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Greening-Broschüre - Deutsche Saatveredelung AG

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2015
Greening in der Praxis
Aktiv gestalten, Chancen nutzen
www.dsv-saaten.de
Greening als Chance nutzen.
Die Deutsche Saatveredelung AG
zählt zu den führenden Pflanzenzuchtunternehmen Deutschlands.
Sie ist spezialisiert auf die Züchtung,
Produktion und den Vertrieb von
Futter- und Rasengräsern, Ölfrüchten,
Kleearten, verschiedenen Zwischenfrüchten, Getreide und Mais. Zum
Unternehmen gehören in Deutschland
neben der Zentrale in Lippstadt
verschiedene Betriebsstätten und
Saatzuchtstationen. Mit zahlreichen
Regionalbüros steht außerdem ein
flächendeckendes Beratungsnetz
zur Verfügung. DSV Saatgut bietet
Qualität aus einer Hand, denn alle
Prozesse rund um das Saatgut sind
im Unternehmen gebündelt. Dabei
verbindet das Qualitätssicherungs­
system IQ (= Integrierte Qualität)
alle Bereiche und sorgt für hohe
Standards.
3
Vorwort
4
Überblick Greening
6
Anbaudiversifizierung
8
Anbaufolgen
10
Zwischenfrüchte als öVF
12
Untersaaten als öVF
14
Leguminosen als öVF
16
Flächenstilllegung als öVF
17
Grünlandauflagen
18
Fragen & Antworten
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
Die neue EU-Agrarreform ist ab dem 01.01.2015 wirksam und wird in
nationales Recht umgesetzt. Grundsätzlich stützt sich die Gemeinsame
Agrarpolitik (GAP) wie bisher auf die Säulen der Direktzahlungen einerseits
und die Entwicklung der ländlichen Räume andererseits. Für landwirtschaftliche Betriebe, ausgenommen ökologisch wirtschaftende Betriebe,
sind primär die Direktzahlungen in Form von Flächenprämien relevant, die
nun zu 30 % an Klima- und Umweltschutz förderliche Landbewirtschaftungsmethoden
gebunden sind. Diese gliedern sich in Anbaudiversifizierung, Erhalt von Dauergrünland und
die Bereitstellung ökologischer Vorrangflächen.
Zunächst scheint das alles eine weitere Reglementierung der Landwirtschaft zu sein. Schnell
werden aber auch Chancen sichtbar, denn viele Maßnahmen, wie zum Beispiel der Zwischenfruchtanbau oder Untersaaten, können praxisübliche, intensive Produktionsweisen ideal
ergänzen. Auch die Akzeptanz der Landwirtschaft in der Bevölkerung kann wieder
ver­bessert werden.
Bei der DSV werden seit Jahrzehnten komplexe Anbaumethoden für ökonomische Fruchtfolgen entwickelt. In Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft entstanden intelligente Systeme
für Untersaaten, Bioenergie, Futterbau und Zwischenfruchtanbau.
Mit intelligent geplanten Fruchtfolgen können nicht nur Greeningvorgaben erfüllt werden,
sie tragen auch zur Effizienzsteigerung bei, fördern die Bodenfruchtbarkeit und beeinflussen
gerade in intensiven Produktionssystemen die Ertragsfähigkeit nachhaltig.
In dieser Broschüre haben wir für Sie die Grundlagen der Greeninganforderungen zusammengestellt und geben Ihnen einen Überblick über die Chancen und Möglichkeiten. Bitte
beachten Sie neben der nationalen Durchführungsverordnung regionale Förderprogramme.
Zu allen Fragen in Sachen Fruchtfolge und Greening berät Sie gerne Ihr DSV Berater von Ort.
Johannes Peter Angenendt, DSV Vorstand
im Dezember 2014
Alle Angaben in dieser Broschüre erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen nach dem Gesetzesstand 11.2014, aber ohne Gewähr
auf Vollständig- und Richtigkeit. Die umfangreichen Rechtstexte werden derzeit in den Bundesländern unterschiedlich interpretiert.
Bitte beachten Sie daher die aktuellen Aussagen der regionalen Beratung!
2
3
Greening – Überblick
Greening im Überblick
Was heißt Anbaudiversifizierung im Rahmen des Greenings?
• Betriebe mit 10 – 30 ha Ackerfläche müssen mindestens zwei Hauptkulturen anbauen
• Eine Hauptkultur darf maximal 75 % der Ackerfläche einnehmen
• Betriebe mit über 30 ha Ackerfläche müssen mindestens drei Hauptkulturen anbauen
• Eine Hauptkulturart darf maximal 75 % bzw. die 1.+ 2. Frucht zusammen maximal 95 % einnehmen
• Grünland wird nicht als Hauptkultur angerechnet
Von der Anbaudiversifizierung freigestellt ist, wessen landwirtschaftliche Fläche zu mehr als 75 % aus Grünland, Ackerfutter oder
Stilllegung besteht und die verbleibende Ackerfläche kleiner als 30 ha ist.
Was gilt als eigenständige Hauptkultur?
Sommer- und Wintergetreidearten zählen als zwei verschiedene Kulturarten (z. B. Sommer- und Winterweizen usw.) Als eine Kulturart
werden z. B. zusammengefasst:
• Körner- und Silomais
• Weichweizen, Hartweizen, Dinkel, Emmer
• Hafer, Saathafer, Nackthafer, Rauhafer
• Ackergräser (Weidelgras, Lieschgras usw.) und sonstige Grünfutterpflanzen wie Kleearten und Kleegrasgemische
• Kulturpflanzenmischungen (Wickroggen, Legu-Hafer-GPS) gelten als eine Kultur, egal welche Komponenten in der Mischung sind
und egal, ob es sich um eine Sommerung oder Winterung handelt
Was bedeutet „Erhalt von Dauergrünland“ in der Praxis?
Ein generelles Umbruchverbot wird es ab dem 01.01.2015 nur in FFH-Gebieten geben. Diese werden als „extrem umweltsensibel“
eingestuft. Das heißt:
• Umwandlung von Grünland in Ackerland ist untersagt
• Pflegeumbruch ist auf einzelbetrieblichen Antrag möglich
Außerhalb von FFH-Gebieten soll ein sog. „einzelbetriebliches Autorisierungssystem“ eingeführt werden. Dieses verhindert den Umbruch
von Grünland, wenn die Grünlandfläche gegenüber dem Referenzjahr 2012 (plus neu entstandene GL-Flächen bis zum 01.01.2015)
auf ein Bundesland bezogen, um mehr als 5 % gesunken ist. Danach ist die Grünlandumwandlung nur bei entsprechender Neuanlage
in gleichem Umfang möglich.
Was ist beim Anbau von Leguminosen zu beachten?
• Der Anbau von stickstoffbindenden Pflanzen wird mit dem Faktor 0,7 als ökologische Vorrangfläche anerkannt, die Betriebe
können aus einer breiten Artenliste auswählen
• Luzerne-/Kleeanbau oder Kleevermehrung sind ebenfalls anrechenbar, Leguminosen dürfen untereinander gemischt
werden – nicht erlaubt sind Klee/Luzerne-Gras-Gemenge und Leguminosen mit nicht-legumen Stützfrüchten
• Hinsichtlich Düngung und Pflanzenschutz sind keine Einschränkungen vorgesehen
• Nach der Ernte der stickstoffbindenden Kulturen ist eine überwinternde Folgefrucht anzubauen
Was ist beim Anbau von Zwischenfrüchten zu beachten?
• Zwischenfruchtanbau wird mit dem Faktor 0,3 als ökologische Vorrangfläche anerkannt
• Für den Zwischenfruchtanbau müssen mindestens zwei Arten in einer Mischung aus einer vorgegebenen breiten
Artenliste verwendet werden, eine Art darf dabei nicht mehr als 60 % an Samen in der Mischung einnehmen
• Wir empfehlen die Saatgutetiketten für eventuelle Kontrollen aufzubewahren
• Statt einer Zwischenfruchtmischung können auch Untersaaten (aber nur Gräser, in Reinsaat oder Mischung) in eine Hauptkultur
gesät werden, für Untersaaten gelten nach der Ernte der Deckfrucht die gleichen Regelungen wie für Zwischenfruchtmischungen
• Düngung ist nur mit Wirtschaftsdünger erlaubt (entsprechend DüV), mineralische Düngung ist nicht zulässig, auch
Klärschlammausbringung ist ausgeschlossen
• Chemisch-synthetischer Pflanzenschutz ist generell verboten
• Die Aussaat der Zwischenfrucht darf nicht vor dem 15. Juli erfolgen
• Die Aussaat hat vor dem 1. Oktober zu erfolgen
• Zwischenfrüchte und Untersaaten dürfen im Ansaatjahr nicht energetisch (z. B. Biogas) oder für Futterzwecke genutzt
werden (Ausnahme: Beweidung mit Schafen und Ziegen)
• Keine Bodenbearbeitung bzw. Einarbeitung der Zwischenfrüchte vor dem 15.02. des darauf folgenden Jahres, es ist
nur ein einmaliges Mulchen erlaubt
• Nach dem 15.02. dürfen Zwischenfrüchte bzw. Untersaaten angedüngt und genutzt werden, es muss jedoch eine neue
Hauptkultur folgen (Dezember 2014: unterschiedliche Interpretation der Länder)
Was sind ökologische Vorrangflächen (öVF) und was muss beachtet werden?
Was ist bei der Flächenstilllegung zu beachten?
Grundsätzlich müssen Betriebe, deren Ackerflächen mehr als 15 ha betragen, zunächst 5 % als ökologische Vorrangfläche vorhalten
(ggf. ist ab 2018 eine Erhöhung auf 7 % möglich). Ökologische Vorrangflächen müssen nicht ausgewiesen werden, wenn
• ≤ 15 ha Ackerfläche
• die landwirtschaftliche Fläche zu mehr als 75 % aus Grünland, Ackerfutter oder Stilllegung besteht und die verbleibende Ackerfläche
kleiner als 30 ha ist
Bei Verstößen wird 2015 u. 2016 maximal die Greeningprämie um 100 % gekürzt, bis 2018 ist eine Erhöhung der Kürzung auf 125 % möglich.
Die Betriebe, die ökologische Vorrangflächen vorhalten müssen, können aus einer Liste entsprechende Maßnahmestandards wählen.
Die gleichzeitige Durchführung verschiedener Maßnahmen ist möglich. Da die einzelnen Maßnahmen mit unterschiedlichen ökologischen
Wertigkeiten eingestuft sind, erhalten diese auch unterschiedliche Gewichtungsfaktoren.
• Mit einer Stilllegung von 5 % der Ackerfläche können die Vorgaben der öVF (Faktor 1) ebenfalls erfüllt werden, gleichzeitig kann
die Fläche der Anbaudiversifizierung dienen
• Flächenstilllegungen haben innerhalb des Bezugszeitraumes 01.01. – 31.08. zu erfolgen
• Folgt nach dem Stilllegungszeitraum der Anbau einer früh auszusäenden Winterung (z. B. Winterraps), ist eine Vorbereitung
dieser Fläche (z. B. Bodenbearbeitung) bereits ab dem 01.08. möglich
•D
auerstilllegungen (mind. 5 Jahre) sind ebenfalls möglich, als Pflegeverpflichtung (z. B. jährliche Mulchtermine) gelten die
Regelungen nach Cross Compliance
• Stilllegungsflächen müssen einen räumlichen Bezug zur Betriebsstätte haben
• Die Stilllegung muss im Winter begrünt sein
• Düngung und Pflanzenschutzmaßnahmen sind nicht zulässig
• Optional sind Selbstbegrünung oder aktive Begrünung möglich – Vorgaben für Begrünungspflanzen gibt es nicht, die DSV
empfiehlt eine aktive Begrünung mit geeigneten Mischungen
Maßnahme
4
Gewichtungsfaktor
1 ha öVF entspricht
Leguminosenanbau
0,7
1,43 ha
Zwischenfruchtanbau, Untersaaten
0,3
3,33 ha
Stilllegung
1,0
1,0 ha
Landschaftselemente (gemäß Cross Compliance)
Hecken und Knicks, Baumreihen
Feldgehölze, Einzelbäume
2,0
1,5
0,5 ha
0,67 ha
Weitere Elemente
Feldrand-, Puffer- und Waldrandstreifen
Agrarforstflächen, Aufforstungen
Kurzumtriebsplantagen
1,5
1,0
0,3
0,67 ha
1,0 ha
3,33 ha
Können Blüh- und Pufferstreifen angerechnet werden und was ist zu beachten?
Maßnahmestandards und
deren Gewichtungsfaktoren
zur Umsetzung auf ökologischen
Vorrangflächen (öVF)
• Mit der Anlage von Pufferstreifen im Randbereich zu Gewässern, Waldrandstreifen oder als Feldrandstreifen können die Vorgaben
der öVF (Faktor 1,5) ebenfalls erfüllt werden
• Pufferstreifen entlang von Gewässern sowie Feldrandstreifen mit mindestens 1 m und maximal 20 m Breite
• Waldrandstreifen und Feldrandstreifen mit mindestens 1 m und maximal 10 m Breite
• Pufferstreifen sind kombinierbar mit den Agrarumweltmaßnahmen der Länder
• Die Vorgaben für Bracheflächen sind für Feldrand- und Pufferstreifen einzuhalten, für Pufferstreifen und Waldrandstreifen ist jedoch
eine Schnitt- oder Weidenutzung möglich
5
Greening – Anbaudiversifizierung
Anbaudiversifizierung
• Gilt für die gesamte Ackerfläche (inklusive Landschaftselemente)
•B
etriebliche Ackerfläche 10 – 30 ha: Mindestens zwei Hauptfrüchte, welche maximal 75 %
der Gesamtfläche betragen dürfen
•B
etriebliche Ackerfläche > 30 ha: Mindestens drei Hauptfrüchte, zwei Arten dürfen zusammen
max. 95 % betragen, eine Art max. 75 %
• Betriebliche Ackerfläche < 10 ha: Anbaudiversifizierung nicht vorgeschrieben
•A
nteil Ackergras, Futterpflanzen, Stilllegung und/oder Dauergrünland > 75 % und restliche Ackerfläche
< 30 ha: keine Anbaudiversifizierung notwendig
Anbaudiversifizierung – einfach gelöst!
Während Ackerbaubetriebe mit der Kombination von Getreidearten und Raps, Rüben, Mais usw. die im Greening
geforderte Anbaudiversifizierung meist erfüllen, ist diese für maisintensive Betriebe eine besondere Herausforderung.
Doch es gibt für jede Betriebsform Möglichkeiten, die Fruchtfolge aufzulockern und neben der Erfüllung der GAP-Auflagen,
die Anforderungen an eine ökonomische Tragfähigkeit und die Bodenfruchtbarkeit in gleicher Weise zu erfüllen.
Marktfruchtanbau / Veredelung:
Durch den Wechsel von Blatt- und verschiedenen Halmfrüchten ist die dreigliedrige Fruchtfolge im Ackerbaubetrieb
häufig schon vorhanden. Bei sehr engen Fruchtfolgen (Raps-Weizen-Weizen oder Mais-Roggen) kann durch eine weitere
abtragende Getreideart oder ein Getreidegemenge die Fruchtfolge erweitert werden. Auch der Anbau einer Sommerung
einer bereits verwendeten Art ist möglich (z. B. Winterweizen und Sommerweizen in einer Fruchtfolge). In engen RapsWeizenfruchtfolgen könnte ein Teil des Stoppelweizens durch eine Sommerung (Körnerleguminose, Sommergetreide,
Mais) ersetzt werden. Durch die Hereinnahme einer Sommerung in die Fruchtfolge ist zusätzlich die Integration einer
greeningfähigen Zwischenfruchtmischung möglich.
z. B. bisher: Ra-WW-WW, erweitert: Ra-WW-(ZF)-SG/SW/KE
Empfehlungen zur Erfüllung der Anbaudiversifizierung
Betriebsform
Marktfrucht /
Veredelung
Ersetzte Fruchtart
Wintergetreide (ökonomisch
schwächste Kultur
z. B. Stoppelweizen)
»
Futterbau / Energiepflanzenanbau:
In Milchviehbetrieben gibt es oft zwei dominierende Fruchtarten: Mais und Gras (Ackergras, Grünland). Solange der Anteil
der Ackerfläche ohne Feldgras geringer als 30 ha ist und der Grünlandflächenanteil (Dauergrünland + Ackergras + Still­
legung) mehr als 75 % beträgt, sind Betriebe von den Auflagen befreit. Für manchen Betrieb kann die Erhöhung des
Feldgrasanteiles und eine Reduzierung der restlichen Ackerfläche auf weniger als 30 ha eine Alternative sein. Gilt für den
Betrieb die Anbaudiversifizierung, muss eine Ergänzung zum Gras oder Mais gefunden werden. Ein Maisersatz, gerade in
Grenzlagen, kann eine GPS-Mischung wie Legu-Hafer-GPS Plus sein. Außerdem bietet sich Getreide als GPS oder Druschfrucht an. Von einer Art kann jedoch nur eine Nutzungsrichtung (Drusch oder GPS) geltend gemacht werden.
Biogasanlagen haben die größte Flexibilität bezüglich der Substratvielfalt. Mais kann durch GPS-Getreide, GPS-Mischungen,
Feldgras oder Sorghum ersetzt werden. Wird im Zeitraum vom 01.06. – 15.07. eine Zweitfrucht angebaut, muss mit dieser
Frucht weiterhin die Anbaudiversifizierung erfüllt sein.
Milchvieh
Mais / Gras
Mais
»
»
Biogas
Getreide-GPS
6
»
Neue Hauptkultur
Zusatznutzen durch Integration in die Fruchtfolge
Sommerweizen
(TRISO, Sorbas)
Bessere Bekämpfungsmöglichkeit von Schadunkräutern
(Ackerfuchsschwanz)
Körnererbse
Sehr guter Vorfruchtwert und innerbetriebliche
Verwertung bei Veredelung möglich, Infektionszyklen
werden unterbrochen
(Dauer-)Brache
Herausnahme von schwierigen Standorten aus der
Produktionsfläche und gleichzeitiges Erfüllen der öVF
Legu-Hafer-GPS Plus
Schmackhaftes Futter, sehr gute Anbauwürdigkeit in
Grenzlagen, Qualitätswerte (MJ NEL 5,7 – 6,1)
GPS-Getreide
Flexibilität in der Fruchtfolge
Druschgetreide
Innerbetriebliche Verwertung als Kraftfutter,
Strohnutzung als Einstreu
COUNTRY Feldgras
Hochqualitatives Grundfutter
GPS-Getreide und
GPS-Mischungen
Beide GPS-Substrate können innerhalb der Anbaudiversifizierung getrennt betrachtet werden, da Gemenge
grundsätzlich als eigenständige Hauptkultur betrachtet
werden
Sorghum
In warmen, trockenen Lagen ist Sorghum eine Alternative
mit hohen Masseerträgen
COUNTRY Feldgras
Ertragreiches Substrat und sehr gute Verwertung von
Wirtschaftsdüngern
Wickroggen-GPS Plus
FutterGas-GPS
Mischungen aus Leguminosen und Getreide sind als
eigenständige Hauptkulturen anzurechnen und lockern
die Fruchtfolge auf
7
Greening – Anbaufolgen
Greeningkonforme Fruchtfolgen
Marktfruchtbetrieb
1. Jahr
2. Jahr
3. Jahr
4. Jahr
5. Jahr
Frühjahr Sommer Herbst Winter
Frühjahr Sommer Herbst Winter
Frühjahr Sommer Herbst Winter
Frühjahr Sommer Herbst Winter
Frühjahr Sommer Herbst Winter
1
Rüben
Weizen
2
Rüben
Weizen
Gerste
TerraLife
Mais
Raps
Weizen
Weizen
TerraLife
3
Raps
Weizen
TerraLife
Körnerleguminosen
Weizen
4
Raps
Weizen
TerraLife
Mais
Weizen
5
Kartoffeln
6
Kartoffeln
Kartoffeln
7
Weizen
TerraLife
TerraLife
TerraLife
Mais
Mais
Roggen
Grasuntersaat
Mais
Weizen
TerraLife
TerraLife
Futterbaubetrieb
TerraLife
Mais
Roggen
TerraLife
1 Aufgelockerte Rübenfruchtfolge mit breiter Risikostreuung, TerraLife und Getreide verringern das Heterodera-Potenzial
2 Mais-Rübenfruchtfolge, durch TerraLife wird das Rhizoctonia- und Fusariumrisiko gesenkt
3 Körnerleguminosen und Sommergetreide in der Fruchtfolge bringen zusätzliche Anbaudiversifizierung und arbeitswirtschaftliche
Vorteile: + Bodenfruchtbarkeit, + N-Nachlieferung, + Unkrautbekämpfungsoptionen
4 In Grenzlagen kann Sommergetreide anstelle von Mais eine interessante Alternative sein
5 Kartoffel-Getreidefruchtfolge mit Mais als weitere Sommerung
6 Kartoffelfruchtfolge für Trockenstandorte, Mais nach Kartoffeln ist durch TerraLife kein Problem
7 Ideale Fruchtfolge für Kombination Kartoffeln + Milchvieh auf leichten Böden
1. Jahr
2. Jahr
3. Jahr
4. Jahr
5. Jahr
Frühjahr Sommer Herbst Winter
Frühjahr Sommer Herbst Winter
Frühjahr Sommer Herbst Winter
Frühjahr Sommer Herbst Winter
Frühjahr Sommer Herbst Winter
1
Mais
Grasuntersaat
Mais
2
Mais
Grasuntersaat
Mais
3
Mais
Weizen
Kleegras
Legu-HaferGPS Plus
FutterGas-GPS Plus
Grasuntersaat
Luzerne
Mais
Weizen
Feldgras
1 Ideale Bodenfruchtbarkeit und N-Bereitstellung durch Kleegras, Schnittnutzung mindert Unkrautdruck
2 Futterbaufruchtfolge für Trockenstandorte, sehr hoher Futterwert und Schmackhaftigkeit durch Legu-Hafer-GPS und Luzerne
3 Gesunde, ertragreiche Fruchtfolge mit hohem Futterwert
Veredelungsbetrieb
Biogasbetrieb
1. Jahr
2. Jahr
3. Jahr
4. Jahr
5. Jahr
Frühjahr Sommer Herbst Winter
Frühjahr Sommer Herbst Winter
Frühjahr Sommer Herbst Winter
Frühjahr Sommer Herbst Winter
Frühjahr Sommer Herbst Winter
1
Mais
Wickroggen-GPS Plus
2
Mais
Grasuntersaat
3
Sorghum
Mais
Wickroggen-GPS Plus
Grasuntersaat
Mais
Weizen
FutterGasGPS
TerraLife
TerraLife
HaferGPS Plus
Kleegras
Mais
Grasuntersaat
1 Breite Fruchtfolge für Ackerfuchsschwanz-Problemstandorte, Minimierung des Ertragsrisikos durch unterschiedliche
Energiepflanzenmischungen, Integration von TerraLife sichert ökologische Vorrangfläche
2 Einfache Energiepflanzenfruchtfolge mit Kombinationsmöglichkeit für Milchviehnutzung
3 Maisfruchtfolge für Trockenstandorte mit Sorghum, dadurch Ertragsstabilität für Trockenstandorte und Zünslerbzw. Wurzelbohrergebiete
Grünroggen
1. Jahr
2. Jahr
3. Jahr
4. Jahr
5. Jahr
Frühjahr Sommer Herbst Winter
Frühjahr Sommer Herbst Winter
Frühjahr Sommer Herbst Winter
Frühjahr Sommer Herbst Winter
Frühjahr Sommer Herbst Winter
Weizen
Gerste
TerraLife
Sommergetreide
2
Raps
Weizen
TerraLife
Erbse
3
Raps
Weizen
1
CCM
Triticale
TerraLife
Gerste
+5 % Brache / 3,33 % Pufferstreifen
Auch möglich:
4
CCM
5
CCM
Weizen
Grasuntersaat
CCM
Triticale
TerraLife
Weizen
TerraLife
CCM
Gerste
1 Durch den Einsatz von Sommergetreide bessere Ackerfuchsschwanzbekämpfung und geringere PSM-Intensitäten
2 Erbse als ideale Vorfrucht vor Raps und zusätzliche Anrechenbarkeit als öVF
3 Für Höhenlagen, Mais-Grenzstandorte, Brache kann auch als extra Kultur angerechnet werden
4 Klassische Veredelungsfruchtfolge
5 Emslandfruchtfolge mit maximaler Maisfläche
8
9
Zwischenfrüchte als öVF
Zwischenfrüchte als ökologische Vorrangflächen
Beim Zwischenfruchtanbau im Rahmen des Greenings ist zu beachten:
• Zwischenfruchtanbau wird mit dem Faktor 0,3 als ökologische
Vorrangfläche anerkannt (1 ha öVF = 3,33 ha Zwischenfruchtanbau)
• Für den Zwischenfruchtanbau müssen mindestens zwei Arten in einer
Mischung aus einer vorgegebenen, breiten Artenliste verwendet werden,
eine Art darf dabei nicht mehr als 60 % an Samen in der Mischung
einnehmen, Gräser dürfen ebenfalls in Summe nicht mehr als 60 %
Anzahl Samen in der Mischung enthalten sein
• Wir empfehlen die Saatgutetiketten für eventuelle Kontrollen auf­
zubewahren
• Chemisch-synthetischer Pflanzenschutz ist generell verboten
• Die Aussaat der Zwischenfrucht darf nicht vor dem
15. Juli erfolgen
• Die Aussaat hat vor dem 01. Oktober zu erfolgen
TerraLife ist mehr als Greening
• Zwischenfrüchte und Untersaaten dürfen im Ansaatjahr
nicht genutzt werden (Ausnahme: Beweidung mit
Schafen und Ziegen)
Zwischenfrucht ist nicht gleich Zwischenfrucht. Sie können einfache Zwischenfruchtmischungen nutzen, die
die Mindestvorgaben für das Greening erfüllen, oder vom Mehrwert der DSV TerraLife Mischungen profitieren,
denn TerraLife ist mehr als Greening.
• Keine Bodenbearbeitung bzw. Einarbeitung der Zwischenfrüchte vor dem 15.02. des darauf folgenden Jahres
• Statt einer Zwischenfruchtmischung können auch Untersaaten als öVF
• Nach dem 15.02. dürfen Zwischenfrüchte (z. B. Kleegras)
angesät werden, dabei dürfen aber ausschließlich Gräser (einzeln oder in
und Untersaaten (Gras) futterbaulich oder energetisch mit
Mischung) verwendet werden. Für Untersaaten gelten nach der Ernte der
einem Schnitt vor der Aussaat einer Hauptfrucht genutzt
Deckfrucht die gleichen Regelungen wie für Zwischenfruchtmischungen
werden
• Düngung ist nur mit Wirtschaftsdünger erlaubt (entsprechend DüV),
mineralische Düngung ist nicht zulässig, auch Klärschlammausbringung
ist ausgeschlossen
TerraLife sind Zwischenfruchtmischungen, die im Rahmen eines wissenschaftlichen Forschungsprogrammes konzipiert und
weiterentwickelt werden. Hierbei stand von Anfang an die positive Wirkung von Pflanzengesellschaften auf das Bodenleben,
die Bodenstruktur und der Humusaufbau im Vordergrund; also die Erhaltung und Förderung der Bodenfruchtbarkeit. Dies
ist und bleibt das primäre Ziel für eine nachhaltige Landwirtschaft. Unser TerraLife Prinzip lautet: mehr als 5 Arten müssen
zusammenkommen, um eine umfassende Wirkung auf die Aktivität des Bodens zu erzielen (Ausnahme Landsberger Gemenge).
Bei der Zusammenstellung der Mischungen wurden die unterschiedlichsten Fruchtfolgen intensiv betrachtet. Heute stehen
Ihnen für alle Fruchtfolgesysteme mit Sommerkulturen hochwirksame TerraLife Mischungen zur Verfügung.
20 – 22 (X)
TerraLife – N-Fixx
Felderbse, Sommerwicke, Buchweizen, Serradella, Sparriger Klee,
Perserklee, Ramtillkraut, Phacelia, Sonnenblume
40 – 45
TerraLife – MaisPro TR Greening
Felderbse, Sorghum, Pannonische Wicke, Phacelia, Inkarnatklee,
Öllein, Perserklee, Schwedenklee, Leindotter, Ramtillkraut, Rettich
Deeptill, Sonnenblume
40 – 45
TerraLife – BioMax TR
Rauhafer, Buchweizen, Öllein, Phacelia, Rettich Deeptill, Leindotter,
Abessinischer Senf Redbone, Weißer Senf, Sonnenblume
20 – 25
TerraLife – BetaMaxx
Sommerwicke, Felderbse, Bitterlupine, Rauhafer, Alexandrinerklee,
Phacelia, Ramtillkraut
40 – 45
X
TerraLife – BetaMaxx TR
Sommerwicke, Felderbse, Rauhafer, Alexandrinerklee, Phacelia,
Ramtillkraut, Rettich Deeptill
30 – 35
(X)
TerraLife – BetaSola
Sommerwicke, Rauhafer, nematodenresistenter Ölrettich,
Alexandrinerklee, Ramtillkraut
35 – 40
TerraLife – SolaRigol
Bitterlupine, Sommerwicke, Rauhafer, Ramtillkraut, Öllein,
Serradella, Alexandrinerklee / Sparriger Klee
55 – 60
X
TerraLife – SolaRigol TR
Sommerwicke, Rauhafer, Ramtillkraut, Öllein, Alexandrinerklee /
Sparriger Klee, Leindotter, Rettich Deeptill
30 – 35
(X)
TerraLife – AquaPro
Rauhafer, Phacelia, Buchweizen, Öllein, Sonnenblume, Sorghum,
Ramtillkraut, Saflor
25
X
X
X
40
X
X
X
40
X
X
X
30***
X
X
X
X
X
X
X
X
40
X
X
X
40
X
X
X
X
> 40
X
X
X
X
40
X
X
X
X
40
X
X
Zuckerrüben
X
Kartoffeln
X
X
X
X
X
(X)
TR = mit Tiefenrettich Deeptill erhältlich **aus Düngeverordnung (Stickstoffdüngung im Rahmen des Greenings nur über organische Wirtschaftsdünger)
*** Startdüngung bei Bedarf
10
Extensive
Weidenutzung
Rinder / Schafe
Buchweizen, Öllein, Rauhafer, Serradella, Sonnenblume, Sparriger
Klee, Phacelia, Perserklee, Rettich Deeptill
Wasserschutzgebiet
(Leguminosenfrei)
TerraLife – Rigol TR
Mais
50 – 55
Zusammensetzung
Getreide
Bitterlupine, Buchweizen, Öllein, Rauhafer, Leindotter, Serradella,
Sonnenblume, Sparriger Klee, Phacelia
Greening konform*
Leguminosen
TerraLife – Rigol
Mischungen
Besondere Eignung
Raps
Saatstärke kg / ha
Geeignet für Fruchtfolgen mit
Düngung kg N / ha**
Greeningkonforme TerraLife Zwischenfruchtmischungen für jede Fruchtfolge
X
X
X
40
50
Aussaatperiode
Juli
August
September
Die umfangreichen
Rechtstexte werden
derzeit in den
Bundesländern
unterschiedlich
interpretiert.
Bitte beachten Sie
daher die Aussagen
der regionalen
Beratung!
50
*Die mit GREENINGkonform gekennzeichneten Mischungen sind in der hier beschriebenen Zusammensetzung nach dem Gesetzesstand 11.2014 für Greeningmaßnahmen geeignet. Wir weisen darauf hin, dass die Artenzusammensetzung unter Umständen neu angepasst wurde und bereits im Markt befindliche
Restbestände vorangegangener Mischungen mit gleicher Bezeichnung andere Zusammensetzungen aufweisen können!
11
Untersaaten als öVF
Mit Untersaaten ökologische Vorrangflächen anlegen
Untersaaten sind ein altbewährtes Anbausystem mit vielfältigen ökologischen Vorteilen. Sie werden explizit zur Anlage
von ökologischen Vorrangflächen in der Durchführungsverordnung angesprochen.
Untersaaten mit Gräsern bieten eine Möglichkeit die Greeningvorgaben zu erfüllen, wobei auch hier der Faktor 0,3 zu
Grunde liegt. Die Untersaat darf im Gegensatz zur Aussaat von Zwischenfrüchten nur mit Gras durchgeführt werden.
Dabei sind sowohl Einzelgräser als auch Mischungen von Gräsern möglich. Die Fläche muss bis zum 15.02. des nach der
Ernte der Deckfrucht folgenden Jahres erhalten werden, darf nicht mineralisch oder mit Klärschlamm gedüngt, beerntet
und im betreffenden Zeitraum chemisch behandelt werden. Eine Beweidung durch Schafe oder Ziegen ist möglich.
Im Frühjahr kann eine Untersaatenfläche nach dem 15.02. angedüngt und dann genutzt werden. Es muss aber noch eine
Hauptfrucht folgen.**
Im Prinzip kann in jede Druschfrucht oder auch in Silomais problemlos eine Grasuntersaat integriert werden.
Getreideuntersaaten
Die Aussaat der Untersaat findet bereits im Vorhinein statt, sodass im Falle von z. B. Getreide- oder GPS-Untersaaten Arbeitsspitzen
bei der Ernte und parallelen Aussaat von Zwischenfrüchten vermieden werden können.
Untersaaten in Leguminosen
Auch in Druschleguminosen, vorzugsweise Ackerbohnen, können Untersaaten gut integriert werden. Allerdings wird in der Praxis
sicherlich die Leguminosenfläche als öVF angemeldet werden. Dann ist eine Anerkennung der Untersaat als öVF nicht möglich.
Dennoch macht es Sinn, Untersaaten in Ackerbohnen zu integrieren. Das vorrangige Ziel dabei ist die Speicherung des von den
Ackerbohnen gebundenen Stickstoffes, wenn der Anbau einer Frühjahrskultur folgen soll. Der von den Gräsern fixierte Stickstoff wird
verzögert freigesetzt. Dies muss bei der Düngeplanung der auf die Leguminosen folgenden Sommerkultur beachtet werden.
Untersaatvarianten im Greening
Deckfrucht
Druschgetreideuntersaaten können entweder als Herbsteinsaat, kurz nach der Getreidesaat (flache Saat unbedingt notwendig),
als Winteruntersaat auf Frost oder als Frühjahrsuntersaat angelegt werden. Dabei ist die Wahl der Grasart oder -mischung in
Abstimmung mit der Deckfrucht entscheidend für den Aussaattermin.
Grundsätzlich gilt:
• Langsam wachsende Gräserarten brauchen schwache Deckfrüchte oder eine frühe Einsaat der Untersaat
Für den Energiepflanzen- und Futterbau sind Untersaaten, die bereits in GPS-Mischungen integriert sind und gleichzeitig ausgesät
werden, interessant. Sie bieten dem Landwirt vor allem den Vorteil der ersparten Zwischenfruchtaussaat. Ist die GPS geerntet,
darf ein weiterer Aufwuchs aus der Untersaat nicht, auch nicht bis zum 15.07., genutzt werden.
Maisuntersaaten
Maisuntersaaten machen es möglich, dass nach dem Mais eine Begrünung im Feld steht, denn nach einer Maisernte Mitte
Oktober ist eine Zwischenfruchtansaat nicht mehr möglich. Neben der verbesserten Befahrbarkeit der Maisflächen, werden
die Böden über den Winter vor Erosion geschützt, die Untersaat trägt zum Humusaufbau bei, kann Nährstoffe binden und
für heimisches Wild als Deckungs- und Äsungsfläche dienen.
Maisuntersaaten können ebenfalls auf verschiedene Weisen angelegt werden. Dabei ist der Aussaattermin jeweils von der Art
und Zusammensetzung der Gräser abhängig. Mischungen mit einem hohen Weidelgrasanteil werden zum 6 – 8-Blattstadium
des Maises ausgebracht, um ein Überwachsen der Gräser zu vermeiden. Als Anlagetechnik steht der Nachsaatstriegel, der
pneumatische Düngerstreuer sowie das Güllefass mit Schleppschlauchverteiler zur Verfügung. Soll die Untersaat bereits vor
oder kurz nach der Maissaat mittels einer Drillmaschine durchgeführt werden, bietet sich eine entsprechende Mischung,
wie „Humus-Plus-VORSAAT“, die sich aus sehr langsam wachsenden Gräserarten und speziellen Sorten zusammensetzt, an.
Nutzung der Untersaat**
Zusammensetzung US*
Aussaattermin
COUNTRY 2051
Futterbau ab 15.2.2016,
z. B. ein Schnitt vor Mais
85 % Welsches Weidelgras
15 % Bastard Weidelgras
In Wintergetreide: Frühjahr
bis Ende Bestockung (EC 29);
20 kg/ha
In Sommergetreide: ab
3-Blattstadium (EC 13-29)
Humus-Plus-Früh Begrünung und Stilllegung
100 % Dt . Weidelgras spät,
(schwachwüchsig)
Mit der Deckfrucht
15 kg/ha
Humus-PlusVORSAAT
Begrünung und Stilllegung
90 % horstbildender
Rotschwingel
10 % Härtlicher Schwingel
Mit der Deckfrucht
10 kg/ha
COUNTRY 2023
Begrünung oder Futterbau
100 % Dt. Weidelgras spät, (Futtersorten)
ca. 2 Wochen nach der
Deckfruchtsaat
10 kg/ha
Plus-Gras
Begrünung oder Futterbau ab
15.2.2016
15 % Grasuntersaat
(div. Gräser möglich)
September bis Mitte
Oktober (eine Aussaat
mit der Deckfrucht)
110 – 140 kg/ha
(Gesamtaussaatmenge
Fertigmischung)
Plus-Gras
Begrünung oder Futterbau ab
15.2.2016
9 % Welsches Weidelgras
September bis Mitte
Oktober (eine Aussaat
mit der Deckfrucht)
110 – 150 kg/ha
(Gesamtaussaatmenge
Fertigmischung)
Plus-Gras
Begrünung oder Futterbau ab
15.2.2016
13 % Einjähriges Weidelgras
März bis Anfang April
(eine Aussaat mit
der Deckfrucht)
110 – 140 kg/ha
(Gesamtaussaatmenge
Fertigmischung)
Humus-PlusVORSAAT
Begrünung
90 % horstbildender
Rotschwingel
10 % Härtlicher Schwingel
Direkt vor bzw. nach
der Maisaussaat
7 – 10 kg/ha
Humus-Plus-SPÄT
Begrünung
50 % Dt. Weidelgras früh
50 % Welsches Weidelgras
6 – 8-Blattstadium des
Maises
15 kg/ha
Humus-PlusENERGIE
Begrünung und nachfolgend
Futterbau
85 % Welsches Weidelgras
15 % Bastard Weidelgras
6 – 8-Blattstadium des
Maises
15 kg/ha
Humus-PlusVORSAAT
Begrünung, die US* zählt nicht
als öVF, wenn die Leguminose
als öVF gemeldet wurde
90 % horstbildender
Rotschwingel
10 % Härtlicher Schwingel
Nach der Deckfrucht bis
10 cm Wuchshöhe
5 kg/ha
Humus-Plus-Früh
Begrünung, die US* zählt nicht
als öVF, wenn die Leguminose
als öVF gemeldet wurde
100 % Dt. Weidelgras spät,
(schwachwüchsig)
Zwei Wochen nach der
Deckfrucht bis 12 cm
Wuchshöhe
5 kg/ha
Druschgetreide
• Schnell wachsende Gräserarten brauchen starke Deckfrüchte oder eine späte Einsaat der Untersaat
Sofern die Auswahl der Gräserart in Verbindung mit Aussaattermin und Saatstärke auf die Deckfrucht abgestimmt wird, hat
die Untersaat keinen negativen Einfluss auf den Ertrag der Deckfrucht. Wichtig ist die Kontrolle und ggf. die Bekämpfung von
Schnecken, da die kleinen Gräser in beschatteten und feuchten Getreidebeständen sehr gerne gefressen werden. Weiterhin ist
Lager in der Deckfrucht unbedingt zu vermeiden, da die Untersaaten sonst aufgrund von Lichtmangel absterben. Durch eine
gezielte Sortenwahl wird die Untersaat begünstigt. Entscheidend ist hier der Lichteinfall, der durch die Bestandesdichte, durch
die Blattstellung sowie Blattform des Getreides bestimmt wird. Der Saattermin der Deckfrucht ist ebenfalls sehr wichtig. Bei früh
gedrillten, dichten Beständen wird eine Frühjahrsuntersaat schwierig.
Untersaat
GPS Wickroggen
Roggen
Wicke
GPS We-Ro-GPS
Roggen
Wintererbse
GPS Legu-Hafer
Hafer
Wicken
Erbsen
Sonnenblume
Maisuntersaat
Angepasster Pflanzenschutz
Ein entscheidender Faktor für das Gelingen einer jeden Untersaat ist der angepasste Pflanzenschutz. Grundsätzlich stellt die
Bekämpfung der Ungräser kein Problem dar. Es gibt Herbizidstrategien und Wirkstoffe, mit denen die Ungräser bei gleichzeitiger Schonung der Untersaat bekämpft werden können. Hierzu gibt es aktuelle Empfehlungen von Seiten der Beratung,
z. B. LWK Nordrhein-Westfalen oder LWK Niedersachsen.
Untersaat in
Ackerbohnen
*US: Untersaat
4
12
Aussaatstärke
**Arten und Nutzung der Untersaat werden derzeit in den Ländern unterschiedlich interpretiert – bitte beachten Sie die regionalen Beratungsaussagen
13
Leguminosen als öVF
Leguminosen bereichern Ihre Fruchtfolgen
Leguminosen sind in der Lage, durch die Symbiose mit Knöllchenbakterien Luftstickstoff zu binden und diesen als
Hauptnährstoff im Anbausystem zu nutzen. Der Stickstoff steht der Leguminose selber und über die Wurzel- und
Erntereste, den nachfolgenden Kulturen kostenlos zur Verfügung.
Mit Leguminosen können insbesondere Getreidefruchtfolgen durch die Unterbrechung von Infektionszyklen v. a.
bodenbürtiger Krankheitserreger, aufgelockert werden. Leguminosen hinterlassen eine hervorragende Bodengare
und Krümelstruktur. Vor allem Futterleguminosen wie Klee oder Luzerne hinterlassen hohe Mengen an bodenfruchtbarkeitsförderndem Humus. Die Saatbettbereitung zur Nachfrucht kann nach Körnerleguminosen meist
mit geringem Kosten- und Energieaufwand erfolgen; Direktsaaten sind möglich. Die Vorfruchtwirkungen kommen
auf den schlechteren Ackerstandorten besonders stark zum Tragen.
Im Rahmen der anstehenden Agrarreform werden günstige Rahmenbedingungen für den Anbau von Leguminosen
geschaffen. So besteht künftig die Möglichkeit, im Rahmen des Greenings auf ökologischen Vorrangflächen Leguminosen
anzubauen. Damit wäre gleichzeitig ein Teil der Anbaudiversifizierung und ein Beitrag zur öVF geleistet.
Aus einer breiten Artenliste können die landwirtschaftlichen Betriebe eine zu ihrem Standort und ihrer Nutzungsrichtung
passende Leguminose für ihre Fruchtfolge auswählen.
Was ist im Rahmen des Greenings zu beachten?
• Der Anbau von stickstoffbindenden Pflanzen wird mit dem Faktor 0,7 als ökologische Vorrangfläche anerkannt
(1 ha öVF = 1,43 ha Leguminosen), die Betriebe können aus einer breiten Artenliste auswählen
Liste der auf ökologischen Vorrangflächen
zulässigen Arten stickstoffbindender Pflanzen
Botanischer Name
Deutscher Name
Glycine max
Sojabohne
Lens spp.
alle Arten der Gattung Linse
Lotus corniculatus
Hornschotenklee
Lupinus albus
Weiße Lupine
Lupinus angustifolius
Blaue Lupine,
Schmalblättrige Lupine
Lupinus luteus
Gelbe Lupine
Medicago lupulina
Hopfenklee (Gelbklee)
Medicago sativa
Saatluzerne
Medicago × varia
Bastard-Luzerne, Sandluzerne
Melilotus spp.
alle Arten der Gattung Steinklee
• Auf Flächen mit stickstoffbindenden Pflanzen dürfen nur Pflanzenarten angebaut werden, die in der zulässigen Liste
aufgeführt sind, es muss mindestens eine dieser Pflanzenarten angebaut werden, Leguminosenmischungen sind möglich
Onobrychis spp.
alle Arten der Gattung Esparsette
• Luzerne-/Kleeanbau oder Kleevermehrung sind ebenfalls anrechenbar, Leguminosen dürfen untereinander gemischt
werden, nicht erlaubt sind Klee/Luzerne-Gras-Gemenge und Leguminosen mit nicht-legumen Stützfrüchten
Ornithopus sativus
Serradella
Phaseolus vulgaris
Gartenbohne
• Hinsichtlich Düngung und Pflanzenschutz sind keine Einschränkungen vorgesehen
Pisum sativum
Erbse
• Nach der Ernte der stickstoffbindenden Kulturen ist eine überwinternde Folgefrucht anzubauen
Trifolium alexandrinum
Alexandrinerklee
Trifolium hybridum
Schwedenklee (Bastardklee)
Trifolium incarnatum
Inkarnatklee
Trifolium pratense
Rotklee
Trifolium repens
Weißklee
Trifolium resupinatum
Perserklee
Trifolium subterraneum
Erdklee (Bodenfrüchtiger Klee)
Vicia faba
Ackerbohne
Vicia pannonica
Pannonische Wicke
Vicia sativa
Saatwicke
Vicia villosa
Zottelwicke
Leguminosen der DSV
Aus dem DSV Portfolio bietet sich im Rahmen des Greenings für Futterbaubetriebe der Luzerneanbau in Reinsaat an.
Dort, wo günstige Klima- und Bodenverhältnisse für den Luzerneanbau vorherrschen, bietet die Integration dieser
Leguminose in intelligente Futterbaufruchtfolgen zahlreiche futter- und pflanzenbauliche Vorteile. Die Luzernesorte
PLANET ist ausgesprochen standfest und zeichnet sich durch eine sehr gute Winterhärte aus. Aufgrund ihrer überdurchschnittlichen Rohproteingehalte ist sie eine wertvolle Grundfutterkomponente und leistet einen wichtigen Beitrag,
um zugekaufte Eiweißfuttermittel einzusparen.
Ist der Anbau von Körnerleguminosen als Markfrucht oder zur innerbetrieblichen Verwertung von Bedeutung, möchten
wir Sie auf unser Partnerunternehmen, die I.G. Pflanzenzucht GmbH, hinweisen. Die I.G. Pflanzenzucht GmbH ist Spezialist
in Sachen Soja- und Ackerbohnen und hat im Bereich dieser Kulturen eine breite Angebotsvielfalt.
14
15
Flächenstilllegung als öVF
Grünlandauflagen
Flächenstilllegung
Grünland
Stilllegungen sind eine Möglichkeit, um die öVF zu erfüllen. Dabei wird die stillgelegte Fläche im Verhältnis 1:1 auf die öVF
angerechnet. Die Stilllegungsverpflichtung besteht auf diesen Flächen vom 01.01. eines Jahres bis zum 31.08. Es kann bereits
vor Ende der Stilllegungszeit (ab 01.08.) mit der Vorbereitung der Aussaat einer Nachfrucht, zum Beispiel Raps, begonnen werden.
Ein Kernstück des Greenings ist der Erhalt von ökologisch wertvollen Dauergrünlandflächen. Der in den letzten Jahren zunehmende
Umbruch von Grünlandflächen zugunsten des Ackerbaus soll mit diesem Handlungsinstrument reduziert und die Gesamtfläche
stabilisiert werden.
Die Stilllegungsfläche sollte begrünt werden. Dazu empfiehlt sich der Einsatz von speziellen Brachemischungen. Ein wichtiger Vorteil
einer aktiven Begrünung ist die Unkrautunterdrückung. Bei Selbstbegrünung ist zu erwarten, dass sich vor allem konkurrenzstarke
Unkräuter, wie Disteln und Ackerfuchsschwanz, weiter vermehren und zum Aussamen kommen. Zusätzlich können durch Ausfallgetreide ‚grüne Brücken‘ entstehen, die zur Vermehrung von Krankheitserregern und Schädlingen beitragen und den Krankheitsdruck
auf angrenzenden Flächen erhöhen. Eine aktive Begrünung mit geeigneten Mischungen steigert den Vorfruchtwert einer Stilllegung.
Gerade auf besseren Standorten ist es sinnvoll, die Brache teilweise in die Fruchtfolge zu integrieren. Sie kann dann auch als eine
weitere Frucht zur Anbaudiversifizierung genutzt werden und könnte zusätzlich mit Schafen abgehütet werden. Durch eine Stilllegung
von 5 % der Ackerfläche könnte sowohl die dritte Kultur, als auch die ökologische Vorrangfläche abgedeckt werden. Eine spezielle
Stilllegungsmischung mit Leguminosen würde sich hier positiv auf die Bodenfruchtbarkeit auswirken und durch die N-Fixierung einen
hohen Vorfruchteffekt für die nachfolgende Hauptfrucht (z. B. Weizen) erzielen. Hinzu kommt die gute Durchwurzelbarkeit und die
Förderung der Schattengare durch die Stilllegung, ähnlich wie bei einer Zwischenfrucht. Vom 01.04. – 30.06. dürfen keine Pflegemaßnahmen auf einer Stilllegung stattfinden, die Fläche muss aber einmal jährlich gemulcht werden. Die Mindestgröße einer Flächen­
stilllegung beträgt 1000 m².
Für Flächen, die als besonders umweltsensibel eingestuft werden, gilt ein umfassendes Umwandlungs- und Pflugverbot.
In Deutschland sind das die Flora-Fauna-Habitat-Gebiete (FFH-Gebiete).
Auf schlechteren Standorten kann eine Dauerstilllegung über 3 – 5 Jahre sinnvoll sein. Hier bietet es sich an, dass besonders nasse
oder leichte Standorte mit geringem Ertragspotenzial oder auch ungünstig zugeschnittene Flächen stillgelegt werden. Diese Wahl
hätte den Vorteil, dass nur einmal eine Mischung angesät werden müsste und die Verluste durch die Stilllegung, aufgrund des geringen
Ertragspotenzials der Standorte, relativ gering wären.
Vorteile einer Grünbrache mit Leguminosen und Gräsern:
• Verbesserung der Bodengare durch Bodenkrümelung, weniger Verschlämmung
• Auflockern von Pflugsohlen, Tiefendurchwurzelung, biologische Stabilisierung
• Stickstoffakkumulation
• Humusaufbau
• Verdrängung von Samenunkräutern durch Schröpfschnitte
Nicht bodenwendende Pflegemaßnahmen, auch in Verbindung mit Nachsaaten, sind weiterhin möglich.
Für das übrige Dauergrünland außerhalb der FFH-Gebiete ist eine Umwandlung von Dauergrünland in andere Nutzungen künftig
nur noch möglich, wenn dafür an anderer Stelle neues Dauergrünland angelegt wird. Dadurch wird die Gesamtfläche des ökologisch
wertvollen Dauergrünlandes stabilisiert.
Zusammenfassend gilt daher:
• Generelles Umbruchverbot ab dem 01.01.2015 nur in FFH-Gebieten, diese werden als „extrem umweltsensibel“ eingestuft
• Umwandlung von Grünland in Ackerland ist untersagt
• Pflegemaßnahmen bleiben erlaubt
• Pflegeumbruch auf einzelbetrieblichen Antrag möglich
Außerhalb von FFH-Gebieten:
• Hier soll ein einzelbetriebliches Autorisierungssystem eingeführt werden
• Dieses verhindert den Umbruch von Grünland, wenn die Grünlandfläche gegenüber dem Referenzjahr 2012
(plus neu entstandene Grünlandflächen bis zum 01.01.2015) Bundesland bezogen um mehr als 5 % gesunken ist,
danach ist Grünlandumwandlung nur bei entsprechender Neuanlage in gleichem Umfang möglich
Für eine wirtschaftlich sinnvolle Nutzung des Grünlandes ist eine regelmäßige Nachsaat, die die Narbe stabilisiert,
aus DSV Erfahrung sehr ratsam. Im Laufe der Jahre ist das die günstigste Pflegemaßnahme des Grünlandes.
Das DSV Programm für die gezielte Begrünung von Brachflächen
Einjährige Stilllegung
Mähweide-Wiese für extensive
60
M2
15
90
M3
15
25
*alternativ statt Wiesenschwingel mit Lieschgras
30
7
3
10
65
10
Aussaatstärke: 20 kg/ha
Aussaattermin: Herbst und Frühjahr
Pufferstreifen: Für die Auswahl der passenden Mischung fragen Sie Ihren DSV Berater vor Ort.
16
COUNTRY 2003
Nachsaat
Trockenlage
x
Nachsaatmischung für
trockene Standorte
50
30
COUNTRY 2004
Nachsaat
mit Klee
x
Leistungsstarke Nachsaatmischung für feuchte und
wechselfeuchte Lagen
25
25
x
• ••• ••• •
10
Schnitt
Mähweide
Weide
•• ••• ••• •••
• ••• ••• ••• ••• ••• ••• •••
20
45
Höhenlage
Moor
feucht
normal
40
trocken
25
x
Nachsaatmischung für
moorige und feuchte
Standorte sowie für
Höhenlagen
Nutzung
Standort
Weißklee
25
COUNTRY 2002
Nachsaat
Moor und
Mittelgebirge
Festulolium
60
Nachsaat
Normallage
Lieschgras
20
Neuanlage
20
Nachsaat
x
Leistungsstarke Nachsaatmischung für frische bis
wechselfeuchte Lagen,
besonders gut geeignet für
intensive Bewirtschaftung
Beschreibung
COUNTRY 2001
Universelle Wildacker-Mischung für alle Standorte, empfohlen
vom Deutschen Jagdverband für optimale Deckung und
Äsung über mehrere Jahre
Blattstammkohl, Bockshornklee, Bokharaklee, Buchweizen,
Furchenkohl, Futterraps (00), Gelbklee, Herbstrüben, Kulturmalve, Lieschgras, Lupinen (bitterstoffarm), Luzerne, Markstammkohl, Perserklee, Ringelblumen, Rotklee, Waldstaudenroggen,
Weißklee, Wiesen­schwingel, Winterrübsen, Winterwicken
Deutsches
Weidel­gras spät
75
Bezeichnung
Deutsches
Weidel­gras mittel
DSV-DJV plus mehrjährig
Mischung
Deutsches
Weidelgras früh
40
Zusammensetzung in %
Deutsches Weidelgras, Gelbklee, Glatthafer, Horn­klee,
Knaulgras, Lieschgras, Rotklee, Schwedenklee, Weißklee,
Wiesenrispe, Wiesenschwingel
Aussaatstärke: 40 kg/ha
Aussaattermin: Herbst und Frühjahr
10
Über- und mehrjährige Stilllegung
15
Buchweizen
25
Ausgewogene Mischung für extensive Grünland­nutzung
und Wildschutz mit hohem Gräseranteil, ideal für Feldund Waldränder, wenn extensive Nutzung stattfinden soll.
Phacelia
30
Inkarnatklee
LIFAGO-PLUS
Weißklee
60
Rotklee
15
Rotschwingel
Deutsches Weidelgras
F1**
Wiesenschwingel
Aussaatstärke kg/ha
M2
90
M1*
Grünlandnutzung (mehrjährig)
Zusammensetzung in %
15
Mischung
Die DSV Empfehlungen für Grünlandnachsaaten
••• ••
5
•
•• •• •• ••• •••
•• •• ••• •
•• ••• ••• •••
Die Mischungen des COUNTRY Grünland-Programms werden über ausgewählte Händler und Genossenschaften vertrieben.
••• sehr hoch/besonders geeignet •• hoch/geeignet • mittel/bedingt geeignet kein • keine Angabe
Bei Nichtverfügbarkeit einzelner Sorten werden diese durch gleichwertige ersetzt.
17
Greening – Fragen und Antworten
Praxisfragen und Antworten zum Greening
1
Kann eine zur Grassamenproduktion genutzte Fläche nach dem Drusch als Begrünung angerechnet werden,
und damit wie eine Untersaat oder Zwischenfrucht als ökologische Vorrangfläche behandelt werden?
Nein, das geht nicht. Für das Vorhandensein einer Untersaat ist eine Deckfrucht erforderlich. Diese ist bei einer
Fläche mit Grasproduktion nicht gegeben. Man könnte nur eine Stilllegung davon machen, indem man die
Fläche vom 01.01. – 15.08. des Folgejahres sich selbst überlässt.
2
Ist es greeningkonform, wenn eine Untersaat zusammen mit einer Hauptfrucht ausgesät wird?
Ja ist es. Die Art und Weise der Etablierung einer Untersaat ist egal. Wichtig ist nur, dass die Untersaat
unter einer Deckfrucht steht, die genutzt wird.
3
Dürfen Pufferstreifen befahren werden?
Ein ausnahmsweises Befahren ist möglich. Wichtig ist, dass Feldränder auch als solche erkennbar sind
und somit ruhen sollen. Sind dort regelmäßige Fahrspuren erkennbar (z. B. wie bei Vorgewenden) kann
es sein, dass solche Feldränder nicht anerkannt werden.
4
Wie breit dürfen / müssen Feldrand- oder Waldrandstreifen sein?
Feldrandstreifen dürfen max. 20 m breit sein und die Brachevorschriften müssen vollständig eingehalten werden.
Sie können an allen natürlichen Grenzen liegen. Waldrandstreifen müssen an Waldrändern liegen und dürfen
eine Maximalbreite von 10 m nicht überschreiten. Für diese Streifen gelten auch die Brachevorschriften mit der
Möglichkeit des Abweidens oder der Schnittnutzung.
5
Gibt es Vorgaben für Saatgut(-Mischungen) für Pufferstreifen und Feldränder, die nicht im Rahmen
der AUMs bereits gefördert werden?
In Sachen Fruchtfolge und Greening beraten Sie
gerne Ihre DSV Berater vor Ort!
Individuelle Fragen können Sie auch an Greening-Saatgut@dsv-saaten.de senden.
10 Darf nach dem 15.02. eine Nutzung von Zwischenfrüchten und Untersaaten erfolgen und dürfen diese
Kulturen als Hauptfrucht weitergenutzt werden (z. B. Weidelgrasuntersaaten, die dann als Ackergras
oder Grassamenvermehrung stehen bleiben)?
Ja, eine Nutzung ist möglich, es muss danach aber eine neue Hauptfrucht folgen. Hierzu gibt es aktuell noch unterschiedliche Interpretationen der einzelnen Bundesländer.
11 Wenn eine Selbstbegrünung erlaubt ist, darf man dann auf der Ackerfutterfläche (z. B. Kleegras) das
Gras/Kleegras als Selbstbegrünung für eine Brache stehen lassen und darf man die Brache mulchen
oder sogar nutzen (beweiden)?
Ja, das ist erlaubt unter Einhaltung des Verbotszeitraums für Pflegemaßnahmen vom 01.04. – 30.06.
Eine Beweidung oder anderweitige Nutzung ist nicht erlaubt.
Nein. Aus phytosanitären Gründen ist aber eine Begrünung anzustreben.
6
Darf ein Pufferstreifen ganzjährig genutzt werden?
Ja, eine Weide- oder Schnittnutzung bezogen auf Gras oder andere Grünfutterpflanzen (kein Getreide) ist möglich.
Dabei muss sichergestellt sein, dass der Pufferstreifen von dem angrenzenden Schlag, der normal genutzt wird, zu
unterscheiden ist. Es ist daher nicht möglich, den ganzen Schlag mit Ackergras einzusäen und dann einen Pufferstreifen als öVF zu nutzen.
7
Gibt es einen verbotenen Pflegezeitraum auf Bracheflächen?
Ja, auf Bracheflächen gilt ein Mäh- und Mulchverbot vom 01.04. – 30.06. des Antragsjahres.
8
Gibt es andere Anrechnungsfaktoren für Puffer- oder Waldrandstreifen, bzw. Feldränder, wenn eine
Nutzung erfolgt?
Nein. Auf Feldrandstreifen ist die Nutzung im Übrigen komplett untersagt.
9
Darf eine Untersaat, die im Frühjahr/Sommer mit einer Futterbaumischung gesät wird, nach der GPS-Ernte
noch bis zum 1.10. genutzt werden?
Nein, das ist nicht möglich. Mit der Nutzung verliert die Fläche ihre Wertigkeit als öVF.
12 Werden bereits angelegte Flächen für Wild (z. B. mit Topinambur, Miscanthus oder Mais, der nur gemulcht wird)
als Stilllegungsflächen anerkannt?
Das geht, wenn keine Ernteabsicht besteht. Die Ansaat von reinem Mais wird voraussichtlich nicht anerkannt.
Die Brache kann der Selbstbegrünung überlassen werden oder ist aktiv zu begrünen (mit Gras oder
Blühpflanzen oder „Jägermischungen“). Aus der AgrarZahlVerpflichtV und der DirektZahlDurchfV ergibt
sich ein Nutzungsverbot, welches dadurch letztlich prüfbar wird, wenn keine klassische Kulturpflanze in
Reinkultur angebaut wird.
13 Dürfen Untersaaten nach der Ernte der Deckfrucht vor dem 01.10. noch genutzt werden?
Nein, das ist nicht möglich. Es ist nur eine Beweidung mit Schafen erlaubt, bzw. ein einmaliges Mulchen.
Auf keinen Fall darf in den Boden eingegriffen werden.
14 Wenn durch die Ernte von Gras- oder Getreide-GPS zwei verschiedene Früchte im Zeitraum für eine Hauptkultur angebaut werden (01.06. – 15.07.), welche Kultur ist dann entscheidend für die Anbaudiversifizierung?
Es sind beide Kulturen entscheidend. Sowohl durch die beerntete Kultur als auch durch die neu ausgesäte
Kultur dürfen die Regelungen zur Anbaudiversifizierung nicht ihre Gültigkeit verlieren.
15 Was passiert, wenn die Greeningvorgaben nicht eingehalten werden?
Zunächst wird nur die Greeningprämie gekürzt, ab 2017 drohen Sanktionen von bis zu 20 % und ab 2018 bis zu 25 %.
Quelle: F.-J. Schoo, LWK Niedersachsen, Dezember 2014
18
19
Kompetente Beratung vor Ort
Nordwest
1.Corinna Schröder
24214 Schinkel
Fon 0170 7781161
2.Andreas Krallinger
23863 Bargfeld-Stegen
Fon 0171 2639317
12.Wolfgang Fisch
54675 Niedersgegen
Fon O6566 408
23.Heiko Sickert
01594 Seerhausen
Fon 0171 4748550
13.Stefan Eiden
54411 Hermeskeil
Fon 0170 8139742
24.Peter Lippitsch
01920 Schweinerden
Fon 0171 7445925
Ost
25.Heinz-Joachim Ziese
99634 Gangloffsömmern
Fon 0171 2123301
3.Heinz Heinicke
27321 Thedinghausen
Fon 0175 1650206
14.Karl-Heinz Henschel
18334 Lindholz-Böhlendorf
Fon 0171 2123335
4.Jan Hendrik Schulz
29353 Ahnsbeck
Fon 0171 2123326
15.Kersten Fischer
23996 Beidendorf
Fon 0171 6501745
5.Holger Schenk
29367 Steinhorst
Fon 05148 9898-0
16.Jens Skoeries
17159 Dargun-Zarnekow
Fon 0171 2164810
6.Hajo Haake
31832 Springe-Lüdersen
Fon 0160 8044923
17.Jens Mewes
19357 Premslin
Fon 0171 6255665
28.Jakob Schneidmiller
95361 Ködnitz
Fon 0171 2123328
7.Klaus Krüger
32479 Hille
Fon 0170 7782716
18.Sibille Teßmann
17326 Brüssow
Fon 0171 2123312
29.Markus Scheller
97337 Dettelbach-Euerfeld
Fon 0170 7788341
8.Bernd Fiedler
59557 Lippstadt
Fon 0160 94916915
19.Christoph Felgentreu
16845 Bückwitz
Fon 033970 991-0
30.Dieter Gehrig
74736 Hardheim
Fon 0171 6295002
9.Hubert Saat
47652 Weeze
Fon 0171 2123317
20.Frank Gromeier
29413 Mehmke
Fon 0171 6295008
31.Regionalbüro Ilshofen
74532 Ilshofen
Fon 07904 9428-0
10.Florian Stroh
54595 Prüm
Fon 0171 4945866
21.Hans-Jürgen Pfannkuchen
14974 Ludwigsfelde
Fon 0171 6522720
32.Karl Wacker
75392 Deckenpfronn
Fon 0160 96238726
11.Christoph Szekendy
35398 Gießen
Fon 0160 97907988
22.Christian Lausch
06179 Teutschenthal-Holleben
Fon 0171 2127339
33.Dr. Bartholomäus Zacherl
83564 Soyen
Fon 0171 1751989
Deutsche Saatveredelung AG
Weissenburger Straße 5
59557 Lippstadt
Fon 02941 296-0
Fax 02941 296-100
info@dsv-saaten.de
26.Andreas Kipping
98630 Römhild
Fon 0160 94759812
1
27.Edda Heinemann
01665 Käbschütztal
Fon 035244 44-0
2
15
3
4
6
5 20
19
21
8
9
22
25
10
11
12
18
17
7
Süd
14
16
23
27 24
26
13
29
30
28
31
32
33
Alle in dieser Broschüre enthaltenen Informationen, Anbauempfehlungen und Darstellungen erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr auf Vollständigkeit und Richtigkeit. Wir können trotz
aller Sorgfalt nicht garantieren, dass die beschriebenen Eigenschaften in der landwirtschaftlichen Praxis in jedem Fall wiederholbar/nachvollziehbar sind. Sie können daher nur Entscheidungshilfen darstellen. Die
DSV schließt Haftung für unmittelbare, mittelbare, atypische, zufällig entstandene oder sonstige Folgeschäden oder Schadensersatzansprüche, die sich im Zusammenhang mit der Verwendung in dieser Broschüre
beschriebenen Sorteninformationen und Anbauempfehlungen ergeben, aus. Mit der Herausgabe dieses Prospektes verlieren alle bisherigen ihre Gültigkeit. Stand: Dezember 2014
Faxanfrage: 02941 296-400
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RAPOOL-Rapssortenprogramm
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Seele and Geist
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