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23. November 2014 – 15. Februar 2015

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Öffnungszeiten der Ausstellung
Freitag bis Sonntag sowie feiertags jeweils 13 bis 17 Uhr
lädt Sie und Ihre Freunde ein
zur Eröffnung der Ausstellung
Feldpostkarten und Kriegsschicksale
von Soldaten des Ersten Weltkriegs aus Sigmaringendorf
Der Frontalltag in Zeichnungen und Aquarellen
von Xaver Henselmann aus Laiz (1881-1918)
am Sonntag, 23. November 2014, 11 Uhr
in der Kreisgalerie Schloss Meßkirch
Begrüßung
Landrätin Stefanie Bürkle
Grußwort
Bürgermeister Alois Henne,
Gemeinde Sigmaringendorf
Einführung
Doris Muth M.A.
Adalbert Kienle
Musik
Maria Martinez Galbadón (Sopran)
mit Akkordeon-Begleitung
Musikhochschule Trossingen
Anschließend lädt der Landkreis Sigmaringen
zu einem Stehempfang ein.
Sonderführungen durch die Ausstellung
Sonntag, 14. Dezember 2014, 15 Uhr
mit Doris Muth M.A. und Christopher Schmidberger M.A.
Sonntag, 25. Januar 2015, 15 Uhr
mit Adalbert Kienle und Johannes F. Kretschmann
Katalog
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Gmeiner-Verlag
Meßkirch, der für 7,50 Euro in der Kreisgalerie, im Kreisarchiv Sigmaringen sowie im Buchhandel erhältlich ist:
Landkreis Sigmaringen (Hrsg.): Grüße von der Front.
Feldpostkarten und Kriegsschicksale von Soldaten des
Ersten Weltkriegs aus Sigmaringendorf. Meßkirch 2014,
ISBN 978-3-8392-1721-4, 120 Seiten, 122 Abbildungen
Kontakt
Landratsamt Sigmaringen,
Stabsbereich Kultur und Archiv
Leopoldstraße 4, 72488 Sigmaringen,
Tel. 07571/102-1142
e-Mail: kreisarchiv@LRASIG.de
www.landkreis-sigmaringen.de/kreisgalerie
Eintrittspreise
Kreisgalerie, Dauer- und Sonderausstellung: 2,- €
(ermäßigt 1,- €)
Sammelticket Kultur- und Museumszentrum Schloss
Meßkirch mit Kreisgalerie, Martin-Heidegger-Museum
und Oldtimer-Museum: 4,- € (ermäßigt 2,50 €)
Jahreskarte: 10,- €
Ausstellung
23. November 2014 – 15. Februar 2015
Abbildung Titelseite: »Deutschland, Deutschland über alles«
Feldpostkarte von Josef Fischer vom 26. Oktober 1916.
(Vorlage: Gemeindearchiv Sigmaringendorf)
Ausstellung und Katalog werden gefördert von der
Gemeinde Sigmaringendorf und den Sparkassen im
Landkreis Sigmaringen
Feldpostkarten und Kriegsschicksale
von Soldaten des Ersten Weltkriegs aus Sigmaringendorf
Gestaltung: GMEINER-media, Meßkirch
Der Landkreis Sigmaringen
Der Frontalltag in Zeichnungen und Aquarellen
von Xaver Henselmann aus Laiz (1881-1918)
in den Schützengräben besorgten Angehörigen mit den
Karten dringend erhoffte Lebenszeichen geben. Stellvertretend für die vielen im Album enthaltenen Karten-Autoren werden exemplarisch die Schicksale von sieben
Soldaten mit der Kriegslaufbahn sowie dem zivilen Alltagsleben vor und nach dem »Großen Krieg« vorgestellt.
Dabei wird deutlich, welch existenziellen Einschnitt die
furchtbaren Kriegsjahre für alle Beteiligten bedeutet haben. Neben den Soldaten wird auch Lehrer Bernhard Eisele als Initiator der Feldpostkarten-Sammlung mit einer
Kurzbiografie gewürdigt.
»Crouy, durch französisches Artilleriefeuer systematisch zerstört«.
Feldpostkarte von Karl Zanger vom 27. Oktober 1915.
Vorlage: Gemeindearchiv Sigmaringendorf
Als Beitrag zum Kulturschwerpunkt 2014 zum Thema
»Zeitenwende 1914« veranstaltet die Kreisgalerie Schloss
Meßkirch die Ausstellung »Grüße von der Front«.
Grundlage der Schau ist eine im Gemeindearchiv Sigmaringendorf (Bestand III Best. Nr. 536) verwahrte Sammlung von insgesamt 832 Feldpostkarten, die 172 Soldaten
aus Sigmaringendorf von August 1914 bis November
1916 von ihren verschiedenen Einsatzorten an ihren ehemaligen Lehrer Bernhard Eisele als Dank für die ihnen
regelmäßig zugesandte Heimatzeitung geschickt hatten.
Der Bestand enthält so gut wie alle während des Ersten
Weltkriegs gängigen Postkartenkategorien, angefangen
von »zivilen« Ansichtskarten über propagandistische
»Hetzpostkarten« zu den Kriegsgegnern, Illustrationen
von pathetischem Nationalpatriotismus und sentimentaler »Dienstmädchenlyrik« bis hin zu Frontmotiven, die
den Soldatenalltag und das Kriegsgeschehen abbilden.
Neben der Ikonografie der Feldpostkarten nimmt die
Ausstellung die Schreiber in den Blick, die mit den Kartenversendungen den Kontakt zwischen Front und Heimat herstellen und ihren angesichts des Massensterbens
Die Feldpostkarten und die Kriegsschicksale der Soldaten aus Sigmaringendorf stehen stellvertretend für die
wahrlich apokalyptischen und sich letztlich jeder sprachlichen oder bildnerischen Vermittlung entziehenden
Kriegserfahrungen einer ganzen Generation. Soweit sie
die Hölle des Krieges überlebt haben, sind es seelisch
traumatisierte und vielfach auch mit körperlichen Leiden
belastete Männer, die im Winter 1918 / 19 in ihre Heimat
zurückkehren, die sich durch schwere Not- und Hungerjahre und einen Umbruch der politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse gleichfalls grundlegend
verändert hatte.
Gerold Rebholz, vermutlich bei einem Heimaturlaub im Kreis seiner Familie
während des Ersten Weltkriegs. Vorlage: Gerold Rebholz, Sigmaringendorf
Xaver Henselmann: Allegorische Darstellung des Todes als Sensenmann,
der über am Boden kauernde Menschen schreitet, 30. Oktober 1915.
Bleistift auf Papier, auf Karton aufgezogen, 14,9 x 20,5 cm.
Vorlage: Staatsarchiv Sigmaringen FAS Sa A 7 T 1 Nr. 720
Ergänzend zum Kartenalbum und den Soldaten-Biografien aus Sigmaringendorf präsentiert die Ausstellung in
einer eigenen Abteilung Zeichnungen und Aquarelle vom
Frontalltag im Oberelsass des aus Laiz stammenden Architekten Xaver Henselmann. Der begabte Zeichner hat
von seinen Kriegsjahren vom August 1914 bis zu seinem
Tod an der Front im Juni 1918 zahlreiche Ansichten des
Soldatenalltags sowie der umgebenden Landschaft zwischen Oberrhein und Vogesen hinterlassen. Bemerkenswert sind allegorische Darstellungen des Massensterbens
in diesem ersten industrialisierten Krieg. Zusammen mit
Dokumenten zum Leben und der hoffnungsvollen Architektenkarriere Henselmanns wird der im Fürstlich Hohenzollernschen Archiv innerhalb des Staatsarchivs
Sigmaringen verwahrte künstlerische Nachlass erstmals
einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Xaver
Henselmann steht zugleich für eine ganze Generation
junger Männer, deren Lebens- und Zukunftsperspektiven durch den Ersten Weltkrieg grausam zerstört worden
und deren Talente und Begabungen für die Gesellschaft
unwiederbringlich verloren gegangen sind.
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Kategorie
Seele and Geist
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