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Allgemeines Entwicklungsstand ISO 9001:2015

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Allgemeines
Liebe Kundinnen und Kunden,
die Entwicklungsrichtung der neuen ISO 9001:2015
kristallisiert sich mehr und mehr heraus. Den aktuellen
Stand stellen wir Ihnen kurz dar. Die Vorgaben in den
Zertifizierungsbereichen SpaEfV und AZAV wurden
weiter konkretisiert.
Die neuen Empfehlungen des Beirates in der AZAV
betreffen zum einen die Anforderungen an ein
Qualitätsmanagementsystem und zum anderen die
Maßnahmenzulassung.
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Die Themen im Einzelnen:
Entwicklungsstand ISO 9001:2015
Prüfungskriterien SpaEfV 2014
AZAV, neue Empfehlungen des Beirates
Aktuelles von Quacert
S.1
S.1
S.2
S.3

Wir wünschen Ihnen einen schönen sonnigen
Frühling.
Ihr Quacert-Team
Entwicklungsstand ISO 9001:2015
Zeitplan
Im April 2014 ist die Fertigstellung des
Standardentwurfs und Weiterleitung an die ISO zur
Abstimmung (75% Zustimmung erforderlich) geplant.
Aktuell zeichnet sich eine Verzögerung, voraussichtlich
bis in den Mai 2014 ab. Die deutsche Sprachfassung
wird zwei Monate später erwartet.
Im März 2015 erfolgt die Fertigstellung des
Schlussentwurfs und Weitergabe an die ISO zur
abschließenden Abstimmung. In dieser Phase sind
gewöhnlich nur noch kleinere redaktionelle
Änderungen zu erwarten.
Es soll im September 2015 die Veröffentlichung der
ISO 9001:2015 in der englischen Originalversion
erfolgen. Die deutsche Fassung soll zeitgleich
erscheinen. Die ISO 9001:2008 wird dann
zurückgezogen, bleibt jedoch Basis von (bestehenden)
Zertifizierungen für eine voraussichtliche
Übergangsdauer von 3 Jahren.
Inhaltliche Aspekte aus heutiger Sicht

Dokumente und Aufzeichnungen:
Von einen QM-Handbuch ist nicht mehr die Rede.
Begriffe wie Dokumente und Aufzeichnungen
werden zusammenfassend als dokumentierte
Informationen behandelt.

Begriffserweiterung:
Produkte wird ersetzt durch Güter und
Dienstleistungen. Dies soll zu mehr Akzeptanz bei
Dienstleistern führen.
Umgang mit Interessierten Parteien:
Künftig sind alle interessierten Parteien (u. a.
Direktkunden, Endverbraucher, Lieferanten,
Behörden) und deren Anforderungen zu ermitteln.
Prozessorientierter Ansatz:
Explizite Forderungen sind im Kapitel 4.4.2
formuliert. In der jetzigen Revision eher noch als
Empfehlung im erklärenden Vorspann 0.2
behandelt.
Beauftragter der obersten Leitung:
Funktionsanforderungen, jedoch keine
Anforderungen hinsichtlich der Stellung innerhalb
des Unternehmens.
Die Forderung Mitglied der Leitung ist nicht mehr
vorhanden.
Risikomanagement und Vorbeugung:
Beinhaltet alle Arten von Vorbeugemaßnahmen.
Ein formales Risikomanagement wie z. B. nach ISO
31000 ist aber keine Pflicht.
Anpassung der QM-Grundsätze
Die Grundsätze des Qualitätsmanagements
wurden von bisher 8 Punkten auf 7 Punkte
reduziert. (Anhang A der 9001)
1. Kundenorientierung
2. Führung
3. Engagement der Personen
4. Prozessorientierter Ansatz
5. Verbesserung
6. Faktenbasierte Entscheidungen
7. Beziehungsmanagement
Was ist für Sie als Unternehmen jetzt wichtig?
Voraussichtlich soll eine neue ISO 9002 als neuer
„Leitfaden zur Implementierung der ISO 9001:2015“
erscheinen und die Stelle der „alten“ ISO 9002
besetzen, jedoch mit völlig neuen Zuschnitt.
Mit konkreten Maßnahmen, Schulungen und weiteren
Vorbereitungen sollte Sie noch bis zur endgültigen
Zustimmung zum Schlussentwurf im Frühjahr 2015
warten. Wir halten Sie auf dem Laufenden.
Informationsquelle: www.iso.org
Prüfungskriterien SpaEfV 2014
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
(www.BMWi.de) hat am 31.03.2014 Hinweise zur
Anwendung der SpitzenausgleichsEffizienzsystemverordnung (SpaEfV) veröffentlicht.
Neben zahlreichen formalen Regelungen sind auch
konkrete Hinweise für das Jahr 2014 enthalten, die Sie
als Anwender betreffen.
1
Die Energiedaten müssen wieder für einen ZwölfMonats-Zeitraum vorgelegt werden. Möglich ist die
Verwendung der Energiedaten aus dem kompletten
Jahr 2013.
Im Jahr 2014 müssen nun die Energiedaten je Anlage
vorliegen. Hierzu ist zumindest eine zeitweilige
Messung je Anlage notwendig. Die erfassten
Energiedaten können dann hochgerechnet werden. Da
jedoch abschließend die Gesamtenergieverbräuche nur
aus 2013 vorliegen, besteht die Möglichkeit
Messungen in 2014 anlagenbezogen durchzuführen
und diese dann für das für die Daten aus 2013 zu
nutzen.
Bei Unternehmen mit mehreren Standorten wurde nun
eine Regelung für die Vorort-Auditierung angegeben.
Beim Audit müssen die Zentrale sowie die Wurzel aus
der Anzahl der weiteren Standorte besucht werden.
Bsp.: Zentrale plus fünf Standorte: Wurzel aus fünf ist
2,23; d.h. die Zentrale plus drei Standorte (hier muss
aufgerundet werden) ist dann zu auditieren.
Wichtig ist weiterhin die Nachweisführung in
Abhängigkeit von der Energierelevanz
(Wesentlichkeit). Hier heißt es: „Zur Nachweisführung
über die Energierelevanz eines Standorts bzw.
Unternehmensteils wird es … als ausreichend
angesehen, wenn das Unternehmen nachweist, dass
der Standort bzw. Unternehmensteil einen
Energieverbrauch aufweist, der bei über 5% des
Gesamtenergieverbrauchs eines Unternehmens liegt,
sofern gewährleistet ist, dass ab dem Regelverfahren
mindestens 95% des Gesamtenergieverbrauchs des
Unternehmens erfasst werden.“
Das heißt, dass Verbräuche von unter 5% dann nicht
erfasst werden müssen, sofern gewährleistet ist, dass
vom Gesamtenergieverbrauch 95 % nachgewiesen
werden können.
Beim vertikalen Ansatz ist im Jahr 2014 neben der
Tabelle 1 nun zusätzlich die Tabelle 2 (siehe unten)
vorzuhalten.
In dieser Tabelle 2 war unklar, was in die Spalte
„Kapazität“ einzutragen ist.
Hier erfolgte nun eine Klarstellung: Unter „Kapazität“
ist die Anschlussleistung der jeweiligen Anlage zu
verstehen.
Es muss darauf geachtet werden, dass die Summe der
Energieverbräuche aus der Tabelle 2 mit der Angabe
der Gesamtverbräuche je Energieträger nahezu
übereinstimmt (Plausibilität).
Informationsquelle:
Die Hinweise zur Anwendung der SpaEfV des BMWi
können Sie unter folgendem Link herunterladen.
AZAV, neue Empfehlungen des Beirats
(28.02.2014)
Thema: Anforderungen an ein
Qualitätsmanagementsystem:
Die AZAV wird, gemäß den Vorgaben des SGB III,
durch die Empfehlungen des Beirates immer weiter
konkretisiert. Im Jahr 2014 wurden die bestehenden
Empfehlungen des Beirates bereits zweimal erweitert.
Eine sehr umfangreiche Ergänzung wurde am
28.02.2014 veröffentlicht. In dieser Empfehlung
wurden Kriterien zum „Vorliegen eines Systems zur
Sicherung der Qualität“ definiert. In der Empfehlung
selber stellt der Beirat zunächst vorab fest, dass es
keine Festlegung auf ein bestimmtes
Qualitätsmanagementsystem gibt. In der Wahl
desselben ist weiterhin jeder AZAV-Träger frei. Im
Folgenden werden die für die AZAV Trägerzulassung
notwendige Elemente detailliert aufgeführt und
kommentiert. Es gibt Ausführungen zu folgenden 9
Bereichen:
1. einem kundenorientierten und auf Eingliederung
in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt gerichteten
Leitbild
2. zur Unternehmensorganisation und -führung,
einschließlich der Festlegung von
Unternehmenszielen und der Durchführung
eigener Prüfungen zur Funktionsweise des
Unternehmens
3. zu einem zielorientierten Konzept zur
Qualifizierung und Fortbildung der Leitung und
der Lehr- und Fachkräfte
4. zu Zielvereinbarungen, einschließlich der Messung
der Zielerreichung und der Steuerung
fortlaufender Optimierungsprozesse auf
Grundlage erhobener Kennzahlen und Indikatoren
5. zur Berücksichtigung arbeitsmarktlicher
Entwicklungen bei Konzeption und Durchführung
von Maßnahmen der Arbeitsförderung
6. zu den Methoden zur Förderung der individuellen
Entwicklungs-, Eingliederungs- und Lernprozesse
der Teilnehmenden
7. zu den Methoden der Bewertung der
durchgeführten Maßnahmen sowie ihrer
arbeitsmarktlichen Ergebnisse
8. zur Art und Weise der kontinuierlichen
Zusammenarbeit mit Dritten und der ständigen
Weiterentwicklung dieser Zusammenarbeit
9. zu einem systematischen
Beschwerdemanagement, einschließlich der
Berücksichtigung regelmäßiger Befragungen der
Teilnehmenden
2
In der konkreten Ausgestaltung der 9 Bereiche gibt es
neue bzw. neu konkretisierte Forderungen. Diese
finden sich vor allem bei den Punkten 8 und 9. Bei
Punkt 8, Zusammenarbeit mit Dritten, werden die
Regelungen zur Zusammenarbeit genauer hinterfragt.
Bei Punkt 9, Beschwerdemanagement, gibt es eine
gänzlich neue Forderung, nämlich die „Befragung des
mit der Maßnahmenorganisation betrauten
Personals“. Diese Forderung ist aber eine Ausnahme.
In den anderen Bereichen sind die Anforderungen nur
konkretisiert aber nicht völlig neu. Durch die
Konkretisierungen wird der Interpretationsspielraum
geringer, was zu einem einheitlicherem
Grundstandard führt.
Wichtig ist noch folgende Feststellung: Die
Anforderungen müssen von allen Trägern erfüllt
werden, aber nicht jede Anforderung trifft in gleicher
Weise und mit gleicher Ausprägung auf alle Träger der
verschiedenen Fachbereiche in der AZAV zu.
Es ist die Aufgabe von Quacert bzw. den von uns
beauftragten Auditoren, dies im Audit bei Ihnen zu
berücksichtigen.
Bitte beachten Sie: Die Empfehlungen des Beirates
wurden am 28.02.2014 veröffentlicht und sind seit
25.04.2014 in Kraft. Die neuen Empfehlungen müssen
seit diesem Datum in jedem Audit von uns geprüft
werden, egal ob es sich um ein Zulassungs- oder ein
Überwachungsaudit handelt.
Neue Empfehlungen des Beirats
(13.05.2014)
Informationsquelle:
Empfehlungen des Beirates (Stand: 13.05.2014)
Beide Empfehlungen finden Sie (farbig markiert) als
Anlage zum Newsletter oder Sie besuchen uns auf
unseren Webseiten (www.azwv-azav.de),
(www.quacert.de).
Aktuelles von Quacert
Erneute Akkreditierung als
fachkundige Stelle
Zu Beginn des Monats Mai 2014 haben wir unser
Zertifikat von unserer Aufsichtsbehörde der Deutschen
Akkreditierungsstelle (DakkS) erhalten. Damit ist bis
zum Jahr 2019 gewährleistet, dass wir Zulassungen
und Überwachungen für AZAV-Träger und AZAVMaßnahmen in allen Fachbereichen weiterhin
durchführen können.
Veranstaltungen von Quacert
im Jahr 2014
Informationsveranstaltung zu Energiemanagementsystemen
05.06.2014 in Schwäbisch Gmünd
Informationsveranstaltung zur DIN ISO 29990
17.06.2014 in Schwäbisch Gmünd
Thema: Vorlage von Bestätigungen:
Soweit Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung
(FbW, gefördert mit Bildungsgutschein) zugelassen
werden sollen, so ist ggf. folgende ergänzende
Anforderung zu beachten:
Bei Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung, die
auf Berufsabschlüsse in anerkannten
Ausbildungsberufen oder bundes- oder landesrechtlich
geregelten Berufen vorbereiten, muss der
fachkundigen Stelle Quacert eine Bestätigung der
zuständigen Stelle/Aufsichtsbehörde über die Eignung
des Trägers als Ausbildungsstätte vorgelegt werden.
Dabei spielt es keine Rolle ob die Maßnahme im
Rahmen der Referenzauswahl geprüft wird oder nicht.
Tragen Sie bitte in die Excelmeldeliste von Quacert die
entsprechenden Berechtigungen in die letzte Spalte
der Tabelle mit ein und reichen diese Nachweise im
Rahmen der Prüfung der Maßnahmeunterlagen mit
ein.
Die Empfehlung ist am Tag der Veröffentlichung
(13.05.2014) in Kraft getreten.
GmbH
Eutighofer Straße 137
73525 Schwäbisch Gmünd
Tel.:
07171/99 79 16 40
Fax:
07171/99 79 16 99
E-Mail: info@quacert.de
Web:
www.quacert.de
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