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IATA Änderungen 2015

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Österreichische Gefahrgutkonferenz 2014
IMDG – IATA Änderungen 2015
Markus Mayer
GSSA Mayer – Veit GmbH
28.10.2014-29.10.2014 Schwaz
04.11.2014-05.11.2014 Schwechat
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IATA Gefahrgutvorschriften
Wichtige Änderungen und Ergänzungen der
55. Ausgabe (2015)
 Für Lampen, welche sehr kleine Mengen an Gefahrgütern beinhalten,
wurde eine Ausnahmeregelung hinzugefügt.
 Eine Anmerkung mit dem Hinweis, dass GHS
Piktogramme auf Versandstücken auf einen möglichen
Gefahrgutinhalt schließen lassen, wurde hinzugefügt.
 Die Verpackungsgruppe wurde aus Spalte E der Gefahrgutliste („blaue
Seiten“) für Gegenstände, welche z.B. Lithium-Batterien beinhalten,
entfernt.
 Der Eintrag in der Gefahrgutliste („blaue Seiten“) für UN3090,
Lithium-Metall-Batterien wurde geändert und verbietet ab
2015 den Transport von UN3090 auf Passagierflugzeugen.
 Die Einschränkungen für Umverpackungen („Overpacks“),
welche Versandstücke mit dem Kennzeichen „Nur für
Frachtflugzeug“ („Cargo Aircraft Only“) enthalten, wurden
entfernt.
2
IATA Gefahrgutvorschriften
Wichtige Änderungen und Ergänzungen der
55. Ausgabe (2015)
 Diverse Sonderbestimmungen wurden geändert bzw. neu hinzugefügt (siehe
IATA DGR 4.4), z.B.:
A78 – wurde geändert um die Anforderungen für radioaktive
Stoffe mit Nebengefahren zu verdeutlichen.
A192 (NEU) – Diverse Farbprodukte (UN1210, UN1263, UN3066,
UN3469 und UN3470) dürfen unter gewissen Umständen unter der
Versandbezeichnung für „Zubehörstoffe“ („related material“)
befördert werden.
A197 (NEU) – wurde für umweltgefährdende Stoffe (UN3077 und
UN3082) hinzugefügt und erlaubt Versendern diese Stoffe als
„nicht eingeschränkt“ („not restricted“) zu befördern, sofern die
Nettomenge pro Innenverpackung oder Einzelverpackung 5 kg
oder 5 L nicht übersteigt und die Verpackung bestimmten
Anforderungen entspricht.
3
IATA Gefahrgutvorschriften
Wichtige Änderungen und Ergänzungen der
55. Ausgabe (2015)
 Die Beschriftung „Overpack“ für Umverpackungen muss
mindestens 12 mm groß sein. (Anm.: erst mit 1. Jänner 2016
wird diese Mindestgröße zwingend vorgeschrieben)
 Die Größe sowie die Abmessungen von den Gefahren- sowie
Abfertigungskennzeichen wurde genauer spezifiziert.
 Wenn viskose (zähflüssige) entzündbare, flüssige Stoffe entsprechend
DGR 3.3.3.1.1 der Verpackungsgruppe III zugeordnet sind, muss auf
der Versendererklärung für Gefahrgut („Shipper´s Declaration for
Dangerous Goods“) ein entsprechender Hinweis angeführt sein.
 Für Lithium-Batterien, welche dem Teil IB der VA 965 und VA 968 entsprechen,
wurde ein Absatz hinzugefügt, welcher die Anforderungen für das zusätzliche
Beförderungsdokument genauer erläutert.
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IATA Gefahrgutvorschriften
Wichtige Änderungen und Ergänzungen der
55. Ausgabe (2015)
 Ein neuer Absatz wurde hinzugefügt, wonach auf dem Luftfrachtbrief („Air
Waybill“) die Worte „not restricted“ (nicht eingeschränkt) angeführt werden
sollen, wenn GHS Piktogramme auf Verpackungen erkennbar sind, deren
Inhalte aber nicht den Klassifizierungskriterien für Gefahrgüter entsprechen.
 Die Anforderungen für die Ausstellung der Annahme-Kontrollliste für
Gefahrgüter („Dangerous Goods Acceptance Check List“) wurden
verdeutlicht, dass diese am Abgangsflughafen, wo eine Gefahrgutsendung
zum ersten Mal für den Lufttransport angenommen wird, ausgefüllt werden
muss, jedoch bei Interline-Sendungen, d.h. wenn z.B. mehrere
Fluggesellschaften die Gefahrgüter befördern, auf den Transit-Flughäfen
fallweise nochmals überprüft wird, ob die Gefahrgut-Sendung noch immer
den IATA Anforderungen entspricht.
 Auf der Information für den Luftfahrzeugführer („Special Load Notification
to Captain - NOTOC“) muss der technische Name, welcher bei diversen
Versandbezeichnungen anschließend in Klammer angeführt ist, nicht mehr
inkludiert werden.
5
IATA Gefahrgutvorschriften
Wichtige Änderungen und Ergänzungen der
55. Ausgabe (2015)
 Klasse 7 (radioaktive Stoffe): Im Abschnitt 10 der IATA
Gefahrgutvorschriften wurden die Änderungen der IAEA Safety
Standards Series No. SSR-6 hinzugefügt. Die Änderungen
betreffen u.a. radioaktive Stoffe in freigestellten
Versandstücken, spaltbar-freigestellte Versandstücke und neue
Anforderungen für Uraniumhexafluorid in freigestellten,
radioaktiven Versandstücken.
 Diverse Begriffserklärungen wurden im Anhang A (Spezialwörterbuch)
hinzugefügt. Beispielsweise wurde der Begriff „Nettomenge“ in Bezug auf
Artikeln und Gegenstände genauer erläutert.
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IMDG-Änderungen 2016
IMDG-Code
Amendment 36-12 gilt noch bis zum 31.12.2015.
Amendment 37-14 (neu) tritt verpflichtend mit 1.Jänner 2016 in Kraft.
Freiwillig wird die Anwendung jedoch ab 1.Jänner 2015 toleriert.
Zusammenstellung der Änderungen enthält nur mehr die wichtigsten
IMDG-Änderungen!
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Änderungen Teil 1
Neu 1.1.2.3 Internationales Übereinkommen CSC
8
•
Inhalt des CSC-Schildes (Größe 200x100mm)
Land der Zulassung
•
Datum (Monat und Jahr) der Herstellung
•
Herstelleridentifizierungsnummer
•
Höchstes Bruttogewicht (kg und Lbs)
•
Zulässiges Stapelungsgewicht bei 1,8 g (kg und Lbs)
•
Belastungswert bei der Querverwindungsprüfung
•
Prüfdatum
Änderungen Teil 2
• UN 3509 Altverpackungen, leer ungereinigt
Dürfen nicht für den Seetransport verwendet werden.
• Abschnitt 2.10.2.4 Meeresschadstoffe
Meeresschadstoffe in Einzelverpackungen oder zusammengesetzten
Verpackungen bis höchstens 5 Liter / 5Kg Netto, sind von den Vorschriften
des IMDG-Codes befreit. Voraussetzung: die Vorschriften 4.1.1.1, 4.1.1.4
bis 4.1.1.8 werden erfüllt.
Daher auch keine Angaben im Beförderungsdokument, keine Plakatierung
des Containers.
• Kennzeichnung von Meeresschadstoffen in der Tabelle 3.2.1,
Spalte 4, Buchstabe „P“ ist ggf. nur für Einzeleintragungen angeführt
(nicht für Gattungs- oder n.a.g.-Eintragungen)
Das Fehlen von „P“ in der Tabelle bedeutet nicht, dass der Stoff kein
Meeresschadstoff ist.
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Änderungen Teil 3
• 3.2 Gefahrgutliste
Aufnahme des Buchstabens „P“ (Meeresschadstoff) bei folgenden Nummern:
1005, 1098, 1206, 1262, 1272, 1299, 1334, 1547, 1600, 1708, 1748, 1840,
1929, 2028, 2073, 2208, 2218, 2241, 2304, 2325, 2331, 2368, 2381 II, 2672,
2709, 2850, 2880, 3318, 3451, 3454, 3485, 3486, 3487
Sondervorschriften:
• Änderung SV 310: bei defekten Lithiumbatterien wird auf SV 376
verwiesen.
•
•
•
•
10
Neu
SV 376 und 377 für Lithiumbatterien (siehe auch ADR/RID-Änderungen)
SV 968: Altverpackungen im Seeverkehr verboten
SV 969: Abfälle gemäß Basler Übereinkommen dürfen auch ohne
Kennzeichen „Marine Pollutant“ befördert werden.
Änderungen Teil 5
• 5.3.1.1.4.1 Vorschriften für die Kennzeichnung
Ortsbewegliche Tanks mit einem Fassungsraum von weniger
als 3.000 Litern:
 Dürfen an nur zwei gegenüberliegenden Seiten plakatiert
(25 x 25 cm) oder bezettelt (10 x 10 cm) sein.
Abweichung zum ADR/RID: nur die Verkleinerung gemäß
5.3.1.7.3 erlaubt, jedoch immer 4-seitige Kennzeichnung
gemäß 5.3.1.2.
 Das Kennzeichen für Meeresschadstoffe darf auf
10x10cm reduziert werden.
ADR/RD nicht zulässig!
 Angabe des technischen Namens: darf auf 12mm
Zeichenhöhe verringert werden.
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Änderungen Teil 7
• Neu 7.1.5 Staucodes
Einführung der Staugruppen (Stowage Codes) in der Spalte 16a
SW 1 – SW 28
• Neu 7.1.6 Handhabungsgruppen
Einführung der Handhabungsgruppen in der Spalte 16a
H1–H4
• Änderung 7.2.4 Trenntabelle
Klasse 2.1 und Klasse 4.3: Zusammenladen verboten
Klasse 3 und Klasse 4.3: Zusammenladen verboten
• Neu 7.2.8 Trenngruppen (Segregation Codes) in Spalte 16b
SG 1- SG 75
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Änderungen Teil 8
CTU Packvorschriften (Code of Practice)
• Änderungen zu der bestehenden CTU Richtlinie
• Code of Practice wird zur Vorschrift
• Gewichtskräfte werden geändert (0,8 G in allen Richtungen, Eisenbahn
0,5 G)
• Verlader/Versender ist für die Ladungssicherung verantwortlich
• Verladepersonal muss nach CTU Richtlinie ausgebildet sein
• Festigkeiten der Kanthölzer werden definiert
• Formeln zur Berechnung der Kräfte von Sicherungsmitteln
• Definiton der Freiräume (15 cm), darunter = Formschluss
• Ausweitung des Inhalts auf 126 Seiten.
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