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Allianz für die Schöpfung Jahresprogramm 2015

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Allianz für die Schöpfung
Jahresprogramm 2015
Gemeinsam unterwegs zu einem guten Leben für alle –
Caminando juntos paraque todos vivamos bien
(Stand: 28.11.2014)
Globaler Rahmen: Die „Tyrannei eines vergötterten Marktes“ (Papst Franziskus)
„Diese Wirtschaft tötet“ stellt Papst Franziskus in seinem apostolischen Schreiben Evangelii Gaudium fest.
Damit bezieht er sich einerseits auf unser ökonomisches „System, das dazu neigt, alles aufzusaugen, um den
Nutzen zu steigern“ indem es weltweit ohne Rücksicht auf die betroffenen Menschen oder die Umwelt
Rohstoffe ausbeutet, die für die Produktion von Konsumgütern benötigt werden und dabei den Klimawandel
und andere ökologische Katastrophen sehenden Auges in Kauf nimmt. Andererseits kritisiert er aber auch die
„Anbetung des antiken goldenen Kalbs“ sowie die „Interessen des vergöttlichten Marktes, die zur absoluten
Regel werden“, während Menschen zur Wegwerfware degradiert werden, und nimmt damit unser aller
Lebensstil in den Blick, der sich dem Konsumdruck beugt und damit genau das kritisierte Produktions- und
Wirtschaftsmodell wieder neu reproduziert.
Fastenzeit: Der eigene Lebensstil auf dem Prüfstand
Als zentrale Aufgabe von Kirche formuliert der Papst damit, was Misereor mit der Überschrift seiner
Fastenaktion für das Jahr 2015 als „Neu denken!¡Veränderung wagen“ benennt. Dabei greift das neue
Hungertuch mit dem Titel „Gott und Gold – Wie viel ist genug?“ sowohl die Dimension der persönlichen
Lebensführung als auch deren Auswirkungen auf Ökonomie und Politik auf.
Allianz für die Schöpfung: Ein Bündnis der Kirche von Hildesheim und Bolivien
Angesichts des 25-jährigen Bestehens unserer Bolivienpartnerschaft haben sowohl die bolivianische
Bischofskonferenz als auch Bischof Norbert von Hildesheim zu einem Bündnis zur Bewahrung der Schöpfung
aufgerufen: „Wir verbinden uns mit unseren Schwestern und Brüdern in Bolivien und verpflichten uns als Kirche
von Hildesheim, konsequent einen Weg der Schöpfungsbewahrung zu gehen und uns auch gesellschaftlich
dafür stark zu machen. […] Gemeinden, Familien und einzelne Personen verpflichten sich dazu diejenigen
Gewohnheiten und Tätigkeiten einzuschränken, die die Entwicklung des Klimas besonders belasten. Auch der
ökumenische Kreuzweg der Schöpfung drückt unsere Verantwortung für das Klima der Erde aus.“
Logo und Symbolik
Das von bolivianischen Designern entwickelte Logo zeigt den Baum des Lebens, der an die Schöpfungserzählung
aus dem Buch Genesis erinnert und gleichzeitig durch die Figuren, aus denen Wurzeln und Äste gebildet sind,
unsere Verantwortung als Menschen dafür anmahnt, den Garten Eden zu bestellen und zu behüten (Gen 2, 15).
Diese Verpflichtung wollen wir symbolisch aufnehmen, indem wir durch Spenden Projekte zur
Wiederaufforstung in verschiedenen Regionen Boliviens unterstützen und außerdem Privatpersonen und
Institutionen dazu einladen, auch hier in Deutschland Bäume zu pflanzen. Anhand einer virtuellen Landkarte
könnte man im Internet nachvollziehbar machen, wo von wem bislang Baumpatenschaften übernommen
wurden.
Aktionsformen im Bistum Hildesheim für das Jahr 2015
Um die Zusammenhänge zwischen Konsum und eigenem Lebensstil, aber auch der Art unserer
Energieerzeugung sowie den Folgen des Rohstoffverbrauchs und der Landnutzung vor allem in Ländern des
Südens zu reflektieren und alternative Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen, laden wir die Mitglieder der Allianz
für die Schöpfung ein, sich 2015 an folgenden Aktivitäten zu beteiligen:
1.
Auftaktveranstaltung am 21.2.
15:00 Koordinierungstreffen in Hildesheim mit Vertreter/inne/n der Mitträger-Organisationen
17:00 Gottesdienst im Dom mit GV Dr. Schreer
2.
Fastenzeit 2015: „Neu denken!¡Veränderung wagen“
2.1. Aufruf der Mitträger-Organisationen an ihre Mitglieder, regionale Aktionen in der Fastenzeit
durchzuführen wie Fastenessen, Auto-Fasten, Klima-Fasten etc.
2.2. Misereor-Hungertuchwallfahrt „Gott und Gold – Wie viel ist genug?“:
Station in Hannover bei MP Weil (angefragt für den 19.2.)
2.3. Kreuzweg der Schöpfung mit dem Schöpfungskreuz aus Bolivien
(8.3. Gorleben; 15.3. Wolfsburg; 22.3. Asse)
2.4. Exposure-Reise „rohstoff.gerechtigkeit.leben“ nach Bolivien (6.-16.3.)
2.5. Studientag zur Enzyklika von Papst Franziskus zum Thema Umwelt/Schöpfung (Termin noch nicht
bekannt)
3.
Ökumenischer Schöpfungs-Gottesdienst der ACK am 20.9.
4.
Ökumenischer Pilgerweg von Flensburg zum Klimagipfel nach Paris 2015
Beteiligung an der Etappe zwischen Hamburg und Bremen (26.9. – 2.10.)
5.
Tag der Weltkirche „Gemeinsam unterwegs zu einem guten Leben für alle“
im Roemer und Pelizaeus-Museum Hildesheim am 10.10.2015
6.
Abschlussaktion zum Pilgerweg am 6.12. in Paris und Hildesheim (mit bolivianischen Schöpfungskreuz)
7.
(Ggf. Aktivität im Rahmen der Sternsinger-Aktion, die 2016 als Beispiel-Land Bolivien behandeln wird.
Koordination:
Dietmar Müßig, Geschäftsführer der Bolivien-Stiftung Justitia et Participatio
dietmar.mueszig@bistum-hildesheim.de; Tel.: 05121 - 307336
Jürgen Selke-Witzel, Umweltbeauftragter des Bistums Hildesheim
umwelt@bistum-hildesheim.de; Tel.: 0170 - 615 20 27
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Seele and Geist
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