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Flyer 2. Hygienetag - Landkreis Lüneburg

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2. Lüneburger Hygienetag am 11.02.2015
Für Pflegende,
Ärzte und Mitarbeiter
medizinischer Assistenzberufe
Sehr geehrte Damen und Herren,
der Umgang mit infektiösen Krankheitserregern bei Maßnahmen
in medizinischen oder pflegenden Einrichtungen, aber auch bei
ambulanten Behandlungen und besonders der Einsatz von Antibiotika sind angesichts der Resistenzentwicklung der Krankheitserreger ein enorm wichtiges Thema. Mit der Novellierung des Infektionsschutzgesetzes 2011 und Ausformulierung der seit 2012 in
Kraft getretenen Niedersächsischen Verordnung über Hygiene und
Infektionsprävention reagiert die Politik auf die Gefährdungen der
Patientensicherheit. Neue von der Bundesregierung eingesetzte
Kommissionen erarbeiten Leitlinien, die zu einer Verbesserung der
Situation beitragen sollen. Hygiene-Siegel für Krankenhäuser und
Pflegeeinrichtungen wurden verliehen, um die gute Qualität dieser
Einrichtungen in Hygiene und Infektionsschutz auch nach außen
zu belegen.
2013 nahm das Hygiene-Netzwerk der Region Lüneburg seine
Arbeit auf und führte zahlreiche Schulungen zu den wichtigsten
Themen durch. Am 19.02.2014 fand der 1. Lüneburger Hygienetag
statt, der großen Anklang fand und die Akteure aus dem Gesundheitswesen aus unserer und den benachbarten Regionen zueinander führte.
Es gibt inzwischen zahlreiche Veranstaltungen zum Thema Infektionsschutz und
Hygiene, die sich zumeist an Pflegende
und Ärzte in Krankenhäusern richten.
Sind die dort gewonnenen Erkenntnisse
auch in die ambulante ärztliche Versorgung bzw. Alten- und Pflegeeinrichtungen vorgedrungen?
Dr. Jesko Matthes ist als niedergelassener Hausarzt in der Region
Lüneburg tätig und beleuchtet anhand von Fallbeispielen aus der
Praxis positive und problematische Verläufe. Dabei wird deutlich
wie wichtig eine gelingende Kommunikation und ein gutes Schnittstellenmanagement zwischen Klinik, Pflegediensten, pflegenden
Einrichtungen, sowie gute Zusammenarbeit mit Gesundheitsamt
und Hygienenetzwerk ist und zum Behandlungserfolg des Einzelnen beiträgt.
Prof. Dr. Günter Kampf, Direktor des wissenschaftlichen Zentrums
der Firma BODE, spricht über den wichtigsten Erfolgsfaktor in der
Hygiene: gezielte Händehygiene. Wie verhindert wird, dass Tuchspender zum Bakterienreservoir werden, erläutert Prof. Kampf im
zweiten Teil seines Vortrags.
Obwohl jeder im pflegerischen und medizinischen Bereich Tätige
denkt, es sei schon alles darüber gesagt, sprechen Norovirus-Ausbrüche mit großen Fallzahlen eine andere Sprache. Dr. Cornelia
Henke-Gendo arbeitet als Hygienikerin am Niedersächsischen Landesgesundheitsamt und stellt Diagnostik und Hygienemaßnahmen
zur Prävention von Neuerkrankungen in Ausbruchsszenarien dar.
Dann stellt Frau Dr. Henke-Gendo uns das Ebola-Virus des aktuellen Ausbruchsstammes vor, die Epidemiologie und Leitsymptome
der Erkrankung. Im weiteren Ausblick wird sie uns über den Entwicklungsstand eines Impfstoffes informieren und ggf. eine Kasuistik aus Deutschland vorstellen.
Als eine der häufigsten nosokomialen Infektionen stellt die Clostridium difficile assoziierte Diarrhoe (CDAD) wegen der hohen Rate
an Rezidiverkrankungen, der Schwere der Krankheitsverläufe und
einer Letalität von 2 %, die auf 6-30 % steigt, wenn es zu einer
pseudomembranösen Colitis gekommen ist, ein ernstes Problem
dar. Prof. Dr. Frauke Mattner stellt uns die wichtigsten Ergebnisse
eines ihrer Forschungsschwerpunkte vor.
Während es sich bei MRSA (Methicillinresistenter Staphylokokkus aureus) um eine sanierbare Besiedlung handelt, gibt es diese
Option bei den ansteigenden Fallzahlen mit
MRGN-Besiedelten bzw. infizierten Kranken
nicht. Die ursprünglich aus dem Darm stammenden gramnegativen Stäbchen besiedeln
unter anderem den Urogenitaltrakt, besonders wenn ableitende Urin-Katheter gelegt
werden. Die Urosepsis ist ein schweres Krankheitsbild, das unbehandelt innerhalb einiger Stunden bis Tage zum Tode führen kann
mit 2-stelligen Letalitätsraten. Herr Peter Bergen bringt uns bei,
wie durch hygienisches Legen von Harnkathetern und Pflege bei
liegenden Systemen Infektionen vermieden werden können.
Dr. Marion Wunderlich
Leiterin Gesundheitsamt
Landkreis Lüneburg
Sponsoren Wir bedanken uns bei folgenden Firmen für die freundliche Unterstützung.
Carmen Bergner
Koordinatorin
Hygiene-Netzwerk Lüneburg
Programm | 2. Lüneburger Hygienetag | 11.02.2015
Moderation
Dr. Marion Wunderlich, Leiterin Gesundheitsamt Landkreis Lüneburg
Carmen Bergner, Koordinatorin Hygiene–Netzwerk Landkreis Lüneburg
08:00
Teilnehmerregistrierung
08:45
Landrat Manfred Nahrstedt
Eröffnung der Veranstaltung
09.00
Rolf Sauer, Geschäftsführer der
Gesundheitsholding Lüneburg
Begrüßung
09.15
Dr. Marion Wunderlich, Leitung des
FD Gesundheit Landkreis Lüneburg
Einführung in die Themen und Struktur des Hygienetages
09:30 – 10:20
Dr. Jesko Matthes
Niedergelassener Facharzt für
Allgemein­medizin, Deutsch Evern
Hygienetipps für die Hausarztpraxis
10:30 – 11:00
Kaffeepause / Industrieausstellung
11:00 – 11:50
Prof. Dr. Günter Kampf Direktor Bode Science Center Hamburg
Erfolgsfaktor Infektionsschutz
Gezielte Händehygiene hilft allen
Aufbereitung von Tuchspendern
12:00 – 12:50
Dr. Cornelia Henke-Gendo Fachärztin für Mikrobiologie, Virologie und
Infektionsepidemiologie,
Niedersächsisches Landesgesundheitsamt
Diagnostik und Hygienemaßnahmen bei
Norovirusausbrüchen
Ebola: Sind wir vorbereitet?
13:00 – 13:45
Mittagspause / Industrieausstellung
13:45 – 14:35
Prof. Dr. Frauke Mattner
Chefärztin Institut für Hygiene,
Fachärztin für Hygiene, Umweltmedizin und
Laboratoriumsmedizin
Kliniken der Stadt Köln gGmbH
14:45 – 15:15
Kaffeepause / Industrieausstellung
15:15 – 16:15
Peter Bergen Hygienefachkraft,
Niedersächsisches Landesgesundheitsamt
Hygienisches Management und therapeutische
Möglichkeiten bei der Clostridium difficile
assoziierten Diarrhoe
Harndrainage in Zeiten der MRGN
(multiresistente gramnegative Erreger)
Teilnehmerkreis
Anreise
Hausärzte, Krankenhauspersonal, Pflegepersonal, Senioren-Einrichtungen, medizinisches Assistenzpersonal, Mitarbeiter aus dem
öffentlichen Gesundheitswesen, hygienebeauftragte Ärzte und Hygienefachkräfte. Die Teilnehmerzahl ist auf 250 Personen begrenzt.
Bitte rechtzeitig anmelden. Die Veranstaltung ist kostenfrei.
Mit dem Auto:
Im Stadtgebiet Lüneburg der Beschilderung „Psychiatrische Klinik“
folgen. Zwei große Parkplätze stehen direkt links der Haupteinfahrt
auf dem Gelände „Am Wienebütteler Weg“ zur Verfügung, ein weiterer Parkplatz befindet sich in der Straße „Brockwinkler Weg“.
Zeit und Ort
Bitte beachten Sie,
dass das Parken auf dem gesamten Klinikgelände
für Besucher leider nicht möglich ist.
Mittwoch, 11.02.2015,
08:45 Uhr bis ca. 16:15 Uhr.
Teilnehmerregistrierung ab 08:00 Uhr
Gesellschaftshaus, Gebäude Nr. 36
auf dem Gelände der Psychiatrischen Klinik Lüneburg,
Am Wienebütteler Weg 1, 21339 Lüneburg
Fortbildungspunkte
sind bei der Ärztekammer Niedersachsen beantragt.
Mit dem Bus:
Ab Bahnhof oder Stadtgebiet Linie 5009 Richtung Vögelsen bis
Haltestelle „Psychiatrische Klinik“. Für weitere Informationen
nutzen Sie bitte das Internet-Angebot des HVV.
Weitere Infos
zum Lüneburger-Hygiene-Netzwerk finden Sie unter:
www.landkreis-lueneburg.de/hygiene
✁
Anmeldung bis 15. Januar 2015
Tel. 04131-26-1485
E-Mail: carmen.bergner@landkreis.lueneburg.de
oder per Post:
Bitte
freimachen
Hiermit melde ich mich verbindlich zum 2. Lüneburger Hygienetag
am 11.02.2015 an.
Einrichtung
Name
Gesundheitsamt Lüneburg
z. H. Carmen Bergner
Am Graalwall 4
21335 Lüneburg
Adresse
Telefon
E-Mail
Datum
Unterschrift
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