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SYSTEM SCHOMBURG BAUSTOFFE
SCHOMBURG GmbH
Aquafinstraße 2–8
D-32760 Detmold (Germany)
Telefon+ 49-5231- 953-00
Telefax+ 49-5231- 953-333
www.schomburg.de
Technisches Merkblatt
COMBIFLEX®-C2 Art.-Nr. 2 05015
Zweikomponentige, Bitumen-Dickbeschichtung
(Ausführung gemäß Werksvorschrift)
SCHOMBURG
GmbH & Co. KG
Detmold
P-2002-4/125/01
KIWA MPA
Bautest GmbH,
NL Dresden
SCHOMBURG GmbH & Co. KG
Aquafinstraße 2–8
D-32760 Detmold
13
2 05015
EN 15814
COMBIFLEX-C2
Kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtung
zur Abdichtung erdberührter Bauteile
DIN EN 15814 - PMB : CB2 / W2A / C2A
WasserdichtheitW2A
RissüberbrückungsfähigkeitCB2
Beständigkeit gegen Wasser
bestanden
Biegsamkeit bei niedrigen Temperaturen
bestanden
Maßhaltigkeit bei hohen Temperaturen
bestanden
Brandverhalten
Klasse E
DruckfestigkeitC2A
Dauerhaftigkeit der Wasserdichtheit
und des Brandverhaltens
erfüllt
Eigenschaften:
• n aht-, fugenlose, flexible, rissüberbrückende
Abdichtung
•g
eeignet für alle bauüblichen Untergründe
• kurzfristig regenfest
• schnelle Abbindung durch chemische Reaktion
• leichtes Vermischen der beiden Flüssigkomponenten
• leichte und wirtschaftliche Verarbeitung
• spachtel- und spritzfähig
• radondicht
• Abdichtungsstoff gemäß DIN 18195 – Teil 2
•o
hne Voranstrich auch auf matt feuchten Untergründen
einsetzbar
Einsatzgebiete:
COMBIFLEX-C2 eignet sich zur Abdichtung von erdberührten Bauteilen, wie z. B. Kellerwände, Fundamente,
Bodenplatten oder unter Estrichen gemäß den Lastfällen:
•B
odenfeuchte und nichtstauendes Sickerwasser gemäß
DIN 18195 – Teil 4
• aufstauendes Sickerwasser gemäß DIN 18195 – Teil 6
•D
ruckwasser gemäß DIN 18195 – Teil 6
(bei geeigneter Konstruktion)
Technische Daten:
Basis: 2-komponentige, kunststoffmodifizierte
Bitumen-Dickbeschichtung
Verarbeitungs-/
Untergrundtemperatur: +5 °C bis +30 °C
Mischzeit:ca. 1–2 Minuten
Verarbeitungszeit:
ca. 60 Minuten
Wärmebeständigkeit,
+70 °C, gemäß PG KMB:
bestanden
Druckbelastung, 0,3 MN/m2,
gemäß PG-KMB:
bestanden
Rissüberbrückung,
gemäß DIN 28052 – Teil 6:
mind. 2 mm
Wasserundurchlässigkeit gemäß
DIN 52123 (Schlitzdruck 1 mm): bestanden
Materialbedarf:
•B
odenfeuchtigkeit, nichtstauendes Sickerwasser:
4,7 l/m2 = ca. 3,0 mm Trockenschichtdicke
nichtdrückendes Wasser:
4,7 l/m2 = ca. 3,0 mm Trockenschichtdicke
•a
ufstauendes Sickerwasser/drückendes Wasser:
6,3 l/m2 = ca. 4,0 mm Trockenschichtdicke
Der Materialmehrverbrauch bei Unebenheiten des Untergrundes ist nicht
berücksichtigt.
Lieferform:28- und 180-l-Gebinde
Lagerung:frostfrei, 6 Monate im original verschlossenen Gebinde, angebrochene
Gebinde umgehend aufbrauchen
Reinigungsmittel:Werkzeuge sofort mit Wasser abspülen
oder mit AQUAFIN-Reiniger säubern.
Aufgetrocknetes Material ist nur schwer
entfernbar.
Untergrund:
Der Untergrund muss frostfrei, tragfähig, ebenflächig,
porenoffen und in der Oberfläche geschlossen sein. Er
muss frei sein von Kiesnestern, Lunkern, klaffenden Rissen
und Graten, frei von haftungsmindernden Stoffen, wie
z. B. Staub, Sinterschichten, und losen Bestandteilen sein.
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Vertiefungen > 5 mm sowie Mörteltaschen, Putzrillen bei
Ziegeln oder Schwerbetonsteinen, offene Stoß- bzw.
Lagerfugen, Ausbrüche, grobporige Untergründe oder
unebenes Mauerwerk sind mit geeignetem Zementmörtel
vorab zu egalisieren. Ecken und Kanten sind zu
runden bzw. bei Betonbauteilen nachträglich zu fasen.
Sinterschichten im Bereich des Überganges Wand/
Boden sind mechanisch zu entfernen.
Wand-/Bodenanschluss und Innenecken:
Den fachgerecht vorbereiteten Untergrund mit
AQUAFIN-1K vorschlämmen und frisch in frisch eine
Hohlkehle aus ASOCRET-RN bzw. Zementmörtel
(MG III) unter Zugabe von ASOPLAST-MZ mit mind.
4 cm Schenkellänge einbauen. Als Schutz gegen
Hinterfeuchtung wird der Bereich oberhalb der
Sohlenplatte mind. 20 cm hoch mit AQUAFIN-1K
überarbeitet und an der Sohlenstirnseite mind. 10 cm
heruntergeführt. Im Lastfall aufstauenden Sickerwasser
muss die Abdichtung mind. 15 cm heruntergeführt
werden.
Innenecken, Wand-/Bodenanschlüsse, Trennfugen:
Auf den vorbereiteten Untergrund wird AQUAFIN-RS300
oder AQUAFIN-2K/M mind. 2 cm breiter als das
Dichtband, im Streichverfahren oder mit einer 4–6 mm
Zahnung aufgetragen. Anschließend wird das
ASO-Dichtband-2000-S hohlraum- und faltenfrei in
die frische Schicht eingelegt. Die Verklebung muss so
erfolgen, dass eine Hinterwanderung des
ASO-Dichtband-2000-S durch Wasser ausgeschlossen
ist. Bei Gebäudetrennfugen mit durchgehender
Bodenplatte wird der Einbau des
ASO-Dichtband-2000-S schlaufenförmig ausgeführt.
Alternative zum ASO-Dichtbandsystem (Herstellen von
mineralischen Hohlkehlen):
Den Untergrund mit AQUAFIN-1K vorschlämmen und
frisch in frisch eine Hohlkehle aus ASOCRET-RN bzw.
Zementmörtel (MG III) unter Zugabe von ASOPLAST-MZ
mit mind. 4 cm Schenkellänge einbauen. Als Schutz
gegen Hinterfeuchtung wird der Bereich oberhalb der
Sohlenplatte mind. 20 cm hoch mit AQUAFIN-RS300
oder AQUAFIN-2K/M überarbeitet und an der Sohlenstirnseite mind. 10 cm heruntergeführt. Im Lastfall aufstauendes Sickerwasser/drückendes Wasser muss die
Abdichtung mind. 15 cm heruntergeführt werden.
Durchdringungen:
Den Bereich um die Durchdringung vorbereiten und eine
ADF-Rohrmanschette oder ASO-Dichtmanschette-Boden
mit AQUAFIN-RS300 oder AQUAFIN 2K/M verkleben
und nach vollständiger Durchtrocknung in die Flächenabdichtung einbinden. Im Lastfall nichtdrückenden oder
aufstauenden Sickerwasser sind Durchdringungen mit
Klebe- oder Los-/Festflansch zu verwenden und in die
Flächenabdichtung einzubinden.
Übergang Spritzwasser/Sockelbereich:
Im Bereich der Spritzwasserzone ist die Abdichtung
mindestens 30 cm über Gelände hochzuführen. Nach
Geländeanpassung muss die Abdichtung mind. 15 cm
über die Geländeoberkante reichen. In der Regel wird
dieser Anschluss mit flexiblen, mineralischen Dichtungsschlämmen, wie z. B. AQUAFIN-RS300, ausgeführt
um einen haftfähigen Untergrund für z. B. Sockelputze
etc. zu erreichen. Die Überlappung der KMB auf die
Dichtungsschlämme beträgt dabei mind. 10 cm.
Verarbeitung:
Zum Anrühren der Bitumendickbeschichtung ist ein
Rührwerk (500–700 U/min.) mit einem geeigeneten
Rührpaddel einzusetzen. Zunächst die Bitumenkomponente einmal kurz aufrühren, anschließend die Flüssigkomponente komplett zugeben und mischen bis eine
homogene und klumpenfreie Masse entsteht.
Die Verarbeitung von COMBIFLEX-C2 erfolgt im Spachteloder Spritzverfahren mit geeigneten Spritzanlagen, wie
z. B. HighPump M8 (Peristaltikpumpe). Informationen
dazu sind über HTG HIGH TECH Germany GmbH,
Berlin, www.hightechspray.de. zu erhalten.
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COMBIFLEX-C2 ohne Voranstrich mit einer Glättkelle in
lastfallbedingter Schichtdicke auftragen. Unebenheiten
vorher durch eine Kratzspachtelung egalisieren. Zur
Erreichung einer gleichmäßigen Schichtdicke, mit einer
Zahnkelle entsprechender Größe aufkämmen und mit
der glatten Seite der Zahnkelle eine geschlossene
Oberfläche bilden. Bei Anwendung im Lastfall
DIN 18195, Teil 6, ist eine 2-lagige Verarbeitung
erforderlich. In die frische erste Abdichtungsschicht die
ASO-Verstärkungseinlage einbauen. Vor dem zweiten
Auftrag muss der erste Auftrag soweit durchgetrocknet
sein, dass durch den nachfolgenden Auftrag eine
Beschädigung auszuschließen ist. Auf die frische
COMBIFLEX-C2-Abdichtungsschicht empfehlen wir, das
ASO-Systemvlies-02 ohne Überlappung aufzulegen
und mittels Glättkelle oder Teerbesen glattzustreifen. Bei
Betonbauteilen generell das ASO-Systemvlies-02 auflegen.
Überprüfung der Abdichtung:
Eine Schichtdickenkontrolle sollte grundsätzlich ausgeführt
und dokumentiert werden. Im Lastfall DIN 18195, Teil
5 und 6, ist die Protokollierung Nassschichtdicke und
Durchtrocknung verpflichtend auszuführen. Das Formular
„Ausführungsprotokoll“ kann von unserer Internetseite
www.schomburg.de heruntergeladen werden.
Die Schichtdickenkontrolle erfolgt im frischen Zustand
durch das Messen der Nassschichtdicke (mind.
20 Messungen je Ausführungsobjekt bzw. mind.
20 Messungen je 100 m2). Die Verteilung der Messpunkte sollte diagonal erfolgen. Je nach baulichen
Gegebenheiten ist die Messpunktdichte, z. B. im Bereich
von Durchdringungen, Übergängen, Anschlüssen, zu
erhöhen. Bei Ausführungen gemäß DIN 18195, Teil 6,
sind beide Schichtdicken gesondert zu kontrollieren.
Drain- und Schutzplatten:
Abdichtungen sind vor Witterungseinflüssen und mechanischen Beschädigungen durch geeignete Schutzmaßnahmen bzw. -schichten gemäß DIN 18195, Teil 10,
zu schützen. Schutzschichten dürfen keinen punkt- bzw.
linienartigen Druck auf die Abdichtung ausüben. Noppenbahnen und wellenförmige Schutzplatten sind
daher nicht geeignet. Schutzschichten erst nach völliger
Durchtrocknung der Abdichtungsschicht anbringen.
Geeignete Schutz- und Drainplatten können batzenweise
fixiert werden und Perimeterdämmung ist vollflächig
und engstoßend mit COMBIDIC-2K zu verkleben. Eine
Drainung ist gemäß DIN 4095 auszuführen.
Baugrubenverfüllung:
Die Baugrubenverfüllung erfolgt erst nach vollständiger
Durchtrocknung der Bitumendickbeschichtung. Das
Verfüllen der Baugrube muss gemäß den einschlägigen
Richtlinien erfolgen. Das Verfüllgut ist lagenweise
einzubringen und zu verdichten. Es ist zu beachten, dass
die Schutzschichten nicht beschädigt werden bzw. ein
Abrutschen verhindert wird.
Hinweise:
• Nicht zu behandelnde Flächen vor der Einwirkung von
COMBIFLEX-C2 schützen.
• Alle Anwendungen die von den Vorgaben der
DIN 18195 abweichen, sind vertraglich mit dem
Auftraggeber zu vereinbaren und gemäß VOB
Teil C, DIN 18336 eindeutig und einzeln in der
Leistungsbeschreibung anzugeben. Bitte die Angaben
der „Richtlinie für die Planung und Ausführung von
Abdichtungen mit kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtungen“, Deutsche Bauchemie e.V. beachten.
• Negativer Wasserdruck kann von bituminösen Abdichtungen nicht aufgenommen werden. In den Bereichen, in
denen dies zu erwarten ist, muss vorher mit AQUAFIN-1K
eine Schutzbeschichtung aufgetragen werden.
• Mauerwerkskronen und offene Fensterbrüstungen vor
eindringendem Wasser schützen.
• Entsprechend den anerkannten Regeln der Technik ist
unter den aufgehenden Wänden und auf der Sohle
eine Abdichtung mit AQUAFIN-RS300 oder
AQUAFIN-2K/M vorzunehmen.
• Die erforderliche Nassschichtdicke darf an keiner
Stelle um 100 % überschritten werden. COMBIFLEX-C2
bis zur vollständigen Durchtrocknung vor Witterungseinflüssen, wie z. B. Regen, Frost, starker Sonnenbestrahlung etc., schützen!
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•D
ieses Technische Merkblatt ist auf Basis der
SCHOMBURG-Werksvorschriften erstellt worden.
Das Technische Merkblatt gemäß DIN 18195 stellen
wir Ihnen auf unserer Internetseite www.schomburg.de
zur Verfügung.
Bitte gültiges EG-Sicherheitsdatenblatt beachten!
GISCODE: BBP10
Die Rechte des Käufers in Bezug auf die Qualität unserer Materialien richten sich nach unseren Verkaufs- und Lieferbedingungen. Für Anforderungen die über den Rahmen
der hier beschriebenen Anwendung hinausgehen, steht Ihnen unser technischer Beratungsdienst zur Verfügung. Diese bedürfen dann zur Verbindlichkeit der rechtsverbindlichen schriftlichen Bestätigung. Die Produktbeschreibung befreit den Anwender nicht von seiner Sorgfaltspflicht. Im Zweifelsfall sind Musterflächen anzulegen. Mit
Herausgabe einer neuen Fassung der Druckschrift verliert diese ihre Gültigkeit.
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HZ/KD/KK 10/14
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