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PROGRAMM 2015
www.kunstakademie-reichenhall.de
2
3
DAS KUNSTJAHR 2015 – KONTINUITÄT UND WANDEL
LIEBE KUNSTINTERESSIERTE UND KUNSTSCHAFFENDE,
Kunst und Kultur sind Treiber gesellschaft­
licher Entwicklungen – das macht künstle­
rische und kulturelle Bildung so bedeutsam
und wirkmächtig. Sie beeinflusst nachhaltig
unsere Gesellschaft und unser Leben. Seit
einigen Jahren ist das Thema vieldiskutiert.
Die Stadt Bad Reichenhall hat die Bedeu­
tung der künstlerischen und kulturellen
aus Deutschland, Österreich, der Schweiz
und anderen Ländern mehr als 2.300 Kurse
gebucht. Eine Erfolgsgeschichte für die
Kunst: Viele unserer regelmäßigen Kursteil­
nehmerinnen und Kursteilnehmer erzielen
bemerkenswerte künstlerische Leistungen
und reüssieren im Ausstellungsbereich und
auf dem Kunstmarkt.
Die Kunstakademie ist ein Freiraum, in dem
Anfänger und Fortgeschrittene – losgelöst
vom Alltag – ihre Kreativität entfalten kön­
nen. Bad Reichenhall bietet dafür den idea­
len Hintergrund: Von der idyllischen Atmo­
sphäre der Alten Saline über die malerische
Altstadt und die urbane Fußgängerzone bis
hin zu den Naturschönheiten des Voralpen­
landes. Die Vorzüge und das Flair eines tra­
ditionsreichen Kurortes verbinden sich mit
den Annehmlichkeiten eines modernen Tou­
rismus- und Freizeitangebotes.
Bildung auch und gerade für Erwachsene
bereits Mitte der 1990er Jahre erkannt und
mit der Gründung der Kunstakademie einen
Meilenstein gesetzt, der sich über die Jahre
Schritt für Schritt zum Leuchtturm ent­
wickelt hat. Heute ist die Kunstakademie
Bad Reichenhall eine der größten Einrich­
tungen ihrer Art in Europa. Seit ihrer Grün­
dung haben rund 25.000 Kunstbegeisterte
Die Stadt Bad Reichenhall ist stolz auf ihre
Kunstakademie. Sie bekennt sich mit Über­
zeugung zu ihrem kulturellen Auftrag und
zu der gesellschaftlichen Zielsetzung, Men­
schen voraussetzungslos, d. h. unabhängig
von ihrem Alter und ihrer Vorbildung, die
Möglichkeit zu eröffnen, ihre künstlerischen
Potenziale zu heben.
So heiße ich Sie 2015 herzlich willkommen
an unserer Kunstakademie und wünsche
Ihnen inspirierte und erfüllte Kurswochen in
unserer charmanten, weltoffenen Stadt.
Dr. Herbert Lackner
Oberbürgermeister
der Stadt Bad Reichenhall
Mit über 220 Kursen, die etwa 130 Künstle­
rinnen und Künstler in unseren fünf geräu­
migen und gut ausgestatteten Akademie­
ateliers geben, steht 2015 die Kunst in ihren
vielfältigen Erscheinungsformen im Zentrum.
Kunst kommt nie zum Stillstand, sie entwi­
ckelt sich stetig weiter, sie geht mit der Zeit.
Neue Fragen stellen sich, aus der Wirklich­
keit des 21. Jahrhunderts gespeiste Motiv­
welten erscheinen, aktuelle Technologien
und Materialien werden für künstlerische
Zwecke genutzt. Aber ebenso formen sich
überlieferte Kunstrichtungen, Stile, die das
20. Jh. oder sogar bereits das 19. Jh. prägten,
zeitgemäß aus; beispielsweise beleben jün­
gere Künstler die ungegenständliche Male­
rei durch frische Impulse und selbst der Rea­
lismus findet Anhänger unter ihnen.
Entsprechend ist »Kontinuität und Wandel«
die Devise des Kursjahres 2015. Innovationen
integrieren sich in das Bewährte. Namhafte
Künstlerinnen und Künstler unterrichten
Malerei, Zeichnung, Druckgrafik, Bildhaue­
rei und Plastik, Mixed Media und Fotokunst
in ihren verschiedensten stilistischen, inhalt­
lichen, technischen und Materialvarian­
ten. Der ungegenständliche Ausdruck hat
ebenso seinen Platz wie das gegenständlichfigurative Gestalten und die verschiedenen
Stufen künstlerischer Abstraktion. Auch
Experimentelles wie Handyfilm mit Nica Jun­
ker und Rares wie die Kombination von Foto­
grafie und Textilem mit Haptic gehören zu
unserem facettenreichen Programm, das
unterschiedliche künstlerische Neigungen
berücksichtigt.
Dabei ist es uns eine Freude, dass wir wei­
terhin mit vielen Dozentinnen und Dozenten
zusammenarbeiten, die unserer Kunstaka­
demie seit langem verbunden und von den
Studierenden geschätzt sind. Gleichzeitig
gelang es uns, vortreffliche Künstlerinnen
und Künstler als Neudozenten zu verpflich­
ten, von so erfahrenen Professoren wie
Christa Näher, Katja Davar, Elke Hopfe und
Christian Macketanz bis hin zu jüngeren
erfolgreichen Künstlern wie Katrin Plavcak,
Angelika J. Trojnarski, Julian Khol oder Jens
Schubert, um nur einige wenige namentlich
zu nennen. Interkulturelle Akzente setzen
Wang Fu und Mansour Ciss, welche die euro­
päische Kunst mit der Kultur ihrer Herkunfts­
länder China bzw. Senegal zusammenfüh­
ren. Alle unsere Dozentinnen und Dozenten
bereichern mit ihrem wertvollen Wissen,
ihren umfassenden Erfahrungen und ihren
vielschichtigen Persönlichkeiten die Kunst­
akademie und präsentieren Ihnen ausge­
suchte Ansätze in der Auseinandersetzung
mit Kunst.
Besonderes Augenmerk möchte ich auf die
künstlerische Fotografie richten. Fotokunst
spielt innerhalb der Gegenwartskunst eine
beachtliche Rolle und so war ihre Einfüh­
rung in Bad Reichenhall überfällig: Mit Sonja
Braas, Hans-Christian Schink und Frauke
Eigen vermochten wir auf Anhieb heraus­
ragende Künstler zu gewinnen. Darüber
hinaus haben überdurchschnittlich ambi­
tionierte und passionierte Interessenten
2015 die Gelegenheit, bei einem der renom­
miertesten und vielseitigsten deutschen
Fotokünstlern zu studieren: Thomas Flor­
schuetz wird einen Meisterkurs durchführen.
Auch in verschiedenen Bereichen der Male­
rei können wir ein- bis zweijährige Studien
bzw. Meisterkurse anbieten. Heribert C.
Ottersbach, Professor für Malerei und Grafik
an der Hochschule für Grafik und Buchkunst
Leipzig, Adam Jankowski, bis 2013 Professor
für Malerei an der Hochschule für Gestal­
tung Offenbach am Main, sowie Rosa Loy
sind Maler von hoher Reputation. Sie vermit­
teln ein praktisches und theoretisches Fun­
dament und fördern Sie dabei, Ihren ganz
persönlichen und einzigartigen künstle­
rischen Stil und Kosmos zu entdecken und zu
vervollkommnen. Wenn die Zeit für ein solch
intensives Programm fehlt und man dennoch
die Vertiefung sucht, sind unsere modularen
und Kompaktkurse eine Alternative.
Speziell, doch nicht ausschließlich an die
Studierenden richten sich unsere Profes­
sionalisierungsseminare; sie geben Orien­
tierung auf dem Weg in die Kunstwelt. Ein
»Praxis-Baustein« dahin ist die Städtische
Galerie Bad Reichenhall als Ausstellungsfo­
rum für Absolventen und fortgeschrittene
Kursteilnehmer.
Auf entsprechende Nachfragen
von Kursteilnehmerinnen mit Kin­
dern hin finden in der Ferienzeit
Kurse für Kinder und Jugendli­
che unterschiedlicher Altersstu­
fen statt. So können Eltern und
Kinder gleichzeitig an der Kunst­
akademie verweilen und doch
unabhängig voneinander und
ihren Bedürfnissen entsprechend
schöpferisch sein und sich künst­
lerisch ausdrücken.
Kunst eröffnet neue Horizonte
und befreit die Fantasie. Ganz
nebenbei wachsen dadurch – wie
Studien belegen – Kompetenzen,
die einen kreativen Umgang
mit den Anforderungen in Beruf und All­
tag erleichtern. Diese Erkenntnisse sind der
Anlass für unser Pilotprojekt »Kunst und
Arbeit«, das 2015 mit drei Kursen startet.
Lassen Sie sich von unserer fabelhaften
Kunst-Campus-Atmosphäre inspirieren, vom
Austausch mit Dozenten, den Kurskollegen
wie mit Parallelkursen. Mein Team und ich,
wir freuen uns, Sie 2015 in unseren Ateliers in
der Alten Saline zu begrüßen.
Dr. Brigitte Hausmann
Direktorin der Kunstakademie
6
INHALT
INHALT
Kurs Seite
Organisatorisches 8-9
Anmeldung 9
Stipendien 10
STUDIENGÄNGE UND MEISTERKURSE
Ottersbach, Prof. Heribert C.
Bukowski, Prof. Jo
Loy, Rosa
Jankowski, Prof. Adam
Florschuetz, Thomas
1
2
3
4
5
14-17
18-19
20-23
24-27
28-31
Kurs Seite
Carl, Bettina
Casagrande, Peter
Cauer, Birgit
Cengiz, Ergül
von Chossy, Regine
Chafes, Rui
Ciss Kanakassy, Mansour
57
58
59
60
61
62
63-64
80
81
82-83
84
85
86-87
88-89
Darda, Alfred
Davar, Prof. Katja
Determeyer, Almut
Diaz, Lorenza
65-67
68
69
70
90-91
92-93
94-95
96
Eckardt, Felix
Eigen, Frauke
Fenkl, Georg
Fassel, Gerda
Fischbacher, Gertrud
Frahm, Sven-Ole
Floss, Ingrid
73-74
75
76
77
78
100-101
102
103
104-105
106
Gömmel, Romana
Geisler, Stephan
Gelbert, Ralph
Grau, Annalena
Gruber, Manuel & Tobias
Gredler, Rupert
79
80
81-82
83
84-85
86-87
107
108-109
110-111
112-113
114-115
116
MODULARE- UND KOMPAKT-KURSE
Bukowski, Prof. Jo
Khol, Julian
Fu, Wang
Kerkermeier, Isabel
Haslinger, Nschotschi
Mansen, Matthias
Braas, Sonja
Schink, Hans-Christian
6
7
8-9
10-11
12-13
14-15
16-17
18-19
33
34-35
36-37
38-39
40-41
42-43
44-45
46-47
AKADEMIEKURSE
Akl, Rania
Allgaier, Richard
Alhäuser, Sonja
Almbauer, Gerhard
Altrichter, Volker
Amerell, Petra
Angerer der Jüngere
Awe, Christian
20
21-22
23
24-37
38
39
40
41
50-51
52-53
54-55
56-59
60
61
62
63
Bär, Alex
Bause, Michael
Baxrainer, Wolfgang
Biersack, Jos K.
Bierstedt, Ina
Böhmer, Ursula
Brandner, Georg
Brinkmann, Katja
Brunner, Johann
Buchholz, Quint
Bukowski, Prof. Jo
42-43
44-45
46
47-48
49
50
51
52
53
54
55-56
64-65
66-67
68
69
70-71
72
73
74-75
76
77
78-79
Hananuntasuk, Somyot
Hansl, Alfred
Hass, Jutta
Haptic – Sedlak, G. S./Jost, G.
Hitzler, Franz
ten Hoevel, Christiane
Hofmann, Ekkehardt
Hupperich, Endy
Hopfe, Prof. Elke
Jansen, Julia
Jeanmaire, Alexander
Jurczek, Heinz-Hermann
Johannsen, Kirsten
Junker, Nica
Jureit, Ingrid
71 97
72 98-99
88
89
90
91
92
93
94-95
96
97
98
99
100
101-102
103-104
105-110
117
118
119
120-121
122
123
124
125
126
127
128
129
130-131
132-133
134-137
Kurs Seite
Kalmbach, Prof. Michael
Kammerer, Daniela
Kleber, Georg
Kastner, Erwin
Klimmer, Bernd
Kloos, Luise
Krist, Hetty
Kroth, Matthias
Köstler, Max
Kössl, Monika
111
112
113-114
115-116
117
118-119
120
121
122-124
125
138-139
140
141
142-143
144
145
146
147
148-149
150
Laitzsch, Juliane
Landau, Verena
Lehrmann, Annette
Lange, Thomas
Linssen, Jupp
Loth, Sophia
Lutz, Martin
126
127
128
129-130
131
132
133
151
152
153
154-155
156
157
158
Maier, Frank
Macketanz, Prof. Christian
Maier, Werner
Mairinger, Peter
Michaelis, Rebecca
Müller, Mario
134
135
136-137
138-141
142
143
159
160-161
162-163
164-165
166
167
Näher, Prof. Christa
144 168-169
Pascu, Bogdan
Plavcak, Katrin
145-147 170-171
148 172-173
Raue, Rebecca
Reuter, Kim
Ribbe, Henrieke
Rieger, Engelbert
Rinkens, Lilo
Rozorea, Andrea
149
150
151
152
153-154
155-156
174-175
176-177
178-179
180
181
182
Schlemme, Friedrich Daniel
Schmid, Julia
Schneider, Uta
Schubert, Jens
Schwarzwald, Christian
Seebacher Schiestl, Barbara
Sendlinger, Marcus
157
158
159
160-161
162
163
164
183
184
185
186-187
188-189
190
191
Kurs Seite
Siegel, Michael
Speckmann, Sebastian
Stäglich, Nicola
Stanley, Ransome
Streile, Gabi
Stuke, Karen
Strobl, Walter
165
166
167
168
169-170
171
172-173
192
193
194
195
196-197
198-199
200
Treder, Klaus-Martin
Trenkler, Leif
Trojnarski, Angelika
Vogel, Bernhard
Voka
178 206
179 207
Westphal, Carsten
Wiesinger, Wolfgang
180 208
181 209
Zech, Sati
Zelmer, Wolfgang
Zeniuk, Prof. Jerry
Zielasco, Robert
Zielinski, Rafael
Zoitl, Moira
PROFESSIONALISIERUNG
Freybourg, Dr. Anne Marie
Scheutle, Rudolf
174 201
175 202-203
176-177 204-205
182-183
184-185
186
187
188
189
210
211
212
213
214
215
190 216
191 217
PILOTPROJEKT KUNST+ARBEIT
ten Hoevel, Christiane
Saffer, Stefan
KINDERKURSE
Raue, Rebecca
Sendlinger, Marcus
Haslinger, Nschotschi
192-193 218
194 219
195 220
196 221
197 222-223
Alle Dozenten 1996-2015 224-225
Credits / Impressum 225
7
8
ORGANISATORISCHES
Diesem Katalog liegt eine Anmeldekarte
bei. Füllen Sie diese bitte sorgfältig aus und
senden Sie sie an die angegebene Adresse.
Sie bekommen dann von uns eine Anmel­
debestätigung zugeschickt, mit der eine
Anzahlung von 100,- Euro / pP fällig wird.
Spätestens drei Wochen vor Beginn Ihres
Kurses wird Ihnen über den Restbetrag eine
Abschlussrechnung gestellt, die Sie bitte
bis zum Kursbeginn begleichen. Außerdem
erhalten Sie genaue Informationen zu dem
von Ihnen gebuchten Seminar, eine Aufstel­
lung der mitzubringenden Farben, Pinsel
und sonstigen Materialien. Diese wird Ihnen
gemeinsam mit der Abschlussrechnung
zugesandt.
Bitte haben Sie für Folgendes Verständnis
Die Teilnehmerzahl ist bei allen Semi­
naren begrenzt. Die Anmeldungen wer­
den in der Reihenfolge des Posteingangs
berücksichtigt.
Absage
Bei ungenügender Teilnehmerzahl kann
die Akademieleitung einen geplanten Kurs
absagen. In diesem Fall erhalten Sie natür­
lich Ihren bereits überwiesenen Betrag
zurück. Ein weitergehender Anspruch ist
ausgeschlossen.
Stornierung
Können Sie an einem Kurs, für den Sie sich
angemeldet haben, nicht teilnehmen, ist dies
der Akademie schriftlich mitzuteilen. Je nach
Zeitpunkt dieser Abmeldung fallen Storno­
gebühren an:
Eingang bis zum 20. Tag vor Kursbeginn:
10% der Kursgebühr
Eingang ab dem 19. Tag vor Kursbeginn:
20% der Kursgebühr
Eingang ab dem 9. Tag vor Kursbeginn:
50% der Kursgebühr
Eingang bei Kursbeginn oder später:
100% der Kursgebühr
Ohne schriftliche Stornierung:
100% der Kursgebühr.
ANMELDUNG
Abbruch
Wenn Sie als Teilnehmer ein Seminar vorzei­
tig abbrechen, besteht kein Anspruch auf
Rückzahlung der Kursgebühr oder eines
anteiligen Betrags davon.
Dozenten
Die Kurse der Kunstakademie werden von
namhaften Künstlern aus dem In- und Aus­
land geleitet. Die Ankündigung eines
Kurses mit der Nennung eines bestimmten
Dozenten gibt lediglich den Stand der Pla­
nung wieder.
Beratung
Hilfe bei der Kursauswahl erhalten Sie
telefonisch während der angegebenen
Öffnungszeiten.
Materialien
Alle persönlichen Materialien wie Pinsel,
Farbe, Kreide, Bleistifte, Kohle, spezielles
Papier, Leinwände, Kameras sollten Sie bitte
mitbringen. Wenn Sie dann doch noch wei­
tere Künstlermaterialien benötigen sollten –
kein Problem: In der Umgebung der Kunst­
akademie befinden sich die Firma Boesner
sowie zwei gut sortierte Fachgeschäfte.
Bedingungen
Um ein ungestörtes Arbeiten in den Semi­
naren zu gewährleisten, sind Besuche von
Personen, die nicht an der Akademie einge­
schrieben sind, nicht gestattet. Die Einrich­
tung (Staffeleien, Zeichenbretter, Stühle,
Hocker usw.) steht den Studierenden leih­
weise zur Verfügung – um pflegliche Behand­
lung wird dringend gebeten.
Unterrichtszeiten und Raumnutzung
Die Unterrichtszeiten sind bei den einzelnen
Seminaren angegeben. Die Ateliers können
während der Dauer eines Seminars auch in
den Abendstunden bis 22.00 Uhr von den
Teilnehmern genutzt werden. Zu diesen
Zeiten hat der Seminarteilnehmer jedoch
keinen Anspruch auf Betreuung eines
Dozenten. Achtung: Bei allen Seminaren, die
länger als drei Tage dauern und an einem
Samstag enden, ist um 13 Uhr Unterrichts­
schluss. Wir bitten die Teilnehmer die Ate­
liers bis spätestens 15 Uhr geräumt zu haben.
Versicherung
Die Kunstakademie haftet nicht für Unfälle,
Diebstähle oder Schäden aller Art, die sich
während und außerhalb des Unterrichts
ereignen.
Verpflegung
Die Kunstakademie stellt Mineralwasser und
Kaffee in unbegrenzter Menge zur Verfü­
gung. In der näheren Umgebung der Ateliers
gibt es zudem zahlreiche Gastwirtschaften,
Restaurants, Bistros oder Cafés.
Unterkünfte
Die Kunstakademie bemüht sich, allen Stu­
dierenden auf Wunsch eine Unterbringung
in Bad Reichenhall zu vermitteln. Fragen
Sie gezielt nach den Preisen unserer Part­
nerhotels. Diese Vermittlung ist ein kosten­
loser Service. Die Kunstakademie übernimmt
keine Haftung für die Qualität der Ausstat­
tung der Zimmer und die Richtigkeit der
Angaben bezüglich der Unterbringung.
Falls Sie mit einem Wohnmobil anreisen,
steht Ihnen der gebührenpflichtige Wohn­
mobilparkplatz im Hammerschmiedweg,
gegenüber der RupertusTherme als Stell­
platz zur Verfügung. Das Übernachten in
Wohnmobilen auf dem Gelände der Alten
Saline ist nicht gestattet.
Parken
Es besteht die Möglichkeit im Hof der Alten
Saline zu parken. Parkscheine zum Preis
von 10,- Euro (drei Tage gültig) sind im Büro
der Akademie erhältlich. Jeder weitere Tag
zuzüglich 2,- Euro.
Sollten Sie darüber hinaus Fragen oder
Wünsche haben, die Ihre Anmeldung oder
die vielfältigen kulturellen und sportlichen
Angebote in Bad Reichenhall betreffen,
so wenden Sie sich bitte telefonisch, per
Fax oder per e-mail an uns. Wir sind stets
bemüht, Ihre Wünsche zu berücksichtigen.
Teilnehmer werben Teilnehmer
Jeder Teilnehmer, der im Jahr 2015 an einem
Seminar der Reichenhaller Akademie teil­
nimmt, erhält bei Vermittlung eines neuen
Teilnehmers eine Gutschrift über 25,- Euro.
Nur wenn der neue Teilnehmer seine Kurs­
gebühr überwiesen hat, erhält der Vermitt­
ler am Ende des Jahres seine Gutschrift. Der
Vermittler muss auf der Anmeldung nament­
lich genannt sein.
Vielbucherprämie
Teilnehmer, die mehr als 3 Kurse in 2015 besu­
chen, erhalten Ende des Jahres auf Nach­
frage eine Gutschrift über 50,- Euro.
Preise
Die Kurspreise sind grundsätzlich mehrwert­
steuerfrei. Nicht enthalten sind Übernach­
tungs- und Verpflegungskosten sowie die
Kosten für Künstlermaterialien wie Pinsel,
Farben, Papier, Leinwand etc.
Ermäßigung
Studenten erhalten gegen Einsendung
(Kopie) bzw. Vorlage eines Ausweises 20%
Ermäßigung.
Zertifikat
Die Studenten der Kunstakademie erhalten
nach erfolgreicher Seminar-Teilnahme ein
Zertifikat.
Hinweis zum Datenschutz
Unser langjähriger Kooperationspartner, die
Firma Boesner GmbH, verschickt im Auf­
trag der Kunstakademie Bad Reichenhall die
Materiallisten an die angemeldeten Kurs­
teilnehmer. Zur Vereinfachung bei Material­
bestellungen wird Ihre Adresse bei Boesner
hinterlegt und beim ersten Einkauf aktiviert.
Falls damit kein Einverständnis besteht, ver­
merken Sie dies bitte auf Ihrer Anmeldung.
Die Kunstakademie Bad Reichenhall ist eine
städtische Einrichtung im Bereich der Bildenden Kunst. Die Kunstakademie ist ein aner­
kannter Träger der Erwachsenenbildung.
Anmeldung
Es stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten der Anmeldung zur Verfügung.
Schicken Sie uns die ausgefüllte
Anmeldekarte:
Kunstakademie Bad Reichenhall
Alte Saline, D-83435 Bad Reichenhall
Senden Sie ein Fax: +49-(0)8651-984577
Melden Sie sich per E-Mail an:
mail.to@kunstakademie-reichenhall.de
ellinger@kunstakademie-reichenhall.de
schoenhofer@kunstakademie-reichenhall.de
9
Jutta Ellinger-Pfaffl
Leiterin Verwaltung
Walter Schönhofer
Leiter der Seminarorganisation
Internet
Unter www.kunstakademie-reichenhall.de
finden Sie unser komplettes Seminarpro­
gramm, den Stand der Buchung und die
Möglichkeit, sich anzumelden.
Telefon
Rufen Sie uns an: +49-(0)8651-3713.
Wir freuen uns auf das Gespräch mit Ihnen!
Verena Wolfgruber
Seminarvorbereitung
Bürozeiten
Wir sind täglich für Sie da:
Mo – Do von 9 – 12 Uhr und 14 – 16 Uhr
Fr von 9 – 12 Uhr
Konten
VolksbankRaiffeisenbank Bad Reichenhall
Konto-Nr. 3050 / BLZ 71090000
IBAN: DE32710900000000003050
BIC: GENODEF1BGL
Uli Hirsch
Seminarvorbereitung
Sparkasse Berchtesgadener Land
Konto-Nr. 18 / BLZ 71050000
IBAN: DE29710500000000000018
BIC: BYLADEM1BGL
Annika Jeuter
Assistenz
10
STIPENDIEN
AKADEMIEGALERIE
Stipendien für Nachwuchskünstler
Die Kunstakademie Bad Reichenhall vergibt
Stipendien für junge Menschen im Alter von
18 bis 25 Jahren. Egal welchen beruflichen
Werdegang Sie als junger Mensch anstre­
ben, ob Design oder Grafik, freie Kunst,
Kunst als Lehramt oder Restauration oder
aber rein aus einem künstlerischen Interesse
heraus – wir bieten Ihnen die Gelegenheit, in
die Welt der Farben und Formen abzutau­
chen. Ab 1. Februar 2015 nehmen wir gerne
Ihre Bewerbung entgegen.
Wenn Sie Interesse an einem Stipendien­
platz haben, rufen Sie uns unter +49-(0)86513713 an und sprechen Sie mit uns über freie
Kapazitäten. Senden Sie uns ein kurzes
Bewerbungsschreiben, aus dem hervor­
geht, wo Ihre Interessensschwerpunkte lie­
gen, sowie Abbildungen von fünf eigenen
Werken. Die Vergabe der Stipendien erfolgt
nach eingehender Prüfung. Wir können
Ihnen auch günstige Übernachtungsmög­
lichkeiten (ab 25 Euro ÜF / pP) vor Ort ver­
mitteln. Die Materialien müssen selbst mit­
gebracht werden!
Erwachsenen-Stipendium
Die Kunstakademie vergibt auch im Jahr
2015 wieder Stipendien für Bildende Künst­
ler ohne Altersbeschränkung. Ausschlagge­
bend hierfür ist der Gedanke, dass sich viele
Maler und Malerinnen die Seminare an der
Kunstakademie Bad Reichenhall nicht lei­
sten können, aber sehr gute Anlagen mit­
bringen. Diesem Personenkreis wollen wir
mit einer 50 % - Ermäßigung auf die Kursge­
bühr entgegenkommen.
Die Kunstakademie behält sich das Recht
vor, bestimmte Kurse für Stipendiaten nicht
zuzulassen. Für die Zulassung zu einem
Stipendium benötigen wir einen kurzen
Lebenslauf und Abbildungen von fünf eige­
nen Werken.
Ausstellen in der Akademiegalerie
Der Kunstakademie ist die Städtische Galerie
Bad Reichenhall zugeordnet. Absolventen
und fortgeschrittene Kursteilnehmer haben
die Möglichkeit, unentgeltlich in dieser
öffentlichen Institution auszustellen. Bewer­
bungen sind an die Direktion zu richten.
11
12
STUDIENGÄNGE UND MEISTERKURSE – MALEREI UND FOTOKUNST
Dieses Programmsegment der Kunstaka­
demie Bad Reichenhall richtet sich an Men­
schen mit Ambition und außerordentlichem
Engagement. International renommierte
und erfahrene Künstlerinnen und Künstler
geben ihr Wissen und ihre Erfahrungen auf
einem hohen professionellen Niveau weiter.
Professor Heribert C. Ottersbach wird einen
zweijährigen Studiengang in Malerei durch­
führen, für einjährige Meisterkurse in Male­
rei konnten Professor Adam Jankowski und
Rosa Loy gewonnen werden. Neben diesen
neuen Dozenten wird Professor Jo Bukow­
ski, der Kunstakademie seit langem ver­
bunden, 2015 einen auf drei Jahre ange­
legten Studiengang beginnen. Erstmals in
der Geschichte der Kunstakademie gibt es
einen Meisterkurs in Fotokunst, womit deren
Bedeutung in der Gegenwartskunst Rech­
nung getragen wird. Thomas Florschuetz
zählt zu den wichtigsten deutschen Vertre­
tern der künstlerischen Fotografie.
Heribert C. Ottersbach, Thomas Florschuetz,
Rosa Loy und Adam Jankowski sind herausra­
gende, souveräne Künstlerpersönlichkeiten
mit Leidenschaft für die Lehre und jahrelan­
ger Erfahrung im internationalen Ausstel­
lungsbetrieb und auf dem Kunstmarkt.
Durchführung
Die Studiengänge und Meisterkurse kön­
nen berufsbegleitend absolviert werden. Um
ein intensives und produktives Studieren zu
ermöglichen, stehen jeweils nicht mehr als 12
bis maximal 15 Plätze zur Verfügung. In den
Intervallen zwischen den über das Jahr ver­
teilten Präsenzmodulen an der Kunstakade­
mie bearbeiten die Studierenden von den
Dozenten gestellte Aufgaben. Neben der
künstlerischen Praxis werden Einblicke in
der Kunstgeschichte, die Gegenwartskunst
und die Kunsttheorie gegeben.
Am Ende erfolgt eine Abschlussprüfung
in Form einer Ausstellung in den Räumen
der Kunstakademie und der Städtischen
Galerie Bad Reichenhall. Der erfolgreiche
Abschluss wird mit einer Urkunde beschei­
nigt, mit Signum des jeweiligen Professors
und Dozenten. Zur Abschlussausstellung
erscheint ein Katalog, jedem Absolventen
stehen darin zwei Seiten zur Verfügung.
Bewerbung
Für die Teilnehme gibt es keine speziellen
Zugangsvoraussetzungen in Form einer Prü­
fung, Hochschul- oder Fachhochschulreife
wird nicht verlangt.
Zur Bewerbung reichen Sie bitte eine Mappe
mit einer Auswahl Ihrer Arbeiten, einen
(künstlerisch ausgerichteten) Lebenslauf
und sowie eine kurze Erklärung zu Ihren Zie­
len und Erwartungen an die Studiengänge
bzw. Meisterkurse. Beachten Sie bitte die
jeweiligen Bewerbungsbedingungen und
Bewerbungsfristen!
Gebühren
Neben den jeweiligen Modulgebühren ist
eine Einschreibegebühr von 400 € sowie
eine Gebühr für den Abschlusskatalog
(anteilig) von 200 € zu entrichten.
13
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No– 1 Module 2015
16. – 21. 02. 2015
13. – 18. 04. 2015
13. – 18. 07. 2015
05. – 10. 10. 2015
30. 11. – 05. 12. 2015
je 6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
max 12 Teiln
pro Modul je 800,– pP
PROF. HERIBERT C. OTTERSBACH
PROF. HERIBERT C. OTTERSBACH
KANON DER MALEREI – STUDIENGANG MALEREI 2015 –2016
Grundsätzliches zur Lehre
Kanon der Malerei? Können wir heute davon
überhaupt noch sprechen? Ja, aber er ver­
ändert sich, erweitert sich nur andauernd,
gerade so, wie alles der Zeit und damit der
Veränderung unterworfen ist. Dies gilt es
berücksichtigen.
Die Malerei ist heute nämlich nicht mehr
die alleinige Möglichkeit, sich ein Bild zu
machen. Denken wir hier nur an Fotografie
und Film, nur um selbst schon fast klassische
Medien zu erwähnen. Alternative Möglich­
keiten haben sich aufgetan und entwickelt.
Sie zeitigten und zeitigen Resultate, die die
Malerei nicht ignorieren konnte und kann.
Als dies ist natürlich heute Teil der Lehre.
Wer als Maler/in antritt, sollte hier genaue
Kenntnis haben, sollte wissen, was im Umfeld
geschieht. Bedingungen und Möglichkeiten
der Malerei in einer Zeit sich beschleuni­
gender Produktions- und Rezeptionspro­
zesse müssen ständig reflektiert und eventu­
ell neu bewertet werden. Bei der Forderung
nach Bildern in »Echtzeit« hat die Malerei
doch keine Chance. Die Malerei ist vielleicht
eher das Medium der Verspätung, aber es
ist vielleicht ihre Qualität, die Eigenheit der
Malerei.
Abgesehen davon müssen natürlich gewisse
Fertigkeiten, Techniken geübt, beherrscht
aber auch hinterfragt werden. Am Ende will
man doch machen, was man will und nicht
lediglich, was man kann. Denn: Wer wenig
kann, kann vielleicht nicht viel wollen.
Hier fängt erst etwas an, was man malerische
oder künstlerische Souveränität nennen
kann. Ich muss das Rad zwar nicht erfinden
und bauen, um einen Wagen zu entwerfen.
Ich sollte aber wissen, wie sich das mit den
Rädern ganz grundsätzlich verhält. Oder
etwas vereinfacht: Man muss die Regeln ken­
nen, bevor man sie brechen will.
Malerei ist, neben anderen Möglichkeiten,
Aneignung und Auseinandersetzung mit
Realität, mit Dingen und Phänomenen, die
wichtig erscheinen. Hier spielen biogra­
fische Gründe eine Rolle, persönliche Ver­
fasstheiten, Erfahrungen und Einflüsse. Wir
haben aber jenseits der Sprache, jenseits der
Begrifflichkeit noch andere Möglichkeiten
der Aneignung, Auseinandersetzung und
Kommunikation. Das sind Bilder oder auch
Klänge, Musik.
Wenn nun die Sprache uns als Medium nicht
adäquat erscheint, wählen wir vielleicht die
Malerei, weil uns hier Ausdrucksmöglich­
keiten geboten sind, die sich von Sprache
und anderen Möglichkeiten unterscheiden.
Was dann einsetzt, kann man »malerisches
Nachdenken« nennen, ein Denken, was sich
z. B. nicht einer begrifflichen Logik unterord­
net. Hier kann sich etwas ergeben, was ich
gerne den erkenntnistheoretischen Mehrund Nährwert der Malerei nenne.
Mein eigenes Werk sollte i. S . Lehre eher
im Hintergrund stehen. Es geht ja nicht um
mich. Wenn StudentInnen sich informie­
ren wollen und viele tun es, so sind reichlich
Möglichkeiten gegeben. Abgesehen davon
stehe ich allen möglichen Fragen nach
künstlerischer Praxis und Erfahrung immer
offen gegenüber.
Ich will meine StudentInnen nicht führen,
ich will sie eher begleiten. Aufgrund meiner
evtl. größeren und längeren künstlerischen
und persönlichen Erfahrung können sie viel­
leicht etwas lernen, um dann aus sich heraus
auch in der Auseinandersetzung mit mir und
meiner Lehre ihren eigenen Weg einzuschla­
gen. Ich kann ihnen vielleicht ein paar Abkür­
zungen zeigen.
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16
No– 1 Termine 2015
16. – 21. 02. 2015
13. – 18. 04. 2015
13. – 18. 07. 2015
05. – 10. 10. 2015
30. 11. – 05. 12. 2015
Termine für 2016
werden rechtzeitig
bekannt gegeben
PROF. HERIBERT C. OTTERSBACH
KANON DER MALEREI – STUDIENGANG MALEREI 2015 –2016
1. STUDIENJAHR 2015
Modul 1: Landschaft / Raum
Modul 2: Raum / Abstraktion
Modul 3: Akt / Anatomie / Porträt
Modul 4: Malerei / Komposition / Techniken
Modul 5: Freies künstlerisches Arbeiten 1
(Schwerpunkt Formale Aspekte)
2. STUDIENJAHR 2016
Modul 1: Freies künstlerisches Arbeiten 2
(Schwerpunkt Inhaltliche Aspekte)
Modul 2: Malerei im Vergleich zu anderen bildgenerierenden Medien
wie Foto, Film, Computer etc. / Alleinstellungsmerkmale der Malerei
Modul 3: Mehrwert der Malerei
Modul 4: Malerei / Bild / Erkenntnis
Modul 5: Malerei, Geschichte, Philosophie und die sie bestimmenden
politischen, persönlichen und sozialen Faktoren
Zur Bewerbung reichen Sie bitte bis 15. Dezember 2014 eine aussa­
gekräftige Mappe mit Beispielen eigener Arbeiten, einen Lebenslauf
sowie ein kurzes Statement zu Ihrem künstlerischen Selbstverständnis,
Ihren Erwartungen an den Studiengang und Ihren Zielen ein.
PROF. HERIBERT C. OTTERSBACH – 1960 Geboren in Köln / 1992 – 93
Gastprofessor am Centro de Arte e Communicacao visual (AR.CO),
Lissabon / 2003 Lehrauftrag an der California State University, Long
Beach, Los Angeles / 2007 Kunstpreis der Stadt Darmstadt (WilhelmLoth-Preis) / 2011 Lehrauftrag an der Kunsthøgskolen, Oslo / seit 2009
Professor für Malerei an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig / lebt in Leipzig und Sörmland (Mittelschweden) / Einzelausstellungen
(Auswahl): 1999 Kunstmuseum Düsseldorf / 2003 Museum Folkwang Essen / 2007 Kunsthalle Tübingen / 2008 ALTANA Kulturstiftung, Bad Hom­
burg; Museum Mathildenhöhe, Darmstadt; Museum Villa Stuck, München / 2008 – 09 Hamburger Kunsthalle, Hamburg / 2010 MAG (Museo Alto
Garda), Arco (Ital.) / 2013 Akira Ikeda Gallery, New York, Tokio / Zahllose Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland / Monografische Lite­
ratur (Auswahl): »Heribert C. Ottersbach – Modernebilder 1995 – 1999«, Kunstmuseum Düsseldorf 1999; »Ottersbach – Echtzeit 68.89«, Museum
Folkwang Essen 2003; Heribert C. Ottersbach – In Erwartung der Ereignisse, Kunsthalle Tübingen 2007; Arkadia Block, Hamburger Kunsthalle
2008 / Arbeiten in Museen und Sammlungen (Auswahl): Museum Ludwig, Köln, Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt, Getty-Center, Los Angeles,
Museum of Modern Art, New York, Harvard University, Cambridge (Mass.), Yale University, New Heaven, The Jewish Museum, New York, National
Gallery, Washington, Bibliothèque National, Paris, Staatsgalerie Stuttgart, Sammlung Frieder Burda, Sammlung Swiss Re, Sammlung Holtzbrinck
Gruppe, Stuttgart, Hamburger Kunsthalle, Hamburg, Centre Pompidou, Paris, Sammlung Hypovereinsbank – UniCredit, München, Dominique
Haim Collection, Paris und New York, Barilla-Collection, Parma
Assistentin SOPHIA LOTH – 1983 in Leipzig geboren / Studium Malerei und Grafik an der Kunstakademie Münster und an der Hochschule für
Grafik & Buchkunst Leipzig / Meisterschülerin bei Prof. Heribert C. Ottersbach / Hochschule für Grafik & Buchkunst Leipzig / Einzel- und Grup­
penausstellungen u. a. in Dortmund, Düsseldorf, Ludwigshafen, Leipzig, Recklinghausen und Rottweil / Lebt und arbeitet in Leipzig //
www.sophialoth.de
Im Anschluss an den Studiengang bieten wir als ergänzendes Lehrmodul den Kurs »Blick hinter die Kulissen – Die Wege zur Kunst sind viel­
fältig« an. Die erfahrene Kuratorin Dr. Anne Marie Freybourg wird mit Ihnen Strukturen und Chancen der Kunstöffentlichkeit betrachten.
Siehe Kurs 190, S. 216
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18
PROF. JO BUKOWSKI
PROF. JO BUKOWSKI
No– 2 A »ODER BILDER MACHEN« – STUDIENGANG MALEREI 2015–2017
17. – 29. 08. 2015
12 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
max 12 Teiln
700,– pP
No– 2 B 23. 11. – 05. 12. 2015
12 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
max 12 Teiln
700,– pP
Termine für 2016 /17
werden rechtzeitig
bekannt gegeben
Künstlerisches Arbeiten ist gelebter Bil­
dungsauftrag, ist Dienst am Menschen. Es
geht in diesem Studiengang nicht darum,
Kunst zu machen oder zu lehren. Die Frage
von Wichtigkeit ist die nach dem Menschen
und seiner Menschlichkeit. Was können wir
der heutigen Gegenwart von Krieg und Not,
Ungerechtigkeit und maßlosem Luxus ent­
gegensetzen? Wir haben unsere Mensch­
lichkeit, unser Gefühl, unsere Phantasie,
unsere Hingabe und die Liebe zur Kreativi­
tät. Deshalb mache ich Bilder, deshalb unter­
richte ich. Die Kunst ist ein Feld, auf dem wir
uns als Menschen begegnen. Hier können
wir den Weg des Geistigen und Spirtituellen
gehen.
PROF. JO BUKOWSKI – 1956 in Biele­
feld geboren / Fachoberschule und Tisch­
ler-Lehre in Bochum / bis 1982 Tätigkeit als
Restaurator in Heiligenberg am Bodensee
/ künstlerische Ausbildung an der Hoch­
schule für Bildende Künste Alfter und an
der Akademie der Bildenden Künste Mün­
chen bei Prof. Sean Scully / seit 1988 arbei­
tet Jo Bukowski freischaffend als Maler und
Kunstgrafiker und seit 1989 nimmt er zahl­
reiche Lehraufträge wahr, u. a. an der Alanus
Hochschule für Kunst und Gesellschaft Alf­
ter und an der Kunstakademie Reichenhall /
1991 – 2009 Hauptatelier in Aulendorf / 2009
Umzug nach Ravensburg / seit 2012 Profes­
sur an der Hochschule für Kunst und Gesell­
schaft Alfter / Prof. Jo Bukowski lebt und
arbeitet in Ravensburg und in München //
Weitere Inhalte sind
•Einblick in das komplexe Feld der Malerei
unter den Aspekten Material, Farbe als sinn­
liche Qualität, Raum, Farbe und Form als
Themenfeld, Realismus und Abstraktion
•Reflexion und Förderung des eigenen künst­
lerischen Ausdrucks auf der Grundlage
selbstständigen Erarbeitens.
Der Studiengang erstreckt sich über drei
Jahre mit jeweils zwei zwölftägigen Modulen.
Die Vergabe der Studienplätze erfolgt nach
vorheriger Bewerbung mit Mappe, Vita und
Arbeitsvorhaben. Die Bewerbung ist bitte
bis spätestens 14. Januar 2015 einzureichen.
19
20
ROSA LOY
ROSA LOY
No– 3 MALEN IST WIE ERDARBEITEN – MEISTERKURS MALEREI 2015
Module 2015
19. – 23. 01. 2015
23. – 27. 02. 2015
20. – 24. 04. 2015
20. – 24. 07. 2015
19. – 23. 10. 2015
je 5 Tage // Mo – Fr
10.00 – 17.00 Uhr
max 12 Teiln
pro Modul je 700,– pP
Als kursumspannendes inhaltliches Thema
würde ich die Auseinandersetzung mit dem
Selbst im weitesten Sinne ansehen. In den
Spiegel schauen; in welcher Ebene oder
Zeitspanne stehe ich. Durch einen Abschnitt,
ein Thema mutig hindurchgehen – wie sehe
ich mich und meine Themen, welche spezi­
ellen Leitgedanken würde jeder gern bear­
beiten? Welche positiven Lösungen wür­
den mein Herz aufgehen lassen und mich
zufriedener vorwärts schreiten lassen? Es
kann alles von mehrfigürlicher Komposition
bis zum weißen Viereck gemalt werden. Der
technische Schwerpunkt liegt auf Komposi­
tion mit Farbe, Formen und zeichnerischen
Elementen. Jedem Teilnehmer liegt es frei
figürlich oder abstrakt zu arbeiten. Die Wahl
der Malmittel und -gründe ist den Teilneh­
mern überlassen .
Ich hätte gern von jedem Bewerber drei
Sätze bis maximal eine Seite zur Vorstellung
der eigenen Person und ein Lieblingsfoto.
21
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ROSA LOY
23
No– 3 MALEN IST WIE ERDARBEITEN – MEISTERKURS MALEREI 2015
Module 2015
19. – 23. 01. 2015
23. – 27. 02. 2015
20. – 24. 04. 2015
20. – 24. 07. 2015
19. – 23. 10. 2015
je 5 Tage // Mo – Fr
10.00 – 17.00 Uhr
max 12 Teiln
pro Modul je 700,– pP
Ich bin Malerin und Grafikerin und habe in
Leipzig an der Hochschule für Grafik und
Buchkunst studiert ; ich arbeite nach wie vor
in Leipzig. Meine Galerien sind in Leipzig
und in Los Angeles. Ich stelle dieses Jahr in
Amsterdam, New York, Seoul und Deutsch­
land aus. Mein Interesse liegt darin, dem
Betrachter meiner Bilder Behagen zu berei­
ten, ohne dabei passive Bilder zu präsen­
tieren. Natürlich sind mir aktive, anspruchs­
volle Betrachter am Liebsten. In meiner
Arbeit versuche ich Schönheit und Herzlich­
keit zu insistieren, sei es durch Komposition,
Farb- und Formatwahl, aber auch durch den
Umgang mit Figuren und Gegenständen im
Bild. Dabei arbeite ich mit Sujets aus banalen
als auch komplexen Bereichen und bin immer
auf der Suche nach zuversichtlicher Klärung
von Fragestellungen. Dem Betrachter unter­
breite ich gern ein Angebot, auf das er ganz
unterschiedlich eingehen kann. Es ist ihm
freigestellt, eine Geschichte oder Erzählung
zu entdecken, zu kreieren, aber auch den
abstrakten Aspekt des Bildes zu genießen.
Als Technik favorisiere ich Malerei in Kasein
auf Leinwand, aber auch auf Papier. Gerne
zeichne ich mit Aquarellfarbe. In meiner
Ausbildung habe ich die traditionellen gra­
fischen Techniken lieben gelernt und mache
nach wie vor Lithografien, Radierungen und
Linolschnitte.
ROSA LOY – 1958 geboren in Zwickau / 1976 – 85 Studium an der Humboldt-Universität Berlin und Tätigkeit als Diplomgar­
tenbauingenieur / 1985 – 90 Studium an der Hochschule für Graphik und Buchkunst, Leipzig / 1990 Diplom bei Professor
Felix Müller / 1990 – 93 Meisterschülerin bei Professor Rolf Münzner / Rosa Loy lebt und arbeitet in Leipzig / Einzelausstel­
lungen (Auswahl): 2014 Gallery Baton, Seoul (Südkorea) / 2012 Gravitation (mit Neo Rauch), Kunstsammlungen Chemnitz;
Convocation, Michael Kohn Gallery, Los Angeles / 2011 Manna, Kunsthalle Gießen; Hinter den Gärten (mit Neo Rauch),
Essl-Museum Klosterneuburg/Wien / 2008 Close to me, André Schlechtriem Contemporary, New York / 2006 Neun
Wege, David Zwirner, New York / 2003 Die Verbündeten, Kunstsammlung Gera / Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl):
2014 Summershow Lombard Freid, New York; Les archives du rêve, dessins du musée d'Orsay: carte blanche à Werner
Spies; This side of paradise, Sotheby's Gallery S2, London / 2012 German Now - from Leipzig, Seongnam Art Center, Seoul
(Südkorea) / 2010 Nicht ohne mein …, Museum der bildenden Künste, Leipzig; Summer Exhibition, Royal Academy of Arts,
London / 2007 Sammelausstellung Deutsche Geschichten, Galerie für Zeitgenössische Kunst, Leipzig / 2006 Arario Gale­
rie, Peking / 2004 New Leipzig School Painting, The Contemporary Museum, Baltimore (USA); East international 2004, Norwich Gallery, Nor­
wich (G.B.); Fehlfarben, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Galerie Neue Meister, Albertinum, Dresden / Publikationen: 2012 Rosa Loy-Gra­
vitation/Neo Rauch-Abwägung, Ausstellungskatalog, Chemnitz / 2011 Rosa Loy »Manna« Ausstellungskatalog, Kunsthalle Gießen; »Hinter den
Gärten« Neo Rauch & Rosa Loy, Ausstellungskatalog, Sammlung Essl, Klosterneuburg / 2003 Rosa Loy »Die Verbündeten«, Hrsg. Ulrike Lorenz,
Jena // www.rosa-loy.de
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No– 4 Module 2015
16. – 21. 02. 2015
13. – 18. 04. 2015
13. – 18. 07. 2015
05. – 10. 10. 2015
30. 11. – 05. 12. 2015
je 6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
max 12 Teiln
pro Modul je 800,– pP
PROF. ADAM JANKOWSKI
PROF. ADAM JANKOWSKI
DAS SPIEL DER KONTRASTE – MALEREI IM ZEITALTER DER ELEKTRONISCHEN MEDIEN
MEISTERKURS MALEREI 2015
Einjähriges Studium der Malerei eingeteilt in
fünf einwöchige Kompaktseminare.
Ziel der Lehrveranstaltung ist eine intensive
Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten
der Malerei, basierend auf dem Prinzip
des Spiels der Kontraste der Farbe. Ausge­
hend von den eigenen Bildwelten der Kurs­
teilnehmer, d. h. unabhängig von Figuration
bzw. Abstraktion, werden in gestellten Auf­
gaben und in Form eigener bildnerischer
Experimente die eigenen formalen und the­
matischen Ansätze der Studierenden im
Hinblick auf die Fragestellung »Malerei im
Zeitalter der elektronischen Medien« disku­
tiert und vertieft. Das Kursprogramm wird
ausschließlich von dem Lehrenden geleitet.
Die Studenten nehmen begleitend an kunst­
geschichtlichen und kunstwissenschaft­
lichen Veranstaltungen teil. Insgesamt fünf
Blöcke zu je sechs Tagen ermöglichen das
intensive Studieren, begleitend neben dem
Alltag und Beruf, oder als ersten Schritt hin
zu einer professionellen Orientierung des
Künstlers. Zum Abschluss wird mit den Teil­
nehmern eine Ausstellung der Resultate
organisiert und nach Möglichkeit eine Bro­
schüre erarbeitet. Jedem Studenten stehen
hier zwei Seiten zur Verfügung.
Zur Bewerbung reichen Sie bitte bis späte­
stens 4. Januar 2015 eine aussagekräftige
Mappe mit Beispielen eigener Arbeiten,
einen Lebenslauf sowie ein kurzes State­
ment zu Ihrem künstlerischen Selbstver­
ständnis, Ihren Erwartungen an den Studien­
gang und Ihren Zielen ein.
PROF. ADAM JANKOWSKI – österreichischer Maler, geboren 1948 in Danzig / Seit 1961 in Wien
/ 1966 – 68 Studium an der Technischen Hochschule Wien / 1968 – 70 Studium der Malerei an der
Kunstakademie Wien / 1970 Studienortwechsel nach Hamburg / 1970 – 76 Studium der Male­
rei an der Hochschule für Bildende Kunst Hamburg u. a. bei Almir Mavignier, KP Brehmer und
Bernd Koberling / 1976 – 80 Studium der Kunstgeschichte an der Universität Hamburg u. a. bei
Klaus Herding und Horst Bredekamp / 1977 Österreichisches Staatsstipendium für bildende
Kunst / 1980 Studienreise durch Westafrika im Auftrag des »Magazin ART« / 1983 – 85 Lehr­
auftrag für Malerei am Fachbereich Gestaltung FH Hamburg / 1987 – 2013 Professur für Male­
rei an der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main / 2014 Artist in Residence in Briarele-Canal in Burgund / Einzel- und Gruppenausstellungen u. a.: Kunsthalle Hamburg, Museum
Moderner Kunst Wien, Kunstverein Hamburg, Kunstverein Kassel, Hessisches Landesmuseum
Darmstadt, Altonaer Museum Hamburg, Stadtmuseum München, Secession Wien, NÖ Doku­
mentationszentrum für moderne Kunst St. Pölten / Publikationen u. a.: »Reflexion versus Inspi­
ration. Über den Doppelcharakter der künstlerischen Arbeit«, in »Theorien ästhetischer Praxis«,
Hans Zitko (Hg.), Böhlau Verlag Köln 2014; »Freie Sicht / Adam Jankowski und Künstler aus sei­
ner Malereiklasse an der HfG Offenbach 1987 – 2013«, jovis-Verlag Berlin 2013; Adam Jankowski
/ Robert Lettner / Burghart Schmidt, »Philosophie der Landschaft«, jovis-Verlag Berlin 2010 /
www.adamjankowski.de
Im Anschluss an den Studiengang bieten wir als ergänzendes Lehrmodul den Kurs »Blick hin­
ter die Kulissen – Die Wege zur Kunst sind vielfältig« an. Die erfahrene Kuratorin Dr. Anne Marie
Freybourg wird mit Ihnen Strukturen und Chancen der Kunstöffentlichkeit betrachten.
Siehe Kurs 190, S. 216
25
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No– 4 PROF. ADAM JANKOWSKI
PROF. ADAM JANKOWSKI
DAS SPIEL DER KONTRASTE – MALEREI IM ZEITALTER DER ELEKTRONISCHEN MEDIEN
MEISTERKURS MALEREI 2015
Modul 1 VORSTELLUNGEN UND KENNENLERNEN
23. – 28. 02. 2015
gilt für alle Module:
je 6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
je 700,– pP
Modul 2 27. 04. – 02. 05. 2015
Modul 3 27. 07. – 01. 08. 2015
Modul 4 19. – 24. 10. 2015
Vorstellungen und Kennenlernen: Vor­
stellung des Dozenten. Vorstellung der
Arbeitansätze und der Erwartungen der Mit­
wirkenden. Organisation der Arbeitsplätze.
Diskussion der Erwartungen der Mitwir­
kenden. Einführende Überlegungen zur Ent­
stehungsweise, Wirkung und Funktion far­
biger Bilder. Freie künstlerische Arbeit an
eigenen Bildwelten und Formenrepertoires
in Form von Skizzen und Skizzenbüchern mit
dem Ziel der Erkundung eigener Anliegen,
Themen und Aussagen. Durchführung und
Präsentation eigener Übungsaufgaben mit
Korrekturbesprechung. Einführende Mal­
materialkunde zu Acryltechniken und Was­
serfarben, Ölmaltechnik. 1. Einführung in
die Geschichte und Theorie der modernen
Kunst und in die theoretischen Probleme
der zeitgenössischen Malerei. Literatur wird
bekannt gegeben. Zum ersten Termin bitte
Mappe mit Arbeitsproben mitbringen.
Malerei anhand von definierten Aufgaben.
Erprobung der Gestaltungselemente der
Farbe und anderer Repertoires des male­
rischen Ausdrucks: Zeichnung, Duktus, Farb­
wert, Fläche und Raum. 2. Einführung in die
Geschichte und Theorie der modernen
Kunst und in die theoretischen Probleme
der zeitgenössischen Malerei. Literatur wird
bekannt gegeben.
mung und das Denken in Bildern. Diskussion
der theoretischen Probleme der zeitgenös­
sischen Malerei. Begegnungen mit aktuellen
Erscheinungsformen moderner Kunst, even­
tuell durch Ausstellungsbesuche und Exkur­
sionen. Auseinandersetzung mit den ästhe­
tischen Techniken und Potentialen der
Neuen Medien – Fotografie, Video, digitales
Zeichnen und Malen, Animation, 3-D-Simu­
lation – im Hinblick auf ihre Integration bzw.
Anwendung im eigenen Werkansatz. Litera­
tur wird bekannt gegeben.
Beschäftigung mit Praxis, Technik und The­
orie moderner Malerei in eigener Frage­
stellung. Fortführung eigener thematischer
Anliegen und Aussagen in Form von Male­
rei auf Papier und Leinwand, Farbobjekte,
Farbräume, Installationen, Modelle für den
architektonischen Raum, freie Druckgrafik,
freie Illustration etc. Literatur wird bekannt
gegeben.
FARBE UND FORM
Farbe und Form: Einführung in die Grund­
lagen der Wirkung der Farbe, der Farbthe­
orie und der Farbsystematik. Einführende
Lehrveranstaltung zur Praxis des farbigen
Gestaltens und zu den Techniken der freien
DAS SPIEL DER KONTRASTE 1
Das Spiel der Kontraste 1: Komposition und
Spannung, Proportion und Rhythmus, Struk­
tur und Gestus, Zuspitzung der Inhalte ...
Damit verbunden die Darstellung von Farb­
raum, Raum, Licht, Landschaft und Stim­
mung, Augenschein und Vision ... anhand von
definierten Aufgaben. Verschärfte Wahrneh­
DAS SPIEL DER KONTRASTE 2
Das Spiel der Kontraste 2: Vertiefende
Lehrveranstaltung. Freies künstlerisches
Arbeiten in Form von formalen Experi­
menten und Übungspräsentationen mit
Korrekturgesprächen. Grundlegende
Modul 5 DAS SPIEL DER KONTRASTE 3
07. – 12. 12. 2015
Das Spiel der Kontraste 3: Vertiefende
Lehrveranstaltung. Freies künstlerisches
Arbeiten und vertiefende Beschäftigung mit
Praxis, Technik und Theorie moderner Male­
rei in eigener Fragestellung. Fortführung
eigener thematischer Anliegen und Aussa­
gen in Form von Arbeiten auf Papier, Male­
rei, Farbobjekte, Farbräume, Installationen,
Modelle für den architektonischen Raum,
freie Druckgrafik, freie Illustration etc. Prä­
sentation der Arbeitsergebnisse in Form
einer gemeinsam erarbeiteten Ausstellung,
u. U. mit einer Selbstdarstellungsbroschüre.
Auswertende Diskussion der Ergebnisse und
Entwicklungen.
27
28
THOMAS FLORSCHUETZ
THOMAS FLORSCHUETZ
No– 5 SEHEN UND ZEIGEN – DIE FOTOGRAFIE, DAS SICHTBARE, DIE DARSTELLUNG
MEISTERKURS FOTOKUNST 2015
Module 2015
13. – 18. 04. 2015
25. – 30. 05. 2015
13. – 18. 07. 2015
14. – 19. 09. 2015
26. 11. – 31. 10. 2015
je 6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
pro Modul je 800,– pP
Was kann Fotografie heute im Zeitalter
umfassender Digitalisierung sein? Und was
kann künstlerische Arbeit in diesem Kontext
bewirken?
Man kann sich der Fotografie auf verschie­
denen Wegen nähern und kann sich dem­
entsprechend im Medium verorten. Vor
dem Hintergrund der Wandlungen, welche
das Medium in seiner Geschichte und ganz
besonders in der letzten Dekade durch die
beinah alles umfassende Digitalisierung
erfahren hat, ist es bedeutsam, sich darüber
zu verständigen, auf welcher Ebene man sich
diesem Komplex nähert. Wichtig ist daher
die Selbstbestimmung jedes Einzelnen auf
diesem Feld. Der Schwerpunkt hierbei liegt
auf der individuellen Wahrnehmung von
Wirklichkeit und der Übertragung dieses
Sehens in Bilder.
Fotografie ist heute im Leben eines jedes
Menschen ungleich gegenwärtiger als dies
noch vor 20 Jahren der Fall war. Deshalb
ist es umso wesentlicher, hier Unterschiede
herauszuarbeiten und Fragen zu stellen.
Worin unterscheiden sich die Ergebnisse
künstlerischer Arbeit mit dem Medium Foto­
grafie von der täglichen medialen und pri­
vaten Bilderflut? Kann ich hierbei visuelle
Ähnlichkeiten und Überschneidungen in den
kreativen Prozess einbeziehen und zur Sicht­
barmachung von Inhalten nutzen?
Die individuelle Sicht auf die Wirklichkeit
und der ästhetische Wille, diese Erfahrung
zu gestalten, bilden die Grundlage in diesem
Prozess. Dabei spielt die Differenz zwischen
dem Gesehenen und dem Dargestellten
meist eine große Rolle. Wie kann ich diese
Differenz verringern? Möchte ich diese Dif­
ferenz überhaupt verringern?
Ausgehend von der schon bestehenden
Arbeit eines jeden Studenten und dessen
künstlerischer Intention soll diesen Frage­
stellungen nachgegangen und sollen diese
vertieft werden. Hauptanliegen des Meister­
kurses ist, sich diesen Fragen auf kreative Art
und Weise zu stellen und nach individuellen,
einem jeden einzelnen entsprechenden
neuen Möglichkeiten zu suchen.
Da es sich um ein äußerst komplexes Ter­
rain handelt, sollten die fünf Module als eine
Annäherung verstanden werden. Die begriff­
liche Gliederung der einzelnen Module
soll für die Kursteilnehmer eine Orientie­
rung im Gesamtkontext des Kurses darstel­
len. Die Module sind durchaus aufeinander
beziehbar.
29
30
THOMAS FLORSCHUETZ
THOMAS FLORSCHUETZ
No– 5 SEHEN UND ZEIGEN – DIE FOTOGRAFIE, DAS SICHTBARE, DIE DARSTELLUNG
MEISTERKURS FOTOKUNST 2015
Module 2015
13. – 18. 04. 2015
25. – 30. 05. 2015
13. – 18. 07. 2015
14. – 19. 09. 2015
26. 11. – 31. 10. 2015
Vorstellung / Annäherung
Wirklichkeit / Abbild / Erinnerung
Innenraum / Außenraum
Einteiligkeit / Mehrteiligkeit
Fragmentierung / Körperlichkeit / Präsenz
Zur Bewerbung reichen Sie bitte bis spä­
testens 15. Januar 2015 eine aussagekräf­
tige Mappe mit ca. zehn Beispielen eigener
Arbeiten und einem kurzen Statement zum
eigenen Selbstverständnis und Tun ein.
Notwendiges Equipment für die Module:
Digitalfotokamera und Laptop.
THOMAS FLORSCHUETZ – 1957 geboren in Zwickau / lebt und arbeitet in Berlin und Rio de
Janeiro / 1987 1. Preis für junge europäische Fotografen, Frankfurt am Main / 1994 Dorotheavon-Stetten-Kunstpreis, Bonn / 1997 Förderpreis der Helmut-Kraft-Stiftung, Stuttgart / 2000
Artist in Residence, Villa Aurora, Pacific Palisades, California / 2004 Deutscher Kritikerpreis für
bildende Kunst, Berlin / Seit 2007 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin /
Einzelausstellungen (Auswahl): 2001 Ricochet-Blumenstücke, Nationalgalerie / Hamburger
Bahnhof - Museum für Gegenwart Berlin / 2004 Are you talking to me? Kunstmuseum Bonn;
BALTIC Center for Contemporary Art, Gateshead; Städtische Kunstsammlungen Chemnitz
(K) / 2005 Blick ins Freie, Haus am Waldsee, Berlin / 2006 Articulação, Pinacoteca, São Paulo
/ 2010 Imperfekt, Kunsthalle Tübingen, (K) / 2011 Imperfekt, Museet for Fotokunst Brandts,
Odense, DK / 2013 Assembly, Museum Wiesbaden, (K) / 2013 Extract, Vitra Design Museum
Gallery, Weil am Rhein / 2014 Passageiro, Galeria Anita Schwartz, Rio de Janeiro /
Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl): 1999 Das XX. Jahrhundert. Ein Jahrhundert Kunst in
Deutschland, Neue Nationalgalerie, Berlin (K) / 2002 Wahnzimmer - Kunst in Deutschland in
den 80er Jahren, Museum der bildenden Künste, Leipzig; anschl. Museum Folkwang, Essen
(K) / 2006 Palast der Republik, Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart, Berlin / 2006
Berlin-Tokyo/Tokyo-Berlin Neue Nationalgalerie, Berlin / 2008 Notation. Kalkül und Form in
den Künsten, Akademie der Künste, Berlin / 2009 Art Of Two Germanys/ Cold War Cultures,
Los Angeles County Museum of Art; (K); Thomas Florschuetz, Atelier de Forges, Rencontres
d’Arles 2009, Arles, (K) / 2011 Architectonika, Hamburger Bahnhof/Museum für Gegenwart,
Berlin (K) / 2012 Treffpunkt: Berlin, ARKEN Museum for Moderne Kunst, Ishoj, DK, (K); KochiMuziris Biennale 2012, Durbar Hall, Fort Kochi, India (K) / 2013 Inside/Outside Architecture,
Museum for Contemporary Art Oslo / 2014 Weltsichten, Bonnefantenmuseum, Maastrich (K);
Enthüllung und Verzauberung, Kunstmuseum Bonn /
Publikationen (Auswahl): 2012 Florschuetz/Enclosure: Kahn in: Louis Kahn – The Power of
Architecture, Vitra Design Museum, Weil am Rhein / 2013 Assembly, Ostfildern / 2011 Gottfried
Benn/Thomas Florschuetz BLUMEN, mit einem Essay und einem Gedicht von Durs Grünbein,
Berlin / 2009 Jets, Ostfildern / 2006 Museumsinsel, mit Durs Grünbein; Köln / 2004 Are you
talking to me? / Sprichst Du mit mir?, mit Texten von Christoph Schreier, Mark Gisbourne und
Aris Fioretos; Göttingen / 2001 Ricochet – Blumenstücke, Düsseldorf //
31
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MODULARE- UND KOMPAKT-KURSE
PROF. JO BUKOWSKI
PROJEKTWOCHEN
Dieses Programmsegment richtet sich an
Studierende, die sich vertieft mit künstle­
rischen Fragestellungen auseinanderset­
zen möchten. Im zeitlichen Aufbau steht es
zwischen Studiengängen/Meisterkursen
einerseits und Akademiekursen anderer­
seits. Das Programmangebot berücksichtigt
verschiedene künstlerische Neigungen und
Interessen: Malerei, Gouache, Holzschnitt,
Plastik, Fotokunst. Die Lehrmodule sind ein­
geschränkt auch einzeln buchbar.
Die Projektwochen geben dem einzelnen
Teilnehmer die Möglichkeit, ein vor Kursbe­
ginn gewähltes künstlerisches Vorhaben in
diesen drei Wochen selbstständig umzu­
setzen. Im Mittelpunkt dieser Zeit stehen
die Förderung und Vertiefung des damit
verbundenen künstlerischen Ansatzes. Die
Teilnehmer werden aus dem Kreis der bis­
herigen Seminarteilnehmer von Prof. Jo
Bukowski ausgewählt, gegebenenfalls ist
eine direkte persönliche Bewerbung auch
möglich. Die Teilnahme an den Projektwo­
chen wird durch die Kunstakademie Bad Rei­
chenhall gefördert.
•Einblick in das komplexe Feld der Malerei
unter den Aspekten Material, Farbe als sinn­
liche Qualität, Raum, Farbe und Form als
Themenfeld, Realismus und Abstraktion.
•Reflexion und Förderung des eigenen künst­
lerischen Ausdrucks auf der Grundlage
selbstständigen Erarbeitens.
Die Vergabe der Studienplätze erfolgt nach
vorheriger Bewerbung mit Mappe, Vita und
Arbeitsvorhaben.
PROF. JO BUKOWSKI – 1956 in Bielefeld
geboren / Fachoberschule und TischlerLehre in Bochum / bis 1982 Tätigkeit als
Restaurator in Heiligenberg am Bodensee /
künstlerische Ausbildung in Alfter und Mün­
chen an der Hochschule für Bildende Künste
Alfter und an der Akademie der Bildenden
Künste München bei Prof. Sean Scully / seit
1988 arbeitet Jo Bukowski freischaffend als
Maler und Kunstgrafiker und seit 1989 nimmt
er zahlreiche Lehraufträge wahr, u. a. an der
Alanus Hochschule für Kunst und Gesell­
schaft Alfter und an der Kunstakademie Rei­
chenhall / 1991 – 2009 Hauptatelier in Aulen­
dorf / 2009 Umzug nach Ravensburg / seit
2012 Professur an der Hochschule für Kunst
und Gesellschaft Alfter / Prof. Jo Bukowski
lebt und arbeitet in Ravensburg und in Mün­
chen //
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No– 6
18. 05 – 06. 06. 2015
18 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
max 12 Teiln
1.170,– pP
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No– 7 A
Modul 1
15. – 21. 06. 2015
7 Tage // Mo – So
10.00 – 17.00 Uhr
max 14 Teiln
850,– pP
No– 7 B
Modul 2
10. – 16. 08. 2015
7 Tage // Mo – So
10.00 – 17.00 Uhr
max 14 Teiln
850,– pP
No– 7 C JULIAN KHOL
JULIAN KHOL
MALEREI
Die Malerei, der künstlerische Prozess, ist
immer auch eine Suche nach sich selbst und
dem Platz des Selbst im künstlerischen Uni­
versum. Nur durch das wiederholte Erwei­
tern und Hinterfragen des eigenen Schaf­
fens wird die Entwicklung einer eigenen
künstlerischen Ausdrucksform, einer eige­
nen Sprache möglich.
Am Anfang steht immer die Frage, wo stehe
ich mit meiner Kunst. Auch wenn sich dies
nicht exakt bestimmen lässt, ist der näch­
ste Schritt, den eigenen Betrachtungswin­
kel, den Zugang zum eigenen Schaffen zu
verändern, um alte Fahrwasser zu verlassen
und aus dem immer Gleichen zu entkom­
men. Durch diesen Prozess, dem Umfallen
der Dominosteine nicht unähnlich, erarbei­
ten wir uns Veränderung und möge sie noch
so klein sein.
Wir werden versuchen, durch direktes und
schnelles Arbeiten den Weg für das Unter­
bewusstsein auf die Leinwand frei zu machen.
Ob dies in figurativer oder aufgelöster Form
passiert, ist offen. Am Anfang jeder Woche
steht freies Arbeiten mit den mitgebrachten
Materialien. Die Kursteilnehmer werden zum
schnellen Arbeiten angehalten bzw. geführt.
Durch Gespräche über vollendete Arbeiten
suchen wir den Ausgangspunkt und begin­
nen dadurch Wege der Weiterentwicklung
zu definieren. Um dies zu vereinfachen und
neue Perspektiven anzuregen, wird im Laufe
einer jeden der drei Wochen ein besonderer
Akzent gesetzt.
Erstes Modul
Ein Schauspieler wird einen eintägigen
Workshop abhalten. Dieser dient zur Locke­
rung und körperlichen Zentrierung sowie
der Schärfung der Selbstwahrnehmung.
Zweites Modul
Ein Architekt wird einen eintägigen Work­
shop abhalten. Dies dient der Eröffnung
einer weiteren künstlerischen Erfahrungsund Wahrnehmungsebene.
Drittes Modul
Eine Exkursion führt nach Salzburg. Sie dient
der Begegnung und Auseinandersetzung
mit Kunstwerken.
Modul 3
19. – 25. 10. 2015
7 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
max 14 Teiln
850,– pP
Die Module sind
auch einzeln buchbar.
JULIAN KHOL – geboren 1979 in Wien / 2004 – 08 Studium an der Universität für angewandte Kunst Wien, Meisterklasse Prof. Christian Ludwig
Attersee / 2008 – 11 Kunstakademie Düsseldorf, Meisterschüler bei Prof. Herbert Brandl / lebt in Köln und Wien / Zahlreiche internationale Aus­
stellungen und Ausstellungsbeteiligungen // www.julian-khol.com
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36
WANG FU
WANG FU
KOPF-VORSTELLUNGEN UND BAUCHGEFÜHLE
Wer in sich zurückgekehrt, allein malt, ist
lebensfroh! Was die Kunst uns vorführt, ist
die Einzigartigkeit (nicht Perfektion). Darum
prüfen wir uns selbst immer wieder, um die
eigene Ausdrucksform zu finden. Je stärker,
präziser, je besser! Malerei ist eine großar­
tige Möglichkeit, unsere Innenwelt zu erfor­
schen, sich besser kennenzulernen und
weiterzuentwickeln. Wir wollen das Voka­
bular unserer Bildsprache intensivieren
und unsere Weiterbildung voran treiben.
Konzentrieren wir uns auf die Ästhetik der
Malerei, die die Ursprungsbildsprache mit
viel Kraft trägt. Vergleichbar mit unserem
Gesang, einer Sprache der Seele und des
Verstandes! Malen kann sehr einfach und
direkt sein! Dabei lernt man ehrlich und
ernsthaft mit sich selbst umzugehen. Die
Palette meines Angebotes ist breit gefä­
chert, beginnend bei der Sortierung von
Kopf-Vorstellungen und Bauchgefühlen, bis
hin zur Gestaltung eines Bildes; vom Pin­
selduktus bis zur Durchführung. Die Linien
und Harmonisierung der Farben machen
einen Bogen von abstrakter bis zu figurativer
Malerei. Die Kursteilnehmer sind gebeten,
Arbeiten mitzubringen, mit denen sie bereits
zufrieden sind oder an denen oder von
denen ausgehend sie weiterarbeiten wollen.
So können wir den individuellen Bedürfnis­
sen am schnellsten auf die Spur kommen und
auf sie eingehen!
No– 8 VERSTÄRKUNG DES AUSDRUCKSVERMÖGENS – KURS 1
29. 06 – 04. 07. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
max 15 Teiln
420,– pP
Anfangsphase: Bevor wir anfangen zu malen,
müssen wir uns Gedanken machen, auch
unsere Bauchgefühle analysieren, aussortie­
ren. Wir müssen versuchen herauszufinden,
was wir wollen? Wie machen wir das Bild?
Wie kann das Bild anders als das letzte aus­
sehen? An welche Stelle muss es verändert
werden? Es geht darum, die Vorstellungen
rechtzeitig zu bilden und das Gefühl anzulei­
ten. In der chinesischen Maltheorie heißt es:
»Wer Bambus malen will, trägt schon ein Bild
von ihm in der Seele«.
No– 9 VERSTÄRKUNG DES AUSDRUCKSVERMÖGENS – KURS 2
06. – 11. 07. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
max 15 Teiln
420,– pP
Die Kurse sind
auch einzeln buchbar.
Bildsprache intensivieren: Man soll 70 % der
Zeit dafür aufwenden, das Bild anzuschauen,
zu analysieren, zu studieren, und 30 % der
Zeit zum Malen. So erwirbt man die Fähigkeit,
zu erkennen und alleine die künstlerische
Arbeit weiterzuentwickeln. Das Bild studie­
ren: Spannung aufbauen, Kontrast verschär­
fen, Gefühlsausdruck verstärken, sortieren,
reduzieren, weglassen, präzisieren. In dieser
Phase wird man ernsthaft lernen und funda­
mentale Fortschritte machen.
WANG FU – geboren 1960 in Shi-jia-zhuong, China / 1980 – 84 Studium der Ölmalerei an der Kunstakademie Tiantsin, China / 1985 – 87 Fort­
bildungsstudium der Malerei am Zentralinstitut für Kunst in Beijing / 1987 Studium der Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden
Künste in Stuttgart, bei Prof. Sonderborg und Prof. Joseph Kosuth / 1991 Förderpreis für Bildende Kunst des Bundesministerium für Bildung
und Wissenschaft, Bonn / 1992 – 94 Aufbaustudium der Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart, bei Prof.
Inge Mahn / 1994 – 97 Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg, Stuttgart / 1997 – 98 Stipendium »Künstlerdorf« Schöppingen, Nord­
rhein-Westfalen / 1998 – 2000 Göppingen Atelierstipendium Helmut Baumann / 2002 Stipendium »Kulturfond« Künstlerhaus Schloss Wiepers­
dorf / 2003 Förderpreis »Kunst aus Kunststoff«, Pirmasens / seit 2004 arbeitet er in Berlin / Diverse Einzelausstellungen in Deutschland, Spa­
nien, Österreich und Gruppenausstellungen in Israel, England, Spanien, Schweiz, Deutschland / Lehrtätigkeit an der Universität in Shi-jia-zhuong,
China; an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart; Fachhochschule für Gestaltung, Pforzheim; am Caspar-David-Fried­
rich-Institut der Universität Greifswald; Internationale Sommerakademie Salzburg, Österreich und an der Europäischen Kunstakademie Trier //
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No– 10 29. 06 – 04. 07. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
420,– pP
No– 11 06. – 11. 07. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
420,– pP
ISABEL KERKERMEIER
ISABEL KERKERMEIER
DAS BILD ALS IDEE ZWISCHEN DINGLICHKEIT, FORM UND ASSOZIATION – KURS 1
Bildmaterialien, die sich ebenso aus der Ima­
gination als auch der Medialen Bilderflut
speisen, werden verbunden, verdichtet und
geschichtet, um neue Sinnzusammenhänge
zu schaffen. Zitat und Collage, im Sinne des
Sampling, kann sich auch auf das Einbrin­
gen zuvor gesammelter und mitgebrachter
Materialien, und die Erweiterung des
Bildraums in den realen Raum beziehen. Der
Umgang mit Farbe, Komposition, Rhythmus
und Bewegung, Fläche, Linie und Struktur
soll genauso erprobt werden, wie zum Bei­
spiel die Einbindung und Verfremdung foto­
grafischer Vorlagen und die Verknüpfung
divergenter Motive. Dabei steht neben der
Freiheit im Umgang mit den Mitteln, beson­
ders die Entwicklung der persönlichen Bild­
welt und Handschrift zwischen Geste und
Form, Gegenstand und Abstraktion, im Vor­
dergrund. Auf der Grundlage der Acrylmale­
rei, gerne auch mit Acrylbinder und Pigment,
die durch Zeichnen, Sprayen, Collagieren,
Transferieren und vieles mehr ergänzt wer­
den kann, entwickeln wir auch größere For­
mate, die Raum zum Experimentieren und
Erfinden geben. Materialien bitte mitbrin­
gen. Technische Anleitung ist ebenso ein Teil
des Kurses, wie Bildbesprechungen, Inhalt
und Form, und Diskussionen über Kunstströ­
mungen der Gegenwart.
FARBE UND FORM – VOM BILD ZUR SKULPTUR – KURS 2
In diesem Kurs wollen wir uns auch die dritte
Dimension erobern, Collage und Malerei
erweitern sich zur Wandskulptur, zum frei
stehenden oder hängenden Objekt. Farbe
entfaltet sich in den Raum. Gegenstände
verändern ihre Form und Bedeutung in der
Assemblage. Die Herstellung von farbigen
Oberflächen, sowie der Einsatz farbiger und
durchgefärbter Materialien sind ein tech­
nischer Aspekt mit dem wir uns beschäfti­
gen. Ob durch Falten, Stapeln, Konstruk­
tion, Überspannen von mitgebrachten oder
Die Kurse sind
auch einzeln buchbar.
ISABEL KERKERMEIER – geboren 1963 in Heidelberg / Studium und Aufbaustudium Bildhau­
erei bei H. Baumann und G. Spagnulo, an der Hochschule der Bildenden Künste, Stuttgart /
Stipendium Stiftung Kunstfonds, Cité Internationale des Arts, Paris / Auslandsstipendium des
Landes und Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg / Lehraufträge an der Fach­
hochschule Pforzheim und der Hochschule Burg Giebichenstein, Halle / Zahlreiche Einzel- und
Gruppenausstellungen im In- und Ausland / Lebt und arbeitet in Berlin //
gebauten Strukturen, es entstehen Gebilde
bei denen Form und Farbe gleicherma­
ßen entwickelt werden. Natürlich sind auch
alle willkommen, die auf den Ergebnissen
des ersten Kurses aufbauen und an Begon­
nenem weiterarbeiten wollen.
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NSCHOTSCHI HASLINGER
NSCHOTSCHI HASLINGER
BILDER – GOUACHE UND TUSCHE
Die Bilder, die entstehen, sind nur hier und
jetzt möglich, sie sind unwiderruflich und
doch zeitlos. Von Blatt zu Blatt entwickelt
sich ein Thema, eine Vorstellung. Wann eine
Arbeit fertig ist und wann wir anfangen, sie
zu zerstören oder ob die Zerstörung das Bild
erst zum eigentlichen Bild macht, sind Fra­
gen, vor die wir gestellt sind. Hauptsächlich
arbeiten wir mit Gouache- und Tuschefarben
auf Papier. Gouachemalerei unterscheidet
sich von der Aquarellmalerei nur durch den
Zusatz weißer Farbe. Ich empfehle, mit Aqua­
rellfarbe in Tubenform zu arbeiten. Wenn
Sie einzelne Kataloge spannender Ausstel­
lungen und Künstler mitbringen, würde das
unsere Kurse bereichern.
wiederum leitet ihre Figuren häufig von ide­
alisierten Vorlagen wie Werbefotos, Bar­
biepuppen oder Pornografie ab und über­
setzt sie in ihre Malerei und Gouachen, um
ihnen dort das Unperfekte, Deformierte,
Ungelenke, Geschundene und Verlebte ein­
zuschreiben. Die Bilder sollen etwas von
unserer Wirklichkeit transportieren, da wo
die Sprache manchmal an der Oberfläche
stecken bleibt.
No– 12 GOUACHE 1
16. – 21. 02. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
340,– pP
In der traditionellen chinesischen Tusch­
malerei geht es wenig um die exakte Nach­
bildung eines Objekts, sondern um das
Einfangen seines Wesens, seines Entwick­
lungsmusters, seiner Bewegungen. Die zeit­
genössische Künstlerin Marlene Dumas
No– 13 GOUACHE 2
28. 09. – 03. 10. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
340,– pP
Die Kurse sind
auch einzeln buchbar.
Der Künstler Otto Dix schildert ungeschönt
Glanz und Elend der »Goldenen Zwanziger
Jahre«, in seinen Aquarellen spricht das Zeit­
klima unmittelbar zu uns. Bei dem zeitgenös­
sischen Künstler Kai Althoff wiederum geht
es weniger um Aktualität als um das Ergrün­
den von selbst nicht Miterlebtem und die
Affinität zu vergangenen Stilmitteln. Oder
auch um das Übriggebliebene, wie z.B. die
Schürze der Oma, die ebenso ein Anrecht
auf Aktualität für sich beansprucht. Wie
verhält sich das Bild zur Gegenwart? Wel­
che Emotionen werden transportiert? Gibt
es zeitlose Kunst? Das sind Fragen, die bei
unserer gemeinsamen Arbeit auftauchen
werden. Zunächst der Lust an der mensch­
lichen Figur folgend, werden die entstehen­
den Bilder darauf mit Sicherheit Antwort
darauf geben.
NSCHOTSCHI HASLINGER – geboren 1982 in Eitorf / Gaststudium an der Academy of Fine Arts Tianjin, China / Kunststudium bei Walter Dahn
an der Hochschule für bildende Künste Braunschweig / Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland, u. a. im Mönchehausmuseum für
moderne Kunst, Goslar, Kunstverein Hannover, Von der Heydt Museum, Wuppertal, Marta Herford // www.nschotschi.de
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MATTHIAS MANSEN
MATTHIAS MANSEN
MEDIUM HOLZSCHNITT
Die Kurse sind
auch einzeln buchbar.
No– 14
31. 08. – 05. 09. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis1 3.00 Uhr
max 12 Teiln
480,– pP
Ich möchte versuchen das Medium Holz­
schnitt nicht als Methode zur Vervielfälti­
gung eines einmal gefundenen Bildentwurfs
zu vermitteln, sondern als Weg zur parallelen
Erforschung von Bildmotiv und kreativem
Prozess. Schneiden und Drucken sollen ein
Abenteuer sein. Jeder Schnitt, jeder Druck
zählt, ist sowohl Bild, als auch Dokument des
künstlerischen Arbeitsprozesses.
SCHWARZ UND WEISS, DAS LICHT SCHNEIDEN
Wir brauchen keine Druckerpresse, im Prin­
zip genügt irgendein Stück Holz, ein Instru­
ment, mit dem Spuren in die Oberfläche des
Holzes eingegraben werden können, irgend­
welche Farben, Papier, und ein Handreiber.
Bei Kursbeginn soll versucht werden, mit der
Hilfe von Zeichnungen, Klarheit über Motiv
und künstlerische Strategie zu erzielen.
Daraus wird sich die Wahl von Material und
Werkzeug ergeben. Ziel ist es, sowohl beim
Schneiden, als auch beim Drucken, so direkt
und unvermittelt wie möglich vorzugehen.
Ich hoffe, Sie werden Akteur und Beobach­
ter in einem sein, und so den Holzschnitt
wirklich als ein »Denken mit Kopf und Hand«
erleben.
METAMORPHOSEN, EIN SPIEL MIT MULTIPLEN DRUCKPLATTEN UND MOTIVEN
Spielerisch Motiv und Arbeitsansatz in
einer Reihe von Farbholzschnitten entwi­
ckeln und mit jedem Abzug den aktuellen
Stand der Entwicklung der Bildvorstellung
dokumentieren.
Erleben Sie, wie sich Motiv und Form aus
einer schwarz eingefärbten Platte erhe­
ben, und dokumentieren Sie diesen Prozess
in einer Reihe von auf einander folgenden
Schneide- und Druckvorgängen.
MATTHIAS MANSEN – 1958 in Ravensburg
geboren / nach langjährigen Auslandsauf­
enthalten lebt und arbeitet er in Berlin /
hat an der Akademie der Bildenden Künste
Karlsruhe Malerei studiert; seither arbei­
tet er fast ausschließlich im Medium Holz­
schnitt / es geht ihm nicht um die Repro­
duktion bereits vorhandener Motive oder
Bilder, sondern um die Entwicklung kom­
plexer Bilder in einer großen Zahl von Vari­
anten. Seine seriellen Untersuchungen zum
Bild aktualisieren ein traditionelles Medium
– den Holzschnitt – ebenso wie traditionelle
Gattungen – etwa die Landschaft. Vor dem
Auge des Betrachters erscheint ein Bild, das
immer auch auf die Bedingungen seines Ent­
stehens verweist – Realitätsfragmente aus
Licht und Schatten / seine Arbeit wurde
vielfach ausgezeichnet und in zahlreichen
nationalen und internationalen Ausstel­
lung gezeigt / Repräsentative Werke befin­
den sich in den Sammlungen großer Kupfer­
stichkabinette und Institutionen (Museum
of Modern Art, New York, National Gallery,
Washington, Staatliche Museen zu Berlin).//
www.matthiasmansen.com
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No– 15
7. – 12. 09. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.000 Uhr
Sa bis1 3.00 Uhr
max 12 Teiln
480,– pP
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SONJA BRAAS
SONJA BRAAS
No– 16 IDEE UND KONZEPTION IN DER KÜNSTLERISCHEN FOTOGRAFIE 1
18. – 23. 05. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
520,– pP
No– 17
30. 11. – 05. 12. 2015
6 Tage // Mo – Sa
Sa bis 13.00 Uhr
10.00 – 17.00 Uhr
max 12 Teiln
520,– pP
Die Kurse sind
auch einzeln buchbar.
Ziel des Kurses ist es, einen Zugang zur
künstlerischen Arbeit mit dem Medium
Fotografie zu eröffnen. Im Mittelpunkt ste­
hen die Erarbeitung und Vertiefung von
individuellen Konzeptionen und Ansätzen
der Teilnehmer und das Erstellen und Aus­
arbeiten von kohärenten Serien aus mit­
gebrachten Abzügen, Dateien oder Nega­
tiven. Dies geschieht durch Besprechungen
und Kritik dieser Arbeiten sowohl im indivi­
duellen Gespräch als auch in der Diskussion
innerhalb der Gruppe, sowie durch fotogra­
fische Experimente, Übungen und Versuche.
Begleitend werden künstlerische Ansätze
in der zeitgenössischen Fotografie vorge­
stellt und diskutiert. Der Kurs richtet sich
an alle, die daran interessiert sind, mehr als
nur ein schönes Einzelbild zu produzieren
und eine Herausforderung in der möglichen
Hinterfragung und Entwicklung der eige­
nen Position suchen. Fotografische Tech­
nik steht nicht im Vordergrund, sondern ist
ein Mittel zur Umsetzung der individuellen
Idee und sollte in diesem Rahmen von den
Teilnehmern ausreichend beherrscht wer­
den. Es gibt keine Vorraussetzungen an das
fotografische Equipment, Teilnehmer sollten
mitnehmen, was sie normalerweise benut­
zen; digitales Arbeiten wird ermöglicht in
Zusammenarbeit mit einem örtlichen Labor.
Teilnehmer sollten ihre Abzüge und / oder
Prints, sowie noch nicht bearbeitete und aus­
sortierte Negative oder Dateien mitbringen
und, soweit vorhanden, Bücher und Kata­
loge von Künstlern, die sie interessieren oder
auch provozieren.
IDEE UND KONZEPTION IN DER KÜNSTLERISCHEN FOTOGRAFIE 2
Dieser Kurs gibt den Teilnehmern die Mög­
lichkeit, die Ergebnisse des ersten Kurses zu
vertiefen. Ziel ist, die im ersten Kurs bespro­
chenen oder angefangenen und in der Zwi­
schenzeit fortgeführten Arbeiten und
Serien weiterhin kritisch zu begleiten, oder
sie, soweit dies möglich ist, zum Abschluss
zu bringen. Weiterhin werden Präsentati­
onsformen für die erarbeiteten Serien ent­
wickelt, die u. a. Buch – und / oder Ausstel­
lungskonzepte beinhalten und neue Ansätze
für zukünftige Arbeiten und Serien bespro­
chen. Für Teilnehmer, die neu einsteigen,
gelten die Ziele des ersten Kurses. Wie
auch für den ersten Kurs, sollten die Teilneh­
mer ihre eigenen Abzüge und / oder Prints,
sowie noch nicht bearbeitete und aussor­
tierte Negative oder Dateien mitbringen
und soweit vorhanden, Bücher und Kataloge,
die sie interessieren oder auch provozieren.
SONJA BRAAS – 1968 in Siegen geboren /
1991 – 97 Studium Visuelle Kommunikation,
Foto-Filmdesign, FH Dortmund / 1995 – 96
Fullbright Stipendium, Studium an der
School of Arts in New York / 1997 DAAD Sti­
pendium / 1998 DG Bank Kunststipendium
/ Aufenthalte/Reisen in Mittel- und Süda­
merika, Australien, Afrika, Europa und den USA / seit 2000 Einzel- und Gruppenausstellungen in nationalen und internationalen Galerien und
Museen / Publikationen beinhalten neben zahlreichen Katalogen u. a. die Monographien, »You are Here«, »Forces«, und »So Far« / Arbeiten sind
vertreten in internationalen öffentlichen und privaten Sammlungen / lebt und arbeitet in New York. // www.sonjabraas.com
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46
HANS-CHRISTIAN SCHINK
HANS-CHRISTIAN SCHINK
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No– 18 KULTURLANDSCHAFTEN 1
KULTURLANDSCHAFTEN 2
No– 19
diesem Kurs werden wir uns stärker auf die
Umgebung von Bad Reichenhall als auf die
Stadt selbst konzentrieren.
09. – 14. 11. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
480,– pP
17. – 22. 08. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
480,– pP
Die Faszination der Fotografie besteht für
mich darin, der Wirklichkeit Bilder abzuge­
winnen, die über diese hinausgehen und ihre
eigene Atmosphäre entwickeln. Im Gegen­
satz zur Malerei, die mehr aus der Fantasie
schöpft, funktioniert die fotografische Suche
nach dem Bild für mich anders – als direkte
Interaktion mit der Realität. Als gelungen
empfinde ich ein Bild, das eine gute Balance
zwischen klassischer, durchaus auch roman­
tischer Bildtradition und einer eher nüch­
ternen, dokumentierenden Sichtweise
hält. Meine Motive finde ich meist in Land­
schaften, die vom Menschen in der einen
oder anderen Weise beeinflusst wurden.
Bad Reichenhall, eingebettet in die jahr­
hundertealte alpine Kulturlandschaft, bie­
tet interessante Voraussetzungen für inten­
sive fotografische Auseinandersetzung. In
unserem Kurs geht es nicht um Momentauf­
nahmen, sondern um eine langsame, ana­
lytische Annäherung an einen Ort oder ein
Thema. Dafür biete ich Ihnen sowohl Ein­
blicke in meine Arbeit mit der analogen
Großformatkamera als auch die Möglichkeit,
diese Technik selbst einzusetzen. Sie können
sich ausprobieren, den Bildaufbau steuern
und Ihren Blick schulen.
HANS-CHRISTIAN SCHINK – 1961 in Erfurt geboren / lebt in Berlin und Erfurt / 1986 – 91 Studium der Fotografie / 1991 – 93 Meisterschüler an der
Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig / seit 1991 Einzelausstellungen: u. a. Museum Küppersmühle Duisburg, Neues Museum Weimar, Lan­
desgalerie Linz, Martin Gropius Bau Berlin, Kunsthalle Erfurt, Museo de Bellas Artes Córdoba / zahlreiche Ausstellungsbeteiligungen / Diverse
Preise und Stipendien: u. a. Villa Massimo Rom (2014), Villa Kamogawa Kyoto (2012), ING Real Photography Award (2008), Deutscher Fotobuch­
preis (2004), Villa Aurora Los Angeles (2002). Publikationen: u. a. Töhoku, 1h, Verkehrsprojekte, LA // www.hc-schink.de
Der zweite Kurs wird inhaltlich an den ersten
Kurs anknüpfen, ist aber für sich völlig selb­
ständig. Eine Teilnahme am ersten Kurs ist
also keine Voraussetzung. Während beim
ersten Kurs der landschaftliche Aspekt im
Allgemeinen eine größere Rolle spielen wird,
soll im zweiten Kurs intensiver auf die Wech­
selwirkung von Zivilisation und Natur einge­
gangen werden. Hierbei wird auch die Frage
eine Rolle spielen, welche Form der Land­
schaft wir heute mit unserer Vorstellung
von Natur in Verbindung bringen. Auch bei
48
AKADEMIEKURSE
Die Kunstakademie ist ein Freiraum, in
dem Anfänger und Fortgeschrittene jeden
Alters ihren künstlerischen Neigungen fol­
gen. Unser Grundsatz ist das Vertrauen in
die individuelle Begabung. Der ungegen­
ständliche Ausdruck hat ebenso seinen Platz
wie das gegenständlich-figurative Gestal­
ten und die verschiedenen Stufen künst­
lerischer Abstraktion. Die Begrenzung auf
maximal rund fünfzehn Teilnehmerinnen und
Teilnehmer pro Kurs ermöglicht eine inten­
sive Begleitung. Die Akademiekurse dauern
meist fünf bis sechs Tage, ein Zeitraum, in
dem substanzielle Fortschritte erzielt wer­
den können.
Das Programmangebot umfasst
Kunstkurse für Erwachsene: S. 50 – 215.
Malerei – Acryl, Öl, Frei, Mischtechnik,
Tempera, Pigmente, Aquarell
Zeichnung, Illustration, Bildroman
Druckgrafik – Holzschnitt, Linolschnitt
Plastik, Skulptur, Keramik, Objekt,
Installationskunst
Fotografie – Fotokunst, Camera Obscura,
Fototechnik
Film
Mixed Media
Eat Art
Buchkunst
Professionalisierungsseminare: S. 216 – 217
Pilotprojekt Kunst + Arbeit: S. 218 – 219
Kurse für Kinder und Jugendliche: S. 220 – 223
49
50
No– 20 06. – 11. 07. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
340,– pP
RANIA AKL
RANIA AKL
PAPIER-ARBEITEN ZWISCHEN BILD UND OBJEKT
In dem Kurs werden verschiedene Eigen­
schaften und Verwendungsmöglichkeiten
von Papier untersucht. Das Papier wird nicht
nur als Träger von Zeichnungen verwendet,
sondern als unabhängiges künstlerisches
Ausdrucksmittel. Es bietet uns dabei unzäh­
lige Möglichkeiten zweidimensional sowie
dreidimensional zu arbeiten. Mit Papierfrag­
menten, Wachs, Klebeband und Leim wer­
den wir assoziationsreiche Arbeiten entwi­
ckeln. Es wird geklebt, geschnitten, gerissen,
geschichtet und gefaltet. Die Herangehens­
weise ist experimentell und das Verfah­
ren individuell. Entwürfe werden begleitet,
damit zufälligen Linien, spontane Strukturen
und haptische Flächen sich durch den Pro­
zess herausbilden. Ziel ist es, die poetische
Kraft des Papiers als Material zu entdecken.
RANIA AKL – 1982 geboren in Al Ayroun/Libanon / lebt und arbeitet in Leipzig und Beirut / 2011 – 14 Meisterschülerstudium bei Prof. Heribert C.
Ottersbach an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig / 2003 – 09 Studium der Bildenden Kunst an der Libanesische Kunstakademie
Furn El Chebbak, Beirut / 1999 – 2003 Studium der Biochemie an der Libanesische Universität, Fanar // www.raniaakl.com
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RICHARD W. ALLGAIER
RICHARD W. ALLGAIER
No– 21 ABSTRAKTE MALEREI
19.– 24. 10. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
390,– pP
Auf der Suche nach Aussage und Ästhetik
wollen wir in diesem Kurs unsere inneren Bil­
der und Widersprüche in gemalte Form- und
Farbklänge übersetzen. Dabei wird bewusst
kein Bezug zur Gegenständlichkeit herge­
stellt. Durch ein Ordnen oder Komponieren
FIGÜRLICHES UND ABSTRAKTES MIT HOLZ IN DER NATUR
mit Farben, Kontrasten, Linien und freien
Formen geben wir unseren spontanen Emp­
findungen und der eigenen Kreativität Aus­
druck. Dabei bietet sich auch das Arbeiten in
Serien an, wo Variationsmöglichkeiten erar­
beitet und eine spielerisch-experimentelle
Herangehensweise entwickelt werden kann.
Dies ist ein Kurs für Fortgeschrittene, die im
Umgang mit Acryl, Pigmenten und Bildkom­
position vertraut sind und offen sind für neue
Wege.
... beginnt mit der Auswahl des Werk­
stückes. Hartes, weiches, stark gezeichnetes,
gekrümmtes, ebenmäßiges oder gegabeltes
Holz ... Was ist in diesem Stück verborgenwas deutet der Stamm an. Bevor wir mit
der Kettensäge beginnen, fertigen wir Vor­
studien und Ideenskizzen an. Dabei konkre­
tisieren wir unsere Vorstellungen, die uns
helfen, die Figur, die im Inneren zu erahnen
ist, freizulegen. Dreidimensionales Gestal­
ten mit der Elektro-Kettensäge erfordert
zum einen körperliche Fitness, Achtsam­
keit mit dem Werkzeug, das Einhalten von
Sicherheitsregeln, vor allem aber auch Ent­
schlusskraft und den Mut zu entscheiden,
was oder wie viel entferne ich, was ist über­
flüssig – andererseits, was belasse, erhalte
oder betone ich? Feinheiten können auch
mit den Stemmeisen herausgearbeitet wer­
den. Die Bayrischen Staatsforsten unterstüt­
zen uns, indem wir in und um die Hütte am
Listsee sein können. Sie stellen auch unter­
schiedlichste Stämme aus Hart- und Weich­
holz bereit. Auf dem Gelände kann sich jeder
seinen Arbeitsplatz im Freien auswählen, bei
schlechterem Wetter steht ein Zelt zur Ver­
fügung – jedoch ist jeder aufgefordert, sich
Regenkleidung mitzubringen. Gemeinsam
mit Hubert Grassl, dem Revierleiter vor Ort,
wird der Kurs in bewährter Weise künstle­
risch und fachlich betreut. Zur Teilnahme
wird der Nachweis eines Motorsägen-Füh­
rerscheins vorausgesetzt (kann in Betrieben
der Bayerischen Staatsforsten abgelegt wer­
den). Die entsprechende Schutzkleidung ist
mitzubringen.
Assistent HUBERT GRASSL – Revierleiter
im Forstbetrieb BGD der Bayerischen Staatsforsten
RICHARD W. ALLGAIER – 1949 in Bad Waldsee geboren /
studierte in München an der freien Grafikschule / der uni­
versell arbeitende Künstler ist seit mehr als 30 Jahren als
freischaffender Maler tätig / die Holzbildhauerei ergänzt
seit einigen Jahren seine Tätigkeit / seine Arbeiten sind in
Ausstellungen und privaten Sammlungen im In- und Aus­
land zu sehen / die Produktion des Filmemachers Roman
Teufel »Bis zum Anfang der Welt – Spurensuche in Afrika«
wurde auf ARTE ausgestrahlt und zeigt ihn als malenden
Reisenden, als reisenden Maler und Weltenwanderer //
www.allgaierart.de
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No– 22
22. – 26. 07. 2015
5 Tage // Di – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
max 12 Teiln
490,– pP
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SONJA ALHÄUSER
SONJA ALHÄUSER
No– 23 DAS BANKETT – EIN BILD IM RAUM
02. – 07. 02. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
420,– pP
Die Teilnehmer arbeiten auf ein Festbankett
hin, das am letzten Tag des Kurses stattfin­
den soll und alle anwesenden Studierenden
der Kunstakademie Bad Reichenhall als Fest­
gäste miteinbezieht. Das Fest als Form des
künstlerischen Ausdrucks – sowohl in per­
formativem Sinne als auch als temporäre
Installation – übernimmt in meiner Arbeit
einen wichtigen Stellenwert und lebt von
der Partizipation der Teilnehmer und der
Bankettgäste.
Ich möchte mit den Kursteilnehmern inner­
halb von 6 Tagen ein essbares Bild im Raum
entstehen lassen, dass ein kooperatives,
gemeinschaftliches Herangehen voraussetzt.
Zum bildhauerischen Konzept des Kurses
gehört das Kochen und Anrichten von Spei­
sen sowie das Herstellen von essbaren
Skulpturen und Objekten aus den verschie­
densten essbaren Materialien.
Die thematische Ausrichtung des Banketts
entscheidet der Kurs gemeinsam. In die­
sem Sinne werden wir zu Beginn Ideen sam­
meln, mit Hilfe von Zeichnungen mögliche
Festaufbauten entwerfen, und gemeinsam
Akquise bezüglich der Zutaten und Mengen
der Lebensmittel betreiben, die wir für das
Festbankett festlegen. Vor allem werden wir
aber den skulpturalen Aspekt des Banketts
in den Mittelpunkt des Kurses rücken und
Bankettskulpturen und – Objekte aus den
verschiedensten essbaren Materialien her­
stellen, die alle Köstlichkeiten zu einem nar­
rativen oder auch formalen dreidimensio­
nalen Bild zusammenziehen.
Ich werde meine Auffassung vom Bankett
als temporäre Installation durch Bildmate­
rial erklären und die dazugehörigen tech­
nischen Informationen erläutern. Anschlie­
ßend gebe ich praktische Anleitung in das
plastische Arbeiten mit essbarem, vergäng­
lichem Material wie z. B. Margarine, Schoko­
lade oder Marzipan.
In diesem Kurs wird also mit Marzipan model­
liert, mit Margarine und Butter gespachtelt
und geformt, es werden Objekte aus Scho­
kolade entstehen, die entweder in vor Ort
hergestellten Silikonmodeln oder in Marga­
rine-Negativformen gegossen werden. Dazu
führe ich in die Technik des Abformens ein.
Die Kursteilnehmer haben so die Möglich­
keit, Ihre eigenen Objekte, die während des
Kurses aus Formwachs hergestellt werden,
mit Hilfe von Negativformen aus lebens­
mittelechtem Silikon zu vervielfältigen. Auf
diese Weise können Serien von essbaren
Objekten entstehen oder Details, die das
finale Bankett zu einem essbaren Bild mit
präzisen Details werden lassen. (Jeder Kurs­
teilnehmer produziert so seine eigenen Sili­
konformen, die er nach Kursende mit nach
Hause nimmt.)
Am Ende des Kurses steht das Fest. Es wird
gemeinsam gekocht, angerichtet, zelebriert
und genüsslich verzehrt. Alle entstandenen
Köstlichkeiten für Auge und Gaumen finden
so am Ende eine Einbindung in eine schlüs­
sige dreidimensionale Installation, die zwar
kurzlebig, aber umso leb- und leibhaftiger
sein wird.
SONJA ALHÄUSER – 1969 in Kirchen an der Sieg geboren / 1989 – 97 Studium an der Kunstakademie Düsseldorf, 1995 Meisterschülerin bei Prof.
Fritz Schwegler / 1997 Peter-Mertes-Stipendium, Kunstverein Bonn / 1999 Ringenberg Stipendium, sowie Arbeitsstipendium des Kunstfonds
Bonn / 2000 Förderpreis der Stadt Düsseldorf, Förderpreis Nordrhein-Westfalen (NRW) / 2006 Projektstipendium Schloß Balmoral / 2007
Dorothea-Erxleben-Stipendium des Landes Niedersachsen / seit 2002 Lehraufträge u. a. an der Unsiversität Duisburg/Essen, der Hochschule
für Bildende Kunst Braunschweig, Kunsthochschule Weißensee und dem Shenkar College, Tel Aviv / Zahlreiche Einzelausstellungen und Ausstel­
lungsbeteiligungen im In- und Ausland. Lebt und arbeitet in Berlin // www.sonjaalhaeuser.de
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gilt für alle Kurse
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 12.30 Uhr
max 16 Teiln
530,– pP
No– 24 26. – 31. 01. 2015
GERHARD ALMBAUER
Seit 1989 werden die Acryl-, und Ölbilder,
sowie Zeichnungen und Collagen von Ger­
hard Almbauer in unzähligen Gruppen- und
Einzelausstellungen im In- und Ausland
gezeigt. Ausgewählte Galerien in Öster­
reich, Deutschland, Liechtenstein, Luxem­
GERHARD ALMBAUER
burg und in der Schweiz haben seine Bilder
präsentiert. Auch bei internationalen Kunst­
messen in den USA und in Europa wurden
seine Werke gezeigt. Seit über 15 Jahren ist
Gerhard Almbauer Dozent an der Akademie
Bad Reichenhall und er gilt als sehr erfah­
ren. Seminarteilnehmer werden von ihm dort
»abgeholt« wo sie sich gerade auf ihrem Lei­
stungsniveau befinden und behutsam wei­
tergeführt. Außer über Malerei erfahren die
Studenten viel über Materialkunde, Bildkom­
position und Kunstgeschichte.
EXPERIMENTELLES LABOR – ABSTRAKTE MALEREI
Lust auf Farbe und Form? Wir toben uns in
der Nass-in-Nass-Malerei, mit Hilfe von ver­
schiedenen Schütttechniken und mit der
Alla-Prima-Malerei direkt von der Tube aus.
Expressive und abstrakte Bildvorhaben set­
zen wir in dieser Kreativwoche um.
No– 25 FIGUR ABSTRAKT – ZWISCHEN ABSTRAKTION UND REALISMUS
09. 02. – 14. 02. 2015
Der menschliche Körper, die Figur bietet
sich als Gratwanderung zwischen Annä­
herung und Entfremdung als Motiv an. Die
abstrahierte Figur erweckt im Betrachter
eine Vielzahl von Assoziationen, die es zu
erkennen und zu reflektieren gilt. Aus einem
abstrahierten Untergrund schälen wir quasi
unsere Körper heraus.
Bilder vom Mt. Sainte-Victoire in der Pro­
vence oder von den neu gemalten Bildern
des Österreichers Herbert Brandl.
Wir wollen mit kräftigen Farben, sehr frei
und abstrahiert arbeiten.
No– 26 DER BERG UND DIE STEINE
02. – 07. 03. 2015
Bilder von Bergen und Steinen spielen in der
Malerei schon immer ein große Rolle, den­
ken wir nur an Paul Cezannes berührende
No– 27 LUST AUF NEUE TECHNIKEN? ROST, ASCHE, SCHELLACK, WACHS & CO
23. – 28. 03. 2015
No– 28 27. 04. – 02. 05. 2015
Das Experimentieren mit neuen Materialien,
die Grenze zwischen Zwei- und Dreidimensi­
onalität soll in diesem Seminar überwunden
werden. Dieses Seminar soll zu mehr Freiheit
in der Malerei führen und die Individualität
fördern. Auch für Anfänger möglich.
FARB- & LICHTSPIELE – LANDSCHAFTSMALEREI ABSTRAKT
Die Landschaft einmal anders sehen. Über
skizzenhafte Untergründe lassen wir ganz
feine Sandschüttungen laufen. Und immer
und immer wieder.
Auch für Anfänger geeignet.
No– 29 VOM EINZELBILD ZUR SERIE – GEGENSTAND UND ABSTRAKTION
18. – 23. 05. 2015
No– 30 08. – 13. 06. 2015
Wir entwickeln aus einem Bild heraus eine
ganze Serie von Arbeiten. Diese Bildserie
birgt die Chance sichtbar zu machen, was
mit dem Einzelbild nicht gelingt: Prozesse,
Veränderungen, Atmosphären und völlig
neue Bildansätze entstehen daraus.
HIMMEL, WOLKEN UND DAS MEER
Dieses Seminar bietet uns eine interes­
sante Auseinandersetzung mit den verschie­
densten Erscheinungsformen des Himmels.
Daraus resultiert die unendliche Farben­
pracht des Wassers und des Meers. Wir
arbeiten ganz reduziert mit Acryl- und Ölfar­
ben. Ein Seminar um zu erlernen, wie mit
Ölfarben sauber und geruchlos umgegan­
gen werden kann.
GERHARD ALMBAUER – wurde 1957 in
Graz geboren / beschäftigt sich seit seiner
Jugend mit Zeichnung und Fotografie, in den
letzten Jahren immer stärker mit Ölmalerei
und Collage / seit Jahren ist er sehr erfolg­
reich in Galerien im In- und Ausland vertre­
ten // www.almbauer.at
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GERHARD ALMBAUER
GERHARD ALMBAUER
No– 31 SCHÜTTBILDER
29. 06. – 04. 07. 2015
Im Sommer können wir uns so richtig mit
Farben austoben. Durch die Schüttung der
Farbe auf die Leinwand entstehen neue,
unkalkulierbare Ergebnisse. Aus diesem
Farben-Chaos erschaffen wir ganz neue Bil­
der. Ein spannendes Seminar mit viel toller,
überraschender Kunst. Auch für Anfänger
möglich.
No– 32 SCHNITTSTELLE GEGENSTAND – ABSTRAKTION
10. – 15. 08. 2015
Das zeichnerische Element soll am Anfang
unserer Kunst stehen. Aus diesen redu­
zierten Skizzen komponieren die Seminar­
teilnehmer dann ihre flächigen Bilder. Gear­
beitet kann auch nach Photos werden, bzw.
es können auch Bildcollagen verwendet
werden.
No– 33 VOM FOTO ZUM BILD – UMSETZEN EINES FOTOGRAFISCHEN MOTIVS
07. – 12. 09. 2015
No– 34 21. – 26. 09. 2015
Bei diesem Seminar entdecken wir, wie kre­
ativ ein Foto für einen weiteren malerischen
und zeichnerischen Prozess sein kann. Ganz
expressiv und locker werden unsere Bildi­
deen, die vorher schon mit Photoshop oder
durch Collage verändert wurden, entwickelt.
Wir wollen mit kräftigen Farben, sehr frei
und abstrahiert arbeiten.
FREIE MALEREI UND KOMPOSITION IN DER ABSTRAKTION
Freies Komponieren von Bildern und der
bewusste Umgang mit Form, Farbe und Col­
lage werden uns zu einer neuen Bildspra­
che führen. Ein spannendes Seminar für alle,
die ihre abstrakte Malerei noch verbessern
möchten.
Das Ziel des Seminars ist es ein Forschen
und Vervollständigen eigener Fähigkeiten
zu entwickeln. Alte Bilder mit Hilfe neuer
Techniken zu interpretieren ist unser Ziel.
Auch für Anfänger geeignet.
No– 35 BILDFINDUNG – REFLEXION
02. – 07. 11. 2015
8 bis 12 Bilder an denen bereits gearbeitet
wurde oder die überarbeitet werden sollen
können in das Seminar mitgebracht werden.
No– 36 ZEICHEN – SPUREN – URMENSCHLICHE AUSDRUCKSFORMEN
30. 11. – 05. 12. 2015
Geschichten erzählen mit Hilfe verschie­
dener Schriften, Zeichen und Texte indige­
ner Kulturen ist unser Ziel. Prähistorische
Felsritzungen, Runen, Höhlenmalerei oder
die Farben Afrikas, aber auch modernes
Graffiti sollen uns zu unseren neuen Bildauf­
fassungen inspirieren.
No– 37 VOM FARBIGEN ZUM WEISSEN – DER REIZ DES REDUZIERTEN
7. – 12. 12. 2015
Thema unseres Seminars ist es eine reliefar­
tige Oberflächenstruktur mit verschiedenen
weißen Materialien herzustellen. Unser Inte­
resse gilt den vielfältigen Nuancen des wei­
ßen Pigments und anderer Materialien wie
Wachs oder verschiedenen Kreiden. Darüber
lassen wir feinste Schüttungen heller Farbe
fließen. Ein spannendes Seminar auch für
Einsteiger.
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60
No– 38
22. – 27. 06. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
420,– pP
VOLKER ALTRICHTER
PETRA AMERELL
NATUR UND ABSTRAKTION
Ziel dieses Seminars ist die Verschmelzung
von Naturbild und Ungegenständlicher
Malerei zu einer abstrakten malerischen
Komposition. In der Zwischenwelt von beob­
achten und erfinden, von Form und Formauf­
lösung, entlang des gerade noch lesbaren,
können Malereien von besonderer Inten­
sität entstehen. Diese Malereien bieten in
ihrer verschlüsselten Bildsprache faszinie­
rende Assoziationsräume für den Betrachter.
In den sechs Kurstagen sollen die dazu not­
wendigen Voraussetzungen geübt werden:
Präzises Beobachten von Naturformen und
Strukturen, malerische Interpretation von
Natur, Dekonstruktion und Rekonstruktion
von Malerei, kombinieren von erfundenen
Bildelementen und beobachteten For­
men, Schaffung einer spannenden Komposi­
tion zwischen Andeutung und Konsequenz.
Gemeinsame Besprechungen und Vorträge
sind Bestandteil des Seminars. Gemalt wird
auf Leinwand (mindestens 100 x 120 cm) und
mit Acrylfarben.
Wie setze ich meine Idee für ein gegen­
ständliches oder abstraktes Bild in Malerei
um? Wir werden uns sowohl mit den Grund­
lagen und Fragen der bildnerischen Gestal­
tung, als auch mit der Findung des eige­
nen künstlerischen Ausdrucks beschäftigen.
Schwerpunkt wird außerdem der Umgang
mit Farbe sein: Wie mische ich Farben, wel­
che Möglichkeiten des Farbauftrags gibt
es und wie erreiche ich, dass Farben mitei­
nander korrespondieren und interessante
Klänge bilden? Jeder Teilnehmer wird indi­
viduell im kreativen Prozess und bei sei­
nem Projekt gefördert. Das Seminar eignet
sich daher sowohl für Anfänger als auch für
Fortgeschrittene. Wenn Sie gegenständlich
PETRA AMERELL – 1962 geboren in München / 1983 – 89 Studium der Malerei an der Akademie
der Bildenden Künste München bei Heinz Butz und Jürgen Reipka / seit 1990 freischaffende
Malerin / zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland sowie Beteiligung
an diversen Kunstmessen / 1998 Förderpreis der Stadt München / 2014 – 17 Atelierförderpro­
gramm der Stadt München / Petra Amerell lebt und arbeitet in München und Zürich. //
www.petra-amerell.de
VOLKER ALTRICHTER – geboren 1960 in Schwetzingen / lebt in Düsseldorf; Studium der Freien Kunst an der FH Köln / Meisterschüler von
P. Sovak / seit 1988 Dozent an der Europäischen Kunstakademie in Trier / 1992 – 94 Lehrauftrag an der FH Trier / 1994 – 2001 Lehrauftrag an der
Universität von Weimar / seit 1996 Lehrauftrag an der FH Düsseldorf / seit 1996 Dozent am artefact Bonn / 1988 – 2008 Dozent an der Europä­
ischen Akademie Trier / 1994 – 2012 Dozent an der FH Düsseldorf // www.volker-altrichter.de
61
WEGE ZUM EIGENEN BILD
No– 39
oder figurativ arbeiten möchten, bringen Sie
bitte Ihre Sujets oder Vorlagen mit. Wir wer­
den vorzugsweise mit Acrylfarben auf min­
destens DIN A2 große Leinwände oder Mal­
pappen arbeiten.
28. 09. – 02. 10. 2015
5 Tage // Mo – Fr
10.00 – 17.00 Uhr
max 12 Teiln
350,– pP
62
No– 40
17. – 19. 04. 2015
3 Tage // Fr – So
10.00 – 17.00 Uhr
max 12 Teiln
240,– pP
ANGERER DER JÜNGERE
CHRISTIAN AWE
MALEN IN DER NATUR – MALEN IM ATELIER
In diesem Kurs werden das Aquarell und die
Acrylmalerei als Vorstudie und als Vorbe­
reitung für ein ausgeführtes Gemälde ver­
standen. Ebenso können sie als selbststän­
dige Kunstform angelegt werden. Beides
wird in diesem Kurs systematisch vermit­
telt. Die KursteilnehmerInnen erlernen
durch genaues Beobachten und Abstrahie­
ren den Aufbau einer Landschaft, wie z. B .
Bäume, Wasser, Spiegelung, Wolken, Licht
und Schatten. Ebenso sind der Mensch in
der Natur, Komposition und Perspektive ein
wichtiges Thema. Im Atelier soll es in erster
Linie um das Erarbeiten eines Stilllebens
EXPERIMENTELLE MALEREI – FREIES MALEN
gehen. Gearbeitet werden kann sowohl mit
Aquarell- und Acrylfarben, als auch mit Blei­
stift. In diesem Kurs wird auch gezeigt, wie
mit wenigen Pinselstrichen und Abstrahie­
rung ein aussagekräftiges Bild entstehen
kann. Dabei ist den Größenformaten keine
Grenze gesetzt.
Spannung, Dynamik, Instinkt – brodelnde
Flächen, atmendes Kolorit, intensives farb­
kräftiges Leuchten. Zeichenhaft Gekrit­
zeltes, Farben kippen, Schablonen schnei­
den – über Muster und Struktur gelangen
wir zum freien Malen. Ungewöhnliche Mal­
geräte erweitern die Malerfahrung. Benutzt
werden vorzugsweise wasserbasierte Far­
ben wie Aquarell, Acryl, Tusche sowie jeg­
liche Arten von Stiften und Sprühlack auf
Papier oder auf mittel- bis großformatigen
Leinwänden. Durch Actionpainting, Geste
und Experiment auf dem Weg zum eigenen
Ausdruck. Von abstrakt bis figürlich. Eine
malerische Entdeckungsreise zur Freiheit in
der Kunst. Der Künstler gibt Einblick in seine
Mal- und Kunstwelt. Bringen Sie gern eigene
Arbeitsproben mit, auch Werke an denen Sie
weiterarbeiten wollen. Jegliche Materialien
mit denen Sie arbeiten und experimentie­
ren möchten sind willkommen. Bildbespre­
chungen mitgebrachter und neu kreierter
Werke und Diskussionen zur Kunst runden
die Studienwoche ab. Für Anfänger und
Fortgeschrittene geeignet.
ANGERER DER JÜNGERE – Mag. Art. Ange­
rer der Jüngere / 1940 in Bad Reichenhall
geboren / studierte in London und Mün­
chen / ist seit vielen Jahrzehnten internati­
onal mit zahlreichen Ankäufen und Ausstel­
lungen vertreten / im Jahr 2000 wurde er
zum Bayerischen Kulturpreisträger ernannt
www.angererderjüngere.de
CHRISTIAN AWE – 1978 in Berlin geboren / Auseinandersetzung mit Urban Art / Studium an
der Universität der Künste Berlin bei Georg Baselitz und Meisterschüler bei Daniel Richter /
zahlreiche »Kunst am Bau« – Projekte sowie Ausstellungen und Lehraufträge im In- und Ausland // www.christianawe.com
63
No– 41
22. – 27. 06. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
550,– pP
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No– 42
25. – 30. 05. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 13 Teiln
390,– pP
ALEX BÄR
ALEX BÄR
DAS MEHRFIGURIGE BILD
In diesem Kurs werden wir uns mit dem
Organisieren einzelner oder ganzer Figuren­
gruppen beschäftigen. Die Leinwand ist die
Bühne, auf der wir – gleich eines/r Regisseu­
rIn – die Figuren inszenieren können. Wie
viele Figuren sollen auf das Bild? In was für
ein Verhältnis sollen die Figuren zueinan­
der treten? Wie sollen sie agieren? Wie viel
»Aktion« ist uns wichtig? … und wo befin­
den sich unsere Figuren überhaupt? Was
für eine Räumlichkeit ist dem Bild zuträglich
– und wie hell sollen die einzelnen Figuren
hervorstechen? Alle diese Fragen bestim­
men in der Summe, was für eine Geschichte
wir erzählen und was für eine Atmosphäre
beim Betrachten zu spüren ist! Für ein nach­
haltiges und interessantes Bild reicht es
aber nicht, dass »die Geschichte« überzeu­
gend »inszeniert« ist. Auch wie wir die Flä­
chen und Farben zu einem spannungsvollen
Ganzen organisieren können, wollen wir in
diesem Seminar erforschen und entwickeln.
Denn letztlich entscheiden nicht die Formen
in ihrer solitären Erscheinung das Bild. Erst
das Zusammenspiel aller Elemente und Bild­
teile ermöglicht es, die ganze Wirkung der
Malerei zu entfalten. Theoretische Erläute­
rungen und Gespräche sollen die eigene
Arbeit unterstützen. »Goldene Komposi­
tions-Regeln« gibt es jedoch nur beschränkt.
Das Entdecken und sensibilisieren der For­
men ist immer ein individueller und persön­
licher Weg. Es ist mir ein Anliegen mit allen
TeilnehmerInnen eine für sie begehbare,
individuelle Strategie zu entwickeln und zu
fördern. Ich freue mich auf unsere gemein­
same Zeit!
No– 43 SINNLICHKEIT UND EROTIK IM BILD
14. – 19. 09. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 13 Teiln
440,– pP
inkl. Modell
Beinahe zu allen Zeiten und in allen Kul­
turen ist Sinnlichkeit, Liebe und Erotik eines
der zentralen Themen der Kunst. Wie viele
Kunstwerke zu diesem Thema schon erschaf­
fen wurden, wird wohl ein Rätsel bleiben.
Der unterschiedliche Umgang und künstle­
rische Vortrag zeigt uns auf eindrückliche
Weise die Vielfältigkeit des Themas. Ungese­
hen der thematischen Absicht ist das Malen
in seinem Entstehungsprozess ohnehin ein
spürbarer, unmittelbar erlebbarer und sinn­
licher Prozess. Dasselbe intensive Erlebnis
können wir auch beim Betrachten von Bil­
dern empfinden. Kunst und Sinnlichkeit las­
sen sich nicht trennen. In dieser Woche wol­
len wir uns damit beschäftigen, wie wir auf
subtile Art und Weise Sinnlichkeit, Liebe und
Erotik in das Medium Malerei übertragen
können. Was wollen wir erzählen – und was
nicht? Was soll thematisiert werden? Was
soll dabei »im dunklen« bleiben und somit
der Interpretation der Betrachterin und des
Betrachters überlassen werden? Kann auch
bereits eine Kombination verschiedener
Farben eine Sinnlichkeit ergeben? Wel­
che »Zeichen« und Symbole vermögen eine
sinnliche oder gar erotische Atmosphäre zu
vermitteln? Aufgeladen wird das Bild nicht
in erster Linie durch die Erzählung (Hand­
lung), sondern durch subtile Zwischentöne
sowie durch den Reiz der puren (zuweilen
abstrakten) Farben und Formen. Theore­
tische Erläuterungen und Gespräche sollen
die eigene Arbeit unterstützen. »Goldene
Kompostions-Regeln« gibt es jedoch nur
beschränkt. Das malerische »Suchen, Entde­
cken und Finden« ist immer ein individueller
und persönlicher Weg. Es ist mir ein Anlie­
gen mit allen TeilnehmerInnen eine für sie
begehbare, individuelle Strategie zu entwi­
ckeln und zu fördern.
Ich freue mich auf unsere gemeinsame Zeit!
ALEX BÄR – 1967 in Zürich geboren / Ausbildung zum Grafik-Designer bei Gody Anderegg / Studienreisen nach Jugoslawien und Italien / frei­
schaffend als Grafiker und Maler in Zürich / 1996 Studienbeginn »Freie Malerei« an der Schule für Gestaltung Basel bei W. Mutzenbecher /
1997 – 2002 Hochschule für Grafik und Buchkunst – Academy of Visual Arts Leipzig bei Prof. A. Rink und N. Rauch / 2003 – 05 Aufbaustudium bei
Prof. U. Klieber, Th. Rug und O. Möhnwald, Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle / zwei Jahre Stipendiat der Rosa-Luxem­
burg-Stiftung / Dozent an verschiedenen Institutionen / lebt und arbeitet in Mannheim, Ludwigshafen und Zürich // www.alexbaer.ch
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66
MICHAEL BAUSE
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No– 44 VERHÄLTNIS VON FORM ZUM RAUM – KOMPOSITION – FARBE
20. – 25. 04. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
420,– pP
Die Freude am malerischen, kreativen Pro­
zess und die Ausarbeitung persönlicher Bil­
dideen und Ausdrucksformen stehen bei
diesem Kursangebot im Vordergrund. Wer
Neugier und Experimentierfreude mitbringt,
sich in neuen Formaten entdecken und aus­
probieren möchte, wird diese Möglichkeit
für sich zu einer neuen Erfahrung machen.
Sich auf den Weg machen, das freie Malen
als dynamischen, kreativen Prozess erleben
– es geht um das Sehen, um das Wahrneh­
men und dessen Funktion. Offen für Impulse
von Außen und aufmerksam für die innere
Stimme. Persönliche Anliegen und Vorlieben
werden erforscht und mögliche Inspirations­
quellen individuell besprochen. Begleitet
wird die Arbeit von regelmäßigen Korrek­
turen und gemeinsamen Besprechungen der
im Kurs entstandenen Arbeiten.
No– 45 WELCHE ROLLE SPIELT DAS KOLORIT?
26. – 31. 10. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
420,– pP
Die Farbe steht im malerischen Prozess
mit an führender Stelle. Das Verhältnis von
Farbe zur Form ist in jedem Bild mitentschei­
dend für die Bildkomposition. Neugierig
werden wir außergewöhnliche Farbkombi­
MICHAEL BAUSE – 1954 in Greven geboren
/ 1974 – 79 Studium Visuelle Kommunikation,
Münster / Mitglied im Deutschen und West­
deutschen Künstlerbund / 1990 Arbeitssti­
pendium des Senators für Kulturelle Angele­
genheiten, Berlin / 1992 – 96 Lehrauftrag für
Malerei/Zeichnung, HdK Berlin / 1993 Idee
und Gründung Projekt der Inkonferenz //
www.inkonferenz.de / 1997 1. Preis und Aus­
führung Kunst am Bau Projekt Kindertages­
stätte Rudower Felder, Berlin / 1999 1. Preis
und Ausführung Kunst am Bau Projekt Lie­
selotte Berger Schule Berlin/ 2000 Wand­
bildsymposium Kaunas Litauen / 2001 – 03
Kunstförderung Land Berlin / 2003 – 14
künstl. Mitarbeit und Assistenz in der Werk­
statt für Veränderung von Seraphina Lenz in
Berlin / 2007 – 10 Lehrtätigkeit Malkurse im
Arnsberger Kunstsommer / 2008 Idee und
Gründung der Produzentengalerie oqbo
Berlin // www.oqbo.de / 2013 Artist in Resi­
dence Odawara Japan / seit 1988 kontinu­
ierliche Ausstellungstätigkeit im In- und
Ausland (Deutschland, Türkei, Belgien, USA,
Japan) // www.michael-bause.de
nationen entdecken, sie spielerisch in unsere
Bildkompositionen aufnehmen. Wir bestim­
men den Wert der Farbe neu, experimentie­
ren mit ihr und werden diese Erfahrungen in
die persönlichen Bildideen und Ausdrucks­
formen einfliessen lassen. Begleitet wird die
Arbeit im Kurs von regelmäßigen Korrek­
turen und gemeinsamen Besprechungen der
entstandenen Arbeiten.
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No– 46
02. – 06. 11. 2015
5 Tage // Mo – Fr
10.00 – 17.00 Uhr
max 13 Teiln
430,– pP
WOLFGANG BAXRAINER
JOS K. BIERSACK
AQUARELL BASICS UND GRUNDLAGEN
Sie wollen spontane und »lockere« Aqua­
relle malen? Großzügig und frei möchten Sie
Ihre Motive umsetzen – aber die Aquarellfar­
ben entwickeln auf dem Papier so etwas wie
ein Eigenleben und verhalten sich »undiszi­
pliniert« – ganz anders, wie erwünscht und
erwartet. Vielleicht malen Sie ja auch schon
länger mit anderen Medien, haben sich bis­
her aber nicht an die Aquarellmalerei heran­
getraut? Oder sind Sie etwa AnfängerIn und
haben nach den ersten Versuchen aufgege­
ben, da Ihnen die so wichtigen Grundlagen
bisher nicht gezeigt wurden? Dann ist dieser
Kurs genau der Richtige für Sie. Das Beherr­
schen der Grundlagen der Aquarellmale­
rei ist nun mal die Vorraussetzung, um spä­
ter »locker und frei« aquarellieren zu können.
Damit die Farben genau das tun, was Sie
erwarten. Fehlen diese Grundlagen, ist der
Misserfolg vorprogrammiert, von Zufallser­
folgen abgesehen. Begonnen wird mit einer
praktischen Einführung in die verschiedenen
Techniken der Aquarellmalerei, wobei auch
auf die wichtigsten Materialeigenheiten
eingegangen wird. Dazu kommen verblüf­
fend einfache Tricks zum sicheren Farb­
mischen sowie wirkungsvolle, leicht nachzu­
vollziehende Tipps zur Perspektive. Von der
Skizze bis zum fertigen Bild werden Sie mit
der Hilfe meiner bewährten Step-by-Step
Methode in die Geheimnisse der Aquarell­
malerei eingewiesen, so dass selbst Anfän­
STILLEBEN UND FLORALES
ger garantiert zu Erfolg kommen. Einfache,
aber wirkungsvolle Tipps und Tricks aus mei­
ner über 50-jährigen Aquarell-Praxis werden
vorgezeigt und ausführlich erklärt. So man­
che Probleme beim Aquarellieren werden
dadurch vermieden, auch scheinbar schwie­
rige Situationen bekommen Sie so garan­
tiert in den Griff. Um so besser und intensiver
auf die verschiedenen Methoden eingehen
zu können, werden wir im Atelier arbeiten.
Motivunterlagen bringe ich mit. Selbstver­
ständlich finden auch ausführliche Bild­
besprechungen mit Korrektur-Tipps statt.
Dieser Kurs ist für Anfänger und Fortge­
schrittene geeignet.
WOLFGANG BAXRAINER – geboren 1943 / lebt und arbeitet als freischaffender Künstler in Hallein bei Salzburg. / 1961 Sommerakademie Salz­
burg (Kokoschka), danach Intensivkurse bei namhaften österreichischen, deutschen und britischen Aquarellisten / seit 1979 Leiter von Malsemi­
naren in den Techniken Aquarell, Öl, Acryl, seit 2000 ausschließlich Aquarell / Dozent an mehreren Kunstakademien im In- und Ausland / Publika­
tionen in Kunstzeitschriften, Herausgabe eigener Aquarell-Lehr-DVDs, Kunstkataloge und Kunstkalender / Zahlreiche Ausstellungen im In- und
Ausland, private und öffentliche Ankäufe, langjähriges Mitglied der Berufsvereinigung Bildende Künstler Österreichs // www.baxrainer.at
Es sind die schönen Dinge um uns herum, die
unser Leben bereichern. Sei es ein Blumen­
strauss, seien es die schönen, liebevollen
Arrangements auf unseren Tischen, in Rega­
len, Sammlerstücke oder Gebrauchsgegen­
stände oder aber auch Skurriles, alles was
unsere Aufmerksamkeit hat. Und dies wollen
wir in einem Aquarell festhalten, verwandeln
zu einem zauberhaften Bild, vielleicht sogar
noch freier als uns die Natur meint uns vor­
geben zu müssen.
HÄUSER, BÄUME, LANDSCHAFTEN
Alles dies sind Motive, die uns malenswert
sind, wenn wir wissen: »wie gehen wir es
an«. Wir kopieren nicht die Natur, sondern
wir richten unseren Blick auf die Natur und
was noch wichtiger ist, wir richten den Blick
in uns. »Was nicht in uns ist, kann auch nicht
raus kommen«. Manchmal hilft da schon ein
kleiner Hinweis auf Komposition, Farbigkeit,
Korrektur der Perspektive und schon wird
das Bild stimmiger, farbiger, klarer. Ich helfe
Euch zu einem guten Bild zu kommen. Bei
schönem Wetter malen wir im Freien, sonst
stehen uns die Räume der Akademie zur Ver­
fügung. Nach jedem Maltag findet eine aus­
führliche Bildbesprechung statt.
JOS K. BIERSACK – 1941 geboren in Weiden in der Oberpfalz / 1962 Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg bei Prof. W.
Puchner, Diplom / seit 1990 freischaffender Künstler, Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler München-Oberbayern / seit 1981 über 50
Einzelausstellungen, vorwiegend in Österreich, Deutschland, Schweiz, New York und Südtirol / zahlreiche Werke in öffentlichen und privaten
Sammlungen der Bundesrepublik, der Schweiz, in Österreich und Italien / Publikationen in Fachzeitschriften sowie Herausgabe eigener Kunst­
bildbände // www.jos-k-biersack.de
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No– 47
12. – 14. 10. 2015
3 Tage // Mo – Mi
10.00 – 17.00 Uhr
max 12 Teiln
210,– pP
No– 48
15. – 17. 10. 2015
3 Tage // Do – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
max 12 Teiln
210,– pP
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INA BIERSTEDT
INA BIERSTEDT
No– 49 MALEREI ... UND DANN NOCH WAS
06. – 11. 04. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
380,– pP
Was finde ich gut?
Was geht da vor sich?
Wie gehe ich vor?
Im Voraus bemerkt: Sie werden in meinem
Kurs intensiv praktisch malerisch arbeiten
können und neue Impulse für ihr Schaffen
bekommen. Zusätzlich und ihre praktische
malerische Arbeit unterstützend, möchte
ich mit ihnen über das Entstehen von Bil­
dern nachdenken. Folgende Frage soll neu
gedacht und besprochen werden: Welche
Bilder kennen wir und wie prägen diese
bekannten Bilder unsere Wahrnehmung und
damit unsere Bildentscheidungen? Meine
Vorbereitung zum Thema ergänzend, brin­
gen sie zur eigenen Vorstellung möglichst
bitte eine Malerei im Original mit (kann auch
auf der Rolle sein) und dazu Abbildungen,
die ihnen besonders charaktervoll für ihr bis­
heriges Werk erscheinen. Zusätzlich brin­
gen sie bitte einen von ihrer persönlichen
Erinnerung angereicherten Gegenstand
oder Fotos (Landschaften, Portraits, Stra­
ßenszenen) mit, die sie der Gruppe vorstel­
len möchten. Ausgehend von ihren persön­
lichen Erinnerungsbildern, entwickeln sie
ihre eigene Bildsprache weiter und malen
in der Woche des Kurses konzentriert und
ausgiebig an einer neuen Serie von Bildern.
Das Aufspannen und die Vorbereitung ihrer
INA BIERSTEDT – 1965 in der DDR geboren / lebt und arbeitet in Berlin. 1995 – 2001 studierte sie Bildende Kunst mit dem Schwerpunkt Malerei
und Multi Media an der UdK Berlin bei Walter Stöhrer und Katharina Sieverding / war Erasmusstudentin am Chelsea College of Arts London / sie
stellte in nationalen und internationalen Institutionen aus, u. a. Museum Essl Wien, Museum de Paviljoens Almere und fand Anerkennung durch
Stipendien und öffentliche Förderungen / etliche ihrer Werke befinden sich in Sammlungen, u. a. Willy-Brandt-Haus Berlin, UBS Art Collection,
SØR Rusche Sammlung / seit 2010 ist Ina Bierstedt in der Künstlerischen Lehre der Malerei an der UdK Berlin und der Kunsthochschule Kassel
tätig // www.inabierstedt.de
Leinwände wird ebenso Kursinhalt sein, wie
Grundlegendes in Hinblick auf Komposi­
tion, Perspektive und Farbtheorie. Gemalt
werden kann in Acryl, Öl und Eitempera auf
unterschiedlichen Formaten. Eine geson­
derte Materialliste werde ich ihnen noch
zukommen lassen. Die individuelle Förde­
rung der Kursteilnehmer(innen) ist mir ein
besonderes Anliegen!
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No– 50
07. – 12. 09. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
max 8 Teiln
420,– pP
URSULA BÖHMER
GEORG BRANDNER
SCHICHTEN – VERDICHTEN
PHOTOGRAPHISCHE DOKUMENTATION / SYSTEMATIK UND TYPOLOGIE
Mittels der seriellen Dokumentation, der
Kategorisierung und der systematischen
Betrachtungsweise ergeben sich Bildzu­
sammenhänge, mit denen man Geschichten
erzählen kann, die weit über das einfach Dar­
gestellte hinausführen. In diesem Workshop
soll die Arbeitsmethode des vergleichenden
Sehens untersucht und anhand von Beispie­
len aus der Fotografie-Geschichte analysiert
werden. In einer Art Forschungslabor sol­
len die Studierenden vergleichendes Sehen
an eigenen Projekten oder in Übungen zum
Beispiel zu den Themen Architektur, Por­
trät oder Landschaft erproben und vertie­
fen. Die erarbeiteten fotografischen Erfah­
rungen und Erkenntnisse werden in der
Diskussion gemeinsam einer kritischen
Überprüfung unterzogen. Dabei soll sowohl
auf technische Grundlagen sowie auf die
notwendigen Arbeitschritte und die Krite­
rien der Bildauswahl eingegangen werden.
Der Workshop richtet sich sowohl an pro­
fessionelle Fotografen als auch an Amateure.
Voraussetzung: eigene Digitalkamera und
möglichst Laptop, sowie Vorkenntnisse im
Umgang mit dieser Technik und in der Bild­
bearbeitung. Bitte eigene Arbeiten mitbrin­
gen, in einheitlichem Format zum Beispiel A4
oder als projizierbares Dokument (pdf/jpg).
URSULA BÖHMER – 1965 in Aachen geboren / 1984-85 Studium Soziologie und Philosophie an der TH Aachen / 1986-92 Studium Visuelle Kom­
munikation an der Fachhochschule Niederrhein, Schwerpunkt Fotografie bei Prof. Rolf Sachsse und Prof. Detlef Orlopp / Sie arbeitet hauptsäch­
lich analog, mit Mittel- und Großformatkamera und lebt seit 1996 als freischaffende Fotografin und Fotokünstlerin in Berlin / 1998 Beginn der
Langzeitdokumentation »Kühe in Europa« mit Ausstellungen u. a. in den Goethe-Instituten Vilnius, Riga, Rotterdam, Helsinki und Sofia (2006 – 08),
Europäisches Parlament (2004), Museum Neukölln, Berlin (2014) sowie in zahlreichen Galerien und Museen im In- und Ausland / Sowohl in der
Auseinandersetzung mit dem Tiermotiv als auch in den Landschafts- und Architekturarbeiten stehen für sie die Schnittstellen zwischen Mensch
und Natur, Zeit und Raum im Mittelpunkt. // www.ursulaboemer.de
Brandners Kolorit der drei Grundfarben
Gelb, Blau und natürlich das bekannte
Brandnersche Rot gepaart mit den Nicht­
farben Schwarz und Weiß verstand man
in seinem bisherigen Werk ausschließlich
unter dem Aspekt seiner Lebenswelt mit
den signifikanten Stadtbildern wie monta­
nistischen Einschnitten in den Naturraum,
visualisiert durch sein Hauptgestaltungsmit­
tel, der Collage. »Die gesteigerte räumliche
Intensivierung durch diverse auf die Mal­
fläche geklebte Materialien bleibt offenbar
einziger Konkretheitsbezug. Das Kreuzen,
Verspannen, Überschneiden und das Über­
einander mehrerer Malschichten, die parti­
ell immer wieder aufgerissen werden, sodass
die darunterliegende Farbe durchblitzt, die
Transparenz der Lasuren sowie das Einbe­
ziehen der Textur des Malgrundes durch
filigrane Pinselzüge eröffnen dem Betrach­
ter hinter der bewegten Flächenstruktur die
Kraftkonstellationen.«
GEORG BRANDNER – 1956 in Leoben geboren / seit 1977 freischaffender Künstler / lebt und
arbeitet in Niklasdorf / als Maler, Plastiker und Objektgestalter konnte er von seiner oberstei­
rischen Heimat aus international reüssieren / er zeigte in zahlreichen Einzel- und Gruppenaus­
stellungen seine Werke / mit seinen Arbeiten ist er ständig in namhaften Galerien Europas und
den USA präsent / Georg Brandner spannt einen weiten Entwicklungsbogen von der gegen­
ständlichen Malerei bis zur gestisch-informellen Expression //
www.atelier-georg-brandner.com
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No– 51
13. – 17. 07. 2015
5 Tage // Mo – Fr
10.00 – 17.00 Uhr
max 16 Teiln
660,– pP
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No– 52 13. – 18. 07. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
420,– pP
KATJA BRINKMANN
KATJA BRINKMANN
BILDRAUM – RAUMBILD
Was sind die besonderen Qualitäten von
Malerei? Mit welchen formalen Mitteln
arbeitet sie? In diesem Kurs soll ein grundle­
gendes Thema der Malerei im Fokus stehen:
das Verhältnis von Fläche und Raum, das in
jedem Bild neu verhandelt wird. Durch die
Setzung von Farbe und Form entwickelt die
zweidimensionale Bildfläche jeweils ihren
eigenen (Bild-)Raum. Dabei ist es egal, ob
wir gegenständlich oder abstrakt arbeiten,
immer stellen sich gleichen Fragen: nach
Figur und Grund, Vordergrund und Hinter­
grund, Illusion und Fläche, Materialität und
Wahrnehmung, die es in einem Bild zu ent­
scheiden und auszuloten gilt.
Ausgehend von dieser Auseinandersetzung
mit Bild und Raum gibt es in diesem Kurs das
Angebot, Bilder für einen bestimmten Ort
zu schaffen. Dafür können Sie Fotos, Skizzen
oder Modelle von einem Raum oder spezi­
ellen Ort mitbringen, für den Sie gerne ein
Bild schaffen möchten. Anhand von Skizzen
oder Collagen setzen wir uns zunächst mit
dem Raum auseinander: Welche Möglich­
keiten gibt es, auf eine vorhandene Umge­
bung zu reagieren? Wie beeinflusst das Bild
den Raum und was macht der Raum mit dem
Bild? Die Umsetzung in größere Formate
kann entweder noch im Kurs oder auch spä­
ter zuhause stattfinden. Anfängern bietet
sich die Möglichkeit über einfache Stillleben
oder vorgefundene Raumsituationen erste
Erfahrungen in der bildnerischen Umset­
zung zu machen. Bringen Sie ihre vorhan­
denen Malmaterialien mit, es soll bevorzugt
mit Acrylfarben gearbeitet werden.
KATJA BRINKMANN – 1964 in Bünde, Westfahlen geboren / Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden
Künste Stuttgart / lebt in Berlin / zahlreiche Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen im In-und Ausland
/ Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit ist das klassische Bild, aber viele Arbeiten nehmen Bezug auf den Raum,
seien es Bilder für bestimmte Orte, Wandmalereien oder Bodenarbeiten. // www.katjabrinkmann.de
75
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No– 53
12. – 16. 10. 2015
5 Tage // Mo – Fr
10.00 – 17.00 Uhr
max 10 Teiln
350,– pP
JOHANN BRUNNER
QUINT BUCHHOLZ
KOPF – PORTRAIT
Dieser Kurs bietet die Gelegenheit, Kopf­
portraits in Ton zu erstellen und dabei alle
Aspekte der Kopfanatomie und Physiogno­
mie zu erörtern. Am ersten Tag arbeiten wir,
nach der technischen Vorbereitung (Gerüst,
Ton), an der Anlage eines Kopfes bzw. einer
Büste und deren allgemeinen Aspekten wie
Proportionen, Volumen und Haltung. Im
nächsten Schritt gibt es zwei Möglichkeiten:
1. wir verwenden Fotos – historische oder aus
dem persönlichen Umfeld (diese bitte mit­
bringen, am Besten in Frontal-, Profil- und
Halbprofilansicht) und erarbeiten die Por­
traits im Sinne einer Rekonstruktion
2. wir arbeiten nach Absprache mit Modell.
Die Dauer der Portraitarbeit mit einer Vor­
lage bzw. einem Modell kann individuell
JOHANN BRUNNER – 1958 in Surberg bei
Traunstein geboren / 1979 Abitur / 1980 – 82
Lehre in München – klassisches Mosaik, Glas­
malerei / 1982 – 89 Studium der Bildhauerei
bei Eduardo Paolozzi an der Kunstakade­
mie München / seither freiberuflich als Bild­
hauer und Maler tätig / Arbeit in der Denk­
malpflege (Wandmalerei) / seit vielen Jahren
intensiv mit Porträtmodellieren beschäftigt
/ 2008 Realisierung der Marmorbüste von
Edith Stein für die Walhalla //
www.johannbrunner.de
BILDER ERZÄHLEN GESCHICHTEN
gehandhabt werden. Im Mittelpunkt steht
die naturnahe, abbildhafte Portraitstudie.
Kursteilnehmer mit einschlägiger Erfahrung
und persönlicher Stilprägung sind einge­
laden, sich auf ihrer persönlichen Ebene zu
bewegen. Wir nehmen dies zum Anlass, um
formale und stilistische Aspekte des Por­
traits zu erörtern. Das Ziel ist nicht, brenn­
bare, hohlaufgebaute Tonköpfe zu erstellen,
sondern wir arbeiten in Ton massiv, um keine
Zeit für handwerkliche Prozesse zu verlie­
ren. Zur Dokumentation wird das Mitbringen
einer Kamera empfohlen. Wir richten dafür
einen geeigneten Platz ein.
Dieser Kurs richtet sich an professionelle
Kunstschaffende, Lehrende und Amateure,
die ihre Erfahrungen konzentriert vertiefen
wollen.
Illustration hat immer einen Anlass und soll
fast immer einen Zweck erfüllen. Wer illus­
triert, erleuchtet Geschichten, leuchtet The­
men aus. Er zeigt etwas, das vorgegeben ist,
auf seine Weise, in seinem Licht und fügt
seine Interpretation hinzu. Er soll dabei der
Geschichte, dem Autor dienen, die Vorstel­
lungskraft des Lesers befreien und beflü­
geln und schließlich auch noch gute, also
seine eigenen Bilder malen. Und vor allem
Bilder, die viel erzählen, aber nicht zu viel
verraten. Bilder, die eine Geschichte nicht
wiederholen, sondern umspielen, verdeut­
lichen und erweitern. Bilder, die neugierig
machen. Bilder, die Fragen stellen. Bilder, die
Lust machen, zu schauen und zu lesen. Bil­
der, die nicht die Sicht verstellen. Im Kurs
soll es aber auch darum gehen, wie man sich
ein gegenständliches Bild oder eine Bilder­
folge erarbeitet. Welche Quellen und Hilfen
man dafür benützen kann und welche Vor­
arbeiten und Übungen helfen, eine Bildidee
so gut wie möglich umzusetzen.Dabei spielt
immer auch der Austausch mit anderen Kurs­
teilnehmern eine wichtige Rolle.
QUINT BUCHHOLZ – 1957 in Stolberg bei
Aachen geboren / aufgewachsen in Stutt­
gart / lebt in München / studierte zunächst
Kunstgeschichte, danach Malerei und Grafik
an der Kunstakademie München / seit 1979
arbeitet er als Maler und Illustrator für deut­
sche und internationale Verlage und seit
einigen Jahren auch als Bühnenbildner für
das Metropoltheater München / illustrierte
u. a. Bücher von Friedrich Ani, Elke Heiden­
reich, Jostein Gaarder und Amos Oz, aber
auch eigene Texte / Bücher mit seinen Bil­
dern sind in über 30 Ländern erschienen und
mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wor­
den. // www.quintbuchholz.de
77
No– 54
15. – 20. 06. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
420,– pP
78
PROF. JO BUKOWSKI
PROF. JO BUKOWSKI
EXPERIMENTELLER HOLZSCHNITT
gilt für alle Kurse
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
530,– pP
No– 55 A 12. – 17. 01. 2015
No– 55 B 19. – 24. 01. 2015
No– 55 C 26. – 31. 01. 2015
No– 55 D
02. – 07. 02. 2015
»Ich habe nichts dargestellt. Ich frage nur.«
Eduardo Chillida
Strukturen, Muster und Linien werden frei
oder nach Vorlagen in die Oberfläche ver­
schiedener Holzplatten geschnitzt. Der
Abdruck dieser Oberfläche zeigt ein Bildge­
schehen, auf dem ich aufbauen und das ich
weiterentwickeln kann. Wie entwickle ich
eine freie Form, wie entsteht ein Motiv? Ich
kann strategisch und intuitiv zugleich vor­
gehen. Form und Bildform entsteht beim
Experimentieren manchmal wie von selbst.
Die Vewendung von Druckfarben und das
Anmischen der Töne führt in ein sinnliches
Eintauchen. Unsere Themen sind:
• Holzschnitt in schwarz-weiß als Darstellung
von Struktur, Form und Zeichnung
• Farbholzschnitt als malerisches Element
• Motiv und Abstraktion im Holzschnitt.
Wie lässt sich ein Motiv darstellen, was löst
sich auf und was tritt hervor?
• Raum und die Präsenz der Formen
• Serie, Auflage und Unikat
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FREIES ZEICHNEN
»Die Wahrheit nachbilden mag gut sein, aber
die Wahrheit erfinden ist viel besser.«
Giuseppe Verdi
Ziel dieser Kurswochen ist das Wecken
eines eigenen Ansatzes, um sich zeichne­
risch der Welt und auch sich selbst zu nähern.
Übungen z. B . im Blindzeichnen helfen u. a.
uns die fertigen Bilder im Kopf verges­
sen zu lassen und uns auf die eigene innere
Wahrnehmung beim Zeichnen einzulassen.
Schauen ohne Bild im Kopf, aber mit Gefühl
im Herzen und in der zeichnenden Hand, das
ist das Ziel. Es bietet sich an, Motive aus der
eigenen, bisherigen Arbeit als Grundlage für
eine freie Umsetzung zu nutzen. Vorkennt­
nisse sind nicht erforderlich. Die Entwick­
lung der individuellen Arbeit steht im Mit­
telpunkt des Kurses. Eine Zeichnung ist nah
an der Wirklichkeit der Dinge. Was sie aber
zeigt, ist nicht das Abbild. Ihre große Stärke,
weswegen sie von Künstlern aller Genera­
tionen geschätzt und gepflegt wird, ist das
Folgende: Sie beschreibt ein Mysterium. Nur
der Augenblick zählt, in dem man zeichnet.
Wir wollen Wahrheit erfinden!
gilt für beide Kurse
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
450,– pP
No– 56 A
23. – 28. 03. 2015
No– 56 B
30. 03. – 04. 04. 2015
Die Entwicklung der individuellen Arbeit
steht im Mittelpunkt des Kurses. Technische
Kenntnisse werden nach Bedarf vermittelt.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich
PROF. JO BUKOWSKI – 1956 in Bielefeld geboren / Fachoberschule und Tischler-Lehre
in Bochum / bis 1982 Tätigkeit als Restaurator in Heiligenberg am Bodensee / Künstlerische
Ausbildung an der Hochschule für Bildende Künste Alfter und an der Akademie der Bilden­
den Künste München bei Prof. Sean Scully / seit 1988 arbeitet Jo Bukowski freischaffend als
Maler und Kunstgrafiker und seit 1989 nimmt er zahlreiche Lehraufträge wahr, u. a. an der Ala­
nus Hochschule für Kunst und Gesellschaft Alfter und an der Kunstakademie Reichenhall
/ 1991 – 2009 Hauptatelier in Aulendorf / 2009 Umzug nach Ravensburg / seit 2012 Professur
an der Hochschule für Kunst und Gesellschaft Alfter / Prof. Jo Bukowski lebt und arbeitet in
Ravensburg und in München //
80
No– 57
06. – 11. 04. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
360,– pP
BETTINA CARL
PETER CASAGRANDE
DIE CHOREOGRAPHIE DES BILDES – KOMPOSITORISCHE EXPERIMENTE AUF PAPIER
Jedes Bild lebt von Spannungen. Was wir als
Zentrum, als Bruch und als Klangfolge inner­
halb eines Bildes wahrnehmen, entsteht
aus dem Zusammenspiel der unterschied­
lichsten Formelemente: Flächen, Farben,
Strukturen, Richtungen, Licht und Schatten
treffen auf der Bühne des Bildraums aufei­
nander – und manchmal ist diese Begegnung
auch nur das Duell einer Linie mit dem wei­
ßen Papier. In unserem Kurs sollen Expe­
rimente zur Komposition im Mittelpunkt
stehen. Die Teilnehmerinnen und Teilneh­
mer erleben den Kurs als Erfahrungssamm­
lung. Es geht darum, das eigene Instrumen­
tarium zu erweitern, die Wahrnehmung zu
schulen und neue Wege für die eigene Pra­
xis zu erkunden; dass dabei abgeschlossene
Werke entstehen, ist durchaus erwünscht,
aber für den individuellen Erfolg weniger
bedeutsam. Serielle Übungen als Basis für
freie Entwürfe und intensive Besprechungen
der Ergebnisse werden unsere Arbeit prä­
gen. Unsere Medien können alles einschlie­
ßen, was auf und mit Papier und Karton
möglich ist, also alle Arten von Stiften, Krei­
den, Tuschen, Materialien für Collagen und
»magere« Farben wie Aquarell, Gouache
oder Acryl. Zudem möchte ich mit Anre­
gungen aus der Schatzkammer der älteren
und neueren Kunstgeschichte arbeiten. Wir
werden in Vergleichen und in der gemein­
samen Bildanalyse diskutieren, was das
jeweilige Bildgeschehen bestimmt – und
wie sich das jeweils epochentypische Kunst­
empfinden darin manifestiert. Vor allem aber
wird das Auseinandernehmen auch in die Tat
umgesetzt: Über spezielle Skizzierübungen,
Übermalungen und mit Hilfe von Fotokopien,
Schere und Klebstoff wollen wir die Kom­
positionen der Meister zum Tanzen bringen.
Geeignet für Teilnehmerinnen und Teilneh­
mer mit künstlerischen Vorkenntnissen.
BETTINA CARL – geboren 1968 in Coburg / Studium an der Universität der Künste Berlin und am Chelsea College of Art in London / 2001 Ernen­
nung zur Meisterschülerin bei Katharina Sieverding an der UdK Berlin / 2004 – 05 Critical Studies Postgraduate Course an der Malmö Art Aca­
demy / ihre Zeichnungen und Installationen wurden mit diversen Stipendien ausgezeichnet und in internationalen Einzel- und Gruppenausstel­
lungen gezeigt, u.a.: Temple Bar Gallery Dublin, SchauOrt Zürich, Rooseum Malmö, Kunstraum Kreuzberg Berlin, Forde Genf, Galerie des Berliner
Kultursenats, Vegas Gallery London und Helmhaus Zürich / sie realisiert auch kuratorische Projekte und publiziert über zeitgenössische Kunst;
als Dozentin war sie u. a. an den Kunsthochschulen Bern, Dresden und Zürich // www.bettinacarl.de
AUFBRÜCHE UND VERWERFUNGEN
Mir geht es in diesem Kurs vor allem darum,
Malerei als einen vielschichtigen Prozess
verstehen zu lernen, dessen Verlauf und
dessen Entwicklung einer fortwährenden
Veränderung unterliegen – Malerei als eine
Abfolge von Aufbrüchen und Verwerfungen,
Malerei als ein beständiges »Sich-Ablagern«
und Verdichten bildnerischer Energie, auf
dem Weg zu einem Bild. Der Kurs setzt male­
rische Erfahrung voraus. Jeder Teilnehmer
kann und soll in seiner gewohnten Technik
arbeiten. Bitte bringen Sie Fotos oder Kata­
loge von eigenen Werken mit. Es gibt keine
Formatbegrenzung.
PETER CASAGRANDE – geboren 1946 in
Weilheim / 1970 – 72 Studium an der Akade­
mie der Bildenden Künste in München bei
Prof. Tröger / 1972 – 75 HBK Berlin
/ 1983 Stipendium der Stadt Mün­
chen, Staatlicher Förderpreis des
Landes Bayern //
www.peter-casgrande.de
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No– 58
19. – 25. 07. 2015
7 Tage // So – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 14 Teiln
700,– pP
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No– 59
16. – 21. 11. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 10 Teiln
380,– pP
inkl. Modell
BIRGIT CAUER
BIRGIT CAUER
KÖRPER UND SKULPTUR – EXPERIMENTE MIT TON NACH MODELL
In jedem dreidimensionalen Gestalten steckt
der Wunsch, ein Gegenüber zu schaffen, das
dem Menschen ebenbürtig ist. Skulptur ist
ein Körper im Raum. So ist die Auseinander­
setzung mit Körper, dem menschlichen Kör­
per und insbesondere auch der eigenen Kör­
perwahrnehmung die Basis des gesamten
skulpturalen Schaffens. In diesem Workshop
werden theoretische und praktische Grund­
lagen und Vorgehensweisen aufgezeigt und
geübt. Über Zeichnungen und kleine Aktstu­
dien in Ton nach Modell werden wir den Kör­
per, seine Ausdehnung und Bewegung im
Raum sowie seine Verbundenheit mit dem
Boden erkunden und damit das Verständnis
von Körpern und figürlicher Plastik schär­
fen. Es entstehen eigenständige Figuren,
die bereits als Skizze überzeugen und/oder
als Vorlage für eine größere Skulptur dienen
können.
Spielerisch wird jede / jeder angeregt, sich
auf den Weg zu begeben, eine eigene For­
mensprache zu finden und zu entdecken,
was ihn eigentlich selbst am Thema Körper
fasziniert. Es ist ein Wahrnehmungs- und
Lernprozess, den man durchlaufen sollte, um
sich auf dem Gebiet der Skulptur weiter zu
entwickeln – durchaus auch wieder von der
Figur weg – der Ausgang ist offen …
BIRGIT CAUER – geb. 1961 in Frankfurt am Main / 1982 – 89 Studium der Kunstpädagogik und Kunstwissenschaften, M. A., Frankfurt / 1986 – 91
Arbeitsaufenthalte und Gaststudium in Carrara, Italien / 2013 Arbeitsstipendium Schloss Wiepersdorf / 2011 – 12 Projektförderung Über Lebens­
kunst der Kulturstiftung des Bundes / 2009 Arbeitsstipendium Dan-Wan-University, Hualien, Taiwan / Zahlreiche Ausstellungen und Wettbe­
werbe, darunter 2013 Gerhard Marcks Haus, Bremen / 2012 Darmstädter Sezession, Darmstadt; Kunstraum Potsdam; Galerie Francoise Heitsch,
München; Europa-Biennale Niederlausitz / seit 2004 Lehrauftrag Plastisches Gestalten, Kunsthochschule Weissensee – Kunsttherapie Berlin /
seit 1995 kontinuierlich Bildhauerworkshops für Erwachsene und Lehrerfortbildung / seit 2006 Modellprojekte für künstlerische Prozesse an
Schulen (Bildungscent, Über Lebenskunst, ARtuS) // www.bcauer.de
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No– 60
09. – 14. 03. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13:00 Uhr
max 14 Teiln
340,– pP
ERGÜL CENGIZ
REGINE VON CHOSSY
AQUARELL MIT CUTOUT
In diesem Kurs kann man Aquarellmalerei
in Kombination mit dem »cutout« (Scheren­
schnitt) einsetzen um die eigenen Bildideen
umzusetzen. Die Aquarellmalerei kann sehr
kontrolliert aber auch expressiv eingesetzt
werden. Durch die Kombination entstehen
spannende Bilder / Motive auf dem Papier.
AKTZEICHENWERKSTATT
Wir treten mit dem Schneiden ins Papier,
durch das Blatt in eine andere Ebene und
holen uns den Raum dahinter, den Schatten
auf der Wand, den Durchblick. Durch den
Schnitt in die Oberfläche hat man die Mög­
lichkeit, eine neue Ebene im Bild zu erzeu­
gen. Räumlichkeit entsteht durch die Farben,
die Linien und zusätzlich durch das Schnei­
den. Das Bild erscheint nicht mehr als ein
durch sein Format begrenztes Fenster, weil
die durchbrochene Oberfläche den dahinter
befindlichen Raum erfahrbar macht und es in
die Objekthaftigkeit überführt.
ERGÜL CENGIZ – 1975 in Moosburg a. d . Isar geboren / lebt in München / 1994 – 96 Mimar-Sinan Akademie der schönen Künste, Istanbul /
1996 – 2000 Studium der Malerei und Grafik, Akademie der bildenden Künste München bei Prof. Hans Baschang / 2000 – 04 Studium der freien
Kunst, Hochschule für bildende Künste Hamburg bei Prof. Alexander Roob und Prof. Gunter Reski / 2004 Diplom bei Prof. Werner Büttner / seit
2004 Gründerin und Mitglied des Künstlerinnenkollektivs »3 Hamburger Frauen« / Ausstellungsverzeichnis im Internet // www.ergülcengiz.de
In heiterer und entspannter Atmosphäre
lernt sich das Aktzeichnen Wie von selbst.
Unser Modell Becky wird uns ruhend zu
meditativen träumerischen Zeichnungen,
tanzend zu blitzschnellen Skizzen inspirie­
ren. Auch wenn Sie noch nie Akt gezeichnet
haben, sind Sie willkommen. Ich gehe ganz
individuell auf Sie ein und löse hemmende
Knoten. Unter dem Motto »Sehen lernen«
zeige ich auf, wie vermeintliche »Fehler« in
der Kunst z. B . zur Intensivierung des Aus­
drucks etc. beitragen können. Somit können
Sie sich überraschen lassen, was entsteht,
wenn Sie spielerisch die verschiedenen
Materialien wie Blei, Kohle, Kreide, Tusche
etc. ausprobieren und damit von detail­
lierten Studien bis hin zu ganz freien Akt­
zeichnungen gelangen.
REGINE VON CHOSSY – 1952 geboren / Studium an der Akademie der Bildenden Künste, München / 1979 Diplom als Meisterschülerin, von
1993 – 95 Assistentin / 1987 Gastprofessur, Vestlandets Kunstakademi Bergen, Norwegen / 1993 – 95 Assistentin an der Akademie der Bildenden
Künste München / seit 1993 Dozentin für Porträt-und Aktzeichnen an der Akademie der Bildenden Künste in München / seit 2011 Dozentin an der
Kunstakademie Bad Reichenhall / Werke in öffentlichen Sammlungen (Auswahl) Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Städt. Galerie im Len­
bachhaus, Staatl. Graphische Sammlung München, Kunsthalle Mannheim, Staatsgalerie Stuttgart, Neue Sammlung Linz, Neue Sammlung Schloss
Wilhelmshöhe, Sammlungen Zeitgenössischer Kunst, Kunsthalle Nürnberg / Veröffentlichung: Akt – Von der Studie zum Bild, 2013, Chistophorus
Verlag / freischaffend tätig: energetische Zeichnung, Malerei, Skulptur und Gesang, Haarmuseum / Ausstellungen, Kunst am Bau, Kunstpreise,
Museumsankäufe etc. // www.chossy.de.
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No– 61
26. – 28. 06. 2015
3 Tage // Fr – So
10.00 – 17.00 Uhr
max 12 Teiln
350,– pP
inkl. Modell
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No– 62 16. – 20. 02. 2015
5 Tage // Mo – Fr
10.00 – 17.00 Uhr
max 12 Teiln
520,– pP
RUI CHAFES
RUI CHAFES
RAUBEN UND LÜGEN
Die wichtigsten Aktionen in der Kunst sind
immer Rauben und Lügen. Wie Oscar Wilde
meinte, Kunst ist eine schöne Lüge, eine
Fabel, eine Konstruktion. Kunst hat wenig
mit der Realität zu tun, sondern sie ist eine
fragile und unselige Illusion, die eine Art
von Schönheit erreicht, die aus unserer Hilf­
losigkeit heraus kommt. Als Künstler muss
man lernen, wie man lügt und wie man aus
seinen eigenen Gefühlen andere Gefühle
schafft, wie es Fernando Pessoa getan hat.
Der Künstler ist auch ein Räuber, so ist es
immer gewesen. Die Augen des Künstlers
sind ständig dabei, Fragmente der Welt zu
rauben, weg zu nehmen, zu sich zu bringen.
Seine Augen hören nie auf, jedes Detail in
sich aufzunehmen, sei es ein Körper, ein Blatt
aus einem Baum, eine Wolke, ein Haus, eine
Hand, eine Haarlocke … alles sind wichtige
Details, die der Künstler raubt und dies in
seinen Bildern umsetzt.
In unserem Kurs werden wir versuchen es zu
lernen und zu verfeinern.
RUI CHAFES – Rui Chafes wurde 1966 in Lissabon geboren / 1984 – 89 hat er Bildhauerei in der
Faculdade de Belas-Artes in Lissabon studiert / 1990 – 92 studierte er an der Kunstakademie
Düsseldorf, bei Gerhard Merz / er arbeitet hauptsächlich mit Stahl und Zeichnungen, hat auch
die »Novalis Fragmente« ins Portugiesische übersetzt / er nahm an mehreren Ausstellungen
teil, wie der Biennale di Venezia 1995 und 2011 und der Bienal São Paulo 2004 / Einzelausstel­
lungen u. a. im Museum Folkwang Essen, Kunsthallen Nikolaj Kopenhagen, Hara Museum Tokyo,
Fondazione Volume Roma, Museu de Arte Moderna Rio de Janeiro und Fundação Calouste
Gulbenkian Lisboa // www.ruichafes.net
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MANSOUR CISS KANAKASSY
MANSOUR CISS KANAKASSY
No– 63 HOLZBILDHAUEREI – KRAFTFIGUREN
01. – 05. 06. 2015
5 Tage // Mo – Fr
10.00 – 17.00 Uhr
max 10 Teiln
490,– pP
No– 64 08. – 12. 06. 2015
5 Tage // Mo – Fr
10.00 – 17.00 Uhr
max 10 Teiln
490,– pP
Die Teilnehmenden lassen sich von den aus­
gestellten Modellen aus Holz inspirieren und
stellen eine Skulptur her. Zu den eindrucks­
vollsten Werken der Kunst aus Afrika zäh­
len »Kraftfiguren«. Kraftfiguren sind keine
Woodo wie viele Europäer denken, sondern
sie helfen dem Menschen, mit den unsicht­
baren positiven und negativen Kräften der
Welt umzugehen. Sie stellten sich schüt­
zend vor die Gemeinschaft und Hilfesuchen­
den. Metall wurde in das Holz geschlagen,
um damit Macht und Abschreckung aus­
zudrücken. Die Figuren bedeuten in ihrer
Aggressivität nichts Böses, sondern
vergegenständlichen ihre positive
Kraft im Umgang mit dem Übel ihrer
Umgebung.
Materialbedarf: Holzbrett (Größe 100 x 30
cm, Stärke 4 cm wird zur Verfügung gestellt
und je nach Verbrauch verrechnet), Acryl­
farbe, Tesa Krepp, Schablonen aus Pappe
Werkzeug: Stichsägen, Beitel, Klüppel,
Pinsel, Farbroller
HOLZBILDHAUEREI – AFRIKANISCHE MASKEN
In den afrikanischen Kulturen gehören Mas­
ken zu den wichtigsten Anlässen des gesell­
schaftlichen Lebens in Verbindung mit Ritu­
alen. Masken stellen eine Verbindung her
zu der Welt der Lebenden und der Welt
der Geister. Sie sind ein Bindeglied zwi­
schen den Menschen und Gott, dem Schöp­
fer. Sie sind Geister und kommen aus einer
anderen Welt. Grundlage dieses Kurses ist
ein visueller und narrativer Dialog mit zeit­
genössischer afrikanischer Kunst. Dieser
bietet einen Blick auf den enormen Reich­
tum und die Vielfalt des visuellen künstle­
rischen Schaffens zwischen Tradition
und Moderne auf diesem großen Konti­
nent. Die Teilnehmenden lassen sich von
den Masken afrikanischer Kulturen (DoMasken) inspirieren und stellen eine
eigene Holzskulptur her.
Materialbedarf: Holzstämme (Länge
100 cm, Durchmesser 20 cm wer­
den zur Verfügung gestellt und
je nach Verbrauch verrechnet)
Werkzeug: Beitel, Klüppel,
Stichsäge, Nägel
MANSOUR CISS KANAKASSY – lebt in Berlin und Dakar / Studium am
»Institut National des Arts du Senegal« 1973 – 77 in der Meisterklasse
für Bildhauerei / Im Jahr 2001 gründete er in Berlin das Laboratoire
Déberlinisation, ein Kunstprojekt, das sich als Beitrag zum Nord-SüdDialog versteht und sich zum Ziel gesetzt hat, eine Diskussion über
die postkolonialen Gegebenheiten in Afrika anzuregen. Zu den aktu­
ellen Projekten des Konzept- und Medien-Künstlers zählen neben dem
»Global Pass«, einem fiktiven, für alle Menschen gültigen Reisedoku­
ment, das Projekt »Afro«, die fiktive gemeinsame Währung der Afri­
kanischen Staaten. Dafür erhielt er 2008 den Hauptpreis der Dak'Art
– Biennale für zeitgenössische afrikanische Kunst. Zuletzt stellte Man­
sour Ciss Kanakassy an unterschiedlichen Orten in Deutschland aus,
darunter am ZKM Karlsruhe. International waren seine Arbeiten
zuletzt u. a. im Palais des Beaux Arts in Brüssel sowie bei der 5th
Beijing International Art Biennale zu sehen. // www.mansourciss.de
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ALFRED DARDA
ALFRED DARDA
No– 65 GRUNDSTRUKTUREN DER BILDGESTALTUNG
09. – 14. 03. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 14 Teiln
460,– pP
Schauen, Erkennen, Gestalten
In diesem Kurs geht es um ganzheitliche Kre­
ativität – mit Kopf und Bauch. Die Grundge­
setzmäßigkeiten der Natur, die uns heute die
Mikro- und Makrowelt deutlich vermitteln,
beinhalten auch die allgemeinen Gestal­
tungsgesetzte. »Alles Gestalten ist nur ein
Gleichnis zur Natur.« Die Grundfarben,
Grundformen und Grundrichtungen – senk­
recht, waagerecht und diagonal – gehören
zu den Dingen, die grundsätzlich vorhan­
den sind. Ebenso wie die Ordnungsprin­
zipien Rhythmus, Spannung, Bewegung und
Gegenbewegung. Auch daran kommen wir
nicht vorbei. Hier gibt es eine Menge Spiele
mit Spielregeln, die mit den Verhaltenswei­
sen der Natur identisch sind. Alle nur denk­
baren Formen sind allein schon aus unserer
Körperbewegung heraus möglich. Somit
wird unser Körper wichtigstes Instrument,
mit dem wir die Übereinstimmung mit der
Natur am deutlichsten spüren.
Wir arbeiten auf Papier, Leinwand, Pappe
und werden vertraut mit den verschiedenen
Techniken und Materialien (z. B. Monotypie,
Frottage und Collage). Einzel- und Gemein­
schaftsbesprechungen begleiten den Kurs.
Geeignet vor allem für Kursteilnehmer, die
den Weg vom Gegenständlichen zum freien
Gestalten suchen. Eine Materialliste wird
zugeschickt. Bringen Sie bitte Fotos Ihrer
bisherigen Arbeiten mit.
No– 66 KOPF UND FIGUR FREI GESTALTET
03. – 08. 08. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 14 Teiln
460,– pP
Über die Abstraktion zur Verbindlichkeit
Fast jeder von uns erinnert sich daran,
Gesichter und Figuren in Mauern, Fels­
wänden, Bäumen und Wolken, entdeckt
zu haben. Es gibt keine anatomischen
Übereinstimmungen und doch wirken die
Erscheinungen faszinierend und geheim­
nisvoll. Ganz aus der Struktur heraus – aus
dem spannungsvollen Rhythmus, aus dem
geheimnisvollen Hintergrund wird etwas
deutlich, was näher betrachtet sich wie­
der auflöst in freie Formen und Farben. In
der Malerei kann ein ähnlicher Vorgang ent­
stehen. Die aus der Malerei entwickelten
Gesichter und Körperformen überschrei­
ten, die von außen gesetzten Grenzen in
dem Maße, wie es die Malerei als Phänomen
ermöglicht. Die Eigenkräfte von Form und
Farbe lenken den prozesshaften Ablauf und
machen die autonome Bildrealität aus. Tech­
niken wie Monotypie, Frottage und Collage
unterstützen den Gestaltungsprozess. Die
Erkennbarkeit von Gesichtern und Figuren
bleibt gebunden an den malerischen Pro­
zess, der auch Freiraum für ganz individu­
elle Färbung schafft. Auf diese Weise ent­
steht ein individuelles autonomes Bild und
braucht nicht die illustrative Deutlichkeit, die
wir gewöhnt sind. Wir werden uns anregen
lassen von den Malereien der Frühkulturen,
die viele Maler der Moderne inspirieren. Der
Kurs ist für Teilnehmer geeignet, die schon
Erfahrungen in der freien Malerei haben,
aber auch für abenteuerlustige, experimen­
tierfreudige Anfänger.
Einzel- und Gemeinschaftsbesprechungen
begleiten den Kurs. Eine Materialliste wird
zugeschickt. Bitte bringen Sie Fotos Ihrer
bisherigen Arbeiten mit.
anderen Materialien. Wir üben Techniken
wie Fließenlassen, Reiben, Kratzen, Dru­
cken, Abwaschen und erfahren so die unter­
schiedlichen Verhaltensweisen der Materi­
alien. Es ist ein durchleben und Durchfreuen
der Natur, wobei der Körper zum Instrument
wird, der sich mit rhythmischer Kraft ein­
bringt. Ein neues Sehen ist die Folge dieses
Vorgangs. Dieser Kurs ist geeignet für alle,
die auf natürliche Weise in die Malerei ein­
steigen wollen. Wir werden Ordnungskrite­
rien kennen lernen, die notwendig sind, um
dem elementaren Verhalten von Form und
Farbe eine Gestalt zu geben. Der schöpfe­
rische Prozess wird zum Inhalt, wobei jeder
seine individuelle Färbung einbringen kann.
Einzel- und Gemeinschaftsbesprechungen
begleiten den Kurs. Eine Materialliste wird
zugeschickt. Bitte bringen Sie evtl. Fotos bis­
heriger Arbeiten mit.
No– 67 ELEMENTARES GESTALTEN
21. – 26. 09. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 14 Teiln
460,– pP
Vom Eigensinn der Materialien
Collage, Frottage, Monotypie und andere
Techniken – In diesem Kurs geht es drun­
ter und drüber – im malerischen Sinn. Die
Urkräfte der Natur wollen wir sichtbar
machen. Wir lassen Natur zu, so wie sie sich
in allen möglichen Techniken und Prozessen
gleichnishaft direkt auf der Arbeitsfläche
abspielt. Wir gehen auf Entdeckungsreise
mit Farbe, Sand, Leim, Strukturmasse und
ALFRED DARDA – 1937 in Sickingmühle, Westfalen geboren / studierte an der Werkkunst­
schule Dortmund, der Folkwangschule in Essen-Werden und der Münchener Kunstakademie
/ zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland / öffentliche Ankäufe u. a. von der Staatl. Gra­
fischen Sammlung München, der Städt. Galerie im Lenbachhaus München, der Staatsgemäl­
desammlung München, vom Deutschen Bundestag / öffentliche Aufträge für Wandgestaltung
und Kunst am Bau / 1982 Seerosen-Preis der Stadt München / vielfältige pädagogische Arbeit
an Schulen, in Sommerakademien und Seminaren / seit 2000 Dozent an der Kunstakademie
Bad Reichenhall // www.alfred-darda.de
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No– 68 27. 07. – 01. 08. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 14 Teiln
420,– pP
PROF. KATJA DAVAR
KATJA DAVAR
DRAWING DRAWINGS – ZEICHNUNGEN ZEICHNEN
The medium of Drawing is used as a primary
means of expression, but also as a quiet, hid­
den, introspective activity. It is a means to
access and process thoughts, work through
ideas and release intuitive gestures and fee­
lings. This seminar is designed to explore
the phenomena of drawing as basic to the
visual language of all disciplines. It offers an
opportunity to develop a vital vocabulary in
drawing through exploration of figuration,
abstraction, observation or imagination and
it is designed to emphasize perceptual and
inventive skills in all drawing media. We will
be developing our observational skills and
mark-making in the landscape and bringing
our observations back into the studio. From
there we will be working on the develop­
ment and evolution of concepts, ideas and
observations – from the sketchbook to com­
pleted works. We will be using ancient and
modern art-historical references and philo­
sophical frameworks. It will be an environ­
ment where the participants will be encou­
raged to share opinions, recognise and value
difference, take risks, succeed and fail. We
can all draw in our own way but sometimes
we disregard the things that are particular
and special about our way of drawing. The
participants should embrace incident and
suprise and share a strong belief that the
process used in making drawings provides
many important decisions and answers. Dra­
wing is an act of faith – often the best dra­
wings make themselves. Phonetic environ­
ment is English / German.
Zeichnen ist ein Medium, das vorrangig als
Ausdrucksmittel benutzt wird, doch es ist
ebenso eine stille, versteckte, nach innen
gewandte Beschäftigung. Zeichnen dient
als Zugang zu Gedanken und als Initiator von
Denkprozessen; es erlaubt, Ideen zu durch­
denken und auszuarbeiten und intuitive
Bewegungen und Gefühle frei zu setzen. Ziel
dieses Seminars ist es, das Phänomen Zeich­
nen als Grundstein der visuellen Sprache
aller Disziplinen zu ergründen. Es bietet die
Gelegenheit, durch die Auseinandersetzung
mit Gestaltung, Abstraktion, Beobachtung
und Vorstellungsvermögen ein grundle­
gendes zeichnerisches Vokabular zu entwi­
ckeln legen; für alle Medien der Zeichnung
soll dieses Seminar die Kompetenzen im
Bereich Wahrnehmung und Kreativität för­
dern. Wir werden in die freie Natur gehen,
um unsere Fertigkeiten in Beobachtung und
Vorzeichnungen zu entwickeln, und diese
Beobachtungen dann ins Atelier tragen. Mit
dieser Basis werden wir sodann an der Ent­
wicklung und Ausarbeitung von Konzepten,
Ideen und Beobachtungen arbeiten, vom
Skizzenbuch bis hin zum vollendeten Werk.
Zur Unterstützung nutzen wir Bezüge auf
Elemente der klassisch-antiken und moder­
nen Kunstgeschichte und wir nutzen als
Rahmen den Bezug zur Philosophie. In die­
sem Umfeld sind die Teilnehmer eingeladen,
ihre Meinung mitzuteilen, Unterschiede zu
erkennen und anzuerkennen, Risiken einzu­
gehen, Erfolge und Misserfolge zu erleben.
Wir alle können auf die uns eigene Art und
Weise zeichnen, aber manchmal übersehen
wir die Dinge, die unsere Art des Zeichnens
markant und besonders machen. Die Teil­
nehmer sollten sich Momenten von Zufall
und Überraschung öffnen – was zählt ist der
feste Glaube daran, dass der Prozess des
Zeichnens an sich viele wichtige Entschei­
dungen und Antworten bietet. Zeichnen ist
ein Vertrauensbeweis – oftmals entstehen
die besten Zeichnungen wie von selbst.
Veranstaltungssprache Englisch / Deutsch.
PROF. KATJA DAVAR – geboren 1968 in London, UK / Studium: Central Saint Martins School of Art, London, Kunstakademie Düsseldorf und
Kunsthochschule für Medien, Köln / seit 2014 Professorin für Zeichnung, Hochschule Mainz / University of Applied Sciences, Mainz / Zwischen
2002 – 10, Vertretungsprofessur (4 Semester) Klasse Christa Näher, Ayse Erkmen, Städelschule, Frankfurt am Main / Solo und Gruppenausstel­
lungen im in In- und Ausland u. a. 2014 Currency Galore, Galerie Kadel Willborn, Düsseldorf, Reading A Wave, Effearte Galerie, Mailand, How the
Mind Makes Forever, Galerie der Stadt Backnang, Backnang, Altered States, Galerie Andreas Binder, München // www.katjadavar.com
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ALMUT DETERMEYER
ALMUT DETERMEYER
No– 69 BILDROMAN
02. – 07. 03. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
420,– pP
Der Bildroman ist eine Abfolge von Zeich­
nungen, die ein bestimmtes Thema umkrei­
sen. Er entfaltet seine poetische Veran­
lagung nicht nur auf den Blättern selbst,
sondern auch durch dessen Präsentation,
worauf wir ein zweites Auge werfen. Jeder
Teilnehmer findet in der Seminarwoche sei­
nen eigenen Hot Spot für seinen Bildroman.
Unter »Hot Spot« verstehe ich einen Ort, der
das Interesse des Zeichners geweckt hat.
Es kann sich um einen Gegenstand (Zaun
Strauch, Banane) handeln oder ein Lebewe­
sen (Hund, Vogel) sein. Wichtig ist es sich für
ein Objekt zu entscheiden, ihn gedanklich
zu umkreisen und zeichnerisch zu erobern.
Einen weiteren zentralen Ausgangspunkt
für die Seminartage bildet das Zeichnen in
Eile. Dieses kurze schnelle Skizzieren ist ein
probates Mittel für den Teilnehmer sich frei
zu zeichnen und ihre eigene Herangehens­
weise zu studieren. Feste Vorstellungen, wie
was zu sein hat, verlieren sich im schnellen
Zeichnen und das jeweils eigene unvorein­
genommene Sehen tritt besser hervor. Die
Art der Präsentation eines solchen Bildro­
mans kann sehr unterschiedlich ausfallen
und sollte schon früh in den Arbeitsprozess
mit eingebunden werden: Daumenkino, Bild­
trommeln aller Art (Zoetrop), Labyrinthän­
gung an der Wand usw., sind möglich. Will
jemand in Richtung Zeichentrickfilm gehen,
ist es für den Pilotkurs noch nötig ein eige­
nes Laptop mit Photoshop und Schnittpro­
gamm mitzubringen. In gemeinsamen und
konstruktiven Gesprächen entwickelt sich
der Bildroman individuell und nach den
Bedürfnissen des jeweiligen Kursteilneh­
mers und ich werde, falls gewünscht, dem
einen oder anderen über vermeintlich auf­
tretende Hürden hinweghelfen.
ALMUT DETERMEYER – 1966 in Schleswig-Holstein geboren, lebt in Berlin / 1992 – 96 Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Nürn­
berg, Meisterschülerin / 1996 – 98 Studium an der H.d,K Hamburg / 1994 – 96 Stipendium »Villigst«, evgl. Studienwerk / 1996 – 98 Studienstiftung
des deutschen Volkes / 1998 »Kunstforschungs Reise« Nicaragua, unterstützt durch HdK Hamburg u. Studienstiftung des deutschen Volkes /
2001 Bayerischer Staatsförderpreis für junge Künstlerinnen und Leonhard und Ida Wolf-Gedächtnispreis der Stadt München / 2002 Stipendium
der Stiftung Kulturfonds Berlin / 2004 – 05 Stipendium Internationales Künstlerhaus Villa Concordia, Bamberg / 2005 USA-Stipendium des Frei­
staates Bayern / 2006 Stipendium Casa Baldi der Villa Massimo, Rom / 2013 Kuration der VideoArt »B@ZA« auf der FringeArtFair, Johannesburg,
Süd Africa // www.almut-determeyer.com
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No– 70
07. – 13. 09. 2015
7 Tage // Mo – So
10.00 – 17.00 Uhr
So bis13.00 Uhr
max 12 Teiln
380,– pP
LORENZA DIAZ
FELIX ECKARDT
DAS (UN)SICHTBARE – ein Streifzug zwischen Intuition und Kontrolle
Im Zentrum dieses Kurses steht der male­
rische Prozess und dessen Verkopplung mit
der Motivik – einem Loop zwischen Motiv
und Maltechnik.
Als Ausgangspunkt sollen nicht Skizzen
oder fotographische Abbildungen dienen,
itiv auf die Leinwand. Die Bilder sollen sich
langsam entwickeln. Gerade so, dass sich nur
beinahe unmerklich ein Hauch von Gegen­
ständlichkeit abzeichnet, der jeden Moment
auch wieder verschwinden kann. Wir bewe­
gen uns im Wechselspiel zwischen Kon­
nerungsfragmente projizieren lassen kön­
nen. Zum Einsatz wird nicht nur der Pinsel
kommen. Genauso auch andere Werkzeuge
und Mittel, wie zum Beispiel Lappen, Radier­
gummi, Materialien, die Struktur erzeugen
sowie auch Lösungsmittel. Der Bildräger
ist die Leinwand, im Mittel- oder Grossfor­
mat, damit auch eine gewisse Körperlich­
keit zugelassen werden kann. Des Weiteren
fokussiert der Kurs die Reduktion der Far­
bigkeit, einem Vorgehen, das bei der Kon­
zentration auf Form und Bildraum unter­
stüztend wirkt. Gearbeitet wir vorerst in
schwarz/weiss und Grautönen. Der Kurs ist
auch für den Einstieg in die Ölmalerei geeig­
net. Ausserdem werden verschiedene Kom­
positionsformen besprochen und einfache
Mittel der Raumtiefeerzeugung aufgezeigt.
In Einzel- oder Gruppengesprächen besteht
die Möglichkeit des Austausches und der
Bildbesprechrechung.
LORENZA DIAZ – 1978 geboren in Frauen­
feld, Schweiz / 1997 – 2001 Grafikfachklasse,
Schule für Gestaltung St.Gallen / 2000 Aka­
demia sztuk pienknych in Danzig, Polen /
2009 – 11 Studium HGB Leipzig bei Prof. Heri­
sondern ganz unmittelbar das eigene Err­
innerungsarchiv. Wir alle tragen gespei­
cherte Bilder in uns, die sich oft vage und
wie »Errinnerungscollagen« zusammenfü­
gen. Diese Bilder – seien es Orte, die uns
begegnen, Gebäude, an denen wir vorbei
spazieren oder alltägliche Situationen, die
uns widerfahren sind – bleiben bruchstück­
haft in unserer Erinnerung haften. Und eben
diese liefern uns die Basis, führen uns intu­
kretisierung und Auflösung, Schärfe und
Unschärfe, Sichtbarem und Unsichtbarem,
Aufbau und Dekonstruktion. Es sollen Bilder
entstehen, die aus einer Gratwanderung zwi­
schen Intuition und Kontrolle hervorgehen.
Mittels Wegradieren, Abwaschen, Über­
malen, Wegkratzen der Farbe loten wir die
Grenze zur Dekonstruktion aus. Gleichzei­
tig eröffnen wir ein konstruktives Feld, auf
das sich allerlei Fantasiegespinste und Erin­
bert C. Ottersbach / 2007 – 10 FHNW, Insti­
tut für Kunst, bei Prof. Jürg Stäubli (B. A .) /
Einzel- und Gruppenausstellungen u. a. in
Basel, München, Rottweil, Leipzig, Voro­
nez (Russland), Mechelen (Belgien), Manila
(Philipinen), London / Preise und Stipen­
dien: Reisepreis der Kunsthalle Basel, BLKB
Kunstpreis, iaab-Atelierstipendium Leipzig,
Christoph Merian Stiftung //
Dieser Kurs widmet sich dem Thema figür­
licher Darstellung in flüssiger und deckender
Acrylmalerei, der Kombination aus experi­
mentell, wild und genau. Ob Porträt over­
sized oder eine Szene mit Figur, zwei Lie­
bende, eine Landschaft. Ich helfe euch gern
Eure Projekte zu realisieren. Ausprobieren,
Leben entdecken spielerisch, ohne Druck
und wenn sich ein spannender Weg zeigt,
dann gehen wir ihn. Von mir lernt ihr Hand­
werk und Komposition, Loslassen, Randale
FELIX ECKARDT – Jahrgang 1975 / studierte
Malerei und Illustration an der Hochschule
für angewandte Wissenschaften, Hamburg
und an der Universidad Complutense in
Madrid / heute arbeitet er als freischaffen­
der Künstler und Illustrator im Kinder- und
Jugendbuchbereich, für Film- und Musikpro­
duktionen in Hamburg / es sind bereits Kin­
der- und Kunstfachbücher von ihm erschie­
nen / Ausstellungen im In- und Ausland /
Lehraufträge für Illustration und Malerei an
der HaW Hamburg / Leitung von Seminaren
an der FH Ottersberg, in Hamburg und dem
gesamten Bundesgebiet / sehen Sie »Der
Kuhfilm« // www.felixeckardt.de
auf die Leinwand zu bringen, eventuell bis
zur Abstraktion. Das Feine hat genau so viel
Wert wie das Grobe. Flüssiges und fleckiges,
frei oder gezielt und genau, die Qualität zu
entdecken und umzusetzen. Skizzenhafte
Darstellung zu verfolgen ist ein weiteres
97
FIGUREN LAUFEN LASSEN
No– 71
Thema. Der Kurs richtet sich besonders an
Fortgeschrittene, die einen neuen Horizont,
oder einen neuen Weg in die Malerei suchen.
Mindestens an einem Tag wird zum Aufbre­
chen gewohnter Strukturen mit teils sehr
lebendiger Musik gemalt.
16. – 21. 03. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 13 Teiln
720,– pP
98
FRAUKE EIGEN
FRAUKE EIGEN
No– 72 SEHEN LERNEN
13. – 18. 07. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
540,– pP
Jede Sekunde macht es 500 x Klick auf die­
ser Welt, das sind 30.000 Bilder in der
Minute und geschätzte 400 Milliarden in
einem Jahr. Diese Zahl wächst permanent
und überall klicken Digital-, Handy- und
Tablet-Kameras und sammeln unvergessliche
Momente. Jede autobiografische Sehens­
würdigkeit wird festgehalten, um sich zu ver­
gewissern, dass man dabei gewesen ist. Und
um sich »gegen die Zeit zu schützen«, wie
der französische Soziologe Pierre Bourdieu
sagt. Aus Angst, Entscheidendes zu Verges­
sen, wird jedes Detail fotografisch verewigt
und die Technologie hat dafür gesorgt, dass
man nicht darüber nachdenken muss, was
fotografisch festgehalten werden soll und so
werden Bilder beliebig geschossen und aus­
sortiert wird später, oder nie. Wenn in zwei
Minuten mehr Fotos entstehen als im ganzen
19. Jahrhundert zusammen, entwertet diese
Bilderschwemme nicht das einzelne Bild und
verlernen wir dadurch nicht das Sehen?
Im praktischen Teil des Workshops wer­
den die Kursteilnehmer ermutigt, weniger
und dafür sorgfältiger zu fotografieren, das
»Sehen« zu genießen und nur dann auf den
Auslöser zu drücken, wenn es ein gutes Bild
zu sein scheint, und wenn die Komposition
und das Licht stimmen. Im theoretischen
Teil werden den Teilnehmern zusätzlich Pho­
tographen vorgestellt, in deren Werk sich
diese Anforderung wieder spiegelt.
FRAUKE EIGEN – 1969 geboren in Aurich / 1993 – 98 Studium der Photographie am Bournemouth & Poole College of Art & Design mit Abschluss
des Higher National Diploma und des Advanced Level in Media and Production / 1993 – 96 Studium der Freien Kunst am Royal College of Art in
London mit dem Abschluss Master of Art / seit 1997 lebt und arbeitet sie in Berlin / Auszeichnungen und Stipendien: 1995 Preisträgerin des BT
New Contemporaries Award, London, 1996 Photograph of the Year, Association of Photographers, London, 1999 Stipendiatin des Centre d'Art
Contemporain, Domaine de Kerguéhennec (Frankreich), 2003 Dorothea von Stetten Kunstpreis, Kunstmuseum Bonn, 2005 Stipendium der Villa
Aurora, Los Angeles, 2013 Stipendium der Konrad Adenauer Stiftung, Vertreten durch: Volker Diehl, Berlin / Galerie Sabine Knust, München, Eric
Franck Fine Art, London, Atlas Gallery Berlin //
99
100
No– 73 A
29. 03. – 04. 04. 2015
7 Tage // So – Sa
Sa bis 13.00 Uhr
10.00 – 17.00 Uhr
max 16 Teiln
490,– pP
No– 73 B
25. – 30. 05. 2015
6 Tage // Mo – Sa
Sa bis 13.00 Uhr
10.00 – 17.00 Uhr
max 16 Teiln
420,– pP
GEORG FENKL
GEORG FENKL
LICHT UND SCHATTEN – ÖL / ÖLLASUR
Der Kurs führt in die Grundlagen der Ölma­
lerei / Öl-Lasur ein, gibt Einblick in ver­
schiedene malerische Techniken und lässt
andererseits Raum für eigenständiges, expe­
rimentelles Arbeiten, sowohl im Gegen­
ständlichen als auch in der Abstraktion.
Die Erarbeitung räumlich-plastischer Wir­
kungen durch Licht und Schatten stehen im
Mittelpunkt des Kurses sowie der Aufbau
eines Bildes mit Hilfe von lasierenden und
deckenden Schichten. Kurze theoretische
Ausflüge in die Welt der Perspektive, Kom­
position, der Farblehre ergänzen die prak­
tische Arbeit. Deshalb ist der Kurs sowohl
MASKERADEN – ACRYL / ÖL / ÖLLASUR
für Anfänger als auch für Fortgeschrittene
geeignet. Es werden Themen zur Bearbei­
tung angeboten, wobei es jedem Teilnehmer
aber freisteht, eigene Motive bzw. Ideen zu
verwirklichen.
Der Kurs führt in die Grundlagen der Ölma­
lerei und der Lasurtechnik ein, gibt Einblick
in verschiedene malerische Techniken und
lässt andererseits Raum für eigenständiges,
experimentelles Arbeiten. Gesichter, Mas­
ken, Verfremdungen als Themenangebot
stehen im Mittelpunkt der Arbeit in diesem
Kurs. Die Möglichkeit zur Entwicklung von
Bildserien zu diesem Thema wird aufgezeigt
und bietet eine spannende Alternative zum
Einzelwerk. Maskeraden als Synonym für
Verkleidungen, Täuschungen, Überdecken,
Verbergen, Verpacken, das verborgene
Gesicht der Welt etc. können sich dem
Thema auch im übertragenen Sinn annähern.
No– 73 C
01. – 06. 06. 2015
6 Tage // Mo – Sa
Sa bis 13.00 Uhr
10.00 – 17.00 Uhr
max 16 Teiln
420,– pP
GEORG FENKL – 1948 in Illertissen / Schwaben geboren / Studium an der Werkkunstschule
Augsburg, HFG Darmstadt, PH Bamberg / bis 2011 Kunsterzieher in Neu-Ulm / seit vielen Jah­
ren Dozent an verschiedenen Akademien / seit 1998 in Bad Reichenhall / zahlreiche Einzel- und
Gruppenausstellungen in Kanada, Japan, China, USA, Frankreich, Italien, Russland, u. a. Natio­
nale und internationale Kunstpreise / Zahlreiche Arbeiten in Sammlungen im In- und Ausland //
101
No– 74
02. – 07. 11. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 16 Teiln
420,– pP
102
GERDA FASSEL
GERTRUD FISCHBACHER
No– 75 DER TORSO
29. 06. – 04. 07. 2015
4 Tage // Mo – Mi
10.00 – 17.00 Uhr
max 10 Teiln
350,– pP
inkl. Modell
Michelangelo bereichert die Geschichte des
künstlerischen Ausdrucks: Er anerkennt den
ausgegrabenen antiken Torso als ein ästhe­
tisch Ganzes; als non finito prägt es sein
Werk. Auch Rodin erliegt dieser Wirkung,
er etabliert mit dem Fragment ein gravie­
rendes Motiv und stellt somit noch kommen­
den Bildhauergenerationen eine Aufgabe.
In diesem Seminar steht nicht das Abbilden
WAHRE GESCHICHTEN UND PRIVATE WIRKLICHKEITEN
im Vordergrund: Am Modell werden Körper­
funktionen recherchiert. Der Kursteilnehmer
ist aufgefordert, seine Erkenntnisse »eigen­
willig« umzusetzen, die Formen bewusst zu
überzeichnen, die Volumina zu verdichten,
um Haptik zu evozieren – mit Rücksicht auf
tektonische Gesetzmäßigkeiten.
Mitzubringen: Für's Zeichnen und Malen
verwenden Sie ihre bevorzugten Utensilien,
fürs Modellieren Ton (Schamottierung nach
Belieben, aber nicht zu grob), sowie ein Brett
als Unerlage entsprechend der geplanten
Größe des Torsos.
Empfehlenswert ca. 25 x 40 cm bis 30 x 50 cm.
Modellierwerkzeug, Messer, Wassersprüher,
Plastikfolie; fester Draht, Nägel, U-Häkchen;
Hammer, Beißzange.
GERDA FASSEL – 1941 in Wien geboren / 1964 – 65 Studium der Bildhauerei an der Art Students-League, New York / 1965 – 66 Gasthörerin (Bild­
hauerei bei Hans Knesl) und 1968 – 72 Studium der Bildhauerei bei Hans Knesl und Wander Bertoni an der Akademie für angewandte Kunst, Wien
/ab 1996 Gastprofessur für Bildhauerei / seit 1998 Ordinariat für Bildhauerei an der Hochschule für angewandte Kunst, Wien / zahlreiche Aus­
zeichnungen, u. a. Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse // www.fauve.at
Fotografie zeigt das Unsichtbare. Über die
Auseinandersetzung mit der Realität bzw.
dem äußeren (An)Schein der Dinge, aus indi­
viduellen Beobachtungen, aus persönlichen
Archiven, diversen Interessen kann sich eine
Geschichte entwickeln, die mittels Fotogra­
fie erzählt und umgesetzt wird. Der Kurs
bietet Raum für experimentelle und kon­
zeptuelle Umsetzungen der verschiedenen
Anliegen und Ausdrucksformen der Teilneh­
mer. Ziel ist es, eine adäquate Präsentations­
form für das fotografische Projekt zu finden
(es gibt auch die Möglichkeit großformatige
Ausdrucke herzustellen). Im theoretischen
Teil des Kurses wird die Geschichte der Foto­
grafie im Überblick gezeigt. Es folgt eine
Einführung in die technischen und gestalte­
rischen Grundlagen der Fotografie.
Mitzubringen sind: digitales Fotoequipment
(vom Smartphone bis zur Spiegelreflexka­
mera – keine Einschränkungen), eventuell
Zeichenmaterial zum Skizzieren. Sofern vor­
handen: Anschauungsmaterial zu vorherigen
oder auch erst begonnenen Projekten.
Vorkenntnisse: keine
GERTRAUD FISCHBACHER – Studium an der Universität Mozarteum Salzburg / Bildnerische Erziehung und Textiles Gestalten (Diplom), Lehr­
tätigkeit an der Universität Mozarteum, Abteilung Bildende Künste Kunst- und Werkpädagogik / 2013 Hohe Dosis – Recherchen zum Fotogra­
fischen heute, Galerie Fotohof, Salzburg und Atterseehalle Attersee; Der Atem des Windes, Stadtgalerie Lehen; Salzburg 899 km, Galerie im
Traklhaus, Salzburg; Videoscreening, Shanghai Contemporary Art Museum; Power Station of Art und Rheinisches Landesmuseum Bonn / 2012
8Stunden27, Künstlerhaus Güterbahnhof Bremen (K) / 2012 CONText, Textilgalerie Aichhorn, Salzburg Out of Salzburg, Kunsthalle whiteBOX /
2011 Days of Colours, Kunstraum Pro Arte, Hallein, Times of Colours, Galerie Eboran, Salzburg // www.gertrudfischbacher.com
103
No– 76
23. – 28. 11. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
420,– pP
104
SVEN-OLE FRAHM
SVEN-OLE FRAHM
No– 77 OHNE GEGENSTAND UND OHNE NARRATION!
26. – 31. 01. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 14 Teiln
380,– pP
Techniken und Methoden in der gegen­
standslosen Malerei und deren mögliche
Bedeutung.
Ob gemalt oder collagiert wird, ob konkret,
konstruktivistisch oder gestisch gearbeitet
wird, ist zunächst einmal egal. Entscheidend
ist, dass es sich bei den Arbeitsweisen, die in
diesem Kurs eine Rolle spielen, um Formate
handelt, die nicht abbilden und nicht erzäh­
len. In diesem Kurs geht es um die unter­
schiedlichen Entscheidungen und deren
Konnotationen einer nichtnarrativen Bildge­
staltung. Ist ein schneller Strich auch schnell
gemacht? Eine klare Setzung einfach oder
doch komplex? Wann wird aus einer klaren
Ordnung eine lapidare Setzung oder umge­
kehrt? Und was will uns das alles sagen ohne
zu erzählen? Angesprochen sind alle Kurs­
teilnehmer, die sich für eine fundierte und
eigenständige Auseinandersetzung mit dem
Phänomen der Gegenstandslosigkeit in The­
orie und vor allem auch Praxis begeistern.
Optional: Mitzubringen sind Arbeitsmate­
rialien und evtl. ausgewählte, vorhandene
Arbeitsproben.
SVEN-OLE FRAHM – 1972 geboren in Bonn / lebt und arbeitet in Berlin / 1993 – 95 Architektur an der TU Karlsruhe / 1995 – 98 Akademie der bil­
denden Künste Karlsruhe bei Prof. Meuser / 1998 – 2001 Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Hubert Kiecol, Meisterschüler / 1999 Gründung Aus­
stellungsraum Binterimstraße, Düsseldorf / 2000 – 06 Mitbegründung und Leitung des Ausstellungsraums Uberbau, Düsseldorf (www.uberbau.
de) / seit 2010 Mitbegründung und Leitung des Ausstellungsraums Koffer, Berlin (www.koffer-berlin.com) / Mitarbeit im museumspädago­
gischen Team des Museums »Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof – Neue Nationalgalerie – Museum für Gegenwart -Berlin«. / Zahlreiche nati­
onale und internationale Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen / 1997 – 2001 Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes / 1998
Sokrates-Stipendium, Göteborg / 2003 Villa Romana Preis mit einjährigem Arbeitsaufenthalt in Florenz / 2006 60. Bergischer Kunstpreis, Kunst­
museum Baden, Solingen // www.sven-ole-frahm.de
105
106
No– 78
06. – 11. 07. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 14 Teiln
390,– pP
INGRID FLOSS
ROMANA GÖMMEL
DIE FARBE ZUERST
Am Anfang ist alles offen, dann kommt der
Moment wo die Entscheidungen immer
genauer werden müssen, weil die Grund­
komposition da ist. Das Motiv, der Farbklang
und die Räumlichkeit entstehen während
des Malens. Der Malprozess ist ein Dia­
log mit dem Bild, sich selbst und der Kultur,
in der wir leben. Farben haben bestimmte
Gesetzmäßigkeiten. Aber im Bild, in der
KERAMIK IM SPIEL DES FEUERS
Praxis, muss man diese Gesetze manchmal
durchbrechen. Das macht die Arbeit interes­
sant, bringt sie weiter und ist ein spannender
Dialog. Farben ziehen sich zu bestimmten
Gruppen und Formen zusammen, trennen
sich von ihren Nachbarn und eröffnen einen
Raum. So kann der Blick des Betrachters
durch den Bildraum gelenkt werden und es
entsteht eine bestimmte Ordnung.
Ein gutes Bild ist klar, präsent im Raum und
hat Tiefe. Es muss auf einen Blick funktio­
nieren aber auch auf lange Zeit wirken. Die
räumliche Tiefe und die Bildoberfläche müs­
sen miteinander in Verbindung stehen. Es
bildet ein lebendiges Ganzes, in dem die Far­
ben immer wieder neue Verbindungen mit­
einander eingehen, also dynamisch sind und
alle gleich wichtig.
Neben kunsttheoretischen Besprechungen
spielen die Einzelbesprechungen vor den
entstehenden Bildern in diesem Kurs eine
wichtige Rolle. Die Arbeiten können gegen­
ständlich oder ungegenständlich sein, mit
Acryl- und Ölfarben auf Papier oder Lein­
wand gemalt werden.
INGRID FLOSS – 1970 geboren in Köln /
1997 – 2003 Akademie der Bildenden Künste,
München, Meisterschülerin / 2004 – 10 Lehr­
tätigkeit im Atelierprojekt, München / 2005
USA-Stipendium des Bayerischen Staatsmi­
nisterium / 2006 Bayerischer Kunstförder­
preis / seit 2011 Dozentin an der Kunstaka­
demie Bad Reichenhall / 2011 Residency am
Virginia Center for the Creative Arts, USA
/ Ausstellungen u. a. 2005 Guang Dong Art
Museum, Guangzhou, China / 2007 Neue
Galerie Dachau, Delta Galerie und Kunst­
raum, Basel, 2010 Kunsthaus Hamburg / 2012
Kunstverein Bamberg, 2014 Kunstverein
Reutlingen // www.ingridfloss.de.
Holzbrand – Rauchbrand – Raku
Geeignet für Teilnehmer/innen mit kera­
mischen Grundkenntnissen. Die Thematik
dieses Kurses, begleitet die Teilnehmer von
der Herstellung über die Trocknung und
Farbgestaltung bis zum Brand. Unser Werk­
zeug bildet eine Spur, Texturen und Haptiken
entstehen. Wir arbeiten mit diversen Tonsor­
ten, mit Struktur oder Glättung. Gegensätze
ergeben Paare. Wir setzen gestalterisch
natürliche und geformte Hilfsmittel ein um
die eigenen Arbeitsspuren als Integration
am Objekt zu fixieren. Oxidfarben, Rauchund Feuerspuren sowie Glanzpunkte aus
Glasur sind unsere Hilfskräfte auf dem Weg
zum fertigen Objekt. An den Brenntagen
begleiten wir unsere entstandenen Werke
durch das Feuer. Im Gasofen schmelzen die
Glasuren auf den Rakugefäßen um anschlie­
ßend im offenen Feuer die endgültige Fär­
bung zu erhalten. Rauchbrände liegen im
Holzfeuer und lassen sich von den Flammen
»bemalen«. Die Steinzeugöfen verleihen den
anvertrauten Werken Dauerhaftigkeit und
Härte.
Bitte beachten Sie, dass dieser Kurs bis ein­
schließlich Freitag in Reichenhall stattfin­
det. Samstag und Sonntag verbringen Sie in
Siegsdorf im Atelier der Kursleiterin, wo die
Keramiken in verschiedenen Öfen gebrannt
werden. Material und Brennkosten wer­
den nach Verbrauch berechnet. Benötigte
Arbeitsmaterialien: Modellierhölzer, Ton­
roller, Tonraspel, Tischränderscheibe, Holz­
bretter. Für die Brenntage erforderlich:
Mundschutz, Gummihandschuhe, strapazier­
fähige feste Kleidung und Schuhe.
ROMANA GÖMMEL – 1958 in Siegsdorf
geboren / gelernte Zahntechnikerin / arbei­
tet bereits seit 1978 mit Keramik / 1986 lernte
sie die Feinheiten des Rakubrandes bei Eli­
sabeth Mellier im Tessin kennen und lie­
ben / 1987 und 1989 Vertiefung dieser Tech­
nik in der Sommerakademie Trier u. a . bei
Immre Schramt und Robert Sturm / weitere
Anstöße in der figürlichen Plastik erfuhr sie
in Seminaren bei Zsuzsa Füzesi in Ungarn
und Ute Lehmann in Salzburg / 1999 Rauch­
brand-Seminar bei Jane Perryman in Eng­
land // www.goemmel-keramik.de
107
No– 79
14. – 20. 09. 2015
7 Tage // Mo – So
10.00 – 17.00 Uhr
max 12 Teiln
580,– pP
inkl. Verpflegung
am Sa und So bei der
Dozentin in Siegsdorf
108
No– 80
12. 01. – 24. 01. 2015
13 Tage // Di – So
10.00 – 17.00 Uhr
So bis 13.00 Uhr
max 14 Teiln
1.280,– pP
STEPHAN GEISLER / AMARTEY GOLDING
STEPHAN GEISLER / AMARTEY GOLDING
DAS BUCH – THE BOOK
Das Buch beinhaltet das Erforschen und
Ergründen der eigenen Mythologie, der
eigenen Welt, der eigenen Sehnsüchte.
Das Buch hat Vorbilder oder es ist spontan
in allem, was es offenbart. Das Buch ist eine
Erzählung oder ein Ansammlung unend­
DAS BUCH – THE BOOK
lich vieler Fetzen und Gedanken, Szenen,
Gedichten, literarischen Zitaten. Das Buch
ist Comic, es ist komisch, ernst, grotesk,
skurril, ehrlich, authentisch. Das Buch ist
in der Dicke und im Inhalt nicht beschränkt.
Das Buch ist groß. Ist es ein Querformat und
klappt man es auf, hat die Doppelseite eine
Spannweite von 140 cm, das Hochformat von
100 cm. Das Buch ist eigentlich ein Leporello.
Das Buch ist frei in der Technik. Das Buch ist
Malerei, Zeichnung, Tusche, Collage, Trans­
fer und Spray, Text und Zitat. Es ist alles oder
auch nur eines. Es ist minimal oder absolut
maximal. Das Buch ist frei!
In diesem Seminar ist Das Buch unsere
Arbeitsform. Neben der Erarbeitung des
Themas steht die Förderung der eigenen
Sprache und das »personal coaching« im
Vordergrund. Das Seminar ist zweisprachig,
deutsch und englisch.
Bei inhaltlichen Fragen wendet euch bitte an
ateliergeisler@aol.com oder
amarteygolding@gmail.com.
The Book is a personal one, a diary, a story, an
exploration of personal mythology. The Book
has spontinaity and impulse and concentra­
ted reflection in everything it discloses. The
Book explores art and narrative from myth
to a collection neverending frazzles and
thoughts, scenes, poems and lyrical citations.
The Book is comical, serious, grotesque,
bizarre, honest, authentic. The Book is not
restricted in thickness or impact. The Book is
big, do you choose a double page spread of
140 cm for landscape format? or 100 cm for
portrait? The Book is a leporello. The Book is
free in technique. The Book is painting, draw­
ing, ink, collage, transfer and spray, text and
citation. It is everything or just one. It is mini­
mal or absolutely maximal. The Book is free­
dom of ones narrative.
In this seminar The Book is our formal base
for working. Although the development
of artistic themes, the personal coaching
and coaching of personal artistic language
stands at the forefront of the seminar. The
seminar is bilingual, german and english. If
you have any questions to the impact of this
project please contact us
ateliergeisler@aol.com oder
amarteygolding@gmail.com.
STEPHAN GEISLER – studierte von 1990 – 94
Grafik-Design in Münster / seit 1995 Lehrauf­
trag für Zeichnung und Druckgrafik an der
Universität Dortmund / Ausstellungen im Inund Ausland // www.stephangeisler.com
AMARTEY GOLDING – born 1988 in London / 2005 – 07 National Diploma in Art and Design,
Long Road Sixth Form College / 2007 – 08 Foundation Degree in Art and Design, 2008 – 11
Architecture, Object and Spatial Design, Central St. Martins College of Art and Design, Univer­
sity of the Arts London // www.amarteygolding.com
109
110
No– 81
27. 07. – 01. 08. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 13 Teiln
480,– pP
RALPH GELBERT
RALPH GELBERT
NEW INFORMEL – Schöpfungsakte zwischen Chaos und Kosmos
Die in den 1950er Jahren dominierende
Kunstströmung des »Informellen« verab­
schiedete nicht nur einen konventionellen,
an Gegenständen und deren Wiedererkenn­
barkeit orientierten Bildbegriff, sondern ihre
prägenden Künstler wie Ernst Wilhelm Nay,
Willi Baumeister und Jackson Pollock erho­
ben gleichzeitig auch die Farbe vom Aus­
drucks- und Gestaltungsmittel zur absoluten
und autonomen Bildgestalt. Hinter auf den
ersten Blick ungeordneten und wie zufäl­
lig erscheinenden Farbkompositionen steht
eine künstlerische Haltung, die vor allem die
Bedeutung des Gestaltungsaktes als Pro­
zess von Agieren und Reagieren und die pro­
zessuale Form des künstlerischen Aktes her­
vorheben wollte und daher auf ein fertiges
Konzept verzichtete.
Unter ähnlichen Vorzeichen steht auch der
Kurs »New Informel«, in dem die Teilnehmer
in gezielten experimentellen Arbeitsschrit­
ten sich ihr eigenes künstlerische Potenzial
»erobern« sollen, indem sie die Farbe als
Motor der Bildfindung begreifen und dabei
eine eigenständige künstlerische Position
und persönliche Handschrift entwickeln, um
in die Gemälde Spuren von äußeren und
inneren Welten einzubringen. Der Werkpro­
zess wird begleitet von Musik, deren struktu­
relle Gemeinsamkeiten mit der Malerei wie
Rhythmus, Klangfarbe und -akkorde frucht­
bar gemacht werden sollen. Das malerische
Vokabular soll auf experimenteller, spiele­
rischer und rationaler Ebene erweitert wer­
den. Fundierte malerische Kenntnisse wer­
den vorausgesetzt.
»TAFEL-BILD« – MALEREI, KOCHEN UND SINNLICHKEIT
Die unterschiedlichen Stilrichtungen der Bil­
denden Kunst können meist auch als Spie­
gel einer jeweils herrschenden historischen
Geschmackskultur interpretiert werden. An
eine solche Geschmackskultur – und zwar
im wörtlichen Sinne – war und ist auch das
Kochen gebunden. Zudem schlagen sich in
der Geschichte der Malerei auch technische
Erfindungen (Ölmalerei etc.) und Neue­
rungen nieder. Ähnliches lässt sich wiede­
rum beim Kochen beobachten. Maßgebliche
Faktoren für jeweils angesagte Gerichte und
Zubereitungsarten stellen sowohl vorherr­
schende heimische Traditionen und überre­
gionale Einflüsse als auch kulturgeschicht­
liche Entwicklungen dar.
Essen ist lebensnotwendig: Es verbindet den
Menschen auf elementarste Weise mit der
Welt, vergegenwärtigt den ewigen Zyklus
von Leben und Tod und ist Teil unserer kul­
turellen Identität und damit auch Inspirati­
onsquelle für kreatives Schaffen, bei dem
ein hohes Maß an ästhetischem Verständ­
nis und Ideenreichtum vorausgesetzt wird.
Der deutsche Philosoph Ludwig Feuerbach
(1804 – 72), von dem das berühmte Zitat »Der
Mensch ist, was er isst« stammt, vergleicht
das Leben mit einem endlosen Stoffwechsel
– auf den ersten Blick kein allzu ästhetischer,
sondern rein biologischer Gedanke. Essen
spielt seiner Meinung nach lediglich die
Rolle einer Energiequelle, um den mensch­
lichen Körper in Schwung zu halten. Im
Gegensatz dazu gilt Essen und Kochen einer
Vielzahl von Künstlern als unversiegbare
Inspirationsquelle. Die Faszination für die
Zubereitung des leiblichen Wohls und den
anschließenden Genuss kennt die Kunstge­
schichte aus der sogenannten »Eat-Art«.
An diese Traditionen wollen wir im Seminar
anknüpfen und das Atelier als Experimen­
tierfeld ästhetisch-sinnlicher Prozesse nut­
zen: Müssen in der Malereikompositorische
Ordnung, Unordnung, Struktur, Farbwirkung
und Farbauftrag berücksichtigt werden, so
fordert auch die Kochkunst in der Zuberei­
tung von Gerichten technische Fähigkeiten
sowie ein Gefühl dafür, welche Zutaten
zusammenpassen und schmecken. Im Mittel­
punkt des Seminars stehen Malerei, Zeich­
nung, Skizzen und Kochen! Auf Leinwänden
werden wir uns mit kräftigen, abstrakten Bil­
dern von der Stimmung inspirieren lassen.
Alles mit Farbe ist erlaubt und erwünscht:
Spannung, Dynamik, Instinkt. Entstehen
sollen brodelnde Flächen, atmendes Kolo­
rit, intensives farbkräftiges Leuchten. Dem
freien Malen sollen keine Grenzen gesetzt
sein und Zeichenhaftes oder nur studien­
haft Gekritzeltes ebenso seine Berechti­
gung haben wie der Gebrauch ungewöhn­
licher Malgeräte oder die Verwendung von
Schablonen. Durch Actionpainting, Geste
und Experiment soll ein Weg zum eigenen
Ausdruck gefunden werden und zwar von
abstrakt bis figürlich – eben eine malerische
Entdeckungsreise zur Freiheit in der Kunst.
Benutzt werden vorzugsweise wasserba­
sierte Farben wie Aquarell, Acryl, Tusche
sowie jegliche Arten von Stiften auf Papier
oder auf mittel- bis großformatigen Lein­
wänden. Kleine Filme sollen die die prak­
tischen Übungen dokumentieren, in der die
entstandenen Gemälde und die zuberei­
teten Gerichte zusammen vorgestellt wer­
den sollen.
RALPH GELBERT – 1969 in Landau, Pfalz geboren / lebt und arbeitet als freischaffender Künstler in Neustadt, Weinstr. / 1993 Stipendium der
Accademia Belle Arti – Florenz / 1993 – 96 Kunst- und Designstudium, Diplom, Florenz / Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler, Visual
Artists Ireland / 2002 Meisterklasse bei Bernd Zimmer / 2003 – 06 Atelier Berlin / seit 2008 Lehrauftrag an der FH Kaiserslautern / Fachbereich
Virtual Design / Studienaufenthalte in Irland, Stromboli, Südafrika, Israel & Südamerika / zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland / Kunst­
messen in Berlin, Karlsruhe, Madrid, London und Bologna / zahlreiche Arbeiten in öffentlichen Sammlungen und Museen // www.gelbert.com
111
No– 82
26. 10 – 01. 11. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 13 Teiln
480,– pP
112
No– 83
08. – 13. 06. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
340,– pP
ANNALENA GRAU
113
VON MATERIALEXPERIMENTEN ZU FORM(ER)FINDUNGEN
In der Geschichte der Skulptur waren die
Kriterien für die Wahl eines Materials über
Jahrhunderte hinweg konstant. Ein Material
war umso kostbarer, je beständiger es hin­
ter der Form der Skulptur zurück trat. Für die
Beschaffung edler Materialien, wie Marmor,
Elfenbein oder Tropenholz, wurden keine
Mühen und Kosten gescheut. Seitdem künst­
liche Materialien industriell und günstig
hergestellt werden können, die sich durch
Ebenmäßigkeit und Härte für skulpturales
Arbeiten eignen (wie z. B . Stahlbeton und
Plastik), hat sich die Bedeutung des Materi­
als für die Kunst drastisch verändert. Um die­
sen Bedeutungswandel zu erläutern, werde
ich im Laufe des Workshops unterschied­
liche künstlerische Positionen vorstellen. Wir
werden uns vor allem mit Künstlern beschäf­
tigen, die Werkstoffe als Ausgangspunkt
skulpturalen Denkens und festen Bestand­
teil der sichtbaren Form betrachten.
Anhand von praktischen Aufgaben werden
wir mit verschiedenen, z. T. ungewöhnlichen
Materialien experimentieren und uns selbst
an einen Materialumgang herantasten, in
dem wir die Werkstoffe nicht mehr als reinen
Träger für eine gewünschte Form verwenden,
sondern ihre Eigenarten und Bedeutungszu­
sammenhänge in die Formfindung einbezie­
hen. Ich werde hierfür verschiedene Materi­
alien zur Verfügung stellen. Es ist zusätzlich
gewünscht, dass die Kursteilnehmern selbst
Materialien mitbringen, die sie spannend
finden und gerne untersuchen würden. Das
können klassische Werkstoffe sein, aber
auch Materialien, die auf den ersten Blick für
eine Skulptur abwegig erscheinen.
Mitzubringen sind: Werkzeug und Werk­
stoffe in dem jeweils bevorzugten Medium.
ANNALENA GRAU – 1980 in Hamburg geboren / 2000 – 07 Studium der Freien Kunst, Diplom
an der HfBK Hamburg / 2008 – 11 Künstlergruppe »Von dritten Räumen« / seit 2004 zahlreiche
Ausstellungen u. a.: Goethe Institut Damaskus, Kulturstiftung Schloss Agathenburg (E/K),
Kunsthalle zu Kiel (K), Kunsthaus Hamburg (K), Kunstverein Hannover, Kunstverein Harburger
Bahnhof, MASS MoCA Massachusetts (K), Museum Abtei Liesborn, Sammlung Falckenberg (K),
Thomas Rehbein Galerie (E) / Preise und Auszeichnungen: u. a Hamburger Arbeitsstipendium
(2014), Froschhausenstipendium (2012), Ehrendiplom der Jutta Cuny-Franz Foundation (2009)
/ Artikel u.a »Halbzeug« von Renate Puhvogel, Kunstforum (2013), »Subversive Maulwürfe« von
Ute Thon, Art – Das Kunstmagazin (2012) / lebt und arbeitet in Murnau und Hamburg. //
www.annalenagrau.com
114
No– 84
01. – 03. 10. 2015
3 Tage // Do – Sa
Sa bis 13.00 Uhr
10.00 – 17.00 Uhr
max 7 Teiln
300,– pP
Der Kurs findet im
Atelier in Bad Dürrn­
berg, in Österreich,
statt – mit dem Auto
in ca. 36 min von
Bad Reichenhall zu
erreichen.
MANUEL & TOBIAS GRUBER
MANUEL & TOBIAS GRUBER
CRASHKURS ALUMINIUMSKULPTUR
Dieser Kurs soll die Teilnehmer inspirieren
sich frei in dem sehr leicht zu bearbeitenden
Material Styropor auszudrücken. Es können
schnelle Skizzen in Ton oder auf Papier ent­
stehen, die danach in Styropor umgesetzt
werden. Die bei diesem Prozess entstan­
denen Styroporskulpturen werden anschlie­
ßend in Formsand eingebettet. Danach wird
das erhitzte Aluminium direkt auf die Styro­
porskulpturen gegossen, wobei die einge­
betteten Modelle verdampfen und eine Alu­
miniumskulptur entsteht.
1. Tag: Wir erarbeiten uns Skizzen auf Papier
oder in Ton die anschließend in Styropor
umgesetzt werden.
2. Tag: Die entstandenen Styropormodelle
werden in Formsand eingebettet und in Alu­
minium gegossen.
DIE ENTWICKLUNG VOM MODELL ZUR BRONZESKULPTUR
3. Tag: Die gegossenen Modelle werden dem
Formsand entnommen und gegebenenfalls
nachbearbeitet. Danach können die Alumi­
niumskulpturen von den Teilnehmern mitge­
nommen werden.
Die Teilnehmer dieses Kurses haben die
Möglichkeit bis zu drei Modelle (nicht grö­
ßer als ca. 15 x 15 x 20 cm) anzufertigen. Die
Kosten für den Aluminiumguss sind nicht in
der Kursgebühr enthalten. Je nach Größe
des Modells wird je Stk. 30 – 80 € berech­
net. Die Teilnehmer unserer Kurse haben
bis auf die anfallenden Gusskosten keine
weiteren Materialkostenaufwendungen zu
leisten. Wir sind gerne bereit den Teilneh­
mern auf Wunsch eine Unterkunftsmöglich­
keit in der Nähe unseres Ateliers (ca. 5 min.)
zu vermitteln.
Dieser Kurs ist ein weiterführender Kurs zum
»Crashkurs Aluminiumskulptur« kann jedoch
auch als Einzelkurs besucht werden. Für die­
sen Kurs können mitgebrachte Modelle jeg­
licher Art (z. B. Ton, Metall, Plastik, Holz etc.
– nicht größer als ca. 15 x 15 x 20 cm) verwen­
det werden. Die Kursteilnehmer werden
anhand einer ihrer Skulpturen in die Tech­
nik des Formenbaus eingeführt. Es wird eine
Silikon/Gips Form erstellt und anhand die­
ser ein für den Bronzeguss erforderliches
Wachsmodell angefertigt. Danach werden
die weiteren Arbeitsschritte bis zum ferti­
gen Bronzeguss den Teilnehmern mit Hilfe
von Anschauungsmaterial erläutert. Es folgt
die Besichtigung der Kunstgusswerkstätte
unseres Ateliers in der die Bronzeskulpturen
gegossen werden. Die fertigen Bronzeskulp­
turen werden den Teilnehmern zugesandt.
Weiters erhalten die Teilnehmer mit der
Zusendung auch Informationsmaterial über
den Bronzeguss Ihrer Skulpturen.
1. / 2. Tag: Es wird Anhand der mitgebrachten
Skulpturen eine Silikon/Gips Form erstellt.
3. Tag: Erstellung eines Wachsmodells mit
Hilfe der Silikon/Gips Form. Die Kosten für
den Bronzeguss sind nicht in der Kursgebühr
enthalten. Je nach Größe des Modells wer­
den 150 – 350 € verrechnet. Die Teilnehmer
unserer Kurse haben bis auf die anfallenden
Gusskosten keine weiteren Materialkosten­
aufwendungen zu leisten. Wir sind gerne
bereit den Teilnehmern auf Wunsch eine
Unterkunftsmöglichkeit in der Nähe unseres
Ateliers (ca. 5 min.) zu vermitteln.
115
No– 85
05. – 07. 10. 2015
3 Tage // Mo – Mi
10.00 – 17.00 Uhr
max 7 Teiln
300,– pP
Der Kurs findet im
Atelier in Bad Dürrn­
berg, in Österreich,
statt – mit dem Auto
in ca. 36 min von
Bad Reichenhall zu
erreichen.
MANUEL GRUBER – geboren 1984 in Hallein bei Salzburg / 1999 – 2003 Fachschule für Bildhauerei in Hallein / 2003 Gründung eines Ateliers am
Dürrnberg, sowie die erste Ausstellung in Hallein / 2005 Reisen nach Florenz und Rom / 2006 entstehen erste Arbeiten aus Bronze / 2007 Teil­
nahme am Europäischen Steinbildhauerfestival in Junas, Südfrankreich / 2009 Ausstellung »Edition 6+2« (BV Salzburg) / Zusammenarbeit mit
Prof. Josef Zenzmaier / 2010 Ausstellung »plastic jesus« (BV Salzburg) / 2011 Einrichtung einer Kunstgusswerkstatt; Ausstellung »plastic jesus 2«
(BV Salzburg) / 2012 Ausstellung »Ars quo vadis« (BV Salzburg) / 2013 Ausstellung »Klangfarbe« (BV Salzburg) //
TOBIAS GRUBER – geboren 1986 in Hallein bei Salzburg / 2006 – 07 Mozarteum Salzburg / Bühnenbild / seit 2007 als selbstständiger Künstler
tätig / u. a. Teilnahme am Steinbildhauersymposium, Junas (Frankreich) / 2009 Ausstellung »Edition 6+2« (BV Salzburg) / Zusammenarbeit mit
Prof. Josef Zenzmaier / 2010 Ausstellung »plastic jesus« (BV Salzburg) / 2011 Einrichtung einer Kunstgusswerkstatt; Ausstellung »plastic jesus 2«
(BV Salzburg) / 2012 Ausstellung »Ars quo vadis« (BV Salzburg) / 2013 Ausstellung »Klangfarbe« (BV Salzburg) //
116
No– 86
06. – 08. 04. 2015
3 Tage // Mi – Fr
10.00 – 17.00 Uhr
max 12 Teiln
270,– pP
inkl. Modell
No– 87
30. 11 – 0 2. 12. 2015
3 Tage // Mo – Mi
10.00 – 17.00 Uhr
max 12 Teiln
270,– pP
inkl. Modell
RUPERT GREDLER
SOMYOT HANANUNTASUK
LEBENDIGES LEBENDIG ZEICHNEN
Das Zeichnen ist die Grundlage für zahl­
reiche bildnerische Ausdrucksformen. In
diesem Seminar wollen wir das Hauptaugen­
merk darauf richten, dass der gezeichnete
Strich, die Schraffur und die Fläche leben­
UNGEGENSTÄNDLICHE MALEREI
dig bleiben. Wir beginnen mit dem Akt am
ersten Tag, zeichnen am zweiten Tag Akt und
Porträt mit Attribut. Am dritten Tag gehen
wir in die Fußgängerzone und in die Trink­
halle und zeichnen flüchtige Bewegungss­
kizzen oder Reiseskizzen vor Ort. Am vierten
Tag fahren wir nach Salzburg und zeichnen
Tiere im Zoo Hellbrunn. Das Selbstporträt
beschließt diese intensive aber auch erhei­
ternde Woche.
Zeichnung angelegt sein, wie soll das Porträt
aufgebaut werden und welche Bedeutung
hat die gewählte Komposition. Wir wollen
auch in der Fußgängerzone zeichnen, wenn
es das Wetter zulässt. Auf diese Art können
Hemmschwellen einfach und zügig abge­
baut werden. Drei intensive Zeichentage, die
auch Spaß machen.
Anregungen für neue Bildideen finde ich
häufig in meiner alltäglichen Umgebung –
Spiele von Farben und Formen, Strukturen
und Muster von Oberflächen. Entscheidend
ist dabei nicht die Abbildung einer Realität,
sondern die Umsetzung dabei gewonnener
Erfahrungen in eigene Bild- und Formen­
sprache. Im spielerischen Umgang mit Far­
ben und Formen können Sie im Kurs eigene
kreative Möglichkeiten entdecken und ver­
tiefen: In der Malerei ist alles frei! Materi­
alien: Acrylfarben, Ölstift, Ölpastell, Bleistift,
Kohle, Pinsel, Malspachtel, Leinwände, Mal­
kartons usw.
PORTRÄT ZEICHNEN
Das Porträt hat auch in der Gegenwarts­
kunst große Bedeutung. In diesen drei
Tagen wollen wir uns ganz grundlegend dem
Porträtzeichen widmen. Welches Material
soll verwendet werden, wie groß soll eine
RUPERT GREDLER – 1955 in Salzburg geboren und aufgewachsen / 1975 – 80 Studium der Mathematik an der Universität Salzburg / 1982 – 85 Stu­
dium der Malerei bei Prof. Franz Luby in Wien / 1985 – 94 Mitarbeit in der Werkstatt für Schrift und Reklame Wechner in Salzburg / seit 1985 frei­
schaffend / zahlreiche Ausstellungen und Messebeteiligungen im In- und Ausland / Arbeiten in öffentlichem Besitz: Österreichische Galerie im
Belvedere in Wien, Museum der Moderne Salzburg, Salzburg Museum, Sammlung der Universität Salzburg, Joanneum Graz, The A Museum der
Stadt Graz, Stift Admond, ÖAV Museum Innsbruck, Vorarlberger Landesbibliothek, Städtische Galerie Albstadt, Sammlung des Kulturamtes der
Stadt Berlin, Kiscelli Museum Budapest, The Artists Museum Tel Aviv. // www.rupert-gredler.at
SOMYOT HANANUNTASUK – 1949 geboren in Bangkok, Thailand / 1968 Studium bei dem
Maler und Dichter Tang Chang / 1968 – 70 Studium der Malerei und Grafik an der SilpakornUniversität in Bangkok / 1972 – 78 Studium (DAAD-Stipendium) an der Kunstakademie München
bei Prof. Günter Fruhtrunk, Diplom / 1979 Studium an der Kunstakademie Kopenhagen bei Prof.
Robert Jacobsen / zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland / lebt und arbeitet in München
und Bangkok //
117
No– 88
11. – 16. 05. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
390,– pP
118
No– 89 A
04. – 08. 05. 2015
5 Tage // Mo – Fr
10.00 – 17.00 Uhr
max 13 Teiln
480,– pP
No– 89 B
05. – 09. 10. 2015
5 Tage // Mo – Fr
10.00 – 17.00 Uhr
max 13 Teiln
480,– pP
ALFRED HANSL
JUTTA HASS
REALITÄT IST NUR EINE ILLUSION, DIE SICH AUS MANGEL AN FANTASIE EINSTELLT
Abstrakt expressive Malerei in Misch­
techniken für Anfänger und Fortgeschrit­
tene. Nichts steht von vornherein fest, wir
arbeiten prozesshaft, geprägt von Emo­
tionen, Intuition, Spontaneität und versu­
chen so, Stimmungen, innere Visionen, Emp­
findungen oder die pure Energie auf der
Leinwand auszuleben. Schicht für Schicht
gelangen wir vom kreativen Chaos zu span­
nungsreichen Kompositionen, schaffen Bil­
der mit Tiefe, Raum und Dichte. Es werden
verschiedene Techniken miteinander kombi­
niert und angewendet, begleitet von inten­
siver individueller Betreuung, Bildanalyse
und gemeinsamen Bildbesprechungen.
INTENSIVKURS FÜR SKULPTUR UND OBJEKT
Zu allen Zeiten waren Künstler Grenzgänger
und Experten der Grenzüberschreitung. In
einer noch nie dagewesenen Experimentier­
freude werden heute in der Keramik unge­
wöhnliche Materialien eingesetzt und mitei­
nander kombiniert.
Zwei interessante Entdeckungen sind in
diesem Kurs das Arbeits- oder Gestal­
tungsmaterial, das in seinen vielfältigen
Möglichkeiten erprobt wird. Dabei ist es
unwichtig, ob jemand Neueinsteiger oder
Fortgeschrittener ist. Paperclay enthält Zel­
lulosefasern, Fiberclay dagegen Fasern aus
Polyester. Beide Materialien sind extrem
anpassungsfähige Werkstoffe, schier gren­
zenlos in ihren Bearbeitungsmöglichkeiten,
jedoch wie herkömmlicher Ton zum Bren­
nen und Glasieren geeignet. Die außeror­
dentlichen Experimente reichen von extrem
dick-oder dünnwandigen Objekten, Kom­
binationen mit anderen Materialien bis zur
Verwendung von flüssigem Paperclay. Vom
zweckfreien Objekt bis hin zur skulpturalen
bildhauerischen Schöpfung und avantgar­
distischen Experimenten ist alles möglich.
Der Kurs vermittelt eine theoretische Ein­
führung sowie eine praxisgerechte Anlei­
tung. Sowohl bei der Formfindung als auch
bei der künstlerischen Umsetzung erhalten
die Teilnehmer professionelle Unterstüt­
zung. Ich freue mich auf eine spannende
Zusammenarbeit.
Die Massen stehen für die Teilnehmer bereit
und werden nach Bedarf abgerechnet. Gla­
sieren und Brennen biete ich auf Wunsch in
meinem Atelier an. Eine Materialliste wird
den Teilnehmern rechtzeitig zugesandt
ALFRED HANSL – 1959 in Linz geboren, Stu­
dium an der Pädagogischen Akademie in
Linz, Freischaffender Künstler seit 1994 /
Durchführung von Malseminaren seit 1999
/ Eröffnung der eigenen Galerie »art & pro­
jects« 2004 / Dozent an der Malakademie
Geras seit 2005 / an der Kunstakademie Bad
-Reichenhall ab 2011 / seit 1986 zahlreiche
Ausstellungen im In- und Ausland //
www.hansl.info
JUTTA HASS – 1956 in Bobingen gebo­
ren / selbstständige Keramikkünstlerin mit
eigenem Atelier- und Kursbetrieb / lang­
jährige Betriebsleitung in verschiedenen Keramikbetrieben / Mitglied im Berufsverband bildender Künstler, Schwaben Nord / 1987 Gründung
eines eigenen Ateliers, seitdem freischaffende Künstlerin / erste Ausstellung 1995, seitdem viele Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen
/ Dozententätigkeit, Veranstaltung von Workshops und Intensivkursen / 1998 und 1999 Arbeitsaufenthalt im Kloster Irsee (Kunstsommer der
Universität Augsburg, Meisterkurs Skulptur, Gudrun Klix, Australien) / 3. Frauenförderpreis des Landkreises Augsburg im September 2002 /
Johann-Georg-Fischer-Kunstpreis der Stadt Marktoberdorf im Oktober 2002// www.jutta-hass.de
119
No– 90
30. 04 – 03. 05. 2015
4 Tage // Do – So
10.00 – 17.00 Uhr
max 9 Teiln
490,– pP
120
No– 91 19. – 22. 08. 2015
4 Tage // Mi – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
max 12 Teiln
360,– pP
HAPTIC
HAPTISCHES ARBEITEN MIT FOTOS UND TEXTILIEN
Wie können Gestaltungsideen durch die
Kombination von Fotografie und Textilien
umgesetzt werden? Was erzeugt den »hap­
tischen Effekt« im Bild? Diese Fragen wer­
den in diesem Workshop beantwortet.
Ausgangspunkt sind die Texturen der unter­
schiedlichen Materialien wie Fotos, Druck­
raster, Fäden, Stoffe und Papier. Diese
Grundstoffe werden in ihrer spezifischen
Bedeutung und Aussage analysiert und the­
matisch zugeordnet. Linearität und Flächig­
keit werden miteinander verknüpft, Fotos
mit textilem Material collagiert und über­
arbeitet. Perspektivische Elemente und
bewusste Lichtsetzung werden ins Gestal­
terische miteinbezogen. Der Schatten als
signifikante Charakteristik des »haptischen
Effekts« wird bewusst gesetzt und in die
Gestaltung des Bildes integriert. Das so ent­
standene Bild wird anschließend »haptisch«
fotografiert und in einem weiteren Prozess
textil überarbeitet und ergänzt. Die Möglich­
keiten reichen vom haptischen Bild bis zur
textilen Skulptur, von der textilen Skizze bis
zur stofflichen Fotografie.
GRUPPE HAPTIC – gegründet 2006 / hap­
tic versteht sich als Künstlergruppe. die sich
aus verschiedenen Blickwinkeln und Ansatz­
punkten den formalen und gestalterischen
Herausforderungen stellt / In einem dia­
logischen Prozess werden formal-künstle­
rische Aspekte mit übergreifenden konzep­
tionellen Sichtweisen verbunden / haptic
arbeitet in Salzburg und Klagenfurt /
G. S. SEDLAK 1941 geb. in Schladming / Stu­
dium an der Akademie der bildenden Künste
in Wien und an der Kunsthochschule Berlin /
längere Aufenthalte in Marokko und Italien,
von 1993 bis 2002 in New York / 1964 Kardi­
nal König Preis, Wien /
GÜNTER JOST 1960 geb. in Hermagor / Stu­
dium der Evangelischen Theologie in Wien,
Berlin, Zürich / Fotografenausbildung im
Studio Light Vision, Wien / 1995 Gründung
des Fotostudios Jost & Bayer in Klagenfurt /
seit 1996 intensive Auseinandersetzung mit
digitalen Medien und konzeptioneller Foto­
grafie // www.haptic.at
HAPTIC
121
122
FRANZ HITZLER
CHRISTIANE TEN HOEVEL
No– 92
BEGEISTERUNG
KÜNSTLERISCH DENKEN – vom Momentanen über das Mögliche zum Konkreten
20. – 26. 04. 2015
7 Tage // Mo – So
10.00 – 17.00 Uhr
So bis 13.00 Uhr
max 14 Teiln
590,– pP
In der Malerei liegt Begeisterung für das
Auge ein Bild zu formen, das Geist und Seele
belebt. Jede/r Teilnehmer/in trägt eine ihr/
ihm eigene Wahrheit in sich. Diese Wahrheit
freizulegen und zur Freude und Bejahung zu
steigern, ist Anliegen des Kurses. Es kann in
allen Techniken gearbeitet werden.
FRANZ HITZLER – geboren 1946 in Thalmassing bei Regensburg / lebt und arbeitet in Mün­
chen / 1962 – 64 Kunstschule Augsburg bei Heinz Butz / 1967 – 72 Akademie der Bildenden
Künste München bei Franz Nagel / 1981 Staatsförderpreis Bildende Kunst / seit 1997 ordent­
liches Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste / Einzelausstellungen u.a. Len­
bachhaus und Staatsgalerie Moderne Kunst München, Städt. Museum Leverkusen, Visual Art
Museum New York// www.hitzler-franz.de
Inhalte und Ziele: Im Seminar wird an eige­
nen Werken gearbeitet, deren Vielfältig­
keit durch die künstlerischen Positionen
der Teilnehmenden bedingt ist. Bei diesem
konkreten Arbeiten wird eine Annäherung
an die individuelle Potentialentfaltung und
eine Stärkung unserer künstlerischen Intu­
ition versucht. Dazu wird ein spielerischer,
skizzenhafter Umgang mit Material genutzt,
sogenannte »Plastische Denkmodelle«,
durch die innere Prozesse sichtbar werden
und zu klärenden Lösungsschritten führen
können. Ergänzt werden diese klärenden
Aufbauten mit Zeichenübungen, Wahrneh­
mungsübungen und Reflexionen. Die Arbeit
wird mit Informationen zu zeitgenössischen
Kunstpositionen begleitet. Um die im Semi­
nar gemachten Erfahrungen in ein konti­
nuierliches künstlerisches Arbeiten und
ins Leben transferieren zu können, werden
individuelle kreative Strategien entwickelt.
Zu den Seminarinhalten wird eine digitale
Zusammenfassung gereicht, die Bilder, Texte,
Übungen umfasst.
Zielgruppe: Das Seminar richtet sich an Men­
schen, die in Bezug auf ihre künstlerische
Arbeit in Neuorientierungsphasen sind und/
oder zur Klärung von Lebensfragen neue,
künstlerische Formen ausprobieren möch­
ten. Um den Einstieg in die Arbeit zu erleich­
tern bringen sie bitte eine Auswahl von
Fotos ihrer Arbeiten mit, die ihnen am Wich­
tigsten sind.
CHRISTIANE TEN HOEVEL – geboren 1964 / lebt und arbeitet in Berlin / 1985–92 Studium der Freien Kunst an der Hochschule der Künste in Ber­
lin / 1997 – 98 Berufserweiternde Zusatzqualifizierung zur Multimedia Fachfrau Screendesign / seit 1992 Ausstellungstätigkeit im In- und Ausland
/ seit 2000 Lehrtätigkeit an verschiedenen Hochschulen und Freien Akademien, z. B. Alanushochschule für Kunst und Gesellschaft in Bonn, Aka­
demie Faber-Castell in Nürnberg, Alice-Salomon Hochschule in Berlin / Auszeichnungen z. B. Auslandsstipendium des Berliner Senates für Casa
Baldi in Rom, Arbeitsstipendium des Berliner Senates, Arbeitsstipendium der Städtischen Galerie Wertingen// www.christianetenhoevel.de.
123
No– 93
23. – 28. 03. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
360,– pP
Bitte beachten Sie
auch das »Pilotprojekt
Kunst + Arbeit« auf
Seite 218.
124
No– 94
EKKEHARDT HOFMANN
BEGEGNUNGEN MIT DER LANDSCHAFT
13. – 15. 03. 2015
3 Tage // Fr – So
10.00 – 17.00 Uhr
max 16 Teiln
330,– pP
VON DER IDEE ZUM BILD
Bäume, Wasserläufe, Brücken und Steine
sind aquarellistische Leckerbissen, die uns
von der Natur angeboten werden. Genau
diese Motive sind es aber auch, die einem
Landschaftsbild Spannung und Ausdrucks­
kraft verleihen und denen man in vielfältiger
Weise beim Landschaftsmalen begegnet.
Die Ausstrahlung von Baumriesen mit ihrer
rissigen Borkenstruktur, die Selbstverständ­
lichkeit mit der große Steinquader die Land­
schaftsform prägen, das immerwährende
Fließen von bewegtem Wasser übt einen
stetigen malerischen Reiz aus. Im Wechsel­
spiel der Farbgebung unter Einbeziehung
der Lichtspiele entstehen Kompositionen,
die zu ausdrucksstarken Aquarellen führen.
09. – 12. 03. 2015
4 Tage // Mo – Do
10.00 – 17.00 Uhr
max 16 Teiln
440,– pP
No– 95
ENDY HUPPERICH
FLORALE WELTEN
Eine weiße Leinwand – wie beginne ich? Auf
dem Papier ging's noch leicht. Wie sieht die
Bildwerdung eines Gedanken aus, kann ich
skizziertes auf Leinwand übertragen? Die
Frage nach der Oberfläche und dem Bild­
inhalt stellt sich ein. Auch wenn für mich
das Medium Malerei im Vordergrund steht,
ist eine Erweiterung malerischer, zeichne­
rischer und grafischer Praktiken und das
Arbeiten mit unterschiedlichen künstle­
rischen Medien genauso gültig, wie der
pure Einsatz von Farbe und Form auf der
Leinwand. Wir sammeln Material aus Zeit­
schriften, machen Fotos, collagieren, zeich­
nen und skizzieren und entwickeln mit die­
ser Herangehensweise unsere Bildthemen
auf Leinwand. In Einzelgesprächen werde
ich ihnen bei der Bildfindung behilflich sein
und Sie gewinnen Sicherheit in der Umset­
zung bildnerischen Handwerks. Ich versuche
Ihnen die Gesetzmäßigkeiten der Malerei
näher zu bringen, die Sie in ihren künstle­
rischen Handlungen anwenden oder auch
überschreiten können, egal ob Sie eine
gegenständliche, figurative oder ungegen­
ständliche Malerei wählen. Mit allen tech­
nischen und handwerklichen Fähigkeiten die
Sie bei mir erlernen oder vertiefen können,
werden Sie Ihre Bilder spielerischer erar­
beiten können. Am letzten Kurstag findet ab
17:00 Uhr eine gemeinschaftliche Abschluß­
besprechung statt und die im Kurs entstan­
den Arbeiten werden am Sonntag, den
13. September von 10 – 13 Uhr in den Räumen
der Akademie in einer öffentlichen Ausstel­
lung präsentiert.
Ausgehend von der realen Blütenform las­
sen wir uns in diesem Seminar auf die beson­
deren Farbflächen und Farbwirkungen
der unterschiedlichen Blumenarten ein. In
Aquarell- und Mischtechniken entstehen
ganz neuartige Ausdrucksformen bei Blu­
menbildern. Dabei werden bekannte Motiv­
teile umgestellt und daraus neue Ansichten
und Formteile komponiert bis eine span­
nungsvolle Bildaussage entstanden ist. Semi­
nartage, die für alle Aquarellmaler, die ihr
Repertoire in der Blumenmalerei erweitern
wollen, hervorragend geeignet sind.
EKKEHARDT HOFMANN – 1942 geboren / arbeitet als freischaffender Maler und Dozent / leitet Malseminare im eigenen Atelier in Leutershau­
sen, Mittelfranken und organisiert Malreisen im In- und Ausland / seine Arbeiten wurden in vielen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt /
2002 erhielt er den Südwestdeutschen Aquarellpreis / Herausgabe von Katalogen, Kalendern und Lehr- und Kunstbüchern im Englisch Verlag //
www.ekkehardt-hofmann.de
ENDY HUPPERICH – 1967 geboren in Kauf­
beuren / 1988 – 90 Fachoberschule für
Gestaltung, Augsburg / 1990 – 97 Studium
der freien Malerei an der Akademie der Bil­
denden Künste, München / 1996 – 97 Mei­
sterschüler bei Professor Helmut Sturm / 1998 Diplom / 1993 – 98 Assistent bei Professor Karl Imhof, Studienwerkstatt für Lithografie an der Aka­
demie der Bildenden Künste, München / 2002 – 04 Gastprofessur für Malerei und Zeichnung an der Escuela Nacional de Artes Plàsticas – La
Esmeralda, Mexiko Stadt / seit 2006 Lehrauftrag für Zeichnen an der Fachhochschule Augsburg / seit 2007 Dozent für Malerei an der Kunsta­
kademie Bad Reichenhall / seit 2008 Assistent bei Prof. Markus Oehlen, Akademie der Bildenden Künste, München// www.endy-hupperich.com.
125
No
– 96
07. – 13. 09. 2015
7 Tage // Mo – So
10.00 – 17.00 Uhr
So bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
490,– pP
126
No– 97
11. – 16. 05. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
440,– pP
PROF. ELKE HOPFE
JULIA JANSEN
NASS-IN-NASS-ÖLMALEREI – LASIEREND / DECKEND
BILDFINDUNG – FORMFINDUNG / ZEICHNERISCH – GRAPHISCH
Der/die Kursteilnehmer/in mit seinen /ihren
individuellen Möglichkeiten steht im Mittel­
punkt. Gemeinsam werden wir ein Objekt/
Raumgebilde aus verschiedenen Gegen­
ständen und Materialien aufbauen. Daran
werden die Teilnehmer zeichnerisch künst­
lerische Gesetze und Fragen, die sich aus
dieser Auseinandersetzung ergeben, unter­
suchen, verwerfen und entdecken. Erkennt­
nisse sind wichtiger als schnelle Ergebnisse.
Gespräche finden einzeln und in gemein­
samer Auswertung statt.
PROF. ELKE HOPFE – 1945 in LimbachOberfrohna geboren / lebt und arbeitet
in Dresden / 1965 – 71 Studium an der HfBK
Dresden bei Gerhard Kettner und Günther
Horlbeck / 1976 – 79 Meisterschülerin bei
Gerhard Kettner / ab 1988 Lehrtätigkeit an
der HfBK Dresden / 1992 – 2011 Professur für
Zeichnung und Malerei an der HfBK Dres­
den / 2010 Kunstpreis der Landeshauptstadt
Dresden / zahlreiche Ausstellungen im Inund Ausland //
Durch die lange Trocknungszeit von Ölfarbe
bieten sich für diese charakteristische
Gestaltungsmöglichkeiten. Wir wollen in
diesem Kurs die Farbe lasierend mit unter­
schiedlichen Pinseln und Bürsten auf farbig
grundierte Leinwand auftragen und uns von
ihrer Geschmeidigkeit leiten lassen. Es ent­
stehen changierende Bildräume mit ggfs.
sichtbaren Pinselspuren. Diese wollen wir
dann mit deckenden Partien auf der Lein­
wand kontrastieren. Ich freue mich auf span­
nende Ergebnisse!
JULIA JANSEN – geboren 1972 in Bonn / 1993 – 98 Staatliche Hochschule für Bildende Künste, Städelschule, Frankfurt a. M. / Meisterschülerin von
Thomas Bayrle / 1995 School of the Art Institute, Chicago, USA / 1997 »6x6«, Künstler-Workshop, Kaliningrad, GUS / 1997 – 98 Slade School, UCL,
London, UK / 1999 – 2001 de Ateliers, Amsterdam, NL / 2001 Studium der Kunstpädagogik a. d. PH Köln / zahlreiche Einzel- und Gruppenausstel­
lungen / Preise und Stipendien: 1997 Erasmusstipendium, UCL, UK; 1999 de Ateliers-Stipendium, Amsterdam, NL; 2000 Ankaufspreis, Premio del
Golfo, La Spezia, It.; 2004 Förderpreis des Landes NRW für junge Künstlerinnen und Künstler // www.julia-jansen.de
127
No– 98
30. 03 – 04. 04. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 15 Teiln
360,– pP
128
No– 99
20. – 25. 04. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 14 Teiln
600,– pP
ALEXANDER JEANMAIRE
HEINZ-HERMANN JURCZEK
DAS REDUZIERTE AQUARELL
TATORT LEINWAND
Der Ort, an dem Deine Tat erfolgt, ist immer
im JETZT! Du kannst weder in der Vergan­
genheit noch in der Zukunft leben. Beim
Malen ist das genau so. Entweder Du tust es
oder du lässt es. Versuche niemals, beides
gleichzeitig zu tun, sonst wirst Du zum Opfer
Deines Verstandes, mit all seinen Vorstel­
lungen von Kunst, von Richtig und Falsch,
von Schön und Hässlich, Gut und Böse. Um
ein authentisches Bild malen zu können
geht es nicht darum, was Du weisst, son­
dern wer Du bist. Ein schöpferischer Mensch
geht über alle Wertungen hinaus. In diesem
Malworkshop wirst Du nicht nur mit effizi­
enten Maltechniken vertraut gemacht son­
dern auch mit Deiner Ganzheit. Du wirst die
beglückende Erfahrung machen, dass die
sogenannt bösen Gefühle wie Wut, Aggres­
sion und Hass nicht Deine Feinde, son­
dern – wenn Du sie in Deinen kreativen Pro­
zess integrierst- Deine Freunde sind. Denn
du kannst nichts Neues erschaffen wenn
du nicht zuerst Altes zerstörst. Unter fach­
kundiger Begleitung wirst Du ermutigt, die
Opferrolle loszulassen und zum Täter, das
heisst zum Schöpfer zu werden.
Erster Arbeitsabschnitt
Die Teilnehmer erstellen kleinformatige
Kompositionen auf Aquarellpapieren. Aqua­
rellfarben, farbige Tuschen, verschiedene
Pinsel und Papiere sind mitzubringen. Farb­
felder, Farbstreifen, regelmäßige und unre­
gelmäßige Formen werden transparent
übereinandergelegt. Es geht um sauber
ausgemischte Farbflächen, fließende For­
men, sauber abgegrenzte Formen und lasie­
renden Farbauftrag. Experimentierfreudig­
keit und die Freude am Zufall sind erwünscht.
Spontane Ergebnisse sollen anregen, kon­
trolliert mit dem Material umzugehen.
Zunächst spielerische Versuche führen zu
gesteuert individuellen Kompositionen. Eine
größere Anzahl von Arbeiten soll geschaffen
werden.
Zweiter Arbeitsabschnitt
Die Teilnehmer erstellen großformatige
Arbeiten auf Papier. Die kleinen Arbeiten
bilden die Grundlage. Es geht um großzü­
gige Kompositionen, leuchtende Farben und
transparente Farbmischungen. Eine größere
Gruppe von Arbeiten soll wiederum erstellt
werden. Es geht um individuelle Arbeitspro­
zesse und konsequente Arbeitsweisen. Nicht
das optimale Einzelwerk ist von Interesse,
sondern eine Serie von Arbeiten, die die
malerischen Bemühungen der Teilnehmer
erkennen lassen.
Ziele
Nuancenreich, sensibler Umgang mit trans­
parenten Farben. Gezielter Einsatz von
unterschiedlichen Pinseln und Papieren. Die
Teilnehmer lernen, wie man Kleinformatige
Kompositionen zu Großformaten weiterent­
wickeln kann.
HEINZ-HERMANN JURCZEK – geb. 1954 in
Bochum / 1972 – 77 Studium an der Gesamt­
hochschule, Universität Essen, Fachbereich
4, Kunsterziehung und Gestaltung, Malerei /
1977 – 2005 Tätigkeit als freier Maler in Düs­
seldorf und Duisburg / 1993 – 2004 Leiter der
Grossen Kunstausstellung NRW Düsseldorf
/ 2000 Gastlektor an der Kunstakademie Vil­
ALEXANDER JJEANMAIRE – 1948 geb. in Zürich / Kunstmaler, Kunstdozent und Lehrer für Kreativität und Lebenskunst. Ausbildungen an
der Kunstakademie in Genf / Lehrjahre in Meditation und spiritueller Therapie / Bücher des Kursleiters im ars-momentum Verlag: Die Kunst­
bandreihe »Farb-Klang-Körper« Band 1 - 3; »Der kreative Funke – Handbuch für Kreativität und Lebenskunst«; Der Bestseller »99 Tipps für Kreati­
vität und Lebenskunst«; DVD »Es malt« über die Arbeitsweise des Künstlers / 2015 erscheint Jeanmaires autobiografischer Roman: »Patio – Dreh­
buch einer Heimkehr in drei Akten« // www.alexander-jeanmaire.ch
nius, Litauen / 2004 Gastaufenthalt Shenz­
hen Fine Art Institute, Shenzhen, VR China /
2005 Umzug nach Vilnius, Litauen / 2007 – 12
Gastlektor an der Kunstakademie Vilnius /
seit 2012 lebt er in Berlin //
129
No– 100
02. – 07. 02. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
380,– pP
130
No– 101
04. – 09. 05. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
420,– pP
KIRSTEN JOHANNSEN
131
DIE KUNST DES WANDERNS – FOTOGRAFISCHE STRATEGIEN IM RAUM
Was könnte reizvoller sein, als diesen Kurs
mit einer fotografischen Wanderung auf
den Predigtstuhl, dem markanten Felsmas­
siv unweit vom Zentrum Bad Reichenhalls zu
beginnen. Gemeinsam starten wir im mor­
gendlichen Nebel, machen uns auf zum Gip­
fel, wo eine erste Brotzeit auf uns wartet.
Von dort genießen wir die traumhaften Aus­
sichten auf den Watzmann und das Salzbur­
ger Land. Hoch auf dem Berg sind die Bli­
cke unverstellt. Wir erleben das räumliche
Wechselspiel von Höhe und Tiefe, Nähe
und Ferne und schärfen unsere
ästhetische Wahrnehmung für das Roman­
tisch-Schöne und das Bedrohlich-Erhabene
in der Natur. Der Kurs wendet sich an Teil­
nehmerInnen, die bereits erste Erfahrungen
mit der Digitalfotografie gesammelt haben
und diese am Beispiel der alpinen Land­
schaft vertiefen möchten. Vorgesehen sind
drei Tagesausflüge in die nähere Umge­
bung von Bad Reichenhall. Dabei entwickeln
wir individuelle künstlerische Strategien, in
denen die wandernde Fortbewegung erkun­
det und visuelle Landschaftseindrücke foto­
grafisch festgehalten
werden. Vorort diskutieren wir bildgestal­
terische Kompositionselemente und die
technischen Möglichkeiten der Digitalka­
mera. Im zweiten Teil des Kurses konzen­
trieren wir uns auf die digitale Nachbearbei­
tung der Fotografien und die Möglichkeiten
der Reproduktion. Hierzu zählen die Ein­
führung in die wichtigsten Funktionswei­
sen von Adobe Photoshop Elements und
die Vorbereitung der Bilddaten für den Aus­
druck großformatiger Fotografien. Grund­
kenntnisse am PC oder Mac sind erwünscht.
Equipment: gute Schuhe, Digitalfotokamera
und ggf. ein eigener Laptop.
DER FOTOFILM
Haben sie schon einmal darüber nachge­
dacht, wie sie ihre Fotografien in Bewe­
gung versetzen? In diesem Kurs entwickeln
sie zeitbasierte, künstlerische Ideen und
verwenden als Ausgangsmaterial vorhan­
dene und neu hergestellte Fotografien. Sie
kombinieren das stehende Bild mit sze­
nischen Abläufen und erstellen ein erstes
Storyboard. Während sie Handlungen und
Figuren entwerfen, werden sie in die Grund­
lagen des Videoschnitts (Adobe Premi­
ere Elements) eingeführt. Sie lernen ihre
fotografischen Bilddaten zu organisieren,
machen erste Übungen in der digitalen
Bildbearbeitung und dem Videoschnitt und
ergänzen ihre Werke mit Musik, Sound und
Textelementen. Dabei begleiten und fördern
regelmäßige Einzel- und Gruppengespräche
den kreativen Prozess. Zur thematischen
Vertiefung werden in dem Kurs gestalte­
rische Strategien zeitgenössischer, bilden­
der Künstler vorgestellt und als Inspirations­
quelle genutzt. Denn der Fotofilm ist nicht
neu. Es gibt ihn seit den Anfängen des Films.
Das besondere Merkmal dieses Kunstgen­
res ist die gleichwertige Verwendung unter­
schiedlicher Medien. Hierzu zählen neben
der Fotografie und dem Film der Einsatz von
DR. KIRSTEN JOHANNSEN – geboren 1957 in Bremen / lebt und arbeitet als bildende Künst­
lerin in Berlin / Studium des Bühnenbilds an der Akademie Stuttgart und der Visuellen Kom­
munikation an der Universität der Künste Berlin (Meisterschülerin) / Promotion über künstle­
rische Praktiken in extremen Umgebungen an der University of Plymouth / Lehrtätigkeiten in
den Bereichen Video, Fotografie und mediale Raumgestaltung u. a. an der Bauhaus Universität
Weimar, Universität der Künste Berlin und der Zürcher Hochschule für Gestaltung / zahlreiche
nationale und internationale Ausstellungsbeiträge sowie Preise und Stipendien u. a. ZKM Zen­
trum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe, Stiftung Kulturfonds, Künstlerhaus Worps­
wede // www.kirstenjohannsen.de
Text und Tonaufzeichnungen. Heute wird der
Fotofilm dem experimentellen Film und der
Videokunst zugeordnet und in Galerien und
Museen präsentiert. Der Kurs wendet sich
an TeilnehmerInnen, die bereits erste Erfah­
rungen mit der Digitalfotografie haben und
sich nun mit dem Videoschnitt und der Ein­
bindung von Fotografien, Text, Sprache und
Musik beschäftigen möchten. Equipment:
Digitalfotokamera und gegebenenfalls
eigene Digitalfotografien und Laptop mit­
bringen. Voraussetzung: Grundkenntnisse
im Umgang mit PC oder Mac
No– 102
31. 08. – 05. 09. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
420,– pP
132
No– 103
27. 07. – 01. 08. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
420,– pP
No– 104
03. – 08. 08. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
420,– pP
NICA JUNKER
NICA JUNKER
»NEUES SEHEN«
Ein Fotografie-Kurs, einmal ganz anders.
Sommer. Bad Reichenhall. Der Kurs »Neues
Sehen« bezieht sich auf eine Stilrichtung
in der Fotografie, die sich 1920 entwickelt
hatte und versuchte festgefahrene klas­
sische Regeln in der Fotografie zum Beispiel
in Bezug auf Komposition und Licht aufzu­
brechen. Mit ihrer Fotografie versuchten
Fotografen vom Bauhaus wie z. B . László
Moholy-Nagy, Walter Peterhans oder Ale­
xander Rodschenko eine neue Interpreta­
tion von abgebildeten Sujets zu schaffen,
unbekannte Sujets in einer neuen Darstel­
lungsweise zu präsentieren. Der Kurs bietet
zunächst eine kurze Einführung in die Foto­
grafie, einen Überblick für Anfänger und
Auffrischung von Kenntnissen für Fortge­
schrittene. Darauf aufbauend wandeln wir
auf den Spuren der Bauhausphotographen
und versuchen unsere Umgebung und
Sujets durch das »Neue Sehen« wahrzuneh­
men und zu fotografieren. In verschiedenen
Übungen zu Themen wie Licht und Schatten,
Komposition, Blickwinkel, Bewegung und
Fokus sollen die Teilnehmer das Medium
der Fotografie neu begreifen, und Fotos auf
eine neue Art zu »sehen« erlernen. Ziel des
Kurses ist eine kleine Fotoserie zum Thema
»Neues Sehen« zu erstellen und diese in
einem Booklet am Kursende zu präsentieren.
»MOBILE PHONE FILMMAKING«
In diesem Kurs sollen die Ästhetik und The­
orien zur »Mobile Phone Art« durch Expe­
rimentieren mit dem Medium erforscht
werden. Nachdem wir uns verschiedene
Künstler, die »Mobile Phones« und »WebArt« in ihrer Kunst als Ausdrucksform nut­
zen, angeschaut haben, werden wir in
Übungen mit den verschiedenen Möglich­
keiten, die uns die Neuen Medien bieten,
experimentieren.
Der Kurs ist aufgeteilt in einen theoretischen
Teil: Analyse anderer Werke und Künstler
um diese in den aktuellen Medientheorien
einzuordnen. Wir werden Künstler bespre­
chen wie Mark America, Camille Baker, Bebe
Beard, Melissa Bliss, Elly Clarke, Romain For­
quy, Steve Hawley, Brian House, Brooke A.
Knight, Simon Longo, Anne Massoni, Kasia
Molga, Sylvie Prasad, Michele Pred, Henry
Reichhold, Max Schleser, Jo Thomas sowie
den ersten »Mobile Phone« Langfilm Regis­
seur Aryan Kaganof.
Und einen praktischen Teil – Produktion
eines eigenen »Mobile Phone Art« Experi­
mentalfilm. Hier sollen technische Grundla­
gen erklärt werden und Schritte in der Pro­
duktion eines Films realisiert werden: Idee,
Konzept, Vorbereitung, Dreh, Schnitt, Sound,
Postproduktion, Fertigstellung des Films.
Artist statement
Ich will mit meiner Fotografie keine Ant­
worten geben, sondern eher Möglichkeiten
anbieten, um unsere Begriffe von Zeit und
Realität zu hinterfragen. Denn diese Begriffe
erscheinen mir recht subjektiv. Sie sind keine
naturgegebenen allgemeingültigen Kon­
stanten, sondern Konzepte, die wir in der
westlichen Welt erdacht haben. Doch im
Traum etwa, haben wir ein ganz anderes Zeit­
empfinden, oder in der Erinnerung. Meist
wird die Zeit als etwas Lineares gedacht, sie fängt irgendwann an, und dann ist sie irgendwann
zu Ende. Für mich persönlich ist Zeit eher etwas Kreisendes: Anfang und Ende sind für mich
dasselbe. Auch wiederholt sich vieles in der Zeit. Es gibt bestimmte Rhythmen und Parameter,
wie in der Musik. Ich möchte noch mehr über dieses Phänomen der Zeit recherchieren und wei­
ter an diesem Thema arbeiten. Auch über die Erfahrung von Tod und Leben, die diese Zeitkon­
zepte maßgeblich bestimmen.
NICA JUNKER – 1975 geb. in St.Ingbert / 2005 Diplom für Film und Fernsehregie HFF »Konrad Wolf« Potsdam-Babelsberg / danach Postgradu­
ate Certifcate of Professional Studies Photography am Central Saint Martins College of Art and Design London / Gewinner des Deutsche Bank
Pyramid Award 2008 / Künstlerstipendien nach Japan und China / seit 2005 Leitung von Fotografie und Filmkursen an unterschiedlichen Univer­
sitäten und Instituten, wie Central Saint Martins College of Art and Design London, Tokyo School of Photography oder Sciences Po Paris / Aus­
stellungen und Ausstellungsbeteiligungen in Deutschland, Österreich, Frankreich, Japan, China, Luxembourg, Kambodscha, Hong Kong, UK. /
lebt und arbeitet in Paris. // www.nicajunker.de
133
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INGRID JUREIT
INGRID JUREIT
No– 105 DIE VIELFALT DER MÖGLICHKEITEN ZWISCHEN GEGENSTAND UND ABSTRAKTION
23. – 28. 03. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 14.00 Uhr
max 12 Teiln
540,– pP
Bildbearbeitung in Einzelschritten
Die Grundthematik dieses Kurses ist abge­
stimmt auf das Arbeiten zwischen dem
Gegenstand und der Abstraktion bzw. der
Verfremdung oder Verwandlung von Sicht­
barem. Die Vorgänge Sehen und Wahr­
nehmen werden bewusst erlebt und geübt.
Dabei werden die Möglichkeiten zur Bild­
findung deutlich und deren Vielfalt erörtert.
Über tägliche theoretische Einführungen,
die das gemeinsame Arbeiten erleichtern,
kläre ich Fragen zum Bildaufbau und Far­
beinsatz, fördere jeweils eigenes Können
und biete subjektive Lösungsvorschläge.
Dabei sind mir die individuellen Entwick­
lungsmöglichkeiten bei der Weiterbildung
der einzelnen Kursteilnehmer ebenso wich­
tig wie die Klärung substanzieller Fragen
zum Medium Malerei in der heutigen Zeit.
Die beratende Funktion ist dabei vielschich­
tig und wird täglich den jeweiligen situati­
onsbedingten Neuorientierungen der Schü­
ler angepasst. Gearbeitet wird mit Acryl
oder Dispersion, Pastell- bzw. Ölkreiden auf
Hartfaser, Papier oder Leinwand in unein­
geschränkter Größe und Thematik. Um den
Einstieg in den Kurs und unsere Zusammen­
arbeit zu erleichtern, bringen Sie bitte ein
paar Fotos Ihrer Arbeiten sowie Skizzenma­
terial als Arbeitsgrundlage mit.
No– 106 AUFBAU, PLANUNG UND ENTWICKLUNG EINER SERIE
30. 03. – 04. 04. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 14.00 Uhr
max 12 Teiln
540,– pP
Serielles Arbeiten ist generell eine wichtige
Erfahrung für jeden Kunstschaffenden. Über
die Vielfalt einzelner Eindrücke und deren
Überlagerung verändert und verbessert sich
innerhalb gezielter Aufgabenstellungen und
stetiger Beobachtung der eigenen Arbeit,
ständig die Bildsituation, ohne dabei die
Motivation zur eigentlichen Aussage aus den
Augen zu verlieren. Die sich dadurch parallel
dazu weiter entwickelnde Erlebnisfähigkeit
erlaubt eine immer wieder neue Sicht auf
die eigene Arbeit sowie deren fantasievolle
Umsetzung. Spontaneität wird gefördert um
das Motiv ständig neu zu ordnen, bzw. die
Arbeitsvorgänge zu variieren oder Wesent­
liches weiter zu verfremden, um dabei
noch tiefer in die eigene Arbeit einzustei­
gen. Durch die geistige Reflektion der ste­
tigen Umwandlungen öffnen sich ungeahnte
Wege zu neuen Ausdrucksmöglichkeiten.
Hierbei ist es egal, ob realistisch, abstrahiert
oder auch ganz ungegenständlich gearbei­
tet wird. Gearbeitet wird auf Leinwand oder
Papier, mit Pinsel, Spachtel, Lappen oder
Stiften, jeweils mit Acryl oder Dispersion und
dem Mut zum experimentieren. Um unsere
Zusammenarbeit zu erleichtern, bringen sie
bitte ein paar Fotos Ihrer Arbeiten und even­
tuell eigenes Skizzenmaterial mit.
No– 107 WIRKLICHKEIT, INNERE WAHRNEHMUNG UND IMAGINATION
22. – 27. 06. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 14.00 Uhr
max 12 Teiln
540,– pP
Der Umgang mit der eigenen Phantasie
In dieser Unterrichtseinheit wird ganz aus
der Vorstellung heraus gearbeitet. Als
Grundlage dient die genaue Beschreibung
eines vertrauten Materials, Gegenstandes,
bzw. einer Person (Gestik oder Haltung) oder
ähnlich. Auch mitgebrachte eigene Skizzen
können Verwendung finden. Orientiert an
der eigenen Konzentration und der Offen­
heit der Sinne, unternehmen wir den Ver­
such die Erinnerung über die Vorstellungs­
kraft wieder lebendig zu machen. Mit einiger
Übung werden im Ergebnis längst verschüt­
tet geglaubte Seherlebnisse mit hoher Kon­
zentration abrufbar sein. Die ersten Impulse
zum Ausdruck von persönlich gemachten
Erfahrungen sind so geweckt. Diese Übung
ist eine wichtige Voraussetzung im Umgang
mit künftigen Bildbearbeitungen und somit
zur Fortbildung unverzichtbar. Weiter schult
sie die Wahrnehmung innerhalb präziser
Beobachtungen und setzt künstlerische
Denkprozesse in Gang. Die Arbeit wird
bewusst als Ausdruck einer geistigen Reflek­
tion erlebt.
Imagination und deren Umsetzung im Bild
Im zweiten Teil dieses Seminars werden die
bereits gemachten Erfahrungen aus den
ersten Tagen besprochen und verdeutlicht.
Um die Weiterarbeit zu erleichtern werden
wir versuchen zu klären, wie genau man eine
individuelle innere Wahrnehmung über die
eigene Vorstellungskraft lebendig in einem
Gemälde umsetzen kann. Realität, Wahrneh­
mung und Imagination greifen ineinander
über und fordern zu neuen Überlegungen
auf. Realitätsbezogenes Denken tritt weiter
zurück. Das Bild entwickelt sich praktisch in
der direkten Umsetzung auf der Leinwand
parallel in der Begegnung mit uns Selbst.
Subjektiv eingefahrene Denkstrukturen ver­
ändern sich und lassen mehr Raum für imagi­
näre Vorstellungen. Innere Erlebnisfähigkeit
und Einbildungskraft werden auf diese Art
geschult und in neue Bahnen geleitet. Die
bewusst angestrebte Entwicklung in neue
Sichtweisen und deren Reflektion ist das Ziel
dieses Seminars. Gearbeitet wird mit Acryl
oder Dispersion unter Einsatz des ganzen
Körpers und dem Mut zum Experiment auf
Leinwände oder Papier.
INGRID JUREIT – geboren 1944 in Hofheim am Taunus / Studium der Kunstgeschichte sowie zahlreiche Lehrgänge in allen Techniken der Malerei
und Druckgrafik / seit 1988 Arbeit mit Schülern an verschiedenen Schulen und Kunstwerkstätten / 1995 – 2008 Lehrauftrag an der Akademie Vul­
kaneifel / 1984 Preis der Ecole du Chinonais d'Art, Chinon, Frankreich / 1993 Kulturpreis der Kreisstadt Hofheim am Taunus – zusammen mit der
Hofheimer Gruppe / Jurymitglied bei der Vergabe von Kunstpreisen / Ausstellungen im In- und Ausland / Arbeiten in öffentlichen Sammlungen
und Museen // www.ingridjureit.de
135
136
No– 108 29. 06 – 04. 07. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 14.00 Uhr
max 12 Teiln
590,– pP
inkl Modell
No– 109
05. – 10. 10. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 14.00 Uhr
max 12 Teiln
540,– pP
No– 110 12. – 18. 10. 2015
7 Tage // Mo – So
10.00 – 17.00 Uhr
So bis 14.00 Uhr
max 12 Teiln
670,– pP
INGRID JUREIT
INGRID JUREIT
KÖRPER UND FIGUR
Grundlage dieses Kurses ist die Auseinan­
dersetzung mit den verschiedensten Dar­
stellungen des menschlichen Körpers mit­
tels der Zeichnung in der Aktmalerei. Über
das Anfertigen von Skizzenmaterial nähern
wir uns der Figur im Raum, dabei zeichnen
wir die beiden ersten Tage vormittags direkt
am Modell. Hierbei soll auch das schnelle
Erfassen einer Figur in der Bewegung geübt
werden.
Danach werden diese Zeichnungen auf die
Leinwand oder auf Papier übertragen, diese
dann in unterschiedliche Bildüberlegungen
eingeflochten und in eigene Bildsprachen
umgesetzt. Auch mitgebrachte Skizzen kön­
nen dabei Verwendung finden. Die Schulung
einer bildnerischen Denkweise in der Umset­
zung einer menschlichen Figur wird akti­
viert, der Blick öffnet sich für Möglichkeiten,
die über das naturalistische Abbild hinaus
führen. Unter Berücksichtigung der einzel­
nen Fähigkeiten der Kursteilnehmer und –
um die weiteren Ausdrucksmöglichkeiten
in der Umsetzung im Bild erkennen zu kön­
nen, setze ich neue Impulse und verweise
auf Zufälligkeiten und deren versteckte Bot­
schaften. Gearbeitet wird mit Pinsel, Spach­
tel, Lappen oder Stiften jeweils mit Acryl
oder Dispersion auf Leinwand oder Papier.
DAS DURCHDACHTE KONZEPT ZUR BILDFINDUNG
Grundlage dieses Kurses ist die Auseinan­
dersetzung mit den verschiedensten Dar­
stellungen einer überlegten Komposition.
Über das Anfertigen von Skizzenmaterial
nähern wir uns der Vielfalt sämtlicher Ent­
wicklungsmöglichkeiten, ergründen deren
Bildaufbauten sodann über die Farbe und
entwickeln dabei immer wieder neue Ideen
zu einer gezielten Weiterarbeit. Die daraus
gemachten Erfahrungen werden deut­
lich und sind wichtig zum Aufbau von wei­
teren zielorientierten Überlegungen. Unter
Berücksichtigung der einzelnen Fähigkeiten
der Kursteilnehmer gebe ich sodann Impulse
zu weiterführenden aufbauenden grundle­
genden Gedanken sowie deren Spiegelung
zur zeitgenössischen Kunst. Dabei verweise
ich auf kompositorische Einzelheiten die
es erforderlich machen, unter Umständen
gedanklich anders damit umzugehen. Bild­
nerisches Denken wird aktiviert, der Blick
öffnet sich für die vielen Möglichkeiten, zu
einem eigenen Ausdruck zu kommen. Dabei
wird jede neue Entwicklung des Bildes zu
einer ständigen Herausforderung an unge­
wohnte Vorgehensweisen. Gearbeitet wird
auf Leinwand oder Papier, mit Pinsel, Spach­
tel, Lappen oder Stiften, jeweils mit Acryl
oder Dispersion, unter Einsatz des ganzen
Körpers und dem Mut zum Experiment. Um
unsere Zusammenarbeit zu erleichtern, brin­
gen sie bitte ein paar Fotos Ihrer Arbeiten
und eventuell eigenes Skizzenmaterial mit.
INTENSIVSEMINAR FÜR FORTGESCHRITTENE
Dieses Seminar richtet sich ausschließlich an
fortgeschrittene Teilnehmer.
Die eigene Thematik – bzw. das eigene Kon­
zept – sollte jeder Schüler für sich selbst im
Entwurf mitbringen. Dabei werden von mir in
einem umfassenden Rahmen und auf hohem
Niveau Impulse zur künstlerischen Arbeit in
den Raum gestellt, die sich an dem Stand
des Wissens der einzelnen Schüler orientie­
ren. Theoretische Einheiten (ca. eine Stunde
pro Tag), beginnend bei der Wahrnehmung
und der Umsetzung ins Bild, sowie wichtige
Aufsätze zur Kunst bis in die Philosophie rei­
chend, werden das Seminar abrunden. Die
direkte Umsetzung in die eigene Bildspra­
che werden diese Gedanken vertiefen. Der
Kunstunterricht geht in alle Bereiche und
erfordert eine intensive Auseinanderset­
zung mit der eigenen Arbeit sowie den all­
gemeinen Gestaltungslehren in Ihrer Viel­
fältigkeit und Auslegung. Produktion und
Reflektion werden als Einheit verstanden
und setzen neue Maßstäbe zum Aufbau wei­
terer Bildkonstruktionen, dabei wird theo­
retisches Wissen ständig erweitert. Nicht
einfach nur zielorientiert, sondern wirklich­
keitsnah planorientiertes Denken ohne Aus­
richtung auf schnelle Lösungen ist wichtig
und fordert eine neue Sicht auf die eigene
Arbeit.
137
138
PROF. MICHAEL KALMBACH
No– 111 NICHT WISSEN, WIE'S GEHT
21. – 26. 09. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 15 Teiln
420,– pP
In Anlehnung an einen Text von Heinrich von
Kleist »über die allmähliche Verfertigung der
Gedanken beim Reden« befassen wir uns mit
der Entstehung der Bildidee im Malprozess.
Im Dialog mit dem Material, der Farbe, dem
Bildträger entwickelt sich das Bildmotiv. Wir
begegnen der Arbeit offen und erarbeiten
Kriterien in der Arbeit.
Dem Material sind keine Grenzen gesetzt,
Bleistift, Farbstift, Aquarell, Tusche, Tee, Saft,
Wein, Acryl, Öl, Sprühfarbe, Papier, Lein­
wand, Holz, alles was Spuren hinterlässt ist
willkommen. Die Erfahrungen des Kurslei­
ters erstrecken sich vornehmlich auf wasser­
lösliches Malmaterial.
PROF. MICHAEL KALMBACH – geboren
1962 in Landau, Pfalz / 1983 – 89 Studium der
Bildhauerei an der Städelschule, Frankfurt
am Main / 2000 Karl-Ströher Preis / 1999
Museum für Moderne Kunst Frankfurt am
Main / Arbeitsstipendium des Kunstfonds
e.V. Bonn / 1999 Reisestipendium der Hes­
sischen Kulturstiftung, Wiesbaden / 1997
Arbeitsstipendium des Hessischen Mini­
steriums für Wissenschaft und Kunst / 1996
Förderpreis der Frankfurter Künstlerhilfe
e.V. / Junge Kunst, Sonderpreis, Saar Fern­
gas Förderpreis / 1998 – 90 Auslandstipen­
dium der Studienstiftung des deutschen
Volkes (New York) / 1987 – 88 Stipendium
des Landes Rheinland-Pfalz im Künstler­
haus Edenkoben / Ausstellungen: 1999 Sze­
nenwechsel, Museum für Moderne Kunst,
Frankfurt am Main; 2002 »Menschensuppe«
Museum für Gegenwartskunst, Basel; 2004
»Mobile«, Wohnmaschine, Berlin; 2005 »Rie­
sengebirge«, Robert Miller Gallery, New
York; 2008 »Der Mensch verlässt die Erde«,
Kolumba, Köln; 2010 »Füsik«, Thomas Reh­
bein Galerie, Köln; 2012 »Zeichnungen und
Aquarelle«, Kunstmuseum Basel; »Christo­
pheruspuppe«, Kunsthalle Mainz //
www.michaelkalmbach.com
139
140
No– 112 09. – 14. 02. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
440,– pP
DANIELA KAMMERER
GEORG KLEBER
NACHBILDER – FOTOGRAFIEN ALS ANREGUNG
DAS ABENTEUER LINIE UND FARBE ALS WEGGEFÄHRTE
Die Zeichnung ist nichts anderes als die
sichtbare Ausdrucksform und Konzeption,
die man im Geiste hegt. Dem ursprüng­
lichsten Ausdrucksmittel, der Zeichenspur,
gehen wir intensiv nach und lassen sie mal
explodieren, mal verschwinden. Wir fan­
gen sie zeichnerisch und malerisch wieder
ein und erschaffen daraus unsere eigenen
Werke auf Papier, Malkarton oder Leinwand.
Natürlich soll die Zeichnung von der Farbe
geküsst, ja auch »gefressen« werden. Die
Reise kann sowohl zeichnerisch als auch
malerisch sein, sich in Riesenformate oder
in Miniaturen und Serien ergießen. Von den
Zeichenkünsten der Kunstgeschichte lassen
wir uns inspirieren und entwickeln unsere
ureigenen Spuren, feilen an den schon vor­
handenen. Wir reflektieren im Gespräch for­
male und akademische Aspekte der Zeich­
nung und Malerei, der Komposition und der
eigenen Ziele. Wir aalen uns in den verschie­
denen Techniken, um unseren Ideen Flügel
zu verleihen. Jeden Tag beginnen wir mit
spannenden Reisen, die den Zugang in das
eigene Werk eröffnen. Alle Materialien sind
willkommen, individuelle Besprechungen
obligat.
DANIELA KAMMERER – 2008 – 11 Studium
Akademie der Bildenden Künste München /
2003 – 07 Studium Kunstpädagogik, Univer­
sität Augsburg / 1986 – 90 Studium Kommu­
nikations-Design, Fachhochschule Augsburg
/ 8 Semester Kunst Prof. Palm / 2009 – 12
Dozentin, Akademie f. ganzheitliche Gesund­
heitsbildung, München / seit 2008 Dozentin für Zeichnen, Digitale Medien, Kulturmanagement, Universität-Augsburg / 2008 – 12 1. – 5. Sommer
Akademie-Landsberg Lech: Konzept, Organisation, Aufbau, Workshops / 2003 – 06 Dozentin für Zeichnen und digitale Illustration an der Hoch­
schule für Gestaltung, Augsburg / 1990 – 98 Inhaberin Werbeagentur M•A•D / seit 1990 freischaffende Dozentin und Künstlerin / 1990 2. Kunst­
preis, London / 2004 1. Kunstpreis, Mering / 2005 1. Preis Internationaler Spezial-IF Design Award, Hannover / 2005 – 07 Bayerische Atelierför­
derung d. Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst / zahlreiche Ausstellungen im In-und Ausland // www.daniela-kammerer.de
Fotografien und Zeitungsbilder dienen uns
als Skizzen und Anregungen für künstle­
rische Konzepte. Um ein stures Kopieren des
Fotos zu vermeiden, stellen wir uns zuerst
einige Fragen: Was reizt mich überhaupt an
diesem Foto, was beeindruckt mich? Sind es
zum Beispiel die Formen, die Farben, die Bil­
deinteilung? Oder ist es die Geschichte, die
das Bild erzählt? Was kann ich weglassen?
Welches Format, welches Material eignet
sich für das Bildthema? In Einzelskizzen zu
Form und Raumaufteilung setzen wir die ver­
wertbaren Bestandteile des Fotos zu span­
nenden und aussagekräftigen Bildkomposi­
tionen zusammen. Bitte bringen Sie eigene
Fotos, Zeitungsbilder und verschiedene Malund Zeichenutensilien mit.
30 BILDER IN 3 TAGEN
Expressives Zeichnen – Impulsiv, spon­
tan, ohne viel zu überlegen machen wir 30
kleine Zeichnungen (DIN A5) und suchen
davon die gelungenen Arbeiten aus. Alle
übrigen Blätter werden weiter bearbeitet.
Dann suchen wir wieder die guten Bilder aus
und nehmen uns den Rest wieder vor – so
lange, bis wir mit allen 30 Bildern zufrieden
sind – wir geben kein Blatt auf! Nach jedem
Durchgang werden die Zeichenmaterialien
gewechselt: Stifte, Deckfarben, Aquarell­
farben, Tusche, Kugelschreiber, Kreide etc.
Oft gibt ein Blatt den Impuls für das näch­
ste – und sollte der Malfluss ins Stocken
geraten, überlegen wir nicht lange, sondern
gehen einfach weiter zum nächsten Bild. Die
Vielzahl der Blätter und das kleine Format
erleichtern einen unbekümmerten Zugriff.
Als Anregung dienen uns Fotos, Gegen­
stände, Räume, Personen, Texte, Szenen.
Der Materialmix begünstigt fantasieanre­
gende Zufälle, die der Arbeit oft eine über­
raschende Wendung geben. Mit jeder gelun­
genen Arbeit wächst der Mut!
GEORG KLEBER – geboren 1956 in Markt
Rettenbach im Allgäu / 1984 – 89 Kunstpäda­
gogik-Studium an der Universität Augsburg /
seit 1989 freischaffender Künstler / Arbeits­
gebiet: Zeichnung / mehrere Kunstpreise,
u. a. Grafikpreis der Stadt Senden 1991 / Ein­
zel- und Gruppenausstellungen in Deutsch­
land, Österreich, Schweiz, Japan, China,
Brasilien / seit 1988 Zeichenseminare und
regelmäßige Lehraufträge / Autor des Lehr­
buchs »Intensivkurs Aktzeichnen«//
www.georg-kleber.de
141
No– 113
28. – 30. 09. 2015
3 Tage // Mo – Mi
10.00 – 17.00 Uhr
max 12 Teiln
240,– pP
No– 114
01. – 03. 10. 2015
3 Tage // Do – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
max 12 Teiln
240,– pP
142
ERWIN KASTNER
ERWIN KASTNER
No– 115 AQUARELL-INTENSIVSEMINAR
08. – 12. 06. 2015
5 Tage // Mo – Fr
9.30 – 17.00 Uhr
max 15 Teiln
480,– pP
Das Seminar wendet sich an Fortgeschrit­
tene. Jeder Teilnehmer wird individuell
gefördert, aber auch technische Feinheiten
sind Inhalte dieser Tage. Notwendige Kennt­
nisse der Farbtransparenz, Farbtemperatur,
Farbmischung und den Aufbau eines Bildes,
auch das Lavieren und das Lasieren, werden
die Teilnehmer kennenlernen.
No– 116 ACRYL UND MISCHTECHNIK
09. – 13. 11. 2015
5 Tage // Mo – Fr
9.30 – 17.00 Uhr
max 14 Teiln
480,– pP
Landschaften, Stillleben, Architektur
Acrylmalerei für Anfänger und Fortgeschrit­
tene. Die Grundlagen der Acryltechniken
werden vermittelt. Mit Pinsel, Spachtel und
Lasurtechniken werden Landschaft, Still­
leben und Architektur nähergebracht. Das
Experiment mit Acryl wird in den Mittel­
punkt gestellt. ERWIN KASTNER – geboren am 12. 02. 1957
in Haag (NÖ) / Auseinandersetzungen mit
verschiedenen Techniken, wobei das Aqua­
rell eine besondere Stellung einnimmt / Aus­
stellungen im In- und Ausland (Wien, Linz,
Innsbruck, Salzburg, Paris, Brüssel, Berlin,
Verona, New York u. a.) / Veröffentlichung
mehrerer Kunstbücher und Kunstkalender /
Leitung von Kunstkursen im In- und Ausland
www.erwinkastner.at
143
144
No– 117
16. – 20. 11. 2015
5 Tage // Mo – Fr
10.00 – 17.00 Uhr
max 13 Teiln
450,– pP
BERND KLIMMER
LUISE KLOOS
LANDSCHAFT – weg von Klischees, hin zu magischen Darstellungsweisen
Landschaftsabstraktionen
Besonders die Landschaftsmalerei bie­
tet viele Ansätze, durch reduzierte, jedoch
höchst expressive Bildelemente zu einem
kunst- und zugleich eindrucksvollen, gera­
dezu elektrisierenden Bildergebnis zu gelan­
gen. Wir arbeiten dabei mit vielen Kürzeln,
die das Auge dazu animieren, mit dem Bild
in eine Diskussionsrunde zu treten. Das
wichtigste Kompositionsmittel ist immer
die Farbe, danach folgen die Formen. Die­
ser Erkenntnis wollen wir uns beugen und
dabei auf Überflüssiges und Ablenkendes
verzichten. Nebst Acrylfarben greifen wir
auch auf Spachtelmassen und weitere span­
nende oberflächengestaltende Hilfsmittel
und Tricks zurück. Dazu zählen auch Sprüh­
farben. Große Bedeutung kommt auch den
KUNST DER ZEICHNUNG
verschiedenen Maltechniken zu, die auf das
Bildergebnis Einfluss nehmen werden. Wir
arbeiten vorwiegend auf Leinwänden. Es
kommen dazu auch Papiere zum Einsatz, die
spannende Strukturtechniken ermöglichen.
Grundkenntnisse im Umgang mit Acrlyfar­
ben sollten vorhanden sein.
Das Zeichnen ist die persönlichste Aus­
drucksform. Eine Zeichnung lässt auf die
Seele des Künstlers/der Künstlerin schauen.
In diesem Seminar steht das experimen­
telle Zeichnen im Vordergrund. Manche
mögen vom realistischen Naturstudium
in die abstrakte Zeichensprache finden,
andere wiederum wählen den umgekehrten
Weg. Zeichnen ist immer wieder auch Expe­
riment. Die feinste Vibration in der Linie
kann durch unterschiedliche Methoden und
Anwendung von Materialien erreicht wer­
den. Nach Vorträgen über ausgewählte Bei­
spiele der Kunstgeschichte von großen
Meisterzeichnungen bis ins 21. Jahrhundert
starten die TeilnehmerInnen ihren individu­
ellen Arbeitstag. Der Samstag ist dem Zeich­
nen in der Landschaft auf dem Predigtstuhl
reserviert. Hier erhalten alle Beteiligten die
Möglichkeit sich in experimenteller Weise
mit der Landschaft an einem sehr reizvollen
Ort zu beschäftigen. Tägliche Vorträge und
gemeinsame Arbeitsbesprechungen. Für
Anfänger und Fortgeschrittene geeignet.
STUDIENTAGE ZUR EXPERIMENTELLEN MALEREI
MAG. LUISE KLOOS – studierte an der KarlFranzens-Universität Graz Pädagogik, Psy­
chologie und Philosophie sowie Malerei und
Zeichnung an der Akademie der bildenden
Künste Wien / Neben ihrer internationalen
BERND KLIMMER – lebt und arbeitet in Kaiserslautern-Morlautern / Entscheidende Impulse für die eigene kreative Arbeit brachte 1983 die
Begegnung mit dem weltweit anerkannten englischen Aquarellisten John Blockley / 1990 Fernstudium der Malerei und Gründung einer eige­
nen Kunstschule, die an die seit 1975 bestehende Musikschule angeschlossen wurde / Dozent an diversen Akademien, auch in Österreich und der
Schweiz / seit 2003 Veröffentlichung von 14 erfolgreichen Kreativbüchern, die zu Bestsellern wurden / zahlreiche Ausstellungen im In- und Aus­
land, wie Österreich, Schweiz, Griechenland, Frankreich / 2007: 1. Preis im bundesweiten Kunstwettbewerb Artist Window »Stadtansichten«
Veranstaltung von Seminaren und Sommerakademien in den Atelierräumen in Kaiserslautern-Morlautern über Aquarell- und Acrylmalerei für Ein­
steiger und Fortgeschrittene / Veranstaltung und Leitung von Malreisen in viele Länder Europas // www.bernd-klimmer.de
Ausstellungstätigkeit als Malerin, Zeichnerin,
Installations- und Performancekünstlerin ist
sie immer wieder auch als Vortragende zur
zeitgenössischen bildenden Kunst an renom­
mierten Institutionen tätig / Ihre Arbeiten
wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeich­
net // www.luisekloos.at
Die individuelle Entwicklung der eigenen
Malweise wird vorangetrieben durch das
Experimentieren und Ausprobieren. Dafür
werden oft neue Materialien gesucht, um
die Möglichkeiten für die Malerei zu erwei­
tern. In diesem Seminar besteht die Mög­
lichkeit, eine sehr alte Maltechnik, nämlich
die Temperafarbe kennenzulernen und aus­
zuprobieren. Dieses Seminar konzentriert
sich auf die Natur auch als Ausdrucksmittel.
Es ist eine Rückbesinnung auf die Natur, die
eine unerschöpfliche Inspirationsquelle für
alle großen Meister einst und jetzt war und
ist. Die Natur spricht durch den Menschen
und zum Menschen. Wir sehen Farben und
Licht, hören Töne, nehmen Gerüche wahr,
stellen Festes, Flüssiges, Weiches fest und
übertragen die Schwingungen des Empfun­
denen in den kreativen Schaffensprozess. Im
erweiterten Kunstbegriff erfährt der Künst­
ler/die Künstlerin im Gestaltungsprozess
eine große Freiheit, gibt Eindrücke wieder,
sieht das Gestaltete und reflektiert somit
das eigene Bewusstsein. Man sieht sich im
Beobachten des eigenen Denkens und Füh­
lens seiner eigenen Tätigkeit gegenüber. Die
individuelle künstlerische Weiterentwick­
lung ist das erklärte Ziel des Unterrichts. In
diesem Seminar werden Temperafarben und
kompakte Papiermalgründe selbst herge­
stellt. Die Verwendung von Temperafarben
erfreut sich neuer Beliebtheit auch im Kon­
text von Malmaterial und Gesundheitsschutz.
Die individuelle Begleitung des Arbeitspro­
zesses sowie gemeinsame Arbeitsbespre­
chungen vertiefen den kreativen Prozess. In
täglichen Vorträgen zur Kunstgeschichte
und Kunsttheorie werden die entstandenen
Werke auf hohem Niveau reflektiert. Für
Anfänger und Fortgeschrittene geeignet.
145
No– 118
18. – 20. 09. 2015
3 Tage // Fr – So
Fr 16.00 – 20.00 Uhr
Sa 10.00 – 17.00 Uhr
So 10.00 – 17.00 Uhr
max 14 Teiln
220,– pP
inkl. Gondelfahrt auf
den Predigtstuhl
No– 119
21. – 26. 09. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 14 Teiln
360,– pP
146
No– 120
24. – 27. 08. 2015
4 Tage // Mo – Do
10.00 – 17.00 Uhr
max 12 Teiln
450,– pP
inkl. Modell
HETTY KRIST
MATTHIAS KROTH
FIGÜRLICHES ZEICHNEN – AKT UND PORTRÄT
Seit jeher faszinieren uns figürliche Zeich­
nungen großer Meister, wie Michelangelo,
Rembrandt, Käthe Kollwitz oder in jüngerer
Zeit – Horst Jansen. Hinter die Geheimnisse
dieser Zeichenkunst zu kommen, ist Anlie­
gen des angebotenen Kurses. Anschau­
lich und unkompliziert wird jeder Teilneh­
mer mit Gesetzen und Poportionen des
FREIE UND FIGÜRLICHE MALEREI
menschlichen Körpers vertraut gemacht, so
dass bald bei jedem (wie beim Musiker die
Noten) eine gute Grundlage zum eigenen
zeichnerischen Vorgang entsteht. Dieser
wird individuell gefördert. Mit Fachkompe­
tenz, aber auch mit Einfühlungsvermögen
findet Betreuung und Korrektur statt. Wenn
erwünscht, auch durch persönliches Ein­
greifen, zum besseren Verständnis. Auf die
vielen Ausdrucksmöglichkeiten, vom stil­
len Strich bis zur leidenschaftlichen, fast
abstrakten Wiedergabe wird ebenso ein­
gegangen, wie auf Schraffuren und Struk­
turen. Die unterschiedlichen Zeichenmate­
rialien wie Kohle, Bleistift und Farbkreiden
werden nach Beendigung des Kurses kein
Rätsel mehr sein. Um später selbstständig
arbeiten zu können, werden Tipps mit auf
den Weg gegeben, deren Erfolg auf langjäh­
riger Erfahrung basiert.
HETTY KRIST – Studium an der Kunstakade­
mie Basel / Einzelausstellungen im In- und
Ausland / Beteiligung an den wichtigsten
Biennalen für internationale Handzeichnung
und Grafik / mehrfach mit nationalen und
internationalen Preisen ausgezeichnet, u. a.
in Japan, Italien, Brasilien, Jugoslawien, Polen, Deutschland / Dozentin für figürliches Zeichnen sowie Kunstgeschichte in Frankfurt am Main und
an der Fachhochschule Wiesbaden / viele ihrer Arbeiten befinden sich in Museen und öffentlichem Besitz (z. B. »Passion – heute«, 1996, in der
Liebfrauenkirche Frankfurt am Main) / das Werk der Künstlerin wurde vielfach in Büchern und Filmen gewürdigt //
Das Seminar fördert die Entwicklung eines
persönlichen Werkprozesses. Das Reflektie­
ren der eigenen Position und die Beschäfti­
gung mit den verwendeten gestalterischen
Mitteln tritt in den Vordergrund. Das male­
rische Vokabular soll auf experimenteller,
spielerischer und rationaler Ebene erwei­
tert und die Sensibilität im Umgang mit den
gestalterischen Mitteln geschult werden.
Das Seminar will jeden Teilnehmer auf sei­
nem Weg unterstützen eine eigene, zeit­
gemäße, künstlerische Ausdrucksform
zu finden. Die Teilnahme setzt malerische
Kenntnisse voraus. Bei der Figürlichen Male­
rei handelt es sich nicht um Aktmalerei, fin­
det also ohne Modell statt.
Mitzubringen sind alle benötigten Malma­
terialien und Werkzeuge wie (Acryl)Farben,
Leinwand, Keilrahmen, auch größeres Mittel­
format. Bei Interesse auch Zeichenmaterial.
MATTHIAS KROTH – geboren 1962 / 1985
Studium an der FH Trier, Abschluss Dipl.Design / 1989 Studium der Malerei an der
Kunstakademie München bei Prof. Sturm
und an der Kunstakademie Frankfurt bei
Prof. Jochims / 2000 Lehrauftrag für Male­
rei Universität Giessen / Ausstellungen, u.a.
Haus der Kunst, München; 1997 Kunstverein
Giebel; Städtische Galerie, Aschaffenburg;
Kunsthaus Rhenania, Köln; 2004 Kultfabrik
Pasing, München; 2008 Kunsthalle der Euro­
päischen Kunstakademie, Trier //
www.matthias-kroth.de
147
No– 121
16. – 27. 02. 2015
12 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
am Abreisetag
bis 13.00 Uhr
max 14 Teiln
790,– pP
So frei – Arbeit im
Atelier möglich
148
No– 122 16. – 20. 02. 2015
5 Tage // Mo – Fr
10.00 – 17.00 Uhr
max 12 Teiln
460,– pP
MAX KÖSTLER UND ULRIKA KREXNER
MAX KÖSTLER
FOTOGRAFIE UND PHOTOSHOP
Das perfekte Foto mit Max Köstler einfan­
gen ist die eine Sache – das Bild dann rich­
tig bearbeiten und retuschieren mit Ulrika
Krexner ist die andere Geschichte. Im Laufe
dieses Kurses werden wir bei gemeinsamen
Exkursionen fotografieren, anschließend die
Bilder optimal aufbereiten und retuschieren.
Die Theorie der Fotografie wird kurz aufge­
frischt, dann starten wir sofort mit den Exkur­
sionen in die Umgebung – bei jedem Wetter.
Verschiedene Themen werden aufgegriffen,
unter anderem Portrait, Landschaft, Archi­
tektur- und Wasseraufnahmen. An einem
Abend stehen Nachtaufnahmen und spe­
ziell das Rauschen in Verbindung mit der
hohen ISO-Zahl und des Kontrastumfanges
im Fokus. Die besten Aufnahmen werden
täglich selektiert, archiviert,und anschlie­
ßend unter der Anleitung von Ulrika Krexner
in Photoshop optimal bearbeitet und retu­
schiert. Wir entwickeln u. a . das perfekte
Schwarz/Weißbild. Danach bereiten wir
die Aufnahme für den Druck auf. Sie haben
die Möglichkeit, Ihre Arbeiten auf den ver­
LIGHTPAINTING
schiedensten Materialen zu drucken. Jeden
Tag wählen Sie ihr »Favoriten-Bild« und wir
besprechen die Aufnahmen gemeinsam. Am
Freitag schließen wir mit einer kleinen Ver­
nissage der besten Arbeiten ab und jeder
erhält eine Kassette mit seinen zehn besten
Arbeiten auf FineArt-Papier. Bitte Kamera
und Laptop mitbringen. Die Demo-Version
von Photoshop kann bei Bedarf kostenlos
gestellt werden bzw. auch ein Laptop gegen
Gebühr – bitte rechtzeitig anmelden.
No– 123 FOTOGRAFIE UND LIGHTROOM
14. – 18. 09. 2015
5 Tage // Mo – Fr
10.00 – 17.00 Uhr
max 12 Teiln
460,– pP
Mit Max Köstler das perfekte Foto einfan­
gen ist die eine Sache – das Rohformat dann
richtig aufbereiten mit Ulrika Krexner ist die
Herausforderung dieses Kurses. Im Laufe
dieser Tage werden wir bei gemeinsamen
Exkursionen fotografieren, in der »digitalen
Dunkelkammer« werden dann die Fotos
optimal aufbereitet. Wir starten in der The­
orie mit Grundlagen der Fotografie – Zeit,
Farbtemperatur, Auswirkung der Blende,
ISO und Zeit auf die Bildgestaltung. Täglich
wird das Wissen in der Praxis umgesetzt, um
Portrait, Landschaft, Architektur- und Was­
seraufnahmen anzufertigen. Das Areal der
alten Saline eignet sich hervorragend für
die Motivsuche. An einem Abend stehen
Nachtaufnahmen und speziell das Rauschen
in Verbindung mit der hohen ISO-Zahl und
des Kontrastumfanges im Fokus. Die besten
Aufnahmen werden in der digitalen Dunkel­
kammer von »Adobe Lightroom« selektiert,
archiviert und farbgetreu nachbearbeitet
– das optimale Werkzeug um den speziellen
Charakter der Bilder zu betonen. Anschlie­
send zeigen wir Ihnen wie Sie Ihre Bilder per­
fekt präsentieren können Jeden Tag wählen
Sie ihr »Favoriten-Bild« und wir besprechen
die Aufnahmen gemeinsam. Am Freitag
schließen wir mit einer kleinen Vernissage
der besten Arbeiten ab und jeder erhält eine
Kassette mit seinen zehn besten Arbeiten
auf FineArt-Papier. Bitte Kamera und Lap­
top mitbringen. Die Demo-Version von
Adobe Lightroom kann bei Bedarf kostenlos
gestellt werden bzw. auch ein Laptop gegen
Gebühr – bitte rechtzeitig anmelden.
MAX KÖSTLER – 1956 in Bad Reichenhall geboren / absolvierte in Salzburg am Theater seine
Fotografenlehre / ist seit über 30 Jahren als selbständiger Fotograf tätig / neben seiner täg­
lichen Arbeit reist er viel in entlegene Gebiete u. a. Grönland und Oman / seine Arbeiten wur­
den u. a. im National Geographic und Stern TV veröffentlicht / seit einigen Jahren unterrichtet
er an der Werbe-Design-Akademie in Salzburg Fotografie. // www.koestler-fotografie.de
ULRIKA KREXNER – 1967 in Wien geboren / Absolventin der Werbeakademie in Wien / Stu­
dium der Kommunikations- und Werbepsychologie in Salzburg / arbeitet und lebt seit 1992 in
Salzburg / eigenes Atelier für Grafikdesign »Zeitraender« mit Schwerpunkt Bildbearbeitung /
fachliche Leitung der Werbe-Design-Akademie Salzburg seit 2001 // www.zeitraender.at
Fotografie heißt wörtlich übersetzt »malen
mit Licht«. Light Painting Photos gebraucht
das Licht als Hilfsmittel für Kunst. Wir
arbeiten nachts und meistens in städtischer
Umgebung, oder im dunklen Studio um Graf­
fiti oder Objekte mit bewegenden Lichtquel­
len zu erschaffen. Für das normale Auge ist
das unsichtbar, nur eine Fotokamera mit lan­
ger Belichtungszeit macht die Magie sicht­
bar. Jeder kann ein Lightpainting Artist wer­
den! Malen mit Licht ist eine interessante
Technik, welche immer mehr Fotografen für
sich entdecken. Die fast magischen Fotos
entstehen durch eine lange Belichtungszeit
von beispielweise 30 Sekunden und deutlich
mehr. Man malt z. B. mit einer Taschenlampe
Figuren und Symbole in die Luft, und erstellt
so ein »Lichtbild«. In diesen zwei Tagen wer­
den wir die verschiedensten Techniken
probieren.
Voraussetzungen: Umgang mit der Kamera
im manuellen Modi, Neugierde auf neue
Techniken. Empfohlene Ausrüstung: Stativ,
Weitwinkelobjektiv, evtl. externer Auslöser.
149
No– 124 19. – 20. 06. 2015
2 Tage // Fr – Sa
Fr 15.00 – 22.00 Uhr
Sa 10.00 – 17.00 Uhr
max 10 Teiln
260,– pP
150
No– 125
28. 09 – 01. 10. 2015
4 Tage // Mo – Do
10.00 – 17.00 Uhr
max 10 Teiln
380,– pP
inkl. Modell
MONIKA KÖSSL
JULIANE LAITZSCH
EXPERIMENTELLE ZEICHNUNG
DEM KÖRPER AUF DER SPUR
Im Spiel mit der Linie entdecken wir den
menschlichen Körper als Landschaft und
studieren die Fülle seiner Formen. Wir ler­
nen vielfältige Techniken kennen, die es uns
leicht machen, der Anatomie des Körpers
auf die Spur zu kommen. Ob durch die tän­
zerische Linie, durch lockeres Scribbling,
malerisch aus dem Fleck modelliert oder in
die nasse Farbe geritzt: hier findet jeder die
passende Methode, sich dem Formenreich­
tum der Körperlandschaft anzunähern. Basis­
kenntnisse der Anatomie, Komposition und
Proportionslehre werden im Kurs vermittelt
oder vertieft. Der geschärfte Blick und das
erweiterte Formenrepertoire bereichern
Ihre gesamte künstlerische Arbeit. Das Kon­
zept wird allen Teilnehmern ausgehändigt
und dient als kleines Nachschlagewerk für
das eigene Schaffen. Auch für Einsteiger
sehr gut geeignet. Nur Mut!
Beim Zeichnen hat man es stets mit (minde­
stens) drei Realitäten zu tun: mit der draußen
in der Welt, mit der im Kopf und mit der auf
dem Papier (Nanne Mayer).
In dem Kurs erkunden wir gemeinsam den
Zusammenhang dieser Realitäten. Dazu kön­
nen wir von figürlichen, abstrakten, konzep­
tionellen oder narrativen Zeichnungen aus­
gehen. Ziel des Kurses ist es, das Verständnis
für das eigene Tun zu vertiefen um so Mög­
lichkeiten im Umgang mit Material und
Technik zu erweitern. Ich biete spielerische
Experimente und forschende Übungen für
Anfänger und Fortgeschrittene an. Wir dis­
kutieren Zeichnungen anhand von Abbil­
dungen aus Kunstgeschichte und zeitgenös­
sischer Kunst. Das gemeinsame Arbeiten
und den offenen Austausch untereinander
in diesem Kurs begleite ich zudem mit einer
intensiven individuellen Betreuung.
JULIANE LAITZSCH – ist Zeichnerin, sie lebt
und arbeitet in Berlin und unterrichtet an der
Universität der Künste in Berlin //
www.julianelaitzsch.de
MONIKA KÖSSL – 1960 geboren in Kaufbeuren / 1992 Studium Kunstpädagogik, Kunstgeschichte / 2000 Abschluss Magister Artium an der Uni­
versität Augsburg / Lehraufträge Universität Augsburg: Akt und Anatomie / seit 1996 Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen / seit 2000
freischaffende Lehrtätigkeit und freischaffende Künstlerin, Dozentin der freien Kunstakademie Augsburg //
151
No– 126 23. – 27. 02. 2015
5 Tage // Mo – Fr
10.00 – 17.00 Uhr
max 15 Teiln
380,– pP
152
No– 127
03. – 08. 08. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
380,– pP
VERENA LANDAU
ANNETTE LEHRMANN
PARALLELWELTEN
Haben Sie sich schon einmal gewünscht, ein
Bild aus einem Traum oder Tagtraum auf die
Leinwand zu bringen? Traum als Quelle für
Bildfindungsprozesse ist in der Kunst nichts
Ungewöhnliches. Die surrealistischen Künst­
ler und Künstlerinnen haben das Potential
der inneren Bilder zu nutzen gewusst. Auch
heute schöpfen bekanntermaßen Maler und
Malerinnen wie Neo Rauch oder Miriam
Cahn aus den »Quellcodes« der Träume.
Für mich ist die Arbeit mit gefundenen Bil­
dern seit 1998 Grundlage für die Malerei. Oft
WEGE IN DIE ABSTRAKTION – VOM ENTWURF ZUR EIGENEN BILDSPRACHE
handelt es sich um Bilder aus Filmen, dem
Medium, das dem Traum wohl am stärksten
ähnelt. Wenn ich ein Bild aus einem Film
male, findet eine persönliche Transforma­
tion statt: Ein permanentes Abgleichen zwi­
schen fotografischem Bild mit meinem inne­
ren Vorstellungsbild und zugleich mit dem,
was auf der Leinwand entsteht. Neuerdings
erstelle ich Collagen und Fotomontagen, um
mich Bildern aus meinen Träumen anzunäh­
ern. In meinem Sommerkurs möchte ich Sie
methodisch Schritt für Schritt, ausgehend
von Ihrem Traumbild, mittels Collage und
Fotoübermalung an die Malerei auf Lein­
wand heranführen. Mitzubringen sind: selbst
fotografiertes oder gefundenes Bildmaterial
für die Collagen, ggf. Laptop für Fotomon­
tagen, Karton (Din A3, 200-250 g), Prittstift,
grundierte Leinwände, Ölfarben, Pinsel (ver­
schiedene Stärken). Und natürlich Lust und
Mut, sich auf einen intensiven Transformati­
onsprozess einzulassen!
VERENA LANDAU – studierte Malerei und Grafik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst
Leipzig / seit dem Diplom im Jahr 1999 arbeitet sie freischaffend in Leipzig und ist mit kon­
textbezogenen Malerei-Projekten in regionalen und internationalen Ausstellungen präsent /
seit 2002 arbeitet sie als künstlerische Leiterin in interkulturellen Jugendprojekten und Fort­
bildungsmaßnahmen (Frankreich, Israel, Litauen, Slowakei, Lettland) / seit 2008 ist sie künst­
lerische Mitarbeiterin am Institut für Kunstpädagogik der Universität Leipzig in der Abteilung
Praxis der bildenden Kunst / Ausstellungen 2013: »Viaggio in Italia – Italienische Reise«, Ate­
lierfrankfurt, Frankfurt am Main, »Spektrum«, Dozentenausstellung in der Galerie Neues
Augusteum der Universität Leipzig, »Ortsbestimmung. Zeitgenössische Kunst aus Sachsen«,
Kulturhistorisches Museum Görlitz in Kooperation mit dem Kunstfonds, Staatliche Kunstsamm­
lungen Dresden; »fireworks & smokebombs. 1813_1913_2013: Erinnerung. Kunst. Kontroversen«,
Projekte im öffentlichen Raum, / Ausstellungen 2014: »places, parallel«, Josef Filipp Galerie, Leipzig (Einzelausstellung); »Mensch werde wesent­
lich!«, Kunstverein Freunde aktueller Kunst, Zwickau. // www.verenalandau.de
Wir werden uns intensiv mit der Findung
von Ideen anhand von Skizzen und Fotos
beschäftigen. Es werden Entwürfe davon
entstehen, die es dann gilt, schrittweise auf
die Leinwand umzusetzen. Bildaufbau, Kom­
position, Material- und Farblehre werden
dabei eine große Rolle spielen, denn das
sind wesentliche Bestandteile beim noch
so willkürlich erscheinenden Bild. Ab einem
gewissen Punkt wird das Bild dann anfangen,
die Regie zu übernehmen, und den weiteren
Weg vorgeben. Es erzählt nun seine eigene
»Geschichte«. Dies ist für viele die größte
Hürde, die wir aber gemeinsam lösen wer­
den. Wir werden mit unterschiedlichsten
Materialien, unter anderem mit Fotofrot­
tage für Fotofragmente, Wachs und ein­
gefärbtem Wachs, Bitumen, Schlagme­
tall, Schellack, Craquelee und Pigmenten
arbeiten, die zusätzliche Tiefe in das Bild
bringen werden. Es kann auf Papieren, klei­
nen und großen Leinwänden gearbeitet wer­
den. Es wird auf jeden einzelnen Teilnehmer
individuell eingegangen, somit ist der Kurs
für Fortgeschrittene als auch für Anfänger
geeignet.
ANNETTE LEHRMANN – 1962 geboren in Bad Mergentheim / 1981 Abitur in Husum (Nordsee) / 1981 – 83 Studium Kunst und Mathematik an der
pädagog. Hochschule in Flensburg / seit 2000 Dozentin für Malerei an verschiedenen Kunstakademien / 2002 1. Preis beim Kunstwettbewerb
»Brücken schlagen« der Stadt Marktheidenfeld / lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin in Greußenheim bei Würzburg und in Luino, Ita­
lien // www.annette-lehrmann.de
153
No– 128
07. – 12. 12. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 14 Teiln
440,– pP
154
THOMAS LANGE
155
No– 129 UNO – NESSUNO – CENTOMILA / EINER – KEINER – 100.000 (Luigi Pirandello)
15. – 20. 06. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
600,– pP
No– 130 24. – 29. 08. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 12.30 Uhr
14.30 – 18.30 Uhr
max 12 Teiln
600,– pP
ohne Anfahrt,
Unterkunft und
Verpflegung
»Alles ist relativ, eine faßbare Wirklichkeit
gibt es nicht. Einer der Mythen, die Piran­
dello stürzt, ist die des Mythos des einheit­
lichen Ichs. Und es ist auch eine wichtige
Erfahrung der Menschen, daß sie spüren,
nicht immer die- oder derselbe zu sein.«
Ein Diskurs über Malerei in all ihren Formen
und im Besonderen im Ausdruck jedes Ein­
zelnen: surreal – abstrakt – figurativ – analy­
tisch konzeptionell – expressiv – impressiv ...
Angestrebt wird das sich absolute Ausein­
andersetzen mit der Bildsprache jedes Ein­
zelnen und herausgearbeitet werden soll,
gemeinsam, der jeweils individuelle Ansatz.
DIE BEFREIUNG DER FARBE UND DIE REVOLUTION GIOTTOS
Die italienische Sommer-Akademie beginnt
in der Kirche San Francesco in Assisi vor den
Fresken Giottos, deren Einzigartigkeit nicht
nur in der Größe ihrer Ausführung liegen,
sondern vielmehr in der Befreiung der Male­
rei selbst vom Diktat des Wortes und des
Auftrags. Die Malerei beginnt hier mit der
ihr eigenen Natur zu sprechen, ihrer eige­
nen Formensprache, Farbenkraft und male­
rischen Aura. Im Kurs wird das Verhältnis
zwischen Thema und freier Malerei ausge­
lotet und das Bild in das zurückgeführt, was
es sein soll: Ein Fest fürs Auge. Zugelassen
sind alle Ideen und Techniken, es kann auch
in Terracotta und Keramik gearbeitet wer­
den. Abschlussgespräch, Ausstellung, Aus­
klang. Unterbringung: In der Casa Forno­
vecchino sind vier Miniapartements, bzw.
Zimmer mit Bad und Küche vorhanden und
in der näheren Umgebung gibt es attraktive
Ferienwohnungen.
Assistent:
Mutsuo Hirano
THOMAS LANGE – 1957 in Berlin geboren / 1976 – 82 Studium an der Hochschule der Künste
Berlin bei Wolfgang Petrick und Herbert Kauffmann / Stipendiat der Karl-Schmidt-Rottluff-Stif­
tung / seit 1978 zahlreiche Ausstellungen u. a. im Guggenheim Museum New York, bei der Bien­
nale di Venezia, im Mori-Center Tokio und im Palazzo Venezia, Rom //
Assistent MATSUO HIRANO – geboren 1952 in Hyogo-Giappone / lebt und arbeitet in Berlin
und Torre Alfina, Italien / Ausstellungen in Italien und Deutschland //
156
No– 131
03. – 12. 08. 2015
10 Tage // Mo – Mi
10.00 – 17.00 Uhr
max 15 Teiln
850,– pP
JUPP LINSSEN
SOPHIA LOTH
VORBILD – ABBILD – EIGENBILD
Wir lernen Sehen, den Umgang mit Linien
und Flächen, Farben, Formen und Materi­
alien. Mit schnellem, intuitivem Arbeiten
nähern wir uns unserer eigenen Bildspra­
che und probieren vieles aus. Das Experi­
ment hat dabei dieselbe Bedeutung wie
die klassische Übung. Wir sprechen auch
über künstlerische Grundprobleme und
bewerten die verschiedensten Techniken,
um eigene Ideen zu finden. Das Kurskon­
zept setzt die Zusammenarbeit der beiden
Dozenten Jupp Linssen und Stefan Skow­
ron sowohl in kunstpraktischer als auch in
kunsttheoretischer Hinsicht fort, die seit
2012 auch an der Kunstakademie Bad Rei­
chenhall umgesetzt wurde. Das Seminar
LANDSCHAFT – ZWISCHEN KONKRETISIERUNG UND AUFLÖSUNG
wird durch zwei kunsthistorische Bild-Vor­
träge (jeweils vormittags) ergänzt. Dadurch
und durch viele Gespräche wird eine wei­
tere Ebene zur gemeinsamen Reflexion und
Arbeit geschaffen.
JUPP LINSSEN – 1957 in Kempen am Nie­
derrhein geboren / 1980 – 86 Kunststudium
an der RWTH Aachen bei Prof. Joachim
Bandau / 1987 Förderpreis Bildende Kunst
der Stadt Aachen / 1995 Malersymposium
in Werfen / 2003 – 05 Dozent an der Staat­
lichen Kunstakademie Düsseldorf (Orientie­
rungsbereich) / in zahlreichen Einzel- und
Gruppenausstellungen international vertre­
ten / lebt und arbeitet in Aachen und den
Niederlanden. // www.jupplinssen.de
In diesem Kurs soll die Landschaftsmalerei
im Mittelpunkt stehen. Es geht dabei aber
nicht um das Naturstudium im eigentlichen
Sinne, sondern um eine eigene persönliche
Interpretation von Natur und Landschaft.
Ziel ist es, die Empfindung von Natur und
den erlebten atmosphärischen Moment in
die Malerei zu übertragen. Zu Beginn ent­
stehen schnelle Skizzen mit Bleistift oder
Farbe, jedoch nicht in Form detailgenauer
Naturstudien, sondern reduziert und sche­
menhaft. Dies soll dabei helfen Strukturen
und konkrete Landschaftselemente aufzu­
lösen und zunehmend zu abstrahieren. Dem
skizzenhaften Vorgehen folgt die Arbeit an
größeren Bildformaten im Atelier. Die zuvor
Assistent STEFAN SKOWRON – geboren
1967 / aufgewachsen im Spreewald / Stu­
dium an der Humboldt-Universität zu Ber­
lin und an der RWTH Aachen / Kunstkriti­
ker und Publizist / Veröffentlichungen zur
Bildenden Kunst, Fotografie und Literatur /
lebt und arbeitet in Aachen. //
www.stefan-skowron.de
SOPHIA LOTH – 1983 in Leipzig geboren / Studium Malerei/ Grafik an der Kunstakademie
Münster und an der Hochschule für Grafik & Buchkunst Leipzig / Meisterschülerin bei Prof.
Heribert C. Ottersbach, Hochschule für Grafik & Buchkunst Leipzig / Einzel- und Gruppenaus­
stellungen u. a. in Dortmund, Düsseldorf, Ludwigshafen, Leipzig, Recklinghausen und Rottweil /
Lebt und arbeitet in Leipzig) // www.sophialoth.de
entstandenen Skizzen werden dafür als
Grundlage dienen. Neben der praktischen
Arbeit gibt es täglich das Angebot von Grup­
pen- und Einzelgesprächen, sowie theore­
tische Exkurse in die zeitgenössische Land­
schaftsmalerei. Gemalt wird mit Acryl- und/
oder Ölfarbe auf Bildträgern wie Papier oder
Leinwand.
157
No– 132
27. 07. – 01. 08. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
360,– pP
158
No– 133 A
16. – 19. 03. 2015
4 Tage // Mo – Do
10.00 – 17.00 Uhr
max 14 Teiln
360,– pP
No– 133 B
20. – 22. 03. 2015
4 Tage // Mo – Do
10.00 – 17.00 Uhr
max 14 Teiln
360,– pP
MARTIN LUTZ
FRANK MAIER
ABSTRAKT / KONKRET / REALITÄT
STILLLEBEN IN AQUARELL
Wenn wir an Stillleben denken, kommen uns
auf einem Tisch arrangierte Dinge in den
Sinn – Flaschen, Blumen oder Früchte. Aber
interessante Objekte lassen sich fast überall
finden: in der Küche, im Arbeitszimmer, bei
der Garderobe, etc. Stillleben müssen nicht
altbacken sein; persönliche Sehweisen sind
entscheidend. Wie interpretieren wir das
Licht? Wie arbeiten wir mit dem Bildraum?
Die Spannbreite der möglichen Darstel­
lungen reicht von zarter Zurückhaltung bis
hin zur dramatischen, kontrastreichen Kom­
position. An Stillleben können wir auch ganz
allgemein viel für die Aquarellmalerei lernen.
Allerdings sollten Sie gewisse zeichnerische
Vorkenntnisse mitbringen; auch selbststän­
diges Arbeiten wird vorausgesetzt. Das bild­
nerische Vokabular, welches wir in diesem
Kurs studieren – Linie, Form, Farbe und Kom­
position – und Ihre Beobachtungen, helfen
Ihnen, Ihren persönlichen malerischen Stil zu
entwickeln.
»Die Abstraktion zielt nicht auf die bloße
Oberfläche ab, nicht auf das stimmige
Muster, sie ist vielmehr einer körperlichen,
einer erlebten narrativen Ebene geschul­
det. Ein gemaltes Bild zeigt nicht die Welt,
es ist ein Stück Welt!« Ausgehend von dieser
Grundhaltung, wollen wir uns in diesem Kurs
einer Malerei widmen, die eher mit einem
konzentrierten, zurückgenommenen Pin­
selduktus arbeitet, dafür aber um so feiner
den jeweils eigenen Bildstrukturen und Ele­
menten folgt und deren »Absicht« und Posi­
tion im Bild erkennt, bearbeitet und gerecht
wird. Ob eine runde, freie Formenspra­
che genutzt wird, oder eine strenge geo­
metrische, ob ein reduziertes Farbenspek­
trum oder ein farbenintensives zum Einsatz
kommt, das spielt dabei keine Rolle. Denn
nur der eigenen Beschaffenheit unserer
Malerei wollen wir verpflichtet sein, wie sie
sich im Konkreten auch immer äußern mag.
Die Arbeiten sollen überwiegend in Acryl auf
Leinwand / Nessel ausgeführt werden.
No– 133 C
31. 08 – 03. 09. 2015
4 Tage // Mo – Do
10.00 – 17.00 Uhr
max 14 Teiln
360,– pP
No– 133 D
04. – 06. 09. 2015
3 Tage // Fr – So
10.00 – 17.00 Uhr
max 14 Teiln
270,– pP
MARTIN LUTZ – geboren 1948 in Ludwigshafen am Rhein / Ausbildung als Kunsterzieher an der
Pädagogischen Hochschule Kiel / künstlerische Weiterbildung an der Kunstakademie Karls­
ruhe / seit 1995 freischaffender Künstler und eigene Aquarellschule / Ausstellungen in Europa,
USA und in Australien / zahlreiche Kunstpreise // www.aquarellschule.de
FRANK MAIER – geb. 1966 in Stuttgart /
1984 Freie Kunstschule Stuttgart / 1985 – 88
Ausbildung zum Steinmetz und Steinbild­
hauer bei Gerhard Mayr, Stuttgart / 1989 – 94
Studium der Bildhauerei an der Staatlichen
Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe
bei Werner Pokorny, Elisabeth Wagner und
Harald Klingelhöller / 1996 Studienaufent­
halt in Wien (Landesgraduierten Stipendium,
Baden-Württemberg) / 1996 – 98 freischaf­
fender Künstler in Karlsruhe / 1998 – 2006
freischaffender Künstler in München / seit
2006 freischaffender Künstler in Berlin /
2007/08/10/13/14 Lehraufträge an der UdK
Berlin, Fakultät Gestaltung, Fachbereich Bildende Kunst / Editionen bei der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg e. V. Herbst 2013 / Werke in: Baye­
rische Staatsgemäldesammlungen; Sammlung Moderner Kunst der Pinakothek der Moderne, München; Artist Pension Trust Berlin; Privatsamm­
lungen / Publikationen: 2005 »Trophäe«, Förderprogramm für Künstler und Publizisten, Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, For­
schung und Kunst; 2010 »A und E und Alter Ego«, Kerber Verlag; 2013 »Re: ... Situation (Konkret/Realität)«, Verlag Kettler// www.frankmaier999.de
159
No– 134
27. 04. – 02. 05. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 15 Teiln
420,– pP
160
PROF. CHRISTIAN MACKETANZ
CHRISTIAN MACKETANZ
No– 135 MALEREI – GEGEN DIE ZEIT
11. – 21. 05. 2015
11 Tage // Mo – Do
10.00 – 17.00 Uhr
max 12 Teiln
790,– pP
Auch wenn wir heute alles sehr schnell,
möglich instant wissen, können und anwen­
den wollen, liegt die Qualität der Male­
rei im Zeitaufwendigen: Sehen, Erfahren,
Bewußt-machen. Das Studium der Malerei
ist ein langsames, das einhergeht mit der
Aneignung von kontemplativen und rezep­
tiven Qualitäten. Das ist uncool, aber lang­
fristig unabdingbar. Schnelle Effekte kitzeln
nur die Oberfläche, es gilt aber Schätze zu
heben. Auch die Anwendung der Malerei
(altmodisch: Das Handwerk), ist ein lebens­
langes Projekt, das wir aber sofort begin­
nen. Allein die Auswahl und Vorbereitung
der Materialien bedürfen der Hingabe und
des Feingefühls: Zu Beginn werden wir
Leinwände ganz klassisch selbst aufbauen,
bespannen und grundieren. Im Zentrum
des Seminars steht für uns die Frage: Wie
schaffe ich den Zugang zu meinem inneren
Bild? Kleine Übungen und Reflektionen auf
das Spannungsfeld zwischen formalen und
inhaltlichen Fragen begleiten und fördern
diesen Prozess. Dabei gilt es für jedes Anlie­
gen den Raum und die Offenheit für eine
authentische unbedingte Bildfindung zu för­
dern. Im Ergebnis können sowohl abstrakte,
informelle, figurative als auch zeichnerische
Lösungen stehen. Die Grundlage dabei ist
der/die Einzelne und sein/ihr Ausdruckswille.
PROF. CHRISTIAN MACKETANZ – geb. 1963 in Eutin; Studium an der Hochschule für angewandte Kunst, Wien bei Maria Lassnig / 1983 – 94 in
Wien / 1995 – 2001 in Rom / 2002 – 10 in Berlin / seit 2010 in Dresden, Professur für Malerei an der Hochschule für Bildende Künste Dresden //
www.macketanz.eu
Assistentin MELANIE KRAMER – Meisterschülerin / geboren 1985 in Prenzlau / Studium der Politikwissenschaften an der freien Universität Ber­
lin und Studium der Bildenden Kunst an der Hochschule für Bildende Künste Dresden //
161
162
WERNER MAIER
WERNER MAIER
No– 136 DAS LICHT IN DER LANDSCHAFTSMALEREI
27. 04. – 01. 05. 2015
5 Tage // Mo – Fr
10.00 – 17.00 Uhr
max 12 Teiln
480,– pP
Schwingen Farbwerte miteinander, so ent­
stehen in einem Landschaftsbild Raum,
Atmosphäre und Licht. Für mich ist ein
malerisches Erlebnis, wenn ich immer wie­
der auf's Neue beobachte, wie farbige Pin­
selstriche Licht in eine Fläche zaubern. In
diesen Kurs veranschauliche ich, wie Farb­
setzungen die Lichtstimmung in der Land­
schaftsmalerei prägen, Dabei erkläre ich die
Verbindung zwischen Grauwerten, Misch­
WERNER MAIER – 1956 geboren / studierte von 1982 – 87 Kunsterziehung und freie Malerei
an der Kunstakademie in München / von 1998 – 2001 Dozent für Aktzeichnen an der Münch­
ner Akademie / lebt und arbeitet als Maler und Zeichner in Olching bei München / zahlreiche
Arbeiten in Museen und öffentlichen Sammlungen u. a. Albertina Wien / Herausgabe von zwei
Zeichenbüchern: Faszination Aktzeichnen und Faszination Portätzeichnen, Englisch Verlag //
www.werner-maier-kunst.de
VOM ABBILD ZUR ABSTRAKTION
tönen und einer leuchtenden Farbskala.
Anhand von Fotos, die das unterschiedliche
Licht eines Tages in der Natur widerspiegeln,
zeige ich, wie Sie mit Öl und Acryl dieses
Flimmern einfangen können.
Finden Sie Schritt für Schritt Ihre eigene
Abstraktion. Jeder Teilnehmer wählt sein
eigenes Motiv, jedes kann in die Abstrak­
tion führen. Dabei entscheiden Sie selbst, ob
Sie die Abstraktionsschritte graphisch und
linear umsetzen oder die gegebene Farbig­
keit mit Aquarell und Acryl erforschen. Dem­
entsprechend kann im Kurs je nach eigenem
Entscheiden auf Papier oder auf Leinwän­
den gearbeitet werden. Sollte Ihre eigene
Malerei schon einen hohen Abstraktions­
grad erreicht haben, so können Sie ihn wei­
ter entwickeln. Zum Kurs sollten Sie von
jedem Format, das Sie verwenden (Papiere
und Leinwände), mindestens fünf gleiche
mitnehmen. Die Arbeit in Bilderreihen ist für
die Sensibilisierung Ihrer Bildwahrnehmung
sehr entscheidend. Während des Kurses
erläutere ich die Geschichte der Abstrak­
tion bis in die Gegenwart. Zu diesem Thema
veröffentlichte ich das Buch »Vom Abbild zur
Abstraktion« (2011), Englisch / Christophorus
Verlag, Freiburg.
163
No– 137
31. 08. – 04. 09. 2015
5 Tage // Mo – Fr
10.00 – 17.00 Uhr
max 12 Teiln
480,– pP
164
No– 138 09. – 13. 02. 2015
PETER MAIRINGER
PETER MAIRINGER
HERBEI MIT DEN ALTSCHINKEN
Hat doch jede/r, so alte Bilder, die einst ein­
mal gut waren aber dann mit der eigenen
Entwicklung nicht mehr mithalten konnten.
Sie fristen jetzt ihr Dasein zwischen Keller
und Dachboden. Aber jedes hat doch seinen
Reiz, sein schönes Eckerl, und das herauszu­
holen, »sichtbar« zu machen, das werden wir
versuchen. Man könnte auch sagen »Repara­
turwerkstatt«, »aus alt mach neu« oder aber
»aus gut mach noch besser«.
No– 139 WENIGER IST MEHR SCHWARZ / WEISS
16. – 20. 03. 2015
No– 140 13. – 17. 04. 2015
Erst einmal großzügig grundieren, ohne
den Kopf, das Hirn zu bemühen, dann For­
men und Flächen sehen, spüren, erfühlen,
immer aber bescheiden bleiben in der Far­
bigkeit, bunt ist an einer anderen Baustelle.
Wir suchen das Vorsichtige, das Leise in den
Bildern, und auch wenn es kräftig ist, muss es
nicht laut sein.
ROT ALS WICHTIGER AKZENT
Es geht um das berühmte »rote Eckerl«, neu­
deutsch eye-catcher genannt, in Deutsch­
land Hingucker, nur wir Österreicher haben
kein Wort dafür. Ganz stille Bilder, groß­
flächig auch auf kleinerer Leinwand, farb­
lich sparsam, und irgendwo da blitzt es auf:
»ROT«. Ein ganzes Bild wird wichtig, weil an
einer kleinen Stelle rot aufleuchtet – und
diese richtige Stelle zu finden wird unsere
Aufgabe sein.
No– 141 VOM EINFACHEN IN DER MALEREI
23. – 27. 11. 2015
gilt für alle Kurse
5 Tage // Mo – Fr
10.00 – 17.00 Uhr
max 15 Teiln
480,– pP
Zuerst einmal ganz viel auf die Leinwand,
unkontrolliert, unspektakulär, nebenher
quasi, auch »geschmiert« darf werden, und
dann beginnen mit Reduzieren, Wegnehmen,
Vereinfachen, die Farben dämpfen, Schicht
für Schicht wird die Leinwand ruhiger, nur
mehr wenige Flächen, Striche, Bahnen blei­
ben übrig, es wird leise, angenehm still, auch
in der Seele. Man könnte auch von Ähnlich­
keit mit monochrom sprechen, aber das ist
nicht wichtig.
PETER MAIRINGER – geboren in Graz / Jurastudium / Besuch der Kunsthochschule in Linz / Meisterprüfung für Keramik / seit 1989 Künst­
lerischer Leiter der Internationalen Malerwochen Hollersbach / seit 1998 Malen im Licht von Korfu / zahlreiche öffentliche Arbeiten und
Ausstellungen in Deutschland, Österreich, Ungarn und Italien / lebt und arbeitet in Seeham bei Salzburg // www.atelier-mairinger.at
165
166
No– 142
06. – 11. 07. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 15 Teiln
380,– pP
REBECCA MICHAELIS
MARIO MÜLLER
FARBE, FORM UND ORNAMENT IM MEDIUM DER MALEREI
Die spezifisch malerische Welt von Bildern
entsteht aus der Korrespondenz von Mate­
rial, Form, Proportion, von Tonwert und Sät­
tigung der Farbe. Wichtige Aspekte der
Bildfindung wie die Verwendung von Kon­
trasten, die Farbassimilation, die Behand­
lung der einzelnen Bildelemente als Flächen,
die Wechselwirkung zwischen den einzelnen
Bildelementen, das Zusammenspiel all die­
ser Bildelemente, die Frage nach den Bild­
grenzen und dem Bildraum sind Themen, die
innerhalb des Kurses experimentell erprobt
werden. Dem Material Farbe kommt dabei
eine besondere Bedeutung zu. Das Wech­
PORTRÄTZEICHNEN NACH FOTOS
selspiel von Absorption und Reflektion je
nach Beschaffenheit der Trägeroberflä­
che, das Zusammenspiel von Farbe, Ober­
fläche und Geste und deren Transformation
zum Bild, die Sinnlichkeit und Schönheit der
Farbe und der bewusste Umgang mit den
spezifischen Eigenschaften der Farbe und
dem Zusammenspiel mit Form, Struktur,
Linie, Muster und Ornament stehen im Zen­
trum des Kurses. Der Kurs richtet sich darauf
Methoden und Strategien zu entwickeln
um bildnerische Aussagen zu formulieren
die das Medium der Malerei offen, frei und
experimentell nach seinen Bedingungen
und Möglichkeiten befragen. Texte und Bild­
beispiele werden den Kurs begleiten und
Einblick geben in die Vielfalt historischer
sowie zeitgenössischer Ansätze, die sich
der Thematik Farbe auf unterschiedlichste
Art und Weise gewidmet haben – Paul Klee,
Sonia und Robert Delaunay, Blinky Palermo,
Katharina Grosse. Es besteht freie Materi­
alwahl. Für die Anwendung bestimmter, im
Kurs zu erprobenden Verfahrensweisen, sind
stärkere Papiere,
Aquarellfarben,
Gouache, Tusche
und Acrylfarben
geeignet.
REBECCA MICHAELIS – geboren 1970 in
Potsdam / 1997 – 2003 Studium Bildende
Kunst, Universität der Künste Berlin, Mei­
sterschülerin / 2001 Studium Bildende Kunst,
Hunter College, NYC / 2013 – 14 Vertretungs­
professur Malerei, Hochschule für Bildende Kunst Dresden / lebt und arbeitet in Berlin / Stipendien (Auswahl): 2013 Jurypreis der Kunsthalle
Deutsche Bank Berlin, Wettbewerb Macht Kunst, Berlin / 2012 Artist in Residence, Künstlerhaus Schloß Wiepersdorf / 2009 Arbeitsstipendium
Bildende Kunst des Berliner Senats / 2004 DAAD-Kurzzeitstipendium New York City, USA / 2001 NICA-Stipendium Hunter College, New York
City, USA / Einzelausstellungen (Auswahl): 2014 Städtische Galerie Schloß Borbeck, Essen; Kunstverein Ahlen, Ahlen, (Kat.) / 2011 Smyrna, Künst­
lerhaus Saarbrücken, Saarbrücken / 2010 knapp shining, mit Monika Brandmeier, Stedefreund Berlin / Gruppenausstellungen (Auswahl): 2014
Antworten auf Calder: Mobiles in der Gegenwartskunst, Kunsthalle Wilhelmshaven / 2013 Form-signage, Sophienholm, Kopenhagen, (Kat.) / 2012
crossing abstraction, Kunsthaus Erfurt, Erfurt; Myspace, Kunstraum Kreuzberg / Bethanien, Berlin / 2011 Thrill-Exposition internationale d‘art
contemporain, Straßbourg / 2008 Von jetzt bis dann – Goldrausch 2008, Kunstraum Kreuzberg/ Bethanien, Berlin // www.rebeccamichaelis.de
Zeichne was du siehst ist das Motto dieser
spannenden Wahrnehmungsreise, auf der
man lernt insbesondere das zu zeichnen,
was die Augen wahrnehmen. Von der Aus­
wahl eines geeigneten Porträtfotos, über
die digitale Bildbearbeitung, bis hin zur pla­
stischen Ausarbeitung einer Zeichnung, wer­
den in diesem fünftägigen Seminar alle Zei­
chentechniken und Vorbereitungen, die
für die Entstehung ausdrucksstarker und
lebendiger Porträts von Bedeutung sind,
anschaulich erklärt und mit vielen Hinwei­
sen und wertvollen Tipps, Schritt für Schritt,
erklärt. Die hier angewandte Zeichenme­
thode, führt in einen meditativen und kon­
zentrierten Arbeitsprozess, in dem man sich
dem Wesen und dem Charakter der porträ­
tierten Person schrittweise nähert. Schicht
um Schicht stellt sich, durch die entschleu­
nigende Arbeitsweise, sowohl ein sicheres
Gefühl für Proportionen, als auch für das
verwendete Material ein. In diesem Seminar
lernen auch Einsteiger ohne Vorkenntnisse,
lebendige und ausdrucksstarke Porträts
zu zeichnen. Insbesondere die Darstellung
feiner, differenzierter Tonwertverläufe, wird
über den sicheren Umgang mit den Zeichen­
stiften und Werkzeugen erlernt und über
Wahrnehmungsübungen anschaulich erklärt.
Fortgeschrittene Zeichner können hier ihre
Fähigkeiten erweitern und ihre Zeichentech­
nik professionalisieren. Die Erfahrungen
aus den ersten Tagen, können im Anschluss,
spielend in andere Mal- und Zeichentech­
niken einfließen, um im weiteren Verlauf des
Seminars auch Porträts oder Detailaufnah­
men in Pastell und Öl zu realisieren. In die­
sem Seminar werden elementare Grund­
lagen der Zeichenkunst und der fließende
Übergang in die Pastell- und Ölmalerei ver­
mittelt. Ebenso gibt es eine Kurzeinführung
in die digitale Fotografie und Bildbearbei­
tung. Sie dienen hier vorwiegend der Bild­
analyse fotografischer Porträtaufnahmen.
Computerkenntnisse sind von daher nicht
erforderlich. Zeichenstifte sowie Werkzeuge
zum Zeichnen müssen nicht mitgebracht
werden und können vor Ort für ca. 15 Euro
erworben werden. Fotos als Mal- und Zei­
167
No– 143
20. – 24. 04. 2015
5 Tage // Mo – Fr
10.00 – 17.00 Uhr
max 12 Teiln
420,– pP
chenvorlagen, können ca. 1 bis 2 Wochen vor
Seminarbeginn, in hoher Auflösung, an ate­
liermariomueller@web.de gesendet werden.
Alternativ stehen genügend Motive im Ate­
lier zur Auswahl.
MARIO MÜLLER – 1972 geboren in Leer /
1994 – 2002 Studium Freie Malerei, Hoch­
schule für Künste, Bremen bei Prof. Jür­
gen Waller / 1994 – 97 Studium Freie Male­
rei, Fachhochschule Ottersberg bei Prof.
Hermanus Westendorp / 2002 Diplom /
2002 – 06 Studium Philosophie und Kunst­
geschichte, Universität Bremen / seit 2006
regelmäßige Einzel- und Gruppenaus­
stellungen in Galerien sowie privaten und
öffentlichen Kultureinrichtungen / 2007 und
2009 Preisträger für Malerei (Ottersberg
und Frankfurt am Main) / Zahlreiche Werke
in öffentlichen Sammlungen und privatem
Besitz / seit 2008 Lehraufträge für Malerei
und Zeichnung in Deutschland und Öster­
reich / Leitung von diversen Workshops,
Kursen und Malreisen / lebt und arbeitet als
freischaffender Künstler in Oldenburg //
www.mariomueller.org
168
No– 144 05. – 10. 10. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
760,– pP
PROF. CHRISTA NÄHER
169
KUNST KANN MAN NICHT WIE EINE LEHRE LEHREN
Der Kurs ist offen für alle – Anfänger und
Fortgeschrittene. Im Zentrum steht der
Mensch. Es geht darum, ein Gefühl für­
einander zu bekommen und in Einzelge­
sprächen herauszufinden, was jeder Einzelne
in sich hat oder was er nicht hat. Vertrauen
aufbauen. Die Angst, nicht das Richtige zu
machen, schwindet und die künstlerische
Arbeit kann beginnen.
PROF. CHRISTA NÄHER – geb. 1947 / Studium an der Hochschule der Künste Berlin / zahl­
reiche internationale Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, u. a. Documenta IX /
1987 – 2013 Professorin an der Städelschule Frankfurt am Main //
170
BOGDAN PASCU
BOGDAN PASCU
No– 145 PAINTING IN PROGRESS – EXPERIMENTELLE MALEREI
23. – 27. 03. 2015
5 Tage // Mo – Fr
10.00 – 17.00 Uhr
max 12 Teiln
400,– pP
Es handelt sich um das Malen selbst, den
Entstehungsprozess, die Eigendynamik einer
Arbeit im Geiste der 60er Jahre des zwan­
zigsten Jahrhundert, als eine Revolution
auch in der Kunst stattgefunden hat. Je nach
Herangehensweise gibt es unterschied­
liche Ausgangssituationen. Gearbeitet wird
anhand eines individuellen Konzeptes an
einer einzigen Bilderserie, manchmal auch
in der Gruppe, wobei wir vor allem den
Versuch und nicht das endgültige Ergeb­
nis als Ziel ins Auge fassen. Selbstverständ­
lich werden dabei Fragen zur Bildkomposi­
tion, Bildaufbau oder technische Belangen
gemeinsam erörtert und gelöst. Trotz allem
wird das »schöne« oder »fertige« Bild nicht
angestrebt, sondern die visuelle Wahrneh­
mungskraft geschärft. Dieser Workshop ist
für Menschen gedacht, deren Spieltrieb und
Kreativität lebendig und ausbaufähig sind.
Fragen unter: atelier@bogdanpascu.net
No– 146 DAS GROSSFORMATIGE PORTRAIT – EXPERIMENTELLE ACRYLMALEREI
8. – 12. 06. 2015
5 Tage // Mo – Fr
10.00 – 17.00 Uhr
max 12 Teiln
400,– pP
Ausgangspunkt und Inspirationsquelle
zugleich ist der menschliche Kopf. Mitge­
brachtes Fotomaterial, das eigene Spiegel­
bild, gegenseitiges Portraitieren, die Maske,
Tierköpfe, die Fantasie und der Entstehungs­
prozess können die Hilfsmittel sein, die uns
als Dokumentations- bzw. Arbeitsmaterial
zur Verfügung stehen. Das großformatige
Bild (mind. 100 x 70cm) und seine raumver­
ändernde Wirkung, sowie die Entwicklung
individueller Konzepte zum Thema Kopf mit
experimentellem Charakter stehen im Mit­
telpunkt des Seminars. Zu Studienzwecken
dürfen selbstverständlich auch kleinere For­
mate verwendet werden. Dieser Workshop
richtet sich an alle Menschen, die an einer
Erweiterung des Begriffs Porträtmalerei
interessiert sind.
Fragen unter: atelier@bogdanpascu.net
Stille und Körperbeweglichkeit bzw. Bewe­
gung und Flüchtigkeit stehen im Mittelpunkt
unserer Interessen. Der künstlerisch- indi­
viduelle Zugang wird vorausgesetzt oder
zumindest angestrebt. Dieser Kurs richtet
sich an alle, die den Menschen mit seinen
Emotionen und Gedanken im Akt entde­
cken und diesen anhand einer oder mehre­
rer Bilderserien thematisieren wollen. Und
die Freude am Malen darf dabei nicht zu kurz
kommen!
Fragen unter: atelier@bogdanpascu.net
No– 147 FREIE AKTMALEREI
26. – 30. 10. 2015
5 Tage // Mo – Fr
10.00 – 17.00 Uhr
max 12 Teiln
450,– pP
inkl. Modell
Körpersprache, Gestik und Tanz werden
vom Künstlerauge eingefangen und dienen
dazu, Bildkonzepte zu entwickeln. Zentraler
Schwerpunkt des Seminars ist die male­
rische Umsetzung des menschlichen Kör­
pers in seiner Spannung und Entspannung.
BOGDAN PASCU – 1969 geboren in Bukarest, Rumänien / lebt und arbeitet seit 1985 in Wien / 1991 – 96 Studium Malerei und Grafik an der Aka­
demie der bildenden Künste in Wien / 1996 Diplom für Malerei mit Auszeichnung / 1998 – 99 Zusammenarbeit Galerie Plank, Wien / seit 2000
Zusammenarbeit mit Galerie Unart, Villach / 2010 – 12 Zusammenarbeit Galerie Fuhrmann, München // www.bogdanpascu.net
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No– 148 16. – 21. 03. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
420,– pP
KATRIN PLAVCAK
KATRIN PLAVCAK
DAS BILD MIT DEM HENKEL, DAS BILD MIT DEM BEIN
Der Kurs von Katrin Plavcak wird sich damit
auseinandersetzen, wie wir ein gemaltes
Bild so mit einem Objekt verschränken kön­
nen, dass daraus eine Komposition wird. Wie
können wir es schaffen, ein gemaltes Bild
zu erzeugen, welches dann eine gelungene
Symbiose mit einem Objekt eingeht? Wie
groß kann die Distanz zwischen den beiden
werden, und sie werden dennoch als eine
Arbeit verstanden? Wie können wir dem
Bild etwas in den Weg stellen, etwas aufset­
zen oder anhängen, sodass ein Mehrwert
an Bedeutung erzeugt wird und zur Kom­
position beiträgt, ohne die Malerei obso­
let werden zu lassen? Robert Rauschen­
berg, Monika Baer und Daniel Spoerri sind
KünstlerInnen, deren Arbeiten ich gerne
besprechen möchte, weil sie sich ebenfalls
als Maler­I nnen vom klassischen Tafelbild
weg hin zur Assemblage und somit zur Drei­
dimensionalität bewegt haben. Ich bitte die
KursteilnehmerInnen darum, einen für sie
interessanten Gegenstand, ein Objekt mit­
zubringen (eine kleine Figur, eine Perücke,
ein Schirm, ein technisches Werkzeug, auch
kaputte od. gefundene Dinge, ein kleines
Stück Fell, ein gemusterter Stoff) und in die­
sem Kurs wollen wir zuerst eine Malerei für
(oder gegen) dieses Objekt entwickeln, beo­
bachten wie dieser Gegenstand als Inspira­
tionsquelle für die Malerei wirken kann und
wie wir ihn dann mit der Malerei in eine span­
nende Beziehung setzen können.
KATRIN PLAVCAK – 1970 geboren in Gütersloh, Deutschland / aufgewachsen in Österreich / lebt und arbeitet in Berlin / Lehraufträge an der
Muthesius Kunsthochschule in Kiel, Kunsthochschule Weißensee Berlin, Universität für Angewandte Kunst Wien und Kunstuniversität Linz, Lei­
tung von 4 Malereiklassen an der Sommerakademie Salzburg / 2009 International Symposium on painting – visiting artist & speaker – painting
and translation – School of fine art and music, University of Guelph, Canada / 2014 Stanley Picker Lectures, ICA, London / CD Veröffentlichungen
mit den Bands Erste Stufe Haifisch, Berlin und Blendwerk, Wien / seit 2012 Teil der Künstlerinnengruppe ff / Ausstellungen: 2014 Kunstverein
Kreis Gütersloh, Galerie Mezzanin, Wien / 2013 Deutsche Bank KunstHalle Berlin, Kunstwerke Berlin, Croxhapox, Gent, Belgien //
www.plavcak.com
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REBECCA RAUE
REBECCA RAUE
No– 149 UNTERDENKEN!
04. – 09. 05. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
420,– pP
Wo landen wir, wenn wir etwas unterdenken?
Wenn die Gedanken so tief wandern dürfen,
dass sie zum Gefühl werden oder sich zumin­
dest merklich mit ihm verbinden. Kann man
die Erfahrungen, die man auf so einer Reise
in eine untere, innere, höhere Welt macht,
kommunizieren? Wie finden wir Ausdrucks­
formen für das Erlebte: weit, wild, frei, zart
oder leise? Blind malen, Wege erspüren,
Angst, Wut, Freude, Glück oder Verwirrung
aufs Papier bringen, sich überraschen lassen,
von wie man selber ist, herausfinden, wel­
che Wesen der Pinsel beim Tanz entstehen
lässt, oder wie der Stift zur Verlängerung
von Gedanken werden kann. Texte, schrei­
ben oder Worte finden, die dann zu Bildern
werden, Bilder malen, in denen wir plötzlich
etwas erkennen, was beschreibbar, mit Wor­
ten kommunizierbar ist. Denn grundsätzlich
gilt: die Suche nach einer anderen Perspek­
tive auf das Erleben ist immer wieder Teil des
künstlerischen Schaffensprozesses, ist viel­
leicht Essenz der Hingabe in das oft gren­
zenlose, unsichere Feld der Kunst. Und es
muss widerspenstig bleiben. Wir werden uns
inneren Räumen widmen und Situationen
schaffen, in denen tiefer liegende Bewusst­
seinsströme wahrgenommen werden kön­
nen. Dazu werden wir u. a. mit Übungsreihen
aus dem Kundalini Yoga, mit Meditationen
und Phantasiereisen arbeiten. Auf Papier
oder wahlweise auch auf Leinwand arbeiten
wir mit Acryl-Farben, Kohle, Buntstift und
Bleistift. Auch werden technische Geräte
(Kamera, Beamer, Overheadprojektor, Ton­
band) zur Verfügung stehen, um Hand­
lungen / Momente aufzunehmen und dann
wieder zu projizieren und so weiterzuverar­
beiten. Es sind keinerlei Grundkenntnisse,
weder künstlerischer noch yogisch-medita­
tiver Natur, erforderlich.
REBECCA RAUE – geb 1976 in Berlin / hat
bei Georg Baselitz und Rebecca Horn an der
Udk Berlin studiert und dort 2003 ihr Mei­
sterschülerstudium abgeschlossen / Ihre
Arbeiten wurden im In- und Ausland aus­
gestellt, unter anderem in New York, Istan­
bul und Wien / Sie wird vertreten durch die
Galerie Michael Schultz, Berlin //
www.rebeccaraue.de
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KIM REUTER
KIM REUTER
No– 150 GEGENSTÄNDLICHE MALEREI MIT EITEMPERA
30. 03. – 04. 04. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13-.00 Uhr
max 12 Teiln
420,– pP
Wir werden gemeinsam mit Pigmenten,
Eiern, Leinöl und Dammarfirniss die wasser­
verdünnbare Farbe der Eitempera herstel­
len. Die Eitempera ist eine schon im Alter­
tum verwendete Farbe und besticht durch
ihren farbstarken und seidenmatten Auf­
trag. Der Schwerpunkt des Kurses liegt in
der genauen Untersuchung und Mischung
von Farbwerten; zunächst anhand eines
Objektes, bzw. Stilllebens, danach inner­
halb der Umsetzung eigener Bildideen. Hier­
bei können wir herausfinden, dass Farbe im
Bild nicht absolut, sondern relativ zu sehen
ist, dass wir die einzelnen Farbtöne nicht
benennen sondern mischen und aufeinander
beziehen wollen. Dammarfirnis glänzend und
Leinöl natur kaltgeschlagen von Kremer Pig­
mente können bei mir erworben werden.
KIM REUTER – 1971 geboren in Thurrock, Essex, England / 1990 – 93 Studium der Musikwissenschaft, Philosophie und Kunstgeschichte an der
Friedrich-Wilhelm-Universität, Bonn / 1993 – 99 Studium der Freien Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf / 1998 Reisestipendium des Düssel­
dorfer Kunstvereins und der Stadtsparkasse Düsseldorf / 1999 Akademiebrief, Meisterschülerin von Prof. Alfonso Hüppi / 2003 Arbeitsstipen­
dium der Stiftung Kunstfonds, Bonn / lebt und arbeitet in Leipzig und in der Eifel // www.kimreuter.de
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No– 151 02. – 07. 03. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 14 Teiln
380,– pP
HENRIEKE RIBBE
HENRIEKE RIBBE
REALISM IS IDEALISM
Henrieke Ribbes Kurs wird vorallem die
Umsetzung vom gesehenen dreidimensio­
nalen Raum auf die flache Leinwand beinhal­
ten. Dabei steht zuerst die Zeichnung nach
Betty Edwards Pate. Die Situation Künstler
und Modell wird abwechselnd durchgespielt.
Das Porträt wird vordergründig Thema sein,
aber auch die Begegnung mit dem anderen
Menschen ist Teil des Prozesses. Dabei wer­
den malerische handwerkliche Fähigkeiten
nach dem Prinzip Learning by Doing unter
kompetenter Anleitung vermittelt. Keine
Vorkenntnisse erforderlich.
HENRIEKE RIBBE – geboren 1979 in Hannover / 1999 – 2005 Hochschule für Bildende Künste Hamburg, Diplom Freie Kunst, Malerei / lebt und
arbeitet in Berlin / seit 2004 Mitglied der Künstlerinnengruppe »3 Hamburger Frauen« (3HF) / Ausstellungen (Auswahl) 2014 Female Interven­
tion, Kleine Humboldtgalerie Berlin (3HF), Kunstfrühling Bremen (3HF), Katerfamilie Kater Holzig, Berlin (S), 2013 Körnelia Ausstellung des Gold­
rausch Künstlerinnenprojekts, Hämelerwoods Kunst im öffentlichen Raum, Hämelerwald (3HF), 2012 Neue Portraits Max-Planck-Institut München
(S), Mach Schau! Kunsthaus Hamburg (3HF), 2011 Diaphanie Galerie Francoise Heitsch, München (3HF), 2008 Paintings speak louder than birds,
Galerie Klara Wallner, Berlin (S) // www.henriekeribbe.com
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ENGELBERT RIEGER
LILO RINKENS
No– 152 AKT IN ACRYL, AQUARELL UND ANDEREN TECHNIKEN
13. – 15. 11. 2015
3 Tage // Fr – So
10.00 – 17.00 Uhr
max 10 Teiln
330,– pP
inkl. Modell
Schnelles Erfassen der Figur – Der Akt ist
ein wichtiges und eines der schwierigsten
Themen in der Malerei. Wir wollen den
ästhetischen Ausdrucksmöglichkeiten des
menschlichen Körpers auf die Spur kommen,
wobei auch Sinnlichkeit und Erotik eine Rolle
spielen. Ich werde die individuelle künstle­
rische Fähigkeit jedes Einzelnen fördern. Da
jede Stellung des weiblichen Modells maxi­
mal 20 Minuten dauert, ist ein schnelles
Erfassen der Figur notwendig. Somit ist
eine gewisse künstlerische Praxis der Teil­
EINFACHE DINGE
nehmer durchaus von Vorteil. Tagesablauf:
Einführung und Besprechung der jewei­
ligen Themen. Gearbeitet wird mit einem
Modell für die gesamte Kursdauer. Ausführ­
liche Bildbesprechungen, Diskussionen und
Erfahrungsaustausch.
Das sogenannte Einfache ist nicht einfach,
die Vorarbeit findet entweder im Kopf statt
oder man pirscht sich allmählich an das
»Einfache« während der Arbeit heran. Aus
den komplexen Botschaften in dieser Welt
focussieren wir und suchen die Hauptaus­
sage eines Themas, die, wenn es gelingt,
über das Ganze berichten kann. Es geht
um den Umgang mit Klarheit und Entschei­
dungskraft und darum, zum Wesentlichen
vorzudringen. Je nach Themenbereich und
Naturell des Studenten suchen wir im Ein­
zelgespräch nach Motiven. Es ist möglich
im Kurs abstrakt oder gegenständlich zu
arbeiten. Sie arbeiten mit Acrylfarben, wenn
Sie wollen auch mit Öl, Kreiden, Tuschen auf
Leinwand und Papier. Der Kurs ist für Anfän­
ger und Fortgeschrittene geeignet. Wenn
Sie Fragen haben, können Sie mich gerne
anrufen, die Nummer ist erhältlich über die
Akademie.
FARBEN – TRÄGER DER EMOTION
In diesem Kurs steht Farbe im Mittelpunkt.
Farben entziehen sich eindeutiger Inter­
pretation, denn sie werden vom Gefühl
des Betrachters aufgenommen. Sie verän­
dern ihren Charakter im Zusammenspiel mit
anderen Farben. Im Kurs werden Untersu­
ENGELBERT RIEGER – 1951 in der Oststeier­
mark geboren / Absolvent der Meisterklasse
für Malerei an der höheren technischen Bun­
deslehranstalt am Ortweinplatz in Graz / seit
1985 freischaffend tätig / Studienreisen nach
Russland, China, Tibet, Peru, Chile und Tai­
wan // www.engelbert-rieger.de
LILO RINKENS – 1946 in Altenburg geboren
/ studierte Malerei und Bildhauerei bei Emi­
lio Vedova und Lothar Fischer / Arbeitspha­
sen in Los Angeles und Venedig / ihre Arbeit
steht mit anderen Disziplinen, wie Naturwis­
senschaft und Philosophie, in engem Zusam­
menhang / zahlreiche Ausstellungen: Künst­
ler der Galerie Florian Trampler, München
und der Galerie Elisabeth Michitsch, Wien
/ eigene Malschule in München / Lehr­
aufträge und Workshops u. a . in Italien in
Volterra // www.lilo-rinkens.de
chungen gemacht wie sich ein Bild verändert
je nach Farbwahl und was die Farben zur
Steigerung der Aussage beitragen. Es wer­
den Mischübungen gemacht, um die Palette
zu erweitern. Farbauftrag, ob kompakt oder
lasierend wird verglichen und geübt. Der
Kurs ist für Anfänger und Fortgeschrittene
geeignet. Die Aufgaben werden individuell
gestellt und Antworten dafür entwickelt. Bei
Fragen können Sie mich gerne anrufen, die
Nummer ist erhältlich bei der Akademie.
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No– 153
06. – 11. 04. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13-.00 Uhr
max 13 Teiln
490,– pP
No– 154
31. 08. – 05. 09. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13-.00 Uhr
max 13 Teiln
490,– pP
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No– 155
17. – 20. 06. 2015
4 Tage // Mi – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 16.00 Uhr
max 13 Teiln
360,– pP
No– 156
04. – 07. 11. 2015
4 Tage // Mi – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 16.00 Uhr
max 13 Teiln
360,– pP
Eine frühere Abreise
in beiden Kursen
ist am letzten Tag nur
in der Mittagspause
möglich.
ANDREA ROZOREA
FRIEDRICH DANIEL SCHLEMME
GROSSARTIG
Besen und Pinsel schieben in lockerer Bewe­
gung eine Lage Lasurorange über die groß­
formatige Leinwand. Französischer Ocker
klingt fein dazu, Ruß und Lampenschwarz
schaffen Spannung. In feinen Sandflächen
wird das Pigment zur höchsten Leuchtkraft
geführt, unter Wachs eingeschlossen oder
von Hand in die Strukturen gerieben. Das
Bild lebt von der Farbkraft, den Strukturen,
dem Kontrast zwischen Linie und Fläche und
vom Klang der Farbe. Freie Malerei mit Pig­
menten und Acrylfarben auf Leinwand – ein­
fach großartig.
MALEN AN UNBEKANNTEN ORTEN
Was ist schöner als der Zufall im Malprozess
und das intuitive Reagieren hierauf? Was
ist nachhaltiger als eine neue unbekannte
Erfahrung? Es geht um Licht und Farbe,
das Sehen, Hören und Antworten mit Male­
rei. Den Zugriff auf die Realität liefern Orte
im Atelier, der Natur oder der Stadt, an die
Sie sich trauen. In verschiedenen Licht- und
Schattensituationen entstehen unterschied­
liche Farbkonstellationen mit architekto­
nischen oder organischen Formensprachen.
Es ist der frische Input für eine experimen­
tierfreudige Malerei, der zu überraschenden,
ergebnisoffenen Bildlösungen führt. Ört­
liche, zufällige Materialien wie Sand, Stroh,
Erde aber auch Lacke bieten Zusätze um
reliefhafte Bildräume zwischen Gegenständ­
lichem und Ungegenständlichem entstehen
zu lassen. Der Kurs ist für Anfänger und Fort­
geschrittene geeignet.
FREIE MALEREI
PIGMENTE UND VERSCHIEDENE BINDEMITTEL
Ultramarin und Goldocker leuchten im Ei
anders als im Kaseinbinder und nochmal
anders im Leim. Für oberflächlichen Glanz
sorgt der Acrylbinder. Mit großer Experi­
mentierfreude entstehen ungezwungene,
freie Malereien mit Pigmenten und verschie­
denen Bindemitteln auf Leinwand. Das Auge
wird immens geschult, wenn es Nuancen
von Farbunterschieden filtert und gelassen
beobachtet, wie das Ultramarin oder Pariser
Blau im Kaseinbinder seine volle Wirkung
entfaltet. Wachs und Papier helfen beim
Weiterführen der Komposition und in Öl
gebundenes Pigment schließt das Werk ab.
ANDREA ROZOREA – geboren 1971 /
1992 – 98 Studium an der Universität Aug­
sburg, Kunsterziehung, Staatsexamen /
1995 – 96 Studienjahr in England (University
of East Anglia) / 1996 und 2005 Kunstför­
derpreis der Stadtsparkasse Friedberg / seit
1998 freischaffende Künstlerin, freiberufliche
Lehrtätigkeiten, Dozentin der freien Kunst­
akademie Augsburg, Dozentin der Kunstfa­
brik Wien / Ausstellungen und Ausstellungs­
beteiligungen im süddeutschen Raum, z. B.
Kult in Krumbach 2008, Friedberger Kunst­
ausstellung 2008, Offenes Atelier 2007, Sie­
mens AITI Park Augsburg 2006, Stadtspar­
kasse Friedberg 2006 //
www.andrearozorea.de
FRIEDRICH SCHLEMME – 1967 geboren in Berlin / lebt und arbeitet in Berlin / 1987 – 89 Studium der Visuellen Kommunikation an der UDK Ber­
lin / 1989 – 97 Studium der Bildenen Kunst an der UDK Berlin / 1997 Meisterschüler der Bildenden Kunst, UDK Berlin / 1993 – 94 Erasmusstipen­
dium für Madrid / Ausstellungen u. a. 2000 Galerie tammen und busch, Berlin (EA); 2001 Galerie Remise DEGEWO, Berlin (EA); Schuster Frank­
furt (EA); Vertigo, London(EA); Parterre, Berlin (EA); Galerie Tedden, Düsseldorf (EA); 2002 Galerie Vertigo, London (EA); Schering Kunstverein,
Berlin (EA); 2003 Galerie tammen und busch, Berlin (EA); 2004 Galerie Vertigo, London (EA); 2005 Ludwigforum Aachen (GA); Galerie Schuster,
Frankfurt (EA); Wittenbrink, München, (EA); Tedden, Düsseldorf (EA); Galerie der Stadt Backnang (GA); 2006 Kunstsammlung der Stadt Limburg,
Art Frankfurt (GA); 2007 Galerie Tedden, Düsseldorf (EA); 2008 Galerie Art Engert, Burg Stolberg (EA); Backnang (GA); 2009 Die Galerie, Seoul,
Korea (GA); 2011 Prozessgalerie, Berlin (GA); Galerie Engert, Eschweiler (EA); 2012 Kunstpreis Tempelhof-Schöneberg, Berlin (GA); 2013 Gale­
rie Tammen & Partner, Berlin (EA); Galerie Ilka Klose, Würzburg (EA); kunsthalle messmer, 2. Internationaler André Evard-Kunstpreis (GA); 2014
Galerie Art Engert, Eschweiler (GA); Arbeiten in öffentlichen Sammlungen: Kunstsammlung der Stadt Madrid, Deutsche Bank, Berlinische Gale­
rie, Linklaters / Kunstmessen: Art Cologne, Art Frankfurt, Art London, Scope London, Art DAEGU, Kölner Liste, Art DAEGU, Art Chicago, KIAF
Seoul, India Art Summit // www.fdschlemme.de
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No– 157
17. – 22. 08. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
360,– pP
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No– 158
17. – 23. 05. 2015
7 Tage // So – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 16.00 Uhr
max 12 Teiln
360,– pP
JULIA SCHMID
UTA SCHNEIDER
A PERFECT SUNRISE? – FREIE WERKSTATT FÜR MALEREI
Wieso liebt man einen Farbklang? Warum
möchte man ein Bild von etwas malen, was
man gesehen hat? Warum ist der herrliche
Sonnenuntergang dann im Urlaubs-Foto
plötzlich bloß kitschig? Was berührt mich
daran – und wie kann ich es in ein Bild hinein
bekommen? Brauche ich dafür zarte Aqua­
rellfarbe oder spanne ich mir plötzlich eine
Zweimeter-Leinwand auf und arbeite mit
breitem Pinsel? Oft weiß man das alles zu
Beginn gar nicht – und muss es auch nicht.
Um in einen malerischen Prozess zu gelan­
gen braucht man Fragen und Impulse von
außen, aber auch genügend Raum für Ver­
suche und Experimente. Wir beginnen damit,
uns mit unserer unmittelbaren Umgebung
malerisch zu beschäftigen und ganz prak­
tisch verschiedene Medien und Materialien
zu erproben. Wir können parallel bereits vor­
handenen Bildideen folgen – abstrakt-kon­
TAGE-BUCH
kreten oder gegenständlichen Vorhaben.
Grundlegende Fragen der Bildfindung und
Komposition und der Wahrnehmung werden
beiläufig in gemeinsamen Aufgaben, durch
Kataloge anderer Künstler, durch die Arbeit
im Atelier und im Gespräch berührt. Einzeln
und in der Gruppe über Erreichtes und Ver­
suchtes zu sprechen, hilft auch individuell
neue Felder zu erobern.
JULIA SCHMID – 1969 in Wuppertal geboren, aufgewachsen in Wachtberg / 1990 – 97 Studium an der Hochschule für Bildende Künste Braun­
schweig, Meisterschülerin von H. G. Prager / 2001 Stipendium Schloss Ringenberg, NRW-Stiftung Kunst und Kultur / 2002 Jahresstipendium des
Landes Niedersachsen / 2003 Aufenthaltsstipendium des Landes Niedersachsen, Casa Baldi, Italien / 2004 New York-Stipendium des Landes
Niedersachsen im ISCP / 2011 Bonner Kunstpreis, Kunstmuseum Bonn / 2012 Aufenthalt im Helsinki International Art Programme und Villa Eläin­
thara, Helsinki / 2013 Kunstpreis der Sparkasse Hannover / Julia Schmid lebt und arbeitet in Hannover / Einzelausstellungen (Auswahl) 2014 Julia
Schmid, Sprengel Museum Hannover, 2012 helsinkimadrid, Kunstmuseum Bonn, 2009 weiße schatten, Galerie Ursula Walbröl, Düsseldorf //
Ein Buch kann Bild, Farbe, Text und Rhyth­
mus enthalten. Die Form des Buches und
seine Erzählung mit Worten, mit Fotografien,
Farbflächen oder Zeichnungen stehen in
ständiger Wechselwirkung. In dem 5-tägigen
Kurs entdecken die TeilnehmerInnen die
Besonderheiten des Mediums Buch, seine
poetische Kraft, seine Dramaturgie. Beim
Büchermachen sind wir Regisseure, Drama­
turgen, Tänzer, Zeichner, Autoren. Es können
gemalte Bücher, illustrierte Bücher, Konzept­
bücher, Objektbücher, Buchobjekte, Lose­
blattsammlungen, Schachteln oder Archive
entstehen. Mit dem Thema Tage-Buch wer­
den die eigenen Erinnerungen in künstle­
rische, experimentelle Form übertragen. Das
Buch ist der Behälter und die Ausdrucksform
persönlicher Erfahrungen, eine Art Samm­
lung, ein Archiv. Als Material können die
TeilnehmerInnen bestehende Zeichnungen,
Fotografien oder Texte mitbringen oder
diese während des Kurses neu entwickeln.
Das Verständnis von Narration und Drama­
turgie, von Zeitabfolge und Buchraum wird
gefördert. Der Schwerpunkt des Kurses liegt
auf der künstlerischen Auseinandersetzung
mit dem Thema Buch und weniger auf dem
Handwerk des Buchbindens. Dennoch wer­
den im Kurs die wesentlichen verschiedenen
Buchformen (Kodex, Leporello, Heft, Faden­
heftung, japanische Bindung) vorgestellt.
UTA SCHNEIDER – 1959 in Reutlingen geboren / seit 1986 Bildende Künstlerin mit Schwerpunkt Künstlerbuch, Zeichnung und Text, Raum-Instal­
lation / 1997 – 2004 Ausstellung, bzw. Messebeteiligung Art Frankfurt durch Despalles Editions, Mainz & Paris / seit 1986 Messebeteiligung mit
Künstlerbüchern auf der Frankfurter Buchmesse / 1979 – 85 Studium Visuelle Kommunikation an der HfG Offenbach am Main / 2001 – 11 Geschäfts­
führerin der Stiftung Buchkunst, verantwortlich für die Wettbewerbe »Die schönsten deutschen Bücher« und »Schönste Bücher aus aller Welt«
Leipzig / Kuratorin von Spezialausstellungen / seit März 2012 wieder selbstständig als Bildende Künstlerin, Typografin und Lehrende / Mitglied
im Deutschen Künstlerbund e. V., im Bund Offenbacher Künstler e. V. und Mitglied der Künstlergruppe 13+ // www boatbook.de
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No– 159
20. – 24. 07. 2015
5 Tage // Mo – Fr
10.00 – 17.00 Uhr
max 10 Teiln
320,– pP
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No– 160 13. – 18. 04. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
360,– pP
No– 161 14. – 19. 09. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
360,– pP
JENS SCHUBERT
JENS SCHUBERT
DRUCK – FORM – FARBE
Im Zentrum des Kurses steht der Hochdruck,
vorzüglich der Linolschnitt. Dieser ist vielen
noch aus dem Schulunterricht bekannt und
hat daher ein eher staubiges Image. Doch
mit Hilfe dieser traditionsreichen Technik
soll ein breites Spektrum an Möglichkeiten
in Gestaltung und Ausdruck erarbeitet wer­
den, die bei konventionellen Anwendungen
kaum erahnbar sind. Ein kleiner Crashkurs in
die Geschichte des Linolschnitts, mit histo­
rischen sowie zeitgenössischen Beispie­
len, soll die Vielfalt der Technik vermitteln
und Anregung zur eigenen Arbeit geben.
Grundlagen im Schneiden und Bearbei­
ten des Materials werden erlernt. Die ver­
schiedenen Möglichkeiten des Farbauftrags
LINOLSCHNITT ALS STRATEGIE
Ein wohlbekanntes Problem: Oft möchte
man gern in einer bestimmten Technik
arbeiten, aber es fehlt an Bildideen oder
einem geeigneten Motiv. In diesem Kurs sol­
len verscheiden Möglichkeiten und Strate­
gien aufgezeigt werden, wie man auch ohne
konkrete Idee oder Motiv ein spannungs­
reiches Bild entwickeln kann. Die Technik
des Linolschnittes / Hochdruckes wird dabei
zum Bildinhalt, das Auseinandersetzen mit
den Möglichkeiten und Grenzen dieses Ver­
fahrens zur Strategie. Es wird mit den gestal­
terischen Mitteln wie Farbklang, Symmetrie,
Geometrie, Abstraktion, Druckfehler, usw.
gearbeitet um kraftvolle und intensive Kom­
positionen aufzubauen, die fernab von reiner
Dekoration stehen. Im Gestaltungsprozess
wird gedruckt, arrangiert, verworfen, kom­
biniert, und wieder überdruckt, bis sich eine
eigenständige, persönliche Arbeit aus dem
Dickicht der Möglichkeiten herauskristalli­
siert. Dieser Kurs ist für Anfänger ebenso
geeignet wie auch für Fortgeschrittene und
Besucher des ersten Kurses, welche ihre
Kentnisse vertiefen möchten.
JENS SCHUBERT – geb. 1983 im Erzgebirge,
lebt und arbeitet als freischaffender Künstler
in Leipzig / 2001 – 04 schulische Ausbildung
zum Gestaltungstechnischen Assistenten
sowie Fachoberschule in Gestaltung Leip­
zig / 2004 – 09 Studium der Malerei und Gra­
fik an der Hochschule für Grafik und Buch­
kunst Leipzig bei Prof. Annette Schröter /
2011 Marion-Ermer-Preis / Ausstellungen u. a.
in New York, Mexiko, Budapest, Berlin, Ham­
burg, Dresden, Leipzig und Düsseldorf //
www.jensschubert.blogspot.de
erprobt. Das Experiment zwischen Druck,
Form, Komposition und Farbe ist erwünscht.
Es soll das Ziel verfolgt werden, dass jeder
Teilnehmer entsprechend seiner Bild- und
Formensprache Lösungsansätze für seine
Arbeiten und Gestalten findet, ausbaut und
weiterentwickelt.
187
188
CHRISTIAN SCHWARZWALD
CHRISTIAN SCHWARZWALD
No– 162 ZEICHNUNG UND RAUM
09. – 14. 03. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
380,– pP
Wenn man einen Stift nimmt und damit von
links nach rechts einen Strich über ein Blatt
Papier zieht, dann hat man eine einfache
Linie. Man hat aber auch den Himmel von
der Erde getrennt und einen Horizont mar­
kiert. Man hat eine Weltbild erschaffen und
gleichzeitig notiert, wo man in dieser Welt
steht. Ich habe eine sehr große Idee von
Zeichnung, die sich von der leichten Skizze
und grafischen Notiz bis hin zu komple­
xen Editionen, Raumarbeiten und Installati­
onen erstreckt. Zeichnung ist vor allem ein­
fach – jeder zeichnet. Und deshalb glaube
ich, dass gerade die Zeichnung in der Lage
ist die vielfältigsten Formulierungen in der
Bildenden Kunst zu entwickeln, eben weil
sie die Verbindung zu den ursprünglichen
»Zeichen« aufrecht hält, also zum Anfang
der Beschreibung von Welt schlechthin.
Gleichzeitig hat die Grafik mehr als andere
Medien eine Verbindung mit anderen For­
men der Künste, wie Musik, Architektur, Lite­
ratur und Philosophie und kann diese nutzen.
Deshalb sehe ich Grafik als einen Knoten­
punkt, an dem verschiedenste Strömungen
der bildenden Kunst zusammenlaufen und
ihre Besonderheit und Stärke liegt gerade
darin, diese Verbindungen aktiv zu halten.
In meiner Arbeit versuche ich immer wieder,
Bild und Welt so nahe zusammenzubringen,
dass gerade noch ein Blatt Papier dazwi­
schen passt. Dafür habe ich meine Form der
Zeichnungs:Installation entwickelt. In die­
sem Kurs wird genau dieses Blatt Papier, das
noch dazwischen passen könnte als Grund­
lage für eine Zeichnung genommen, die
versucht die Welt zu beschreiben mit der
Ahnung, dass der Zeichnende selbst ein Teil
der Zeichnung sein könnte.
CHRISTIAN SCHWARZWALD – geb. 1971 in Salzburg / Studium an der Akademie der bildenden Künste, Wien und Athen / lebt in Berlin / Preise
und Stipendien: 2001 Grosser Salzburger Kunstpreis (mit Ulrike Lienbacher und Lois Renner); 2004 Villa Romana Preis, Stipendium in der Villa
Romana, Florenz; 2006 Senatsstipendium, Berlin; 2010 Beijing Stipendium, bmukk Wien; 2013 Tenno Stipendium, Land Salzburg / Ausstellungen:
2014 GRAPH, Paolo Maria Deanesi Gallery, Trento (S); Refuse the shadows of the past, Hong Kong University Museum, Hong Kong; Graphikwerk­
statt im Traklhaus, Salzburg / 2013 Galerie Baer, Dresden (S); Dazibao by Embassy of the Arts, Ningbo Museum of Art, Ningbo; Galerie Patrick
Ebensperger, Berlin / 2012 FORMER, Galerie Baer, Dresden (S); Papierarbeiten, Kupferstichkabinett Akad.d.B.K, Wien; All about S., White Box,
München / 2011 Blindtext, 798 Art District, Beijing / 2010 Boxed, Derek Eller Gallery, New York (S); Petit, Artlabor Shanghai / 2006 Forever
and a Day Büro presents: Horizont, Kunstraum Kreuzberg, Bethanien, Berlin / 2005 Sammlung Ploil, Museum der Moderne / Salzburg / 2004
ANTECHAMBER, Derek Eller Gallery, New York (S) / Publikationen: Christian Schwarzwald, Gemein, Hrsg. Krinzinger Projekte, Wien, Text Vitus
Weh, 2012, Wien (A) / Mentalität Zeichnung, Zeichnung in Österreich 1070 – 2010, Kunstbrücke RLB, Innsbruck, Hrsg. Silvia Höller, Peter Weier­
mair, Text Peter Weiermair, 2010, Innsbruck (A) / In Between, Austria Contemporary, Hrsg. bmukk Wien, 2009, Wien (A) //
www.christianschwarzwald.net
189
190
BARBARA SEEBACHER SCHIESTL
MARCUS SENDLINGER
No– 163 AQUARELLMALEN IM WINTER
15. – 17. 01. 2015
3 Tage // Do – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
max 12 Teiln
240,– pP
Eintauchen in die Stimmungen und Far­
ben des Winters – mit ihren pastellenen
Tönungen einerseits und den starken Kon­
trasten andererseits. Das genaue Erfassen
und die spontane Wiedergabe der weichen,
in ihren Farben reduzierten, oder der harten,
wie eine Grafik wirkenden Winterlandschaft
ist das Thema dieser Wintermaltage. Und
wir beschäftigen uns mit Architektur im spe­
ziellen Licht des Winters. Harte Kontraste
und exakte Schatten malerisch im Aqua­
rell umzusetzen ist das Ziel. Auch werden
BARBARA SEEBACHER SCHIESTL – 1953 in Hall in Tirol geboren / unterrichtete nach ihrer
Ausbildung zur Diplomgrafikerin an der deutschen Meisterschule für Mode in München / seit
1985 ist sie freischaffende Künstlerin mit zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland //
DAS BLUMEN-STILLLEBEN IN HEUTIGER ZEIT
wir immer wieder die Grundtechniken der
Aquarellmalerei anhand gezielter Übungen
vervollkommnen.
Hier werden die malerischen Mittel durch
ein Crossover von Techniken und Hilfsmit­
teln erweitert. Auch die Zeichnung und Col­
lage findet hier ihre Anwendung. Durch die
Erlangung der Kenntnis von bildnerischen
Möglichkeiten und des Trainierens des »indi­
viduellen Sehens« entstehen zeitgenös­
sische Blumenstillleben. Rosen und Lilien
oder Schmetterlinge haben in der Malerei
des niederländischen Barock eine andere
Bedeutung – heutzutage finden sich solche
Motive als ornamentales Dekorum wieder in
Form von Tattoo-Motiven, Designteppichen,
Werbung und vielem anderen. Es geht
darum, durch Archivierung und Neuformung
von Zeichen und Formen zu eigenen »zeit­
genössischen Allegorien« zu gelangen, oder
einfach ein cooles Blumenstilleben zu malen,
zu zeichnen oder zu collagieren, dass sich
von den bisher bekannten Versionen unter­
scheidet. Grundlagen sind Acrylbinder, Pig­
mente, Collage und Ölmalerei und sämtliche
technischen Hilfsmittel wie z. B. Kompressor,
Lackierpistole, Siebdruck (wenn möglich).
Kursziel ist, dass
die Kursteilneh­
merinnen und
Kursteilnehmer
ihre Stärken und
Vorlieben in der
Malerei und am
Thema erkennen
und diese mit­
tels ihrer gewon­
nenen ErfahrunMARCUS SENDLINGER – 1992 – 97 Studium
der freien Kunst an der HfG, Hochschule
für Gestaltung, Kunsthochschule Hessen,
Offenbach / zahlreiche Ausstellungen im Inund Ausland / 2012 mehrtägiger Workshop
mit Gastvortrag in der Malereiklasse der
HfG, Hochschule für Gestaltung, Offenbach,
M., Kunsthochschule des Landes Hessen
/ 2010 – 09 Künstlerischer Mitarbeiter, Bil­
dende Kunst, Institut f. Architektur, TU Berlin
/ 2009 Lehraufträge f. Bildende Kunst, Insti­
tut f. Architektur, TU Berlin //
www marcussendlinger.de
gen zu einer eigenen Bildsprache formen.
Jeder soll die Sicherheit bekommen, sich auf
»seinen Blick« verlassen zu können, Ideen
visuell umsetzen zu können, um zu einem
künstlerisch-gestalterischen Ergebnis zu
gelangen. Die individuelle Alltagswahrneh­
mung wird mit Zitaten aus der Malerei- und
Kunstgeschichte vermischt. Es wird nicht
zwischen »abstrakt« oder »figurativ« unter­
schieden. Die Kenntnis von Stilen und Wer­
ken zeitgenössischer und historischer Male­
rei ist für den Kurs vorteilhaft. 191
No– 164
10. – 15. 08. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 15 Teiln
420,– pP
192
MICHAEL SIEGEL
SEBASTIAN SPECKMANN
No– 165 LEBENDIGE MALEREI, eine Exkursion ins Ungewisse – Erlebnis Malerei Mixed Media
22. – 27. 06. 2015
6 Tage // Mo – Sa
9.00 – 16.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
430,– pP
In diesem Seminar kann sich jeder ein selbst­
bestimmtes Ziel setzen oder mit mir erar­
beiten, es ist möglich gegenständlich, natu­
ralistisch oder abstrakt zu sein, auch die
freie experimentelle Malerei kann entwi­
ckelt werden. Schritt für Schritt wird von
der Skizze über die Maltechnik (Mischtech­
nik), der Bildaufbau, die Farbenlehre und die
Komposition für jeden individuell und in der
Gruppe mit mir erarbeitet. Im Fokus dieses
Seminars ist die Farbwirkung und das Ein­
setzten der Farbe als Raumkonzept im Bild
ein mögliches Thema. Dabei soll der Blick
für die eigenen Farbvorlieben und Formen
geschärft werden. Durch dieses Seminar
werden Entscheidungshilfen gegeben, für
welchen malerischen Stil sich jeder indivi­
duell entscheidet, es wird sich auch zeigen,
dass das eingesetzte Farbenspiel mit hellen
und dunklen Kontrasten im Bild Betonungen
und somit die kompositorische Spannung
entsteht. Über die Linien zur Malerei, der
Flächen, zum Schatten und der Perspektive
kommt jeder zum Bildthema. Das skizzieren
der Bildidee, danach kann das Motiv male­
risch umgesetzt werden, damit so die indi­
viduelle Farbigkeit ins Bild übertragen wird.
Ein Skizzenbuch unterstützt und dokumen­
tiert den malerischen Weg. Das Seminar soll
die selbstbewusste künstlerische Entwick­
lung stabilisieren und Anregungen zur indi­
viduellen Weiterarbeit geben. Die Arbeit zu
besprechen ist wichtig. Vergleiche, Abgren­
zungen und individuelle Inhalte werden mit
dem Seminarteilnehmer diskutiert und mit
mir gemeinsam in Einzelgesprächen geklärt.
Ein Seminar für Anfänger und Versierte in
der Malerei. Jeder arbeitet mit seinen eige­
nen Farben und Materialien. (spezielle Pig­
mente und Binder bringe ich mit)
MICHAEL SIEGEL – lebt und arbeitet in
Frankfurt am Main / studierte an der Staat­
lichen Hochschule für Bildende Künste in
Frankfurt am Main (Städelschule) bis 1984
»Meisterschüler«/ seine künstlerischen
Arbeiten umfassen Malereien und Zeich­
nungen / 1984 Lehrauftrag für Zeichnen an
der Staatlichen Hochschule für Bildende
Künste, Städelschule, in Frankfurt / seit 1986
Betrieb und Leitung der Kunstschule Ate­
lier Siegel, Propädeutikkurse für Kunsthoch­
schulen, Akademien und Hochschulen für
Gestaltung, Professionalisierungsangebote
für freie Teilnehmer / 1990 – 92 Lehrauftrag
für Zeichnen an der Europäischen Akademie
in Trier / seit 1990 Dozentur für Malen und
Zeichnen an der »art didacta« in Innsbruck
an der Höheren Technischen Lehranstalt
(HTL) / 2001 Teilnahme an einer Ringvorle­
sung über Erwachsenenbildung in Kunst­
schulen an der JWG-Universität in Frankfurt
/ 2002 – 11 Lehrauftrag an der Sommerakade­
mie der Städelschule in Frankfurt am Main //
www.kunstschuleateliersiegel.de
LINOLSCHNITT – DURCH DIE KOPIE ZUM ORIGINAL
Der Hochdruck war schon immer ein Ver­
vielfältigungsmedium, ob im Buch- oder Zei­
tungsdruck, oft wurde der Druckstock nach
fotografischer Vorlage bearbeitet. Im Kurs
soll es darum gehen nach mitgebrachten
Bildvorlagen (eigene oder gefundene Bil­
der oder Fotos) selbstständige künstlerische
Arbeiten zu entwickeln. Es können z. B. meh­
rere Motive auf einem Druckstock wie in
einer Collage miteinander »verschmelzen«.
Beginnend bei der Vorbereitung des Motivs,
über die Übertragung bis hin zur Weiterent­
wicklung des fertigen Drucks. Durch ein­
fache graphische Formen wie Linie, Punkt
und Fläche lassen sich erstaunliche Ergeb­
nisse erzielen. Wir schneiden, punkten, boh­
ren, schleifen und spachteln, experimentie­
ren mit den verschiedensten Werkzeugen
um die für den Einzelnen bzw. die für das
Bild beste Herangehensweise herauszufin­
den. Anhand Eigener und Arbeiten anderer
Künstler erkläre und leite ich sie an wie man
mit reduzierten Mitteln eindrückliche Bild­
welten entwickelt und dem Material Lino­
leum bzw. Holz neues Leben einhaucht.
SEBASTIAN SPECKMANN – 1982 in Wolfen geboren / von 2003 – 11 Studium an der Hoch­
schule für Grafik und Buchkunst Leipzig / 2009 Diplom bei Prof. Neo Rauch / 2011 Meisterschü­
ler bei Pof. Heribert C. Ottersbach / 2008 Auslandsaufenthalt in London, Royal Academy of
Art / 2006 – 11 Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes / 2007 1. Preis »Linolschnitt
heute« / 2013 Arbeitsstipendium der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen / 2013 Nominie­
rung für den Max-Pechstein-Förderpreis / zahlreiche Ausstellungen //
www.sebastianspeckmann.de
193
No– 166
02. – 07. 03. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
320,– pP
194
NICOLA STÄGLICH
RANSOME STANLEY
No– 167 SKULPTURALE MALEREI
24. – 29. 08. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
420,– pP
In diesem Kurs beschäftigen wir uns mit der
sinnlichen Wirkung von Farbe und ihrem
raumbildenden Potenzial in den Grenzbe­
reichen von Malerei und Skulptur. Wie wirkt
Farbe im Bild? Welche Möglichkeiten des
Zusammenwirkens von malerischen und pla­
stischen Eigenschaften gibt es? Die Teil­
nehmerInnen beginnen dabei mit Malerei
ACRYL – EINHEIT VON KOMPOSITION UND TECHNIK
auf einem Träger ihrer Wahl. Farbe wird mit
dem Pinsel aufgetragen, geschüttet, heraus­
gekratzt und gesprüht. Es entstehen Farb­
räume aus dichten und transparenten Farb­
schichten. In einem weiteren Schritt wird
das Bild zum Relief oder zur Skulptur erwei­
tert. Papiere, Kartonagen, Holz und andere
Materialien werden bemalt, zerschnitten
und neu zusammengesetzt. Farbe und Form
bilden komplexe Räume, in denen Licht und
Schatten Bestandteile der Arbeit werden.
Die Erweiterung und Öffnung des Bildes
wird individuell erforscht, so ist es mög­
lich, seine Experimente im zweidimensio­
nalen Arbeiten zu belassen oder die Arbeit
zur Skulptur und Rauminstallation zu erwei­
tern. Technische Unterstützung wird dabei
gegeben.
Materialvorschläge: Acrylfarbe, Gouache,
Pinsel, Papier, Kartonagen, MDF, Texti­
lien, transparente Materialien, Schere, Cut­
ter, Stichsäge, Kleber. Die TeilnehmerInnen
können eine Dokumentation ihrer Arbeiten
mitbringen oder auch Fotomaterial von
Arbeiten, die sie interessieren als Grundlage
für unser Gespräch. Der Kurs eignet sich für
Anfänger und Fortgeschrittene.
NICOLA STÄGLICH – lebt und arbeitet in
Berlin / Studium der Bildenden Künste in
Mainz, Frankfurt und London / Stipendien:
u. a . Internationaler Kulturaustausch Los
Angeles Stipendium des Berliner Senats,
Villa Serpentara der Akademie der Künste
Berlin, Kunstfond Bonn / Zahlreiche Aus­
stellungen im In- und Ausland u. a . Einzel­
ausstellungen im Kunstverein Schwäbisch
Hall (2014), Stadtmuseum Oldenburg (2014),
Kunstverein Duisburg (2012), SNO contem­
porary art projects (2012), Gruppenausstel­
lungen Georg Kolbe Museum Berlin (2013),
Museum Kunstpalast Düsseldorf (2013),
Kunsthaus und Forum Konkrete Kunst Erfurt
(2012) / Lehrtätigkeit u. a . am Art Center
College of Art in Pasadena, USA; Painting's
Edge – Idyllwild CA, USA; Department of
Fine Arts, University of Waterloo, Ontario
Kanada. // www.nicola-staeglich.de
In seinem »Seminar« geht es Ransome Stan­
ley um die Anwendung der Acrylfarbe als
künstlerische Praxis. Der Unterricht behan­
delt das gesamte technische Wissensspek­
trum, das notwendig ist, um die technischen
Grundprinzipien der künstlerischen Acryl­
malerei zu erfassen. Es wird der Unterschied
deutlich werden zwischen der Anwendung
dieser Farbe als Malerei auf der Leinwand
und als Zeichnung auf Papier. Ziel ist es, dem
Teilnehmer ein farbtechnisches Wissen zu
vermitteln, damit er seinem individuellen
künstlerischen Ausdruck die höchstmög­
RANSOME STANLEY – geboren 1953 in Lon­
don / 1975 – 79 Studium der Malerei und Gra­
fik an der Merz-Akademie Stuttgart, Mei­
sterschüler bei Prof. Merz / vertreten von
Galerie MOMO, Johannesburg, Südafrika
/ lebt und arbeitet seit 1986 in München /
seit 1989 freischaffender Künstler mit zahl­
reichen Einzelausstellungen und Ausstel­
lungsbeteiligungen im In- und Ausland /
Bildankäufe u. a. Museum der Weltkulturen,
Frankfurt; HypoVereinsbank; Sammlung
Oppenheim // www ransome-stanley.com
liche Kraft verleihen kann. Unabhängig von
allen Fragen künstlerischer Technik wird ein
zentrales Gewicht auf die Frage der künstle­
rischen Komposition gelegt. Ziel des Semi­
nars ist es, den Teilnehmer in die Lage zu
versetzten, eine eigene Bildsprache zu for­
mulieren und diese praktisch anwenden zu
lernen. An diese Aufgabe wird der Teilneh­
mer sich spielerisch herantasten. Er wird
erfahren, wie die reine Acrylmalerei ergänzt
werden kann mit anderen Materialien
und Techniken wie Gouache, Bildvorlagen,
Kreide, Pastell, Kohle etc. Der Teilnehmer
wird auf seine eigene Reise mitgenommen
in die künstlerische Welt des Komponierens,
Collagierens, des Malens und Zeichens.
195
No– 168
01. – 06. 06. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 14 Teiln
420,– pP
196
GABI STREILE
GABI STREILE
No– 169 FRÜHLINGSERWACHEN – Landschaft aus der Ferne und ganz nah
11. – 16. 05. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
460,– pP
Inspiriert von frischem Grün und blühender
Buntheit werden wir malerisch eintauchen in
die Farbenwelt der frühlingshaft erwachten
Natur. Eindrücke der Umgebung, Fernblicke
und Nahsichten werden auf Spaziergän­
gen mit Skizzenblock, Fotoapparat, farbigen
Notizen gesammelt um im Atelier in groß­
formatige Malereien verwandelt zu werden.
Die Leuchtfeuer der Farbe werden durch
Formgebung ins Lot gebracht, die Spreng­
kraft der Form durch die Farbkomposition
gebändigt: Ein spannendes Spiel um das
große Thema der Malerei. Wir arbeiten mit
wasserlöslichen Farben (Acryl- oder Disper­
sionsfarbe ...) auf größeren Leinwänden (ab
100 x 120 cm) für unsere Skizzen und Noti­
zen werden kleinere Blöcke Aquarellfarben
o. ä., farbige Stifte aller Art benötigt. Falls
erwünscht kann eine detailliertere Materi­
alliste erstellt werden. Der Kurs richtet sich
sowohl an Einsteiger als auch an Geübte.
GABI STREILE– 1950 geboren in Karlsruhe / 1970 – 76 Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei den Professoren
Klaus Arnold, Peter Dreher, Harry Kögler, Franz Bernhard / Förderpreis der Sparkasse Karlsruhe / 1981 Jugendpreis »Hommage à Baden-Baden«
/ 1987 Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg / 1992 Kunstpreis der Stadt Bühl / 1996 Zeitgenössische Kunst, Kunstpreis der Stadt
Offenburg / 2002 Hanna-Nagel-Preis der fünf Präsidentinnen, Karlsruhe / 2002 – 03 Arbeitsstipendium Mummelsee / 2003, 2012 Aufenthalt
im Atelier der Kunststiftung Baden-Württemberg in Berlin / 2013 Mitglied im Künstlerbund Baden-Württemberg, der Münchener Secession, der
GEDOK und dem Bundesverband Bildender Künstler / Ständig vertreten von den Galerien Tammen, Berlin; Rottloff, Karlsruhe; Meier, Freiburg;
Netuschil, Darmstadt; Arthea, Mannheim u. a. / lebt und arbeitet mit dem Maler Werner Schmidt in Oberkirch/Baden, Atelier in Berlin / zahl­
reiche Ausstellungen im In- und Ausland, sowie diverse Veröffentlichungen //
AUTUMN LEAVES – ein malerischer Streifzug durch die Buntheit des Herbstes
Keine andere Jahreszeit bietet dem Auge
des Malers eine größere Palette als der
Herbst. Die reine Leuchtkraft der Farbe ist
einer Vielzahl nahe verwandter Töne gewi­
chen – unendlich differenziert und unge­
heuer spannend, wenn sie im Bild zur Kom­
position arrangiert werden. Von den Bäumen
gefallene Blätter in all ihrer unterschied­
lichen Farb- und Formensprache – all over in
nahezu abstrakte Malerei überführt. Früchte,
stachelige und weich geformte, helle und
dunkle, glänzende und matte – noch frisch
vom Baum gepflückt oder auf der Erde lie­
gend, bereits von Spuren der Vergänglich­
keit gezeichnet: Ein großer Schatz, eine
unermessliche Vielfalt und allemal reich­
liche Ernte für den Maler. Wir werden den
Herbst also in Form und Farbe zunächst in
kleineren Formaten mit Stiften unterschied­
licher Art, Aquarell- oder Temparafarben auf
Papier / Pappe studieren, um dann das Gese­
hene und Erfahrene in großformatige freie
Malereien umzusetzen (Acryl- / Dispersions­
farbe auf großformatiger Leinwand). Falls
erwünscht kann eine detailliertere Materi­
alliste erstellt werden. Der Kurs richtet sich
sowohl an Einsteiger als auch an Geübte.
197
No– 170
12. – 17. 10. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
460,– pP
198
No– 171 16. – 21. 11. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 15 Teiln
440,– pP
KAREN STUKE
KAREN STUKE
DIE CAMERA OBSCURA – MORE THAN A BOX
Die Camera Obscura, die »dunkle Kam­
mer« ist die Urform der heutigen Photoka­
meras. Das Prinzip erkannte bereits Aristo­
teles 400 Jahre vor Christus. Damals wurde
zum ersten Mal die Erzeugung eines auf dem
Kopf stehenden Bildes beschrieben, wenn
das Licht durch ein kleines Loch in einen
dunklen Raum fällt. Mit der Einführung in
die Camera-Obscura-Photographie werden
historische und zeitgenössischen Entwick­
lungen sowie Praktiken der Photographie
vermittelt. Durch den Selberbau der Camera
Obscura, die Belichtung und Entwicklung,
erleben wir die Grundelemente der Pho­
tograhie. Zu Beginn des Kurses werden u. a.
auch zeitgenössischer Camera Obscura
Photographen vorgestellt. Hierbei wird
deutlich, dass nicht nur in Vergangenheit
und schwarzweiß mit der Camera Obscura
fotografiert wurde, sondern dass auch aktu­
ell Positionen verschiedener Photokünstler
mit der Lochkamera entstehen. Im weiteren
Verlauf wird der Kursraum in eine Camera
obscura verwandelt, somit werden die tech­
nischen Voraussetzungen und Funktion der
Lochkamera anschaulich dargestellt. Weiter
geht es mit dem Bau der eigenen Camera
obscura. Mit ihr werden dann jeweils die
ersten Bilder erstellt. Je nach Vorstellung
kann jeder seine eigenen Ideen verfolgen.
Die selbst erstellten Bilder werden vor Ort
gemeinsam entwickelt und besprochen.
KAREN STUKE– studierte Visuelle Kommunikation an der FH Bielefeld und der Akademie Minerva Groningen / 1999 hat sie in Bielefeld ihr Stu­
dium bei Gottfried Jäger und Jürgen Heinemann abgeschlossen / seitdem arbeitet sie als Fotokünstlerin und freie Fotografin für verschiedene
Regisseure, Bühnenbildner und Theater. Das führte sie an die Staatsoper Berlin, Staatsoper Wien, Opéra Comique Paris, Los Angeles Opera
u. v. a. / 2008 gründete sie den eigenen Projektraum »Kronenboden«, ein Ausstellungs- und Konzertraum in Berlin mit Schwerpunkt der visuellen
und darstellenden Künste / zahlreiche Ausstellungen in Galerien und Museen u. a. in Istanbul, Berlin, Neapel und London. // www.karenstuke.de
199
200
No– 172
19. – 24. 01. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
390,– pP
No– 173
04. – 09. 05. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
390,– pP
WALTER STROBL
KLAUS-MARTIN TREDER
GEGENSTÄNDLICHE ÖLMALEREI
Für Beginnende wie Fortgeschrittene. Der
Kursleiter geht sehr individuell auf die Vor­
haben und Kenntnisse der einzelnen Teilneh­
menden ein. Es besteht die Möglichkeit, ein
malerisches Projekt zu realisieren, Schritt für
Schritt ein Ölbild zu entwickeln und auszuar­
beiten. Dabei befassen wir uns mit allen Auf­
gabenstellungen der Malerei wie Motivwahl,
Entwurf, Bildkomposition, Materialkunde etc.
AnfängerInnen werden elementare prak­
tische Fertigkeiten der Ölmalerei wie Bild­
aufbau, Grundlagen der Maltechnik (Primaund Schichtenmalerei) sowie Farbenlehre
vermittelt. Fortgeschrittene können ihre
maltechnischen Kenntnisse erweitern und
mit dem Medium Ölfarbe experimentieren.
DAS BILD ALS UNIVERSUM
Die Motivwahl ist freigestellt. Es besteht die
Möglichkeit, sich mit Fotografien als Arbeits­
grundlage auseinanderzusetzen, anhand von
Stillleben Bildkompositionen zu erproben
oder alte Gemälde zu kopieren, um so die
Grundlagen der Ölmaltechnik zu studieren.
VON SKIZZE UND FOTO ZUM BILD
Ein Zeichen- und Ölmalkurs für Beginnende
wie Fortgeschrittene, die sich mit dem künst­
lerischen Entstehungsprozess auseinan­
dersetzen wollen. Unser Motiv ist die Alte
Saline, ein ideales Sujet für dieses Seminar.
Das Gelände, die Bauten und Räume dieses
historischen Ensembles bieten verschie­
denste Blickwinkel und Inspirationen für
malerische Umsetzungen. Die ersten zwei
Tage gehen wir mit Skizzenblock und Digi­
talkamera auf Motivsuche, lassen uns von
der Umgebung inspirieren. Es wird ausgie­
big gezeichnet und skizziert, wobei wir uns
grundlegende Kenntnisse wie z. B. die Wahr­
nehmung von Flächen, Winkeln, Proporti­
onen und Tonwerten (Licht und Schatten)
erarbeiten. Begleitend werden Grundlagen
der Raumdarstellung und Perspektive ver­
mittelt. Mit Hilfe des im Freien gesammelten
Materials erarbeiten wir im Atelier unsere
Bilder. Dabei beginnen wir mit Fragen der
Bildfindung, entwickeln schlüssige Bildkom­
positionen, übertragen die Entwürfe auf die
Leinwände und entwickeln Schritt für Schritt
ganz individuelle Gemälde.
WALTER STROBL – 1968 geb. in Innsbruck /
1983 – 90 Fachschule für angewandte Male­
rei und Höhere Lehranstalt für Kunsthand­
werk in Innsbruck / 1990 – 95 Studium der
Malerei und Grafik an der Akademie der bil­
denden Künste in Wien. Diplom für Male­
rei mit Auszeichnung / seit 1995 Leitung
von Zeichen- und Malkursen / seit 2009 Mitglied der Gesellschaft bildender Künstlerinnen und Künstler Österreichs, Künstlerhaus Wien / lebt
und arbeitet als freischaffender Maler in Wien / Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen in Galerien in Österreich, Deutschland, Italien /
Ankäufe: AK Steiermark, AK Oberösterreich, Salzburg Museum // www.walterstrobl.at
Welche Rolle spielt für die heutige Malerei noch
das Thema der Komposition? Diese Frage ist eng
verbunden mit dem Aufbau von Ausdruck und
Spannung, die Bilder haben – oder auch nicht,
was durchaus eine bewusste künstlerische Ent­
scheidung ist. Der Kurs beschäftigt sich mit der
Gestaltung eines Bildes, das zwischen Form und
Unform, zwischen Raum und Unraum, zwischen
Farbe und Unfarbe Wege in der Malerei aufweist,
die beiden Seiten – Komposition und Anti-Kom­
position – berücksichtigt. Das Vorgehen basiert
dabei auf drei Säulen: Material + Handeln + Kom­
position. Dem Material wird im Ansatz bereits ein
zentraler Stellenwert eingeräumt. Denn bedeut­
sam ist die Handlung über das Material als Pro­
dukt künstlerischer Modellierung und Inszenie­
rung. Ganz wesentlich geht es um die Farbe selbst,
das Farbmaterial, das zum sprechenden, lesbaren
Gegenstand werden und Bedeutung annehmen
kann. Die Wahl des Materials – Öl, Acryl o. a. – ist
zentral mitentscheidend für die Aussage der Male­
rei bzw. des Bildes. Auch fremde Materialien kön­
nen zum Einsatz kommen; Dinge des Alltags zum
Beispiel, die als Ready-made Eingang in die Bilder
finden. Diese können ebenso Ausgangspunkt oder
Bestandteil der Komposition sein.
KLAUS-MARTIN TREDER – 1961 in Biberach, Riß
geboren / lebt in Berlin / 1990 – 95 Studium Freie
Grafik an der Staatlichen Akademie der Bilden­
den Künste Stuttgart / Stipendien, u. a. DAAD Jah­
resstipendium für Graduierte, Warschau, Polen,
Kunststiftung Baden-Württemberg / 2002 Lehr­
auftrag an der Hochschule für Gestaltung, Technik
und Wirtschaft, Pforzheim / Einzelausstellungen,
u. a. Stadtgalerie Saarbrücken, Villa Merkel, Ess­
lingen, Städtische Galerie, Waldkraiburg, Bruner
Collection, London, Galerie Monika Reitz, Frank­
furt/Main, Galerie Jette Rudolph, Berlin, Gale­
rie Reinhard Hauff, Stuttgart /Zahlreiche Ausstel­
lungsbeteiligungen, u. a. Georg Kolbe Museum,
Berlin, Kunstmuseum Stuttgart, Kunstraum Ale­
xander Bürkle, Freiburg, Beijing 798 Biennale,
Kunsthalle Andratx / CCA, Mallorca, Württember­
gischer Kunstverein, Stuttgart, Dundee Contem­
porary Arts, Dundee, Schottland //
201
No– 174
24. – 29. 08. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
420,– pP
202
LEIF TRENKLER
203
No– 175 »KÖNNEN IST NICHT GLEICH KÖNNEN«
15. – 20. 06. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
360,– pP
Für Beginnende und Fortgeschrittene. Wer­
fen Sie Ihre Erkenntnisse über Bord. Durch
Komposition und Bildaufbau zur Hinwen­
dung zum positiven Denken in der Kunst
wird der Schwerpunkt sein. Erfahrungen in
Öl, Acryl, Aquarell, oder Zeichnung wären
angenehm, aber auch blutige Anfänger
sind erwünscht. Bitte bringen Sie mehrere
Motive mit, die besprochen werden können.
Empfohlen wird die Lektüre Goya von Lion
Feuchtwanger als eine mögliche Diskussi­
onsgrundlage, aber nicht zwingend oder
LEIF TRENKLER – geb. in Wiesbaden / lebt in Köln / Studium der Malerei an der Hochschule
für bild. Künste »Städel« Frankfurt und der Kunstakademie Düsseldorf / Auslandsstipendium
der Studienstiftung des deutschen Volkes / Ausstellungen: Museum Ludwig, Köln, Bundes­
kunsthalle Deutschland, Bonn, Kunsthalle Düsseldorf, Schlossmuseum Murnau, Hypokunsthalle
München, Kunsthalle Rotterdam, Franz-Gertsch-Museum, Schweiz usw. //
bildliche Auseinandersetzung mit Piero de la
Francesca. Es wird Wert auf Farbigkeit und
Material gelegt, egal ob Sie abstrakte oder
gegenständliche Motive im Sinn haben. Es
wird daran gearbeitet, spannende Kunst­
werke zu erschaffen.
204
ANGELIKA TROJNARSKI
ANGELIKA TROJNARSKI
No– 176 FARB -, LICHT- UND MATERIALKONTRASTE IN DER COLLAGE
04. – 09. 05. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
520,– pP
Seien Sie offen für Brüche, Zufälle, abrupte
Wechsel – für scheinbare Ungereimtheiten,
Falten und krumme Linien! Ein spannendes
Motiv ist heute weniger ein präzises, makel­
loses Abbild des Bekannten, als vielmehr das
Schaffen des Neuen oder individuell Beson­
deren. Denn ein Bild lebt von reichen Ober­
flächen, interessanten Motivkombinationen,
Vielfalt im Duktus und vom Spiel der verwen­
deten Materialien und Strukturen. Es lebt
ebenfalls, wenn Realistisches auf Abstraktes
trifft, wenn sich Bildteile überlappen, wenn
Versatzstücke und Bruchlinien die Dynamik
steigern. All diesem nähern wir uns über die
Collage: Wir zerlegen eigene, sowie gefun­
dene Bilder und inszenieren diese mit Brü­
chen und Fragmenten neu. Wir überlagern
Formen und Strukturen und ergänzen ein­
zelne Bereiche um Zeichnung und Malerei.
Bewusst gesetzte Farb-, Licht- und Materi­
alkontraste steigern die Spannung im Werk.
Ergänzend arbeiten wir mit einem s/w-Kopie-
rer, der uns bei Abstraktion und Verfrem­
dung durch Farbreduktion und Vervielfälti­
gung unterstützt. Zwischendurch finden wir
uns zu kurzen Besprechungen zusammen.
Um uns zu inspirieren, blicken wir auf ausge­
wählte zeitgenössische Künstler, die frisch
und unkonventionell im Medium Collage
arbeiten. Bringen Sie zum Kurs gerne Ihre
Studien und Arbeitsproben mit. Eine ein­
fache Basis-Materialliste mit ergänzenden
Material-Ideen wird separat versendet.
ANGELIKA J. TROJNARSKI– geboren 1979
in Mragowo, Polen / lebt und arbeitet in
Düsseldorf / Im Februar 2013 beendete sie
ihr Studium an der Düsseldorfer Kunsta­
kademie in der Klasse für Freie Kunst bei
Andreas Gursky mit dem Akademiebrief und
dem Meisterschülertitel / Zuvor studierte
sie Malerei bei Jörg Immendorff und Markus
Lüpertz / Sie stellte u. a. in Düsseldorf, Berlin, Los Angeles und St. Petersburg aus und gehört zu den Shortlist-Teilnehmern des »Kunstpreis jun­
ger westen« und »Rising – Artists to keep an eye on« / In ihrer Arbeit, die sich über die Collage in die Malerei, Fotografie und Installation erstreckt,
beschäftigt sie sich mit den Themen der Wissenschaft, Technik und Mechanik und ihrer zivilisatorischen Folgen. // www.trojnarski.com
COLLAGENÄSTHETIK & LEBENDIGE OBERFLÄCHE IN DER MALEREI
Seien Sie offen für Brüche, Zufälle, abrupte
Wechsel – für scheinbare Ungereimtheiten,
Falten und krumme Linien! Spannende Male­
rei ist heute weniger ein präzises, makel­
loses Abbild des Bekannten, als vielmehr
das Schaffen des Neuen oder individuell
Besonderen. Denn ein Bild lebt von reichen
Oberflächen, interessanten Motivkombina­
tionen, Vielfalt im Duktus und vom Spiel der
verwendeten Materialien und Strukturen.
Es lebt ebenfalls, wenn Realistisches auf
Abstraktes trifft, wenn sich Bildteile überlap­
pen, wenn Versatzstücke und Bruchlinien die
Dynamik steigern. All diesem nähern wir uns
zunächst über die Collage: Dazu zerlegen wir
eigene, sowie gefundene Bilder und insze­
nieren diese mit Brüchen und Fragmenten
neu. Wir überlagern Formen und Strukturen
und ergänzen einzelne Bereiche um Zeich­
nung und Malerei. Bringen Sie dazu auch
gerne Ihre Studien und Arbeitsproben mit.
Zwischendurch finden wir uns zu kurzen Pro­
zessbesprechungen zusammen. Die so ent­
wickelten skizzenhaften, groben Entwürfe
übersetzen wir im nächsten Schritt auf Lein­
wand oder andere Bildgründe. Papier dient
dazu nicht nur als Träger von Farbe, sondern
spielt auch ganz bewusst als unbehandeltes
Element eine wichtige Rolle im Bild. Um sich
über den Kurs hinaus inspirieren zu lassen,
blicken wir vereinzelt auf zeitgenössische
Künstler, die unkonventionelle Malgründe
und Materialien in ihre Kunst einbinden.
205
No– 177
01. – 06. 06. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
520,– pP
206
No– 178
14. – 18. 10. 2015
5 Tage // Mi – So
10.00 – 17.00 Uhr
max 10 Teiln
640,– pP
BERNHARD VOGEL
VOKA
»CITIES« – STÄDTEBILDER IN MIXED MEDIA AUF LEINWAND
Es ist ein Abenteuer, aus Material, Far­
ben, Collage und Strukturen, ein zeitge­
nössisches Städtebild zu formen. Bernhard
Vogel zeigt in diesem Seminar seine beson­
dere und erfolgreiche Technik, die er stän­
dig weiterentwickelt. Ziel ist es, durch eine
neue Art von Malerei Euphorie, Neugierde
und Tatendrang zu entwickeln und in über­
raschende Ergebnisse zu verwandeln. Neue
Erkenntnisse und die Begeisterung für unge­
hemmtes Malen sowie das Ablegen sämt­
licher Vorurteile, Angst und Skepsis gegen­
über neuen Techniken und Formaten sind
zentrale Bestandteile des Kurses. Der künst­
lerische Gehalt sollte trotz großer Expe­
rimentierfreudigkeit immer im Fokus sein
und nicht bei oberflächlichen Dekorations­
effekten stehenbleiben. Bernhard Vogel
SPONTANREALISMUS – DAS ACRYL-POWER-SEMINAR
hat keine Geheimnisse, denn er wird auch
selber mitarbeiten und dabei erklären, was
für ihn wichtig ist. Viele individuelle Bildbe­
sprechungen begleiten den Kurs sowie eine
große Abschlussbesprechung. Ein Inten­
sivkurs für offene und begeisterungsfähige
Maler. Bernhard Vogel bietet seine Motive
als Vorlage an, es wird aber auch gebeten,
eigene Fotos mitzubringen.
In diesem Kurs werden wir uns im Spezi­
ellen mit Architektur sowie mit dem mensch­
lichen Treiben in der Stadt (Figur in Bewe­
gung) auseinandersetzen. Das Motiv dient
hierbei nicht als genaue Vorlage, sondern
als Inspiration für das gemalte Bild. Thema
dieses Kurses ist es, seine eigenen persön­
lichen Farben zu finden und eine schwung­
volle Auflösung der Gesamtsituation auf der
Leinwand zu kreieren, Geschwindigkeit und
Mut zur Farbe, um dem Werk den optimalen
Ausdruck zu geben sowie das Sehen- und
Verstehen-Lernen einer Situation und deren
Reduktion auf das Wesentliche. Zu jedem
Bild werden ein oder mehrere schnelle
Skizzen angefertigt, die uns im Atelier als
Gedächtnisstützen dienen werden. Voka
wird im Kurs seine Umsetzung des Motivs
stets vorzeigen und den Kursteilnehmern
individuell behilflich sein. Ein kreatives und
selbstständiges Arbeiten der Teilnehmer
wird in diesem Kurs vorausgesetzt. Zeichen­
kenntnisse sind erforderlich. Es wird täglich
mindestens ein Bild gemalt.
VOKA – freischaffender Bildender Künstler / geboren 1965 / lebt und arbeitet im niederöster­
reichischen Puchberg am Schneeberg / Ausstellung im Rahmen der Biennale Austria 2006 /
Seine Werke befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen / Anerkennung durch das
Österreichische Bundesministerium für Unterricht und Kunst // www.voka.at
BERNHARD VOGEL – 1961 in Salzburg geboren / lebt und arbeitet als Maler und Grafiker in Salzburg / Preise u. a. 1989 Dr. Ernst Koref-Preis für
Malerei, Linz / 1993 1. Preis Internationaler Kunstwettbewerb für Aquarell Fondatione Sinaide Ghi, Rom / 1999 1. Preis Salzburger Kunstfonds für
Malerei / Finalist Singer & Friedlanger Competition, London / 2000 1. Preis Südwestdeutscher Aquarellpreis // www.bernhard-vogel.at
207
No– 179
13. – 16. 04. 2015
4 Tage // Mo – Do
10.00 – 17.00 Uhr
max 16 Teiln
550,– pP
208
CARSTEN WESTPHAL
WOLFGANG WIESINGER
No– 180 WÜSTEN, BERGE UND VULKANE – EXPERIMENT NATUR
20. – 25. 07. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
420,– pP
Raue, schroffe, harte Oberflächen treffen auf
sanfte, weiche und geschmeidige Formen.
Die Strukturen der Urlandschaften unserer
Erde sind vielfältig, abwechslungsreich und
mehrschichtig. Dort, wo Sandstürme Gra­
nitfelsen blank polieren, rauschendes Was­
ser Täler in die Berge gräbt und glühend
heiße Lava neue Landschaften formt, ent­
stehen Orte, die uns die Inspiration für die­
sen Kurs liefern. Auf Leinwänden gestalten
CARSTEN WESTPHAL – 1963 in Hamburg
geboren / Aquarellmalerei erlernt bei dem
Hamburger Maler Peter Lübbers / Studium
der Klassischen Archäologie / freischaffen­
der Malerei seit 1995 / lebt und arbeitet in
den Wüsten der Welt, mit Atelier in Ham­
burg / zahlreiche Ausstellungen in Galerien
und Museen / Vorträge und Lehrtätigkeit in
Deutschland, Österreich, Italien und Frank­
reich // www.carsten-westphal.de
wir außergewöhnliche Reliefs mit Hilfe von
rauen und feinen Spachtelmassen, die wir
nach spezieller Rezeptur selbst herstellen,
z. B. aus Beton, Marmormehl, Gips u. a. Mate­
rialien. Die Acrylfarben rühren wir selbst an,
aus Pigmenten, Acrylbinder und Wasser. Wir
beschäftigen uns mit der Bildkomposition
und tragen dann Farbschicht um Farbschicht
auf. Pastose Farbaufträge wechseln sich mit
Lasuren ab, so gewinnen wir Durchblick und
MISCHTECHNIK ACRYL
Freiräume. Durch fließende Farben und Krei­
den erschaffen wir naturnahe Strukturen.
So erwecken wir Assoziationen von schrof­
fen Felsreliefs, Schnee bedeckten Bergkup­
pen, Flussläufen und Sanddünnen, die durch
ihre Strukturen und deren Schattenwirkung
lebendig wirken und dem Betrachter je nach
Lichtverhältnissen immer wieder neue Ein­
drücke vermitteln. Der Motiv- und Farbwahl
sind dabei keine Grenzen gesetzt.
Malen mit Freude! Ob mit wenig Erfah­
rung oder schon meisterhaft in der Male­
rei, hier findet jeder seinen Platz. Der Weg
vom Motiv zum Bild führt über die Vereinfa­
chung von Form und Farbe. Es beginnt mit
oder ohne Zeichnung mit der Untermalung,
außer mit dem Pinsel mit dem Spachtel. Die
Farbe steht im Mittelpunkt, weiter die Form
und deren Auflösung sowie die Komposition.
Wie entsteht Ruhe oder Spannung durch
Farbe und Komposition im Bild. Ich mache
Mut, auch Mut wie man mit großen For­
maten zurecht kommt, wie man Bilder erfin­
den kann, was schließlich zur Abstrakten
Malerei führt.
WOLFGANG WIESINGER – studierte nach seiner Ausbildung zum Lehrer an der Akademie der Bildenden Künste in Wien (Boeckl) / es folgten
Studienaufenthalte in Europa, Afrika und Kanada / 1973 – 83 Teilnehmer der Steinbildhauersymposien in St. Margarethen / Pädagogischer Direk­
tor der Art Akademie Austria / künstlerischer Leiter des Malforums Riegersbuch / Präsident der Österreichischen Kunsterzieher / Hollersbacher
Kunstpreisträger 1995 und 2001 / zahlreiche Ausstellungen u. a. in Salzburg, Kanada, Kapstadt, Agadir / wohnt und arbeitet in Kaprun //
www.wolfgang-wiesinger.at
209
No– 181
28. 09. – 02. 10. 2015
5 Tage // Mo – Fr
10.00 – 17.00 Uhr
max 13 Teiln
380,– pP
210
No– 182 09. – 14. 02. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
580,– pP
SATI ZECH
WOLFGANG ZELMER
EIN KIND TRÄUMT SICH – ODER DER UNSCHARFE BLICK – ARBEITEN MIT WACHS
Wachs als sinnliches Medium in seinen unter­
schiedlichsten Möglichkeiten und Kombi­
niermöglichkeiten erproben und auspro­
bieren lernen. Es wird gemalt, geschichtet,
geritzt, getaucht, gegossen, versenkt, abge­
formt, durchlöchert, geschmiert, Spuren
werden hinterlassen. Als Träger dienen
Holz, Styrodur, Stoff, Papier, Fotos, Rönt­
genbilder, alte Plastikflaschen, Zigarrenki­
stchen, alte Spitze, etc. Dem Lustvollen und
Spiel sind keine Grenzen gesetzt. Dem Spaß
an der Sache auch nicht. Den unscharfen,
zurückgenommenen Blick üben, inspiriert
durch Wachs und seine unterschiedlichen
Aggregatzustände – traumhafte Arbeiten
und trotzdem um die Gesetze von Form und
Farbe wissen und darum ringen. Jeder arbei­
tet an seiner eigenen Kochplatte. Es kann
mit Bienenwachs, Paraffin, Stearin und sämt­
lichen Mischformen gearbeitet werden. Der
Workshop ist für Anfänger und Fortgeschrit­
tene geeignet. Ausgiebige Materiallisten
werden rechtzeitig zugeschickt. Die Teilneh­
mer werden gebeten der Dozentin fünf bis
zehn Proben Ihrer Arbeiten zuzusenden.
Mit den unterschiedlichsten Materialien
(Stoff, oder Filz, oder Hasenleim und Papier,
oder Draht, Nylonstrümpfe, Pappe, Plastik­
müll, etc.) durch aneinandersetzen oder
wegnehmen, durch zusammennähen, kleben,
gipsen, lochen, quetschen, schrauben etc.
zu neuen Formen gelangen. Sie zueinander
und zum Raum in Beziehung setzen, verspan­
nen, umwickeln, durchlöchern, bemalen etc.
Spielerisches, lustvolles Umgehen mit Mate­
rial unter der Berücksichtigung der Gesetz­
mäßigkeiten von Spannung, Kraft, Schwere
Intensivkurs – Wir arbeiten mit Naturleimen
und versuchen uns in allen Variationen der
Collage in Verbindung mit Acrylmalerei. Sei
das Ziel konkret oder abstrakt wir erreichen
mit transparenten, semitransparenten oder
alten Papieren, mit Einklebungen und Über­
spachtelungen einen eigenständigen Aus­
druck. An einem der Kurstage werden wir
uns mit Materialkunde (Farben etc.) und Mal­
technik beschäftigen. Alle Papiere und Mate­
rialien sind geeignet für Collagen, Acrylfar­
ben und Leime werden gestellt.
COLLAGE UND ACRYL
No– 183 OBJEKT UND FARBE
17. – 22. 08. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
580,– pP
COLLAGEN, SPACHTELN UND ACRYLMALEREI
etc. stehen im Vordergrund. Nähmaschinen,
Herdplatten, Sägen können mitgebracht
werden. Es darf gelacht werden. Um Einsen­
dung von Fotos von bisher entstandenen
Arbeiten wird gebeten. Korrekturen und
intensive Besprechungen sind obligatorisch.
SATI ZECH – 1958 in Karlsruhe geboren /
Studium an der Hochschule der Bildenden
Künste in Berlin / seit 1987 zahlreiche Aus­
stellungen im In- und Ausland, Stipendien
und Preise / seit 1989 regelmäßig auf der
art Köln, Frankfurt und Karlsruhe vertreten /
seit 2007 red dot art fair Miami //
www.satizech.de
Kurstage in denen Sie die Verwendung der
Acrylmalerei in Verbindung mit der Collage
erleben. Sie können alleine durch Unterma­
lungen und Collagen eine eigenständige
Bildsprache entwickeln. Dafür müssen Sie
weder gut malen noch zeichnen können aber
gestalterische Phantasie ist hilfreich. Auch
aus vorhandenen Bildern, mit denen sie nicht
zufrieden sind, lässt sich hier oft noch unge­
ahntes erreichen. Material: Alle für Collage
geeigneten Materialien. Acrylfarben und
Leime werden gestellt.
WOLFGANG ZELMER – 1948 in München
geboren / studiert nach Schulabschluss
Kunst in London und Paris / seit 1976 ist er
Mitglied der Münchner Künstlergenossen­
schaft //
211
No– 184
09. – 14. 03. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 14.00 Uhr
max 12 Teiln
500,– pP
No– 185
19. – 23. 10. 2015
5 Tage // Mo – Fr
10.00 – 17.00 Uhr
max 12 Teiln
420,– pP
212
PROF. JERRY ZENIUK
No– 186 MALEREI
02. – 07. 03. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 15 Teiln
600,– pP
In diesem Seminar soll das fundamentale
Prinzip erarbeitet werden, das einen tiefen
Zugang zu einem Bild ermöglicht. Der sub­
jektive Blick, die Farbe wird dazu benutzt,
um einen expressiven Ausdruck in das
Kunstwerk zu malen. Es kann mit Acryl, Öl ,
auf Leinen oder Papier unterschiedliche
Größe gearbeitet werden.
PROF. JERRY ZENIUK – 1945 als Sohn von
ukrainischen Flüchtlingen in einem Über­
gangslager in Bardowick bei Lüneburg
geboren / die Familie emigrierte 1950 in die
Vereinigten Staaten, wo Zeniuk in Boulder,
Colorado, aufwuchs und seine Ausbildung
erhielt / 1969 zog er nach New York / in den
Siebzigerjahren des 20. Jahrhunderts hielt
er sich länger in Hamburg und Berlin auf, wo
er ein Stipendium des DAAD wahrnahm /
durch zahlreiche Ausstellungen fasste er in
Europa schon früh Fuß / 1992 wurde er als
Professor an die Münchner Akademie der
Bildenden Künste berufen / heute lebt und
arbeitet Zeniuk abwechselnd in New York
und München. // www.klassezeniuk.de
ROBERT ZIELASCO
ALCHEMIE UND KOMPOSITION
Wie ein Jazz Musiker seinen Bach können
muss um gute Improvisation zu spielen, soll
ein Maler die Gesetze der Fläche kennen,
die Komposition, die Wirkung der Formen
und Farben und die Alchemie des Materi­
als. Mit geschulter Empfindung und entwi­
ckeltem Instinkt sollen die TeilnehmerInnen
in eine persönliche Sprache der Malerei fin­
den. Mut zu Experimenten! Den Zufall laufen
lassen und ihn korrigieren, die Balance zwi­
schen intuitiv malen und bewusst gestalten
spüren. Ein gelungenes Bild ist ein in sich
geschlossener Kosmos. Ein gutes abstraktes
Bild ist soviel mehr als eine Aneinanderrei­
hung ästhetischer Flächen. Tägliche Einzel­
gespräche und Besprechung der Arbeiten in
der Gruppe begleiten den Kurs.
ROBERT ZIELASCO – geboren 1948 in Wien
/ 1967 – 72 Akademie der bildenden Künste
in Wien / Ausstellungen in Deutschland, der
Schweiz, in den Niederlanden, in Frankreich
und Amerika / zahlreiche Ausstellungen und
Messebeteiligungen in Schweiz, Deutsch­
land, Holland, USA usw. / Längere Aufent­
halte und Ateliers in Asien und Australien //
www.zielasco.at
213
No– 187 A
11. – 15. 05. 2015
5 Tage // Mo – Fr
10.00 – 18.00 Uhr
max 12 Teiln
400,– pP
No– 187 B
09. – 13. 11. 2015
5 Tage // Mo – Fr
10.00 – 18.00 Uhr
max 12 Teiln
400,– pP
214
RAFAEL ZIELINSKI
MOIRA ZOITL
No– 188 A GROTESKE AKTE UND ABSURDE FIGUREN
24. – 27. 05. 2015
4 Tage // So – Mi
max 15 Teiln
300,– pP
No– 188 B Rafael Zielinski, professioneller Tänzer aus
Amsterdam, inspiriert in diesem Seminar
mit seinen grotesken Akten und absurden
Figuren, die künstlerischen Fähigkeiten aus­
zuleben und zu erweitern. Vormittags wird
am Akt gearbeitet. Aus dem Fluss der Bewe­
gung posiert Rafael für eine bis drei Minuten.
In einer Übungssequenz im 30 SekundenTakt ist Raum, um sich frei zu zeichnen, den
Kopf auszuschalten und sich dem Fluss der
Bewegung hinzugeben. Es entstehen dyna­
mische Skizzen. Am Nachmittag steht die
Verwandlung im Zentrum. Die Variation an
Kostümen verführt in der Live-Performance
DIE BILDWERDUNG VON DOKUMENTEN IM RAUM
zu sinnlichen, lebendigen und humorvollen
figürlichen Darstellungen. Spielerische Fan­
tasie verwandelt das Alltägliche zu Poesie.
Dieses Seminar ist für alle, die selbstständig
arbeiten und Freude an der bewegten Figur
haben.
29. – 31. 05. 2015
3 Tage // Fr – So
max 15 Teiln
230,– pP
No– 188 C Wir alle sind umgeben von unzähligen Bil­
dern – Dokumenten, Fotografien –, sowie
Objekten und Gegenständen mit denen
wir täglich eine Art Archiv unserer eigenen
Geschichte und Existenz schaffen. Der Kurs
bietet die Möglichkeit sich mit diesen Bil­
dern, Dokumenten und Objekten bildkünst­
lerisch auseinander zu setzen. Es sollen
eigene Wege gefunden und neue Verfah­
ren erprobt werden sich diese Dokumentund Dingwelt neu zu erschließen. Mittels
der verschiedensten Techniken wie Foto­
grafie, Video, Zeichnung, Collage, Material-
Assemblagen etc., entwickeln die Teilneh­
menden einzelne Arbeiten, die im Laufe des
Kurses zu einer raumgreifenden Installation
– einem Ausstellungsparcour – zusammen­
gefasst werden. Hierbei werden die einzel­
nen Werke von den Teilnehmenden gemein­
sam diskutiert und zueinander in Beziehung
gesetzt. Die im Prozess gemachten Erfah­
rungen werden in Einzel- und Gruppenge­
sprächen reflektiert und ermöglichen die
eigene künstlerischer Praxis zu vertiefen.
Hauptziel des Kurses ist es, für das jeweils
individuelle Thema eine Ausdrucksform zu
finden und die künstlerischen Ergebnisse,
die durch die Wahl des Mediums entstehen,
zu reflektieren.
Mitzubringen sind: eine Auswahl an (gefun­
denem) Bildmaterial (digital oder ana­
log), Dokumenten, Objekten, Gegenstän­
den, Fotografien, Kopien, Skizzen o. ä., die
Sie interessieren und mit denen Sie gerne
arbeiten möchten; ihr eigenes Bildarchiv,
Laptop, Video/Foto-Kamera falls vorhanden;
Papier, Stifte, Farben, Pinsel; Arbeitsklei­
dung. Voraussetzungen: keine.
Sprachen: Deutsch und Englisch.
23. – 27. 09. 2015
5 Tage // Mo – Fr
max 15 Teiln
380,– pP
RAFAEL ZIELINSKI – in Warschau geboren / 1994 – 95 Jungstudent Bühnentanz an der Folkwang Hochschule Essen-Werden / 1997 – 2002 Stu­
dent – Tanz an der Amsterdamer Hogeschool v. d. Kunsten, seitdem internationale Tanzkarriere und Film /TV Produktionen, zudem jahrelange
Erfahrung als Tanz-, Akt- und Inspirationsmodell //
MOIRA ZOITL – geboren 1968 in Salzburg / lebt und arbeitet in Berlin / Die eigene Lebens- und Arbeitswelt dient Moira Zoitl immer wieder als
Inspirationsquelle. Es ist ihre künstlerische Strategie, dokumentarische Verfahren einzusetzen, was auch ihren präferierten Umgang mit Doku­
menten, Zeugnissen und Relikten – als Wirklichkeitsbezug – erklärt. Durch dieses Hineinnehmen von Dingen aus dem Alltag wird auch auf emo­
tionaler Ebene eine Zugänglichkeit geschaffen. In den Videoarbeiten und raumgreifenden Displays der Künstlerin wird das Ausschnitthafte, die
fragmentarische Realitätserfahrung herausgestellt, die durch die Montage unterstrichen wird, in der die unterschiedlichen Themenfelder – wie
zum Beispiel die Vorstellungen von Frauen in der Gesellschaft, die ethnischen und geschlechtsspezifischen Dimensionen migrantischer Arbeit
oder die Politik der Bilder aus dem eigenen familiären Umfeld – miteinander verknüpft sind (Franziska Lésak) / Moira Zoitl’s Videoarbeiten und
Installationen wurden in einer Vielzahl an internationalen Ausstellungen gezeigt. // www.moirazoitl.com
215
No– 189
26. – 31. 10. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
380,– pP
216
ANNE MARIE FREYBOURG
RUDOLF SCHEUTLE
No
– 190 A BLICK HINTER DIE KULISSEN – DIE WEGE ZUR KUNST SIND VIELFÄLTIG
19. – 26. 04. 2015
2 x 4 Tage // So – So
10.00 – 17.00 Uhr
So bis 13.00 Uhr
max 15 Teiln
700,– pP
No
– 190 B 19. – 26. 07. 2015
2 x 4 Tage // So – So
10.00 – 17.00 Uhr
So bis 13.00 Uhr
max 15 Teiln
700,– pP
Das Seminar besteht aus zwei Modulen,
die aufeinander aufbauen. Es können die
Module aber auch einzeln gebucht werden.
Teilnehmen können alle Interessenten und
Kunststudierenden. Das Seminar wird in die­
sem Jahr zweimal angeboten. Zeitlich sind
die Module so terminiert, dass sie mit dem
Studium bei Prof. Heribert C. Ottersbach
und dem Meisterkurs von Prof. Adam Jan­
kowski kombiniert werden können. Drei The­
menschwerpunkte werden behandelt.
Kunstgeschichte
MODUL 1: Lassen Sie sich von der Kunst­
geschichte inspirieren. Welche Ideen und
Einsichten kann man für die eigene künst­
lerische Tätigkeit aus der Geschichte der
modernen Kunst gewinnen? Wir setzen
uns intensiv mit Werken der Klassischen
Moderne auseinander und schärfen dabei
den Blick für die Vielfältigkeit der modernen
Ästhetik.
MODUL 2: Wir setzen die Betrachtung und
Analyse mit Werken der Nachkriegsmo­
derne fort und diskutieren ebenso zeitge­
nössische Künstlerpositionen.
Kunstöffentlichkeit
MODUL 1: Es kann nicht schaden, genauer
die Strukturen der heutigen vielfältigen
Kunstöffentlichkeit, vor allem von Kunstbe­
trieb und Kunstmarkt, zu kennen und mehr
über deren Beurteilungskriterien zu wissen.
Dies hilft auch, aktuelle Kunsttendenzen bes­
ser einzuordnen.
MODUL 2: Wie geht man mit der Kunstöf­
fentlichkeit um? Welche praktischen Stra­
tegie kann man für sich selbst entwickeln
(Mappen, Texte etc.)?
Kunsttheorie
MODUL 1: Hier diskutieren wir die Frage:
Gibt es so etwas wie aktuelle Bilder? Wie hat
sich unsere Wahrnehmung durch den medi­
alen Kontext verändert? Welche Einsichten
über Wahrnehmung und Ausdruck können
wir der Psychologie entnehmen?
MODUL 2: Wie erkenne ich, was ich künst­
lerische tue? Was erwartet der heutige
Betrachter von einem Kunstwerk? Kunstthe­
oretische Ansätze sollen Ihnen helfen, einen
kritischen Blick für das eigene Werk entwi­
ckeln zu können.
FOTOFESTIVALS UND FOTOGALERIEN – EIN ÜBERBLICK
Vortrag mit Gespräch und Beratung
Weltweit gibt es eine Vielzahl von Fotofe­
stivals mit Ausstellungen, Lectures, Buch­
präsentationen und Portfolio Reviews.
Rudolf Scheutle gibt einen Überblick über
die vielfältige Festivallandschaft mit ihren
unterschiedlichen inhaltlichen sowie the­
Das jeweilige Modul endet mit einer Exkursion nach Salzburg.
Das Seminar bietet Ihnen
• Lebendig aufbereiteten Wissens-Input zu den verschiedenen Schwerpunkten
• Gemeinsame Diskussionen vertiefen die Themen
• Auf den Exkursionen lernen Sie in Modul 1 die Kunstöffentlichkeit und in
Modul 2 den Kunstmarkt exemplarisch anhand der Museen und Galerien in Salzburg kennen.
Das viertägige Seminar vermittelt in kompakter Form wissenswerte Einblicke in die Vielfalt als
auch Hintergründe der Kunst. Sie werden Einsichten gewinnen, die Sie in Ihrer künstlerischen
Arbeit befeuern werden und mit denen Sie Ihr Werk weiter vorantreiben können.
DR. ANNE MARIE FREYBOURG – ist seit über 25 Jahren als Kuratorin und Kunstwissen­
schaftlerin in Berlin und international tätig. Nach dem Studium der Philosophie, Literatur
und Kunstgeschichte in Hamburg gründete sie in Berlin ihr Büro »Kunstpraxis«. Sie ist eine
leidenschaftliche Interpretin zeitgenössischer Kunst und zudem erfahrene Kunst-Coache­
rin. Das von ihr gegründete »Goldrausch Künstlerinnenprogramm« zur Professionalisierung
von Künstlern hat sie zwölf Jahre lang geleitet. Heute begeistert sie gerne Menschen außer­
halb des Museums für die Kunst und widmet sich als Kuratorin intensiv der Vermittlung von
Kunst an ungewöhnlichen Orten. Sie hat viele Katalogbeiträge und Kunstkritiken zu zeitge­
nössischer Kunst, Kunst im öffentlichen Raum und zu neueren Museumskonzepten geschrie­
ben. Ihre letzte Buchveröffentlichung war: Die Inszenierung des Künstlers, Jovis Verlag, Ber­
lin, 2008. Im Augenblick schreibt sie an einem Buch über das »Geheimnis der Bilder« //
RUDOLF SCHEUTLE – ist Kurator am Mün­
chener Stadtmuseum, Sammlung Fotogra­
fie, und Lehrbeauftragter für Fotografiege­
schichte an der Hochschule für angewandte
Wissenschaften, München / Darüber hinaus
hat er als Portfolio Reviewer bei Fotofesti­
vals in Genf, Houston, Odense, Khartoum,
Mannheim und Wien teilgenommen. //
matischen Schwerpunkten und Teilnahme­
möglichkeiten. Außerdem spricht er über
Fotosammlungen und –galerien und deren
Ausstellungsprogramm.
Im zweiten Teil der Veranstaltung können die
Kursteilnehmer eigene Arbeiten vorlegen
und ein Feedback des Experten einholen.
217
No– 191
23. 05. 2015
1 Tag // Fr
14.00 – 18.00 Uhr
max 12 Teiln
100,– pP
218
CHRISTIANE TEN HOEVEL
STEFAN SAFFER
No– 192 CO -KREATIVITÄT
23. – 27. 02. 2015
5 Tage // Mo – Fr
10.00 – 17.00 Uhr
max 12 Teiln
360,– pP
Pilotprojekt
Kunst+Arbeit
Inhalte und Ziele
Die Veränderung unserer bisherigen Denkund Handlungsstrategien mit anderen zu tei­
len macht nicht nur mehr Spaß, es schöpft
auch das intelligente Potential von Gruppen
aus, das aktiviert wird, wenn Menschen mit
ähnlichen Visionen in einer zum Experiment
einladenden Umgebung zusammen kom­
men. In solch einem Umfeld können neue
Lösungswege entstehen und das Ganze wird
mehr als die Summe seiner Teile. Kollektive
Kreativität ist eine wichtige Ressource der
Zukunft.
Workshop für Firmen und Angestellte / KUNST IM BETRIEB – KUNST IN BETRIEB
Methoden
Im Seminar werden über Wahrnehmungs­
phänomene und praktisch künstlerische
Übungen innere Imaginationsräume geöff­
net. Anhand modellhafter Lernprojekte
werden in der Gruppe gemeinsame künst­
lerische Lösungswege erprobt. Die daran
gemachten Erfahrungen werden mit ange­
leiteten Austausch- und Kommunikations­
prozessen begleitet. Das Seminar wirkt wie
ein »ästhetisches Labor«, indem nicht vor­
hersehbare Lösungen geboren werden,
die der kollektiven Kreativität entspringen.
Gruppenleitung, Teambildung und kreative
Selbstorganisation sind auf ganz natürliche,
praktische Weise Thema des ästhetischen
und beziehungsdynamischen Lernprozesses.
Als Theorieinput fließen Ausschnitte der
»Therorie U« von C.O. Scharmer und Thesen
zur Potentialentfaltung von G. Hüther ein.
Zielgruppe und Vorkenntnisse
Das Seminar richtet sich an Gruppen und an
Menschen, die Erfahrung in Gruppen haben
und neue (künstlerische) Formen der Grup­
penleitung und -teilnahme ausprobieren
wollen. Es braucht keine künstlerischen und
handwerklichen Vorkenntnisse.
In einer Künstler-Modellbauwerksatt wer­
den firmenrelevante Themen zu Kunstwer­
ken verarbeitet. Das gemeinsame Ziel ist es,
mit Mitteln der Kunst gezielt neue Wege der
Kommunikation und Analyse von vorhan­
denen Problemen oder Aufgaben zu erar­
beiten. Durch das Erarbeiten von Themen
mit Mitteln der Kunst werden Ideen, Fragen
und Strategien neu überdacht und diskutiert.
Der kommunikative Prozess wird von Ste­
fan Saffer begleitet. Auf Anfrage wird jeder
Workshop den vorhandenen Bedürfnissen
der Firma angepasst.
No– 193 NEUE HORIZONTE / UMORIENTIERUNG – Potenziale in der Lebensmitte entdecken
05. – 09. 10. 2015
5 Tage // Mo – Fr
10.00 – 17.00 Uhr
max 12 Teiln
360,– pP
Inhalte und Ziele
Ab der »Mitte des Lebens« beginnt ein
Lebensabschnitt, der meist mit mehr zeit­
lichen Freiräumen verbunden ist, der aber
auch die Sinnfrage als Herausforderung
stellt. Künstlerische Handlungsformen kön­
nen helfen, diese Sinnfrage von einem täti­
gen Standpunkt her genauer zu beleuchten
und ganz individuell herauszufinden, was
für mich in diesen neuen Umständen Sinn
macht. Es ist ein Tun, bei dem die Hände und
die entstehenden Formen dem Kopf erklä­
ren, was er denkt. Das Seminar verfolgt eine
Klärung unseres Bewusstseins und eine Stär­
kung unserer Intuition. Dazu werden prak­
tische, künstlerische Übungen gemacht, die
• Potentiale sichtbar machen
• Entwicklungsprozesse anstoßen und nach­
vollziehbar machen
• individuell die Frage herausschälen, was für
mich ansteht
• Ansätze ausprobieren, wie ich künstlerische
Handlungsformen in mein Leben integrieren
kann.
Methoden
In dieser Schulung wird in erster Linie ein
spielerischer, skizzenhafter Umgang mit
Material genutzt, durch den innere Prozesse
sichtbar werden und zu klärenden Lösungs­
schritten führen können. Ergänzt werden
diese klärenden Aufbauten mit Zeichenü­
bungen, Achtsamkeitsübungen, »Readings«
und Reflexionen. Die Übungen und Prozes­
serfahrungen werden alleine, in Kleingrup­
pen und in der Gesamtgruppe gemacht.
Zielgruppe und Vorkenntnisse
Das Seminar richtet sich an reife Menschen,
die mit kreativen und künstlerischen Mitteln
ihren aktuellen Themen und Fragen auf die
Spur kommen wollen. Es braucht keine künstlerischen und handwerklichen Kenntnisse.
CHRISTIANE TEN HOEVEL – geboren 1964 , lebt und arbeitet in Berlin / 1985 – 92 Studium der Freien Kunst an der Hochschule der Künste in Ber­
lin / 1997 – 98 Berufserweiternde Zusatzqualifizierung zur Multimedia Fachfrau Screendesign / seit 1992 Ausstellungstätigkeit im In- und Ausland
/ seit 2000 Lehrtätigkeit an verschiedenen Hochschulen und Freien Akademien, z. B. Alanushochschule für Kunst und Gesellschaft in Bonn, Aka­
demie Faber-Castell in Nürnberg, Alice-Salomon Hochschule in Berlin / seit 1993 Auszeichnungen z. B. Auslandsstipendium des Berliner Senates
für Casa Baldi in Rom, Arbeitsstipendien des Berliner Senates und der Städtischen Galerie Wertingen // www.christianetenhoevel.de
STEFAN SAFFER – ist Künstler und wohnt in Berlin und New York / Als Professor unterrichtet er derzeit an der School of Visual Arts New York /
2001 begann er mit unterschiedlich Firmen als Künstler und Berater zusammenzuarbeiten. Er entwarf unterschiedliche Workshops, um Metho­
den der Kunst auf Arbeitsweisen und Managementstrategien von Firmen anzuwenden / Im Geiste der BAUHAUS Bewegung versucht Stefan Saf­
fer, vorhandene Strukturen zu öffnen, um neue Wege und Blickwinkel frei zu legen / er arbeitete unter anderem mit Firmen wie Siemens Head­
quarters, OMV Headquarters, Bayer Pharma AG, SBK Betriebskrankenkasse oder Fujitsu Computers // www.stefansaffer.com
219
No– 194
16. – 19. 11. 2015
6 Tage // Mo – SA
10.00 – 17.00 Uhr
max 12 Teiln
360,– pP
Pilotprojekt
Kunst+Arbeit
220
No– 195
24. – 27. 08. 2015
4 Tage // Mo – Do
10.00 – 17.00 Uhr
max 12 Teiln
150,– pP
REBECCA RAUE
MARCUS SENDLINGER
ICH MACHE MIR DIE WELT, WIE SIE MIR GEFÄLLT – Kinderkurs 4 - 7 Jahre
Wer sind wir? Wilde Tiere? Schleichende
Indianer? Mäuse im Wald? Oder können
wir nicht auch vieles gleichzeitig sein? Aber
Häuser brauchen wir oder Höhlen, Verstecke,
eine Feuerstelle vielleicht und Werkzeug.
Mithilfe von Farben und Worten werden wir
selbst Teil eines großen dreidimensionalen
Bildes, eines Bildes, das von uns erzählt, von
unseren Träumen, Phantasien, Wünschen.
Wir werden Geschichten schichten, Farben
platzieren, Worte rufen: etwas Unbekannten,
Verrücktes, Beglückendes mag dabei zum
Vorschein kommen. Auf dem Weg dahin
werden wir Körperübungen machen, Bewe­
gungsspiele spielen. Wie fühlt es sich an,
ein Baum zu sein? Und wie kann ich dieses
Gefühl dann ausdrücken? Welche Farbe
brauche ich dazu? Möchte ich mit einem
zarten Stift Linien zeichnen oder lieber einen
Besen in Farbe tunken? Gehört das Baumge­
fühl mit der Straße zusammen? Wo setze ich
Verbindungslinien? Es entsteht ein Geflecht
aus Erfahrungen und Erinnerungen, in dem
wir vielleicht nachher sogar eine Geschichte
erzählen können, die sich irgendwie anders
anfühlt, weil wir zu einer kleinen Dorfge­
meinschaft geworden sind oder uns wie
Indianer fühlen oder wie Wesen von einem
anderen Stern. Wild und leise. Vorwissen ist
selbstverständlich nicht erforderlich.
REBECCA RAUE – geboren 1976 hat bei Georg Baselitz und Rebecca Horn an der Udk Berlin Freie Kunst studiert und immer schon parallel mit
Kindern Projekte realisiert / So hat sie 2010 bei »Roads of Arabia« im Berliner Pergamonmuseum eine Landschaft gestaltet, in der Kinder durch
die Wüste reisen, arabische Geschichten hören und hohe Türme und große Moscheen aus Pappe bauen konnten. Sie war Ideengeberin und Mit­
organisatorin für die erfolgreiche »imaginäre Reisen- zeitgenössische Kunst ... und ganz besonders für Kinder« Ausstellung 2012 im Berliner Ame­
rikahaus / 2013/14 hat sie in Zusammenarbeit mit dem FEZ Berlin das Projekt »Kick Off Cranach« konzipiert, dass es in die Endauswahl bei »Kinder
zum Olymp« geschafft hat. Auch organisiert sie 2014 zum zweiten Mal die Kinderführungen auf der ABC Berlin. Um all diese Aktivitäten ein Dach
zu geben hat sie 2014 zusammen mit der Kunsthistorikerin Petra Larass Ephra gegründet // www.ephra.de
FLOWER POWER – Kinderkurs 7 - 12 Jahre
Bevor Menschen die Schrift erfunden
haben, haben sie Bilder gemalt, um Ande­
ren zu erzählen, was für Tiere oder Pflan­
zen sie gesehen haben oder was sie erlebt
haben. Schaust Du Dir Deine Umgebung an?
Schaust Du Dir die Leute auf der Strasse an,
die Bäume, die Blumen, oder die in Bildern?
Künstler schauen sich ihre Umgebung an,
das Land, die See, den Himmel, die Men­
schen und malen oder »machen« Bilder von
dem, was sie sehen oder wie sie es sehen.
Auch machen sie Bilder, die sie sich ausge­
dacht haben und nehmen andere »natür­
liche« Dinge aus ihrer Umgebung zur Hilfe,
indem sie Dinge, die ihnen aufgefallen sind
und die ihnen etwas bedeuten, sammeln und
zum Beispiel in ein Bild einkleben. Wenn ver­
schiedene Materialien auf der Leinwand
zusammenkommen, nennt man das je nach­
dem »Collage« (aus dem französischen von
coller = kleben), »Collage Painting« wenn es
eine Leinwand ist, oder einfach »Mischtech­
nik«, wenn sehr viele unterschiedliche Mate­
rialien darin vorkommen. Man kann vieles
in einem Bild machen, da es eine eigene
Welt ist. Der, der es macht, kann das bestim­
men, es ist seine Welt. Allerdings ist es gut,
bestimmte Vorkenntnisse im Bildermachen
zu bekommen, denn auch die Natur folgt
einigen Regeln.
Unter meiner Anleitung werden Euch auch
grundlegende Bildregeln gezeigt, dazu
gehören das Vorbereiten des Bildunter­
grundes, der Leinwand oder des Kartons, die
Vorzeichnung, die »Komposition«, die Form-,
Farb- und Materialregeln. Im Kurs werden
wir uns mit dem Blumenstilleben beschäfti­
gen, was eine grosse Möglichkeit bietet, For­
men zu erfinden, aber auch gefundene For­
men miteinzuarbeiten. Zusätzlich werden
draussen Dinge wie Pflanzen oder anderes
gesammelt, was man einerseits als Motiv
zum Abzeichnen und andererseits direkt
zum einkleben verwenden kann. Als Bildträ­
ger-Material nehmen wir Malpappen, Karton,
Papier, Leinwände und als Farben wasser­
lössliche Acrylfarbe (Plextol, Primal) entwe­
der fertig gemischt oder zum anmischen mit
Farb-Pigmenten, dazu kommen verschie­
dene andere Materialien, die wir vor Ort
entdecken.
Ziel ist eine freie und eigene Formfindung
bzw. Bildschaffung und die Vermittlung wich­
tiger Grundelemente. Dinge, die auch ent­
scheidend sind für einen späteren Weg in
Richtung eines künstlerischen Gymnasiums
oder der Kunsthochschule.
MARCUS SENDLINGER – 1992 – 97 Studium der freien Kunst (Malerei, Zeichnung, Druckgra­
phik) an der HfG, Hessen, Offenbach / Lehrtätigkeiten: 2012 mehrtägiger Workshop mit Gast­
vortrag in der Malereiklasse der HfG, Hochschule für Gestaltung, Offenbach, M., Kunsthoch­
schule des Landes Hessen / 2010 – 09 Künstlerischer Mitarbeiter, Bildende Kunst, Institut f.
Architektur, TU Technische Universität Berlin / Eigenes Kursangebot / 2009 Lehraufträge f. Bil­
dende Kunst, Institut f. Architektur, TU Berlin / Ausstellungen in Berlin, Baden-Baden, Frankfurt
a. M., Hamburg, Paris, Torrance / USA, London // www.marcussendlinger.de
221
No– 196
03. – 07. 08. 2015
6 Tage // Mo – SA
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
190,– pP
222
NSCHOTSCHI HASLINGER
223
No– 197 COLLAGE – IDOLS UND SELFIES – Kurs für Kinder und Jugendliche 13 - 18 Jahre
06. – 11. 04. 2015
6 Tage // Mo – Sa
10.00 – 17.00 Uhr
Sa bis 13.00 Uhr
max 12 Teiln
190,– pP
Zeichnen wird mit dem Arrangieren von Bild­
material aus Popkultur und Medien oder
auch eigenen Fotografien in Collagen ver­
bunden. Eine Mischung aus Selbstportrait
und den individuell wichtigen Einflüssen und
Vorbildern kann entstehen, seien es Compu­
terspielfiguren oder Künstler. Mitgebracht
werden können Zeitschriften, Fotos, Bastel­
papier, Zeichenmaterialien, Buntstifte, SWKopien vom eigenen Gesicht und anderem,
Farben, Kleber etc.
NSCHOTSCHI HASLINGER – geboren 1982
in Eitorf / Gaststudium an der Academy
of Fine Arts Tianjin, China / Kunststudium
bei Walter Dahn an der Hochschule für bil­
dende Künste Braunschweig / Einzel- und
Gruppenausstellungen im In- und Ausland,
u. a . im Mönchehausmuseum für moderne
Kunst, Goslar, Kunstverein Hannover, Von
der Heydt Museum, Wuppertal, Marta Her­
ford // www.nschotschi.de
224
225
KÜNSTLER IN DER ALTEN SALINE – DOZENTEN 1996 - 2015
Akl, Rania
Albrecht, Elke
Allgaier, Richard W.
Almbauer, Gerhard
Alhäuser, Sonja
Alt, Otmar
Altrichter, Volker
Ammerell, Petra
Angerer d. J., Walter
Anzinger, Siegfried
Aspöck, Erik
Awe, Christian
Bach, Elvira
Bachhofer, Jörg
Backhaus, Arno
Bammes, Petra
Bär, Alex
Baumgartner, Anke
Bause, Michael
Baxrainer, Wolfgang
Becker, Fides
Berger, Prof. Gerhard
Berges, Werner
Biehler, Christine
von Bieren, Wolfgang
Biersack, Jos K.
Bierstedt, Ina
Binder, Beate
Bitterwolf, Beate
Blumenthal, Heiner
Bohatsch, Erwin
Bossom, Michael
Böhmer, Ursula
Böwing, Liz
Braas, Sonja
Bradler, Alfred
Brandl, Herbert
Brandner, Georg
Braun, Siegfried
Braun, Reinholdt
Brech, Christoph
Brembs, Prof. Dieter
Brinkmann, Katja
Brunner, Johann
Buchholz, Quint
Bukowski, Prof. Jo
Bulgini, Antonello
Carl, Bettina
Casagrande, Peter
Castelli, Luciano
Cauer, Birgit
Cengiz, Ergül
Chafes, Rui
Chossy, Regine von
Cioppi-Puhr, Diana
Ciss, Mansour
Dale, Roger
Danner, Michael
Darda, Alfred
Davar, Katja
Determeyer, Almut
Diaz, Lorenza
Dickgießer, Friedrich
Doberauer, Anke
Donnaloia, Giuseppe
Eckardt, Felix
Eckler, Christian
Eigen, Frauke
Erhart, Veronika
Fassel, Gerda
Fenkl, Georg
Fink, Tone
Finkeldei, Bernd
Fischbacher, Gertrud
Fletcher, Simon J.
Florschuetz, Prof. Christian
Floss, Ingrid
Frahm, Sven-Ole
Freybourg, Dr. Anne Marie
Fritsch, Stephan
Fritz, Urs
Frydmann, Anna
Fu, Wang
Geier, Helmut
Geisler, Stephan
Gelbert, Ralph
Gille, Prof. Sighard
Gipp, Christian
Gleich, Johanna
Gleich, Prof. Gerhard
Gömmel, Romana
Gradischnig, Ernst
Grau, Annalena
Graubner, Prof. Gotthard
Gredler, Rupert
Grossmann, Helene
Gruber, Manuel
Gruber, Tobias
Gurtner, Birgit
Haaren, Bettina von
Haas, Bärbel
Habsburg, Prof. Gabriela von
Hagl, Prof. Rainer
Hananuntasuk, Somyot
Hansl, Alfred
Haptic (G. Jost & G. S. Sedlak)
Hartling, Cynthia
Haslinger, Nschotschi
Hass, Jutta
Haiming, Prof. Nikolaus
Heckelmann, Ernst
Heide, Stefan
Heidenblut, Sylvia
Heil, Heinrich
Heindl, Heribert
Hellinger, Thomas
Hien, Alto
Hipp, Prof. Nikolaus
Hirano, Mutsuo
Hitzler, Franz
Hofmann, Ekkehardt
Hofmann, Michael
Hioß, Uli
Hoevel, Christiane ten
Hoke, Prof. Giselbert
Hopfe, Prof. Elke
Hornemann, Thomas
Hupperich, Endy
Hurzlmeier, Rudi
Imhof, Karl
Immekus, Katharina
Irmer, Karen
Jankowski, Prof. Adam
Jansen, Julia
Jeanmaire, Alexander
Jochims, Prof. Raimer
Johannsen, Kirsten
Junker, Nica
Jurczek, Heinz-Hermann
Jureit, Ingrid
Kaden, Monika
Kalmbach, Prof. Michael
Kammerer, Daniela
Kaiser, Rainer
Kastner, Erwin
Kellner, Nicoletta
Kerkermeier, Isabel
KÜNSTLER IN DER ALTEN SALINE – DOZENTEN 1996 - 2015
Khol, Julian
Kinseher, Kathrin
Kitzmüller, Anton
Kleber, Georg
Klemm, Harald
Klein, Rolf
Klimmer, bernd
Kloos, Luis
Knöfel, Harald
Knych, Alexander
Kochs, Christofer
Kochseder, Franz
Koller, Oskar
Korsig, Bodo
Kowski, Uwe
Köhl, Oliver
Kössl, Monika
Köstler, Max
Kremer, David A.
Kresse, Leander
Krist, Hetty
Kroth, Mathias
Krüger, Kirsten
Laitzsch, Juliane
Landau, Verena
Lange, Thomas
Langenbach, Ulrich
Langner, Bodo
Lederer, Walter
Lehrmann, Annette
Leiberg, Helge
Leibl, Lioba
Link, Thomas
Linssen, Jupp
Loth, Sophia
Louven, Anneliese
Loy, Rosa
Lüpertz, Prof. Markus
Lutz, Martin
Macketanz, Prof. Christian
Mader, Heribert
Maier, Frank
Maier, Werner
Mairinger, Peter
Mairitsch-Korte, Tanja
Mansen, Matthias
Marcotto, Cesare
Mattern, Andreas
Mayer-Galbraith, Ralf
Meck, Günther
Meyer, Matthias
Meyer-Ohlenhof, Ralf
Michaelis, Rebecca
Middendorf, Helmut
Müller, Prof. Peter
Müller, Mario
Näher, Prof. Christa
Nickel, Susanne
Nicolaysen, ron
Nitsch, Prof. Hermann
Nußbächer, Johann
Ona, B.
Ott, Maja
Ottersbach, H.C.
Panzenberger, Kurt
Pascu, Bogdan
Petri, Bernd
Petz, Anton
Pittner, Prof. Heinrich
Plavcak, Katrin
Preussen, Sibylle von
Rath, Sybille
Raue, Rebecca
Re, Eva
Reichert, Willy
Reil, Günther
Reuter, Kim
Ribbe, Henrieke
Rieger, Engelbert
Rinkens, Lilo
Rissler, Prof. Albrecht
Rozorea, Andrea
Ruhland, Gerd
Saffer, Stefan
Salomé-Cihlarz, Wolfgang
Santoni, Siegfried
Sassen, Beatrix
Schelle, Friedrich
Scherer, Stefan
Scheutle, Rudolf
Schick, Gerhard
Schiffer, Herb
Schink, H. C.
Schlader, Arnold
Schlagintweit, Dr. Hans
Schlemme, Friedrich Daniel
Schluderbacher, Manfred
Schmalix, Hubert
Schmegner, Eduard
Schmid, Julia
Schmid, Konrad
Schneider, Uta
Schoene, Lynn
Schubert, Jens
Schultz, Michael
Schütze, Erhard
Schwarzwald, Christian
Seebacher-Schiestl, Barbara
Sendlinger, Marcus
Seidemann, Martin
Sellmann, Bettina
Siegel, Michael
Simonnyi, Emö
Skowron, Stefan
Smigla-Bobinski, Karina
Sommerauer, Maria
Speckmann, Sebastian
Stäglich, Nicola
Stangl, Reinhard
Stanley, Ransome
Streile, Gabi
Strobl, Walter
Struwe, Max
Stuke, Karen
Summa, Angelika
Temme, Wolfgang
Teupe, Susanne
Tölke, Armin
Tomschiczek, Peter
Treder, Klaus-Martin
Trenkler, Leif
Trojnarski, Angelika
Vassilian, Sylvia
Verhoeven, Monika
Vogel, Bernhard
Vogl, Richard
VOKA
Waldmann, Emil
Wehmeier, Stefan
Wenger, Georges
Wengrzik, Markus
Westermann, Marc
Westphal, Carsten
Wex, Monika
Wiesinger, Wolfgang
Wirsieg, Gudrun
Witschnigg, Charly
Winz, Katinka
Wondrusch, Ernst Ferdinand
Wörle, Franz Ferdinand
Zaumseil, Peter
Zecca, Antonio
Zech, Sati
Zelmer, Wolfgang
Zeniuk, Prof. Jerry
Zhou Brothers
Zielasco, Robert
Zielinski, Rafael
Zimmer, Bernd
Zoitl, Moira
Zylla, Eckhard
CREDITS
Katja Davar
Porträtfoto: Albrecht Fuchs
Getrud Fischbacher
Porträtfoto: Mike Vogl
Annalena Grau
Bild rechts: Foto O v Poschinger
Bild links: Foto J. Koppelmeyer
Bild links (Vitrine): Foto J. Wilken
Porträtfoto: C. Grau
Adam Jankowski
Porträtfoto: Magda Mogila
Heribert C. Ottersbach
Porträtfoto: Carl Victor Dahmen
Katrin Plavcak
Abbildungen: courtesy die Künstlerin
und Galerie Mezzanin, Wien
Rebecca Raue
Porträtfoto: Katrin Greiling
IMPRESSUM
Herausgeber: Kunstakademie Bad Reichenhall
Druck, Verarbeitung: www.ortmannteam.de
Irrtümer und Druckfehler sind ausdrücklich vorbehalten,
begründen keinerlei Ansprüche und führen nicht zu Preisnachlässen.
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Gasthaus Gruttenstein „Pfaffei“
Im Herzen der historischen Altstadt findet man alles was ein Gast sucht. Neben hervorragender gut bürgerlicher und modern anmutender Küche finden Sie einen freundlichen
Gastwirt vor, der Ihnen jeden Wunsch von den Augen abliest. Bei schönem Wetter
kann man den gemütlichen Biergarten genießen und einfach die Seele baumeln lassen.
Gasthaus Gruttenstein
„Pfaffei“
Max Köstler fotografie
Max Köstler Kaiserplatz 1 83435 Bad Reichenhall 08651/714673 info@koestler-fotografie.de
www.koestler-fotografie.de
Markus Ziegler
Gruttensteingasse 9
08651 4665
Montag - Sonntag
10.00 - 14.00 Uhr & 17.00 - 23.00 Uhr
Dienstag Ruhetag
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