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Bedingungen 2015 - SON scheepsverzekeringen

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Beroeps- en pleziervaartverzekeringen
Marine insurance
Schiffsversicherung
Bedingungen
Yacht-Kasko- und Haftpflichtversicherung
P010115
Inhaltsverzeichnis:
ALLGEMEIN
§ 1
Begriffsbestimmungen
§ 2
Antrag, Dauer und Ende der Versicherung
§ 3
Änderung der Prämie und/oder der Bedingungen
§ 4
Prämie
§ 5
Allgemeine Bestimmungen
DE CKU N G SU M FAN G
§ 6
Versicherungsgebiet
§ 7
Versicherte Gefahren
§ 8
Zusätzliche Deckungen
§ 9
Haftpflicht
§ 10 Ausschlüsse
SCHADE N
§ 11 Obliegenheiten des Versicherten
§ 12 Schadenregulierung
§ 13 Schadenersatz
HIL FE L E ISTU N G SV E R SICHE RU N G
§ 14 Begriffsbestimmungen
§ 15 Deckung
§ 16 Ausschlüsse
§ 17 Schadenregulierung
A L LGE M E I N
Falls Unterschiede zwischen den Versicherungsbedingungen in der
holländischen Sprache und den Bedingungen in deutscher Sprache
bestehen, sind allein die Bedingungen in der holländischen Sprache
maßgeblich.
§1 Begriffsbestimmungen
Diese Bedingungen verstehen sich wie folgt:
1.1 Versicherungsvertrag
Dieser Vertrag erfüllt die Anforderungen von Unsicherheit im Sinne von
§ 7:925 (7.17.1.1) des niederländischen bürgerlichen Gesetz­buches (Burgerlijk
Wetboek), falls die von dem Versicherten oder Dritten erlittenen Schäden, welche
gegenüber dem Versicherer bzw. Versicherten beansprucht werden können,
aufgrund eines Ereig­nisses eingetreten sind, dessen Eintritt zum Zeitpunkt des
Vertrag­abschlusses für Parteien unsicher war und den Parteien zu diesem Zeitpunkt
nicht bekannt war, dass daraus für den Versicherten bzw. Dritten Schaden entsteht
oder nach normalen Lauf der Umstände entstehen würde.
1.2 Gesellschaft
SON scheepsverzekeringen [SON Schiffsversicherungen], ansässig in Groningen
(Schweitzerlaan 4, 9728 NP), Betriebsteil von TVM verzekeringen N.V.
1.3 Versicherungsnehmer
Jede natürliche oder juristische Person, die den Versicherungs­vertrag
abgeschlossen hat.
1.4 Versicherter
Der Versicherungsnehmer und/oder derjenige der mit Zustimmung des
Versicherungsnehmers das Fahrzeug benutzt.
1.5 Fahrzeug
Das in der Police genannte Wassersportfahrzeug einschließlich der
Maschinenanlage, Standard-Schiffsausrüstung sowie, falls mitversichert:
Haushaltsinventar, nautische Geräte, Beiboot (eventuell mit Außenbordmotor) und
Bootstrailer.
1.6 Haushaltsinventar (persönliche Effekten)
Alle sich an Bord des Fahrzeugs befindlichen, zum Hausgebrauch verwendbaren
beweglichen Sachen des Versicherten. Nicht davon erfasst sind: Geld, Wertpapiere,
Schmuck und sonstige Kostbar­keiten, Brillen, Uhren, Foto- und Videokameras und
dergleichen, tragbare Telekommunikationsgeräte, Computergeräte, Kraftfahr­zeuge,
Fahrräder (mit Hilfsmotor), Fahrzeuge und/oder Teile davon.
1.7 Schiffsausrüstung
Alle sich an Bord des Fahrzeugs befindlichen Sachen die aufgrund ihrer
Bestimmung bleibend zu Diensten des Fahrzeugs benutzt werden. Nicht davon
erfasst sind: Haushaltsinventar, nautische Geräte und Beiboote.
1.8 Nautische Geräte
Alle an Bord des Fahrzeugs fest eingebauten elektronischen und mechanischen
Geräte, entworfen, hergestellt und dienend als Navigationshilfsmittel, fest
eingebaute Kommunikationsgeräte, sowie ausreichend gesicherte Laptops und
Notebooks, die zu Navigationszwecken benutzt werden.
1.9 Maschinenanlage
Die zum Antrieb des Fahrzeugs dienende(n) Anlage(n) und Zubehör, worunter
inbegriffen sind:
- der Schiffsmotor mit Wendegetriebe und die Kühlung sofern auf oder an dem
Motor befestigt;
- der Antrieb, mit Schraubenwelle, Schraubenwellenkupplung und Schraube;
- die Bug- und Heckschraubeanlage, mit Motor (einschließlich auf- oder
angebauter elektrischer Komponenten), Schraube und Bedienung (einschließlich
Verkabelung);
- der Außenbordmotor;
- die Instrumententafel mit Verkabelung, sofern dies unmittelbar der
Antriebsanlage dient.
1.10 Original-Schiffsmotor
Ein Außenbordmotor oder ein neuer, als Schiffsmotor gelieferter und von der
Fabrik oder von dem Boots-/Motorlieferanten eingebauter Motor. Hierunter fällt
sowohl der Schiffsmotor der ausschließlich als Schiffs­motor entworfen wurde, als
auch der Motor mit einem soge­nannten “Universalblock“, der von dem Hersteller
als Schiffs­motor aufgebaut wurde. Ein Motor, der früher als Kraftfahrzeug- oder
Industriemotor verwendet und danach zum Schiffsmotor umgebaut wurde, wird
nicht als solcher betrachtet.
1.11 Beiboot
Das in der Police genannte Beiboot, mit einem eventuellen Außenbordmotor, das
zu Diensten des Fahrzeugs mitgeführt wird und wovon die Höchstgeschwindigkeit
nicht mehr als 30 Stundenkilometer beträgt.
1.12 Versicherungssumme
Sämtliche in der Police genannten versicherten Werte, sowie die in dem
Antragsformular oder seitdem angegebenen Werte. Die Versicherungssumme
wird im gegenseitigen Einverständnis zwischen dem Versicherungsnehmer und
der Gesellschaft festgestellt. Der Versicherungsnehmer ist für die Richtigkeit der
Versicherungssumme verantwortlich, sowohl bei Beginn der Versicherung als auch
während ihrer Laufzeit. Die Versicherungssumme beweist nicht den Zeitwert des
Fahrzeugs.
1.13 Neuwert
Der Betrag, der erforderlich ist für den Erwerb von neuen, nach Art und Qualität
gleichwertigen Sachen.
1.14 Zeitwert
Der Neuwert abzüglich eines Betrages für Wertverminderung durch Alterung und
Abnutzung.
1.15 Materialfehler
Eine ungünstige oder minderwertige Eigenschaft in oder von der versicherten
Sache oder einem Teil davon, die Sachen von gleichwertiger Art und Qualität
nicht haben sollen. Konstruktions- und Fabrikationsfehler werden Materialfehlern
gleichgestellt.
§ 2 Antrag, Dauer und Ende der Versicherung
Jeder, der ein Fahrzeug bei der Gesellschaft versichern möchte, soll einen
unterzeichneten Versicherungsantrag bei der Gesellschaft einreichen. Das
Antragsformular wird von der Gesellschaft festgesetzt. Die Gesellschaft ist
berechtigt, ohne Angabe von Gründen einen Antrag abzulehnen. Die Versicherung
kann zu jedem gewünschten Zeitpunkt beginnen und läuft ab Anfangszeitpunkt
bis 12 Monate danach und wird, sofern nicht gekündigt wird oder zwischenzeitliche
Beendigung erfolgt, automatisch jeweils um 12 Monate verlängert. Endet die
Versicherung an einem bestimmten Tag, so endet die Deckung um 24.00 Uhr dieses
Tages.
2.1 Kündigung durch den Versicherungsnehmer
Die Versicherung kann durch schriftliche Kündigung des Versicherungsnehmers mit
einer Frist von mindestens 30 Tagen zum Ablauf des Versicherungsjahres gekündigt
werden. Ferner endet die Versicherung, wenn der Versicherungsnehmer innerhalb
von zwei Monaten die Versicherung kündigt, nachdem die Gesellschaft sich
gegenüber dem Versicherungsnehmer berufen hat auf:
- Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht bei Abschluss der Versicherung;
- Verletzung der aus dem Versicherungsvertrag hervorgehenden Obliegenheiten;
- Verletzung von Versicherungsbedingungen seitens des Ver­siche­rungs­nehmers,
wodurch eine Fortsetzung der Versicherung berechtigterweise nicht verlangt
werden kann, dies nach Ermessen der Gesellschaft;
- eine Gefahrenerhöhung.
In diesen Fällen wird die Kündigung mit dem in dem Kündigungs­schreiben
erwähnten Kündigungsdatum wirksam. Falls eine Kündigungsdatum fehlt, so wird
die Kündigung mit dem Ausstellungs­datum des Schreibens wirksam.
2.2 Kündigung durch die Gesellschaft
Die Versicherung kann durch schriftliche Kündigung der Gesellschaft mit einer Frist
von mindestens zwei Monaten zum Ablauf eines Versicherungsjahres gekündigt
werden. Ferner endet die Versicherung, wenn die Gesellschaft die Versicherung
kündigt, und zwar:
- innerhalb von zwei Monaten nach der Entdeckung, dass der
Versicherungsnehmer die vorvertragliche Anzeigepflicht nicht eingehalten
hat und der Versicherungsnehmer dabei in der Absicht gehandelt hat,
die Gesellschaft zu betrügen, oder die Gesellschaft die Versicherung nicht
abgeschlossen hätte bei Kenntnis der wahren Sachlage, sowie nach der
Entdeckung, dass der Versicherte während der Laufzeit der Versicherung in der
Absicht gehandelt hat, die Gesellschaft zu betrügen. Die Kündigung wird mit
dem in dem Kündigungsschreiben erwähnten Kündigungs­datum wirksam;
- mit einer Frist von zwei Monaten wenn der Versicherungsnehmer entgegen die
Versicherungsbedingungen handelt, wodurch eine Fortsetzung der Versicherung
berechtigterweise nicht verlangt werden kann, dies nach Ermessen der
Gesellschaft;
- mit einer Frist von zwei Monaten nachdem der Gesellschaft eine derartige
Änderung des Risikos bekannt geworden ist, sodass sie die Versicherung nicht
fortsetzen möchte;
I M M E R GUT V E RSICHE R T
- wenn der Versicherungsnehmer die Prämienzahlungspflicht nicht erfüllt,
nachdem die Gesellschaft den Versicherungsnehmer vergeblich zur
Zahlung der Prämie aufgefordert hat. Die Kündigung wird mit dem in dem
Kündigungsschreiben erwähnten Kündi­gungs­datum wirksam.
2.3 Automatische Beendigung
Die Versicherung endet automatisch im Falle von:
- Veräußerung des versicherten Fahrzeugs oder anderer ­Rechtsübergang;
- einem (technischen) Totalverlust des versicherten Fahrzeugs;
- Beschlagnahme und/oder Konfiskation durch eine Behörde.
In diesen Fällen ist der Versicherungsnehmer oder dessen/deren Erben
verpflichtet, die Gesellschaft hiervon baldmöglichst in Kenntnis zu setzen.
§3 Ä
nderung der Prämie
und/oder der Bedingungen
Die Gesellschaft hat das Recht die Prämie und/oder die Versicherungsbedingungen mit Wirkung eines von ihm festzustellenden Datums zu ändern.
Die Gesellschaft wird den Versicherungsnehmer von den Änderungen und
dem Änderungsdatum in Kenntnis setzen. Die Änderungen treten in Kraft
mit dem erwähnten Änderungsdatum, es sei denn, dass der Versicherungs­
nehmer innerhalb eines Monats nach Zusendung der Bekannt­machung der
Änderung schriftlich gegenüber der Gesellschaft widerspricht. In diesem
Fall gilt die Versicherung ab dem Änderungs­datum als gekündigt. Dem
Versicherungsnehmer steht kein Recht zur Kün­di­gung zu, wenn die Änderung auf
gesetzlichen Bestimmungen beruht oder aus der Herabsetzung der Prämie und/
oder der Verbes­serung der Versicherungsbedingungen besteht.
§ 4 Prämie
4.1 Prämienzahlung
Der Versicherungsnehmer ist verpflichtet die Prämie, die Kosten und insoweit
schuldig, die Versicherungssteuer (hiernach gemein­schaft­lich zu erwähnen
als ‘Prämie’) spätestens zu ­begleichen innerhalb von 30 Tagen nach Datierung
der Prämien­rechnung. Wird die Prämie nicht rechtzeitig bezahlt, dann folgt
eine schriftliche Mahnung. Wenn die Prämie nicht innerhalb von 14 Tagen
nach Datierung der Mah­nung bezahlt worden ist, wird kein Versicherungs­
schutz geleis­tet für Schadenereignisse die danach stattgefunden haben. Der
Versicherungsnehmer bleibt verpflich­tet die vollständige Prämie zu bezahlen. Die
Deckung tritt wieder in Kraft für Schaden­ereignisse, die nach dem Tag stattfinden,
an dem die Gesellschaft die aus­stehende Prämie empfangen hat. Im Falle von
Ratenzahlung fängt die Deckung wieder an, nachdem die Gesellschaft alle un­be­
zahlten Prämien und fälligen Raten empfangen hat. Bei Total­­verlust des Fahrzeugs
ist die Prämie bis zum Ende des Versicherungsjahres zu entrichten.
4.2 Prämienrückzahlung
Bei zwischenzeitlicher Beendigung außer im Fall der Kündigung bei
Betrugsabsicht gegenüber der Gesellschaft, hat der Versicherungs­nehmer ein
Recht auf Rückzahlung der Prämie für die Periode, ab der die Versicherung keine
Wirkung mehr hat. Bei zwischen­zeitlicher Beendigung wegen Veräußerung
oder anderem Rechtsübergang, findet anteilsmäßige Prämienrückerstattung
statt unter Einbehaltung von € 12,50 für Verwaltungskosten, nachdem die
Veräußerung oder der Rechtsübergang der Gesellschaft belegt worden ist.
4.3 Schadenfreiheitsrabatt
Sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart worden ist, gewährt die
Gesellschaft für jedes schadenfreie Versicherungsjahr einen Prämienrabatt
in dem darauf folgenden Jahr. Abhängig von der Zahl der Ersatzansprüche,
die in einem Versicherungsjahr zu Lasten der Gesellschaft gehen, wird der
Schadenfreiheitsrabatt erhöht oder verringert gemäß nachstehender Tabelle.
Wenn ein angemeldeter Anspruch von der Gesellschaft gegen einen Dritten
geltend gemacht wird, hat dies keinen Einfluss auf den Schadenfreiheitsrabatt.
Der bei einem anderen Versicherer aufgebaute Schadenfreiheits­rabatt kann
höchstens bis zu 30% (7 Jahre) übernommen werden. Die Rabatt­rege­lung gilt
nicht für Stillliegeversicherungen und Bauversicherungen.
Schadenfreie Rabatt auf
Rabatt
Rabatt
Rabatt
Jahren
der Prämie
1 Schaden
2 Schäden 3 Schäden
0 0% 0% 0%0%
1 5% 0% 0%0%
2 10% 0% 0%0%
3 15% 5% 0%0%
4 20%10%0% 0%
5 25%15%0% 0%
6 30%20%0% 0%
7 oder mehr
30%
30% (6 Jr.)
20%
0%
4.4 Schadenfreiheitsschutz
Bei 7 oder mehr schadenfreien Jahren, wird nach einem von der Gesellschaft
ausgezahlten Ersatzanspruch in irgendeinem Versicherungsjahr der Rabatt nicht
verringert.
§ 5 Allgemeine Bestimmungen
5.1 Anschrift
Bekanntmachungen der Gesellschaft an den Versicherungsnehmer erfolgen
rechtsgültig, wenn diese an die letzte bei der Gesellschaft bekannte Anschrift
geschickt werden.
5.2 Beschwerden/Streitigkeiten, Gerichtsstand, Rechtswahl
In Fällen, die in diesen Versicherungsbedingungen nicht vorgesehen sind,
entscheidet die Gesellschaft. Beschwerden anlässlich des Versicherungsvertrages
können dem internen Beschwerdebüro der Gesellschaft oder dem
‘Stichting Klachteninstituut Financiële Dienstverlening’, Postfach 93257,
NL-2509 AG Den Haag vorgelegt werden. Alle Streitigkeiten, die sich aus dem
Versicherungsvertrag ergeben sollten, werden dem zuständigem Gericht
in Deutschland vorgelegt, es sei denn, dass nach Entstehen der Streitigkeit
zwischen der Gesellschaft und dem/den Versicherte(n) eine andere Regelung
für Streitigkeiten vereinbart worden ist oder vereinbart wird. Auf diesen
Versicherungsvertrag wird niederländisches Recht angewandt.
5.3 Inkassospesen
Alle gerichtlichen oder außergerichtlichen Kosten, die bei der ­­Ein­for­de­rung von
rückständigen Prämien oder Kosten entstehen, gehen zu Lasten des betreffenden
Versicherungsnehmers.
5.4 Register
Der Versicherungsnehmer ist verpflichtet, die Gesellschaft darüber zu informieren,
wenn das versicherte Fahrzeug in ein amtliches Register eingetragen ist oder wird
und wenn eine Änderung in der Registrierung stattfindet.
5.5 Personalien
Bei Abschluss eines Versicherungsvertrages oder eines finanziellen
Dienstleistungsvertrages werden Personalien erfragt. Diese Angaben werden
von der Gesellschaft für die Annahme des Antrages, das Ausführen des
Versicherungsvertrages oder der finanziellen Dienstleistungen, für statistische
Zwecke, Kunden­verwaltung, eigene Marketingtätigkeiten und Fälschungs­
bekämpfung verwandt.
5.6 Beweis der Versicherung/Grundlage
Als Beweis des Versicherungsvertrages stellt die Gesellschaft eine Police aus,
die als Versicherungsschein im Sinne des Gesetzes gelten wird. Sofern nicht
in dem Versicherungsschein oder in einem Appendix dazu etwas anderes
angegeben ist, gehören zu dem ausgestellten Versicherungsschein die
Versicherungsbedingungen, die von der Gesellschaft erstellt worden sind. Als
Grundlage für die Versicherung gelten die von dem Versicherungsnehmer
erteilten Angaben sowohl bei dem Vertragsabschluss als auch während der
Laufzeit der Versicherung, sowie der von der Gesellschaft ausgehändigte
Versicherungsschein.
5.7 Inspektion
Der Gesellschaft ist das Recht vorbehalten, das Fahrzeug während der Laufzeit der
Versicherung zu inspizieren bzw. inspizieren zu lassen. Der Versicherungsnehmer
ist verpflichtet, die Gesellschaft oder einen dazu von ihr angewiesenen Dritten,
die Gelegenheit zu geben eine solche Inspektion auszuführen.
5.8 Inkrafttretung
Diese Versicherungsbedingungen treten am 1. Januar 2015 in Kraft.
D E C KU N G S U M FA N G
§ 6 Versicherungsgebiet
Die Versicherung kann abgeschlossen werden für die nachstehenden
Fahrtgebiete und ist ausschließlich gültig innerhalb des in der Police erwähnten
Fahrtgebietes.
Fahrtgebiet ‘Standard’ betrifft die Binnengewässer von Europa bis
20º Ost, 43º Nord und 10º West mit Ausnahme von Norwegen, Schweden,
Serbien, Montenegro, Bosnien Herzegowina und Spanien. Wenn die
Witterungsverhältnisse dies gestatten (d. h., die erwartete Windstärke übersteigt
nicht 5 Beaufort) und das Fahrzeug den allgemein gängigen Anforderungen
entsprechend ausgerüstet ist, ist die Fahrt und der Aufenthalt in den belgischen,
niederländischen und deutschen Küsten­gewässern der Nordsee bis zu 10
Seemeilen vor der Küste von sowohl dem Festland als auch den Inseln,
ausgenommen Helgoland ebenfalls mitversichert.
Fahrtgebiet ‘Erweitert’ wird begrenzt auf 60º Nord, 20º Ost, 43º Nord und 10º West.
Ausgeschlossen von der Deckung sind Serbien, Montenegro und Bosnien Herzegowina.
Fahrtgebiet ‘Total’ wird begrenzt auf 60º Nord, 30º Ost, 35º Nord und10º West.
Ausgeschlossen von der Deckung sind Serbien,Montenegro, Bosnien Herzegowina,
Albanien, Marokko, Algerien und Tunesien.
Wie Fahrtgebiet ‘Standard’ (ohne 5 Beaufort Windstärkenbegrenzung) plus 15
Seemeilen von der Küste von sowohl dem Festland als auch den Inseln, bis 60º
Nord, 20º Ost, 35º Nord und 10º West. Die Fahrt nach Helgoland und zurück ist
gestattet. Ausgeschlossen von der Deckung sind Serbien, Montenegro, Bosnien
Herzegowina und Albanien. Mitversichert ist die Überfahrt nach England in dem
Gebiet zwischen Le Havre/ Southampton und Rotterdam/Felixstowe.
Die Versicherung gilt weiter, sowohl auf dem Wasser als auf dem Land, sofern
innerhalb des in der Police erwähnten Fahrtgebietes:
a.während des Transportes des versicherten Fahrzeugs;
b.während des Aufenthaltes in dem Winterlager;
c.wenn das Fahrzeug geschleppt wird (nur im Notfall) oder wenn das Fahrzeug
schleppt;
d.während der Teilnahme an Segelregatten, Eröffnungsfahrten oder dergleichen
Fahrten;
e.während Slippen und Stapellauf;
f. während Reparaturen, auf dem Wasser und an Land.
Bei regelmäßiger Teilnahme an Segelregatten ist ein Prämienzuschlag und/oder
eine zusätzliche Selbstbeteiligung zu entrichten.
I M M E R GUT V E RSICHE R T
§ 7 Versicherte Gefahren
9.3 Kaution
Wenn aufgrund eines gedeckten Schadenereignisses von zuständigen
Lokalbehörden eine Kautionssumme verlangt wird zur Gewährleistung von
(einem) geschädigten Dritte(n), wird die Gesellschaft die Kautions­summe bis
maximal € 25.000,- pro Ereignis gewähren. Der Versicherte ist verpflichtet, die
Gesellschaft zu ermächtigen, über die Kautionssumme zu verfügen, sobald diese
freigegeben wird und jede Mitwirkung zu gewähren.
Während der Laufzeit der Versicherung sind gedeckt Schäden an oder
Verlust des (im Folgenden ‘Schäden’) versicherten Fahrzeugs durch Brand,
Explosion, Blitzschlag, Sturm, Einbruch, Diebstahl, Vandalismus, unrechtmäßige
Vergnügungsfahrten, Unterschlagung, Kollision, Grundberührung, Strandung
und alle anderen plötzlich durch äußere Einwirkung eintretenden Schadensfälle.
Unterschlagung von Teilen des Fahrzeugs ist nicht gedeckt. Unter Verzicht auf
§ 7:951 (7.17.2.8) des niederländischen bürgerlichen Gesetzbuches (Burgerlijk
Wetboek) sind Schäden infolge eines Materialfehlers ebenfalls gedeckt.
Schaden an der Maschinenanlage infolge eines Materialfehlers der
Maschinenanlage ist mitversichert, sofern die Maschinenanlage mit einem
Original-Schiffsmotor versehen ist, der während des Schadenereignisses nicht
älter ist als 10 Jahre. Ist das versicherte Fahrzeug nicht mit einem OriginalSchiffsmotor oder einem Original-Schiffsmotor, der älter als 10 Jahre ist,
ausgestattet, sind Schäden infolge eines Materialfehlers nur versichert, falls
der Materialfehler zu einer Kollision, Grundberührung, Strandung, Brand oder
Explosion geführt hat. Schäden an Außenbord­motoren die dadurch entstehen,
dass sie sich lösen oder über Bord fallen, sind nur gedeckt, wenn dies eine Folge
von Grundberührung, Strandung, Kollision, Brand oder Explosion ist. Schäden
an der Schiffsausrüstung, Haushaltsinventar oder an nautischen Geräten infolge
Diebstahls oder eines Versuches dazu, sind nur gedeckt, wenn dem Diebstahl ein
Einbruch in ordnungsgemäß abgeschlossene Räume vorausgegangen ist. Die
Versicherung deckt zunächst das Haushaltsinventar des Versicherten selbst und
danach, soweit nicht anderweitig versichert, das Haushaltsinventar der anderen
Schiffspassagiere.
10.1 das Fahrzeug zu geschäftlichen und/oder Mietzwecken benutzt wird, es
sei denn, es ist in der Police vereinbart worden;
§ 8 Zusätzliche Deckungen
10.5 der Schaden auf Beschlagname, Entziehung oder sonstige Eingriffe von hoher
Hand zurückzuführen ist;
In Zusammenhang mit einem versicherten Schadenereignis wird eben­falls
Schadenersatz geleistet für die nachstehenden Kosten:
8.1 Hilfs- und Bergungslöhne
Notfalls über die Versicherungssumme des Fahrzeugs hinaus, aber maximal bis zu
einer Summe gleich der Versicherungssumme des Fahrzeugs werden Hilfs- und
Bergungslöhne sowie sonstige Maßnahmen zur Vermeidung oder Verringerung
von drohendem Schaden erstattet, vorausgesetzt, dass sie erforderlich und
angemessen waren und mit Genehmigung der Gesellschaft gemacht worden
sind.
8.2 Bewachungs- und Transportkosten
Erstattet werden die Bewachungs- und Transportkosten des Fahrzeugs zu der
nächstgelegenen Reparaturwerkstatt, wenn das Fahrzeug als Folge von einem
versicherten Schadenereignis die Reparaturwerkstatt nicht auf eigene Kraft
erreichen kann.
8.3 Hebungs- und Beseitigungskosten
Notfalls über die Versicherungssumme des Fahrzeugs hinaus, aber maximal bis
zu € 500.000,- werden die Hebungs- und Beseitigungs­kosten erstattet, falls die
Hebung und/oder Beseitigung von den zuständigen Behörden verlangt wird.
§ 9 Haftpflicht
9.1 Gesetzliche Haftpflicht
Während der Laufzeit der Versicherung ist versichert die gesetzliche Haftpflicht
des Versicherten für Schäden, die Personen und/oder Sachen durch das
versicherte Fahrzeug – bzw. falls mitversichert: durch das Beiboot oder den
Bootstrailer – zugefügt werden. Pro Schadenereignis wird, für alle Versicherten
zusammen, maximal die auf der Police erwähnte Versicherungssumme gezahlt.
Nicht versichert ist die Haftpflicht für Schäden:
- des Versicherten, der Person(en), mit dem/denen der Versicherte dauerhaft in
häuslicher Gemeinschaft zusammenlebt und seine/ihre minderjährigen Kinder;
- der an Bord befindlichen Sachen, oder Sachen die ins Fahrzeug geladen oder
daraus entladen werden;
- die durch den mitversicherten Bootstrailer verursacht worden sind, solange der
Bootstrailer an das Kraftfahrzeug angekuppelt ist oder nach Entkupplung noch
nicht außerhalb des Verkehrs zum Stillstand gekommen ist.
9.2 Prozesskosten
Prozesskosten und Rechtsschutzkosten, die sich aus einem gedeckten
Schadenereignis ergeben, werden erstattet wenn das Verfahren mit Zustimmung
der Gesellschaft geführt wird und der Versicherte sich von einem von der
Gesellschaft bestellten Rechtsanwalt vertreten lässt. Geldstrafen werden nicht
erstattet.
§ 10 Ausschlüsse
Diese Versicherung gewährt keine Deckung wenn/im Falle von:
10.2 das Fahrzeug beim Wasserski laufen benutzt wird, es sei denn, es ist in der Police
vereinbart worden;
10.3 mit dem Fahrzeug, außer als im Notfall, geschleppt wird;
10.4 der Schaden und/oder die entstandenen Kosten (im Folgenden ‘Schaden’)
zurückzuführen sind auf Atomkern- oder ähnliche Reaktionen, Erdbeben,
vulkanische Eruption, sowie Molest worunter man versteht: bewaffnete Konflikte,
Bürgerkrieg, Aufstand, innere Unruhen, Aufruhr und Meuterei von Mitgliedern
einer bewaffneten Macht;
10.6 der Schaden durch Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit entstanden ist;
10.7 der Schiffsführer des Fahrzeugs nicht Inhaber des gesetzlich erforderlichen
Bootsführerscheins ist, es sei denn, dass der Schiffs­führer nachweist, dass kein
Kausalzusammenhang zwischen dem Schadenereignis und dem Fehlen des
genannten Bootsführerscheins besteht. Dies gilt sowohl für Schäden an dem
versicherten Fahrzeug als auch für Schäden von Dritten (Haftpflichtschäden);
10.8 der Schaden aus normaler Abnutzung oder ein Schaden als Folge von
normaler Abnutzung entsteht, wenn das nicht rechtzeitige Ersetzen der
abnutzungsunterworfenen Teile dem Versicherten vorzuhalten ist;
10.9 Schaden bestehend aus oder infolge von Qualitätsrückgang wie zum Beispiel:
Alterung, Fäulnis, Härtung, Verwitterung, Korrision, Osmose, Delamination oder
Materialermüdung;
10.10 Mittelbarer oder immaterieller Schaden wie zum Beispiel: Wertminderung,
Farb- und Glanzabweichungen, Nutzungsausfall, Telefon- und Reisekosten,
Unterbringungskosten, Kosten für Liegetage oder Winterlager;
10.11 der Schaden zurückzuführen ist auf die allmähliche Einwirkung von:
- Licht und/oder Feuchtigkeit;
- Boden-, Wasser- oder Luftverunreinigung, es sei denn, dass die allmähliche
Einwirkung eingesetzt wurde von einer plötzlichen heftigen Äußerung der
Verunreinigung und der Versicherte die Folgen davon billigerweise nicht
vermeiden konnte;
10.12 Schaden an Gelcoat, Außenanstrich und sonstigen Konservierungssystemen
des versicherten Fahrzeugs, es sei denn, dass gleichzeitig auch anderer durch
die Versicherung gedeckter Schaden vorliegt, dem dasselbe Schadenereignis
zugrunde liegt;
10.13 der Schaden auf dem Versicherten vorzuhaltende mangelhafte Wartung und/
oder Instandhaltung und/oder Sorge der versicherten Sachen zurückzuführen
ist.
SC HADEN
Erläuterung § 10.13
Dem Versicherten vorzuhaltende mangelhafte Sorge beziehungsweise
mangelhafte Wartung oder Instandhaltung liegt unter anderem (nicht limitativ)
vor bei:
- Entstehen von Schaden nach Genuss von Alkohol und/oder Rauschmitteln;
- nicht oder nicht rechtzeitiger oder nicht effektiver Ausführung von Wartung
und Instandhaltung der versicherten Sachen;
- nicht oder nicht ausreichend erfolgendem Schutz der versicherten Sachen vor
Frost, Sturm oder anderen (Witterungs-)Verhältnissen;
- die Fahrt in Eis, während dem Versicherten das Vorhandensein von Eis in dem
bezüglichen Fahrwasser bekannt war oder hätte sein müssen;
- nicht von Bord Entfernen und Abstellen in einem ordnungsgemäß
verschlossenem Raum von Segeln, Planen, Spritzwasserhauben, Persenningen
und dergleichen außerhalb der Fahrsaison;
- nicht Abstellen von beweglichen Sachen in einem ordnungsgemäß
verschlossenen Raum;
- nicht von Bord Entfernen von nautischen Geräten, wertvollem
Haushaltsinventar, Beibooten und Außenbordmotoren außerhalb der
Fahrsaison, es sei denn, dass dies technisch und berechtigterweise nicht
durchführbar ist;
- Zurücklassen von einem Bootstrailer, mit oder ohne Fahrzeug, während
dieser Bootstrailer nicht durch eine solide Radklemme und mit einem soliden
Kupplungsschloss gesichert ist;
- nicht ausreichender Sicherung eines wohl oder nicht mit Bolzen durch den
Spiegel hindurch montierten Außenbordmotors mit einem soliden Schloss;
- unzureichender Sicherung des Endstücks eines Heckantriebs mittels eines dazu
bestimmten Mutterschlosses;
- nicht oder unzureichendem Beschränken des Diebstahlrisikos, beispielsweise
durch fehlende direkte Aufsicht oder fehlende solide Sicherung. Bei Diebstahl
von Beibooten, offenen Tourbooten, Schlauchbooten, Schaluppen und
schnellen offenen Motorbooten, ist von mangelhafter Sorgfalt die Rede, wenn
der Versicherte nicht beweisen kann, dass falls:
- das Fahrzeug ohne direkte Aufsicht (des Versicherten oder anderer Personen)
abgestellt war oder;
- das Fahrzeug nicht in einem ordnungsgemäß verschlossenen Raum
abgestellt war;
dieses gesichert war mittels einer gehärteten Stahlkette oder eines Stahlkabels
mit einer Dicke von mindestens 10 Millimeter und eines gehärteten Schlosses
verbunden mit einem Fixpunkt an dem Ufer.
N.B. Ein Raum, der mit einer Deckplane oder Persenning abgeschlossen ist, ist
kein ordnungsgemäß verschlossener Raum. Ein solides Schloss ist ein von
gehärtetem Stahl hergestelltes Schloss. Die Fahrsaison beginnt am 1. März
und endet am 1. November jedes Jahres.
§ 11 Obliegenheiten des Versicherten
Der Versicherte ist verpflichtet:
a. sobald ein Schadenereignis droht oder wenn das Schadenereignis bereits
eingetreten ist, jede mögliche Maßnahme zu treffen, um Schaden zu
vermeiden oder zu verringern;
b. sobald er davon Kenntnis hat oder Kenntnis haben soll, die Gesellschaft
baldmöglichst über jedes Ereignis zu informieren, aus dem sich für die
Gesellschaft eine Verpflichtung zum Schadenersatz ergeben könnte;
c. der Gesellschaft baldmöglichst alle sachdienlichen Informationen und
Unterlagen zur Verfügung zu stellen;
d. die Anweisungen der Gesellschaft und/oder die des von der Gesellschaft
beauftragten Sachverständigen zu befolgen;
e. vollständige Mitwirkung zu gewähren an die Schadenregulierung und alles zu
unterlassen, was den Interessen der Gesellschaft schaden könnte;
f. der Versicherte darf gegen ihn eingeleitete Ersatzansprüche nicht ohne
Einwilligung der Gesellschaft ganz oder zu einem Teil anerkennen, endgültig
ablehnen oder durch Zahlung erledigen;
g. bei Unfällen mit Personenschaden oder mit Todesfolge sofort die Gesellschaft
fernmündlich zu informieren;
h. bei Diebstahl, Einbruch oder einem Versuch dazu, Vandalismus,
Unterschlagung oder Vermissen, sofort nach der Feststellung dies bei der
zuständigen Polizeistelle anzuzeigen und der Gesellschaft das betreffende
Protokoll zuzusenden;
i. bei Diebstahl, Unterschlagung und/oder Vermissen der versicherten
Sache bzw. der versicherten Sachen an die Eigentumsübertragung an
die Gesellschaft mitzuwirken. Die Gesellschaft ist erst zum Schadenersatz
verpflichtet, als die Eigentumsübertragung erledigt worden ist. Falls die
versicherte Sache seitdem zurückgefunden wird, bzw. die versicherten
Sachen seitdem zurückgefunden werden, hat der Versicherte das Recht das
Eigentum dieser Sache bzw. dieser Sachen zurückzubekommen, gegen
Zurückzahlung der sachdienlich an ihm/ihr geleisteten Auszahlung. Falls der
Gesellschaft vorkommendenfalls an dem Schadenersatz nicht die Bedingung
von Eigentumsübertragung gestellt hat, ist der Versicherte im Falle von
Zurückerhalten der verloren gegangenen Sachen verpflichtet, nach Wahl,
entweder seine/ihre Eigentumsrecht an die Gesellschaft zu übertragen, oder
die geleistete Auszahlung an sie zurückzuzahlen.
j. nach der ersten Schadensanzeige innerhalb von 14 Tagen eine vollständige
und unterzeichnete schriftliche Schadenmeldung in Bezug auf die Ursache,
Schadenhergang und Umfang des Schadens einzureichen.
Die Gesellschaft ist berechtigt Schadenersatz ganz oder teilweise zu verweigern,
wenn der Versicherte eine oder mehrere der genann­ten Obliegenheiten nicht
erfüllt, wodurch die Interessen der Gesellschaft verletzt worden sind.
§ 12 Schadenregulierung
12.1 Die Gesellschaft führt die Schadenregulierung durch. Sofern sie dies
für notwendig erachtet, ernennt die Gesellschaft auf ihre Kosten einen
Sachverständigen, um den Schaden aufzunehmen, die Reparatur zu überprüfen
und diejenigen Maßnahmen zu treffen, die für eine ordnungsgemäße
Schadenabwicklung erforderlich sind. Der Schadengutachter ist berechtigt,
wenn erwünscht im Einvernehmen mit dem Versicherten, mit dem
Schadenhersteller den Schadenbetrag zu schätzen und festzulegen. Bei
Meinungsverschiedenheiten über den Schadenbetrag ist der Versicherte
berechtigt, auf eigene Kosten, einen Sachverständigen zu ernennen. Wenn beide
Sachverständigen keine Übereinstimmung erzielen, ernennen sie zusammen
einen dritten Sachverständigen (Schiedsrichter), der innerhalb der Grenzen
beider Schätzungen verbindlich entscheiden wird. Die Kosten des dritten
Sachverständigen haben beide Parteien je zur Hälfte zu tragen.
12.2 Die Reparaturen werden im Auftrag und auf Rechnung des Versicherten
ausgeführt. Sofern nicht etwas anderes mit der Gesellschaft vereinbart worden ist,
ist die Gesellschaft erst zum Schadenersatz verpflichtet, als der Schaden behoben
worden ist und die Reparatur­rechnung(en) der Gesellschaft im Original vorgelegt
worden ist/sind.
12.3 Ersatz des Schadens erfolgt aus den verfügbaren Kassenmitteln innerhalb von
vier Wochen, nachdem alle Unterlagen, die das Schaden­ereignis betreffen, bei
der Gesellschaft eingegangen sind, es sei denn, dass die Gesellschaft eine nähere
Untersuchung für notwendig erachtet.
I M M E R GUT V E RSICHE R T
HILF ELEISTUNGSVERSIC H ERUNG
12.4 Die Gesellschaft hat das Recht, im Falle von Diebstahl, Unter­schlagung und/oder
Vermissen während einer Periode von 6 Wochen nach der betreffenden Meldung
das Ergebnis der Ermittlungs­tätigkeiten abzuwarten, bevor sie irgendeine
Entschädigung leistet. Durch Ersatz des festgesetzten Schadenbetrages werden
die Eigentumsrechte an der/den gestohlenen, unterschlagenen und/oder
vermissten Sachen automa­tisch an die Gesellschaft übertragen.
12.5 Die Gesellschaft ist berechtigt, geschädigte Dritte unmittelbar zu entschädigen
oder mit ihnen sowie mit denjenigen, die Hilfe geleistet haben, nach eigenem
Ermessen Vergleiche zu treffen.
§ 13 Schadenersatz
13.1 Partieller Schaden
Wenn ein Schaden repariert werden kann und kein Totalverlust vorliegt,
ersetzt die Gesellschaft in Abweichung von der gesetzlichen Regelung,
die Reparaturkosten. Wenn das Fahrzeug nicht älter ist als 10 Jahre, wird
bei Ersatzteilen kein Abzug wegen Verbesserung angewandt, es sei
denn, die Reparatur betrifft den Ersatz von Segeln, Takelage, Deckplanen,
Spritzwasserhauben, Persenningen und ähnlichen Sachen sowie
Außenbordmotoren. Bei Fahrzeugen, die älter als 10 Jahre sind, wird bei
Ersatzteilen ein angemessener Abzug wegen angenommener Verbesserung
vorgenommen. Die Lohnkosten werden vollständig ersetzt, es sei denn, dass
sich der reparierte Gegenstand nach Ansicht des Sachverständigen in einem
derartigen Zustand befindet, dass eine Reparatur, auch ohne Eintreten des
Schadenereignisses, erforderlich geworden wäre. Bei Schaden an Gelcoat,
Außenanstrich und sonstigen Konservierungssystemen wird ungeachtet
des Alters ein Abzug wegen angenommener Verbesserung sowohl bei den
Materialkosten als auch bei dem Arbeitslohn angewandt.
Entschädigung im Falle von Schäden an Maschinenanlagen und Hilfsmotoren
(Aggregaten/Generatoren) erfolgt maximal bis zu dem Zeitwert unmittelbar
vor dem Schadeneintritt unter Abzug eines eventuellen Restwertes. Ersatz von
Schäden an Haushaltinventar erfolgt auf Basis des Neuwertes, es sei denn, dass
der Zeitwert der Sachen unmittelbar vor dem Schadeneintritt weniger als 40%
des Neuwertes beträgt. In diesem Fall wird der Zeitwert ersetzt. Ein eventueller
Restwert wird auf den Ersatzbetrag angerechnet. Wenn die Reparatur zu einem
geringeren Betrag als der Zeitwert möglich ist, so wird dieser geringere Betrag
ersetzt. Ersatz von Schäden an nautischen Geräten, Beibooten oder Bootstrailern
erfolgt auf Basis des Zeitwertes, es sei denn, dass eine Reparatur zu einem
geringeren Betrag möglich ist. In diesem Fall wird dieser geringere Betrag ersetzt.
Ein eventueller Restwert wird auf die Zeitwertentschädigung angerechnet. Für
Haushaltsinventar, nautische Geräte, Beiboote oder Bootstrailer beläuft sich die
Versicherungsleistung maximal auf die in dem Antragsformular oder später
separat angegebene Versicherungssumme unter Abzug eines eventuellen
Restwertes. Notreparaturen werden nur dann ersetzt wenn die Notreparatur mit
Einwilligung der Gesellschaft ausgeführt worden ist.
13.2Totalverlust
Ein Totalverlust liegt vor wenn:
- eine Reparatur nicht möglich ist;
- das Fahrzeug gestohlen oder unterschlagen wurde und nicht zu erwarten ist,
dass das Fahrzeug innerhalb angemessener Frist zurückerhalten wird (siehe
§ 12.4);
- in Abweichung von der gesetzlichen Regelung: die Reparaturkosten 75% der
Versicherungssumme übersteigen, und die Reparaturkosten zuzüglich des
Restwertes des Fahrzeugs mit Zubehör die Versicherungssumme übersteigen.
Bei TotaIverlust des Fahrzeugs mit Zubehör, ersetzt die Gesellschaft die
Versicherungssumme abzüglich des Restwertes unter der Voraussetzung, dass
der festgesetzte Zeitwert des Fahrzeugs mit Zubehör unmittelbar vor dem
Schadeneintritt nicht weniger als 75% der Versicherungssumme beträgt. Liegt
der Zeitwert unter 75% der Versicherungssumme, so ersetzt die Gesellschaft den
festgesetzten Zeitwert abzüglich des Restwertes.
13.3 Selbstbeteiligung
Eine eventuell vereinbarte Selbstbeteiligung gilt bei jedem Schadenereignis,
bei dem Schaden an dem versicherten Fahrzeug entsteht. Auch bei einer
Auszahlung des Zeitwertes gilt die Selbstbeteili­gung. Sofern nicht etwas anderes
vereinbart worden ist, wird die Selbstbeteiligung bei Schäden von Dritten nicht
berücksichtigt (Haftpflichtschaden).
§ 14 Begriffsbestimmungen
In dieser Rubrik versteht sich, in Ergänzung oder in Abweichung von demjenigen,
was oberhalb in diesen Versicherungbedingungen bestimmt worden ist, unter:
14.1 Versicherter
- der Eigentümer des Fahrzeugs;
- der Schiffsführer des Fahrzeugs und seine Reisegefährten;
- der Fahrer des Fahrzeugs, hinter dem der Bootstrailer und das Fahrzeug
befördert werden, sowie dessen eventuelle Reisegefährten.
14.2 Alarmzentrale
Die von der Gesellschaft angewiesene Dienststelle, die belastet ist mit der
Ausführung der Deckung gemäss der Rubrik ‘Hilfeleistungs­versicherung’ und als
solche dem Versicherten bekannt gemacht worden ist. Siehe auch § 15.4.
14.3 Ausfallen des Fahrzeugs
Die Unmöglichkeit der Fortsetzung der Fahrt auf geeigneten Fahrwegen durch:
- Schaden am Fahrzeug oder Verlust des Fahrzeugs durch irgendein ungewisses
Ereignis, auch als Folge eines Materialfehlers, (dies alles unter Verzicht auf
§ 7:951 (7.17.2.8) des niederländischen bürgerlichen Gesetzbuches) oder
bestehend aus einem Materialfehler;
- Sperrung der Fahrwege zum regelmäßigen Liegeplatz.
14.4 Ausfall des Transportmittels oder des Bootstrailers
Unter dem Ausfall des Transportmittels oder des Bootstrailers, hinter dem
bzw. auf dem das Fahrzeug während der Reise mitgeführt worden ist, wird die
Unmöglichkeit der Fortsetzung der Reise verstanden durch:
- Schaden an oder Verlust des Transportmittels oder Bootstrailers durch Feuer,
Diebstahl, unrechtmäßige Vergnügungsfahrten, Explosion, Selbstentzündung
oder durch ein anderes ungewisses Ereignis, auch als Folge eines
Materialfehlers;
- einen plötzlich eintretenden Defekt an dem Transportmittel (sofern dieses nicht
älter als 60 Monate ist) oder an dem Bootstrailer, auch als Folge eines inneren
Fehlers;
- Bergsturz, Lawine, Überschwemmung oder eine andere Natur­katastrophe im
Ausland.
14.5 Ausfall des Schiffsführers/Fahrers
Ausfall des Schiffsführers/Fahrers liegt vor, wenn dieser während der Reise
bedingt durch Krankheit oder Unfall, aufgrund eines medizinischen Gutachtens,
als nicht in der Lage anzusehen ist, das Fahrzeug/Transportmittel weiterzuführen,
und wenn eine Gesundung innerhalb angemessener Frist nicht zu erwarten ist
und die anderen anwesenden Versicherten nicht in der Lage oder befugt sind, die
Führung des Fahrzeugs/Transportmittels zu übernehmen.
§ 15 Deckung
15.1 Transport des Fahrzeugs
Gedeckt sind die Kosten der von der Alarmzentrale organisierten Beförderung des
Fahrzeugs und des Gepäcks, von einem Liegeplatz am Ufer zu dem regelmäßigen
Liegeplatz oder der nächsten Reparaturstelle, als Folge des Ausfalls des Fahrzeugs
oder des Transportmittels oder des Bootstrailers. Dies wird nicht erfolgen, wenn
die Kosten der Beförderung den aktuellen Zeitwert des Fahrzeugs übersteigen.
Falls aus diesem Grund beschlossen werden sollte, das Fahrzeug im Ausland
zurück­zulassen, besteht Anspruch auf Erstattung der Kosten der Organisation
durch die Alarmzentrale, der Einfuhr oder der Entsorgung des Fahrzeugs in
dem betreffenden Staat. Die Zollabgaben und die Kosten der Entsorgung des
Fahrzeugs sind in diesem Fall ebenfalls gedeckt.
15.2Ersatzschiffsführer/Ersatzfahrer
Gedeckt sind die Kosten des Einsatzes durch die Alarmzentrale eines
Ersatzschiffsführers/Ersatzfahrers, wenn der Schiffsführer/Fahrer ausgefallen
sein sollte. Der Ersatzschiffsführer/Ersatzfahrer wird das Fahrzeug oder das
Transportmittel und das Gepäck zusammen mit den Versicherten, sofern für
sie Raum ist, zu dem regelmäßigen Liegeplatz zurückfahren. Die sich daraus
ergebenden Kosten (das Honorar und die Reise- und Aufenthaltskosten
des Ersatzschiffsführers/Ersatzfahrers) sind gedeckt, mit Ausnahme von
Kraftstoffkosten, Schleusen-, Hafen-, Zollgebühren und anderen ähnlichen Kosten.
15.3 Zusendung von Ersatzteilen
Gedeckt sind die Kosten der Zusendung von Ersatzteilen durch die Alarmzentrale,
die vor Ort nicht oder nicht kurzfristig zu beschaffen sind. Die Kosten des Erwerbs
der bestellten Ersatzteile, Zollabgaben und etwaige Rückfracht gehen zu Lasten
des Versicherten, sofern diese nicht von dieser Versicherung gedeckt sind.
15.4 Aufgabenerfüllung Alarmzentrale
Die Alarmzentrale wird ihre Dienstleistung im guten Einvernehmen mit den
Versicherten, ihren Angehörigen oder Vertretern innerhalb angemessener
Zeit erbringen und sofern behördliche Vorschriften oder andere externe
Umstände dies nicht unmöglich machen. Sie ist frei in der Wahl derjenigen, die
für die Hilfeleistung eingesetzt werden. Die Alarmzentrale wird im Namen der
Versicherten oder ihrer Vertreter Verbindlichkeiten eingehen. Die Alarmzentrale
hat das Recht, vorab die notwendigen finanziellen Garantien zu verlangen, sofern
die sich aus der Erbringung ihrer Dienstleistungen ergebenden Kosten nicht
entsprechend dieser Versicherung gedeckt sind. Wenn dies nicht erfüllt wird,
entfällt sowohl die Verpflichtung der Alarmzentrale zur Erbringung der verlangten
Dienstleistungen als auch die andernfalls im Zusammenhang damit bestehende
Deckung unter der Rubrik ‘Hilfeleistungsversicherung’. Die Alarmzentrale ist, außer
für eigene Mängel und Fehler, nicht haftbar für Schäden in Folge von Fehlern
oder Mängeln Dritter, unbeschadet der eigenen Haftung dieser Dritten.
§ 16 Ausschlüsse
Keine Auszahlung oder Hilfe wird geleistet für den Ausfall des Fahrzeugs,
Transportmittels oder des Bootstrailers als Folge von:
- einem Defekt, der in einfacher Weise zu beheben oder zu vermeiden ist, zum
Beispiel bei leerem Kraftstofftank oder Reifenpannen;
- unzureichender Wartung und/oder bei Überlastung des Fahrzeugs,
Transportmittels oder Bootstrailers;
Keine Auszahlung oder Hilfe wird geleistet für Schäden, die entstanden sind:
- weil dem Fahrer die Fahrerlaubnis entzogen worden ist;
- weil dem Fahrer nicht über einen gültigen für das Transportmittel gesetzlich
vorgeschriebenen Führerschein verfügt.
§ 17 Schadenregulierung
In Ergänzung zu § 11 ist der Versicherte verpflichtet:
- im Falle des Ausfalls des Fahrzeugs, Transportmittels, Bootstrailers oder des
Schiffsführers/Fahrers oder in anderen Notfällen sich baldmöglichst mit der
Alarmzentrale in Verbindung zu setzen und der Alarmzentrale alle relevanten
Auskünfte zu erteilen;
Die Rufnummer der Alarmzentrale wird auf einer von der Gesellschaft
ausgehändigten Versicherungskarte vermerkt. Diese Versicherungskarte soll
sorgfältig aufbewahrt werden.
- im Falle des Ausfalls des Fahrzeugs, Transportmittels, Bootstrailers oder des
Schiffsführers/Fahrers dabei mitzuwirken, dass die Alarmzentrale eine von ihr
verlangte Ermächtigung des Eigners des Fahrzeugs, Transportmittels oder
Bootstrailers erhält;
- dafür Sorge zu tragen, dass rechtzeitig und frei über das Fahrzeug, das
Transportmittel oder den Bootstrailer verfügt werden kann. Wenn und sofern
dies nicht der Fall sein sollte, gehen die dadurch entstandenen Kosten zu
Lasten des Versicherten. Wenn die freie Verfügung über das Fahrzeug, das
Transportmittel oder den Bootstrailer aufgrund des Umstandes verhindert
ist, dass Rechnungen und dergleichen unbeglichen geblieben sind, ist der
Versicherte verpflichtet, die Alarm­zentrale darüber genau zu informieren und
ihr die notwendigen Geldmittel zu deren Begleichung zur Verfügung zu stellen.
Die Alarmzentrale ist erst zur Leistung von Hilfe verpflichtet, nachdem diese
Pflicht erfüllt worden ist.
Die Gesellschaft ist erst zum Schadenersatz unter Abzug eventueller
Einsparungen verpflichtet, nachdem die Originalrechnungen vorgelegt worden
sind. Der Versicherte trägt die Beweislast für den Versiche­rungs­fall und den
eingetretenen Schaden. Er/Sie ist verpflichtet, die schriftlichen Dokumente der
Polizei, Ärzte, Werkstätten und dergleichen im Original vorzulegen.
SON scheepsverzekeringen ist ein Betriebsteil von TVM verzekeringen N.V. | KvK nr. 53388992 | AFM nr. 12040443
Postadresse
Postbus 8095
NL-9702 KB Groningen
E-mail: plv@son.nl
Internet: www.son.nl
Besuchadresse
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NL-9728 NP Groningen
Tel. +31 50 525 55 00
Fax +31 50 525 55 15
Büro Ridderkerk
Boelewerf 46
NL-2987 VE Ridderkerk
Tel. +31 180 48 72 27
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