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Ausstellungsvorschau 2015 - Kunsthalle

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Vorschau 2015
Kunsthalle Mannheim
Der feine Schimmer: Zu Pfau und Perlmutt im Jugendstil
25.09.2015 bis 17.01.2016
Vernissage: 24.09.2015, 19 bis 21 Uhr
Spur und Geste: Graphik des Informel
27.11.2015 bis 06.02.2016
Vernissage: 26.11.2015, 19 bis 21 Uhr
Der doppelte Kirchner. Die zwei Seiten der Leinwand
06.02. bis 31.05.2015
Vernissage: 05.02.2015, 19 bis 21 Uhr
Mit seinem prächtig schillernden Gefieder und seiner
lang geschwungenen Federschleppe war der Pfau ein
Lieblingstier der Jugendstilkünstler. Auch der in zarten
Regenbogenfarben schimmernde Glanz des Perlmutts
begeisterte die Künstler der damaligen Epoche. Die
Ausstellung feiert die Schönheit des Jugendstils und
veranschaulicht mit gut 60 Exponaten die unendliche
Variationsfreude rund um das Motiv Pfau und den
Werkstoff Perlmutt: Gemälde, Aquarelle, Schmuck,
Modeaccessoires, Plakate und Möbelunikate zeigen
den Jugendstil als Oberflächenkunst mit Sinn für das
Prunkvolle und Kostbare.
„Der feine Schimmer“ würdigt darüber hinaus die erste
Jugendstil-Ausstellung der Kunsthalle Mannheim, mit
der sie 1907 eröffnet wurde. Führende Künstler der damaligen „Raumkunst“-Schau – wie Joseph M. Olbrich,
Peter Behrens und Leo Putz – kehren nach über 100
Jahren zurück in Begleitung von internationalen Leihgaben, wie Werke von Feuillâtre, Lalique und Mucha.
Ihren Namen bekam sie von dem französischen Kunstkritiker Michel Tapié, der den Begriff „art informel“ 1951
geprägt hat, welcher sich seither als Sammelbegriff für
gestisch abstrakte Kunst im Europa der Nachkriegszeit
etablierte. Die gegenstandslose Kunst hat ihre Ursprünge im Paris der 1940er und 1950er Jahre. Den
Künstlern ging es, im Gegensatz zur konkreten Kunst,
um die Auflösung der Form und eine Art amorphe
Formfindung. Dr. Thomas Köllhofer, Kurator der Graphischen Sammlung, zeigt Blätter wichtigster Vertreter
des Informel, insbesondere aus Deutschland, wie Theodor
Werner, Fritz Winter, Hans Hartung, KRH Sonderborg,
K.O. Götz, Emil Schumacher, Gerhard Hoehme, Hann
Trier u.a.
Durch seinen befreiten Umgang mit Form und Farbe
hat er die Malerei des frühen 20. Jahrhunderts revolutioniert: Ernst Ludwig Kirchner zählt zu den bedeutendsten Vertretern des deutschen Expressionismus.
Im Werk des Künstlers, der zu Lebzeiten sein eigenes
Schaffen in Form von selbstgeschriebenen Kunstkritiken
und mittels malerischer Überarbeitung redigierte, gibt
es ein besonderes Phänomen, das in dieser ausgeprägten Form wohl bei keinem anderen Künstler der
Klassischen Moderne zu finden ist: die Rückseitenbilder
als eigene Werkkategorie.
In Kooperation mit dem Kirchner Museum in Davos
und dem Kirchner Archiv in Wichtrach widmet sich die
Kunsthalle Mannheim ab Februar 2015 erstmalig dieser
Werkkategorie. Anhand 16 exemplarischer doppelseitiger Werke stellt die Schau dieses spannende Feld der
Werk- und Künstlerforschung vor.
Clara Möller-Coburg: Muster, (Detail), Steglitzer Werkstatt Berlin,
Sammlung Klingspor-Museum für internationale Buch- und Schriftkunst, Offenbach am Main | Cover: Titelblatt der Jugend (Nr. 5, München
1906) mit Leo Putz „Pfauenweibchen II“, ausgestellt in der „Raumkunst“-Ausstellung 1907, Privatsammlung Mannheim
K.R.H. Sonderborg: 114.II.57/I, 1957, Eitempera © VG Bild-Kunst Bonn 2014
Kunsthalle Mannheim
Besuchereingang: Löwenportal Moltkestr. 9
68165 Mannheim
T. +49 (0) 621 293-430/-6452
Aktuelle Termine unter kunsthalle-mannheim.de
(Änderungen vorbehalten)
Ernst Ludwig Kirchner: „Marokkaner“ (1909/1910, Rückseite), Detail,
Öl auf textilem Bildträger, Kunsthalle Mannheim, Foto: © Kunsthalle
Mannheim / Cem Yücetas
Kraft der Linie: Graphik des Expressionismus
27.02. bis 31.05.2015
Vernissage: 26.02.2015, 19 bis 21 Uhr
Der kühle Blick: Graphik der Neuen Sachlichkeit
12.06. bis 06.09.2015
Vernissage: 11.06.2015, 19 bis 21 Uhr
hectorpreis 2015
26.06. bis 06.09.2015
Vernissage: 25.06.2014, 19 bis 21 Uhr
6. Fotofestival Mannheim_Ludwigshafen_Heidelberg
18.09. bis 15.11.2015
Vernissage: 17.09.2015, 19 Uhr
Der wahrhaftige Ausdruck lag ihnen besonders am
Herzen: Die Vorläufer und Künstler des Expressionismus
wendeten sich Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts
vom Naturalismus ab, auf der Suche nach einer expressiven Darstellung ihres eigenen Erlebens. Sie fanden
u.a. bei der sogenannten Primitiven Kunst Inspiration.
Entsprechend war der Holzschnitt beliebt und wurde
mit seiner starken Ausdruckskraft Originalzeichnungen
gleichwertig zur Seite gestellt. In dieser Ausstellung der
Graphischen Sammlung werden Meisterblätter des Expressionismus gezeigt, darunter Werke von Edvard
Munch, Max Slevogt, Oskar Kokoschka, Ernst-Ludwig
Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, Max
Pechstein und Franz Marc.
Mit „Kraft der Linie: Graphik des Expressionismus“ wird
die Graphische Sammlung eröffnet, die im direkten
Umfeld der historischen Bibliothek von Hermann Esch
ihren permanenten Ausstellungsort bezogen hat.
Zur Ausstellung erscheint ein Teilbestandskatalog mit
rund 500 der bedeutendsten Blätter der Graphischen
Sammlung aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Als Begriff nahm die „Neue Sachlichkeit“ ihren Anfang
in der Kunsthalle Mannheim, wo Direktor Gustav
Hartlaub 1925 die gleichnamige Ausstellung präsentierte. Die Künstler der neuen Bewegung, wie Otto Dix
und George Grosz, wollten sich bewusst von den Expressionisten und ihren eigenwilligen, expressiven
Farb- und Formgebungen absetzen und stellten ihnen
eine sachlich veristische Darstellungsform gegenüber.
Neben politischen Motiven spielen sowohl Landschaften
eine große Rolle als auch Porträts, die die Personen in
geradezu harter Ehrlichkeit abbildeten. Als Werke von
bedeutenden Vertretern der Neuen Sachlichkeit werden
in der Ausstellung der Graphischen Sammlung Blätter
von Conrad Felixmüller, Karl Hubbuch, Rudolf Schlichter,
Alexander Kanoldt, Xaver Fuhr u.a. präsentiert.
Im Juni 2015 ist es wieder so weit: Die Ausstellung zum
hectorpreis wird zur Diskussion beitragen, was zeitgenössische Kunst sein kann. Seit 1997 vergeben die
Kunsthalle Mannheim und die H.W. & J. Hector-Stiftung
im dreijährigen Rhythmus diesen Förderpreis für herausragende junge Kunst in Deutschland. Er ist mit 10.000
Euro dotiert und mit einer Präsentation im Museum
verbunden. Die Auszeichnung fördert Künstler, die im
dreidimensionalen Bereich der Bildhauerei, Objektkunst und Rauminstallation arbeiten und unterstreicht
so einen wichtigen Sammlungsschwerpunkt der Kunsthalle Mannheim.
Die hectorpreis-Trägerin 2015 heißt Alicja Kwade. Die
Wahl-Berlinerin (geboren 1979 in Polen) gilt als eine der
wichtigsten Nachwuchskünstlerin ihrer Generation.
Frühere Preisträger waren u.a. Hannes Broecker und
Benjamin Appel.
Die Finanzierung des Projekts verdankt die Kunsthalle
Mannheim der großzügigen H.W. & J. Hector-Stiftung.
Das größte kuratierte Fotofestival Deutschlands findet
2015 zum sechsten Mal statt. Insgesamt acht Museen
und Kunstvereine der drei beteiligten Städte werden
durch ein übergreifendes Ausstellungskonzept thematisch verbunden. Seit seinen Anfängen 2005 hat sich
das Festival zu einer viel beachteten europäischen
Biennale entwickelt, die zeitgenössische Tendenzen der
Fotografie wie richtungsweisende Positionen der Fotogeschichte zur Diskussion stellt.
Das 6. Fotofestival wird von Urs Stahel (s. Foto) kuratiert. Stahel ist Gründungsdirektor des Fotomuseums
Winterthur, das sich in den zwanzig Jahren unter seiner
Leitung zu einem der wichtigsten Häuser für Fotografie
entwickelt hat. Der international tätige Fotografie-Spezialist ist zudem Mitgründer der Kunsthalle Zürich,
Gastprofessor an der Universität Zürich und Kurator
des Zentrums für Industriekultur „MAST“ in Bologna.
(Weitere Infos unter www.fotofestival.info)
Erich Heckel: Fränzi liegend, 1910, Farbholzschnitt © Nachlass Erich Heckel,
Hemmenhofen 2014
Franz Radziwill: Landschaft, 1922, Aquarell © VG Bild-Kunst Bonn 2014
Urs Stahel, Kurator des 6. Fotofestivals 2015,
© Dan Cermak, Zürich
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Kunst und Fotos
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