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1.9.3 Fungizid – Empfehlungen im Weizen - Isip

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1.9.3
Fungizid – Empfehlungen im Weizen
Das letzte Jahr hat eindrucksvoll gezeigt, dass Fungizide nur in Abhängigkeit
vom Befallsdruck - sprich von der Witterung und der Anfälligkeit der Sorte
notwendig sind. In Jahren mit frühem und hohem Befall sind drei in
Ausnahmen sogar vier Behandlungen hoch wirtschaftlich, in Jahren mit
verspäteter Epidemie können zwei Behandlungen schon zu viel sein. In jedem
Jahr muss ausgangs Winter, spätestens zum ersten potenziellen
Behandlungstermin, die Situation neu eingeschätzt werden.
Der hohe Krankheitsbefall aus dem Vorjahr in 2014 und der viel zu warme,
feuchte Herbst haben die Ausbreitung mit hohem Ausgangsbefall begünstigt.
Vor allem in Frühsaaten sind in den Beständen schon vor Weihnachten
Mehltau, Gelbrost, Braunrost und Septoria tritici stärker verbreitet. Auch für
Halmbasiserkrankungen war die Witterung günstig. Bleibt also abzuwarten wie
der Winter wird und vor allem welcher Witterungscharakter sich zum Schossen
des Weizens einstellt. Bei feuchter Witterung früh anfangen.
Strategien bei feuchtem Frühjahr
Frühe Behandlungen, in der Regel ab EC 31 in Ausnahmen auch schon ab EC
30, werden dann notwendig wenn feuchte regnerische Witterung vorherrscht.
Besonders in höher anfälligen Sorten wie Akteur, Biscay, Asano, Genius u.a.
zielt die Behandlung dann gegen Septoria tritici. Für Septoriainfektionen sind
lange Blattnässephasen von mindestens 35 Stunden erforderlich, je länger
anhaltend bei viel Regen umso intensiver die Infektion. Nach Ablauf der
Inkubationszeit von etwa 300° C-Tagen erscheinen dann die Läsionen. Mit
starkem Befall ist zu rechnen, wenn eine frühe Ausbreitung ab EC 31 möglich
wird und in der Schossphase weitere Infektionsblöcke folgen.
In den letzten Jahren hat auch Blattbefall durch Schneeschimmel an
Bedeutung gewonnen. Die Ansprüche an die Witterung sind fast die gleichen
wie bei S.tritici. Nach hohen und anhaltenden Niederschlägen, vorzüglich in
kühlen Witterungsphasen, sind massive Blattflecken bzw. Blattverluste
möglich. Die Ertragsverluste sind in etwa die gleichen wie die von Septoria.
Bei feucht kühler Witterung wird zusätzlich das Wachstum von Cercosporella
gefördert, so dass Behandlungen in solchen Phasen breiter wirksam sein
sollten.
Die Wirkung der Azole gegen Septoria hat in den letzten Jahren deutlich
nachgelassen. In 2014 konnte man ganz besonders eine nachlassende
Wirkung bei Epoxiconazol und Prothiconazol beobachten, auch bei einem
vorbeugenden Einsatz. Carboxamide sind derzeit die Spezialisten gegen
Septoria, sind aber resistenzgefährdet. Ein zweimaliger Einsatz sollte
möglichst vermieden werden, um hoffentlich längerfristig die Wirkung der
Carboxamide zu erhalten. Alternativ bringt der Wirkstoff Chlorthalonil aus dem
Bravo eine vergleichbar sehr gute aber ausschließlich vorbeugende Wirkung
ohne Resistenzgefahr. Zudem zeigte in Versuchen die Spritzfolge aus einer
Vorlage mit Bravo + Partner gefolgt von einem Carboxamid eine gleich gute
Wirkung wie die Spritzfolge aus zweimal Carboxamid. Dementsprechend sind
in der Grafik 1 Strategien zur Kontrolle von Krankheiten in Situationen mit
feuchter Witterung, also gezielt auch gegen Septoria, aufgeführt.
Im Unterschied zu den Vorjahren sollte zumindest bei höherer Septoriagefahr
immer versucht werden, die Behandlung möglichst vorbeugend, also vor
Niederschlägen, zu platzieren. Auch deshalb weil die Azole nur noch eine
geringe Kurativwirkung von wenigen Tagen ermöglichen (mit hoher
Aufwandmenge maximal 3 - 4 Tage) und die Resistenzgefahr der
Carboxamide bei voller Ausnutzung der Kurativleistung zusätzlich belastet
wird. Zumindest sollte immer versucht werden dicke Infektionsklötze
vorbeugend auszuschalten. Es gilt die Wetterprognose für die nächsten 5
Tage zu beachten. Kurzweilige Infektionen von ein bis zwei Tagen vor der
Behandlung sind nicht das Problem, diese können noch durch den Partner
zum Bravo kontrolliert werden.
So können zur ersten Behandlung mit mindestens 1,0 l/ha Bravo
Neuinfektionen von Septoria vermieden und durch die Zumischung eines
Azols die Breitwirkung verbessert werden. Die Wahl des Partners ist abhängig
vom Auftreten weiterer Erreger. Kantik und Capalo haben Vorteile wenn
Gelbrost oder bei warmer Frühjahrswitterung schon erster Braunrost auftritt.
Auch Mehltau wird durch beide kontrolliert. Bei stärker vorhandenem Befall ist
Kantik besser, weil über das enthaltene Fenpropidin Befall abgetötet wird. Mit
vorbeugender Wirkung ist Capalo genauso gut. Bei erwartet starkem Befall in
höher anfälligen Sorten (Akteur, Winnetou) bringt die Zumischung vor allem
von Talius eine sichere Dauerwirkung. Falls Mehltau schon im März stärker
vorkommt, wäre eine frühere Behandlung von Talius oder Vegas gleichzeitig
mit dem CCC noch sicher. Wenn dann zur ersten breiter wirksamen
Blattbehandlung Kantik oder Capalo zum Einsatz kommt, ist der Mehltau
sicher unter Kontrolle.
Fungizide in WW 2015
Mehltau
Schwerpunkt Septoria u. Gelbrost
Frühsaat, milder Winter, feuchtes Frühjahr und anfällige Weizensorten
Rost
S. tritici
Carboxamid zur Blattbeh.
Adexar 1,5 – 1,75 (ev. + Bravo 1,0)
Aviator Xpro 1,0 (ev. + Bravo 1,0)
Skyway Xpro 1,0 (ev. + Bravo 1,0)
Seguris 1,0 + Amistar Opti 1,5
mit Fusarium
Osiris 2,0 – 2,75
Osiris 1,25 + Prosaro 0,5
Osiris 1,5 + Ampera 1,0
Osiris 1,0 + Proline 0,6
Gelbrost + S.tritici
Bravo 1,0-1,5 + Kantik 1,25 - 1,5
Bravo 1,0-1,5 + Capalo 1,0 – 1,25
nur S.tritici
ohne Fusarium
Taspa 0,4 + Ampera 1,0
Taspa 0,5 +Credo1,0/Amistar Opti 1,25
Bravo 1,0-1,5 + Cirkon/Mirage 1,0
+ Mehltau
Talius/Vegas 0,15-0,25 l/ha
EC 30
31
28.4.
32
4.Mai
37
39
18.5.
49 51
24.5.
61
28.5.
69
3.6.
71
15.6
75
20.6.
1.7.
Wenn nur Septoria zu bekämpfen ist kann Mirage oder Cirkon dem Bravo
zugemischt werden. Alle genannten Produkte haben eine gute Nebenwirkung
gegen Halmbasiserkrankungen. Auch gegen Schneeschimmel sind in der
Regel gute Nebenwirkungen möglich.
Bei anhaltender feuchter Witterung muss vor der Abschlussbehandlung eine
zweite Blattbehandlung durchgeführt werden. Mit der um EC 31 erreicht man
nur eine begrenzte Dauerwirkung von 10 bis maximal 14 Tagen. Der Termin
der zweiten Behandlung sollte nicht fest in EC 37/39 sondern vielmehr an
Niederschlägen ausgerichtet werden. Bei hohem Septoria-druck und immer
wiederkehrenden Regenfällen muss zügig eventuell schon in EC 32
nachgelegt werden. Folgt nach der frühen Behandlung eine längere
Schönwetterperiode darf auch gewartet werden bis Niederschläge
vorhergesagt werden. Carboxamide sind in Septoriasituationen für die zweite
Behandlung besonders geeignet. Der Blattapparat ist dann schon weiter
entwickelt, so dass eine längere Wirkungsdauer, ab EC 34 auch von drei
Wochen, möglich wird. Wenn vor Niederschlägen behandelt wird, kann von
allen Carboxamidkombinationen eine in etwa gleich gute Wirkung erwartet
werden. Nach Niederschlägen bringt Adexar, gefolgt von Skyway Xpro und
Aviator Xpro die beste Kurativwirkung. In sehr kritischen Septoriasituationen
(hoher Ausgangsbefall, anfällige Sorte, nasser Mai) sollte auch dem
Carboxamid, also auch zum Adexar, Aviator Xpro oder Skyway Xpro zur
Wirkungsabsicherung noch Bravo zugemischt werden. Alle letztgenannten
Produkte können auch in der späten Schoßphase noch die Wirkung gegen
Halmbasiserkrankungen verbessern. Erst recht wenn dem Pilz bei feucht
kühler Witterung günstige Wachstumsbedingungen geboten werden. Auch
gegen Rostkrankheiten ist mit dieser Anwendung ein sicherer Anschluss an
die Abschlussbehandlung möglich.
Strategien im trockenen Frühjahr
Wenn im Frühjahr die Witterung eher trocken bleibt hat Septoria keine große
Bedeutung. Entscheidend ist vor allem die Witterung ab EC 30 bis EC 32 also
im April bis Anfang/Mitte Mai. Sollte sich in dieser Phase ähnlich wie im letzten
Jahr sonniges, strahlungsreiches Wetter einstellen muss nach milder
Winterwitterung mit frühzeitigem Befall durch Rost gerechnet werden. Bei
kühler Witterung verstärkt mit Gelbrost, bei sehr warmer Witterung kann der
Braunrost auch früh auftreten. Nur durch harte Winterwitterung mit Kahlfrösten
könnte der hohe Ausgangsbefall beseitigt werden. Die Erfahrung zeigt aber,
dass nach Extremjahren der Gelbrost auch im Folgejahr wieder vorkommt.
Bleibt abzuwarten wann und mit welcher Intensität der Gelbrost in 2015
auftritt.
Behandlungen bei allerersten Pusteln, in der frühen Bestockungsphase bis
Mitte März sind wenig effektiv. Wenn früher Befall vorkommt ist der Gelbrost
ohne Ertragsverluste immer noch mit Behandlungen z.B. mit dem
Wachstumsregler um EC 30 sicher auszuschalten. Hiermit erreicht man selbst
in anfälligeren Sorten eine längere Dauerwirkung. Nur in den extrem anfälligen
Sorten JB Asano und Akteur, in denen der Gelbrost in 2014 regelrecht
explodiert ist, muss intensiver behandelt werden wenn früh anhaltende
Infektionswitterung vorherrscht.
Gegen Gelbrost sind Kombinationsprodukte auf Basis von Epoxiconazol und
Tebuconazol sehr gut wirksam. Wird vorbeugend früh vor EC 32 bei geringem
Erstbefall behandelt sind z.B. schon 0,5 l/ha Orius, 0,75 l/ha Pronto
Plus/Ceralo oder 0,75 l/ha Capalo sehr gut wirksam. Selbst Cirkon zeigte in
2014 bei vorbeugendem Einsatz eine gute Wirkung. Im Asano und Akteur
sollten bei vorhandenem Befall zur Sicherheit höhere Aufwandmengen auch
vor EC 32 zum Einsatz kommen. Wichtig ist hier, das gilt auch für andere
anfällige Sorten, dass dicke Infektionsklötze getroffen werden. Für kurativ
wirksame Maßnahmen sind hohe Aufwandmengen erforderlich wenn weit
zurückliegende Infektionen von über 7 Tagen noch gestoppt werden sollen.
Nach EC 32/33 wird eine längere Dauerwirkung möglich, da nur noch 1,5
Blätter neu zuwachsen. Wenn z.B. der Gelbrost erst spät ab EC 33 auftritt und
günstige Infektionsbedingungen vorfindet kann dieser mit 1,5 l/ha Capalo, oder
2 l/ha Kantik sehr gut gestoppt und Neubefall über zwei bis drei Wochen
verhindert werden.
Braunrost wird auch wenn das Frühjahr sehr warm werden sollte keine
Bedeutung vor EC 31 bekommen. Im Braunrostjahr 2007 konnte extremer
Befall mit Behandlungen in EC 32 noch sicher ohne Ertragsverluste kontrolliert
werden. Auch hiergegen sind die Wirkstoffe Epoxiconazol- und Tebuconazol
besonders geeignet.
Carboxamidkombinationen bringen in „Rostsituationen“ keine Vorteile. Nur
wenn wie so oft Mischinfektionen bei einem Wechsel aus längeren sonnigen
Phasen mit nachfolgender Tiefdruckwetterlage mäßigen Befall mit
Rostkrankheiten und auch Septoria erwarten lässt, sind abhängig von der
Sortenresistenz auch Carboxamide geeignet. Neben der guten Septoriakontrolle sind gute Wirkungen gegen Rostkrankheiten und bis EC 37 noch
Nebenwirkungen gegen Halmbasiserkrankungen möglich. Wie schon erwähnt
bringt die vorbeugende Behandlung vor Niederschlägen gegen Septoria mehr
Sicherheit.
Abschlussbehandlung breit wirksam mit Fusariumwirkung
Nach wie vor favorisieren wir die Gesamtstrategie so aufzubauen, dass zum
Ährenschieben die letzte Fungizidbehandlung im Weizen erfolgen kann. Mit
Blattbehandlungen wird lediglich ein vorzeitiger starker Aufbau der
Krankheiten verhindert. Die Abschlussbehandlung sollte dann breit wirksam,
optimiert auf den dominant vorkommenden Erreger eingestellt werden.
Zusätzlich muss das Fusariumrisiko an Hand der Witterung, Sorte, Vorfrucht
und Bestellverfahren eingeschätzt werden. Letztlich bestimmt die Witterung
das Fusariumrisiko, die anderen Faktoren bestimmen zusätzlich die Intensität
der Behandlung. Mit Fusarium muss immer gerechnet werden wenn warmes
feuchtes Wetter zur Blüte vorherrscht. Ist zusätzlich die Sorte anfällig muss
vorsorglich Fusarium kontrolliert werden. Wenn dann noch der Weizen nach
einer kritischen Vorfrucht wie z.B. pfluglos nach Mais steht, sollte höchste
Priorität auf eine sichere Fusariumwirkung der Abschlussbehandlung gelegt
werden.
Der Termin der Abschussbehandlung ist wieder am Wetter auszurichten.
Niederschläge fördern Fusarium, Septoria, Schneeschimmel und wenn
Schauer bei warmer Witterung auftreten auch die Rostkrankheiten. Deshalb ist
ab Beginn der Blüte bei Niederschlägen der wirksamste Termin erreicht.
Blühbeginn ist dann wenn allererste Blütenblättchen erscheinen. Wenn die
ganze Ähre mit Blütenblättchen übersät ist, ist die Blüte schon gewesen.
Fusarium benötigt zur Infektion ausreichende Temperaturen optimal > 20 °C.
Kurze Phasen, ein zwei Tage, mit kaltem Wetter schützen aber nicht vor
Fusarium. Oft sind die Bedingungen suboptimal, so dass zur Sicherheit die
Behandlung mit Fusariumwirkung ausgestattet sein sollte. Nur bei absolut
trockener Witterung hat Fusarium keine Infektionschance. Der tatsächliche
Toxingehalt zur Ernte wird maßgeblich von der Witterung in der
Kornfüllungsphase bestimmt. Anhaltend feuchte Witterung führt zu hohen,
eine schnelle Abreife bei trockener Witterung zu geringen Toxingehalten. Mit
guten Fungiziden sind Wirkungsgrade um 50 bis 70 % zu erzielen. In Jahren
mit extrem hohen Werten kann nicht auf jedem Standort und in jeder Sorte der
gesetzlich festgelegte Grenzwert für Brotweizen von 1,2 mg DON/kg Weizen
unterschritten, geschweige denn ein verträglicher Toxingehalt für
Futtergetreide sichergestellt werden.
Aus einer Vielzahl von Produkten kann optimiert entsprechend den
Bedingungen ein Produkt oder eine Kombination mit sehr guter Breitenwirkung
und einer mittleren bis sehr guter Fusariumwirkung (je nach Situation)
ausgewählt werden.
Dabei ist ein Grundsatz einzuhalten: Carboxamidkombinationen zur
Abschlussbehandlung sollten nur dann Verwendung finden, wenn Septoria
tritici fast nicht vorkommt, um eine mögliche Selektion von mutierten
Septoriastämmen zu vermeiden. Diese würden ansonsten vermehrt in der
neuen Population des nächsten Jahres vorkommen. Zum anderen sollte die
zweifache Verwendung von Carboxamiden vermieden werden, da hiermit ein
noch höherer Selektionsdruck ausgeübt wird. Praktisch heißt das: Wenn im
Blattbereich Carboxamide verwendet wurden sind nur noch Azole zur
Abschlussbehandlung einzusetzen.
Dementsprechend kann z.B. nach der Vorlage von Capalo oder Kantik bzw.
andere Azolkombinationen im Blattbereich eine Kombination mit Bixafenhaltigen Carboxamiden + Azol breitwirksam mit guter Fusariumwirkung
eingesetzt werden (siehe Grafik).
Wenn zuvor auf Septoriastandorten Carboxamide im Blattbereich eingesetzt
wurden, sollten zur Abschlussbehandlung nur Azole wie Osiris, Prosaro,
Ampera, Input Classic, Proline oder Gladio eingesetzt werden. Kombinationen
ergänzen die Formulierung und die Breitenwirkung, so dass die in den
Grafiken aufgeführten Mischungen zu favorisieren sind.
In Witterungsphasen ohne Fusariumgefahr sind genannte Produkte oft mit
leicht reduzierter Aufwandmenge ausreichend. Alternativ können dann auch
Kombinationen wie z.B. Taspa + Ampera oder Taspa + Credo mit geringerer
oder ohne Fusariumwirkung zum Einsatz kommen.
bis mittlerer Krankheitsdruck
Fungizide in WW 2015
Mehltau
weniger anfällige Sorte, trockener April/Mai
Rost
S. tritici
breite Absicherung ink. Fusarium
früher Gelbrost: Azolsplitting
Epoxi- u. Tebuconazol 30 % in EC 30-31
50 - 80 % ab EC 32
verspäteter Gelbrost, früher Braunrost
Skyway Xpro 0,8 - 1,0 + Osiris 1,25
Siltra Xpro 0,6 + Soleil 1,0
Siltra Xpro 1,0 + Achat 0,5 (DTR)
Capalo 1,5 ev. + Bravo
Kantik 1,5 – 2,0 ev. + Bravo
Osiris 2,0 – 2,75
zusätzlich mehr Septoria
Osiris 1,25 + Prosaro 0,5
Osiris 1,5 + Ampera 1,0
Adexar 1,5 – 1,75
Aviator Xpro 1,0
Seguris ab 0,8 + Amistar Opti 1,2
Input Xpro ab 1,25 (Mehltau ++)
Input Cl. 0,8 + Gladio 0,5 (DTR)
mit CCC
Talius 0,2
Vegas 0,25
EC 30
15.4.
31
25.4.
32
1.Mai
37
12.5.
39
49
21.5.
51
27.5.
61
69
3.6. .
71
11.6.
75
20.6.
1.7.
Strategien in Weizen nach Weizen als Mulchsaat
Wenn Weizen nach Weizen in Mulchsaat angebaut wird sind besondere
Strategien notwendig. DTR muss in solchen Fällen beachtet werden.
Ausgangsbefall wächst auf Weizen- oder Triticalestroh. Schlechte Strohrotte
über Winter und warmes feuchtes Wetter im Frühjahr fördern die Krankheit.
DTR hat nur eine kurze Inkubationszeit von ca. 5 Tagen, deshalb kann auch
bei anfänglich geringem Befall die Krankheit unter günstigen
Infektionsbedingungen innerhalb von drei Wochen explodieren. In der Grafik
sind Möglichkeiten der Bekämpfung aufgeführt. Grundsätzlich ändert sich an
der Strategie nur wenig. Prothiconazol und Propiconazol sind die wichtigsten
Wirkstoffe. Zur ersten Behandlung erweitert sich die Produktpallette um die
Kombination aus Gladio + Unix. Beide sind sehr gut gegen DTR wirksam,
zusätzlich wird Mehltau und Halmbruch sehr gut kontrolliert. Gegen
Rostkrankheiten sind ausreichende Wirkungsgrade möglich. Wenn Septoria
tritici auftritt ist eine Ergänzung mit Bravo bei vorbeugender Behandlung
erforderlich.
Strobilurine sind nicht mehr voll wirksam, bringen aber Wirkstoff abhängig
noch deutliche Zusatzeffekte. Die Kombination aus Diamant + Achat ist für die
späte Blattbehandlung bei DTR-Infektionswitterung oft noch gut wirksam.
Wichtig ist, dass dicke DTR-Infektionsklötze nicht verpasst werden. Strategien
sind nur dann erfolgreich wenn eine weitgehende Befallsfreiheit bis zur
Abschlussbehandlung gelingt. Oftmals muss um EC 33 bis EC 39 viel Wert auf
eine sehr gute DTR Wirkung gelegt werden.
Zur Abschlussbehandlung sind dann flexibel Produkte mit guter bis sehr guter
DTR-Wirkung und breiter Wirkung abgestimmt auf das jahresspezifische
Erregerauftreten notwendig.
Fungizide in WW 2015
Mehltau
Rost
S. tritici
Schwerpunkt DTR
WW nach WW in Mulchsaat mit Stroh, kalter Winter, warm feuchtes Frühjahr
* = nur bei geringer DTR -Resistenz
mit Fusariumwirkung
Gladio 0,8
Diamant* 1,0 + Achat 0,5
Aviator Xpro 1,0 + Achat 0,5
Input Cl 0,8 + Gladio 0,75
Input Cl 1,0 + Achat 0,5
Input Xpro 1,25 + Cirkon 1,0
Proline 0,8 + Achat 0,5
Splitting mit bester DTR-Wirkung
Input Cl/Xpro 1,0/1,25 ab EC 51
Taspa 0,5
10 Tage später
geringe Fusariumwirkung
Input Xpro 1,25 + Achat 0,5
DTR, Halmbruch,
Gladio 0,6 + Unix 0,6
Capalo 0,8 + Cirkon 1,0
Input Cl. 0,8 + Achat 0,5
Proline 0,6 + Achat 0,5
+ Septoria Bravo 1,0 zumischen
+ Mehltau
Talius/Vegas 0,15-0,25 l/ha
EC 30
31
28.4.
32
4.Mai
37
39 49 51
18.5.
24.5.
61
28.5.
69
3.6.
71
15.6
20.6.
1.7.
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