 21.1.2015 sowie
auf der MUNICH FABRIC
vom 2. bis 4.2.2015
in München.
Litho
Alphabeta GmbH, Hamburg,
www.alphabeta.de
Druck
Triner AG, Schwyz, Schweiz
Klimaneutral gedruckt, die Kompensation
erfolgt durch die bioRe® Kompensationsprojekte.
80.000 Stunden habe ich schätzungsweise an diesem Platz, in diesem Büro
verbracht. Ich bin eine Strecke von ungefähr 40-mal um die Welt geflogen,
immer mit dem Ziel, eine soziale Marktwirtschaft zu verwirklichen. Alles hier
aufzuzählen wäre unmöglich, denn 32
Jahre Remei AG haben viele Spuren
hinterlassen. Ein paar davon werden wir
Ihnen in diesem Magazin vorstellen.
Vor etwa 15 Jahren saß ich an einem
Feldrand in Indien. Es duftete, frisch
gepflügt, nach wunderbarer Erde. Da entwickelte ich die Vision „100 x 10 x 2“.
Die 100 stand für 100.000 Bauern, die
10 für 10 Jahre – und die 2 für doppeltes
Einkommen der Bauern. Ein ehrgeiziges
Ziel. Das versuchte ich zu erreichen.
100.000 Bauern, das steht für die Kraft
einer mitreißenden Bewegung. Diese ist
es sicherlich geworden, weltweit. In meiner Vorstellung ging es immer, neben der
ökologischen Nachhaltigkeit, um die
ökonomische Verbesserung, das doppelte Einkommen der Bauern.
Heute stehe ich gemeinsam mit unseren
Bauern in Tansania kurz vor dieser
Zielgeraden. Tatsächlich können wir es
schaffen, dass unsere tansanischen Bauern mit den neuen verfügbaren Samen
und unseren biologischen Anbaumethoden zu einem doppelten Einkommen
gelangen. Es ist mein größter Wunsch,
dass die Remei AG dieses Ziel erreicht.
Ein Ziel, das noch nie so greifbar war.
Helmut Hälker, mein Nachfolger, wird
mit unserem gesamten Team diese große
Vision weiterverfolgen. Ich werde zum
1. Mai 2015 die operative Verantwortung in seine Hände legen und selbst
die Rolle des Verwaltungsratspräsidenten
einnehmen.
Getreu meiner Werte geht es mir darum,
weiterhin neuen Raum zu schaffen. Freiraum, der es ermöglicht, neue Dynamik
für eine bessere Zukunft zu generieren.
Ich wünsche mir von allen Beteiligten
neue Kraft, Ausdauer, Konsequenz und
Mut, aber auch Verantwortungsgefühl
beim Verfolgen unserer großen Ziele. Patrick Hohmann,
Gründer und Geschäftsführer
I ErfahrungsWERT
ErfahrungsWERT I
Weiter Führen, weiter Denken!
Das Gipfeltreffen zwischen Patrick Hohmann und seinem Nachfolger Helmut Hälker.
Helmut Hälker: Patrick, wie ist bioRe® eigentlich entstanden?
Patrick Hohmann: bioRe® ist eigentlich zufällig entstanden.
Zuerst führten wir Gespräche mit indischen Unternehmen.
Dann sprachen wir mit den Bauern und fragten sie: „Was
verdient ihr?“ Wir stellten fest, dass sie 70 % ihres Ertrags für
Chemie, für Pestizide und Dünger, ausgeben und diese waren
auch noch staatlich subventioniert. Da stellten wir uns die Frage: „Schaffen wir es nicht, biologisch anzubauen?“ Das haben
wir dann versucht. Als die erste Ernte da war, mussten wir ihr
auch einen Namen geben. Zuerst dachten wir an Bio von
Maikaal, der damaligen Spinnerei, also BioMa, aber das hörte sich nicht gut an. Dann haben wir gesagt Bio von Remei,
also bioRe®, angelehnt an das lateinische Rex/Regina – bioRe®,
die Königin der Bio-Baumwolle. So ist der Name entstanden.
HH: Welchen Bezug hast du zu Indien und Tansania und welche Rolle
spielen diese Länder für die Remei AG? Wie hast du die Projekte gefunden?
PH: Ich arbeitete bereits mit den Menschen vor Ort bzw. war
schon in einer Geschäftsbeziehung mit ihnen. Die Idee mit
der Bio-Baumwolle habe ich einfach hinausgetragen. So kam
es, dass wir in Indien und Tansania, wo wir schon arbeiteten,
Bio-Baumwolle angebaut haben. Und zwar mit denen, die diese
Idee angenommen hatten. Indien war unser Hauptmarkt.
Tansania war Afrika, wo ich seit Jahren unterwegs war und
der Kontinent, auf dem ich geboren wurde. So hat sich das
ergeben, aus der Beziehung heraus.
HH: Wie hast du es geschafft, eine nachhaltige textile Produktionskette
aufzubauen?
PH: Die Frage ist, wo hier die Betonung liegt? Auf „nachhaltig“
oder „textile Produktionskette“? Die Frage kam von Coop,
von Herrn Peritz, der mir 1996 sagte: „Ja, wir haben jetzt
Bio-Baumwolle, aber wie sieht es mit der Fertigung aus? Kann
man das nicht nachhaltig und giftfrei herstellen?“ Und ich als
Textilingenieur habe diese Frage aufgenommen, bin zu meinen
Freunden nach Indien gegangen und habe sie gefragt: „Können wir das gemeinsam versuchen zu bewerkstelligen?“ Und
das ist bei einigen dieser Lieferanten, die heute noch meine Lieferanten sind, gelungen. Begonnen haben wir mit der Reduktion von Giftstoffen. Nachhaltig wurde es erst Schritt für
Schritt.
HH: Nun gibt es da ja eigentlich wenige Vorbilder – ich stelle mir das
schwierig vor. Welche Hindernisse und Schwierigkeiten hattest du
beim Aufbau dieser Kette?
PH: Es gab große Hindernisse. Die textile Kette ist normalerweise so aufgebaut, dass man sich immer mit dem Besten oder
Preisgünstigsten versorgt und dieses weiterverarbeitet. Und in
diesem Fall ging das überhaupt nicht so, denn die Baumwolle
wurde an einem Ort gepflanzt, die hatte eine Qualität und
man musste aus dieser Qualität das Beste machen, für jedes
Produkt. Das waren Hindernisse, denn wir mussten plötzlich
anders denken. Wir konnten uns nicht mehr mit der besten
Ware versorgen, sondern wir versuchten in einer Partnerschaft eine bestmögliche Lösung zu finden. Und dabei ging es
darum, aus dem Verfügbaren das Beste herauszuholen und
dabei Natur und Mensch zu schützen und fair zu behandeln.
HH: Wieso siehst du in mir eigentlich die richtige Person für deine
Nachfolge?
PH: Ich habe dich über die Jahre kennengelernt, zuletzt als
Verwaltungsratsmitglied der Remei AG und ich habe deine
besonnene Art überaus schätzen gelernt. Auch habe ich verstanden, dass du die Beziehungen respektierst. Nicht zuletzt
hatte ich festgestellt, dass du das gesamte Rüstzeug hast,
nämlich im Verkauf, in der Produktion und in der Führung
einer Unternehmung. Unsere Unternehmung muss etwas aus
seiner Pionierrolle herauswachsen. Sie muss stärker in den
Markt hinausgehen, aber mit dem Grundgedanken, nämlich
biologisch, fair, ökologisch, transparent und immer einen
Schritt voraus. In diesem Sinne sehe ich dich als großartige
Ergänzung.
PH: Darf ich dich auch etwas fragen? Welche Aufgabe wird von dir am
meisten Mut erfordern?
HH: Eigentlich das, was du eben geschildert hast, mich in dieser Produktionskette zurechtzufinden. Es arbeiten zahlreiche
Menschen auf eine bestimmte Art und Weise zusammen. Sie
beachten ganz bestimmte Bedingungen, auch ethische Werte.
Es geht auch darum, diese Funktionskette in dieser Art zu
sichern. Schwierigkeiten bei einzelnen Beteiligten zu erkennen
und sie so zu unterstützen, dass sie sich nicht von uns abwenden, von dem, was die Remei AG ausmacht. Das ist, glaube
ich, eine große Herausforderung. Die Werte von Remei zu
vertreten, bei der Wahrheit zu bleiben. Manchmal tun Wahrheiten weh, führen in scheinbar ausweglose Situationen. Die
Folgen solcher Situationen will ich ehrlich und offen tragen.
HH: Was soll ich auf jeden Fall bewahren?
PH: Auf jeden Fall das Ausbalancieren der Kräfte, und zwar
unter den Bedingungen der fünf Grundsätze, die wir haben.
Der erste Grundsatz ist der Bioanbau, der zweite die Fairness,
der dritte die Ökologie, der vierte die Transparenz, dass das, was
wir tun, auch wahr ist, und fünftens müssen wir immer einen
Schritt voraus sein, d. h., wir müssen immer weiter denken.
Tauchen Sie mit Patrick Hohmann und Helmut Hälker noch tiefer in die
Welt der Nachhaltigkeit, Handlungsfreiräume und Baumwolle ein.
Lesen Sie das gesamte Interview mit zusätzlichen Impressionen aus
dem Baumwoll-Anbaugebiet in Indien auf www.remei.ch
I NachahmensWERT
Eine Win-win-win-Situation
Wie Claudia Lanius Schönes erschafft, mit gutem Gewissen.
Claudia Lanius war schon immer etwas schneller. Bereits mit
24 Jahren gründete sie ihr erstes Unternehmen und schon
früh hatte sie die Vision: ökologisch einwandfreie Rohstoffe
mit femininen Stoffen und Silhouetten in Einklang zu bringen.
Fair produziert und zertifiziert.
Heute beweist die Marke LANIUS, dass eine Modekollektion
auch einen Beitrag für eine bessere Welt leisten kann. Mode
für die selbstbewusste Frau, die sich konsequent und individuell kleidet. Ein Konzept, das von immer mehr Kundinnen
geschätzt und nachgefragt wird.
So entstehen in ihrem Kölner Atelier zwei Mal im Jahr die
Ideen und Entwürfe, die von ihren Mitarbeiterinnen in liebevoller Detailarbeit umgesetzt werden. Claudia Lanius nennt
es „Organic Fashion Deluxe“, die perfekte Verbindung von
biologischen Materialien, fairen Arbeitsbedingungen, anspruchsvollen Schnitten und Formen. Genauso anspruchsvoll
ist auch die Auswahl der Stoffe für die Kollektionen. In Sachen Bio-Baumwolle fiel die Wahl auf bioRe® Cotton Inside.
Damit hat Claudia Lanius die ideale Baumwollqualität für
ihre Kollektionen gefunden.
Vom Anbau über die Verarbeitung bis zum fertigen Produkt
erfüllen bioRe® Cotton Inside Textilien in allen Stufen der
Produktion strenge ökologische und soziale Anforderungen,
die von unabhängigen Institutionen kontrolliert werden.
Dabei sorgt Remei durch die Rückverfolgbarkeit der Textilien
bis zum Anbau der Bio-Baumwolle für Transparenz. Das
schafft Vertrauen. Die bioRe® Traceability-Nummer, die sich
auf jedem Hangtag befindet, bietet den Kunden dabei einen
besonderen Service. Sie müssen nur den kurzen Zahlencode
online eingeben und schon erfahren sie, wo ihr neues Lieblingsteil verarbeitet wurde – vom Anbau über die Spinnerei
bis hin zur Näherei.
„Wer LANIUS kauft, kauft eben auch
das gute Gefühl gleich mit.“
Claudia Lanius
Wer LANIUS kauft, kauft
eben auch das gute Gefühl
gleich mit. Wer Mode trägt,
kann auch Verantwortung tragen! Eine Mission, die Lanius
und Remei verbindet. Gut für die Fashion-Kunden, gut für
Lanius und gut für über 4.800 Bauernfamilien in Indien und
Tansania. Eine echte „Win-win-win-Situation“.
BEKENNEN SIE FARBE!
Wenn es um Nachhaltigkeit geht, können Sie jetzt Farbe bekennen und mit Ihrem Unternehmen richtig
Druck machen! Aufdruck. Denn mit einem T- oder Sweat-Shirt in bioRe® Qualität geben Sie Ihrer Marke
oder Unternehmensaussage die perfekte Grundlage: reinste Bio-Baumwolle, fair produziert in einer
transparenten Produktionskette. Übrigens nicht nur zum Bedrucken.
Wir produzieren auch nach Ihren Vorgaben. T-Shirts, Longsleeves, Tops, Sweater, was immer Sie benötigen.
Mit jedem bioRe® Kleidungsstück zeigen Sie Verantwortung und unterstützen Kleinbauernfamilien in
Indien und Tansania.
Mehr Informationen zu bioRe®, den vielen Produktionsmöglichkeiten
und wie Sie uns erreichen, erfahren Sie unter www.remei.ch
LebensWERT I
I UnterstützensWERT
Ethische Mehrwerte
Es braucht immer eine
Portion Mut
– oder wie man Menschenrechte stiftet.
Das Recht auf Entwicklung
Alle Menschen haben ein Recht
darauf, sich persönlich und wirtschaftlich weiterzuentwickeln,
um für das persönliche sowie
kollektive Wohlergehen sorgen
zu können. Deshalb muss der
Mensch im Zentrum des Entwicklungsprozesses stehen.
Das Recht auf ökologische Vielfalt
Die schonende Nutzung natürlicher Ressourcen schafft ein ökologisches Gleichgewicht. Deshalb
investieren wir in die Forschung
und bilden Bauern in Indien
und Tansania für die biologische
Landwirtschaft aus.
Hochwertigste
Fashion aus bester Bio-Baumwolle zu produzieren ist ein wichtiger Teil unseres Geschäfts. Doch wenn
wir über Qualität reden, denken wir weiter.
Seit 1997 fördert unsere bioRe® Stiftung den Infrastrukturaufbau in Indien und Tansania. Ein
Engagement, das Früchte trägt: Für über 4.800
Bauernfamilien stellen wir so ein würdiges Leben
und eine langfristig gesicherte Existenz in einer intakten Umwelt sicher. Wir glauben, gute Mode
machen heißt auch Dinge besser machen. Eine
Qualität, die untrennbar mit dem Entstehungsprozess unserer Produkte verwoben
ist und so in jeder Faser bioRe® steckt.
Auch das ist Baumwollqualität.
Das Recht auf Bildung
Bildung ist ein Menschenrecht
und die Grundlage zur Ausübung anderer Menschenrechte.
Deshalb ermöglichen wir Kindern aus Bauernfamilien Schulunterricht und eine Berufsausbildung, damit sie sich selbst
eine nachhaltige Lebensgrundlage
schaffen können.
Das Recht auf Gesundheit
Die intakte Gesundheit eines Menschen
ist die Voraussetzung für ein glückliches
und vor allem selbstständiges Leben.
Deshalb fördert die bioRe® Stiftung mit
verschiedenen Projekten das Gesundheitswesen vor Ort in Tansania und Indien.
Das Recht auf Arbeit und fairen Lohn
Ein regelmäßiges Einkommen
ist die Grundlage für die Fähigkeit eines Menschen, eine Familie
zu ernähren und damit für Eigenständigkeit. Deshalb sind unsere
Baumwoll-Bauern Mikrounternehmer und lernen im Rahmen
von bioRe® Projekten, ihre Ressourcen optimal zu nutzen.
Hansueli Loosli – Verwaltungsratspräsident von Coop –
über Ideale, Mut und Mode.
Das Engagement von Coop in verschiedensten Bereichen der Nachhaltigkeit, von Lebensmitteln über Schmuck bis hin zu Textilien,
nimmt international eine Vorreiterrolle ein.
Welche Erfolgsfaktoren würden Sie rückblickend für diese nachhaltige Positionierung
nennen?
Es ist ein Mosaik vieler kleiner Steine,
die Coop zur nachhaltigsten Detailhändlerin der Welt gemacht haben.
Zentral ist die langfristige Vision, die
wir konsequent umsetzen, aber auch
stetig weiterentwickeln. Wir sind über all
die Jahre unseren Idealen treu geblieben, auch wenn es mal schwierig wurde. Dieser Weg war nur dank der engen
Zusammenarbeit mit kompetenten und
glaubwürdigen Partnern wie der Remei
AG möglich. Es braucht auch immer
eine Portion Mut, um in neue Projekte
zu investieren. Doch nur so können wir
nachhaltige Innovationen schaffen.
Zentral ist, dass wir dies nicht aus
Selbstzweck machen, sondern im Interesse unserer Kunden.
20 Jahre Naturaline bedeuten auch 20 Jahre
Aufbruch und einen langen Atem in einem Unternehmen mit über 70.000 Mitarbeitenden.
Was glauben Sie hat die Coop Mitarbeitenden
und Führungskräfte an Naturaline über all die
Jahre begeistert?
Naturaline steht für Mode, die fair und
umweltfreundlich produziert ist. Also
Mode, um gut auszusehen und sich gut
zu fühlen. Das begeistert auch unsere
Mitarbeitenden. Sie sind unsere zentralen Botschafter für Naturaline. Wir informieren unser Team auf verschiedenen
Kanälen über den Mehrwert unserer
nachhaltigen Eigenmarken und lassen
sie ihn auch direkt erleben. Das ist ganz
wichtig. So beispielsweise durch Workshops, Verkaufswettbewerbe oder sogar Reisen vor Ort zum Anbau der BioBaumwolle in Indien oder Tansania.
„Ich habe am eigenen
Körper die Verantwortung
gespürt, die wir gegenüber
diesen Bio-Bauern und
ihren Familien haben.“
Hansueli Loosli
Verwaltungsratspräsident Coop
Naturaline ist mittlerweile eine der bekanntesten nachhaltigen Modelabels der Schweiz.
Was waren auf dem Weg zu diesem Erfolg die
wichtigsten Meilensteine für die Eigenmarke
Naturaline?
1993 haben wir das Projekt Naturaline
lanciert und seit 1995 verwenden wir –
dank der engen Zusammenarbeit mit
Remei – ausschließlich Bio-Baumwolle.
Die Bio-Baumwolle kombiniert mit
dem Aufbau einer transparenten und
fairen Lieferkette vom Feld bis in den
Laden ist die Basis des Erfolges von
Naturaline. Auf dem UNO-Erdgipfel in
Johannesburg 2002 erhielten wir zusammen mit Remei einen internationalen Umweltpreis für nachhaltige Partnerschaften. Seit 2012 ist unser gesamtes
Naturaline-Sortiment CO2-neutral.
Und im letzten Jahr kreierte Melanie
Winiger, seit 2008 unsere Markenbotschafterin, ihre erste eigene Kollektion:
Naturaline by Melanie Winiger.
Naturaline präsentiert sich mit neuen Farben
und einer sehr vielseitigen Kollektion in
einem frischen, neuen Look. Welches Coop
Naturaline Kleidungsstück tragen Sie am
meisten?
Ich selbst mag es eher klassisch – doch
auch hier bietet Naturaline das Passende.
Bio-Baumwoll-Socken sowie mehrere
Shirts und Hemden von Naturaline
finden Sie in meinem Kleiderschrank.
Bio-Baumwolle macht nicht nur für die
Umwelt einen Unterschied, sondern das
Gefühl auf der Haut ist einfach besser.
Vor 22 Jahren haben Sie als Direktor Warenbeschaffung Non Food und geschäftsführender Direktor der regionalen Genossenschaft
Coop Zürich bei Coop angefangen, heute sind
Sie Verwaltungsratspräsident. Was war Ihr
persönliches Highlight in der Zusammenarbeit mit der Remei und der bioRe® Stiftung?
Ein Erlebnis wird mir immer in Erinnerung bleiben: Meine Reise nach Maikaal in Indien zum Open House Day
der bioRe® Stiftung vor 10 Jahren. Ich
habe am eigenen Körper die Verantwortung gespürt, die wir gegenüber diesen
Bio-Bauern und ihren Familien haben.
Es war eindrucksvoll zu sehen, welchen
Unterschied Naturaline im Leben von
diesen Menschen macht.
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T
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LEB VALUES –
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I GrundWERT
I Core VALUES
Dr. Peter G. Kirchschläger über unternehmerische Werte, Menschenrechte
und das Zusammenspiel von Wirtschaft, Politik und KonsumentInnen.
In vielen Kontexten und Situationen besitzen AkteurInnen
wie Unternehmen mehr Einfluss und Macht als Staaten. Dank
des Einflusses und der Macht stehen ihnen die Möglichkeit
des Entscheidens und Handelns offen. Dazu gehört eine entsprechende Verantwortung. Für ein Unternehmen bedeutet
dies, dass es aktiv die Menschenrechte fördern und zur Realisierung der Menschenrechte beitragen kann. Unternehmen
müssen es zudem unterlassen, passive Zuschauer, Komplizen
oder Täter von Menschenrechtsverletzungen zu sein.
„Die Remei AG ist sich des Prinzips
der Unteilbarkeit bewusst.“
PD Dr. Peter G. Kirchschläger, Co-Leiter des
Zentrums für Menschenrechtsbildung (ZMRB)
der Pädagogischen Hochschule Luzern
bioRe®, und damit die Remei AG und
die bioRe® Stiftung, stellt sich der Herausforderung, das operative Kerngeschäft aus einer menschenrechtlichen Perspektive zu betrachten und konkrete
Maßnahmen zu treffen, welche die Realisierung der Menschenrechte in ihrem Einflussbereich und in ihrer Verantwortungssphäre fördern. Die Menschenrechte dienen auf
diesem Weg als juristischer und ethischer Referenzrahmen,
der Orientierung bietet. Zum Einflussbereich und zur Verantwortungssphäre der Remei AG zählt beispielsweise die
textile Supply Chain. Bauern, Färber, Zulieferer sind Menschen, die an der textilen Supply Chain mitwirken. Sie wohnen
in gesellschaftlichen Kontexten in einem ökologischen System
und sind Trägerinnen und Träger von Menschenrechten, die
es zu achten gilt.
Die Remei AG und die bioRe® Stiftung sind sich ihrer rechtlichen Verpflichtungen und moralischen Verantwortung bewusst. Sie engagieren sich für die Umsetzung der fünf bioRe®
Werte (biologisch, fair, ökologisch, CO2-neutral, transparent)
und für die fünf Menschenrechte: das Recht auf Entwicklung,
auf eine ökologische Vielfalt, auf Bildung, auf Gesundheit und
auf Arbeit. Die Remei AG und die bioRe® Stiftung sind sich
des Prinzips der Unteilbarkeit der Menschenrechte bewusst.
Der gesamte Katalog an Menschenrechten ist zu achten und
die von der Remei AG ins Zentrum ihres Handelns gerückten
Ansprüche in Bezug auf die Gesamtheit aller Menschenrechte
zu verstehen.
Die Remei AG kann diesen Weg nicht allein gehen. Der
Staat und KonsumentInnen, EinkäuferInnen und GeschäftspartnerInnen müssen die Remei AG bei diesem Engagement
unterstützen. Der Staat muss durchsetzen, dass der Privatsektor die Menschenrechte achtet und fördert. KonsumentInnen müssen beim Kauf eines Kleidungsstücks ihre Stimme
gegen Menschenrechtsverletzungen erheben und ausschließen,
dass z. B. Kinderhände an diesem Kleidungsstück mitgearbeitet
haben. EinkäuferInnen und GeschäftspartnerInnen müssen in
ihren Geschäftsentscheidungen die Achtung von juristischen
Verpflichtungen und die Wahrnehmung moralischer Verantwortung der Remei AG würdigen und ökonomische und
ethische Rationalität verbinden. Zusammen tragen sie eine
mit ihren Menschenrechten Hand in Hand gehende Verantwortung, sodass alle Menschen überleben und als Menschen
leben können.
Dr Peter G. Kirchschläger on corporate values, human rights and the interplay
of economics, politics, and consumers.
In many contexts and situations businesses have more power
and influence than states. Thanks to this influence and power
one has the opportunity to decide and to act. A correspond-­
ing responsibility goes along with that. For a company, this
means the possibility to actively promote human rights and
to contribute to their actual application. Also, businesses must
refrain from being passive onlookers, accomplices, or perpetrators of human rights violations.
“Remei AG is aware of the principle
of indivisibility.“
PD Dr Peter G. Kirchschläger, associate director of
the Centre of Human Rights Education (ZMRB) at
the University of Teacher Education Lucerne
bioRe®, i. e. Remei AG and the bioRe®
Foundation, is accepting the challenge of
looking at the operative core business from a human rights
perspective and to take concrete measures to promote the implementation of human rights within its sphere of influence
and realm of responsibility. That way, human rights serve as
a legal and ethical frame of reference while providing an orientation. The sphere of influence and responsibility of Remei
AG includes for instance the textile supply chain. Farmers,
dyers, suppliers are people involved in the textile supply
chain. They live in social contexts within an ecological system
and are bearers of human rights which must be observed.
Remei AG and the bioRe® Foundation are aware of their
legal obligations and moral responsibilities. They are committed to the implementation of the five bioRe® values (organic, fair, ecological, carbon-neutral, transparent) as well
as the five human rights: the right to development, to ecology,
to education, to health, and to work. Remei AG and the
bioRe® Foundation are aware of the indivisibility of human
rights. The entire catalogue of human rights must be respected
and the standards Remei AG has put at the centre of its actions
apply to all human rights as a whole.
Remei AG cannot accomplish this alone. The state, consumers,
buyers, business partners have to support Remei AG in its
endeavour. The state must see to it that private business respects and promotes human rights. Consumers must speak
up against human rights violations in buying a garment and
make sure that for instance no child labour was involved in
making that garment. Buyers and business partners in their
business decisions must observe legal obligations, honour the
commitment of Remei AG to moral responsibility, and link
economic and ethical rationales. Together, they bear a responsibility corresponding with their human rights to ensure that
all people can survive and live in dignity.
I VALUABLE Support
Living VALUE I
Value-added ethics
It always takes a bit
of courage
– or how to institute human rights.
The right to development
All people have the right to grow
personally and economically in
order to care for their personal
as well as the collective wellbeing. Therefore, the individual
must be at the centre of this development process.
The right to ecology
The sparing use of natural resources ensures an ecological equilibrium. That’s why we invest in
research and train farmers in
India and Tanzania in organic
agriculture.
Coop’s commitment to sustainability in various fields from foods to jewelry to textiles
takes a pioneering role internationally. In retrospect, what are the success factors you see
as facilitating this sustainable positioning?
It is a mosaic of many small elements
that has made Coop one of the most
sustainable retailers worldwide. A key
element is our long-term vision we consistently implement and also keep developing further. We have been true to our
ideals during all those years even when
things became difficult. It was only possible to follow this route thanks to the
close cooperation with such competent
and trustworthy partners as Remei AG.
It always takes a bit of courage to invest
in new projects. But that is the only way
to build sustainable innovation. The key
is that our activities are never self-serving but in the interest of our customers.
Producing the highest quality organic cotton is
an important part of our business.
However, talking about quality we think
ahead. Since 1997, our bioRe® Foundation
has been promoting the infrastructural buildup
in India and Tanzania. A commitment which has
come to fruition: we ensure a life in dignity and a
long-term sustainable livelihood in an intact environment for more than 4,800 farmers’ families. We
believe that to make good fashion also means to
make things better. A quality inextricably woven
into the development process of our products
and thus part of every fibre of bioRe®.
Another aspect of quality cotton.
The right to education
Education is a human right and
essential for exercising other
human rights. Accordingly, we
provide children from farmers’
families with schooling and professional training to allow them
to build a sustainable livelihood
for themselves.
The right to health
A person’s sound health is the basis
for a happy and above all self-determined life. That’s why the bioRe®
Foundation supports health care in
India and Tanzania through various
local projects.
Hansueli Loosli – President of the Board of Directors at Coop –
on ideals, fashion, and courage.
The right to work and fair pay
A steady income is required to
enable a person to support a
family and ensure their selfsufficiency. Hence, our cotton
farmers are micro entrepreneurs
learning to make optimal use of
their resources within the context of bioRe® projects.
20 years of Naturaline also means 20 years
of starting out and a long wind in a company
with over 70,000 employees. In your view,
what fascinated Coop employees and executives about Naturaline all those years?
Naturaline stands for fashion from fair
and ecological production. That is to
say fashion to look good and feel good.
That’s fascinating to our employees.
They are our key ambassadors for Naturaline. We inform our team through
various channels about the added value
of our sustainable home brands and we
also have them experience it directly.
That’s very important. For instance,
through workshops, sales contests, or
even travels to the sites of organic cotton cultivation in India or Tanzania.
Meanwhile, Coop has become one of the most
popular sustainable fashion labels in Switzerland. What were the most important mile-
“I had a first-hand experience of the responsibility we
have vis-à-vis those organic
farmers and their families.“
Hansueli Loosli
Coop President of the Board of Directors
stones on the road to success of the Naturaline
home brand?
In 1993, we launched the project Naturaline and since 1995, we have been
using organic cotton exclusively –
thanks to the close cooperation with
Remei. Organic cotton combined with
the buildup of a transparent and fair
delivery chain from field to shelf is the
basis of Naturaline’s success. At the UN
Earth Summit in Johannesburg in 2002,
together with Remei we received an international environmental award for
sustainable partnerships. Since 2012,
our entire Naturaline range is carbonneutral. And last year, Melanie Winiger,
our brand ambassador since 2008,
created the first collection of her own:
Naturaline by Melanie Winiger.
Naturaline presents itself with new colours
and a very versatile collection in a fresh, new
look. Which Coop Naturaline garment do you
wear most?
Although I am more of the classical type
– Naturaline has something suitable to
offer. You can find organic cotton socks
as well as several T-shirts and dress
shirts by Naturaline in my wardrobe.
Organic cotton not only makes a difference for our environment, it also simply
feels better on the skin.
22 years ago, you started out at Coop as director of procurement non-food and managing
director of the regional cooperative Coop Zurich, today, you are President of the Board of
Directors. What was your personal highlight
in the cooperation with Remei and the bioRe®
Foundation?
I will always remember one experience:
my journey to Maikaal in India on
Open-House Day of the bioRe® Foundation 10 years ago. I had a first-hand
experience of the responsibility we have
vis-à-vis those organic farmers and their
families. It was impressive to see what
difference Naturaline makes in the lives
of those people.
I Exemplary VALUE
A win-win-win situation
How Claudia Lanius creates beautiful things, with a good conscience.
Claudia Lanius has always been a little faster than others. At
the age of 24 she already started her first business and from
early on her vision was to make ecologically impeccable raw
materials consistent with feminine fabrics and silhouettes.
Fairly produced and certified.
Today, the LANIUS brand stands as proof that a fashion
collection can make a contribution to a better world. Fashion
for self-confident women dressing to match their ecological
awareness and distinct style. A concept which meets with
high esteem and increasing demand among more and more
female customers.
Accordingly, in her studio in Cologne the ideas and designs
are being developed twice a year and then realized by her
dedicated staff with great attention to detail. Claudia Lanius refers to the result as “Organic Fashion Deluxe“, the perfect blend of organic materials, fair working conditions, sophisticated cuts and patterns. The choice of fabrics for her
collections is equally sophisticated. As for organic cotton she
selected bioRe® Cotton Inside. Thus, Claudia Lanius has
found the ideal cotton quality for her collections.
From cultivation to processing all the way to the finished
product bioRe® Cotton Inside textiles comply with strict ecological and social requirements during all production steps,
all controlled by independent institutions.
In doing so, Remei ensures transparency through the traceability of the textiles back to the cultivation of the organic
cotton. That creates confidence. The bioRe® traceability
number which is displayed on every hang tag offers a special
service to clients. By simply entering a short number code
online they can find out where their new favourite was produced – from the field to the spinning mill all the way to the
sewing room.
“If you buy LANIUS, you buy the
good feeling along with it.“
Claudia Lanius
If you buy LANIUS, you
buy the good feeling
along with it. Ready to
wear fashion, ready to be
responsible! A mission which Lanius and Remei are sharing.
Good for the fashion clientele, good for Lanius, and good
for more than 4,800 farmers’ families in India and Tanzania.
A genuine “win-win-win situation“.
SHOW YOUR COLOURS!
When it comes to sustainability you can show your colours now and state your business. In print.
A T- or sweatshirt in bioRe® quality is the perfect launch pad for your brand or corporate statement:
finest organic cotton, fairly produced within a transparent production chain. By the way, not only for
printing. We produce according to your standards. T-shirts, long sleeves, tops, sweaters, whatever
you require. With every bioRe® garment you own you show responsibility and support micro farmers’
families in India and Tanzania.
For more information on bioRe®, the numerous production offerings and
to contact us please visit www.remei.ch
I VALUE of Experience
VALUE of Experience I
Leading ahead, thinking ahead!
The summit with Patrick Hohmann and his successor Helmut Hälker.
Helmut Hälker: Patrick, how did bioRe® actually get started?
Patrick Hohmann: bioRe® actually came into being by coincidence. At first, we had talks with companies in India.
Then, we spoke to the farmers and asked: “How much money do you make?“ We found out that they were spending
70% of their income on chemicals, pesticides and fertilizers,
and those were state-subsidised as well. We then asked ourselves the question: “Can’t we manage to grow organic?“ And
we tried. When the first harvest was in we had to put a name
on it. First, we considered Bio from Maikaal, the spinning
mill at the time, something like BioMa, but that didn’t sound
good. So we said Bio from Remei, i. e. bioRe® while “Re“ is
derived from the Latin “rex/regina“, the king/the queen –
bioRe®, the queen of organic cotton. That’s how the name
came about.
HH: What is your connection to India and Tanzania and how important
are those countries for Remei AG? How did you find the projects?
PH: I already worked with the local people or had a business
relation with them. I simply took the idea about organic cotton out to the field. That’s why, in India and Tanzania, where
we were working already, we started cultivating organic cotton. In cooperation with those who had taken on this idea.
India was our main market. Tanzania was Africa, where I had
been travelling for years and the continent where I was born.
That’s how it developed, as part of an ongoing relationship.
HH: How did you manage to build a sustainable textile production chain?
PH: The question is where to put the emphasis? On “sustainable“ or “textile production chain“? The question was raised
at Coop, by Mr Peritz who told me in 1996: “OK, now, we
have organic cotton, but what about the production? Is there a
way to produce it sustainably and without poison?“ And I, as
a textile engineer, went to my friends in India and asked them:
“Can we try to manage this together?“ And with a few of the
suppliers, who are still my suppliers today, this was successful.
We started by reducing poisonous substances. Only gradually
it became sustainable.
HH: Well, since there aren’t many role models for this around – this
seems difficult. What obstacles and difficulties did you encounter in
building up this chain?
PH: There were great obstacles. Normally, textile chain means
acquiring the best quality or best price and processing it
further. But in this case, this did not work at all because the
cotton was grown in one place, had a certain level of quality,
and we had to make the best of that quality, for each product.
Those were obstacles, since all of a sudden, we had to rethink. We could no longer just go for the best merchandise but
tried to find the best possible solution within a partnership.
This was about getting the best of what was available while
protecting people and nature and treating them with fairness.
HH: Why do you actually see me as the right person to succeed you?
PH: I got to know you over the years, finally as member of
the Board of Directors of Remei AG and I have come to
appreciate your prudent and considerate ways very much.
I also understood that you respect the relationships. Not
least, I realized that you possess all the skills, namely in sales,
in production, and management of a business operation. Our
business must outgrow its role as a pioneer. It must make
further inroads into the market, albeit with the underlying
idea of always being one step ahead, in terms of organic production, fairness, ecology, transparency. With this in mind,
I see you as a wonderful complement.
PH: May I ask you something now? Which task will require most of
your courage?
HH: Actually, that what you just outlined – to manage this
production chain. Numerous people are working together
in a particular way observing specific rules, including ethical
values. Part of the task is to keep this chain of operations the
way it is. To detect difficulties, individual players may have
and to support them in such a way that they won’t turn
their back on us and what Remei AG stands for. That is, I
believe, a big challenge. To represent the values of Remei
and to face the truth. Sometimes, the truth is painful, leads
to seemingly inescapable situations. I want to deal with
such situations and their consequences in an open and
honest way.
HH: What should I preserve at all cost?
PH: In any event, the balance of power under the conditions
of the five basic principles we have. The first principle is organic
cultivation, the second is fairness, the third is ecology, the
fourth is transparency, meaning that what we do is actually
true, and finally, we always have to be one step ahead, i. e. we
must always think ahead.
To immerse yourself even more in the world of sustainability, freedom of
action, and cotton with Patrick Hohmann and Helmut Hälker read the full
interview with additional impressions from the cotton-growing region in
India on www.remei.ch
I Contents, Legal Notice
Editorial I
100 x10 x 2...
Contents
Patrick Hohmann on 32 years of Remei AG and three figures that have changed many lives.
“We must be the change
we wish to see in the world”
Mahatma Gandhi
Legal Notice
Publisher
REMEI AG, Lettenstrasse 9,
6343 Rotkreuz, Switzerland,
Tel.: +41 (0)41 798 32 32
Fax: +41 (0)41 798 32 00
info@remei.ch
www.biore.ch
Editors
Diane Gerth, REMEI AG, Switzerland
Martina Amsler, REMEI AG, Switzerland
Advertising agency
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6
8
VALUE of Experience
Exemplary VALUE
VALUABLE Support
After 32 years of running
Remei AG, Patrick Hohmann
is turning over the operative
business to a new management. Find out in a dialogue
with his successor Helmut
Hälker what the two have
in common and why.
An informal summit.
Claudia Lanius is a successful fashion designer with an
emphasis on highest quality,
also with respect to ethical
criteria in production.
Find out here why bioRe®
Cotton Inside is her first
choice when it comes to
organic cotton.
The bioRe® Foundation
provides a dignified life and
a secure livelihood in an
intact environment for nearly
5,000 farmers’ families in
India and Africa. Find out
in this article how we
contribute to that.
9
10
Living VALUES
Core VALUES
Hansueli Loosli is not only
President of the Board of
Directors at Coop Switzerland but also a pioneering
mind in terms of sustainability. In an interview, he
shares with us how courage
makes his business more
successful.
Human rights apply to
all people, however, if not
practised, they remain
ineffective. To ensure their
implementation businesses,
consumers, and politicians
must work together. A
contribution by Dr Peter G.
Kirchschläger.
DEUTSCHE VERSION? EINFACH DAS MAGAZIN WENDEN!
SAVE THE DATE!
Visit us at the OC
and bioRe® stand at
MESSE PANORAMA and
ETHICAL FASHION SHOW
in Berlin
19–21 January 2015
and at MUNICH FABRIC
2–4 February 2015
in Munich.
Agen© Werbeagentur GmbH,
Hamburg, Germany,
www.agenc.de
Lithography
Alphabeta GmbH, Hamburg, Germany,
www.alphabeta.de
Printing
Triner AG, Schwyz, Switzerland
Climate-neutral printing, compensation
effected through the bioRe® compensation
projects.
I spent approximately 80,000 hours at
this desk, in this office. I flew the equivalent of about 40 times around the globe, all with the aim to develop an ecosocial market economy. It would be impossible to enumerate everything here,
since 32 years of Remei AG have left
many traces. A few of those we would
like to present in this magazine.
About 15 years ago, I was sitting at the
edge of a field in India inhaling the scent
of newly ploughed wonderful soil.
That’s when I developed my idea of
“100 x 10 x 2“. 100 stood for 100,000
farmers, 10 for 10 years – and 2 for
double income for the farmers. An ambitious goal. And I tried to achieve it.
100,000 farmers, that spells a sweeping,
powerful movement. Surely, that‘s what
it turned out to be, at a global scale.
In my mind, in addition to ecological
sustainability, the issue was always economic well-being, double income for
the farmers.
In keeping with my values, I will continue to strive for more opportunity.
More scope for development generating
new energies for a better future.
Today, along with our farmers in Tanzania, we have almost reached that finish line. As a matter of fact, thanks to
the availability of new seeds and our
ecological methods of cultivation our
Tanzanian farmers can actually manage
to double their income. It is my biggest
wish for Remei AG to achieve this goal.
We have never been this close.
I wish for everyone involved to be able
to contribute new energy, perseverance,
consistency, and courage as well as responsibility in the pursuit of our big
goals.
Helmut Hälker, my successor, together
with our entire team will continue to
implement this grand design. As of
May 1st, 2015, I will hand over the responsibility for business operations to
him and take on the role of President of
the Board of Directors.
Patrick Hohmann,
founder and managing director
03 I Spring 2015 I bioRe® Magazine
E
H
T
E
U
L
A
V
OF
S
E
U
How are changing social values
related to organic cotton?
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Kunst und Fotos
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