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Leseprobe - Mecke Druck und Verlag

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59. Jahrgang
H 11859
Die Monatsschrift für alle Eichsfelder
In dieser Ausgabe
Chronogramme
für das Jahr 2015
Heilbad Heiligenstadt
·
Heft 1
·
Januar 2015
Die Wassermühle des Scharfensteiner Amtsvogtes in Kreuzebra
Der Tod der Diebin Catharina
Bischoff in Westhausen
Zur Geschichte des
Heiligenstädter Stadtarchivs
Sagenumwobene Eichsfelder
Quellen und Brunnen
Einzelpreis 2,50 EUR
incl. 7 % MWSt
Herzlich willkommen
im Herzen der historischen
Altstadt Duderstadts
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Telefon 05527 84 90 00
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Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder
1
Chronogramme für das Jahr 2015 (MMXV)
Paul Julius Kockelmann
VNITAS PATRIAE ET LIBERTAS ET DEMOCRATIA
CRESCERE NON POSSINT PRAETER POPVLOS
COOPERANTES.
2015
Einheit des Vaterlandes, Freiheit und Demokratie könnten nicht wachsen ohne
Mithilfe der Bevölkerung.
Johann Freitag
VNITATI PATRIAE NOSTRAE, SALVTI ThVRINgIAE,
MVNDO SINE PACE ET PROfVgIS ARCVS CAELESTIS
fVLgEAT ET VBIqVE ITA IVSTITIA fIERET.
2015
Der Einheit unseres Vaterlandes, dem Wohlergehen Thüringens, einer Welt ohne
Frieden und den Flüchtlingen erstrahle der Regenbogen, und überall soll so Gerechtigkeit
geschehen.
Leo Engelhardt
CVNCTI EX PATRIIS SVIS TERRORIBVS VI gRAVI
BELLISqVE PVLSI
MANSIONES SECVRAS CIBOSqVE hIC ET NVNC INVENIANT.
VIRI VXORES LIBERI NOBIS VERAE CVRAE SINT.
2015
Alle, die durch Schrecken, schwere Gewalt und Kriege vertrieben worden sind,
mögen hier und jetzt sichere Wohnungen und Essen finden.
Männer, Frauen und Kinder mögen uns echt am Herzen liegen.
2
Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder
Was historische Neujahrspostkarten
heute noch verraten und deuten
von Reiner Schmalzl
In einem offenen Cabrio unternehmen drei
Herrschaften eine Tour in die Neujahrsnacht
von 1911. Während sich im Hintergrund des
malerischen Postkartenmotivs die neue
Pfarrkirche „St. Cyriakus“ von Heyerode
deuten ließe, läutet der Wächter des Grenzhauses das neue Jahr ein. Denn die Uhr mit
den römischen Ziffern zeigt exakt auf Mitternacht und damit auf den Jahreswechsel.
Ausflügler waren von Kälte unbeeindruckt
Mit etwas Fantasie könnte das Bild tatsächlich am Ortsausgang des Eichsfeldortes
entstanden sein. Der Oldtimerfreund Helmut Peterseim aus Heyerode stimmt dem
nicht nur zu, sondern liest noch ganz andere
Dinge in dem Bild von vor 100 Jahren, als
in Deutschland und der Welt die Mobilität
auf den Straßen begann. So könnte es sich
bei dem Automodell um einen Phaeton des
Baujahres 1907 handeln. Möglich wäre aber
auch der für das Jahr 1911 angekündigte
neue Mercedes-Simplex. Dieser hatte im
Gegensatz zu dem abgebildeten Cabrio allerdings eine rundliche Motorhaube.
„Sicher hatte der Maler mehrere Formen
im Kopf gehabt“, mutmaßt der Autoexperte
Helmut Peterseim. Unverkennbar sei je-
denfalls, dass schon damals ein bequemes
Sitzen auf der hinteren Sitzbank wichtig gewesen sei. Der Fahrer sei nur Arbeiter und
wie ein Kutscher der Diener seines Herrn
gewesen. Er musste Techniker und Gentleman zugleich sein. „Zu dieser Zeit mit einem
Auto gefahren zu werden, war ein Privileg
und zeugte von einer besonderen Stellung
in der Gesellschaft.“ Und die Kälte spielte
ganz offensichtlich keine
Rolle. „Schließlich wollte
man zeigen, dass sich
die Technik in der neuen Zeit bei jedem Wetter
behaupten könne“, so
Peterseim.
Absender der am 31. Dezember 1910 nachmittags
zwischen 4 und 5 Uhr in
Heyerode abgestempelten Postkarte war übrigens die Familie Ernst
Köthe, die dem Fleischermeister August Rompe in
„Dingelstädt bei Küllstedt“
ein glückliches neues Jahr wünschte. Es
handelte sich hierbei um eine von damals
etwa 15 Fleischereien in Dingelstädt. Dies
geht beispielsweise aus dem überlieferten
Zunftverzeichnis hervor, wie Altmeister
Franz-Josef Kirchberg (75) für unsere Zeitung herausfand.
Ganz erfreut war der Dingelstädter Willi
Rompe (82), als er von der überraschend
aufgetauchten Neujahrskarte an seinen
Großvater August erfuhr. Dieser lieferte
einst die beliebte Eichsfelder Dauerwurst in
alle Welt. So habe man noch heute Dankschreiben aus Amerika im Familien-Archiv.
Heyerodes Ortschronistin Bernadette Mainzer vermutet indes, dass der Absender Ernst
Köthe, dessen Bruder Franz-Louis ebenfalls
Fleischer gewesen sei, geschäftliche Ver-
Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder
3
bindungen zu Fleischermeister August Rompe
in Dingelstädt pflegte.
Grüße aus Mühlhausen
Auch in Mühlhausen war
es zur Jahreswende 1895/
1896 üblich, lieben Verwandten und Bekannten
im Lande oder in aller
Welt Neujahrsgrüße per
Postkarte zu schicken.
Dies tat damals unter anderem eine Familie Brinkmann, die dem Agenten
Würfel und seiner Frau in
Leipzig offenbar als jungem Brautpaar herzliche
Glückwünsche übermittelte. Das Postkartenmotiv zeigte einen Blick
auf die Stadt mit ihren vielen Türmen, das Postgebäude, den Bahnhof, das
Gymnasium (Heimatmuseum), das damalige Kriegerdenkmal An der Burg
sowie das Brunnenhaus
Popperode mit der einstigen Gaststätte.
Schließlich freute sich
am 1. Januar 1899 Fräulein Tony Hercht in
Wilhelmsthal bei Eisenach über einen Neujahrsgruß ihrer Freundin Paula aus Mühlhausen. Diese hatte eine Postkarte mit
dem Popperöder Brunnenhaus ausgewählt.
Verziert war das im Gast-Postkartenverlag
erschienene Motiv von E. Joedick mit einer
Christrose und weiteren Früchten.
Die Wassermühle des Scharfensteiner Amtsvogtes
Johann Wilhelm Helmsdorff in Kreuzebra
von Prof. Dr. Josef Reinhold
In jüngster Zeit hat es nicht an Versuchen
gefehlt, die Anzahl der Mühlen auf dem
Obereichsfeld zu ermitteln. Alfred Kirsten
nennt 238 nicht näher gekennzeichnete
Mühlen, die in verschiedenen Zeiträumen
auf dem Gebiet des heutigen Landkreises
Eichsfeld existiert haben.1 Dabei hat er
hauptsächlich Mahlmühlen im Blick. Mehr
als 300 Mühlen aller Art, einschließlich
Wind- und Rossmühlen, auf dem Obereichsfeld seit dem Mittelalter geben Volker Große und Klaus Herzberg an.2 Vergleichbar
sind die beiden Zahlenangaben allerdings
nur bedingt, denn sie beziehen sich sowohl
Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder
7
Altpapier, Staubkram und Zuckertüten
Zur wechselvollen Geschichte des Heiligenstädter Stadtarchivs
von Thomas T. Müller
Die Geschichte hat es lange Zeit nicht gut
gemeint mit den Heiligenstädter Archivalien. So beschrieb der Eichsfelder Jesuit und
Historiker Johann Wolf in der Vorrede seines Eichsfeldischen Urkundenbuchs bereits
im Jahre 1819 anschaulich den damaligen
Zustand des Kurfürstlichen Regierungsarchivs zu Heiligenstadt: „An alten Papieren
fehlte es hier nicht, aber an Ordnung, aus
Mangel eines geschickten Registrators, der
ein Repertorium hätte machen können, oder
mögen. Unter der westphälischen Regierung
wurde ein Registrator ganz entbehrlich, indem derjenige Staatsbeamte, der für die Erhaltung des Archivs vorzüglich hätte wachen
sollen, es zum Theil hat ausleeren und an
die Krämer verkaufen lassen, die nach ihrer Diplomatik, die alten Urkunden in Duten
[Tüten] mit Zucker und Kaffee ins Publicum
gebracht haben.“1
Ein Großteil der städtischen Überlieferung
war jedoch schon am 1. März 1739 ein Opfer
der Flammen geworden. Auch hierzu gab
Wolf sehr anschaulich Auskunft: „Am 29. Februar 1739 verzehrte das Feuer einen Gasthof bei dem Bergthore. Dieser Vorfall war
gleichsam der traurige Vorbote des schrecklichen Brandes, welcher am folgenden Tage
beinahe die ganze Stadt in Asche legte.
Das Feuer ist in der Windischen Gasse
nicht weit vom Bergthore in einer Scheuer, man weiß nicht wie, aufgekommen, da
der größte Theil der Bürger in der Brüderschaft, von der Todesangst Christi genannt,
versammelt war. Alles eilte herbei, das Feuer im ersten Ausbruche zu ersticken, aber
vergebens. Denn ein heftiger Südwind kam
dem gefräßigen Element zu Hilfe und trieb
die Flammen mit Gewalt, an die nächsten
Häuser auf der Neustädter Straße; von da
flogen Funken in die Altstadt so häufig, daß,
ehe eine Stunde verging, überall Häuser in
Brande standen.
Dies machte, daß nun jeder Bürger sein eignes Haus, oder wenigstens sein Hausgeräth
zu retten suchte, folglich keiner dem anderen mehr helfen konnte. Zur Vermehrung
des Unglücks drehte sich gegen 10 Uhr des
Nachts der Wind von Westen auf Nordosten, und setzte von dieser Seite den bisher
noch verschonten Theil der Stadt, bis ans
Geisleder Thor auch in Flammen. Ihre Wuth
war zu heftig, als daß die häufig herbeigekommenen Bauersleute derselben Einhalt
thun konnten.
Doch gelang es einigen beherzten Männern, die sich mitten durchs Feuer wagten,
die Kirche zu u [nser] l [ieben] F [rau], welche auch schon ergriffen war, noch zu retten.
Den anderen Morgen um 6 Uhr lagen 405
Häuser, nebst Scheuern und Stallungen in
der Asche, nur die Windische Gasse, die
Häuser am Bergthore über das Stift und den
Knickhagen hin, bis an das Holzbrückenthor
blieben stehen.“2
Eines der zerstörten Gebäude war das Rathaus in der Ratsgasse, dessen wuchtige
Mauern dem Brand zwar trotzten, dessen
Dachkonstruktion jedoch Feuer fing, einstürzte und dafür sorgte, dass auch dieses
Haus komplett ausbrannte. Mit dem Gebäude verbrannten auch nahezu alle städtischen
Akten, die traditionsgemäß im Rathaus aufbewahrt wurden.
In Wolfs Beschreibung wird dies zwar nicht
explizit erwähnt, doch seine Vorlage geht
darauf ein. Denn da Wolf selbst den Brand
nicht miterlebt hatte, musste er auf den
Bericht eines Augenzeugen zurückgreifen.
So geht Wolfs Beschreibung wohl auf die
sehr ausschweifende Ausmalung des Geschehens durch einen leider unbekannten
Jesuiten zurück, der seine Erlebnisse in der
Chronik des Heiligenstädter Jesuitenkollegs
niedergeschrieben hatte.3 Bei ihm findet
sich auch die Erwähnung des Rathausbran-
Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder
11
Der Tod der Diebin Catharina Bischoff in Westhausen
von Dr. Alfons Grunenberg
Ein zeitgenössisches Lehrbuch1 über beispielgebende Strafrechtsfälle berichtete
1797 über ein brutales Tötungsdelikt auf
dem Eichsfeld. Die fast unglaubliche Brutalität, mit der die Tat ausgeführt wurde, ist
erschreckend. Dagegen fiel das Urteil sehr
milde aus.
und sie verdächtigte Catharina Bischoff des
Diebstahls. Im Wirtshaus angekommen,
drohte Heddergott: „Wenn du nicht gestehst,
so soll es einen Spaß geben, den sollst du
dein Leben lang genug haben“ und „so sollst
du hier deinen Kirchhof holen, und so will ich
dich mit Schlägen bezahlen.“
Die polizeilichen Untersuchungen ergaben
folgendes Bild: Die Tötung erfolgte durch
den in Steinbach gebürtigen Knecht Johannes Heddergott und die aus Flinsberg
stammende Magd Margarethe Senger. Beide standen im Dienst des Schultheißen von
Bodenrode. Ihr Opfer war Catharina Bischoff
geborene Weinrich, die in Heuthen lebte. Sie
war eine bekannte Diebin und hatte bereits
wegen zahlreicher Delikte in Heiligenstadt
am Halseisen gestanden. Man nannte sie
auch „das Kätherchen“.
Ohne den Kleiderdiebstahl zu gestehen, bot
das Kätherchen einige Tücher an. Doch das
erregte den Zorn Heddergotts. Er schlug sie
so stark, „daß sich ihr Kopf in die Ofenröhre
senkte“ und sprach dazu: „Wenn du nicht
sagst, wo du die gestohlenen Sachen hingebracht hast, so sollst du sterben.“ Margarethe Senger hielt im Wirtshaus einen Knüppel
drohend in der Hand, was zum Rauswurf
durch den Gastwirt führte. Draußen angekommen schlug Heddergott dreimal mit einem Stock auf Catharina Bischoff ein. Von
der Wucht der Schläge benommen, sank sie
auf einem Misthaufen nieder. Nachdem sie
wieder aufgestanden war und zu flüchten
versuchte, bekam sie vom Knecht Heddergott weitere Schläge auf den Rücken. Das
Opfer brach röchelnd zusammen. Auch Margarethe Senger hatte immer wieder mit einer
Zaunlatte zugeschlagen. Nach einem dieser
Schläge rief ein Anwesender: „Auf diesen
Schlag ist der Kopf hin!“ Taumelnd fiel das
Kätherchen ins Wasser.
Im Dezember 1797 war sie in der Dämmerung in verdächtiger Weise im Haus der
Witwe Pflaume in Westhausen angetroffen
worden. Nach lautem Rufen der Tochter liefen mehrere Dorfbewohner zusammen und
prügelten das Kätherchen aus dem Hausflur bis auf eine Wiese vor dem Dorf. Dabei wurde auch „schlagt das Schindeleich
todt! Schlagt ihm die Knochen am Leibe
entzwei!“ gerufen. Catharina Bischoff lief
daraufhin nach Westhausen zurück, wo sie
wieder Prügel bezog. Mehrere Burschen
versetzten ihr einige Schläge und zogen
an ihren Haaren. Catharina flüchtete weiter
ins Wirtshaus. Zeugen berichteten später,
dass sie zu diesem Zeitpunkt zwar einige
Gesichtsverletzungen hatte, aber noch in
der Lage war, alle gestellten Fragen munter
zu beantworten.
Über die Prügelei informierte man den
Schultheißen von Bodenrode. Sein Knecht
Heddergott und seine Magd Senger begaben sich daraufhin zum Wirtshaus in Westhausen. Margarethe Senger waren vor einiger Zeit Kleidungsstücke gestohlen worden,
Nach der Zeugenaussage von Johannes
Arend bot Margarethe Senger der Diebin
keine Hilfe an, sondern sagte laut: „Ruft den
Knecht [Heddergott], sie lebt noch!“ Catharina Bischoff blutete stark, und eine Dorfbewohnerin hielt der Magd Senger vor: „Habt
ihr es zu Schaden geschlagen, so könnt ihr
es auch aus dem Wasser holen.“ Doch die
Antwort der Magd lautete nur: „Und sollt es
verrecken!“
Das Opfer Catharina Bischoff wurde nach
der Tat gerichtsmedizinisch untersucht.
Dabei wurden unter anderem münzgroße
Öffnungen an beiden Seiten des Hinterkop-
12
Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder
fes, ein zerschmetterter Schädel, eine Delle
von mehr als einem Zentimeter im Kleinhirn,
zahlreiche durchtrennte Muskeln und eine
Vielzahl von großen blauen Flecken am ganzen Körper festgestellt.
Das ärztliche Gutachten schloss mit der Aussage, dass Catharina Bischoff an den Folgen
der Gewalteinwirkung mit einem runden Gegenstand verstorben sei. Johannes Hedder-
gott und Margarethe Senger wurden zu drei
Jahren Zuchthaus verurteilt.
In Anbetracht der Rücksichtslosigkeit und
der Nachhaltigkeit bei der Ausübung der
Tat ist das aus heutiger Sicht ein ausgesprochen mildes Urteil.
Anmerkung
1
Bauer, Anton: Strafrechtsfälle, Band 3. Göttingen
1837, S. 167-168.
Im Schritt der Zeit – unsere eichsfeldische Heimat
Die Kirche „St. Cosmas und Damian“ in Geisleden
von Johann Freitag
Die Straße, die den Ort durchschneidet,
die sich als Durchgang schenkt zur Welt,
die Leben zulässt und nicht meidet,
die ist‘s, die Gruß und Wunsch bestellt.
Was flüchtig kommt und flüchtig schwindet,
erfährt an dieser Kirche Halt.
Wer seine Eile überwindet,
dem schenkt sich die Erinn’rung bald.
Und dies Erinnern macht geborgen,
es nimmt der Zeit die Fremdheit fort:
Hier trifft das Gestern auf das Morgen
und macht die Welt zum Gnadenort.
Am 1. September 1924 wurde der großzügige Neubau der Geisledener Kirche unter Einbeziehung von Teilen der Vorgängerkirche von 1783 durch den Paderborner Bischof Kaspar
Klein geweiht.
Kirchenpatrone sind die hl. Zwillingsbrüder Cosmas und Damian, zwei Ärzte, die mit ihren
typischen Attributen, der Salbenbüchse und der Flasche als Skulpturen aus dem 18. Jahrhundert sowohl am Hochaltar als auch in einer Nische an der Choraußenseite dargestellt
sind. Foto und erläuternder Text: Josef Keppler.
Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder
13
Subskriptionsangebot
NEuErSchEiNuNG
Günther Wiegand
Eichsfeldische
Bibliographie
Die heimatkundliche
und geschichtliche Literatur
von den Anfängen bis 2008
Günther Wiegand
Eichsfeldische Bibliographie
Die heimatkundliche und geschichtliche Literatur von den
Anfängen bis 2008
Hg. vom Verein für Eichsfeldische Heimatkunde und Heimatverein
Goldene Mark (Untereichsfeld), 2 Bände, ca. 2.000 Seiten, Format
17 x 24,5 cm, Festeinband, Eichsfeld-Übersichtskarte, ISBN 978-386944-150-4.
Die neue Publikation enthält erstmalig bibliographische Angaben zum
gesamten Schrifttum, welches bis 2008 über das Eichsfeld und seine Menschen als Monografien und Aufsätze, in Nachschlage- und
Sammelwerken, Zeitschriften und Zeitungsbeilagen gedruckt erschien.
Dr. Günther Wiegand, ehem. Direktor der Universitätsbibliothek Kiel, hat unter Einbeziehung früherer Literaturnachweise das Eichsfeld wie kaum eine andere deutsche Landschaft bibliographisch
erschlossen, sodass künftig jede ernsthafte Beschäftigung mit eichsfeldischen Themen bei der
„Eichsfeldischen Bibliographie” ihren Ausgangspunkt finden wird.
Das Buch, das 19.000 Titel mit 28.000 Positionen enthält, besteht aus einem Sachteil mit 600 Kapiteln. Ein detailliertes, alphabetisch geordnetes Schlagwortregister führt zu den einzelnen Kapiteln
der thematischen Gliederung. An den Sachteil schließt der alphabetisch geordnete Ortsteil an, der
alle Orte und wüsten Stätten des Eichsfeldes umfasst und der ebenso geordnete Personenteil mit
komplettierten und ergänzten Hinweisen auf Opfermanns „Gestalten des Eichsfeldes“. Ein Register
der Verfasser, Herausgeber und Illustratoren beschließt das Werk.
Sie haben jetzt die Möglichkeit, sich Ihr Exemplar zum günstigen Subskriptionspreis von 99,95 €
zu sichern. Als Erscheinungstermin ist Mitte Juli 2015 vorgesehen. Nach Erscheinen kostet das
Werk 124,95 €. Einträge in die Liste der Subskribenten sind bis zum 15. Februar 2015 möglich. Ihre
Bestellung können Sie bei Ihrer Buchhandlung abgeben oder direkt senden an: Verlag Mecke Druck,
Postfach 1420, 37107 Duderstadt (Eichsfeld), Fax 0 55 27 - 98 19 39, E-Mail: verlag@meckedruck.de.
www.meckedruck.de/9783869441504.
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Hiermit bestelle ich verbindlich ......... Exemplar(e) der „Eichsfeldischen Bibliographie“
ISBN 978-3-86944-150-4 zum Subskriptionspreis von 99,95 €
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Straße / Haus-Nr. / Telefon *)
Postleitzahl / Ort *)
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 Name wie oben
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 von obiger Adresse abweichender Name:
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 Ja
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14
Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder
Sagenumwobene Eichsfelder Quellen und Brunnen
aus heutiger Sicht
von Prof. Dr. Kurt Porkert
In einem erheblichen Anteil der Sagen1 und
anderer Geschichten aus dem Eichsfeld
stehen Brunnen und Quellen im Mittelpunkt.
Das ist verständlich, weil die Menschen in
früheren Jahrhunderten auch hierzulande
die Existenzbedrohung durch einen Mangel
an ausreichend sauberem Wasser deutlich
zu spüren bekamen. Die Freude über einen
reichlich sprudelnden Wasserfluss prägt
diese Geschichten. Aber was ist aus diesen
Wasserspendern im Laufe der Zeit geworden? Welche Wertschätzung erfahren sie
heute? Kennt man ihre Geschichten noch?
Hinsichtlich dieser Fragen ergibt sich eine
Einteilung in drei Gruppen.
Die erste Gruppe umfasst auffindbare Brunnen oder Quellen, deren Geschichten auf
Informationstafeln vor Ort und überwiegend
auch in anderen Medien, wie in Internetpräsentationen, dargestellt sind. Zu ihnen
gehören die Rhumequelle, der Bonifatiusbrunnen, der Saubrunnen, der Nadelbrunnen und der Gudenborn.
Die Rhumequelle bei Rhumspringe ist der
Sage2 nach die Stelle, an der die Nixe Rhuma nach Jahren der väterlichen Verbannung
in eine Höhle durch einen Wasserstrom wieder ans Tageslicht flüchten konnte. Detailliertere Beschreibungen hierzu sind in verschiedenen Medien ebenso leicht zu finden
wie zum Bonifatiusbrunnen in Wendehausen. Dessen Name bezieht sich nach der
Überlieferung3 auf den hl. Bonifatius, dem
es in einer Dürreperiode gelang, heidnische
Germanen zu bekehren, weil er mit Gottes
Hilfe die noch heute stark sprudelnde Quelle
hervorbrachte. Sie ist seit vielen Jahren mit
Sandsteinen eingefasst und mit einem Gewölbe versehen, auf dem ein Relief darstellt,
wie Bonifatius ein Heidenpaar tauft (Abb. 1).
Ebenfalls in einem ansehnlichen Zustand
befindet sich der Saubrunnen, auch Sauerbrunnen genannt, im Dingelstädter Riethpark (Abb. 2). Er soll durch eine alte Sau
zu seinem Namen gekommen sein, die im
sumpfigen Boden wühlte und dadurch eine
klare Quelle mit vorzüglich schmeckendem
Wasser hervorbrachte.4 Auch bei der Erfüllung des Kinderwunschs soll der Brunnen
wiederholt hilfreich gewesen sein.
Der Name des Nadelbrunnens, auch Altenbrunnen genannt, im Worbiser Bärenpark
geht nach einer Legende5 darauf
zurück, dass ein blinder Junge, dem
seine Mutter mit dem Wasser der
Quelle die Augen wusch, danach
wieder sehen konnte und sogar
eine Nadel im Quellenloch erkannte. Neben einer Informationstafel
an der eingefassten Quelle erfreut
auch eine parodistische Legendenfassung mit Bild den Besucher der
Internetseite des Bärenparks.
Die Bezeichnungen „Gudenborn“,
„der gute Born“ und „Gute-Born“
rühmen die legendäre Heilkraft
einer Quelle, die sich links der St.Abb. 1: Bonifatiusbrunnen in Wendehausen. Foto: Kurt Por- Ägidius-Kapelle, einer Wallfahrtskert, aufgenommen am 7.11.2014.
kirche am Rand von Ershausen,
Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder
19
Grenzenlosigkeit durch Abbau der Sperranlagen
von Bernhard Lange
„Wenn die Grenze einmal abgebaut wird, gering. Die Zuständigen kannten alle Eindann bin ich selbst dabei und helfe mit“, so zelheiten, halfen bei der Errechnung der
hörte ich Ende der 80er-Jahre einen älte- möglichen Beladung und gaben bereitwillig
ren Bürger von Kalteneber sagen. Er meinte Tipps zur Demontage. Der Abbauabschnitt
es ernst damit. Anlass für seine Äußerung wurde so zugewiesen, dass ein reibungslowaren die üblichen Einschränkungen im ser Transport möglich war.
Reiseverkehr zur Bundesrepublik, die uns die DDRBehörden zumuteten. Diese Äußerung blieb bei mir
im Gedächtnis hängen,
ohne an eine spätere mögliche Realisierung zu glauben. Die Grenze war fest
verankert und zubetoniert,
sodass man schwerlich an
eine Beseitigung der Anlagen denken konnte. Sie
zu überwinden, war ein
lebensgefährliches Unterfangen.
Die Situation änderte sich,
als im November 1989 der
Ruf zur Beseitigung der B. Lange, A. Gunkel, W. Scharbert, G. Arendt und W. Stitz (von
Grenzanlagen laut wurde. links) beim Zaunabbau.
Hier formte sich bei mir
der Wunsch, die Worte meines ehemaligen Wir bekamen ein Stück zwischen SiemeroChefs zu verwirklichen. Aber es war noch de und Bischhagen. Mit Traktor, Hänger,
nicht so weit. Im Laufe des nächsten Jahres Personal und Hofhund rückten wir an. Bei
war die Zeit für einen Abbau im Eichsfeld der Demontage konnten wir das ausgeklüherangerückt. Der Metallgitterzaun wurde
gelte System der Sicherheit deutlich erkenzur „Selbstwerbung“ freigegeben. Die Gren- nen. Wir waren überrascht, woran man alze kam unter den Hammer. Dazu war zu- les gedacht hatte. Das war für uns die erste
nächst eine Erlaubnis durch die „Reste“ der Berührung mit einer ausgefeilten und weltGrenzbehörde nötig. Die zuständige Stelle weit einmaligen Grenzanlage. Aus nächsfür uns befand sich im Objekt des ehemali- ter Nähe erlebten wir den „Todesstreifen“,
gen Grenzregiments 4 auf dem Richteberg den wir vorher oft vor Augen hatten. Das
in Heiligenstadt.
Frühlingswetter sorgte für eine entspannte
Den anwesenden Zivilangestellten, die für Arbeitsatmosphäre, und der bedrohlich wirden „Verkauf“ zuständig waren, war eine kende Zaun hatte seine Schrecken wie von
Orientierungslosigkeit anzusehen. Gleich- selbst verloren. So leisteten wir damaligen
gültig legte man uns eine „Preisliste“ mit den
kirchlichen Mitarbeiter des Hospitals „Zum
dazugehörigen Orten vor. Schnell waren wir Heiligen Geist“ 1991 einen kleinen Beitrag
uns einig. Der Preis für eine Stahlmatte war zur Grenzbeseitigung.
20
Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder
Das historische Eichsfeldfoto
Vor 25 Jahren, am Sonnabend, dem 20. Januar 1990, wurden die eichsfeldisch-hessischen Grenzübergänge Bornhagen–Werleshausen (oben) und Asbach–Bad Sooden-Allendorf (unten) geöffnet.
Der feierlichen Eröffnung folgten beeindruckende Begegnungsfeste mit vielen Besuchern „von hüben
und drüben“. Fotos: Josef Keppler.
Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder
21
Eichsfelder Persönlichkeiten
Carl Philipp Emil von Hanstein
Autor des umfangreichsten Werks über eine eichsfeldische Adelsfamilie
von Josef Keppler
Ein Jahr vor dem 700-jährigen Jubiläum der
Burg Hanstein im Jahr 2008 gab der Verlag
Mecke Druck mit 1.328 Seiten sein bislang
seitenstärkstes Werk als Reprint heraus – die
ursprünglich zweibändige „Urkundliche Geschichte des Geschlechts der von Hanstein“1
in einem Band.
Die voluminöse Erstauflage von 1856 (erster Teil) und 1857 (zweiter Teil) erschien
ohne Nennung des Autorennamens. Erst im
Nachdruck von 2007
wurde auf der Titelseite der Name des
Verfassers eingefügt
– Carl Philipp Emil
von Hanstein. Seine
beachtliche Leistung
war zwar mehrfach
in der Eichsfeldgeschichtsschreibung
dargestellt, anerkannt
und genutzt worden,2
sein Name als BuchAbb. 1: Titelseite des
Buchreprints. Mecke autor hatte aber bis
Druck und Verlag 2007. dahin keine Aufnahme in eichsfeldische
Bibliografien gefunden.3
In der jüngeren Geschichte der Familie von
Hanstein nahm Freiherr Carl Philipp Emil
von Hanstein einen herausragenden Platz
ein. Er wurde am 11. Februar 1772 in Kassel
als Sohn des hessischen Forstmeisters Carl
Wilhelm Heinrich von Hanstein und dessen
Ehefrau Hedwig Louise geboren.4
Nach dem Studium in Göttingen wurde er
1793 Regierungs-Assessor in Marburg, wo
er 1801 die als nichteheliche Tochter des
Landgrafen Wilhelm IX. von Hessen-Kassel,
ab 1803 Kurfürst Wilhelm I., geborene Wilhelmine von Haynau heiratete.5
Während des siebenjährigen französischen
Intermezzos von 1807–1813 hatte Carl von
Hanstein den „Posten als Procureur général
des Werra-Departements in Marburg“
im Königreich Westphalen inne. 6 Nach
der Rückkehr seines
„Schwiegervaters“,
des Kurfürsten Wilhelms I. von Hessen
wurde er 1813 zum
Regierungsrat ernannt. Von 1817 bis
Abb. 2: Carl Philipp
1821 übte Carl von
Emil Frhr. von HanHanstein das Amt eistein (1772-1861). Aus:
nes Polizeidirektors in Hanstein: Geschichte
Marburg aus,7 bevor
(Anm. 1), S. 7.
er 1823 Regierungsdirektor in Fulda und 1832 Regierungspräsident in Hanau wurde.8 1834 erfolgte seine
Ernennung zum Geheimen Regierungsrat
und Regierungspräsidenten in Kassel.
Den Höhepunkt seiner Laufbahn erreichte
Carl von Hanstein 1837 als kurhessischer Minister des Innern in Kassel. Fast 70-jährig wurde er 1841 in den Ruhestand verabschiedet.
1840 war er Senior des Familienverbandes
der von Hanstein geworden, nachdem er
1838/39 bereits den Bau des Palas mit Empfangshalle und Rittersaal auf der Burg Hanstein angeregt hatte, um dort die alljährlichen
Familienkonferenzen in würdiger Umgebung
abhalten zu können.9
Seinen Ruhestand nutzte Carl von Hanstein
intensiv, um sich mit der Geschichte seiner
Familie zu befassen.
Mit seinem Urkunden-Werk hat er für den
Familienverband und für die historische Forschung Besonderes getan. Er hat emsig geforscht und gesammelt und alle urkundlich
belegbaren Daten und darüber hinaus reichenden Erkenntnisse zur Familiengeschichte und damit im Zusammenhang stehende
Ereignisse, die für die Regionalgeschichte
Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder
S. 157; Opfermann, Bernhard: Gestalten des Eichsfeldes. Ein biographisches Lexikon. 2., bearb. Auflage, Heiligenstadt 1999, S. 134.
3
Vgl. Löffler, Klemens: Die heimatkundliche und geschichtliche Literatur des Eichsfeldes bis 1915. In:
UE 10 (1915), S. 113, Nr. 489.
4
Vgl. Knetsch, Karl: Das Haus Brabant. Genealogie
der Herzöge von Brabant und der Landgrafen von
Hessen. Darmstadt 1931, S. 154.
5
Vgl. auch Losch, Philipp: Kurfürst Wilhelm I. Landgraf von Hessen. Ein Fürstenbild aus der Zopfzeit.
Marburg 1923, Anhang 1: Wilhelms natürliche Kinder, S. 375-379.
6
Ebd.
7
Vgl. Franz, Eckhart (Bearb.): Repertorien des Hessischen Staatsarchivs Marburg. Bestände 24a-g Kurhessische Polizeidirektionen, Marburg 1969, S. 80.
8
Vgl. Hanstein, Carlo von: Chronik von Unterstein.
Handschrftl. Fassung, Hannover 1910, S. 40.
23
9
Vgl. Ebd., S. 41.
10
Vgl. auch: Johann Wolf - Historiker des Eichsfeldes.
Landesgeschichtsschreibung um 1800. Hg. von Thomas T. Müller und Ulrich Hussong im Auftrag des
Landkreises Eichsfeld, der Stadt Heilbad Heiligenstadt und des Bischöflichen Geistlichen Kommissariates Heiligenstadt, Duderstadt 2005.
11
Zuletzt: Hanstein, Hans-Dieter von (Hg.): Burg Hanstein. Zur 700-jährigen Geschichte einer eichsfeldischen Grenzfeste. Duderstadt 2008 mit 20 Beiträgen
verschiedener Autoren und zahlreichen Abbildungen.
12
Hesse, L. F. (Übersetzung): Die Jahrbücher des
Lambert von Hersfeld, Berlin 1855, S. 92.
13
Deutsche Übersetzung der im Staatsarchiv München
befindlichen Urkunde in: Fey, Adolf: Geschichte der
Burg Hanstein. Kassel 1908, S. 13.
14
Vgl. Hanstein von: Unterstein (Anm. 8), S. 56.
Wir gratulieren
Redemptoristen-Pater Hundeck feierte goldenes Priesterjubiläum
Pater Bernhard Hundeck, geboren am 7.
Februar 1939 in Neiße (Oberschlesien),
kam nach Flucht und Vertreibung 1945 mit
seinen Eltern und acht Geschwistern nach
Heiligenstadt. Heiligenstadt und das Eichsfeld wurden ihm persönlich und dienstlich
zur Heimat, denn er trat dem in Heiligenstadt
beheimateten Redemptoristenorden (CSsR
– Congregatio Sanctissimi Redemptoris –
Orden vom Heiligsten Erlöser) bei und empfing durch Bischof Hugo Aufderbeck am 19.
Dezember 1964 im Hohen Dom zu Erfurt die
Priesterweihe. Seine Primiz feierte er in „St.
Gerhard“ in Heiligenstadt. Dieser Gemeinde
diente er von 1964 bis 1971 als Vikar und
von 1975 bis 1994 als Pfarrer. Zuvor hatte er
von 1971 bis 1975 unter Pfarrer Georg Sterzinsky, dem späteren Kardinal von Berlin,
als Vikar in Jena gewirkt. Von 1994 bis 2008
versah er den Dienst als Bildungsreferent
im Seelsorgeteam des Klosters Steterburg
(Salzgitter).
Seit 2008 ist er Superior und Seelsorger im
Redemptoristenkloster „St. Klemens“ in Heilbad Heiligenstadt.
Prälat Paul-Julius Kockelmann, langjähriger Mitbruder und Vorgesetzter in Heiligenstadt, gratulierte Pater Bernhard Hundeck
im Dezember 2014
mit herzlichen Worten zu seinem goldenen Priesterjubiläum
und ver fasste ihm
zu Ehren des hohen
Festes das folgende
würdigende Chronogramm:
PATER RECTOR BERNHARD
HVNDECK CSSR
ANNOS AVREOS PRO CHRISTO
SACERDOS. GRATIAS TIBI.
2014
Pater Rektor Bernhard Hundeck CSsR, goldene (50) Jahre Priester für Christus. Dank Dir.
Gern schließen sich Redaktion und Herausgeber den Worten des Dankes an, denn
von den 50 Jahren priesterlichen Dienstes
geschahen 33 Jahre im Eichsfeld. Das war
immer auch Dienst am Eichsfeld und seinen
Menschen. Indem er Unzähligen Heimat gab,
fand er hier die eigene. Mag er uns noch lange erhalten bleiben. Gottes Segen.
-ei-
24
Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder
Wir gedenken
Pfarrer i.R. Georg Gedig starb mit 88 Jahren
Georg Gedig wurde am 13.7.1926 in Allenstein (Ostpreußen) geboren. Zum Priester
wurde er am 29.6.1951 in Eichstätt geweiht.
Über 40 Jahre durfte der Verstorbene im
pastoralen Dienst segensreich wirken:
Ab 1951 als Kaplan in Ingolstadt und ab
1954 in Duderstadt-Tiftlingerode, dann als
Religionslehrer im Jungengymnasium zu
Duderstadt und Jugendseelsorger im Eichsfeld bis 1972. Danach wurde er Pfarrer in
Walsrode, St. Maria vom Hl. Rosenkranz
und ab 1978 zunächst in Hilkerode, St. Johannes Baptist und ab 1991 auch in Rüdershausen, St. Andreas.
Am 1.1.1995 trat Pfarrer
Gedig in den Ruhestand.
Aber seinen priesterlichen
Dienst konnte er in Duderstadt bis zum Sonntag
vor seinem Tod versehen.
Seine ermländische Heimat hat ihn tief geprägt.
Aus einer entschiedenen
und disziplinierten Lebenshaltung heraus
suchte er für seine Pfarrgemeinden ein guter
Gesprächspartner und Ratgeber mit spirituellem Tiefgang zu sein.
Red.
Berichte aus dem Eichsfeld
aus Meldungen der Thüringer/Eichsfelder Allgemeine, Thüringer/Mühlhäuser Allgemeine,
Thüringische Landeszeitung/Eichsfelder Tageblatt, Eichsfelder Tageblatt (Duderstadt)
ausgewählt und zusammengestellt von Edgar Rademacher.
Anrode. Am 22. Februar wird in der Gemeinde Anrode regulär ein neuer Bürgermeister gewählt. Der
bisherige Amtsinhaber Siegfried Brand (CDU) kandidiert nach 25-jährigem Dienst als Bürgermeister
von Bickenriede und Anrode nicht wieder. Als neuen
Kandidaten hat der CDU-Ortsverband den 32-jährigen Politikwissenschaftler Jonas Urbach nominiert.
Bernshausen. Alle Erwartungen übertraf der Andrang zum ersten Weihnachtsmarkt „Am See“ am
zweiten Advent.
Bilshausen. Die Kreuzung im Ortsteil Strohkrug
soll durch einen Kreisel ersetzt werden. Der Kreisel mit 42 Meter Außendurchmesser wird fünf
Straßen bündeln. Mit dem Baubeginn ist allerdings frühestens 2017 zu rechnen.
Birkungen. Bereits zum zehnten Mal gestalteten
Ende November der Frauensingkreis und der Jugendchor in der Pfarrkirche die Nacht der Lichter.
Fast 200 Kerzen erhellten dabei die Kirche.
Breitenberg. Nach rund 20 Jahren Pause wurde
im Jahr des 700-jährigen Ortsjubiläums wieder ein
Theaterstück von Hobbyschauspielern aufgeführt.
Breitenworbis. Der Rassegeflügelverein Breitenworbis feierte im vergangenen Jahr sein 60-jähriges Bestehen. Das war auch Anlass für eine Ras-
2,5 Zi.-Wohnung, Heiligenstadt
– Heilbad, Kur- u. Urlaubsstadt (Eichsfeld) –
zu verkaufen/vermieten o. Mietkauf,
Eigennutz o. Kapitalanleger
1a-Lage und Qualität.
Info/Details PR PS vertraulich.
Zuschriften unter Chiffre 107
segeflügelschau im November mit 370 Tieren von
45 Ausstellern.
Dingelstädt. Das neue Altenpflegeheim „Heilige
Louise“ auf dem Gelände des ehemaligen Krankenhauses soll Anfang Februar bezugsfertig werden, im März erfolgt die feierliche Einweihung. Die
neue Einrichtung verfügt über 41 Plätze und hat
4,4 Millionen Euro gekostet.
Duderstadt. Das Krankenhaus „St. Martini“ hat
in die Erweiterung seines Behandlungsspektrums
investiert und ergänzt ab sofort die Kontrastmittelsonografie.
Seit 2002 gibt es hier den sogenannten Bürgerbaum in der Adventszeit. Der jüngste Bürger-
28
Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder
Kirche, Kultur und Traditionen
Bischof Dr. Ulrich Neymeyr besuchte bereits mehrfach das Eichsfeld
Am 22. November 2014 wurde Dr. Ulrich Neymeyr
in das Amt des Bischofs von Erfurt eingeführt.
Sein Wahlspruch lautet: Christus suscepit nos. –
Christus hat uns angenommen (Röm 15,7).
VLRICH EPISCOPVS ET PLEBS ECCLESIAE ERFORDIENSIS
FIDENTER VICE VERSA SVSCIPIANT
PRIVS IN CHRISTO SVSCEPTI.
PAX VOBIS.
2014
Bischof Ulrich und die Erfurter Diözesanen
mögen sich beherzt gegenseitig annehmen,
da sie selbst in Christus angenommen sind.
Friede sei mit Euch.
Dieses Chronogramm von Prälat
Paul-Julius Kockelmann, langjähriger
Kommissarius des
Ei c h s fe l d e s u n d
Propst von Heiligenstadt, berührt
eines der großen
Ereignisse des
Jahres 2014 für die
katholischen Christen der Diözese Erfurt: Wir
haben endlich wieder einen Bischof! Dass er
sich sehr wohl als Bischof der ganzen Diözese
und damit eben auch des Eichsfeldes versteht,
lässt sich in folgender Geste erkennen: Einen
Tag nach seiner Amtseinführung besuchte er am
23. November, dem Christkönigssonntag (Ewigkeitssonntag), das Eichsfeld und feierte in der
Propsteikirche „St. Marien“ in Heiligenstadt eine
hl. Messe mit einer großen, frohen Schar, bevor
er den bedeutendsten Eichsfelder Wallfahrtsort,
den Hülfensberg, am Nachmittag aufsuchte. Am
2. Adventssonntag feierte er die hl. Messe in Leinefelde und am 3. Adventssonntag in Dingelstädt. Immer waren die Kirchen brechend voll,
immer waren Freude und Begeisterung greifbar.
Der erste Teil des im
Chronogramm ausgedrück ten Wunsches scheint sich
schon zu erfüllen:
Die Bereitschaft zur
beherzten gegenseitigen Annahme
scheint vorhanden.
Und was bringt er
mit, Ulrich Neymeyr,
am 12. August 1957
in Worms-Herrnsheim geboren, Sohn
der Eheleute Konrad und Margot Neymeyr? Er
bringt eine Fülle von Erfahrungen mit, die uns
guttun werden: Am 12. Juni 1982 im Mainzer
Dom zum Priester geweiht, sammelte er als Kaplan (von 1982 bis 1987) Erfahrungen gelebter
Seelsorge. Nach sechsjährigem Dienst als Subregens und Ökonom im Mainzer Priesterseminar (1987–1993), ernannte ihn Bischof Lehmann
zum Pfarrer zweier Gemeinden in Rüsselsheim
(1993–2000). Vom Herbst des Jahres 2000 bis
Februar 2003 leitete er als Pfarrer drei Gemeinden in Worms und Offstein. Im April 2003 zum
Weihbischof geweiht, wirkte er bis zu seiner
Wahl zum Erfurter Bischof durch das Erfurter
Domkapitel an der Seite des allseits sehr geachteten Bischofs von Mainz, Karl Kardinal Lehmann.
Es ist eine Freude, ihn zu erleben: Seine Konzentration beim Zuhören, die Klarheit seiner
Sprache, die Freundlichkeit in seinem ganzen
Auftreten. Er kennt beides: Die Diaspora und
die katholisch geprägte Gegend. Er hat seine
wissenschaftliche Forschung mit dem Dr. theol.
1987 im Fach Patrologie mit dem Thema „Die
christlichen Lehrer im zweiten Jahrhundert. Ihre
Lehrtätigkeit, ihr Selbstverständnis und ihre Geschichte“ abgeschlossen. Nach mehr als 200
Jahren rollt nun das Mainzer Rad wieder zu uns:
Die Kraft der einigenden Mitte wird uns, seine
Speichen, stärken. Die Felge wird rundlaufen,
weil sie sich aus der Wahrheit bewegt: Christus
hat uns angenommen. Auf viele gute Jahre!
Johann Freitag
32
Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder
Kennen Sie das Eichsfeld?
Liebe Leserinnen und Leser,
dieses Mal suchen wir eine Persönlichkeit, die
dem Eichsfeld einen gewissen wirtschaftlichen
Aufschwung brachte. Der Gesuchte erblickte im
Jahre 1667 das Licht der Welt im hessischen Frieda. Seine letzte Ruhe fand er 1748 in Großbartloff.
Er begründete um 1682 das Wollzeuggewerbe in
Großbartloff und auf dem Eichsfeld. In Großbartloff erinnert ein Gedenkstein an ihn. Wie heißt der
Mann?
Ihre Lösung schicken Sie bitte bis zum 12. Januar
per Postkarte an die
Redaktion EHZ
Verlag Mecke Druck
Postfach 1420
37107 Duderstadt
Der Gewinner erhält das
Buch „Das Geheimnis der
Burg Hanstein“.
Lösung der Quizfrage im letzten Heft: Mainz.
Das Buch „Unser schönes Eichsfeld“ hat unser
Leser Herr Heinz-Friedel Grimm aus Wächtersbach gewonnen.
Herzlichen Glückwunsch.
Buchvorstellungen
Hermann Schüttel: Tilman Riemenschneider in
Würzburg und Heiligenstadt. Beschreibung berühmter Werke des „Bildschnitzers von Würzburg“
in Mainfranken und der Originalabgüsse in seinem
Geburtsort Heiligenstadt. 2., von Josef Keppler
bearb. Aufl., auf Anregung des Heiligenstädter
Geschichts- und Museumsvereins hg. durch die
Bürgermeister-Wolters-Stiftung, Heilbad Heiligenstadt 2014, 80 Seiten, 42 Farb- und Schwarzweißabbildungen von Wilfried Bahnmüller und Josef
Keppler, ISBN 978-3-939848-42-4, 6,90 €.
Vor einem Jahr, im Januar 2014, verstarb mit 74
Jahren der verdienstvolle Heiligenstädter Lehrer,
Stadtführer und Autor Hermann Schüttel. Den
Eichsfeldern und ihren Gästen hinterließ er mehrere Publikationen über Heiligenstadt, den Hülfensberg, den Kerbschen Berg und seine Schrift
über Riemenschneider-Kunstwerke, die 1999
erschien.
Da Letztere vergriffen war, empfahl der Heiligenstädter Geschichts- und Museumsverein einen
Nachdruck, für den allerdings eine Konkretisierung
des Buchtitels und eine leichte inhaltliche Überar-
beitung ratsam erschien. In
der ersten Auflage von 1999
lautete der Buchtitel nur
„Tilman Riemenschneider“,
womit die Kenntnis von Heiligenstadt als Geburtsort des
begnadeten spätgotischen
Bildhauers um 1460 als
selbstverständlich vorausgesetzt wurde. Damit waren
aber gewiss Touristen überfordert, die beim ersten
Heiligenstadtbesuch mit Informationen zum Riemenschneider- Bezug überrascht wurden.
Gern wandte sich Josef Keppler der Arbeit am
Text seines geschätzten ehemaligen Lehrerkollegen Hermann Schüttel zu, aktualisierte Orthografie, ergänzte Einzelheiten und fügte neue Fotos
hinzu. Er würdigte besonders das Entgegenkommen von Dr. Hanswernfried Muth und Dr. HansPeter Trentschel vom Mainfränkischen Museum
in Würzburg, die 1992 auf Wunsch der damaligen Kulturamtsverantwortlichen des Landkreises
Heiligenstadt, Heinrich Scholle und Josef Kepp-
Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder
Eichsfeld-Jahrbuch 2014. Herausgegeben vom
Verein für Eichsfeldische Heimatkunde e.V. und
dem Heimatverein Goldene Mark (Untereichsfeld)
e.V., 22. Jahrgang 2014, Format 16 x 23,5 cm,
Broschur, 392 Seiten, 165 s/w-Abb., ISBN 978-386944-140-5, Preis 25,00 EURO.
Die Mitglieder der herausgebenden Vereine erhalten das neue Jahrbuch in den nächsten Tagen
kostenfrei per Post zugestellt, der Bezugspreis ist
durch den Vereinsmitgliedsbeitrag abgegolten.
Mit dem Eichsfeld-Jahrbuch des Jahres 2014
übergeben der Verein für Eichsfeldische Heimatkunde und der Heimatverein Goldene Mark
ihren Mitgliedern und vielen an der Geschichte
des Eichsfeldes Interessierten ihren 22. JahrbuchJahrgang, der wiederum eine Fülle fundierter Beiträge zu verschiedenen Themenbereichen der
Eichsfeldhistorie enthält. Sie finden im Jahrbuch
nachfolgende Beiträge:
Werner Henning: 25 Jahre Grenzöffnung – Ein
Rück- und Ausblick; Ben Thustek: 25 Jahre danach
– Leben mit der innerdeutschen Grenze und die
Grenzöffnung im Eichsfeld aus westlicher Perspektive; Ulrich Gabel: 25 Jahre seit der Grenzöffnung
– Die wirtschaftliche Findung des Eichsfeldes am
Beispiel der Eichsfeldwerke; Heinz Josef Durstewitz: Glaube und Welt – Gestalt und Gestaltung im
Obereichsfeld 2014; Guntram Czauderna, Rigobert
Nolte, Heribert Warnking: Schulwechsel in Wendezeiten – Entwicklung am Duderstadter Gymnasium
in den Neunzigern; Anna Egler: Beuren, das älteste Kloster der Zisterzienserinnen im Eichsfeld (ca.
1200-1555, 1617/18-1810); Martin Röhrig: „Das sy
fürters denselbigen Neuwen Kalender nit weniger
als unnsere gehorsame Unterthanen halten.“ – Die
problematische Einführung des gregorianischen
Kalenders im Eichsfeld; Josef Reinhold: Wassermühlen im Obereichsfeld – Mühlenverzeichnis
und Mühlenkarte; Anne Hey: Zur Geschichte der
Heiligenstädter Friedhöfe; Arno Wand: Die Bedeu-
35
tung der katholischen Kirche für das Schulwesen
im preußischen Eichsfeld (1802 bis 1918); Ulrich
Hussong: Hoffmann von Fallersleben und Johann
Wolf; Peter Anhalt: „Soll’s sein, so sei’s wie mein
Gott will“ – Eine Studie zum „Augusterlebnis“ 1914
im Eichsfelddorf Steinbach; Torsten W. Müller:
Kirchlich-karitativer Dienst an Ausgegrenzten – 100
Jahre St.-Raphaels-Heim Heiligenstadt; Christian
Stöber: „Lehren ziehen, Erfahrungen sammeln und
ein Beispiel schaffen für den Aufbau des Sozialismus“ – SED-Herrschaft in den 1950er-Jahren und
die Entstehung des Eichsfeldplans; Klaus Storkmann: „a two division attack […] to the general line
Duderstadt–Worbis–Wanfried” – NATO-Pläne zur
Besetzung des Eichsfeldes zum Schutz von Westberlin in den 1960er-Jahren; Georg Hey: Namengebung auf dem Eichsfeld am Beispiel der männlichen Vornamen im obereichsfeldischen Heuthen;
Ulrich Hussong: Zum Wappen von LeinefeldeWorbis; Paul Lauerwald: Neue und neu bekannt
gewordene Münzfunde vom Eichsfeld – 7. Nachtrag
zu „Münzfunde des Eichsfeldes“; Thomas Küntzel:
Brakteaten mit einem Maueranker – Münzen der
Edelherren von Plesse?; Michael Köhler: Der Wasserbeckenstein auf dem Brink – ein Kultplatz aus
der Vorgeschichte?; Kurt Porkert: Charakteristika
und Chancenpotenzial der Elbe-Weser-Wasserscheide im Eichsfeld; Josef Keppler: Neue Literatur
über unsere Heimat; Veranstaltungen des Vereins
für Eichsfeldische Heimatkunde und des Heimatvereins Goldene Mark (Untereichsfeld) im Jahre
2015; Mitteilungen des Vereins für Eichsfeldische
Heimatkunde.
Das Eichsfeld-Jahrbuch 2014 kann bezogen werden in allen Buchhandlungen und beim Verlag
Mecke Druck, Postfach 1420, 37107 Duderstadt,
Telefon: 05527/981922, Fax: 05527/981939,
eMail: verlag@meckedruck.de.
Weitere Informationen mit Libreka-Leseprobe:
www.meckedruck.de/9783869441405
Veranstaltungskalender
Ausstellung: „Illustrationen zu den
Märchen der Brüder Grimm“
Bis zum 18. Januar 2015 kann die Ausstellung im
Duderstädter Heimatmuseum (Bei der Oberkirche
3) freitags-sonntags, 11.00-16.00 Uhr besucht
werden.
Heribert Reinhardt
Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal
18.1.: Auf den Spuren des Südeichsfelder Krippenweges. Mit Bus und zu Fuß folgen Sie mit Alexander Baum dem Südeichsfelder Krippenweg.
Tel. 036075 54532 oder www.naturpark-ehw.de.
24.1.: Wanderung. Zur Erinnerung an die Grenzöffnung in Asbach-Sickenberg vor 25 Jahren führt
Sie Uwe Vogt entlang des „Grünen Bandes“ rund
um Asbach. Tel. 036087-97664.
36
Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder
Personalien (ohne Gewähr)
Liebe Leserinnen und Leser,
Sie haben selbst die Möglichkeit, Gratulationen
oder andere wichtige Personalia in unserer Heimatzeitschrift kostenlos zu veröffentlichen. Bitte haben Sie Verständnis, dass nur Zuschriften
berücksichtigt werden, die in der nächstfolgenden Ausgabe publiziert werden sollen. Bitte verwenden Sie dazu ausschließlich das am Ende
dieser Rubrik abgedruckte Formular.
Anrode-Zella. Wir gratulieren zum Geburtstag: Rolf
Müdder (74), Agnes Meinhardt (87), Irene Sommerfeld
(60), Marlies Siebert (62), Adele Beil (87), Franz-Albert Beck (73), Waltraud Thor (62), Bernd Siebert
(62), Hildegard Schmidt (80); Arenshausen. Wir gratulieren zur eisernen Hochzeit: Gerda und Otmar Gerling; zur goldenen Hochzeit: Charlotte und Lothar
Völlmer; zum Geburtstag: Elisabeth Müller (80), Sieglinde Dölle (72), Elisabeth Abraham (81), Walgera
Wiesemüller (79), Gisela Abraham (85), Gerhard
Großheim (72); Beberstedt. Wir gratulieren zum Geburtstag: Erika Vaterodt (76), Hermann Schilling (74),
Barbara Schmuck (67), Mathilde Schilling (65), Viktoria Kaufmann (71), Walburga Waldhelm (88), Ferdinand Schilling (68), Adele Donnerstag (77), Emma
Schollmeyer (82), Gerda Wagner (67), Katharina Breitenstein (81), Margaretha Hühne (81), Rosa Schollmeier (71), Ingrid Schollmeyer (71); Berlingerode. Wir
gratulieren zum Geburtstag: Georg Hampe (80), Wilhelmina Hartung (71), Wilfried Schiemann (73), Emma
Gehlert (83), Helmut Höhn (71), Christa Hoffmann
(77), Karolina Iseke (79), Werner Sommerfeld (79),
Johannes Kahlert (77), Johannes Nickel (76), Heinrich
Hartung (75), Christel Kaiser (70), Maria Apel (74);
Bickenriede. Wir gratulieren zum Geburtstag: Josef
Hülfenhaus (80), Anna Maria Müller (76), Hannelore
Palmer (71), Klaus Nix (68), Walburga Böttcher (61),
Maria Anna Ladermann (83), Rita Beck (63), Jutta Nix
(65), Wolfgang Thor (60), Klemens Trapp (79), Elvira
Sander (62), Elisabeth Gaßmann (88), Margaretha
Sander (71), Maria Degenhardt (79), Gisela Wand
(63), Lucia Vogt (64), Peter Vogt (65), Herbert Degenhardt (62), Siegbert Hindermann (66), Clemens Degenhardt (73), Walter Sternadel (83), Rosa-Maria
Wistuba (75), Rosa Maria Fischer (76), Hans-Joachim
Vogt (62), Rudolf Lerch (76), Dorothea Reinhardt (71),
Bernhard Trapp (79), Achim Wagner (60), Reinhold
Trapp (68), Günther Schäfer (60), Anna Elisabeth Urbach (84); Verstorben: Richard Schäfer (61), Klara
Henning (87), Georg Schröter (73); Bilshausen. Wir
gratulieren zum Geburtstag: Alma Heine (94), Gerhard
Heine (80), Edith Röhrig (90), Günther Wegener (85),
Gerhard Raabe (80), Maria Engelhardt (95), Elfriede
Hübenthal (80), Frieda Hollwurtel (92), Maria Strüber
(85); Bischofferode. Wir gratulieren zum Geburtstag:
Maria Wiemuth (75), Christa Rogenz (71), Maria Ciupka (83), Ingeborg Bernd (71), Botho Eschenbach
(81), Margarita Kubsch (66), Ursula Wiehe (88), Erwin
Schmidt (67), Heinz Walter Zeyen (72), Irmgard Ertmer (80), Heinrich Iseke (77), Karl Redemann (73),
Edith Böttcher (73), Günter Große (72), Christiane
Große (77), Dieter Gassong (75), Walter Reichmann
(73), Heinz Kappelmeyer (78), Christa Montag (65),
Inge Schmidt (76), Magdalena Kielholz (72); Bockelnhagen. Wir gratulieren zum Geburtstag: Ingrid
Wolf (78), Horst Koch (66), Ilse Richter (76), Wolfgang
Schöppe (71), Maria-Luise Schmidt (78), Arno Richter
(78); Bodensee. Wir gratulieren zum Geburtstag:
Erich Fahlbusch (92), Elisabeth Kühne (80); Bornhagen. Wir gratulieren zum Geburtstag: Hedwig Hobl
(90); Brehme. Wir gratulieren zum Geburtstag: Waltraut Busse (88), Hermann Gödeke (78), Benno Kolle
(79), Christa Kirsch (73), Herbert Meyer (74), Irma
Busse (84), Erwin Gatzemeier (70), Adelheid Busse
(78), Franz-Josef Dornieden (88), Gerd Stockfisch
(74), Rosa Maria Iseke (76), Joseph Busse (88), Lothar Dransfeld (76), Walter Iseke (76); Burgwalde.
Wir gratulieren zum Geburtstag: Dorothea Förster
(74); Deuna. Wir gratulieren zum Geburtstag: Ewald
Müller (72), Werner Schilling (77), Bernhard Tristram
(65), Helga Schnellhardt (65), Karl Heinz Hilger (71),
Kurt Itzigehl (73), Bärbel Kellner (75), Bernhardt Haendly (85), Christa Haendly (81), Wilfried Solf (68),
Mathilde Hildebrandt (83), Barbara Eckhardt (70), Otto
Müller (75), Rita Tristram (66), Ingrid Hillmann (70),
Werner Rauch (71), Karl Gießler (81), Gunther Fahrig
(65), Hildegard Hesse (75), Agnes Schlichting (75),
Herbert Hammer (76), Theresia Schnellhardt (79),
Irmlinde Sebastian (73), Detlef Spiller (60); Dortmund. Wir gratulieren zum Geburtstag: Anneliese
Frankenberg (80), Gerhard Stitz (86); Duderstadt.
Verstorben: Elly Vollmer (83); Düsseldorf. Wir gratulieren zum Geburtstag: Maria Haase (48), Maria Rochel (82), Gerlinde Bode (81), Beate Decker (74),
Horst Götze (75), Peter Hartleib (83), Maria Schellscheidt (88), Felix Leister (80), Ecklingerode. Wir gratulieren zum Geburtstag: Anna Maria Eckert (80), Erika
Stützer (86), Paul Schulze (82), Manfred Zinke (70),
Christa Menge (74); Epschenrode. Wir gratulieren
zum Geburtstag: Helmut Gronau (82), Maria Lüder
(80); Ferna. Wir gratulieren zum Geburtstag: Paul
Weber (82), Maria Becker (84), Agnes Germeshausen-Weiland (76), Hildegard Rust (78), Wiegbert Reimann (80), Maria Bartelt (78); Freienhagen. Wir
gratulieren zum Geburtstag: Heinrich Heise (76), Günther Rheinländer (71); Fretterode. Wir gratulieren zum
Geburtstag: Therese Münder (88); Geisleden. Wir
gratulieren zum Geburtstag: Werner Hahne (80); Gerbershausen. Wir gratulieren zum Geburtstag: Christian Ulbrich (78), Martha Meier (75), Ilse Schöner (77);
Gerbrunn. Wir gratulieren zum Geburtstag: Margare-
38
Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder
mantenen Hochzeit: Otto und Hildegard Mühe; Reifenstein. Wir gratulieren zum Geburtstag: Hans Kuntze (80), Helga Kuntze (77), Hildegard Ruediger-ReisEllermeier (77); Rhumspringe. Wir gratulieren zum
Geburtstag: Alfred Jacobi (94), Anna Diederich (85);
Röhrig. Wir gratulieren zum Geburtstag: Horst Jung
(72), Margaretha Thunert (77), Wolf-Rüdiger Birkl (70),
Edith Dette (82), Hubert Schneider (78), Roswitha
Preiß (72); Rollshausen. Wir gratulieren zum Geburtstag: Maria Franke (80), Margret Engelke (80),
Ilse Bode (80); Rüdershausen. Wir gratulieren zum
Geburtstag: Cäcilie Zieske (93); Rüdigershagen. Wir
gratulieren zum Geburtstag: Manfred Kohl (88), Waltraud Ruppert (76), Erich Kny (75), Erika Krause (75),
Irmgard Jaritz (91), Melitta Hartmann (80), Gerhard
Krause (75), Günter Lauterbach (86), Ingrid Wolf (74),
Annelore Hesse (80), Norbert Nickel (70); Silkerode.
Wir gratulieren zum Geburtstag: Käthe Börngen (74),
Roswitha Hesse (69), Hans Joachim Hildebrandt (72),
Heinz Georg Weißhuhn (77); Stöckey. Wir gratulieren
zum Geburtstag: Karl Schneppe (90), Irmgard
Schneppe (89), Ursula Sieges (78), Walburga Heydrich (77), Edgar Warmuth (77), Otto Becke (75), Hildegard Höche (73); Tastungen. Wir gratulieren zum
Geburtstag: Waltraud Baumgartl (71), Ernst Schneeberg (82), Helene Hesse (79); Teistungen. Wir gratulieren zum Geburtstag: Franz Leineweber (79), Luise Bust (85), Gerhard Werner (73), Irmgard Apel (90),
Mathilde Bluhm (82), Heinz Trompeta (71), Franz
Schwarz (80), Josef Werner (81), Kurt Lindemann
(86), Roswitha Wusch (73), Lothar Richardt (73), Ingeborg Blacha (86), Anna Hilpert (82), Horst Müller
(74), Maria Werner (77), Margarete Bloch (77), Margarete Hager (70), Barbara Martin (70); Toronto (Kanada). Wir gratulieren zum Geburtstag: Lothar Jüne-
mann (78), Sigrid Jünemann (72); Vollenborn. Wir
gratulieren zum Geburtstag: Gertrud Thiemann (79);
Wächtersbach. Wir gratulieren zum Geburtstag: Norbert Grimm (74), Heinz-Friedel Grimm (68), Karl-Heinz
Stitz (68), Detlev Grimm (50); Wahlhausen. Wir gratulieren zum Geburtstag: Helga Hiebenthal (79); Rustenfelde. Wir gratulieren zum Geburtstag: Elisabeth
Ringleb (76), Wendelin Hofmeister (72), Anna Nolte
(79); Wallrode. Wir gratulieren zum Geburtstag: Werner Hebestreit (80), Waltraud Bögershausen (85),
Bärbel Kallmeyer (71); Wehnde. Wir gratulieren zum
Geburtstag: Karin Prühl, (71), Gerd Nachtwey (72),
Günther Prühl (71); Weilrode. Wir gratulieren zum
Geburtstag: Jürgen Thomas (76), Herbert Helbing
(67), Ursula Helbing (89); Weißenborn-Lüderode.
Wir gratulieren zum Geburtstag: Hedwig Großmann
(86), Margareta Link (79), Christa Wüstefeld (70),
Theodor Grünewald (74), Gerhard Nolte (72), Peter
Ritter (73), Christa Helbing (72), Norbert Franke (65),
Theodor Hosbach (77), Helga Busse (80), Margot
Kieper (65), Werner Nolte (77), Horst Zinke (76), Günther Lier (67), Norbert Kieper (73), Richard Gödecke
(77), Klaus Wiemuth (77), Günter Klapprott (76), Anna
Zinke (89), Rosa Mumdey (77), Werner Goldhagen
(72), Bernd Kirchner (71), Ingried Dirk (70), Hubert
Wegner (67); Werningerode. Wir gratulieren zum Geburtstag: Inge Palau (74), Loni Glöckner (71), Christel
Patze (65), Heidelinde Kallmeyer (67), Günther Seidenstücker (83); Wollbrandshausen. Wir gratulieren
zum Geburtstag: Franz Wollborn (80), Wilhelmine Gawor (85); Zaunröden. Wir gratulieren zum Geburtstag: Doris Hoffmann (74); Zwinge. Wir gratulieren
zum Geburtstag: Christel Hanke (66), Gerd-Ditmar
Hause (68), Rosemarie Müller (66), Klaus Mätzig (66),
Helmuth Reinhardt (81), Ursula Kühnenmundt (78).
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40
Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder
Inhaltsverzeichnis
Chronogramme für das Jahr 2015
1
Reiner Schmalzl: Was historische Neujahrspostkarten heute noch verraten und deuten
2
Prof. Dr. Josef Reinhold: Die Wassermühle des
Scharfensteiner Amtsvogtes Johann Wilhelm
Helmsdorff in Kreuzebra
Thomas T. Müller: Altpapier, Staubkram und
Zuckertüten
3
7
Dr. Alfons Grunenberg: Der Tod der Diebin
Catharina Bischoff in Westhausen
11
Johann Freitag: Im Schritt der Zeit – unsere
eichsfeldische Heimat.
Die Kirche „St. Cosmas und Damian“ in Geisleden 12
Eichsfelder Persönlichkeiten
Josef Keppler: Carl Philipp Emil von Hanstein
21
Wir gratulieren
Redemptoristen-Pater Hundeck
23
Wir gedenken
Red.: Pfarrer i.R. Georg Gedig
24
Berichte aus dem Eichsfeld
24
Kirche, Kultur und Traditionen
Johann Freitag: Bischof Dr. Ulrich Neymeyr
besuchte bereits mehrfach das Eichsfeld
28
Johannes Turi und Stefan Morick: Anna Maria
Nachtwey, die letzte Äbtissin des Zisterzienserinnenklosters Beuren
29
Aus den Eichsfelder Vereinen
29
Kennen Sie das Eichsfeld?
32
Prof. Dr. Kurt Porkert: Sagenumwobene Eichsfelder Quellen und Brunnen aus heutiger Sicht
14
Bernhard Lange: Grenzenlosigkeit durch Abbau
der Sperranlagen
Buchvorstellungen
32
19
Veranstaltungskalender
35
Das historische Eichsfeldfoto
20
Personalien
36
Titelbild: Den jungen Barockgarten in Heiligenstadt aus dem Jahre 2000 rahmen eindrucksvoll die zweitürmige gotische
St.-Marien-Kirche, die auch Liebfrauenkirche, Altstädter und Propsteikirche genannt wird, sowie das barocke Eichsfelder Heimatmuseum, das als Jesuitenkolleg im Jahr 1740 erbaut wurde. Foto: Josef Keppler.
Eichsfelder Heimatzeitschrift - Die Monatsschrift für alle Eichsfelder
Internet: www.meckedruck.de/eichsfeld
ISSN 1611-1648
Herausgeber:
Helmut Mecke, 37115 Duderstadt (Eichsfeld)
Redaktionsadresse: Eichsfelder Heimatzeitschrift
Postfach 1420, 37107 Duderstadt (Eichsfeld), Fax (05527) 98 19 39
Christian-Blank-Str. 3, 37115 Duderstadt
Redaktion:
Josef Keppler, Helmut Mecke, Edgar Rademacher,
Gerhard Germeshausen
Manuskripte und Fotos senden Sie bitte ausschließlich an die Redaktion. Eine Veröffentlichung kann nur honorarfrei erfolgen. Wir sind Ihnen dankbar, wenn Sie uns
zu einem Ausdruck auch Ihre Text-Datei auf Datenträger oder über eine E-Mail zur
Verfügung stellen würden. Für unaufgefordert zugesandte Unterlagen wird keine
Gewähr übernommen. Eingangsbestätigungen erfolgen nicht. Eine persönliche
Abgabe von Manuskripten ist im Verlagsbüro Mecke Druck, Christian-Blank-Str. 3,
37115 Duderstadt (Eichsfeld), zur Weiterleitung an die Redaktion möglich. Die Veröffentlichung von Beiträgen kann nur vorgenommen werden, wenn diese eindeutig
mit dem Namen und der Adresse des Autors bezeichnet sind. Manuskripte, die von
der Redaktion nicht verwendet werden, können nur zurückgesandt werden, wenn
der Einsender einen ausreichend frankierten Rücksendebriefumschlag beilegt. Eine
Stellungnahme erfolgt nicht.
Die Redaktion behält sich eine Kürzung der Beiträge vor. Aufsätze und Beiträge
geben ausschließlich die Meinung und den Kenntnisstand des Verfassers wieder.
Redaktionsschluss ist am 10. eines jeden Monats.
E-Mail-Adresse für Beiträge u. redaktionelle Mitteilungen:
redaktion.eichsfeld@meckedruck.de
Beirat:
Bernhard Berkhahn, Worbis, Wolfgang Friese,
Heilbad Heiligenstadt, Anne Hey, Heilbad Heiligenstadt,
Ewald Holbein, Dingelstädt, Bertram Kieler, Struth, Paul
Lauerwald, Nordhausen, Dr. Gerd Leuckefeld, Leinefelde,
Herbert Pfeiffer, Duderstadt, Heribert Reinhardt, Duderstadt,
Gerhard Rexhausen, Gieboldehausen, Gerold Wucherpfennig,
Seulingen
Verlag, Herstellung und Anzeigenannahme:
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Postfach 1420, 37107 Duderstadt (Eichsfeld)
Telefon Vertrieb: (05527) 9819 22
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für Mitteilungen an die Vertriebsabteilung Eichsfelder
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58. Jahrgang
H 11859
Die Monatsschrift für alle Eichsfelder
·
Heft 1
·
Januar 2014
In dieser Ausgabe Das Eichsfeld in den „Hot- Wie der Name Oberthür nach
tentotten-Wahlen“ 1907
Duderstadt kam
Chronogramme
für das Jahr 2014 Der gestohlene Messkelch Naturdenkmale sind lebende Zeugen
Einzelpreis 2,50 EUR
Burg Hanstein
incl. 7 % MWSt
58. Jahrgang
H 11859
Die Monatsschrift für alle Eichsfelder
In dieser Ausgabe
Münzfund von Kella
Der Beginn des
Ersten Weltkrieges...
Heimatkundliche
Geologie des Eichsfeldes
·
Heft 4
·
April 2014
Festvortrag zum 100. Todestag von Georg Kardinal Kopp
Pfarrer sollen
über Lehrer wachen
58. Jahrgang
H 11859
Die Monatsschrift für alle Eichsfelder
In dieser Ausgabe
Das wüste Schloss
bei Flinsberg
·
Heft 2
·
Februar 2014
Großbrände
in Breitenworbis
Personenverzeichnis von
Bernshausen 1657
Bau der Kirche in Heyerode
Flinsberg im Winter 1881
Einzelpreis 2,50 EUR
Worbis
incl. 7 % MWSt
58. Jahrgang
H 11859
Die Monatsschrift für alle Eichsfelder · Heft 7/8 · Juli/August 2014
58. Jahrgang
Die Monatsschrift für alle Eichsfelder
Zur Eichsfelder Mundart
Thomas Müntzer
und Nordthüringen
Die Wüstung
Thiershausen
Heft 5
·
Mai 2014
Eichsfelder Kriegslyrik
von 1914
Ausflug zum Hanstein 1812
Einzelpreis 2,50 EUR
Rustenfelde
incl. 7 % MWSt
58. Jahrgang
H 11859
Die Monatsschrift für alle Eichsfelder ·
Beginn des Zweiten
Weltkrieges am
1. September 1939
Eichsfelder als gefeierte
„Kriegshelden“ 1914
·
In dieser Ausgabe
In dieser Ausgabe
In dieser Ausgabe
H 11859
Festumzug
„925 Jahre Uder“
Die Sengersche
Stiftung in Flinsberg
Heft 9 ·
September 2014
Der Paterhof zu Renshausen
Vor 80 Jahren brannte
die Mackenröder Kronenmühle
890 Jahre Kloster Gerode
Fuhrbach beim Ausbruch
des Ersten Weltkrieges
Urkundliche Ersterwähnung Großbodungens
vor 890 Jahren
Vor 100 Jahren Nebenbahn
Heiligenstadt–Schwebda
eröffnet
Die „Linse“ in der
Gemarkung Wingerode
Berthold Bobenzahn vor
500 Jahren hingerichtet
Die Ossenritter-Skulpturen
in Uder
Einzelpreis 2,50 EUR
Neuseesen
58. Jahrgang
H 11859
Die Monatsschrift für alle Eichsfelder ·
In dieser Ausgabe
Das Eichsfeld im
Deutsch-Dänischen
Krieg von 1864
Der schwere Weg zum Neubau der Pfarrkirche „St. Maria
Magdalena“ in Leinefelde
Heft 10 ·
Oktober 2014
Der Streit um den Vogelherd in
Heuthen
Zur wirtschaftlichen Lage im Eichsfeld
1795-1798
Einzelpreis 2,50 EUR
Uder
incl. 7 % MWSt
incl. 7 % MWSt
58. Jahrgang
H 11859
Die Monatsschrift für alle Eichsfelder ·
Heft 11 ·
In dieser Ausgabe
Stillgewässer im Obereichsfeld
Vor 25 Jahren wurde
die deutsch-deutsche
Grenze geöffnet
„Friederich von Hanstein
oder Mönchslist und
Pfaffentrug“
November 2014
Einzelpreis 2,50 EUR
Renshausen
incl. 7 % MWSt
58. Jahrgang
H 11859
Die Monatsschrift für alle Eichsfelder ·
Heft 12 ·
Dezember 2014
Tote am Seeburger See
(1745–1934)
Geschmiedete Grabmäler im Eichsfeld
In dieser Ausgabe
Fünf Ortsjubiläen im
Jahr 2015
Ein weihnachtliches
Lied als Botschafter
für das Eichsfeld
Der Armenhof in
Gieboldehausen
Kriegsgefangene
1914 in Heiligenstadt
Die Nacht der
Grenzöffnung vor
25 Jahren
Heimatliche Geologie: Zwischen
Rotenberg und
Rotem Berg
Bernterode (Schacht)
Einzelpreis 2,50 EUR
incl. 7 % MWSt
Mackenrode
Einzelpreis 2,50 EUR
incl. 7 % MWSt
Arenshausen
Einzelpreis 2,50 EUR
incl. 7 % MWSt
Auswahl von Titelbildern aus dem Jahr 2014.
Die Monatsschrift, auf die kein
Eichsfelder verzichten sollte.
Ein Bestellformular finden Sie auf Seite 39 in diesem Heft.
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Seele and Geist
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