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Medienmitteilung
Thun, 26. November 2014
AG für Abfallverwertung AVAG: Ergebnisse aus dem Pilotprojekt zur
separaten Sammlung und der stofflichen Verwertung von Kunststoffflaschen und Getränkekartons
Mit dem Ziel, die stoffliche Verwertung weiter zu fördern sammelte die AG für Abfallverwertung AVAG in einem Pilotprojekt seit September 2012 an 18 Sammelstellen in 11
Gemeinden gebrauchte Kunststoffflaschen, Getränkekartons (TetraPak) und PE-Milchflaschen aus Haushaltungen. Die Akzeptanz und der Umweltnutzen dieser separaten
Sammlung von hochwertigem Kunststoff und Getränkekartons sind nachweislich gegeben. Ökonomisch betrachtet macht die separate Sammlung aber nach wie vor keinen
Sinn. Dies umso mehr, als sich das Sammelgut durch die ab 1. Januar 2014 schweizweit
eingeführte Sammlung von Kunststoffflaschen durch die Migros und anderen Detailhändler wesentlich verändert hat. Aus diesen Gründen wird die bestehende Separatsammlung in Absprache mit den beteiligten Gemeinden nicht mehr weitergeführt. Als
neues Angebot wird an bezeichneten Stellen ab dem 1. Januar 2015 die separate
Sammlung und stoffliche Verwertung von Getränkekartons eingeführt.
Seit Beginn des Versuchs im September 2012 konnten die gesammelten Mengen kontinuierlich
gesteigert werden. Waren es im ersten Monat noch 785 Kilo, lag die durchschnittlich gesammelte Menge in den letzten Monaten zwischen 11 und 12 Tonnen. In der gesamten Projektphase wurden bis heute über 220 Tonnen Material separat gesammelt und der stofflichen
Verwertung zugeführt. Das entspricht rund 1,7 Mio. Kunststoffflaschen und 2,5 Mio. Getränkekartons. Aus den gesammelten und aufbereiteten Shampoo-, Kosmetik-, Waschmittel-, Oel-, Essigflaschen, Pflegemittelbehälter und Milchflaschen entstehen neue Kunststoffprodukte. Aus
den zurückgewonnenen Zellstoff-Fasern der Getränkekartons entsteht neuer Karton.
Die Zusammensetzung des gesammelten Materials hat sich im 2014 gegenüber dem Vorjahr
wesentlich verändert: der Anteil stofflich verwertbarer Kunststoffe sank von rund 40 % auf
knapp 16 %. Im Gegensatz dazu stieg der Anteil der separat gesammelten Getränkekartons von
rund 44 % auf über 71 %!
Hauptgrund für diese Veränderung in der Zusammensetzung des Sammelgutes liegt in der auf
1. Januar 2014 von der Migros flächendeckend in allen Filialen der Schweiz eingeführten Sammlung von Plastik-Flaschen. Dieses Angebot wurde von den Konsumenten gut aufgenommen. Als
Konsequenz daraus landen nun die separat gesammelten Plastik-Flaschen zu einem wesentlichen Teil in den Sammelbehältern der Migros oder anderen Detailhändlern, was grundsätzlich
zu begrüssen ist. So befürworten auch die drei Organisationen Kommunale Infrastruktur OKI,
die Dachorganisation der Schweizer Recycling Organisationen Swiss Recycling und der Verband
der Betreiber Schweizer Abfallverwertungsanlagen VBSA in einer gemeinsamen Empfehlung (Zitat) „die sortenreine Separatsammlung von Kunststoffflaschen mit Deckel in einem landesweit
einheitlichen System, das auf den Initiativen einiger grosser Detailhändler basiert. Von einer
Sammlung von gemischtem Kunststoff, wie es in einigen Regionen praktiziert wird, ist abzusehen.“
Verschlechterung des finanziellen Ergebnisses
Auch wenn die Anstrengungen des Detailhandels, ein landesweit einheitliches Sammelsystem
für Kunststoffflaschen anzubieten, grundsätzlich zu begrüssen sind, wirkt sich dieses auf das
Projekt der AVAG negativ aus. So steigen mit dem hohen Anteil an Getränkekartons die ungedeckten Kosten infolge höherer Sortierkosten und im Vergleich zum Kunststoff tieferem Materialerlös für Getränkekartons. Aus diesem Grund und weil künftig nebst der Migros noch weitere
Detailhandelsunternehmen in das Recycling von Plastik-Flaschen einsteigen, ist gemeinsam mit
den am Pilotprojekt beteiligten Gemeinden entschieden worden, diese Art von Sammlung nur
noch bis Ende 2014 anzubieten und die Sammelstellen auf diesen Zeitpunkt aufzuheben.
Neues Angebot ab 1. Januar 2015
Für die Getränkekartons besteht jedoch auch beim Detailhandel bis auf weiteres kein Angebot
zur separaten Sammlung. Wie die Erfahrungen aus dem Pilotprojekt jedoch bestätigt, besteht
hier bei der Bevölkerung ein echtes Bedürfnis. Dies zeigt der überdurchschnittlich hohe Anteil
dieser Verpackungen in den durch die AVAG bereitgestellten Sammelstellen.
Aufgrund dieser Ausganglage baut die AVAG ab dem 1. Januar 2015 gemeinsam mit dem Verein Getränkekarton-Recycling Schweiz (GKR), ein neues Angebot für die separate Sammlung
und stoffliche Verwertung von Getränkekartons auf. So werden in einem ersten Schritt an 13
Sammelstellen im AVAG Gebiet (Details siehe Liste) Getränkekartons unentgeltlich zur stofflichen Verwertung angenommen. Das Netz an Sammelstellen soll – wo sinnvoll und machbar – im
Verlauf des 2015 ausgebaut werden. Die stoffliche Verwertung des Sammelgutes ist sichergestellt und findet zu 100 % in der Schweiz statt.
Im Gegensatz zur separaten Sammlung von Kunststoff ist eine kostendeckende Abwicklung
durch Beiträge aus dem GKR-Projekt weitgehend sichergestellt. Zurzeit arbeitet der Verein Getränkekartons Schweiz an der Einführung eines vorgezogenen Recyclingbeitrags analog PET-Flaschen, Weissblech- oder Aluminiumdosen oder Verpackungsglas.
Sammelstellen „Getränkekartonssammlung“ ab 1. Januar 2015
Ab dem 1. Januar 2015 stehen die folgenden Sammelstellen zu den ordentlichen Öffnungszeiten für die unentgeltliche Abgabe von Getränkekartons (TetraPak) zur Verfügung:
Gemeinde
Belp
Brienz
Frutigen
Huttwil
Interlaken
Jaberg
Langnau i.E.
Münsingen
Saanen
Thun
Wimmis
Zweisimmen
Standort Sammelstelle
Abfallzentrum Fa. Zaugg, Fahrhubelweg 5
Entsorgungszentrum AVAG, Bächlischwendi
AVAG Entsorgungszentrum, Mike Schmid Olympiastr. 16
bring’s Abfallsammelstelle, Schwende 9
AVAG Entsorgungszentrum, Geissgasse 36
AVAG Entsorgungszentrum „Türliacher“
Werkhof Gemeinde, Güterstrasse 27
AVAG Entsorgungszentrum, Hüselmatte 301
Werkhof der Gemeinde, Schulhausgasse 15
AVAG Entsorgungszentrum, Oey 28
Abfallsammelhof der Stadt Thun, Militärstrasse 7
AVAG Entsorgungszentrum, Steinigand
AVAG Entsorgungszentrum, Galgenbühl 101
Ansprechperson für weitere Informationen:
Heiner Straubhaar, Geschäftsführer AG für Abfallverwertung AVAG
Allmendstrasse 166, 3600 Thun
Telefon 033 226 56 00 / h.straubhaar@avag.ch
Die AVAG Gruppe setzt sich aus der Muttergesellschaft AVAG AG für Abfallverwertung und den beiden Tochtergesellschaften
AVAG KVA AG und AVAG Betriebs AG zusammen. An der Oberland Energie AG hält die AVAG eine Mehrheitsbeteiligung.
Diese betreibt in der Gemeinde Spiez ein Biomassenzentrum, welches aus einer Vergärungsanlage, einer Altholz- und Restholzheizung und einem Produktionsbetrieb für Komposterde besteht.
Die AVAG ist die führende Unternehmung für die Sammlung, Verwertung, Behandlung, Entsorgung und das professionelle Recycling von Siedlungsabfällen und Wertstoffen in der Region Berner Oberland, Aaretal und Emmental. Sie stellt seit 1973 für
rund 140 in der Region beheimateten Gemeinden und alle regionalen Unternehmen die sichere, umweltgerechte und wirtschaftliche Entsorgung sicher. Als verlässlicher Gesamtentsorgungspartner deckt die AVAG rund die Hälfte der Fläche des Kantons
Bern ab. Mit dem Betrieb der Kehrichtverwertungsanlage Thun und dem Biomassezentrum Spiez ist die AVAG zudem ein wichtiger Produzent erneuerbarer Energie.
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