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01/2015 - der photograph

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48. Jahrgang / 01 2015
03Z034853
Österreichisches Monatsjournal für angewandte Fotografie und audiovisuelle Medien
20. – 22. März 2015
Toscana Congress Gmunden
„Neue Märkte – neue Chancen“
Ab sofort online buchbar
Workshops & Seminare
Hochzeitsfotografie mit
Andrej Balabasov, D
Peoplephotography mit
Pierre Delaunay, F
New Born Photography mit
Patricia van den Bogaart, NL
Videografie mit
Kai Gebel, D
Produktfotografie mit
Eberhard Schuy, D
Bildbearbeitung mit
Uli Staiger, D
Hole-Y-shoot mit
Dave Montizambert, CAN
Illustration mit
André Boto, POR
Bei Buchung bis 31. Jänner minus 20% Frühbucherrabatt
www.fototage.at
editorial
Foto: Elmar Michael Elbs
Elmar Michael Elbs
Innungsmeister Vorarlberg
Titelbild
Liebe Kolleginnen,
Liebe Kollegen,
Soeben begingen wir den ersten Jahrestag
der Befreiung der Österreichischen Berufsfotografie. Verfassungsgerichtlich mutierte unser zugangsbeschränktes, reglementiertes
Handwerk unumstößlich zu einem freien Gewerbe. Die Anzahl der Pflicht-Mitglieder hat
sich seither mehr als verdoppelt.
Zum Vergleich: Der Fachverband Werbung
und Marktkommunikation vervielfachte seine
Mitgliederzahl nach Freigabe des Gewerbes
1997 innerhalb fünfzehn Jahren auf etwa
27000. Technologisch flankiert von Digitalisierung und der rasanten Entwicklung Neuer Medien, bildete sich damit der viertgrößte
Branchenverband innerhalb der Wirtschaftskammer Österreich.
Dieser immense Zuwachs bewirkte zunächst
eine große Verunsicherung alter Mitglieder.
Das Qualitätszertifikat CAAA (Certified Austrian Advertising Agency), eine freiwillige
Zertifizierung für Werbeagenturen, sollte als
„Entscheidungshilfe bei der Agenturauswahl“
zur Imageverbesserung der Werbebranche
beitragen. Voraussetzung für die Erlangung
im Zuge eines Fachgesprächs: Mehrjährige
einschlägige Berufspraxis, fachliche Ausbildung und Qualifikation, die Kenntnis und Anerkennung der relevanten Standesregeln und
die Einhaltung des Prinzips der Entgeltlichkeit
von Präsentationen. Mehr als 10 Jahre nach
der Liberalisierung sprach sich eine klare
Mehrheit im Ausschuss des Fachverbands
jedoch gegen eine Fortführung der CAAAZertifizierung aus.
Qualified Austrian Photographer
Wollen wir nun unter der Bezeichnung QAP
– Qualified Austrian Photographer – für die
Österreichische Berufsfotografie eine zeitgemäße und gleichermaßen dauerhafte Zertifizierung mit fachlich universellem Anspruch
etablieren, muss diese eine Rezertifizierung
umfassen. Praktisches Wissen veraltet in
Abhängigkeit technologischer Entwicklungen
(Hardware, Software) heute schnell. Fortlaufende, regelmäßige Weiterbildung durch die
Teilnahme an Workshops und Seminaren
beugt einer drohenden (kreativen) Stagnation
im alltäglichen Trott der „Dienstleistungsfotografie“ vor.
Austrian Academy of Photography
Unsere seit 2011 in einzelnen Bundesländern
geschaffenen Ausbildungen, die Meisterklassen/Masterclasses werden nun als „Austrian Academy of Photography“ vernetzt und
flächendeckend als „Aufbaulehrgang QAP“
ausgebaut. Experten bzw. fachliche Spezialisten, die sich oft mit viel Herzblut (Coaching)
um dieses Bildungsanliegen annehmen,
erreichen gemeinsam mit engagierten Teilnehmenden sogar mehr als Wissens- oder
Erfahrungsvermittlung. Es entstehen junge
Netzwerke mit einer lange vermissten kollegialen Eigendynamik. Austausch, Treffen,
Gemeinschaftsausstellungen, auch gegenseitige Empfehlungen zeigen auf, wie wertschätzend und bedeutsam regionale Ausund Weiterbildungsangebote für die Zukunft
unserer Berufsgruppe sind.
Gut Licht für Zweitausendfünfzehn!
Elmar Michael Elbs,
Berufsfotografen Vorarlberg
PS: An einem weiterführenden, praxisnahen akademischen Bildungsweg mit dem Ziel eines
„Master of Fine Arts“ wird aufbauend auf dem zweisemestrigen WIFI-Lehrgang in Zusammenarbeit mit der Donau-Universität Krems bereits gearbeitet.
01 2015
André Boto
Der portugiesische FreelanceFotograf André Boto gilt nicht
zufällig als „Maler unter den Fotografen“. In der Escola Superior
de Educação de Beja machte er
2007 seinen Abschluss in Dekorativer Kunst, bevor er in Lissabon Advanced Photography
und Conceptual Photography
absolvierte. Schon damals war
er gefangen von der Ausdrucksweise eines MC Escher, René
Magritte oder Salvador Dali. Wie
diese drei großen Meister, so
bedient sich auch André Boto
verblüffender optischer Täuschungen bei der Erschaffung
neuer künstlicher Welten.
Diesen Zugang zu seiner Arbeit
hat er auch in der Fotografie
beibehalten. Mit Konzentration
auf konzeptuelle Fotografie ist
Boto auf die Bereiche Werbung,
Architektur, Innenarchitektur, Industriegüter und Portrait spezialisiert. In Sachen Post-Production
mit Photoshop ist er ein absolutes Genie. Einem perfekten
Mix aus all diesen Fähigkeiten
sowie seiner Ausdauer verdankt
der Portugiese, trotz seiner erst
kurzen beruflichen Laufbahn bereits viele bedeutende Auszeichnungen, darunter 2-facher QEP,
MQEP, Gewinner des National
Geographic Photo Contest,
erhalten zu haben. Sein Credo
lautet: „Suche Deinen eigenen
Stil und perfektioniere ihn!“
1
Inhalt
dankE
01Editorial
02Inhalt
03
Titelstory: Fotograf André Boto
Vortragender der Gmundner Fototage
08FEP:
Neuester QEP Manuel Riesterer
09
In Memoriam Lillian Barylli-Fayer
10Neuheiten
LG 34UC97 Erster Bildschirm
mit Krümmung
Action-Cam 360Fly
Nano-Drohne Zano
11photo::vienna 
12Infocenter
Kurzmeldungen aus der internationalen Szene
13
Für Sie recherchiert
Better Portable Graphics
LED statt QR
14Interview
Social Media Expertin
Astrid Eishofer
15
Saga News
PENTAX 645 Z
Workshop Produktfotografie
16
Eric‘s World
One Year with Hasselblad
H5D
18
Future of Imaging 
Studienergebnisse des
Future Laboratory (im
Autrag von Nikon)
19Ausgezeichnet
UNICEF Foto des Jahres

20
Tipps und Termine
21Wettbewerbe
Leica Oskar Barnack 
22
In eigener Sache
RSV Serie P wie Panoramafreiheit
23
Wien, Niederösterreich
24
Zu GUTER Letzt
Wien, Kleiner Anzeiger,
Impressum
2
Die Marke
der Profis
Technicomp
TM
01 2015
Titelstory
kein Stein
bleibt
Wo
auf dem anderen
André Boto photozaubert seine Welten
Der Portugiese René Boto
besticht durch
Fantasie und
klare Bildaussagen
Mit dem Projekt „Surrealismus“ nahm alles seinen Anfang. Der Portugiese René Boto hatte gerade sein Studium an der Hochschule Oficina da Imagem in Lissabon beendet, als er die Einladung erhielt, seine Arbeit
beim
Ausstellungssalon
AFP (heute APPImagem) zu
präsentieren. Heute ist Boto
nicht nur Träger der beiden
Gütesiegel der Federation
of European Professional
Photographers, QEP und
Master QEP, sondern wurde
2010 auch mit der höchsten
Auszeichnung FEP-Photographer of the Year geadelt.
Der junge Fotograf, dessen
Karriere mit der beeindruckenden Resonanz von
„Surrealismus“ – er kassierte für diese Serie auch
mehrere Gold- und Silbermedaillen – ihren unaufhaltsamen Lauf nahm, hält während der Gmunder Fototage
2015 zwei Seminare zum Thema „Photography: A new
way to do“. Ein Titel, der vieles offen lässt. Seine Bilder hingegen geben schnell Aufschluss, worum es ihm
wirklich gehet: Um täuschend echte Abbildungen völlig
irrealer Situationen. Dass damit nicht nur Bildbearbeitung vom Feinsten auf den Plan gerufen wird, sondern
mindestens ebenso ein freies Spiel der Gedanken
und Träume, ist selbstredend. Seine Visionen sind der Auslöser, Photoshop das
Werkzeug – meistens. Fantasien hat
jeder, sie auszuleben werden wir
von René Boto eingeladen.
Botos Bilder täuschen, verblüffen, irritieren ... jeder reagiert
auf seine Weise, doch wird es
niemanden geben, der/die sich
nicht angesprochen fühlt. René
Magritte und Salvador Dalí hatten den Pinsel, Boto Kamera und
Software. Künstler wie diese sind
Botos große Inspirationsquelle. Die
Bilder entstehen lediglich auf unterschiedliche Weise. Zugrunde liegt René
Boto immer ein Foto, wenngleich das Resultat nicht immer die eindeutige Zuordnung zum Ausgangsbild zulässt.
01 2015
 „Night Walking“ ist eines
der Beispiele,
dessen Entstehung mindestens ebenso
beeindruckend
ist, wie das eigentliche Werk.
Zu sehen unter:
www.andreboto.
com/videos.html
Eine hervorragende Wegbeschreibung seiner Arbeitsschritte liefern Video, die der Fotograf auf seiner Homepage und in Facebook veröffentlicht.
Doch Kunden geht es nicht immer um Traumwelten,
sondern um Produkte, die sie möglichst gut an den
Mann bringen wollen. Ob er die Produkte seiner
Kunden in surreale Bedingungen steckt
oder bisweilen nüchterne Industrieprodukte durch Licht, Farbe und
Schattenspiel zu interessantem
Leben erweckt, eines ist allen Sujets von René Boto
gleich:
sie
bestechen
durch ihre höchst sensible
Inszenierung.
Der Portugiese ist ein
wunderbares
Beispiel,
dass man sich als Fotograf nicht auf bestimmte
Themen festnageln lassen muss, soferne man es
schafft, selber als Marke gehandelt zu werden. Fotografie
ist Leben schlechthin, ob Mensch,
Landschaft, Architektur, Industrie...
und bei René Boto auch das Märchenhaftes.
3
Impactstarke,
überraschende
Bilder – das
ist bei jeder
Bildkomposition
André Botos
Ziel. Diesen
erfrischinden
Zugang bietet
der Master-QEP
den Teilnehmern
seiner Seminare
am 21.3.2015 in
Gmunden.
4
01 2015
Andre Boto www.andreboto.com
Gmundner Fototage 2015
Seminar mit André Boto
„Photography - A new Way to do“
am 21.3.2015
11 bis 13 und 15 bis 17.00 Uhr
Information und Buchung:
www.fototage.at
Aus Mutter Erde gerissene Fluginseln sind nicht nur ein immer wiederkehrendes Motiv in
René Botos Werksreihe „Surrealismus“, sondern beflügelten auch seine steile Karriere
01 2015
5
Referent Gmunder Fototage
6
01 2015
„Photography: A new way to do“ – Andre Boto
01 2015
7
federation of european photographers
QEP Qualifikation
Manuel Riesterer einziger Österreicher
Die 30. Jurierung der FEP im November 2014 endete mit einem schönen Erfolg: 7 neue Master-QEP und
31 neue QEPs, darunter als einziger Österreicher Manuel Riesterer, wurden in den erlesenen Kreis ausgezeichneter Fotografen aufgenommen. Der Partner von
Matthias Weissengruber (ebenfalls QEP Preisträger)
überzeugte die Jury mit einer Fotostrecke aus dem Seniorenheim Hörbranz. (links) „Ich suchte nach charakterstarken und unverfälschten Menschen. Die Begegnungen im Seniorenheim Hörbranz waren einmalig, die
Arbeit gestaltete sich zu einem bewegenden Erlebnis.“
Manuel Riesterer, der nunmehr
vierte Vorarl­
berger Fotograf mit dem
QEP-Gütesiegel,
erarbeitete sich
den QEP mit
einer Portrait­
serie aus dem
Seniorenheim
Hörbranz.
Juror Bernd Gassner
8
01 2015
FEP
Termine Vormerken!
FEP International Photo Days
28. Februar bis 1. März 2015/Triest
Die wunderbare Verdi Opera Theater in Triest ist
Schauplatz der nächsten FEP International Photo
Days. Lassen Sie sich Impulse einer Reihe bekannter, international erfolgreicher Fotografen geben.
> www.photographymasters.eu
FEP European Professional Photo­
grapher of the Year Awards 2015
Anmeldeschluss: 15. Jänner 2015
Lillian Barylli-Fayer ist tot
Die Doyenne der österreichischen Portraitfotografie ist in
der Nacht auf den 14. Dezember friedlich entschlafen. Sie
stand im 98. Lebensjahr.
Trotz ihres fortgeschrittenen Alters kam ihr Tod für ihre
Angehörigen völlig unerwartet, denn bis zuletzt war Lillian Barylli-Fayer wachen Geistes am Fortgang des heimischen Kulturlebens interessiert, das sie über Jahre
aufmerksam mit der Kamera verfolgte und dokumentierte.
„Foto Fayer“ war in den 50er- und 60erjahren Synonym für hochwertige Künstler-Portraits aus dem Theater- und Opernbereich. In den 1950er-Jahren war Lillian
Barylli-Fayer Fotografin der Salzburger Festspiele, in der
legendären Ära Karajan öffnete ihr der dirigierende Direktor die Pforten der Wiener Staatsoper, wo legendäre
Foto-Serien entstanden sind.
Der Award gehört zu den wichtigsten Aktivitäten
der FEP, den Anspruch und die künstlerische Einzigartigkeit der professionellen Fotografie in Europa zu fördern und hoch zu halten. Stellen Sie Ihre
Leistung dem professionellen Umfeld Europas gegenüber! Die feierliche Bekanntgabe der Gewinner
findet am 1. März in Triest anlässtlich der FEP International Photo Days statt.
> www.europeanphotographers.eu
31. QEP/Master-QEP-Jurierung
(London): Anmeldeschluss: 13. Juni 2015
30. April 2015
> www.europeanphotographers.eu
World Photographic Cup Awards Ceremony
12. April 2015 in Montpellier
Der Tag der Entscheidung! 27 Nationalteams aus 4
Kontinenten (um 23 % mehr zum Vorjahr) matchen
in der zweiten Ausgabe des World Photographic
Cup Awards um den Titel. Die Jurierung der 15
internationalen Fachjuroren endet am 15. Jänner
2015.
> www.worldphotographiccup.org
Für alle Fragen steht Ihnen die FEP-Vertretung
für Österreich jederzeit gerne zur Verfügung:
Andreas Barylli/Ursula Kralupper
Tel.: 01/512 87 12 | Mail: vphl@fayer.at
01 2015
Lillian Barylli-Fayer, geboren am 8. Juli 1917 in New York,
war als Mädchen über Ungarn nach Wien gekommen.
Sie übernahm das bedeutende Fotounternehmen ihres
Vaters, welches bis zu den Anfängen der Fotografie zurückreicht (Die Gründung des ersten Fayer-Fotostudios
wurde von Foto-Pionier Daguerre unterstützt).
Ihre Karriere startete mit Aufnahmen der berühmtesten
Künstler an der Wiener Staatsoper, wo sie auch ihren
letzten großen öffentlichen Auftritt absolvierte: Anlässlich ihres 95. Geburtstages eröffnete Direktor Dominique
Meyer ihre letzte Portrait-Ausstellung im Gustav Mahler
Saal des Hauses am Ring.
Lillian Barylli-Fayer war Trägerin des Goldenen Verdienstzeichens um die Republik Österreich, Trägerin
des Goldenen Verdienstzeichens des Landes Wien, der
Goldenen Ehrennadel der Bundesinnung der Berufsfotografen, Ehrenmitglied der Gesellschaft für Musiktheater, Ehrenmitglied der Internationalen Placido Domingo
Society, Ehrenmitglied des José Carreras Clubs und des
Jugendclubs der Freunde der Wiener Staatsoper sowie
im Ehrenkomitee der Freunde der Wiener Staatsoper.
9
Lillian BarylliFayer, flankiert
von Michael
Heltau (l) und
Staatsoperndirektor Dominique Mayer (r),
anlässlich der
Eröffnung ihrer
letzten großen
Ausstellung im
Gustav Mahler
Saal der Wiener
Staatsoper.
Neuheiten
Curved UltraWide-Monitor
LG 34UC97
für professionelle Anwender
Action-Fotografie Teil 1
Zano
Die Nano-Drohne der nächsten Generation
Das 34-Zoll-Display mit leicht gekrümmtem IPSBildschirm im 21:9-Format von LG bietet höchste
Ergonomie und ein völlig neues dreidimensionales
Seherlebnis. Vor allen anderen Nutzern werden Fotografen und Filmemacher das absolut kristallklare
und verzerrungsfreie Bild der Bildfläche, aber auch
weitere positive Merkmale begrüßen, denn das
Auge sieht mit nahezu unverändertem Sehwinkel
und -abstand auf die gesamte Bildschirmfläche,
die weitestgehend frei von störenden Reflexionen
durch einfallendes Licht ist.
Die leichte
Bildschirmkrümmung ist
ideal für konzentrierte und
detailgenaue
Arbeit
Sie ist gerade handtellergroß und wiegt 55 g. Dennoch
trägt die Nano Drohne ZANO eine 5 Megapixel HD Video
Kamera mit optischem Bildstabilisator, ein High Sensitivity
digitales Mikrofon und kann 10 bis 15 Minuten autonom
fliegen. Über WiFi zu iOS and Android kompatibel, lassen
sich Höhe und Richtung und zu verfolgendes Motiv steuern und Fotos oder Videos aus der Vogelperspektive festhalten. £ 125.000 suchten die Entwickler der Torquing
Group Ltd, UK, zur serienreifen Fertigung über Kickstarter,
£ 823,601 waren ihnen 22 Tage vor Ablauf der Frist sicher.
Das ist Luftbildaufnahme der nächsten Generation, die
Motive aus unüblichen Perspektiven und erfrischend neue
Sichtweisen bringt. > www.flyzano.com
Der Bildschirm mit höhenverstellbaren Neigefuß hat
einen Radius von 3.800 mm. Die QHD-Auflösung
mit 3440 x 1440 Pixeln bietet er mit einer Abdeckung von 99 % des sRGB-Farbraums ein Höchstmaß an Detailgenauigkeit, Schärfe und Farbtreue.
Kompatibel mit PC und Mac, > www.lg.com
Action-Fotografie der neuen Art | Teil 2
360Fly 360Microfly
Action-Cam von Voxx für 360-Grad-Aufnahmen
Die 360Fly von EyeSee360 und Voxx unterscheidet sich
von üblichen robusten Kameras durch ihr spezielles Objektiv, das auch einen 360-Grad-Blick ermöglicht, und
vertikal nochmals 240 Grad Sensorabdeckung. Für einwandfreie Bildqualität muss die Kamera so montiert
sein, dass alle Linsen freie Sicht haben – z.B. auf einem
Skihelm, Surfboard u.a. Die 360Fly ist bis zu fünf Meter
wasserdicht und scheut harte Rahmenbedingungen
nicht. Die Kamera ist über iOS- oder Android per
App verbunden, die Gesamtauflösung liegt bei 1500
mal 1500 Bildpunkten bei 30 Frames pro Sekunde.
120 Gramm Gesamtgewicht, die Einsteigerversion
kommt mit 16 GByte Speicher, der für zwei Stunden
lange Videos ausreichen soll. > www.360fly.com
10
01 2015
Neuheiten
Rückschau „photo::vienna“
Neue Werkschau aktueller Fotokunst aus Österreich im MAK
Völlig losgelöst von üblichen Präsentationen, stellten die Initiatoren Felix
Leutner und Mirjam Angerer-Geier eine
Ausstellung in zentraler Lage in Wien
auf die Beine, die vor allem junges Publikum anzog: die photo::vienna, erstmals vom 27. – 30. November 2014
im Österreichischen Museum für angewandte Kunst.
80 von einem Kuratorium aus zahlreichen Einreichungen ausgewählte
Arbeiten wurden präsentiert. Das Portfolio umfasste sämtliche Genres gegenwärtiger Fotografie, von Werbung
über Kunst, Reportage- und EditorialFotografie bis hin zur Pressefotografie.
Die photo::vienna versteht sich als
Ausstellung Werkschau sowie als
Mittlerin zwischen Fotografen, Fotografie-Begeisterten, Sammlern und Ungewöhnliche Präsentation ausserordentlicher
Interessierten. Viel junges, interessier- Werke waren auf der ersten photo::vienna zu sehen.
tes Publikum war zu sehen, die Atmo- (Foto: Sandro E.E. Zanzinger)
sphäre befreit von Konventionen. Auch
das Rahmenprogramm spannte einen
weiten Bogen über alle Themenbereiche in Zusammenhang mit Fotografie: Podiumsdiskussionen, Vorträge,
live photo shooting und DJ-Abend.
© Esther
Vörösmarty
© Hilde Van Mas
© Helmut Karl
Lackner
© Helga Traxler
01 2015
11
Infocenter Kurzmeldungen
seen.by lässt die Kunden kreativ sein
Dashlane
Wanddekoration gestalten
Passwortmanager
Das Fotokunst- & Fotolabor-Portal seen.by ist sowohl
Onlinegalerie als auch Anbieter von Fotokunst und
Dienstleistungen für Fotografen. Ab sofort bietet die
Onlineplattform ihren Kunden mehr Spielraum in der
Gestaltung ihrer Wanddekoration. Die rund 15.000
Bilder aus der Galerie können zentimetergenau auf
individuelle Formate konfiguriert werden. Auch im
Fotolabor können eigene Bilder individuell gestaltet und bis zu einem Format von 3 x 1,22 m produziert werden, dies auch in den drei neuen Medien
Fine-Art-Print auf
Naturpapier
mit
Passepartout und
Rahmen, MatrixFrame und als Kaschierung
hinter
entspiegeltem Museumsglas.
> www.seenby.de
Mit der Passwortmanager-App Dashlane schaffen Sie
mit nur einem Code sicheren Zugang zu all Ihren per
Kennwort geschützten Services. Für die App haben
Sie nur ein Masterpasswort zu merken, alle anderen
Kennwörter sind in der Cloud gespeichert. Anstelle
des Masterpassworts gibt es auch die Möglichkeit,
eine Pin zur Authentifizierung zu nutzen. Dank Synchronisation der App können Sie von all Ihren Geräten mit diesem einen Masterpasswort/Pin auf Ihre
diversen Kennwörter zugreifen.
Neben Passwörter lassen sich in Dashlane auch
andere schützenswerte Informationen ablegen, wie
Zahlungsinformationen, Ausweis oder sonstige Notizen. Bei der Anzahl an Passwörter, die zu merken
jeder von uns aufgefordert ist, ist Dashlane eine ausgesprochen hilfreiche App. Damit wird es auch erheblich leichter, dem guten Rat zu folgen, zur eigenen
Sicherheit seine Codes periodisch neu zu vergeben.
Leica Fotopark mit Premium-Printservice
Adobe schluckt Bildagentur Fotolia
Hochwertige Abzüge für höchste Ansprüche
Mit dem neuen Premium-Printservice lädt der Leica Fotopark dazu ein, Bilder zu einem anfassbaren
Erlebnis zu machen. Bei der Produktion kommen nur hochwertige Materialien und modernste
Drucktechniken zum Einsatz. Gleichzeitig behalten
die Urheber auch bei der Erstellung des Printobjektes die volle Gestaltungsfreiheit. Der Leica Fotopark ist ein Ort der Inspiration und des offenen
Austauschs. Die Nutzung des Premium-Printservice sind unabhängig von Kameramodell und
-marke. > http://de.leica-camera.com/Die-LeicaWelt/Leica-Fotopark/Premium-Printservice
Adobe weitet weiter in Richtung Cloud-Geschäftsmodell aus. Jüngst ging der Kauf der Online-Fotoagentur Fotolia – die Plattform ist mit rund 34 Millionen Fotos und Videos ist einer der großen Anbieter
von Bildern – zu einem kolportierten Preis von 800
Millionen Dollar über die Bühne. Die Agentur soll als
eigenständiges Stand alone-Unternehmen weiter bestehen und allen zugänglich bleiben, nicht nur Adobe
Cloud-Kunden. Diese könnten aber in Abo-Paketen
Gratis-Zugang bekommen. Auf Fotolia greifen viele
Online-Medien und Blogger zurück. Im abgeschlossenen vierten Geschäftsquartal wuchs der Umsatz im
Jahresvergleich um drei Prozent auf 1,07 Mrd Dollar.
Snapchat mit Messaging und Videochat
Photo Buzzer von Franzis Verlag
Snapchat machte sich einen Namen durch den Austausch von Fotos, die maximal zehn Sekunden lang
vom Empfänger eingesehen werden. Nun möchte
die Fotoplattform auch Messenger-Dienste für Textnachrichten und Videochats anbieten. Getreu dem
Snapchat-Grundprinzip verschwinden
die ausgetauschten Nachrichten beim
Verlassen der Konversation, wie die Entwickler in einem Blogeintrag erläutern.
Über Snapchat werden täglich rund 700
Millionen Bilder geteilt. Zuckerberg blitzte
mit einem 3 Mrd. UDS-Übernahmeangebot bereits ab. > www.snapchat.com
Sicherheitshalber nochmals abdrücken – das digitale Fotografieverhalten wird für ungeübte Fotografen bei der Nachbearbeitung meist zum nervigen
Zeitraub. Das Programm Photo Buzzer für Windows
und Mac verspricht eine „One-Klick-Bildbearbeitung“
zur ansprechenden Bildverbesserung. Dafür lassen
sich Presets für spezielle Looks nach Begriffen wie
„geheimnisvoll“, „alt“, „winterlich“, „glamourös“ und
weiteren 3.656.158.440.062.76 Schlüsselworten
aufrufen. Die Bilder können als JPEG-, PNG-, oder
TIFF-Datei gespeichert werden. > www.franzis.de
12
Kostenloses Bildbearbeitungsprogramm
01 2015
Wachablöse!
BPG = Better Portable Graphics
Neues Bildformat BPG will JPEG ablösen
Mehrfach gab es schon überzeugende DateiformatEntwicklungen, die den Angriff auf jpg wagten, allein sie
scheiterten an fehlender Softwareunterstützung. BPG
„Better Portable Graphics“ des französischen Softwareentwicklers Fabrice Bellard sollte damit jedenfalls
keine Probleme bekommen: Mit Hilfe eines Javascriptbasierten Decoders kann jeder moderne Web-Browser
die Dateien anzeigen. Es werden keine umfangreichen
Plugins benötigt. Selbst auf iOS-Geräten können die
Bilddateien mithilfe des Decoders angezeigt werden. 
QR-Codes – Schnee von gestern?
Information über LED Licht abrufen
In ihren Anfangstagen waren QR-Codes ein beliebtes
Instrument in Marketingabteilungen, doch so richtig
durchgesetzt haben sie sich nie („immer noch besser, als abzutippen“, ist mein credo). Zu schwerfällig
in der Bedienung, zu unausgereift die Integration in
bestehende Technologien.
Der japanische Konzern Fujitsu Laboratories stellte
jüngst eine viel versprechende Alternative, basierend
auf LED-Licht, vor, deren Markteinführung 2016 geplant ist: Ein Objekt wird mit einer LED-Lampe beleuchtet. Im reflektierenden Licht sind – fürs menschliche Auge unsichtbare – Informationen (Daten, Texte,
Termine, ... bis hin zum Video) zum Objekt eingebettet, die mit einer Smartphone-App gescannt und
ausgelesen werden können. Ohne Platzieren von
QR-Codes, ohne Nutzung von Bluetooth oder sichtbarem Licht. Die Nutznießung ist grenzenlos, wissen
Visionäre. Von Handelsware über Kunst, Werbeanzeigen, Plakate... und natürlich auch Fotos. Wir bleiben am Ball. > www.spectrum.ieee.org
01 2015
 BPG basiert auf dem Verfahren „High-Efficiency-Video-Coding“, einem Standard für die Videokompression. Es unterstützt sowohl verlustfreie als auch verlustbehaftete Kompression. Für Fotografen interessant: Es ist
zudem möglich, Metadaten in die Bilddatei einzubetten
– beispielsweise ICC oder XMP. So kann das Bild um
zusätzliche Informationen erweitert werden.
BPG unterstützt die gleichen Farbräume wie JPEG –
unter anderem RGB, CMYK und YCgCo. Die Farbtiefe
reicht dabei allerdings von acht bis 14 Bit pro Kanal, was
einen höheren dynamischen Kontrast ermöglicht. Ein
großer Vorteil gegenüber JPEG ist zudem die Bildqualität. Trotz einer geringeren Dateigröße ist die Qualität bei
BPG deutlich höher als bei JPEG.
Einen Nachteil gegenüber jpg gibt es dennoch:
Die Dateien lassen sich derzeit nur über Kommandozeilen-Tools erstellen. In absehbarer Zeit
ersetzen wird es JPEG weitläufig nicht, eine interessante Alternative ist es dennoch. > www.
bellard.org
Interaktive Vergleichsbilder 
 Sehen Sie Lena im Vergleich:
li als BPG mit 9434 bytes und re als JPEG mit 9403 bytes
13
Interview
Astrid Eishofer
ist diplomierte
Social Media
Expertin. Mit
der OnlineWelt vertraut
machte sie sich
im Zuge ihrer
Tätigkeit für den
Online-KURIER
weit bevor der
Facebook-Hype
bei uns Einzug
hielt. Den Wissensvorsprung
teilt sie heute in
eigens entwickelten Trainings
mit all jenen, die
ihr Marketing in
Facebook & Co
aktiv gestalten
wollen.
Eigenvermarktung via
Social Media
FACEBOOK – kaum jemand, der sich dem Medium zu entziehen
vermag. Doch wer nutzt es wirklich „richtig“? Hört man sich in der
Altersgruppe 40+ um, stößt man auf höchsten Zwiespalt. Datenschutzübertretungen, Zeitraub und virtuelle Märchenwelt kämpfen
da gegen den menschlichen Wunsch nach gruppendynamischer
Gemeinschaft und beruflichen Profit. Interview mit Astrid Eishofer
Frau Eishofer, Sie sind Facebook-Spezialistin ...
E: ... Social Media ist treffender, denn Facebook ist nur
ein Teil, wenngleich unter allen Social Media Plattformern
die in Österreich meist genutzte und reichweitenstärkste.
Daher und auch weil Facebook kleineren Unternehmen
gute Chancen bietet, liegt hier mein Schwerpunkt. Sie
können sich einem breiten Publikum präsentieren, mit
bestehenden Kunden laufend Dialog halten und neue
Zielgruppen erschließen.
Weshalb sollte sich eine Fotografin/ein Fotograf über
Social Media vermarkten?
E: Weil es als sogenannte „Mundprogaganda im Netz“
wunderbare Möglichkeiten birgt! Ein Beispiel: Eine Freundin lässt sich mit ihrer Familie von einem Fotografen ablichten und postet das auf Facebook. Mit diesem einen
Beitrag kann sie die Begeisterung mit ihren Freunden
teilen und ihr Interesse wecken – wunderbares Empfehlungsmarketing! Trotzdem, bevor man als Unternehmer
losstartet, sollte man ein paar Grundregeln kennen.
www.eishofer.com Welche Regeln sind das zum Beispiel?
E: Vor allem sollte man sich eine Strategie zurechtlegen
und bewusste Achtsamkeit hinsichtlich des Umgangs
mit persönlichen Daten, Fotos und den Dialogen, die
man führt, lernen. Ein weiterer Punkt ist, dass man ein
Privatprofil laut Facebook eigentlich nicht kommerziell
nutzen darf. Viele Einsteiger kennen den Unterschied
zwischen Privatprofil und Unternehmensseite nicht und
wissen somit nicht welche Vor,- und Nachteile damit verbunden sind. Im Klartext: Fotografen, die Facebook professionell für ihr Unternehmen nutzen möchten, sollten
sich vorher Grundkenntnisse aneignen. Ähnlich, wie sie
Speziell für es auch bei einem neuen Equipment tun...
Fotografen
veranstaltet
Astrid Eishofer
am 26.1.2015 in
Wien zwischen
17.00 und 19.00
Uhr einen Themenblock mit
den wichtigsten
Grundfragen
zu Facebook.
Näheres dazu
auf Seite 20.
Fotografen leben mit der Angst der unerlaubten Bildnutzung. Können sie die Plattform dennoch bedenkenlos
zur Eigenvermarktung nützen?
E: Die Frage ist, welche Inhalte man auf Facebook stellt.
Wie jede Community lebt Facebook von Geschichten
und Bildern. Es müssen ja nicht unbedingt die Artworks
gepostet werden. Zeigen Sie das Fotostudio, belebte
Arbeitsplätze und -situationen, Equipment. Natürlich
sind Bildrechte zu beachteen, aber wem erzähle ich das.
Auch Fototipps vom Experten liest jeder gerne. Super ist
auch ein Making-of. Damit erlauben Sie Ihren Fans und
Followern quasi einen Blick hinter die Kulissen.
14
Sagen wir, Sie haben mich überzeugt, und ich will mich
gezielt über Facebook vermarkten. Wie gehe ich vor?
E: Fürs Erste brauchen Sie ein Facebook-Privatprofil,
sonst können Sie keine Unternehmensseite erstellen.
Am Anfang steht – wie bei allen Marketingaktivitäten –
ein Konzept mit klaren Vorstellungen. Was erwarte ich
mir und wen will ich wie gewinnen? Welche Community
will ich mir aufbauen, wie viel Zeit kann ich investieren?
Sich klar über den Content zu sein, ist wesentlich. Gute
Inhalte, die einen regen Austausch ankurbeln, zählen zur
Basis des Social Media-Erfolgs.
Eine wichtige Frage scheint mir auch zu sein, wie bekommen andere meinen Content zu lesen?
E: Geduld und Ausdauer..! Nicht sehr sexy, zugegeben,
aber das sind auch im Social Media-Marketing unverzichtbare Disziplinen. Was wer auf Facebook zu sehen
bekommt, entscheidet ein geheimer Algorithmus, der
unter anderem die Interaktion zwischen den Usern berücksichtigt. Umso wichtiger ist es, dass Sie Inhalte posten, die für Ihre Fans und Followers relevant sind und
sie zu einer Aktion anregen, also „liken“, kommentieren, teilen. Das kann Inhalte rasant streuen. Auch sollte
man „Sponsored Posts“ einplanen. Das bedeutet, dass
man die zusätzliche Reichweite einzelner Posts bezahlt.
Große Unternehmen haben da natürlich mehr Budget
verfügbar, aber auch die Kleinen können ausgewählte
Beiträge auf diese Weise pushen und damit gute Ergebnisse erzielen, wenn es richtig gemacht wird. Theoretisch kann man mit einem Tagesbudget von 4 Euro
bereits einen Post sponsern.
Facebook-Marketing kann zwar vergleichsweise günstig
sein, kostet aber auch Zeit. Wie viel sollte man für eine
wirksame Präsenz mindestens einplanen?
E: Anfangs sicher mehr, schließlich muss man sich erst
in die neue Rolle des Seitenbetreibers hineinleben. Die
gute Nachricht: Niemand muss 24 Stunden am Tag auf
Facebook online sein. Ich empfehle, mehrere Posts vorzuplanen, sodass diese automatisch zu einem bestimmten Zeitpunkt online gehen. Für die tägliche CommunityBetreuung planen Sie fixe Zeiten ein, etwa einmal in der
Früh und am Abend. Dann schaut man, ob es Fragen
gibt, ob Kommentare zu beantworten sind und was auf
befreundeten Seiten los ist. Bald gewinnt man Routine
und wird schneller. Das geht flugs.
Frau Eishofer, vielen Dank für den Einstieg in die Materie.
01 2015
Saga News
PENTAX 645 Z
Außergewöhnliches Format –
unverkennbare Bildqualität!
M i t
der PENTAX 645Z
stellt RICOH IMAGING
eine neue Mittelformatkamera vor, die
über einen CMOS-Sensor mit einer Auflösung von 53 MP verfügt. Neben vielen
interessanten Details bietet sie auch eine
Live-View-Funktion und nimmt Videos in
Full-HD auf. Dank des besonderen Wetterschutzes durch 76 Dichtungen ist die
PENTAX 645Z außer im Studiobetrieb
auch dort als zuverlässiges Fotografenwerkzeug geeignet, wo andere Kameras
besser in der Tasche bleiben.
Klasse zeigen kann. Das Aufnahmeformat von 44 x 33 mm und die sehr hohe
Auflösung sind Garanten für eine herausragende Bildqualität. Der Hochleistungssensor, die komfortable Bedienbarkeit,
Präzision und die einzigartige Zuverlässigkeit sind Merkmale, die höchste Ansprüche von Berufsfotografen erfüllen.
Die PENTAX 645Z setzt in der Bildqualität
und technisch neue Maßstäbe, von der
Mittelformatfotografen und Aufsteiger aus
dem Kleinbildformat begeistert sein werden.
•
•
•
•
51,4 Megapixel Auflösung
Empfindlichkeit bis zu ISO 204800
Full-HD Video
Klappbarer 3,2“ Monitor mit einer
Auflösung von 1.037.000 Bildpunkten
• Live View-Funktion
Das Herzstück der neuen PENTAX 645Z
ist ein CMOS-Bildsensor mit einer effektiven Auflösung von 51,4 MP. Dieser ermöglicht eine Bildwiedergabe und eine
Bildtiefe, wie sie nur eine Kamera dieser
Prager Fotoschule – Workshop
Produktfotografie
12. Februar 2015
In diesem eintägigen Seminar zeigt ein Profi,
wie in der Produktfotografie gearbeitet wird und
gibt praktische Tipps und Tricks mit auf den
Weg. Die Arbeitsschritte werden direkt mittels
Beamer für alle übersichtlich dargestellt. Natürlich wird es den
Te i l n e h m e r I n n e n
möglich sein, fotografische
Notizen
zu machen. Weiters
erhält jeder nach
Beendigung des Seminars die digitalen
Daten der fotografierten Aufnahmen.
01 2015
Veranstaltungsort:
WIEN | STUDIOZONE
1140 Wien, Linzer Straße 432/3
Information & Anmeldung:
www.pfsoe.at > Workshops
15
Testbericht
H5D
im
Dauertest
One Year with Hasselblad H5D
Text & Fotos: Eric Berger
Viele Jahre hat mir meine analoge Hasselblad C500 in
tausenden Fotojobs die Ergebnisse geliefert, die ich von
hochwertiger Technologie erwartete. Unverwüstlichkeit
gingen Hand in Hand mit Präzision – schwedische Qualität mit hochwertigsten Zeiss Objektiven. Ein Mythos,
der gleichzeitig Kunden beeindruckte als auch Freude
am Handwerkszeug aufkommen ließ.
Mit Beginn des digitalen Zeitalters wurde das Einsatzgebiet dieser Kamera in meinem Berufssegment immer
enger und irgendwann kam der Zeitpunkt, da ich mich
zum Verkauf der gesamten Ausrüstung entschlossen
habe. Nachdem ich im Job eher im People- und Portraitbereich angesiedelt war, kam lange Zeit eine Investition ins digitale Mittelformat aus wirtschaftlichen Gründen nicht wirklich in Frage.
Ein mehrwöchiger gemeinsamer Urlaub in Spanien war
der Start meiner Hasselblad Beziehung. Ohne Lesen
einer Bedienungsanweisung ging die Arbeit mit der
Kamera leicht und unkompliziert – es war quasi Liebe
auf den ersten Klick. Der Autofocus arbeitet leise und
schnell. Dafür gleicht das Auslösegeräusch einem Donnerschlag, meines Erachtens aber würdig für diese Klasse. Aber Urlaube sind entspannt und frei von Arbeitsalltagsstress. Selbst bei 40 Grad im Schatten diente mir die
H5D als unkomplizierte Reisefotokamera. Landschaften
und durchaus auch Streetreportage gingen trotz schwerem Gehäuse leicht von der Hand.
Es war schließlich eine Kombination aus menschlichen
„Haben wollen…“ und dem Entstehen eines neuen
Marktes für exzellente Portraits, die mich im Juni 2013
eine H5D kaufen ließen. Der Erstkontakt war leider
geprägt durch eine Enttäuschung. Bereits während
der Übergabe stellte sich heraus, dass ich offensichtlich einen Sensor mit einem langen diagonalen Kratzer bekommen sollte. Ein unglücklicher Zufall in der
Wahrscheinlichkeit eines Lottosechsers… Mir wäre
da eigentlich der 6er im Lotto lieber gewesen.
Rasch wurde aber ein einwandfreies Modell
nachgereicht. Ich entschied mich für den
Rückteil mit 40 Megapixel, da ich in erster Linie Reisefotos und Portraits damit zu machen beabsichtigte. Meine
Erstausstattung umfasste noch ein
HC 80mm und ein HC 150 mm.
Bei Produktaufnahmen leistet die H5D im thetered
Modus sehr gute Dienste. Entweder mit
der mitgelieferten
ADOBE Lightroom
Software oder –
von mir bevorzugt – mittels
kostenloser Hasselblad PHOCUS
Software. Hier hat
der Art Director auch
sofort Kontrollmöglichkeit auf dem eigenen iPad
oder Mobile Device!
16
Der erste Job war dann ein Fashionshooting in der Nähe
von Saragossa. Hier lernte ich die True Focus Funktion lieben. Das True Focus Autofocus System ist einfach
genial bei Portraits und Fashion. Eine andere Erkenntnis
bei diesem Shooting war, dass die hochqualitative Obergrenze für ISO bei 200 bis max. 400 ISO liegt. Bei 800
ISO ist das Rauschen bereits sehr mächtig.
Dafür spielt die Hasselblad bei 100 ISO Ihre qualitativen Vorsprünge perfekt aus. Da ich selbst die Kamera ab und an für Produktjobs, hauptsächlich jedoch für
Portrait­shootings im Studio einsetze, macht mir dieser
Umstand nichts aus. Im Portraitstudio ist der Vorsprung
genial. Schnelles Fokussieren und hohe Bildfolge sind
perfekte Voraussetzungen in der Portraitfotografie.
01 2015
Eric Eric
Berger
Berger
Aufnahme für eine Visagistentätigkeit Sedcard
03/2014 Location: Bellycaberry Castle Kerry 
 Produktaufnahme für „Buffallo“-Webshop.
Studio mit Broncolor Blitz und Maglite Lichtpinsel
Fotoshooting im Kloster von RUEDA/Saragossa
(siehe auch Veranstaltungshinweis auf Seite 20)
Der Bildschirm am Rückteil ist zwar etwas ungenau,
der Tonwertumfang der Dateien unkorrigiert dafür aber
umso beeindruckender. Als Photoshop Fetishist kann
selbst ich kaum noch irgendwelche Regler drehen, um
die Aufnahme zu verbessern.
Fazit: eine hochwertige digitale Mittelformat-Kamera,
die mir nun im mehr als 15 monatigen Dauereinsatz beste Dienste erfüllt. Ein netter Nebeneffekt aus analogen
Zeiten ist ebenfalls geblieben: alle Kunden, auch im Consumer Portraitstudio, kennen die Hasselblad aus analogen Zeiten und sind bereits beeindruckt, bevor ich den
Auslöser drücke. Da ich hochpreisige Portraits anbiete,
ist dies auf jeden Fall schon mal ein netter Einstieg... ;-)
01 2015
17
Impuls
Enterprise Imaging
Das Future Laboratory untersuchte im Auftrag von Nikon, mit welchen Veränderungen in den
nächsten Jahrzehnten rund um Erstellung und Konsumation von Bildern zu rechnen ist.
Wer glaubt, wir leben in einer digitalen Cyberwelt, hat sich schwer getäuscht.
Es geht munter weiter mit neuen Verhaltensmustern rund ums Bild. Das Future Laboratory, eines der weltweit bekanntesten und renommiertesten Unternehmen für Zukunfts- und Trendberatung, und Nikon präsentierten die
Ergebnisse einer Untersuchung, wie Menschen in den kommenden Jahrzehnten Bildmaterial aufnehmen, teilen und nutzen werden.
Die aufgezeigten Trends lassen dynamische Möglichkeiten sowohl für Kamerahersteller als auch für Fotografen erwarten. Imaging als Industrie wird
inspirieren, herausfordern und auf innovative Weise den Alltag verändern, so
die Schlussfolgerung der Studie, lesen Sie wie Fotografie nach Meinung der
Zukunftsforscher zum Bestandteil des Lebens wird.
Neue Generation
an Sensortechnologien
erreichen alle
fünf Sinne
Dank fortschrittlicher Sensoren können sich »Kontextkameras« an die Situation, die fotografiert wird, anpassen. Sie erkennen die Atmosphäre eines Moments, wie
sie der Fotograf empfindet: Lichtstimmung, Geräusche,
Temperatur etc. Betrachten der Fotos heißt fühlen, riechen, aber auch lachen oder weinen...
Sinnesüber- Aufgenommenes Bildmaterial wird multisensorische
greifende Erfahrung entfachen. So wird der Betrachter eines
Bildgebung Bildes das Material und die Struktur von Objekten im
Bild fühlen können, Duftstoffe werden freigesetzt und
Geräusche vermittelt. Tipps zu Speisen oder Getränken
lassen schließlich vollständig den Moment nacherleben.
Mit Informationen angereicherte
Bilder erlauben
permanente
Dokumentation
Agile, flexible Kameralösungen, die stets einsatzbereit
das durchgängige Fotografieren aus der Perspektive
des Fotografen möglich machen, werden weiter entwickelt. Hier liegt die Konzentration auf kompakte, leichte
Geräte, die kontinuierlich und sogar ohne Berührung
spontan Aufnahmen tätigen.
Visuelles Wohlbefinden
Es gibt aber auch die Vision, durch Bilderwelten Zuflucht
vor der permanenten Reizüberflutung zu finden. Bilder,
die zur Entspannung und Ruhefindung und zum Energietanken dienen. Im medizinischen Bereich können solche
immersiven visuellen Technologien zur Schmerzlinderung
genutzt werden. Gesundheitliche Aspekte, die auch im
Heim- und Arbeitsumfeld Einzug halten werden.
LS:N Global ist das Online-Trendnetzwerk des Future
Laboratorys. Es informiert über Neuheiten, Trends und
Innovationen im Konsumverhalten und bietet Fallstudien und Erkenntnisse. www.thefuturelaboratory.com
18
01 2015
Ausgezeichnet
Unicef Foto des Jahres 2014
Auszeichnung geht an Insa Hagemann und Stefan Finger
UNICEF Deutschland und das Magazin GEO im Verlag
Gruner + Jahr AG & Co KG prämieren einmal im Jahr
Fotos und Fotoreportagen, die die Persönlichkeit und
Lebensumstände von Kindern weltweit auf herausragende Weise dokumentieren. Der Wettbewerb richtet
sich ausschließlich an professionelle Fotografen.
Unicef Foto des
Jahres Aus der
Serie „Wanna
have love!?“
Mit ihrer Reportage von den Philippinen gewinnen die
beiden deutschen Fotografen Insa Hagemann und
Stefan Finger den aktuellen Wettbewerb. Ihre Bilder
erzählen von den Folgen des Sextourismus. Die Mütter
haben sich fremden Männern hingegeben, Europäern,
Australiern, Amerikanern, ihre Kinder sind Exoten auf
den Straßen der Philippinen.
Tim Hetherington Grant an William Daniels
> www.worldpressphoto.org
World Press Photo und Human
Rights Watch vergaben am 10. Dezember 2014 zum vierten Mal den
Tim Hetherington Grant. Das Stipendium in Höhe von 20.000 Euro
wird jährlich an einen Fotografen
vergeben, um ein bestehendes Projekt zum Thema „human rights“ verwirklichen zu können. 2014 wurde
der französische Fotograf William
Daniels für seine Serie „Roots of
Africa’s Unholy War“ gewählt. Seine
Serie dokumentiert die Lage in der
Zentralafrikanischen Republik, nachdem im März 2013 die Rebellenkoalition Séléka die Macht übernahm.
William Daniels hat sich gegen 198
Fotografen durchgesetzt.
Deutscher Preis für Wissenschaftsfotografie
Belgischer Innovationspreis
an Florian Bong-Kil Grosse für „Dufte Biene“
an Agfa Graphics
Das Foto entstand im Länderinstitut für Bienenkunde in Brandenburg, wo Wissenschaftler untersuchen, wie sich Bienen
vor der Varroamilbe schützen können, die seit Jahren die Zahl
der Bienen weltweit drastisch zurückgehen lässt. Hier wird mit
Hilfe einer Duftorgel ihr Lernverhalten und Gedächtnis getestet. Fotograf Florian
Bong-Kil Grosse verweist mit dieser Aufnahme auf das Unverhältnis der technischen
Gerätschaft zur Biene.
P.S. Der Gedächtnistest funktionierte!
www.fotopreis.tpk6.de
Agfas low-migration (LM) UV-beständige inkjetTinten wurden Anfang Dezember von der Belgschen Federation for Chemical Industriy and Life
Sciences als Gewinner des “essenscia Innovation
Awards 2014“ gekürt. Die Tinten erfuhren die Auszeichnung,
da
ihre innovative
und nachhaltige
Langlebigkeit einen essenziellen
Beitrag bei der
Verpackung von
Lebensmitteln
leistet.
01 2015
19
Dank des Tim
Hetherington
Grants realisiert William
Daniels sein
Projekt „Roots of
Africa’s Unholy
War“
Das Stipendium
wird in Gedenken des 2011
von gaddafitreuen Truppen
getöteten Fotojournalisten Tim
Hetherington
vergeben.
Tipps und termine
Vortrag: Wozu Facebook?
Welche Chancen und Potentiale
bietet die Plattform?
Wann: Montag 26. 01. 2015
17.00 bis 19.00 Uhr
Wo: Wien (Details werden rechtzeitig bekanngegeben)
Kosten: 70,00 € zzgl. 20% Ust.
Anmeldung: bis 16.01.2015 an office@eishofer.com
Betreff: „Fotografen Vortrag“ anführen
Info: www.eishofer.com
Zielgruppe: Facebook Einsteiger sowie Fotografen, die
bereits ein privates Facbebook-Profil haben und sich
überlegen, die Plattform künftig mehr für Ihr Unternehmen
zu nutzen
Themen:
• Mundpropaganda im Netz
• Wie tickt Facebook: Wieso brauche ich ein Privatprofil
und eine Fanseite?
• Wer sieht was in seinen Facebook-Neuigkeiten?
Was ist der Algorithmus?
• Brauche ich bezahlte Werbung und warum?
• Wie gehe ich die Sache überhaupt an? Strategie kommt
vor Seitenerstellung
• Strategie - wozu?
• Inhalte/ Content/ Community
• Social Media ist keine Insel
Achtung: Begrenzte Teilnehmerzahl! Die Veranstaltung findet ab 10 Anmeldungen statt.
Zoom! Mit Focus zu mehr Kunden
Das Marketing Buch für Fotografen
Du bist Portraitfotograf und kämpfst um jeden
Kunden? Du ziehst die falschen, „preissensiblen“
Kunden an, was noch mehr Stress verursacht,
als es der Auftrag wert ist?
Ich kann das nachvollziehen, denn ich bin mittlerweile 22 Jahre selbständig und weiß noch zu
gut, was ich trotz hohem Einsatz und Motivation
durchmachte. Bis ich mit gezielten MarketingAktivitäten, mit Strategie und Planung mein Studio und mein Portfolio in eine Richtung lenkte, die
mir Spaß macht und auch wirtschaftlich attraktiv
ist. Denn ein gutes Bild alleine reicht heutzutage
schon lange nicht mehr aus, um wirklich erfolgreich zu sein.
Zoom! Mit Focus
zu mehr Kunden
ist erhältlich
unter
www.starmayr.
com
Im EBook „Zoom! Mit Focus zu mehr Kunden“, zeige ich
anhand von vielen Tipps und Anleitungen, wie ich es geschafft habe!
Im Ebook enthalten:
Ebook
Kalendervorlage
Audio Datei
20
LIK Akademie
Lehrgänge und Meisterklasse in Wien/Linz
Interesse an den zwei-semestrigen Lehrgängen für
Fotografie sowie für Bildbearbeitung/Fotodesign?
Oder, darauf aufbauend, an der LIK Meisterklasse
Digitale Fotografie? Nützen Sie die Infoabende an
den Locations Wien und Linz:
Wann:WIEN: 13.01.2015 um 19.00 Uhr
LINZ: 14.01.2015 um 19.00 Uhr
Info: www.studium-fotografie.at
__________________________________________
Seminar / Workshop-Woche
Bildgestaltung, Landschaft, Fashion, Portrait
Wann: 28. März bis 2. April 2015
Wo: Monasterio de Rueda, Aragon, Spanien
Info: http://sommer-fotoakademie.com/likosterakademie-spanien/
Die archaische Umgebung der Hügellandschaft
südlich Saragossas bildet eine einzigartige Kulisse
für stimmungsvolle Bildkompositionen der Landschaft und künstlerischer Portraits.
__________________________________________
Fit for Future
2. Foto-Convention Zingst
Wann: 26. – 29.03.2015
Wo: Zingst, DE
Buchung: fotografie@zingst.de
Info: www.erlebniswelt-fotografie-zingst.de
„Was gestern noch galt ist heute schon alt“...
Zukunftswege für Fotografen spüren Top Referenten mit Themen auf, die unmittelbaren Bezug
zur fotografischen Praxis haben, neben speziellen
Fotogenres z.B. aus den Bereichen Bildredaktion, Kunst, Stock-Fotografie, Bildbearbeitung und
auch Videoproduktion.
Das Rahmenprogramm bietet Ausstellungen von
Hasselblad Masters, Olympus Light Painting, CV
Leistungsschau, aber auch Fachgespräche und
Branchentreff und »On Top« Kompakt-Workshops.
__________________________________________
The Bigger Picture: Faking It
Expertendiskussion
Wann: 27 Februar 201519:00 - 20:45
Wo: Flett Lecture Theatre, Natural History
Museum, London
Info: www.nhm.ac.uk
Im Zuge des 50. Wildlife Photographer of the YearWettbewerbes diskutieren Experten die Für und
Wider moderner Bildbearbeitung in der Bewertung von Bildmaterial.
01 2015
Wettbewerbe
wettbewerbe
Leica Oskar Barnack-Preis
Einzureichen
sind beim Leica
Oskar BarnackPreis geschlossene Bildserien
von bis zu zwölf
Aufnahmen,
die die Beziehung zwischen
Mensch
und Umwelt
eindrucksvoll
zum Ausdruck
bringen.
Neuausschreibung mit erhöhten Preisgeldern
Aufruf zur Teilnahme am internationalen Fotowettbewerb „Leica Oskar Barnack Preis“ für Berufsfotografen und beruflichen Nachwuchs 2015. Erstmals
winkt eine Gewinnerprämie von 25.000 € plus eine
Kameraausrüstung des Leica M-Systems (Kamera
und Objektiv) im Wert von 10.000 €. Weiters ist auch
ein Nachwuchspreis für angehende Fotografen bis zu
einem Alter von 25 Jahren ausgelobt. Die Teilnahme­
unterlagen und Wettbewerbsbedingungen stehen ab
sofort online bereit. Höchste Beachtung wird der treffsicheren Beobachtungsgabe beigemessen.
Deadline: 15. Januar bis 01. März 2015
Info: www.leica-oskar-barnack-preis.de
_____________________________________________
Nachwuchs-Journalistenpreis
der Seilbahnen Österreichs
Gesucht werden redaktionelle Arbeiten, die sich kritisch – etwa durch die Fokussierung auf wirtschaftliche, kulturelle oder sportliche Aspekte – der Seilbahnwirtschaft und dem alpinen Tourismus widmen.
Die Beiträge müssen einen Bezug auf Regionen oder
Orte in Österreich aufweisen. Besonderer Wert bei
der Beurteilung wird auch auf den Faktor „Information der Bevölkerung und Bewusstseinsbildung“ gelegt, da die mediale Berichterstattung stets auch eine
maßgebliche gesellschaftspolitische Rolle einnimmt.
Die eingereichten Beiträge müssen im Zeitraum von
1.9.2013 bis 30.9.2014 in einem österreichischen Medium erschienen sein. Je Kategorie (Print/Web, Film &
Foto) ist ein Preisgeld von 2.500 € ausgeschrieben.
Deadline: 28. Februar 2015
Info: www.seilbahnen.at/journalistenpreis
_____________________________________________
 Aus der Serie »FIELD TRIP« des Preisträgers 2014, Martin Kollar, Slowakei
World Press Photo 2015
Bewerbung noch bis 14. Jänner 2015
Beim World Press Photo Contest sind Pressefotos gesucht, die im Laufe des Jahres aufgenommen wurden und
zur Veröffentlichung bestimmt sind. Die Gewinner der einzelnen Kategorien erhalten jeweils ein Preisgeld von 1.500
Euro. Der Gesamtsieger erhält 10.000 Euro sowie eine
DSLR von Canon. Alle Gewinnerprojekte werden in einer
Wanderausstellung in rund 100 Städten präsentiert. Die
Kategorie-Gewinner des Multimedia Contest erhalten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro.
Deadline: 14. Jänner 2015
Info: www.worldpressphoto.org
Cor Boers, Netherlands, Entry, Architecture Category, Open Competition, 2015
Sony World Photography Awards
2015 SONY World Photography Awards
Bewerbung noch bis 8. Jänner 2015
Als einer der anerkanntesten Foto-Wettbewerbe gibt
der Sony World Photography Awards dem Ultimativen
der zeitgenössischen Fotografie eine Bühne. Einzureichen in 25 Kategorien, steht am 23. April 2015 der
Träger des l‘Iris d‘Or/Photographer of the Year im
Rampenlicht. Wanderausstellung und Bildband zeigen einem breiten Publikum die Einreichungen von
Sieger und Shortlist.
Deadline: 8. Jänner 2015
Info: www.worldphoto.org
01 2015
21
In eigener Sache
Serie Teil 16
von Dr. Josef Schartmüller
P wie Panoramafreiheit
§ 54 (1) UrhG: Es ist zulässig…
5. Werke der Baukunst nach einem ausgeführten
Bau oder andere Werke der bildenden Künste nach
Werk­stücken, die dazu angefertigt wurden, sich
bleibend an einem öffentlichen Ort zu befinden, zu
vervielfältigen, zu verbreiten…
Das Urheberrecht sieht eine freie Werk­nutzung zugunsten
der Freiheit des Straßen- und Landschaftsbildes vor. Das
in Deutschland unter dem Begriff „Panoramafreiheit“
bekannte Rechts­institut ist eine ganz wesentliche Erleichterung der Abbildung von Straßenzügen und Gebäuden.
Gäbe es diese Vorschrift nicht, müsste bei jeder Abbildung
von Städten, Marktplätzen
und Ähnlichem die Einwilligung jedes einzelnen Rechteinhabers eingeholt werden.
Dies ist in der Praxis beinahe
unmöglich umzusetzen. Zulässig ist die Abbildung von
Straßenzügen oder einzelnen Häusern, solange diese
von einem öffentlichen Weg
aus geschieht. Bauwerke
sind auch dann erfasst,
wenn sie nicht an öffentlichen Verkehrswegen errichtet sind. Das gilt aber nur für
ausgeführte Bauwerke und
nicht für Pläne, Entwürfe
oder Modelle.
Einrichtungsgegenstände, wie etwa Beleuchtungskörper,
Einbauschränke, Verkleidungen etc. dürfen dann frei vervielfältigt werden, wenn sie in erkennbarem Zusammenhang mit dem Raum stehen und nicht isoliert (freigestellt)
werden.
Werke der bildenden Künste wie Denkmäler, Statuen, Büsten und andere Werke im öffentlichen Raum dürfen frei
vervielfältigt (fotografiert) werden, wenn sie nicht nur vorübergehend (bleibend) an einem dem öffentlichen Verkehr
22
dienenden Ort aufgestellt sind. Öffentlich zugängliche Orte,
wie etwa Warenhäuser, Hotels, Theater, Friedhöfe, Galerien, Museen, Kirchen etc. sind nicht dem „öffentlichen
Verkehr dienend“, darin aufgestellte oder angebrachte
Werke der bildenden Künste fallen deshalb nicht unter diese freie Werk­nutzung.Über den Begriff „bleibend“ hat sich
der Deutsche Bundesgerichtshof „den Kopf zerbrochen“,
als der Künstler Christo das Berliner Reichstagsgebäude
verhüllte.
Diese freie Werknutzung kam den Fotos des verhüllten Berliner Reichstages nicht zu Gute! Der BGH hat nämlich festgestellt, dass Christo sein Werk von vornherein zeitlich limitiert ausstellen wollte und es auf den Willen des Künstlers
ankommt, ob ein Kunstwerk „bleibend“ sein soll oder nicht.
Eine zweiwöchige Verhüllung des Reichstages mit einem
Tuch ist demnach nicht ausreichend, um dieses Merkmal
zu erfüllen. Dafür hätte das
Tuch für immer dort hängen
müssen, bis es sich von
selbst verflüchtigt.
Interessante Literatur gibt es
in diesem Zusammenhang
auch zum Thema „StreetArt“, im Besonderen betreffend Graffitis. Hier wird
man wohl davon ausgehen,
dass der Sprayer sein Werk
„bleibend“ präsentieren will.
Gleiches gilt für die Kreidemalereien auf öffentlichen
Plätzen. Zwar halten diese
bekanntlich nicht vergleichbar lange und gehören nach
dem nächsten Regen oftmals der Vergangenheit an, jedoch
ist die Beständigkeit für das Merkmal „bleibend“ irrelevant,
es kommt alleine auf den Willen des Künstlers an.
Zusammenfassend ergibt sich, dass das gesetzliche Werknutzungsrecht der „Freiheit des Straßenbildes“ bzw. der
„Panoramafreiheit“ es gestattet, Gebäude und Kunstwerke
von öffentlichen Plätzen aus zu fotografieren und diese Fotos auch zu veröffentlichen, ohne dass der Architekt oder
der Künstler gefragt werden muss, dies auch für werbliche
Zwecke.
In eigener Sache
Kalkulationsseminar November 2014
Am 25. November 2014 fand das bereits vierte Kalkulationsseminar in diesem Jahr statt. Auch diesmal war die Nachfrage
so groß, dass sämtliche Plätze ausgebucht waren. Anhand gut
kommentierter und ausführlicher Beispiele vermittelte Frau Mag.
Ingeborg Schütz die Seminarinhalte. Unter anderem machte
Sie auf die Grundlagen der Kostenrechnung und einige Stolpersteine aufmerksam. Nach einem mit prallem Wissen gefüllten
und durchgeführten Seminar hatten die Teilnehmer die Möglichkeit sich bei Brötchen und Getränken zu stärken. Gesprächsstoff
über einzelne, neu entdeckte „Wichtigkeiten“ gab es genug.
Fotos: cr Weinwurm
Einladung Infoabend „Marketing und Kostenrechnung“
Wann Montag, 12. Jänner 2015, 18:00 - 19:30 Uhr
Wo
Gewerbehaus, große Dachterrasse,
Rudolf-Sallinger-Platz 1, 1030 Wien
Info:www.Berufsfotografen.wien
Am Beispiel zweier unterschiedlicher Fotoaufträge im Modebereich, werden die Begriffe Marketing und Kostenrechnung, von Gary Milano, lebhaft und verständlich erklärt.
Persönliche Sicherheit ist keine Frage der
Geldbörse – Ein Nachbericht über den Infoabend der
Landesinnung Wien der Berufsfotografen
Im Rahmen des kostenfreien Informationsabends „Persönliche
Sicherheit ist keine Frage der Geldbörse“ referierte Reinhard
Adler, Inhaber des Versicherungsmaklerbüros „Adler & Erber
GesmbH“, am Montag, den 10.11.2014, über folgende wichtige Themen:
•
•
•
•
•
•
Pensionsvorsorge – die Zukunft als Geschenk
Haushaltsversicherung – das Must Have fürs Zuhause
Unfallvorsorge – Sicherheit & Schutz im Ausnahmefall
Krankenversicherung – Weg zum VIP Very Important Patient
KFZ- Versicherung – Bonusstufe 0 für alle Fotografen
Schadensabwicklung – easy und unkompliziert
„Kultur im Dorf“ widmete sich dem
Mauerfall in Berlin
„November 1989 – ICH war dabei.“
Passend zum 25. Jahrestag legte der Gießhübler Fotoreporter Viktor Kabelka einen Ausstellungsschwerpunkt auf die Ereignisse 1989 in Berlin. Ein Erlebnis
auch für Landesinnungsmeister Josef Henk und Rupert Weber, die sich dank unzähliger Fotos, Dokumente und Objekte an den Ort des Mauerfalls zurückversetzt fühlten. Im Rahmen seiner Initiative „Kultur
im Dorf“ öffnet Viktor Kabelka regelmäßig seine historische Sammlung für Besucher.
Der Vortrag war kurzweilig und ausgesprochen informativ. Im
Anschluss bot sich die Möglichkeit Fragen zu stellen und sich
auszutauschen.
Foto: Hannes Hertl
Erläutert wurde auch, welche Versicherungen maßgeblich zur
Sicherheit beitragen und welche sekundär notwendig sind. Zum
Abschluss des Abends wurde die exklusiv für die Berufsfotografen konzipierte und auf deren Bedürfnisse abgestimmte „Fotoversicherung“, präsentiert.
23
zu guter letzt
Rückblick Meet & Greet
im Olympus Photography Playground
In einer ganz besonderen Location, nämlich dem Olympus Photography Playground, fand am 2. Dezember 2014 ein „Meet & Greet“ der Landesinnung Wien
der Berufsfotografen in Kooperation mit Olympus statt.
Der Playground ist ein von ausgesuchten internationalen Künstlern interaktiver
„Spielplatz“, bei dem neue Welten fotografisch erobert werden können. Auf über
1.000 Quadratmetern lud der Photography Playground Wien zum Schauen,
Staunen und Mitmachen ein. Die Besucher konnten sich am Eingang kostenlos
eine Kamera ausleihen und durch die ehemalige Postzentrale im ersten Bezirk
schlendern und dabei ihrer Kreativität freien Lauf lassen.
Beim get-together im Anschluss bot sich die Möglichkeit, bei einem guten Glas
und Brötchen mit Kolleginnen und Kollegen zu plaudern und Erfahrungen auszutauschen, eine Weinverkostung und ein DJ rundeten den Abend ab.
Impressum
Offizielles Organ der Bundesinnung der Berufsfotografen Österreichs, des Rechtsschutzverbandes
der Fotografen Österreichs, der Gesellschaft der
Freunde der Photographie und ihrer Geschichte,
des FEP (Federation of European Photographers);
Organ der Photographischen Gesellschaft gegründet in Wien.
Eigentümer, Medieninhaber und Herausgeber:
Bundesinnung der Berufsfotografen, 1045 Wien,
Wiedner Hauptstraße 63, Tel. 05 90 900-DW 3270,
Offenlegung nach § 25 Mediengesetz unter der
Web-Adresse: http://portal.wko.at/wk/offenlegung_dst.wk?dstid=180&back=0
Blattlinie:
Förderung der Ziele des Tätigkeitsbereiches
Mit dem Verlag und der Herstellung betraut:
Verlag für photographische Literatur, A-1010 Wien,
Opernring 6, Tel: (1) 512 87 12, F: (1) 513 78 33,
office@derphotograph.org
www.derphotograph.org,
Layout: vphl, Satz: Verena Podiwinsky
Chefredakteur: KommR Andreas Barylli
Redakteure:
Verena Podiwinsky, Ursula Kralupper, Eric Berger.
Mit Namen gekennzeichnete Beiträge stellen
jeweils die Meinung des Verfassers dar und geben
nicht in jedem Fall den Standpunkt des Herausgebers wieder. Mit + gekennzeichnete Artikel sind
von der Industrie beigestellt.
Verlags- und Herstellungsort: Wien
Druck: Druckwerkstatt Handels GmbH
1220 Wien, Hosnedlgasse 16b
Erscheinungsweise: Bezugspreis
Einzel-Jahresabonnement Auslands-Abo Foto: Andreas Lepsi
Kleiner Anzeiger
Suche: gebrauchte Minilabs
und Studio­geräte
Tel.: 0048604283868
Fax: 0048957651825
e-mail: lowim@wp.pl
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Biete: Tribüne für Gruppenfotos
50% Sale! Combi Tribüne aus rostfreien Aluminium für Gruppenaufnahmen. Total einfach im Aufbau
und Transport.
NP 2200,- VP 1200,-! 50% gespart!
Tel.: +43 699/106 08 268
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Biete: FOTOSTUDIO & GALERIE
Toplage in 1010 Wien, 100m von
U1, U3, U4. 150 m2 Objektgrösse
mit Auslagenfront, Eingang barrierefrei, Fussbodenheizung, Kochnische
& Dusche zzgl. 20m2 Keller, seit 28
Jahren tolle Kundenfrequenz.
Aus Altersgründen Übergabe ab
Juni 2015. Faire Investablöse.
Tel.: +43(0)664 1018075
e-mail: studio@franzhelmreich.at
11 mal im Jahr
€ 3,00
€ 29,00
€ 36,00
Redaktionsschluss: Jeweils 10. des Vormonats
Anzeigenannahme: Ursula Kralupper
Verlag für photographische Literatur,
1010 Wien, Opernring 6, Tel.: (1) 512 87 12,
Fax: (1) 513 78 33, office@derphotograph.org
Die Adressen der österreichischen Berufsfotografen finden Sie im Internet unter:
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Respect!
Sämtliche von der Redaktion verfasste Artikel beziehen sich gleichwertig auf Mann und
Frau, lediglich zugunsten der Lesefreundlichkeit der Texte verzichten wir auf spezielle geschlechtergerechte Sprachformulierungen.
Foto des Monats
Yuli Panayotov „Nächtlicher Jäger“
Wildlife-Fotografen sind die modernen
Abenteurer. Jährlich zeichnet die Gesellschaft
Deutscher Tierfotografen den „Europäischen
Naturfotografen des Jahres“ aus.Die zweistündige Wartezeit mit dem Fernauslöser
in der Hand hat sich für Yuli Panayotov aus
Bulgarien gelohnt. In der Kategorie Vögel
wurde er 2014 mit dem ersten Platz für seine
nächtliche Aufnahme einer Schleiereule geehrt. Nach tagelanger Beobachtung und ausgetüfteltem Setaufbau war es ihm gelungen,
den Besucher manuell korrekt zu belichten
und die düstere Stimmung einzufangen.
In seinen surrealen Welten ist selbst Fotograf André Boto seines Lebens nicht immer sicher. Mehr im Blattinneren...
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Seele and Geist
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