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AVK-News 13 - Planetarium und Sternwarte Kreuzlingen

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AVK-News
13. Ausgabe, Januar 2015
Impressum
AVK-News
5. Jahrgang, 13. Ausgabe, Januar 2015
Herausgeberin:
Astronomische Vereinigung Kreuzlingen
Breitenrainstrasse 21
8280 Kreuzlingen
Redaktion (rd) (beinhaltet u. a. Gestaltung und Layout)
Fabienne Gauler, f.gauler@bluewin.ch
Annahmeschluss der Artikel:
jeweils bis spätestens 1. April, August, Dezember
Archiv: elektronische Ausgaben erhältlich auf www.avk.ch
Druck:
Druckerei Bodan AG
Zelgstrasse 1
8280 Kreuzlingen
Fotografie auf Titelbild: Andreas Lutz, Motiv: Vereinsreise 2014
Korrekturteam:
Christian Hänni
Marianne Zingg
Günther Keim
Verpacken und Versand: Freiwillige gesucht
Auflage: 280 Exemplare
Die Verantwortung für die Inhalte der einzelnen Artikel liegt bei den jeweiligen Autoren. Die Redaktion und das Korrekturteam behalten sich geringfügige Änderungen
(stilistisch, sprachlich, Layout) vor.
Anmerkungen oder Beiträge der Redaktion ausserhalb des Grusswortes sind am
Ende des Absatzes mit (rd) gekennzeichnet.
Eine Artikelvorlage, um eigene Artikel selbst bereits formatiert abzuliefern, kann bei
der Redaktion angefordert werden.
Ansonsten werden noch unformatierte Texte und zugehörige Bilder im Wordformat
entgegengenommen und dann entsprechend angepasst (rd).
2
Inhalt
Impressum .................................................................................................................. 2
Grusswort des Präsidenten ........................................................................................ 4
Grusswort der Redaktion ............................................................................................ 5
Anlässe der AVK im 1. Trimester 2015 ....................................................................... 6
Sternenhimmel im 1. Trimester 2015 .......................................................................... 8
Premiere Kinderprogramm „Die Schatzsuche“ ......................................................... 10
Vereinsreise nach Haigerloch ................................................................................... 12
Adventsausstellung Galaxia ..................................................................................... 14
Powerdome-Workshop bei Zeiss in Jena ................................................................. 15
Buchtipp: Der Astronomie-Verführer ......................................................................... 19
Heinzelmännchen und -frauchen .............................................................................. 20
Kurz vorgestellt ......................................................................................................... 22
Sammelaktion für die Modernisierung vom Planetarium .......................................... 23
Astronomiekurse 2015 .............................................................................................. 24
3
Grusswort des Präsidenten
Geschätzte AVK-Mitglieder
Bereits ist wieder ein Jahr vorbei und auch ich möchte den Jahreswechsel zu einem
kurzen Rück- und Ausblick nutzen.
Die Mission Rosetta hat speziell im November immer wieder für Schlagzeilen gesorgt.
Mit der Landung von Philae auf dem Kometen 67P/ Churyumov-Gerasimenko hat
diese Mission ihren medialen Höhepunkt erreicht. Rosetta war über zehn Jahre unterwegs und legte in dieser Zeit eine Distanz von über 6.4 Milliarden Kilometer zurück. Nach erfolgreichem Rendezvous auch noch die 1x1 Meter kleine Sonde auf
Tschuri zu landen war eine gewaltige Leistung. Da sei es Philae verziehen, dass er
bei der Landung ein paar Freudensprünge machte. Nun dürfen wir gespannt warten,
mit welchen Ergebnissen uns diese Mission in den nächsten Monaten noch überraschen wird.
Aber auch im nächsten Jahr wird die Raumfahrt uns noch einiges an Interessantem
bieten. Das Hubble-Weltraumteleskop erreicht das 25. Betriebsjahr im Weltraum und
hat uns in dieser Zeit immer wieder mit faszinierenden Bildern zum Staunen gebracht.
Mit der Ankunft von New Horizons bei Pluto geht eine zweite lange Reise zu Ende.
Gestartet war sie noch als Mission zum Planet Pluto, zwischenzeitlich gilt das Missionsziel dem Zwergplaneten.
Natürlich gibt es auch in unserem Haus einiges, was wir anpacken möchten oder bereits haben. Die Modernisierung vom Planetarium nimmt immer konkretere Züge an
und mit zusätzlichen Beobachtungsabenden in der Sternwarte möchten wir den AVKMitgliedern die Möglichkeit geben, vermehrt die Faszination vom Nachthimmel geniessen zu können.
Seit den letzten AVK-News durfte ich Mirko Ivanovic und Flutra Useini aus Romanshorn, Ivan Crema aus Kreuzlingen, Gebhard Hanimann aus Häggenschwil und Carmen Huser aus Bazenheid als Neumitglieder begrüssen. Auch an dieser Stelle noch
einmal: Herzlich willkommen im Verein!
Ich wünsche nun allen beim Lesen der neuesten Ausgabe der AVK-News viel Vergnügen, viele schöne und klare Nächte und natürlich alles Gute im neuen Jahr.
Mit astronomischen Grüssen
Kontakt:
Bruno Leitz
Brunnenstrasse 1
8280 Kreuzlingen
+41 79 642 26 00
praesident@avk.ch
Bruno Leitz
4
Grusswort der Redaktion
Liebe Sternfreunde und -freundinnen, liebe AVK-lerinnen und -ler!
Es freut mich ausserdordentlich, dass ich Ihnen zu Beginn des neuen Jahres eine
gut bestückte neue Ausgabe der AVK-News präsentieren darf. Verschiedenste AVKMitglieder haben fleissig Artikel geschrieben und eingesandt. Herzlichen Dank für
diesen Einsatz.
Wie gewohnt können Sie sich in den ersten beiden Artikeln sowohl über die bevorstehenden Anlässe im Verein als auch über die Ereignisse am Sternhimmel im ersten Trimester 2015 informieren. Daher möchte ich Klaus Büchele herzlich für seine
Ausführungen zum Sternhimmel danken.
Die folgenden drei Artikel blicken auf das Jahr 2014 zurück. So durften wir an der
Premiere des neuen Kinderprogramms „Die Schatzsuche“ zahlreiche interessierte
grosse und kleine Gäste begrüssen, worüber auch die Thurgauer Zeitung berichtete.
Über die letztjährige Vereinsreise nach Haigerloch berichtet uns Andreas Lutz. Und
Jaqueline Büchi lässt uns auf die gelungene Adventsausstellung Galaxia zurückblicken. Für die Zukunft des Planetariums durfte Joseph Stalder mit einem kleinen
Team einen Workshop bei der Firma Zeiss in Jena besuchen und bereits einen Blick
in die neue Planetariums-Technik werfen.
Die Vereinsbibliothek wurde mit einem neuen Buch bestückt, welches uns Karlheinz
Burkhardt empfiehlt.
Über geheimnisvolle Mitglieder berichtet Gerhard Lehmann in seinem Artikel „Heinzelmännchen und -frauchen“. Bruno Leitz startet danach eine Artikelserie namens
„Kurz vorgestellt“ wobei in jeder AVK-News-Ausgabe ein Mitglied kurz vorgestellt
wird. Den Anfang macht Erwin Schroff.
Zuletzt machen wir Sie auf die Sammelaktion für die Modernisierung des Planetariums und die interessanten Astronomiekurse aufmerksam, welche auch im Jahr 2015
wieder stattfinden.
Nun wünsche ich viel Vergnügen mit dieser Ausgabe.
Es würde mich freuen, auch in der nächsten Ausgabe zahlreiche Artikel präsentieren
zu können.
Vielleicht haben ja auch Sie etwas zu berichten oder ein gelungenes Astrofoto?
Artikel und Beiträge oder Bilder Ihrerseits sind
herzlich willkommen.
Clear Skies bis zur nächsten Ausgabe im Mai.
Redaktion:
Fabienne Gauler
f.gauler@bluewin.ch
Artikel und Bilder:
Annahmeschluss für nächste Ausgabe:
spätestens 1. April 2015
Fabienne Gauler
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Anlässe der AVK im 1. Trimester 2015
Datum
Zeit
Anlass
Jeweils erster
Montag im Monat
19:30 Uhr
AVK-Mitgliederforum
Jeweils zweiter
Freitag im Monat
19:30 Uhr
AVK-Fotogruppe
Noch offen
AVK-Jugendgruppe (in Vorbereitung)
bis 31.01.2015
Fotoausstellung im Planetarium
Do, 08.01.2015
19:30 Uhr
Neujahrs-Apéro
Fr, 23.01.2015
ab 19 Uhr
Beobachtungsabend in der Sternwarte
Mo, 09.02.2014
19:30 Uhr
Beginn Astronomie Einführungs-Kurs
Mi, 25.02.2015
ab 19 Uhr
Venus-Party
Fr, 27.02.2015
ab 19 Uhr
Beobachtungsabend in der Sternwarte
Fr, 20.03.2015
Vormittag
Partielle Sonnenfinsternis
Sa, 21.03.2015
sep. Programm
Tag der Astronomie „Schattenspiele“
Fr, 27.03.2015
18:00 Uhr
Generalversammlung der AVK
Fr, 24.04.2015
ab 19 Uhr
Beobachtungsabend in der Sternwarte
Mi, 06.05.2015
ab 19 Uhr
Jupiter-Party
Sofern nicht anders angegeben, finden die Anlässe in oder bei den Räumlichkeiten der Astronomischen Vereinigung Kreuzlingen an der Breitenrainstrasse 21 in 8280 Kreuzlingen statt.
Öffentliche Parkplätze befinden sich an der Bernrainstrasse (80m oberhalb des Bahnübergangs bei Chocolat Bernrain). Die Parkmöglichkeiten direkt an der Breitenrainstrasse 21 sind
auf wenige Parkplätze, davon drei Behindertenparkplätze, beschränkt (rd).
Aktuelle Informationen und Details finden Sie wie gewohnt unter www.avk.ch
6
Informationen zu den Anlässen der AVK im 1. Trimester 2015
Bis 31. Januar – Fotoausstellung im Planetarium
Das „deep dark pale blue Projekt“ des Konstanzer Fotokünstlers Florian Schwarz, einer Doppel-Ausstellung mit der Galerie „KunstGrenze Konstanz“, kann während den
regulären Öffnungszeiten in den Räumlichkeiten des Planetariums besucht werden.
Donnerstag, 8. Januar – Neujahrs-Apéro
Die Gründung der AVK geht in das Jahr 1961 zurück. Aber erst am 8. Januar 1972
wurde aus der „Astronomischen Gruppe Kreuzlingen“ ein Verein mit Statuten. Die
AVK gibt es seit 54 Jahren, als Verein feiern wir an diesem Tag unseren 43. Geburtstag.
Gerne würde ich mit Ihnen zum Geburtstag der AVK anstossen. Gleichzeitig möchten wir die Gelegenheit benützen und Sie ein erstes Mal etwas näher zum Thema
„Fulldome – Modernisierung des Planetariums Kreuzlingen“ informieren.
Freitag, 20. März – Partielle Sonnenfinsternis
Natürlich werden wir an diesem Morgen für dieses Ereignis in der Sternwarte bereit
sein. In Kreuzlingen können wir in der Zeit von 09:27 bis 11:47 Uhr eine Abdeckung
von gut 69% beobachten. Danach müssen wir sechs Jahre warten, bis wir in Kreuzlingen wieder eine partielle Sonnenfinsternis beobachten können.
Samstag, 21. März – Tag der Astronomie
Auch in diesem Jahr findet dieser Anlass in der Schweiz und in Deutschland gemeinsam statt. Dieses Jahr steht er unter dem Motto „Schattenspiele im All“. Bei geeignetem Wetter werden wir auch an diesem Tag noch ein Schattenspiel beobachten können. So wird am Abend der Mond Io vor der Scheibe des Jupiters vorbeiziehen.
Freitag, 24. April – Beobachtungsabend in der Sternwarte
Dieser Beobachtungsabend steht ganz unter dem Motto „Messier-Marathon“. Wir
starten einen ersten Versuch und machen uns im Kollektiv auf die Jagd nach den
Messier-Objekten.
Das Planetarium und die Sternwarte Kreuzlingen sind auch auf den Plattformen der
verschiedenen Social Medias zu finden. Bleiben Sie auch über diese Kanäle mit uns
in Verbindung.
7
Sternenhimmel im 1. Trimester 2015
Klaus Büchele
Unser Planet Erde steht jeweils zum Jahresanfang in Sonnennähe (Perihel). Am 4.
Januar 2015 beträgt der Abstand zu unserem Tagesgestirn nur 147 Millionen Kilometer. Der 20. März dieses Jahres (2015) ist in doppelter Hinsicht bemerkenswert! Einmal steht die Sonne im Schnittpunkt Ekliptik- Himmelsäquator und somit im Frühlingspunkt (Tag- und Nachtgleiche) und zusätzlich ereignet sich im nördlichsten Teil
Europas eine totale Sonnenfinsternis. Die maximale Zone befindet sich zwischen Island und den Färöer-Inseln.
Von Mitteleuropa aus ist sie in ihren partiellen Phasen beobachtbar, so gegen 9:20
Uhr (MEZ) und endet gegen 12 Uhr (MEZ).
Die grösste Bedeckungsphase in Konstanz-Kreuzlingen mit 69.3 Prozent der
Sonnenscheibe durch den Neumond wird
um 10:35 Uhr (MEZ) erreicht. Bei guter
Witterung wird dieses Ereignis in der
Sternwarte Kreuzlingen zu beobachten
sein. Dafür sind spezielle Instrumente erforderlich, die eine gefahrlose Beobachtung der Sonne gewährleisten!
Stellarium 20. März 2015 11 Uhr MEZ
Von den Planeten zeigt sich Merkur Mitte Januar in der Abenddämmerung tief am
Südwesthimmel. Mars und Jupiter sind ebenfalls
am Abendhimmel sichtbar. Dazu gesellt sich Venus als Abendstern, deren Glanz sich aber erst
im Frühjahr entfalten wird. Jupiter kommt am 6.
Februar im Sternbild Krebs in Opposition zur
Sonne. Dies ist der beste Zeitpunkt, den Riesenplaneten und seine vier Monde im Fernrohr zu
beobachten. Saturn im Skorpion kann am Morgenhimmel tief im Südosten gefunden werden. Im
Teleskop sieht man auf die Nordseite des maximal 25 Grad geöffneten Ringsystems. Uranus im
Sternbild Fische kann noch bis Anfang April am
Abendhimmel im Fernglas oder Teleskop beobachtet werden. Der grünliche Planet mit +5,9mag
Helligkeit ist mit lichtstarker Optik für erfahrene
Planetenbeobachter an klaren Märzabenden auffindbar. Eine reizvolle Konstellation bieten Venus
und Mars am Abend des 21. Februars um ca.
Stellarium 21. Februar 2015 19Uhr MEZ
21:00 Uhr, wenn der Abendstern nur 0.5 Grad
südlich des roten Planeten steht (Fernglas).
8
Der winterliche Sternenhimmel zeigt sich
im Januar und Februar in seiner vollen
Pracht. Um 22:00 Uhr steht das sog.
Wintersechseck im Meridian und lässt
uns über unserem Haupt die helle Kapella im Sternbild Fuhrmann erstrahlen. Tief
im Süden leuchtet der hellste aller Sterne
im Grossen Hund, nämlich Sirius mit
-1,4mag Grösse in knapp 9 Lichtjahren
Entfernung. Er besitzt die 24-fache
Leuchtkraft der Sonne.
Stellarium 21. Februar 2015
22Uhr MEZ
Hoch im Süden hat das Sternbild Stier (Taurus) seinen Platz mit dem rötlichen
Hauptstern Aldebaran. Er steht scheinbar mitten im eindrucksvollen Sternhaufen der
Hyaden. Mit 66 Lichtjahren
Entfernung ist er aber nur
halb so weit entfernt wie
die Hyadensterne und somit ein Vordergrundstern.
Ein weiterer einprägsamer
offener Sternhaufen im
Stier sind die Plejaden oder
das Siebengestirn. Mit
blossem Auge sind hier 6-7
Sterne, mit dem Fernglas
einige Dutzend blauweisse
Sterne in voller Pracht zu
bestaunen. Zwischen den
Hyaden und den Plejaden
verläuft
die
Ekliptik
(scheinbare Sonnenbahn).
Man nennt dies auch „das
Goldene Tor der Ekliptik".
Unmittelbar neben Zeta
Stellarium 21.Februar 2015
22Uhr MEZ
Tauri, der südlichen Hornspitze des Stiers, findet man schon im kleinen Teleskop den Supernova-Rest M1, den sogenannten Krebsnebel. Im Jahr 1054 n.
Chr. leuchtete hier die Supernova in 6500 LJ Entfernung auf.
Schöne Beobachtungen wünscht
Klaus Büchele
9
Quelle:
Bilder (rd): Stellarium
Premiere Kinderprogramm „Die Schatzsuche“
Margrith Pfister-Kübler
Artikel aus Thurgauer Zeitung vom 07.10.2014 (rd)
Ein Fischerbub, ein Schiff und ein Schatz: Das sind die Zutaten für die Geschichte
«Die Schatzsuche». Das neue Projekt des Planetariums Kreuzlingen hat Premiere
gefeiert.
Tim lebt in einem Fischerdorf. Doch es packt ihn die Abenteuerlust. Also reist er auf
einem Segelschiff mit, zuerst als blinder Passagier. Später lernt er vom Kapitän, wie
er sich anhand der Sterne orientieren kann. Und er geht mit ihm auf Schatzsuche. So
lautet auch der Titel dieser Geschichte: «Die Schatzsuche». Sonny Walterspiel hat
sie mit lebhafter Stimme im Planetarium in Kreuzlingen erzählt. «Die Schatzsuche»
ist das neue Programm dort. Die Verantwortlichen haben es extra für ihre kleinsten
Besucher zusammengestellt. Am Wochenende war Premiere.
Ein Jugendklassiker
Während Sonny Walterspiel mit lebhafter Stimme für Emotionen und Herzklopfen bei
den Besuchern sorgte, sorgte bei den Verantwortlichen der Umstand der Premiere
für einen höheren Puls. Die Idee zum Projekt hatte Heidi Pathe. Sie hat auch die Geschichte dazu geschrieben. «Ich hatte die Idee schon vor vielen Jahren. Der Jugendklassiker von Robert Louis Stevenson <Die Schatzinsel> war mir Vorbild und liess
mich nicht mehr los», sagt sie.
Ein Jahr Arbeit steckt hinter ihrer eignen Version der Abenteuergeschichte. Die Programmgruppe arbeitete mit grossem Tempo. Günther Keim, Leiter der Programmgruppe Technik, lacht und sagt: «Wir sind ein eingeschworener Club.» Trotz all dem
Tempo ging den Beteiligten nie die Liebe zum Detail verloren. «Mir war bei den Bildern die Märchenatmosphäre wichtig. Ich wollte das Traumhafte für die Kinder herausarbeiten und ihnen mit den Bildern eine Freude machen», sagt beispielsweise
Katharina Ariffin, die Illustratorin und Grafikerin.
Finanziert wird das Projekt zu einem Teil durch die Stiftung Sternwarte Kreuzlingen.
«Doch sie zahlt nur die Kosten für die Zeichnerin und die Materialkosten», sagt Marianne Zingg von der Betriebskommission und betont:
«Alles andere ist freiwillige Arbeit.»
Sie haben «Die Schatzsuche» ins Leben gerufen: Günther Keim, Katharina Ariffin, Marion
Kratzer und Heidi Pathe.
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Eine fesselnde Kombination
Rund eine halbe Stunde dauert das
Spektakel. Marion Kratzer koordinierte
die Geschichte. So wurden die Worte
von Sonny Walterspiel und die Bilder
von Katharina Ariffin mit klassischer
Musik untermalt.
Diese Kombination vermochte die Besucher des Planetariums zu fesseln.
Das Publikum dankte es zumindest am
Schluss mit lang anhaltendem Applaus.
Am Sonntag ist im Planetarium in Kreuzlingen jeweils Familientag. «Die Schatzsuche» ist das neue Kinderprogramm. Es wird immer sonntags um 15 Uhr vorgeführt.
Um 17 Uhr können zudem alle,
die Lust haben, ins Weltall fliegen.
Dazu lädt das Familienprogramm
«Ein Ausflug mit den Astronauten» ein.
Text (rd): Artikel aus Thurgauer Zeitung vom 07.10.2014
von Margrith Pfister-Kübler
Online unter:
www.thurgauerzeitung.ch/ostschweiz/thurgau/kreuzlingen/
tz-kr/Die-Sterne-weisen-den-Weg;art123852,3979391
11
Vereinsreise nach Haigerloch
Andreas Lutz
Pünktlich um 8 Uhr morgens ging es los Richtung Konstanz, wo unsere deutschen Kollegen warteten. Vollzählig fuhren wir dann voller Vorfreude Richtung Haigerloch in den
Atomkeller. Dort erwartete uns Strahlender
Sonnenschein und eine einstündige Führung
im Atomkeller.
Von Ende 1944 bis April 1945 war der Atomkeller unter der Leitung von Werner Heisenberg in Betrieb. Man hat einen alten Weinkeller gemietet, der ursprünglich einmal
ein Tunnel für die Eisenbahn werden
sollte.
Der Standort wurde ausgewählt, weil
das Haigerloch ein kleines Tal war, mit
sehr wenigen Einwohnern und von
Bombenangriffen verschont geblieben
ist. Wer vermutete schon, dass unter
einem Kloster atomare Forschung betrieben wird?
Um die Versuche durchzuführen, hat man im Raum ein grosses Loch gegraben und
ausbetoniert, darin hat man einen Aluminiumzylinder gestellt, der anschliessend von
Kühlwasser umgeben war. Im Innern hatte es eine Schicht Graphit, die als Neutronenreflektor diente. Im Aluminiumzylinder befindet sich ein weiterer Zylinder mit 664
Stück Natururan, die an einem Deckel zu Boden hängen. Das ganze
wurde mit einem Deckel verschlossen, der Öffnungen hatte, um das
schwere Wasser hinein zu giessen.
Das Hineingiessen des schweren
Wassers wurde immer wieder unterbrochen, um die Vermehrung der
Neutronen verfolgen zu können.
Zum Glück hatten sie damals zu
wenig schweres Wasser, um die
nukleare Kettenreaktion auslösen zu können.
Im Anschluss an die Führung ging es zu Fuss Richtung Restaurant Krone, wo das
Mittagessen auf uns wartete.
12
Frisch gestärkt fuhren wir mit dem Car zur Sternwarte Zollern-Alb, wo wir von Herrn Bitzer erwartet wurden. Nach einer fast eineinhalbstündigen
Präsentation über die Entstehung der Sternwarte
gab es noch eine kleine Führung und wir konnten
am helllichten Tag die Venus durchs Teleskop
beobachten.
Die ersten Gedanken zum Bau einer Sternwarte
kamen im Jahre 1996. Im darauf folgenden Jahr
wurde dann auch gleich ein Förderverein und eine
Betriebsgemeinschaft gegründet, die in den Verein
Sternwarte Zollern-Alb überging.
Nach langem Hin und Her bekamen sie die Mittel
im Jahre 2004 von der Landesstiftung BadenWürttemberg, von der Stadt Rosenfeld, dem Zollernalbkreis und ansässigen Unternehmen. Endlich
konnte das ganze Vorhaben geplant und gebaut
werden. Am 29. September 2006 war es dann
endlich geschafft: Die Sternwarte wurde eröffnet.
Die Sternwarte ist mit einem 80cm CassegrainTeleskop ausgestattet, im Primärfokus hat es ein
Öffnungsverhältnis f/3 und im Sekundärmodus f/10.
Was heisst das, Sekundärmodus und Primärmodus? Sie haben die Möglichkeit, den
Sekundärspiegel zu entfernen, um so die Brennweite zu reduzieren. Dies geht jedoch nur, da direkt hinter dem Sekundärspiegel eine Kamera montiert ist. Diese
Brennweiten-Reduzierung kann nur fotografisch verwendet werden.
Nebst diesem Teleskop besitzt die Sternwarte auch ein Radioteleskop. Im Aufbau
befinden sich derzeit noch eine Sonnenstation, eine DeepSky-Station und ein eigenes Gerät für die Jugendgruppe. Die
ganze Sternwarte wird von insgesamt fünf Leuten betrieben,
darunter Silvia Kowollik. Sie bietet auch immer wieder interessante Workshops für Astrofotografen an.
Wohlbehalten kamen wir nach gut eineinhalb Stunden wieder in Konstanz an, wo unsere deutschen Kollegen ausstiegen. In Kreuzlingen angekommen, war dieser schöne und interessante Tag auch schon wieder vorbei. Aber zum Glück
findet ja auch im Jahr 2015 wieder eine tolle Vereinsreise statt.
Clear Skies Andreas Lutz
13
Adventsausstellung Galaxia
Jaqueline Büchi
So schön war die Adventsausstellung Galaxia 2014…
Phantasie und Kreativität – Schöne Begegnungen und spannende Gespräche –
Kuchenduft und Schlemmerzeit – Astronomie und Sternenglanz
Die diesjährige Adventsausstellung Galaxia
bereitete ihren Besuchern auf verschiedenste Arten kleine Freuden. Die tollen Kunsthandwerke der Ausstellerinnen und Aussteller erfüllten so manchen vorweihnachtlichen
Wunsch. Die Gäste probierten den kreativen
Edelsteinschmuck, liessen sich von den tollen Wohlfühlprodukten verwöhnen oder verschönerten ihr Zuhause mit einer Besonderheit aus Holz, Raku oder Metall. Für jeden
Geschmack und jeden Wunsch war sicher
etwas mit dabei. Am Galaxia-Bistrostand
genossen die Besucher Kuchen, Glühwein
und anderen Köstlichkeiten. Frisch gestärkt
besuchten sie dann die Planetariumsvorführungen und liessen sich von der Astronomie
und einem Blick in die Sterne faszinieren.
Die Adventsausstellung Galaxia war ein toller Erfolg und wir freuen uns darauf, unsere
Türen am 1. Adventswochenende im Jahr
2015 wieder zu öffnen.
14
Powerdome-Workshop bei Zeiss in Jena
23. – 25. November 2014
Joseph Stalder
Hinreisetag, 22. November:
Die Zugfahrt von Konstanz nach Jena ist mit fast 7½ Stunden trotz sonniger Aussicht,
angenehmer Gesellschaft und meist auf reservierten Sitzplätzen eine lange und ermüdende Angelegenheit. Herzlichen Dank, Hans, für die reichliche Verpflegung mit
deinen mitgebrachten Sandwiches.
Nach dem thüringischen Abendessen im Gasthaus geht's ins Zeiss-Planetarium zur
Show über die Rockgruppe Queen. Einen solchen Besucher-Aufmarsch würden wir
uns in Kreuzlingen auch vermehrt wünschen! Die Show reizt die technischen Möglichkeiten des 23-Meter-Planetariums mit 8-Kanal Fulldome-Projektion voll aus; sogar
der Universarium-Sternprojektor mit den hellen und scharfen Sternenpunkten kommt
zwischendurch zum Einsatz, auch wenn der Hauptinhalt der Show nichts mit Astronomie zu tun hat: als Werbeträger für die Astronomie-Shows kann er dennoch beim
vermutlich eher musikalisch motivierten Publikum seine Aufgabe erfüllen. Die Lautstärke strapaziert zwischendurch das Gehör ganz ordentlich, und für meine Begriffe
hätte man auf mindestens 95% der Laser-Showelemente verzichten können: das
Auge wird durch das grelle Licht abgestumpft und kann die Fulldome-Projektionen
nicht richtig zur Geltung kommen lassen. Persönlich hoffe ich, dass solche Darbietungen in unserem Haus in Zukunft nicht die Regel, sondern die seltene Ausnahme
sein werden.
Nach der Show ergeben sich erste Möglichkeiten zu Gesprächen mit Kollegen aus
anderen Planetarien und den beiden Vorführern des Zeiss-Planetariums.
Sonntag, 23. November:
Der noch arbeitsfreie Vormittag lädt zu einer längeren Besichtigung des Stadtzentrums ein: die Aussicht vom über 140 Meter hohen Jenatower ist dank strahlendem
Sonnenschein überwältigend!
Der Bummel durch die Gassen zeugt von den grossen Anstrengungen, die der Wiederaufbau nach der Wende verlangt hat: die grosse Mehrheit der Gebäude erstrahlt
in neuem Glanz.
Um 14 Uhr trifft das Gros der Workshop-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer an der
Carl-Zeiss-Promenade ein; im Powerdome-Zentrum werden wir von Wilfried Lang
und von seinem designierten Nachfolger Dr. Martin Wiechmann begrüsst. In mehreren kurzen Referaten und Demonstrationen gewinnen wir einen ersten Eindruck von
den Möglichkeiten von Powerdome III und der Fulldome-Projektion (6 Kanäle in der
14-Meter-Kuppel).
15
Der Chef-Programmierer Christian Schlager liefert eine
erste Einführung in Powerdome Control, das Web-basierte
Steuersystem der Fulldome-Anlage. Wir kriegen Lust auf
mehr, als wir die Möglichkeit der mobilen Steuerung über
Tablet oder Smartphone vordemonstriert bekommen.
Der Abend beginnt mit einem gemeinsamen Nachtessen aller Teilnehmer und Betreuer ab einem üppigen Buffet; dabei wird auch die eben bekannt gewordene Benennung eines Kleinplaneten nach dem Zeiss-Urgestein Wilfried Lang gebührend zur
Kenntnis genommen.
Mit ein paar Runden Bowling klingt der gemeinsame Abend
aus: hier ergeben sich auch vielfache Möglichkeiten zu direkten Gesprächen mit den Zeissianern.
Bei einem Spätschoppen im Hotel lassen wir Kreuzlinger
den Tag nochmals Revue passieren, bevor es zur wohl verdienten Nachtruhe geht.
Montag, 24. November:
Der zweite Tag des Workshops beginnt mit einer ausführlichen Demonstration der
Komponenten des Powerdome-Programms mit dem Show Control, dem Show Manager und dem Web-Interface durch den Chef-Programmierer Christian Schlager.
Dabei realisieren wir auch, dass der Workshop für die Zeiss-Leute ein wichtiges
Element der Beta-Testphase darstellt: viele Teile des Programms sind noch Fehlerbehaftet, und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben die Möglichkeit, in der anschliessenden Übungsphase das System auf Herz und Nieren zu prüfen und möglichst viele Bugs aufzuspüren und direkt dem Software-Ingenieur weiterzuleiten.
Vorher aber demonstriert Werner Kiesle vom Planetarium Laupheim, was seine
Freaks bereits aus dem Programm herausgekitzelt haben; er verblüfft uns mit einer
kurzen Show voller technischer Tricks, die die künftige Leistungsfähigkeit von
Powerdome mit dem Velvet-System ermöglich. Uns wird das Potenzial bewusst, das
in diesem System steckt; gleichzeitig sehen wir aber auch, dass auf die Programmgruppe und die Live-Vorführer einige grosse Herausforderungen zukommen werden.
Während 2½ Stunden haben wir nun selbst die Möglichkeit, erste Show-Elemente zu
programmieren und zu testen, wobei uns die betreuenden Zeiss-Leute des öfteren zu
Hilfe eilen müssen und wir Anfänger so mancher noch unzulänglichen Implementation auf die Spur kommen, wofür uns die Programmier-Crew äusserst dankbar ist.
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Wilfried Lang lässt die Gelegenheit nicht verpassen, uns die optischen Vorzüge des
Velvet-Projektors hautnah zu demonstrieren: auf eine Projektionsdistanz von über 10
Metern ist bei Betrachtung an der Wand jedes einzelne Pixel des Projektor-Chips
messerscharf zu erkennen; auch die Weiss-Schwarz-Übergänge zwischen zwei benachbarten Pixeln sind absolut unverschmiert.
Der Tag schliesst, nach einem kurzen Abstecher
auf den abendlichen Aussichtspunkt beim Landgrafen, mit der Besichtigung einer KleinBrauerei und dem anschliessenden gemeinsamen Nachtessen im Braugasthof Papiermühle.
Ein grosses Schwarzes an der Hotelbar beschliesst diesen anregenden Tag.
Dienstag, 25. November:
Wie schon am Vortag holt uns der Kleinbus des Powerdome-Teams im Hotel ab, und
der Software-Ingenieur Gunter Helmer verzückt uns mit einer Live-Führung im 8Meter Demonstrationsplanetarium; er versteht es, das nahtlose Zusammenspiel von
ZKP 4 und der Fulldome-Projektion unter dem gemeinsamen Dach von Powerdome
III in einer astronomisch hochstehenden Show aufzuzeigen. Dabei müssen wir allerdings auch zur Kenntnis nehmen, dass unser ZKP 3 uns da einige Grenzen setzen
wird, da unsere Planeten durchs Getriebe gesteuert sind und nicht absolut gestellt
werden können wie beim neuen ZKP 4.
Deutlich kommt auch zum Ausdruck, dass der Kontrast der hier eingesetzten fremden (nicht Velvet-) Projektoren zu wünschen übrig lässt: die Naht zwischen den zwei
Projektionshälften ist deutlich grau aufgehellt, während in den übrigen Kuppelpartien
der Grauschleier von den strahlend hellen LED-Sternprojektionen des ZKP 4 kompensiert wird.
Mit einer weiteren kurzen Demonstrationsphase und anschliessender ausgiebiger
Probiermöglichkeit schliesst der Vormittag.
Die halbe Stunde nach dem Mittagessen (Catering-Service) dient dem
Feedback und der offiziellen Verabschiedung; dann bringt uns Gunter
Helmer mit seinem Kleinbus zum Hotel,
von wo wir uns Gepäck-beladen zum
Bahnhof begeben und die fast 8stündige Heimreise in gut gefüllten Zügen in Angriff nehmen.
17
Dank der Stärkung durch Heidi Pathes Picknick kommen wir kurz vor 23 Uhr durchgeschüttelt in Konstanz an, wo wir von hilfsbeflissenen Partnerinnen nach Hause
chauffiert werden. Danke für den Service, Heidi!
Persönliches Fazit:
Der Workshop in Jena hat mir – neben der guten Kameradschaft im Kreuzlinger
Team und den zahlreichen Kontakten mit den Zeiss-Mitarbeitern und dem Personal
anderer Planetarien persönlich viele Erkenntnisse gebracht:








Die Fulldome-Projektion mit zwei qualitativ hochwertigen Velvet-Projektoren
scheint mir sehr geeignet für die bevorstehende Ablösung der 25
Diaprojektoren.
Das Powerdome Control Steuerprogramm stellt dem Vorführer viele Optionen
zur Verfügung und wertet vor allem auch die Live-Führung massiv auf, können
doch auf einfache Weise kurzfristig Fotos und Videos zusätzlich zum
Sternprojektor eingesetzt werden.
Die Lichtleistung des ZKP 3 erfordert unbedingt ein hochkontrastfähiges
Video-System, das mit VELVET gegeben ist.
Die technischen Einschränkungen des ZKP 3 gegenüber dem ZKP 4 lassen
sich nicht wegdiskutieren, aber durch das Powerdome-System ist mit den
mitgelieferten Ressourcen vieles davon kompensierbar, da nahtlos (und
parallel) zur digitalen Projektion gewechselt werden kann, um z. B. genauere
Planeten-Positionen zu zeigen und Planeten oder andere Elemente herein zu
zoomen.
Der Programmgruppe bieten sich mit dem Show-Manager vielfältige
Möglichkeiten, die über m-objects weit hinausgehen.
Vorführer sind nach einer Einarbeitungsphase in der Lage, eigene kurze
Programmsequenzen vorzubereiten und in Live-Shows einzubauen.
Astronomisch weniger agile Vorführer können nach wie vor fertige Shows
zeigen, wobei natürlich der direkte Kontakt in einer allfälligen anschliessenden
Diskussion einige elementare Kenntnisse immer voraussetzt. Reine
Knopfdruck-Vorführer wären mir persönlich ein Gräuel!
Mit den neuen technischen Möglichkeiten sollte es einfacher sein, auch junges
Personal für die Arbeit im Planetarium zu motivieren.
Es kommt noch vieles auf uns zu, aber die AVK sollte in der Lage sein, diese Herausforderung anzunehmen und mit dem Wechsel zum Hybrid-System VELVET –
Powerdome – ZKP3 klar zu kommen.
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Buchtipp: Der Astronomie-Verführer
Wie das Weltall unseren Alltag bestimmt
Karlheinz Burkhardt
Der Autor Florian Freistetter, dem einen oder anderen Leser bekannt von seinen Internet-Beiträgen, beschreibt in diesem Buch auf eine einfach lesbare Weise, wie wir
im Alltag mit der Astronomie verbunden sind: Bei Astronomie denkt man an Sterne,
ferne Galaxien, schwarze Löcher und ähnliches. Wer aber mit offenen Augen durch
Strassen und Parks geht, dem kann sie ganz nah sein. Denn im Grunde kommt alles,
was unsere Welt ausmacht, von den Sternen.
Florian Freistetter erklärt bei einem fiktiven Spaziergang durch die Stadt leicht verständlich die Welt aus der Sicht des Sternenkundlers: Was Wind und Wetter uns
über das Sonnensystem mitteilen zum Beispiel oder was der Sternenstaub im Stadtpark über die Entstehung der Menschheit aussagt. Warum wir auf dem Fernsehbildschirm noch Reste des Urknalls sehen und was unsere Jahreszeiten mit Planetenkollisionen zu tun haben.
Dieses Buch ist seit Oktober in der AVK-Bibliothek
zu finden.
Wer es sich selbst kaufen möchte: Als Taschenbuch ist es 2014 erschienen im Rowohlt Taschenbuch Verlag (Preis ca. 10 EUR), als „normales“,
aber inhaltlich identisches Buch 2013 unter dem
Titel „Der Komet im Cocktailglas“ im Carl Hanser
Verlag.
Kontakt:
Karlheinz Burkhardt
Verantwortlicher Bibliothek AVK
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Heinzelmännchen und -frauchen
Geri Lehmann
Im Lexikon kann man zu Heinzelmännchen lesen: „Die Heinzelmännchen sind der
Sage nach gute Hausgeister. Sie verrichteten nachts, wenn die Menschen schlafen,
deren Arbeit. Wenn sie dabei jedoch beobachtet werden, verschwinden sie für immer.
Spricht man sie mit einem Namen an, kommen sie nicht wieder. Sie tragen Zipfelmützen und sie sind sehr fleissig“. Nun denn, was hat das mit uns, der Sternwarte
oder dem Planetarium zu tun? Mehr als wir meinen. Gehen wir der Sache mal nach.
Wir wissen, unser Betrieb, also die Sternwarte und das Planetarium, funktioniert nur
dank vielen engagierten Leuten. Es sind das die Demonstratoren, die Vorführer, die
verschiedenen Arbeitsgruppen und Chargierten, das Büro, der Vorstand, die Betriebskommission, und und und. Vieles aber geschieht auch im Hintergrund, im Unsichtbaren:
- Der Boden ist sauber, nachdem eine Gruppe Planetenwegwanderer ihre
Spuren hinterliess,
- die Stühle sind für einen Vortrag bereitgestellt,
- nach einer Veranstaltung ist aufgeräumt,
- die defekte Lampe an der Decke brennt wieder,
- die Türe quietscht nicht mehr,
- in der Stadt hängen Plakate,
- im Garten wurde das Laub aufgenommen und es wurden Äste geschnitten,
- auf dem Hausdach und der Wiese wurde gemäht,
- jeden Mittwoch stehen die vollen Container für die Grünabfuhr bereit,
- im Winter sind die Wege schon früh morgens gepfadet,
- ein ganzer Stapel Briefe wurde abgepackt und zur Post gebracht,
- ist jemand krank oder in den Ferien, steht dennoch jemand an der Kasse,
- ein trüber Stern vom ZKP3 leuchtet wieder brillant,
- plötzlich ist wieder ein neues Programm da,
- bei den Astropartys ist alles bereitgestellt, samt Getränk und Vortrag,
- und und und.
Also müssen da Heinzelmännchen am Werk sein? Tragen sie Zipfelmützen? Und
haben wir sie wirklich nie gesehen? Oh doch. Gemäss Lexikon müssten sie längst
verschwunden sein, nein, sie wirken unaufhörlich und immer wieder.
Oder gibt es gar Heinzelfrauchen? Nach dem Lexikon wohl nicht. Also muss es etwas Anderes sein. Demnach muss es also „Heinzelmännchen und Heinzelfrauchen“ geben.
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Ja! Wir könnten das bei Wikipedia anmelden: „Heinzelmännchen und Heinzelfrauchen sind dem Kreuzlinger Planetarium und Sternwarte nach gute und liebe Mitarbeiter. Sie arbeiten tagsüber und nachts, man sieht sie selten.
Sie verschwinden aber nicht, wenn man sie erwischt. Sie tragen keine Zipfelmützen,
doch manchmal Hüte. Sie sind immer fleissig“. Das mit dem Namen möchte ich sicherheitshalber hier nicht ansprechen, wer weiss, vielleicht würden sie doch nicht
mehr kommen. Aber danken dürfen wir ihnen, ganz herzlich.
Voll erwischt! Ich hatte zufälligerweise den Fotoapparat bei mir. Es war an einem
nebligen Novembertag und ich konnte ein Heinzelmännchen und -frauchen fotografieren. Dem sagt man Glück. Ich nenne keine Namen.
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Kurz vorgestellt
Bruno Leitz
In jeder Ausgabe der AVK möchten wir an dieser Stelle ein AVK Mitglied kurz vorstellen. Das Ganze funktioniert in einem Ping-Pong System. Nach dem Interview wird
ein anderes Vereinsmitglied vorgeschlagen, welches dann in einer der folgenden
Ausgaben an dieser Stelle vorgestellt wird.
Name
Erwin Schroff
Alter
60
Beruf
Technischer Angestellter
Mitglied seit
2011
Funktion AVK
Vorführer und Hauswart
Beschreibe dich in einem Satz.
Ich bin ehrgeizig und technisch interessiert.
Wo und wie kannst du am besten abschalten und auftanken?
Am besten kann ich beim Segeln auf dem Bodensee oder nach dem Rückentraining
in der Sauna. Zudem bin ich auch bei den „Gottlieber Schnoogge“ aktiv, wo ich die
Trompete spiele.
Was ist dein Traumreiseziel und weshalb?
Was mich sehr reizen würde ist Südamerika. Leider habe ich es bis heute noch nie
so weit gebracht. Ich bin regelmässig auf den Kanaren. Dort herrscht ein Klima, wo
ich gut entspannen kann. Die Insel ist zudem sehr reizvoll für Motorrad-Touren.
Wie bist du zu Astronomie gekommen?
Es hat mich eigentlich schon immer interessiert, fand aber nie die Zeit. Über meinen
Schwager bin ich dann zur AVK gekommen, wo ich am Einführungs-Kurs teilgenommen habe. Das Thema hat mich so angesprochen, dass ich auch noch den Fortsetzungskurs besucht habe. Danach war eine kurze Pause, bis ich auf die Möglichkeit der Ausbildung zum Vorführer angesprochen wurde. Seither bin ich hier regelmässig tätig. Zudem habe ich geschäftlich etwas mehr Zeit und kann mich so auch
vermehrt meinen Hobbies widmen.
Was schätzt du am meisten an dem Hobby Astronomie?
Es ist ein unaufhörliches Gebiet, wie eine unendliche Geschichte.
Was ist dein Lieblingsobjekt am Himmel?
Von den Sternbildern ist es der Orion, es sind aber so viele tolle Objekte, dass es mir
schwerfällt, ein Lieblingsobjekt zu benennen. Ich habe noch so vieles zu entdecken.
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Sammelaktion für die Modernisierung vom Planetarium
Bruno Leitz
Seit Ende November sind die Spenden-Schokoladen
erhältlich. Sie wurden bereits an der „Adventsausstellung
Galaxia“ und dem „Stärnäzauber-Markt“ in Kreuzlingen
angeboten.
Verkauf:
Die Schokoladentafeln können im Planetarium zum Preis von
CHF 8.- erworben
Der Erlös aus dem Verkauf fliesst vollumfänglich in das Prowerden.
jekt Fulldome. Unterstützen Sie uns beim Verkauf und helfen so mit, dass wir unserem Ziel wieder einen Schritt näher
kommen.
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Astronomiekurse 2015
Hans Kienle
Liebe Astronomie-Interessierte, liebe Leser der News der Astronomischen Vereinigung
Kreuzlingen
Auch im 2015 veranstaltet die Astronomische Vereinigung Kreuzlingen wieder zwei Kurse. Die
sorgfältig gestalteten Vorlesungen verschaffen den Teilnehmern einen umfassenden und interessanten Einblick in die Geheimnisse und Schönheiten des Universums. Dazu ermöglichen
die Einrichtungen im Vortragssaal und der teilweise Einbezug der Technik des Planetariums
und der Sternwarte lebendige und anschauliche Präsentationen.
Der Astronomiekurs
7 Abende jeweils Montag 19:30 Uhr im Planetarium
EINFÜHRUNG im Frühling 2015
vom 09. Februar bis 23. März 2015
vermittelt die wesentlichen Gebiete der Astronomie, gibt einen Überblick über den sichtbaren
Teil des Sternenhimmels und ermöglicht, die Himmelsmechanik und das Planetensystem zu
verstehen.
Themen:
Preis:
Unsere Erde und ihr Platz im Universum
Unser Planetensystem
Himmelsspaziergang eines Astrophotografen
Licht
Orientierung am Nachthimmel
Lebenslauf der Sterne
Jahreszeiten, Gezeiten, Verfinsterungen
Entfernungen, Raum, Zeit
CHF 240.-
Jugendliche und Studierende spezielle Konditionen. AVKMitglieder geniessen in beiden Kursen 50% Rabatt. Alle Kursteilnehmer haben während der Dauer der Kurse Gratiseintritt in die
Sternwarte
Die Ausschreibung zum Astronomiekurs Fortsetzung im Herbst
2015 folgt in der nächsten Ausgabe der AVK-News.
Kursverantwortlicher
Hans R. Kienle
Pünt 11
CH-8598 Bottighofen
071 688 34 37
h.kienle@bluewin.ch
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Talon für Interessenten
Ich interessiere mich grundsätzlich für die AstronomieBitte ankreuzen und an die
kurse und werde fortan entsprechend informiert
Adresse „Kursverantwortlicher“
oder per E-Mail weiterleiten
Kann auch im Planetarium
abgegeben werden
Ich möchte am Astronomiekurs EINFÜHRUNG im
Frühling 2015 teilnehmen und bitte um entsprechende
Unterlagen
Name
Vorname
E-Mail
Tel.-Nr.
Adresse
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Kunst und Fotos
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