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BKF_Ausstellungsvorschau 2014_2015

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Ausstellungsvorschau 2014 / 2015
Das Programm des Bucerius Kunst Forums wird sich auch in den kommenden zwei Jahren einem
lebendigen Wechsel zwischen moderner und alter Kunst verschreiben. Mit Mondrian, Kirchner und
Miró wird die Reihe zur Klassischen Moderne fortgesetzt, die mit Picasso (2002), Beckmann (2003),
Kahlo (2006), Matisse (2009) und Chagall (2010) begonnen wurde. Immer geht es dabei darum, den
modernen Klassikern mit einer aktuellen Fragestellung zu begegnen, der zum ersten Mal eine
Ausstellung gewidmet wird. Auch die Pompeji-Schau ist Teil eines Ausstellungszyklus, der mit der
etruskischen Wandmalerei (2004) und den Gräbern von Paestum (2007) ins Leben gerufen wurde.
Der Wechsel zwischen den Epochen wird sich auch bei den geplanten Projekten in einem immer
neuen Umgang mit der Ausstellungsarchitektur im Bucerius Kunst Forum auszeichnen. Die Qualität
der Leihgaben sichern die international besetzten Symposien und die internationalen Kooperationen.
Auch die kommenden Ausstellungen werden von einem Veranstaltungsprogramm begleitet, das die
jeweiligen Themen auch in Musik und Literatur spiegelt.
Mondrian. Farbe
1. Februar bis 11. Mai 2014
Kirchner. Das expressionistische Experiment
29. Mai bis 7. September 2014
Pompeji. Götter, Mythen, Menschen
27. September 2014 bis 11. Januar 2015
Miró. Malerei als Poesie
31. Januar bis 25. Mai 2015
Über Wasser. Photographie und Malerei von 1800 bis heute
13. Juni bis 20. September 2015
Von Poussin bis Monet. Die Farben Frankreichs
10. Oktober 2015 bis 17. Januar 2016
Weitere Presse-Informationen und Bildmaterial:
Julia Boberski, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Bucerius Kunst Forum,
Telefon: +49 (0)40/36 09 96 78, Telefax: +49 (0)40/36 09 96 71, presse@buceriuskunstforum.de
Mondrian. Farbe
1. Februar bis 11. Mai 2014
Wer den Namen Piet Mondrian hört, denkt an abstrakte Malerei in den Farben Rot, Gelb und Blau.
Doch wie kam der Maler zu dieser Reduktion? Mit Mondrian. Farbe geht erstmals eine Ausstellung
dieser Fragestellung nach. Anhand von 50 Gemälden wird deutlich, wie Mondrian durch die
Auseinandersetzung mit van Gogh und Cézanne, mit Goethes Farbenlehre und der Theosophie auf
der Suche nach einer universellen Harmonie zu den Grundfarben und zur Abstraktion fand.
Rot, Gelb und Blau sind die Farben, die Piet Mondrians Werk berühmt gemacht haben. Er gilt als
einer der entschiedensten Verfechter der Abstraktion. Von seinen Anfängen mit holländischen
Landschaften um 1900 entwickelte sich Mondrian zum Pionier der ungegenständlichen Malerei. Seit
1921 malte er ausschließlich mit den Primärfarben. In der Kombination mit weißen Flächen und
schwarzen Linien kommt ihnen eine wesentliche Bedeutung zu: Sie transformieren die materielle Welt
ins Geistige. In der Farbe zeigt sich dieser Anspruch Mondrians. Erstmals untersucht mit Mondrian.
Farbe eine Ausstellung dieses zentrale Moment seines Werks.
Mondrian sah seinen Weg zur Abstraktion als einen evolutionären Prozess. Farbe war für ihn
zunächst in der Tradition Rembrandts das Material der Wirklichkeit. Sein Frühwerk bestimmen die
erdigen Farben der Landschaft. Goethes Farbenlehre lenkte seine Aufmerksamkeit auf die
Primärfarben. Bilder in Blau und Rot zeugen von seiner Beschäftigung mit der Theosophie. In seinen
Dünenbildern entließ Mondrian die Farbe in die Abstraktion. Aus einer kubistischen Phase entwickelte
sich eine Linienstruktur, die es Mondrian ermöglichte, die Farbe unabhängig vom Gegenstand
einzusetzen. Im Kombinieren von Linie und Farbe fand Mondrian seine gültigen Bildmittel, für die er
den Stilbegriff „Neoplastizismus“ prägte. In kleinen Schritten, in Variationen und Differenzierungen,
suchte Mondrian nach einer Harmonie, die das Überzeitliche ausdrückt. Auch die kühl kalkuliert
wirkenden Gemälde enthalten eine ideelle Dimension.
Die von Ortrud Westheider kuratierte Ausstellung Mondrian. Farbe umfasst 40 bedeutende Gemälde
des Künstlers aus dem Gemeentemuseum Den Haag und 11 weitere Leihgaben renommierter
Sammlungen aus Europa und den USA, wie der Tate National London, dem Wilhelm-Hack-Museum in
Ludwigshafen, der Fundación Juan March in Madrid oder dem Denver Art Museum.
Im Anschluss an die Hamburger Station wird die Schau vom 25. Mai bis zum 21. September 2014 im
Ausstellungszentrum Turner Contemporary im britischen Margate gezeigt. Dort wird Mondrian. Colour
zeitgleich und in Kooperation mit der Ausstellung Mondrian and his Studios: Abstraction into the World
der Tate Liverpool gezeigt.
Die Ausstellung wird gefördert von
Weitere Presse-Informationen und Bildmaterial:
Julia Boberski, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Bucerius Kunst Forum,
Telefon: +49 (0)40/36 09 96 78, Telefax: +49 (0)40/36 09 96 71, presse@buceriuskunstforum.de
Kirchner. Das expressionistische Experiment
29. Mai bis 7. September 2014
Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938) zählt zu den avantgardistischen Malern des 20. Jahrhunderts, die
sich im Medium der Druckgraphik künstlerisch gefunden haben. Für den Mitbegründer der KünstlerGruppe Die Brücke war der Holzschnitt das wichtigste Experimentierfeld eines neuen
expressionistischen Stils.
Akte, Badende, Tanz- und Straßenszenen in der pulsierenden Großstadt Berlin vor dem Ersten
Weltkrieg, ein neuer Blick auf den Menschen in den Portraits: innovative Themen der Brücke, die
durch den scharfen Schnitt und die harten Kontraste von Schwarz und Weiß gekennzeichnet sind.
Kirchner experimentierte in seinen Holz- und Linolschnitten, Lithographien und Radierungen mit lange
vernachlässigten Techniken und schuf ein markantes, ausdrucksstarkes Werk. Jedes Blatt wurde von
ihm selbst abgezogen, jeder Abzug einzigartig durch eine variierte Farbgebung. Manche Drucke
existieren in nur wenigen Exemplaren.
Kirchners druckgraphisches Schaffen ist das umfangreichste des deutschen Expressionismus. Das
Bucerius Kunst Forum zeigt eine Übersicht aus der weltweit bedeutenden Sammlung des BrückeMuseums Berlin, das einen der größten Kirchner-Bestände verwahrt. Wissenschaftlicher
Ausgangspunkt für die Ausstellung ist das neu
druckgraphischen Werks von Ernst Ludwig Kirchner.
erscheinende
Gesamtverzeichnis
Die Ausstellung wird gefördert von Claus und Annegret Budelmann.
Weitere Presse-Informationen und Bildmaterial:
Julia Boberski, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Bucerius Kunst Forum,
Telefon: +49 (0)40/36 09 96 78, Telefax: +49 (0)40/36 09 96 71, presse@buceriuskunstforum.de
des
Pompeji. Götter, Mythen, Menschen
27. September 2014 bis 11. Januar 2015
Die Wandbilder in den Häusern Pompejis sind eines der besterhaltenen Zeugnisse der hoch
entwickelten römischen Malerei. Die wohlhabenden Bürger der Stadt am Vesuv schmückten ihre
Wohnräume mit Bildern mythischer Liebespaare, Göttergestalten und Gartenszenen. Die Ausstellung
zeigt die Entwicklung der pompejanischen Wandmalerei von ihren Anfängen bis zum dramatischen
Untergang nach dem Ausbruch des Vulkans im Jahr 79 n. Chr.
Im Zentrum steht das Haus des Kitharaspielers, dessen großformatige Malerei und prunkvolle
Ausstattung erstmals in einer Ausstellung versammelt sind – darunter die lebensgroße Bronzestatue
des Apoll mit der Kithara, die dem Haus seinen Namen gegeben hat. Die Casa del Citarista an der
zentralen Straßenkreuzung Pompejis erzählt die Geschichte der Popidii, einer der reichsten und
angesehensten Familien der Aristokratie Pompejis, die den Stadtpalast über Generationen erweiterte
und noch kurz vor dem Vesuvausbruch drei bereits vorhandene Häuser in den Komplex einbezog.
Die außergewöhnlich großformatigen mythologischen Wandmalereien von 2 bis 3 Metern Höhe, von
denen einige für die Ausstellung restauriert werden, die Bronze- und Marmorskulpturen, aber auch die
Bronze- und Marmorportraits der Hausbesitzer und von Angehörigen der kaiserlichen Familie zählen
künstlerisch zu den qualitätsvollsten in der Vesuvstadt.
Die Ausstellung versammelt erstmals alle erhaltenen Fundobjekte aus der Casa del Citarista. Darüber
hinaus entsteht – in Zusammenarbeit mit dem Museo Archeologico Virtuale in Herculaneum – eine
eigens angefertigte virtuelle 3-D-Rekonstruktion. So gibt Pompeji. Götter, Mythen, Menschen einen
einmaligen Einblick in eines der größten und prächtigsten Stadthäuser der pompejanischen
Oberschicht.
Mit der Ausstellung setzt das Bucerius Kunst Forum seine Reihe zur antiken Wandmalerei fort, die es
mit Die Etrusker. Bilder vom Diesseits – Bilder vom Tod (2004) und Malerei für die Ewigkeit. Die
Gräber von Paestum (2007/08) begründet hat.
Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Archäologischen Nationalmuseum Neapel.
Die Ausstellung wird gefördert vom
Weitere Presse-Informationen und Bildmaterial:
Julia Boberski, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Bucerius Kunst Forum,
Telefon: +49 (0)40/36 09 96 78, Telefax: +49 (0)40/36 09 96 71, presse@buceriuskunstforum.de
Miró. Malerei als Poesie
31. Januar bis 25. Mai 2015
Erstmals widmet sich eine Ausstellung Joan Mirós (1893-1983) Verhältnis zur Literatur und seiner
Freundschaft zu bedeutenden Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Bereits 1917 zeigte Miró in seinem
Gemälde Nord-Sud ein Buch mit der Aufschrift „Goethe“ auf dem Einband. Es war das Jahr, in dem er
Francis Picabia und mit ihm den Dadaismus kennenlernte. In der Folge spielten Wortelemente und
Schriftzeichen eine große Rolle für das malerische Werk des Künstlers. In den ersten Jahren in Paris
entwickelte sich Mirós zeichenhafter Stil. Ernest Hemingway gehörte zu seinen ersten Bewunderern
und Käufern. In Paris lernte er Antonin Artaud, Paul Éluard, Ezra Pound, Pierre Reverdy, André
Breton, Tristan Tzara oder Henry Miller kennen. Miró, der in seinem Atelier während der Pausen vom
Malen unablässig las, bezog sich in seinen Werken explizit auf Texte, etwa auf die Figur des Magiers
aus einer Erzählung von Guillaume Apollinaire. Er veröffentlichte Gemälde zusammen mit Gedichten,
die er für diesen Anlass verfasste. Dichterfreunde gaben seinen Werken ihre Titel. „Ich arbeite wie ein
Gärtner“, beschrieb Miró seine Vorgehensweise. Mit leichter Hand bewegte er sich zwischen den
Medien und erfand im Prozess der Arbeit an Bildern und Büchern neue Bildwelten und neue
künstlerische Techniken.
In den 1920er Jahren arbeitete Miró an einer umfangreichen Serie, die er Peintre-Poéme nannte und
die im Zentrum der Ausstellung steht. Die Arbeiten dieser Serie zeigen, wie Mirós zeichenhafte
Abstraktion im Wechselspiel mit der Literatur entstanden ist. Mit Werken aus allen Schaffensphasen
geht Miró. Malerei als Poesie den literarischen Einflüssen auf seine Malerei nach. Dabei werden
Fragestellungen zur Beziehung von Wort und Bild und zur Verwendung von Schrift in der Kunst des
frühen 20. Jahrhunderts thematisiert. Die Präsentation umfasst neben 70 Gemälden und Zeichnungen
die wichtigsten in Zusammenarbeit mit Schriftstellern entstandenen Buchprojekte Mirós, ebenso wie
Briefe, Dokumente und unpublizierte Photographien, die von der Zusammenarbeit mit den Autoren
zeugen.
Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf.
Im K20 wird Miró. Malerei als Poesie vom 12. Juni bis 29. September 2015 gezeigt.
Weitere Presse-Informationen und Bildmaterial:
Julia Boberski, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Bucerius Kunst Forum,
Telefon: +49 (0)40/36 09 96 78, Telefax: +49 (0)40/36 09 96 71, presse@buceriuskunstforum.de
Über Wasser. Photographie und Malerei von 1800 bis heute
13. Juni bis 20. September 2015
In der aktuellen Photographie werden Wasseroberflächen zum Ausgangspunkt für abstrakte
Formenspiele. Ausgehend von diesem Phänomen bietet die Ausstellung einen historischen Überblick
über die Wechselwirkungen von Photographie und Malerei von 1800 bis heute. Das Flüssig-Formlose,
Reflexionen und Spiegelungen haben in der Moderne die Blicke der Photographen und Maler auf sich
gezogen und eine eigene Ästhetik erzeugt.
Die Ausstellung entsteht im Rahmen der Triennale der Photographie Hamburg 2015.
Von Poussin bis Monet. Die Farben Frankreichs
10. Oktober 2015 bis 17. Januar 2016
Rund 200 Jahre liegen zwischen dem Werk von Poussin und Monet. In dieser Zeit befreite sich die
französische Malerei radikal von künstlerischen Regeln und Traditionen. Die gesellschaftlichen
Umbrüche des 18. Jahrhunderts leiteten die Moderne ein. Die Veränderungen der französischen
Gesellschaft vor und nach dem Epochenjahr 1789 wurden auch zum Motor der Revolutionierung der
künstlerischen Mittel.
Die Ausstellung Von Poussin bis Monet. Die Farben Frankreichs widmet sich der künstlerischen
Befreiung der französischen Malerei von den Vorgaben des Akademismus und der Entwicklung zur
Freilichtmalerei des Impressionismus. Die Ausstellung zeigt Werke aus der Sammlung der National
Gallery of Ireland in Dublin und aus der Sammlung Rau für UNICEF im Arp Museum Bahnhof
Rolandseck in Remagen.
Die Ausstellung wird vom 22. Februar bis zum 6. September 2015 unter dem Titel Die Revolution der
Bilder. Von Poussin bis Monet in der Kunstkammer Rau im Arp Museum Bahnhof Rolandseck in
Remagen und vom 10. Oktober 2015 bis zum 17. Januar 2016 im Bucerius Kunst Forum in Hamburg
gezeigt.
Stand: 27. März 2014
Weitere Presse-Informationen und Bildmaterial:
Julia Boberski, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Bucerius Kunst Forum,
Telefon: +49 (0)40/36 09 96 78, Telefax: +49 (0)40/36 09 96 71, presse@buceriuskunstforum.de
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