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marktplatz Januar 2015 - Tegut

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Gut essen, besser leben
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Januar 2015
Gut essen, besser leben
Impressum
Herausgeber
tegut… gute Lebensmittel GmbH & Co. KG,
Gerloser Weg 72, 36039 Fulda, Tel. 0661-104-0,
Fax 0661-104-990435, tegut… Kundenbetreuung:
Tel. 0800-000 22 33 (kostenfrei aus dem dt. Fest- und
Mobilfunknetz), montags bis freitags von 8-18 Uhr oder
per E-Mail: info@tegut.com
Gesamtleitung
Rainer Rausch, Tel. -639
Chefredaktion
Andrea Rehnert, Tel. -435
E-Mail: marktplatz@tegut.com
Redaktion tegut…
Ines Teitge-Blaha, Iris Reutter, Ingrid Hildebrandt,
Esther Sommer, Jeanett Schäfer, Giannina Feuerstein,
Alexander Sauer, Annika Menigat, Rosa Daumann,
Dr. Diethard H. Storch, Sandra Rose, Carolin Marschall,
Thorsten Heil, Martin Hardtke, André Wagner
Bildredaktion
Raban Wahler, Tel. -582
Gestaltung & Umsetzung
himbeerblau design, Darmstadt
Fotos
André Druschel, Fulda
Wolfgang Fallier, Poppenhausen
Marcus Hahn, Trebur
Annika Schmitt, Frankfurt
Papier
Charisma Silk, 100% Recyclingpapier,
Steinbeis Papier GmbH,
Deutscher Nachhaltigkeitspreis 2008
Mehr für weniger
Druck
Westdeutsche Verlags- und Druckerei-GmbH,
Mörfelden-Walldorf
ab Seite 2 > Was wird durch Bio gefördert,
was verringert? Zu Besuch auf dem BioObsthof der Familie Münch im Alten Land
und drei Argumente für die Bio-Agrarkultur
im Detail
Jahrgang 20/Ausgabe 1
Vorschau Februar
Werte leben
Traditionell
hergestellt
Wahre
Muntermacher
ab Seite 10 > tegut… FAIR­
bindet Frischmilch und Milch­
produkte mit Regionalfenster
ab Seite 16 > Jetzt Bio-Kiwis
genießen und Vitamin C fürs
Immunsystem tanken!
Januar 2015
3
marktplatz Januar 2015 2
Alle Bilder auf dieser Seite: ©Bio Obsthof Münch
Bio-Äpfel vom Obsthof der Familie Münch im Alten Land
Apfelparadies hinter
dem Elbdeich
„Der biologische Obstbau ist für uns das Arbeiten an einer
lebendigen und lebenswerten Zukunft!“
Nicht selten führt der Lebensweg Menschen in
andere Richtungen als zunächst gedacht. So auch
bei Claus-Peter Münch (55), der vor ca. 30 Jahren – damals Student der Politikwissenschaften
und Philosophie – ein Häuschen mit Obstgarten
im Alten Land bei Hamburg geerbt hat. Seiner
Ehefrau Heike und ihm war schnell klar, dass sie
mit ihren 1,2,3 kleinen Kindern das Erbe antreten
und den Obstbau möglichst naturnah betreiben
wollen, „damit gesundes Obst unter besten
Bedingungen heranwachsen kann“. Dafür muss
man lernen, die „Regelmechanismen der Natur
zu verstehen, um mit ihrer Hilfe einen zukunftsfähigen, biologischen Obstbau zu betreiben“,
so Claus-Peter Münch. Was im Kleinen begonnen
hatte, lief erfolgreich weiter, sodass neue Flächen
gepachtet und weitere Obstbäume gepflanzt werden konnten. Ein guter Weg – davon waren nun
auch die Eltern von Heike Münch, selbst Obstbauern im Alten Land, überzeugt, die dem BioAnbau zunächst skeptisch gegenüberstanden. Sie
übergaben der jungen Familie ihren 400 Jahre
alten Obsthof in Hollern-Twielenfleth samt Sortierhalle, Lagerräumen und Obstanlagen gleich
hinter dem Elbdeich. Das Elbwasser gibt Wärme
an die Umgebung ab, Frosttage sind selten, die
Obstbäume stehen gut geschützt – beste Lage
Nach der Ernte werden die verschiedenen
Apfelsorten auf dem Familienbetrieb der
Münchs in 300-kg-Boxen gelagert.
Im Verlauf des Jahres steht immer wieder
die Pflanzung neuer Bäume an.
Eine Frostschutzberegnung ist sinnvoll,
um die Frühjahrsblüte zu erhalten.
also, damit Äpfel saftig und geschmackvoll heranreifen können. Sollten während der Frühlingsblüte doch einmal Temperaturen unter dem
Gefrierpunkt drohen, werden die empfindlichen
Obstbaumblüten zum Schutz mittels einer Anlage
beregnet. Gewusst wie!
Santana und Red Jonaprince. Für jeden Geschmack gibt es die passende Sorte. Viele BioÄpfel der Münchs durchlaufen nach der Ernte
ein Heißwassertauchverfahren. Das bedeutet,
dass die Äpfel noch am Pflückabend „in 300-kgBoxen in ein auf 50 Grad beheiztes Wasserbecken
abgesenkt und nach wenigen Minuten wieder
herausgehoben werden. Hier geht es weniger
darum, die Keimzahlen auf der Außenschale der
Früchte zu reduzieren“, erklärt Marie Münch.
„Hiermit wird vielmehr das Autoimmunsystem
der Früchte aktiviert – vergleichbar einem Saunabesuch beim Menschen – das trägt dazu bei,
die Lagerfähigkeit unserer Äpfel auf natürliche
Weise zu verbessern.“
Vollmondnächte gibt es nur einmal im Monat.
Demzufolge bietet sich in jedem Jahr im September und Oktober meist nur eine Gelegenheit für
die Vollmondapfelernte. Anlass genug für Familie
Münch, diese besondere Ernte als kleines Fest
zu zelebrieren – mit Lagerfeuer, heißen Getränken
und selbstgebackenem Kuchen. Alle Mitarbeitenden, Nachbarn und Freunde der Münchs kommen
hinzu und können durch dieses Erlebnis noch
besser nachempfinden, dass man hier auf dem
richtigen Weg ist und die Früchte ein „wunderbares Geschenk der Natur“ sind.
Im Einklang mit der Natur bedeutet Zukunft!
Seit 1982 baut der Familienbetrieb Bio-Äpfel,
-Birnen, -Zwetschgen sowie -Kirschen an und ist
seit 30 Jahren vom Bioland-Anbauverband biozertifiziert. Um den Fortbestand ihres Hofs müssen sich die Münchs keine Sorgen machen, denn
mit Tochter Marie (30) arbeitet bereits die
nächste Generation mit auf dem Bio-Obsthof
und an dem Thema „lebendige und lebenswerte
Zukunft“.
Vorausschauend handeln
Fleiß, Weitsicht, Geduld und eine gewisse Gelassenheit sind sicherlich Eigenschaften, die
einen Obstanbauer auszeichnen müssen. Vor
allem im Bio-Anbau, denn hier können Pflanzenkrankheiten wie Mehltau oder Apfelschorf nicht
einfach „weggespritzt“ werden. Vorausschauend
und vorbeugend zu handeln, heißt daher die Devise. Neben der ökologischen Baum- und Bodenpflege ist die Sortenwahl entscheidend. Die
Münchs setzen auf „gesunde Vielfalt vor Masse“.
Zu alten und bewährten Apfelsorten wie Boskoop
und Holsteiner Cox sind neue wie der Topaz hinzugekommen. „Diese robuste Sorte stammt aus
Tschechien, schmeckt sehr gut und ist für den
Bio-Anbau in Norddeutschland bestens geeignet“, sagt Claus-Peter Münch. Etwa fünf Jahre
gehen allerdings ins Land, bevor ein frisch gepflanztes Apfelbäumchen Ertrag bringt.
Auf dem Obsthof von Heike und Claus-Peter Münch (kleines Bild) in Hollern-Twielenfleth
wachsen alte wie neue Apfelsorten seit rund 30 Jahren kontrolliert biologisch heran.
Äpfel auf Tauchstation
An tegut… liefert der Bio-Obsthof eine bunte Apfelvielfalt: u. a. Boskoop, Holsteiner Cox, Elstar,
Was macht ein Obstanbauer im Winter?
„Im Betrieb gibt es rund ums Jahr viel zu tun“,
sagt Claus-Peter Münch. „Jetzt im Januar steht
der Beschnitt der Obstbäume an.“ Per Hand­
arbeit, versteht sich. Später im Frühjahr werden
die Böden gelockert und es wird Unkraut gejätet.
Nach der Blüte folgt ein Belichtungsschnitt,
sodass Licht und Luft an die Äpfel gelangen
kann – das ist wichtig für die Gesundheit der
Bäume und die Qualität der Früchte. „Etwa
400 Arbeitsstunden pro Hektar kommen da
schon zusammen.“ Um die Lagerung, Sortierung
und den Verkauf muss sich der Familienbetrieb
natürlich ebenfalls kümmern und zwischendurch
steht immer wieder die Pflanzung neuer Apfelbäumchen an.
Apfelernte im Mondschein
Eine Besonderheit im Sortiment sind die Vollmondäpfel. Ist das eine spezielle Sorte? Nein,
denn es handelt sich um Äpfel der Sorte Jonagored bzw. Jonagold, die während einer Vollmondnacht gepflückt werden. Familie Münch ist
davon überzeugt, dass diese Vollmondäpfel
energiereich sind und besonders gut schmecken.
Ines Teitge-Blaha
Mitglied der tegut… Kochwerkstatt,
Food-Journalistin und Ökotrophologin,
Weimar (Lahn)
Das besondere Erlebnis im Jahr:
die Apfelernte bei Vollmond.
Gut essen, besser leben – im Sinne der Nachhaltigkeit
5
marktplatz Januar 2015 4
Bio-Lebensmittel sind
gesünder: Bio-Pflanzen
werden z. B. nicht mit
Stickstoff (ist Bestandteil
mineralischer Kunstdünger) gedüngt. Sie
wachsen somit langsamer
heran und entwickeln im
Verhältnis zur Masse
zehn bis 50 Prozent mehr
Vitalstoffe (u. a. sekun­
däre Pflanzenstoffe).
Was macht Bio besser?
Bio-Lebensmittel fördern
den Umwelt- und Klima­
schutz: Durch die traditionelle Bodenbearbei­tung – abwechslungsreiche
Fruchtfolge, Förderung
des aktiven Bodenlebens
(z. B. vermehrt Regenwürmer) – sind die Böden
im Bio-Anbau u. a.
aufnahmefähiger für
große Wassermengen,
was Austrocknung, Erosion und Überschwemmungen verhindern hilft.
Bio-Lebensmittel sind fairer: So haben z. B.
Bio-Betriebe, wie der von Familie Laurer
in Zeholfing (Bayern), rund 30 Prozent mehr
Beschäftigte als konventionelle.
Drei Argumente im Detail
Obst, Gemüse, Fleisch und andere Lebensmittel
mit Bio-Siegel kosten aufgrund der aufwendigeren Erzeugung meist mehr Geld. Sind Bio-Lebensmittel aber auch besser, etwa im Sinne von gesünder, ökologischer, fairer? Welchen Mehrwert
Bio hat, wird immer wieder kontrovers diskutiert.
Argument: Bio-Lebensmittel sind gesünder!
Hier besteht zunächst die Frage: Was macht ein
Lebensmittel gesünder? Bedeutet gesünder ein
Mehr an Nähr- und Wirkstoffen wie Kohlenhy­draten, Eiweiß, Fett, Mineral- oder Ballaststoffen?
Fakt ist: Bio-Produkte enthalten meist nicht mehr
von diesen Inhaltsstoffen als konventionelle
Lebensmittel, was einfach der Natur entspricht,
aber häufig dazu führt, dass sie nicht als gesünder gelten. Fakt ist aber auch, dass Bio-Bauern
keine Pestizide, Fungizide, Herbizide und mineralische Kunstdünger verwenden dürfen. Eine
Studie der Universität Newcastle aus dem Jahr
2014 bestätigt den gesundheitlichen Mehrwert
von Bio-Lebensmitteln in dem Sinne, dass sie
deutlich weniger durch bedenkliche Stoffe belastet sind. Dies ist ein gesundheitlicher Zusatznutzen, den konventionell erzeugte Lebensmittel
per se nicht gewährleisten.
Verarbeiter von Bio-Lebensmitteln müssen zudem höhere Ansprüche in Bezug auf die Lebensmittelsicherheit erfüllen: Rohwaren wie Ölsaaten, Nüsse und Trockenfrüchte werden sehr
streng auf Gehalte an Schwermetallen sowie auf
Schimmel- und Schädlingsbefall kontrolliert.
Bestimmte Methoden zur Haltbarmachung, etwa
das Behandeln von Zitrusfrüchten mit Herbiziden oder das Begasen von Kartoffeln zur Keimhemmung, sind im Bio-Bereich verboten.
Ein weiterer Aspekt zur Frage „Sind Bio-Produkte
gesünder?“ ist die Menge an Vitalstoffen, die
durch die Art des Bio-Anbaus sogar größer sein
kann. So wachsen z. B. Bio-Pflanzen, weil sie
nicht mit Stickstoff (ist Bestandteil mineralischer
Kunstdünger) gedüngt werden, langsamer heran.
Dadurch enthalten sie im Verhältnis zur Masse
weniger Wasser und der Anteil an sekundären
Pflanzenstoffen (diese Vitalstoffe sind u. a.
wich­tig für die Gesundheit der menschlichen
Zellwände) ist nachweislich zehn bis 50 Prozent
höher. Die höhere Dichte an diesen Vitalstoffen
kann auch ein Grund dafür sein, dass Bio-Obst
und -Gemüse in Tests oft als geschmackvoller bewertet werden.
Argument: Bio-Lebensmittel fördern den Umwelt- und Klimaschutz!
Allein schon der Verzicht im ökologischen Landbau auf chemisch-synthetische Spritzmittel (Pestizide) und mineralische Kunstdünger (Stickstoff)
trägt dazu bei, dass weniger Giftstoffe in die
Kreisläufe der Natur gelangen und sich im Boden
und im Grundwasser ablagern. Im ökologischen
Landbau wird der Boden traditionell bearbeitet:
So führt eine abwechslungsreiche Fruchtfolge
dem Boden alle Nährstoffe zu, die er benötigt,
um langfristig fruchtbar zu sein. Eine schonende
Bearbeitung der Böden macht sie zudem aufnahmefähiger für größere Wassermengen, was
Austrocknung, Erosion und Überschwemmungen
verhindern hilft. Hierzu trägt auch das aktive
Bodenleben bei, dass in derart gepflegten Böden
deutlich stärker ausgeprägt ist. Reichlich Regenwürmer sind z. B. ein guter Indikator für einen
natürlich gepflegten Boden, der fruchtbar ist
und seine wichtige Aufgabe als Wasserspeicher
erfüllen kann.
Viele Bio-Betriebe engagieren sich darüber hinaus für den Natur- und Artenschutz, indem sie
z. B. schützende Hecken um ihre Felder anlegen,
die windbedingte Erosion verhindern und Tieren
Lebensraum bieten, oder sie pflegen Streuobstwiesen, die im ländlichen Raum wichtiger Teil
des natürlichen Lebens- und Erholungsraums
sind. In den Bergregionen leisten Bio-Betriebe
mit extensiver Weidehaltung überdies einen
wesentlichen Beitrag zum Erhalt des Ökosystems und der Kulturlandschaft: z. B. der Rhön
als „das Land der offenen Fernen“.
Argument: Bio-Lebensmittel sind fairer!
Neben dem Umwelt- und Klimaschutz gehören
soziale Werte zu den Grundideen, aus denen
die Öko-Bewegung entstanden ist. So wollen
z. B. Bio-Schokoladen-, -Kaffee- oder -Trockenfrucht- und -Nuss-Verarbeiter ihren Kunden
nicht nur besonders schmackhafte und sichere
Bio-Lebensmittel bieten. Sie fördern vielfach
auch ganz gezielt Projekte für faire Partnerschaften mit ihren Lieferanten in den Ländern,
aus denen sie die Rohwaren beziehen. Im Zuge
dessen erhalten Bauern und Landarbeiter höhere Ent­­gelte, um sich und ihren Familien bessere
Lebensbedingungen zu eröffnen, Arbeitszeiten
sind genauer geregelt und der regelmäßige
Schulbesuch von Kindern wird durch Stiftungen
und Spenden gefördert.
Gerade in Regionen, in denen die Menschen immer wieder von Hungersnöten bedroht sind, ist
der Bio-Landbau die einzige Möglichkeit, die
heimische Bevölkerung auf Dauer zu versorgen.
Die ressourcenschonende Bearbeitung der Böden und der Anbau von Nahrungspflanzen, die
den Boden- und Klimaverhältnissen vor Ort angepasst sind, machen Chemikalien und Düngemittel überflüssig, schützen die oft ohnehin
knappen Trinkwasser-Reserven und wirken so
der Verwüstung entgegen. In Afrika und Asien
findet Landwirtschaft vielfach in kleinen Familienbetrieben statt, die wenig Flächen und Kapital
besitzen. Sie können weder in Technik noch in
Spritz- und Düngemittel investieren. Der Anbau
traditioneller heimischer Feldfrüchte in Handarbeit und die in der Region jeweils typische
Viehwirtschaft sind für sie nach wie vor die einzige Möglichkeit einer bäuerlichen Existenz.
Nicht zu vergessen ist, dass der Bio-Landbau zudem Arbeitsplätze schafft. Nach Angaben des
Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW)
hat ein Bio-Betrieb im Schnitt 30 Prozent mehr
Beschäftigte als ein konventioneller.
Gisela Burger
Freie Journalistin und Autorin, Würzburg
Rezepte aus der tegut…
(fast) komplett mit Bio-Zutaten – z. B. für eine
fruchtig-scharfe Kürbis-Pasta mit Rucola oder
ein Ofen-Hähnchen mit Honig-Paprika-Würze –
finden Sie auf Seite 19.
Quellen und weiterführende
Literatur zum Thema
•W
ilfried Bommert: Kein Brot für die Welt, Riemann Verlag, München 2009.
• F elix zu Löwenstein: Food Crash, Pattloch Verlag, München 2011.
•V
alentin Thurn, Stefan Kreuzberger:
Harte Kost, Ludwig Buchverlag, München 2014.
•W
as bedeutet eigentlich Bio?
Den 16-seitigen tegut… Ratgeber können Sie
unter http://tegut.com/g/bioratgeber herunterladen oder bei der tegut… Kundenbetreuung
unter Tel. 0800-000 22 33 (kostenfrei aus
dem dt. Fest- und Mobilfunknetz) kostenlos
anfordern.
Editorial
marktplatz Januar 2014 6
Mehr Qualität,
weniger Zerstörung
Der Jahresanfang ist eine gute Zeit, Vergangenes Revue pas-
tung der Biodiversität
sieren zu lassen und Neues in Angriff zu nehmen, gegebenen-
leistet. Sicherlich gibt
falls auch lang gehegte Vorsätze endlich umzusetzen. Dabei
es auch im Bio-Bereich
spielt die gesunde Ernährung vielfach eine Rolle – man kann
noch Verbesserungspo-
es an den Zeitungstiteln im Januar gut beobachten, die jedes
tenzial. Wenn man je-
Jahr eine neue ultimative Diät durchs Land „jagen“. Wir setzen
doch die im letzten
hier mehr auf Grundsätzliches: Auf Seite sieben erfahren Sie
Jahr veröffentlichten
z. B., mit welchen Maßnahmen Sie sich erfolgreich vor Erkäl-
Berichte zum Bio-
tungen schützen können, und unter www.tegut.com sollten
Thema in der Presse
Sie überdies gleich den 30-Tage-GutFühl-Newsletter für sich
(z. B. im Spiegel) be-
bestellen.
trachtet, erkennt man leicht, dass Probleme vor allem dann
In den meisten sonst üblichen Empfehlungen geht es vorran-
entstehen, wenn die Bauern, die sich besonders anstrengen,
gig um den Kaloriengehalt der Mahlzeiten, also ihren Fett-
für ihre Produkte nicht die Preise erzielen, die sie zum Wei-
und Kohlenhydratgehalt, und weniger um ihren langfristigen
termachen benötigen.
„Nährwert“. Insofern sind sie nicht geeignet, einen über das
Mit dem Wachstum des Bio-Segments sind leider auch Struk-
ganze Jahr zu begleiten.
turen entstanden, die sich von der kleinteiligen bäuerlichen
Ähnlich verhält es sich mit der Jagd nach dem billigsten Pro-
Agrarkultur entfernt haben, dabei aber immer noch deutlich
dukt. Diese Ausrichtung hat auf lange Sicht auch keinen
über dem Niveau liegen, an das sie sich annähern. Dem ste-
Gehalt, man kann sogar sagen, dass sie in vielen Bereichen
hen die Landwirte gegenüber, die den Bio-Gedanken weiter-
Zukunft unmöglich macht. Ich denke da besonders an die
ausbauen und oft mit dem persönlichen Einsatz der ganzen
Landwirte in unserem Land, die sich zunehmend den Preisen
Familie Lebensmittel anbieten, die in ihrer Qualität das
an den Weltmärkten stellen müssen. Sinken diese, erhalten
„Standard-EU-Bio“-Angebot weit übertreffen (lesen Sie hier-
die Bauern oft nicht mehr den Erlös, den sie brauchen, um
zu z. B. den Bericht über die Bioland-Äpfel von Familie Münch
neu investieren zu können. Viele weitere Betriebe in Deutsch-
im Alten Land auf den Seiten zwei und drei und die Argumente
land werden aufgeben und es wird immer schwerer, frische
für den Bio-Landbau auf den Seiten vier und fünf). Diese
Lebensmittel aus der Region beziehen zu können.
Leistungen fördern wir seit über 30 Jahren, indem wir die
Wir bieten Ihnen z. B. mit der tegut… FAIRbindet Frischmilch
Produkte zu angemessenen Preisen in unseren Märkten ver-
und den tegut… FAIRbindet Milchprodukten eine traditionell
kaufen.
hergestellte Qualität mit „Regionalfenster“ (1) zu Preisen an,
Es würde mich freuen, wenn Sie dieses Engagement und die
die es den Bauern der Molkereigenossenschaft in Schroz-
besondere Qualität bei tegut... auch weiter mit Ihrer Begeis-
berg möglich machen, diese Qualität auch auf Dauer halten
terung für gute Lebensmittel und Ihrem bewussten Einkauf
zu können (mehr dazu auf den Seiten zehn und elf).
fördern helfen.
Gut essen, besser leben – im Sinne des Wohlbefindens
7
Gesund bleiben im Winter?
Wie Sie Ihr Immunsystem stärken können!
Kennen Sie das auch? Es ist kalt, es regnet, durchnässt kommen Sie nach Hause und natürlich hat
es Sie erwischt. Spätestens am nächsten Tag sind
Sie erkältet oder liegen sogar mit Fieber im Bett.
Ein anderer Mensch aber wird nach derselben
Situation nicht krank. Woran liegt es, dass der
eine erkrankt und der andere gesund bleibt?
Der Grund ist, dass es nicht nur eines Faktors
bedarf, um krank zu werden. Ein funktionierendes Immunsystem (das körpereigene Abwehrsystem) bekämpft ständig alle möglichen Keime
und sorgt so dafür, dass wir nicht krank werden.
Der Schutz wird z. B. durch den pH-Wert unserer
Haut (Säureschutzmantel) oder die Beschaffenheit der Schleimhäute und durch unsere weißen
Blutkörperchen, die Eindringlinge gleich ab­
fangen, bevor sie Schaden anrichten können,
gewährleistet.
In bestimmten Situationen sind wir jedoch anfällig für Krankheitserreger und zwar dann,
wenn unser Immunsystem geschwächt ist. Diese
Schwächung der körpereigenen Abwehr ist auf
eine Schwächung des ganzen Menschen zurückzuführen – z. B. durch Stress, durch Schlafmangel
oder auch durch eine falsche Ernährung. Es gibt
eine Vielzahl von inneren und äußeren Ursachen,
die dazu führen, dass wir krank werden.
Der Mensch als Einheit von Geist, Seele und
Körper
Da wir die äußeren Umstände von Kälte und
Nässe nicht ändern können, müssen wir also an
der anderen Seite ansetzen und unser Immunsystem stärken, damit es seine Abwehraufgabe
gut erfüllen kann. Dazu ist es erforderlich, den
Menschen als Ganzes zu betrachten, also als
Einheit von Geist, Seele und Körper. Er kann
krank werden, wenn er auf einer der drei Ebenen
geschwächt ist.
Auf der geistigen Ebene werden wir vor allem
durch Stress geschwächt und können mit Meditation, autogenem Training, Gebet oder ähnlichem
für Stärkung sorgen.
Die seelische Ebene betrifft die Gefühle und die
zwischenmenschlichen Beziehungen: positive
Gefühle stärken, negative schwächen und ein
existentieller Streit schwächt den ganzen Menschen und damit sein Immunsystem.
Am offensichtlichsten ist die körperliche Ebene:
Hier können wir unser Immunsystem durch die
passende Ernährung, ausreichend Schlaf und
Bewegung im Freien oder kneippsche Anwendungen stärken.
Eine Schwächung des Immunsystems können wir
daran erkennen, dass wir uns z. B. abgeschlagen
fühlen und eventuell Kopf- oder Gliederschmerzen
haben. In diesem Fall können wir versuchen,
mit Vitamin C, Zink, Echinacea (Sonnenhut) und
Kapuzinerkresse, einem warmen Fußbad sowie
heißem Holundersaft eine schwerere Erkrankung
zu verhindern.
Vorzubeugen ist natürlich der Königsweg, indem wir achtsam mit uns umgehen und unser
Immunsystem auf allen drei Ebenen kontinuierlich pflegen. Dann wird es uns beim nächsten
kalten Regenwetter auch sicher schützen.
Dr. Judith Gutberlet
Dipl.-Humanbiologin und Heilpraktikerin,
Dipperz
Zu der Preis-Leistungsfrage kommt die Frage nach den Auswirkungen, welche die jeweilige Landwirtschaft auf das
Ökosystem hat. Die heute global praktizierte Form der industriellen Landwirtschaft ist erwiesenermaßen der größte Ver-
Ihr
ursacher des Artensterbens und des Verlustes an biologi-
Thomas Gutberlet
scher Vielfalt (Biodiversität) – mehr hierzu im Internet unter
Geschäftsführer tegut…
http://tegut.com/g/fibl. Demgegenüber steht der Bio-Land-
Kontakt
bau, der schon durch den Verzicht auf chemisch-synthetische
tegut… gute Lebensmittel, Gerloser Weg 72, 36039 Fulda
Spritz- und Düngemittel einen erheblichen Beitrag zur Erhal-
oder per E-Mail: guteLebensmittel@tegut.com
(1) Das „Regionalfenster“ informiert gut sichtbar auf der Verpackung eines Produktes über die Herkunft dessen Hauptzutat. Man kann
dadurch gleich erkennen, was an dem jeweiligen Produkt „regional“ ist (mehr dazu auf Seite elf).
Bewegung im Freien – auch im Winter – stärkt
das Immunsystem. Heißer Holundersaft kann
bei einer kurzfristigen Schwächung helfen.
Abenteuer Ernährung: Man schmeckt nur, was man kennt
marktplatz Januar 2015 8
Kann man Lebens­
mittel durch „Fühlen“
erkennen?
Wie wird man
Lebensmitteldetektiv?
Sinnesparcours für Vor- und Grundschüler
in der tegut… Region
Alle Kinder lieben Schokolade. Wissen sie aber auch, wie
genial und variantenreich Obst und Gemüse schmecken?
Um möglichst vielen Kindern diese Geschmackserlebnisse
nahezubringen, bietet tegut… seit 2013 den Sinnesparcours
an – ein Konzept des aid-Infodienstes1 und des BÖLN2. Hierbei erforschen Kinder spielerisch, was den guten Geschmack
be­stimm­ter Lebensmittel ausmacht, wie sie aussehen, duften,
sich anhören und anfühlen. Diese Sinneserfahrungen ermöglichen es ihnen, gute Lebensmittel sehr viel bewusster zu erleben, schätzen zu lernen und auch zu erkennen, was ihnen
ganz persönlich gut tut.
Mehr als 7500 Kinder aus über 170 Vor- und Grundschulen
in Hessen, Bayern und Thüringen haben im Jahr 2014 an den
tegut… Sinnesparcours teilgenommen und sind jetzt stolze
Lebensmitteldetektive mit Auszeichnung. Sandra Rose und
Carolin Marschall, aus der tegut… Zentrale, führten gemeinsam mit den Erzieherinnen bzw. Lehrkräften zwei Sinnesparcours in Hessen durch – im Kindergarten Weitzelstraße in
Schlüchtern und in der Grundschule in Schwarzbach.
Der Sinnesparcours in einem Kindergarten: Sauer ist Trumpf!
Einen Tag vor dessen Durchführung machten die Kinder des
Kindergartens zusammen mit ihren Erzieherinnen einen Ausflug in den tegut... Markt in Schlüchtern. Hasan Akdeniz, der
Filialgeschäftsführer, nahm sich viel Zeit für seine kleinen
Gäste. Er las ihnen vor, was auf der Einkaufsliste für den Sinnesparcours steht, woraufhin die angehenden Lebensmitteldetektive fleißig die frischen Lebensmittel für den Sinnesparcours zusammensammelten.
Am Folgetag war es dann soweit. Der Sinnesparcours konnte
starten. Erst bastelt sich jedes Kind eine Maske, bevor es an
die erste Herausforderung herangeht: Das Erraten von Kräutern und Gewürzen mit verbundenen Augen. Zwischen Petersilie und Basilikum werden sogar eigene Erlebnisse lebendig:
„Das kenne ich! Vom Fußballplatz! Currywurst!“, kommentiert ein Junge fröhlich, während er die Gewürzmischung Curry erraten hat.
Neben den Tast- und Riechexperimenten kommt auch der Geschmackssinn nicht zu kurz. Besonders faszinierend ist der
Mut der Kinder bei besonders geschmacksintensiven Lebens-
Abenteuer Ernährung: Man schmeckt nur, was man kennt
9
Ob Möhre, Apfel,
Banane, Tomate
oder Kiwi –
alles wird für die
„Blind“-Verkostungen in mund­
gerechte Stücke
geschnitten.
mitteln. Nach der Ankündigung: „Jetzt kommt etwas Gemeines! Bitte erst riechen und noch nicht essen!“, kommentieren
sie zwar: „Bäh! Zwiebeln!“ Ein paar Mutige können aber gar
nicht genug davon bekommen. Bei den Zitronenspalten geben sie sich ebenfalls nicht damit zufrieden, nur vorsichtig
zu probieren: Jedes Kind saugt den Saft einer Spalte aus und
greift sich gleich ein weiteres Stück der sauren Früchte.
Der Sinnesparcours in der Schule: Es gibt doch noch Herausforderungen!
In der Grundschule im idyllischen Schwarzbach beginnt der
Sinnesparcours mit der Frage: „Welche fünf Sinne haben wir
Menschen?“. Die Antworten der Schüler kommen prompt:
„Sehen, Fühlen, Riechen, Schmecken und Hören!“. Motiviert
beginnen sie, ihre Masken zu basteln. Sehr gute Vorkenntnisse beweisen die Grundschulkinder beim Erraten von Gerüchen
und Geschmäckern. Selbst die Blindverkostung von roter und
gelber Paprika meisterten sie mit Bravour. Erst beim Rucola
sind sie sich nicht mehr so sicher, was sie da in der Hand halten und probieren. Direkt neben den Ohren der Kinder, die
immer noch mit verbundenen Augen dasitzen, werden Knäcke­
brot geteilt, Erdnüsse geknackt, herzhaft in Möhren gebissen
und zischend Sprudelwasserflaschen geöffnet. Das zu erkennen, ist schon etwas schwieriger. Die Erdnüsse machen die
meisten Runden, bis die Kinder sie erkennen. Hellwach und
mit viel Freude stürzen sie sich auf das letzte Sinneserlebnis:
Die Unterscheidung von konventionell und biologisch angebauten Apfelsorten. Die Kinder loben die Bio-Äpfel, weil sie
am schönsten aussehen und am besten schmecken.
Allgemein ist festzustellen: Alle Experimente des Sinnesparcours lassen sich dem Wissensstand der Kinder individuell
gut anpassen. So werden sie weder unter- noch überfordert.
Am Ende erhält jedes Kind eine Urkunde zum Lebensmitteldetektiv. Stolz nehmen sie diese Auszeichnung entgegen und
alle sind sich einig: Der Sinnesparcours ist ein tolles Erlebnis!
Heidi Gebhardt
Autorin, Hanau
Tomaten mit Grün haben einen noch intensiveren Duft.
Werden die Kin­
der (mit ver­bun­
de­nen Augen)
allein durchs
Schmecken
herausfinden,
welches Lebensmittel ihnen
Sandra Rose hier
zum Testen an­
bietet?
Im Herbst 2015 soll es weitergehen!
Mehr im Internet unter www.tegut.com/sinnesparcours
aid-Infodienst ist der Auswertungs- und Informationsdienst für Ernährung,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz e. V. in Bonn (www.aid.de)
2
BÖLN ist die Abkürzung für Bundesprogramm ökologischer Landbau und andere
Formen nachhaltiger Landwirtschaft mit Sitz in Bonn (www.bundesprogramm.de)
1
Stolze Lebensmitteldetektive! Die Auszeichnung mit Urkunde unterstreicht die
neuerworbenen Kompetenzen!
tegut… Eigenmarken: einfach besser!
11
marktplatz Januar 2015 10
Traditionell hergestellt
tegut… FAIRbindet Frischmilch und
Milchprodukte mit dem Regionalfenster
Milch ist ein wertvolles Lebensmittel – und wird dennoch viel
zu oft unter Wert angeboten. Bei tegut… gibt es deswegen schon
seit vielen Jahren das tegut… FAIRbindet Projekt mit der Molkereigenossenschaft Hohenlohe-Franken in Schrozberg (im fränkisch
geprägten Nordosten Baden-Württembergs). Molkerei-Geschäftsführer Friedemann Vogt erklärt, was es mit dem tegut… FAIRbindet
Frischmilchprojekt auf sich hat. „Unsere Milch kommt nicht von
irgendwo her, sondern unsere Milchbauern sind 30 km um die
Molkerei in Schrozberg angesiedelt.“ Diese Leistung wird mit
dem „Regionalfenster“ (mehr dazu auf Seite elf) auf der Verpackung ausgezeichnet. Die Kühe werden außerdem mit Futter
„Ohne Gentechnik“ gefüttert, das heißt, dass die Milchbauern
der Molkereigenossenschaft das Futter für ihre Tiere – Gras, Heu
und Getreide – weitgehend selbst anbauen. Wichtiger Teil des
FAIRbindet Projekts ist daher auch die Finanzierung von Spezialmaschinen – z. B. einem Grünland-Sägerät, mit dem Wiesen
gepflegt, durch die Aussaat hochwertiger Gräsern aufgewertet
werden und die Milchkühe der Bauern bestes Grünfutter erhalten.
„Mit dem Konzept wollen wir die bäuerliche Landwirtschaft
fördern“, sagt Giannina Feuerstein, Produktmanagerin für die
tegut… Eigenmarken. So ist die tegut… FAIRbindet Frischmilch
die einzige „traditionell hergestellte“ Frischmilch-Eigenmarke
im gesamten deutschen Lebensmitteleinzelhandel. Üblich ist
mittlerweile die stärker behandelte „länger haltbare“ ESL-Milch.
Gut zu wissen
Die tegut… FAIRbindet Milch greift
noch einen weiteren
Aspekt auf, nämlich
den der Inklusion.
So ist auf den Verpackungen der frischen tegut… Vollund fettarmen
Milch der Produktname auch in Blindenschrift eingeprägt.
Nachhaltig und solidarisch: tegut… FAIRbindet
Faire Bezahlung heißt: Die 19 am Projekt beteiligten Milchbauern
erhalten für jedes Kilo Milch zwei Cent mehr als in dem Genossenschafts-Betrieb üblich ist – und das, obwohl der Molkerei-Milchpreis dort ohnehin deutlich über dem allgemeinen Marktpreis
liegt, erläutert Geschäftsführer Friedemann Vogt. Als eingetragene Genossenschaft werden alle Gewinne der Molkerei Schrozberg an ihre Eigentümer, also die Milchbauern, ausgeschüttet.
Anders als bei vielen anderen Molkereien werden hier kleine
Betriebe nicht gegenüber großen benachteiligt. Sie erhalten
also keine Abschläge bei niedrigen Milchmengen, betont der
Geschäftsführer.
Das Bewusstsein für Nachhaltigkeit, Solidarität und Regionalität
kommt freilich nicht von ungefähr. Seit mehr als 40 Jahren ist die
Molkerei in Schrozberg neben der konventionellen Milchproduk­
tion auch im Bio-Bereich tätig – ausschließlich für den Verband
Demeter. „Wir sind keine riesige Molkerei“, sagt Geschäftsführer
Vogt, „wir können nicht auf immer mehr und billiger setzen.“
Eine Zukunft habe man als kleinere Molkerei „nur mit Qualität
und mit einem Auge für Nischen wie die Regionalität“.
Für tegut… füllt die Molkerei in Schrozberg nicht nur frische
Voll- und fettarme Milch ab, sondern auch Schmand, Schlagsahne oder saure Sahne. Alle diese frischen Produkte tragen das
„Regionalfenster“.
Daniel Staffen-Quandt
Journalist, Bütthard
Milch aus dem Umkreis
30 km um Schrozberg
abgefüllt in 74575 Schrozberg
Neutral geprüft durch: LACON GmbH
www.regionalfenster.de
Bildquelle: Güttler GmbH, Kirchheim/Teck
Friedemann Vogt,
Geschäftsführer der
Molkereigenossenschaft
Hohenlohe-Franken in
Schrozberg.
Werden Milchkühe vorwiegend mit Gras und Heu gefüttert, enthält ihre Milch u. a.
mehr ungesättigte Fettsäuren (gut für Herz und Kreislauf). Das Grünland-Sägerät
ist für die Bauern der Molkereigenossenschaft hilfreich, ihre Wiesen durch die
gezielte Aussaat hochwertiger Gräser aufzuwerten und damit bestes Grünfutter für
ihre Milchkühe zu erhalten.
Rezepte aus der tegut…
zum Wohlfühlen für Leib und Seele – z. B. einen orienta­­­
lischen Hack-Erbsentopf mit Joghurt oder gefüllte Buchteln
mit Vanillesauce – finden Sie auf den Seiten 20 und 21.
Das „Regionalfenster“ schafft eine zuverlässige
und schnelle Orientierung
Die regionale Herkunft ist für viele ein wichtiges Kaufkriterium. Was ist jedoch regional?
Das BMELV* unterstützt daher das „Regionalfenster“ als die beste Möglichkeit einer klaren Information über die Herkunft der Hauptzutat. Ziel des Regionalfensters ist, dass man auf
der Verpackung mit einem Blick erkennen kann, was an dem jeweiligen Produkt „regional“ ist.
Weitere Informationen gibt es unter www.regionalfenster.de
*Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Gut essen, besser leben – im Sinne des Wohlbefindens
Jetzt buchen und mehr erleben
marktplatz Januar 2015 12
13
Kulinarische Reise zur Expo
nach Mailand und Westligurien
Erleben Sie den Glanz der norditalienischen Metropole
und den Charme der ligurischen Küste
Verrückte Milchtrinker
Weltweit ziemlich einzigartig
Die weiße Evolution
Vor vielen Tausend Jahren, da sind sich die Forscher einig, war das auch in unseren Breiten so.
Die Evolution hat uns jedoch zu Milchtrinkern
gemacht – einfach, weil es große Vorteile hatte.
So konnten Milchtrinker ihre Kinder nach dem
Abstillen mit Kuhmilch füttern, was dazu führte,
dass die Kindersterblichkeit zurückging und die
Mütter schneller wieder zum Helfen mit aufs
Feld konnten. Die Folge: Es gab mehr zu essen
und weniger Hunger.
In Deutschland ist Milch mittlerweile ein wichtiges Lebensmittel: Rund 90 Liter Milch, Joghurt,
Sauermilch und andere Milchprodukte nimmt
jeder Deutsche im Schnitt pro Jahr zu sich, hinzu
kommen rund 20 Kilogramm Käse. Es scheint
also das Gegenteil richtig zu sein, Milch ist weder ungesund oder gar schädlich für Erwachsene, die sie vertragen können, sondern sie bereichert unsere Ernährung: z. B. mit ihrem hohen
Kalziumgehalt (stärkt die Zähne und Knochen)
sowie Vitaminen (z. B. Vitamin A, wichtig für
den Sehvorgang, oder Vitamin B2, wichtig für
den Eiweiß- und Energiestoffwechsel).
Fütterung mit Gras und Heu = wertvollere Milch
Das gilt umso mehr, je besser die Kühe gefüttert
werden. Steigt der Anteil an frischem Gras und
Heu im Futter, enthält die Milch mehr Vitamin A,
Vitmain E, mehr Antioxidantien oder ungesättigte Fettsäuren (gut für Herz und Kreislauf).
Diese Fütterung ist allerdings mit Aufwand verbunden, der bei Billigprodukten nicht zu erwarten
ist. Hier setzt tegut… mit seinen FAIRbindet
Projekten sowohl im Frischmilch- (siehe Seiten
10+11) als auch im H-Milch-Bereich (siehe
marktplatz Juli 2014*, Seiten 2-4) entscheidende Akzente.
Das Panorama der ligurischen Küste ist geprägt von den in warmen Gelb-, Rot- und Ockertönen
gestrichenen Häusern.
Olivenöl, Pesto & Rotwein
Erleben Sie die kulinarischen Schätze der Region
und verkosten Sie u. a. das milde ligurische Olivenöl, würziges Pesto oder den berühmten Rotwein Rossese. Eine gute Gelegenheit dafür ist z.
B. der Besuch der Markthalle in Ventimiglia, einem quirligen Ort an der Blumenriviera, nahe
der französischen Grenze. Die vielfältigen regionalen Erzeugnisse und das Markttreiben sprechen alle Sinne an – die Farben, die Düfte, das
*Informationen aus älteren marktplatz-­
Ausgaben erhalten Sie im marktplatz-Archiv
unter www.tegut.com/kundenmagazin
Feilschen an den Ständen… Tauchen Sie ein
in diese besondere Welt und wählen Sie gemeinsam Köstlichkeiten aus, um sie später bei einem
Picknick mit Meerblick zu genießen. Am Mittwoch,
den 3. Juni 2015, bringt der Reisebus Sie mit
vielen neuen Eindrücken wieder zurück nach
Fulda.
Das ausführliche Programm finden Sie unter
www.tegut.com
Die Leistungen dieser Reise in Kürze:
Termin: Mittwoch, 27.05. bis Mittwoch,
03.06.2015
Teilnehmerzahl: mind. 15, max. 25
Kosten: 1340,– Euro/Person im Doppelzimmer,
inklusive Bustransfer und aller im ausführlichen
Programm genannten Ausflüge sowie Essen
Einzelzimmerzuschlag: 250,– Euro
Daniel Staffen-Quandt
Journalist, Bütthard
Bildquelle Fotolia ® Martin M303
Wer als erwachsener Europäer in Südamerika
ein Glas Milch trinkt, erntet meist erstaunte Blicke. „Verrückte Milchtrinker“ werden wir dort
liebevoll genannt – denn Südamerikaner können
sich kaum vorstellen, als Erwachsene Milch zu
trinken. Damit sind sie nicht allein.
Dass wir in Mittel- und Nordeuropa Milch trinken, ist etwas Besonderes. In vielen Regionen
der Erde vertragen Erwachsene gar keine Milch,
sondern nur Milchprodukte wie etwa Joghurt,
Kefir oder Käse. Grund dafür ist der Milchzucker
(Laktose), den sie nicht verdauen können, weil
ihnen das Enzym Laktase fehlt. Wird der Milchzucker bei der Verdauung nicht aufgespalten,
führt er zu Problemen wie Blähungen oder
Durchfall.
Die Küste Westliguriens
Nach zwei Tagen in der Stadt geht es weiter an
die ligurische Küste mit ihrem reizvollen Panorama, zu dem die in typischen warmen Gelb-,
Rot- und Ockertönen gestrichenen Häuser beitragen. Sie wohnen im „Relais del Maro“, einem
im edlen Landhausstil eingerichteten kleinen
Hotel in Borgomaro. Pool und Garten laden zum
Schwimmen bzw. Entspannen ein und die ex­
quisite Verpflegung – u. a. mit reichhaltigem
Frühstücksbuffet – lässt keine Wünsche offen.
Das Erkunden und Erwandern idyllischer Orte
und Städte (Varigotti, Valloria, Imperia oder
Sanremo) stehen hier ebenso auf dem Programm wie Ausflüge zu traumhaften Badebuchten, für die die ligurische Küste so berühmt ist.
Bildquelle Fotolia ® MoustacheGirl
Mailand, die Hauptstadt der Lombardei, ist 2015
Gastgeber der Expo (Weltausstellung), die unter
dem Motto „Feeding the Planet – Energy for Life“
steht. Dabei geht es um die Frage, wie eine
nachhaltige und innovative Welternährung in
Zukunft aussehen kann. Bei einem geführten
Rundgang über das Expogelände können Sie
sich einen ersten Eindruck von der Ausstellung
verschaffen und im Anschluss die Themen, die
Sie besonders interessieren, auf eigene Faust
erkunden. Mailand hat jedoch noch einiges
mehr zu bieten: imposante Bauwerke, wie den
gotischen Dom und sein begehbares Dach mit
spektakulärem Ausblick, oder edle Boutiquen,
z. B. im stilvollen „Goldenen Karree“. Hier, in
der Heimat der Aperitivo-Kultur und chicen Bars,
macht es besonders viel Vergnügen, Campari,
Spritz und Co. zu genießen. Der sogenannte
„Apero“ leitet auch die gemeinsamen Abendessen
ein, die Ihr kulturelles Programm in Mailand kulinarisch abrunden.
Der Mailänder Dom ist
nach dem Petersdom in
Rom und der Kathedrale
von Sevilla flächenmäßig die drittgrößte Kirche der Welt.
Anmeldungen ab sofort bis spätestens
31.01.2015 sowie weitere Informationen bei
Bernadette Holler-Glißner, Reisevertrieb Künzell,
Keuloser Str. 61, 36093 Künzell, Tel. 0661302440 ab 14:00 Uhr, Fax 0661-9338727,
Mail: info@italienreisen-und-mehr.de
Hallo Kinder!
15
marktplatz Januar 2015 14
Der Januar muss krachen,
soll der Frühling lachen.
(Bauernregel)
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Was für schöne Bilder der Winter malen kann! Blumen überzieht er wie
mit Zuckerguss, er zaubert funkelnde Eiskristalle an die Fenster und
setzt den Bäumen dicke weiße Pudelmützen auf. Einfach zauberhaft!
Sofie und Hannes haben sich passend dazu viele Tipps zum Basteln,
Spielen, Lesen und Kochen für Euch ausgedacht.
B
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2
3
4
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5
Sofies Spieletipp: Wer hat Angst vor Eisbären?
Dieses Spiel wird draußen im Schnee gespielt: Zieht zwei Linien, die sich gegenüberliegen und min­
destens zehn Meter voneinander entfernt sind. Hinter der ersten Linie stellt sich der Fänger, der Eisbär,
auf. Hinter der zweiten Linie warten alle anderen Mitspieler. Wenn der Eisbär ruft: „Wer hat Angst vor
Eisbären?“ antworten die anderen Spieler „Keiner!“ und rennen auf die gegenüberliegende Seite. Der
Eisbär läuft ebenfalls los und versucht, möglichst viele Spieler zu berühren. Dabei darf er sich im Gegensatz zu den anderen Mitspielern aber nicht frei bewegen, sondern nur geradeaus und seitlich laufen. Ziel
des Spieles ist, dass sich möglichst viele Mitspieler hinter die Linie des Eisbären retten. Wen der Eisbär
allerdings berührt, wird selbst Fänger. Ist eine Runde vorbei, stellen sich die Spieler neu auf.
Hannes’ tierisch guter Buchtipp: Urmel aus dem Eis
(von Max Kruse, Thienemann Verlag)
In diesem fantasievollen Kinderbuch geht es um viele verrückte und exotische Tiere: Eines
Tages wird ein Eisberg mit einem Urzeit-Ei am Strand der Insel Titiwu angeschwemmt. Professor Habakuk Tibatong und seine sprechenden Tiere wissen erst nicht so recht, was sie mit dem
Ei anfangen sollen. Vielleicht ausbrüten? Tatsächlich schlüpft kurze Zeit später ein seltsames
Geschöpf aus dem Ei: das Urmel! Frech, vorlaut und unglaublich liebenswert sorgt es sofort für
Wirbel auf der Insel. Ping Pinguin, Wawa der Waran, Wutz und alle anderen Tiere haben viel zu
tun, um das Urmel zu beschäftigen – und dann gibt es da noch Menschen, die das geliebte Urmel
in einen Tierpark bringen wollen. Ob Professor Habakuk Tibatong und seine Tiere das zulassen?
Eine großartige Geschichte, die in keinem Kinderzimmer fehlen darf. Urmelig empfehlenswert!
Text: Barbara Rose, Fellbach/Illustration: Ruth Farrenkopf, Perl
C
(Lösung:
1E-Hase, 2AWildschwein,
3D-Reh, 4B-Dompfaff, 5C-Eichhörnchen)
Unbedingt mal ausprobieren!
17
marktplatz Januar 2015 16
Wahre Muntermacher
Bio-Kiwi-Ernte auf
der Azienda Agricola
Ciresola Corrado in
Villafranca di Verona.
Kiwianbau – so geht das!
Eine Agrargenossenschaft von 15 Bio-Betrieben in Verona,
im Nordosten Italiens, baut herrlich saftige Kiwi-Früchte der
Sorte Hayward an. Über den Importeur Univeg Italy gelangen
sie jetzt im Winter zu uns in die tegut… Märkte.
Kiwis benötigen zum Gedeihen viel Licht und Luft. Um ihnen
diese Bedingungen zu verschaffen, werden die Seitentriebe
der Pflanzen von den Stämmchen weg nach rechts und links
gezogen. Ein Belichtungsschnitt nach der Blüte kommt der
Qualität der Kiwifrüchte ebenfalls zugute. „Je mehr Zucker
Kiwis bilden, desto schmackhafter und haltbarer sind sie“,
sagt Stefano Carretta vom Importeur Univeg. Neben viel Handarbeit wird im Bio-Anbau natürlich auch moderne Technik
eingesetzt: Sonden ermitteln beispielsweise den Wasser­
bedarf der Kiwibäumchen, die dann gezielt bewässert werden
können.
Hinein ins Fruchtvergnügen
Frisch ausgelöffelt sind Kiwis schnelle, erfrischende Muntermacher. Das ist jedoch bei Weitem nicht alles, was uns die
Natur mit den leckeren Riesenbeeren schenkt: Lassen Sie
sich überraschen, welche Ideen wir hier und auf Seite 17 für
Sie zusammengetragen haben!
Wie kommt die Kiwi zu ihrem Namen?
Kiwis wirken auf den ersten Blick unscheinbar. Mit ihrer
braunen, leicht flaumigen Schale gleichen sie dem neuseeländischen Kiwi-Vogel, nach dem sie auch benannt sind.
Ursprünglich kommt die Kiwi übrigens aus Ostasien, sie wird
aber schon seit über hundert Jahren auch in milden Klima­
zonen Europas angebaut.
Wie gehe ich mit der Frucht um?
Kiwis sind klimakterische Früchte, das heißt, dass sie nach
der Ernte weiterreifen. Sobald ihre Fruchtschale auf leichten
Druck nachgibt, haben sie ihre optimale Genussreife erreicht.
Kiwis dann mit einem Messer halbieren* und direkt aus der
Schale löffeln oder Früchte schälen (das geht gut mit einem
Sparschäler) und entsprechend Rezept weiterverarbeiten.
Was kann ich damit zubereiten?
Beispielsweise exotische Fruchtsalate! Unser Tipp: 2 Kiwis,
1 Pitahaya sowie 1 Mango schälen, in Stücke schneiden und
mit dem Saft 1 Orange, 1/2 Limette sowie 2 El Kokossirup
(oder Kokoslikör) locker vermischen. Mit Kokosraspeln bestreut anrichten.
Bildquelle © Frutta C2
Bio-Kiwi aus Italien: Wenn diese Frucht erst einmal ihr braunes
Mäntelchen abgelegt hat, zeigt sie sich auf verblüffende Weise
wandelbar
Für pikante Salate oder kleine Vorspeisen z. B. mit Käse,
Schinken, Geflügel oder Garnelen sind Kiwis hervorragend
geeignet. Bei Kuchen oder Desserts ist ihr fruchtig-süßer
Geschmack z. B. als Fruchtsauce eine höchst willkommene
Ergänzung (siehe Rezepte „Echte Schokopuddings mit Kiwi
und Vanilleeis“ oder „American Cheesecake mit Kiwi-MangoSauce“ auf Seite 18) und auch verarbeitet zu süßen Konfitüren oder würzigen Chutneys setzen Kiwis köstliche Akzente!
*Zauber-Kiwi für Kinder: Frucht mit einem kleinen, spitzen
Messer rundherum zackenförmig bis zur Mitte einschneiden.
Jetzt lassen sich die Hälften vor dem Auslöffeln wie Puzzle­
teile auseinanderziehen und wieder zusammensetzen.
Was steckt Besonderes drin?
Zwei Kiwis decken bereits den von der DGE (Deutsche
Gesellschaft für Ernährung) empfohlenen Tagesbedarf eines
Erwachsenen an Vitamin C. Das in den Kiwis enthaltene
Enzym Actinidin trägt zur Eiweißverdauung bei. Das führt
allerdings auch dazu, dass Milchprodukte (Joghurt, Quark
etc.) in Kombination mit frischen Kiwis gleich verzehrt werden müssen, da sie sonst einen Bittergeschmack entwickeln.
Durch Erhitzen wird das Enzym deaktiviert – dann ist auch
die Verwendung von Gelatine problemlos möglich, deren
Gelierwirkung das Actinidin verhindern würde.
Winterliche Rezepte mit Kiwis
Grüner Smoothie mit Kiwi und Sellerie
Für ca. 4 Portionen: 4 Kiwis und 1 Banane schälen. 2 Stängel
Sellerie waschen und putzen. Alles in kleine Stücke schneiden,
mit 400 ml Wasser im Mixer pürieren und in Gläsern (jeweils
mit Trinkhalm) servieren.
Kiwi-Lachs-Crostinis
Für ca. 4 Portionen: 2 Lauchzwiebeln waschen, putzen,
in dünne Ringe schneiden. 2 Kiwis schälen, fein würfeln.
200 g Räucherlachs in klein schneiden. Alles mit 1 El Olivenöl und 1/2 Tl fein gehacktem Ingwer vermengen, mit Salz und
1 Spritzer Zitronensaft würzen. 8 Scheiben Baguette dünn
mit Olivenöl (ca. 1 El) bepinseln, unter dem Backofengrill
beidseitig goldbraun rösten, Kiwi-Lachs-Mischung daraufverteilen, mit frisch gemahlenem buntem Pfeffer bestreuen.
Ines Teitge-Blaha
Mitglied der tegut… Kochwerkstatt
Food-Journalistin und Ökotrophologin
Weimar (Lahn)
Wie sollte ich sie aufbewahren?
Sind Kiwis beim Einkaufen noch etwas hart, können Sie die
Nachreife beschleunigen, indem Sie die Früchte zusammen
mit Äpfeln (sie verbreiten den natürlichen Reifestoff Ethylen)
in eine Obstschale legen – oder in eine Papiertüte (wirkt
noch intensiver). Reife Früchte können bei Zimmertemperatur 2-3 Tage lang aufbewahrt werden.
Rezepte aus der tegut…
mit der köstlichen und munter machenden Kiwifrische
finden Sie auf Seite 18: Probieren Sie z. B. den herrlich
würzigen „Glasnudelsalat mit Kiwis, Cashewkernen
und Tofu“! Weitere Rezeptideen mit Kiwis gibt es unter
www.tegut.com/rezepte
Rezepte aus der tegut… Kochwerkstatt
marktplatz Januar 2015 18
Muntermachende Kiwifrische
Echte Schokopuddings
mit Kiwi und Vanilleeis
zum Dessert, Tee oder Kaffee leicht, mit Pfiff
American Cheesecake mit
Kiwi-Mango-Sauce
schön fruchtig für die ganze Familie
Rezepte aus der tegut… Kochwerkstatt
19
Einfach lecker, ökologisch und fair genießen
Glasnudelsalat mit Kiwis,
Cashewkernen und Tofu
aus der Asiaküche superschnell vegan
Fruchtig-scharfe KürbisPasta mit Rucola
schnelles Abendessen mit Pfiff
Orangen-Radicchio-Salat
mit Belugalinsen
fruchtig-frisch vitalstoffreich
Ofen-Hähnchen mit
Honig-Paprika-Würze
für die ganze Familie pikant einfach
Zubereitungszeit ca. 30 Min.
Garzeit ca. 20 Min.
Zubereitungszeit ca. 30 Min.
Backzeit ca. 55 Min.
Zubereitungszeit ca. 20 Min.
Zieh- und Blanchierzeiten ca. 3 Min.
Zubereitungszeit ca. 25 Min.
Garzeiten ca. 30 Min.
Zubereitungszeit ca. 30 Min.
Garzeit ca. 30 Min.
Zubereitungszeit ca. 20 Min.
Garzeiten ca. 95 Min.
Zutaten für ca. 4 Portionen
75 g Butter + etwas für die Förmchen 100 g
+ 1-2 El Zucker 1 Tl Vanillezucker 2 Eier* (L)
1 El Orangenlikör 35 g Kakao 35 g Mehl*
1 El Semmelbrösel* 2 Bio-Kiwis 1 Tl Puderzucker 4 große Kugeln Vanilleeis*
Zutaten für 12-16 Stücke
200 g Haferkekse 75 g Butter + etwas für
die Form Salz 3 Eier* (L) 125 g Zucker 1 Pk
Vanillezucker 600 g Doppelrahmfrischkäse
250 g Magerquark 1 reife Mango 2 Bio-Kiwis
Zutaten für ca. 2 Portionen
100 g Instant-Glasnudeln 1/2 rote Paprikaschote 2 Lauchzwiebeln 2 Bio-Kiwis ca. 200 g
Räuchertofu 1/2 Orange 1 Limette 3 Stängel
Koriander* 3 El süße Chilisauce 1 El Sesamöl
Salz Cayennepfeffer 2 El Cashewkerne* (gesalzen, ohne Öl geröstet)
Zutaten für ca. 4 Portionen
750 g Kürbis* (Hokkaido) 1 Zwiebel* 2 Knoblauchzehen* 1-2 getrocknete Peperoni* 8 El
Olivenöl* Salz 2 Äpfel* 400 g Nudeln* (z. B.
Spirelli) 50 g Rucola* 50 g Parmesan* (am
Stück) Pfeffer* (aus der Mühle)
Zutaten für ca. 4 Portionen
50 g Belugalinsen* Salz 100 g Radicchio*
100 g Feldsalat* 2 Orangen* 2 Schalotten
4 El Olivenöl* 1 El Balsamico bianco* 1 Tl
Senf* 1 Tl Honig* Pfeffer* (aus der Mühle)
3 Stängel Dill Zubereitung
1. Kürbis waschen, putzen, entkernen, mit Schale
in mundgerechte schmale Spalten schneiden.
Zwiebel, Knoblauch abziehen, Zwiebel in feine
Streifen, Knoblauch in feine Scheiben schneiden.
Peperoni entkernen, fein hacken. Kürbis mit
Zwiebel, Knoblauch, Peperoni, Olivenöl vermengen, mit Salz würzen, auf ein mit Backpapier
belegtes Blech geben und im 200 Grad heißen
Ofen ca. 20 Min. garen. Äpfel waschen, trocken
reiben, vierteln, Kerngehäuse entfernen, in
Spalten schneiden, nach ca. 10 Min. zufügen.
2. Nudeln nach Packungsanleitung in Salzwasser
ca. 10 Min. garen. Rucola waschen, trocken
schleudern. Parmesan hobeln. Nudeln abgießen,
mit Kürbis-Apfelgemüse vermengen, falls es sich
schlecht vermengen lässt, noch etwas Olivenöl
ergänzen, auf Teller verteilen und mit Rucola,
Parmesan und etwas Pfeffer bestreut servieren.
Zubereitung
1. Belugalinsen nach Packungsanleitung ca.
30 Min. in Salzwasser garen, kalt abbrausen,
abtropfen lassen. Radicchio, Feldsalat putzen,
waschen, trocken schleudern. Radicchio in
mundgerechte Streifen schneiden. Orangen wie
einen Apfel schälen, die weiße Haut vollständig entfernen, Fruchtfilets mit einem Messer
herauslösen, Saft dabei auffangen. Schalotten
abziehen, fein würfeln.
2. Olivenöl mit Balsamico bianco, 2 El Orangensaft, Senf, Honig, Schalottenwürfeln verrühren,
Belugalinsen zugeben, alles mit Salz, Pfeffer
würzen. Salate auf eine große Platte geben,
Orangenfilets daraufanrichten, Linsendressing
darüberträufeln und mit abgezupften Dillspitzen
garnieren.
Zutaten für ca. 4 Portionen
1 Hähnchen* (ca. 1,5 kg) Salz Pfeffer* (aus
der Mühle) 3 El Olivenöl* 2 Tl Honig* 2 Tl
Paprikapulver* (edelsüß) 1 Tl Currypulver*
1 kg Kartoffeln* (festkochend) 2 El Butterschmalz 2 Stängel Rosmarin
Außerdem: eine Gugelhupfform, Alufolie
Zubereitung
1. Butter schmelzen lassen. Inzwischen 100 g
Zucker, Vanillezucker und Eier weiß-cremig aufschlagen. Orangenlikör zugeben, dann das mit
Kakao gemischte Mehl, zuletzt die geschmolzene
Butter unterrühren.
2. Masse in 4 mit Butter ausgepinselte und mit
Semmelbröseln ausgestreute ofenfeste Tassen
oder Förmchen füllen (ca. 100 ml Inhalt).
Alle zusammen in eine Auflaufform mit hohem
Rand setzen, auf der 2. Schiene von unten in
den 160 Grad (Umluft) heißen Ofen schieben,
so viel kochendes Wasser (Wasserkocher verwenden!) in die Auflaufform gießen, dass die
Förmchen zur Hälfte darin stehen, und Puddings
ca. 20 Min. im Wasserbad garen.
3. Kiwis schälen, mit restlichem Zucker (1-2 El)
pürieren. Puddings von den Rändern lösen,
ofenwarm auf Teller stürzen, mit Puderzucker
bestäubt, je 1 Kugel Vanilleeis und Kiwisauce
sofort servieren.
Tipp
Superlecker auch mit Vanillequark anstelle von
Vanilleeis
Zubereitung
1. Haferkekse in einen Gefrierbeutel geben und
mit einem Nudelholz fein zerkrümeln. Butter
schmelzen lassen, zusammen mit 1/4 Tl Salz
unterkneten, die Masse in eine gefettete Springform (Ø ca. 24 cm) drücken und im 180 Grad
heißen Ofen auf mittlerer Schiene ca. 10 Min.
backen, Form herausnehmen und lauwarm abkühlen lassen.
2. Inzwischen Eier, Zucker und Vanillezucker
schaumig schlagen, Frischkäse und Quark unter­
rühren. Quarkmasse auf dem vorgebackenen
Boden glatt verteilen und bei gleicher Tempera­
tur ca. 45 Min. weiterbacken, dann abkühlen
lassen und aus der Form lösen.
3. Für die Fruchtsauce Mango schälen, Stein
entfernen, Frucht fein pürieren, durch ein
Sieb streichen. Kiwis schälen, in kleine Stücke
schneiden und unterheben. Cheesecake mit
Kiwi-Mango-Sauce servieren.
Zubereitung
1. Glasnudeln mit der Küchenschere in ca. 10 cm
lange Stücke schneiden, mit kochendem Wasser
übergießen und zugedeckt ca. 2 Min. ziehen
lassen, dann abgießen, kalt abspülen und gut
abtropfen lassen.
2. Gemüse waschen und putzen. Paprika in feine
Streifen, Lauchzwiebeln in feine Ringe schneiden.
Lauchzwiebeln kurz (ca. 1 Min.) in kochendes
Wasser tauchen (blanchieren). Kiwis schälen,
längs vierteln und quer in Stücke schneiden.
Räuchertofu ebenfalls in mundgerechte Stücke
schneiden.
3. Saft der Orangenhälfte und der Limette aus­
pressen. Koriander waschen, trocken schütteln,
klein zupfen. Alles mit den vorbereiteten Zutaten
und der Chilisauce locker vermengen, mit Sesam­
öl, Salz und Cayennepfeffer abschmecken. Salat
mit Cashewkernen bestreut anrichten.
Tipp
Mit gesalzenen Erdnuss- oder Macadamianusskernen anstelle der Cashewkerne zubereiten.
Ausführliche Informationen über Bio-Kiwis
aus Venetien (Italien) gibt es auf den Seiten
16 und 17.
*der tegut… Mehrwertmarke
Schmecken gut dazu: gedünstetes Lachsfilet und
knuspriges Baguette
Schmeckt gut dazu: ein trockener oder halb­
trockener Weißwein*
*aus dem Bio-Sortiment der tegut… Märkte
Zubereitung
1. Hähnchen kalt abbrausen, trocken tupfen,
innen und außen mit Salz, Pfeffer würzen. Den
Zylinder der Gugelhupfform gut mit Alufolie
abdichten, Hähnchen senkrecht mit der Öffnung
nach unten auf den Zylinder setzen, auf der
untersten Schiene in den 200 Grad heißen Ofen
schieben und ca. 80 Min. garen. Olivenöl mit
Honig, Paprika- sowie Currypulver, etwas Salz
und Pfeffer würzen. Hähnchen nach ca. 30 Min.
mit Honig-Paprika-Würze bestreichen.
2. Kartoffeln schälen, in ca. 2 cm große Würfel
schneiden, ca. 5 Min. rundum in Butterschmalz
braten, mit Salz, Pfeffer würzen, Rosmarinstängel waschen, trocken schütteln, etwas kleiner
zupfen, zufügen und Kartoffeln weitere ca. 10
Min. mit Deckel garen. Hähnchen aus dem Ofen
nehmen, in Portionen teilen und mit RosmarinKartoffeln servieren.
Schmeckt gut dazu: ein frischer Blattsalat mit
Kräuter-Joghurt-Dressing
Was macht Bio besser? Drei Argumente im
Detail finden Sie auf den Seiten 4 und 5.
Rezepte aus der tegut… Kochwerkstatt
marktplatz Januar 2015 20
Köstliches für Leib und Seele mit der tegut… Mehrwertmarke
Quarkspätzle mit
Rotweinlinsen
Klassiker neu kombiniert vegetarisch
Gefüllte Buchteln mit
Vanillesauce
lieben Kinder braucht etwas Zeit
Orientalischer HackErbsentopf mit Joghurt
rasch zubereitet schön würzig
Rezepte aus der tegut… Kochwerkstatt
21
Köstliches für Leib und Seele mit der tegut… Mehrwertmarke
Pfannkuchen-Gratin mit
Wirsing-Füllung
einfach lässt sich vorbereiten
Chai mit Milchschaum zu
Prasselkuchen-Schnitten
schnell ganz einfach
Schichttopf mit BauernMettwurst
deftig einfach für viele
Zubereitungszeit ca. 25 Min.
Quellzeit ca. 30 Min.
Garzeit ca. 30 Min.
Zubereitungszeit ca. 30 Min.
Gehzeit ca. 75 Min.
Backzeit ca. 40 Min.
Zubereitungszeit ca. 20 Min.
Garzeit ca. 15 Min.
Zubereitungszeit ca. 30 Min.
Quellzeit ca. 15 Min.
Gar-/Überbackzeiten ca. 30 Min.
Zubereitungszeit ca. 20 Min.
Backzeit ca. 20 Min.
Brühzeit 7 Min.
Zubereitungszeit ca. 30 Min.
Garzeit ca. 25 Min.
Zutaten für ca. 4 Portionen
300 g Mehl* Salz Muskatnuss* (frisch gerieben) 150 g Quark (20 %) 140 ml Milch*
4 Eier* (M) 1 Zwiebel* 1 Knoblauchzehe
3 Möhren 200 g Stangensellerie 4 El Butter
2 El Tomatenmark 250 ml Gemüsebrühe
250 ml Rotwein* 250 g Pardina-Linsen*
2 Lorbeerblätter* 1 Bd Schnittlauch* Pfeffer*
(aus der Mühle) 100 ml Crema di Balsamico*
Zutaten für ca. 20 Stück
1 Würfel Hefe (= 42 g) 1 Pk Vanillezucker
500 ml Milch* (lauwarm) 500 g Mehl*
3 Eier* (M) 30 + 75 g Zucker 1/2 Bio-Zitrone
Salz 200 g weiche Butter je 100 g Pflaumenmus* und Hagebutten-Konfitüre* 1 Vanilleschote* 250 g Schlagsahne* 10 g Speisestärke
Puderzucker
Zutaten für 2-3 Portionen
2 Zwiebeln* 2 Knoblauchzehen ca. 4 cm Ingwer
1 getrocknete Chilischote 250 g Bio-Rinderhackfleisch 4 El Rapsöl* je 3 Tl gemahlener
Kreuzkümmel*, Koriander*, Paprikapulver*
(edelsüß), Kurkuma* 1 Dose Cocktail­tomaten
(= 400 ml) Salz Pfeffer* (aus der Mühle)
300 g Erbsen* (tiefgekühlt) 1/2 Bd glatte Petersilie 1/2 Bio-Zitrone 300 g Joghurt*
Zutaten für 4-6 Portionen
3 Eier* (M) Salz 250 g Dinkelmehl* (Type 630)
500 ml Milch* 1 Zwiebel* 250 g Champignons* 750 g Wirsing 50 g Walnusskerne*
2 El Butter + etwas für die Form 100 g Schinkenspeckwürfel 100 ml Gemüsebrühe Pfeffer*
(aus der Mühle) 2 Pk Kräuter-Frischkäse
(= 400 g) 100 g geriebener Käse
Zutaten für ca. 4 Portionen
200 g Mehl* 100 g + 4 Tl Zucker 125 g Butter
Salz 1 Pk Vanillezucker 1 Pk frischer Blätterteig (z. B. von Tante Fanny aus dem Kühlregal)
100 g Apfelgelee* 50 g Puderzucker 200 ml
Milch* + 1-2 El für den Guss 4 Beutel „Classic“
von YogiTea Zimt* (gemahlen)
Zutaten für 4-6 Portionen
500 g Lauch 700 g Kartoffeln* (vorwiegend
festkochend) 300 g Möhren 500 g Weißkohl
2 Tl Kümmel* 2 El Butter Salz Pfeffer* (aus
der Mühle) 2 Tl Paprikapulver* (edelsüß) 1 l
Gemüsebrühe 250 g Schlagsahne* 4 kff BauernMettwürstchen
Zubereitung
1. Mehl, 100 g Zucker, Butter, Prise Salz und Vanillezucker zu Streuseln vermengen. Blätterteig
auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben.
Apfelgelee leicht erwärmen, daraufstreichen,
Streusel darüberverteilen. Prasselkuchen im
200 Grad heißen Ofen ca. 20 Min. hellgelb backen, abkühlen lassen. Puderzucker mit 1-2 El
Milch glattrühren, Prasselkuchen damit dekorieren, dann z. B. in Dreiecke schneiden.
2. Teebeutel nach Packungsanleitung mit 1 l kochendem Wasser überbrühen, 7 Min. ziehen lassen. Teebeutel entfernen und Tee mit 4 Tl Zucker
süßen. Restliche Milch (200 ml) erwärmen, aufschäumen. Tee auf vier Tassen verteilen, jeweils
Milchschaum daraufgeben, mit etwas Zimt bestäuben und mit Prasselkuchen-Schnitten servieren.
Zubereitung
1. Lauch putzen, waschen, Kartoffeln, Möhren
schälen, jeweils getrennt in ca. 1 cm dicke
Scheiben schneiden. Weißkohl putzen, in feine
Streifen schneiden.
2. Kümmel in einem großen Topf rösten, bis er
duftet. Butter zufügen, schmelzen lassen, dann
jeweils die Hälfte des Kohls, des Lauchs, der
Kartoffeln und der Möhren übereinanderschichten, jede Schicht mit etwas Salz, Pfeffer, Paprika
würzen. Restliches Gemüse genauso einschichten
und würzen. Gemüsebrühe, Sahne angießen,
Mettwürstchen zufügen, einmal aufkochen lassen
und alles mit Deckel ca. 25 Min. sanft garen.
3. Mettwürstchen aus dem Topf nehmen, in feine Scheiben schneiden, wieder zufügen und
Schichttopf servieren.
Zubereitung
1. Mehl mit 1 Tl Salz, Prise Muskatnuss, Quark,
Milch und Eiern zu einem zähreißenden, glänzen­
den Teig verrühren, ca. 30 Min. quellen lassen.
2. Zwiebel, Knoblauch abziehen, Möhren,
schälen, Sellerie putzen, alles fein würfeln, in
Butter mit Tomatenmark anschwitzen. Dann
Gemüsebrühe, Rotwein, Linsen und Lorbeer
unterrühren, mit Salz, Pfeffer würzen, zugedeckt
bei geringer Hitze ca. 30 Min. garen.
3. Inzwischen Wasser mit Salz zum Kochen
bringen, Teig mit einer Spätzlepresse ins siedende Wasser geben. Sobald die Spätzle an die
Oberfläche kommen, mit einer Schaumkelle herausnehmen, warm halten. So verfahren, bis der
komplette Teig verarbeitet ist.
4. Schnittlauch waschen, trocken schütteln, in
feine Röllchen schneiden. Rotweinlinsen mit
Salz, Pfeffer, Crema di Balsamico abschmecken.
Spätzle und Rotweinlinsen nebeneinander
anrichten und mit Schnittlauchröllchen garniert
servieren.
Schmecken gut dazu: Feldsalat mit Apfel-SenfVinaigrette und ein Dornfelder-Rotwein*
Zubereitung
1. Hefe zerbröseln, mit Vanillezucker, 50 ml
Milch verrühren, zum Mehl geben, mit etwas
Mehl bestäuben und abgedeckt ca. 10 Min.
ruhen lassen. Eier trennen. Eiweiß, 30 g Zucker,
200 ml Milch, abgeriebene Zitronenschale,
Prise Salz, 150 g weiche Butter zugeben, alles
verkneten, abgedeckt ca. 50 Min. ruhen lassen.
2. Teig auf bemehlter Fläche durchkneten, in
ca. 20 Stücke teilen, zu Kugeln formen, in jede
eine Mulde drücken, mit je 1 Tl Pflaumenmus
oder Hagebutten-Konfitüre füllen, verschließen,
in eine gebutterte Auflaufform geben, ab­ge­deckt ca. 15 Min. gehen lassen. Übrige Butter
(50 g) schmelzen, Buchteln damit bepinseln, im
180 Grad heißen Ofen auf mittlerer Schiene ca.
40 Min. backen.
3. Vanilleschote längs aufschneiden, Mark herausschaben, mit der Schote in restlicher Milch
(250 ml) aufkochen. Restliche Eigelb (3) mit 75 g
Zucker, Sahne, Speisestärke verrühren, zur Vanillemilch geben, einmal kurz aufkochen lassen.
Buchteln mit Puderzucker bestäuben und mit
Vanillesauce servieren.
Zubereitung
1. Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer schälen, fein
würfeln. Chilischote entkernen, fein hacken.
Hackfleisch in Öl krümelig anbraten, Gewürze
zugeben, dann Zwiebel, Knoblauch, Ingwer und
Chili zufügen, kurz mitanschwitzen, Tomaten
unterrühren, alles mit Salz, Pfeffer würzen und
bei geringer Hitze zugedeckt ca. 15 Min. schmoren
lassen, in den letzten 5 Min. die Erbsen zugeben.
2. Petersilie waschen, trocken schütteln, fein
hacken, Schale der halben Bio-Zitrone fein abreiben, beides mit Joghurt verrühren. Hack-Erbsentopf mit Joghurt servieren.
Schmecken gut dazu: Naan-Brot und MangoChutney (z. B. von Alnatura)
Zubereitung
1. Eier trennen. Eiweiß, Prise Salz steif schlagen.
Eigelb mit Dinkelmehl, Milch verquirlen, Eischnee
unterheben, ca. 15 Min. quellen lassen.
2. Zwiebel abziehen, fein würfeln. Champignons
putzen, in Scheiben schneiden. Wirsing waschen,
putzen, in feine Streifen schneiden. Walnusskerne grob hacken. Zwiebelwürfel in Butter anschwitzen, Champignons und Schinkenwürfel,
dann Wirsing zufügen, kurz mitanschwitzen, Gemüsebrühe angießen, mit Salz, Pfeffer würzen
und zugedeckt ca. 10 Min. dünsten, anschließend
Frischkäse unterrühren.
3. Aus dem Teig nach und nach sechs dünne
Pfannkuchen in Rapsöl ausbacken, je zur Hälfte
mit Gemüse belegen, ca. 1 cm vom Rand frei lassen, aufrollen und nebeneinander in eine gebutterte Auflaufform geben. Pfannkuchen mit Käse,
Walnusskernen bestreuen und im 200 Grad heißen Ofen ca. 20 Min. überbacken.
Tipp
Prasselkuchen lässt sich prima einfrieren –
einmal backen, mehrmals genießen!
Schmeckt gut dazu: ein fruchtiger Rotwein*
*der tegut… Mehrwertmarke
Ausführliche Informationen über die tegut…
FAIRbindet Frischmilch finden Sie auf den Seiten
zehn und elf.
Tipp
Schichttopf mit einer Handvoll frisch gehackter
Kräuter (Schnittlauch, Petersilie und/oder Dill)
bestreuen und servieren.
Schmeckt gut dazu: frisches Bauernbrot und ein
kühles Pils
Kochen mit den Profis
Sushi & Co.
Das Kursangebot der tegut… Kochwerkstatt
im Februar 2015
Entdecken Sie das Geheimnis der ebenso leckeren wie
gesunden japanischen Sushi-Küche. Diese kleinen Köstlichkeiten herzustellen, ist eine Kunst. In diesem Kurs erfahren
Sie, wie Sie die zauberhaften Häppchen befüllen und rollen, was
bei den Zutaten wie frischer Fisch und Gemüse zu beachten ist und welchen Reis Sie
für die perfekte Rolle nehmen müssen. Den krönenden Abschluss bildet das Verkosten der
kleinen Meisterwerke!
Kursleitung: das Köcheteam von bankett sinnreich
Termine: Donnerstag, 12.02., 19.02. oder 26.02.2015 von 18 bis ca. 22 Uhr
Teilnehmerzahl: mindestens 12, höchstens 16
Ort: tegut… Bistro, Gerloser Weg 72, 36039 Fulda
Kosten: 49,- Euro pro Teilnehmer inkl. Speisen, Getränken, Rezepten, Kochschürze
Anmeldung ab sofort unter Tel. 0800-0002233 (kostenfrei aus dem dt. Fest- und Mobilfunknetz)
marktplatz Januar 2015 22
Schöne Grüße aus den
tegut... Saisongärten!
Der Januar muss vor Kälte knacken…
Jetzt haben alle Saisongärten Winterruhe, doch
die Äcker sind schon auf die kommende Saison
vorbereitet worden: Sie wurden gemulcht, Ernterückstände eingearbeitet und gepflügt, was zur
ersten Unkrautregulierung beiträgt. Vielerorts
kann jetzt eine schützende, wärmende Schneedecke auf der Erde liegen.
Mehr unter www.tegut.com/kochwerkstatt
tegut… Feinkostauswahl und -beratung in Bad Hersfeld ist ausgezeichnet!
Leser der Zeitschrift „Essen & Trinken für jeden Tag“ haben in einer Umfrage der Firma Wiltmann
die Theke im Bad Hersfelder tegut… Markt, Heinrich-von-Stephan-Straße, auf den 1. Platz gewählt. Überzeugt sind sie vor allem von deren deutschlandweit einmaligen Bio-Auswahl und dem
reichhaltigen Angebot regionaler Spezialitäten. Die tegut… Mitarbeitenden an der Fein­kosttheke
werden zudem für ihre hervorragende, individuelle Beratung gelobt. „Dass dies die Leser als
Spitzenleistung geehrt haben“, freut den Filialgeschäftsführer Klaus Nüchter und sein Team.
Johann Lafer (3. v. l.), bekannter Fernsehkoch und Chef der Stromburg, Gourmetrestaurant mit Luxusherberge im Hunsrück (Rheinland-Pfalz), gratuliert dem Gewinner-Team des tegut… Marktes in Bad
Hersfeld (v. l.): Frank Weis, Fachberater Feinkost; Dieter Grunewald, Gebietsverantwortlicher; Jennifer
Kniest, Mitarbeiterin der Feinkostabteilung; Peter Lautenschläger, Leiter der Feinkostabteilung; Klaus
Nüchter, Filialgeschäftsführer; Andreas Bartholomé, Fachberater Feinkost.
23
Deutscher Kinderschutzbund
Orts- und Kreisverband Marburg-Biedenkopf e.V.
Kinder sind unsere Zukunft
Der Kinderschutzbund in Marburg-Biedenkopf (Hessen) setzt sich für
die Verwirklichung der Rechte von Kindern und Jugendlichen ein. Die Mitarbeitenden beraten hilfesuchende Kinder und Eltern in Krisensituationen.
Gemeinsam mit den Familien arbeiten sie daran, dass sich die Lebenssituation der Kinder verbessert.
Schnelle und frühzeitige Hilfe ist hierbei besonders wichtig. Kinder, die
unter Armut, Gewalt, familiären Problemen und mangelnder Bildung leiden, können ihre Zukunft oft nicht selbst in die Hand nehmen. Trotz der
Probleme in den Familien sollen sich die Kinder mit Hilfe von außen körperlich, geistig, seelisch und sozial optimal entwickeln können. Um jedem
die Möglichkeit zu bieten, sich Unterstützung zu holen, ist die Arbeit des
Kinderschutzbundes kostenlos, vertraulich und anonym. Die Initiative
setzt sich sowohl auf der politischen Ebene für die Situation der Familien
ein, als auch für jede Familie einzeln mit ihrer ganz individuellen Problemlage.
Kochen mit den Profis – so geht’s weiter von März bis Mai 2015
Ruck, zuck gekocht 05.03. oder 12.03.2015
Alles rund ums Ei 19.03. oder 26.03.2015
Kräuter und Wildkräuter 09.04., 16.04. oder 23.04.2015
Köstliche Spargelzeit 07.05., 21.05. oder 28.05.2015
Beste Wursttheke Deutschlands 2014
Platz für Initiativen
© DKSB/ Susanne Tessa Müller
Kurz notiert
Januar ist Planungsmonat für den Saisongarten.
Die Feldanlage wird gestaltet und die Gemüsekulturen, Kräuter sowie Blumen unter Berücksichtigung der Blütezeiten und Fruchtfolgen
festgelegt. Zur Vorbereitung auf die Aussaatzeit
wird jetzt das Saatgut aus dem vergangenen
Jahr (jeweils mit Hilfe einer Keimprobe) auf seine Keimfähigkeit kontrolliert. Prima, wenn alles
aufgeht, wenn nicht, ist es unbrauchbar und
kann weg. Saatgut, Jungpflanzen und Kartoffeln
werden für die neue Saison bestellt.
Um Ihnen die Vorfreude zu versüßen,
hier alle Standorte 2015 auf einen Blick:
34123 Kassel, Waldauer Wiesen
35418 Buseck, Sonnenhof
35390 Gießen, Marburger Straße/Werrastraße
35641 Schöffengrund-Niederwetz, Talhof
36039 Fulda-Eisweiher
61130 Nidderau, Hof Buchwald
61137 Schöneck, Naturlandhof Ramme
61669 Friedberg, Biogärten GbR
63303 Dreieich, Bergwiese
63477 Maintal, StadtLand
64287 Darmstadt, Hofgut Oberfeld
64347 Griesheim, Hof Gauder
64372 Ober-Ramstadt, Lindenhof
64846 Klein-Zimmern, Birkenhof
65618 Selters (Taunus), Tannenhof
97525 Schwebheim, Naturlandhof Peter
97294 Unterpleichfeld, Demeterhof Wild
99869 Cobstädt, LebensGut Cobstädt e. V.
Frohe Neujahrsgrüße von Ihrer Stefanie Krecek
Projektleiterin tegut... Saisongarten
Tel. 0171-6906987
E-Mail: saisongarten@tegut.com
Internet: www.saisongarten.com
Wie können Sie helfen?
Werden Sie Mitglied im Kinderschutzbund (Jahresbeitrag 35 Euro) oder
unterstützen Sie den Kinderschutzbund mit Spenden. Konto: Sparkasse
Marburg-Biedenkopf, IBAN: DE 94 5335 0000 0000 0130 21
Viele Kinder brauchen Hilfe,
um ihre Zukunft gestalten und
sich verwirklichen zu können.
Kontakt
Deutscher Kinderschutzbund Orts- und Kreisverband Marburg-Biedenkopf
e. V., Universitätsstraße 29, 35037 Marburg, Tel. 06421-67157, E-Mail:
info@kinderschutzbund-marburg.de, Beratungsstelle: 06421-67119
Weitere Informationen finden Sie unter www.kinderschutzbund-marburg.de
Tapetenwechsel e. V.
Bildung und Freizeit
Tapetenwechsel e. V. ist ein gemeinnütziger Verein, der es sich zur
Aufgabe gemacht hat, Bildungs- und Freizeitangebote für Erwachsene mit
geistiger Beeinträchtigung anzubieten. Den Mitarbeitenden des Vereins
ist es wichtig, diesen Menschen lebendige und eindrucksvolle Erlebnisse
zu ermöglichen.
Reisen, Lernen, Spaß haben: Unter diesem Motto wird das Programm mit
den Teilnehmern geplant. Die Palette an Unternehmungen erstreckt sich
von thematisch gestalteten Wochenenden, wie z. B. ein Kunst-, Kreativ-,
Koch- oder Musikwochenende, über Städtetouren nach Frankfurt, Berlin,
München, Würzburg und Heidelberg bis hin zu gemeinsamen Urlaubsreisen. Die Ausflüge finden immer in Kleingruppen von höchstens sieben
Personen statt.
Ein Kunstprojekt und ein Chorprojekt hat der Verein in den letzten Jahren
ins Leben gerufen. Bei dem Kunstprojekt „Ein buntes Kunstwochenende“,
beschäftigen sich die Teilnehmer, angeleitet von einer Kunstwissenschaftlerin, mit dem Thema Farben und Formen. An den Wochenenden des
Chorprojekts wird gemeinsam mit erfahrenen Musikpädagogen gesungen
und musiziert. Weitere Veranstaltungen, wie z. B. ein Kunstworkshop in
Frankfurt, sind im Frühjahr 2015 geplant.
Der Verein bietet
Menschen mit geistiger Beeinträchtigung
ein umfangreiches,
kreatives Programm.
Wie können Sie helfen?
Um die zusätzlichen Kosten für die Honorare der Referenten und die
Raummieten bestreiten zu können, ist der Verein auf Spenden angewiesen.
Konto: VR Genossenschaftsbank Fulda eG,
IBAN: DE 18 5306 0180 0000 3258 48
Kontakt
Tapetenwechsel e. V., Horaser Weg 83, 36039 Fulda,
Ansprechpartner Reimund Wiemer-Kemmerer,
Tel. 0661-2500269, E-Mail: info@tapetenwechsel-reisen.de
Weitere Informationen finden Sie unter www.tapetenwechsel-reisen.de
Platz für Initiativen!
Haben Sie eine Idee für eine gemeinnützige Initiative und suchen noch Sponsoren oder geeignete Mitstreiter?
Schreiben Sie an die tegut… marktplatz-Redaktion, Gerloser Weg 72, 36039 Fulda,
Stichwort: Platz für Initiativen oder per E-Mail an: marktplatz@tegut.com – wir setzen uns dann mit Ihnen in Verbindung.
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Seele and Geist
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