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Kunsthalle Bremen_Ausstellungsprogramm 2015

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Kunsthalle Bremen – Jahresprogramm
Jahresprogramm 2015
2015
Stand: 19. Dezember 2014 | Änderungen vorbehalten
07.02.2015 – 31.05.2015: Emile Bernard – Am Puls der Moderne
07.02.2015 – 31.05.2015: Pariser Propheten der Moderne – Graf
Grafik der Nabis
Donnerstag 23.04.2015: Symposium
Symposium „Letztes Jahr in Marienbad“
Dienstag 09.06.2015: 4. Hans Diers Marketing Symposium:
Symposium: „Marken.
Marken. Märkte. Marketing“
04.07.2015 – 11.10.2015: Enlight my Space.
Space. Kunst nach 1990
05.09.2015 – 17.01.2016: Thomas Hirschhorn. Eine Ausstellung des Förderkreises für Gegenwartskunst im
Kunstverein in Bremen
28.10.2015 – 14.02.2016: Im Zeichen der Lilie. Französische Graf
Grafik unter Ludwig XIV.
XIV.
14.11.2015 – 13.03.2016: Letztes Jahr in Marienbad. Ein Film als Kunstwerk
Seit 2014 laufende Ausstellungen
Seit 26.10.2013: Sarah Morris. Jardim Botânico [Rio]
Bis 04.01.2015: Jason Rhoades, Four Roads
Bis 04.01.2015: Eine Frage der Herkunft: Drei Bremer Sammler und die Wege ihrer Bilder im Nationalsozialismus
Bis 01.02.2015: Virtuos imitiert. Die Meisterstiche des Hendrick Goltzius (1558–
(1558–1617)
Bis 09.08.2015: Was siehst DU? Eine Ausstellung für Entdecker
7. Februar – 31. Mai 2015
Emile Bernard – Am Puls der Moderne
In Kooperation mit den Musées d‘Orsay et de l’Orangerie in Paris
präsentiert die Kunsthalle Bremen die erste große Retrospektive des
französischen Künstlers Emile Bernard (1868 – 1941), die auch sein
kaum bekanntes Spätwerk einbezieht. Gezeigt werden hochrangige
Leihgaben aus dem Musée d’Orsay und internationalen Sammlungen
sowie aus dem Besitz der Nachfahren Bernards. Die Ausstellung
entdeckt diesen Künstler neu und gibt Bernard seinen rechtmäßigen
Platz in der Geschichte der modernen Malerei.
Ausgewählte Arbeiten von Gauguin, van Gogh und ToulouseLautrec ermöglichen Vergleiche mit seinen berühmten Zeitgenossen,
mit denen er engen Kontakt pflegte und in deren Schatten er
zeitlebens stand: Mit Toulouse-Lautrec studierte er in Paris, mit
Gauguin entwickelte er 1888 in der Bretagne die symbolistische
Malerei, Cézanne inspirierte ihn in Aix-en-Provence, und für seinen
Freund van Gogh setzte er sich auch nach dessen Tod ein.
Die Besonderheit der Ausstellung in Bremen ist das erstmals gezeigte
Album mit mehr als 850 Zeichnungen, die erstaunliche Einblicke in
die frühe Entwicklung des Künstlers ermöglichen. Außerdem wird
ein Skizzenbuch rekonstruiert, das auf der ersten Wanderung des
18-jährigen Künstlers durch die Bretagne entstand: Diese
Skizzenbuchblätter veranschaulichen die intensive
Auseinandersetzung mit der Natur und seine frühe Aneignung des
Pointilismus.
Oben: Emile Bernard, Die Weizenernte, 1888, Paris, musée d’Orsay, © RMN-Grand
Palais (musée d'Orsay) / Jean-Gilles Berizzi
Unten: Emile Bernard, Die blaue Kaffeekanne, 1888
Kunsthalle Bremen – Der Kunstverein in Bremen, Foto: Lars Lohrisch
7. Februar – 31. Mai 2015
Pariser Propheten der Moderne – Graf
Grafik der Nabis
Der Name ‚Nabis‘ war Programm. Er leitet sich aus dem
Hebräischen ab und bedeutet „Propheten“. Und als „Propheten
einer neuen Kunst“ verstanden sich die jungen rebellischen
Kunststudenten, als sie sich 1888/89 in Paris an der Académie Julian
zusammenschlossen, um in Nachfolge von Paul Gauguin und Emile
Bernard eine Kunst zu schaffen, die sich über die Vorgaben der
Natur bewusst hinwegsetzte.
Den Mitgliedern der Nabis, darunter Paul Sérusier, Maurice Denis,
Pierre Bonnard und Félix Vallotton, ging es vielmehr darum,
Erlebtes aus der Erinnerung in radikaler Subjektivität mit Farben
Maurice Denis, Hommage à Cézanne, um
1899/1900, Gouache, Kunsthalle Bremen –
und Formen festzuhalten, ohne dass sie dabei einen Gruppenstil
Der Kunstverein in Bremen, Foto: Karen
ausprägten. Maurice Denis, Theoretiker der Gruppe, gab die
Blindow
Maxime aus, die die Nabis zu Mitbegründern der Moderne machte:
„Man erinnere sich daran, dass ein Bild, bevor es ein Schlachtpferd, eine nackte Frau oder irgendeine
Geschichte darstellt, in erster Linie eine ebene Fläche ist, bedeckt mit Farben, welche in einer bestimmten
Ordnung zueinander stehen.“
Die Kunsthalle Bremen besitzt mit über 250 Blättern außerhalb Frankreichs einen der reichsten Bestände
an Nabis-Grafik überhaupt, von denen eine Auswahl von rund 60 Meisterblättern um Maurice Denis‘
großformatige Gouache zu dem berühmten Programmbild „Hommage à Cézanne“ präsentiert wird.
Donnerstag 23. April 2015
Tagung „Letztes Jahr in Marienbad. Ein Film als Kunstwerk“
Ab November 2015 präsentiert die Kunsthalle Bremen eine Ausstellung über den 1961 unter Regie von
Alain Resnais gedrehten Film „L’Année dernière à Marienbad“ unter dem Titel „Letztes Jahr in
Marienbad. Ein Film als Kunstwerk“. Im Vorfeld der Ausstellung veranstaltet die Kunsthalle Bremen am
Dienstag, den 23. April 2015 eine internationale Tagung, auf der Experten aus den Bereichen der Kunst-,
Film-, Kultur- und Literaturwissenschaft neue Forschungsbeiträge zum Themenkreis der Ausstellung
vortragen werden.
Radikal wie kein Film zuvor bricht Resnais’ filmische Übertragung des avantgardistischen Nouveau
Roman von Alain Robbe-Grillet mit traditionellen Strukturen von Zeit, Ort und Kausalität. Der
avantgardistische Stil und die kühle Ästhetik des Films feierten internationalen Erfolg. Der Film spielt mit
einer künstlerischen Sprache, in der Stil selbst zum Inhalt wird, sowie mit geometrischen Formen,
architektonischen Fluchten und sich wiederholenden kompositorischen Grundprinzipien.
Der Marienbad-Film wirkte nicht nur prägend auf Filmregisseure wie Stanley Kubrick, Peter Greenaway,
David Lynch oder Lars von Trier, sondern definierte ein sich auf alle künstlerischen Bereiche
auswirkendes Kunstverständnis, das bis heute aktuell und relevant ist. Die Vorträge der Tagung werden
die Ästhetik der barocken Architektur, die Spieltheorie, narrative Konventionen und Brüche wie die
produktive Interaktion zwischen Film, Kunst und Populärkultur thematisieren.
Dienstag 9. Juni 2015
Marketing Symposium: 4. Hans Diers Marketing Symposium
Hans Diers, der langjährige Geschäftsführer der Kunsthalle und des Kunstvereins in Bremen verstarb im
September 2011. Bereits zu Lebzeiten wurde Hans Diers für seine wegweisende Marketingarbeit im
Museumsbereich mit zahlreichen Auszeichnungen national gewürdigt. Um seine Leistung für die Museen
sowie für das Stadtmarketing zu ehren, richtet der Kunstverein in Bremen gemeinsam mit befreundeten
Bremer Institutionen ein Fachsymposium zum Thema „Modernes Kulturmarketing“ aus, das 2013 zum
ersten Mal stattfand. Vorträge und Erfahrungsberichte von Experten des Kulturmarketings sowie
fachkundigen Repräsentanten von Hochschulen beleuchten beim Symposium in der Kunsthalle das
Thema Kulturmarketing aus verschiedenen Perspektiven.
Die Fachtagung steht unter der Schirmherrschaft des Kultursenators, Bürgermeister Jens Böhrnsen und
richtet sich an Museen und Kulturinstitutionen sowie an Partner. Das Thema des Symposiums 2015 lautet
„Marke. Märkte. Marketing“. Weitere Informationen finden Sie unter www.hans-diers-symposium.de.
4. Juli – 11. Oktober 2015
Enlight my Space.
Space. Kunst nach 1990
Die Ausstellung „Enlight my Space. Kunst nach 1990“ präsentiert
Werke aus der Sammlung der Kunsthalle Bremen zusammen mit
Hauptwerken aus der seit Mitte der 1990er-Jahre aufgebauten
Kunstsammlung der Bremer Landesbank. Beide Sammlungen
ergänzen sich zu einem eindrucksvollen Überblick über die
turbulente und für die aktuelle Kunstproduktion prägende Zeit.
In einer Zeit der politischen Umbrüche und gesellschaftlichen
Veränderungen öffnete sich die Kunst der 1990er-Jahre neuen
Themen, Materialien und Ausdrucksformen. In den verschiedensten
Olafur Eliasson, Raum für eine Farbe,
Medien von der Malerei über die Objektkunst bis zu
Installation, Kunsthalle Bremen – Der
Rauminstallationen erforschten die Künstlerinnen und Künstler ein
Kunstverein in Bremen,
Kupferstichkabinett, Foto: Jürgen Nogai
neues Raumgefühl und hinterfragten die Wahrnehmung des
Betrachters.
Die Ausstellung untersucht die Kunst dieser Epoche zwischen den revolutionären 1970er- und
technisierten 2000er-Jahren mit Werken und Installationen von u.a. Stephan Balkenhol, Peter Doig,
Olafur Eliasson, Dan Flavin, Rupprecht Geiger, Gotthard Graubner, Katharina Grosse, Candida Höfer,
Martin Honert, Ilya Kabakov, François Morellet, Otto Piene, Tobias Rehberger und Jerry Zeniuk.
5. September 2015 – 17. Januar 2016
Thomas Hirschhorn
Hirschhorn
Eine Ausstellung des Förderkreises für Gegenwartskunst im Kunstverein in Bremen
Der international renommierte Konzept- und Installationskünstler
Thomas Hirschhorn (*1957 in Bern) richtet im Herbst 2015 eine
Ausstellung in der Kunsthalle Bremen ein. Sein neues temporäres
Projekt in Bremen wird seine derzeitige intensive Beschäftigung mit
dem Themenkomplex der Ruine, mit dem spezifischen Ort der
Kunsthalle Bremen und der Sammlung des Hauses verbinden.
In seinen jüngsten Arbeiten hat Hirschhorn die Idee der Ruine
erforscht und als Zustand greifbar gemacht, in dem zuvor
Verborgenes sichtbar wird. Hirschhorn zeigte beispielsweise in
Thomas Hirschhorn vor der Kunsthalle
„Abschlag“ im Rahmen der Manifesta in St. Petersburg, wie das Bild
Bremen, 2014
der Ruine zugleich für die zusammengebrochene Fassade eines
zerstörten Gebäudes wie auch der vergessenen Geschichte steht. Ein Bau oder die Geschichte bleiben im
Zusammenbruch zwar als Einheit erfassbar, zugleich öffnet sich aber hinter der Fassade ein neuer Blick
auf das zuvor Verborgene. Die Bremer Arbeit wird diese Auseinandersetzung mit dem Thema des
Verbergens und Offenlegens fortsetzen und auf die konkrete Situation in Bremen anwenden. Wesentlich
ist für Hirschhorn hierbei die Realisierung im geschichtsträchtigen, im Jahr 1849 als Museum eröffneten
und 1902 erweiterten Gebäude der Kunsthalle Bremen sowie die unmittelbare Auseinandersetzung mit
der Sammlung, der Geschichte des Hauses und der Vereinsstruktur.
Hirschhorn versteht Kunst als politisch-soziales Engagement, mit dem er Aspekte zwischen Gerechtigkeit
und Ungerechtigkeit, Macht und Machtlosigkeit sowie moralischer Verantwortung sichtbar machen will.
2000 erhielt er den Prix Marcel Duchamp und 2004 den Joseph Beuys-Preis. Zuletzt richtete er 2014
eine viel diskutierte Installationen im Schinkel Pavillon in Berlin ein. 2011 bespielte er den Schweizer
Pavillon auf der 54. Biennale in Venedig und 2002 präsentierte er sein Bataille-Monument auf der
Documenta11 in Kassel.
28. Oktober 2015 – 14. Februar 2016
Im Zeichen der Lilie. Französische Graf
Grafik unter Ludwig XIV.
Gérard Edelinck, Bildnis des königlichen
Hofmalers Hyacinthe Rigaud, 1695/1700
Kunsthalle Bremen – Der Kunstverein in
Bremen, Kupferstichkabinett, Foto: Karen
Blindow
Die Ausstellung präsentiert französische Druckgrafik der zweiten
Hälfte des 17. Jahrhunderts, eine Epoche, in der sich unter dem
Sonnenkönig Ludwig XIV. der Absolutismus in seiner für Europa
prägenden Form entfaltete. In dieser Zeit bildete sich eine
französische Schule des Kupferstichs heraus, die an italienische und
niederländische Entwicklungen des 16. und 17. Jahrhunderts
anknüpfte und die Qualitäten beider – das zeichnerische Konzept
und die malerisch abgestufte Tonalität – wiederbelebte und dank
differenziertester technischer Mittel sogar verbesserte.
Ludwig XIV. gewährte den Stechern 1660 Freiheit von den engen
Zunftbindungen und erhob sie in den Rang freier Künstler, ab 1663
wurden sie in die Akademie aufgenommen. Der Minister JeanBaptiste Colbert stellte die Druckgrafik in den Dienst politischer
Ziele: Er gab eine aufwändige Stichpublikation nach Kunstwerken in
königlichem Besitz, nach Gebäuden, kulturellen Ereignissen und
militärischen Erfolgen Ludwigs XIV. heraus, das sog. Cabinet du
Roi. Die Druckgrafik wirkte nicht nur geschmacksbildend in Bezug
auf die abgebildeten Objekte. Auch die Qualität der Grafik selbst,
ihre technische Präzision und die Erfindungsgabe der Stecher, etwa
eines Gérard Edelinck, eines Claude Mellan oder eines Robert
Nanteuil, avancierte zum erstrangigen, Maßstäbe setzenden
Prestigeobjekt.
14. November 2015 – 13. März 2016
Letztes Jahr in Marienbad. Ein Film als Kunstwerk
Der 1961 unter Regie von Alain Resnais gedrehte Film „L’Année
dernière à Marienbad“ (Letztes Jahr in Marienbad) hat Geschichte
geschrieben: Radikal wie kein Film zuvor brach Resnais’ filmische
Übertragung des avantgardistischen Nouveau Roman von Alain
Robbe-Grillet mit traditionellen Strukturen von Zeit, Ort und
Kausalität. Das avantgardistische Pionierwerk spielt mit einer
künstlerischen Sprache, in der Stil selbst zum Inhalt wird, sowie mit
geometrischen Formen, architektonischen Fluchten und sich
Kota Ezawa: LYAM 3D, 2008, Videostill,
wiederholenden kompositorischen Grundprinzipien. Der
Courtesy: Galerie Anita Beckers,
international erfolgreiche Marienbad-Film wirkte nicht nur prägend
Frankfurt
auf Filmregisseure wie Stanley Kubrick, Peter Greenaway, David
Lynch oder Lars von Trier, sondern definierte ein sich auf alle künstlerischen Bereiche auswirkendes
Kunstverständnis, das bis heute aktuell und relevant ist.
Die von der Kunsthalle Bremen konzipierte Gruppenausstellung „Letztes Jahr in Marienbad. Ein Film als
Kunstwerk“ zeigt erstmals diese besondere Bedeutung der im Marienbad-Film geprägten Nouvelle
Vague-Ästhetik für die bildende Kunst auf und macht ihre anhaltende internationale Relevanz erlebbar.
Hierfür versammelt die Kunsthalle Bremen herausragende internationale Positionen vom beginnenden
20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart der Video-, Animations- und Installationskunst sowie Malerei,
Zeichnung, Skulptur, Fotografie und Architektur, die durch Beispiele aus den Bereichen der Popkultur
und Mode ergänzt werden.
Pressekontakt
Kunsthalle Bremen |Presse- und Öffentlichkeitsarbeit | Am Wall 207 | 28195 Bremen
T +49 (0)421 329 08-0 | F +49 (0)421 329 08-470
presse@kunsthalle-bremen.de | www.kunsthalle-bremen.de
www.facebook.com/KunsthalleBremen | twitter.com/Kunsthalle_HB | www.kunsthalle-bremen.de/blog | www.youtube.de/KunsthalleBremen
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