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Aktuelle Informationen – Solvency II-Newsletter

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Aktuelle Informationen – Solvency II-Newsletter
Ein schneller Überblick über die neuen Entwicklungen und Diskussionsstände
Gesetzgebungsverfahren
Solvabilitätsübersicht &
Eigenmittel
Kapitalanforderungen
Governance &
risikostrategischer Rahmen
Prozesse, Kontrollen,
Daten, IT
Aufsichtsrechtliches
Meldewesen & Offenlegung
Aufsichtsrechtlicher Dialog &
Genehmigungsverfahren
Versicherungsgruppen
Solvency II-Zeitschiene
Gesetzgebungsverfahren
2012
2013
2014
2015
Trilog Verhandlungen
Omnibus II (OII-RL)
„Quick-fix“-RL1
Einigung
OII-RL
Entwurf der Durchführungsmaßnahmen (Delegierter Rechtsakt,
Durchführungsrechtsakt; EU-Kommission)
Solvabilitätsübersicht &
Eigenmittel
Umsetzung
Phasing-in SII
(„Interim Measures“ [IM], EIOPA)
Solvency II-Rahmenrichtlinie 2009/138/EG (SII-RL)
Level
2
Level
1
Vorbereitung der (nationalen) Aufseher auf Umsetzung
2016
Inkrafttreten SII
Quick-fix
(neu)?
öffentliche
Konsultation
Kapitalanforderungen
Erlass Durchführungsmaßnahmen
(EU-Kommission)
Level
2,5
Governance &
risikostrategischer Rahmen
Entwurf bindender technischer Standards (Technischer
Regulierungsstandard/Durchführungsstandard; EIOPA)
Level
3
Entwürfe, Leitlinien und Empfehlungen (EIOPA)
öffentliche
Konsultation
öffentliche
Konsultation
Erlass bindender technischer
Standards (EU-Kommission)
Prozesse, Kontrollen,
Daten, IT
öffentliche
Erlass Leitlinien und
Konsultation
Empfehlungen (EIOPA)
Anwendung Leitlinien und Empfehlungen
zu „Interim Measures“ [IM] (EIOPA)
Level
4
Erster Fortschritts­
bericht der Aufsicht
Nationales Gesetz­
gebungsverfahren
VAG-Entwurf
EIOPA,
GDV
Vorbereitung der Industrie auf Umsetzung
QIS 62
Solo
Nationale
Umsetzung (VAG)
Aufsichtsrechtliches
Meldewesen & Offenlegung
Anwendung
VAG (neu)
Umsetzung
Aufsichtsrechtlicher Dialog &
Genehmigungsverfahren
QIS 62
Gruppe
LTGA3
Versicherungsgruppen
• Ö
ffentliche Konsultation der EIOPA-Guidelines zu den Interim Measures (IM) startete am
27. März und soll bis 19. Juni 2013 dauern.
• Für Herbst 2013 ist die Verabschiedung der finalen IM durch EIOPA geplant.
• EIOPA plant die Anwendung der IM für einen Übergangszeitraum von zwei Jahren ab dem
1. Januar 2014.
• Mit vollständigem Inkrafttreten der Solvency II-Anforderungen rechnet EIOPA gem. der die
Konsultation begleitenden Ausführungen zum 1. Januar 2016
• Daneben äußern sich bislang weder EU-Rat noch EU-Parlament zum konkreten Zeitplan: 2015 wird
als sehr ambitioniert erachtet, 2016 oder später erscheint realistisch.
 1
 2
 3
„Quick-fix“-RL v. 12.9.2012 änderte das Inkrafttreten von SII gem. Art. 309, 310 SII-RL
QIS 6, quantitative Auswirkungsstudie auf nationaler Ebene (GDV)
EIOPA und EC, Impact assessment (IA) on long term guarantees (LTG), Ergebnisse im Juli 2013 erwartet.
• L
aufzeit des LTGA war von 28. Januar bis 31. März 2013; der finale Ergebnisbericht wird bis
Juli 2013 erwartet.
• Trilog-Verhandlungen zur OII-RL werden nach Abschluss und Freigabe der Ergebnisse des LTGA
weitergeführt; eine Einigung wird im Herbst 2013 erwartet. Abhängig vom Vorankommen der OII-RL
wird noch in 2013 eine weitere Quick-fix-RL erforderlich, um das Inkrafttreten der SII-RL auch
formal zu verschieben.
• Öffentliche Konsultationen zu Level 2, 2,5 und 3 können erst nach Verabschiedung der OII-RL
starten.
• EU-Parlament drängt EU-Kommission zur zeitnahen Wiederaufnahme der Level 2-Konsultationen.
Solvency II-Newsletter Mai 2013
Service
2
Mit den Interim Measures veröffentlicht EIOPA
Leitlinien zur Vorbereitung auf Solvency II
Ende März hat EIOPA Entwürfe von Leitlinien (Guidelines) zur
Vorbereitung auf Solvency II veröffentlicht. Die Entwürfe sollen
trotz der zeitlichen Verschiebung des Solvency II-Inkrafttretens
ein europaweit einheitliches Vorgehen zur Vorbereitung auf
Solvency II fördern. Sie richten sich an die jeweiligen nationalen
Aufsichtsbehörden (national competent authorities – NCAs).
Die aktuellen Entwürfe der Übergangsbestimmungen (Interim
Measures) umfassen neben einer „Cover Note“ Guidelines und
Erläuterungen für folgende vier Themenbereiche:
• System of Governance – CP 13/008
•
Forward looking assessment of the insurer’s own risks
(based on ORSA principles) – CP 13/009
• Reporting to regulators – CP 13/010
• Pre-application for internal models – CP 13/011
Die Übergangsbestimmungen konzentrieren sich damit auf Solvency
II-Anforderungen, deren zukünftige Inhalte bereits als relativ sicher gelten
oder bei denen ein frühzeitiger Austausch mit der Aufsicht erforderlich ist,
um bspw. ein (partielles) Internes Modell bereits direkt ab dem ersten
Geltungstag von Solvency II nutzen zu können.
Die Texte sind in Leitlinien und in erläuternde Ausführungen aufgeteilt,
wobei nur Erstere zur Konsultation stehen (ähnlich der damaligen
Konsultation zu den MaRisk VA).
Ziele
Ziel von EIOPA und der Leitlinien ist es, die nationalen Aufsichtsbehörden
(„NCA’s“) zu verpflichten, im Rahmen des aufsichtsrechtlichen Über­
prüfungs­verfahrens (SRP) sicherzustellen, dass die (Rück-)Versicherungs­
unternehmen zeitig angemessene Anstrengungen hinsichtlich der
Etablierung eines funktionsfähigen Governance-Systems unternehmen,
Gesetzgebungsverfahren
sich aktiv auf die Implementierung der ORSA-Grundsätze sowie auf die
Berichterstattung im Regelbetrieb vorbereiten. Zudem beschreiben die Leit­
linien, welche Aspekte die nationale Aufsicht im Rahmen der Vorantrags­
phase für Interne Modelle zu beachten und zu prüfen hat, so dass ein
konsistentes Vorgehen der nationalen Aufsichtsbehörden während der
Vorantrags­phase ermöglicht wird.
Zeitplan und nächste Schritte
Bis zum 19. Juni 2013 ist die öffentliche Konsultationsphase geplant,
während der alle interessierten Stakeholder ihr Feedback zu den Entwürfen
geben können. EIOPA wird die Kommentare würdigen und voraussichtlich
im Herbst die finalen Leitlinien veröffentlichen. In den darauf folgenden
zwei Monaten sollen die nationalen Aufsichtsbehörden die Leitlinien
umsetzen oder gegenüber EIOPA begründen, warum eine Umsetzung nicht
möglich ist (comply-or-explain). Eine Nichteinhaltung ist nur denkbar, wenn
die Gründe hierfür außerhalb des Einflussbereichs der Aufsicht liegen.
Bereits ab dem 1. Januar 2014 sollen die Leitlinien national umgesetzt sein
und gelten. Hierbei geht EIOPA von der Annahme aus, dass Solvency II am
1. Januar 2016 in Kraft tritt und die Omnibus II-Bestimmungen sowie die
Säule I-Anforderungen von Solvency II rechtzeitig inhaltlich abgeschlossen
und bekannt gemacht wurden. Eine Sanktionierung bei Nichteinhalten der
Leitlinien ist jedoch vor dem tatsächlichen Start von Solvency II nicht vor­
gesehen. D. h. die Sanktionierung soll sich weiterhin an den bestehenden
Solvency I-Anforderungen ausrichten. Von den Interim Measures aus­
genommen sind Vorgaben zur Einhaltung der quantitativen Solvency
II-Anforderungen und zur Beurteilung der Solvency II-Standardformel.
Solvabilitätsübersicht &
Eigenmittel
Kapitalanforderungen
Governance &
risikostrategischer Rahmen
Prozesse, Kontrollen,
Daten, IT
Aufsichtsrechtliches
Meldewesen & Offenlegung
Aufsichtsrechtlicher Dialog &
Genehmigungsverfahren
Versicherungsgruppen
EIOPA definiert unterschiedliche Anforderungen an die Mindestabdeckung.
So sind die nationalen Aufsichtsbehörden aufgefordert zumindest 50 % bzw.
80 % des jeweiligen Marktes abzudecken bzw. Versicherungsgruppen mit
einer Bilanzsumme von mindestens € 12 Mrd. zu erfassen. Der Marktanteil
Solvency II-Newsletter Mai 2013
Service
3
von 50 % betrifft die quartärliche Berichtspflicht. Die Leitlinien zum
Governance-System sowie zu ORSA sollen mindestens 80 % des Marktanteils
umfassen. Welche Versicherungsunternehmen bzw. -gruppen in den
jeweiligen Mitglieds­staaten davon betroffen sein werden, soll den
Betroffenen elf Monate vor dem ersten Berichtstermin von der jeweiligen
nationalen Aufsichtsbehörde mitgeteilt werden.
Möglichkeiten und Herausforderungen
Versicherungsunternehmen sollten die aktuelle Konsultationsphase nutzen,
um sich mit den anstehenden Anforderungen vertraut zu machen und ihre
Organisation bzw. die weitere Projektplanung auf den Vorbereitungsstand
für das kommende Aufsichtsregime zu überprüfen.
Die nachfolgenden Beiträge greifen wichtige Herausforderungen im
Einzelnen auf.
Gesetzgebungsverfahren
Solvabilitätsübersicht &
Eigenmittel
Kapitalanforderungen
Governance &
risikostrategischer Rahmen
Prozesse, Kontrollen,
Daten, IT
Aufsichtsrechtliches
Meldewesen & Offenlegung
Aufsichtsrechtlicher Dialog &
Genehmigungsverfahren
Versicherungsgruppen
Service
Solvency II-Newsletter Mai 2013
4
Interim Measures zu „System of Governance“
Gesetzgebungsverfahren
Mit den vorweggenommenen Leitlinien zum System of Governance
wird ein wesentlicher Baustein von Solvency II bereits ab 2014 auf
den Weg gebracht. Im Vergleich zu anderen Themenfeldern
besteht über die Ausgestaltung des Governance-Systems auf
europäischer Ebene weitestgehend Einigkeit; entsprechend wird
nur mit geringen Anpassungen aufgrund der Konsultationsphase
gerechnet. Insofern können die Leitlinien bis zur Umsetzung von
Solvency II als Grundlage für eine bessere Vorbereitung bei den
Unternehmen dienen. In Deutschland bedeutet dies vor allem eine
Weiterentwicklung bzw. Optimierung der Risiko­management­
ansätze basierend auf den MaRisk VA zu den Solvency
II-Prinzipien.
Ziele
Ziel der Interim Measures in Bezug auf das Governance-System ist die
Einrichtung geeigneter Prozesse, die vor allem das Risikomanagement,
die unternehmenseigene Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung (ORSA), die
internen Kontrollen, die interne Revision, die versicherungsmathematische
Funktion und das Outsourcing umfassen (siehe Abbildung 1).
Inhalte
Die Leitlinien der Interim Measures konkretisieren die Bestimmungen der
Artikel 40 bis 49 der Rahmenrichtlinie (Governance-System) sowie
Artikel 93 (Eigenmittel), Artikel 132 (Prudent Person) und Artikel 246
(Gruppen). Sie umfassen entsprechend diejenigen Schlüsselbereiche, die zur
Sicherstellung eines funktionsfähigen Governance-Systems notwendig sind.
Im Detail adressieren die Leitlinien die Anforderungen an die allgemeine
Governance sowie spezifische Themenbereiche eines Governance Systems
nach Solvency II:
Solvabilitätsübersicht &
Eigenmittel
Abb. 1 Governance-System nach Solvency II
Kapitalanforderungen
Fit &
Proper
Interne
Kontrolle
Governance &
risikostrategischer Rahmen
Gruppen­
spezifische
Regelungen
Interne
Revision
Prozesse, Kontrollen,
Daten, IT
Outsourcing
Allgemeine
GovernanceAnforderungen
Ver­sicherungs­
mathematische
Funktion
Eigen­mittel­
anforderungen
Risiko­
(Own Funds)
management
und
Funktion
Governance
Prudent Person
System
Principle
Aufsichtsrechtliches
Meldewesen & Offenlegung
Aufsichtsrechtlicher Dialog &
Genehmigungsverfahren
Versicherungsgruppen
Service
Solvency II-Newsletter Mai 2013
5
1.Allgemeine Governance-Anforderungen
Die allgemeinen Anforderungen der Interim Measures an das
Governance System zielen neben der Rolle der Geschäftsleitung
insbesondere auf die Einführung organisatorischer Sachverhalte
(mindestens 2 Personen in der Geschäftsleitung, Sicherstellung einer
angemessenen Interaktion zwischen Geschäftsleitung, Senior
Management und den Governance Funktionen) ab.Die von ihr
getroffenen Entscheidungen sollen detailliert dokumentiert werden
und relevante Informationen aus dem Risikomanagement in der
Entscheidungs­findung berücksichtigen.
Im Zuge der zur strategischen Ausrichtung konsistenten Unternehmens­
organisation sind von der Geschäftsleitung Leitlinien (sog. Policies) zu
definieren, die Ziele, Rollen, Verantwortlichkeiten, Prozesse, Bericht­
erstattungspflichten und -wege vorgeben.
Gemäß den Interim Measures hat stets das oberste Mutterunternehmen
einer (Rück-)Versicherungsgruppe im Rahmen seiner übergeordneten
Stellung zu beurteilen, wie sich Änderungen innerhalb der Gruppen­
struktur auf die Güte des Managements in der (Rück-)Ver­sicherungs­
gruppe auswirken. In diesem Zusammenhang fordert die EIOPA vom
obersten Mutterunternehmen der (Rück-)Versicherungs­gruppe
detaillierte Kenntnisse über die gesamte Struktur der Gruppe (wie
Zweck einzelner Gesellschaften, Verflechtungen und Zusammen­hänge
zwischen den Einzelgesellschaften, inhärente Risiken aus der
Gruppenstruktur).
Auch wenn die meisten Anforderungen aus den Interim Measures bereits
aus den bisherigen Veröffentlichungen von EIOPA bekannt sind, werden
neben den beschriebenen folgende Anforderungen ebenfalls Gegenstand
der aufsichtsrechtlichen Überprüfung sein:
• ordnungsgemäße Implementierung der vier Governance Funktionen
(Solo- und Gruppe),
• Durchführung einer angemessenen internen Überprüfung des
Governance Systems,
• E
rstellung, Aktualisierung und Überprüfung von Notfallplänen,
die auf einer risikoorientierten Einschätzung des Unternehmens
beruhen.
2. Fit & Proper
Mit den Interim Measures werden die bereits bekannten sog. Fit &
Proper-Kriterien verankert. Diese beinhalten im Kern qualitative
Anforderungen an die fachliche und persönliche Qualifikation von
Personen, die das Unternehmen leiten oder Schlüsselfunktionen
inne­haben. Die nationalen Aufsichtsbehörden sollen sicherstellen,
dass insbesondere die Geschäftsleitung über angemessene Erfahrungen,
Qualifikationen und Kenntnisse in vorgegebenen Themenbereichen
verfügt (Fit). Bei der Beurteilung der persönlichen Eignung (Proper) soll
eine Einschätzung der Integrität und finanziellen Solidität auf Basis der
charakterlichen Eigenschaften sowie des Geschäftsgebarens vor­
genommen werden. Hierzu sind Nachweise von den Unternehmen
einzuholen und den nationalen Aufsichtsbehörden bei der Bestellung
vorzulegen.
Die Interim Measures fordern die Erstellung und Implementierung einer
Fit & Proper-Policy, die zumindest die folgenden Inhalte (Solo und
Gruppe) regelt:
• das (erstmalige und laufende) Verfahren zur Beurteilung der Fit &
Proper-Kriterien für die Geschäftsleitung und Personen in
Schlüsselpositionen und -funktionen,
• die Situationen, die eine Neubeurteilung der Fit & Proper-Kriterien
bei einer Person auslösen,
• das Verfahren zur Beurteilung der Fit & Proper-Anforderungen für
relevante Mitarbeiter, die nicht der Geschäftsleitung angehören und
keine Schlüsselfunktionen innehaben.
Gesetzgebungsverfahren
Solvabilitätsübersicht &
Eigenmittel
Kapitalanforderungen
Governance &
risikostrategischer Rahmen
Prozesse, Kontrollen,
Daten, IT
Aufsichtsrechtliches
Meldewesen & Offenlegung
Aufsichtsrechtlicher Dialog &
Genehmigungsverfahren
Versicherungsgruppen
Des Weiteren geben die Interim Measures Anforderungen an den
Umgang mit den Fit & Proper-Kriterien im Falle der Auslagerung
kritischer Funktionen vor.
Solvency II-Newsletter Mai 2013
Service
6
3.Risikomanagement Funktion
Vor dem Hintergrund ihrer Gesamtverantwortung hat die Geschäfts­
leitung die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements sicherzustellen
und eine Risikostrategie zu definieren. Des Weiteren sind folgende
Bestandteile des Risikomanagementsystems von der Geschäftsleitung
festzulegen:
• risikostrategischer Rahmen und interne Leitlinien,
• Risikoappetit und Risikotoleranzschwellen und
• (übergeordneter) Risikomanagementprozess.
Analog hat die Geschäftsleitung des obersten Mutterunternehmens
einer (Versicherungs-)Gruppe gleichermaßen die Funktionsfähigkeit
des Risikomanagementsystems auf Ebene der Gruppe sicher­zustellen.
Darüber hinaus ist eine interne Leitlinie zum Risikomanagement zu
erstellen, die neben den Spezifika im Umgang mit den mindestens zu
berücksichtigenden Risikokategorien auch die folgenden (Mindest-)
Inhalte vorgeben soll:
• die Vorgabe von Risikokategorien und Methoden zur Risikomessung,
• Vorgaben zum Umgang mit den jeweiligen Risikokategorien,
• eine Darstellung des Zusammenhangs zwischen ökonomischen
Solvabilitätsanforderungen aus ORSA, den regulatorischen
Kapitalanforderungen aus dem Risikomodell (SCR) sowie den unter­
nehmensspezifischen Risikotoleranzschwellen,
• eine Vorgabe von Risikotoleranzen in allen Risikokategorien sowie
• den Umfang und die Häufigkeit von risikobezogenen Stress-Tests.
4. Prudent Person Principle
Stark hervorgehoben im Vergleich zu den bisherigen Entwürfen der
EIOPA wurde das Prudent Person Prinzip im Bereich des Kapitalanlage­
risikos. Mit der Einführung soll den Versicherern ein breiteres Spektrum
von Anlage­möglichkeiten im Vergleich zu den bisherigen qualitativen
und quantitativen Anlagebeschränkungen der Anlageverordnung (AnlV)
ermöglicht werden. Voraussetzung hierfür ist eine detaillierte Analyse
der mit der jeweiligen Assetklasse verbundenen Risiken. Dabei bestehen
in Deutschland viele Parallelen mit dem BaFin-Rundschreiben R4/2011,
das Hinweise zur Vermögensanlage von Versicherungsunternehmen
gibt.
Nichtsdestotrotz geben die Interim Measures mit den Guidelines 26 bis
30 konkrete prinzipienbasierte Anforderungen zum Umgang mit Kapital­
anlagerisiken insbesondere im Bereich spezieller Finanzinstrumente
(non-routine investment activities, unit linked and index linked contracts,
assets not traded on a regulated market, derivatives, securitised products)
vor.
5.Eigenmittelanforderungen (Own Funds) und Governance
System
Mit den Interim Measures wurde ein neuer Abschnitt zum Management
der Own-Funds im Kontext des Governance Systems eingeführt. Die
Anforderungen entsprechen im Wesentlichen denen aus dem ORSAAbschlussbericht der EIOPA aus Juli 2012. Im Detail werden durch die
Interim Measures Anforderungen an das Kapitalmanagement (Capital
Management Policy) sowie an einen Kapitalmanagement-Plan
(Medium-term Capital Management Plan) gestellt.
Die Leitlinie zum Kapitalmanagement soll zumindest folgende
Regelungsinhalte umfassen:
• den Prozess, der sicherstellt, dass die Eigenmittelbestandteile den
Anforderungen der anzuwendenden Regularien entsprechen und
korrekt klassifiziert wurden,
• den Prozess, der die Behandlung von Eigenmitteln gemäß des mittel­
fristigen Kapitalmanagement-Plans sicherstellt,
• den Prozesses, der sicherstellt, dass Bedingungen und Konditionen
jedes Eigenmittelbestandteils in Bezug zu anzuwendenden Regularien
klar und zweifelsfrei sind,
• den Prozess, der sicherstellt, dass jede Aussage zu
Dividendenausschüttungen bei Stammaktien in der Bestimmung der
Finanzlage berücksichtigt werden, sowie
• den Prozess, der durchlaufen wird, um Vorgänge zu identifizieren, zu
dokumentieren und Handlungen einzuleiten, durch die die Ausgabe
von Eigenmitteln voraussichtlich verschoben oder abgesagt wird.
Gesetzgebungsverfahren
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Eigenmittel
Kapitalanforderungen
Governance &
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Daten, IT
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Versicherungsgruppen
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7
Die Einhaltung des zu erstellenden mittelfristigen KapitalmanagementPlans ist von der Geschäftsleitung zu überwachen und soll u. a. geplante
Kapitalerhöhungen, Fälligkeiten der Eigenmittel und mögliche
Veränderungen in der Bewertung der Eigenmittel enthalten.
auch die Validierung relevanter Daten. Zusammenfassend sind folgende
(weitere) Aufgaben nach den Interim Measures von der Funktion wahrzunehmen:
• Sicherstellung, dass alle relevanten Risikotreiber in den
Bewertungsmodellen berücksichtigt werden,
• Berichterstattung an die Geschäftsleitung über alle wesentlichen
Abweichungen bei den der Berechnung der Best-Estimates zugrunde
gelegten Annahmen im Vergleich zu den tatsächlich eingetretenen
Erfahrungswerten (Testing against experience),
• Stellungnahme zur generellen Zeichnungs- und Rückversicherungs­
politik,
• ggf. Einbindung in die Entwicklung eines Internen Modells
• Erstellung eines versicherungsmathematischen Berichts an die
Geschäftsleitung.
6. Interne Kontrolle
(Rück-) Versicherungsunternehmen sollen über angemessene Interne
Kontrollsysteme verfügen und sicherstellen, dass alle Mitarbeiter auf
Solo- und Gruppenebene ihre Rolle im Kontrollsystem kennen.
Insbesondere trägt das oberste Mutterunternehmen einer (Rück-)
Versicherungsgruppe die Verantwortung für die konsistente
Implementierung des Internen Kontrollsystems über die gesamte
Gruppe. Weiter ist über das Interne Kontrollsystem die umfassende
Information der Geschäftsleitung sicher­zustellen.
7. Interne Revision
Die Interim Measures fordern eine vollständige Unabhängigkeit der
Internen Revision von der Weisungsbefugnis der Geschäftsleitung.
Darüber hinaus ist von den Unternehmen eine interne Leitlinie zu
erstellen, die neben den Bedingungen, nach denen die Interne Revision
auch beratend tätig sein kann, ebenso Verfahrensanweisungen für die
verantwortlichen Mitarbeiter enthält und auch Kriterien zur internen
Rotation von Mitarbeitern der Revision regelt. Ferner enthalten die
Interim Measures Anforderungen an die Konzernrevisionsfunktion, die
im Wesentlichen eine Koordination der Revisionsaktivitäten in der
(Rück-)Versicherungsgruppe vorsehen.Zu diesem Zwecke ist eine mehrjährige risikoorientierte Planung über alle vorgesehenen Prüfungen der
Revision vorzunehmen. Die Interne Revision erstellt mindestens einen
jährlichen Bericht über ihre Tätigkeiten, berichtet diese an die Geschäfts­
leitung und hält den Umsetzungsstand ihrer Feststellungen nach.
9.Outsourcing
Bei der Auslagerung von betrieblichen Funktionen sollen die
Unternehmen zunächst bestimmen, ob es sich bei der Auslagerung um
eine kritische Funktion handelt. Kritische Funktionen nach den Interim
Measures sind diejenigen, die wesentlichen Einfluss auf die Ausführung
der Versicherungs­dienstleistungen gegenüber den Versicherungs­
nehmern haben können – das betrifft insbesondere die vollständige
Auslagerung des Underwritings sowie der Schadenregulierung an ein
drittes Unternehmen.
8. Versicherungsmathematische Funktion
Wie bereits durch vorangegangene Veröffentlichungen der EIOPA
bekannt, schließt das Governance-System explizit eine versicherungs­
mathematische Funktion ein, deren wesentliche Aufgabe darin besteht,
den Prozess der Bewertung der versicherungstechnischen Rück­
stellungen zu implementieren und zu kontrollieren. Das beinhaltet
Daneben ist von der Geschäftsleitung eine schriftliche Auslagerungs­
strategie gefordert, die den Auslagerungsprozess, die Auslagerungs­
strategie und bestimmte Mindestinhalte enthalten soll.
10.Gruppenspezifische Regelungen
Zur Sicherstellung einer gruppenweit, konsistenten Umsetzung der
Governance-Anforderungen werden in den Interim Measures konkrete
Prinzipien auf Gruppen-Ebene vorgegeben. Dementsprechend muss das
oberste Mutterunternehmen der (Rück-) Versicherungsgruppe klare
Verantwortlichkeiten und Berichtswege innerhalb der Gruppe
definieren und Zusammenhänge zwischen den Einzelunternehmen
berücksichtigen. Das für die gruppenweite Umsetzung verantwortliche
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Unternehmen muss außerdem adäquate Methoden und Verfahren
besitzen, um die Funktions­fähigkeit des Risikomanagements- und
internen Kontrollsystems der Einzelunternehmen zu überwachen und
zu steuern.
Das oberste Mutterunternehmen der (Rück-)Versicherungsgruppe ist
zudem für die Überwachung der wesentlichen Risiken auf Gruppen­
ebene zuständig. Das beinhaltet die Beurteilung der Risiken auf SoloEbene sowie unter Berücksichtigung von Korrelationen und Wechsel­
wirkungen auch die Beurteilung der Risiken auf Ebene der (Rück-)
Versicherungsgruppe. Risiken, die auf Gruppen-Ebene wesentlich sein
können, sind in der Guideline 55 der Interim Measures aufgeführt.
Um eine umfassende Risikoüberwachung sicherzustellen, ist analog
den Solo-Gesellschaften auch auf Ebene des obersten Unternehmens
ein revolvierender Risikomanagementprozess zu implementieren.
Diskussionspunkte
Aufgrund der grundsätzlich vorherrschenden europaweiten Einigkeit zu den
Anforderungen an das Governance System werden sich die Diskussionen auf
wenige Themenbereiche beschränken.
Einen wesentlicher Diskussionspunkt ist weiter in der praktischen
Umsetzung des Proportionalitätsprinzips im Kontext des Governance
Systems zu sehen, dem bislang keine Bemessungsgrundlage zugrunde
liegt und dessen Klarstellung letztendlich den nationalen Aufsichtsbehörden
obliegt. In diesem Zusammenhang bestehen insbesondere Fragen zur
Organisation und Ausgestaltung der Governance Funktionen sowie der
Granularität der Leitlinien und Dokumentation. An dieser Stelle werden
auch die Aufsichtsbehörden im eigenen Interesse sicherstellen müssen,
dass eine angemessene Implementierung der Interim Measures erfolgt.
Hierzu bedarf es eines Dialogs der (Rück-)Versicherungsunternehmen mit
ihren Aufsichtsbehörden.
Auswirkungen auf Unternehmen
Ein Großteil der Aspekte des Governance-Systems ist deutschen Versicherern
aus den MaRisk VA bereits bekannt. Nach einer erfolgten Analyse des
Umsetzungs­standes sollten Unternehmen sich daher auf die Einrichtung der
Versicherungsmathematischen Funktion, das Thema Kapitalmanagement in
Zusammenhang mit dem Management der Eigenmittel und die Umsetzung
und Anwendung des Prudent Person Principle im Unternehmen fokussieren.
Ein weiterer wichtiger Baustein eines effektiven Governance-Systems ist
schließlich die Dokumentation. Hierunter sind nicht nur die erforderlichen
Organisationsstrukturen, Prozesse und Policies zu verstehen, sondern bspw.
auch die Dokumentation der Berücksichtigung von RisikomanagementAspekten in Entscheidungen der Geschäftsleitung.
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9
Interim Measures zur zukunftsgerichteten unter­
nehmenseigenen Risikobeurteilung (basierend auf den
ORSA-Prinzipien)
Inhalte
Die von EIOPA zur Konsultation veröffentlichten Leitlinien zum forward
looking assessment of the undertaking’s own risks (based on the ORSA
principles) decken sich inhaltlich weitestgehend mit den im Juli 2012
veröffentlichten Level 3-Leitlinien4. Zusätzlich wurden jedoch Leitlinien zum
Umgang in der Vorbereitungsphase vorangestellt sowie eine neue Leitlinie
zum Bericht an die Aufsicht in der Vorbereitungsphase ergänzt (supervisory
report of the forward looking assessment of the undertaking’s own risks).
Ziele
Durch die vorzeitige Implementierung der ORSA-Prinzipien sollen
Versicherungs­unternehmen in die Lage versetzt werden, bestehende Lücken
in Prozessen und Verfahren zu identifizieren und entsprechende Gegen­
maßnahmen angemessen einleiten zu können. Dazu gehört auch die früh­
zeitige Verzahnung von Risiko- und Kapitalmanagement.
Diskussionspunkte
Die Bewertung des Gesamtsolvabilitätsbedarfs kann auch im bestehenden
Aufsichtsregime durchgeführt werden. Die laufende Überwachung der
Eigenkapitalanforderungen und der Anforderungen der versicherungs­
technischen Rückstellungen sowie die Bewertung der Annahmen der
Solvabilitätskapitalanforderungen sind jedoch stark an die zukünftigen
Solvency II-Anforderungen gebunden.
Insgesamt wurden von EIOPA folgende Diskussionspunkte identifiziert und
bewertet, die in der Vorbereitungsphase für ORSA zu berücksichtigen sind:
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Versicherungsgruppen
Die Hauptdiskussionspunkte aus den vorbereitenden Leitlinien ergeben sich
daher insbesondere aus dem Umstand, dass nicht alle Elemente von ORSA
vollumfänglich durchgeführt werden können, sofern das geltende Aufsichts­
regime noch nicht die finalen quantitativen Solvency II-Anforderungen
widerspiegelt.
4
EIOPA Final Report on Public Consultation No. 11/008 v. 9.7.2012.
Service
Solvency II-Newsletter Mai 2013
10
Diskussionspunkte
Bewertung durch EIOPA
Sind die Anforderungen zur Überwachung der kontinuierlichen Einhaltung der
Eigenkapitalanforderungen und der Anforderungen der versicherungstechnischen
Rückstellungen sowie die Bewertung der Abweichung des Risikoprofils von den
Annahmen, die der Solvabilitätskapitalanforderung zugrunde liegen, schon in der
Vorbereitungsphase sinnvoll?
Die Anforderungen sind sinnvoll und sollen schon in der Vorbereitungsphase
erfüllt werden. Dadurch können die Implementierungsbemühungen (insb.
bzgl. Prozesse und Verfahren) organisierter und zielgerechter erfolgen. Um die
zukünftigen Solvabilitätskapitalanforderungen zu ermitteln, sollen alle verfügbaren
Informationen verwendet werden. Defizite in Prozessen und Verfahren führen zu
keinen anderen Aufsichtsmaßnahmen, als einer verstärkten Kommunikation mit
den betroffenen Unternehmen.
Ist es sinnvoll, Leitlinien und Beispiele zur zukunftsgerichteten unternehmens­
eigenen Risikobeurteilung (ORSA) und zum entsprechenden Bericht an die
Aufsicht zur Verfügung zu stellen?
Es wird erwartet, dass der Inhalt des ORSA-Berichts an die Aufsicht in den finalen
Level II Implementing Measures weiter konkretisiert wird. In der Zwischenzeit hält
EIOPA es aufgrund der unternehmensspezifischen Unterschiede nicht für sinnvoll,
konkrete Vorgaben zu machen.
Sollte es möglich sein, dass (Rück-)Versicherungsgruppen in der Vorbereitungsphase einen Einzelbericht auf Gruppen-Ebene erstellen? Dieser Bericht umfasst
dann alle Gruppenmitglieder und fasst die Ergebnisse der einzelnen Unternehmen
zusammen.
EIOPA erachtet es für sinnvoll, dass (Rück-)Versicherungsgruppen auch in der
Vorbereitungszeit einen Einzelbericht auf Gruppen-Ebene einreichen können.
Sollen konkrete Vorgaben bezüglich des Inhalts einer Richtlinie zur zukunfts­
gerichteten unternehmenseigenen Risikobeurteilung (ORSA) gegeben werden?
EIOPA will nicht, dass den einzelnen Versicherungsunternehmen konkrete Inhalte
sowie eine Struktur der Richtlinie zur zukunftsgerichteten unternehmenseigenen
Risikobeurteilung vorgeben werden. Stattdessen hat die Geschäftsleitung die Aufgabe und Verantwortung, eine angemessene Richtlinie zu gewährleisten.
Ist eine quantitative Beurteilung von Abweichungen zur Solvency II-Standardformel
unabhängig von deren Signifikanz durchzuführen?
EIOPA glaubt, dass es in der Vorbereitungsphase ausreichend ist, mit einer
qualitativen Beurteilung von Abweichungen zur Solvency II-Standardformel zu
beginnen und nur bei einer signifikanten Differenz mit einer quantitativen
Beurteilung fortzufahren.
Ist eine Verwendung der Internen Modell-Ergebnisse zur kontinuierlichen Überwachung der Solvabilitätskapitalanforderungen zulässig, auch wenn das Interne
Modell noch nicht genehmigt ist?
EIOPA erachtet es für sinnvoll, dass Unternehmen, die sich in der Vorantrags­
phase befinden, die Beurteilung der kontinuierlichen Einhaltung der Eigenkapitalanforderungen sowohl auf Internen Modell-Ergebnissen als auch auf Standardformelergebnissen durchführen sollten. Im Falle einer Nichtgenehmigung des
Internen Modells ist es sinnvoll, sich in der zukunftsgerichteten unternehmenseigenen Risikobeurteilung (ORSA) nicht nur auf Interne Modell-Ergebnisse zu
verlassen.
Gesetzgebungsverfahren
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11
Handlungsbedarf
Die vorbereitenden Leitlinien zur zukunftsgerichteten unternehmenseigenen
Risikobeurteilung machen deutlich, welchen hohen Stellenwert die Aufsicht
(auch zukünftig) dem Thema ORSA beimisst. In der Vorbereitungsphase
wird es deshalb vor allem darauf ankommen, in einem ersten Schritt eine
Analyse des existierenden Umsetzungsstands durchzuführen, um dann mit
der konkreten Umsetzung und Konzeption neuer Inhalte sowie der finalen
Implementierung fortzufahren. Eine Herausforderung dabei wird es sein,
die noch in Diskussion befindlichen quantitativen Solvency II-Anforderungen
zumindest qualitativ beurteilen zu können, aber auch schon erste
quantitative Ergebnisse bereitzustellen.
Grund genug also die eigenen Aktivitäten bezüglich ORSA nochmals neu zu
bewerten und die Implementierungsbemühungen weiter voranzutreiben.
Folgende Aktivitäten sollten spätestens jetzt gestartet werden:
• Durchführung von Schulungen und Workshops mit wesentlichen
Stakeholdern, um die Anforderungen zu vermitteln
• Analyse
– Relevante Richtlinien, Prozesse, Methoden, Tools und
Berichtsstrukturen analysieren
– Handlungsfelder identifizieren
• Konzept
– Rollen und Verantwortlichkeiten bzgl. ORSA festlegen und ORSARichtlinie erstellen bzw. vorhandene Richtlinien anpassen
– ORSA-Prozess entwickeln bzw. vorhandene Prozesse erweitern
– Bestehende Risikomanagementmethoden und Tools (RTF-Konzept,
Limitauslastung, Risikoanalyse, ALM-Tools etc.) für ORSA-Zwecke
erweitern und anpassen
– Definition von Methoden und Tools für Projektionen, Stresstests und
Szenarioanalysen
– Definition von Methoden und Tools zur Analyse der SCR-Ergebnisse
und zur Beurteilung der Angemessenheit der Kapitalanlagen und
Eigenmittel
– Datenzulieferungen klären und definieren (Datenqualität prüfen)
– Dokumentationskonzept für regulären sowie anlassbezogenen ORSA
entwickeln
– Internen/externen ORSA-Bericht entwickeln
• Umsetzung und Überführen in den Regelbetrieb planen und
vorbereiten
Gesetzgebungsverfahren
Solvabilitätsübersicht &
Eigenmittel
Kapitalanforderungen
Governance &
risikostrategischer Rahmen
Prozesse, Kontrollen,
Daten, IT
Aufsichtsrechtliches
Meldewesen & Offenlegung
Aufsichtsrechtlicher Dialog &
Genehmigungsverfahren
Versicherungsgruppen
Service
Solvency II-Newsletter Mai 2013
12
Interim Measures zur Vorantragsphase für Interne
Modelle
Ziele
Unter der Vorantragsphase versteht man einen freiwilligen informellen
Austausch zwischen der Aufsichtsbehörde und dem Unternehmen, das ein
eigenes Internes Modell beantragen möchte. Sie zielt darauf ab, Aufsichts­
behörde und Unternehmen ein gemeinsames Verständnis des Internen
Modells und der Anforderungen an die Genehmigung zu ermöglichen.
Darüber hinaus soll der Vorbereitungsstand des Unternehmens hinsichtlich
der Antragsstellung durch die Aufsichtsbehörde eingeschätzt werden.
Inhalte
Zusätzlich zur Beschreibung des Vorgehens und der Ziele der Vorantrags­
phase sind in den Leitlinien die Vorschriften erfasst, die das Interne Modell
unter Solvency II erfüllen muss. Die Leitlinien decken thematisch die
folgenden Bereiche ab:
Solvabilitätsübersicht &
Eigenmittel
Abb. 2 Leitlinien zur Vorantragsphase
Arbeitsweise
der Colleges
Über­greifende
Themen
Kapitalanforderungen
Modell­
änderungen
inkl. Gruppenvorgaben
Externe
Modelle und
Daten
Dokumentation
Vorantrags­phase
Validierung inkl.
Besonderheiten
für Gruppen
Governance &
risikostrategischer Rahmen
Verwendungstest inkl.
Gruppen­
vorgaben
Annahmen
und Expertenmeinung
Gewinn- und
Verlust­
zuordnung
Kalibrierung
Wahr­scheinlich­
keits­
verteilungs­
prognose
Gesetzgebungsverfahren
Methodische
Konsistenz
Prozesse, Kontrollen,
Daten, IT
Aufsichtsrechtliches
Meldewesen & Offenlegung
Aufsichtsrechtlicher Dialog &
Genehmigungsverfahren
Versicherungsgruppen
Service
Solvency II-Newsletter Mai 2013
13
Im Folgenden werden die einzelnen Themenbereiche zusammenfassend
beschrieben.
Übergreifende Themen
Zur Bestimmung des Umfangs der während der Vorantragsphase durch­
zuführenden Prüfungen berücksichtigt die Aufsichtsbehörde die
Besonderheiten des Unternehmens und des jeweiligen Internen Modells
sowie das Proportionalitätsprinzip. Bezüglich des Proportionalitätsprinzips
sollen insbesondere die Art, der Umfang und die Komplexität der Risiken,
denen das Unternehmen ausgesetzt ist, sowie die Gestaltung, der Umfang
und die qualitativen Aspekte des Internen Modells des Unternehmens
berücksichtigt werden. Die Aufsichtsbehörde soll dem Unternehmen eine
Rückmeldung zu den durchgeführten Prüfungen geben. Sofern nennens­
werte Änderungen des Internen Modells vorgenommen werden oder geplant
sind, sind diese an die Aufsichtsbehörde zu melden. Die Aufsichtsbehörde
soll im Gegenzug solche Änderungen überwachen und gegebenenfalls
überprüfen.
Modelländerungen
Die Modelländerungsrichtlinie, die von Unternehmen aufzusetzen ist,
muss alle wesentlichen Aspekte, die die Solvabilitätskapitalanforderung
beeinflussen, berücksichtigen. Diesbezüglich sind jedoch Minimal­
anforderungen zu beachten. Für die Klassifizierung von Modelländerungen
in wesentliche und unwesentliche Änderungen muss das Unternehmen
sowohl qualitative als auch quantitative Indikatoren, die die Besonderheiten
des Unternehmens sowie des Internen Modells berücksichtigen, definieren.
Die Auswirkungen einer jeden Änderungen müssen dabei gesondert und in
Kombination mit weiteren Änderungen beurteilt werden.
Verwendungstest
Die Aufsichtsbehörde soll während der Vorantragsphase beurteilen,
inwiefern das Unternehmen den Anforderungen des Artikels 120 der
Solvency II-Rahmenrichtlinie entspricht. Dabei sind bspw. die Einschätzung
der Geeignetheit des Internen Modells, das Verständnis über das Interne
Modell, die Verwendung des Internen Modells im Risikomanagementsystem
und dessen Unterstützung bei der Entscheidungsfindung von Relevanz. Die
Verwendung des Internen Modells im Risikomanagement und im
Entscheidungs­prozess muss dabei so gestaltet sein, dass mit ihr ein Anreiz
zur Verbesserung des Internen Modells einhergeht. Daneben muss das
Unternehmen einen Prozess zur Überwachung des Risikoprofils
implementieren und festlegen, wie eine solche Änderung eine
Neuberechnung der Solvabilitätskapitalanforderung erforderlich macht.
Annahmen und Expertenmeinung
Im Rahmen des Internen Modells muss das Unternehmen verschiedene
Annahmen festlegen, welche auch auf Expertenmeinungen basieren können.
Die Festlegung von Annahmen muss dabei auf Basis eines validierten und
dokumentierten Prozesses erfolgen, sodass dem Transparenzaspekt
Rechnung getragen wird. In Bezug auf Expertenmeinungen muss ein
formeller und dokumentierter Feedbackprozess zwischen dem Geber und
dem Verwender der Expertenmeinung etabliert werden. Die Festlegung von
Annahmen inkl. der Verwendung von Expertenmeinungen hat dem
Validierungsprozess des Unternehmens zu unterliegen.
Methodische Konsistenz
Die Konsistenz zwischen den Methoden zur Bestimmung der
Wahrscheinlichkeits­verteilungsprognose und den Bewertungsmethoden
muss sichergestellt sein. Eine Beurteilung der Konsistenz auf quantitativer
Ebene muss, sofern möglich, durchgeführt werden.
Wahrscheinlichkeitsverteilungsprognose
Dem Internen Modell liegt eine Wahrscheinlichkeitsverteilungsprognose
zugrunde, welche einer ausreichenden Reihe von einander ausschließenden
zukünftigen Ereignissen eine Eintrittswahrscheinlichkeit zuweist. Die
versicherungsmathematischen und statistischen Methoden zur Berechnung
dieser Wahrscheinlichkeitsprognose müssen angemessen sein und die
Berechnung einer Wahrscheinlichkeitsverteilungsprognose ermöglichen,
die alle wesentlichen Aspekte des Risikoprofils berücksichtigt und die zur
Unterstützung der Entscheidungsfindung herangezogen werden kann. Die
Angemessenheit der Wahrscheinlichkeitsverteilungsprognose wird von den
Aufsichtsbehörden bewertet, wobei bspw. überprüft wird, inwiefern die
Wahrscheinlichkeitsverteilungsprognose das Risikoprofil des Unternehmens
berücksichtigt und inwiefern die Art, der Umfang und die Komplexität der
berücksichtigen Risiken Rechnung getragen wird.
Gesetzgebungsverfahren
Solvabilitätsübersicht &
Eigenmittel
Kapitalanforderungen
Governance &
risikostrategischer Rahmen
Prozesse, Kontrollen,
Daten, IT
Aufsichtsrechtliches
Meldewesen & Offenlegung
Aufsichtsrechtlicher Dialog &
Genehmigungsverfahren
Versicherungsgruppen
Solvency II-Newsletter Mai 2013
Service
14
Kalibrierung
Das Unternehmen muss zur Berechnung der Solvabilitätskapitalforderung
verschiedene Kalibrierungen wie bspw. der Parameter der versicherungstechnischen Risikomodule durchführen. Wesentliche Unsicherheiten im
Zusammenhang mit Kalibrierungsannäherungen sind dabei jedoch ausdrücklich nicht gestattet, sofern diese zu einer Unterschätzung der
Solvabilitätskapitalforderung führen. Darüber hinaus muss beurteilt werden,
ob es zwischen den einzelnen Näherungswerten Wechselwirkungen gibt,
deren Verwendung einer expliziten Erlaubnis bedarf. Ferner sind
Management­maßnahmen bei der Berechnung der Solvabilitäts­kapital­
anforderung zu berücksichtigen, sofern im Rahmen des Internen Modells ein
Zeithorizont größer als ein Jahr gewählt wurde.
Gewinn- und Verlustzuordnung
Die Gewinn- und Verlustzuordnung je Hauptgeschäftsbereich muss im
Einklang mit der vorgesehenen Anwendung der Gewinn- und Verlust­
zuordnung im Rahmen des Verwendungstests und der Validierung stehen.
Die Verwendung der Ergebnisse der Gewinn- und Verlustzuordnung muss
bewertet und dokumentiert werden. Die auf Basis der Gewinn- und
Verlustzuordnung durchgeführte Bewertung der Leistung des Internen
Modells muss in dem Validierungsprozess berücksichtigt werden.
Validierung
Die Validierungsrichtlinie, die von Unternehmen aufzusetzen ist, muss
mindestens die folgenden Inhalte abdecken:
• Angaben über die Prozesse, Methoden und Werkzeuge zur Validierung
des Internen Modells und deren Zwecke;
• Angaben über die Frequenz der regelmäßigen Validierungen für jeden
Teil des Internen Modells und die Umstände, die zusätzliche
Validierungen auslösen;
• Angaben über die Personen, die für die jeweiligen Validierungen
verantwortlich sind, und
• Angaben über das Verfahren, das anzuwenden ist, wenn die Validierung
Probleme hinsichtlich der Zuverlässigkeit des Internen Modells aufdeckt
sowie über den Entscheidungsprozess, durch den diese Feststellungen
adressiert werden.
In einem Validierungsbericht müssen die Ergebnisse der Validierungs­
aktivitäten dokumentiert werden. Die Validierungsaktivitäten müssen dabei
auf qualitativer und auf quantitativer Basis durchgeführt werden. Das
Unternehmen muss sich der Einschränkungen in Bezug auf die Qualität des
Validierungsprozesses bewusst sein und muss diese dokumentieren. Der
Validierungsprozess ist durch eine angemessene Governance zu
komplettieren. Der spezifische Zweck der einzelnen Validierungen sowie
die Rollen jeder im Rahmen der Validierungsaktivitäten involvierten Partei
müssen dargestellt werden. In diesem Zusammenhang ist es auch wichtig,
dass die Unabhängigkeit der Validierung durch das Unternehmen sicher­
gestellt wird. Darüber hinaus müssen Unternehmen in der Lage sein zu
erklären, welche Teile des Internen Modells durch welche Instrumente
validiert werden und warum die jeweiligen Validierungsinstrumente für
diese Zwecke angemessen sind.
Dokumentation
Die Dokumentation des Internen Modells inkl. verwendeter Software und
Modellierungsprogrammen muss ein detailliertes Verständnis des Modells
erlauben und muss stets aktualisiert werden. Die Dokumentation sollte mehr
als eine Dokumentationsebene, d. h. bspw. verschiedene Dokumente mit
unterschiedlichem Detailniveau, enthalten, um den verschiedenen
Verwendungszwecken und Zielgruppenansprüchen gerecht zu werden. In
diesem Zusammenhang muss auch ein Handbuch zur Modellanwendung
erstellt werden. Im Rahmen der Modelldokumentation sind sowohl die
Mängel als auch die Modellergebnisse zu erfassen.
Gesetzgebungsverfahren
Solvabilitätsübersicht &
Eigenmittel
Kapitalanforderungen
Governance &
risikostrategischer Rahmen
Prozesse, Kontrollen,
Daten, IT
Aufsichtsrechtliches
Meldewesen & Offenlegung
Aufsichtsrechtlicher Dialog &
Genehmigungsverfahren
Externe Modelle und Daten
Alle in die Verwendung externer Modelle einbezogenen Personen müssen
über ein angemessenes Maß an Verständnis in Bezug auf die externen
Modelle (Annahmen, technische und operative Eigenschaften) verfügen.
Die Auswahl eines Anbieters für externe Modelle muss regelmäßig hinterfragt und die Abhängigkeit von einem Anbieter muss vermieden werden.
Die Annahmen externer Modelle und Daten sowie der Auswahlprozess
unterliegen dem Validierungsprozess des Unternehmens. Ferner ist auch die
Einhaltung der Dokumentationsstandards für externe Modelle und Daten
sicherzustellen.
Versicherungsgruppen
Solvency II-Newsletter Mai 2013
Service
15
Arbeitsweise der Colleges während der Vorantragsphase für
interne Gruppenmodelle
Sofern eine internationale (Rück-)Versicherungsgruppe ein Gruppenmodell
genehmigen lassen möchte, sind verschiedene nationale Aufsichtsbehörden
in den Vorantragsprozess eingebunden. Diesem Sachverhalt geschuldet
werden in den Leitlinien verschiedenen Vorgaben gemacht, die sich auf den
Ablauf und die Koordination der Tätigkeiten der verschiedenen Aufsichts­
behörden beziehen. Die Gruppenaufsichtsbehörde und die nationalen
Aufsichtsbehörden sollen diesbezüglich ein effizientes Vorgehen und
eine effiziente Verteilung der Aufgaben während der Vorantragsphase
beschließen. Die Hauptverantwortung liegt dabei bei der Gruppenaufsichts­
behörde.
Gruppenanforderungen
In den Guidelines werden hinsichtlich der Modelländerungen, dem
Verwendungstest und der Validierung Gruppenvorgaben formuliert. Diese
lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:
• Eine Modelländerungsrichtlinie mit Gültigkeit für die gesamte (Rück-)
Versicherungsgruppe muss erstellt werden.
• Das Interne Modell muss an Geschäft und Risikomanagementsystem der
Unternehmen einer (Rück-)Versicherungsgruppe ausgerichtet werden.
• Die Validierungsrichtlinie muss sowohl die Validierungen auf Ebene der
(Rück-)Versicherungsgruppe als auch auf Ebene der Einzelgesellschaften
berücksichtigen.
Diskussionspunkte und Fragen
Durch das Anstreben eines einheitlichen Vorgehens in Europa sowie durch
die Stärkung der Bedeutung der Vorantragsphase lässt sich die
Veröffentlichung der Leitlinien durch EIOPA insgesamt als positiv werten.
Nichtsdestotrotz wäre es aus Sicht der Unternehmen wünschenswert, wenn
der Vorantragsphase ein verbindlicherer Charakter zugesprochen würde.
Ohne diesen verbindlichen Charakter besteht für das Unternehmen weiterhin ein hohes Maß an Unsicherheit in Bezug auf die Genehmigung ihres
Internen Modells, auch wenn sie an der Vorantragsphase teilgenommen
haben und dabei in engem Austausch mit der Aufsichtsbehörde standen.
Auswirkungen/Handlungsempfehlungen
Trotz der Tatsache, dass die Aufsichtsbehörde während der Vorantragsphase
gegenüber dem Unternehmen keine verbindlichen Aussagen in Bezug auf die
Genehmigung des Internen Modells trifft, sollten sich Unternehmen die
Vorteile der Vorantragsphase, wie bspw. einen engen Informationsaustausch
mit der Aufsicht, zunutze machen.
Dieser Prozess ist in Deutschland bereits in vollem Gange. Unternehmen
sollten sich bis 2016 darauf konzentrieren, die in den Leitlinien vielfach
genannte Konsistenz der Annahmen und Methoden sicherzustellen und
die Auswahl dieser in einer Art Self-Assessment immer wieder auch zu
begründen. Das erwähnte Handbuch (User Manual) für das Interne Modell
zusammen mit den Dokumenten der unabhängigen Validierung (Validation
Policy und Validation Report), auf die ebenfalls besonderes Augenmerk zu
legen ist, bildet hierfür einen geeigneten Rahmen.
Gesetzgebungsverfahren
Solvabilitätsübersicht &
Eigenmittel
Kapitalanforderungen
Governance &
risikostrategischer Rahmen
Prozesse, Kontrollen,
Daten, IT
Aufsichtsrechtliches
Meldewesen & Offenlegung
Aufsichtsrechtlicher Dialog &
Genehmigungsverfahren
Versicherungsgruppen
Service
Solvency II-Newsletter Mai 2013
16
Interim Measures zur Berichterstattung an die
nationalen Aufsichtsbehörden
Mit dem „Reporting to regulators“ greifen die Interim Measures
wesentliche Anforderungen an das quartalsweise und jährliche
Meldewesen an nationale Aufsichtsbehörden auf. Die dabei
vorgesehenen quantitativen und qualitativen Informationen
sollen bereits ab dem Jahr 2015 zumindest vom Großteil der
Versicherungsunternehmen der verschiedenen Mitgliedsstaaten
zur Verfügung gestellt werden. Eine Veröffentlichung dieser
Informationen ist bislang nicht vorgesehen, auch wenn die
Europäische Zentralbank gleichermaßen auf Bereitstellung
statistischer Daten drängt.
Ziele
EIOPA verfolgt mit den Guidelines on submission of information to national
competent authorities das Ziel, die Versicherungsunternehmen auf die
Bericht­erstattung im zukünftigen Solvency II-Regelbetrieb – mit besonderem
Fokus auf das Implementieren und Testen der dazu notwendigen Systeme –
vorzubereiten.
Inhalt
Die Guidelines on submission of information to national competent
authorities bauen auf dem Stand der von EIOPA im Juli 2012
veröffentlichten quantitativen Reporting Templates (QRTs) auf. Es ist
geplant, dass die an die Versicherungsunternehmen gerichteten Solo-QRTs
erstmalig zum Stichtag 31. Dezember 2014 geliefert werden müssen und
diese 20 Wochen nach Jahresende dafür Zeit haben. Daran schließen sich ab
30. September 2015 erstmals die quartalsweisen QRTs mit einer Meldefrist
von längstens 8 Wochen nach Quartalsende an.
Gesetzgebungsverfahren
Für Gruppen gelten dieselben erstmaligen Termine für die jährliche und
quartärliche Berichterstattung, allerdings mit verlängerten Fristen von
jeweils 6 Wochen.
Folgende Tabelle veranschaulicht im Detail, welche QRTs auf Solo- und auf
Gruppen-Ebene, jährlich oder quartärlich berichtet werden müssen.
Solvabilitätsübersicht &
Eigenmittel
Kapitalanforderungen
Governance &
risikostrategischer Rahmen
Prozesse, Kontrollen,
Daten, IT
Aufsichtsrechtliches
Meldewesen & Offenlegung
Aufsichtsrechtlicher Dialog &
Genehmigungsverfahren
Versicherungsgruppen
Service
Solvency II-Newsletter Mai 2013
17
QRT
BI
BS-C1
BS-C1D
AS-D1
AS-D2O
TP-F1
Bezeichnung
Basic information
Balance-sheet
Assets and liabilities by currency
Detailed list of assets
Detailed list of derivatives – open positions
Life and Health Similar to Life Techniques
Technical Provisions – Best Estimate by
country
TP-E1
Non-life Technical Provisions – Best
Estimate by country
TP-F1Q
Life and Health Similar to Life Techniques
Technical Provisions
TP-E1Q
Non-life Technical Provisions
OF-BQ1
Own funds
SCR-B2A SCR – for undertakings on Standard
Formula or Partial Internal Models
SCR-B2B SCR – for undertakings on Partial Internal
Models
SCR-B2C SCR – for undertakings on Full Internal
Models
SCR-B3A SCR – Market risk
SCR-B3B SCR – Counterparty default risk
SCR-B3C SCR – Life underwriting risk
SCR-B3D SCR – Health underwriting risk
SCR-B3E SCR – Non-life underwriting risk
SCR-B3F SCR – Non-life catastrophe risk
SCR-B3G SCR – Operational risk
MCR-B4A MCR – Undertakings other than composites
MCR-B4B MCR – Composite undertakings
G01
Entities in the scope of the group
G03
Insurance and reinsurance solo
requirements
G04
Other regulated and non-regulated financial
entities including insurance holding
companies solo requirements
G14
Contribution to group technical provisions
Solo
Gruppe
jährlich quartärlich jährlich quartärlich
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
Gesetzgebungsverfahren
Solvabilitätsübersicht &
Eigenmittel
Kapitalanforderungen
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
Governance &
risikostrategischer Rahmen
Prozesse, Kontrollen,
Daten, IT
Aufsichtsrechtliches
Meldewesen & Offenlegung
Aufsichtsrechtlicher Dialog &
Genehmigungsverfahren
Versicherungsgruppen
x
x
Service
x
x
Solvency II-Newsletter Mai 2013
18
Qualitative Informationen
Den Interim Measures zufolge müssen Versicherungsunternehmen auch
qualitative Informationen bereitstellen, die allerdings weniger ausführlich
sein müssen, als in den letzten Draft Guidelines gefordert. EIOPA fordert die
Bereitsstellung von Informationen zu den Themenbereichen System of
Governance (Fit & Proper, Risk Management System, Internal Control
System, Groups, Governance Structure), Capital Management
(Informationen zur Struktur, Höhe und Qualität der Basic Own Funds) und
Valuation for Solvency Purposes (Bewertung der Assets, Technical Provisions
und Other Liabilities). Diese Anforderungen gelten sowohl auf Solo- als auch
auf Gruppen-Ebene. Außerdem müssen Versicherungs­unter­nehmen eine
Reporting Policy vorweisen können, welche den Reporting-Prozess inklusive
interner Verantwortlichkeiten, Zeitschienen sowie der Prozesse und
Kontrollen zur Sicherstellung der Verlässlichkeit, Voll­ständigkeit und
Konsistenz beschreibt. Es gelten hierbei die gleichen Termine und Fristen
wie im jährlichen Reporting bzw. dieselben Kriterien der Berichts­pflicht wie
bei den quantitativen Anforderungen.
EZB-Reporting
Aufgrund der Verzögerungen in der Implementierung von Solvency II kann
die Europäische Zentralbank (EZB) das Reporting unter Solvency II nicht für
ihre eigenen Zwecke nutzen. Daher ist geplant, eine Regulierung zu erlassen,
welche die EZB ermächtigt, erste statistische Informationen von Ver­
sicherungs­unternehmen ab Q3 2015 zu sammeln. Es ist angekündigt, dass
die EZB eine Kostenanalyse inkl. der Anforderungen für Bilanzpositionen auf
Solo-Ebene durchführen wird. Weiterhin sind Berichts­anforderungen zu
Gruppen, Finanzstabilität sowie Gewinnen und Verlusten in einem zweiten
Schritt geplant.
Diskussionspunkte und Fragen
Insgesamt sind die Interim measures zu den Guidelines on submission of
information to national competent authorities als positiv zu werten, da sie ein
europaweit einheitliches Vorgehen sicherstellen. Sie stellen auch keine
grundsätzlichen Überraschungen zu dem bereits im Juli 2012 ver­
öffentlichten Reporting Package dar. Allerdings macht EIOPA auch ausdrücklich klar, dass die Bestimmungen ab dem Jahr 2015 nur in Kraft treten
werden, wenn die Omnibus II-Bestimmungen bis dahin Gültigkeit erlangen
und die Säule I-Anforderungen von Solvency II final verabschiedet und
bekannt sind. Dies ist ein Unsicherheitsfaktor für die Versicherungs­
unternehmen. Ebenfalls unklar ist, inwiefern die nationalen Aufsichts­
behörden ab dem 1. Januar 2014 dazu in der Lage sein werden, die
Guidelines umzusetzen.
Auswirkungen/Handlungsempfehlungen
Wir empfehlen, dass sich Versicherungsunternehmen – wenn nicht bereits
geschehen – zeitnah mit den Anforderungen auseinandersetzen. Um fest­
zustellen, inwiefern die Anforderungen an die Berichterstattung bereits
erfüllt werden können, bietet es sich an, eine Gap-Analyse durchzuführen.
Dabei sollten die Prioritäten zunächst auf die in den Interim Measures
geforderten Informationen gelegt werden. Durch die Analyse wird es möglich sein, weitere Handlungsfelder zu identifizieren, um die Interim
Measures vollumfänglich umsetzen zu können und sich gut auf die
Berichtsanforderungen vorzubereiten. Ein besonderer Fokus sollte dabei
sein, die Verfügbarkeit, Granularität und Qualität der benötigten Daten zu
überprüfen, und sicherzustellen, dass diese innerhalb der vorgegebenen
Zeiträume aufbereitet und geliefert werden können. Dabei sollte auch
berücksichtigt werden, dass Daten, die von außerhalb des Unternehmens
(z. B. von Asset Managern) zugeliefert werden, die genannten
Anforderungen erfüllen und fristgerecht geliefert werden. Durch Testläufe,
welche alle involvierten Parteien einbinden, kann sichergestellt werden,
dass alle Systeme und Prozesse zur Berichterstattung ab dem geforderten
Zeitpunkt einwandfrei funktionieren. Auch können so Schnittstellen zu
anderen Berichterstattungsprozessen (z. B. dem Jahresabschluss) erkannt
und Synergien gehoben werden. Ebenfalls sollte frühzeitig die Reporting
Policy zur Darstellung der Prozesse inkl. Kontrollen, der Zeitschienen und
der Verantwortlichkeiten entwickelt werden, um auch bereits während der
Testläufe die definierten Prozesse und Verantwortlichkeiten durch­zuspielen.
Gesetzgebungsverfahren
Solvabilitätsübersicht &
Eigenmittel
Kapitalanforderungen
Governance &
risikostrategischer Rahmen
Prozesse, Kontrollen,
Daten, IT
Aufsichtsrechtliches
Meldewesen & Offenlegung
Aufsichtsrechtlicher Dialog &
Genehmigungsverfahren
Versicherungsgruppen
Service
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Service
Gesetzgebungsverfahren
Veranstaltungen
Solvabilitätsübersicht &
Eigenmittel
Solvency II-App
Kapitalanforderungen
Governance &
risikostrategischer Rahmen
Kontakt
weitere bedeutende
Entwicklungen
Prozesse, Kontrollen,
Daten, IT
Aufsichtsrechtliches
Meldewesen & Offenlegung
Abkürzungen
Bestellung und Abbestellung
Aufsichtsrechtlicher Dialog &
Genehmigungsverfahren
Versicherungsgruppen
Service
Die Beiträge sind als Hinweise für unsere Mandanten bestimmt. Für die Lösung einschlägiger Probleme greifen Sie bitte auf die angegebenen Quellen oder die Unterstützung unserer Büros zurück.
Teile dieser Veröffentlichung/Information dürfen nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung durch den Herausgeber nachgedruckt und vervielfältigt werden. Meinungsbeiträge geben die
Auffassung der einzelnen Autoren wieder.
© Mai 2013 PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Alle Rechte vorbehalten.
„PwC“ bezeichnet in diesem Dokument die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, die eine Mitgliedsgesellschaft der PricewaterhouseCoopers
International Limited (PwCIL) ist. Jede der Mitglieds­gesellschaften der PwCIL ist eine rechtlich selbstständige Gesellschaft.
www.pwc.de
Solvency II-Newsletter Mai 2013
Solvency II für Ihr iPad
Mit der Solvency II-App können Sie sich ab sofort über das iPad jederzeit
über alle Kernpunkte von Solvency II informieren.
Anhand der Struktur des Solvency II-Posters stellt die Solvency II-App die
zukünftigen Anforderungen an Erst- und Rückversicherungsunternehmen
und Versicherungsgruppen in übersichtlicher Form dar. Durch interaktives
Navigieren lassen sich dabei gezielt Erläuterungen aufrufen, die grafisch
unterstützt sind, und die Zusammenhänge der Anforderungen ver­
anschaulichen.
Die Solvency II-App ist im App Store kostenfrei erhältlich. Über den
folgenden Link gelangen Sie direkt zur Solvency II-App:
pwc/Solvency II-App
Solvency II-Blog
Besuchen Sie auch unseren Solvency II Blog und informieren Sie sich über
die aktuellen Entwicklungen rund um das Thema Versicherungs­aufsichts­
recht.
Solvency II-Newsletter Mai 2013
Roadshow – EIOPA Interim Measures
Im Rahmen unserer Roadshow möchten wir mit Ihnen gemeinsam zum
Thema „Solvency II: Effiziente Umsetzung der Interim Measures“
diskutieren.
Die Roadshow besteht aus drei Business-Breakfast-Meetings, die an den
Standorten Hannover (4. September 2013), Köln (26. September 2013)
und München (2. Oktober 2013) stattfinden werden.
Im Rahmen des Business Breakfast möchten wir mit Ihnen die folgenden
Fragen thematisieren:
• Wie ist der aktuelle Diskussionsstand zum Solvency II Zeitplan? Welche
Auswirkungen auf Versicherer ergeben sich daraus?
• Welche Anforderungen an das Governance-System, an ORSA bzw. das
Forward Looking Assessment und an das Meldewesen sind unstrittig
und müssen bereits in 2014 umgesetzt sein?
• Wie lassen sich die einzelnen Themen priorisieren? Was sind
Erfolgsfaktoren einer effizienten Umsetzung der Anforderungen?
Datenqualität – Auswirkung auf Prozesse und Kontrollen
Beginn im September 2013, voraussichtliche Standorte: München, Köln,
Hannover
In einer Präsentationsreihe stellen unsere Ansprechpartner die Aus­
wirkungen der Anforderungen von Solvency II auf die Prozesslandschaft und
das Interne Kontrollsystem unter besonderer Betrachtung der Anforderung
an die Datenqualität vor. Dabei werden insbesondere auf effiziente Lösungs­
ansätze zur Erfüllung der Anforderungen nach Solvency II eingegangen und
anhand von Good Practice Beispielen die Bereiche aufgezeigt, in denen
Anpassungsbedarf besteht.
Weitere Informationen erfragen Sie bitte bei
Dirk Klevenhaus
Tel.: +49 69 9585-2067
Zusätzliche Details und den Link zur Anmeldung erhalten Sie im nächsten
Newsletter.
Weitere Informationen erfragen Sie bitte bei
Michael Koch
Tel.: +49 69 9585-5919
Solvency II-Newsletter Mai 2013
Weitere bedeutende Entwicklungen
Neben den umfangreichen Änderungen durch Solvency II sind Erst-, Rückversicherungsunternehmen und Versicherungsgruppen von einer Reihe weiterer
regulatorischer Anforderungen auf deutscher, europäischer und internationaler Ebene betroffen. Die bedeutendsten Entwicklungen werden im Folgenden
im Zeitablauf abgebildet:
2012
2013
2014
2015
2016
Technical Specifications
IORP QIS
Ergebnisse
IORP QIS5
Entwürfe zur
Phasing-in
SIIAnpassung der
(„Interim Measures“
(IM), 2003/41/EG
EIOPA
IORP-Richtlinie
Anpassung der Portabilitätsrichtlinie
Umsetzung
FK-RL
Technische Änderungen
FK-RL 2011/89/EU
Fundamental Review FK-RL 2002/87/EG:
Call for Advice
Recovery
&
Resolution
FK-RL
IORP5
Europäische Entwicklungen
Anwendung der FK-RL 2011/89/EG in nationalem Recht
Neuer Richtlinien-Entwurf
FK-RL2002/87/EG ?
R&R Framework (VU)
Vorschlag Recovery and Resolution
(R&R)-RL (Banken)
IFRS
Com
Frame7
SIFIs
(G-SII)6
Internationale Entwicklungen
5
6
7
Assessment
Methodology (FSB)
Konsultation
„Policy
Measures“
(FSB)
Entwicklung der „Measures“ zur Beaufsichtigung G-SIIs (IAIS)
Liste der SiFis
(FSB)
Draft Concept Paper
Jährliche Prüfung des SiFi-Status
Weiterentwicklung des ComFrame-Konzepts
Kommentierungsphasen zum Concept Paper
Exposure draft IFRS 4 Phase 2
Umsetzung
Anforderungen
Abschließende
Befragung
Re-Exposure draft
IFRS 4 Phase 2
Exposure draft IFRS 9
Auswirkungsstudien ComFrame
Final IFRS 4 Phase 2/Interim Regulations
Erstanwendung
IFRS 4 Phase 2
Erstanwendung IFRS 9
IORP = Institutions for Occupational Retirement Provision; IORP QIS, Erste quantitative Auswirkungsstudie von EIOPA für IORP/EbAV (Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung)
SIFIs = Systemically Important Financial Institutions; G-SII = Global Systematically Important Insurer
ComFrame = Common Framework for the Supervision of Internationally Active Insurance Groups (IAIGs), IAIS
Solvency II-Newsletter Mai 2013
Abkürzungen
AbbAbbildung
BE
Best Estimate
bspwbeispielsweise
ComFrameCommon Framework for the Supervision of Internationally
Active Insurance Groups (IAIG) des IAIS
EbAV
Einrichtung betrieblicher Altersversorgung
EIOPAEuropean Insurance and Occupational Pensions Authority
(Europäische Aufsichtsbehörde des Versicherungswesens)
FKFinanzkonglomerat
G-SIIGlobal Systemically Important Insurer (global systemrelevante
Versicherer)
HGBHandelsgesetzbuch
HRG
homogene Risikogruppe
IFRSInternational Financial Reporting Standards (Internationale
Rechnungslegungsstandards)
IAIS
International Association of Insurance Supervision
insbinsbesondere
IM
Interim Measures
IORP Institutions for Occupational Retirement Provision (EbAV)
ITInformationstechnologie
LTGAImpact assessment on long term guarantees
(Auswirkungsstudie zu langfristigen Garantien) von EIOPA
NCAs
National Competent Authorities
MaRisk VAAufsichtsrechtliche Mindestanforderungen an das
Risikomanagement, BaFin-Rundschreiben 3/2009 (VA)
MCRMinimum Capital Requirements (Mindestkapital­
anforderungen)
OII-RLOmnibus II Directive Richtlinie, EU-Kommission, 19.1.2011
(Entwurf)
QIS
Quantitative Impact Study (Quantitative Auswirkungsstudie)
ORSAOwn Risk and Solvency Assessment (Unternehmenseigene
Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung)
P&L
Profil & Loss
QRT
Quantitative Reporting Templates
R&R
Recovery & Resolution (Abwicklung und Sanierung)
RBNS
Reported but not settled
RLRichtlinie
RSR
Regular Supervisory Report
RTSRegulatory Technical Standard (Technischer
Regulierungsstandard)
SCRSolvency Capital Requirements (Solvabilitätskapitalanforderung)
SFCR
Solvency and Financial Condition Report
SIFISystemically Important Financial Institutions (systemr­elevante
Finanzinstitute)
VAGVersicherungsaufsichtsgesetz
XBRL
eXtensible Business Reporting Language
Solvency II-Newsletter Mai 2013
Bestellung und Abbestellung
PwC unterrichtet in loser Folge über wichtige Aspekte im Zusammenhang
mit Solvency II und der Umsetzung in Deutschland. Gerne können Sie den
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Solvency II-Newsletter Mai 2013
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